Zweites Blatt 161. Jahrgang Nr. 215 Gilchetnl tllgllch mtt vulnahme bei Sonntage. Tic „Glctze«er Zamlllcfblötter- werden dem gSnjeiflct* oiennal wöchentlich betgelegi, bal „Krcliblatl für bei Kreil riehen" iroeimal wöchentlich. Die ..Landwirtichastlichev Lett- frogen" erscheinen monatlich zweimal. Eichener AMiger General-Anzeiger für Vberhesien Montag, 20. November 19U Rotationsdruck anb verlaq der Srübliche» UnwersuätT-Buch- und StembrucfereL 9t Lange. Gießen. Redaktion. Jjpebition unb Tmcfertt: Cfftnl« (träfet 7. Orpebltton unb Verlag: 5L Rebaf ticnce^jj 112. Tel.-Tldr^:AnztigerGcc feen. Der italienifcf)4ürfi|(t)e Krieg. Tie Italiener in UeberschwemmungSnot. Die Natur ist den Türken und Arabern zu Hilfe gekommen und lähmt das Vorgehen der Italiener. Tie andauernden Regengüsse haben nun noch die Berschanzungs- ltnie der Italiener durchbrochen, unb diese haben cs mit ichen Ueberschwemmungen au tun. Da die Bee so unruhig ist, daß keine Lebensmittel ans Land gebracht werden konnten, wird man in Tripolis nicht gcraae in rosiger Laune sich befinden. Es wird gemeldet: Tripolis, 18. November. Tie italienischen Truppen begannen sofort nach dem Durchbruch derWasserma ssendes Ucb Mcdjcnin durch die Linie der Verschanzungen eine provisorische Lerteidigunaslinie gegenüber der Lücke hei zustellen, sowie die Verbindungen und Telephonlinien zwischen den verschiedenen Verteidigungsabschnitten und dem Hauptquartier auszubessern. Ta die Ueberschwemmung während der vLacht merklich abgenommen hat, begannen die Truppen unverzüglich mit der Ausbesserung der ersten Verteidigungslinie. Von -dem Fort Sidi Mcßri nach dem Osten fließt augenblicklich ein Gießbach, der in der Höhe der kleinen Forts ins Meer stürzt. Tte italienischen Soldaten retteten während der Ueberschwemmung mit eigener Lebcns- Sesahr Eingeborene. Es liegt kein Anzeichen von einer nternehmung oder dem Abmarsch des Feindes vor. Nur auf der Westfront werden die üblichen Schüsse abgegeben. M-eyrere Araber, die in einem Hause, das in einem kurzen Abstand von den Laufgraben muten in der Lase hegt, sich verbargen, wurden durch Gewehr und Ka nonenschuffe daraus vertrieben. Ta das Meer noch imnier bewegt ist, liegen die Schiffe und Dampfer auf der Reede. In Tripolis regnet es nur noch w e n i g. Tie durch die U eb erschw em mung an gc rich te ten Schäden find besonders groß. Man stellt Acctylcnlampcn auf, die dazu beitragen tollen, die öj.entliche Sicherheit besser zu schützen. Lebensrnittel und Waren, die die Bevölkerung braucht, sind heute angetvmmen. Toch erlaubt das unruhige Meer nicht, sie an Land au bringen. Augenblicklich erbaut man Baracken, um den obdachlosen Eingebo- renen zu Helsen. Der allgemeine Gesundheitszustand der Truppen und der Bevölkerung ist fortgesetzt gut. Ein Zbund- schaster bestätigt die schon bekannten Nachrichten über den Feind in der Oase und fugt hinzu, daß die Türken ungefähr zweitausend ergebene Araber bcftänbig bei sich haben, denen sie Sold und Lebensmittel geben, (xin anderer Kunchchafter berichtet, der reichliche Regen sei den Eingeborenen sehr willtornmen, weil sie aus der g.instigen Ia.-reszeit Nutzen sur die Aussaat -u ziehen hoffen. Dies dürfte mciicid>t dazu bi i Streitkräfte der Araber sich zersplittern und daß nur wenige Berber mit den kontingenten LUS Sahel, dessen Bevölkerung teils türkischen Ursprungs ist, bei den Türken bleiben. Tripolis, ib. Mov. (Agenzia Stefcmi.) Tic tür- fischen Stellungen sind durch die Ueberschwemmung des Medscheninflujses, der vom Dsck-ebel (Sarian kommt und bei Arnzara vorbeifließt, start g e f ä h r d e t. Der Feind versuchte den Lauf des Med sch entn inderRichtungaufdieitalienischenVerschan- zun gen abzuleiten. Tie Gefahr wurde jedoch durch Genietruppen und Sappeure rechtzeitig abgewenbet. Aus Homs liegen befriedigende Meldungen über die politi.che und militärische Lage vor. Wegen Mangels an Lebensmitteln uiib Desertionen sollen Unstimmig- leiten zivifchen den Arabern unb Türken bestehen. Bon B e n g h a f i und Tobruk liegt nichts neues vor. Aus Terna wird ein neues Gefecht mit den italienischen Vorposten gemeldet. Tie Italiener hatten keine Verluste, der Feind einige Verwundete. Tie ntneften Ereignisse. Tripolis, 19. Nov. (Agenzia Stcsani.) Auf dem östlichen Flügel der Italiener versuchte der Feind, wie gewöhnlich, die Aufräumungsarbeiten durch Flintenschüße zu stören. In der Gegend von Sidi Misrt wurden einige Kanonenschüsse gewechselt. Ein heute morgen porgenommener Erkundungsjlug zeigte bei den Feinden dte gewöhnlichen Bewegungen. Ter türkische Kommandaut ge- startete den Arabern, sich abzulösen und in der Heimat die Felber zu bestellen. Ein von der tunesischen Grenze kommender Mann erzählte, er habe Handelslarawanen gesehen, die nach dem Landinnern zogen oder dorther kanten und Lebensrnittel transportierten. Z u ar a ist von Frauen und .uindern Denaren. Zum Schube des Latides sind bclvaffnete Männer und etwa 150 Türken zurückgeblieben. In Zania soll unter den Arabern große Unzufriedenheit herrschen, da der Deputierte Iornal Bey eine Bekanntmachung verbreiten ließ, die den Araber von der Feldarbeit ablenken und zum Kampfe zwingen foL andernfalls ihm die Haustiere getötet und die aaten mit Beschlag belegt würden. Gleichzeitig wird periuhcrt, bau viele Arader ihre Waffen an Eingeoorene in Tunis verkaufen. In Iuischen, Azizia und Gharian ist ein^ Bataillon Geniesoldaten cingetroßen unb befestigte die Stellungen Freiwillige italienische Flieger. Rom, 18. Nov. Gestern abend 10 Uhr sind zehn frei willige Flieger nach der Eyrenaika abgereist. Tie Bevolke rung bereitete ihnen herzliche Kundgebungen. Tie italienischen Finanzen. Rom, 18. Nov. Tic „Agenzia Stefani" crllärt bas Gerücht, daß die Verwaltung des italienischen Staatsschatzes eine äußere oder innere A n^l e i b c aufnehmen wolle, für falsch und führt aus: Ter Schatz deckte und deckt noch fortlaufend die Kriegsansgabcn aus den Kassenüberschüssen, die aus dem Aktiosaldo des früheren Budgets fließen. Er verfügt noch immer über große mummen, die ihm gestatten, aus den oroenuichen Mitteln allein alle Forderungen, die die Lage erheischt, zu decken. In der Staotskafse liegen trotz der geleisteten großen Zahlungen über eine halbe Milliarde Lires.^ Als Beweis für die starke der augenblicklichen Lage der Staatsiaise ist der ilm)taiw bemerkenswert, daß die erwähnten großen verfügbaren Wittel nicht berührt werden mußten, obwohl während der etzten Monate trotz der Kriegsaufwendungen der Schatz >ie gewöhlichen Zahlungen regelmäßig leistete, die infolge >es besonderen Zusammentreffens sehr bedeutende Summen erforderten, insbesondere für öffentliche Arbeiten und große Lieferungen. Der Wahlaufruf der liberalen Parteien. Im Wahlaufruf der nationallibcralen Partei -eißt es: Getragen von dem Gedanken der Blockpolitik, in hoher nationaler Begeisterung, im Kampfe gegen die internationalen Möchte bt-'j UltramontaniSmuS unb der Soz a war 1*307 der Reichstag zusammengettelcn. Erne neue Beu der ReichSfreubigkeit war angebrochen Ein kurzer FrühUng: stört, Fürst Bülow unb Dernburg sind aus ihren Aemtern geschieden. Kühner als je erhebt der Ulrramontanisinus sein Haupl, uno die "Sozialdemolratic feiert bei der durch die Reichs,inanzreivrm genährten llnzufricbcnhcct Tag für Tag neue Triumphe. Tic Nationalliberale Partei tragt hieran feine Schuld. Sie hat ihr äußerstes getan, um die Blockpolüik des Fürsten Bulow zu stützen. Tiefe Politik hatte große gesetzgeberische Erfolge: Vcrcinsgcsctz, Flottengefetz, t'lusbau der Kolonie«, Wctlbewervs- geictz, Sidnmng der Bauforderungen, Börsengefetz. Tie Konfcr vativen haben im Bunde mit Zentrum und Polen m ihrem EgoiS MUS den Block zertrümmert. Tic Naüonallibcrale Pan ei war bereit, dem Gleiche zu geben, was des Reiches ist. Sie mußte aber eine Reichsfi nanzreform ^blchnen, die den sozialen Ausgleich gegenüber de indirekten Steuern nidH aUbieit unb ein icitig einzelne Volksschichten belastete. Tic nächsten Wahlen rufen das Volk auf zum Gericht! Tic Nationalliberalc Partei wird Cintreten für die nationalen Forderungen, die sich aus der Weltstellung Deutschlands ergeben Heer unb Flott« am ocr Höhe voller Leistungsfähigkeit zu erhalten, ist ihr« vornehmste Pflicht. Sic wird ctnimcn |ur die Wahrung unserer nationalen Ehre durch eine zielbewußte Auilandspoliuk. Insbesondere fordert sie eine Reform des diplomatischen Dienstes imb ine Besetzung dieser Aemter durch befähigte Pcrfonc« ohne 3iückficht auf Geburt oder Reichtum. Von dem Bismaraijchcii Gculibsatze geleitet, daß eine große nationale Politik undurchführbar ist, wenn sie nicht von dem Vertrauen des Volles getragen wird, tritt die Nationalliberalc Partei dafür ein, daß die auswärtige Politik stets in lebendiger ,v u b i u n n mit dem deutschen Parlamente bleibt. Auf dem Gebiete der Wirtschaftspolitik hält die National- liberale Partei fest an dem bestehenden un^> bewährten SystembesmaßvollenSchutzzollcs. Sie ist der lieber - zeugung, daß Landwirtschaft und Industrie aufeinander aiigeiviescn sind. Sie wird sich deshalb mit derselben Entschiedenheit gegai die überagrarischen, auch Landl irtschaft selbst schädigenden An sprüche des Bundes der Landwirte wie gegen die Bestrebungen wenden, welche ,id) in der Richtung des Freihandels bewegen, vandil und Schliiahrt wissen, daß die Nationalliberalc Partei sic tets fürsorglich fordert. . Tic Natwnaltiberalc Partei, die an allen großen Mittelstands-- gesetzen eifrig und mit Erfolg mit gewirkt hat, wird sich für die Kräftigung des selbständigen Mittelstandes ebenso ein- eben, wie für die Interessen der Beamten und die Rechte und die virtschaftlichc Sicherstellung der Prwatangcstcllten, die in der Vorlage eines Gesetzes über die Pcnßonsverficherung der Privat- beamten ihren Ausdruck gefunden hat. Tie NationalIcheralc Partei tritt ein für die llnanta stbar- keit des Reich Stags Wahlrechts und für die Wahrung des Loalitionsrechts. öic hat stets für die berechtigten Untereren der Arbeiter, insbesondere auf dem Gebiete der sozialen Fürsorge gekämpft, wendet sich aber entschieden gegen bic uto- pistischen Forderungen der Sozialdemokratie, deren Erfüllung jede Wettbewerbsfähigkeit der deutfchen Erwcrbsstänbe zunichte machen würbe. Sic verurteilt aufs schärfste die zersetzende Agitation der Sozialdemokratie und bekänipft nachdrücklich jeden Versuch, durch Terrorismus das Recht des Arbeiters auf Freiheü der Arbeit ernzuschränken. Aus allen Gebieten zeigen die letzten Jahre die wachsenden Machtansprüchc des Zentrums. In seiner Bekämpfung erblickt die Nationalliberale Partei eine ihrer ersten Ausgaben, überzeugt, daß dtt Mtranwntanismus unverträglich ist mit der $2lutorität des Staates und der freiheitlichen Entwicklung unseres Volkslebens. Die Nationalliberalc Partei sieht ine Größe unseres Reiches nur durch eine starke, machtbewußte Politik gesichert. Sie verlangt eine feste Vertretung unserer nationalen 3n* leresscn nach außen unb nach innen. Die Zukunft unseres Volkes ist gefährdet, wenn Reaktion unb UltramontaniSmuS ine Herrschaft im Staate behalten. 9tur auf liberaler Grundlage kann die Bahn frei gemacht werden zu neuer schöpferischer Arbeit. Gs gilt, die reichen Kräfte unseres Volkes frei zumachen durch eine Gleichberechtigung, bic nicht bloß auf dem Papier steht, sondern in Wahrheit allen Bürgern des Deutsches Reiches, ohne Rücksicht auf Herkunft, Glauben, Rang und Befitz, den Zugang zu den öffentlichen Aemtern sreigibt und jeden verfassungswidrigen Eingriff m die Unabbängigfeit des Bürgertums bei der Betätigung feiner staatsbürgerlichen Rechte ausschließt. Frohgemut und zuvernchtlich gehen rott in den Wahlkampf. Wir roerben ihn führen unter dem alten und ewig neuen Wahi- wruch: Für des Vaterlandes Größe, Ehre und Recht, für bic bürgerliche Freiheit und Gleichberechtigung! In bem am Samstag erschienenen Wahlaufruf der Forifchrittlichen Volkspartei heißt es: Jahrzehnte hindurch stand das öffentliche Leben unter dem Truck der Konservativen und der Zentrumspartei. Ihr Werk ist die Finanzreform, die die Grundsätze der Gerechtigkeit verletzt, Reiche und Arme schonte und den Masien der Minderbemittelten den Lebensunterhalt verteuerte. Ihr Werk ist die wachsende Unzufriedenheit^ der Nährboden für bic Sozialdemokratie. Ihrem Einfluß iit es zuzuschreiben, baß bic von uns geforderten Maßregeln gegen bic Teuerung und bic Futternot nicht ergaben würben. Sic sind cs, bic dem Bolkc die freie Ausübung ber Wahlrechte erschweren und eine gerechte Einteilung der Wahlkreise verhindern. Tiefe Mehrheit darf nicht wicbcrkehren. Ein aus liberalen Gedanken ge- borcnc^ zur Weltmacht gewordenes Reich, an großes, lährlich fast um eine Million wackfendes Volk darf nicht von einer kleinen rückständigen Kaste regiert werden. Bürger, Bauern, Beamte, Arbeit ter, alle müßen einen geistigen und der wirtickaftlichcn Bedeutung ent'fpreckciiden poluiidjcn Einfluß erhalten. Von der Sozialdemokratie trennen uns grundsätzliche Meinungsocrichicocn- hciien Solange he in schädlicher Kampscsart an ihrer politischen kommunistischen Grundauf'aüung feuhält, als Klanen- Partei'die wirtschaftlichen Gegen,"ätze willkürlich verschärft und den Reicb^haushalt mit den Kultur- und Verteidigungsausgaben ab- lehnt, wäre ihr Wachstum im Reilbstagc am Kalten des Liberalismus nur ein Hindernis des Fortschritts. Je größer die Iahl der sozialdemokratischen Mandate, dato größer ilt bic Gciahr eines Rückschlags und desto näher eine innere Kriiis, die nur der Reaktion zugute kommt. treten in den Kamoi unter Wahrung unserer vollen Sclbuändigkeit. Ein Wahlabkommen liegt nur mit den Nationalliberaleu vor unb soll, ge^ep gcyalten werben» , Der Aufruf zählt bic wichtigsten F-ordcrungen bes öuii- gungsprograntniS von 1910 unter Anwendung der wick,- ligstcn Tagesfragen auf und schließt: ,,Hohen Zielen gilt der Kampf. Wähler, ihr habt die Macht. Gebrauch! sie! Funck, Voriitzcnder, v Paoer, criier, Schrader, zweiter stellvertretender Vorfitzciidcr deS ZentralauSschußes Trr gcschästsführcnde Ausschuß: Fi chheck, Borsitzcndcr, Monimsen, stellvertretender Vorsnendcr, Vielt, Cassel, Gothau, Günib-r, Gvßllng, Haußmann, Hummel, Kampf, Kovjch, v. Liszt. Müller- Meiningen, Naumann, Pachnickc, Rößler, Trager, Wlcnici. Die hcöolulion in China. Peking, 18. Nov. Puanschikai machte bekannt, daß die Insurgenten gestern die Kaiserlichen bei Han kau int Rücken angriffen. Es kam zu einem listigen Kamps. Die Insurgenten wurden mit großen V e r l u st e n u r ü ck g e w o r f c n. Mnkden, 18. 9h>o. Tas Lokalkomitee crflärtc alle Beringungen der Zentra lregierung für ungültig. Der ofsizielle Verkehr des Bizekönigs mit Peking ist eingestellt. Zum Verfolg ber dnncuidH'ii Revolution wie aller politischen Vorgänge in Litauen bietet die soeben im Verlag ber OBll^u-r Gcographucben Anstalt von Justus Perthes ea'chieucne große sarbenpruchtige Karte vom Sdauplatz ber chinesischen Revolution willkommene Gelegenheit. Ter Verlas,er ist ivieoerum Prof. Paul Langhans, ber Herausgeber der „Militärgeograpine , b.iicn cühcre SVaegslarten in Hunderttausenben von Exemplaren den Weg über den ganzen Erdball gcfunben i^aben.________________ Der russisch-persische Streit. Petersburg, 18. Nvo Tic „Vtowojc Wrcrnja" er* ährt, baß bic biplomatifchen Beziehungen ^wichen Rußlanb und Perfien abgebrochen finb, bic beider- eiligen Vertreter aber an ihren bisherigen Wohnorten verbleiben. Au» StaSt und Land. Gießen, 20. November 1911. ** Vortrag über Sumatra Man schreibt uns: Nur wenige Dentsck>e wissen etwas Näl^ercs über bic Jnfel Sumatra. Und doch fpielt hier die deutsche Tatkraft unb Intelligenz eine hervorragende Rolle. Nicht wenige Teutfche besitzen auf der fruchtbaren Ostküstc große Tabaiplantagen, die zu dem Aufschwung bcs deutschen Hanbcls im fernen Osten viel beitragen. In dem hohen Gebirgsland im Innern haben deutsche evangelische Glaubensboten das wilde Volk der Battrker in 50 Jahren zum großen Teil christianisiert. Die Batat-Misfion gel-ört heute zu den hervorragendsten und wichtigsten Unternehmungen des evcmg. Glaubens. Deshalb dürste der Vortrag, den Herr Missionsdiretlor Spiecker-Barmen heute abend in Steins Garten über seine diesjährige Inspektionsreise durch die Bataklaube halten wird, wohl auf Teilnahme auch in weiteren Kreisen rechnen. ♦* Kolosfeum. Der neue Spielplan des ikolossenmS, der sich sbrtgesetzt des lebhaftesten Beifalls erfreut, bietet wieder manche schöne und überraschende Darbietung. Die Direktion ist bemüht, wirklich oute und gediegene Vor- ffceKimgen zu geben unb lauter hervorragende Künstler zu präsentieren. In G. W a l t b e r hat sie diesmal einen ganz außergewöhnlich guten Griff getan; ber junge Mann voll- führt an völlig frei stehender Leiter ausgezeichnete Uebungen und Kunststücke, die gerabezu staunencrrcgenb sind, glicht minder gut ist das komische Radfahrerpaar Darley, das alles, was bisher auf diesem Gebiet geleistet wurde, lief m den Schatten stellt. Die Fülle bes Gebotenen und die stetÄ wechselnden Kombinationen die hier vorgeradelt tocroen, übersteigt alte Begrisse. Als vorzüglicher Humorist bewahrt sich Max Lange, das sächsische Unikum mit fernen originellen Borträgen, die außervrbentlichen Beifall finben. Als PaulaunbMaxen erzielte er mit feiner Partnerin ebenfalls die angenehmste und heckerste Wirkung. Bedeutende Fähigkeiten bekundet auch das Go lz-Trio auf rollenden Kugeln und am Drahtseil. Eine niedliche Soubrette ist Paula Wacker und ihre launigen Liedlein erfreuten sich einer guten Aufnahme. Als fchicke Venvand- lungstänzerin erweist sich Heta Tamara und ihre gesamten, schönen Darbietimgen sanden jubelnden Beifall. Auch die englischen Sand unb HolzschuhTTanzer Rose und Melsorb zeigten sich als äußerst gewandte und geschickte Künstler. Bernharb Leszinsky fand mit feinen teilweise aktuellen Kupletts den Beifall des Hauses und auch die burleske Schlußnummer ber MokaschlY, ein fideles Gefängnis, erfreute sich ber Ohinft des Publikums. Kreis AlSseld. A Alsselb, 18. yiot). Die Geflügelzuchtvereine von Lberhessen eröffneten heute eine Prooinziaigeflügel- ausstellung im „Deutfchen Kaiserin Infolge bet Maul- unb Klauenseuche mußte tu letzter Stunde die Schau sehr beschränkt, unb viel angekommenes Geflügel aus den Beobachtungsgebieten zurückgefanbt werben. Es finb nur die Züchter Der Kreise Alsfeld, Lauterbach unb Schotten zu- gelasfen unb auch hiervon mußten einige Orte ausscheiben. Demgemäß blieb auch die Zahl der ausgestellten Stämme hinter früheren Ausstellungen zurück. Unter ben ausgestellten Tieren fah man hervorragenbes Zu^material. Die Ausstellung wurde am Samstag durch den Vorsitzenben Rebatteur Post-Alsfelb eröffnet. Dem Ehtenausfchuß gehören an: Kreisrat Dr. Heinrichs, Bütgerm«stet Dr. Vol- sing, die Landlagsabg. Reh, Korell unb Lutz, Lekonomierat Schade-Alsfeld. Die Prämiierung, bie Mückler-Bingen und Fnck-Biebrich Vornahmen, hatte solgenbes Ergebnis: A. Hühner. 1. Ehrenpreis e: Hch. Rabe-Schlitz, Gastwirt Wennerhold-Zell, Forstwarl Maul-Hartershauseu, Otto Hahit-Vabentod, G. Hch. Keil*ytrebenborf, Wilh. Harnack-- Zell, Lehrer Torr-Lehnheim, Heinrich Reinharbl-Schlitz; 2 Preise: hch. Hill-Babenrod^ Hch. Reinhardt-^Schlitz, Gasnvlrt Wennerholb-Zell, Iohs. Lchaud-Schlitz, I. Tönng- Schlitz, H. Kell-Slrebenbon, Dr. 'Neuenhagen-Romrod, Dr. Wed er-Alsselb; 3. Preise: h. PLerf chro d-Zeilb ach, .Hch. Hill-Babenrob, H. Zimmer-Zeilbach, Dr. Weber-Alsfelb, Jak. Rofenmeyet-Schlitz, Forstwart Maul-Hartershausen, Gg. Hch. Keil-Strebettdorf (6y, Karl Sehri-Badenrob, M. Döring- Alsfeld, Herm. Müllcr-Schlitz, Leyrer Fink-Zell, H. Lerch- Leizeubor^ W. Harnack-Zell, H. Iung-tzuborf, Lehrer Dörr- Wohnheim, Karl Krug I. und Gg. Georg-Rcrrnrod, Dr. Neuen- Hagen-Romrod (2), Hch. Wennerhold-Zell, I. Döring-Schlitz, Otbo Körber-Schlitz, Gg. Heil II.-Schlitz (2). B. Wassergeflügel. Ehr enpreise: I. Schaub-Schlitz, W. Wehn- Gedern (2), H. Kreuder-Vadenrod, I. Merte-Strebendorf, O. Seiler-Schlitz. 2. Preise: Gg. Hch. Keil-Strebendorf, H. Hill-Vadenrod, Hch. Kreuder^Vadenrvd. 3. Preise: Gust. Lang-Romrod, W. Wehn-Gedern, Hch. Kind-Hutzdorf. C. Taub en. Ehrenpreis: Hch. Kreuder-Vadenrod. 2. Preise: Hch. Merschrod-Z eilst ach, Gg. Zinn-Alsfeld (3), K. Rahn-Altenhain. 3. Preise: H. "Tresser-Schlitz (2), Will). Graulich-R ainrod, Konr. Krug I.-Rainrod, Gg. Zinn- Msfeld. — lieber die Wiederherstellung der Walpurgiskirche und die Kostenbefchaffung beriet gestern der Kirchenvorstand. Die Gesamttosten sind auf 70 000 ’Ttt veranschlagt. Aus der vom Ministerium genehmigten Lotterie zum Besten des Kirchen- und Rathausbaues sollen 35 000 Mk. für die Wiederherstellung der Kirche und 25 000 Mark für das Rathaus verwandt werden. Die Lotterie findet in drei Ziehungen 1912 und 1913'statt und soll einen Reinertrag von 60 000 Mk. abwersen. Der Hospitalfonds liefert für die .Kirche 20 000 Mk. und der Kirchenbauverein hat bereits 15 000 Mk. gesammelt. Die gemeinsame Hei- zungsanlage für Rathaus und Kirche ist nahezu vollendet. Kreis Lauterbach. = Lauterbach, 19. Nov. Der Firma Johs. Kröm- melbein II. hier wurde die jederzeit widerrufliche Erlaubnis erteilt, von ihrem in der Gemarkung Lauterbach belegenen Sägewerk ein Anschlußgleis an den Bahnhof Lauter- bach-Süd anzulegen und durch die Eisenbahndirektion zu Frankfurt a. M. mit Lokomotiven betreiben zu lassen. Der Betrieb wird nach den noch zu erlassenden besonderen Bestimmungen geführt werden. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 18. Nov. Heute morgen um 10 Uhr fand im Festsaale der Gewerbe-Akademie zur Erinnerung an das zehnjährige Bestehen der Anstalt eine aka- demrsche Feier statt. Vorher fand eine Wagenfahrt der Vorsitzenden der verschiedenen Schülervereine statt. Im Saale hatten sich die Schüler, die Dozenten, Mitglieder des Kuratoriums und sonstige Freunde der Anstalt eingefunden. Dip.-Jng. Brust hielt den Festvortrag über: „Die Entwicklung der kirchlichen Baukünste". Um 12 Uhr konzertierten die 24er Dragoner ander großen Allee. Abends um 8 Uhr wurde im Saale des Hotel Trapp ein großer Kommers abgehalten. 1 ----- Von Butzbach, 17. Nov. wird uns von der hessischen Zellen st rafan st alt. geschrieben: Die Notiz in Nr. 270 bedarf insofern der Berichtigung, als Caprano noch in der hiesigen Anstalt interniert und von der Absicht der Behörde, denselben in der Irrenanstalt Alzey auf seinen Geisteszustand untersuchen zu lassent hier auch nicht das geringste bekannt ist. (Die Nachricht war uns von einem sonst zuverlässigen Berichterstatter zugegangen. Red.). Kreis Wetzlar. — Wetzlar, 18. Nov. Der Firma C. & G. Panse hier (Inhaber Karl Panse) wurde ans ihre ausgestellten Straßensinkkasten, sowie Hoisinkkasten mit freistehendem Eimer — auf der Hygienischen Ausstellung in Dresden die Silberne Medaille zuerkannt. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 17. November. Eheliche Zerwürfnisse. Der Fabrikarbeiter A. I. G. von Vilbel, war vom dortigen Schöffengericht zu drei Wochen Gefängnis verurteilt worden, weil er seine Ehefrau körperlich mißhandelt und bedroht habe. Der Angeklagte legte Berufung ein und die heutige Verhandlung ergab, daß die Ehefrau einen wesentlichen Teil Mitschuld trägt an den ehelichen Zerwürfnissen. Der Angeklagte genoß keinerlei Achtung tn der Familie; er wurde von den erwachsenen, aus erster Ehe seiner Ehefrau stammenden Söhnen verhauen, die ihm im Auftrage ihrer Mutter den gesamten Wochenlohn abnahmen, obwohl der Angeklagte keineswegs etwas vertut oder dem Trünke nachgehl. Er trennte sich schließlich von der Familie und wird seitdein von deren Mitgliedern, sogar seinen eigenen Kindern mit den gemeinsten Schimpfwortcn verfolgt. Hierüber erbittert, begegnete er eines Tages seiner Eheirau und versetzte ihr einige Ohrfeigen, so daß ihr die Zähne bluteten. Das Berufungsgericht erkannte lediglich wegen einfacher Körperverletzung aus 20 Mark Geldstrafe und sprach den Angeklagten im übrigen frei. Er wollte gern eine Uhr haben. Ter Tienslknecht K. P. von Angenrod wollte gerne eine Uhr haben, und da er kein Geld dazu hatte, entwendete er einem anderen Tienslknecht seine Uhr, die dieser in seiner Weste stecken gelassen Halle. Fünfzig Pfennig, die dabei steckten, ließ er gleichfalls mit- geheii. Als rückfälliger Dieb erhält er eine Gefängnisstrafe von drei Monaten. Z,vei Genossen von der Herberge. Der Glasmacher F. W. von Gr.-Röschen bei Kalau nahm aus der Herberge in Friedberg einem anderen Handwerksburschen ein Kleiderbündel ,vrg, das dessen geringe Habseligkeiten enthielt. ^Nachdem er das Bündel geöffnet hatte, schenkte er ein Hemd dara U dem Arbeiter W. H. von Schmitteii, welcher den unredlichen Ei werb kaiinte. Beide Angeklagten haben ein erhebliches Sündenregister. Tas Urteil lautet gegen W. wegen Diebstahls im Nückiall auf fünf TI o n a t c Geiän g n i s, gegen H. wegen Hehlerei auf vier Wochen Gefängnis. Beide Angeklagten erklärten sich mit der erkannten Strafe zufrieden. Ein jugendlicher Abenteurer. Ein frühreifes Bürschchen ist der Gelegenheitsarbeiter I. K. aus Weilheim in Bayern. Er ist heute noch nicht 15 Jahre alt und ist schon als Schüler wegen Betrugs mit einer Freiheitsstrafe vorbestraft. Die Mutter ist von ihrem Manne geschieden und soll angeblich in München einem großstädtischen Erwerbe nachgehen. Sie hat die Erziehung des gut befähigten Knaben offenbar ganz vernachlässigt. Co kam es, daher, kaum 14 Jahre alt, zu München in Gemeinschaft mit einem anderen einen Scheck stahl und das Geld bei der Bank abhob. Als er deswegen gerichtlich belangt wurde und außerdem die Zwangserziehung drohte, ging er heimlich auf und davon. Er begab sich zunächst zu einem Onkel, einem Bahnarbeiter in Straubing. Tort beging er am 1. April l. Js. einen Einbriich. Während nämlich seine Verwandten abwesend waren, stieg er durch ein Fenster ein, erbrach ein Pult und entnahm daraus einige Mark bares Geld und verschiedene andere Gegenstände, die er des Milnehmens wert hielt. Daraus trat der Angeklagte eine abenteuerliche WanderlUig an, die ihn über Frankfurt a. TI., Nüriiberg, Betzdors und zuletzt nach Friedberg führte Hier erlangte er eine Stellung und trat in Büdesheim als Schweizer bei einem Landwirt ein. Es tat aber auch hier nicht lange gut. Er hatte bemerkt, daß ein älterer Schiveizer einen größeren Geldbetrag unverschlossen allibewahrte. In einem unbewachten Augenblick ging er hin und entwendete das Geld, insgesamt 4?7 Mark. Mit diesem Gelbe trat er eine sehr vergnügliche Reise nach Köln, Dortmund uiid Hannover an. In Hamburg wurde er endlich fest- genommen. Ein kleiner Betrag des gestohlenen Geldes wurde noch bei ihm vorgesunden. Tiit Rücksicht auf ferne große Jugendlichkeit kommt der Angeklagte wegen der beiden Diebstähle mit drei Monaten Gefängnis durch. Er wird sich aber demnächst in München wegen weiterer Straftaten zu verantworten haben. <5crid?tsfaaL h. Marburg, 17. Nov. Ein junger Mann aus dem Dorje Schröck, der als Kassierin: einer christlichen Gewerkschaft seine Arbeitskollegen um 100 bis 120 Mark geschädigt hatte, wurde zu 1 Monat Gefängnis verurteilt. und Schweine flott, kern Ueberftanb. Mk. Mk. 40—44 74-81 43-44 74-77 Kreis: Darmstadt . Bensheim . 35-36 72-76 66-70 28-29 48.50-51.0J 61.< 59.00—61.00 47.00—49.00 60.UJ-68,00 43.00 -50.00 Gießen. 62.00—63.00 49.00—50.00 Dienstag, den Alsfeld Büdingen gane ausgezeichnet geholfen. Friedberg . Dr med. B. i 0- Depot für Giessen Jean Weisel, T le »hon Z35. kibetin *ud Knorr Mainz . . . Oppenheim Worms. . ;laM Heppenheim Offenbach. . 93-95 83-89 68-73 58-66 Alzey. Bingen 41—44 35-40 Sabinerinnen.' Anfang jedes- 93-98 85-90 50-55 45—49 40-43 37-39 83-38 25—30 54-58 50-53 Nachweisung über den Stand der Maul- und Klauen seuche in Hessen vom 11. biß 17. November 1911. 74-87 74-77 59-70 50-60 Preis sirr 100 Pfd. Lebend- Schlacht« geivicht Dieburg . . Erbach . . Groß-Gerau Kein Gichtiker versäume eine häusliche Trinkkur mit der Aesmannshtiuser Milliontem!» quelle Broschüre frei durch Brunnen Verwaltung Gichtbad Assmannshausen am Rhein. Ihr Lithionwuser hat mir bei meinen rheumatischen AnfüBsn iZimmerwohnunt Lios. ob. später zu, Amtliche Angebote len öiehener Anz Lauterbach. Schotten . . sind wegen ihres hohen Gehaltes an blutbildenden Nährsalzen u. Eiweiß natürliche Kräftigungsmittel für Bleichsüchtige und Blutarme, die dabei rotwangig und blühend werden. MWbhZimum W GrabcnstE sMUIkost u. Schweine. Vollfleischige Schweine von 8C—100 kg Lebendgewicht Vollsteisctnge Schweine unter 80 kg Lebendgewicht. . Vollfteischige Schweine von 100—120 kg Lebendgeivicht Voltfleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht Schauspielhaur. Montag, den 20. November: „Ter Raub der Dienstag, den 21. November: „Das weite ßanb.* mal 7 Uhr abends. yandeL. Meiningen, 18. Nov. Die heutige außerordentliche Haupte Versammlung der Deutschen Hypothekenbank Meiningen genehmigte einstimmig die Erhöhung des Aktienkapitals um 3 Millionen Mark. Die neuen, vom 1. Juli 1912 ab divi» dendenberechtigten Aktien werden einem Konsortium unter Führung der Mitteldeutschen Kreditbank und den Gebrüdern Sulzback)- Frankfurt a. M. ^u 127 mit der Verpflichtung überlassen, sie nach bundesratlicher Genehmigung und handelsgerichtlicher Eintragung den alten Aktionären zum Kurse von nicht über 130 Proz. abzüglich Zinsen anzubieten. Verschied Ein junger, saubei §a*rjdje Ztitferei Reicher/, ■ Ä WM« hsen. Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes, 4—7 Jahre alt die noch nicht gezogen haben (ungefoebte) . . Jnuge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete....... Bullen. Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw. Vollfleffchige, jüngere ......... Färsen, K ü h e. Dollfleischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw. Vollsteijchlge ausgemästeteKühe höchstenSchlacht- wertes bis zu 7 Jahren wenig gut entwickelte Färsen . ..... ältere ausgemästete Kühe ....... Tläßig genährte Kühe und Färsen .... Kälber. Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... Geringere Mast- und gute Saugkälber . • . .Schale. Stallmastschafe: Mastlämmer und Masthammel . . Weitere Masthammel, gut genährte junge Schale und geringere Mastlämmer >°>LriK Zpielplan der vereinigten frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Montag, den 20. November, geschloffen. 21. November, abends 6 Uhr: .Die Walküre." MW -'iß lortiif 1 FjW# oan KZ ein Jahr früher eröffnet werden könne«, als man bisher ange* stummen. 1906 war das Datum von dem Internationalen In- gemeumrem in einem Gutachten auf den 1. Januar 1915 geschätzt worden. Nunmehr haben die Sachverständigen nach bm günstigen Fortschreiten der Arbeiten als spätesten Termin ixn 1. Januar 1914 bestimmt. Nach diesen Annahmen wird her große Damm von Gabun in der trockenen Jahreszeit von 1912,13 vollendet werden. Alles hängt dann noch von den Grabungen ab, die zu dem Durchstich bei Culebra notwendig sind. Zwar ijnt sich die Schwierigkeit in der Bewältigung dieser Grabungen erhöht, da die wegzuschasfende Masse größer ist, als man angenommen lwt; trotzdem darf aber als spätester Termin für die Vollendung Ende Juni 1913 festgesetzt werden. Dann ist auch die letzte große Arbeit am Kanal geleistet. vermischter. *DerPanamakanaleinJahrfrü herfertig. Die außerordentliche Energie und Schnelligkeit, mit denen man die Arbeiten am Panainakanal gegenwärtig betreibt, haben ein günstiges Eraebnis gezeitigt: voraussichtlich wird der Kanal wenigstens K ©oetbeitre iJ-4ren Leonor ohne S- tüchtiges 9)1 WWge Fr„lr, i «TOtb kochen tonn Weilen grünblii I hohen Lohn für I Sn? ob. 1.5* fl Ang nicht aus । J "Mg. Gütender Mgeres Ml I l8anie4tJ01"1 1 -rUdlviMr Mks »m M-ickereS tüchtig. Dien V '.18 in Küche und alle, W Mnd. ist, aus bald qe »jill.mchtnusaeschl.F, 1 °^id>van,Seliersweai sauberes M i|"<_biirflei-L kochen ft Mm kleinen Hausb. | R, Bergstrc Märkte. fc. Frankfurt a. M., 20. Nov. Mrig.-Telegr. des „Gien. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreiie. Weizen lhiesiger, Tlk. 2>.«>0—00.00, Kurhessischer Mk. 21.00—00.60, Wetterauer Mk. 00.00—00.00 Roggen (bieiiger) Tlk. 19.00—19.10, Gerste (Wetteraner) Mk. 21.50 bis Mk. 22.00, Gerste, Franken, Pfälzer, Ried Tlk. 21.50—22.00, Hafer Mk. 18.85—19.10, Mair Tlk. 17.25—17.50, Weizenmehl 0 Tlk. 30.50—30.75, Weizenmehl I Mk. 28.50—28.75, Weizenmehl III Tlk. 25.50-25.75, Roggen- mehl 0 Mk. 26.50—27.00, Roggenmehl O/l Tlk. 25.50—26.00, Roggenwehl I Tlk. 23.25—23.75, Weizenkleie Mk. 13.00—13.25, Weizenschalen Mk. 14 00 — 14.50, Roggenkleie Tlk. 14.00—14.25, Malzkeime Mk. 12.20—12.75, Biertreber 14.00—14.50, Raps 31.00 bis 00.00. Weizenkleie, Weizenschalen, Roggenkleie, Malzkeime 00.00—00, Biertreber 14.50—15. Alles per 100 Kg. ab hier. fc Frankfurt a. M., 20. Nov. er Nachnahme Adrabam tkoebeuttein, Hanau aufgehoben. B*/u Ml Ml ch- tere aufgehoben. B” 40-44 74-6 itro, 74-77 48-44 66-71 6LOO-6M 50-51.0) »0-49.00 00-60.00 CO—50.00 ;hi Ü Hakrame Wilh. Arnold Kgl. Bayer. 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DaS Konkursverfahren über daS Vermögen deS (Sutil Weißenberg in Gießen wird nach erfolgter Abhaltung deS Schlußtermins hierdurch Prima Speise Zwiebeln per Zentner Mk. 8-Ö0 versendet ,Ter Altburbborkter Mark Zbrubel Ztarfouelle «Jod Eiken Mangan • »ochkalzauellet hat mir bei einem alten Frauenleiden u. chron. Blakenkatarrb oorzügUchk Dien ne neletftct u. die Schmer ach a. Schärfen völlig genommen. Bon mein. Menltruattonsbeschwerden die mich jabrelanfl in schrecklichste'. Veile auolten, bin ich seht völlig betreu. Aerztl- wann empi M. lk» P,'g. in der Untvcrfitntc Apotheke zum goldenen (knaelunt in den Troaericn von (<. Zetbcl. W. Hilbinner. A. ?loll, Ctte -chnak und Grnkt Noll. < Knüpf-Garne für Taschen, Beutel, Kragen in [a°/ allen modernen Farben Jede« Paket Dr. Gentner*9 Veilchenselfenputver m Goldperle " enthalt ein praktisch. Geschenk. 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Avlcr Drogerie, SelterSweg 39. 6245] Ctto Lchaas. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die überaus zahlreichen Kranzspenden bei dem Hinscheiden unserer lieben Heimgegangenen Frau Katharina Geissler geb. Klinkei sagen wir allen, besonders Herrn Pfarrer Gussmann für die tröstenden Wort« am Grabe und der Krankenschwester Margaretha tür ihre hilfsbereite Pflege unseren tiefempfundenen Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Ernat Geissler und Familie Bürgermeister Klinkei und Familie Kirchberg und Ruttershausen, den 19. November 1911. 09654 Todes^Anzeige. Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß unsere einzig hebe und unvergeßliche Tochter und Schwester Anna Friedrich Samötag, den 18. November, mittags um 12 Uhr, nach langem, mit Geduld getragenem Leiden im Alter von 16 Jahren sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Emilie Jakob Friedrich, Res.-Lokomotivführer. Klein-Linden, den 20. November 1911. 09555 Die Beerdigung findet Mittwoch, den 22. November, nachmittags um 2 Uhr, vom Sterbehause, Brand- weg 1, aus statt. Tliealer-yariele KOLOSSEUM Direktion: KARL OHJI. Telephon 645 Telephon 645 Goltz Trio Eauilibristen aus rollender Kugel und Drathsetl. Hete Tamara BerwandlungS-Tänzerin. Max Lange DaS »Sächsische Unikum". Bernhard Leszinsky genannt: „Bernhard singt noch eineß*. « Walther Evolutionen aus freistehend.Leiter Paula Wacker Soubrette. The Darleys Komische Radfahrer. Paula u. Maxon Humoristisches Duett. Rose u. Melfort Englische S^d und Holzschu^ Original-Paul Mokaschly-Truppe Große komische akrobatische SBan- totnime »Ein fidele-Gesängniet". In den vorderen Räumlichkeiten des Theaters allabendlich von 77, Uhr ab heitere Kimstlrrkonzerte. Voranzeige Am Mittwoch, de» 22. d. MtS. 2 grosse EMrillDop nachmittags 1 >4 Ubr abends 8 Ubr In diesen beiden Borstellungen wird außer den Künstlern deS obigen Programm- HerrDireklor Ohm nebst Friu Ulin aurtreten und zwar zum letzten Male. Der von ihnen auSge- führte Dressurakt wird von erften Zeitungen des In- u. Auslandes als ganz hervorragend bezeichnet. Betreffs ^Reservieren der Plätze^ liegt im Dbeater-Burenu ein Plan der numerierten Plätze aus, wodurch die Direktion glaubt, allen schon letzt geäußerten Wünschen des verehrlichen Publikums gerecht werden zu können. nach Gewtchl, sondern ---- loffelwetse abroägf, r lassen sich au« 1 Md Bekanntmachung. Der Boranschsirg der Gemeinde Rüddinasyause« für 1912 Rj. liegt vom 23. November-l. Js. nd 8 Tage lcmß aut Citi sicht der Interessenten auf dem Bürgermeisterei, bureau offen. Rüddingshausen, den 20. November 1911 . Grosth. Bürgermeisterei Rüddingshausen. 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Die zweite b a/SV'Ä; richtig« [j] £ Eignet, e Sä s; Me der % Zrp da- ^"d nicht richtig Ast," ^nn^baherj SuttfS 1 er i^an n ' tat q| a"fr" Neuheiten der Winter-Saison 1311 entbiet, Lu erwserben und zwar kaufte ich so billig, dass ich in der LafN® bin, di® uuteoi au?gefäshrterm Artikel Die Näßere eine erhebliche darum wird vor dem Main e !?ird, und zwar lein dürfen als interessierten St Dr- Pfeiffer kor ^>tnge Ausei über die W. um die Bemerku ion Schiffahrtsa^ verteuern i ei in der Ziffer 8°nz icmand an Zentrum.) i d°ricc als die Z ^°be Unruhe.) ®«6»« en Abg, §ch^^ Glocke des P (Heiter den Redner züm 7" man den L us Bosheit iei ® w Strassenkleider einfache, feine Verarbeitung, prima Popeline, Verkaufswert 55—60 Mk., jetziger Preis 28~~ ud Strassenkleider feinste Verarbeitung in reinwollenem Tuch, Verkaufswert 68 —80 Mk, jetziger Preis 38 48 Ballkleider sehr duftige, jugendliche Formen in Tüll, Voile etc.., Verkaufswert 48 — 68 Mk., jetziger Preis 28—38 fioCDlIcnhaftcblnitflar Oröpe de Chine, Seide, Chiffon, Voiline, nur hochaparte Kleider nn Verkaufswert 80—140 Mk., jetziger Preis 4o—lu