Nr. 45 wanderun scheint t»gNch mit «v-nahme be6 Gönntag8. Die „Götzener Zamttie>dlL11«r" werben bem etln»eifler* niermal wöchentlich beigelegt, Dal * Kreisblatt fflr heu Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirftchaftllchen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. 7 0. Geb urtstag Ter früher an unserer Universität als Prioatdozent tätige Greifswalder Historrker, Geh. Rat Professor Dr. Heinrich Ulm ann, begebt am 24. d. L. fernen 70. ätefmrtdtag. Er ist am 24. Februar rechtesten, zu bewilligen? Würde die icmer einer Regierung, tu der en map en ausgelebt hat. khujc- iiyu, m; imum mim«- । • -h- nndcluiia aufhalten föinten. iöerr Dr. Werner und eie imbpoic Nw uie über diese Entwickelung anderer Meinung wie ich: mich tröltet, daß in allen Ländern der Erde meine Gesinnungsgenossen immer zahlreicher- und einflußreicher werden. Ter Unter: zwischen „arm" und „reich" wird größer, die Kluft zwischen den Klassen breitei-, Tas i ft e in ehernes Gesetz und die bürgerliche Gesellschaft wird sicher nicht allzueifrig sein, ihre „Auswüchse" iDic in Wirtlichkeit das eigentliche Wesen des Mapi- Lallsmus sirrd) zu beseitigen. Mein fester, un er schütter-, tbn dirrckiaus berechtigt und gesund ift"), RaVft Gregor Der | Große f„Tic Erde ist das gemeinsame Eigentum aller Menschen"). Zachariä, Vierzig Bücher vom Staat: "7" Leiden mit denen zivilisiette Völler zu tanrvlen ^ab^a, lwier sich auf das Sondcreigentum an Grund und Boden zuruckmhren ), Aristot el e-.- .„Es ist selbstverständlich, daß cs wichngc ^.ingc gibt, die notwendigerweise gemeinsam sein müllen. SD i e i s u aehörtderGrundund.Bod en"h Jo hn Stuart Mill. | > „Ter Grund und Boden ist in Wahrheit ein Erbe der gangen Menschheit" Kant („Alle Menschen sind uriprunghcb un rechtmäßigen Besitz des Bodens, d. h. alle haben ein Recht da zu sein, wohin sie 'DZntur oder Unfall wider ihren Willen geletzt bat" , Professor 2 am ter (Jena 1879) („Unzweifelhast ist cs, daß die gegenwärtigen Zustände mit der Kultur, Deren wir ruis rühmen, im vollen Widerspruche stehen und, daß cs Die Eigentumsverhältnisse sind, in welchen diese Zustände sich ab- spiegeln — Unser Wirtschaftsleben fordert das gcnosien- scdästlichc P r od u lt iv c i g entum. — Es gut nun» öic°n(5ntw?cklu n g d"e'r Einnabrnen'aus dein G cpä ck- m aller I "h r. Dieser m in dem Jahrzehnt von 9-/- aus 16 V2 Mll- ■ f Alle lionen gestiegen, zum großen Teile infolge der Tansanderung, ' " 1 anbcrcri'eüd liefere diese Steigerung aber auch einen Beweis n'^r die zunehmende Wohlhabenheit Der Bevölkcming sowie dafür, fi bie BX niO mehr so viel Gepäck! in die Wagen i (her Glaube ift an b en Sieg des S o z i a l, s m u s. So gut wie Sie nehme ich htr Mich m Anspruch, meinem Bolle nach meinen schwachen Kräften zu blmen Dre Zeit w . h r e n w e r R e ch t bat. Damit Sie leben, jme wenry t^solg ich "ihren Ausführungen zutrauc, will ich nun meinerleits Di bti teste 'S o 11 lata b.eroed Mes auf Der Welt ein Ende nehmen mutz. E. Krumm. "^Was^die Fahrkarten ft euer betreffe, so sei der Versuch । u ihrer Beseitigung mißlungen. Man habe deshalb ^m B- .tehmen mit Den übrigen Regierungen emen er Steuer ausgearbeitet, der allen Anforderungen,^prech^ Labei sei man davon ausgegangen, daß ein Ausgleich unter cn heutigen Steuerträgern, unter den Pallagieren Der cil.cn 3ig drittelt Klasse gesucht werden müsse: Denn es unterliege Äncm Zweifel, dass die geltende Sahrtar^ ade die zu einer außerordentlichen 11 cbe11a 1tung 1 inäbefonbete ber ersten Klasse geführt W . Taft et nicht nur eine Annahme, sondern werde auch durch die Ent- .ricklung des Verkehrs in der ersten Klasse bewiesen, deren Em- nahE auch nocki von 1909 ans 1910. eine.Minderung aM- weisen. Eine Aenderung Der Fahrkartensteuer 'Z aucks ic^ noch icvlant es erscheine aber Nicht opportun, dem Reichstag zur^it mit dieser Frage zu befassen. Da er bekanntlich gesetzgeberischen Klagen in i^tefteni llmfangc zu tun habe Wenn man nun Nation ausgehe, Daß eine Aenderung der »teuer unter allen Umstanden erfolgen müsse, so erscheine es , nicht angezelgt, zur-! cit das zweite Moment, das auf eine Minderung der Ertrage, Der ersten Klasse hinwirke, nämlich..die Herabsetzung der ei ; öhten Fahrpreise in der ersten K'laisc, die leit 1907 bestehen, in Erwägung zu nehmen. Diese Frage Durfte vielmehr erst erwogen werden, toenn in der Frage der fahrkartenlteuer eine Entscheidung getroffen sei. Die Fahickartensteuer habe aud) den Verkehr in der zweit.cn KI a H c jtxxrf beeinflußt, und nameilllich in den Jahren nach ihrer Einfuhrung sei eme starke Abwanderung eingetreten. Jetzt ichcme ltch eine Ruck- q zu vollziehen. Die Abwanderung aus Der Dritten in die vierte Klasse lasse sich schwer abschätzen da die Zeigende Bewegung im Personenverkehr uberhMtpt sicher auch auf eine Rcilie von anderen Momenten zurückzusiihren iei, in erster Linie auf die Verbesserung der Betriebsmittel, du^Beschleunigung.der Züge und die Einführung der dritten Klasse in 88 ,o aller | Im allgemeinen sei das Bild der Entwicklung im Personenverkehr durchaus erfreulich.. Selbst die Zeiten einer wirt sämtlichen Depresstmi hatten ,em Fortschreiten nicht aushalten können. Während der Guterverkchr im Jahre 1H08 eine Mindereinnahme von mfto°/o gebracht fabe.fei Der Personenverkehr und Die Einnahme daraus auch mt 3ajrc 1908 qeftieqmi und die Zahl der Personen sei m dem Jahrzehnt 1899 bis 1909 von 554 auf 1040 Mlllwnm, also nm 87 o " Die Personeickilornetcr seien um 84°,o von 13 auf 1 — . kV* fC. ‘ .... .C... A » .M* 1.1 H r, .11 in Aussicht gestellt zwischen Köln und Düsseldorf und Uviseben B'ääuää* ää» einigen könnten. mitnehmen. r^erPc^r sei viel größeren Schwankungen aus- ' gesetzt als der Personenverkehr. Das Jahr 1907 habe im Güt.'r-I ® 'fehr eine Mchrcinnahmc von 60 Millionen gegen Das Jahr 1906 gebracht, während Das Jahr 1908 bereits eine «cp Einnahme von 51 Millionen gegen 1907 brachte. Das Jahr 1909 habe mit einer Einnahme von 1321 Millionen Nicht nur i hn? ^abr 1908 um 76 Millionen überstiegen, wndern selbst as L^dah n Höchs!? Berk-hrÄabr 1907 um 2S Million°n über ; . ?. n;;en i 91 0 roctDe Die Steigerung voraussichtlich noch günstiger 1 slin es werde wahrscheinlich eine M chrcinnah me von mtn- de st cns 8 8 Mill, gegenüber dem Voriahre S»t verzeichnen ............ -----.....- , W Anzeichen deuten darauf hin, datz Die wirft chaftliche mehr Der n b er w r c g e n D c n H e r r s ch a f t de- privat- , e nAlle ünz najcn HLushaltsjahre gut sein werde. Von «ig ent ums cm Ende zu bereiten. ) Hrqq Sa 1909 iinD die Einnahmen aus dem Güterverkehr von! Wcim ich auf die Ansichten vorgenannter Männer aus allen I tegu m Millionen, alio um 49 Prozent gestiegen. Jahrhunderten bis in die Neuzeit höheren Wert lege, wie auf ovv aut - " - bie Elektrisierung der Stadt- undl die Ausführungen meuter -Eerren Kritiker, |o hat dies schon » onBerlinsei man sich über das Vorgehen voll-1 fernen Grund Darin, daß ihre Stellungnahme nicht diktiert istimingv» / Finanzvcrwaltung sei eine Verständigung von Wahlrückfichten. I ÜfSfnnä noch nicht erzielt. Tie Mittel für die Elektrisicru'.ig I Ich habe nie die Vorzüge Der derzeitigen Geielllchaftsordnung allerdii^s i , m erheblich mäßigeren Grenzen, als gegenüber Den früheren Zuständen verkannt: ich weist auch, Dat> oicier »uyu« genommen worden fei. Jedenfalls werde man eine neue CrDtuntg der Tinge ,ich erst vollziehen kann, wenn fruytt in » dann Durchführen, wenn man wisse. Daß ber kapitalistische Staat seine Aufgabe erfüllt hat iich gewilier-1 pie ^lenriuti y Nutzen brächte. Gegenüber Der Frage, maßen ausgcledt hat. Weder setzr ohne daß Die Partei Des Herrn Wevner em Wort über diese „Arbeiierseindlichkeit" verloren hat . k> tzal eine oppolitionelle Partei überhaupt Die Scteilidrtun«,. einer ihr feindlich«« 5^hie cm, unD seien es die Zweites Blatt M Zahrgcmg Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhe^en Partei des xiertn Dr. Fetner einer .ytegierinig^ »ber mehrere Meyer" und „JfidorS faßen, Steuern beimlltgeii. Genaii io machen wir cs auch, und ein englischer Koniervativer würde mit faulen Aepfeln geworfen werden, wenn er einer „liberalen" Regierung Steuern bewilligen sollte . Bcbel prophezeite, wenn die Partei alle drei.-0'Are um 700000 Stimmen stiege, wie von 1887 bis ^^0, daß dann du fozialistische olesellschaft bald kommen werde Das ist die ganze ,,Prophezeiung" imb es gereicht unserem „Allen zur Ehrc daf sein Vertrauen auf unsere große gute ^ache bei ihmio äroßw.ir Solche „Prophezeiung" ist allerdings bei einer Partei nnmogl. ch Die leit 25 Zal.ren immer „liegt , allen Standenund gMes" verspricht und Doch bis heute cm Parlamentär ft ches Kaffee^ “e L, smd doch falte wib mein« sind richtig Ich habe behauptet. Daß tn Jndustoe und Gewerbe allein ein Rückgang stattgefunden hat (2.3-6H190. m 1907 gegen 2 428.473 in 18 9 5). Tie allgemeine Steigerung der selbständigen Betriebe entfällt ganz allein auf anbei imb Verkehr (1.283.951 tn 1907 gegen 955.684 in 183.) l Halten Sic Die Vermehrung der Zwergbetriebe un ^i ^eichsn von Gesundheit^ Es gibt Leute die gerade ui dieser Znnalnne ein Zeichen von Schwache uu H«ndel^gewerbe sehen, weil ia bekannt iü, daß m anderen Gewerben schiffbrüchig Gewordene im Kleinhandel Zuflucht suchen fc f„ s. Es würde zu weit führen, lper das dauernde Elend der Arbeuerllaiie, bewirkt durch ihre Abhängigkeit stpn Besitzer der Arbeitsmittel zu schildern. Ihre Anftcht .'N Ehren. Ich aber bclwiip-b, daß gerade Die Ab oan g i g l eit das größte 11 c 6 e l für alle Arbeiter ist. Tas lahmt und Druckt den Menichen nieder. Nicht nne Jugendsünde war es bei Miguel, daß ihm Berlin- Frankfurt in sieben Stunden. Wir meldeten kürzlich, daß die preußische Etsenbck^- verwaltung mit der Absicht umgehe, znn cher- den Großstädten raschere Schnettzugsvcrbindungen zu schaffen. Hierzu wird uns aus Frankfurt geschrieben: Die Preußisch-Hessische Staatseiseubahnverlvaltun^ meoer. ycicm nne ^ugenoKinuc iwt v= vvu . I nPlr,nfft{fn■ bic Versonenkilorneter inen um oiv,o ovn io uu, »plant die Schaffung einer ft^^skn Anzahl von neuen der gemeinichaftliche Besitz des Gruiiü und Boderrs das Zull^Nv-! g ^^ncn gestiegen und Die Einnahme um 61°/° von 345 zugsverbindungen, die cmebeftere ideal war. Ihm ging cs rote G la d ston e („SieL/".c?n I 7..: "553 Millionen Mark. Turans erkläre es sick) auch, daß Uen großen Städten des Reiches mit möglichst wenig Aus die große Teile deS Erdbodens bei itzen,, lind durc^vnih I aut ittgCinimhmc für eine Person von 62 auf 54 Psg. enthalten auf der Strecke schaffen sollen. Auch sollen v^- utber gleidrcn Lage, wie die Bentzer voii bloßem ’ -^ntngegangeii sei, also fast um 13»o unD für das Personeii- kÄ^ene Züge durch Aufhebung von Haltestellen m solche ich bekenne es frei, daß im Prinzip eine zwangsweise Expropna-1 9on 2,65 auf 2,32 Psg- Schr erfreulich^1^ auch 'L^eunigt^Züge verwandelt werden. Tie Erfahrungen, wekckie die Staatsbahnverwaltung mit den jetzigen L-chneU- zügen auf den größeren Strecken gemacht haft waren stet-- die daß der Verkehr sich erst dann rentabel gestaltete, wenn die' dritte Klasse den Zügen beigegeben wurde Es kommt hinzu, daß die Beschleunigung der Juge auch zu einer Verbilligung führt, da die Naterialabnutzung bet seltenerem Halten geringer ist und weniger Beamte für die Unterwegsstationen gebraucht werden. Es ist ganz unerfindlich, daß die Eisenbahnverwaltung mit dem Gedanken umgehen will, diese neuen Schnellzuge ausschlietzlich mit 1 und 2. Klasse zu sähren. Lv soll z. B. der Steven stundenzug Berlin—Frankfurt und mce versa nur 1. und •2. Klasse führen. Diese Anordnung schließt von vorrcherein die Benutzung der Schnellzugsstrccke für ben^eit der Retsmi- den aus, die das größte Interesse daran haben, möglichst schnell von einem der größeren Plätze nach dem atibern Lu gelangen: die Geschäitsreisenden. Steigerung aller Preise hat nicht zu einer Aufbesserung.^.Gesä)astsreftendeit geführt, im Gegenteil müssen die Geschaste darauf bedacht nehmen, durch eine möglichste Verringerung ihrer lonkurrenzfähig zu bleiben. Vielfach ist sogar die Spesen-- I Bewilligung von der 2. auf Die 3. ftiaife ,^utf^,9a”9eit- I Tic Eisenbabnoerwaltung scheint sich einzubilden, sie tonne die abgewanderten Reiseiiden in die höheren Klassen wieder I hincinzwingen, wenn iie in den ssb^t^" Zugen ube^aupt leine 3. Klasse laufen läßt. Sie wird sich in der Berechnung laber schnmden, und das Resultat ihrer verkehrten Verkehrs- | Politik wird nur das sein, daß die Schnellzuge mangels I ausreichender Benutzung wieder eingehen. Die 2igitation im IDabltreis Gietzen Grünberg-Nidda Das Wahlbureau der fortschrittlichen Dolkspartet bitte; I v tmä um Auf nähme folgender Feststellung: [ 3n 3kem n™trigen Saidjt „giattonailLbtüalc »-hlcrvcr Mcoen, W bie vo.i dem Parteisekretär Der forfteyrittl. Volkspar.ei, rfhttrn Kulstmamt, tu Gelnhaar ausgesprochene ^bauvtung, Herr 'Msevius habe das Programm bcs Bundes der ^nbtmrte un c- , au, nudle fest. Daß Herr Professor Gisevius Die ihm vorgel.gtcn Forderungen Des Bundes der Lmidwirte — ebenso wie auch Hei, Dv"Werner — ausdrücklich anerkannt hat Ob Die münbhd) ober schriftlich geschah, ist unseres pachtens nach b toiglos. Das Wahlbureau der fortschnttl. Dolkspartei. ülv Kuhlmann, Parteisekretär. * Ter sorialdemokratische Zukunftsstaat. Bon der Nationalliberalen Partei wird uns geschrieben: Tie Leitung des Wahlbureaus hell in diesen Tagen Herr Parteisekretär Dr. Lruß aus Dresden über- wmmen. Herr Tr. Br. ist zugleich auch als Pedncr irn Wahlkreis tätig. Bon Llbgeordneten haben seitens der 3tretet bis fetzt die Herren Reichstagsabgeordneten ir. Hintze und Dr. Osann, sowie Herr Landtagsnbgcord- teter Dr. Lohmann ihre Unterstützung für d'.e nächste leit in Aussicht gestellt. Die Antworten andrer Herren ehen noch aus. Ebenso werden die verren Parteisekretäre lnding und Ackermann die hiesige Parteileitung in ihrer ,'lrbeit unterstützen. Der Reichstagstandidat HnrProst , i s e v i u s hat den Wunsch, möglichst tn a l l c r Crten b Wahlkreises sich seinen Wählern vorzust.lleu Am Momag anben in Saasen und Bersrod sei ens der national _iberaten Partei Wählerversammlungen statt, in denen der ieichstagstandidat Herr Prof. Gisevius und dieHirren liechtsanwalt Kaufmann und Parteisekretär Dr. Srufe untei großem Beifall sprachen. Die Versammlungen waren sehr, tarn? besucht. In Saasen waren über 100, in Bersrod mgefähr Zuhörer erschienen. Der preußische Lisenbaknminister über die Sahliartenfteucr und andere verkehrssragen. Frn Budqetausschuß des preußischen AbgeorDnetenhauses hat .d, b™ Sbabi-Sto über, manch- -m- cbenb ausgelassen, worüber wir Dem schriftlichen Berichte Des lusschusscs über bic Beratung des Eisenbahn Huis Halts folgendes rvnt Bndaetaus schuß haben Die Mitglieder der f 0 r fArittIiäen $oIF5t)artei in ber Angelegenheit de» ter Felde-, tolge^e ^'c^NeSun-, bemr. tragt' Den Reichskanzler zu ersuchen 1. mit «7 “ J“ ^bfuoen^bett 2SS? L MS Gerne inDcn zu tressen. ---------- 21m$ Ktadt utiö Gießen, 22. Februar 1911. Der Militärhaushalt im vudgetausschuh. f: Berlin, 21. ivebr. Ausgabe'n Dann ziemlich eingehend verhandelt mürbe, behrofen vornehmlich Beamten - und Arb eiter fi a ”. Die Nationalliberalen haben Den Antrag gelte 11, u’unB IÄ.9'* b” zugehörigen Generalstabsoffizieren und Abiutantem Von fort chrittlicher Seite wurde beantragt, diese Liste auf den Gouverneur von G l 0 g a u auszudclmcn. Begrünbet rourdc ber Antrag der Nationalliberalcn mit Der Rücklicht auf bie notx roCn®«1??U8miniiler tuenbrt sich gegen beit antrag mit aller Entschiedenheit. Tnrch die Streichunq dm Sollen Warden vitale Interessen des Heeres geschädigt. Du^^Stcllen bei .lrm« infheftcurc rote Die der Gouverneure und KornmanDanken leieil weder im Frieden noch im Kriege entbehrlich. Der Kriegsministci geht näher auf Die Tätigkeit Der Einzelnen „E Fr'eben und Kriege ein unD zieht zum Vergleich die Verhawifti.- ' l reich heran, wo die Notwendigkeit derartiger Ltelftn »eit ubn das bei uns vorgesehene Maß hinaus anerkannt worben Jcl Wenn wir uns mit diesen wenigen Stellen be^uugtoi, so gescheh das lediglich aus Rücksicht auf Die Finanzlage. Diese 1 - aber auch im Interesse der Altersverhaltnisse nn Offi urko^ips durchaus erforderlich. Der Kriegsminister. aibt Zach<-u "ber icfit fdron zu befürchtende Ueberaltcrung im soll nicht [teigen. J» dann noch hoher- Stellen l’eftt'|nnÄ« L brfÄet den Antrag als 9Ba hl man öd er. Auch von k 0 n s c r v a tj ve r Seite wird bei crlw^n Der Anllagsteller verweist Darauf, Daß verschiedene Stellegr ä e.cher IbehrMeit der Armeeinspek^urstellen b°rand, datz s>c —vnVimph besetzt feien Der .Kriegsministci legi 1870/71. Zu einer Abstimmung kommt es iwch nicht. ~,ic «bei Handlung wird Mittwoch fortgesetzt 197 (— (+ Mai (— 0.00), Meteorologische Beobachtungen der Station Sichen. 2 3 Wetter + 5,9-0. 21. = 4- 0,9 '0. 197 198 197 192 201 197 201‘n 204 194 196 194 199 198 20. 20. Kindermehl 176 172 172 170 165 174 154 175 154 170 170 170 178 204.50 750,6 749,4 743,8 (- (+ <+ (+ {— (+ (- (+ (+ ( + (— (+ (- (- (+ Wo keine Niederlage, unmittelbarer Versand frischer Füllung. Febr. 1911 ) 1) 2) 1) 1) 1)> ) ) 2) 1) ) Krankenkost. ) ) ) 2) 1) 2) 17,) ) i) ) ) 2) ) ) 1) 1) ) 55 3 Königsberg Danzig Stettin Vosen Breslau Berlin Magdeburg Halle Leipzig Dresden Braunschweig Rostock Hamburg Düsseldori Frankfurt a.M. Mannheim Straßburg München Haier 160 (- ) 153 (- 2) 152 (+ 3) 154 (-}- 2) 154 (+ 2) Getreide-Wochenbericht der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschastsrats vom 14. bis 20. Februar *1911. Hervorragend bewährte Nahrung. Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei u. leiden nicht an Verdauungsstörung. 148'/, 147 144 146 151V, 148 153 152 ’oO 152 143 155 155 161'/, 162'4 167'/, 174 Pferde wurden später mit einem Kran au§ dem Wasser gezogen. Die Pserde hatten einen Wert von 1700 Mk. und bildeten mit dem Fuhrwerk den ganzen Besitz des MannrS, der nicht versichert war. Worms, 21. Febr. Gestern abend nach 9 Uhr rourbe jenseits des RheineS in der Nähe der Wirtschaft zum Wehrzollhaus der Elevatormeister des am rechten Rheinufer liegenden Elevators der Firma Franz Minthe von vier bis fünf Zigeunern überfallen und geschlagen, so daß er bewußtlos liegen blieb. Als er wieder zu sich kam, fehlte ihm seine Börse mit etwa 15 Mk. Inhalt rmd einigen Papieren. Von den Tätern wurden noch heute nacht durch die hiesige Schutzmannschaft drei verhaftet. Roggen 146% (- Weizen 203 (— Sandet. § Burkhards, 21. Febr. Bei der gestrigen Brennholz. Versteigerung in hiesiger Forstwartei wurden hohe Preise erzielt. Der Gesamterlös betrug 7520 Mk. Buchen-Scheitholz kostete durchschnittlich 6-6,50 Mk., Buchen-Knüppel 1. Klasse 5,50 Mk., 2. Klasse 4,50 Mk. pro Raummeter. Die Versteigerung war gut besucht. Märkte. fc. Frankfurt a.M., 21. Febr. Heu- und St roh markt. Angesahren waren 6 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Man '•otierte: Heu 3,00-3,40 Mk., Stroh (Kornlangstroh) 0,00 bis 6,0') Mk., Wrrrstroh 0,00—0,00 Mk. Alles iür 50 Kilo. Geschäft langsam. Die Zufuhren waren aus Oberhessen und den Kreisen Dieburg und Hanau. Familienabend ab, der dem deutschen Volksliede gewidmet ivar. Nach einer auf die hohe Bedeutung des deutschen Volksliedes hinweisenden und mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland schließenden Begrüßungsansprache des Vorsitzenden brachte der Verein unter der Leitung seines Dirigenten, des Lehrers Walter hier, die bekanntesten Volkslieder in Chören, Quartetten und Solos zu Gehör und in fünf lebenden Bildern zur bildlichen Darstellung. Zwischen den einzelnen Vorträgen erfreute Schulverwalter Seipp die Zuhörer mit einigen netten Hornsolos, auch wurden einigt Gedichte vorgetragen, so daß der Abend einen schönen, harmonischen Verlauf nahm und die Teilnehmer allseitig befriedigte. eh. Eberstadt, 21. Febr. Hier starb einer dec dienstältesten Kirchendiener Oberhessens, Herr Georg Buß I. Er hat 40 Jahre lang seinen Dienst versehen. — Hungen, 21. Febr. Für die am Donnerstag, 23. Februar, slattsindende Beigeordnet en wähl sind als Kandidaten vorgeschlagen Privatier Hch. Seibert VII. und Schmiedemeister Hch. Gg. Scheld. Kreis Schotten. x Schotten, 20. Febr. Die Kreis - Wa n b er - bauShaltungsschule siedelt von Ruppertsburg nach Ulrich Nein über, woselbst am 27. d. M. in der Groh'schei, Gastwirtschaft ein neuer Kursus beginnt. — Da auch in diesem Sommer ein stärkeres Umsichgreifen der Schnak.en- plage im Kreise zu erwarten steht, hat das Kreisamt zur Vertilgung der Brut dieses Insektes Maßnahmen getroffen und die OrtSoorstände entsprechend bedeutet. -r. Ulrichstein, 21. Febr. Der hiesige Zweigverein des V. H. C. veranstaltet am kommenden Sonntag eine karnevalistische Abendunterhaltung. — Der gestrige Tag hat uns wieder ziemlich viel Schnee gebracht. Die Hoffnung auf zeitiges FrühlmgLwetter ist geschwunden. Starkenburg und Rheinhessen. -o Mainz, 20. Febr. Heute nachmittag war der Fuhrwerksbesitzer 6eib aus Maiuz-Kastel unter der Straßenbrücke am Kasteler Rheinufer mit Sandaufladen beschäftigt. Seid ist infolge eines Fuhrunglücks nicht mehr recht auf den Beinen und stürzte beiin Anziehen der Pferde zu Boden. Die beiden Pferde husten zurück und der beladene Wagen fuhr die Böschung hinab in den Rhein, wobei er die Pferde und den Fuhrmann nach sich zog. Wagen und Pferde sanken in die Tiefe und verschwanden, Seid hatte sich noch rechtzeitig losgelassen und vermochte den Kopf über Wasser zu halten. Ein Mann namens Dorn stürzte sich m das Wasser und mit vieler Mühe gelang es ihm, den Fuhrniann vor dem Ertrinken zu retten. Der Wagen und die Leichen der beiden (+ 1) (- ) (+ 2) (4- 2) (- ) (+ 1) (- ) (- ) (4- 1) H- 5) (4- 3'4) ■am Sonntag abend in der Turnhalle von der hiesigen Musik- gesellschast unter Mitwirkung von Mitgliedern des Klubs »Fidelia durch eine Kappenfitzimg eingeleitet. Das Piiblikum hatte sich zahlreich eingefunden. Die Kapelle Sommer trat «m Originalkostüm 212'4 (- 207*4 (— 222 (— 1841 zu Weimar geboren, sttrdierte in Jena Geschichte, besonders unter Adolf Schmidt und Nipperdey, in Göttingen G. Waitz und H. Sauppe und in Berlin als Schüler >on Drvysen. 1863 erwarb er in Göttingen den Doktorgrad, fetzte im Ernest-Gesamt-Archiv in Weimar seine Studien Hort und habilitierte sich 1867 in Gießen. Drei Jahre später wurde er als außerordentlicher Professor nach Dorpat berufen, wurde dort 1871 zum Ordinarius befördert und kam 1874 nach Greifswald. Außer zahlreichen Aufsätzen besonders zur Geschichte der Reformationszeit und des 19. Jahrhunderts, verfaßte er u. a.: „Fünf Jahre württem- bergrscher Geschichte unter Herzog Ulrich" (1867), „Franz von Sickingen" (1872), „Kaiser Maximilian I." (1884 bis 1892), „Das Leben des deutschen Volkes bei Beginn der Neuzeit (1893)., „Russisch-Preußische Politik unter Alexander I. und Friedrich Wilhelm III. bis 1806" (1899), „Unsere Berbangenheit und das Werk von 1871" (Festrede 1896), „Kaiser Wilhelm der Alte" (Festrede 1897). Der Gelehrte »st seit 1884 korrespondierendes Mitglied der bayerischen Akademie der Wissenschaften. "Lehrerpersonalien. Uebertragen rourben den Lehrern Karl Hand schlich zu Bieber und Heinrich Karl Bechtolsheim er zu Bischofsheim, den Schulamtsaspiranten Adam Jäger aus Mörlenbach, Phil. Matthes aus Fränkisch-Crumhach, Abraham Morgenroth aus Gers- selb i. b. Rhön und Peter Schmaus aus Ober-RoSbach Lehrerstellen, sowie ben Schulamtsaspirantinnen Erna Eins- mann aus Mainz und Lucie Jaeobi aus Worms Lehrerinstellen an her Volksschule zu Offenbach. — In ben Ruhe- ft a n b wurde versetzt die Lehrerin an der Gemeinbeschule zu Biblis Anna Kühn auf ihr Nachsuchen bis zur Wiedcr- iherftellung ihrer Gesunbheit. *• Todesfall. Generalmajor z. D. Freiherr Rüdt toon Collenberg, zuletzt Kommandeur des Landwehr- Bezirks Hannover, zuvor Kommandeur des Hess. Leibgarbe- , Infanterie-Regiments Nr. 115, ist am 12. bs. Mts. nach langem, schweren Leiben auf Schloß ®berficht tn Baben verschieben. Höchste Temperatur am Riedriaste „ „ Rieberschlaa: = 0,2 mm. **DieSunitätskolonnedes Roten Kreuzes hielt gestern abend in der Restauration Sauer ihre Hauptversammlung unter zahlreicher Beteiligung ab. Rach Wegrüßungsworten des Vorsitzenden Oberlande'sgerichtsrat Wiener und einigen erläuternden Worten des Kolonnen- ^arztes Dr. S ch ä f f e r erstattete der Schriftführer G r ü n i g chen Jahresbericht. Die Kolonne wurde 1903 mit 38 aktiven Mitgliedern ins Leben gerufen, heute sind es 44. Für den Mobilmachungsfall haben sich 13 Mann für außerhalb zur Verfügung gestellt. Der Ausbildungskursus 1909 zählte 11 Teilnehmer, davon traten 5 der Kolonne bei. Es ist schwer, genügend Mitgliederzuwachs zu erhalten. Der jetzt geschlossene Kursus zeigte die ziemlich hohe Teilnehmerzahl von 25 Leuten. Zugleich wurde in Klein-Linden ein Kursus mit 14 Teilnehmern abgehalten. Nach Vollendung des Kursus wurde eine Kolonne gebildet, der sämtliche Teilnehmer bei traten. Kursusleiter waren Dr. Schäffer und techn. Revisionsbeamter Grünig. Bei fünf Festlichkeiten, Pferdemarkt usw. wurden von der Kolonne Wachen gestellt. ^Wie segensreich die Kolonne wirkt, geht daraus hervor, Laß ijm verflossenen Jahre 310 Hilfeleistungen stattfanden, . gegen 293 rm Vorjahr. Die Mitglieder sind gegen Unfall versichert, die Prämie zahlt die Stadt. Leider fehlen Mittel zu notwendigen Neuanschaffungen. Für dieses Jahr sind eine Hebung im Bergwerk, eine Hebung im Gelände .mit Abkochen und eine Hauptübung beabsichtigt Am I18- Mürz findet im Felsenkeller ein 'Familienabend statt. .-Der Kolonnen- und Verbandstag der Zweigvereine vom Roten Kreuz in Hessen wird am 28. Mai in Friedberg abgehalten. Die Rechnungsablage erstattete Heilgehilfe Kraushaar; die Einnahmen betrugen 2032 Mk., die Ausgaben 1754 Mk., der Ueberschuß 278 Mk. Der Voranschlag wurde tote folgt genehmigt: Gefamteinnahme 2030 Mk., 1000 Mark Einnahme von Mitgliedern, 300 Mk. vom Landes- Verein, 180 Mk. von öffentlichen Anstalten, voraussichtlich eine beträchtliche Summe von der Stadt, 300 Mk. aus Wachen, Hilfeleistungen und Transporten. Von den Ausgabeposten seien erwähnt: Unterhaltung und Anschaffung von Ansrüstungsgegenständen für die Mannschaften 500 Mk. für Geräte und Mobiliarbeschaffung 100 Mk., für Verbandsmaterial 200 Mk., Vergütung an Mannschaften bei ^Hilfeleistungen, Transporten, Wachen usw. 500 Mk für Drucksachen, Jahresberichtsdruck usw. 300 Mk., Ausbil- dungStosten und Hebungen 200 Mk. Für die Abteilung Klein-Ltnden soll eine Sammlung veranstaltet tverden, auch chofft man auf Unterstützung der Gemeinde und Bürger. Als Zug- bezw. Gruppenführer wurden Kraushaar, .Hartmann und Hcißler gewählt. Landkreis Gietzen. = Lang-Göns, 21. Febr. S^ine Jahresver-i sammlung hielt heute abend der Gesangverein . V- h".dicht besetzten Saale zum „Gambrrnus" lab. Nach Eröffnung durch den Vorsitzenden, folgte der sehr ' ^ausführliche Rechenschaftsbericht. Aus ihm war zu ersehen .daß das gesamte Vereinsvermögen, einschließlich der dem !Verein gemachten Stiftung, über 2500 Mark beträgt Bei tder Vorstandswahl wurde zunächst der seitherige 1. Vor- ■ Wende Konrad Wilhelm einstimmig wieöergewählt. iEbenso etnsttmmrg erfolgte auch die Wahl des seitherigen erweiterten Vorstandes; er setzt sich zusammen aus den Herren: Karl Faber, Paul Spies, Karl Weil, Wilh. Heinrich . Schrnidt Wich Brückel, Wich. Wenzel, Karl Rudolph Hrch i «Leicht, Karl Schmidt und Hch. Schmidt. Der Verein der Mter der Lettung des Lehrers Schwinn steht und'eine Mitglied erzähl von 215 besitzt, kamt wie in gesanglicher 1 auch tn finanzieller Hinsicht auf das versessene Jahr 1 brat Befriedigung zurückblicken. Nach Erledigung des ge- ' 'schäftlichen Teiles kam nun bei einem Glase Bier und ! dem Vorträge einiger Lieder auch der Humor noch zu seinem j Rechte. . — Li ch, 21. Febr. Das Karnevalstreiben rourbe > bis 21. Februar — Wälder Schivereinigungen beschlossen, der seinen Sitz in Marienberg haben ilnd ktnter dem Namen „Westcnvälber Schiklub" dem Mitteleuropäischen Schiverband angefchloffen werden soll. Gras von Hachenburg wurde zum Ehrenvorsitzenden des neuen Klubverbandes gewählt, während bler aktive Vorstand sich zusammensetzt aus den Herren: Apotheker Schimmelpsennig-Marienberg, 1. Vorsitzender: Lehrer Hoffmann-Emm er tshausen, 2. Vorsitzender: Apo- theker Thon-Hachenburg, Kassemvart; Gerichtsaktuar Daniel- Marienberg, 1. Schriftwart; Lehrer Siebel-Hardt, 2. Schristwatt; ftud. Walther-Gießen, 1. Lauswart; Lehrer Braun-Derscl>en' 2. Lauswart; Kaufmann Felix Siebert-Hadamar und ferner den Herren Landräten der Kreist Oberwesterwald, Altenkirchen, Westerburg und Limburg, sowie den vom Westerwald-Klub in den Wintersportausschuß besttmmten Herren. Durch die Gründung des Klubverbandes, der seine Tätigkeit in enger Fühlung mit dem Wintersport-Ausschuß des Westerwald-Klubs aufnehmen wird, ist eine neue Kraft zur Erschließung unseres Westerwaldes in lüinter- sportlicher Beziehung geschaffen und sicherlich werden die Verbandsveranstaltungen (Abhaltung bezw. Unterstützung von Schnee- schuh-Wettläusen und Schikursen) dem gesunden Wintersport neue Anhänger gewinnen. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 21. Febr. Wegen Betrugs im Rückfall hat sich der aus achtbarer Bürgerfamilie zu Schotten stammende Handelsmann H. Sch. von da zu verantworten. Er erschien bei einem hiesigen Metzgermeister, einem Landsmanne von ihm, und gab an, er habe sein künstliches Glasauge zerbrochen, er müsse zum Professor und sich ein neues Glasauge einsetzen lassen. Er benötige für diesen unvorhergesehenen Fall vierzig Mark, um die er bitte und die er am nächsten Tage zurüch'endeu werde. Diese Angaben des Sch. waren unwahr und der Metzgcrmeister ist um die überlassenen vierzig Mark geschädigt. Sch., der wegen ähnlicher Betrügereien zurzeit eine neunmonatliche Gefängnisstrafe zu Preungeshain verbüßt, erhält eine Zusatzstrafe von weiteren zwei Monaten Gefängnis. Schwerer Diebstahl. Am 18. Dez. v. I. spielten der 13 jährige K. G. von Lollar und die 12 rührigen W. St. und H. L. von da in der Nähe des dortigen Basaltwerkes. Nachdem sie die Fensterscheibe eines dazu gehörigen Magazins eingeworfen hatten, bemerkten sie, daß im Innern alte Messingrohre und Blei lagerten. Sie öffneten das Fenster, zwei von ihnen stiegen ein und holten die Gegenstände heraus, während der dritte Wache stand. Die gestohlenen Sachen verkauften sie als Altmetall zum Einschmelzen an den Ziseleur H. E von Lollar. Da die Angeklagten die erforderliche Einsicht oer Strafbarkeit ihrer Handlungen besaßen, mußten sic wegen schweren Diebstahls bestraft werden. Jeder erhielt drei Tage Gefängnis, doch dürste bedingte Begnadigung zu erwarten stehen. p.er wegen Hehlerei angenagte Ziseleur H. E. wurde srei- geiprochen, da seine Behauptung, er habe nicht annehmen können, daß die Sachen gestohlen seien, durch die Beweisaufnahme bestätigt wurde. Fahrraddiebstahl im Rückfall. Bei einem Tanzvergnügen, das am 14. August v. I. in Okarben itattfanb, nahm der Gärtner Ehr. B. aus Petterweil dem Wirt ein Fahrrad mit. Der Verdacht lenkte sich alsbald auf ihn, und auf telephonische Aufforderung brachte er am andern bnS Fahrrad dem Wirte zurück. Er gibt an, er habe das Rad nur zur Heimfahrt benutzen wollen, da seine Begleiter alle zu Rad gewesen seren. Da er diese Ausrede bei einem früheren Fahrraddiebstahl ebenfalls gebrauchte und überdies fest- gestellt wurde, daß er seinen Begleitern über die Herkunft des Rades unwahre Angaben machte, so konnte es keinem Zweifel unterliegen, daß er bei der heimlichen Wegnahme des Fahrrades die Ablicht hatte, es für sich zu behalten. Da er rückfällig ist, wurden vier Monate Gefängnis als angemessene Sühne erachtet' <0crid?tsiaaL Kiel, 20. Febr. Auf Berufung des Kriegsherrn tourde gestern ein Leutnant zur See vom Oberrriegsgericht der Hochseeflotte wegen Beleidigung und vor- schriststoidriger Behandlung Untergebener zur Entlassung und vier Monaten Gefängnis verurteilt. In der ersten Instanz war auf 45 Tage und Entlastung erkannt worden. Weltmarktpreise: Weizen: Berlin__________ Budapest April 200.55 (-j- 4.30); Paris Febr. 219.10 (— 0.55)" Lwerpol März 168.25 (— 00.45), Chicago Mai 140.90 (— 2.60)’. Roggen: Berlin Mai 159.00 (— 0.75). Hafer: Berlin Mai 157.00 (+ 0.25) Alk. Während in Amerika die Aussicht auf zollfreie Einfuhr kana- dllchen Weizens eine weitere Verstauung bewirkte, blieb für die Geitaltung der Marktlage in Europa die Zurückhaltung der russischen und argentinischen Ablader ausschlaggebend, so daß die Wertlage im allgemeinen keine wesentliche Veränderung erfahren hat Mehr als für Weizen und Roggen fiel für Futtergetreide der Umstand ins Gewicht, daß infolge starken Frostes in Rußland die Zufuhr aus dem Innern behindert wurde und aus dem glctcbcm Grunde auch der Schiffsverkehr in den russischen Häfen mit ernlten Schwierigkeiten zu kämpfen hatte; da außerdem die Vorräte von Gerste in den russischen Häsen stark zusammen-, gelchrumpst sind, andererseits aber große Lieferungsverpflichtungen bestehen, so gingen die Preise für diesen Artikel während der letzten Woche sprungweise in die Höhe. Namentlich an der Weser wurden für schwimmende Russengerste sehr hohe Preise bezahlt. Mit dem Eintritt milderer Witterung ist indes zum Schluß eine Wcfnuäcbimg erfolgt, so daß Februar-Abladung, die noch Freitag bis 118 Mark cif Hamburg erzielte, heute mit 113,50 Mark angeboten wurde. Immerhin wurde für Ifchwimmende Gerste gegenüber Februar-Abladung noch ein Aufgeld von 21/2 Mark geordert. Im Zttrschluß an die Festigkeit des Gerstenmarktes machte sich auch im Maishandel etwas mehr Lebhaftigkeit bemerkbar, doch wurden die Preise dadurch kaum sonderlich beeinflußt. Da- gegen erfuhr Hafer allgemein eine höhere Bewertung, namentlich Schlesien steigerte infolge lebhaften Abzuges beinahe täglich seine Forderungen und auch an der Ostseeküste zeigte sich zu Export- zwecken bessere Verwendung. Hier trat infolge Einfrierens schle- hltoer Kahnladungen mehr Kauflust für Bahnware hervor, während sur Lieserung erhöhte russische Forderungen Nachstage veranlaßten Von Brotgetreide hatte nur Roggen bei knappem Jnlaudsangebot und gesteigerten Preisen Rußlands feste Tendenz, zumal der Export andauernd Ware ablentt. Trotzdem war der Schluß abgeschwächt und heute stellten sich die Preise im Lieferungsgeschäft i/4—1 Mk niedriger als vor 8 Tagen. Für Weizen regte Froftwetter xeit> weise die Kauflust an, doch hielt sich das Geschäft allgemein in engen Grenzen, zumal die vom Export gebotenen Preise keine Rechnung gaben. Im Lieserungsgeschäst ist gegenüber der Vorwoche keine nennenswerte Wertveränderung zu verzeichnen. Es stellten sich die Preise <ür inländisches Getreide am lebten iDlarfttage in Mark pro 1000 kg je nach Qualität, wobei das Mehr (+) bezw. Weniger (-) gegenüber bei- Vorwoche in Klammern () beigefügt ift, wie folgt: auf, was dem Ganzen einen recht geklungenen Eindruck verlieh. Das Programm bestand aus best ausgewahlten hmnoristischen Nummern, die lebhafte Heiterkeit erregten. Besonders hervorzuheben ist bas musika- klische Theaterstück „Eine Solistenprobe in Quietschhausen". Tänzchen hielt die Teilnehmer bis zum Morgen in ge- ftobener Stimmung beisammen. Der am Fastnachtsdienstag Sorgende Maskenball, ber ebenfalls in ber Turnhalle statt- fljnbet, soll mancherlei Ueberraschimgen bieten. X ~reiS a. d. Lba., 20. Febr. Der evang. Kirchen- ^LjLAgstZerL'tn hr.ett gestern abend in Benners Saal seinen Sport. Zim^Wohn. i. bcfi. Hause m Badezim., Gas u. elektr. Ltcht ver 1. Avril z. v. Zu des. d.9— 12 u. 2—3 Uhr werkt. Nah. Goethestr. 64 v. 01379] Sch. 4-Znn.-Wohn, 1. Stock, Balk., gr Trockenb., Bleichvl., M- Zim v. 1. April zu verm Ebel- itraße 9. Näd. im Hinterhaus 3 Zimmer 937] Schölte 3-Zim.-Wohnung mit Zubehör per 1. Avril zu vermieten._______Dammstraße 46. 946]Wilsonstraße3 Zim.-Wohnung zu vermieten Näheres Liebigstraße 61. 'Zlockitrane 7 Mansarde, 3 Zimmer tt. 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