41-42 -l 8 8 i 78-* 68-* Zchlachtw. de ödere -chlachtw. »Schlacht' arktbenchtvsm Dchien, 52 Bullen, 1149 flj 2147 Schweine. toWtb*^Ä Lebenv- schlav gewicht 48-62 43-47 36-40 40-43 82-39 30-34 38-42 39-43 33-37 83-38 24-32 16-23 46-52 40-45 87-« 76-» 66-ti 66-f! 61-» 64-4! 66-S 7J-” 68-7- 61-* 48-f 53.50-61® 6 51.00—62.6° 61 52.60-66.°° * Schlacht« h'te) mb ältere ilei'c rth biet- _ ^,»5 | ifeffiäS1 sS"^ I -9 qo—54.00 iW SLÄtzL «r. ?'■ Ritdn f'iübct "'utiili!?61 l ^er feXI9 «m». £ rot ist %*> 'Sä® L-sW »LZK Lr-L-S streifen 9an*tei enl'unh^et Hl n unb gewann bamtt te Sü Ml her Ansicht tungziveierTeuti'chV! r „öioconbo" in ’ Jgem havaS" ist Ju k ™; Ältun®ndbu"om J ar schenMahnahmr. brnS ber „Nona Lifa" > i nod) sottdauerl. Wirtet StaMtfate !>dS 6 Uhr: Der Ring bei ueustag, den 29. AuM'- ^e,i3J.]ufluh(Wo«f. .'"e Butterfly.' Freitag de >ng des Nibelungen, i la- 'eu 2. ceplembtr: ,J- September: .Bioletta' st« er, abends 7' , Uhr: ,tt mberr.Cavalleria rnstiem' )en 6. September gefchloK. l$. Zu Goethe's Seburtt^ en 29. August: .Ter yr Der Herr heirat.' Tonnts- : ,AU-heidelberg.' {Jteiin Staube und Heimat.' Sonntag, den 3. Septen^. . Heimat.' tibenbi 7 llbt ■nibet: ,Vach4maW a\» t : ,Tle Braul von Nessma^ ime Bonivard.' merkt, abends um 7 Uhr. leanftalt jm 28. August: 16*K Nr. 202 Erster Blatt 161. Zahrgang Dienstag, 29. August 1911 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberyefsen Tn •lebener Sajelf« edcheinl täglich, aufc« Sonntag?. - Beilagen: viermal roöcbtnllid) 6icbtner$amlli i di daher v o n diesen zukunftsreichen Gebieten nicht hinweg- drängen lassen. Tas angebliche Anerbieten Frankreichs, uns für Zugeständnisse in Marokko Teikedesfranzö fisch en Kongogebietes zu übereignen, muß als gänzlich ii n - gen ü gend zurückgewiesen werden. Wir sind der Zuversicht, daß auch unierc leitenden Staatsmänner den Ernst der Zeit in voller Starte erkannt haben. In solcher Ucbcrjeugung unserer Reichs regurung unsere Gefolgschaft bei einer ruhig abwägenden, aber selb ß v o r d e in letzten Mittel n i ch t z ii r ü ck w c i ch e n - den Politik in her Vertretung der Weltgeltung der deutschen Nation öffentlich auszusprechen, ist uns Gebot der Pslidft und Bedürfnis" Ter Landesausschuß der imtionallibcralcn Partei für die Provinz Pommern hat ebenfalls eine Entschließung angenommen und dem Reichskanzler überreicht, in der es heißt: „Sollte das wünschenswerteste Ziel: die Räumung ganz Marokkos von allen europäischen Truppen, Herstellung der Un abhängig feit des marokkanischen Reiches in den Grenzen von 1906, und völlige wirtschaftliche Wcidibcrcditigun^ aller Madue -- nicht erreichen fein, sollten vielmehr die inneren Verbältnifse Marokko- und die Politik Frankreichs unb Spanien- den Zerfall MarokloS unaufbaltfam und nnermeidkich madien. fo mus» da» Tculfche Reich mit allen ihm nur Verfnaiing stehenden Machtmitteln bei einer Aniteilung Marokko» feinen vollwichtigen Anteil verlange n. Wirtfchaftlid'c Ga rannen und die Zusicherung der offenen Tür sind in einem von Franki idi polnisch beherrschten Lande wertlos, wie die fran- • isifche Kolonial- und Zollpolitik mit ihrem streng durchgesührten Protektionsshstem hinreichend oft unb mit genügender Teutlichkeit geicigt hat Räumen wir aber Frankreich den überwiegenden politifdnn Einskuß m dem größlen Teile Marokko» ein, unb uchrn uns bamit aus dem niirifdiaftlidini Wettbewerb in den von Frankreich bcberrfditcii i^ebieteu zurück, so kann die Ent schädigung, die nur für dieses erhebliche Zugeständnis, für den Verzicht auf freie wirtschaftliche '-Betätigung in ganz Marokko, beanspruchen müssen, nur in Marokko selbst liegen. Tie Abtretung selbst sehr großer Strecken des burdi die Schlafkrankheit entvölkert en, burd) den französischen Raubbau entwerteten Kongo und U b a u g i • 03 c b i c t c » wurde die Stellung de» Deutschen Reiches in Afrika in keiner Weise verstärken unb könnte unter leinen Umstünden a l ö ei n ausreichendes 91 cq u i - valent für bie Preisgabe Marokkos gelten, zumal letztere auch nufer Ansehen bei der gesamten islamitrschen Welt auf da- Aller- schwerste zu schädigen geeignet wäre." Tte Abreife des französischen Botlchasterb nach Berlin ausgeschoben. Paris, *28. Aug. Ter französische Botschafter in Berlin, E a m b o n, wird infolge eines leichten Fieber a n f a 1 l e s seine Abreise nad) Berlin um ein bis zivet Tage versdiieben und Paris am Mittwoch oder Donnerstag verlassen. Hebet italienische Ansprüche läßt sich die „Boss. Ztg." aus 'Paris telegraphieren: Die hiesige Anwesenheit des Botschasters am Quirinal, Herrn Barrörc, ivird sehr vermerkt. ES verlautet, daß bei genannte Diplomat die französische Reaicrung verständigt hat, daß nad) dem Abkommen mit Tcutsd)land auch Italien ft o m v v n falt o n S a ii । p i ii d) c wegen der Erwei terung der poliliscljeit Rechte Frankreid)s in Marollo stellen ivird. Italien wünsche, daß Frankreich dem italienischen Handel m Marokko in ähnlicher Weise wie dem deutschen, offene Tür vertragsmäßig zusichere. Wegen der vvraus- jichtlichcu Massenauswanderung italienifchcr Arbeiter und Gewerbetreibender nach Dia i vkko bezüglid) der dort geplanten großen öffenllichcil Arbeiten und Unternehnningen will Die italienische Regie- ning die Sicherung feiner Konfulargerichrs- b a r k c i t unb das Recht, dort ebenso wie in Tunis italienische Schulen halten zu dürfen, wo fich nach der italienischen Bevöllerungszahi ein nationales Bedürfnis heraus- fielitii sollte. Zn diesem Sinne soll da- italienifch-fvcm zösische Mittelineer-Uebcrei.nkommen vom Jahre 1904 einer umfassenden Revision unterzogen werden. Zreundjchastslelegramm zwischen dem Naiser von Japan und dem Zaren. Petersburg, 28. Aug. Der Kaiservon Japan hat an den Kaiser von Rußland folgendes Tele- gram m gerichtet: Sehr glücklich über das endgültige Einvernehmen, bas -^wisch»!i unseren Regierungen hcrgeftcllt wurde int aufrich tigen Geiste der Verständigung über einige Fragen, bie bisher ohne Lösung geblieben waren, ist es mir besonders angenehm. Eurer Maieslät mitzuteilen, daß auf meinen Befehl baS Schiff „Angara" der r us f ischeu Regierung aurücf gegeben werden wird als .Beweis der GksÜhle unwandelbarer Freundschaft, die ich für Sie liege. Ick» bin gewiß, baß Eure Diojestät nut mir der Ueberjeuguug find, daß Die endgültige Regelung aller strittigen Fragen dazu bei» (Eine Voraussage der Diebstahls der Mona Lisa. Nirgends har ivoljl der Diebstahl im Louvre-Museum eine tiefere Betroffenheit hervorgeruicn, als in den literarischen Kreisen Dänemarks. Tort erinnerte man sich sogleich an ein im Jahre 1909 erschienenes Bud), das den Titel „Mona Lila" trug und dessen Verfasser sich Höjeu nannte. Wer dieser Verfasser Höjen ist, ist noch heule unentraieü. Denn Herr Henri) Madien. Der Sohn des jetzigen Galenedirekrors Karl Madsen, auf den allgemein geraten wurde, hal wieberholt auf bas Enlsdnebemn jeden Anteil an dein Bucl>e in Abrede gestellt. Wie merkwürbig Die Erinnerung an dieses Buch im Augenblick berühren muß, wird man iogleid) verstehen, wenn wir dessen Inhalt kurz ilu zieren. Es wirb ba erzählt, daß der Direkwr des Louvres Bromol -lies: Xiomolle!) eines schönen Tags eine Anzahl von Moputen der Mona Lisa vor dem Bilde versammelt und ihnen einen gc lehrten Vortrag über das Werk hält, dessen Sdiönhcit und Fein beit selbst die beste moderne Kopie nicht wiedergeben könne Zu fällig kommt einer der Hörcr der Leinwand etwas zu nahe unb — o schreck — sie färbt ab! Tas Original muß burd) eine Kopie ersetzt sein! Paris gerät in Aufruhr, der Präfekt Lupine veranstaltet 'ganz, wie cs ieyt wirklich gesdüehti eine Unteriudning, unb man entbeut, daß auö dem Nachbarsaalc ein Loch burcbgeidilagcn ist. Nun schildert bas Buch des weiteren genau denselben Eindruck, Den Der Tiebstahl in Frankreich unb auf der ganzen Erbe hervorruft, bringt and) Die Betrachtungen, die der „Motin" unD Die anbereit Pariser Blätter Darüber anstellen, schildert iobann die Jagd, die der beste Pariser Tetehtv, Robert, in Begleitung des dicken Polizeihundes „Falliörcö" auf den Tieb macht unD Die an einem Ballonlandeplatz ihr Ende findet. Zufällig kommt der Polizist später in ein kleines, dürftiges Atener auf dem Moni marin*, wo er einen jungen Künstler intb seine halbnackte Grifette findet, wie sie sich an einem kümmerlichen Feuer wärmen. Unb hier, in dieser verlorenen Künstlerwcrkstatt, ficht er Die ivirTliax* Mona Lisa an der Wand hängen! Es stellt fich heraus, daß es sich um einen Spaß von Seiten des Künstlers unb feiner Liebsten handelte, bei ber fick) beide Der Wirkung ihres Tuns nicht bewußt ivarcii. Sie haben eines seiner Modelle, einen Camelot, zur Ausführung Des Diebstahls angeftiftet, und Das Buch schließt damit, daß Herr Lupine und der Maler ein Abkommen Dahin treffen, das; die gaiue Sache mit Stillschweigen begraben werden soll. Ter Maler geht straffrei aus, unb bas Original kommt wieder an feinen Platz im Salon Carrö. — So ber Inhalt bes Budies. Man muß gestehen, daß Die lieber-1 einstimmung mir den jüngsten Eretgmssen überraschend ist, unb cs gibt Leute, die die Frage auswerfen, ob man nicht den Dieb in dem Verfafser dieses Buches zu suchen habe Aber freilich: wer ist Hofen? Und wo ift er? Paris, 28. Aug Tie '-variier StajerljcitöbeljorDe erhielt aiH- Cherbourg Die Mitteilung, baß fich am Mitlwod) an Bord bes Tarnpfcrs „Kaiser Wilhelm" zw.i ücute cingdcbiht Iber trugen, zwischen denen sich eine Hvlzvlattc in ber Größe b.r geraubten Gioconda befunden habe. Tie Polizei hot verfügt, baß die beiden nach ihrem Eintreffen m Network angehalten werden sollen. » — Noch ein Diebstahl im Louvre, der allerdings schon ein paar Jahre zurückliegt, ist jetzt bekannt geworden. Man meldet uns darüber unterm 29. AuL. aus Paris: Hier meldete sich ein Mann, dem ein Un belannter eine Büste übergeben habe, die er vor einiger 3eit im Louvre genohlen habe. Der Konservator er- tannte die Büste als Eigentum des Louvre. — Tie Ordnung im Louvre muß mustergültig sein, denn sonst hätte dieser Tiebstahl nicht jahrelang unentdeckt bleiben können. (Ein neuer (Erlaß be§ Herrn o. Zagow. Gcgcii das Tragen von Hüten in Den Theater logen. Ten '-Berliner Theaterdirettoren ist ber folgende amtliche Erlaß des Polizeipräi'iduims ^ngegangen: „Der Verband Berliner Theaterleiter hmtc vor einiger Zeit beschlossen, den Damen in den Logen das Tragen ber Hütt zu untersagen. Mit Rückiidu hierauf habe ich bisher ungeachtet zahlrciwer an mich ergangenen Anregungen unD Vorstellungen von dem Erlaß eines polizeilichen Verbots abgesehen, obwohl guter Grund zu einem solchen gegeben war Tenn Die Erfahr liegt nahe — zumal bei Der gegenwärtigen Mode ber großen Damen hüte —, daß Besucher. Denen bie vor ihnen bc'indlichen Hüte bie Bühncnausfidn verfverren, burch den Ausbruck ihres Unmutes Störungen ber öüeMUchcn Ordnung während der Vorstellung veranlassen. Leiber ist der Beschluß des Verbandes bisher von keinem Theaterleiter ausgefühtt worden, anscheinend tniolgc ber erüar- lidjcn Besorgnis, Dura) den erlaß c,m:s von anderen Theaterleitern uid)t durchgeführten Hutvcrbotes Den Besuch bes eigenen Theaters zu beeinträchtigen. Andererseits hat sich immer mehr die Richtigkeit unb Notwendigkeit des bamaligen Beschlusses des Verbandes hcrausgcstellt, so baß nunmehr der Erlaß einer polizeilichen Anordnung erforderlich erscheint. Im Interesse der öffent liehen Ordnung sehe ich mich daher genötigt, das Tragen von Kopf bebedungen in Logen Ilwes Theaters insoweit zu verbieten, alS burd) die Kopfbedeckungen bie S'ühnenan. ucl". über bie benutzie Loge hinaus geftört werden würbe Id) fordere Sie auf, bie nötigen Anordnungen zu treffen und burchzuführen, daß in den vorstehend bezeichneten Logen Ihres Theaters ebenso wie auch im Parkett und in den Rangen Die Besucher während des Spiels ihre Hüte nicht aufbefrilten Dürfen Für jeden Fall der Zuwiderhandlung, das heißt für jeden Fall ber Tulbung des Ausbchaltens von Hüten auf den bezeichneten Plätzen werde ich eine hiermit angedrohte Geldstrafe von 100 Mark gegen Sie scstsetzen. Iagow." • — Beverlcins „Zapfenstreich" und Wilhelm Raabes „Abu T elf an". In dem soeben erschienenen Scp temberbeft von „Scftermannö MomUSHcften" erzähll Pros Tr. Wilhelm K o s ch in einem Artikel über Wilhelm Raabe.....Um dieselbe Zeit machte idi Raabe auf bat stofflichen Zufammenhang des Romans „Abu Tdfan" (21. Kapitel mit Bcyerlcins „Zap:.n streich" au'merkfam. Beidemal liebt ein junger Soldat die loducr eines Untcrof'iziers mit dem vollen EinverstänDnis ihres Balers: betdemal wird der Soldat versetzt, indes ein Offizier ras M.idd-cn betört: beidemal fällt der Geliebte des entehrten Mäddiens b.m Verführer, innen Vorgesetzten, mit der DienstwaN'e an; beiöcmcl endet die Tragödie, indem ber Vater die Rache übernimmt. Tas betreffende ..^oitel, in dem die Vor-jc'chichie des Schlußakte-.- c zählt wirb, endet bei Raabe mit Den bezeichnenden Worten: „Ter Leutnant Ktnd, ber wird in Geduld den leeren /.apfenfn« di erwarten." . . . Tiefe Bemerkung von mir war für Raab, von höckstem Intereffc. Er schrieb: Ich besuche kein T- .ater n> . . und habe das Trarna auch als Buch nicht gelesen: .'o war mir der von Ihnen aufgededre Sachverhalt eine ganze Reuigkci Sie haben vollkommen recht! Heißen müßte es: „In Zar! streich" — ein Trauerspiel von Fran; Adam V.vcrlcin, ;iach dem Roman „Abu Tclfon" von W. Raabe." tragen wird, die guten Beziehungen, die zwischen unseren beiden Ländern bestehen, noch mehr zu festigen. Der Kaiser von Rußland gab folgende Antwort: Ich danke Eurer Majestät von ganzem Herzen für die Gefühle, denen Sie Ausdruck verliehen haben gelegentlich der auf der Grundlage von gegenseitigen Zugestäirdnissen über einige Fragen, die bisher zwischen unseren Regierungen ungelöst geblieben waren, so glücklich zustande gebrachten Entente. Ich teile vollkommen die Gefühle, die die endgültige Regelung dieser strittigen Fragen Eurer Majestät eingegeben hat. Ich sehe in der Maßnahme, die Sie mit dem Befehl, meiner Negierung das Schiff „Angara" zurückzugeben, getroffen haben, einen neuen Beweis und ein sehr wertvolles Unterpfand der gegenseitigen Freundschaft, die uns vereinigt.___________________ Die Verhandlung gegen -en Deutschen Max Schultz wegen Spionage. Loudon, 28. Aug. Heule begann in P^l y m o u t h die Verhandlung gegen den Deutschen Max Schultz wegen Verletzung des 'Gesetzes über das Amtsgeheimnis. Der Vertreter der Anklagcbehördc führte aus, der Angeklagte habe versucht, von zwei Personen Nachrichten maritimen und militärischen Charakters zu erhalten, in der Absicht, sie einer fremden Regierung zu übermitteln: er habe tatsächlich die Nachrichten erhalten und sie an die deutsche Regierung geschickt. Schultz habe eine Reihe von Tatsachen betreffend die englische Flotte und die Haltung Englands in der Marokkokrise festzustellen versucht. Er habe eine Reihe von schriftlich formulierten Fragen an die beiden Personen gerichtet, welche jetzt als Zeugen auftreten. Für die Informationen habe Schultz größere Summen versprochen. Die erste von Schultz gestellte Frage habe wörtlich gelautet: Was ist die Ansicht der Offiziere der englischen Flotte über den Ausgang eines Krieges zwischen England und Frankreich einerieits und Deutschland andererseits und über die Wahrscheinlichkeit eines Krieges wegen der Marokkofrage? Die Verhandlung wurde auf morgen vertagt, doch wird die morgige Sitzung voraussichtlich nur kurz sein und die weitere Verhandlung am Mittwoch wieder ausgenommen werden. Die wirren in Persien. ^tc „Vossische Zeitung" meldet aus Teheran: Die Ereignisse in Persien verwirren sich von Tag zu Tag. Aus den sich widersprechenden Nachrichten scheint wenigstens das eine mit ziemlicher Sicherheit hervorzugehen, daß der frühere Schah, von dessen Aufenthalt man so gut wie nichts weiß, langsam aber sicher gegen Teheran öorriidt. Dort hat, um die Verwirrung aus ihren Gipfel zu bringen, das Kabinett mit dem Sephardar an der Spitze, seine Entlassung eingereicht. Das Entlassungsgesuch wurde vorläufig nicht genehmigt. . Teheran, 27. Aug. Zergam es Sultaneh soll von Sardar Aschad geschlagen worden sein. Der augenblicklich im Besitz des 80 Meilen östlich von Teheran gelegenen Aradans befindliche Sardar B a h a d u r ist gestern mit einer ansehnlichen Streitmacht auf dem Marsche nach Teheran in Kum eingetrofsen. Salar ed Dauleh hat Kermanschah verlassen und rückt auf Hamadan vox. — Ein englischer Beamter des indisch-europäischen Telegraphendienstes, der heute in jporb eintraf, wurde auf der Reise zwischen Kaschan und Ford angefallen und beraubt. Aus Hegen. Wählerversaninrlungdersortschrittlichen Volkspartei in Schlitz. Am Sonntag veranstaltete die fortschrittliche Volkspartei eine Versammlung in Schlitz. Wir erhalten darüber einen Bericht, dem wir folgendes entnehmen: Herr Prof. Urstadt-Gießen sprach vor einer zahlreichen Zuhörerschaft über die bevorstehenden Reichstags wähl en. Er ging mit dem Bunde der Landwirte und den Antisemiten scharf ins Gericht. Er beschuldigte sie der Volksfcindlichkeit bei der Reichsfinanzreform, den Futtermittelzöllen, dem Kalisyndikat und den Fideikommissen. Besonders gefährlich sei die Reaktion, die dem Reichstagswahlrecht drohe und die Plitische Entrechtung des Volles durch die Junkerherrschaft. — Da sich kein Gegner zum Wort meldete, sprach der Vorsitzende Herr Dr. Köhler noch über die Reichsversicherungsordnung. Er sprach auch hier von der Voltsfeindlich- feit der Konservativen und Großgrundbesitzer. In seinem Schlußwort betonte Herr Pvof. Urstadt die Notwendigkeit des Zusammengehen sallerLiberalen. Die fortschrittliche Volkspartei sehe aber durchaus nicht auf den Gewinn zahlreicher.Mandate für sich selbst. Wenn die Nationalliberalen, wie sie schon zugesichert hatten, in Gießen für die fortschrittliche Volkspartei einträten, sei diese bereit, in Als- seld-Lauterbach und auch noch in einem oder zwei anderen Kreisen die Nationalliberalen zu unterstützen. Bedingung sei nur, daß der nationalliberale Kandidat ein Gegner des Bundes der Landwirte sei und keinen „Heyligenschein" trage. Deutsches Reich. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung vom 21. August, nach der das Gesetz über die Verfassung Elsaß-Lothringens vom 31. Mai in seinem ganzen Umfang mit dem 1. September in Kraft tritt. Wie das Bösmannsche Bureau in Bremen meldet, wurde die Voruntersuchung in der Spionageangelegenheit des Engländers .Stewart in Leipzig beschlossen; der Angeklagte wird in den nächsten Tagen dorthin übergeführt. Aus 5) an au wird uns geschrieben: Die durch das Ableben des Landtagsabgeordneten Emil Junghenn (national.) notwendig gewordene Ersatzwahl zum preußischen A b - geordnetenhause für den Wahlbezirk Hanau-Stadt und -Land wird wahrscheinlich Anfang Oktober stattfinden. Im Stadtkreise Hanau sind in 19 Urwahlbezirken und int Landkreise Hanau in 12 Urwahlbezirken ErgänMngswahlen vorzunehmen. Bei der letzten, 1908 veranstalteten Wahl eines Abgeordneten sind 151 nationalliberale, 26 freisinnige, 70 sozialistische Wahlmänncr und 78 Wablmänner des Bundes der Landwirte gewählt worden. Es mußte dann eine Stichwahl staUfinden zwischen Nationalliberalen und Bund der Landwirte, bei der auf den nationalliberalen Kandidaten 168, auf den Kandidaten des Bundes der Landwirte 22 Stimmen entfielen. Die Sozialdemokraten übten bei der Stichwahl Wahlenthaltung, ebenso ein Teil der Wahlmänncr des Bundes der Landwirte. Die Reichstags er satzwahl im ersten badischen Reichstagswahlkreise Ueberlingen-Konstanz wurde der „Karlsruher Zeitung" zufolge auf Donnerstag, den 19. Oktober 1911, 'estgesetzt. Das Mandat ist bekanntlich durch den Tod des Reichstagsabgeordneten Hug erledigt. Bei der Landtagsersatzwahl zum bayerischen Landtag im Wahlkreis Homburg-Waldmohr wurden am Montag abgegeben für Amtsgerichtssekretär Hudlett (Ztr.> 2935, für den Arbeiter Zach (natt) 2013. üb- ^cgmann Ohliger (christl.-soz.) 479 und für den Ärbeitersekrctär Prosit (Soz.) 1526 Stimmen. Hudlett ist gewählt. Verglichen mit der Hauptwahl 1907, verloren: die Liberalen 1736 Stimmen, das Zentrum 27 Stimmen, während die Sozialdemokratie, die 1907 erst 58 aufzuweisen hatte, mehr als 1500 Stimmen gewann. Airche und Schule. Stellungnahme Berliner liberaler Geistlicher zum Fall Kraah. Im Architektenhaus in Berlin fand am Montag abend die Pastoralkonferenz der liberalen evangelisch-protestantischen Bcr-. liner Geistlichen wegeü Stellungnahme zum Falle Kraatz statt. Kurz vor Eröffnung der Versammlung, deren Vorsitz Prediger D. Max Fischer von der Markusgcmeinde übernommen hatte, ereignete sich ein eigenartiger Zwischenfall. Eine schwarz gekleidete Dame betrat sichtlich erregt den Ver- sammlungssaal. Sie trug in der linken Hand ein Paket mit Ansichtspostkarten, auf denen fromme Sprüche verzeichnet waren. In der rechten schwenkte sie eine bis dahin verborgen gehaltene weiße Fahne, auf der man den Spruch aus der Offenbarung Johannes las:.......auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben!" Tie Dame versuchte in erregter Weise anscheinend gegen die Versammlung zu protestieren und nur mit Mühe gelang es, sie davon zu überzeugen, daß sie den Saal verlassen müsse, da es sich um eine streng geschlossene Versammlung handele. Unter lebhaftem Widerspruch verließ sie das Architektenhaus. Wie bekannt wurde, handelt cs sich um die 23jährige Margarethe W. aus der Vrcite- straße in Hannover, die schon. mehrfach, wie auch am letzten Sonntag in der Luisenkirchc in Charlottenbnrg, Kundgebungen gegen den Pfarrer Kraatz unternommen hat. Arbeiterbewegung. Erfurt, 28. Aug. Tie Verhandlungen in der Metallindustrie sind gescheitert, weil die Arbeiter die Bedingungen der Arbeitgeber mit sehr großer Mehrheit ablehnten. Morgen beginnen die Verhandlungen wegen der Gesamtaussperrung in Berlin. Aus Stadt und Land. Gießen, 29. August 1911. * * Landes Universität. Der Groß Herz og hat den ordentlichen Professor in der philos. Fakultät der LandeS- universität Gießen Dr. Karl Gross auf sein Nachsuchen au§ dem Staatsdienst entlassen. * * Vorn Staatsarchiv. Der Groß her zog hat den Direktor des Haus- und Staatsarchivs Dr. Gustav Freiherrn Schenk zu Schwei ns berg auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen und vorzüglichen Dienste, in den Ruhestand versetzt und ihm den Charakter als „Geheimerat" verliehen, sowie den Haus- und Staatsarchivar Dr. Julius Heinrich Dieterich zum Direktor dc§ Haus- und Staatsarchivs ernannt. • • Lehrerpersonalien. In den Ruhestand versetzt wurde der Lehrer an der Gemeindeschule zu Vonhausen Christian Schwalm auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, und ihm das Ritterkreuz 2. Klasse be§ Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Bestätigt ivurde der von dem kath. Pfarrer zu Ober-Mörlen auf die 1. Lehrerstelle dortselbst präsentierte Schulamtsaspirant Adam Berg aus Erbach. — Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer zu besetzende LehrcrsteÜe zu Glattbach. Dem Inhaber kann eine Ortszulage von 100 Mk. bewilligt werden. "'Vom Oberlandesgericht. Der Großherzog hat den Oberlandesgerichtsrat bei dem Obcrlandesgericht m Darmstadt Hch. Becker auf sein Nachsuchcn, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, in den Ruhestand versetzt. * * D r. Anton Sitzensrey f- Am 26. ds. staLb nach längerem beiden in seiner Heimat Kruschau, österr. Schlesien, der Privatdozent und 1. Assistent an der chiesigen Universitäts-Frauenklinik, Herr Dr. Anton Sitzens re y. Geboren 1871 studierte er in den Jahren 1891—1898 an den Universitäten Graz, Breslau und Straßburg Medizin, erwarb sich im Juni 1897 in Graz den Doktorgrad und war dann Assistent an der Univ.-Augenklinik in Graz, den chirurgischen Kliniken Straßburg und Prag. Im Oktober 1899 trat er als Assistent in die deutsche geburtshilflichgynäkologische Klinik in Prag ein und blieb dort, bis er im September 1907 seinem Ches, Prof. v. Franqus, folgend, als 1. Assistent an die hiesige Univ.-Frauenklinik übersiedelte. Am 21. Oktober 1908 habilitierte er sich an unserer Landesuniversität für die Fächer der Gynäkologie und Geburtshilfe. Gleichzeitig wurde ihm die Approbation als Arzt für das Gebiet des Deutschen Reiches verliehen. Sein Leben war nur der Arbeit gewidmet. Durch zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten sicherte er sich einen hervorragenden Platz unter den deutschen Gynäkologen. Sein überaus liebenswürdiges Wesen verschaffte ihm die Verehrung aller seiner Mitarbeiter, Schüler und Patienten. Mitten aus seinem schaffensfreudigen Leben fiel er einer tückischen Krankheit zum Opfer, von der er in seiner Heimat Heilung suchte und hoffte. So bedeutet sein Tod einen schweren Verlust für die Wissenschaft, für seine Kollegen und Mitarbeiter und alle, die ihm nahe standen. Ein schönes, ehrenvolles Andenken werden sie ihm bewahren. * * Die „dummen Iuuge n", die durch Anschlag die falsche Zeppelin-Nachricht verbreitet hatten, haben sich bei uns mit folgendem Schreiben gemeldet: Einem verehrlichen „Gießener Anzeiger". Der Gießener Anzeiger, der ein Anzeiger sein wollte, hat die dummen Jungen in eine gelinde Aufregung versetzt, indem er in einer Spalte seines Blattes davon Mitteilung machte, daß die Polizei auf Grund der Handschrift den Täter zu ermitteln hosfe, damit er wegen groben Unfugs bestraft werden kann. (Die Nürnberger hängen keinen, sie hätten ihn denn.) Um von unserer Seite aus für derartige Vorkommnisse gerüstet zu sein, möchten wir einen verehrlichen Gießener Anzeiger um gütige Ueberlassung von den besonderen, vorgedruckten Formularen für eventuelle Fälle bitten. Im übrigen wird unser Spezialberichterstatter S. P. Ass. Vogel, um dem verehrl. Gießener Anzeiger sich für die Erwähnung der Angelegenheit erkenntlich zu erzeigen, diese der humoristischen Presse übermitteln. Mit vorzüglicher Hochachtung ergebenft Die dummen Jungen. Verletzte Eitelkeit verkannter Genies, gemischt mit einiger Dreistigkeit! Ob jetzt noch jemand daran zweifelt, daß es sich um dumme Jungen handelt, die sich für rechte Spaßvögel halten? Die Vorsicht, mit der sie sich verstecken, steht in großem Gegensatz zu ihrem humoristischen Selbst- bewußtsetn. Vielleicht gründen die geistreichen Ueber- menschen ein ihren Begriffen entsprechendes eigenes Witzblatt? Wir würden ihnen dann gern alle bei uns einlaufenden Falschmeldungen honorarsrei als Material überweisen. Wenn es ausdrücklich dabei steht, daß es Witze sind, werden es die Leute schon glauben müssen. In der am Samstag verübten Heldentat lag aber bei ziemlicher Beschränktheit noch eine kindische Belästigung der Einwohner, gegen die allerdings vorgegangen werden muß. * * Besitz wechsel. Das Witwe Karl Puth'sche Anwesen Marburger Straße 24 ging durch Kauf an Küfer- meister Julius Well Höfer über. Der Kaufpreis beträgt 169 000 Mark. ♦ * Unfall. Gestern vormittag wurde ein Ehepaar, das auf der Licher Straße im Stadtwald spazieren ging, von einem Motorradfahrer angefahren und zu Boden geschleudert. Beide trugen leichtere Verletzungen, bestehend in -Hautabschürfungen, davon, auch wurden die Kleider stark beschädigt und zerrissen. Landkreis Gießen. - m. Langd, 28. Aug. Der 17 Jahre alte Hermann Gerhardt von hier stürzte am Samstag in Langsdorf, wo er bei einem Weißbindermeister in Arbeit steht, von einem Gerüst und zog sich schwere Verletzungen an beiden Beinen zu. — Hier steht auf dem Grundstück des Louis Ronkhaler ein Apfelbaum in voller Blüte. - ch. Hungen, 28. Aug. Unter starker Beteiligung unternahm gestern der Gesangverein „Liederkranz" zu Ehren seines Dirigenten, des Lehrers K. Wolf aus Nidda, einen Ausflug nach Bad Salzhausen und Nidda. Bei dieser Gelegenheit veranstaltete der Verein in dem Garten des „KarlShofes" nachmittags 4 Uhr ein Konzert, das sich eines zahlreichen Besuches zu erfreuen hatte. Sangesfreunde waren von nah und fern herbeigeeilt und lauschten den vorzüglich geschulten ausgewählten Chören. Die Vorträge des Vereins wie auch die des unter Leitung von K. Herold stehenden gemischten Doppelquartetts fanden lebhaften Beifall. Um 10 Uhr brachte die Bahn die Ausflügler wieder in die Heimat. — Kommenden Donnerstag begehen Herr Karl Schwarz und Ehefrau: hier das Fest ihrer silbernen Hochzeit. KrciS Friedberg. x Bad'-Nau heim, 28. Aug. Im kommenden Monat finden hier Ergänzungswahlen zur Stadtverordnetenversammlung statt. In geheimer Sitzung der Stadtverordneten wurden heute die Beisitzer für die Wahl gewählt. — Im hiesigen Bildungs- verein wird das Rhein-Atainische Verbandstheater im kommenden Winter 7 Vorstellungen für Erwachsene und eine Kindervorstellung geben. Eine Polizeiverordnung, die Kindern den Besuch des Kinematographen nur in Begleitung der Eltern erlaubt, ist für unsere Stadt erlassen worden. Slurteilvulg unu .uliessen. w Worms, 28. Aug. Der 16jährige Sohn de8 Kommerzienrats und Mitinhabers der Lederwerke Dörr & Reinhart, Fritz Dörr, sprang heute nachmittag vom Sprungbrett der Rhein-Badeanstalt so unglücklich auf einen unter Wasser schwimmenden Badenden, den er nicht bemerkt hatte, daß er (Dörr) sich anscheinend tödlich verletzte und sofort unterging. Die Leiche konnte noch nicht geborgen werden. Kreis Wetzlar. = Odenhausen, 28. Aug. Gestern nachmittag fand tut „Rainbacher W a l d" ein F c st der Gemeinden Odenhau- s e n und Salzböden statt, das sich zu einer wahrhaft schönen Feier gestaltete. Schon zu Anfang wurde die Feier auf den Ton der Heimatliebe gestimmt, der dann als Grundton durch die ganze Veranstaltung hindurchklang und in den Worten des Landwirts und Volksschriftstetlers Hemricy N a u m a n n von Nanzhausen bei Lohra seinen treffenden Ausdruck fand. Zu ihm tarn einmal ein alter kurhessischer Bauersmann nach einer ähnlichen Feier. „Zuerst will ich Ihnen die Hand geben," sprach er. „Sie haben uns nichts Neues gejagt," war seine nächste, vorerst etwas eigen lautende Rede. „Was Sie gesagt haben, das haben wir alle schon gewußt." „Aber," und nun tarn der Rede Kern, „was wir bisher nur im Kopfe hatten, das sitzt jetzt hier," und dabei wies seine Hand aufs Herz: Herr Naumann hat uns, was wir schon hatten, recht zuin Bewußtsein gebracht und in gewissem' Sinn ein schlummerndes Dornröschen wach gemacht. Der Gemeinsinn der Bewohner, Heimatsliebe, half Mit, dem Fest das Gelingen zu verschaffen. Mitwirkten die Gesangvereine beider Gemeinden mit ihren herzerfrischenden, ganz vortrefflichen Darbietungen, unter denen auch das Volkslied nicht fehlte. Mitwirkte der Turnverein Odenhausen, der mit seinen Leistungen ebenfalls von viel treuer, unermüdlicher Hingabe an die Sache ein beredtes Zeugnis ablegte. Nicht seht en wollte auch die Mäochenschaft der beiden Ortschaften, die es sich nicht hatte nehmen lassen, in längerem, fleißig vorbereiteten, mit Verständnis und rechtem Ausdruck vorgetragenen dichterischen Gespräch die Vorzüge des Sommers zu preisen. Und weil . chte Heimatsliebe immer zur Vaterlandsliebe sich aiudiueiter, so sand die Feier ihren natürlichen Ausllang in einem Hoch auf den Kaiser. X Waldgirmes, 28. Aug. Tas gestrige Missionsfest zum Besten der Deutschen Orient-Mission war auch von außerhalb gut besucht, so daß unsere Kirche die Teilnehmer kaum zu lanen vermochte. Misfionsdirektor, Pastor Dr. Römer- Potsdam, gründete leine Festpredigt auf das Schriftwort „Er hebt Dürftigen aus dem Staub". In der Nachversammlung sprachen Mistionssekretar Schäfer-Potsdam, Pfarrer Braches-Blas- bach, Pfarrer A n t h e s und nochmals der Missionsdirektor. Te, Posaunenchor Dorlar, sowie der hiesige gemischte Chor wirkten bei dem Fest mit. Universitäts-Nachrichten. an- ? dN a r bur g 28. Aug. Als Nachfolger des verstorbenen Wiikl. Geh. Ober-Regierungsrats Schmidmann wurde nunmehr der Ober-Regierungsrat Walther H a s s e n p f l u g in Posen unter Verleihung des Charakters als Geh. Ober-Regierungsrat mit dem Rang der Räte 2. Klasse 5um Kurator der hiesigen Uni* öerntat ernannt Hassenpflug ist ein Sohn des früheren kur hessischen Ministers. — Ter außerordentliche Professor Simons in Char- lottenburg wurde zum ordentlichen Professor der theologischen Fakultät der hiesigen Universität ernannt. vermischtes. *Großfeuerin Berlin. In dem sog. Spreepalast, der im Südosten Berlins mehrere Grundstücke umfaßt und bis zur Spree reicht, brach in letzter Nacht in einem kleinen. Lagerraum der Schuhfabrik von Pinner Nachfolger Feuer aus, das sich so rasch über das ganze Stockwerk verbreitete, daß an eine Rettung der Lagerbe st ände gar nicht gedacht werden konnte. Als die Feuerwehr auf der Brandstätte erschien, stand bereits der ganze 4. Stock in flammen. Die Flammen hatten bereits auch nach dem etwas zurückgebauten 5. Stockwerk übergegriffen. In dem Zeitraum einer halben Stunde war trotz der massiven Decken und Wände das ganze 5. Stockwerk in Flammen aufgegangen. Die Feuerwehrleute hatten durch die Glut außerordentlich zu leiden. Endlich, gegen 1 Uhr nachts, schien die Gewalt der Flammen gebrochen zu sein. Erst an der Brandmauer des Quergebäudes und oer aus Eisen und Stein bestehenden Tecke des 3. Stockwerkes sand das Feuer Widerstand. Fast für 11/2 Millionen Mark für den Versand'' fertig gepackter Schuhwaren ind zerstört. Einen Automobilunfall, den die gesetzlichen Vorschriften verschuldet haben, sollte man für unmöglich halten. Daß solche „Wunder" tatsächlich Vorkommen, beweist folgender Fall, über den uns aus Hirschberg gemeldet wird. In der Nähe von Jung b unzlau in Böhm en stieß das Automobil des Geheimen Kommer-, zienrats Rin te l-Landshut mir dem des Fabrikbesitzers St ess an-Prag zusammen. Das Rüttelsche Automobil wollte gemäß den preußischen Vorschriften rechts^ das anders der R üft e von 6üb- Lollar, den 28. August 1911. 6268 Die Beerdigung findet Mittwoch, den 30. d. Mts., nachm. 3 Uhr, statt. F.-V. I. A. Both v"/. UM LMes-NliligklvttkslhliltMWh Herkules-Stahlwindturbinß Waschu-Plättmaschinen Tie Direktion. v'7. Amtlicher Teü. Mk. Gebrüder Berdux Fernsprecher 231 Bahnhofstraße 27 Biograph Plocketraße 12 (6981 Die..B™.^sSaB°Eiii H im BauenMe I pannenbefi Drama auS dem Stamme der Navojo-Jndianer. Das Abenteuer der Nacht humoristischer Schlager. Außerordentlich spannendes Drama. Pathe Journal, hochinteressant. ergreifendes Drama aus dem Leben. eine köstliche Humoreske. Große köstliche Humoreske. ft? I >4 bi e .ehromonlcurc neue gerichtet, ebenso in einigen Berlin, 29 Au der Metallindu Kinema1ograPhijcheBerichterst6ltung,sehrinteresiant. Lohevgrius Abschied, lövdild. $tr kleine Lchornsteinfeger. Drama aus dem Leben. Tonbild: Holländischer Fischertanz. Liefern von Steinzeugröhren Liefern von DramageauSmündungSslücken Fuhrlcistungen Graben- und RohrverlegungSarbesten Maurerarbeiten Heute wird hier d-^ Gesamtverband teilen T utschlandS zuiammen wct.erbrncht. Oeffen tl icke Wetterdienststelle Gieren. i54ttteraii6fid ieii in pefien cun Mitttvoch, Den 3».'. .»ng. 1911 Wolkig, meist trocken, etwas fühlet. Gießen, den 28. August 1911. Großh Shtlhirinfpeftion Gieße«. H. Steinbach. bester KoBStruktton jeder Größe fibd ziert Foreter Wischer elmascidnenrkbrill RUM SCH & HAMMER. Pont Leert tz) N*76. Letzte Tlacbricbtcn. Eine französische Flottenbewegung Toulon, 29. Äug Tie Punzcrkreu cr Jules 3R i d> c. e i und Waldeck-Rousseau sind mit unbekannter H.'iimmung hier ausgelaufen Sie von unterrichtet ec 2eue mitflcte.ü wird, handelt es i«h dabei um die großen Flottenmanöver tat olt na hat tu der vrrgangei en Nackt em ld>roerer Sturm inanniqsacken ? «haben anneviditet. ?ie der RoiTefponbent der .'.'ifloctaieb Piep' in Gbavhfioii melbei, loden 20 Menschen getötet und Diele verletzt worden sein. t um $u den einzelnen Ausstanden und flnffbrmingin Ltelrun» nahmen ^on bent Ergebne bieier Perhandiungru wird a cjLa::aen, ob bic < inigungsoerhandlungen in den cuv» :■.•erbet ober ob eS zu einer umfangreichen Ausiverrnni kommt borgen soll auch in Sei»* • n d.r LcklicktunisouSsckuß wieder unaminnitvrten In (rr* Turf und di Verhandlungen irea«n eineo neuen Ctielobntnnfel Arbeitsvergebung. Für die Feldbereinigungsgesellschaft Geilshausen sollen nachstehende Arbeiten und Lieferungen auf dem Wege schriftlichen Angebots in einzelnen Losen vergeben werden. Veranschlagt zu i Die praktischste IraD-hlage des Landwirtes; keine Betriebskosten, keine Bedienung, sauber, zuverlässig, gefahrlos, einfach, Haltbarkeit 30—60 Jahre. Keine Reparaturen. Bester Betrieb für Dresch-, Häckselmaschinen, Schrotmühlen, Rübenschneider, Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige Pflicht, ihre lieben Alten Herren, Inaktiven und Aktiven von dem am 27. August zu Bad-Nauheim erfolgten Ableben ihres lieben Alten Herrn Gerichtsreferendar W, Kissel geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Giessener Burschenschaft Germania. flcidx itcrt. In - ambur ,i Inden Lohnforderungen an die •arbeitgebft kleineren Stödten. New York, 28 Aug. An AMc ^efanntmadiuogen der Ttatt Kirtzk». Am Mouta«, den 4. September, Nachmittage' 2‘\ Uhr, merben im Stöbt. Hokvttal, Seltersweg 11, eine »nzahlMopek eine Partie chaus- und Ancheugeräte und Rleibnnp^ttatfe oneni» lrch mtnthtttenb versteige«. Frische fische Morgen Mittwoch früh 9 Uhr treffen ein: Pa. Angel-Schellfische p- Wb. 35%. Blütenh. Kablia«°^»°°»S4u. 30 , Bratfische p. W- IS, s Pfd. 50 , Hecht, Rotzungen, Schollen. Pa. neue holl. Bollheringe 10 Stück 65 Pfg. Liefern von Drainröhrcn und Verbindungsstücken 2125 114 Frische Trauben fernste südfranzösische und italtenischc QO per Pfd. lofe Vfg. per Stifte ca. 3'/, Pfd. Mk. 1, per Kiste ca. 8 Pfd. Mk. 2.25 Oelkuchenbrecher, ElektriaitäU - Erzeugung und für Wasserversorgung. — Kostenanschläge, Kataloge, Ingenieurbesuch kosten los und ohne Kaufverpflichtung. D11/. rchrichten. -chmidmann.lvA ^ , ssenv lug'nMnu Professor oer m Kekanntmaltsimg. Betr.: Maul- und Klauenseuche in Ettingshausen. Nachdem in den Gehöften der Landwirte I o Hann Kaspar Keil HL, Heinrich Schombcr, Michael Kühn und Heinricy Kaiser VIII in Ettingshausen die Maul- und Klauenfruche auSgebrochen ist, werden die unter II unserer Bekanntmachung vom 14. Juni l. Is. iKreisblatt Nr. 47) ungeordneten Maßnahmen auf diese Gehöfte ausgedehnt. Gießen, den 28. August 1911. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. B.: Langermann. Frische Zitronen per Dutzend 90 Pfg. und Mk. 1.10. iferke W Rad Braaos ■«Carl Reinsc^ 6. m.b. H. Dresden tlDe W Mi •fit*- ö9 hnirK, . «»4,2 <>«., 79 , 280 , 5168 , 90 , VerschleifungSarbeiten 877 „ Die Verdingungsunterlagen liegen aus Großh Bürgermeisterei Geilshausen zur Einsicht offen. Angebote haben nur in Prozenten des Voranschlags zu erfolgen und sind verschlossen postfrei und mit entsprechender Aufschrift verleben bis zum 5. September d. I»., vorm. 11 Uhr, be Großh Bürgermeisterei Geilshausen emzureichen. Die Eröffnung findet dortselbst zur angegebenen Zeit in Gegenwart er- schienener Bieter statt. Freie Auswahl bleibt ausdrücklich vorbehalten. Zuschlagsfrist 3 Wochen. B”/e müß den bolMischen «orid>fiften lurfd auswerchen, bube: ä tu dem Zusammenstoß. Rtnkel erlitt eine Ge irnerschütterung, 3tcffan Quetschungen und einen >rud) des linken Unterarms Beide wurden ins sanken. »TUÄ in Funabutulau gebracht. ^effan lenkte das Auto- [obt( selbst. Auch der Chauffeur des Rinkelschen Auto- robils wurde leicht verletzt. Auf Borkum erkrankten in einem Hotel etwa 40 Per- onen nach dem Genuß eingemachter Speisen an Tarrn bereif tBng. Trotz cmanghrf) erniter Srankheitser- c»emmigm tefinben sich sämtliche Erkrankten wieder auf dem ^CflUnter Vimtrlafiunq einer Schuldenlast von zehn Mil- ionm VrankS sitck die Mühlenbcsitzer und -vhlenhändler -iber 5omnlU in iR o u b a t r Statt jeder besonderen Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass unsere liebe, unvergessliche Tochter, Schwester, Enkelin und Nichte Elisabetha Schadeck gestern abend nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von 11 Jahren sanft verschieden ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Schadeck V. Betr.: Maul- und Klauenseuche in Ettingshausen; hier: die Bildung der Beobachttmgsgebiete. In Abänderung unserer Bekanntmachung vom 14. Juni l. IS. lKreisblatt Nr 47) scheiden die Gemarkungen Beltershain, Bersrod, Weickartshain und Winnerod auS dem Beobochtungsgcbiet aus Gießen, den 28. August 1911. Großhcr.oglia e? Mrciöamt Gießen. _____________I. B: Langermann. Bekanntmachung. Bett • Feldbereinigung in der Gemarkung Rodheim a. d. d. 3ii dec Zeil vom 30 August bis einschließlich 6. September liegt ^werktags auf dem Ticnfifimmer der Großh. Bürgermeisterei ■K°hhn'in Kvrnmiisionsbe'chluß über den Ausschlag der ungedeckten Feldbereinigungsko'tcn der Feldbereinigungsgesellschaft Rod- hcim nebst ocm auf Grund dieses Beschlusses gefertigte Ausschlag zur Einsicht der Beteiligten onen. , er_ Einwendungen sind daselbst während der LstcnleguugSfrrst ,'chnitlich emzureichen und »u begründen. Friedberg, den 23 August 1911. Der Großher wgliche Feldbereimgungskommtssar: K i r » bt r -i c r, Gio^v «tmdnmtnwnn. ’m giftrigi i Kirche die Teilnehmer W 1 ^ Pastor St. »•■»U iuf das Slhnstwort „Er »* «gÄtil, fige gemischst 1 Kekannlinadiung. Betr Feldbereinigung in der Gemarkung Muschenhen^ Togsahrt iur Entgegennahme der Dünsche, die die figten stir bic Bildung der neuen Eriavgrunditücke geltend machen wollen, findet Samstag, den 2. September 1911 von vormittags 10 Uhr bis 11 Uhr im RathauS zu Müschen- ^""Tic^Dünsche sind schriftlich einzureichen und müssen cmacke», welche alter nach Flur und Nummer ;u bezeichnenden - Grundstücke zmammengelegt werden 'allen und bet welcher alten WWle die Zusammenlegung erfolgen soll Dünsche, die «n diesem Termin mcht schriftlich angeteed* werden, haben keinen Anspruch aus Berücksichtigung. Friedberg, den IC Augun 1911. Der Großherzrgliche Feldbereinigungskomnussar: Schnitt spahn, Kreisamttnann. Klnematoaraph. vahnbofstraste 54. C6973i Babnboistraße 54. Große amerikanische Humoreske. Ehre und Liehe eine tolle Humoreske. Der Hoteldiener en. ? Jahre Qrtp . SQhi5tao in I t°r Hattet 1 .8 6 = tem 1 ,U- des ^hrprt k »1, I h Bad sS * Lols . QSmittQ93 4 II?, I ■ik ochzett, Wal erg. WTZ l^Nigen8i(klin7?l 7«'»° und eine $1 ■totbnun,,bitilintetl t Megleunn, bn illra '"iUsesjen. jährige Lohn deß Rom. I Lederwerke Törr & -teir.. ^ha'lttag Dom Sprungbnii I a«f einen unter Waisn I bemerkt hatte, daß n und sosart unter« I geborgen werden. ar. Gestern nachmittag sand te er Gemeinden L denhaa« b zu einer ivahrhasi jchönc: urde die Feier aus den 2c: s Ärnndion durch die gann i den Worten des Laickvinj | n man n von 'Itanjhauii: I sand. Zu ihm lam tinmc: I md) einer ähnlichen Feia 'n," sprach er. „Lie baba nächste, vorerst euvas eiza jaben, das haben wir all- lam der Rede Kern, ,jw 0 sitzt letzt hier," unZ> tmir. cdumaiin har uns, mit gebracht M \u aatvrjnll :n wach gemacht, ^tr Ä- j liebe, half M dem ott, (teil die Vcsangvercine btüc cn, ganz vortresflichen 2c- fslied nicht fehlte. Mitwick r seinen Leistungen cbenW che an die Lache ein bcrcMd c auch die Maochenscha'i da hl hatte nehmen laiien, a !>ersländnis und rechteuftoi.-- präch die Lorzüge des voc- imatsliebe immer jui: 1» die Feier ihren naturlu» Mutters Todestag ergreifendes Drama. Pennbrüder und das grosse Los kky vl, vll vvs , e Teddy schwärmt für Blumen Wirkungen des Ü»ies ^mtenment. Chistian kann nicht lachen 'ttf* -nr e Grundstuae u „ er N°cht'"L W its der ga^ M * ^<^$58 Tic Schule ist eine LtaatSanstalt und umfaßt je 5 Klaffen. Gründliche Ausbildung im Hoch- und Tiefbau. Pflege der heimatlichen Bauweise. Vorbereitung für die mittlere Beamtenlaufbahn int Baufache. Die Abgangszeugnisse der Großh. Landesbau- gewerkschuke sind denjenigen der flönigl. Preußischen Bau» gewerkschulen gleichgestellt. Lcmesterdaucr 20 Wochen. Unterrichtsgeld 100 Mk. — Tas Wintersemester beginnt am 9. Oki. d. I. Schluß der Anmeldefrist 20. September. 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