Erstes Blatt 161. Jahrgang Montag, 18. Dezember 1911 9 Die heutige Nummer umfaßt 12 Selten. EigentumS- Ausland. Tie Regierung C c ü e r r e t d) Ungarns ermutigte ihre Dolsct-ailcr in Berlin und Paris, den dortigen Regurun- gen die grundsätzlich. Zustimmung der Monarchie zum mt»nnth*75WwDiertel* lährhd) Mk. »SO. Mir* Vlbhole- u. 3n>*iqrtenen monnllicb «L P>.; durch bie^oft IW. 9.— vierh-l- läbrL autidjL. Beste.lq. 3eiltnvreii: lokal lbier Zustimmung in persischen Diensten angestellt werden dürfen. Lb dazu bei der nationalen Haltung des Mcdschliß und des ganzen persischen Volkes überhaupt irgendwelche Aussicht ist, falls sich nid)t die persische Regierung dazu entschließt, das Parlament aufzulösen, bleibt abzuwarten. Aber gerade in diesem Falle droht der persischen Regierung ein Volks auf st and, und Rußland fände dann, wo das Leben und Eigentum seiner Staatsangehörigen aufs äußerste bedroht ist. erst recht Grund, in Persien ein- zuschreiten. Diese Gefahr selben auch die persischen Patrioten kommen. Sie suchen daher, da England sie in diesem Falle nach den sehr gewundenen Erklärungen Asquiths im Stiche lassen dürfte, nach anderen Bundesgenossen, die dem weiteren Eingreifen Rußlands in die persischen Angelegenhei- ten, das ja nur mit einer Wahrscheinlid) dauernden Be- setzung Nordpersiens enden würde. Halt gebieten. Ganz naturgemäß ist man da zuerst auf Deutschland Der- fallen, aber dem Deutschen Reiche sind durch das Potsdamer Abkommen die Hande gebunden, und so blieb weiter nichts übrig, als den GesamtmohamcoanismuS gegen den russischen Expansionsdrang in Persien mobil zu machen, also vor allem an die Türkei zu appellieren. Der türkische Dtinister des Auswärtigen hat, wie wir an anderer Stelle berichten, in der tta mm er f 1*11111 g am Samstag nur betont, daß die Türkei die Integrität Persiens schützen wolle und daher durch ihre Bolschaslcr Rußland und Persien empfohlen habe, 11 ad) einem Verständigungsmittel za suchen. Diese Erklärung würde ein türlischcs Ein» greifen in die persische Frage ausgcsdjlossen erscheinen lassen, wenn die Uneigennützigkeit der russischen Politik gegenüber Persien wirklich über jeden Zweifel erhaben wäre, und wenn nicht die Türkei, falls Rußland durch innere Wirren genötigt sein sollte, nad) Teheran zu mar- llchieren, selbst ein ivesentliches Interesse daran hatte, bei >er bann trotz aller Anerkennung der Integrität Persiens dennoch sich anbahnenden Aufteilung zwischen Rüßlaud und England sich ihren Anteil zu fidjeni. Daß die Türkei daran denkt, tann keinem Zweifel unterliegen. Das jungtürkische Regiment möchte nach den Verlusten von Bosnien und der Herzegowina, sowie von Ru- melien, heute, wo ihm unter Umstanden noch der Verlust von Tripolis und vielleicht nod) weitere Verluste in der europäischen Türkei drohen, gerne auch etwas auf der Gewinnserte buchen können, um sein namentlich durch eine Niederlage im Mriege gegen Italien vollends erfajuueneö Prestige dem ottomanischen Volke gegenüber wenigstens einigermaßen wiederherzustellen. Dazu aber würde eine mehr oder minder unijangreidje „Grenzregulierung" in Persien reichlich Gelegenheit bieten. Nur wird man ab- warten müssen, ob die Türlei hier eine Gebietserweiterung unter friedlicher Zustimmung der Mächte erhält, oielleidji als Kompensation für Tripolis, oder ob sie sid) diese erst gegen Rußland erkämpfen muß. Der türtijdjc Minister des Auswärtigen hat — und das muß in höchstem Grade aufsallen — sich nidit darüber geäußert, ob die persischen Meldungen bezüglid) einer Zusammenziehung turfifdier Truppen an der persisdj-russisajen Grenze zutreffend sind, und nod) weniger darüber, ob diese Truppen schon persisches Gebiet betreten haben, und ob die lürlische Regierung die Abjichl hat, sie so lange da zu lassen, bis die Russen .Persien wieder geräumt haben. Paris, 17. 2ed. Zu fcen ranzö in ch-s panische» Verhandlungen wirb aus Madrid beriet:.!: Tu Wanst che Negierung treib., obgi.iih sie das unbesckrnü recht bei ihrer Zo Man mag von den persischen Alarmmeldtingen. daß die Türkei Persien mit 400000 Mann im Kampfe gegen Rustand zu unterstützen gedenke, und da«; ein turkiichcs Frei- willtgenkorps in Stärke 'von 35000 Mann schon auf dem Wege nach Teheran fei, nod) so viel abyehen, das eine ist jedenfalls sicher, daß man sich in Konstantinopel durch das russische Vorgehen in Periien in seinem eigenen Interesse bedroht fühlt und die persische Frage für mindestens ebenso ernst hält, wie die Tripolis- und Tarda- nellenfrage in ihrer Wirlung auf die Balkanvvlkcr. Turch diese Haltung dcr Tiirlci genenüber dcm persischen Problem hat dasselbe zweifellos eine Verschärfung erfahren. Tenn das persisd;e Volk scheint gewillt zu fein, eine türkische Unterstützung gegen Rußland mit gewissen Landkon- Zessionen in dem Wetterwinkel am Urmiasee, wo die türkische, persische unb russische Grenze in einem 2r..cd auf- einanderstoßen, zu bezahlen. Das ist ein schon seit Jahr- Hunderten zwischen Türken und Persern strittiges Gebiet, dessen endgültige Abgrenzung auch nicht durd) den unter enalisch-türtischer Garantie erfolgten Vertrag uom Juni 1847 möglich war, weil die dort wohnenden Stämme in ihrem Freiheitsstolz sich weder der türkischen, noch der persischen Autorität unterordnen wollen. So konnten sich die Türken vor einigen Jahren Landstriche in der Gegend des Urmiasee ancigncn, woraus Rußland, dem Hilfeschrei des persischen Nachbarn folgend, vom Kaspischen Meere und von Transkaukasien aus Truppen in Form von „Konsulats- wachen" bis nad) Labrie vorschob, angeblich, um Persien gegen den türkischen Feind zu schützen, in Wahrheit aber wohl, um bei den persischen Wirren nicht zu spät zu kommen. Es verdient ba. er alle Beachtung, daß Persien jetzt den turlijdicn Feind gegen den russischen au.'zuspieten trachtet. Wie es heißt, stehen türkische und russische Truppen bei Choi einander feindselig gegenüber. 'Aber dennoch vermögen wir an einen kriegeri.chen Zusammenstoß vorerst nicht zu glauben, weil ildußland baburd) mtt seinem Freunbe England in Kollision geriete, das in einem Gc- Heimvertrag vom I sich verpflichtet hat, für die Abtretung der Insel Chpern die türkische kleinasiatische Grenze verteidigen zu Helsen. Freilich, derartige Verträge bedeuten heute, wo sich ßie politischen Verhältnisse gründlich verschoben laben, nur ein Stück Papier, das zerrissen wird, sobald es der hohen Politik wünschenswert erscheint. Aber es ist noch sehr die Frage, ob England nicht doch hier zwischen Rußland und oer Türlei au^gieichend roirti, weil, wenn die Flinten südlich vom Kaukasus loSgehen, sie ohne Zweifel ihr den Frieden Europas störendes (riijo auf dem Balkan finden werden. Tri-wliSfrage — Tar- banellcnfragc — Persische Frage — sie bilden heute einen Komplex, der sich — soll der Volkerfrieden trotz der Scheidung der Großmächte in zwei feinbliclfe Lager erhalten bleiben — nur gemeinsam auf dem Wege von Kompensationen lösen läßt. begreife, das; Frantteich in Dcr spanischen Zone kein andere- fRcfliiue zugedcn könnte, als in der «einen. Wirkliche <9d)iuMißleiten bcieitc nur die Frage der iübliäcn Zone Spanien wolle sich wohl zu Konzessionen 1:11 .vinterlanb?, aber nicki an der den kano rischen Inseln, grec.’ül nicgciibrn Müße ftmedaiien. Deutsches Ucicb. Wie ein fDlitglu j Haup ... aiwes dcS Ällbcu t- schen Verbandes, Luperiiuendenr Ä l i n g e m a n n in Euen, mitteilt, wurde vom Auswärtigen Amt die Beteiligung des Verbandes an den Sammlungen für die Deutschen in Sud-Brasilien als nicht errounfd)^ bezeichnet, damit -ick) bet der bekannten Entstellung bet Ziele des Verbandes nicht etwa in Brasilien die Meinung festsetze, das T-euiidic Reich beabfidjligc in Brasilien mehr als lediglich die Unterstützung der bcorängten Landsleute. Daraus hat der Geheime Kommerzienrat Kirdorf, der Mitglied des Hilssausschu,ses ist, fein Amt nieder gelegt und ist ausgeschieoen Ter Alldentiche Verband beschloß, selbständig eine Sammlung einzuleiten, wofür Kirdorf als erster 1000 Mk. zeichnete. Dazu bemerkt die „Nordd. Allg. Ztg.": Ter Sachverhalt ist folgniber: Tas Auswärtige Amt hatte im Interesse der Hilfsaktion für Blumcnau Einladungen zu einer Besprechung an bekannte private Wohltäter ergehen lassen. Die nachträglich von dritter Seite angeregte Hinzuziehung des ^Ulbeutschcn Verbandes zu der Besprechung wurde im Hinblick auf den Kreis der Einge- ladenen, da in dieser reinen Wohltätigkeitssache auch andere polnische Vereine nicht cingeladen seien, für untunlich erklärt. Zn der eingangs erwähnten Mitteilung ist dieser Sachverhalt gröblid) entstellt. _______., General-Anzeiger für Gberhefsen Kit die Xagrtnununer «oiaiionsorntr unv Verlag der vruhl schen Unw.-Vuch- unb Stcinbruderet R. fange. Redaktion, drpcöition unb Drndcrel: SdnifttraM 7. r,nth;_hlt l*ttD Donn br‘ __________________Bübingen: Zenisprecher Nr. 269 Geschästrstelle vahnhofstraßc 16«. recht bei ihrer Zone vorgt • . gen haue, untn gewissen urgschaitcn einen idtcnnidi.-n Bcrlrrler in diesem Gebiete Aulaiirn, tu sic liberalen stellen als Ka-idioaten Herrn Lberlehrer Tr Otto Keller-Oppenheim auf. (Ein brutaler IkberfaD auf englische Minister. Ein FrauenstimmrechtSfanatiker t,t xonbon hat eine seltene Roheit begangen. Durd, einen Wurf da er den Minister £loi;b George, ber eine 1 berale Frau.nvrrsamm- lang seines Besnd>.s gewürdigt l at.c, empfind.ich verletzt: London, 1<>. D z. Llo. d George und Edward Gr en sprachen abend in der Versammlung einer liberalen orancnüccrinigung über das 5t i mm re di t Als sie die Scrfammfung verii.s en. fchl ud.rte em munnlldicr Anlänger des Fran mftimmredit eine M ef f t n g b ü d) f e auf Die Minister und t r n » Llohd George in» Gesicht. Die Büchse zersdmiti ihm die Lippe und verletzte das linke Auge, das Llohd George fast einbüßte. Ein der Tat verd..d)tigcr Mann wurde am Ad end verhaftet. Die Duncan-Schule in VarmftaSl. R. B. Darmstadt, 17. Tczembet. Tas neue Heim dcr Elisabeth-Duncan-Schule ist heute mittag in Gegenwart des Großherzogsvaarcs und einer statt- Uchen Anzahl geladener Gäste mit einer FestlicheU cingervecht worden. Die Festrede hielt Henry T h o d e, wahrend dcr Vor- sidende des Vereins zur Förderung der Eiisabelh^Duncan-Schule, Herr v. P a s so va nt - Frankfurt a. M., die großherzoglichcn Herrschaftcu und die Ehrengäste willkommen hieß. Nach dem Festchor: „Zur Wintersonncmvcnd" von dem Tirck.or dcr Tunemi- Schule, Herrn Max Merz, entroarr dieser ein Bild von den Bestrebungen dcr Schulen, die darnach strebt, auf den ganzen Menschen iwrbildttch zu wirten für eine Erzichung, m-ld?c Der körperlichen unb geistigen Ausbilbimg der Iugeno voiiwmmcn gleiche ^erech- tigung zucrlemu, ben Sinn für bie Bebeutung praktischer Slibcit wachrufr und aus der sich notwendigerweise sowohl lünsttcrischc Forderung wie Leistung von jelbft ergibt. Im Anschluß an seine Ausführungen teilic ber Reoner mit, daß die Stifter ber Schule alle b:e Mädchen, die vorn 16. bis zum 22. Jahre als Lehrerin ober Künstlerin für Die Ausbreitung dieser Ideen wirken wollen, materiell sicher stellen würden. Ein Reigen von 7 Schülerinnen, die nach Sätzen von Gluck, Bach unb einem Scherzo von Merz in ihren leichten Schleier- gemänbent ihre harmonisch-graziösen Tänze Vormonat, erregte allgemeines Entzücken. Nach der Besichrigung des neuen Hauses vereinigten sich die Teilnchmer zu einem Festmahl. Das neue Heim der Tuncamioule ist an einem der schöniicn und idyllischsten Punkte von Darmstadts Umgebung, bei der Marienh ö he errichtet worden, nx> der Großherzog ein prächtiges Gelände von 10 000 OuadratMetern zur Bernigung gcitcll: hat. Tas nach den Plänen des Mannheimer Archrtei.en -lu- leisen erbaute Gebäude enthält den 24U Gcoierlineicr großen Fest- und Uebungssaal, während sich im anderen Flügel bie Schul-, Speise- und Umerhaltungsräumc, und im Obergeschoß Wohn- und Schlasräurne, sowie die Zimmer für das Lehr- und Aussichts- Personal befinden. Tancöen befindet sich ein großer Ueöungs- und Spielplatz im Freien, sowie Gartenanlagen. In das neue Heim, in welchem bequem Platz für 50 ©d?ülerinnen vorhanden ist, haben zunächst 20 junge Mädchen ihren Einzug gehalten. • rb. Ter langjährige Generaldirektor des Darmstädter Hof theaters uno der Hofmusik, Geh. Ho rar Emil Werner wird mit dem Dblaui der gcgenroartigen Soicd zeit Aniang Mai n. I. in Den Ruhestand treten. Nachdem der Großberzog das schon früher eingercidite Enrlassungsgcsuch ab- gelehnr harte, ist das neue, im vorigen Monat cingereiäne Gesuch dieser Tage genehmigt worden. Emil Werner gehört dem Darm- ftäDtet Hoftheaicr feil 44 Jahren ununterbrochen an. Er trat mit Beginn dcr Lvielzeir 106,7 6b al- Schauipielcr für das dbaratteriad) ein und erwarb »ta, alsbald die volle Gunst des Publilurns. 1894 erhielt er den Tüel Hofthcaler-Tirellor uno am 13. Avril 1895 wurde er zum Direktor des Hofthearcrs und der Heimu'ik ernannt. Geheimrat Werner hat sich um bie fünft- lerischc Enlwicklung des Darmstädter Hoftbcaters unbeuicitbat aroßc Vcrdiem.e erworben. Als scm Nachfolger wurden schon jrühur Ruooll Presber, Savus-München und em hiesiger ehemaliger Lssizier genannt. — Eine vv i o cv n t> a entdeckt. 2ius B a n t 2 11 c r wird uns unterm 16. Tczemo.r gemubel: Zolloeamic sanocn bei der llnlcriuchnng von Kisten, die aus Padua iiamnuen, an Bad, das auf Holz gema*: ist und oie „Gioconda ' Darixellt. Die genauere Untcrfuaung ergab, bau die Grögenmaize nicht Diefelacn ind, w-: bei dcr echten „Groeonda'. Man g.aual, daß es hg um ein Kunsaverk handell, dav Dem Museum in Florenz gehört. K K Eisenbaynen im Mccrc. In längster Zeu ist eine sonderbare rechn .. . Anlage cm .anöen im fernen ümcriEa, con ber Du gt'chickr > . ..eien xedinnaen Monatshefte stuit- gart, Franahch?c XSCi*i3- v^uD.ung; bv**—,-n. Die nördliche jQälftc ber sogenannten FloriDastraß-e, ui? l. oaibinsel Florida von Jluba irennt, wird von einem 2d;-, itm l .iner Inuichen aus- gcrüllt. Die aus einem recht ilau.a:, ur.gcndS über b Meter tieieit Meeresgrund emvsrragcn und die >ioriba >ieys bilden. Tie lüdlichue, lant .rüste cuicT Inseln . 1 1 ij berühmt. Key Ecu, Borscntonige. Um Key West reckt Ina : und ichncl! ran Neuyork aus erreichbar zu mack en, hat man neucromgs eine Ei' cnbahn mitten durchs Meer, über d 1 e Kette ber Florida KeyS hinweg, gebaut, die von Miami auf Floiwi biS m -i) West 210 Kilometer lang ist, und von der nur 165 Kilometer auf seuem Boden verlausen. Der Rest von 45 Kilometern verläuft zwischen den einzelnen Infeln übet Meer 1.arme hinweg. Z:x längste ran Den DcrqanCenen einzelnen Viodulten ist der von 1‘ang Key, oer 111 * Kilometer lang ,st tuti) auS 186, un Korallinqesttin des Mcereebcdrns veranterten Pfeilern besteht. In Der Mute d.li'cS großen ViaDnkis rerliert man lc» l'ano auf beiden 2eiten vollständig aus Dem Auge, man bcfinoct >-ch in vor Eiünbalm ntüien auf dem — Tor cau d.r stey L.est-Bahn wurde im 2.lieber 1904 begonnen, 1908 war sie die ^dnights Key fertig, es fehlicn noch etwa 75 Kilometer. Der furchtbare Wirbelsturm vom 11. Cb. 1909, ber Key West größtenteils »erflöne, Hai ,edoch auch cch Bahnbau bart mitgenommen, so daß bte Bahn bis beute noch nicht iertiggeitellt worden ist. Wegen der m ben Dortigen Meerrstetten, trotz Dem seichlen Saffet, oh auf rort entlüft hohen Wellen muhten die sRei'e volle V- Meter doch übet ; em Meeresspiegel geugt werden, wocutch der Bau n-tur. l >'chr crheb.ich tuneurrt worden ist. Schon vor den Crianichäden vom CHöbet 1909 Hoile do- Unternehmen 15 Millionen Dollars, also 60 Millionrn Mark retjchlungen! — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen sckaft. ein Achtzigiahriger. Ter emerit. 0. Professor Der 1‘cnbroirtitbaft Der Techniichcn Hochschule ;u München Tr. ohrl. Karl ^eifew itz begeht am 21. ds. Äts seinen b0. Geburtstag. Er ist zu Torsmatt, Reg.-Bez. Lüneburg geboren 1868 übernahm et das Amt eines landwittschastlichen Wanpet- lehrets nir Die Provinz £ betreffen. Nach injabager Wirklamleit in düset Slei.ung wuroe et zum orbentliaien tietjrer lür rtandwiruchaft am Zoll;: chnikum in Datmstadt etuanm. 1873 folgte er einem Rus nach München. deutsch-französischen Marokkoabkom'men mit dem Vorbehalt bekannt zu geben, daß die formelle schriftliche Zustimmungserklärung zu dem Abkommen erst an einem; späteren Zeitpunkte erfolgen kann. Die Sitzung der französischen Kammer am Samstag trug ein ruhiges Gepräge. Der Sozialist Sembat trat für das Abkommen ein. Das Wertvolle an dem Abkommen sei die Schiedsgerichtsklausel. Tas Interesse Frankreichs, sagte Sembat unter großem Beifall seiner Parteigenossen, zum Schluß, liege nicht bloß in einer Politik des Friedens, sondern in einer Politik der Entente und Annäherung an Deutschland. Hierauf trat der Obmann des Kammecausfchusses Deschanel sehr eindringlich für das Abkommen ein. Der Konservative Denys Cochin kritisierte das Abkommen sehr scharf. Wenn die Deutschen sagen: wir verlangen unseren Platz an der Sonne, so können wir darauf nur entgegnen, daß sie bereits Platz genug einnehmen, denn Deutschland besitze ein großes Kolonialreich und seine Kaufleute seien überall zu finden, dank ihrer Beharrlichkeit und Schlauheit. Er habe es bisher für semitischeCharakter- eigenschäften gehalten, sehe aber, daß dies teutonische Charaktereigenschaften seien. (Heiterkeit.) Die Aussprache wird am Montag nachmittag fortgesetzt werden. Das englische Parlament wurde mit einer Thronrede geschlossen, in der es heißt: „Meine Beziehungen zu den fremden Mächten dauern an und firtb freundliche. Ich freue mich, sagen zu können, daß die Verhandlungen zwischen der französischen und der deutschen Regierung über die Marokko- srage, von denen meine Regierung infolge der Vertragsverpflichtung berührt wurde, zum Abschluß gebracht sind. Was den Kriegszustand angeht, der unglücklicherweise zwischen Italien und der Türkei besteht, erklärte ich in einer Proklamation meine strikte Neutralität." Die Thronrede berührt die Beratungen der Reichskonferenz im letzten Sommer und bezeichnet sie als einen Beweis für die harmonischen Beziehungen, die zwischen den Regierungen des vereinigten Königsreichs und Dominiens mit seiner Selbstverwaltung beständen und für das wachsende Verständnis und für die gemeinsamen Interessen. Die Thronrede drückt die Hoffnung aus, daß die demnächst beginnenden Arbeiten der königlichen Kommission für Untersuchung der natürlichen Hilfsquellen und der Möglichkeiten für die Entwicklung des Handels des Reiches Mittel zutage fördern werden, um eine größere Wohlfahrt und Förderung des wechselseitigen Verkehrs der Reichsglieder untereinander zu «erzielen. Es wird die zuversichtliche Erwartung ausgesprochen, daß das neue Versicherungsgesetz dazu beitragen wird, das Elend der Arbeiter zu mildern, Erkrankungen zu vermindern und ihre harte Lage zu bessern. ** Weihnachtsausstellung. Von den Veranstal- tungen vor Weihnachten ist eine der bekanntesten und besuchtesten die Ausstellung der Handarbeits- und Kunstschule Landmann, die auch dieses Jahr wieder eine große Anzahl Besucher (über 400) angelockt hat. Eine große Fülle von gediegenen, praktischen Arbeiten wurden vorgesührt, wie sie jedes junge Mädchen für den zukünftigen Haushalt haben muß. Ganz besonders hervorragend find die Kunsthandarbeiten vertreten^ bereit Aufzählung hier zu weit führen würde. Genannt seien die kunstvollen Schnitzereien, Brand- und Plättmalereien, Leder- und Metallarbeiten, Porzellanmalereien usw. •• Stadttheater. ,DaS kleine Cbokoladen- mädchen" von Gavault, deutsch von G. v. Schönthan, das am nächsten Dienstag gegeben wird, darf als eines der liebenswürdigsten Lustspiele der letzten Jahre bezeichnet werden. Seit vergangenem Herbst nimmt es seinen Weg über die meisten Bühnen und findet überall lebhaften Beifall. Die amüsante Art, wie die energische kleine Tochter des reichen Chokoladeufabrikanten Lapistolle sich einen Mann erobert, dürfte auch hier lebhaften Beifall finden, umsomehr, da eine erste Besetzung die Aufführung des liebenswürdig harmlosen Stückes tragen wird. "DashessischeTuberkulose-Wander-Museum mar in der letzten Zeit auf Antrag des Landrats in Gelnhausen, Grafen von Wartensleben, je einige Tage in Gelnhausen und Bad-Orb ausgestellt. In ersterer Stadt war es von insgesamt 4500, in letzterer von rund 2900 Personen besucht; auch wurden zahlreiche ärztliche Borträge gehalten und dadurch der Ausstellung ein erhöhtes Interesse eutgegengebracht. Im nächsten Sommer wandert das Museum voraussichtlich nach Thüringen. Bis jetzt war das Museum in 111 Orten ausgestellt und von zlisammen 360 000 Personen besucht. ** Der silberne Sonntag hatte gestern viele Leute hierher gebracht, so daß der Verkehr in den Hauptgeschäftsstraßen zeitweilig stockte. W< Lollar, 17. Dez. Das Gruppenwasserwerk „G l ü ck a u f", dem die Dörfer Lollar, Mainzlar uno Staufenberg zugehören, soll eine beträchtliche Erweiterung erfahren. In Aussicht genommen ist der Anschluß zweier wasserreicher Quellen bei Nord eck und Mainzlar. Kreis Büdingen. t b b a , 17. Dez. Bei bem Eisenbabnnnfall am 8. Ium in Hungen, worüber kürzlich vor der Strafkammer zu Giegen verhanoeit nruriA, ia.hu x.hu, O" r u u uinty yiejigen Geschäftsmannes gesundheitliche Schäden erlitten. Bor einigen Tagen wurde ihr eine Entschädigungssumme von 3 7 00 M t. vom Eisenbahnfiskus ausbezahlt. Kreis Lauterbach. ^Lauterbach, 17. Dez. Der Obstbauverein des Kreises Lauterbach beabsichtigt, in diesem Win- ter einen gemeinsamen B e z u g von B e r l e p s ch e n N i st - hohlen, wie sie bereits durch andere landwirtschaftliche Vereine und Forstbehörden eingeführt sind, zu veranstalten. Vorwiegend sollen Höhlen für Meisen bezogen werden, da diese die besten. Verbündeten der Landwirte im gegen die Insektenplage sind, jedoch sind auch Nisthöhlen sur andere Vogelarten durch den Verein zu be- ziehen. An dem gemeinsamen Bezug können sich auch Nicytmitglieder des Vereins beteiligen. Etwaige Befiel- lungen werden von diesem und den Bürgermeistereien be- reitwilligst enlgegengenommen. Der Preis der Nisthöhlen betragt für das Stück einschließlich Zubehör etwa 78 Pfa. Kreis Schotten. t V1 ' mVr 00C NUNMehv zwölf Wen das in der Nahe unseres Städtchens am Lllten- gelegene hessische Lehrerheim zur Verpachtung ausgeschrieben wurde, hielt es außerordentlich schwer, einen geeigneten Pachter bezw. eine Pächterin für öu, sinoen. Bei der jetzt stattfindenden Neu- verpachtung find dagegen die Bewerbungen trotz er- tro$ erschwerter Bedingungen ganz Sahlrer eingelaufen, so daß nur di? t^^EI^üen üngeoote in die engere Wahl kommen konnten. Dreie Tatsache beweist, daß der Vogelsberg als Er- ^^lhalt rn dem letzten Jahrzehnt mit Recht an Beliebtheit bedeutend gewonnen hat und daß Das Lehrer- rjeim vermöge ferner reizenden Saoe roch einen Augenblick sitzen zu bleiben. Man erwartete nach eine Rede, aber plötzlich wurde das elektrische Licht ausgedreht, die Musik spielte einen Hochzeilsmar.ch und nun erschien an der Wand des Saales die wohlgelungene tinematographische Wiedergabe des Hochzeitszuges; die Brautführer und das Brautpaar schritten voran, dann folgte der lange Zug der Hochzeitsgäste, und jeder sah mit Befriedigung, wie gut gerade seine Aufnahme gelungen war. Schon war die Hälfte des Zuges zwischen der Menge der Zuschauer hindurch in der dunklen Kirchentür verschwunden, da unterbrach plötzlich rin erschreckter Ausruf die schweigende Bewunderung der Hochzettsgäste: „Wer Pauline!" Alles sieht einen Augenblick nach dem Sprecher und ertennt, wie jemand (natürlich Paulines Gatte) mit der Hand nach dem Bilde zeigt, uno nun sieht auch alles, wie Pauline sehr geschickt, doch nicht so geschickt, daß der mitleidlose Kinematograpd es nicht hätte leben können, einem Herrn des Zuges, der aber nicht ihr Gatte ist, ein Brieschen zusteckt. * Eine Hinrichtung als Bühnenschanspiel. Dem „Tag" wird berichtet: Der itidt des naturalistischen Dramas hat in 'Zachon, der Hauptstadt des amerii". Staates Georgia, einen nicht w l«. Frankfurt a. Steigers'.) Rarto in Laggons Mk. 7-50- 100 Kg. lc. Frankfurt a.M. Sulkieb: 1W Rinder ini) Färsen, 415 Kalbe Tendenz lebhaft, '1 «iS“* K ZMndt- |H!pfll sich in ki Art AS rÄ" Abschieds M Änf, wie rVA bitte < hin MN da- Km! S-I-Sp £ ' W einst M G einen ”e Safaifn* m Leit Schweife der st kamen, die von tot MizaktzuM'L einmal über da- ank hier regelmäßig; inter Mwi Aersorst ÄVÄrsNen. 1 M vendet jid) evangelischen iidenFamil »reis ist für ?f5 Psg, Inte ist zur L stimmt und Ms Sonntag ^vspruchW ® Nug d Neigen für :is 3m Mittu fr'stb, 40—44 74-84 43—46 88—37 76-78 80-31 71-78 46.00—49.03 60.00-62.0 i 45.00—47.50 58.00—60.00 48.00-50.00 61.00-62.00 48.00—49.50 60.00—62.00 en der Bahn Hungen nach Brühl sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Bietzen m Gießen die beifolgende Anzeige zur maligen Veröffentlichung Ort: Street: Anzeigen für die Weihnachtsnummer bis spätestens zum Mittwoch, dem 20. Dezember, für die Neujahrsnummer bis zum Mittwoch, dem 27. Dezember zugehen zu lassen. Verlag des Sonntagsgrußes Tießen, Schulstratze 7 Gemeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen & »11 M. »75 R. ®*lu Ternrnf 664 7561 Leipziger & Co. 93-102 85—92 91-96 81—89 40—42 88-40 74-89 73—81 61-72 52-64 55-60 50-34 68—71 63-66 50-55 45—49 JJrai *ür 100 L'ebeub- cdjla.ut. Qeivtdjt orr« vfn» Zu haben in Drogenhandhmgen und Apotheken. 40-44 38-42 33-39 26—32 Wie schon aus dieser Bezeichnung hervorgeht, wendet sich das Sonntagsblatt an alle Mitglieder der evangelischen Gemeinde Gietzens und wird namentlich in den Familien freundliche Aufnahme finden. Der Bezugspreis ist für die acht Seiten umfafiende Einzelnummer auf 5 Psg., also äußerst billig, bemefien. Die letzte Seite ist zur Aufnahme geschäftlicher Empfehlungsanzeigen bestimmt und dürfte sich bei der besonderen Stellung eines Sonntagsblattes zu den Familien ebenfalls eifriger Inanspruchnahme erfreuen. Wir laden hiermit höflichst zum Bezug des Sonntagsblattes ein und bitten, uns Christbaumschmuck tiS einer Streitsache wegen zu fväter Lieferung, mit 10% Rabatt t «erlaufen. Tadellose schöne Ware, avartc Neubeiten. H. Heb, Üaiier-Allee 10. Telepboo SM. Scholten, den 13. Dezember 1911. Groirb. Qbcrförttcrei Feldkriickeu. L ch w e t ne. i'oUfleilcbige Schiveine von 8C—100 kg Lebendgewicht i'oUheihi.ige cd)meine unter 80 kg Lebendgewicht......... Bollneischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht........ ‘l'olifleiictiifle Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht........ ei*neiietiBi| oi neues km durch Färben mit Brmins=Haoshalt[arten ^hiutort q- Märkte. fc Frankfurt a. 18. De». lvrig.-Delegr. de« ,®ien. Anzeiger-^.) Karts ff el markt. Man notierte: Kartoffeln in Waggons Mk. 7.50—8.50, im Kleinhandel Mk. 9.00—9.50 für je 100 Kg. te.Frautfnrt a.M. Biebhof-Marktberi cht vom 18. De», rullrieb: 1004 Rinder, batunler <21 Ccbfen, 50 Bulle, 1332 Kühe und Färsen, 415 Kälber, 176 Schafe, 3106 Schweine. Tendenz lebhaft, 'Dlartt nahezu geräumt. Eingcsandt. ttffir Form unb Inhalt aller unter Dicfc. Jüibril stehend.« Artike, übernimmt die Redaktion Dem Pubi in gegenüber ferner: Verantwortung.. J» «Wy. en Sitzen erhoben. - Stotel i« *“ en oerftorW ^E- , Bergeordnuer . Rodel- ' Schlitten Renn-Schlitten allerbüligat in grosser Auswahl CarlSchunck Friedberg, so wäre, der Zuq 11.90 wieettn-tfl Longen an ans SidXuHfl Gelnbaus« sehr passend, wenn. ia mit Fährt der ebragenauntt dna ,n LnnMN an, io fteM der 1 Milnte Balsaqier tm Zug nach ^rrebberi flbNnnpfrrt Ter 0» döuier Zug rammt 11 20 in Lungen an. brr nach Friedberg fährt aber Lernt» 11.15 ab (&n 6 Minuten iwüwrr-' ifbfabrai wurde Anschluß gewahren Lat man ffrohe> OHr.d, »r» firin man ba4 „fa- mpfe Änschluftzugle brr Station Fahnden nniahren. ist Fortuna noch holder, so verlast! es aerobe die starten und man bad den duffem tm Borbeifahien Grüne nach Fnrtderq anvertrauen. Ja, wird der erftnentr Leser fraem. rw »st das möglich? Zch glaube eine inrafudx Losung dieses Rätsels betau*« gefunden zu haben Cbcrförfterei Feldkrücken. Aus dem SubmiffionSwege unter Zugrundleguna der für die JomininlttHiltninflcn gültigen Bestimmungen beab'ichtigen wir ■>0 Füm. Fichtenstammbolz 3. Kl., 140 Fstm. bedflt. 4. ftl., 300 Fstm. deögl. 5a. SU. und 650 Film, desgl. 5b. RL, zu jammen 1140 Fstm. *r dem Einschläge in 4 Losen zu verkaufen. DoS Holz wird ohne Rinde gemeffen und geschalt überliefert. "oSeimcilung und Klaffenbildung sind unentgeltlich von der Unter- ifidmeten zu beziehen. Das Holz wird von dem Grostb. t™r’,er veg zu Petersbainerhos, Bahnstation Schotten, der Lberhesnschen Äsenbahnen vorgezeigt. , Die Eröffnung der Gebote findet mi Beisein etwa er- uienvncv Interessenten am 4 Januar nächsten zZabreo, vor- »ittagö 11 Ubr, auf unserem Amtszimmer statt. Hiermit bringen wir zur allgemeinen Kenntnis, datz zum Weihnachtsfeste die erste Nummer eines dann regelmäßig Freitags zur Zustellung kommenden Gietzener Sonntagsblattes erscheint. Diese neue Zeitschrift wird unter Mitwirkung des evang. Pfarr-Kollegiums von Herrn Pfarrer Bechtolsheimer geleitet und führt den Titel Sonntagsgruh löemeindeblatt für die evang. Kirchengemeinde Gießen. Chrislbaumt trifft morgen wieder eine frische Sendung ein. 010226 tzcötztc Auswahl. Billigste Prene. hr 3eüanntßür.3, gegeniib. i>. -tadtthcitkis, ll.Ncuci däuc? ielevhon 612. W. HankeL Televhon 612 Ochsen. 8oflfleiWfle, onToemästett. hertjtieu Schlacht- wertes, 4—7 Jahre alt........ die nach nicht getanen haben (ungejattte) Jnuge fleischige, nicht auSgeniäftete und ältere ausgemästete Bullen. Bollfleischige, ausgewachsene, bächsten Schlachtw. Dallsletschige, jüngere Färsen, Hübe. vollsteischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw. Bollsletsauge ausgemästete Kühe höchsten Schlacht- wertes bt6 zu 7 Jahren........ tvenig gut entwickelte Färsen ältere ausgemästete Kühe Mästt ; genährte Küheu nb Färsen .... Kalber. Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... Geringere 'Dtafl- und gute Saugkälber . 6 d) a ' e. Stallmastschafe: Mastlämmer und jüngere TlaftbamnuC . . . 'jleltere Mastbammel, gut genährte junge Schiffe und geringere Mastlämmer....... ’* rtin tri^'r kett der ^n5£, . -r eben o» ' ntvattr ' erlDfld^Ä tzche an E k aber y Meine Sprech- und Wohnräume befinden sich jetzt Seltersweg 79 A (bei Herrn Kilbinger, Löwendrogerie) Sprechstunden: 10—1 ühr vorm., 3—5 Uhr nachm., Sonntage 10—12 Uhr vorm., nur fhr dringende Fälle. Grosse Sendung neuer puppen sowie sonstige Spielartikel und Galanteriewaren eingf txflftuz. fjUKAfi A. Scheid, Schillerstrabe 23. »ehr zu überbmenhen Kihsel erklommen Nach Deveschen ans Nrn- urt-f wurde nettem der !«egerpassor LttUiam Turner ans der Büh« de - Lvernhaute- vor einem geladenen Publikum hmgerichtrr ffr hatte eenen reichen Pffanter namens Jesse Singlev gekötet uhd man wollte in der Wahl der «tchtstatre dessen hinter- bitebenen Berrvanoten und Freunden die (Vknugtueng oer» schassen, stch in aller Beauemlichkeit an den Todes» eudungen des Delenqnenten ju werden. Dährend man auf den tdrettern oen Galgen errichtete, die S»knc somit nicht blotz •.jm Inbund, sondern gleich zion Sechasott wurde, nillten die Zu.chauer Parkett, Logen und Ränge Tann wurde Turner em alter Mann mei ergrauendem Laar, aus der Lulu'se geführt Vtürmticher Beifall, wie er nur je einen Leidentenor oder eene Primadonna begrübt Hal, empfing ihn, untermischt mit Rufen nadj einer Abichecdsrcde. Turner ergriff foglnd) das Wort, be- lanntc unumwunden feine schuld und fdplaß: „Eineu lebten guten Rat mochte ich allen meinen Landsleuten, fdwvarsn- wie meiner Safte geben, nämlich: Trinkt keinen Whisky!" — Er selber jebenialU trank, wie es im alten Liede heiftt, nie einen Tropfen mehr: denn tobafb der Beifall verrauscht war, verschwand Turner, den sind um den Lais, in der Versenkung, und das Drami war M Ende Turner war ein sehr ewflimreidKr Prediger in her rartigen Gemeinde der Stabt D: heistt, die Linrichtung hätte ursprünglich im freien Nattfinden sollen, kur, vor der festgesctzten Stunde aber begann es so stark zu regnen, daß man daS The-ater vor-og, und zwar mit Rücksicht auf die Zuschauer? Diese Spielart dwiNlichen Mttgefühl- ist nicht ganz neu Als ernst in Pari- ein Mensch getnerteilt wurde, bem man einen Mordversuch auf Ludwig XV. zur Last legte hieben he Henkersknechte mit Peitschen auf die vier Pferde ein, an deren Schweife der Unglückselige gebunden war. Den vornehmen Tarnen, die von den Balkon en und Karossen dem barbarischen Fustizakt zufahen, ging der Anblick tief zu Herzen und sie riefen einmal über das andere: „Die armen, armen Pferde!" Letzte 2i ach richte ii. Paris, 18. Dez. Der „Petit Parifien" schreibt, eS fei nicht nötig, daß wegen der Berlängerung deS am 31 Dezember zu Ende gehenden franzöfifch-spanischeu Poli-eimandat- in Marokko Berhandlungen mir anderen Machten angeknüpft wurden. Der Sultan von Marokko habe Frankreich und Spanien ersucht, die an der Spitze der marokkanischen Polizei stehettden Offiziere auf, ihrem Posten zu belassen. Paris, 18. Dez. Der französische Botschafter in Petersburg Louiö hat seine Berufung auf den neugeschaffenen Unterstaatssekretärposten im Ministerium deS Auswärtigen ahgelelpit. . Bei der "Sufftellung der Fahrpläne wird in folgender Weife verfahren: Die Strecke Lungen-Friedberg tft soviel Kilometer lang. Der Zug muh um die und tn< Ant in Friedberg an- kommen, damit er nach Frankfurt Anfchlu» bat, d,e Fadrlye- schwindigkeit beträgt »besser soll betragen soviel fkilometer, — allo mutz der Zug um diese Zeit in Lungen abfahren Datz der Zug aber auf manth.n Stationen 2. 3, ja 1 Minuten hält, daran lehrt sich hohe Listn bahn Verwaltung nicht . . . « Aber daS Schema F wird genau aehouddabt Daß eS trotz dieser 3eden beim Alten bleiben wirt, bm ich satt Überzeugt, denn wem wäre her Anschluß auch nützend? Meinen Geschäftsleuten, ein paar Reisenden und wenigen Bauern^ auf die brauch: ia auch kein.- fRudiiibt genonuuen zu n^erden. Wetterausüchteu in Leffen am Tieiiütag, den 19. Te»ember 1911: Wechselnd bewölkt, trocken, Temperatur wenig verändert. Christbäume frisch eingetroffen, Kirchstraste bei Fr. Stein.____________Q1(ß48 TfisitenAarteii liefert raeeh end oülifwi ^n6ai1 wird 1»., ltn »ttbfn ■' J* «<%. . a”s Hon rfftit. Mar oit . 52 K ein 8(, ein ;1r- J cufonngcH ^Neidiai» lbl lverotbnttmDtril2[r-' lc^en Sitzung nah-. bec aus |itQtf.„ ‘7 hegen bie <•. gönjlid) ü-. e^gen würde. nntn und zwar iü( Rottung einer feile., -msührung allgemein echielvetkehr zwiickca :be eine feile itid- "ch Nebel, Xreibeit, "> da mit ihrer h>! "ue. Tie Erbiuiuii, l gehegter Künf^ e die!pnnbe(5fammf latSrcgirrung unb c :?/ dafür cinjuticic. dem ÄleiSweg eu bnnden werden ur fördern. Friiche Lendums Christbäumc eingetr. Ticnftmann Böchoer, _3um Rebstock*, sowie Ludwig- stratzc 3« bei Hauser. 0101L Christbäume frisch ringetronen. Adolf Bett, Bleichstrairc 15.01^638 TIH- NikIImiU»-. Extra billiger MoachMerkaiii Wb" zu wirklich staunend billigen Preisen "dk 27- eefüttert, für Schuhhaus Iferren-S Winterstiefel, Boxleder, moderne Stiefel 2.75, 22—2t Kinematograph. 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Novemlier 1911. ,SIbbrud'' Bei dem heute morgen stattgefundenen Gas- osen-Kaminbrand im Grohherzoglichen Ren- denzschloffe wurden zur Löschung des Feuers, das schon größere Dimensionen angenommen hatte, vier Minimax in Anwendung gebracht, die von ausgezeichneter Wirkung waren, das Feuer war in circa 2 Minuten vollständig gelöscht. Wir bitten um Ersatz der Neutüllungen. tatatt ÄlWMiHq gez. Schön, Schlossinspektor. Mit 7548 MINIMAX sind seit 1904 AE 7^^ schriftlich angezeigte 23 l dÜ Brände gelöscht. Davon bei Industrie, Handel und Gewerbe.....19147 Landwirtschaftliche Betriebe ..... 901 Privat-Wohnungen ......... 2403 Diverse .............. 2327 und durch Feuerwehr ....... 960 79 Menschenleben vom Tode errettet. Vertreter: Otto Pickert in fliessen. VI ITKA R TFTV in Jeder beliebigen Schriftart und Kartonsorte, ■ ■ sowie mit Zirkeln aller studentischen Vereinigungen liefert zu mäßigen Preisen die BrühPsche Univ.-Druckerei finbelsberffer. Gabelsberger Stenogravhen- Verein Gießen ((5.93.) gegr. 1861. DamenvereinGabelsberg.Gießen. Wir eröffnen am Montag, den 8. Januar 1912, abds. 8'/3 Uhr, in unserem Vereinszimmer im Cafe Ebel einen Lehrgang für Anfänger für Damen und Herren. Honorar Mk. 6.—. Gleichzeitig beginnt ein neuer Kursus für Maschinenschreiben, für Mitglieder der beiden Vereine und die Teilnehmer an dem An- sänaerkursus. Honorar Mk. 2.— Anmeldungen werden erbeten an den Vorsitzenden, Sekretär- Loh, Mühlstr. 31. [v'8/is Schm Ein ank in 4 Akten von Carl Laufs. nde nach 9 Uhr- Voranzeige. Dornröschen Märchen in 3 Bildern von C. A. Görner. Ende 5l/e Uhr. Samötag, den 23.Dezemb. 1911 nachmittags 3*/2 Ubr Kleine Preise. Kleine Preffe- W Kinder Vorstellung'. Stadttheater Giessen Direktion: Hermann Steingoetter. Dienstag, den 19. Dez. 1911, abends 8 Ubr 11. Dienstag-Abonn.3 -Vorstellung Neuheit! Neuheit! Gewöhn!. Preise Gewöhn!. Preise $oS!kiit.5(6i)tolii)tninflMtit Lustsp. in 4 Akt. v. Paul Gavaull, Deutsch von G. v. Schönthan- Ende IO3/, Uhr. |a,e/u Mittwoch, den 29. Dezbr. 1911. abends 7 Uhr: 10. Mittwoch-Abonn -Vorstelluna- Gew. Preise Gew. Preise Ein toller Einfall Der heutigen Stadtanflage liegt ein Prospekt der Emmericher Waren-Expedition, G.m.b.H., Filiale Gießen, Kreuzplatz 9, bei. C,8/ta Linoleum -T eppiche und China-Matten Reiche Auswahl in allen Grössen und Preislagen HEINRICH HOCHSTÄTTER Kirchenplatz 11 7340 Kirchenplatz 11 • ■*!* König Sie M in W« Sm»' .ifertedlttelnesk «elmehr kaum londoner JuMi '^sondere Well ix ten dieses ne Lng wie em 1 £ Sie ist.pe stellt ein grave'-' manten nicht >ve eingelassen. Eine solche <„(,61 noch nie zu worben, erzählt K Mt «W» Z gefertigt hat,, die Königin lur u hohen Lürde da orteten alle Entivi der Herstellung, bi ^bei mußten nie der König legte bcu Tatsatz daß eine war- Atz pxr 2 besonbere Stahl Morgen hütete eu •tss probierte. '2ei 2 Diamanten. Zwi imb zwar vier Sm Xie Mischen diese ebenfalls wiederui Alattorname des Kronenre.ieis ragb, der sür sich jeinesgleichen hat. sind würdig, eine; Schönheit als dm ein Vermögen da Delhi, 16 Jubel derMen abgereist. Des Uns beschästigte sich der Glltachii mannen Orten bellten uni) be. geschlo/M fjabei, bimg dieses W schMtz darüber, Ww handle T>r. sliväe-^aM auf Beseitig den möge, und der Handelstar die folgende E . Nach der gn bie Gutachter I’Lm ° M her 4 vas werden gerade Uchenichiebung ichkin erweckenden ' Mür össent Sä* gag- . der Wen t Än^V’ daß etwa 60 S-iAS "tlnet Schlich - 6i«W, -lnen6turt 'n bfeW^e "•jtbani" unJG $ Minister Pl-r "Ta pi chen v L'S: "Her