Die heutige Nummer umsatzt 12 Seiten. v a 4 recht erhalten zu körrncn. . Versuche und Beobachtungen auf dem Gebiete solchen Kruft- Wagenverkehrs hat sich das Deutsche Forschungsunter- nehmen Kairo — Kapstadt zur Aufgabe gemacht, dessen Blau von dem Leutnant im FußartiUerie-Regiment Nr. 4, DetlcfSchmude, während seiner Kommandierung zur militär- technischen Akademie entworfen und seither im Verein mit dem Geologen Dr. Ludwig Müller, Lalle im einzelnen aus- gearbcitet worden ist. Das Forschungsunternehmen beabsichtigt, Afrika von Kairo bis Kapstadt mit zwei Kraftwagen zu durchmessen, vor allem aber in unserer Kolonie Deutsch-Ostasrika .durch svstematische Fahrversuche die Bedingungen der Personen- und Lastenbeförderung zu prüfen. Tic bisherigen Ernährungen auf Txm in Betracht stehenden Gebiet wie die Beschaffenheit der dem Unternehmen dienenden Wagen, die jenen Erfahrungen in jeder Richtung Rechnung trägt, begründen die Aussicht auf eine erfolgreiche Durchführung des Planes. Daher beabsichtigt das Unternehmen, insoweit über das Aufgabegebiet seiner Vorgänger mit einem neuen Gedanken hinaus- vreÜend, den Kraftwagen zugleich zum Mittel von Forschungsarbeiten auf anderen als dem verkehrstechnischen Gebiete zu machen. Bo sollen in Ostafrika unter den verschiedensten Verhältnissen Funkenspruchversuche stattsinden, zu welchem Zweck das Unternehmen eine Ausrüstung — System v. Lepel — mit sich führen weitern wünsche." Paris, 21. Febr. Der „Petit Parisien" schreibt in einer sichtlich vom 'Quais d'Orsay stammenden Mitteilung, der russisch-chinesische Zwist flöße umsomehr Besorgnis Gesetzliche Vormundschaft. Von der Großh. hessischen Zentrale für Mutter- und Säuglingssürsorge erhalten totr die folgende Zuschrift. Da in nächster Zeit die Frage einer Neuregelung des Bormundschaftswesens wieder viel erörtert werden wird, wird unsern Lesern der orientierende Aussatz willkommen dieDost Mk.2.—vierrcl- jährl. mlsiwt. Besiella. ZeilenpreiS: lokal 15'Vi-, auswärts 30 Plennig. Chefredakteur: A Goetz. VeraiUwottlich für den politischen Teil: Augun Goetz-, für .Feuilleton',.Vermischtes" und „Gerichr-Zaal": K. Neurath-, für .Stadt und Land": E.Hcß; für den Anzeigenteil: H. Beck. Mittwoch, 22. zebmar 19U Bezugrvrei«: monetlick7öVf.,v,ettel- jährlich Ml. 3.20-. durch Avhole- il ZweigNellen monatlich 65 Vf.; durch Rutzland und China. Peking, 21. Febr. Die Antwortnote Chinas n Rußland ist hier veröffentlicht worden. Obschon sie nicht zugibt, daß Verletzungen des Vertrages stattsanr^n, ist sic doch in äußerst versöhnlichem Ton gehalten. Sie weist darauf hin, daß die jetzt von (H)ina erhobenen Zolle, gegen die Rußland Einwendungen macht, bereits m Kraft waren, als die russischen Konsulate in Kraft waren. Die chinesische Regierung verspricht, den Beamten weitere Anweisungen über ihre Haltung gegenüber den russischen Unter, tauen zu erteilen und gibt der Ansicht Ausdruck, daß alle triftigen Punkte offenbar bcigelegt werden konnten. London, 21. Febr Das Rcuterschc Bureau hat die amtliche Mitteilung erhalten, daß die Antwort der chinesischen Regierung auf die russische Note, in der gewisse Forderungen bezüglich dcS Petersburger Ertrages erhoben worden, folgenden Inhalt hat:C^na er kennt alle Vertragsrechtc und Privilegien an, die Rußland besitzt. Alle die Grenze betreffenden Fragest zwischen den beiden Regierungen sind stets in freundschaftlicher Weise ei'-, ledigt worden. Einige Streitfragen sind auf Grund der Verschiedenheit der beiderseitig erhaltenen Berichte entstanden; aber diese Streitfragen konnten zu feder Zeit leicht erledigt werden. China versteht nur nicht, wie die Regierung in Peking einer Vernachlässigung ihrer Verpflichtungen an geklagt werden kann. Tie Erklärung der^russischeu Regierung, daß Rußland sich das Recht vorbehalte die Bestimmungen des Vertrages, wenn notwendig, durch scharfe Maßnahmen zu verteidigen, steht mit einem Trennd- [ i cf) e n Empfinden kaumim Einklang und C hi u a bedauert es tief, daß die russische Regierung die Ange- teaeuheit in diesem Lichte betrachtet. China ist entschlossen, von Ansann bis zu Ende MI beit PriMten des Dertiags festzuhalten ’tnfr olle Fragen in freundschaftlicher Weis^ zu behandeln mit der Absicht, die Privilegien beider Parteien zu schützen und die nachbarlichen Beziehungen zwischen beiden Mächten aufrecht zu erhalten. Ter Waiwupu sagte in einem in London eingegan- genen Telegramm über den Inhalt der russischen Note: Der russische Gesandte hätte am 23. d. M. persönlich die offizielle in scharfer Sprache abgefaßte Note überreicht, die sechs Forderungen enthalte. In der ersten tadelt uns die russische Regierung, daß wir ihr nicht gestatten., Zolle an der Grenze zu erheben. Dies scheint auf einem Mißverstand- : nis zu beruhen, hcnn die russische Regierung hat dem auf . Wunsch chinesischer Kaufleute gestellten Ansuchen der chinesischen Regierung zugestimmt, die Erhebung der Zolle innerhalb von 300 Li von der Grenze eine Zeitlang aufzuschiebcn. ' Die übrigen fünf Punkte sind auf dem Vertrage datiert, ; an dem wir fcsthalten werden, den aber Rußland zu er- mundschaft. Der Vormund wird nach ihm von Fall zu Fall i bestellt Zwar kann er mehrere Mündel haben, und cs qi i auch die Vereinigung einer großen Anzahl von Vormund- ; schäften in einer Joanö gesetzlich Nicht ausgeschlossen ; Prinzip > jedoch ist die Einzelvormundschaft oder wie man vielleicht treffender sagen löimtc, die individuelle Vormundschaft, um aber auf die historische Einrichtung des Dormundschastr'' wesens in den Gebieten der gesetzlichen Berufsvormundfchaft Rücksicht zu nehmen, ließ das E i n f u h r u n g s g e s e tz zum Bürgerlichen Gesetzbuch (Artikel 136) die Möglichkeit zu, durch einzclstaatliches Landesgesctz innerhalb g wl.fer Grenzen die gesetzliche Berufsvormundschaft einzufuhrcn. tz.s cn hat aber von dem ihm cingeräumten Vorbehalt nur in t^- ringcm Umfang Gebrauch gemacht. Es führte die gesetzliche Vormundschaft nur für diejenigen Minderjährigen ein oie im Weg öffentlicher Armenpflege unterstützt sind fGejetz vom 10. August 1905). . Die prattischen Erfahrungen in der nunmehr lOjahngen Geltunqszcit des Bürgerlichen Gesetzbuches habeii ergeben, daß die Durchführung des schönen Gedankens der Einzel- vormuiidschaft in der Praxis den größten Schwierigkeiten begegnet. Es fehlt an geeigneten Vormündern. Natürlich gibt cs zahlreiche Vormünder, die ihrer erlisten Pflicht vollauf gerecht werden. Gar zahlreich sind aber die Fälle, in denen sich ein geeigneter Vormund für das Mündel nicht finden läßt. Tie Uebernahme der Vormundschaft für ein fremdes Kind wird als Last empfunden und ost ungern und widerwillig ausgeübt. In anderen fallen wiederum hat der Vormund zwar den guten Willen, nicht aber die Fähigkeit, die Vormundschaft sachgemäß auszuuben. Kurz, es werden in der Praxis fast täglich stimmen laut, die der Einführung der allgemeinen gesetzlichen Berufsvormundschaft das Wort reden. Zu ihnen gehören die namhaftesten Autoritäten der Praxis des Berufsvormundschafts wesens, Männer wie Taube, Ktumker, Köhler-Leipzig u. a. m. Teilweise hat sich die Praxis an vielen Orten dadurch geholfen, daß die Gerichte den Vormund zwar von Fall zu Fall, aber immer dieselbe Person, meist einen kommunalen Beamten, bestellten, der bann, ähnlich wie der gesetzliche Vormund, wenn auch nicht alle, so doch eine große Anzahl von Vormundschaften seines Bezirks in sich vereinigt. Lieser sogenannte Sammelvormund ist aber immerhin ein Nvt- behelf. Er wird, wie der Cinzelvormund, erst nach Eintritt des Vormundschaftsfalles von Fall zu Fall bestellt. Zn den ersten Wochen nach der Geburt des Kindes ober dem sonstigen die Notwendigkeit der Vormundschaft einleitenden Ereignis fehlt ein Vormund. Es liegt auf der .^and, daß dies ein großer Mangel ist. Ter Vormund fehlt in den meisten Fällen gerade in der Zeit, wo er am nötigsten ist. Der gesetzliche Vormund wäre sofort nach Eintritt der Vormundschaft in der Lage, die Interessen seines Vbündels wahrzunehmen. Der bestellte Einzel- oder ^ammel- vormund kommt oft erst, wenn schon ein nicht mehr gut zu machender Schaden entstanden ist. Aus diesem Grund hat der Beigeordnete von Mainz, Bürgermeister Dr. Schmitt, neuerdings angeregt, Hessen möge wenigstens von dem ihm reichsrechtlich eingeränmten Vorbehalt in vollem Umfang Gebrauch machen. Die Großh. Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge in Hessen schloß sich diesen Bestre- — Ein neues Verfahren zur Gewinnung von Wasserstoff. Mau schreibt dcr , Franks. Ztg.": Aut dem Gebiete der Gaserzeugung für Luftschiffahrtszwecke ist abermals ein erheblicher Fortschritt zu verzeichnen. Wahrend die malten der bisher angewandten Verfahren zur Darstellung von Waper- stofi ziemlich umfangreiche und meist komplizierte ^lpparate beanspruchten, war man in letzter Zeit bemüht, neue Verfahren auszubilden, die gestatten, mit Hilfe einfacher, leicht ttans- vortabler Apparate dieses Gas. in genügender Reinhnt her zu - stellen. Besonders war man bestrebt, solche Stoffe austmdig zu machen, die schon bei bloßer Berührung mit Wasser Wan'erltoft entwickeln. Die Herstellung eines solchen Präparates, das für die militärische Luftschiffahrt besonders wichtig ist, i)t einer Großen chemischen Fabrik in Frankfurt a. M. nun gelungen. Es ist dem Chemiker schon lauge bekannt, daß amalgamiertes Alunn niumpuloer im Stande ist, Wasser unter Entwicklung von Waiscr- stoft zu zersetzen. Trotz mehrsacher Versuche war es aber bisher nickt möglich, diesen Vorgang in befriedigendec: Wem techni,ch zu verwetten, weil man die geeigneten Zusätze nicht tinben konnte. Erst neuerdings ergaben die daraus abzielenden Verlache em zufriedenstellendes Resultat. Tas neue Präparat besteht aus 98 Teilen zerkleinertem Aluminium unb einem Zmatz von ie einem Teil Quecksilbervxyd und zettteinertem Aetznatron. ^urch Zusatz von Wasser zu diesem Gemenge erhält man sofort eine Gasentwicklung, die umso lebhafter ist, je schneller man das Wasser zufließeu läßt und je größer die Wassermenge ist. Aus einem Kilogramm der Masse läßt sich 1 bis 1,2 Kubikmeter Waßersloft gewinnen. Tie Masse nimmt pro Kilogramm nur 0,8 Liter Raum ein und ist leicht zu verpacken unb zu transportieren. Vor Feuch- tigkeft geschützt, kann sie beliebig lange und in unbegrenzten Mengen ohne jede Gefahr gelagert werden. — Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissen schall. Der Professor der Chemie, Geb. Regierungsrat Dr. .Karl G r a c b e in Frankfurt c. 5SL, feiert am 24. d. Mts, seinen 70, Ge- buttstag. bestellen. < Bei den Beratungen über das Bürgerliche Gesetzbuch herrschte eine lebhafte Meinungsverschiedenheit darüber, welches Vormundschaftssystem in der Praxis vorzuziehen sei. Wo gesetzliche Berufsvormundsckaft bestand, wol te man diese beibehalten. Namhafte Autoritäten der vormuudschaft- licheii Praxis traten für sie ein. Demgegenüber befürchteten die Anhänger der Einzelvormundschaft von der gesetzt.chcn Berufsvormundschaft die Gefahr einer Schablonisierung und BureaukvatisieriiNg besVormundschaftswesens. Man glaub c, der Einzelvormund werde sich eher toie der beamtete Vormund des ihm anvertrauten Minderjährigeii liebevoll an-- nehmen, er werde ihm persönlich nahe stehen, auf feine Individualität eingehen können und nur ihm sei es deshalb möglich, das zu werden, toa3 der Vormund sein müsse, em wahrhafter Freund des Mündels und ein wirklicher Stellvertreter leiblicher Eltern. Das Bürgerliche Gesetzbuch entschied sich aus diesen Grüiiden schließlich für die Einzelvor- mincralogischem, morphologischem und klimatolvgifckern Gcbi't an- gcstcllt, soll insbesondere ein geologisches Protil Kairo—Kapstadt gewonnen werden. Ausgaben aut dem Gebiet ethnologucher iror- schunq erweitern das wissenschaftliche Arbeitsfeld: Hlnzuttettn Untersuchungen über koloniales Wirtschafts-, Verkchrs- und Reckts- lcbcn Znsbesonbere soll die für bas Wirtschaftsleben Ostairikas o bedeutsame Frage bcr Eingcborenenkulturcn eine iorgsaltige Prüsung sinben, nickt minder die der Ansetzung deutscker .stlem- siedler rür die sich in manchen Gebieten der Kolonie Bedingungen finden dürsten, ähnlich denen der deutschen Sicd.'lungcn ^ud- brasiliens, dieses sruchtbaren Arbeitsfeldes Hunderttaniendcr von deutschen Bauern. Auck Studieii über bie Rechtsstellung der Eingeborenen unb das koloniale Recktsleben überhaupt gehoreii dem Arbeitsplan des Unternehmens an. Zur ,elbstandigen ^mrch- suhrung aller dieser Arbeiten iverden sich an dem.Unternehmen eine Reihe über genügende Vottenntni,se verfügender Herren be- Mc Kinley gewesen sind, nicht hat erbringen können, meint er dennoch in seinem Bericht im Metropolitan Magaziii jene Besteigungen in das Reich der Fabel verweisen zu sollen, und zivar deshalb, weil es feststehe, daß der Gipfel von den Seiten des Berges aus, die alle früheren Expeditionen gewählt hätten, überhaupt unersteiglich sei. bungen an. _ .. . ... ... Sprechen an sich schon zwingende Grunde für eme Einführung dec gesetzlichen Vormundschaft, so ist speziell m Hessen dem einzigen gegen sie möglichen Einwand, sie führe zu einer „Schablonisierung und Bureaukratisieruug", durch unsere Beratungsstellen und einem großen Stabe freiwilliger weiblicher Helferinnen des Berufsvorrnunds völlig die Berechtigung genommen. Der gesetzliche Vormiind wird bei_______________ Es feilen weiter eingehende 3=n*«^en aut geofegWem, daß E°°k und Lloyd nicht ans d-m Gipsel d«s Mount uns für jedes Mündel eine geeignete Pflegerin mtiiudicn. die jich des .»indes freudig und liebevoll anninunt nnd das nötige perfSnli-t>e Verhältnis zwiichen Vormund und MUn- del "yerstellt. Der Berufsvorrnund wird innerhalb ltutet üompctcuz jerner dasür sorgen, daß Kinder tm zarten Alter regelmäßig der artlichen Beratungsstelle KUgefuhrt werden unb er bat damit die Gewähr, daß auch pn das körperliche Wohl des Kindes liebevoN und sachkundig g^orßt wird. Hoffen wir, daß in bcr breiten OencntUckkeit die Wich- tinfeit der Frage erkannt wird nnb ihrer Losung das Interesse entgeßcngebrad)t wirb, bas sie vcrbient. Das Teutsche Forschungsunternehmen Kairo—Kapstabt hat bie Beachtung des Kronprinzen wie des ÖerzogsAbol! Friedrich von Mecklenburg gesunben, bie t^n Ausbau des Planes bnrch besonbere Anregungen unterstützt haben unb ben Gang bei Vorbereitungen verfolgen. Tie zustanbigcn Behorben bringen dem Unternehmen lebhaftes Interesse entgegen. Vervvrrageiibe beuhche Kapitalisten l)aben burch erhebliche Beittäge die rultig vorwärts sckreftenbe Finanfteiung des Planes aeiörbert Seme ettolgreicke Durchführung mürbe gewiß nicht nur bcr beuttch-kolonialen sacvc, sondern auch bem beutfchen Namen zu statten kommen. — Prof. Parkers Versuch einer Mt. Mc. Kinley-Besteigung. Der Versuch bes Professors H. C Parker, ben Mount Me. Kinley zu ersteigen, ist mißlungen. Nach „Peterm. Mitteilg." fanb er tm Doriaen Sommer statt unb sollte gleichzeitig den Zweck habtrn zu ermitteln, ob bie Behauptung Cooks, er habe 1906 ben Gipfel erreicht, richtig wäre. Ebenso hatte em Amerikaner namens Thomas Lwyb kurz vorher behauptet, er habe ben Gipfel bezwungen unb bort feinen Beweis nm bie Richtigkeit von Cooks Behauptung vvrgeftmde-n. Der Berg ist über 6000 Meter hoch. Parker hat nur bis zur halben Höhe Vorbringen können unb bann umkehren müssen. Obwohl nun also Paäer einen hanbgräflichen Beweis dafür. Bekanntlich bestellt der Staat allen Minberjährigen, die nicht unter elterlicher Gewalt stehen, einen Vormunb. In ber Praxis hanbelt es sich in der Hauptsache um bie un- chelichen Kinder unb um bie Ganz-Waisen. Daß der Staat elterlicher Fürsorge entbehrenden Minderjährigen einen Vormund geben müsse, wurde nie bestritten; lebhafte Meinungsverschiedenheiten bestanden aber immer darüber, wie diese Verpflichtuftg in der Praxis durchgeführt werden solle. Vor Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuchs herrschte in manchen Teilen Deutschlands das System der gesetzlichen Berussvormundschast. Bei diesem System hatte eme bestimmte staatliche ober kommunale Behöibe krasl Gesetzes die Vormunbschaft über alle Münbel ihres Bezirks Eine besonbere Bestellung von feiten eines Vormunbschafts- gerichts erfolgte nicht. Wurde ein Kinb geboren, das nach den Regeln des bürgerlichen Rechts einer Vormundschaft bedurfte, ober trat aus einem anberen Grunbe ber Fall einer Vormunbschaft ein, so unterstanb bas Kinb eo ipso vom Augenblick der Geburt ober bes Eintritts ber Vor mundschaft bem allgemeinen gesetzlichen Vormunb. Dem gegenüber stand in anderen Teilen Deutschlands bas System der Einzelvormunbschaft. Dieses unterschieb sich von bem System der gesetzlichen Berufsvormunbschaft hauptsächlich in zwei Punkten. Zunächst unterftanben nicht alle Münbel eines gewissen Bezirks cnem beamteten Vormunb, sonbern jedes Münbel erhielt einen, nach Möglichkeit der Verwandtschaft oder dem Bekanntenkreise bes Münbcls entnommenen, nach Bilbung, Konfession, kurz überhaupt nach seiner Persönlichkeit unb seinen Verhältni sen bem Münbel entsprechenden Einzelvormunb. Tie Vormunbschast war Ehrenamt unb ihre Uebernahme allgemeine Staatsbürger- Pflicht. Zum anbeten unterschieb sich bie Einzelvormunbschaft von bcr gesetzlichen Berufsvormunbschaft durch bic Bestellung bes Vormunbs. Der Vormunb war natürlich hier nicht eo ipso vorhanden, falls ein Vormunbschaftsfall eintrat; bas Vormunbschaftsgericht mußte erst eine geeignete Persönlichkeit aussuchen, sie eidlich zur treuen Führung der Vormundschaft verpflichten und bann rite zum Vormunb Der Kraftwagen als $orfd)iingsnnttel in Afrika. Der Kraftwagen, ber sich im Fluge seinen Platz unter ben Verkehrsmitteln ber alten Kulttirlanber erobert hat, dringt mehr und mehr auch in solche Gebiete ber weiten Erbe vor, bie sich nicht wie icne eines Netzes gut gepflegter Straßen ersreuen Die Unternehmungen eines Borghese, K o e v p e n , Graetz haben gezeigt, wie unter schwierigsten Wegeverhältnissen, ja in Tchlechr- hin wegelosen Gebieten bcr Kraftwagen sich Bahn zu brechen vermag. Im wenig erschlossenen Neuland eröffnet sich ihm daher eine Fülle der wichtigsten Aufgaben. Kann er auch nickt dazu berufen sein, die Eisenbahn endgültig zu ersetzen, w er- weist sich doch immer deutlicher seine Eignung dazu, über ihr Fehlen vorläufig hinweg zu helfen, sie fpäter zu ergänzen und zu unterstützen. Macht auch die Möglichkeft, einen feinem besonderen Zweck entspreck>end gebauten Wagen in uiigüuihgem Gelände vorwärts zu bewegen, nicht den Bau fester Straßen in uem neu zu erschließenden Gebiet übcrflujiig, so bleibt es doch auf weite Zeiträume hinaus ein unschätzbarer Vorteil, emm nicht aut dieses Hilfsmittel angewiesenen Kraftwagenverkehr auf- nr. 45 Erstes Blatt \6\. Jahrgang s Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberyefsen aSmtflCoon Brütigen Botatiottsbnid und Verlag der vrühl'schen Univ.'vuch und Zteindruckerei n. Lange. Redaktion. Expedttion und Druckerei. 5chttlftraße 7. ÄsZ Büdingen: Zernsprecher Nr. 50 Lefchastrstelle vahnbosstrahe em, als Japan bet chinesischen Re giea?un g den Rat erteilt habe, nicfyt bei einer Politik zu verharren, die den Frieden in Asien gefährden könne. Deutsches Reich. Im preußischen Herrenhause ist von dem Grasen v. Mirbach-Sorquitten der Antrag eingebracht worden, die Königliche Staatsregierung zu ersuchen, in geeigneten, ebenso kleineren Organen eine offizielle gem einverständliche Darstellung des Inhaltes der Reichsfinanzreform vom Jahre 1909 zu veröffentlichen, sowie dec durch die Steuersätze bedingten Preiserhöhung im Gebiete der Konsumsteuer. Der preußische Eisenbahnminister empfing den Lohnausschuß des Verbandes deutscher Eisenbahnhandwerker iinb -Arbeiter und erkannte die Wünsche nach einer allgemeinen durchgreifenden Lohnerhöhung an. Der Minister stellte eine Vermehrung der Stellen der Lokomotivheizer und -Führer, sowie auch die Uebersührung der Güterboden-Vorarbeiter in Lade- schafsnerstellen in Aussicht. Zur zweiten Lesung des Militärhaushalts hat das Zentrum int Reichstage folgende Entschließungen eingebracht: den Reichstanzler zu ersuchen, die Ar b e i t er a u s s ch ü s s e in den Mil.täcbetcic- ben so auszubauen, daH 1. den Arbeitern die im Arbeitskammergesetzentwurf vorgesehenen Wohltaten im Sinne der kaiserlichen Erlasse zuteil werden-. 2 die Mitglieder der Arbeiterausschüsse im Arbeitsverhältnis während ihrer Amtsdauer entsprechend gesichert werden; 3. es Vertretern der einzelnen Ausschüsse ermöglicht wird, in wichtigen Fällen die Wünsche der Arbeiter den höheren vorgesetzten Dienststellen vorzutragen; in Erwägungen darüber einzutreten, in welcher Weise die Versorgung der invaliden Arbeiter sowie der Witwen und Waisen der in den Militärbetrieben beschäftigten Arbeiter besser ausgebaut werden kann; die Löhne der in den Militärbetrieben beschäftigten Handwerker, Arbeiter und Arbeiterinnen allmählich aber stetig in der Weise aufzubessern, daß diese den durch Tarifvertrag festgesetzten Löhnen der.Handwerker, Arbeiter und Arbeiterinnen gleich- artiger Gewerbe an den betreffenden Orten zum mindesten gleichtommen: den Arbeiterausfchüssen bei der Gestaltung der Lohn- und Arbeitsbedingungen eine geeignete Mitwirkung zu ermöglichen. Ausland. In der französischen Kammer erklärte bei der Beratung des Gesetzentwurfes betrcfsend die Kiellegung zweier Panzerschiffe im Jahre 1911 der Marineminister die Neubauten für nötig, um die Flotte zu verstärken: die beiden Panzerschiffe würden mit den letzten Neuerungen der Technik ausgestattet werden. Der Minister zeigte die Notwendigkeit eines auf lange Zeit im Voraus durch Beschluß festgelegten Flottenbauprogramms. Die Neubauten würden in die Privatindustrie vergeben, da die Staatswersten anderweit besänftigt seien. Ter Minister schloß mit dem Versprechen, er werde sich bemühen, die Kredite, welche das Parlament bewilligte, zum Besten der finanziellen und militärischen Kräfte des Landes zu verwenden. (Beifall auf allen Bänken, außer aus denen der äußersten Linken.) Abg. N a i l (Radikal Soz.) erkannte die Notwendigkeit an, die französische Flotte wieder an die Stelle zu bringen, die sie früher unter den Seemächten eingenommen habe, er behauptete aber, daß die Wersten in Brest und Lorient in der Lage seien, zwei Panzerschiffe zu bauen. Demgegenüber vertrat der Marineminster die Ansicht, daß das eine Verzögerung von acht Monaten Hervorrufen würde, da es den Staatswerften an erforderlichen Werkzeugen fehle. Die Sitzung wurde ausgehoben und die weitere Beratung auf morgen verschoben. Im englischen Unterhaus erwiderte auf eine Anfrage des Abg. Mason, vb Deutschland oder die Türkei irgend welche Schritte unternommen hätten, um eine Verständigung mit der britischen Regierung betreffend der Bagdadbahnzu erzielen, Sir Edward Grey: Unterredungen über die Bagdadbahn-Frage haben sowohl mit Deutschland als mit der Türkei zu verschiedenen Zeitpunkten stattgefunden. Auf eine weitere Anfrage betreffend den Bericht über eine Mobilisierung der russischen Truppen an der chinesischen Grenze antwortete Unterstaatssekretär Mae K i w o o d: Die Angelegenheit ist eine solche, die Rußland und China betrifft. Ich bin nicht imstande, dem Bericht etwas hinzuzufügen. Es finden jetzt Verhandlungen zwischen Rußland und China statt, und ich habe keinen Grund zu der Annahme, daß eine befriedigende Beilegung nicht erreicht werden wird. — Der Premierminister wurde von den Mitgliedern der Regierungspartei und den Nationalisten mit enthusiastischem Beifall empfangen, als er sich erhob, um die V e t o b i l l einzubringen. Die Bill ist genau dieselbe, wie die in der letzten Session eingebrachte Vorlage. Er zog die Behauptung ins Lächerliche, daß die Regierung darauf ausgehe, eine despotische Einzelkammer zu »errichten. Er betonte die Dringlichkeit der Vetobill, damit nicht die fortschrittliche Gesetzgebung ins Stocken gerate. Der Premierminister machte keine Andeutung über die Politik, welche die Regierung befolgen wolle, falls das Oberhaus die Vetobill nicht annehmen sollte. Balfour unterzog die Bill einer scharfen Kritik. Es sei keine Einigung darüber möglich). Aus Stafct und Land. ©ieuen, 22. Februar 1911. ” Tageskalender für Mittwoch, 22. Febr. Stadt- LH e a t e r : „Die zärtlichen Verwandten" und „Ter Vetter". Anfang 7 Uhr. '* Vom Großherzoglichen Hofe. Das Großherzogspaar begab sich gestern abend 10*/, Uhr mit Gefolge nach Braunschweig, um demHerzog-Regenten und der Herzogin ihren Gegenbesuch abzustatten. Die Rückreise erfolgt am 25. d. M. abends. ** StadttHeater. Zu Ehren des Herrn Rudolf Goll wurde gestern die bereits im vorigen Jahre angekündigte Groteske Man soll k e i n e B r i e f e schreiben, unter lebhaftem Beifall aufgefützrl. Allerdings galt dieser Beifall in allererster Linie der schwungvollen Darstellung, hauptsächlich dein beliebten Benefizianten, der die lustige Schwornöterrolle des Polizeirates mit famoser Vollendung und tadelloser Haltung verkörperte. Schon bei seinem Auftreten mit herzlichem Beifall begrüßt, wurden ihm auch während des Mends freundliche Kundgebungen bereitet und eine Menge Blumen und andere Spenden überreicht. Weben ihm und Franzi Koch als Leonie, Karl Volck als Baron, Karl M a r x als Kraak, Friedrich D i m i a n als Hanke, Lore Scholz als Agnes und namentlich noch Hilde Engel als Frieda zu erwähnen. ** Im Kinern atograph wird in dieser Woche das in fast allen größeren Städten mit starkem Erfolg aufgeführte Drama 0 0 gciprell. Es schildert die Schichale einer jungen Icustklebrerln, die zufällig einen Zirkusreiter kennen lernt, mit tpm lluust, Ieine Frau ivird und dann von Stufe zu Stufe sinkt, bis )tc ui der Verzweiflung zu einem Messer greift, und Lhn ermordet. Neben bkig; spgyneuden, pva hervorragenden. Schauspielern dargestellten Tragödie läuft der übrige, sehr glücklich zusammengestellte Spielplan, von dem vor allem Das Mil- lionentestament, eine Detektivgeschichte, und die farbige Naturaufnahme aus Japan zu erwähnen sind. •* Ein Vortrag über Pferdezucht, besonders die Aufzucht des Arbeitspferdes, sindet auf Veranlassung der Hess. Landwirtschaftskammer am nächsten Freitag hier im Lenz'schen Felsenkeller statt. Vortragender ist Dr. L. Müller von Darmstadt. "Maul- und Klauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus Elschbach und Piem äsens, Regierungsbezirk Pfalz; Sierksrade, Staatsgebiet Lübeck; Gries heim, Bezirk Unter-Elsaß; Unter-Dietfurt, Regierungsbezirk Niederbayern. Kreis Büdingen. -l- B ü d i n g e n, 21. Febr. Dec heute und morgen hier stattfindende Petrimaclt wurde durch das wideigcWetter, das mit seiner naßkalten Temperatur und die durch Schmutz schwer zu passierenden Landstraßen wenig einladend wirkte, beeinträchtigt. Immerhin brachten die,Vormittagszüge eine ansehnliche Zahl von Besuchern. Auf dem Schweinemarkt, der einen Auftrieb von etwa 150 Tieren zeigte, bewegte sich der Handel, was Kauflust und Preise anlangt, in mäßigen Grenzen. Schwere Einlegschweine erzielten Preise bis zu 100 Mk. das Paar, während geringere Ware nicht viel uoer 40 Mt. hinaus kosteten Sei Bedarf an Jungvieh hängt zu sehr von Den Kactoftelvoiräten ab, und wer über solche noch verfügt, zieht lieber die hohen Verkaufspreise ein, als daß er zweifelhafte Schweinemästung betreibt. — Der Krämermartt zeigte das landesübliche Gepräge in bezug auf Menge und Güte der ausgelegten Waren, die unter alten Umständen „billig" sein müssen, wenn sie Käufer finden sollen. Bessere Sachen wurden in den Läden gekauft; die Tatsache, daß die Märkte von Jahr zu Jahr an Bedeutung verlieren, trat auch hier zutage. An Unterhaltung wurde wenig geboten. Ein Automobil- Karussell und mehrere Straßenkapellen befriedigten das Vergnügungsbedürfnis vollkommen. -l- Büdingen, 17. Febr. Gemeinderatssitzung. Anwesend: Bürgermeister Fendt, Beigeordneter Dotter, die Gc- meinderatsmitglieder Andrae, Dierner, Hinkel, Keil, Klein, Meth- sessel, Rullmann, Schäfer, Schön, Treser und Wittekind, als Vertreter des sürstl. Hauses Kammerdirektor Müller. — Bürgermeister Fendt berichtete über die Aufschließungsarbeiten am Steinbruch in der Stcinröde, er hoffe, daß in den nächsten Tagen mit der Akkordarbeit begonnen werden könne, doch sei, da die bereits für die Aufschließungsarbeiten bewilligten 200 Mk. verausgabt seien, ein weiterer Kredit nötig. Die Versammlung ist mit der Bewilligung eines weiteren Kredits von 300 Mk. einverstanden. — Von der Beamten-Fürsorgekasse sind der Stadt 25 000 Mk. als Anleihe zu 4 Proz. und 1 Proz. Tilgung zur Verfügung gestellt worden. Die Versammlung stimmt der Uebernahme des Darlehens unter dem Vorbehalt zu, daß der Stadt nach zehn Jahren das Kündigungsrecht zugestanden wird. — Die Ueberlassung des Rathaussaales an den Wohlfahrtspflegeverein zur Abhaltung von Vorträgen am 2. und 6. März wird genehmigt. — lieber die Abrechnung für das neue Schulhaus, zu der Architekt Rosenthal aus Darmstadt erschienen war, wird beschlossen, diese nochmals an den Ausschuß zur Berichterstattung zurückzuverweisen. Der Ausschuß trat sofort zusammen, und der Gemeinderat beschloß, die Sitzung auf Montag, 20. Februar, zu vertagen. Sitzung am 2 0. Februar. Anwesend: Bürgermeister Fendt, Beigeordneter Dotter, die Gemeinderäte Andrae, Dierner, Hinkel, Klein, Methfesscl, Rullmann, Schäfer, Schulz, Treser, Wittekind und Kammerdirektor Müller. Bürgermeister Fendt trägt den Bericht des Ausschusses über die Abrechnung für das neue Schulhaus vor. Für das Hauptgebäude waren im Voranschlag 153 750 Mk. eingesetzt, während verausgabt wurden 152 231 Mk., so daß eine Ersparnis von 1518 Mk. erzielt wurde. Der Voranschlag für die Turnhalle bezifferte sich auf 41 750 Mk., die Ausgaben betragen 39 450 Mk., es wurden also 2299,80 Mk. erspart. Es wurde beschlossen, die Abrechnung, mit Ausnahme des Titels 7, Dachdeckerarbeit, die infolge mangelhaften Materials auf Kosten der Unternehmer nochmals ausgeführt werden muß, zu genehmigen. — Die Beschlußfassung über die Pflasterung der Bahnhof st raße, worüber der Voranschlag vorgelegt wurde, nach dem die Pflasterung der Straße vom Kriegerdenkmal bis zum gepflasterten Teil der Ortsdurchfahrt bei Ausführung in Kleinpflaster 13 200 Mk., die Anlage des Bürgersteigs 16 000 Mk. kosten würde, wird ausgesetzt. (Die Kosten der Pflasterung werden zu je einem Drittel von der Provinz, dem Kreis und.der Gemeinde getragen.) — In den Schulvorstand wurden die Gemeinderatsmitglieder Hinkel und Klein, sowie der Sattlermeister Heinrich Eckert gewählt. — Das Gesuch des Jagdpächters um Verlängerung des Pachtvertrags um sechs Jahre von 1912 ab wird ausgesetzt, da der Gemeinderat vorerst eine endgültige Entschließung nicht geben kann. — Der vom Kreisamt empfohlenen Errichtung einer Haushaltungs- und Kochschule (Kreiswanderhaushaltungsschule) in Büdingen, zu der die Gemeinde die Räume, sowie Heizung und Beleuchtung zu stellen und die Kosten des Transports zu tragen hat, stimmt der Gemeinderat zu. — Der Antrag des Steinbruchbesitzers Reinhart Müller um Ueberlassung des E r l e n k i p p e l s zu dem bisherigen Pachtpreis wird genehmigt. — Die Ausbesserung des Kirchendaches erfordert nach dem von der Präsenz vorgelegten Voranschlag 2519 Mark. Das von der Stadt zu stellende Bauholz ist unverbindlich mit 630 Mk. bewertet: Der Gemeinderat beschloß, das Holz nicht zu liefern, sondern den Betrag in Geld zu bewilligen. — Das Gesuch der Fürstl. Rentkammer um Erlaubnis zur Erbauung eines Stegs über den Seemen- bach bei der sog. Brotzlerschen Mühle wird bis zur nächsten Gemeinderatssitzung, der ein Revers unterbreitet werden soll, zurückgestellt. — Der Antrag der historischen Kommission nm Leistung eines Beitrags zu den Kosten einer Karte wird abgelehnt. — Dem Antrag der fürstl. Rentkammer um käufliche Uebernahme von Teilgrundstücken an der S ch u l st r a ß e wird genehmigt. — Lehrer Weinel hat beantragt, die ihm aus Benutzung eines Grundstückes zustehende Naturalbesoldung der ersten Schulstelle in einen entsprechenden Geldbetrag umzuwandeln. Der Ablösungsbetrag wird auf 150 Mk. berechnet und dem Gesuch stattgegeben, wenn für den Nachfolger des Gesuchstellers nicht dieselbe Vergünstigung verlangt, auch sonst ein Präjudiz nicht geschaffen wird. — Die Anträge des Nachtwächters Albrecht und der Laternenanzünder um Gehaltserhöhung werden bis zur Voranschlagsberatung zurückgestellt. — Dem Antrag des Bullenhalters Schneider auf Regelung seines Vertrages, wonach sich die jährliche Vergütung um 40 Mk. erhöht, wird stattgegeben. — Auf Vorlage eines von den Sachverständigen als erstttassig bezeichneten Ziegelmusters für das Dach des neuen Schulhauses erklärt sich der Gemeinderat mit der .Verwendung des bemusterten Materials einverstanden. x Kohden, 21. Febr. Die hiesige Gemeindeverwaltung hat den Ban einer Quellwasserleitung be- sckftossen. Die Quellen liegen in der Gemarkung Unter- Schmitten. -l- Michel au, 21. Febr. Der Gastwirt I. Naumann kann in diesem Jahre sein 25jähriges Jubiläum als Bierabnehmer der I. I. Jungschen Brauerei in Frankfurt a. M. feiern. Kreis Friedberg. # Ba d-Rauheim, 21. Febr. Die hier wohnenden Bayern gedenken anläßlich deS 90. Geburtstages des Prinzregenten Luitpold eine größere Feier zü vev- anstalten, wozu jetzt schon die Vorbereitungen getroffen werden. Bl Münzenberg, 21. Febr. Gegenwärtig werde« Erhaltung der Ruine auf der Burg wieder Renovierungsarbeiten vorgenommen. F.C. Rod heim v. d. Höhe, 21. Febr. Der hiesige Gemeinderat hat den Anschluß an das Wasserwerk Inheiden mit sieben gegen vier Stimmen beschlossen. F.C. Nied er-Wöll stad t, 21. Febr. Der Gemeindevat lehnte den Anschluß an das I n b e i b e n e r Wasserwerk «L. Hessen-Nassau. — Nauborn, 21. Febr. Am Sonntag wurde unter Anteilnahme der Gemeinde eine Veteranenfeier abgehalten, bei welcher Gelegenheit Bürgermeister v. Hagen jedem der Kriegsteilnehmer ein 20-Mark-Stück überreichte. Pfarrer Schneider hielt eine Festpredigt. m Diez, 21. Febr. Der Voranschlag der Stadt Diez für 1911/12 ist in Einnahme und Ausgabe auf 285 462.01 Mark sestgestellt worden, bei einer Steuererhebung von 155% der Einkommensteuer, 190% der Realsteuer und 90% der Betriebssteuer; Einkommen- unb Realsteuer sind um 5% höher geworden, dagegen hat sich die Betriebssteuer um 100% ermäßigt. — Vom Regierungspräsidenten ist die Bestätigung des Bürgermeisters Scheuenr auf eine weitere 12iährige Amtsdauer eingetroffen. Gerichtssaal. Berlin, 21. Febr. In dem BeleidigungsProzeß des Genera Intendanten der königlichen Schauspiele Grafen von H Ülsen -Hä sei er wider den Direktor der Hofoper in Wien Weingartner kam es zu einem Vergleich. Die Parteien steil,en iid) gegenseitig das Zeugnis aus, daß sie in gutem Glauben gehandelt hätten und daß ihnen die Absicht einer persönlichen Beleidigung ferngelegen habe. Der Privatkläger zog den Straft antrag zurück. Weingartner übernahm die Gerrchtskvsten. Arbeiterbewegung. Weißenfels, ‘21. Febr. Nach amtlicher Feststellung sind gegenwärtig in 54 Betrieben der Weißenfelser Schuhindustrie 2691 Personen ausständig, 1350 Arbeiter in 8 Betrieben arbeiten weiter. Die Firmen, die in vollem Umfange Weiterarbeiten, haben die Forderungen der Arbeiter teils bewilligt, teils noch nicht erhalten, da sie vorerst an die Fabrikanten gerichtet morden waren, die die Resoltltion des Fabrikantenvereins unterzeichnet hatten. Ter Fabrikantenverein Hal gestern abend beschlossen, daß die dem Verein angeschlossenen Fabrikanten, in deren Betrieben ein Teil der Arbeiter in den Ausstand getreten ist, heute zu kündigen und die Betriebe gemäß dem früheren Beschluß des Vereins zu schließen haben. Sturm und Wasserschaden. Infolge heftiger S ch n e e st ü r m e sinb, wie bereits gemeldet, in den von Berlin nach West- und Süddeutschland verlaufenden Telegraphenlinien umfangreiche Störungen eingetreten, die voraussichtlich erhebliche telegraphische Verzögerungen verursachen werden. In der Eifel, im Hunsrück, in der Saar- und Mosel- gegend giingen schwere Gewitter begleitet von starkem Sturm und Hagelschlag nieder. Der Hagel liegt stellenweise zollhoch. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt. In der Kyll ertrank ein Arbeiter beim Ueberschreiten eines Steges, der in demselben Augenblick weggerissen wurde. Der Sturm warf einen Kamin um, und die niederstürzenden Teile verletzten einen Feuerwehrmann tödlich — An der norwegischen Westküste herrschte in den letzten Tagen ein furchtbarer Schneeorkan., Telegraphen- und Telephonverbindungen erlitten südlich von Drontheim große Störungen. Zahlreiche Schiffe scheiterten. — Infolge des Sturmes auf dem Schwarzen Meere ist der englische Dampfer Adriana mit einer Kornladung in eine Untiefe geraten. Zwei Dampfer wurden von der Landungsstelle gerissen. Der Dampfer Sonnnoor ist gesunken. Der griechische Dampfer Alexander Mechalinos ist gestrandet, zwei Matrosen sind ertrunken. Einige Wagen der Uferbahn wurden mit den Schienen ins Wasser gespielt.______________________________________ Kleine Lagerchronil. Gegen einen Oberlehrer in Dortmund, der Vorsitzender des Verbandes Deutscher I m p f g e g n e r - V e r e i n e ist, eröffnete das Provinzialschulkollegium in Münster das Disziplinarverfahren wegen öffentlichen agitatorischen .Auftretens gegen das Jmpfgesetz. Um eine.besondere Anziehung auszuüben, ließ sich ein Mena-» aeriebesitzer in Kaiserslautern im Löwenkäfig rasieren. Der Bader wurde von einem Löwen angefallen und zerfleischt, so daß er bald darauf starb. Vor einiger Zeit meldete sich in Oberstein a. d. Nahe ein Juwelenhändler, der angab, in der Nähe der Stadt überfallen und um Juwelen im Werte von 20000 Mark beraubt worden zu sein. Nun wurde dec Händler verhaftet, da sich herausstellte, daß der Ueberfall vorgespiegelt fet Durch einen Brand in der königlichen Bibliothek in Berlin wurde fast die ganze Feuerwehr Berlins alarmiert. Die Gefahr wurde sofort beseitigt. Der Feueralarm mürbe durch Jnbrandgeraten des Utensilienschrankes im Kellergeschoß veranlaßt. Zwischen der Telefunkenstation des Eiffelturmes unb der von GlaceBayin Kanada fand dieser Tage ein vollständig gelungener regelmäßiger Depeschenanstausch mit sogen, musikalischen Funken statt. Die Entfernung beträgt über 6000 Kilometer. Der Kaufmann Leopold Kempner vermachte der Stadt Breslau eine Million Mark zur Beschaffung billiger Wohnungen für bedürftige Bürger. Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag dem 23. Febr. 1911: Stürmische westliche Winde, Regenböen, mild. Letzte Nachrichten. R.B. Darmstadt, 22. Febr. Die Zweite Kammer hat beute ihre Frühjahrsberatungen ausgenommen. Die Haushaltungsberatungen beginnen morgen. Zu Beginn der Sitzung widmete Vizepräsident Korell dem verstorbenen Abgeordneten Köhler-Langsdorf einen herzlichen Nachruf, worauf die Vereidigung des an Köhlers statt gewählten Abgeordneten Fenchel vorgenommen wurde. Darmstadt, 22. Febr. Der Großherzog verlieh dem Mitglied der Wiener Hofoper, Madame Cahier, die als Gast im Hoftheater auftrat, die goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft. Paris, 22. Febr. Nach einem Londoner Telegramm hat. in der portugiesischen Stadt Guar da Mitte Februar anläßlich der Anwesenheit des Ministers der öffentlichen Arbeiten eine monarchistische Erhebung stattgefunden. Der Minister und zahlreiche andere Personen seien durch Schüsse getötet worden. Die Ordnung sei zwar wieder hergestellt, doch sei bte Lage Noch bedenklich. Dscheddah, 22. Febr. Die Anhänger von Said Jdris überfielen und nahmen eine Karawane von achtzig Kamelen mit fort, die Lebensmittel und Munition für die Garnison Hab je brachte, bei Suda. Eine kleine Abteilung unter dein stellvertretenden Gouverneur von Lohaja versuchte, die Karawane zu befreien, wurde aber mit einem Verlust von fünfzig Toten znrückge* schlagen. Washington, 21. Febr. Das Repräsentantenhaus nahm oas Flottenbauprogramm für 1912. an, das den Bau von zwei Schlachtschiffen, zwei Kohlen- dampfern, acht Torpedobootszerstörern und vier Unterseebooten vorsieht. C al c u t t a, 22. Febr. Der Kronprinz kehrte von seinem Ausftug in das Innere des Landes zurück und stieg im Palast des LizeköKigs ach. Dste Abreise nach Bombay erjolgl morgen früh. (810 ein bei: Lich, den 18. Februar 1911. ' — . • < . äi" . ..r.C. .ti *L -t-... ilX f axI Aa awavziTma i*T a vn rM Ti •• iifffriiet. Srintla ‘ . 'ilpfclriufle, Stüntltn Psitsichc, Sitntn Viele Wähler vor. empfiehlt [1294 vSi/g Raummeter 526 veranschlagt 14 Raummeter Erchen-Prügel 6 Raummeter Eichen-Stöcke 4 n n 40.— B »/, 52 400 259 Lieferung v. Steinzeugröhren II. Wahl Lieferung von DrainagemündungS- 2 Raummeter 2 Raummeter Raummeter Raummeter Raummeter Nadel-Prügel Nadel-Reiser 684.— 87.— n M zu M 0 Die unterzeichneten Körperschaften haben fich laut Generalversammlungs- beschlüssen vom 19. und 20. ds. Mts. für die Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 21. Februar 1911. Großh. Kulturinspektion Gießen. H. Steinbach. Buchen-Rciser Birken-Prügel Weichholz-Prügel Drainageacbeiten (Graben- und Rohrverlegung) Maurerarbeiten Fuhrleistungen Lieferung von Drainröhren und Verbindungsstücken Grobherzogliche Bürgermeisterei Lich. Därme r. Eid Metzger Ml Heinr. Driesch Der Verein der Detaillisten und der Verband deutsche? Großhändler Ortsgruppe Gietzen. KaulmannsgericWswatikn. Die Wadi nudel am 25. W. Mts., abend« von 6—9 Ubr, im Bürgermeisterei * Gebäude itati und Innen wir Silmmzettel kralle Wähler bnfclbit abgeben. v*,x Äaufm. Verein. Arbeitsvergebung. Nachstehende Arbeiten und Lieferungen für die Feldbereinigung Hattenrod sollen auf dem Wege schriftlichen Angebots in einzelnen Losen vergeben werden. Georg Wallenfels Marktplatz 21. Teleion 16. vis-ä-vis der Engelavotheke. Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl’sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 Raummeter Gemischte Reiser Stück Fichten-Stangen von 4 bis 11 Ctm. Durchmesser mit 11,19 Festmeter. Fr*te-taiop5' Donnerstag abend, 8'/. Ubr, im Hotel Einhorn Diskussions-lbend 01370 Der Vorstand. Gietzew den 21. Februar 1911. GroßberLogtiche Obersörtzerei Wieseck. W^isand. 9 Es wird umsomehr allgemein als ein Bedürfnis empfunden, daß der hiesige Kolonialwaren-Grosthandel, der fett 3 Jahren unvertreten ift, wieber un^ Stimme in der Kammer erhält, als er sich tn dem letzten Dezennium zu bedeutender Höhe heraufgearbeitet hat. Herr Nowack wird nach allgemeiner Ueberzeugung die Interessen des Handels auf jedem Gebiet m für Alle zufriedenstellender Weise vertreten und bitten wir recht sehr am Wahltage unserem Kandidaten Ihre Sttmme geben zu wollen. kiergkMstNlldelnIMrsili LMtütiülegeil nur aller# Oiiiälen Islllltckag, 23. d. Mts., Wiiitnüt Handelskaiiilller-Erslltzwahl auf den gemeinschaftlichen Kandidaten Herrn HllbOlf HOWötf in 5irma L. M. Nowack & 5ohn stücken . Die Verdingungsunterlagen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Hattenrod zur Einsicht offen. Angebote haben nur in Prozenten des Voranschlags zu erfolgen und sind verschlossen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 27. Februar ds. Fs. vormittags 9l/< Uhr bei Großh. Bürgermeisterei Hattenrod emzureichen, wo ine Eröffnung stattfindet. Freie Auswahl ausdrücklich vorbehalten. Mk. 1653.— ° 25.- „ 122.— Holzverfteigerung. In der Wirtschaft von Herrn Heinrich Schcpv V. zu Saasen kommt zur Versteigerung: Montag den 27. d. MtS., vormittags 9 Uhr, auS den Distrikten Kälber,lall, Birkwaldsbeege, Bubenrod, GümerLArabew Hatntzeege, Großer und Kleiner Seng, Saasenerbeegwald, Schaafbulch. Scheiter, Rm.: 58 Buchen. 26 Eichen, 25 Kiefern, 19 Fichten. Knüppel, Rm.: 128 Buchen, 3 Hainbuchen, 106 Eichen, 2 Birken, 58 Kiefern, 39 Fichten. Knüovelreing, dtmj 60 Kiefern, 40 Achten. Gew. Reuig, Rm.: 329 Buchen, 251 Eichen. 2 Ahorn, 32 (yirfHcn (Sckicktbausent Stöcke, Rm.: 24 Buchen, 32 Eichen, 42 Kiefern, 67 Fichten. Mittwoch den 1. März, vornnttagS 9 Uhr, aus denselben Distrikten und NcuboiSheege, Nonnenheegwald. Stämme: 4 Eichen 3. Kl. = 4L8 Fstm., 31 Eichen 4. Kl. = 21,74 FUm., 27 Eichen 5. Kl. - 12L6 Fstm.. 33 Eichen 6. Kl. = 6,67 Fstm., 5 Buchen 3. KI. - 4,53 Fstm., 16 Buchen 4. Kl. 11^6 Fstm., 2 Kiefern 2. Klane = 1,94 Fstm., 20 Kiefern 3. Kl. = 14,55 Film., 10 Kiefern 4. Kl. — 3,43 Fstm., 232 Kiefern 5. Kl. = 80,02 Fstm., 9 Fichten 3. Kl. = 14,17 Film., 17 Fichten 4. Kl. = ^34 Fstm., 30 Fichten 5a- Kl. = 17,41 Fstm., 106 Fickten 5b. Kl. = 23^33 Fstm. Derb» siangen: 2 Eichen 1. Kl. ™ 0,13 Fstm., 28 Ahorn 1. Kl. = 1,29 Fstm-, 134 Fichten 1. Kl. = 12,04 Fstm., 125 Fichten 2. Kl. - 2,90 Fstm. und 100 Fichten-Reisstangen. Die zur Versteigerung kommenden Nummern der Buchen-, Mietern: und Fichten-Srämme und des Buchen-Brennbolzes im Distrikt Saasenerbeegwald sind blau unterstrichen. — Die Holz- Versteigerung vom 16. ds. Mts. ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 3. März lsd.Js. an bei den Hebeftellen tn Empfang genommen werden. Ueberweisung und erster Abfuhrlag Samstag den 4. Marz. Bekanntmachung. licken Rat in Ernäbrung und Pstege rbrer ^aualmge zu erteilen. Diese sollen möghdnl früh nach der Geburt,zur Ratserteilung und regelmäßigen Beobachtung zur Berarungsuelle gebracht werden. Fn geeigneten Fallen wird auch du Umentutzung durch Lieterung guter Milch, oder Gewährung von Sttttpramien oder Kiuderwasch^ ermögUck^ ist Herr Dr. med. CttoJSrrttcl. Lvrcchftunde finbet alle 14 Tage freitags, von 10—11 Ubr nnrmittaas beginnend Freitag den 44. ds. Mts. in einem Ämmer des ueuenVolkSicku'.gcbäubcs (Erdgeichoft) statt. Ick fordere alle Beteiligten auf, vertrauensvoll dle Hrlfe der Beratungsstelle m Anspruch zu nehmen und bitte Öie Bevölkerung, nor allem die Herren Aerzle, die Hebammen, die Stadtschwestern, die Krankenkassen und die Damen des Altcefrauenverems der Einrichtung ihr lebhaftes Interesse zuzuwenden und anregend aus den Besuch der Stelle hinzuwirleu. (Bd1’’, Büdingen, den 13. Februar,1911. Der Vorsitzende der Zweigstelle tm ffxetfc Büdingen Boeckmann. Holzversteigerung Winnerod. Dienstag den2 8. Februar sollen in den Distrik- tm Eichwald, Petersgrund und Burgwald versteigert werden: 328 Raummeter Buchen-Schercholz 193 Raummeter Buchen-Prügel 123 Raummeter Buchen-Stöcke Versteigerung. Douncrstaa den 23. d. Mts., naebut. 2-„ Ubr, »olle» babicr Walltorstr. 6 (Darmst. Haus) eint Pirtik PMtrltifttn versteigert werden. (01388 Wichen, den 22. Februar 1911. Seipel. Gerichtsvollzieher. Donnerstag früh treffen frische Schellfische und Kablian Als geeigneten Vertreter schlagen wir Snnt Wil Doili Baumaterialien 01396 Nutzhotz-Verkauf. Da« nachvemeichnete, im laufenden Winter bereits gefällte Nutzholz soll auf dem Dege der Submission verkamt werden. Gebote sind ver- r»sassen mft der Aufschnft .Holzsubmission- bis spätestens den 6. März 1911, vormittags 19 Uhr, bet unterzeichneter Stelle emzmetchen Eröffnung A G^gte erfolgt am 6. März, vormittags 10 Uhr, im Rathaus zu Lich. Die Verkaufsbedingungen, denen sich die Kau,er mit Einreichung ihrer Gebote unterwerfen, liegen bei Großherzoglicher Bürgermeisterei L.ch zur Einsicht offem mäher, Auskunft erteilen auf Wunsch die unterzeichnete Stelle sowie die betreffende Großhcrzogltche Oberforiteret. ®ae ßob .Tmrt Rrn"/ gtmtfrn. Wcg.n B°r,.igung b,8 Hal».- walle man sich an b!E Sorflmarte Sertof unb tf,n»t ,n L.ch wanbe,.. jlsnMstNMrmIll Als Ersatzwahl für da« verstorbene Mitglied Herrn Kommerzienrat L. Heyligenftaedt schlagen w,r als den geeignetsten Vertreter Herrn Kommerzienrat ß. SdiaHftaedt vor. — Es ist dieses im Interesse der Großindustrie und des Kleinhandels dringend geboten. 0139ß Viele Kaufleute. 1 Pfand Paket “ Z ^akae eie* Jakob Maternus 7390 Fichten-Bohuenstangen Anfang 91/4 Uhr vormittags am Jgelsteich; mit den Bohnenstangen wird begonnen, danach das Brennholz tm Eichwald (Chaussee Winnerod-Remhardsharn); das Holz tm Burgwald wird nicht vorgezeigt, sondern tm Petersgrund S-mes, Förster.________________ Vergebung. Mr die Grosih. chirurgische Universitäts-Klinik in Gießen sollen für das Rechnungsjahr 1911 auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden: a"\ bie Lieferung von: ‘ 1 Rack- 2. Fleisch-, 3. Kolonial- und Spezeret waren, 4 Milch, 5. Butter, 6. Eier, 7. Bier, 8. Verbrauchs-, 9 Toilette-, 10. Schreibgegenständen, 11. Bürstens 19 unb Porzellanwaren, 13. Scheuertücher, 14. Seise, 15. Soda, 16. Wchnerwichse, 17. Gips und 18. Eis; b) die Abgabe von Lumpen und Gespul. , Die Bedingungen liegen vom 24. dMts. ab ans dem ’XÄÄ' s SÄ"'äw 1« ^Pr^ der tnrter a) 3 unb 7 bis 17 bezeichneten Waren ufto. sind den Angeboten betUifügen. Der Zuschlag wird innerhalb 14 Tagen nach dem Eroff- mrngstermin erteilt Gießen, den 21. Februar 1911. Grohh. Direktion der chirurgischen Universitäts-Klinik. P o p P e r t Nutzholz-Submission Winnerod. Mittwoch den 1. März 1911: Schnittholz über 30 Ctm. mittlerer Durchmesser. Buchen: 51 Ctm. mitt! Durchm., 1 Stamm ---- 0,82 Fstm , 40—49 Ctm. mitt! Durchm., 4 Stämme = 37o Fm. Eichen: 30—39 Ctm. mtttl. Dchm., 3 Stämme = 2ch0 Fstni. Kiefern: 40 Ctm. mittl. Durchm., 1 Stamm = 1^1 Sftnt.; 30—39 Ctm. mittl. Durchm., 12 Stamme -- 12^7 Fnr Lärchen: 30—39 Ctm. mittl. Durchm., 30 Stamme -- 48,49 Festmeter. w Fichten: 30—39 Ctm. mittl. Durchm., 5 Stamme -- 5,57 Fm. Bauholz 20—29 Ctm. mittl. Durchm. 16 Eichen = 6,04 Fstm.; 2 Birken --- 1,04 Fstm.; 16 Kiefern = 8,17 Fstm.; 139 Lärchen = 93,88 Fstm.; 122 Fichten = 69,22 Fstm. . „ Wagner- und Grubenholz, 12—19 Ctm. mittl. Durckfln 33 Eichen = 5,23 Fstnr.; 3 Kiefern = 0,85 Fstm.; 103 Lärchen -- 28,27 Fstm.; 194 Fichten 12—14 Ctm. mrttlerer Durchm. = 32,87 Fstm.; 298 Fichten 15—19 Ctm. mittl. Durchm. = 88,59 Fstm. Sämtliches Holz ist fertig aufgearbeitet, mit der Rinde gemessen, lagert an Chausseen, 3 Kilometer von Station Reiskirchen. Zahlungsfrist bis Marttm 1911 bis zu 300 Mark gegen Bürgschaft, für höhere Beträge gegen Hinterlegung von Wertpapieren, innerhalb 10 Tagen nach eräugtem Zuschlag. , „ Die Gebote sind nach Sortimenten und Holzarten getrennt, schriftlich und verschlossen, mit der Aufschrift „Submission" an den Unterzeichneten einzuschicken. Förster Sames in Winnerod zeigt das Holz rm Walde auf Wunsch vor und übersendet ein Verzeichnis mit Durchmesser und Länge der Stämme. Die Eröffnung der Gebote erfolgt Mittwoch den 1. Marz, nachmittags 2V» Uhr, in der Försterwohnung zu Winnerod. Innerhalb 3 Tagen darnach wird die Nachricht an die Subrnittenten, denen der Zuschlag erteilt ift, zur Post gegeben. Die Gutsverwaltung Winnerod übernimmt event die Anfuhr des Holzes zur Bahnstation. C22/? Winnerod b. Reiskirchen, Oberhessen Ludwig Clemrn. Walde lgentömer: Gemeinde Llkb. Eicken Fichten Niesern Buchen Festmeter Festmeter Festmeter Feftmeter IV. Kl. von 30—39 cm Mitten- Durchm. V. Kl. von 25—29 cm Mitten Durchm. VL Kl. unter 25 cm Mmen- Durchm. II. Kl. von 40—49 cm Mitten- Durchm. III. SL von 30—39 cm Mitten- Durchm. IV. Kl. von 25—29 cm Almen- Durchm. V. Kl. von 20-24 cm Mitten- Durchm. Va Kl. unter 20 cm 9)htten= Durchm. IV. Kl. von 25—29 cm Mitten- Durchm. V. Kl. unter 25 cm Dittten Durckm. I. Kl. von60 und mevr cm Milten Durchm. II. Kl. von 50—59 cm Mittcn- Durchm. III. Kl. von 40—49 cm Milten- Durckm. IV. Kt. von 30-89 cm Mitten- Durckm. a) Forttivarl et I b) Forttwartei n 82,69 6,- 85,84 12,- 189,94 37,- 6,99 1L7 6139 &- 5548 6,- 51,42 14,- • 1 $ 4,40 11,91 । Z 2,16 — 15L6 4,12 Die verehrl. Mitglieder unserer Bank werden zu der Montag den 27. Februar er., abends 8^ Uhr im Saale des Hotel Schütz stattfindenden 52. ordentlichen Gencral-Versamnilung ergebenst eingeladen. Gießen, den 14. Februar 1911. Der Vorsitzende des AufnchtsrateZ: L. Petri II. Gcwcrbcdank zu Gießen eingetr. Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht. „Chlorodont- vernichtet alle Fäul erregcr im Mnnde n. zwischen den Zäh n. bleichtmihtarbene Zähne blendend w ohne dem Schmelz zu schaden. Herrt. frischend bn Geschmack. In Tuben 4 di» 6 Wochen ausreichend, Tube 1 Jt, Probe- tube 50 * Erhältlich in Apotheken. SreflcHen, Parfümerie« Devot ttt Gießen: Drogerie Otto Schaaf. , ■ Bessere f Mßö-toge zu verleiben bei Karnbach Babubontr. 27. Kartoffeln! Speise- und Saat-Kartoffeln liefert waggonweise billig nach jeder Bahnstalton (hva/2 Gottlieb Riemann, Magdeburg, ivernsvr. 3413. k« ÜM Ml Volksparlei. Samstag den 25. Februar d. I., abends fcP/2 Uhr, im Saale des Gasthofs zum Einhorn: Biograph Plockstr. 12 (01385) Plockstr. 12 Jeder Film ein Schlager! nm- - Tagesordnung: Bericht über die seitherige Wahlagitation. Um zahlreiche Betelltguug bittet _____________________Der Vorstand. Lov-wirtschostlichtt Lokolverein Gießev. Freitag den 24. Februar 1911, nachmittags 3 Uhr, findet im Lenzschen Felsenteüer em Vortrag über Pferdezucht statt. Insbesondere die Aufzucht des Arbeitspferdes. Referent Herr Dr. Muller, Darmstadt. Um zahlreiches Erscheinen unserer Mitglieder u. Freunde der Landwirtschaft wird freundlichst ersucht. d*7,_____________________________Der Vorstand. Cvangelizcher Kunst. Sonntag den 26. Februar, abends S* 1 */^ Uhr Familien-Abend in Steins Garten Vortrag deS Herrn Oberlehrers Schmoll-Gießen: „Freiherr vom Stein.“ Der evangelische Kirchengesangverein unter Leitung des Herrn Musikdirektors Professor Trautmann hat seine Mitwirkung freundlichst zugesagt. D"/* Alle Evangelischen sind herzlich eingeladen. — Eintritt frei! GestUslhaftsvkrcin Gießen. Die Gehermkarten zum Besuche des diesjährigen Fastnachtssalles — Sonnabend den 25. Februar, 8 Uhr: „Ein Maskenball in der Narrhaüa", werden am 23., 24. u. 25. Februar von 12 bis 1 Uhr im Weinzimmer des Gesellschaftsvereins auSgegebcn. Näheres über die Veranstaltung durch Plakate in den Räumen des Gesellschastshauses. v»/,_______________________Ter Vorstand. Turnverein Gießen ti.1846. Souutag den 26. Februar 1911 (v29/- itt unserer Turnhalle Punkt 4 Uhr beginnend Grasse hrnml. Unterhaltung. W schwarze Watin Großes hochinteressant. Drama aus den Tropen, Länge 360 Mir. Das Waisenkind Hervorragendes Drama, von amerik. Künstlern gemimt. Eine falsche Anklage Großes spannendes Drama nach dem Leben. Des Löwen Erwachen Eine brillante deutsche Humoreske. Ganz besonders aufmerksam machen wir auf die sich auf die Kilistrophe iss Unterseeboot „ü 3“ beziehenden Original-Aufnahmen. Ferner sämtliche übrigen Programmnummern. Dp. Dpaile's Puder Seife Häuf- Creme Tube —.60 und l. ideales, fettfreies Hautpflegemittel. Macht die Haut widerstandsfähig und sammetweich. Unentbehrlich in kalter Jahreszeit und auf Gebirgs- und Seereisen. Von wunderbarer Wirkung gegen spröde und aufgesprungene Haut — Ueberall zu haben. I> so Central-Automat Giessen I I Einer verehrlichen Einwohnerschaft von Giessen Einer verehrlichen Einwohnerschaft von Giessen u. Umgegend zur gefälligen Kenntnisnahme, dass ich den wohne ich ab 23. Februar 1911 J. Rosenthal 1302 Telephon Är# 4D1 Immobilien-, Hypotheken-Vermittlung Finanzierungen, Versicherungen aller Art und massiosi.^gesehäft Central-Automat Giessen, Seltersweg 31, übernommen habe. 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Wir bitten unsere verehrlichen Abnehmer, ihren Bedarf unS frühzeitig aufgeben zu wollen. UM Württemberger jk»k Kavlausgassc 10. Donnerstag. 23. Februar 0090 Metzelsuppe. 2—6-pfündig Pfund 30 Pfg. Gutes Mehl Gutes Rüböl 3 Psuud 50 Pfg. ver Liter 68 Pfg. Feinster blütenheller Kabliau ohne Kovf ver Pfund 18 Pfg. im SÄuitt ver Pfund 22 Pfg. Rhein. Kaufhaus für Lebensmittel Babubofttraste 26 Scltcrswcg 27 und Frankfurter Straße, Ecke Klinikitraße. Rein. Schweinemalz 68 w Pr. Pflanzenbutter W. 60 Pfg Prima Brat-Schellfische 3 Pfund 50 Pfg. Zum Kreppeibacken Frische fische treffen Donnerstag früh in bekannt guter Qualität und zu billigsten Prciicn ciu. Fernste Nordsee-swrllfische Beslauraol i ÜW Heute abend 81/" Ubt hält Herr Inspektor P e i e l im I Stadlurisiionüsoale, Löberstr. 14 eine Bibelstunde, ß Eintritt frei für Jedermann. (01391) Liebigsftohe. Donnerstag ?“u?? Kaffee-Konzert Eintritt 20 Pfg. (1120 Giessen Direktion: Hermann Steingoetter. Mittwoch d. 22. Februar 1911 16. lUlutwoch-Abonnem.-Lorstellg. Sie zärtlichen Lernm-ten Lustspiel von Roderich Bcnedir. Ter Vetter Lustspiel von Roderich Bencdir. Anfang 7 Uhr. (ax2/9) Ende 10 Mir. Aachen bei. Der heutigen Nummer liegt ein Prospekt der bekannten Firma Wilkes & Cie. in D”/s um * Jtmigcn J Ach K(lt) J die & "2xM Lungen de Werner - iS* «5 i geewf. * r fitfF e,9ditu Mi, i Edvsvri Moi geb .. Are 3i imb riebt (herbe all 1907 gegen da Wsimid «Mette Mtai^ie i ' Zeit Ntt Zmg JJtt.ssed ■ ötiütnknt Gi ioü' da ÄMe der Arbeit! aber hefau. Uefitlfür Mer. 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