161. Jahrgang Zweites Blatt Nr. 201 Erlchetw tL-Iich mit Ausnahme bei ktnmtag«. 64; 16. 'Jllfreb Hahn, M. Tv. Gießen Redaktion, Expedition und Tnicfetet: 54ul* flrafee 7. Expedition und Verlag: 6L Redaktion: 112. leL-Slbr.: AnteigerGiehen. Dünrberg. Turnfest. Gießen, 28 Aug. Ta» von den beiden hiesigen Turnvereinen gestern veranstaltete TünSbcrg-Turnsest für die Turner deS Gaues Hessen nahm bei dem sehr günstigen Wetter einen hvchbesricdigenden Verlauf. Ta schon bei den letzten gicick)- artigen Festen der Platz auf dem Gipfel des Berges sich als zu klein erwiesen hatte, mar er für diesmal an den Fuß des Dünsbergs, auf eine herrliche Waldwiefe, dicht oberhalb des Forsthauses Bieber verlegt worden. Eine wundervolle Aussicht >iach dem Städtchen Königsberg bot sich von dem von friidigrüncn Bäumen umstandenen Platz aus, der für ein volkstümliches Wctturnen wie geschaffen war. l Ein Sonbcrzug der Biebertalbahn führte bie aus allen Teilen des weilausgedehnten Gaues gekommenen Wett- turncr und Kampfrichter früh morgens nach Bieber. Bon hier aus marschierten die Wetturner unter Führung des Gauschristwarls Wenzel- Gießen über den Tünsberg- abhang nach dem Turnplatz, während ine Kampfrichter sich direkt dahin begaben. Um 11 Uhr wurde das Wetturnen durch eine Ansprache des Gauvertreters Hel in-Gießen eingeleitet, der u. a. auch der gorstbehörde für ihr Entgegenkommen dankte. Tann folgten die allgemeinen Freiübungen, die sehr flott gingen, und das Wetturnen in Hochsprung, Weitsprung, Hindcr- nislaufen über 100 Meter, Stemmen und eine Freiüvung. Tie höchsterreichbare Punktzahl war 90 und die Hälfte davon berechtigte zum Sieg. 232 Wetturner traten an, von denen 132 die zum Lieg berechtigenden 43 Punkte erturnten. Am Nachmittag fand noch ein Ltafeltenlauf statt, an dem fich fünf Mannschaften beteiligten. Tic um 6 Uhr stattfiudende P r e i s v e r l e i l u n g, die Gauturnwart Will- Gießen mit einer die guten turnerischen Ergebnisse des Wetturnens hervorhebenden Ansprache eröffnete, hatte folgendes Ergebnis; Einzelwetturner: Montag, 28. August 19U Rotationsdruck unb Der'.ag bet Brühl'schen Universität- - Blich* unb SteinbrudereL 9L Lange, Gießen. Lie „Gletzeaer La«lltendlätter- werben dem „Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegl, baS ..Kreisblatt für den Kreis «letzen" zweimal wöchentlich. Tie „landwirtschastlichen Leit- träges" erscheinen monatlich zweimal. 2lu» bepen. T i e L a n d t a g S w a h l e n Tic Deutschsozialen beschlossen gestern in Nidda, für den LandtaaswahlkreiS Nidda den Landwirt Willi Dorsch H. in Wölfer-Heim auizustellen Weiter wurde beschlossen, im Landtagsbezirk Echzell-NeichelSbeim den bisherigen Abg Breidenbach-Dorheim zu unterstützen, nadtbem dieser die wesentlichen Forderungen deS deutschsozialen LandtagSpiogramms an erkannt hat — Eine Entscheidung über den Reichstag- Wahlkreis Friedberg-Büdingen wurde nodi nicht getroffen, diese vielmehr dem Landes- und Wahlkreisvvrstand der Partei übertragen. Miteide* mSiBn-Favorh-Nchnli haitiicTS enlzürk' «J ' Salomon & Cie Dampfer, Wetzlar Rieder-Girmes, .\)d). Dcchert, M. Tv. Gießen, ........ ' ’ ‘ ' i, 63' 2; 17. Paul Langer, Ang. Loos, Tv. Gießen, Geld zuiücl ko-itn'rr _ bei umgehende Rückse'.duct Zusendung -m einficbs-cn pa Nachnahme ponofrei'« SNuminerBfüriMMy ß Nummern für 9 Nummern für12 Mk.»1 Die Geschastzergebnisie der deutschen Attien- gesellschastcn im Zahre 1909,10. Das Kaiscrlidie Statistische Amt veröffentlicht in einem Ergänzungshefte zu den „BierteljahrSheften zur Statistik des Deutschen Reichs" eine eingehende Arbeit über die finan zielte Gebarung der deutschen Aktiengesellschaften im Fahre 1909 10. Tie Arbeit ist eine Fortsetzung der Statistiken für 1907,08 und 1908,09., Bon den am 30. Juni 1910 vorhandenen 3261 Aktiengesellschaften (mit Ausschluß der in Liquidation oder ui Kon- turs befindlichen kamen iur die Rentabilitätsstatistik für 1909 10 4607 jogenannte reine Erwerbsgesellfchaften in Be tracht. Tenn ausznscheiden waren alle Gesellschaften mit nicht-wirtschaftlichen Zwecken solche, die satzungsgernaß btc Gewinnerzielung ober Divibenbenverteilung ausschließen oder bcidiränlen, endlich auch solche, deren Bilanzen mdit oder lüdenbait veröffentlicht wurden, ohne daß durdi Rückfragen Aufklärung zu erzielen war. Tas eingezahlte Aktienkapital der 4607 Gesellschaften betrug am Tage des Bilanzabsdstusses 13 721.04 Mill. Mark. Tie echten Reserven beliefen sid) auf 3013.10 Mill. Mark •= 22.0 v. H. des eingezahlten Aktienkapitals. Bon jenen 4607 Gesellschaften mareti für 3239.13 Mill. Mark Obligationen im Umlauf. Tie Statistik iur 1909.10 verzeichnet: a> 3821 Gesell schäften mit Fahresgewinn, b) 707 mit Iahresverlust und c) 79 ohne Fahresgewinn oder -Verlust. Bet den Gefellfchaf- ten zu a.i belief sich der Fahresgewinn auf 1366.08 und bei denen zu b der Fahrcsverlust auf 78.44 Mill. Mark, so daß der Jahres mehrgewi nn von sämtlichen 4607 Gesellschaften 1287.64 Millionen Mark betrug. Vergleicht man diesen Betrag mit dem eingezahlten Aktien- kavitat, so ergibt sich eine R en t a b , l i t ä t sz i f s e r von 9.3 7 v. H. und wenn man zweckmaßigerweise das ganze Unternetniungskapital (Aktientapital echte Reserven be- ruckjichtigt, eine Ziffer von 7.82 v. H. gegenüber 7.03 d. >■>. im Fahre 1908 09 und 8.3., v H. im Fahre - Will man die Geschäftsergebniffe deckAttiengcsellschaften vom Standounkte der Aktionäre aus kennen lernen, so bieten die Zahlen für die ausgefchütleten Divio enden einen gewissen Anhalt. Von den Wi reinen Erwerbsgeselt- schaiten verteilten im Jahre 1909 1" 3319 Gesellschaften eine Tivldendensumine von 104:3.90 Millionen Mark. Auf das dioidendenberechtigte Aktienkapital aller reinen Erwerbs qesellfchaften machte dies 7.76 o. H. aus gegenüber 7.3.8 r. H. im Jahre 1908,09 und 8.7 o H i m Zähre 1907,08. 1. Preis Hans Thüt, M.Tv. Gieße», 84(2 Puntte: 2. Shit). Loos, Bubbach, 83; 3 Hch. Blank, Wetzlar, 76; 4. Fol. Fhlc- feld, Friedberg, 74'» ; 5. Herrn. Cbcrheim, Gedern 72'. 6. Wilb. Kod>, Fncdbcrg, 72; 7. Ernst Element, Butzbad), 71',; 8 Gg. Schab, Bupbach, 71; 9. H ^chimpti, Tv Marburg, >-1'. 10. tberm. Schirmer, Tv. Gießen, 68. 11. Zal. Mathaus, ilheder-Weisel,, >?. Rohrsherm, Mroibori, 66' -t; 12. Mart. Teator, To. Marburg, Th. Hauvtvogel, Tv. Marburg, 65' ■■: 13. Ph. Schivab, Tv. ifsteßcn, Friedr Schniidt, Tv. Marburg, 65; 14. H. Letdolf, Raunheim, Gg. Albold, Tv. Gießen, Werner Schulte, Großen-Linden, 64',; 15. Alb Schmidt, Heuchelheim, Hch. Schneider, Weilar, Hch. «Besin Äs" zd. * - * USA- gehend erb'-ttn in. R. 0. Binde, Gu.u.AdMwe1-] Chemnitz- ib rp^|r"' „„..riii i ul» Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oderheffen und 1000 »lunbc, ® ?« ©roüflabl. tat* Die beliebten dur h Rei h gtietz ^rhnr-e Pappenheimer-Lost )tc. werden am 1. Sept. er. wieder gezogen. 4 Treffer ä 3200001« 2 Treffer ä 3000001h -1 Treffer ä 160000 b 2x81000 Härt 4x76832 Hui UMO0Ä ?; 44. H Sack, X» udii; herm, 48; 45 Peter Rrtzert. M.-Tv. Gießen, H. Seipv, Ockers häufen, Christ Geißler, M.-Tv. Marburg, 47',,; 46. Wilh. Arnold, Lützelliiiden, Hch. Sprtznagel, Gießen, H. Duchare i.auierba±, Wilh. Lenz, Tv. Gießen, Hch. Jung, Tv. Heucl Leim, Rud. Leisler, M.-Tv. Gtetzen, Ernst Schmalz, Hungcn. 47; 47. Ph. Zeckler, Wetzlar, <^g. Hügenberg, Friedberg, Fa.' BiU, Raunheim, 46' t. 48. Fns Röder, M-Tv. Gießen, 1« V? Bcnih. Faede, T.-Gm. Marburg, Hch. Müller, Tv ; Adolph Xfupp, Rwba, Ludw. Zimmermann, Wetzlar, W. Rinfc , Wetzlar, Christ. Fshnm, Grarnmgen, Peter Hildebranm, Nieve-. Derlei, Düh. Roth, Langsdorr, 45' r; 50. Wilh Hebbel, Orten- M.-Tv. Gießen, Mari Leib, Mroibori, . .. . Fritz Brandt, Bad-Rauheini, 62'.. 18. Marl Meyer, Tv. Grimberg, W. Schnier, M.-Tv. Rodhcnn, 61'»; 19 Hch Roth, Langs- dort, Hch. Grölz, Tv. Taubringen, Ful. Schuster, Wetzlar, 60',; gebt." , Ter Herr wird sein Tun üicllcidit zu bereuen haben. Fast die ganze dcutsdie Presse, von der ..Köln. Bolksztg." bis zur „Bosi. Ztg.", gibt eine Antwort daraus, die für den Engländer ind'l sdmteickelhaft hingt. Eine halbamtliche Notiz der „Üvlu. Ztg." sagt folgendes ba.su : „Wir wollen uns vorlöuiig bi eie Ansicht nicht aneignen, beim wir fünnen nicht glauben, daß ein Staatsmann tu w hervorragender Stellung über die Politik einer Macht, mit der seine Regierung nidtt im Mricg steht, derartige Äeußerungen getan hat, die sicki sachlich als em Gemisch von Haß, Unke n n i n i s und Seiditfcrtigfcit darsteilen und ebenso gut in einem Pariser Hetzblatt hätten erscheinen können. Ist der Tiviomat der „Reuen Freien Preise" wirklich Herr Cartwrigbt und hat er iid) wirNich so geäußert, wie das Blatt sagt, so ge- iviiliil die Angelegenheit natürlich ein icbr ernstes Geiichi. Wir erwarten zuversid)tlidi eine baldige und grünölidic Ausklärung. " Tann druckte die „Köln. Ztg." einen ivaltenlangen scharfen Artikel aus der „Rationallib. Morresv." ab, in dem es zum Schluß heißt: „Eine M i l l i a r d e n l a st hat dos deutsche Bott iahrzebnte- lang auf sid) genommen, um sich in Heer und Flotte eine Rüstung ;u schaffen, die der Erhaltung des mit den Wasten gewonnenen Deutfdien Reichs und der Wahrung feiner Interessen Die LntlchSdigung fcutfdilanös. Die in Berlin erscheinende Zeitung „Fournal 1 d'A llemagnc" veröffentlicht einen angeblich von deutscher amtlicher Stelle beeinflußten Artikel, der eingehend den deutsckien Standpunkt in bem gegenwärtigen Abschnitt der marokkanischen Bcrhanblnngen zeichnet. Tanadi werden ( die deutschen EntschäbigungSaitsprüche wie folgt dargestellt: Augenblicklich lind wir 1011 der Berstaiid^ung »och entfemi Ter strittige Punkt ist v, rößeb » Hinterla n b e 6 v 0 n Kamerun, das Frankeich aus btn T Gabon und des Icrruoirc Militaire du I'dtad zur Abrundung der deutschen Kolonien Kamerun abtreten soll Für Tcutidiiano sind zwei Tinge von besonderer Wichtigkeit: ein ausreichendes 3iud Küstenland mit einem brauchbat unö der ungehinderte Zugang zum belgischen Mongostaat iorrie znin Kongosiaat selbst Diese Möglichkeit erwachst Tcuiidilanb aus dem Geknete, das öte natürliche Verbindung zwilchen Kamerun und dem jtbngo idjafien wurde Wciin wir uns schon mit der Konzession des französischen HiMerlanbes zufrieden geben wollen, muß bie Mgrcnzung in dem Umfange eriolgcn, bau die Kolonie Mamcriui ihre Abrundung längs des Scharifluises füblidi erfährt, in der Fortsetzung des Flußwstems bis zum Ubangi, der die Grenze gegen den Kongostaal bildet. Die Abtretung des sogenannten Enten schnöbe l s, der Rordostspitze i'.'ii Dentsch Kamerun int lidiabfec, die um des Prestiges willen von Fr.inkre,d, pcrinngt wird, kann um s 0 weniger e r s 0 l g e n, weil in diese vorgesdrlagene Abrundung da-, Gebiet von Binder, Lera unb Lai, bao unmittelbar an den „Emenschnabel" anstößt, miteingeschlossen Fm Lüben von Kamerun nntßte bie Grenze bis Eorlsco Bai gehen -- über bie Abtretung der spanischen Kolonie Rio Muni ließe sich ebenfalls , um bann im Hinterlande von Französich-Kongo auf ben Ogowefluß zu stoßen, und in besten Fliißsystem bit ft jüblich bis Brazzaville an den Kongo zu gehen Somit behielte Fran kreid) bie Küste und ein immerhin breiies Hnlterlaild nebst dem 3ugang zum schiffbaren Konao Ter Sangaflutz würbe bann ' - - ; Die Mitte oe-> abzutrctenben Gebietes bilden Tiefe Kon auf den ersten Blick außerordentlich groß erfcheinen Man darf aber nicht vergessen, daß es heb zum größten Teil um unkultivierte und kaum unterworfene Gebiete handelt, die ern 111 Fahrzehnten dem Handel erschlossen werden können Fst dies i Preis zu hoch du Frankreich Mittel und 0|t Marokko als politischen Interessenbereich erhalten wird, in dcm nerhalb des Rahmens der Akte von Algeciras schalten und walten kann ? Man 'oll in Frankreich nicht vergehen, daß seinc Rolle als „Mandatar Europas" in MaroNo anegeipiclt wäre, to?itn ihm nicht n a di 11 d g 11 di Indemnität fü r die zahl reichen ll e b c r i di 1 e i t u n g e 11 seiner Zuständigkeit erteilt wird Di maroklamsche Frage muß jetzt zu einer restlosen Erledigung kommen. Tic polnische Vormadttst.-llung, die Frankreich iidi durch seine militärischen Operationen g« wird Teulidiland anerkennen, wenn eimnal, wie schon dargelegt nurde, d>c freie Ausübung des deutfdien Handels in Marokko vci bürgt wird, ferner Südinarokko ein für Teiuidilanb bestimmtes hanbelsvoliiisches Reservat bleibt unb brittens bie territoriale Ent- 'chadigmig in bem angedeuteten Umfange geleistet wird. Einige Blätter behaupten, das Blatt sei von einem Verwandten des Herrn u. .Miderlen Wachter inspiriert worden. Im allgemeinen wird es in der Berliner Presse bc zweifelt, daß es sich um authcutischc Ausführungen handele. Die „Informationen" über das „unmittelbar bevorstehend^ Ucbcreinlomrnen" schießen überhaupt arg ins Kraut. So hat am Samstag die „Ageucc Havas" folgeude Rote ver- öffentlich!; Alle heute abend iit den Blättern erschienenen Mitteilungen über die deutfdi-franzöfifchen Verhandlungen, besonders über den bcabjiditigtcn Gebictsaustausch, )tnö tendenziös oder unrichtig. Ein englischer Hetzer in Wien. „Tendenziös oder unrichtig" — wir können hinzufügen, daß die meisten Mitteilungen der auswärtigen Presse Hetzarbcit gegen Teutschland und seine Fntcresscn bedeuten. Ein in Wien beglaubigter Tiviomat — man zeigt mit Fingern auf den dortigen englischen Botschatter C a r t wright — hat in der Wiener „Reuen Freien Presse" fich über Teutschland in der Marotkofragc in einer Weise ausgelassen, die, sofern cs sid) ivirtlidi um Eartwright Händen, die Frage nahe legt, ob unser auswärtiges Amt nicht wird eiuschreiten mühen. Es hieß da nämlich: „Fd> sehe also voraus, daß die dcutsdi. Regierung nur mit einem ärmlichen Resultat aus diesen Vcihaublungen zu- rudfehren wirb. Wenn Teutidilanb hd) bannt nicht begnügen, sondern Frankreid» große Zugeständnisse abnotigen mellte, so be- beutet das den Konslikt. Also: Tie deutsdic Regierung hat bic Wahl zwischen her Unzufricdenheil bei Alldeutschen ober dem Konflikt mit Frankreid), imb ich glaube, das kleinere liebel wäre die gerechte Zurüdnxisuilg der Alldcutidieii mit ihren den Müden gefährbenben Begchrlid)keilen. England in ganz aus -seue Frank- rcidiv. England ist jo gut wie Deutsd)lanb eine Lignatarrnadit des Vertrags von Algeciras. Diesen Berlrag hat Frankreid' nicht verletzt. Bkan hat allen ^Gruub, xeiitidilanb zur Mäßigung zu ermahnen und nicht Frankreich, bas in Ieiner Weise bie Gesetze ber Mäßigung überschritten hat. Man^ Hat bas Gejiihl, baß Deut sch land herausiordert. -tieieä ewige Herausforbern fängt an, bedenklich zu werden. Hiiilcr der Entsendung des „Panther" nadi Agadir unb butter ber ganzen auswärtigen Politik Deutsd)lanbs, irnoferii sie loldicn Provekalioncn huldigt, steht aber iür benienigen. der ^.euudManb kennt, nicht bas beutschc Volk, sondern nur eine gewuie Uliquc, die gleid) rücksichtslos in verschiedenen curoyän"d)en Zentren vor- [iiiirt; ui tff! ;'Ä4*Ä* Im ganzen werden verlost Ü« 1? liin m mit staatl Aufsicht u-Gtri Garantie: gelten sollte. Man wirb im Volke erwarten bdritn, baß das Schwergewi cht dieser Rüstung auch bei bichn Ver- lanblunqcn in btc Wagidiale geworsen wird, unb man täte auch int Auslande gut, daraus 9lüdhd)t zu nehmen." Sine Ableugnung de» englischen Botschafter» in Wien. enalifche Botschafter in Bi lieben Korresponbenz" auf bi telegi Anfrage, ob er sich zu ber Anschulbigung, bie bewußten bciitidi-feitib' hdicii Anfdiulbigungen ber „Reuen Freien Presse veranlag zu haben, äußern wolle, teleg 1 p ' zösischer Spradie gcantiüortet, btc in cer lieber- etzung solgendcrmaßcn lautet: Hingen ericheinenbe Artikel, deren Ursprung id'fcdu unterrichtete Leute mir zuschreiben, ab. Fairfax Eartwright." Zu biejrr höchst gerounbenen unb dehnbaren Erklärung bemerkt bn< Wölfische Burc 1 , behauptet demnach, daß er mit dem 1.1 Frage stehenden geyäsjigen Artikel nichts zu tun habe Das tu sehr merk- roürbig unb ivirb vielleicht nicht überall Glauben finden Aber wenn Herr Eartwright ben Angriffen wirklich fern sichen sollte, bann umso besser für ihn Herr v. lliderlen von einem Franzosen auSgrsragl. Run hat Herr v. Ktberlen einem Vertreter der Presse boch Rebe stehen müssen Es ist aber ein französisch t Zei tungsmann, unb nicht einmal einer, ber eilt maßgebendes Organ bedient: Pari -, 27 Aug Der Staatssekretär v K'iderlen Wächter wurde kurz vor seiner Abfahrt von Ehamonir von einem Vertreter der Pariser Zeitung „E^cel- f i 0 r" interviewt. Ter Journalist fragte den Staatssekretär; „Gestatten Eure Exzellenz, das; ich einiges irage ?" Ter Staatssekretär antwortete: „Beginnen Sie ruhig." „Wann geben len Sic nacv Tcntschlaiib zurückzukehren?" „Rionlog ober Dienstag Fd) bc- inbc mid) uidit auf einem ofnzicUcn Urlaub. Fch habe gewußt, baß Herr Tambon am Montag abcub nadi Berlin abreifen wirb unb ui' gebente on biefem Tag ebenfalls näh' Bcrhu zurückzuk hren Fn Genf werbe id> mid) nur einen Tag unb in Bern ebenfalls nur einen Tag auihnltcn, so baß ich benfe, Dienstag mittag in Berlin zu sein!" „U n b b i e m a r 0 k k a n i s ch e F r a g c?" ,,T t e lasse 1 d) ruhig b i s Mittwoch s ch l a s e n!" „Was beulen 2ic über bic Situation?" „Fdi beule, baß sich alles sehr gut arrangieren läßt. W11 wollen bic Unterhandlungen auf neuer Grunblage nneber auf nehmen!" „Glauben Sie, daß die Aussichten gut sind?" „Fa!" „Glauben Sic, daß der Krieg ver- mieden wird?" „Es find wenigstens viele Aussichten dafür vor- 1 anbei. Weber Teutschland nodi Frankreich wünschen einen Krieg, das ist meine ernste Uebtricugnng ’" „Welches find die genauen Forderungen Teutschlands?" „Der Staatssekretär antwortete daraus: „Wir verlangen nur Würdigung unserer 0 k 0 n 0 m i s ch e n F n t e r e s s e n , aber wir wünschen keinen Landbesitz bort. Wenn Frankreich die Algeciras- a f t c respektiert hätte, würde alles vorzüglich gegangen fein. Aber es Hat zu sehr zu Ungunften Deutschlands ben französischen Hanbel favorisiert. Der Korrewonbent fragte bann: Unb? Herr von Kibcrlen-Wachter sagte; „Fch bemerke, baß wir zu sehr ins Plauber» geraten unb. Sic sehen, ich bin heute sehr liebenswürbigDamtl stellte iid) ber Staatsscftrctär ui Positur, um sich von einem Photographen aufnehmen zu lassen. Aus bem Bahnhof begrüßte ben Staatssekretär ber Prä- Ubcnt bcs Departements Haute-Sapom unb teilte ihm mit, baß bic Eisenbahnvcrwaltung ihm einen Spezialwagen zur Bersü- gung gestellt habe. Der Staatssekretär bankte perbinblidift unb suhl bann nach Gens ab, wo er abends um 9 Uhr eintraf. berg, Karl Schäfer, Biedenkopf, Otto Schön, Tv. Gut Heil- Ruüdershanscn, 45. Im Stafetten lauf erhielten Preise: 1. Gießen, Mtv. 66 Sek., 2. Gießen, Tv., 1. Mannschaft 67 Sek., 3. Krofdorf 681/2 Sek. Aus Statt und Land. Gießen, 28. August 1911. ** Eine Versammlung milchproduzierender Landwirte. Im „Ielsenkeller" hier sand am Freitag auf Anregung des Vorstandes der „Vereinigten Landwirte von Frankfurt a. M. und Umgegend" eine Versammlung von Landwirten aus Gießen und Umgegend statt, die sich mit der Milchpreisfrage und einem Zusammenschluß genannter Landwirte beschäftigte. Tie Versammlung war sehr gut besucht. Landwirt Wilhelm Weil- Lang-Göns, Mitglied der Landwirtschaftskammer, leitete sie. Direktor Hi r s ch e l-Friedberg und Landwirt Adolf Hensel-Dortelweil berichtete eingehend über die diesjährige Lage des Milchmarktes, den Milchpreis in Gießen und über einen Zusammenschluß der milchproduzierenden Landwirte in Gießen und Umgebung. Infolge des Milchpreisaufschlages der Milchhändler sowie der durch die herrschende Dürre hervorgerufenen Milchknappheit sei eine Regulierung des Milchpreises umgehend notwendig Eine Aussprache knüpfte sich an die Vorträge, an der die Landwirte Weil und Sch au m-Lang-Gons, Keßler-Großen- Linden, H. Got t m an n-Gießen, Jung-Leihgestern, die Motkereibesitzer Phil. Frey- Lang-Göns,' Grieb- Gießen, Wicz 0 r e k-Gambach und der Milchhändler Brück- Lang-Göns sich beteiligten. Tie Redner waren der Ansicht, daß ein Zusammenschluß der Milchproduzenten in dem nord-- westlichen Teil der Provinz Obcrhesscn geboten sei. F-ünf- zehn Landwirte aus Gießen, Bersrod, Großen-Linden, Leihgestern, Lang-Göns, Lumda, Odenhausen, Rüddingshausen wurden gewählt, die die vorbereitenden Arbeiten in die Wege leiten sollen für eine am 3. September d. I. in Gießen stattfindende Gründungs-Versammlung. ** Ersticktes Feue r. Durch die Aufmerksamkeit eines Wächters des hiesigen Wach- und Schließ-Instituts wurde in der Nacht vom Freitag a^lf Samstag in einem) Fabrikgrundstück ein im Entstehen begriffenes Feuer, mit Hilfe von zwei in der Fabrik wohnenden Beamten Lelöscht, ohne daß es nötig war, die Hilfe der Feuerwehr anzurufen. Kreis Alsfeld. bz. Hopfgarten, 27. August. Ein aus dem Osten stammender junger 91 rbeiter SylvesterO., der seit diesem Winter hier bei Verwandten wohnte, begab sich heute Morgen gegen 9 Uhr an die Schwalm um zu baden. Trotzdem er von den anderen zuschauenden Burschen gewarnt wurde, ging er doch immer tiefer in das gestaute Wasser hinein. Plötzlich versank er und konnte nur noch als Leiche ans Land gebracht werden. Entweder war der des Schwimmens Unkundige an eine besonders tiefe Stelle geraten, oder ein Herzschlag hatte seinem Leben ein Ende bereitet. — lieber unser Dorf hin ging heute Nachmittag l1/« Uhr in geringer Höhe ein mit mehreren Insassen besetzter Luftballon, der die Richtung Nordosten hatte. Kreis Schotten. r. Ulrichstein, 26. 9lug. Bei dem gestern nachmittag um 4 Uhr über unsere Gegend ziehenden Gewitter schlug, wie schon kurz berichtet wurde, der Blitz in eine Scheuer auf dem Selgenhof. Im Augenblick stand die etwa 80 Meter lange Scheuer in Flammen. Die zu Hilfe geeilte Ulrichsteiner Feuerwehr mußte ihre Tätigkeit darauf beschränken, die benachbarten Baulichkeiten zu schützen. Es ist für etwa 10 000 Mk. Frucht verbrannt. Das Feuer ist heute noch nicht ganz gelöscht. Der Gutspächter Bühle auf dein Selgenhof ist zwar versichert, erleidet jedoch trotzdem großen Schaden, da die Preise für Frucht und Futtermittel zurzeit überaus hoch sind und die diesjährige Ernte sehr gut ausgefallen war. Gerügt muß werden, daß eine Anzahl Pflichtfeuerwehrleute es nicht der Mühe wert gefunden hat, auf der Brandstätte zu erscheinen. Abends um 1/310 Uhr wurden die Säumigen mittels Ortsschelle aufgefordert, sofort am Spritzenhaus zu erscheinen. — Bei dein Brande war man erstaunt darüber, daß auf dem ausgedehnten Hofe keine Hydranten gelegt sind, obschon Wasserleitung vorhanden ist. Kreis Friedberg. ----- Bad-Nauheim, 27. Aug. Eine Veranstaltung großen Stils wird der Deutsche Orchester-Bund, vertreten durch die Orchester von Bad-Nauheim, Homburg, Frankfurt, Mainz, Wiesbaden und Darmstadt, unter dem Protektorate des Grvßherzogs und unter Leitung Professor Windersteins am Montag, 4. September hier ab halt en. Der Reinertrag ist zum Besten der Wohlfahrtskassen für Musiker in Berlin bestimmt; Professor Marteau-Berlin und Kammersänger Weber-Darmstadt haben ihre Mitwirkung zugesagt. Das Orchester wird über 150 Künstler der obengenannten Institute vereinen und es ist ein wirkungsvolles Programm aufgestellt. Starkenburg und Rheinhessen. w. Darmstadt, 26. Aug. Prinz und Prinzessin Andreas von Griechenland sind mit ihren Kindern gestern zum Besuch im Jagdschloß Wolfsgarten eingetroffen. Die Prinzessin von Battenberg trifft mit ihren Kindern heute ebenfalls dort ein. rm. Darmstadt, 28. Aug Die Gemeinderats- wahl in Egelsbach war Gegenstand der gestrigen Verhandlung vor dem P r 0 v i n z i a l a n s s ch u ß. Die fünf Vorstandsmitglieder des sozialdemokratischen Vereins hatten gegen die Gültigkeit der Wahl des bei Stimmengleichheit durch Los zum Gemeinderatsmitglied gewordenen Landwirts Züngerle Einspruch erhoben, da einer der Wähler nicht stimmberechtigt pennen sei. Der Kreisausschuß Offenbach verwarf den Einspruch, da gegen die osfengelegene Liste der Wahlberechtigten fein Einspruch erhoben worden sei. Der Provinzialausschuß hob s. Zt. diese Entscheidung auf, woraus der Kreisausschuß den Einspruch abermals verwarf, diesmal mit der weiteren Begründung, daß nicht ein Bereiusvorstand, sondern nur ge[eylid) stimmberechtigte Wähler Rekurs ergreifen können. Nachdem heute' nachgewiesen worden war, daß die beteiligten fünf-Vorstandsmitglieder wahlberechtigt sind, gab der Provinzialausschuß dem Rekurs statt und erklärte die Wahl für ungültig. T'e Gemeinde Egelsbach hat die Kosten 511 tragen. — Unter Mnahme von über 700 Marl ist dieser Tage ein Karl Gütz verschwunden. Durch die hiesige Kriminalpolizei ist er heute früh in einer Herberge feftgcnommeii worden, nachdem er sich im Rheinland und anderen Plätzen nmhcr- getrieben hatte. Der grüßte Teil des Betrages ist ihm in Wu giMchieu ißAirbeik m Offenbach a. M, 28. August. Eine neue Affäre beim Straßenbahnamt erregt berechtigtes Aufsehen. Die Veruntreuungen des Schreibgehilfen Meyer gaben den Anlaß zu einer Prüfung der Bücher des Straßenbahnamts. Dabei fanden sich in den über den Verkauf von Schülersahrkarten geführten Büchern der Jahre 1907 und 1908 erhebliche Unregelmäßigkeiten, die den Verdacht der Unterschlagung von Geldbeträgen nahelegten. Ob auch in den neueren Büchern Unregelmäßigkeiten vorhanden sind, konnte noch nicht festgestellt werden. Die Anschuldigungen richten sich gegen den Oberkontrolleur Diedenhvfen, der für den Verkauf dieser Karten, für die Buchung und Abführung der vereinnahmten Beträge verantwortlich war. Zurzeit werden von der Kriminalpolizei Schüler und deren Eltern über die behaupteten Tatsachen vernommen. Diedenhofen ist bis jetzt von seinem Dienste noch nicht suspendiert. -Im- Rüsselsheim, 27. Aug. lieber den Brand in den Opel werken sei noch mitgeteilt, daß es dem Eingreifen namentlich der Frankfurter Feuerwehr gelang, den Brand auf die in den alten Gebäuden untergebrachten Fahrrad- und Nähmaschinen-Abteilungen zu bannen, von denen allerdings der größte Teck eingeäschert wurde, sodaß der Betrieb in diesen beiden Abteilungen eine mehrwöchentliche Störung erleidet. Der Hauptzweig des Unternehmens, die Automobil-Abteilung, die auch räumlich durch einen breiten Hof von den anderen Abteilungen getrennt ist, wurde in keiner Weise vom Feuer gefährdet. Die Automobil-Fabrikation erleidet daher keinerlei Unterbrechung und der Betrieb ist seit Mittwoch früh wieder ausgenommen. Von den beschäftigungslos gewordenen Arbeitern der Nähmaschinen- und Fahrrad-Abteilungen wird ein Teil für die Aiifräumungs- und Neuherrichtungsarbeiten verwendet und nach und nach mit den übriggebliebenen nach Bedarf in den Betrieb eingestellt. Die ortsansässigen Arbeiter werden voraussichtlich alle sofort Beschäftigung finden können und in der Automobil-Abteilung verwendet werden, sodaß durch diesen Arbeiterznwachs die Automobil-Abteilung schneller wie bisher zu liefern imstande sein dürfte. Die Aufräumungsarbeiten werden einige Wochen in Anspruch nehmen. Vorläufig sind Wiederbebauungspläne auf dem Brandterrain nicht gefaßt, vielmehr auf dem westlich an die neuen, zum Teil noch im Entstehen begriffenen Erweiterungsbauten angrenzenden Gelände ein großer Eisenbetonbau von 15000 qm Arbeitsfläche geplant, der voraussichtlich gegen Mitte November fertig wird und den bis dahin in anderen Räumen provisorisch nnterzubringenden Fahrradbau aufnehmen wird. — Neuerdings verlautet, daß der Brand durch Brandstiftung hervorgerufen sei. ch. Monsheim, 27. Aug. Bei dem Gemeinderechner Heeß hier, der gleichzeitig Rechner der staatlichen Untererhebestelle und der Spar- und Darlehenskasse ist, erschien am Freitag abend ein Fremder, und erklärte, er sei vom Kreisamt Worms beauftragt, die von dem Rechner geführten Kassen zu revidieren. Als Legitimation wies der Fremde eine Verfügung des Kreisamtes Worms vor, unterschrieben mit der dem Rechner bekannten Unterschrift des Referenten des Kreisamtes, die der Rechner für echt hielt. Ter Fremde nahm hierauf die Visitation sachkundig vor und ließ sich dies aus der Verfügung bescheinigen. Kurz danach schöpfte der Rechner Verdacht und zählte sein 'Geld nochmals nach. Es stellte sich heraus, daß der Betrag von 2080 Mark fehlte. Die Verfügung, die der Fremde bei sich führte, ist gefälscht. Hessen-Nassau. [] Cölbe, 26. August. Zwischen hier und Bürgeln, da wo sich die Ohm am steilen Waldrande entlang windet, bei der Isog. Cölber Kuppe, liegt im Flußbe11e ein gern altigejr Stein, der die Form eines Taufbeckens tjat. Nur bei sehr niedrigem Wasserstande, wie in diesem Sommer, ist der Hungerstein sichtbar. Wie die Sage erzählt, wurde dieser Stein nach der Zerstörung einer dort befindlichen Ort- chaft von der steilen Höhe ins Wasser gestürzt. Jetzt haben einige Leute den Stein, der fast 30 Zentner wiegt, ans Ufer geschafft. X. Hanau, 25. Aug. In der Zellstoffabrik Stockstadt a. M. wurde heute mittag der ledige Fabrikarbeiter Sommer aus Groß-Ostheim, als er zwischen die Puffer zweier Rangierwagen geriet, totgedrückt. Nachweisung über den Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen vom 19. bis 25. August 1911. Kreis: Am 19. August waren verseucht: '■Koni 19. bis 25. Aug sind neu verseucht : 450111 19. bis 25.Aug. ist die Seuche erloschen in: Darmstadt . _ _ Bensheim . Schwanheim, Fehlheim, Zwingenberg Klein-Hausen Fehlheim — Dieburg . . —— — — Erbach . . . — — — Groß-Gerau Leeheim, Nauheim — — Heppenheim Wimpfen, Viernheim — Viernheim Offenbach. . Dietesheim, Sprendlingen, Rnmpenheim. Dudenhofen, Mühlheim Hansen, Hainstadt Dreieichen- ham Seligenstadt Gießen . . . Etlmgsht.usen, Holzheim, Ober-Hörgern, Bettenhausen, Grü- ntngen, Gießen Ebersladt Obbornhosen Utphe Gießen Alsfeld . . . — —— _ Büdingen. . Hitzkirchen, Bös-Gesäß Berstadt Hitzkirchen Friedberg . Dortelweil, Klein-Karben, Gambach. Heldenbergen Aiünzenberg, Wohnbach Rieder-Wöllstadt, Büdesheim, Alelbach Griedel Klein-Karben Lauterbach. — Lauterbach — schotten . . — — — Mainz . . . — — — Alzey.... Weinheim — Weinheim -dingen . . . — — — Oppenheim Bechtolsheim, Nackenheim, Köngernheim Mörstadt, Eich — Nackenheim Worms. . . — — Explosion in einem Lichtspieltheater. Heber ein entsetzliches Unglück in einem nordamerikanischen Kinematographentheater, bei dem 25 Menschen ums Leben kamen, wird uns berichtet: P i 11 s b u r g, 27. Aug. Im Opernhause von Cannons- burgch ereignete sich während der Vorführung kinemato- graphischer Bilder eine Explosion. Eine Anwesende schrie: Feuer! Sofort brach in dem dicht mit Frauen und Kindern gefüllten Saale eine Panik aus. Die Menge hatte sich auf der zur Straße führenden Treppe fest gekeilt. Viele wurden niedergetreten, andere erstickten. Die Zahl der Toten beträgt 25; auch die Verletzten sind zahlreich._______________________________________________________________ Vermischtes. * Portugals neue Flagge. Mit der nun vollzogenen Wahl des ersten Präsidenten der neuen Republik Portugal ist auch die neue Landesflagge endgültig einge- weiht. Tie neue Fahne besteht aus zwei senkrecht nebeneinander angeordneten Feldern, von denen das dem Fahnenstock am nächsten grün, das äußere rot ist. Inmitten der Linie, die die beiden Farben trennt, von dem oberen wie dem unteren Rande der Flagge gleich weit entfernt, ist das Wappen Portugals angebracht: die kreuzförmig angeordneten fünf blauen kleinen Wappen, die von einem roten Felde umrahmt sind, in dem die sieben goldenen Türme auftauchen. Tas ganze Wappen ruht auf einer goldenen Himmelskugel. Tie Heeresflagge sttmmt mit dieser Landesflagge annähernd überein mit dem Unterschied, daß Wappen und Himmelskugel von Lorbeerzweigen unrsäumt sind, zwischen denen ein weißes Band erscheint mit der Inschrift „Esta e la distosa Patria minha amaba" („Dies ist mein glückliches und geliebtes Vaterland"). Die Kriegsmarine erhält eine besondere Flagge, die aus einem roten Viereck besteht, in dessen Mitte wiederum das portugiesische Wappen mit der .Himmelskugel auftaucht, das ganze umrahmt von einem breiten grünen Streifen. Lustschiffahrt. Ehalous-sur-M ar ne, 27. Aug. Der Flieger Helles durchflog 1200 Kilometer in 15 Stunden und gewann damit den Michelin-Preis endgültig. Aunst und Wissenschaft. Paris berichtet: Die Sicherheitsbehörde ist der Ansicht, daß die von der Presse gemeldete Verhaftung zweier Deutschen in Barbecieux mit dem Diebstahl der „Gioconda" in keinem Zusammenhang steht. — Tie „Agence Havas" ist zu der Erklärung ermächtigt, daß entgegen den Zeitungsmeldungen die Regierung bisher keine disziplinarisch en Maßnahmen gegen Beamte infolge des Verschwindens der „Mona Lisa" beschloß, da die amtliche Untersuchung noch fortbauert. Spielplan der vereinigten grantfurter Stadtcheat«. Opernhaus. Montag, den 28. 'August, abends 6 Uhr: Der Ring des Nibelungen. 2. Tag: „Siegfried." Dienstag, den 29. August*): „Die romantische Frau." Mittwoch, den 30. August geschlossen. Donnerstag, den 31. August: „Madame Butterfly." Freitag, den I. September, abends 6 Uhr: Der Ring des Nibelimgen. 3. Tag: „Götterdämmerung." Samstag, den 2. September: „Die romantische Frau." Sonntag, den 3. September: „Violetta" (La Traviatal. Montag, den 4. September, abends 71;, Uhr: „Der Beltelstndent." Dienstag, den 5. September: „Cavalleria rnsticana.“ Hieranf: „Der Bajazzo." Mittwoch, den 6. September geschlossen. Schauspielhaus. Montag, den 28. August*): Zu Goethe's Geburtstag: „Iphigenie auf Tauris." Dienstag, den 29. August: „Ter Herr Hofrat." Mittwoch, den 30. August: „Der Herr Hofrat." Donnerstag, den 31. August, abends 7'/. Uhr: „Alt-Heidelberg." Freitag, den 1. September, abends 7% Uhr: „Glaube und Heimat." Samstag, den 2. September: „Hamlet." Sonntag, den 3. September, nachmittags 3% Uhr: „Glaube und Heimat." Abends 7 Uhr: „Die Ratten." Montag, den 4. September: „Flachsmann als Erzieher." Dienstag, den 5. September: „Die Braut von Messina." Mittwoch, den 6. September: „Madame Bonivard." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Ufa Müller'sche Badeanstalt. Mass erwärme der Lahn a m 2 8. A u g u st: 16° R. Markte. 1 fc. Frankfurt a.M. Viehh of- M a r kt b e ri cht vonr 28. Aug. Auftrieb: 776 Rinder, darunter 575 Ochsen, 52 Bullen, 1149 Kühe und Färsen, 255 Kälber, 218 Schafe, 2147 Schweine. Tendenz: Rinder schleppend, verbleibt Neberstand, Schafe ruhig, Schweine reger, bleibt lleberstand. Preis für 100 Pfd. Lebend- Schlachtgewicht Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht- wertes, 4—7 Jahre alt......• . 48—52 87—91 die noch nicht gezogen haben (ungejochte) . . 43—47 76—85 Jnnge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete............ 36—40 66—74 Bullen. Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw. 40—43 66—71 Vollfleischige, jüngere 32—39 61—65 Mäßig genährte jüngere u. gut genährte ältere 30-34 54—61 Färsen, K ü h e. Vollfleischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw. 38—42 68—75 Vollfleischige ausgemästete Kühe höchstenSchlacht- wertes bis zu 7 Jahren 39—43 72—77 wenig gut entwickelte Färsen 33—37 63—71 ältere ausgemäslete Kühe 33—38 61—70 Mäßig genährte Kühe und Färsen 24—32 48—64 Gering genährte Kühe und Färsen 16—23 37—52 Kälber. Mittlere Plast- und beste Saugkälber .... 46—52 78—88 Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 40—45 68—76 Schafe. Stallmastschafe: Mastlämmer und jüngere Masthammel . . . 41—42 86—88 Schwein e. Vollfleischige Schweine von 80—100 kg Lebendgewicht . 52.50—54.00 67.00—68.00 Vollflelschige Schwe n' unter 80 kg Lebendgewicht 51.00—52.50 66.00—67.00 Vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht........ 52.50—54.00 66.00—66.50 Vollfleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht . ...... 52.00—54.00 66.00—68.00 ic. Frankfurt a. M., 28. Aug. Mrig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen (hiesiger)Mk. 21.0 >—21.25, Kurhessischer Mk. 21.00—21.25, Wellerauer Alk. 00.00—00.00. Roggen (hiesiger) Mk. 18.00—18.25, Gerste (Wetterauer) Mk. 20.00 bis Alk. 21.00, Gerste, Franken, Pfälzer, Ried Alk. 20.00—21.00, Hafer Akk. 18.00—18.50, Mais Mk. )6.00—16.25, Weizenmehl 0 Alk. 30.50—30.75, Weizenmehl! Alk. 28.50—28.75, Weizenmehl III Mk. 25.50—25.75, Roggenmehl 0 Mk. 26.50—27.00, Roggenmehl 0/1 Alk. 25.50—26.00, Roggenwehl I Alk. 23.25-23.75, Weizenklcie Alk. 12.25-12.50, Wcizenjchalcn Alk. 12 25-12.50, Roggenkleie Mk. 12.75—13.25, Alalzkcime Alk. 12.2J—12.75, Biertreber 14.00—14.50, Raps 29.00 bis 00.00. Weizenkleie, Weizenschalen, Roggenkleie, Malzkeimh Biertreber sehr knapp. Alles ver 100 Kg. ab hier. . fc. Frankfurt a. M., 28. Aug. (Orig.-Telcgr. Hes „Gieß. Anzeigers".) K a r t 0 f f e l m a r k t. Alan notierte: Kartoffeln (neue) in Waggons Alk. 7.75—8.50, im Kleinhandel Alk. 10.00-V0.50 für je 100 Kg. J sind alle, die einmal die mildkor^ervierende f Ulli BKrkunn der Mnrrholinseise kemMN gelernt haben und wollen keine andere Toilelleseisc mehr bcivven. ®*e ift für die empfindlichste Haut em Talisman. 4 U™