1 die l>l:rc eriviesen habe», das 5nib' iiitjunthmcn und oas Sd)iü wie bic 3d, nil)L mtd) sehr glückLid), zu er- obmiral B.idger fein Bild», Ter ton Morgan vor kurzem erworbene Bries Luthers an Äaiier Marl V ronrtx von Morgan an den Maffei abgetreten und von diesem für Wittenberg beftimnü. taniid;; Flotte, für die ld; lucti; Mjr ircuiiblu. • Telegramm in hohem Maße zu schätzen und Ihre io herzlid.cn ISanpfmbungen für bic amen- ein Quell groRcn Stolzes ist, ba« morgen einleitcn wird. Wien, 26. Juni. Ter Kaiser gemährte demWandels minister Weistiichner unter Verleihung der Eisernen Mrone erster Klasse und dem Etsenbahnminister Glom dinski unter Verleihung des Geheimratstltels dieser bctcnc K2l mtAeilthebu n g. Gleichzeitig wurde der -^ct tioiv?d)cf M ata ja mit der Leitung des .^andeksminliterlums Der Hürftritt der üliniftcriums vienerth. Die österreichischen Micidivrar-ivahkn haben noch ein weiteres Qpser gefordert '.Koch ehe das nengewählte Ab georbnclcnljaut tagte, ist das Ministerium Biene rth zurückgetreten, da dem Ministerpräsidenten angesichts bei Haltung der Ehristlichsozialen eine arbeitsfähige Mehrheit^ bilbung nicht gelang. lieber ben Verlauf der Krisis liegen folgenbc Mclbun gen vor: Wien, 20. Juni Ministerpräsibent Bienerthunter breitete an allerhöchster Stelle die Bitte um Enthebung vorn Amte. Bienerth lief; sich hierbei von jenen Erwägungen leiten, welche bereits bei bei Auflösung des Abgeordneten Hauses inafigebenb waren Schon damals stand die lieber zengnng je ft, daß bic M o nf o f i biet uit g her parla mentarischen Verhältnisse notwendig sei, wenn die großen über die Abwicklung der lausenden Geschäfte weit htnausgehenden Aufgaben, vor bic der 1 sei, einer zuverlässigen und befriedigenben Lösung zugesührt rverben. sollen. Je mehr aber bic Manbatsbauer des früheren .ywiijcv sich ihrem Ende näherte, desto geringer wurde ndtiirgciwäfj die Neigung der Parteien, ihr Verhältnis zu einander einer Aenberung zu unterziehen, sowie sich ivcdncl- feitig für einen längeren 3c,itrauin für ein umfangreiches Programm zu binben Von dem neuen Hause bars aber erwartet werben, bag in ihm ber ernste Wille zu weit au-2» greifender und srnchtbringenbcr Arbeit nicht nur vorhanden ist, sondern auch in der Bildung einer großen einheitlich gestimmten, schafseitsfrcudigcn Mehrheit feinen Ausdruck und bic Möglichkeit erfolgreicher Betätigung Hüben kann Läßt nun biefe Annahme es geboten erscheinen, für das Verhau ms ber RegicrungsgcwaU unb der Parteien im gegenwärtigen Zeitpunkt eine neue Orientierung zu versuchen, so kommt lnsofern noch ein weiterer unmittelbarer Anstoß hinzu, als zwei den großen Gruppen ber bisherigen Mehrheit angehörige Mitglieber aus dem Kabinett ausgeschieden sillb und dieser Umstand eine Aussprache mit den betreffen ben Gruppen notwendig mache, eine Aussprache, die wohl nicht abgesondert, fonbern in einer allgemeinen .Auscin anbersepilng mit ben Parteien des Abgeorducienhauses erfolgen muß. Bienerth hat fiel) nicht nir berufen erachtet, diese durch die Situation gegebene Aufgabe auf sich zu nehmen, weil er glaubt, daß die Verhandlungen mit ben parlamentarischen Gruppen nicht • durch von früher be stehende nähere Beziehungen ober Ti Her enteil beeinflußt, sondern in voller beiderseitiger Unbefangenheit lediglich unter dem Gcsichtspuult der iünftigcu poliiischcn Notwen bigfeiten geführt werden sollen. Ter Kaiser nahm der .Jieucn Freien Presse" zufolge die T c m i f f i o n des Ministerpräsidenten Biernerth a n. jum Ministerpräsidenten wird Freiherr v. Gautsch de signiert werden, ber versuchen wird, mit einem ia bi nett in seiner bisherigen Zusammensetzung eine Majorität für das zukünftige Arbeitsprogramm bas Kaufes zu bilden. Tic Einberufung des Reichsrats im Juli hängt vom Gang der Verhandlungen mit den Parteiführern ab, bic v Gautsch Das Urteil wider Zatho. In seinem vom 15. Februar 1903 datierten Briefe an Admiral fcoUmann hat der Kaiser (als .Mönig von Preus-en summus episcopus der cvmigclifdicn Landeskirche i i t sufammenfassung > in Meinungen gegeben und dabei u. a. gejagt: „Wir Menschen brauchen, nm (Mott zu lehren, eine ^form, zumal für unsere Minder . . . Diese Iorm wird unter der Forschung . . . sich entschieden wesentlich ändern; das schadet auch nichts . . Nie war Religion ein Ergebnis der Wissenschaft, sondern ein Ausfluß des Herzens und Seins des Menschen auv sechem Verkehr mit Gott." Di? Sprndiriditcr iibcr den „Irrgeist vom Rhein" sind sicherlich nicht gehalten, sich die tcrfönlidic Auffassung ihres tmmmns episcopus zur Riehl sdmur zu nehmen. Aber es wird sic unb die Leffentlich' feit bodt interessieren, wie bett Maijcr seine streng positive die Religion als einen des Herzens und des persönlid)cn Erlebens anzusehen und selbst wesentliche Aendcrungen in der Form, Gott zu lehren, als unschädlich zu betrachten. Das Spruchtollegium Hai fid) zu der Höhe dieser freien und duldsamen Auffassung nicht cnzporzuschtvingen uermodtt. Es hat Iatho von Kanzel und Amt verstoßen. Unb doch fließt Iaihos Glaubens bcfeiintni» aus dem Kerzen Es ist pcriönliches Erleben unb feine veränderte Form der Gvltcslehre nt nicht nur unschädlich, sondern sie steht für jeden, der sich in sie ver tieft, hoch erhaben über ber überlieferten Äirchensatzuug Sic hat vor allem, was dem amtlid) approbierten und privilegierten Glaubensbekenntnis gerade in^ ben gcbil- belcn .'treuen immer ^seltener gelingt, viele Tausende in ihren Bann gezwungen unb mit neuem religiösen Leben erfüllt. Aber bie vorgeördnete ziirchcnbehörde will ihre „reine Lehre" vor modernistischen Neuerern bewahren, mag diesen Neuerern selbst der Gegner bic grobe sittliche straft und das reine Wollen einraumen. Dabei weiß niemand mit absoluter Sicherheit zu sagen, welche eigentlich die „reine Lehre" ist. S? ar na cf hat, woraus immer wieder zu ver weisen ist, das „Bekenntnis der protcstaiitischeii Landes- lirche." so charalkerisiert: „Es ist fein präsentes schriftliches Rechtsdokument, sondern ein an der heiligen di r i | i, den Bclcnntnisfen der R e f o r in a t i o.n unb der d) r i ft - 1 i d) c n Erkenntnis ber Folgezeit gcbilbcie •, lau bcslirchliches, lebendiges Zeugnis - aifo ein Zeugnis cvan qeliidjer Gesinnung." Al,o, so muß cs notwendig weiter heißen, im Bekenntnis, welches nicht dem einen Ursprung göttlicher Offenbarung, fo-nbern den verschiebenitcn Oucllen Ieinen ^iiljalr verbann: den menfchlichcn und darum fehl- baren Bekenntnissen ber Reformation, ber Fortbilbung b irch bic ebenso menschlidse Erkenntnis ber naa^rcforntatoiiidien Zeit und ber Bibel, die einen einseitigen Grundgebanten überhaupt nicht hat Zm Hinblick auf diese Entnehnngs geschich.c des „landeslirdstichen Glaubensbckenntnisfcs" er Id’cint eS widersinnig und rermeifen, ihm die Bedeutung einer unfehlbaren, oho im G-wi'sen verpflichtenden Lehr inciniuig bei-,mögen Unb es criü)cint ebenso wider,innig, den Belcnntniiscli und Erkenntniffen der Reformation, fo Bekenntnisses "einzuräumen, nicht aber den Bekenntnissen unb Erleiintnijscn des 20. Iahrhunberts, dessen Urteilsvermögen unb Forschungsm ittel bodt unglcid) reidiere sind — Tic neue Schwebebahn zum '.’.’i o n t b I a nc. lieber ein werbendes Meisterwerk ber modernen Technik, über bie große Hängebahn, die von E h a m o n i x bis hinan; zu ben Firne» der Äignille du Midi fuhren wird und bamu alten Touristen die mächtige Gebirgskette des Mo ul b taue bequem erreichbar macht, teilt Tr. Gradentvttz in der Nature einige Einzelheiten mit. Tic ersten beiden Abteilungen dieser' großangetegten Schlvebebalni, die in einer .volle von 100U m über dem Meeresspiegel in uha monir ihren Ausgangspunkt hat, fuhren über 2a Para unb über den Gletscher von Bofsons bis zu 2500 m >?ohe empor. Tic Drahtläugc der ersten Abteilung beträgt is.o m, au, welcher Sircdc 750 m Steigung gewonnen werden ; bic zweite Abteilung bringt bei 1190 m Länge bic gleiche Steigung, fo daß auf 100 m Steigungen von durchfchnirilid, ./J—b;> m überwunden werben Der „Bahnkörper", alfo bic mädjngen Drahtseile, an denen bic Wagen durch bie Lüste schweben, iit und) Kräften dem Gelände angepaßt: i" ^lbstanben von 40—90 in ragen bie kunstvollen Eisenpfeiler empor, ar.’ denen bic Seile ruhen. ')htr an zwei Stellen und die Traqcpfcilcr 200 m voneinander entfernt. Tic dritte und vierte Abteilung der Bahn führen bis zum Eol du Midi ui eine >iöhe von 3500 m empor, unb die fur.’ic letzte Abteilung hat als Gnbpunft den Gipfel ber Aiguillc du Midi womit bic Dahn in einer >?öhe von nid)t weniger ab? 3843 m über dem Meeresspiegel anlang! Bei diesen bilbunqen Vu noch größeren Mabeiipanmingen seine Zmlndn nehmen müssen. Tic Wagen dieser einzig daitchcnben -chweb -bahn, bic 20 bis 24 Personen fassen, lausen am drei verschiedenen adeln, einem großen, von 30 mm -i urdi- Inicffer auf dem bic Räder des Gestells ruhen, an dem der Wagen hängt; darunter ist der eigentliche .gabel, der die Fortbewegung übernimmt; ein drittes Drahtseil ersullt den Pflanzenleven auf dem iHars. \n biefem gerbst wirb bti Mars wieder in eine §ros>. Sltäh? lur Erde gelangen, itämiid’. in einen ^l'U?nd von nur JS3l - Millionen stilometer, die frcihd) ben Abstand, den der im September 19l>9 cinn ihm, noch nm rund 1-^ Millionen Kilometer übertreffen. Immerhin rüsten sich die hlanetcn- hcnbiiditcv unter den Astronomen mit ihren rzernrohren zu eiiieni ncue?i Feldzug gegen den Mars. Auf der südlichen x-ilblugel des Mars find den Forschern 'eil längerer Zcu unregelniaiiig verteilte öuntic Flecken und Zeichnungen aurgcfaUcii, Die uwecken temt verschiedene Färbungen aimehmeu. LU lind bald scegrun. dato biinlelbtaugriin, bald inbigo ~ic blaugrunen tvladien inu trüber ab- Gewässer ausge’aßi word.n, während man setzt mein dazu neigt, in ihnen größere Ausdehnungen von Bk^nzenwuchs also vielleicht Wälder anzuncMen, die ans dem Baden aUii ?niccrSbcdcn fid) eiumiddt haben. Man glaubt na.mich, wie Di -'Cilsvu im „Engliih Mectzame" schreibt, iahresseituche Berandc imiicu in der Farbe dieser Gegenden wahrzuneluncn. 3m eu Dodnttn äcrgg^Tcln »er erie. SatoudläBt fid) 6er sichere ediluii ;iel>cn. Mu.dic gqaime aur »an Wa“ ctn>.? vorhandene Sdxro.lt von »er rrd.ichcn «scnr rch «r (Sieben iein nrur ües Ian" aber nicht nie- nnnwglich gelten. Ml, eine iolX übctMupt besteht, wenn nicht nod. anbeec »infrermre to suSnen SIS «nmtdehrlich hn die Gntroiiiung einer Pflmlenwclt würden wir m>ch unseren ürraDrungen einen genügen- Das Spruckikollegiuin bat nicht über Zatbo, sondern über* der Mirdic den Stab gcbrodicn, mcldic die Wahrheitssucher nicht mehr vertragen kann! Die deutsche Reformation erhob den persönlichen Glauben, den religiösen Individualistnu- zum obersten Prinzip. Und vier IaHrHuiiderle später soll die protcfiantiidx’ stirche forocit sein, dieses Prinzip verleugnen zu müssen» um fid) am Leben zu behalten? 9hin, bie Sprnchrichtcr werden an der Antwort der gcbilbctcn Kreise fdswerlick) viel Freude haben Str haben unter das ieliaiäs gerichtete Element unserer Bevölkerung, das ständig int Wachsen ist, bei, Feuerbrand geschleudert und mit der Disqualifizierung des einen Iatho hundert anderen den Bekennermut geweckt. Unb wenn sie für den Wind, den sie gesät, Sturm ernten, so ivird Deutschland seine Freude daran haben. « Möln, 26. Iuni. Der neugelnldeie Kirdiengemcinde- ausfchuß des Vereins für cvangelifche Freiheit ruft zur S a in in l u n g einer Iathospende für Iatho und andere Geistlid-e in ähnlicher Lage aus. Stuttgart, 26 Juni. In der heutigen Sitzung der Zweiten Lämmer erklärte bet der Beratung des Kultusctals ber Abg. x? au5man n, ein Fall 3a t ho würbe für Württemberg sehr unerwünscht sein. Akade- bcmifdic Weitherzigkeit fei gerade in Württemberg doppelt nokwendig, weil bei der voriiandencn Scttcufpaltung, wenn ic in Form von Iirlehregesepen ein Druck auf die Lehr, sreiheit erfolgen wurde, eine ernste Schädigung der Into reffen der Landeskird)e unausbleiblich loärc. >mltusmini- ft er p. Fleifd) Hauer erlviderte, über den Fall Iatho ,id) auszufprechen, habe er'» keine Veranlaffung, da bicje Angelegenheit das Land nichts angehe; aud) fei ihm von keiner "Scuc der Wunfck) nack> einem Irrlehregesetz gc- äußert worden _____________________________ Der Kaiser und Amertta. Washington, 26. Juni. Der Deutsche Äaifc r eich- *cic an icu Präfioeutcu -ah ein Telegramm, das in Lciitfdir llebcncpung solgeudciuiaßeu lautet: £cr Einladung Badgers solgend liattc ich das Vergnügen, (uif bei „2 o u i f i a ii n" ,m frühitiidim Ich habe dos Schiff be» fid;tiqi und bitte Str, meine bcflen Momplimcntc eiitflcgauunchmaii ,u bei vortret'lichcn Mannfd>afi, dem i>orzüglid)en Stande ber k'eiüuiißöfahiflicit und ber Ordnung, bic ich au* dem schönen. Sdiijfe gefunden habe Ich bin gewiß. Sie werden erfreut fein ui vcntiLmcii, bau da sicineiibaiuier ui Miel gut vertreten luai. x;d) baute Ibn en an» o.is Aufrick iigste bainr, daß Sie dos schöne (v fd ivabn gesandt haben unb ich bin glücklich, die hcrAlidwit laniciaöfd)rtftlid)fn Beziehungen iwischen den Offizieren und Mann- i un bet b .c.1 , ton i: .1 v ■ .''1 teil, bi nd) in kurz, i Zett gebildet haben fahren, daß bad Stcmcitbauitcr in Miel gut vertreten war unb dar die O ist ziere und Mannschaften bie lucrtvolle i^elegenheiv 1 aticti, nut bei bcutfdi.n Tvlüttc Arcunbfdiaft zu schließen, Tür deren Cauiid-'.eii id' ebenfu wie für Eurer Majestät frcunblidie Aeuße- rungeii meinen hcrzlicken Tank sage. 1 I Der Kaiser verlieh Pier pxTit Morgan den Mieten Adlerordeii erster Mlanc und idankte dem amerikanischen Kontre- Nr. 148 Erstes Blatt 161. Jahrgang Dienstag, 27. Juni M Ter «ietzener Anzeiger M ä Beznqtzveei»: erscheint täglich, außer 3ÄS ▼ MM M ConntogS. - Beilagen: J W. A ▲ A. A. ▲ A. A W ▲ ▲ ▲ ▲ A. ▲ A A wrlich Mt. L20-. durch «uä £M# Air Att Ar yg A* A Alt 3« ill I W ;£ ■ I A I I | ■ E. -.4 y JE ■ B I ' )*V- ;')CÜenprei6: lofallbiMro W Ä B W wr W 1L W EL W auLwarrs 20 Vieniuq. wirljchastticheLeltfragei ▼ ■ D W " ■ V ■ W eh^datteur:«.Goetz, ^erufvrech-Anschlüsse ■ ■ Af verantwortlich für den für bie Redaktion 112, WV^ WX politischen reit: August SS General-Anzeiger für Gberhefsen SSS™ nw"di7^g"esnummer Rolationrdnlck und Verlag der vrübl'fchen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaftion, Erpedttion und Druckerei: zchulstraße 7. ^-^Lveb:°ür dm bis vormutaqs 9 ui)r. vüdingen: Fernsprecher Nr. 50 Lefchäftrstelle vahnhofstrahe {6a. Anzeigenteü: r». Beck. , und davon sckicim di^l Zweck einer Bremsvorrichtung, mit deren Hilfe die clcf*| u beiisen. Auch müsfenfirische nvajt atuomatisdi aitsgeschaltet werden kann, lln» mittelbar unter dem Gipfel der Aiginllc Pu Midi, in Das 20. Sälulum unb dieser „Lehrprozeß" wider den starken Rheinländer, dessen Glauben bic straft hatte, eine und der "Sektionschef Rocll mit der Leitung des Eisenbahn l zahllose Gemeinde, welche bic petrefattc >tircbc nicht mehr mincheriumS beauftragt. '_____________I hallen tonnte, dem religw en Adamen yaruayafleipninen. 3800 m Höhe, wird zwischen den Bergselsen ein >7>otel errichtet. ^icr soll aud) ein kleiner Auszug gebaut werdens der zu dem Gletschcrfclde des „weißen Tales" führt, das bisher im Winter überhaupt unzugänglich unb im Sommer, nur bnrdi einen langen, schwierigen Aufstieg zu erreichen war. — 3 n r Hygiene ber Tasche ergreift von neuem, ber Düsseldorfer Lungenspczialist Di. meb. Thom in ocr^ „Mebizinischen Klinik" Nr 24 das Wort. Er will es^iichls totgeschwiegen wissen, daß eme unberechenbare Schar' Lungenkranker bewiißt ober unbewußt ins Tasckientuch spuckt unb mit biefem Tuche aud) bic Tasche beschmutzt. Selbst bei* Gebraust) eines Taschenspudnapfes ist eine Infektion des Tuches sowie ber Tasche nicht zu vermeiden Der Verfasser betont seinen schon früher ausgestellten Grundsatz: Wer das Taschentuch zum Abwischen ober zur Aufnahme ansteckender — nicht etwa nur tuberkulöser — '.'lusscheibungen nicht um-, gehen kann, soll außer dem Tuch auch Die Tasche — als Taicheneinsatz - fleißig wechseln. Es gilt biefer Satz schon für unseren täglichen Quälgeist, den Sdinuiücn Das Taschentuch soll nicht bald hier halb bork vagabundieren,* and) nicht lose unter den Gürtel gesteckt werden, sondern es soll einen bestimmten und seßhaften Lrt haben. Tr. Thom bildet drei eigene Aobcllc auswechselbarer Taschenenisätze aus weißem Nessel ober Schirttng ab, welche mit Knopflöchern ober besser rostfreien Druckknöpfen in der Tasche bekftigt werden können. Es genügt eine Tasche, nämlich biejemge, bic Erziehung und Gewohnheit zur Ausnahme des Taschentuchs bestimm! hab Tenn bas Sacktuch beansprucht wie Uhr und Geld sein, eigene Tasche. Die Einführung solcher Taschenhygiene liegt nicht nur ben Aerzten,' sotibern in erster Linie unseren Frauen und Müttern ob. Die' Erziehung des jungen Nachwuchses zu einem besseren RcinlichkeilSbegrisi von Taschentuch und Tasche durch Elternhaus und Schule erscheint Tr. Thom am ehesten geeignet, bem Schlendrian ber Taschcnwirtschaft in Zukunft wirksam zu steuern. ianus „d Malzkaffee > M. -ö H p-' eissluftröünag > nnerreiebun Arm [ Geschmack. '• U.W.Fertsch,Friedberg cknnj.roD • **• ..‘«...l „ Geschäften ka»h. arzbier ilke- ^onvaleaenltxv. I-eher arV»?Ätc.\ c, ■müdet nullt- ihci'gäriscn, mii iS gesetzlich sc- lichen Wappen geschüt zt zu sein- BietiMshiiM Prompter Versand en. Ver- ostenloB. Edelweiss iensen Krofdorfer Str. 12 ir Henen- fen .Geysyi lar»te|^ lüt l't baltungen, id Hotels, honnng irung : eine Abteilungen: iwäsche Lungen, h mOne Wagen. ?- — ißerhalb. 8$ ^ition K1’euzplatz 9 Sv.d.H., !tc. -. .. Die srauMsche niniiieritijis. Paris, 2n. Juni ‘Xiwiiöcnt gaUUre» criud)tc Caillaux, bie Kabinetr-Li ldii ng gu übernehmen. Eaillaux luirb sich im 5/aiiic des cn."'cheiden. Er bat bei ver- schicdcncn Persönlichkeiten in Hinblick aus eine etwaige Mit- arbeiierschast in dem neu zil bildenden Kabinett angcfragt. Lson B o n i g o i S lehnte die Ucbcrnahmc des Ministeriums des Aeußern chegen Krankheit ob. Poincar 6, der jur Ncbernahme dieses Portefeuilles ansgesordert lvordcu ist, wird morgen antworten: falls er ablehnt wird Eaillaux sieb an den Scincpräfekten de Salves wenden. Tie übrigen Portefeuilles werden folgendermassen verteilt: Präsidium und Inneres Eaillaux: Justiz Toumergue oder Eruppi: Finanzen Klotz: Krieg Etienne oder Messimh, Marine Tclcasse: Unterricht Steeg: Tessentlichc Arbeiten Augagneur; handel Ehaumet: Ackerbau Pams; Kolonien Messimh oder Lebrun: Arbeit und soziale Fürsorge Renault. Ausland. In einer P r o t c st v e r s a in m l u n g der Pariser Studenten unter dem Borsitz des Straßburger Delegierten M il n k, wurden deftige Reden gegen Deutschland gehalten. Es sollte eine den Leiter in Straßburg darstellende Strohpuppe aus d ent Norbounc-Platz verbrannt werden, doch unterblieb dies auf Ersuchen eines Polizeioffiziers und ein Schutzmann brachte die Puppe aus die Wachtstube. Ein Teil der Studenten zog sodann im Gänsemarsch unter den Rufen: „Pereat Wagener! und „hoch Elsaß-Lothringen!" zu dem Denkmal des Löweir von Belfort. Ein Pariser Morgenblatt veröffentlichte ein Telegramm seines Korrespondenten aus Marseille, nach welchem dort bei einer studentischen Kundgebung ein Bildnis des deutschen Kaisers verbrannt worden sei. Wie die Agenee Havas mitteilt, ereignete sich nach dem Bericht des Präfekten kein derartiger Vorfall. Das englische Kön'igspaar und die fremden Fürstlichkeiten wohnten am Montag abend der G a l a v o r st e l l u n g im Opernhause Coventgarden bei. Auf dem Programm standen die zweite Szene des zweiten Aktes von Verdis „Aida"; Aida: Frl. Testinn, der zweite Akt von Gounods „Romeo und Julia", der dritte Akt von Rossinis „Ter Barbier von Sevilla" und ein russisches Ballett. Tie „Kölnische Zeitung" meldet aus Ec t in je: Tie Be- s P r e d) n ii g c n des türkischen Gesandten mit dem Führer der albanische n A u f st ä n d i s ch c n in Podgorica hatten nod) keinen praktischen Erfolg. Tie Albaner wiesen die türkischen Vorschläge als ungenügend ab. In den albanischen Gegenvorschlägen wird u. a. verlangt: die Erlaubnis des Wafsentragens, die Wahl der hohen Verwaltnngsbeamrcn wie der niederen Beamten unter den Albanern, die Ableistung des Heeresdienstes in Albanien, die Herstellung aller verwüsteten Häuser, sowie eine Vergütung aller angerichretcn Schäden, die vollständige Amnestie für alle Albaner und citblid) eine Bürgschaft dafür, daß die Piortc diese Bedingungen treulich erfüllt. Ter türkische Gesandte reiste nach Tuzi zur Beratung mit Torgut Schefket Pascha ab; nad) seiner Ansicht gehen die Forderungen für ganz Albanien zu weit. Eine albanische Abordnung ist hier angekommen, um ihre Forderungen dem König und allen hier weilenden Gewndten zu überreichen. Rad) Auffassung der Regierungskreise sind die Forderungen gerechtfertigt, gemäßigt und für die Pforte annehmbar. Ans Stadt uns Land. Gießen, 27. Juni 1911. * * Ordensverleihung. Ter Großherzog hat dem Jak. Weckfort und dem Joh. Kester VII., beide zu Rieder-Eschbach, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Verdienste" verliehen. * * Das Ehrenzeichen f ü r Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Entschließung des Grvßherzogs Albert Sö hng e zu Ortenberg. **Dcr gestrige Bism arck-Fackel zu g der Studentenschaft nahm bei schöner Witterung seinen progrannnäßigen Verlauf. Eine große Menge Zuschauer hatte sich auf dem Wege eingefunden, und auch an dem AiSmarckturm, auf dem das übliche Feuer loderte, hatte sich eine große Anzahl von Leuten eingefunden. Nach dem Absingen eines Liedes vor dem loderndem Turm luurben die Fackeln auf der Rennbahn zusammengeworfen und dann ein Fest kam niers auf der Hardt abgehalten. • * Arbeitsju bilüum. Der Metalldreher Karl Meinhardt bei der Firma Schaffstaedt feiert morgen sein 25jähriges Arbeitsjubiläum. * * Vorn R a t i o n a l l i b e r a l e n Verein Gießen wird uns geschrieben: Wie ein Inserat am letzten Samstag ankündigte, findet heute' im Kaiserhof der 3. Diskus si o n s a b e n d des hiesigen nationalliberalen Vereins statt. Das Thema ist: Die deutsche Arbeiterversicherung. Als Referent ist hierfür Parteisekretär Knittel (Weilburg) gewonnen worden. Tem genannten Herrn geht der Ruf eines tüchtigen Kenners dieser schwierigen s.'Jlaterie voraus. Tieser Umstand und die Aktualität des Themas rechtfertigen wohl die Hoffnung, daß der Abend anregend und fruchtbar sein wird, wie dies von seinen beiden Vorgängern als Tatsache berichtet werden kann. * * Vortragsabend von Lily T v neck er. Lily Don ccker, die am 8. Juli unter Mitwirtung der Lauten- tünstlerin Frl. Lina Poppe-Frankfurt a. M. im großen Saale des Gesellschaftsoereins einen Vortragsabend veranstalten wird, hat vor einigen Monaten in Gegenwart des Kaisers und der Kaiserin in Schönherrs „Glaube und Heimat" den Schatz gefpielt. Ter Kaiser hat nach der Vorstellung die Aeußerung getan, Frl. Tonecker sei „der Sonnenstrahl des Abends" gewesen. Tie Kritik in Kiel rühmt ubereinstinimend das starte Temperament der Künstlerin, ihre überleg)ame, grüblerische Art, sich in die ihr zu- gewiesenen mnstlerftchen Ausgaben zu versenken, ihre Fähigkeit zu charakterisieren und die forlreiszende Kraft ihrer realistischen Darstellung. Ohne Zweifel wird der Tonecker- Abend am 8. Juli der Zuhörer,chasr einen hohen Genuß bereiten, zumal die musikalische Umrahmung des rezitatori- schen Teils für die angenehmste Abwechselung sorgt. ** Preis g e k rönt. Arn vergangenen Sonntag fand in Wetzlar eine Allgemeine Ausstellung von Hunden aller Rassen stall, die namentlich auch von Gießener vundezüchtern und -Besitzern lehr stark beschickt worden war, ,o daß insgesamt 11 Ehrenpreise, Ly. erite Preise, 18 zweite Preise, vier dritte und eine Anzahl weitere Preise nebst H. L. E. nach Gießen fielen. Landkreis Gießen. = Leihgestern, 26. Juni. Bei der am Sonntag zu Kaichen abgehaltenen Gauturnfahrt des Gaues »Wetterau* gelang es dem hiesigen Turnverein »Frisch auf-, einige recht schöne Erfolge zu erzielen. So errang in der Oberstufe der Turner Otto Langsdorf den 12. Preis unter 70 Mitbewerbern; in der Unterstufe der Turner Karl Grimmel 2., Wilhelm Jung II. 5., Otto Wagner 12., Georg Langs- darf 13., Wilhelm Dern 19., Otto Arnold 32., Hemr. Binz 33. und Wilhelm Häuser 34. Preis unter 274 Mitbewerbern. Kreis Büdingen. Büdingen, 26. Juni. Der Sitte, bei festlichen Anlassen auch der Dahingeschiedenen zu gedenken, wurde der hiesige, vor der Feier seines 30jährigen Jubiläums stehende Turnverein gerecht. Gestern mittag i ,12 Uhr versain- welten sich die. Turner vor der Wohnung des erstenSprechers und zogen unter Vorantragen der Fahne nach der Kapelle des Friedhofs. Pfarrer Schäfer hielt hier eine Gedächtnisrede, den Eichenkranz als Symbol des Ewigen, Unendlichen darstellend, um das wir alle mit ganzer .Kraft, mit ganzem Herzen kämpfen sollen. Kaminfegermeister Diel' u f f legte dann im Chor der Kirche einen Lorbeerkranz mit Schleife und Widmung nieder. — Die Angestellten und Arbeiter der Staatseisenbahn aus dem Bezirk Friedberg trafen gestern mittag in einem Sonderzuge hier ein, vergnügten sich mit ihren Angehörigen bei Spiel und Tanz im Valentinschen Saale und unternahmen Spaziergänge durch die Stadt und die im schönsten Sommerkleide prangende Umgebung von Büdingen. Die zweite Abteilung trifft am nächsten Sonntag hier ein. Büdingen, 26. Juni. itzung.) Der Handelsmann S. H. von Tüdelsheim ist wegen Vichsciichcn-Vcr- achen angeklagt, iinrb aber freigesprochen. Ebenso der Metzger M. St. aus Düdelsheim. Ter Taglöhncr I. R. von Steincsrcmz, ohne festen Wohnsitz, z. Zt. hier in Untersuchungshast, wird wegen Bettelns zu einer Haststrafe von 5 Tagen und wegen ruhestörenden Lärms zu 3 Tagen Hast verurteilt und mit den Kosten des Verfahrens belastet. Zugleich wird die erkannte Strafe burdj die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erklärt. Ter Schreiner und Wirt H. D. von Mainz, ohne festen Wohnsitz, z. Zt. hier in Untersuchungshaft, wird wegen Bettelns zu 1 Tag Haft und in die Kosten verurteilt. Tie erkannte Strase wird durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erklärt. Z- B a d - S a l z h a u s e n, 26. Juni. In unserem Badeort herrschte gestern außergewöhnlich starker Verkehr. Fast sämtliche Universitätsprosessoren von Gießen waren hierher- gckommcn, um sich die Einrichtungen und Quellendes Bades anzusehen. Gegen 8 Uhr fand im Kurhaus ein gemeinsames Abendessen statt, woran sich etwa 90 Personen beteiligten. Erst um 10 Uhr fuhren die Gäste nach Gießen zurück. + Nidda, 26. Juni. Ende voriger Woche war ein Handelsmann aus Bayern in hiesiger Gegend, um diesjährige Fohlen aufzukausen. Gestern ivurden wieder zwei Wagen voll solcher Tiere auf hiesiger Station eingeladen; sie waren nach München bestimmt. Tie Fohlenzüchter erzielten sehr hohe Preise, denn etwa 5 Monarc alte Fohlen wurden mit 400 bis 450 Mk. bezahlt. -r Geiß-Nidda, 26. Juni. Einen sehr schönen Erfolg hat unser erst seit 4 Jahren bestehender Turnverein gestern auf dem Turnfest in Kaichen errungen. Von 9 Mirgliedern, die sich an dem Preisturnen beteiligten, erhielten 8 recht ansehnliche Preise; so erwarb u. a. Wilh. Philippi den 6. Preis mit 69 Punkten. Am Wettbewerb beteiligten sich 270 Turner. — Kohden, 25. Jnni. Bei einer kürzlich in Dar nist a d t vorgenommenen Prämienoerteilung für Dienstboten, die längere Zeit bei einer Familie tätig waren, wurde als einziger Dienstbote mit mehr als 50 Dicnstjahren die von hier flammende Katharine Da mb mann ausgezeichnet, die diese lange Zeit bei Oberst a. D. Scholl bedienstet ist. Sie erhielt eine Prämie von 25 Mark., Kreis Alsfeld. A Ruppertenrod, 26. Juni. In der verflossenen Nacht wurde hier in der Gastwirtschaft »Zum Reichsadler" ein Einbruch ausgeführt. Der Dieb drang durch ein Erdgeschoß, das früher als Schmiede gedient hat, in den Hausgang und betrat von hier aus die Wirtsslube. Hier öffnete er ein Pult unö entnahm ihm die Abendkasse im Betrage von 4 Mk. Kleingeld. Weiter hieß er ein Kistchen Zigarren, eine Flasche Wein und eine Flasche Kognak mit» gehen. Die Flasche ließ er, nachdeni er sich an ihrem Inhalte gütlich getan hatte, in der Schmiede zurück. Das Gericht von Grünberg leitete heute die Untersuchung ein. Kreis Friedberg. D. Butzbach, 26. Juni. Der ehemalige Rechner Heinze rl in g, der vor etwa fünf Jahren an der hiesigen Sparkasse sich große Unterschlagungen hatte gu schulden kommen lassen und deshalb zurzeit eine Gefängnisstrafe von sieben Jahren in der Butzbacher Zellenslrafanstalt verbüßt, wurde von dem Großherzog begnadigt. Es wurden ihm ein Jahr und sieben Monate seiner Straszcit geschenkt und er kommt demgemäß am 1. Januar 1912 zur Entlassung. Hessen-Nassau. w. Stangen rode iLberwe)icrwald), 26. Juni. Gestern nacht brach hier ein G r o ß s e n e r aus, das infolge des herrschenden Windes und Wassermangels neun Wohnhäuser einäscherte. Ein Mann, der von dem zweiten Stockwerk sprang, hat sich schwer verletzt. Viel Vieh ist mit- oerbrannt. (Scricbtofaai. Bonn, 26. Juni. Das Schwurgericht verurteilte den Ober- telcgraphenassistenten Hutanus, der der Telegraphcnverwal- tung nahezu 100 000 Mk. und dem Tclegraphendireklor Schmoll 32000 Mk. unterschlagen hattc, zu sechs Jahren Zucht- baus und Vcrliyt der bürgerlichen Ehrenrechte auf sechs Jahre. custjchiffahrt. „P. V" verbrannt. H an nov-Münden, 26. Juni. Tas Luftschiff Parseval V, das gestern mittag hier angefommen ist, um Passagiersahrten zu unternehmen, ist heute nachmittag um 1.20 Uhr verunglückt. Bei Ausbesserungsarbeiten sing das Lustsdjiss Feuer und verbranntevvll ständig. — lieber den Unfall des Luftschiffes wird mitgeteilt: Gegen 13/4 Uhr herrschte in Äannov.-Münden starker Sturm, so daß der Führer des Luftschiffes, Oberleutnant Forsbeck, sich veranlaßt sah, die Reißleine zu ziehen. Als das Schiss erheblich entleert war, cnt- ltani> plötzlich in der Hülle eine Explosion, die die Ballonhülle vernichtete. Sieben Personen erlitten Brandwunden, darunter zwei am Arm und Gesicht ziemlich crheblid)c. Tic Gondel sowie der Motor sind nicht unerheblich beschädigt und werden heute nachmittag nach Bitterfeld verladen, wo eine Reservehülle bereit liegt. Ter Schaden ist durch Versicherung gedeckt. * Stuttgart, 26. Juni. Wie der „Schwab. Merkur" aus Hriedrichsh^fen ersährt, haben sich die Neuerungen am u f t s ch i f s „Schwabe n" bei der heutigen ersten Probefahrt vorzüglich bewährt. Ursprünglich war geplant, heute nach Bad-n- Baden zu fahren und abends wieder nach Friedrichshafen zurück- zukehren. Tie Probefahrt am Vormittag dauerte aber zu lange, w daß die Zeit nicht mehr gereicht hätte, und die Fahrt wurde deshalb abgesetzt. Ter Termin der ersten größeren Fahrt ist nod, mchr bestimmt. Zunächst sinden weitere Probeaufstiege Natt. Gras Zeppelin hat den Wunsch ausgedrückt, daß vor der ersten Ueberlandfahrt alle Teile des neuen Luftschiffes sorg- fältig durchgeprügelr werden. LuropäijcherRmidflug. .Amsterdam, 26. Juni. Vierte Strecke des europäischen Rundfluges. Auf dem Flugfelde Soeftcrbcrg sind zwischen 2 und 3 Uhr Beaumont und G a r r o s aufgestiegen ; Kirn Merlin g und GI tzer t find deren., aufzu-, jL.i;; .:, ~ ;c , : : Flieger halten den Aufstieg für äußerst gefährlich. B l üs s el, 26. Juni. Jin Aerodrom von Berchem kam als Erster Beaumont um 5 Uhr 24 Minuten an, als Zweiter K i m m e r l i n g um 5 Uhr 45 Minuten. (Ein Ballon im Mer versunken. Juist, 26. Juni. Gestern morgen 5,16 Uhr wurde hier in ziemlicher Höhe über dem Wattenmeer ein Bal 1 o n gesichter, dessen Gondel mir zwei Personen besetzt war. Man sah, wie er in die Nordsee fiel und durch den herrschenden Sturm mit großer Geschwindigkeit seewärts getrieben wurde. Später trieb die Gondel und ein Teil der Ballonhülle auf der Wasseroberfläche. Das ausgesandte Rettungsboot konnte keine Hilfe bringen, weil sich die Gondel mit rasender Geschwindigkeit fortbewcgte und das Boot selbst mit dem schweren Sturme zu kämpfen hatte^ Es brachte nur die Hülle von einigen Sandsäcken, die mit R. G. B. 70 gezeichnet waren. — Tie Marinestation der Nordsee lies; durch rin in Nordernev liegendes Torpedoboot die Unfallstcllc absnchcn. Doch blieb diese Arbeit bis heute früh erfolglos^ Es muß angenommen werden, daß die beiden Luftschifser den Tod in den Wellen gefunden haben. Der Ballon stammt, nach einer dortigen Meldung jedenfalls, aus P a r i s , wo er am Samstag zusammen mit acht anderen Ballons aufgeftiegen sein soll. Drei weitere Pariser Ballons sind gestern morgen zwischen 5 und 6 Uhr an verschiedenen Stellen Ostfrics- lands g latt niedergegangen. Jeder von ihnen hatte zwei Insassen. Heber den in der Nordsee niedergegangenen Ballon ist bisher nichts weiter bekannt. VermrKbtcs. _ * Tas 25. Verb andsscyicßen des Pfälzischen Sd)ützenbundes, des Mittelrheinischen Schützenbundes und des Badischen Landcs-Schützenvereins, das vom 9. bis 16. Juli 1911 in Landau stattfindet, wird mit einem großen geschichtlichen Feslzug eröffnet. Die Idee des Zuges ist eine Huldigung der Pfalz ihren Gästen gegenüber. Ter Festplatz ist am Fuße des herrlichen Haardtgebirges gelegen und wird den Besuchern ein farbenfrohes Bild pfälzischen Lebens bieten. Wie dem Reuterschen Bureau über Neuyork aus Port Arthur in,T ex as gemeldet wird, brach in den Tanks der Oel- Gesellschaft Feuer aus, das auf zwei Speicher und auf eine Anzahl in der Nähe verankerte Schiffe Übergriff. Explosionen folgten. Ein Schiffskapitän wurde 100 Fuß hoch geschleudert und getötet; außerdem wurden auch zwei andere Personen getötet. Nach den bisherigen Berichten ivird der Verlust aus eine Million Dollars geschätzt. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch dem 28. Juni 1911: Meist heiter und trocken, kühl, nordwestliche Winde. Letzte Nachrichten. Hessischer Landtag. R.B. Darmstadr, 26. Juni. Tie Erste Kamme« nahm heute unter dem Vorsitz des Fürsten Solms-Hohensolms- Lcd) ihre Verhairdlungen wieder aus. Aus Antrag des Grasen Erbadp-Fürftenau wurde die Rückäußerung der Zweiten Kanuncr über das Gemeindeumlage-Gesetz und die Jnitiativ-An- träge der Abg. Brauer, Tr. Weber und Genossen von der Tagesordnung ab gesetzt. Eine Reihe von Anträgen und Vor- Uellungen nad) den Beschlüssen der Zweiten Kammer wird angenommen. — Die Sitzung dauert fort. * K a-rls ruh e, 27. Juni. Bei den gestrigen Wahlen der zweiten Wählerklasse zum B ü r g e r a u s s ch u ß wurden bei einer Wahlbeteiligung von ca. 75 Proz. gewählt. 8 Zentrum, 6 So zialdemokraten, 10 Nationalliberale und 8 Fortschrittliche Volks- partci. Tie Konservativen und Die Wirtschaftliche Vereinigung vermochten keine Kandidaten durchzubringen. Insgesamt sind bis jetzt gewählt: 12 Zentrum, 30 Sozialdemokraten, 12 National- liberale und 10 Fortschrittliche Volkspartei. Paris, 2b. Jnni. Nachdem Die Abstimmung der Kammer veröffentlicht war, durch die das Ministerium Monis gestürzt wurde, erklärten eine Anzahl von Abgeordneten, daß sie nicht gegen das Ministerium gestimmt hätten. Dadurch hätte aber Monis nicht eine Minderheit von 24 Stimmen, sondern eine Mehrheit von 5 Stimmen gehabt. Diese Feststellung ändert jedoch nichts an dem Ergebnis, da nach der Geschäftsordnung die einmal verkündete Abstimmung feststeht. PariF, 26. Juni. Eaillaux wird vom Parlament Sessionsverlängerung über den üblichen Zeitpunkt beschleunigte Budgetbcwilligung und bie Annahme des Gesetzes über die Llbgrenzung der Weinbaubezirke, daß er einbringt, fordern. Die Wahlresormerörterung würde er möglichst weit hinausschieben, die Verhandlungen mit den Eisenbahngesellschaften über die Wieder- cinstellung der entlassenen Angestellten fortsetzen, jedoch perzichteu, Zuflucht zu Zwangsmaßregeln zu nehmen. Amtlicher Teil. Kelranntmachnng. Der Provinzialausschuß hält während der Zeit vom 21. Juli bis 1. September Ferien. Während dieser Ferien können in öffentlicher Sitzung nur schleunige Sachen zur Verhandlung gelangen. Aus den Lauf der gesetzlichen Fristen sind die Ferien ohne Einfluß. Gicßcn, den 21. Juni 1911. Der Provinzialausschuß der Provinz Oberhessen. Dr. U s i n g e r. Bekanntmachung. Infolge einer Betriebsstörung wird die Straße Lich—Eber- siadt von km 4,000 bis km 5,000 zwecks Vornahme von Walz- arbeiten erst vom 27. d. Mts. ab für jeden Verkehr gesperrt. Da die Straßenwalzungen nad) dem Kitonverfahren vorgenommen werden, erstreckt sich die Sperre auch auf den Fußverkehr. Das Betreten der Fahrbahn nad) dem Einschlämmen mit Kiton wird bei Meidung von Strafanzeige verboten. Tie Umleitung des Vercehrs erfolgt wie in der Bekanntmachung vom 9. d. Mts. angegeben. Gießen, den 26. Juni 1911. Großherzogliches Kreisamt Gießen, I. V.: W e l ck e r. - Bekanntmachung. 23 e t r.: Rotlaufseua:e (Backsteinblatlern) in Saasen. Unter dem Sdiweinebestand des H e i n r i d) Stark II.-Wwe. in Saasen ist Rotlaufseuche (Backsteinblatiern) festgestellt worden. Gehöftsperre ist verhängt. Gießen, den 23. Juni 1911. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Welcker. KelLullNiMülyung. Betr.: Unterdrückung der Maul- unö Klauenseuche. Nachdem die Maul- und Klauenseuche auch in den Gehöften des Heinrich Reuh l IX. und des Heinridj Müller III. 3 u Holzheim festgestellt worden ist, werden die unterII unserer Bekanntmachung vom 22. l. Mts. angeordneten Miß- nahmen auf diese Gehöfte ausgedehnt. Gicßcn, den 26. Juni 1911. Croßherzogliches Kreisamt Gießen, , L A.r vr, Merck, i VJ / ----— VIM WM W- 8^rs iiutSm fQnt tien °ls en. ?n routbt hier U|on nei,2irt »ar. Ä, Knbcn 3 " ^ h>urbe. L» '°Z'K W&': *»wte ME -?^UifÄen ;• ?t§ 16. 3uli 9®lwt geschjchx, Jiner Öulbigung ift am Besuchern Z °us Port Ar- Tanks bn Lei. -r. mb aus eine Ekdlo. M .Süß hoch gc anbnc Per» vird bet «erluft ii 1911: 1 Waljltn btt Diirben bn tinti feniium, 6 ee Mlcht Volks- e Vereinigung \\rib b'". >, U ÄavvM- .mmunßbet to Mnrstennm )l von Abgeord- gestimmt hätten, nderheü von 24 5 Stimmen gc- hts an dem 6r nmal verkündete vom Parlament jen Zeitpunkt je* des Gesetzes über mgf, forbein. Die hinausschreben, die über die Lieder- jedoch verzichten, rsle Lämmer lms-öohensolms. trag des Grasen Zweiten Kammer )ic Jnitiativ-An- von btt Tages. !ragen und Vor- ammer mich an* während der W i$t @6* " d di- S--i-» * Gretzen. 1 28. Juni de. rnähmert>. hren voE» SUZA- »l6 en inrr t in * E tzrtvägnn nerwaltui ,q»ngde innerstaln Festschu» mitsprccl» loenigsten Ilnterriaü nicht zu i artige »e im Gesolg satzezeit's die Feriei 70 Tage ( ZMcntag verivaltui erziehliche Lchüler a rungen ai steigern si sind jedoc Kinder in gar nicht Wohnung unbcfdiüf sie durch der Straf ordnung Rücksichte jenen dci nicht an, sich wem engen W statt es Kinder ii Plätzen v steit gegl beanssich tiiüntci iegnng Unter1 httle M ■^^r^anölm „ /Ter uatioiinle) mit einer ' Kongreß ni ^beitsgeset Wc. Tic' {omnnnion ’u keinem ( btr/?“"“ bcnc JMt ans /'k'chslages n h Wer xy.umdü bi? «^igstcl! 3tbeh?^in İ?'cr nr /"^adpuntt - Admng d unb die «renLS fei :ote((fHb ,Cl i Ä» SÄ’ Äfrii, 5bc;ti Heute nachmittag entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Statt besonderer Anzeige. Für die trauernden Hinterbliebenen: Frau Ernst Everling Witwe Lina geb. Noll im 64. Lebensjahre. Gauturnfest in Büdingen am 1., 2. und 3. Juli 1911, verbunden rtiil der Menen Jubelfeier des Bnbinger Liirmrms Zum Besuche des Festes laden wir freundlichst ein. Fest-Ordnung: Samstag abend: Konzert, turnerische Vorführungen, Borträge beider Gesangvereine. Sonntag: Preisturncn, ,vrühkonzert. Fest- 3Up, Fesrredc.Turnen derAtusterriegen, Wettspiele, BreiSverleilung, Konzert mit Tau;. Montag: Rnndgnng durch die Stadt, Friib- tonzcrt, Bolksbelusugnng, Tanz, groires Brillant Feuerwerk. Die Munk wird ausgcsübrt von der Kapelle des Zigl. baNr 2. >,agerbataillons in Aschaffenburg. Bv-*7 * * * ll', r'llle näheren Bestimmungen enthält die auf dem Festvlatz auy Ausgabe gelangende Festschrnl. Ter FcstÄusschusr. Alwine Windfuhr geb. Everling Auguste Eickelkamp geb. Everling Dr. Rudolf Everling Ernst Everling Marie Hartmann geb. Noll Eduard Noll Frau Chr. Noll Witwe Dr. J. Becker, Arzt,. v"/« Die Beerdigung hat zu Offenbach in der Stille stattgefunden. Biograph Plockstraße 12 05242 Plockstraße 12 Ab heute ein neuer Weltschlager. ? der weitze Schrecken? Großer dramatischerZweialtcr inlllBildern,hervorragend gespielt. Dieser überaus spannende Film muß den Mann aus tfem Volk wie den Gebildeten, von Anfang bis zu Ende ungewöhnlich interessieren, denn in dem Film ist Handlung, Darstellung und Milieu im besten Sinne außergewöhnlich. Der Film ist daher ein wirklicher Schlager. Fräulein Tonis Geburtstag Große köstliche Humoreske, 300 Meter lang. Musik: Weancr Mad'ln, Walzer von Ziehrer. Die Hutnadeln Komische Scene gespielt vo.n Herrn Princc. Musik: Signalmarsch von Lehar. Der Gelehrte . Hochspannendes Drama aus dem Leben. Musik: In der Alpenhütte von Lange. Stimmungsbilder im Winter, Musik: Am Manzanares, Walzer von Hollaendcr. Tonbild: Bin ich im Walde. Abraham Lincolns Grotzmut, feficIn&1Q Musik: Duverturc Peter Schmoll. über die Rentabilität von Schmidt’s Waschmaschine, k In einem Munal kostet die Wäsche .n einem mittleren Hausliah |> bei Handwlsche: Bk 1 Waschfrau 2 Tage ä Mark ;:/*>. . Mark 600 t Jahr 20.Stunden Feucruru a 10Pfennig. n 2.00 > 7 M <,s Tage Beleuchtung......... - O^ö / *"° MS9 Mit Original Schmidt’« Waschmaschine 5 ohne Waschfrau, nur mit dem Mädchen; Nur 5 Stunden Feuerung ä 10 Pf.. • Mark 0 o pro Jahr £ Beleuchtung niclit nötig....... -- f al«o M.6.- 5 Sie sparen also in einem Jahr mit SCHMIDTS Waschmaschine > '■ _ M. 93.00. Die Maschine macht sich also fa.st im ersten halo Jahr bezahlt, n. die Wäsche kostet dann nardanbisschon SKgi Seife, die hei der Handwäsche natürl. anch nötig ist. Ausser- nem entgeh. Sie den masslosen Ansprüchen d”rWaschfrauen u. K W erhall. Ihre Wäsche viel lang, tadellos. Mehr als 250 000 St. Im Gell brauch. - Verkaufsstellefi-Nachwels durch C. Koch, Berlebarg. 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Zuli: — ■ Großer historischer JUg mit 7 Kapellen^ unter Zugrundelegung der Idee: „Die Pfalz huldigt ihren Gästen" Montag: Aufführungen des Landauer Turnvereins Dienstag: Konzert der vereinigten Gesangvereine Mittwoch: Großes Kunst-Feuerwerk mit bengalischer Beleuchtung des Festplatzes Donnerstag: Pfälzer Mundart-Abend und Tanz- Aufführungen des Landauer Bürgcrvereins Freitag: Aufführung wie am Donnerstag Samstag: Turnerische und komische Darbietungen der Turngemeindc Sonntag, 16. Juli: Prcisverteilung. Großes Kunst-। Feuerwerk und bengalische Beleuchtung des FestplatzcS Montag, 17. Juli: Schluß-Feier. Großes Volks-Fest :: :: Täglich Bankett in der Festhalte :: :: Die Musik stellen drei Landauer Militärkapellen sowie eine Kapelle in oberbaycrischer Tracht b’% Elektrische Beleuchtung :: Wem W- iinö KemMe Telephon 363 I teilte 1 Hbv cintrefscnd: 05249 Eine große Sendung frischer Gemüse und Obsi, u.r neue Salzgurken, Bayer. Rettiche, 2luftral. Aeväll rc. Aachen, M.-Gladbach, Darmstadt, Offenbach, Giessen und Sprendlingen, den 24. Juni 1911. Nach Mass fertige Chasalla-Stiefel verbinden höchste Eleganz mit individueller Passform. Erhaltung .. der natürlichen Fussform. .. Aerztlich empfohlen. In- und Auslandspatente. Höchste Auszeichnungen. das System hygienischer Fussbekleidung Chasalla-Verkaufsstelle: Wilh, Herbert Inh,: Carl Herbert Marktplatz 2. Sie Preise Z7fr/ ter / Spiegel des öffentlichen Lebens. Wer sich ständig über alle Fragen des Zeitungswesens unterrichten will, lese den „Zeitungs-Verlag“, das Organ des Vereins Deutscher Zeitungsverleger, HANNOVER. Abonnementspreis vierteljährlich 3 M. Probenummern kostenlos von der Geschäftsstelle üauf od. Beteiligung sucht tüchtiger Kaufmann (35 Jabrc, cvgl.), mit 15-20 000 Mk. Kapital au nachweisbar solidem lukrativem Unternehmen. Fabrik oder Enarosgeschaft bevor.;uat. Schriftliche Angebote unter 05214 an den (tziefrener Anzeiger erbeten.