Wieblet Mein. ,,e Pan« a"b, Der: ■ ! 3. Ans Berlin wird amtlich gemeldet: Dic in einer hiesigen parlamentarischen Korrespondenz zum Ausdruck kommende und von verschiedenen Zeitungen wicdergegebene Auffassung, dic verbündeten Regierungen legten aut die Verabschiedung des Schiffahrtsabgabengesetzes, der Novellen zur Gewerbeordnung, des tzausarb e 11 c t -Qj c -- Goldschmiedes. Als solcher ist der Mann durch das Figürchen eines Ritters bezeichnet, das er in Landen hält. Während Direktor Tr. Max I. Friedländer vor Iabren die Zeickpinng für eine Studie des jungen Dürer nach seinem Vater erklärt hatte, eine Ansicht, die fast allgemeinen^Widerspruch fand, erkennt jetzt Tr. H. Ochrukowski in ihr ein Selbstbildnis eben dieses Vaters, des Goldschmiedes Albrecht Dürer des älteren. ■ An der Hand der Bildnisse, die der junge Dürer 1490 und 1497 von seinem Vater gemalt Hai, weist Ocheutowski im Repertorium für Kunftwiücn- i'chast nach, daß besonders zwei Züge Die Identität des Dargestellten fordern: die kleine Sehnenfläche zwischen den Auge,chrauen und das gutmütige Lächeln im Zucken der Oberlippe und des Mundwinkels. Ter junge Dürer selbst als Autor der Zeichnung ist abzuweisen. Aber sein Selbstbildnis in der Albertina, das er als 13jährigcr Knabe zeichnete, zeigt merkwürdige Berührungspunkte Beide Male ist der linke Unteramt mit der Hand verborgen. Das erklärt Ochenkowski so, daß hier Die rechte Hand des Zeichners, die bei dem vor dem Spiegel angei ertigten Selbstbildnis als linke erscheint, wegen ihrer sortführenden Bewegung nicht getreu nach Der Natur gezeichnet werden konnte. Auch aus Der starren Haltung Der Irissterne der Augen, die sich nach der Seite wenden, schließt Ochenkowski auf ein Sclb-r- bildnis, da Der Künstler bei seiner Stellung vor dem Spiegel iic in dieser Wendung nur nach dem Gedächtnis hineinzeichnen konnte. Dieies Selbstbildnis mußte nun, wenn dic Ähnlichkeit mit seinen anderen Porträts wirklich zwingend ist, dasjenige von Dürers Vater sein. Tieser würde sich hier als eine ganz tüchtige zeichnerische Kraft darstcllen — hat er doch nach Der Aussage seines Sohnes tu den Niederlanden bei den großen Meistern studiert —, und manches konnte der junjje Künstler bei ihnen lernen. — Starrkramvfinfektion durch hohle Zähne. Die Blätter melden aus Wien: Eine bis jetzt noch nicht Bo* [tätigte Meldung der „Neuen Freien Presse" aus Petersburg besagt, daß der russische Gesandte in Peking ermordet worden sei. Der „Figaro" will wissen, das; zwischen dem Minister- p r ä s i d c n t e n Ni o n i c s und bent F i n a n z m i n i st e r C a i 1 - laux aus Anlaß der Besetzung des Gcneralgouverneurpostens von Algerien ein c mit er Z w i ft ausgcbrochen sei. Monis Ijabe für diesen Posten den Präickten Lutaud in Aussicht genommen, während Caillaux mit großer Entschiedenheit dic Kandidatur des Generaldirektors des Zollwesens, Delamuey, befürwortet und für diesen auch mehrere andere Minister gewonnen, habe. Tcr Ministerrat habe infolgedessen bisher zu feinem Entschluß kommen können. Nunmehr wolle der Präsidein Dem Zwist durch Ernennung einer parlamentarischen Persönlichkeit ein Ende machen. Aus Petersburg wird gemeldet: Der Chef de4 Haupt st abcs der Armee, Generalleutnant Kondratjew erhielt krankheitshalber den Abschied. An seine Stelle tritt der Kommandeur des 5. Armeekorps, General der Jmantcrte Michncwitsch. In Bukarest ist am Montag das neu gewählte Parlak ment durch König Karl in feierlicher Weise e r ö f'f n c t toorDcn. Die Thronrede, die Der König selbst verlas, Itcllt zunächlt ie)t, daß Dic Mehrheit Der Regierung beweise, wie diese sich, des Vertrauens des Landes erfreue und fährt dann fort: Die itanDhaitcy bedächtige Politik, Die Rumänien ohne Zaudern über ein Vicitel- jahrhunDert verfolgt, »sichert uns Die besten Beziehungen zu allen Staaten. Der Ausstand in IHarotto. Dic „Agenec Havas" meldet aus Fez vom 14. März: Tie Bcraber sind in großer Zahl zurückgekehrt und 1-aben einen Teil d c s So mm er palastes des Sultans ‘ u Brand gesteckt. Es sind Truppen abgegangen, um sie zu vertreiben. Tanger, 20. März. Der hiesige Vertreter des Sultans für auswärtige Angelegenheiten El Geb bas veröffentlicht folgenden vom 16. März datierten Brief über die Lage in Fez: „Am Tage narb dem Kampf bei Feradji schickten die B e r a b c r einen Abgesandten zum Kaid .M t u g i und baten, in Verhandlungen über ihre Unterwerfung cinjutreten. Mit der Genehmigung Muley Hafids verhandelte Mtugi außerhalb den Mauern mit den Abgesandten der Beraber, die sich wieder über die Bedrückung der Kaids beschwerten und um eine Zusammenkunft mit Dem Sultan ersuchten. Muley Hafid willigte ein; dic Zusammenkunft findet am 18. März statt. In einem Ncuvorkcr Hospital wurde ein zehnjähriges Mädchen bebanDclt, das sich mir einer seit vier Tagen bestehenden Schwellung im Halse horitelltc. Am folgenden Morgen könnte es Den Mund nur wenig öfmen und am Abend war der Starrkrampf eingetreten. Das Kind klagte über Kopfschmerzen und Schmerzhaftigkeit der Zähne und ivar außerstande, icste Nahrung ;u sich zu nehmen. Nach acht Tagen wurden der Patientin du Eckzahn und zwei Backenzähne gezogen. Da das Befinden sich immer mehr verschlechterte, wurde Tetanusserum eingespritzt. Am sol- gencen Tage hatte die Patientin heftige Zuckungen und starb an einem Krampfanfall an demselben Abend. Am Körper waren keine sichtbaren SEunben, außer einigen hohlen Zähnen im Munde. Ministerwechsel in Rußland- Die »Kölnische Zeitung" meldet aus Petersburg: Der Ukas über StotypinS Abschied ist unterzeichnet worden. Der bisherige Finanz Minister Kokow tzow wird Ministerpräsident, das Innere übernimmt ent- weder Stürmer oder der frühere UnterslaatSsekretär des 'Ministeriums des .Innern Makarow; mit der Verwaltung des Ministeriums des 9kußcrcn wird Neratow beauftragt. Tas neue Kabinett bedeutet eine scharfe Schwenkung nach rechts. heft, in den Zähnen zu stochern mit jedem Ding, das ihr in di« Hände kam, Stroh, Nadeln, Holzsplittem usw. Man weiß, daß Der Tctamispil; sick in der Garten rdc findet und daß Radieschen^ Dic nicht sauber gereinigt sind, eine Insekt,on des Organismus durch hohle Zähne Hervorrufen lönnen. - Tie Maifestspic 1 c in Wiesbaden sind nunmehr festgesetzt, nachdem die Anoronungen der Kaiserreise getroffen wurden. Darnach soll der Wiesbadener Aufenthatt des Kaiserpaares und Der Prinzessin Viktoria verkürzt werden und nur I Tage bauern. Wie die Intendantur der Köitiglichcn Schauspiele mitteil i, unDen vom 10. bis eiuschl 13. Mai Feftvorstellnngettz statt, für Dic solgcnde Werke in Aussicht genommen siitd: „Tie weiße Dame", lomische Over von A. ^oielbicu. „Ter Eisenzahn", l-istorisches Schainr .! von Joseph Laufs. „Oberon", romantisch« Fecnoper mit Ballett Musik von C. M. von Weber. >Wiesbadener Bearbeitung und in vollständiger dceueinrichtung.. „Die Stumme von Vortiei", große heroische Oper mit Ballett nach dem Französischen. Tie S c n k e u b e r g i s ch e NalurforschendeGe- s e 11 s ch a f t zu F r a n t s u r l a. M. bat dem Professor der Chemie am eibgen. Polytechnikum in Züri ch Tr. Richard W i 11 ft ä 11 e r für seine ausgezeichneten Arbeiten über dst Konstitution des Eylorovhylts, Die auf das Wesen des pflauüichen Lebens und sein Verhältnis zum tierischen neues Licht geworfen haben. Den Tiedemann-Preis zuerkanut. Tie früheren Träger Dieses Preises, Der alle vier Jahre für eine bcsonDers hervorragenD« Arbeit ans Dem Gebiet der vergleichenden Anatomie und Jßbß- iiologic vergeben wird, sind: Hermann v. Meyer, Otto Butschti, Robert Hod), Paul Ehrlich, Emil Fischer, Emil von Behring, Albrecht Kosscl, Fritz SchauDinn und Eduard Buchner. — Eine neue T c 1 e f u n k cn sta t i o u ist in Danzig eröffnet worden. Tie Station hat ihr Heim im Hauptpostamt auf» geschlagen und funktioniert ausgezeichnet Gleich nach Erö'mung erfolgte eine Meldung ar. den Kaiser und an Di". Staats«', tretär Des Reichs Postamtes, woran sich ein längerer Austausch von Mitteilungen aller Atu mit der Österreich ischen^RaDiostation Pola schloß. Tie Verständigung zwischen beiden Stationen war trotz des Weges über Die Alpen vorzüglich Auch Die im Mittelländischen! Meere zwischen den Schiffen unD Dem Festlande ausgetauschten Radio-Telegramme konnten von der Danziger Station gut mit» gelesen werden. — Kur z c Nachrichten aus Kunst u. W i s se n sch a ft. Zn Steglitz ist Professor Tr. Max Gürte, Kustos am Kgl,. Museum zu Dahlem, im 57, Szbaütyüjct gestorben. Heer und Flotte. __ Wiesbaden, 20. März. Generalmajor z. T. Ottv von Sperling, der schon 1849 an dem Feldzug in Baden teilgenommen hatte und zuletzt die 27. Brigade führte, feiert heute seinen 90. Geburtstag. Aus diesem Anlaß ging dem Offizier, der Ritter des Eisernen Kreuzes Erster Klasse ist, folgendes Telegramm des Kaisers Zu Dem heutigen Tag, an dem Sic durch Gottes Gnade! Ihr 90. Lebensjahr vollenden, spreche ich meinen herzlichste» Glückwunsch aus. In Den langen Jahren Ihrer Zugehörigkeit! zu Der Armee haben Sie Ihren Königen und dem Vaterlandes insonderheit in vier Feldzügen, Die besten Dienste geleistet, und Sie tonnen heute mit Stolz und Befriedigung auf diese Zett zurückblicken, ausgezeichnet mit so schönen Kricgsdckorationen. Um Ihnen aber an diesem seltenen Tag noch ein erneutes Zeichen: tanlenDcr Erinnerung Ihrer Verdienste zu geben, verlethe ich Ihnen hiermit den Charakter als Generalleutnant. Kunft, wiffemchaft nnö Leben. — Leoncavallos „M a I a". Man schreibt uns aus Berlin: Im könig^.ckwn Opernhaus wurde am Sonnabend zum elften Male dic Oper „M a T a" von Ru.ggier o L c o n c ao al 1 o mifgefübrt. Diese „Maia" ist ein mißlungenes Werk, -schlecht ist das Buck) von Paul de C h o u d e n s, das Georg D r o e - scher in ein grausames Deutsch übertragen bat, und unerhebtich die Musik des Komponisten. Die Handlung bangt jiroti Bauern- burscheu auf Die Szene, Die sich um Dic Liebe Maias bewerben. Im Dritten Akt treffen fick die Rivalen und stürzen sich tn Gegenwart Maias aufeinander. Maia jedoch wirft sich zwichen Die Kämpfenden und der Dolckrstoß Des Originallicbhabcrs, Der Dem Gegner zugedackst gewesen ist, trifft sic in Die Beult — und sie muß nun sterben. Tas tut sie sehr bedächtig und munkalnch tinrfiant, Demi sie l)at noch Zeit, lange, sehr lange Monologe zu singen und findet auch nod\ Dic Kraft, 'ich zu einem -luctt aufzuraffen. Nachher aber ist die Geschichte wirklich aus unD zu Ende. Ter Zuschauer kann sich befriedigt sagen, daß Die Oual nicht allzu groß war. Denn Die ganze Oper Dauert nur zwei luavpe StunDen. Das ist angesichts der Sachlage ein großer Vorzug, und Leoneavallo gebührt Dank für seine weise Zurückhaltung. So wie Leoneavallo vor zwanzig Jahren in Den ,.Ba- iazzi" gesprochen hat, so redet er auch heute noch. Inzwischen hat das musiialische Drama einen ganz anderen Entwicklungsweg genommen - er bleibt bei Dem abgebrauchten Rezept. Seither haben wir Den Glaitben an musikalisch)« Sentimalitätcn gründlich verloren — Leoneavallo schwört immer noch auf sie. Wir erwarten heute int Musitdrama Leben und Handlung, Gleichwertigkeit des Dramatischen Elementes mit Den rein musikalischen Wirkungsmitteln — Leoneavallo ficht das nicht weiter an, und er breiter Den unleidlichen Lyrismus einer unwahren Tonsprache über seine Zuhörer UnD Dazu kommt noch', daß er immer wieder tn Das ToniDiom Der „Bajazzi" zurückfällt und daß man so aus dieser wirklich zur Genüge sckon bekannten Atmosphära nid i mehr herauskotwut. Das geht heute nicht mehr an, unD wer in unfern Tagen wlckv Musik hervorbringt, wie Die zu „Maia", Der versteht seine Zeit nickt mehr. Jede Gegenwart aber ist grausam und verlangt ihr Recht. Daß die Aufnahme Der Novität nur eine rein äußerlich freundliche war, ist sonach verständlich, zumal auck' Die Tarstellnng alle Wünsche unbefriedigt ließ. I. E. L. Kaifer Wilhelms Korfufafjrt Kaiser Wilhelm rüstet sich, m Begleitung der Kaiserin, des Prinzen Joachim und der Prinzessin Viktoria Luise Die Reise nach Korfu, anzutreten, wo er und besonders die Aaiserin von Den Strapazen des Winters Erholung zu smden hoffen. Tie Reise geht über Wien, wo die kaiserlich^ Familie am Freitag vormittag eintrifft, um den Tag in Gesellschaft Kaiser Franz Josephs, des Th r o n- folgere- Franz Ferdinand, sowie der übrig.n Erzherzöge und Erzherzoginnen in Schönbrunn z,u verleben und am Abend nach Venedig weiterzureisen. Tort liegt die „Hohenzollern" bereit zur Fahrt durch das Mriatische und Mittelländische Meer nach Korfn. Irgendwelche politische Kombinationen werden sich an die diesjährige Korfufahrt des Kaisers kaum knüpfen lassen. Mait überschätzt die Bedeutung dieser Reise und legt ihr einen falschen Charakter bei, wenn man in der Begrüßung Kaiser Franz Josephs in Wien etwas anderes erblickt, als einen neuen Beweis der besonderen Verehrung und Freundschaft, dic der deutsche Kaiser für den greifen Herrscher Der uns aufs engste verbündeten Donaumonarchie empfindet, und eine neue Erhärtung der Tatsack)«, daß Deutschland und Oesterreich-Ungarn treu zusammenstehen. Etwas anderes ist es allerdings um den Aufenthalt des Kaisers in Venedig, wenn es sich bestätigt, daß König Viktor Em an ne l es doch miglich machet wird, Kaiser Wilhelm dort bei seiner Einschilsung auf die „Hohenzollern" am 25. März zu vechmßen — trotz aller chm durch die italienischen Nationaliestlichteiten auferlegten Verpflichtungen. Wenn der König von Italien sich trotz seiner Vornahme, im italienischen Iubiläumsjahr Monarchen nur in Rom zu empfangen, dazu bercitiinoet, mit dem deutschen Kaiser ui Venedig zusammenzutreffen, so wäre das ein so deutlick)es Zeichen für Dic deutsch-italienische Freundschaft, daß dem gegenüber alle von den Feinden Deutschlands an das Unterbleiben des römischen Besuck)es Kaiser Wilhelms geknüpften Hoffnungen in nichts zerfielen. Wie eng augenblicklich die Beziehungen zwischen Hohen- zollern und Habsburgern lind, geht nicht nur daraus hervor, daß die Demsche Kaiserin trotz einiger Kränklichkeit ebenfalls in Wien Station macht, daß der Kaiser den Wunsch hat, seinen Sohn, den Prinzen Joachim seinem Paten, dem Kaiser von Oesterreich, vorzustellen, und daß auüi Die Prinzessin Viktoria Luise in Schönbrunn weilen wird, sondern and) daraus, daß der Erzherzog-Thronfolger Franz Ferdinand und seine Gemahlin, die Herzogin von Hohenberg, ihren Aufenthalt in Brioni unterbrechen, um mit der deutschen Kaiserfamilie zusammen zu sein. Nimmt man noch hinzu, daß auch das deutsche Kronprtnzenpaar, wenn es in Rom gewesen ist, am 9. April zum Besuche in Wien eintreffen wird, so zeigen diese Momente einen familiären Zusammenhang zwischen Hohenzor.ern und Habs- burgern, wie er herzlicher nicht gedacht werden kann. Auf diese Seite der Korfufahrt unseres Kaisers sind denn auch wohl die Gerüchte zurückzuführen, die jetzt in der Presse wieder auftauchen und von einer.in Aussicht stehenden verwandtschaftlichen Verbindung zwischen Hohenzollern und Habsburgern wissen wollen. Heißt es doch, daß man eine Heirat des Erzherzogs Karl Franz Joseph, des ältesten Sohnes des Erzherzogs Otto (gest. 1906), der aller Voraussicht nach dereinst die österreichische Kaiserkrone tragen wird,, mit der Prinzessin Viktoria Luise in Nr. 68 Erstes Blatt M Jahrgang Dienstag, Mär; M Der «tetzener Anzeiger d nwnatlichviertel- erkchem, täglich, außer «■■■ ▼ "Z ▲ A. A ehrlich Alk. 2.20: durch KB i ilr Bilr II II I xll llwSClwI^Li. (T.e.lsmgund^renag): H A. Bf gfl ■ B ÄL S HL ■ W XV V' «.Swart-- 20 V'enmq. OÄÄ V WV | v KS Feruiiuech. Anschlüsse politischen Teil: August £5'5852 General-Anzeiger für Oberyefsen Anzeiger Gieße». V » • ' ' . Iu . _ rQl[) für Stadl und »nnüijme von Anje.gen ROtation$öru(f «nd vrrlag der Vrühl'fchen Univ.-Vuch- und Steinöruderei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druderet: Zchulstratze ** Land': E.peß; für den m oö'rm1i"aflT9nunf)r* Bübingen: 8ernfpred)tr Nr. 50 ftef. A-ck. — «Ein Selbstbildnis von Albrecht Dürers Diese wurden ausgezogen und einer Untersuchung unterzogen. Vater. In Der berühmten Handzeichnungssammlung 'der Alber- Durch dic Kulturen der in Den Zähnen genmdeuen Batterien wurde tioo zu Wieir bejinde: sich-das inttreijante MelaUsvstporträt eines Der Starr kramp Mlz geyWct Die Patientin hatte die Gewohn- Aussicht genommen habe. Diese Kombination ist zwar schon öfter aufgetaucht und jedesmal mit größtem Nachdruck Dementiert worden. Erzherzog Karl Franz Joseph ist 1887, und Prinzessin Viktoria Luise 1892 geboren. Dte Nachricht von einer bevorstehenden Verlobuna wird von der Nordd. Allg. Ztg. auch diesmal wieder als falsch bezeichnet. ___________ Die neueste chinesische Antwort an Rußland. London, 20. März. Die .Times" melden aus Peking: China überreichte die Antwort auf die russische Note vom 14. Marz. Sie i't in den freundschaftlichsten und versöhnlichsten AliSdrückcn gehalten und gewährt Rußland das Recht, einen Konsul in Kobdo zu ernennen. Dlc Note räumt den russischen Untertanen daS Recht auf den Frei- bandel in der Mongolei und anderen Gegenden außerhalb der großen Mauer im Norden und Süden des Tianschau- gebirges für Erzeugnisse jeder Art und jedes Ursprungs ein. Was die Wiedereinfuhr chinesischen Tees aus Rußland betrifft, erklären die Chinesen, daß dieser Handel nach wie vor dem 1907 in Tschugutschak von dem russilchen Konsul und dem chinestschen Toatai unterzeichneten Abloimnen unterliegt, Denen Artikel 3 die Bestimmung trifft, daß der Tee ein ureigenes Erzeugnis Chinas sei und zwecks Verkaufs nicht nach China wieder eingefühct werden dürfe. Bestbewährte Glühlampe 70% Stromersparnis Grand Prix Brüssel 1910 Dnreb die Elektrizitätswerke nnd Initallattoiw- geschatte zu beziehen. Aaeriesellschaft, Berlin 0.17 Der Großherzo g hat den Techn. Hochschule. ” Tageskalender für DienStag, 21. März. Stadttheater: „Faust", 1. Teil, erster Abend. Anfang 7 Uhr. **Ehe,GeburtundTod. Im Jahre 1910 betrug in Hessen die Zahl der Eheschließungen 9531 (gegen 9633 im Jahr 1909), die Zahl der Leb end geborenen 34 670 (36 299) nnd die Zahl der Todesfälle 17 930 (19168). Die Zahl der Eheschließungen hat gegen das Vorfahr nur wenig abgenommen, dagegen ist der starke Rückgang der Sterblichkeit bemerkenswert. Weniger erfreulich ist die sort- gesetzte Minderung der Geburtenzahl. * * Aus dem Militär Wochen blatt. Horning, Militär-Hilfsgeistlicher der 22. Div. in Kassel, in gleicher Eigenschaft zur Hess. Division nach Darmstadt versetzt. * * Vom Staatsschuldbuch. Die nm 1. April fälligen Zinsen der in das Hessische Staatsschuldbuch eingetragenen Forderungen werden bei allen in Betracht kommenden hessischen Kassen und bei den Reichsbankanstalten vom 18. März 1911 ab gezahlt. Vom gleichen Tage ab wird die Staatsschuldenkasse die durch die Post oder durch Gutschrift aus Reichsbank-Girokonto zu berichtigenden Schuldbuchzinsen überweisen. Luftschiffcihrt. Magdeburg, 21. März. Der Flug Grade's um das Kysihmser-Denkmal hatte gestern nachmittag eine nach Tausenden zählende Menge nach F r a n k e n h a u s e n gelockt. Grade blieb eine Almute in der Luft, bann überschlug sich der Apparat. Der Flieger ist unverletzt, seine Maschine ist beschädigt. außerordentlichen Professor an der Technischen Hochschule in Karlsruhe i. B. Dr. Ludw. Wöhler zum ordentlichen Professor der Chemie an der Technischen Hochschule ernannt. * * Prüfungs-Statistik. Forstliche Prüfungs- kommission zu Gießen. Im Wintersemester 1910/11 unterzogen sich vier Kandidaten der Vorprüfung. Keiner von ihnen bestand die Prüfung vollständig. Drei Kandidaten wurde eine Ergänzungsprüfung .in einzelnen Fächern auferlegt, der vierte Kandidat muß die ganze Prüfung wiederholen. Die Fachprüfung bestanden die drei zugelassenen Kandidaten. Zwei von ihnen hatten ) je sieben Semester nnd einer hatte neun Semester studiert. Vor dem Techni s chen Oberprüfungsamt zu Darmstadt bestanden n. d. Darmst. Ztg. im Februar 1911 sämtlick-e sechs Kandidaten die Staatsprüfung für die höheren Stellen im Baufach, und zwar vier für das Hochbaufach und zwei für das Maschinenbaufach. Sie standen int Alter von 27 bis 29 Jahren. Ihre Studiendauer schwankte zwischen acht und zwölf Semestern. Die Prüfungsprädilate lauteten 'je einmal auf „Mit Auszeichnung bestanden" und „Gut bestanden", viermal auf „Bestanden". Kandidaten des Wasser- und Straßenbaufaches, sowie des Eisenbahnbaufaches wurden nickst geprüft. * * Erledigte Lehrer st elfen: Di« mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde schule zu Höllerbach. Dem Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und dem Fürsten und Grafen zu Erbach-Schönberg steht das PräsentationSreckit zu. — Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lelirerstelle an bet Gemeindeschule zu Holzmühl. Mit der Stelle ist Let'lordienst verbunden. Ihrem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden. * V o m V e r keh r s v er ein Gießen. Die nvch-- l ende Erkenntnis von der Wichtigkeit des Fremdenverkehrs brachte es seit einer Reihe von Jahren mit sich, daß außer den schon bestehenden Verschönerungs und Vermischte». * Die W inzerunruhen in der Pfalz. Aus Neu» ftadt (Haardt), 20. März, wird geschrieben: Wie die Blätter aus Edenkoben meßen, wurde in den letzten Tagen lster und in der Umgebung eine große Anzahl von Weinberg- besitzern, die erklärt batten, daß sie ihre Wingerte nicht Aus Stadt und Land. Gießen, 21. März 1911. Hilfsverein für Vie Geisteskranken im Großherzogtum Hessen. Anläßlich der diesjährigen Sammlung des Hilfsvereins dürfte cs angezeigt sein, das Interesse der Bevölkerung etwas anzuregen, besonders soweit es die Einwohner der Provinzialhauptstadt angeht. Gießen wird künftighin ganz erhebliche Vorteile aus der Eröffnung der neuen Irrenanstalt ziehen. Wenn erst draußen 400 Kranke sich in Pflege befinden, wozu nöäj ein Personal von rund 100 Köpfen kommen wird, so bedeutet das für dir Gewerbetreibenden unserer Stadt ein neues Absatzgebiet ihrer Erzeugnisse, aus dem ihnen sahraus jahrein die Summe, von annähernd 200 000 Mark zufließen wird, ein Vorteil, der hoffentlich jeden, ver Daran partizipieren wird, bestimmt, sich mit einer reichlichen Gabe an der Sammlung zu beteiligen. Rach dem Jahresbericht des Hilfsvereins wurden im Vorjahr dahier von 630 Gebern 643 Mark 20 Pfg. vereinnahmt. Man kann wohl nicht behaupten, daß das gerade besonders viel wäre für eine Stadt Von über 30 000 Einwohnern. Vielleicht bedarf es aber bloß eines Hinweises in der Presse, um zu bewirken, daß die Gaben reichlicher fließen. 29 642 Mark hat der Hilfsverein im Vorjahre int Lande zusammen gebracht. Seine gesamten Einnahmen (zur Sammlung tarnen noch Zinsen aus dem Vermögen, einige Legate, Beiträge öffentlicher Kassen usw.) betrugen gut 41000 Mark. Dazu tarn ein aus dem Vorjahre stammender Barvorrat von 3000 Mark. Demgegenüber standen 42 000 Mark Ausgaben. Das erscheint vielleicht manchem viel. Was will es aber besagen, wenn man sich die Zahl Der Kranken vergegenwärtigt, die unsere Lanbesanstalten beherbergen. Ihre Zahl nimmt sehr schnell zu, wie überall. Am 1. Januar 1909 waren es insgesamt 1823, ein Jahr später schon 1981 und zu Beginn des laufenden Jahres gar 2109. Welche Unsumme von Elend und Nor über so manche Familie hereinbricht, deren Ernährer in Geistesstörung verfiel, davon können die Irrenärzte ein trauriges Lied singen. Um dieser Not wirksam zu steuern, um Familien durch eine trübe, sorgenvolle Zeit hindurchzubringen, bis der Vater ihr wiedergegeben werden kann, um Genesene in der ersten Zeit nach ihrer Entlassung zu stützen, solange sie vielleicht noch nicht voll erwerbsfähig sind, um1 Nervösen, die keine Ansprüche an Kassen und Versicherungen haben, beizufpringen, damit sie vor dem Zusammenbruch bewahrt bleiben, dazu ward einst in den 70 er Jahren der Verein durch Georg Ludwig begründet. Er wirkt im stillen. Das ist ein Vorzug, aber auch ein Nachteil, denn wenn man in unserer Zeit, in der für so viele Zwecke tagtäglich gesammelt wird, etwas erreichen will, so muß man schon eine energisch Propaganda dafür machen. Das ist seitens des Hilfsvereins bisher nicht geschehen. Wer trotzdem dürfte es wohl am Platze fein, wenn die Presse mit einigen empfehlenden Worten der Sammlung gedenkt. In der letzten Kuratoriumssitzung .zu Heppenheim ist schon darauf hingewiesen worden, das; die Mütel reichlicher fließen müssen, wenn auch weiterhin tatkräftige Hilfe gewährt 1 »erben soll. Die Zahl der Hilfegesuche wächst natürlich mit jedem Jahre. Mit der Eröffnung einer neuen großen Anstalt wird sie abermals sich vermehren. Soll also das Kapttal nicht angegriffen werden, so muß man sich vieles versagen, oder es müsien Mittel und Wege gefunden werden, die Eimtahmen zu verbessern. — Sicher ist noch so mancher, der vvn der Existenz dieses Vereins bisher nichts wußte und nur davon zu hören braucht, damit er dem Vertrauensmann des Hilfsvereins und Kuratoriumsmitglied für Gießen, Oberbürgermeister M e cum, seinen Beitrag zur Verfügung stellt. Vinnen kurzem werden wir hier auch unsren Mar- gueritentag haben wie andere Städte und sein Erfolg wird zeigen, daß auch in Gießen genug Leute leben, die opferwilligen Gemüts ihre Börse auftun, wenn es gilt, dem Elend zu steuern. Möge man darum jetzt auch für den Hilfsverein eine offene Hand haben. Es ist Sache jedes Gebildeten in unserer Stadt, der nicht ängstlich mit dem Pfennig zu rechnen braucht, durch eine Gabe ihn in der Verfolgung seiner edlen Ziele zu unterstützen. D. Ortsvereinen besondere Vererntmlngen zur Förderung des : Fremdenverkehrs auch an solchen Orten entstanden, die i nicht, wie hie Kur- und Badeorte, durch Eigentümlick)- : keilen ihrer Lage usw. Sammelpunkte des Fremdenverkehrs i geworden mären. Es wurde nun Ausgabe dieser Verkehrs- : vereine, meist unter finanzieller Beilstlfe der Gemeinden in gemeinnützigem Sinne und unter ehrenamll. Leitung ; für das Beste des Ortes zu wirken, seine Anziehungskraft und seinen Ruf zu fördern und dadurch den Fremdenzuzug, durch diesen aber auch den Wohlstand der Bevölkerung zu heben und ihr die geistigen Vorteile der Teilnahme am großen vaterländischen und am Weltverkehr zu sichern. Daß auch der hiesige Verkehrsverein in der Tat seine Aufgabe zu erfüllen bestrebt ist, nicht in örtlichen Interessen seine Tätigkeit erschöpft, dagegen in gemeinsamer Arbeit mit allen Schwestervereinen für das Wohl seiner Vaterstadt unentwegt weiter arbeitet, das kann nur der recht würdigen, der auf dem Bureau des Berkehrsvereins sich von den vielseitigen Arbeiten zum Frommen der Vaterstadt überzeugen will. Einen Erfolg von den Arbeiten des Vereins in Frage zu stellen kann heute nur der, welcher seine unbegründeten Vorurteile und Kritik nicht fallen lassen will. Man muß den Mannern, die ihre Arbeitskraft den Verkehrs-Vereinsbestrebungen zur Verfügung zu stellen, im vollsten Maße Dank spenden. • • Von der Volksschule. Es sei auf die Bekanntmachung im amtlichen Teile hingewiescn, wonach nächsten Donnerstag, 23. d. Mts., vormittags, im Schulhaus an bei Nord - Anlage die Aufnahme der schulpflichtigen Knaben, nächsten Freitag, vormittags, im Schnlhaus in der Schillerstraße die Aufnahme der schulpflichtigen Mädchen stattfindet. ♦* Vortrag über die Brüsseler Ausstellung. Am Donnerstag, 23. März, spricht auf Veranlassung des Kaufmännischen- und Gewerbevereins in der Aula der Universität Professor K. Brockmann aus Offenbach über Streifzüge durch die Brüsseler Weltausstellung. Der Vortragende Hai Gelegenheit gehabt, die Ausstellung nrfll vor dem Brande eingehend zu studieren und photographische Aufnahmen zu machen, die im Lichtbilde vor- geführt werden. Aber auch Bilder von dem großen Brande werden vorgeführt und gezeigt, wie das Feuer ein Zerstörungswerk vollbracht hat, wie man es nicht ahnt. Interessant sind auch die Bilder, die der Redner mit vielen Mühen und Kosten von den Jnnenräumen der verschiedenen Nationen beschafft bat, und daß der Ausstellung des deutschen Reichs besondere Sorgfalt gewidmet wird, ist wohl selbstverständlich. Der Vortrag hat in anderen Vereinen sehr beifällige Aufnahme gefunden und wird sicher auch in Gießen viele aufmerksame Hörer finden, umsomehr, als der Vortragende von anderen Vorträgen auf das Beste bekannt ist. . **DieMaitl-und Klauenseuche ist leider nunmehr auck) nach Oberhessen vorgeorungen. Sie wurde am 18. März in Bad-Nauheim bei Quarantänevieh eines Händlers festgestellt. Hoffentlich findet die gefährliche Seuche in unserer Provinz keine weitere Verbreitung. — Neue Ausbrüche der Seuche sind ferner festgestellt aus Walters berg, Regierungsbezirk Oberbayern, und in Witzendorf, Herzogtum Sachsen-Meiningen. Landkreis Gießen. A Großen - Linden, 20. März. Ein Doppel- Krieger.Verba ndSfest steht hier für den 9. und 10. Juli bevor. Unser Kriegerverein hat das Bezirksfest für den Hassia-Bezirk Gießen und das Verbandsfest für den Hüttenberger Verband übernommen. fc. Hun gen, 20. März. Die an der Nidda und Horloff gelegenen Besitzer von Triebwerken sehen in der Anlage des Wasserwerks Inheiden eine Schädigung ihrer Interessen. Auf ihren Antrag fand auf Anordnung des Amtsgerichts Hungen ein Au g en s ch ein term i n im Quellengebiet bei Inheiden statt. Die beteiligten Mühlen- besitzer, deren Vertreter, die Vertreter der Provinz Oberhessen, sowie die Sachverständigen Geheimrat Pfarr von der technischen Hochschule Darmstadt und Ku-lturinspettor Heyl-Frieöberg, außerdem zahlreiche Zeugen waren anwesend. Das Quellengebiet wurde eingel)end besichtigt und eine Anzahl von Zeugen vernommen. Kreis Büdingen. Ap. Büding en, 20. März. Am Samstag nachmittag wurde die hiesige Gendarmerie telephonisch nach oer bei Mt-Wiedermus gelegenen, im Sommer von "Touristen viel besuchten Burg 'Ranerburg gerufen, wo sich, anscheinend schon seit längerer Zeit, Vagabunden durch gewaltsames Deffnen eines Tores Eingang verschafft und häuslich eingerichtet hatten. Hierbei kamen ihnen die aus Wein und Spirituosen bestehenden Kellervorräte zustatten. Der Burgwirt aus Dem nahen Alt-Wiedennus wurde, als er nach den Einbrechern suchte, angeschossen und leicht verletzt. Die wegen der inzwischen eingetretenen Dunkelheit unter Beistand von Ortseinwohnern mit Laternen angstellten Nachforschungen nach den Einbrechern führten zu keinem Ergebnis, auch das Suchen am Sonntag früh hatte keinen Erfolg, so daß es den Spitzbuben trotz Verbarrikadierung der .Ausgänge möglich war, zu entwischen. — Büdingen, 20. März. Schöffengerichtssitzung. Der Handlungsgehilfe I. P. S. aus Riga in Rußland, ohne testen Wohnsitz und Aufenthaltsort, zuletzt hier in Untersuchungshaft, wird wegen Bettelns zu fünf Tagen Hall verurteilt, die durch die Untersuchungshaft verbüßt sind. — Die H. E. Ehefrau und ihr Sohn O. E. von Ealbach hatten gegen amtsrichterliche Strafbefehle wegen unerlaubten Schießens Einspruch erhoben. Der Angeklagte wird zur Strafe deS gerichtlichen Verweises verurteilt, die ; 'Angeklagte wird freigesprochen. Tie Holten, insoweit sie durch daS Verfahren gegen die Frau entstanden sind, belasten di« Staats- , tafle. — Ter Taglöhner B. Sch. auS Büdingen wird wegen Ver- , nachlässigung seiner Familienpflichten zu vier Wochen Haft ver° urteilt. Nach verbüßter Strafe ist er der Landespolizeibehörde zu überweisen. — Der Dienstknecht F. N. aus Oberau, zurzeit in ’ Düdelsheim, wird wegen Bedrohung zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Das Schöffengericht empfiehlt ihn zum bedingten Straf- , ausschtlb. Kreis Lauterbach. t -- Lauterbach, 20. März. Im Saalvau zuvt Jo- t hannesberg hier fand heute vormittag die gut besuchte HauptversammlungdesKreisrechnerverban- - d e s statt, zu der Herr Kreisrat v. Bechtold und Kreis- • amtsbureauvorsteher Bechtold erschienen waren. Der Vvr- , sitzende, Rechner Schott- Landenhausen begrüßte die Er- » schienenen, besonders die Beamten des Großh. Kreisamts, Kreisamtsbureauvorsteher Bechtold gedachte der feif her letzten Versammlung verstorbenen Rechner Bernhard-Hopf- mannsseld, Greb-Engelrod, Weitz-Herbstein und Wiut-Hitz- dorf. Zum ehrenden Andenken erhoben sich die Anwesenden von ihren Sitzen. Rechner Oestreich, Stockhausen, erstattete sodann den Rechenschaftsbericht und berichtete ü6e$ Die Hauptversammlung des Landesrechncrverbandes. (siiw längere Aussprache entspann sich über die Mitgliedschaft beim Landesrechnerverband. Schließlich wurde ein mehrgliedriger Ausschuß beauftragt, weitere Vorschläge zu machen. Nach einem Fachvortrag schloß die Versammlung und wahrend des gemütlichen Teils brachte Kreisamts- vureauvorsteher Bechtold ein begeistert aufgenommenes Hoch auf den Großherzog aus. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 20. März. Unserer Reichsbank. nebenstelle ist Bad-Nauheim angegliedert, indem die hiesige Nebmstelle die Wechsel Nauheimer Interessenten ankauft. Die gleiche Einrichtung möchte auch Butzbach in Anspruch nehmen. Gegenwärtig schweben Verhandlungen zwischen Butzbach, der hiesigen Reichsbanknebenstelle, der Reichsbanthauptstelle Frankfurt und der Reichsbank in Berlin selbst. L. Bad-Nauheim, 20. Marz. Die letzten trocknen und wärmeren Taae sind von Einfluß auf unser Kurleben gewesen, indem täglich Anmeldungen von Kurgästen einlaufen, aber auch Frenrde, namentlich Herz- leiöende eintreffen. Ganz befonders befördern hie trocknen Tage die Bautätigkeit an unfern Staatsbanken, die durch den Maurerstreik im Herbste wie durch die ungünstige Witterung weniger rasch vorwärts kamen. Im Augenblick bricht man die alte Salinenschmiede ab, nachdem die beiden Siedehäuser gefallen sind. Mit dem Bau des großen Badehotel- wird man bestimmt am 1. Juli beginnen, f Starkenburg unö Rtzetnycsscn. —io. Mainz, 20. März. Gegenwärtig wird in der Garnison Mainz ein neues Kommißbrot versucht, das in der vortigar Militarbäckerei hergestellt ist. Wenn das Brot hier als geeigneter als bas alte befunden nrirb, soll es in der ganzen Armee ein- geführt werben. Das neue Brot wiegt wie das alte vier Pfund mib ist etwas weißer, trotzdem es aus reinem Kornmehl besteht. Beim bisherigen Brot wurde der Teil her Körnerschale, der noch Nährwert hat, mitgemahlen, beim neuen wird ebenfalls der ganze Nährwert aus der Frucht gewonnen, durch ein besonderes Mahlverfahren aber, das Militärgeheirnnis bleibt, mehr Kleie abgesonberi als bisher. Die hiesigen Soldaten ziehen bas neue Brot dem alten vor. Kreis Wetzlar. x Dutenhosen, 20. März. Schon seit hem Jähre 1906 schweben Verhandlungen zwischen der Regierung zu Koblenz und der hiesigen Gemerndevertretung wegen eines Schulhausnenbaues, die immer noch keinen Abschluß gefunden haben. Während die Behörde früher geradezu zum Schulbau drängte und vier Säle mit entsprechenden Lehren Wohnungen verlangte, soll jetzt nur eine Schule zu drei Klassen gebaut werden. Unsere Gemeinde hält aber an ilfrem Beschluß fest, da die Schülerzahl in steter Zunahme begriffen ist. = Kinzenbach, 20. März. Am 16. und 17. April findet hier eine allgemeine Geflügel- und Kaninchen-Ausstellung bei Gastwirt Hch. Peusch am Bahnhof statt, zu der zahlreiche Anmeldungen vorliegen. Der hiesige Verein ist einer der ältesten Zuchtvereine. Hessen-Nassau. — Frankfurt a. M., 20. März. Vier große Ver- stcherungS-Gesellfchaften haben im TaunuS in der Nähe von Homburg v. d. H. ein Grundstück für 200 000 Mk. erworben, um ein Ferien- und Erholungsheim für ihre Beamten einzurichten. wandem und Helfen, väder und Sommerfrischen. — Nordseeb ad Wittdün auf Amrum. In diesem Jahr ist ein erfreulicher Fortschritt in bet Entwicklung Wittbün's zu verzeichnen. Die Jnselbabn, bie von Wittdün nach sJlorD borf bie Insel Der Länge nach durchfährt unb nicht nur ein wichtiges Beförberungsmittel ist für bie Verbinoung zwischen den Inseln Sylt, Amrum unb Föhr, sonbern. catch Dem Ausslugsvetkehr auf bet Insel selbst unb zwischen Den benachbarten Bäbern und ben Halligen bient,, ist mit Dem heutigen Tage in die Verwaltting der Hambutg-Arnetiko-Linie (Seebädetoienst) übergegangen. Dieser Name allein gewährt den Eingeweihten schon die iveitgchenoite Garantie dafür, baß Das Interesse des reisenden Publikums in ganz hervorragendem Maße gewahrt werben wird unb nntb daher von allen Besuchern unseres Bades mit ganz befonberer Freuve begrüßt werben. Ist boch bie Hamburg-Amerika-Linie auch als Eigentümerin bet Sylter Sübbahn für ihre exakte unb zuvvt- fommenbe Befötberung bet Reisenben unb ihrer Effekten unb bie Promptheit in Erreichung bet Anschlüsse betaimt. Dieser Grunv- zug ihres Betriebes kann nur zum Segen ber ueuübetnommencn Bahn unb somit der ganzen Insel gereiften. (BericbtsiaaL Gießen, 21. März. Eine für baS Geschäftsleben bebeutungsvolle Entscheidung fällte dieser Tage bie hiesige Zivilkammer. Der Privatmann Ehr. Petri halte der Gewerbebank gegenüber eine Bürgschaft übernommen, die durch den Konkurs der Schmallschen Zigarrenfabrik fällig wurde. Der Bürge lehnte aber die Zahlung mit der Begründung ab, daß er f. Z. durch Krankheit so angegriffen gewesen sei, daß er die Tragweite seiner Verpflichtung nicht übersehen habe und deshalb nicht hastbar zu machen sei. Nach mehreren Terminen, in denen eine große Anzahl von Zeugen nnd Sachverständigen vernommen wurde, entschied das Gericht — ,vie in kaufmännischen Kreisen nicht anders erwartet ivurde — daß der Beklagte die Bürgschaftssiimme zu zahlen habe, und erklärte das Urteil gegen Hinterlegung von 16 • 00 Dlf. für vollstreckbar. — Das Urteil war um deswillen so wertvoll, als dainit zualeich die Frage entschieden wurde, ob bei Vertragsabschlüssen unter Umständen ein Arzt oder ein Psychiater zuzuziehen sei. Dnrch das Urteil wurde diese Frage also verneint. OSRAM LAMPEN Ter aus tarke Zähnchen brachen durch Nächte in Tie Kinder nehmen Scotts Emulsion so gern, weil sie angenehm sich schmeckt. üsselsheim S'Maiik Amtlicher Teil. An Sanella SB -en aller Art, Aderbemen, liechten etc. nut ta . Best. Kad. binar. Bardzrn. corl. Hederat-. roL | Mir. -Anil Pelikan-Adotheke. “V *■ OPEL« JUST WOLFRAM LAMPE Erhältlich H • baß er kommt. die Vau- und sonstigen Handwerker im Wahlkreis tzLiehcn-Gründerü-Ridda. Achtung Handwerker!! Man verlange Preisliste. Duisburg, Slernbufchweg 124, 16. Tez. 1909. »Schon in früheren Jahren haben wir bei unserem Töchterchen Elfiicde Die ausgezeichnele Wirkung von Scans tinnullion kennen geleint. Dec halb entschlossen wir uns auch soiort, unjcicm Söhn chen Werner Das gleiche Präparat eine Zelllang zu geben, als das von Geburt an schwadw RinD in die Zaiinzeit kam. Tie Wirkung, die man sofort bemerken lomite, ist tanachlich staunenswert, uciui der Kleine hat von Tag zu Tag mehr öngenomnien, die schönsten roten Bäckchen bekommen, und 6 linde Zähnchen brachen durch, ohne das; er damit zu tun hatte. (Ls ist dies em grauer Segen |ür die blutter, welche dann auch ihre ruhigen Nächte hat.» tgez.) Herr u. Frau Calzbrenner. Ein erstrebenswertes Ziel für dJlitLec und Kind sind ruhige folg angewandt xk««. -u..—.. —- -- aftnn.'ii- Inglandis. Mir. üjt) Pelikan-APOtheke» Maschinenfabrik in Liegen i. 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(Üuirmi puio. 2,0, Wass.r 1X9A mitobol 11A Bromatijdje Cmuifiou mit Bimt», ölanbeU uns «auimerüUJl ;e 2 tropfen. sind vortreffliche Nährwerte und hervorragend geeignet, dem jungen Organismus Widerstandsfähigkeit zu verleihen und ihn so zu kräftigen, mühelos über die Zahnzeit hmwcg- Umnuccr ^uierorricht. Oesfenkltche Wetterdienst st eile Gießen. Verlauf der Witterung seit gestern früh: Das Hochdruckgebiet über Rußland verstärkt sich noch und bcl errscht einen gro»en -teil EurovaS mit Ausnahme des äußersten.Westen. Ueber ^md- und Osteuropa herrscht strenger, und auch in Deutschland trat wieder vielfach Nacht'rost em. Tie Wetterlage Ut beständig, so dav nn Bereich des Hochdruckgebietes die heilere, trockene Wltterungs- OeCiOtieu«auK=n‘Tn Men am «Dliltmo*. bem » .Wär, 1911: Tleifi heiter, trocken, nachts kalt, doch met|i frostsrei, am Tage warm, öftlidie Winde- der Zahnzeit. SUnber, deren Slörpec die nölige Widerstandssähigkeit besitzt, werden ohne Bescheiden darüber hinwegkommen, und denjenigen, bei welchen dies nicht zulrifft, muß durch ein Kräftigungsmittel nachgeholfen werden. Hierzu eignet sich ScotlS Emulsion wie kein zweites Tiiuel. Ihre Bestandteile, Lebertran u. Kalisalze, vcaerabiler Resorm-Butter-Ersatz, ieinite Pslanzen Butter-Mar- garine, schäumt und bräunt **aturbutter, a V'mrü JO jac. Maternus. Giessen. Drucksachen aller Art liefert In jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl’sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 Allgemeiner Verlosungsliste. Gewissenhafte Auskünfte über alle Börsenwerte. Probeabonnement für April gratis und franko vo$1 Verlag ! inanzhcrohi. iranktur. a. n.. Z , ,ikr r . Heute sollt Ihr Euere Stimmen für den Mann abgeben, der Euer Interesse im Reichstag vertreten soll. Wenn Jln Euch noch an die Vergangenheit der letzten Jahre erinnert und dabei die Streiks der verschiedenen Arten betrachtet, so wird Euch im Geiste eine gespenslähnliche Gestalt in Euere Ge- dächtnisse zurückgerufen, wie sie sich als Strelkleiter und Hai.pt- führer vor Euren Häusern herumtrieb, und sich nicht 'cheute, sogar bis in daS innere Familienleben hineinzudringen. Heute ist der Tag, wo Ihr die Quittung für derartige Handlungs- tveise geben könnt, indem Ihr Eure Stimme nicht dem Handwerker feindlichgesinnten Sozialdemokraten Beckmann, sondern de.n Handwerker freundlichgesinnten liberalen Dr. Werner, Butzbach gebt. 02234 MM HLNlMrlMißer aas Wen und llWWd. Kleine Cageschronik. Ata valle a. d. S. wurde ein großer Einbruchsdiebstahl in der Sächsisch-Thüringiscken Akticngeiellschaft für Braunkohlen- Verwertung verübt. Es sind, wie bis jcBt sestgeitellt wurde, 24 745 Mark a estohlen worden. r. Bei Ober-Billig ^rict der Wagen des Gutsbenbers Krämer an einer engen stelle tn die Mosel. Kramer und das Pferd ertranken.___ gbreiben lassen, mit Strafzetteln von 15 Mark bedacht. Die Erregung nimmt deshalb auch tnrt rote tn dem Machbar- . m-t 2t. Marrin wieder zu. Drohe Erbitterung ^rilbt über die in Maikammer gesoßte Entfchließung, tn der dte Regierung ausgesordert wurde, selbst unte r A n w en dung von Waffengewalt die obervolizeilichen Porichristen in.den Ge- 1 mrittbnt Edenkoben und St. Martin durck-mhren zu lasten • Frauen a l 4 Baumeister. Tie Baukunst galt bisher । als ein Gebiet, das dem Ehrgeii der modernen ^iau ferner zu liegen schien, als die Kunst und die Universiiät : Amenka veriugi aber schon heule über eine ganze Reihe von weiblichen.lrchilekien, die nicht nur ihr Examen in Ehren bestanden Haden, sondern durch wirtliche L'eiüunflCii überraschende Proben ungewöhnlicher archt- tettoniidier Begabung ervrod't Haden. Schon an der lloiuuircni Wir den Tamenvalail auf der Au-sleNuug von Chicago uainnen eine Reihe von weiblichen Baumeistern teil; eine der Bewerberinnen lieferte io vortrefsliche Entwürfe, daß daS Preisgericht ihr die zweite Auszeichnung zuerkonme; die Ausgezeichnete war ^rau o0Ut6 Plowe aus Boston. Eine andere Archuektm, Frau Ida Anna Rntm aut Wattham in AtasiachussetlS. ist einer ganzen Reihe von Konkurrenzen entweder als Siegerin oder mit Preisen dervor- oegangeu; sie kann heule ans den Bau einer ganzen Reche von aroueii Krankenhäusern zurückblicten, die in ihrer ^Irt niuilergullia Nnd. Zn Newnork haben sich sogar zwei Archilektinuen zu einer Baufirma ziisainniengelan und in New-Jersey ganze Billenlolomen errichlet die sowohl von der konstruklweu Begabung, wie von dem feinen Formengefühl dieser onierikamschen Baumeisterinnen Zeugnis ablegen. Tie beiden Frauen, so berichtet die „Wcoue bleue*, sind gegenwärtig mit dem Bau einer Arbeiterkolonie beschäftigt und haben kürzlich em große« NrankenhauS iii San Franzisko vollendet. 'Die,Stadl der Unnützen*. Tas Parlament des amerikaiiischen Staates Nebraska besciwstigi sich gegenwärtig mit einem Gesetzenlwuri, der darauf abzielt, die Gesenscha't von der Last der Fürsorge iür die verkommeueii Elemenie der Bevölkerung zu emiedigen. Ter ungeivöhnliche Plan, über den der ,Araldo italiano* uiteresianle Pluteilungen macht, gipfelt m der Abncht, eine .Stadt der Unnützen* zu gründen, tu der unter staatlicher Au>sicht alle Landstreicher, alle unheilbaren Trinker und alle Individuen, die der menschlichen Gesellschaft nur zur Last fallen, cm hEim finden sollen. Es handelt sich habet um jene Leute, die von den Gerichten nicht zu Gefängnisstrafen verurteilt werden können, weil sie lein eigculliches Berbrecheu begehen, die aber wruvahrcud wegen geringfügiger Vergehen mit Poilzenlra'en belegt werden müssen oder der ölfentlichen Fürsorge anheimsallen. 4.er Gesei;- enhonri schlägt vor, die Stadl oder Kolonie der Unnützen möglichst sern von allen anderen Ansiedelungen inmitten einer großen Ebene >u begründen, deren Gebiet damr den Beivohnein der -Lladl der Unnutzen «reigehalten bleiben soll. Die Arbeit wird unter etaaii- 2nssichl gestellt und d»e Erzeugnisse dieser Gewerbeläligkeil sollen dann nicht in den handel lommen, solldern vom L-laaie übernommen werden. Zugleich er>nächl.gl em besonderer Paiagraph die Gerichte, in geeigneten Fällen Urteile aus „Verbannung in jene Stadt zu erlassen. evie lange die Bewohner der Kolonie dort bleiben müssen, wird von ihrer nührung und von ihrer Besserung abhängen. Erst, wenn sie ihr Laster abgelegt haben und o We- währ bieten, künftig em nützliches Glied der mcnichlichen Gefell, schalt zu werben, wird ihnen tue Erlaubius erteilt, öie Stadt der Uimützeir zu verlassen und ihren eigenen Wohnsitz ausznwahlen. "Stolz, „vat Ihr ^ohn ein G)i)innaiium bciudjt ? — „Eins? Fünf hat er besucht." f , * Bet der Schmiere. „Also dte Jungfrau von Orleans wird gegeben-, wer spielt denn die Titelrolle?" — „Die Dtrettorrn . . . dien wird sie rasiert!" M MA M «SM sein Kapital anlegen will, Sa sein Kapital vermehren will, MM HHB ■ tt. sein Kapital überwachen will. In Budapest wurde ein angetrunkener Trainseldwebel von einem Wachtposten angerufen und alS er schwieg, angeschos| en. Ter Feldwebel holte sich auS der Kaserne einen Rekruten, der auf Befehl auf den Wachtposten schießen mußte. Der Posten wurde l e b e n S g e f ö h r l i ch verletzt. Ter Feldwebel und der Rekrut sind verhaftet worden. In dem A m bi gu-Theater zu Paris stürzte wahrend der Borstellung ein junger Mann von der zweiten Galerte kopi- über ins Parterre und prallte auf den Rücken einer Zu schauerin auf. Tie Frau erlitt lediglich eine leichte Cuctid)^ wunde. Ter junge Mann kam mit entern Lchenkclbr uck davon. InPalermo wurde auf dem Wege zur .Eirche eine reiche Erbin von zwei Unbekannten gepackt, m den Wagen gehoben und entführt. Der Urheber soll der Sohn des Gymnasialdirek- tors sein. ->n her Provinz Kirin (Mandschurei) erlangte das Verbot des Opiumrauchens am 17. d. Mts. Gesetzeskraft Das gesamte in den Regierungsspeichern ausbewahrte Ovtum wurde in Gegenwart von Vertretern der Verwaltung verbrannt. Virv-Chatillon bei Draveil überfielen an 150 Erdarbeiter eine Gruppe non Steinbrucharbeitern, weil diese sich keinem Syndikat anschlicßen wollten und v e r w u n d e t e n zehn von ihnen durch Knüttelhiebe. Drei der Angreifer würben ver- ^Rach dem vorläufigen Endergebnis der Bottszählung beträgt die Zahl der Einwohner Indiens 31o Millionen. Letzte Nachrichten. Ter A'iistaud in Marok.o. Tanger, 20. März. Die Lage in der Umgegend von Fez bessert sich merklich. Briese vom 17 Marz be- Ilängen, daß zwischen dem Beni Mter und bem Mach,en ein Einvernehmen zustande gekommen ist. Die Beni verlangen gewisse Erleichterungen in der Steuererhebung, mehrerer chrer Kaids sowie Einstellung der Bedruckungen durch Glaui. Man erwartet in Fez Die Ankunft von Vertretern der Scherardas, die um Verzeihung buten wollen. — der Sulmn es unterlassen Hai nach iliaialla zu gehen, t|t nur aus den strömenden Ziegen zurückzusühren. # London, 21. März. Das Unterha u s nahm schließlich den in dem Budget vorgesehenen Mannnf)aftsbestand -für die Flotte mit 134 000 Mann an, nachdem der Antrag der Radikalen, Die Zahl herabzusetzen, mit 123 gegen 21 Stimmen avgelehnt "“sinabon, 21. Mär,. An vcrschicden-m Punkten der Stadt wurden Die Straßenbahnwagen angegrtf fen. Zn der Arsenalstraße umringten AnsstanDige Das Automobil des Ministers des Innern. Patrouillen der republikaiiischen.Garbe durchzogen die Staot und zwangen die.Manifestanten, einzelne Straßen zu räumen. Als Steine gewor en wurden, zog die GarDe L-ÄV zerstreute die Gruppen; viele Verhaftungen wurDen Dorgenommen. Namentlich wurden die Führer Des Shndila^ ieftgenommen. Tie Anhänger des Streiks mrd die Hetzer einiger Zeitungen beteiligten sich an dem Ausstand, doch wird in den Betr : Abwehr der Maul- und Klauenseuche. ^n Rücksicht auf die durch Den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Bad-Nauheim (Str. Friedberg) gegebene Gefahr einer Einschleppung bet Seuche in den Kreis Giesten werben die Landwirte auf Diese Gesahr hingewresen und aufaew.rdert, mit besonderer Vorsicht alles ,u ücrmdben, was eine Emfchleppurig begünstigt. Besonders wird geraten, Zukaufe zu dem Bestand nicht vorzunehmen, fremden Personen, besonders vanDlern Metz- gern usw., das Betreten der Stallungen aufs st r e n g st e z u verbieten, lohne bei der Aufnahme neuen Perioirats mit der größten Vorsicht oorzugeheii, ganz bei anders bei Der Annahme von Stallpersonal (Schweizern ustv ). Es wird Epsohlen, bei Annahme derartigen 'Perfonals bei bet V°l^echehbrde bes Herkunftsortes anzufragen, ob lenes nicht m einem Gehöfte tätig war in dem in Den letzten 3 Ntonaten bie Seuche gehetriast Hal.' 2er Ortspolizeibehörbe ist umgehenb von ber Annahme eines derartigen Bediensteten Anzeige zu machen unb bie Jßerion nst nach Erlaubnis der Lrtspolizeibehörbe zu dem Vieh in Innen. Weiterhin machen wir noch besonders aut die Verpflichtung aufmerksam, sofort einen etwaigen Seuchenausbruch anru- melden, unter Hinweis auf die erheblichen Strafen bei Unterlassung bet Anzeige. Gießen, ben 20. Niärz 19U Großhetzogliches Kreisamt Gießen. Ur. ll fing er. An Die Grojzh. Bürgermeiftereien Des Kreises und Das Grostst Bouzetamt Gicfien. Jnbem wir Sie beauftragen, vorstehenbe BekannllnachunZ ortsüblich zur öffentlichen Kenntnis zu bringet, wirb 9cmaB SS 20 Abs. 1 unb 27 Abs. 2 bes Neichsvieh, euchengei etzes angeordnet daß jeder Stallschweizer und sonftiges sich mit dem Vieh beschäftigendes Personal bei der Anmeldung bei der Ortsvolizei- behorde den amtlichen Nachweis durch eine BescheiNigui^ bet Otte polizeibehörbe seines Herkunftsortes,baruber vorzulegen hat c«ß in dem Gehöfte, in dem er zuletzt tätig war, leit 3 Monaten die Maul- und Klauenseuche nicht geherrscht hat. . . Eventuell wollen Sie diesen Nachweis telegraphi|ch ^vcho^n. Sollte die Herkunft aus einem verseuchten ober oer peuche verdächtigen Gehöft erwiesen sein, so ist btc Desinfektwn des Personals nebst iUeibent unb mitgebrachten Geraten in bet bieiigen -es- "nfeLnSaü -°r;un-hm°- Grft «g Borfge der Herkunft aus einem leucbeireicn Gehöft ober erfolgten Tes infeltion ist bie Berwenbung Des Perfonals von Ihnen zu gestatten. Gießen, den 20. März 1911. Großherzogliches Kreisamt Gietzen. DI. AutornobiTvertreter; W ilh. Hamel. GleBNen, BleicIiHtras^e Für Fahrräder: Adam Kircher, Glessen, Bleichstrasse. frische fische.! Mittwoch früh 9 Uhr trifft erste Sendung ein: Pa. Jütländer Angel-Schellfische per Pfund 50 Psg. Kabliau blütenhell im ganzen, 4—12-pfündiger Fisch, ohne Kops per Pfund 22 Pfg., im Ausschnitt Pfd. 26 Pfg. Schellfische zum Backen Psd. 22 Pfg., 3 Pfd. 55 Pfg. Pa. Fisch-Koteletts ^.35%. rA w /* • zum Backen, Einten, tt tt k Grulle Serttlge »w ™ Rotzungen, Hecht. Zündhölzer - Abschlag 3 ®.0i in gesunder, freier Garienlage an ruhige Leute per 1. 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