Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten, machen." Das Flugzeug TrainS mar mit einer Art Wind- schirm versehen, der, rote der „Voss. Ztg." aus Paris gemeldet rotrd, dem Flieger die Aussicht nach unten und vorn nahm. Der 2ciicr des Flug- und Sportplatzes Berlin Johannisthal, Major von Tschudi, äußerte, er sei stets bemüht gewesen, das Publikum über bie mit dem Flugsport verbundenen Gefahren auszullaren, und er sei nicht müde geworden, vor einem Betreten dos abge,perrten Flugge^noes zu warnen. Im Ckgcn- satz zu Frankreich hätten wir io)on langst Benimmungen für derartige Veranstaltungen, die sich bewährt haben. Einer Mel...... ... ... aus Paris zuwlge befanden sich auf dem Unglücksplatz zahlreiche Personen, die hierzu !etnt Berechtigung hatten. Tie zur Absperrung verwendeten Truppen waren unzureichend und ber Dachtdienst wurde auch nicht streng durchgeführt. Tie Detietzitng Lerteau^. Paris, 21. Mai. uc oavas" meldet, wird die Beisetzung Berreau; am Donnerstag oder Freitag erfolgen. Kriegsminister Berteaux ist 1852 in Paris geboren. Gr war Dechselagent und Dorsenmakler, trat 1893 als Vertreter der Ltadt Versailles in Die Kammer, war 1903 Generalberichterstatter 'ür das Buvget und Berichtersiatter Tür das Rckruticrungsgesetz. Nach dem Rücktritt des Generals Andre rourta er Kriegsmunstcr im Kabinett Gombes und blicö es auch im Kabinett Rouoier, bis er wegen Differenzen mit dem Premier, die durch seine liberale Auf sasiung des Lyndikaisrechis oec Mehrer unj Beamten inntan^ n, aus bem Kabinett aus schied. Gr war dann Vizepräsident der Kammer und Vorsitzender cer Budgettommisiion. Stach dem Stur; des Kabinetts Brrand Ende Februar b. Fs., an dem er als einer der Führer der radialen 2j|ü>cnten hauptsächlich beteilige war, wurde er von Monts zur Bildung dcs unten Kabinetts beigejogen und mit dem Portefeuille des Krieges belrxnn. Ministerpräsident Monis ruhte um 11 Uhr abends ganz still. Die Lchmerzen im Unterleib und der Brust haben nachgelassen, wie ein um 6 Uhr abcn^s abgegebener Bericht mit- teüte. Tie Pariser Presie gibt der Erschütterung uno der Be,.urzung Ausdruck, welche die Katastrophe von Issy-les-Moulincaux in der Bevölkerung hervorgerusen hat, und hebt hervor, daß der verunglückte Kriegsmini ft er Berteaux bei verschiedenen Anlässen mu. besonderem Eifer für die Förderung der Flugtechnik eingelrctcn war, deren Bedcurung für dte Ter Kraakheitsbericht. Tin heute vormittag iu>cr das Befinden MoniS' au5- gegebener Krankheitsbericht besagt: Der Unglücks- fall hatte einen schweren komplizierten Bruch der beiden Knochen deS rechten Unterschenkels zur Folge, der jetzt eingerichtet ist, ferner eine Quetschung, und eine Wunde an den Augenlidern und im Gesicht, die vernäht werden muß, endlich einen Bruch des Nasenbeins. Die Augen und die Schädeldecke blieben unverletzt. Monis verspürt Schmerzen in der Brust und im Unterleib. Tie Leiche des Kriegsministers, die gräßlich verstümmelt ist, wurde ins Kriegsministerium übergeführt. Tie Fortsetzung des WettslugeS. Paris, 21. Mai. Aus Wun,ch des Ministerpräsidenten Monis ordnete das Ministerium des Zirnern an, den Wettflug Paris—Madrid nicht zu unterbrechen. t Ter Ausschuß deS Aeroklubs entschied, daß der Wettflug Paris—Madrid morgen fortgesetzt werden solle. Sechs Flugzeuge, deren Abfahrt heute früh infolge der Katastrophe nickt stattfinden konnte, werden morgen früh von 4 Uhr ab ausfliegen. „ Ter Flieger Gar ros, welcher um 5 Uhr la Minuten morgens in Zssy-kex-Moullneaux aufflog, landete kurz nach 10 Uhr in Angoulömes, der ersten Etappe des Dettslugs Paris—Madrid. ES heißt, Garros wolle den Flug nwrgcn fortsetzen. — Zn Sportkreisen erinnert man daran, daß das vor einigen Zähren veranstaltete Automobilrennen Paris —Madrid infolge tödlicher Unglücksfalle gleich zu Beginn abgebrochen werden mußte. französische ‘Irmec er mit Begeisterung gerülnnt habe Meltt- ach besdMigten sich die Blätter auch schon mit den politischen Folgen der Katastrophe, indem sie darauf Hinweisen, daß die radikale Partei in Borte- aur ihre einigende Hauptkraft verloren habe. Der'Umstand, daß der Ministerpräsident monatelang den Geschäften werde fernblciben müssen, bilde gerade jetzt, wo so viele heikle innere und äußere Fragen schweben, für ms Kabinett eine besondere Schwierigkeit. Tie antimint- tcrielle „LibertS" behauptet, daß man bereits von einer Ministerkombination Elemenceau, Millerand imb Poin- car6 spreche. Tie Anordnungen deS Minislerrates. Paris, 21. Mai. Ein im Elhsöc abgehaltener Ministerrat betraute den Minister des Aeußcrn mit der vorläufigen Führung der Geschäfte des KriegSminiskors. Berteaux wird auf Staatskosten beerdigt. Für die Betrauung des Ministers des Auswärtigen Cnippi mit der zeitweiligen Führung der Geschäfte des Kriegsministers war die Rücksicht auf die Marokko- ischcn Angelegenheiten ausschlaggebend. Da die Organisation einer .^ilfskolonne von Berteaux und Gruppt im gegenseitigen Einvernehmen vorbereitet war, waren der Präsident Fallisres und die Minister der Ansicht, daßEruppi dazu bestimmt sei, die Verantwortung für die der Kolonne zu erteilenden Instruktionen zu übernehmen. Zn der heute vormittag abgehaltenen Beratung faßten die Minister keine Ernennung eines interimistischen Ministers des Innern inS Auge, da der Unterstaatssekrotär Constant die Fähigkeit besitze, die laufenden Geschäfte zu erledigen. Scl)wierigleiten würden fich nur ergeben, wenn dec Zustanö Moni»' fich verfchlüttmere, doch erklärte ber Arzt, das; der Zustand dos Verletzten so z u f r i cb c n« stellend als möglich sei. Nur die Verletzung in der Gegend der Leber scheine ein wenig ernst. Kundgebungen auS dem Ausland. Paris, 21. VJiai. Ter deutsche Botschaften, Frhr. v. Schön, begab sich vormittags zum Präsidenten der Republik, um ihm das Beileid über die Katastrophe von Zssy le Moulineaux auszusprechen. Ebenso drückte Frhr. v. Schön dem Kriegsministerium, dem "Präsidium des Ministerrats und dem Ministerium des Aeußcrn seine Teilnahme aus. Berlin, 21. Mai. Ter Reichskanzler v. Beth- mann-Ho Uwe g und der stellvertretende Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Zimmermann, sprachen beim französischen Botschafter vor und jprachon ihm ihr Beileid zu dem UngtückSfall auS, dec Monis und Berteaux betroffen. Paris, 21. Mai. Tie aus Anlaß des Besuches des KönigSvonSerdieu geplanten Festlichkeiten werden infolge der Katastrophe abgesagt werden. Tcm Ber- nehmen nach wird der osstziclle Besuch des Königs von Serbien unterbleiben. Man glaubt jedoch, daß der König nad) Paris kommen wird, um als ehemaliger französischer Offizier dem Leichenbegängnis Berteaux' beizuwohnen. Weitere Einzelheiten und Meldungen Berliner Blätter. Berliner Blätter wissen noch einige Einzelheiten über daZ Unglück zusamrncnzutragen: Als Train nach mehreren vergeblichen Versuchen sich vom Boden erhob, kam ihm eine Gruppe Kürassiere in bat Weg, bie für bic Gruppe bet Minister unb sonstigen offiziellen Persönlichkeiten Platz machte. An ber Spitze des Zuges schritten Muiutcrpräsibent Monis unb Änegsmimi'ter Bcrtcaux. Beide strahlten vor Freube. Kurz vor bem Unglückssalle wurden bis Minister photographiert. Gin Mitglied deS Aeroklubs näherte sich ber Gruppe unb bat sie, s i ch von ber Auf- lahrtsbahn zuruazuziet-eu, cs tonne etn Unglück geben. Monis a^cr aiurooruüc lachcliw: „Ach, wir haben feine Furcht unb was soll auch pafiieren! Wer werden gleich Platz Entsetzens entrang sich der Menge. Darauf erfuhr man, raß sich unter den Verwundeten Mini sterpr äsiden l Monis und der Kriegsminister Berteaux 6c- äitben. Tcm Kriegsminister Berteaux soll von der Schraube ein Arm buchstäblich abgerissen sein. Monis soll einen Beinbruch und mehrere Kopfwunden erlitten haben. Ter Flieger Train selber ist unverletzt. Ter Wettflug wurde selbstverständlich so- ort abgebrochen. Ter Ministerpräsident beide Beine gebrochen. Paris, 21. Mai. Der Ministerpräsident hat beide Beine gebrochen und mehrere Rißwunden im Gesicht rlittcn; er beklagt sich auch über innere Schmerzen, roch hosst man, däß er hergcstellt werden wird. Von einem Augenzeugen, der sich in ber Gruppe der verletzten Persönlichkeiten bc- fanb, wird erzählt: Ter Polizeipräsekt 26pinc erteilte uns den Rat, uns auf die gegenüberliegende Seite dos Flugfeldes zu begeben, da man von dort aus ein ttreitercS Gesichtsfeld habe. Wir taten dies und als wir ungefähr in der Mitte des Flugfeldes angelangt waren, sahen wir Train heranfliegcn. Wir hatten den Eindruck, daß Train nicht recht wisse, was er tun und wo er landen solle. Es schien, als wolle er einer Kürassierabteilung aus- wcichen, die gerade über da5 Flugfeld ritt. Berteaux, Morns und Lupine befanden sich in diesem Augenblick mit mehreren Mitgliedern des Aeroklubs links von den Kürassieren. Plötz- lid) machte Train eine Wendung, um zu landen, und ein Schraubenflügel erfaßte Berteaux, Monis und den GcoßinduitricllcnTeutschdelaMeurthe. Ber- teaux, dem von dem Sd)taubeiiflügcl der Hals und dec linke Arm zerschnitten unb ber Schädel gebrochen war, :* icb auf ber Stelle tot. MoniS, welcher trotz feiner schweren Verletzungen volles Bewußtsein behalten hatte, verlangte, sofort nach dem Ministerium des Innern transportiert zu werden, doch legten die Aerzte erst einen Notoerband an. Tcutfd) hat nur Quetschwunden, jodod; einen schweren Ehock erlitten. ES ist geradezu ein Wunder zu nennen, daß die Katastrophe nicht nod) mehr Opfer gefordert hat. Ministerpräsident Monis blieb bei vollem Bewußtsein und ertrug mit großer Standhaftigkeit die Einrichtung des Untcrschenkelbruchcs und das Vernähen der Rißwunde im Gesicht. Monis leidet auch an inncrlidjeit Schmerzen, die vielleicht auf Rippenbrüchc zurüazufüyrcn sind. Monis srug, ob es noch andere Verletzte gebe. Man verheimlichte ihm den Tod Berteaux'. Präsident Falliere s besuchte Monis und unterhielt sich mit ihm in Der teilnehmend- ten Weise. Ter Sohn be8 Ministerpräsidenten, Antoine Monis, erzählte über die näheren Umstände des Unglücksfallcs: Tie Gruppe der offiziellen Bcfucher sahen das Fahrzeug mit Schwindel erregender Schnelligkeit auf sich zulommen. Es sei heftig gegen seinen Vater ge- froßen, der niederfiel und der |o vielleicht daS Leben rettete. Als er sich urnivandte, sah er den vollkommen abgetrennten Arm Berteaux' in einem Meer von Blut schwimmen; einige Schritte davon lag die Leiche des Kriegsministers. Ter Ministerprä,ident Monis wurde ins Ministerium deS Innern geschasst, wo er in ärztliche Behandlung genommen wurde. Antoine Monis erdtt bei dem Unglücks- fall eine leichte Verletzung am Bein. Präsident Fallier es begab sich sofort in das Ministerium, um sich nach dem Zustand Monis' zu erkundigen. Auch die Minister kamen, wurden aber nicht zu dem Verletzten vorgelassen. Paris, 21. Mai. Aus Anlaß des vom „Petit Pa- risien" veranstalteten Dettfluges Paris-Madrid halte sich eme große Menschenmenge auf bem Flugfelde ^fsy-les- Moulineaux eingesunden. Tas Wetter mar trübe und es herrschte besonders in den höheren Luftschichten starker Nord- wind. Tic Flüge sollten ui Pausen von fünf Minuten erfolgen. Es hatten bis 6i4 Uhr zwei Flieger den Flügen- getreten; mehrere andere gaben Den Flug aus, -um -teil wegen des heftigen Windes. Ein Flugschiff, welches von de Mssot gelenkt war, kippte, Dod) blleb Der Flieger unverletzt. Gegen i27 Uhr )ncg mit seinem F-lligschiff ber Flieger Train, Der als ein s ehr kühner Flieger gilt auf und machte eine halbe Runde in einer Hohe von 30 Metern. Man sah, daß sein Apparat stark schwankte. Train kehrte um und machte dabei der Menge, die ihm akklamierle, mit der Hand cm Zeichen, sich nicht zumähern. In diesem Augenblick sah man eine Gruppe das y-lug seid burdiqueren und anscheinend vor dem ^flugschisf flüchten. Train, der in einer Höhe von zwei Metern flog, fuhr mitten in Di-2 Gruppe hinein, welche er nicht gesehen zu haben fdjeint oder Der anszuweichen schon zu spät ronr. Man sah sechs ober sieben Personen hinstürzen, lells unter dem Eindecker begraben, teils durch die Flugschraubc wie hiligemäht. Ein schrei des Line schwere ziug-tkataftrophe in ßrankreich. Zssy leo-Moultneaux, 21. Mai. Beim Start der Flieger r«t den Wettflug Paris — Madrid stürzte heule früh 61/) Uhr daS Flugzeug des Fliegers Train, der wegen schlechten FunktiouierenS feines Motors noch einmal landen wollte, in eine Menfcheugrnppe hinein, wobei der Ministerpräsident MoniS und ein Offizier fchwer verwundet wurden. Kriegsmiuister Berteaux, der schwere Verletzungen erlitt, ist diesen erlegen. Frankrcid) ist aut gestrigen Sonntag in ein Unglück gestürzt morden, das weit schlimmer als die Zertrümmerung des LuftsdstffcS Deutschland sich darstellt. Die Flugtcch- nik, in ber unsere westlichen Nachbarn unbestritten so Großes lcifteii, fordert ihre Opfer. Der gestrige Sonntag sollte ein nationaler Triumph werden, durch des Schicksals Mäd)tc ist er in einen nationalen Trauer tag verwandelt worden. Unter der Devise Paris-Madrid starten auf dem amtlichen Flugplatz Issy-lcs-Moillineaux zahlreiche Flug schisse; bie l)vcysten Bchörben sind bcrtrctcii. Ta macht ein in bic Höhe geflogener Apparat unjidjcrc Bewegungen; der Insasse ivill die drohend auf das Publikum gewendete Richtung ändern, steuert um und fährt in die kleine Gruppe der amtlichen Würdenträger hinein, unermeßlichen Jammer verursachend. Berteaux, der Kriegsminister, wie oft hat er stolz und optimistisch sein Frankreich als künftige Siegerin in den Lüften gepriesen! Nun bettet man ihn in die Erde. MoniS, Der Ministerpräsident, erlitt schwere Beinbrüche und innere Verletzungen, bic ihn vielleicht zur weiteren Führung seines Amtes unfähig1 machen werden, wenn aud) die letzten Berichte über fein Befinden verhält- nismäßig günstig lauten. Die Franzosen trauern nickst allein. Alle Kulturvölker trauern zugleich. Besonders in Deutschland, wo man sich eben anschickt, am Oberrhein gleichfalls Beweise vom Fortschritt deutschen Erfindergeistes zu erbringen, steht man erschüttert vor Dem schrecklichen Ereignis. Und man wird, ebenso wie in Frankreich selbst, der Folgerungen, die aus dem Vorgang unbedingt gezogen werden niü||cii, sich klar bewusst werden. Der deutsche ^sachverständige, Major von Tschudi, soll sich schon geäußert haben, er beobachte bei Ausflügen dem Publikum gegenüber stets größere Vorsicht, als sie in Frankreich anscheinend geübt werde. Eindringliche Warnung: daS ist die erste Folgerung aus der Pariser Katastrophe. Auf den ersten Blick bieten bie Flieger der Lüste dem Grbcnpilgcr kaum eine Gefahr. Höchstens fürchtet mau die Kühnheit des Fliegenden in dem Flugschiff. Aber die Gefahr kann, tvie fich in Paris gezeigt hat, um,o überraschender kommen. Ein Auto sicht man mit Entsetzen schon von weitem hcrannalstn. Aber bic Einbecker und Zweidecker können sehr leicht durch unvcrmittete Bewegung, durch ein Versagen der Steuerung oder der dazu erforderlichen Geschicklichkeit, ebensolche Unfälle Hervorrufen, wie wir sie bei ben Automobilen längst beklagen. Mes hängt an der Geschicklichkeit der Fahrer. Durchqueren die Eiscnbahn-üge eine Straße, so mag eä genügen, daß mau einige Schritte davon die Schranken für das Publikum legt. Tic Nähe der Flugschiffe, sofern sie über unseren Köpfen sich befinden, birgt eine chrecklichc Gefahr. „Wir haben Mut, unS passiert nichts", so soll lächelnd der französische Ministerpräsident einer Warnung entgegnet haben. Gerade aber bei der Beranstaltun; so großer Wettflnac muß die allergrößte Vorsicht geübt werden, da die Flieger oft in größerer Erregtheit sich befinden mögen, als bei ihren gewöhnlichen Fahrten. Train, Der in Paris Den Vorfall vcrschittDete, kann nicht bestraft werden, er ist im Gegenteil wegen seines traurigen Geschickes zu beklagen. Ernstere Vorwürfe werden die Sachverständigen über sich ergehen lassen müssen, die die Veranstaltung leiteten. Man wird wie bei den Fahrerregeln für die Automobile Gefahren nie ganz vermeiden können, wird dem Verkehr auch der neuen Verkehrsmittel nicht kleinliche ©djran- Icn setzen dürfen. Aber mau ijt genötigt^ diese Gefahren au ein Mindestmaß zu beschränken, und die Luftschiffer sollten nicht nur neue Flüge veranstalten, sondern sich auch einmal in einer großen Konferenz über diefe wichtige Frage offent- lid) aussprechen. Wir erhalten noch folgende Berichte: Ur. 119 Erster Blatt fbj. Jahrgang Montag, 22. Mal 19N ® öücficitßt S wider w iv o v 11 v i viiijviyvi ’SSSr“ General-Anzeiger für Gberhefsen FKK- Hofoflonsöru« unb Dtrlag btt vrühl'lchkn UnituBufr unb Steinbruderei R. fange. RebaHion, fcpebition unb Bruderei - S*uIWrafte 7. 6m bis oonnütags 9 Uhr. Büdingen: ZerNfprecher Nr. 50 LeschSstsstelle vahnhofflraße 16«. Anzeigenteil: H. Beck. uns T,;. I *? tl, r Ctbnm die Aeitz. 'dern am ein. A dir Ar. 'Nen wiüf che und t;, llehmbar ijt m dn 8n. ^iag auf, mit leeren ^ezie'hunAru > als v«, mJn einer ^.ReichSdrr, d'ehung der rnng würde ihalbetknb n ist da» t die Regie» ink.) Ber» Ning m den 'gen (Lehr ht und eine n es tief be. eitern lasten irchgegangen, cung zu dem Beregnung ie grundfay. strecht erhal» Maitunq der ch mit einem balidifierung i Erwägung, ilichleit, fon< ! der Sozial, ksicht auf un. iz.: fiompotl» icht zu eigen ert durch dir festhalten zu icht noch jch eien können, nbetum JOelfätec t VtWa it btn &- ’ysX fte kev Anträge nt eulich ist te nehmen ttnl Wt, die R-. lehnende Er> m. Ich Hali« i? in dieser Aouimissm angenommen blehnung it 160 jejen lfioo Mlbck-Mt mit eiM« Wnd bei« limer * jllion «ei- ie»ieW” jjtrweiHje11 ,lchit.91111 ick 6* »t ist -rbkisü^ f bereits sehr groß, sie betrug in Darmstadt 1443 und 1019 Transporte, in Gießen 310 bezw. 300, Mainz 187 bezw. Aus Mexiko. Ne u h o r k, 21. Mai. Ein Telegramm aus I u ar e z meldet, daß Madero auf dem Schlachtfelde von seinem Heere Abschied nahm und erklärte, er gehe nach der Stadt Mexiko, um die Verwaltung $u modernisieren und ein neues Mexiko auftubouen. Tie aufrührerischen Mexikaner im Norden zerstreuen sich; in Juarez bleiben 500 zurück. Deutsches Reich. Der Entwurf eines Herbstdiätengesetzes für die Mitglieder des Reichstags wird dem Reichstage in der irächsten Woche rugehen. Der Entwurf regelt die Diätenzahlung für die außerordentliche Herbsttagung des Reichstags und hebt die Bestimmungen des geltenden D'ätengesehes für diese Herbsttagung auf. Wie verlautet, soll die Höhe der Diäten 1500 Mark betragen, von denen 1000 Mark am Schluffe der Derbsttagung gezahlt werden. Die nach dem geltenden Diätengesetz fällige erste Diätenzahlung am 1. Dezember fällt demnach fort. Im übrigen entspricht das Herbstdiätengesetz dem geltenden Gesetz. Für den neu zu wählenden Reichstag, der voraussichtlich im Februar nächsten Jahres znsammentreten wird, treten die alten Bestimmungen des Diätengesetzcs wieder in Kraft. Aus Frankenthal wird gemeldet: Bei der Landtags- Ersatzwahl im Wahlkreise Frankenthal-Bad Dürkheim wurden am Sonntag für den bürgerlichen Kandidaten Kommerzienrat Franz Kopp-Frankenthal 5037 und für den sozialdemokratischen Kandidaten Rechtsanwalt Ackermann-Frankenthal 4786 Stimmen abgegeben. Kopp ist somit gewählt. Aus Dortmund wird gemeldet: Die Vertrauensmänner der Fortschrittlichen Volks Partei Hamm-Soest stellten einstimnlig den durch seine liberale Agitation bekannten Pfarrer Traub-Dortmund als Reichstagskandidaten auf. Traub hat die Kandidatur angenommen. 150, Friedberg 67, Mombach 20 bezw. 23, Offenbach 1101. Die Ortsbehörden sind in Anbetracht dieser Tätigkeit fast durchweg zu finanziellen Unterstützungen bereit. 17 Kolonnen wurden vom Inspektor besichtigt, dieses Jahr kommen u. a. Gießen, Butzbach, Gonsenheim, Budenheim an die Reihe. Hinsichtlich 'des Transportes müssen sich die Kolonnen auch den Wasserstraßen zuwenden, die bei künftigen Kriegen auch eine bedeutende Rolle spielen werden. Der deutsche Sanitätstag in Königsberg war von 1600 Mitgliedern aus allen deutschen Gauen besucht, der Sanitätstag 1912 ist in Leipzig. Der Vorsitzende teilt mit, daß demnächst eine größere Werbetätigkeit zur Bildung neuer Kolonnen beginnen soll. Grün rg-Gießen wünscht eine stärkere Unterstützung der Kolonnen durch den Landesverband. Bei Neugründung von Kolonnen sollen soaleich Zweigvereine ins Leben gerufen werden, eine" Kolonne sollte mindestens 24—30 Mann zählen. Den Bericht über den Stand des Bersorgungs- Aus Marokko. Tanger, 21. Mai. Der „Agence Havas" wird u'nfcrm 19. Mai aus Alkasar gemeldet, die Kolonne B r u l a r d sei mit Boisset in Verbindung getreten. Das Gros der Kolonne lagerte bei Sidi Gueddar, der Marsch wurde ohne Zwischenfall fortgesetzt. Mehrere Abteilungen der Scherarda und Beni Hassen, die vor Fez standen, sind auf die Nachricht von der Ankunft der Franzosen in ihre Heimat zurückgekchrt. Ein Angriff auf Fez habe seit dem 11. Mai nicht ftattgefunden. LuftWffahrt. Der Zuverlässigkeitsflug am Oberrhem. Bad-Oos, 21. Mai. Um 5 Uhr heute morgen wurde auf dem Luftschiffplatze die rote Fahne hochgezogen, zum Zeichen, daß das Wetter den Start gestattet. Nacktem die Flieger Probe- slügc unternommen hatten, starteten als Erster Emil I e a n n i n um 5 Uhr 12 Minuten, Zweiter Httlnmth H i r t h um 5 Uhr 17 Min., Dritter Ingenieur Brunhuber 5 Uhr 18 Min. und als Vierter Charles Lämmlin um 5 Uhr 20 Min. Brunhuber hatte als Passagier den Leutnant Koch vom Mannheimer Grenadierregiment, Dipl.-Ingenieur Carl Wilhelm W itt erstatte r, der um 5 Uhr 24 Min. startete, nahm seine Frau als Passagier mit. Der Start ging glatt von statten. Die Flieger, Robert Thelen und Bruno Werntgen sind noch mit der Ausbesserung der Apparate beschäftigt und dürften kaum mehr starten. Freiburg i. Br., 21. Mai. Als Erster landete auf dem hiesigen Flugplätze Jean n in um 7 Uhr 10 Min., nachdem er um 6 Uhr 37 Min. in Offenburg die vorgeschriebene Landung vorgenommen hatte; als Zweiter traf Brunhuber eine Minute später ein, welcher um 6 Uhr 32 Min. in Offenburg gelandet war; um 7 Uhr 25 Min. erreichte Lämmlin das Ziel, der um 6 Uhr 40 Min. in Offenburg aufgestiegen war. H i r t h, der in Offenburg um 9 Uhr 40 Min. aufgestiegen war, traf in Freiburg um 10 Uhr 14 Min. glücklich ein. Er hatte sich unterwegs, verirrt und war ins Elztal abgetrieben worden. Bei der Vormittags zwischen den Fliegern und der Oberleitung abgehaltenen Konferenz wurde beschlossen, daß die Flieger bei günstiger Witterung heute nachmittag 5 Uhr Schauflüge ausführen, und dann im Anschluß daran nach Mülhausen weiterfliegen sollen. Dadurch wird cs möglich, das aufgestellte Programm in bezug auf die Weiterflüge innezuhalten, nur der Start wird, früher erfolgen. Tie Sachsen-Flugwoche. Chemnitz, 20. Mai. Die Sachsen-Flugwoche wurde heute nachmittag auf dem hiesigen Garnisonsexerzierplatz mit der Abnahme der Flugzeuge eröffnet. Im Anschluß hieran unternahm eine Anzahl Flieger wohlgelungcne Probeflüge um das Flugfeld. Abends fand ein Be- grüßungsesscn im Kaufmännischen Vereinshaus statt. Die Konkurrenzen beginnen morgen nachmittag. Ein Unfall in Berlin. Berlin, 21. Mai. Als der Grade-Flieger Ingenieur Schwandt gestern abend nach einigen wohlgelungenen Rundflügen in die Zelthalle zurückkehren wollte, durchbrach die viele Tausende zählende Menschenmenge die Absperrung. Bei dem Landen wurde die Schlossermeistersfrau Weiß von dem Propeller derart an dem Kopfe getroffen, daß sie einen schweren Schädelbruch erlitt. Ihr Zustand ist hoffnungslos. Zwei andere Personen wurden gleichfalls nicht unerheblich verletzt. •• 9(u5 der Armenpflege. Kohlenhändler Hahn wurde zum Bezirksvorsteher und Kaufmann O. Rathschla^ zum stellvertr. Bezirksvorsteher gewählt. ** Gefährliches Spielzeug. Am Samstag erstattet» ein 14jährigcr Lehrling bei der Polizei die Anzeige, daß er art Seltersberg aus einem Gatten heraus geschossen worden se. Die Feststellung ergab, daß der Junge einen Sckmß in der Harn hatte, die Kugel stak in der Wunde und wurde in der chirurgischer Klinik entfernt. Da die Wunde eine Brandstelle zeigte um somit der Schuß nicht aus einer Entfernung, wie der Junge angegeben, abgegeben sein konnte, wurde ihm eindringlichst Vorhalt gemacht und er gestand dann ein, daß er sich selbst mit seinem eigenen Teschin verletzt habe. Um seine erster Angaben glaubhafter erscheinen zu lassen, hatte er das Teschin fottgeworfen. Erst vor einigen Tagen hat auch ein 12jähriger Junge einem Kameraden beim Schießen mit einem Teschin unvorsichtigerweise einen Schuß in den Unterleib beigebracht. Tic Eltern sollten solches Spielzeug den Kindern unter allen Umständen abnehmen. ** I n Am erika verstorbene Dessen. H. H. Weckesser, 86 Jahre alt, in Madison. Frau Kath. Bester, geb. Griesheimer, 80 Jahre alt, aus Lampen- beim, in South Union Township. Frau Maria Marg. Loos, 83 Jahre alt, aus Oberau, in Melrose; sie hinterläßt 8 Kinder, 48 Enkel und 52 Urenkel. Wilhelm Dinges, 74 Jahre alt, in New-Anthens. Dr. Hermann Knapp, 79 Jahre alt, in Marmaronerk, er studierte in Gießen, London, Utrecht und Paris und war von 1862—1866 Professor in Heidelberg, siedelte von da nach Neuyork, wo er zunächst auch Professor war; alsdann gründete er ein Augenheil-Jnstitttt mit sehr gutem Erfolg. Landkreis Götzen. r£ Ettingshausen, 21. Mai. Heute wurde hier der Friedensschluß zu Franksutt n. M. 1871 gefeiert, indem der Kriegerverein mit der Fahne geschlossen dem Gottesdienst beiwohnte. Am Nachmittag fand am Walbrande auf der Hard eine Nachfeier statt, wozu sich der Krieger- und Gesangverein, Gemeinde- und Kirchenvorstand, sowie die Schuljugend dorthin in geschlossenem Zuge begeben hatten. Der Kriegervereinspräsident Keil hielt eine kurze Ansprache, die mit einem Hoch auf den deutschen Kaiser endigte. Der Ortsgei st liche hielt dann einen geschichtlichen Rückblick und erwähnte dabei besonders die Zeil des 30 jährigen und 7 jährigen Krieges, Er schloß mit einem Hoch auf unser Vaterland. X Reiskirchen, 21. Mai. Heute hielt die Sparund DarlehnSkasse ihre Hauptversammlung im Saale des Wilhelm Fritzel ab. Nach der NcchnungSablage, die mit einem Geschäftsumsatz von etwas über 240 000 Mk< abschließt, wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Von dem Reingewinn mit etwa 1700 Mark wurden 1000 Mk. als Dividende verteilt. Der Ueberschuß wurde dem Reservefonds, der jetzt 7000 Mk. beträgt, überwiesen. Der Verein blickt auf ein 20jähriges Bestehen zurück. — Hier herrscht unter den Kindern Keuchhusten. Zwei Kinder sind der Krankheit bereits zum Opfer gefallen. — Staufenberg, 20. Mai. Heute begingen die Eheleute Johannes Eckhard und Frau das Fest de: silbernen Hochzeit. Anläßlich dieser Feier brachte ihnen der Gesangverein einen Fackelzug unb Ständchen. + Queckbo rn, 21. Mai. Gestern nachmittag nwllle eine Bauersfrau ihre beiden Kühe nach Hause bringen, wahrend ihr Mann auf dem Felde blieb. Draußen auf dem Felde verweile sie noch kurze Zeit bei ihrem Manne. In dieser Zeit gingen bic Kühe allein weiter bis zrun Bahnübergang am Wafjnljof, woselbst sie stehen blieben. Kaum standen sie, oa kam der I/-4-UHr- Zug von Lich daher. Kurz vor dem Uebergang gelang es dem Maschinenführer, der die Kühe bemertt hatte, den Zug zum Achen zu bringen, unb so ein größeres Unglück zu verhüten, Kreis Büdingen. ch Nidda, 21. Mai. In dem Konkurs der Obermockstädter Kasse werden in den nächsten Tagen mciterr 5% an die Gläubiger als Abschlag gezahlt werden. Mit dieser Rate sind dann 3OO/o gedeckt. Kreis Friedberg. = Bad-Nauheim, 21. Mai. Der Direktor des VerkehrSbureauS, Villenbesitzer Wilh. Wall mann und Frau. Tina, geb. Schäfer, feierten heute ihre silberne Hochzeit. Dem Jubelpaare wurden von allen Seiten Glückwünsche dargebracht. — Butzbach, 21. Mai. Die Vorbereitungen für das am 24. und 25. Juni stattfindende Fahnenweihfest des Gesangvereins „Eintracht" sind in vollem Gange. Unsere Bürgerschaft wird regen Anteil an der Feier nehmeir und verschiedene hiesige Vereine haben ihre Beteiligung in Aussicht gestellt. Eingeleitct wird das Fest am Samstaz den 24. Juni durch einen in der städtischen Festhalle statt- sindenden Kommers, verbunden mit Konzert und Gesangvorträgen, wobei einige auswärtige Gesangvereine Mitwirken werden. Für den Hauptfesttag ist folgendes Programm vor? gesehen: Weckruf. Empfang der auswärtigen Vereine. Festzug durch die Stadt nach dein Festplatze; daselbst Begrüßung, Weihe der Fahne, Masscnchor der Butzbacher Gesangvereine, Massenchor der fünf Vereine des Dirigenten Same-, Liedervorträge der . Gastvercine, Tanz und Volksbelustigung. Verschiedene vorteilhafte Einrichtungen bezüglich der Lieder- vorträge werden eine rasche Abwickelung des Programmes ermöglichen. Auch für sonstige Unterhaltung wird reichlich Sorge getragen. -m. Schwalheim, 21. Mai. Die Fr au. des Jakov Borntr äger von hier kam mit der Frau des Weihbinders Wtth. Wagner von hier auf der Landstraße kurz vor Friedberg in Streit. Die Bornträger schlug auf d>e Wagner dermaßen ein, daß diese kurz darauf in der Wirtschaft von Wilh. Knorr, wohin sie sich geflüchtet Hatte,- tot zusammensank. Ein Mann aus Nidda, der zufällig des Weges kam, sowie einige Arbeiter waren von weitem Zeugen des Vorfalls, jedoch kann niemand das Werkzeug bezeichnen, womit die Tat ausgeführt wurde. Die Getötete war Mutter von sechs Kindern, von denen das Jüngste 3 Monat alt ist. Die Wagner war eine schwächliche Person, während die Bornträger über Männerkrüfte verstigt. Do Leiche wurde in die Leichenhalle des Friedberger Friedhof verbracht und zwecks Sektion polizeilich beschlagnahmt. > Wie sich nachträglich herausstellt, liegt Mord Dor. Dre Bornträger äußerte zu einer Wirtsfrau, ich gehe ihr jetzt nach, und wenn ich sie erwische, muß sie sterben, erwecke ich sie nicht, so brühe ich- sie heute abend, bis sie faput Auch hatte die Bornträger nichts, in Friedberg zu tun Zwischen den Familien Bornträger und Wagner, d:e früher sehr befreundet waren, bestand feit längerer Zeit em semo- seliges Verhältnis, das seinen Ausgang in der unselige Tat fand. Die Erbitterung über die ruchlose Tat rst ungeheuer groß. Die Staatsanwaltschaft Gießen traf heu« morgen schvn Mer eint um den Tatbestand. sestzustellen. Tagung der hessischen Sonitötsfolonne. 4 Friedberg, 21. Mai. Der 2. Kolonnen tag des Verbandes der Hessischen freiwilligen Sanitätskolonnen vom Roten Kreuz tagte heute hier. Um IO1/4 Uhr begannen die Verhandlungen. Der Saalbau war dicht besetzt. Der Vorsitzende Generalleutnant Korwan begrüßte besonders die Vertreter der staatlichen und städtischen Behörden und der Vereine. Die Begrüßungsrede schloß mit einem Hoch auf Kaiser und Großherzog. Dem bisherigen 1. Vorsitzenden Wirkl. Geheimerat Buchner, der gestorben ist, widmete sein Nachfolger einen warmen Nachruf und die Versammlung erhob sich von den Sitzen. Der Inspektor der Sanitätslolonnen, Generalarzt Dr. Lindemann, erstattete Bericht über den Stand der Kolonnen. Der Landesverein hat sich in seinem erst zweijährigen Bestehen günsttg entwickelt. Die Zahl der Kolonnen beträgt 30, davon entfallen auf Starkenburg 14, auf Rheinhessen 12 und auf Oberhessen 4. Es wäre zu wünschen, oaß namentlich die Kreisstädte Kolonnen gründeten. Die Kolonnen umfassen 1549 aktive Mitglieder, satzungsgemäß soll im Falle einer Mobilmachung die Hälfte zur Verfügung stehen, diese Zahl ist sogar überschritten. Da sich 920 Mann gemeldet haben, 486 stehen zur Verwendung außerhalb des Wohnortes zur Verfügung. Die Zahl der ausgebildeten Krankenpfleger stieg von 45 auf 75, den Zweigkolonnen wird empfohlen, noch weitere Pfleger auszubilden, da der Bedarf im Falle eines Krieges noch nicht gedeckt ist. Jede Kolonne sollte auch mindestens einen Desinfektor haben. In Gießen soll durch Dr. Bötticher ein Kursus abgehalten werden, der acht Tage dauert. Auch Verwaltungsbeamte für Lazarette usw. müssen ausgebildet werden. Im Heimatsort sollen sich die Sani- lätskolonnen durch Hilfeleistung bei Unglücksfällen und durch Transporte Kranker oder Verletzter nützlich machen zum Wohl der Mitmenschen. Die Zahl der Hilfeleistungen ist ** Die Gebäudegruppe auf der Höhe des Schif fenb erg es ist im vergangenen Jahre durch die Gewalt des Sturmes und dann durch die nachhelsende Tätigkeit der Forstbehörde von den sie umgebenden Bäumen so weit freigelegt worden, daß sie aus der Ferne sichtbar und eine Zierde der Landschaft geworden ist. Besonders das Bild, das der Schiffenberg nun vom Trieb bietet, ist sehr wirkungsvoll und malerisch. Die frei gewordenen, früher dichtbewaldeten Flächen, die man von dem alten Steinbacher Weg aus wahrnimmt, sind mit amerikanischen Roteichen neu bepflanzt. Sie werden im Herbst, wenn das Laub eine leuchtende rote Farbe annimmt, diesem Teil des Schiffenbergs ein sehr hübsches Gepräge geben. _ . ** Den 55. Geburtstag feierten die Fünfziger von 1856 — 1906 am Samstag abend im Hotel Schütz durch ein Essen mit daran anschließendem Bierkommers. Von den 86 Altersgenossen, die die .Fünfzigerfeier mit- machten, stiid inzwischen 4 verstorben, deren Andenken ein stilles Glas geweiht wurde. Weiter sind 8 von ihnen aus Gießen verzogen. An der Feier beteiligten sich 42. Den musikalischen Teil hatte das Gießener Solisten-Qnartett „Carmen" übernommen, das durch Gesangseirtlagen des Baritonisten Laux-Gießen wirkungsvoll unterstützt wurde. Gestern nachmittag versammelten sich die Altersgenossen mit ihren Familienangehörigen zu einem gemütlichen Zu- fammensein im Philosophenwaid. Man war sich allgemein darüber einig, daß man in 5 Jahren aus Anlaß der sechszigsten Geburtstagsfeier eine größere Veranstaltung ab- halten soll. c P1 .1 •• Ein Erfolg der Gießener Industrie. Der Firma Dern & Cie. ist die Lieferung des Bedarfs an Zementröhren für die Frankfurter Kanalbauten übertragen worden. Der Erfolg der Firma ist um so höher an- zuschlagen, als es sich um Röhren handelt, die in derDern- ichen Fabrik hergestellt werden. Der Zuschlag wurde trotz scharfer Konkurrenz erteilt, weil die Dern'schen Röhren nach- gewicsenermaßen einen bedeutend höheren Druck aushielten als andere Fabrikate. •• Viehhändleroersammlung. Donnerstag, 25. Mai findet im Saale „Deutscher Kaiser* in Alsfeld eine große Viehhändleroersammlung statt, in der gegen die Einschränkungen de§ Viehhandels von den Behörden Protest erhoben, bezw. gegen die bezahlten Steuern reklamiert werden soll. Nur Vieh- unb Schweinehändlem ist der Zutritt gestattet. und Versicherungswesens der Kolonnenmitglieder erstattete Oberleutnant Lotheißen -Darmstadt. Unter lebhaftem Beifall teilt er mit, daß ein großes Werk durch die Versicherung geschaffen worden ist, um die Mitglieder und ihre Angehörigen zu schützen bei Unfällen usw. Daneben besteht eine staatliche Fürsorge für die Mitglieder, die auf den Kriegsschrntplätzeu verunglücken oder Schaden nehmen. Im Rettungsdienst im Hermatsort sollten die Gemeinden die Versicherung übernehmen. Auch eine Haftpflichtversicherung bat der Landesverein abgeschlossen, die Prämien zahlt der Landesverein. Ein Antrag Mainz wegen Aenderung der Satzungen wird abgelehnt. Der K0könne ntag 1913 findet in Alzey statt. Bei der Neuwahl des Arbeitsausschusses wurden wiedergewählt: 2. Vorsitzender Lotheißen-Darmstadt, Schriftführer Heinrich-Mainz und Schneider-Worms, Beisitzer Schmitz-Alzey und Wolf-Offen- bach, ärztliche Beisitzer: Dr. Schlink-Alzey, Dr. Grosch- Ofsenbach und Dr. Metternich-Mainz. Um 3 Uhr traten die Kolonnen zu einer Uebung, die ganz Friedberg auf die Beine brachte, an. An der Uebung betätigten sich die Kolonnen Friedberg, Butzbach, Gießen und Babenhausen. Der Uebung lag folgender Gedanke zugrunde: Friedberg erhielt Drahtnachricht, daß von einem um 31/2 Uhr Friedberg berührenden Lazarettzug 4 Wagen in Friedberg blieben und die Verwundeten in ein provisorisches Lazarett überführt werden sollten. Die 4 Wagen wurden zuerst mit verschiedenen Behelfsmitteln eingerichtet und mit Verwundeten belegt, dann erfolgte das Ausladen und die Ueberführung der Verwundeten in das Lazarett, das in der Lagerhalle der Gebrüder Ulrich untergebracht war. Hier wurden von Damen des Aliee-Frauen- vereins und der Sanitätskolonne Friedberg Speisen und Getränke an die Verwundeten und die Träger verteilt. Die Kolonne Friedberg führte dann noch alle möglichen Arten von Einrichtungen zur Krankenbeförderung (Bahn, Rad, Tragstühle, Tragbahren u. bergt) vor. Die Kritik hielt Generalarzt Dr. Lindemann ab, der die Vorführungen der Kolonnen tut allgemeinen als gute Leistungen für den Anfang schilderte und zur weiteren Vervollkommnung aufmunterte. Nach der Kritik erfolgte der Vorbeimarsch der sämtlichen Kolonnen mit etwa 800 Mann, Generalleutnant Korwan nahm die Parade ab. Ein Kommers im Saalbau bildete den Abschluß des Kolonnentags. Die Friedberger Kolonne hatte ein schönes Festbuch herausgegeben. Ans Stadt und Land. Gießen, 22. Mai 1911. •• Hessischer Denkmalrat. Zum Vorsitzenden des Denkmalrates und der Kommission für Veröffentlichung des Werkes „Kunst und Denkmäler im Großh. Hessen" wurde vorn Großherzog an Stelle des nach Berlin berufenen Frech, v. Biegeleben dessen Nachfolger Ministerialrat Dr. Kratz ernannt. Frei Herrn von Biegcleben wurde vorn Großherzog die goldene Nledaille für Kunst unb Wissenschaft verliehen. '* Zur Landtagswahl. Eine auswärtige Korrespondenz bringt Nachrichten über die Kandidatenfrage für die Landtagsersatzwahl in der Stadt Gießen. Es sei deshalb mitgeteilt, daß bis jetzt nochkeinKandidat aufgestellt 2 Zimmer 6 Zimmer | Läden etc. Zweig-Verem tarn 3 Zimmer sucht Stellung. «ÖUßlCnn Offerten L. ST. 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Juli- Schrift Ana. m. Preis um. OCT km den Gtetz. Auz. erber. Lin schwerer Lisenbahnunsall. Prag, 21. Ma». Zwischen h 0 chwesely und © in t bar entgleiste heute mittag ein Eisenbahnzug und stürzte von einem Damm ab. 13 Personen wurden teil - weise schwer verletzt. t,Um Mi r 1er bei 9 em 12;a\ . 6tlStbtcdi - I “nitTifi ; | 'essen. 6 , ! rt- Frau g- L -Jtaria xse; kie hL lhelmDing l£rmann ftL' 1% in Neutzork, ipot Mvdete er SoUdes, durchaus zuoerlmnges fmberlteb, rur VviQdQJCHz alle Hausarbeit gesucht zum 1. Juli- Vermittlung nicht auSgeichlosten. 5571 Vaudcl. Ludwiawratze 37 II. anjunge Aladchcn suchen Atljlere -Liegen. TeSgl. fud-e mehrere Mädchen welche kochen können. Frau Margarete Herr, gewerbsmäßige 2teUenuctmnt- lunn, Sonncnfrratze O. 1024.» ftfr 6, 'M::; etarlcnburfl unü MeinlKnen. Darmstadt, 20. Mai. Zur Feier deS Geburtstags beS Kaisers v-on Rußland fand gestern mittag 1 Uhr ach oorauSgegangenem FestgotteSdienst mit Tedeum in der -il'ischen Kapelle bei dem rusn'chen Ministerresidenten Wnk- ?chcn StaatSrat Baron von Knorrmg ein Frühstück statt, 2» dem die Minister, der Preußische Gesandte Freiherr von Ieniich, der Großbritannische Desondt!chastS-Atlach^ Mr. Rooke, jberflQameifter Riedescl Freiherr zu Eisenbach, Geh. Staats- 3 t ft rüg von Nidda, Cberiägermeifler Freiherr von der Hoop, o-t Vorstand deS Großh. Kabinett«, Erzpriester von Proto- yepof, Kammerherr von Bioncourt, Kammerherr Freiherr jjn Leonhordi, der Kommandeur deS LeiddraqonerregimentS ?c. 24, Flügeladjutant Freiherr von Masienbach, der Ober» bürgermcifter und Diakon Adamanoff teilnahmen. Den Trinkspruch auf den Kaiser von Rußland brachte nach der »Darmft. Ztg.E Staatsminister Dr. Ewald auS; Baron con Knorring erwiderte mit einem Toast auf den Großherzog. Sport. Tevtsch-österreichifche Motoibootfahrt. Dresden. 21. Ma,. T,e Motorbooie her österreichisch- deutschen Elbelahrt begaben sich im Vaule be« bc."t'llen V^mutaq- „ach Pirna, wo um 12 Uhr em von dem Königlich sächsischen Automobilklub gegebene-Frühstück statttand Um 8A mittags beaaben sich die Startenden zur Vornahme bei IBetnnhn sPirna-Tre-ben. Tie Boote starteten in verschiedenen Gn.ppen nach Wröüe und Geschwindigkeit. Um 8 Uhr bO trat das ei, Boot in Dresden ein. Eine Stunde spater war die Wettfahrt be endet. Sämtliche Boote landeten an dem Terrasiennfer nebenbei Jäaerkaserne. öcuie abend wurden die ssahrtteilnehmer im ivelt- oale des neuen Rathau'eS durch die CtadtvertreUmg empfangen, woselbst auch nach der Begrüßung die Betanntaabe der PreiseJm die Sieger der Bootfahrt erfolgte Dem E.nv'anae wohnte auch Prinz Johann Georg in Begleitung seine- Adsutanteu bet. Morgen früh 6 Uhr erfolgt die Ablahrt der Boote nach Wittenberg. Hicmc uaacsaitvHiL Auf der Landstraße nach Etilmani ist. wie «ms ganclbti wirb, em Automobil mH l v - Sa 1 vsb n lujamm en gestoßen Die Insa,iev. der Direttor da Automobilgescllfchait ui Mannlenn Xarl N e u m a ver > alt, mbeiratt!. Vater von zwei hindern. Julius Roienihal ouo Äannbenii. 33 F-dre alt, edeutall« Jamilienoatcr, sowie der ladaus'eur En.il Boß, -4 Jatz« alt, 1!bia3„’“Xn fü-b U^=rt»r mungen cingetreten, besonders sroß-n schaden richte^ at liest,ger Äolkenbrud, un Xannbeuncr Dal an. ' Tannheim ist oollno.ndm unter Wasser flrfeBt. *** uberilutete die Reich-ürave und nH b% sM lvaktN ,-s lirde- i jur denen L - Kw»; K-L «MV* j «tet»er*s» sy„ Lelbständigkcit. Nach bewährtem BertriebS- spsrem richte ich ted. strebst Herrn ein Vostversandgeichäst in eign. Wohnung ein. Ber- dicnit per Blonat 2(Ki—600 Mk. mühelos, ohne auS dem Haufe zu geben, da Unterageuten arbeit. SämtL Jnitrulnonen kostenlos. Reklame-Material gratis, fow. Inseraten Unter- stüvung. Zahl reiche bcglaub Aiierkennungen. — AuSkunn gratis und iranto unter A. 1021 I>. an Taube L Ho., Cölu a. Rbein. ® /» vermidcdtes. »DaS Er peldingcr 'sche Kriegs mu seum in Gr a- velotte ist, wie aus Metz berichtet wird, von Justizrat Schweikert aus Frankenthal für den Kyslhauser- bund der deutschen L an d e s lr i e g c rve rba nde in Berlin käuflich erworben worden. Außer dem eigentlichen Kriegsmuseum wurden »um Zw^e der späteren Erterung noch die beiden rechts anstoßenden Erpeldinger schen bauser unb ba8 linkS anstoßende Driant'sche Saus nebst den zugehörigen, dahmwr liegenden Gärten angefautt. Der ®e|t6übergang ist ^re.tlä Die Verwaltung des Museums führt die ^Vereinigung zur Schmückung und fortdauernden Erhaltung der Zttiegcrgräber und Denkmäler bei Metz". Hierdurch sind die von dies^ Vereinigung seil Jahrrn mit Beharrlichkeit verfolgten diesbezüglichen Bcstre bungen endlich erfüllt worden. * Beleuchtung der Einäscherung König lalonkornsdurch-Osram-Lampe n Die Osram-Lampe, dieses modernste Beleuchtunasmittcl, Hal auch fernen Indien einer hiswrischen Stunde Glan; verliehen Die V^brennung Ebulalonkorns, des Kbmg von Sunrr, wurde, wie letzt bekannt wird, durch nicht weniger als 1OOOOO Kerzen SSrauv&impen beleuchtet Tie siamenichen Zeitungen schildern m leuchtenden Farben die unbeschreibliche Pra^entfaltung bei dem nachtltä>en Schauspiele. ' - Handlanger 6404 sucht W.Fruerb»ch, Liesentzr. 4 rücht. MaiittrPlitr für Babnboss-Umbau Önebbera per,'osort gesucht. m W. Rinn. Cleaeen. Amtlicher Wetterbericht. Dcffentlidie Wetterdienststelle Dießen. Verlauf der Witterung seil gestern früh: Bei hohem Dnick herrschte gestern lieicrc? Wetter, doch fliegen die Temperaturen wegen ber fühlen 9lerbroinbe nur wenig an. »et tummel ivuibc m einzelnen Gebieten dogelGbeial e chter Nachilrost beobachtet Da set-.i von Nordwesten und fcuboften tleme Want» rnirbel vorbrmgen, .viib .uehr, .völlige- Wetter nut Strichregen C Wetteraii-stchten in Hessen am Dieu-tag bem LS. Mai Iftll: Wollig, Ltiichre,,c», kühl. 1 gebrauchtes Zelt M. Eisengerüst. Bekleidung nur einmal kurze Zeit in Gebrauch gewesen, 4 m lang, 3 m breit, 2,70 m Seitenhöhe, 3,50 rn Mittelhöhe, sämtliche Seitenteile markisenartig aufklappbar, Dach an6 impr. Hanfsegettuch, Seitenteile auS graugold impr. Baumwollsegeltuch, hat zu Mk. 310 abzugeben 3254 Ludwig Lazarus Asterwcg 53, ,>rnivr. 505. Rlciberidjranf und Beiincllc mit Matrave wegzugsh. zu rk. ■xiu-] Kraukfurter stranc <3. (ßericbtffaal. R D. Darmstadt, 20. Mast Da« Urteil in dem Seppen- beimer Streikprozeb wurde gestern abend ' »11 Uhr ver- Tünbct. In anbetracht, daß cs kein vom Zrnm g«brochcncr streck war, sondern die Leute nur den besseren L°hntarif auirech erhalten wollten und die Angelegenheit Ältlich hat das Gericht Milde wallen lassen und den hohen Straianrragen der Staatsanwaltschaft keine Folge gegeben. ^.Da^MaMuhttr erbielt eine Strafe von vier Monaten. Dte ^trastn mr neun weitere Angeklagte bewegen sich »wischen zwei Monaten und eine Woche Gesängn.s, drei erhielten Geldstrafen zu 50, 40 und 25 Mark. Zehn Angeklagte wurden sreigetproaun. Universitätr-Nachrichten. — Aus Tübingen wird gemeldet: Ein schwerer Verlust fiel>t unserer Universität bevor. Der ordentliche .Professor der TViloiovlne in der Tübinger philosophischen oakittat, Dr. Heinrich Maier, Hal einen Ruf in gleicher Eigenschaft an die Ünarrfität Göttingen erhalten: der Geimnnte soll eine dort iKubenrünbetc Professur für .Gelchichtr der Philosophie und für i ystematische Philosophie übernehmen. e*T — Kiel. Wie tvir hören, ist Professor ^r- "Kb. ct plnl. gibredit Bethe, Prioatdozcnt und erfter, Assistent am plw- siologischen Institut der Universität Straßburg i. Els. als nrdcntlichcr »roicifor bn Ttohotogxe nad> fti e la » twn IVeh. Rat Hensen berufen worden. Dr. Bethe ist ^‘%>Ä"®et>ehnral Trojeffot Gcfrräbn (©öti.nsen) ben iHuf nach Bonn als Nachfolger Wil manns keine Folge Landwirtscl^aft. " Landw. Studienreise »ach Nordwestdeutsch- lanb. Die Landwirtscha tskammer Mr da- her-ogtum Hessen beabsichtigt Anfang Jul, eme Stubte«mic für hesm'chc Landwirte nach Hannover und c.l^nb“lL!! veranstalten Tie Reifezeit in auf b Tage vorgetch^E- sollen in Hannover hervorragende Ackerbau- und Saat^uchtwirnchast^n, ferner Neinbäueriiche Wirtschaften mit Flerrri.itüt-dar.eb und Schweineruchtbelriebc besichtigt werdeii. In Oldenburg folt ben Moorkolonien em kurzer Besuch obgestattct ^^den, ,erner solmi Betriebe mit Schweinezucht, Rindviehzucht und Pferdezucht bc sichtigt werden. 3roninruii8i.^ooclüii.'8ulltn Herdbuch, angefört) zu verkaufen. Jobs. Keßler XI. in Großen Linden.__04240 In Weilburg, ©arnifonftabt, ist eine moderne Ncstauration mit großem Saal in schöner Lage, nachweislich sehr rentabel, billig sofort zu verkaufen durch Aug. Wuban, Jmmobit-'Bureau, Braunfels a. Lahn. Ml Kreis Wetzlar. 1 W. Wetzlar, 20. Mai. Superintendent Schoeler hier cebenkt am 15. Oktober in den Ruhestand zu treten. Bis $ im Herbst 1893 versah Herr SchoeFr gleichzeitig da« Amt eneS KreiSschulInspektors im Schulai'sstchlsbazirk W'ßlar. XX. Dutenhofen, fit. Wetzlar, 20 Mast Bau- «lande ist hier nach wie vor sehr begehrt und ficht hoch in Preis. Die Gemeinde verkaufte seinerzett eine Parzelle ren 5,26 Hektar -um Preise von 4050 Mk., mtthtn den Quadratmeter -u 7.70 Mr. Hessen-Nassau. rm. Frankfurt a. M., 21. Mast In der letzten Sitzung deS Eisen b ahnrateS wurden u. a. auch Beschwerden deS LandtagSabg. Lang über verschlechterte Zug- «rbinbungen im Odenwald durch daS Mitglied beä Eisenbalm- nte8, 91 bg. Roack, oorgebracht; die Direktion sagte Abhilfe «. Abg. Bühr beschwerte sich über verschiedene schlechte Anschlüsse nach Gelnhausen und von Gießen ab. Auch wurde die Vermehrung unb Verbesserung her Wagen f.ir ben TranSvort lanbwirlschastlicher Erzeugniste gefordert. Frankfurt a. M., 20. Mai. Der heutige letzte Tag t«r Berhandlunaen des Bunde- deutscher Nahrung-- «littelfabr ifanten unb Händler war der Erledigung einer Reihe strittiger Fachfragen gewidmet. Dr. Gerlakh- kSiesbadeii behandelte zuerst den Punkt Marmelade. Don der Firma Keiler, Tangermünde, war der Antrag gestellt worden, adle Dranneladen, denen Agar-Agar ober Gelattne alS kunst> üche Gelierswssc »ugesetzt werben, al3 Kunftma r m e labe zu bezeichnen. Es würbe beschlossen, die bestehenden Bestimmungen rurd) folgendes zu ergänzen. Der Zus<^ von Agar-Agar bis zu 3 vom Tausend des fertigen Erzeugnisics zu Marmeladen mit >em Namen einer bestimmten Fruchtart ist, entgegen den Heidel- ktger Bescküussen der freien Bereinigung deut,ckxr Nahrungs- ^ittelchcmiker iticht zu beanstanden, jedoch ist der Zusatz zu kenn- f eichiicn. — Heber die Bezeichnung der alfo bolsreie n Wet ne tiat der lebhafteste Meinungsaustausch cm. schließlich wurde Die • ' - iqt: Entgcisvet« Trauben und .vrucht- Weinc bezw. F-ruchtweine in Verkehr 0 9 fiijfif selbständige V*31 lUU|L Wcißb.nbergescllcn für bauernde Arbeit sofort gesucht. Konrad Sauer, Weißbinbermstr., Mainzlar._________ Wir iurfjeu für sofort Handformer für Schablonen- und Modellformerei sowie »tt unb hilisarbeckr oben Lohn und für dauernde Beschäftigung. Freier Gründer Einen- u. netallwerke 3317]Xeonkirchen. in meinem Hause eelterswes- Plockitraße von 1- Juli 1911 an zu vermieten. Jol- Bach. 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Brun Huber ist um 7,48 uhr und Hirth um 8,01 Uhr ausgestiegen. (Solmar, 22. Mai. Die Ankunft von ®runt)ubcc. erfolgte um 8,28 Ühr, während Hirth um 8,35 Uhr ankom. Dieser stieg um 9,15 noch Straßburg auf unb passierte um, 9,35 Uhr Schlettstadt. Die sächsische Flugwoche. Chemnitz, 22. Mai Im Flug um den ErSMnrngs- preis der Sächsischen Flugwoche errang Zahnow den ersten, L i n d p a i u t u e r den zwetteu, B u chn e r ben dritten und Grade den vierten Preis, Bei der yücxtal Konkurrenz kleiner Ueiertanbflüge üfrer 20 erhielt Lindpaintner den ersten, Hofsmamn den zweiten, Laitsch den dritten und Kahnt den vrerten Prei-.' Zu der dritten Konkurrenz — Prers von Ltmbach, 30 Kilometer — starteten Lindpaintner, Laitsch und sxujmt Hierbei erhielten Lindpaintner den ersten, Laitsch ben zweiten unb Kahnt den dritten Preis. In^der kurrenz um den Höhenpreis erhielten Lindpaintner den ersten, Rover den zweiten und Grade den dritten Preis. . . Zum Unglück in Frankreich. Paris, 22. Mai. Der Deutsche Kaiser und der Kaiser von Rnßland sandten an den Präsidenten der Republik Beileidstelegramme wegen des Todes des Kriegsministers und gaben ihren Wünschen ivegen baldiger ’ Wiederherstellung deS Ministerpräsidenten Ausdruck. Paris, 22. Mai. Tie morgige Kammersitzun g ' soll nach einer Ansprache deS Kammcrpräsibenten Brisson, und nach Bewilligung der Kosten für ein nationales Be- . qräbni5 des K rie gSmini ster Berteaux zum Zeichen ‘ ber Trauer aufgehoben werden. Dasselbe wird un Senat geschehen. Weitungen f« - nenwcihfc!'-- in vollem 2jr- bet Feier ntU Rote Radler besorgen alles ewA Tel. 616____yeneaweg 18 Verloren. Dcrstlbertc Laterucnköchc auf der Straße von Kitto netto Gieße». Äbzuaeben gea. Belohn, bei Hoflob nhiticher Hnd».OCT LAeibiultschillkiitrbkitei. «auch nach Diklat), Beugnl-ao- fdiriften ufro. werben tmgefert. Sud 21ul^7, Ganenh. II Echneide^mp^chll^^^^nv fcriuien v. Herren- u. Ktnberaar- beroben, Damen iackettö,i-Aen ber., Nevaratur., Aufbügeln in u. auß. b. 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