Nr. 67 etl(6tW Manch •* Wnenefri* M Bwete* Cu »eießrwo famtliewbiatter* *«be* *«* ettn#eifler' rtrrmzri ®öd)entltd) beigelegt b®i JIreUblaD 181 bo Kret» flehte* »weimai »ddjenthdx Di» ^LaavwtNschaNltch«» M* hager* aldxtne» menailub preuneL Montag, 20. März 1911 161. Jahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Uai»«t|udt6 > Biu> en» 6t»inbcudesct K • «•««, •ubol Kebtihtxnv tn*btnae en» ©vurferet) strotz, 1. 6$pebttwe an» Certag; fciw bL 9UbaÜton:e»*lU. ZeL-lUbu. ibyenjerWuBCM um Präs. Gras Schwerin.Löwitz eröffnet die Sitzung 11 Uhr 20 Min. Der Etat des Reichsamts des Innern. Siebenter Tag. ' bc- : den und mb. Deutscher Reichstag. 161. Sitzung, Sonnabend, den 18. März. Am Tische de» BundeSratS: Dr. Delbrück, Richter, Caspar, Dr. v. JoncquiLreS. Abg. Ronner (ßentr.) begründet diese letzte Resolution auS dem Jnieresie der bayrischen Viehbesitzer und der Volksernährung. x Abg. Gras Kanitz (Kons.)i spricht gleichfalls für diese Resolution. Tie osldeuffchc Landwirtschaft wird durch die Einschleppung her Seuche aus Oesterreich und Rußland schwer geschädigt. Ter indirekte Schaden »st dreimal so groß als der, der den Viehbesitzcr direkt trifft. Tas preufjndx Abgeordnetenhaus hat eine Resolution beschlossen, wonach die Entschädigung aus Provinzialfonds erfolgen soll. Tiefe reichen aber nufrt au8; und die Resolution des Abgeordnetenhauses genügt unS auch deshalb nicht, weil sie die Unterstützung nur geben will, wenn die Existenz des ViehbesitzerS in Frage steht. Natürlich darf der Schaden nicht voll ersetzt werden, weil der Biehbesitzer dann in seiner Sorgfalt Nachlassen würde. Aber wenn keine Entschädigung erfolgt, ist die Gefahr der Verheimlichung der Seuche groß. Abg. Zietsch (Soz.) spricht über die Tuberkulose. Tie Angaben über die Zahl her jährlichen Erkrankungen schwanken zwischen 800 000 und I 300 000. Und zur Bekämpfung der schrecklichsten aller Seuchen findet sich in dem Milliardenetat des Reiches nur ein Fonds in einem Titel versteckt, ein Fonds von 100 000 Mk.. Tavon werden 60 000 Mk. an die Zentralstelle für die Bekämpfung der Tuberkulose gegeben und im übrigen beschränkt sich die Tätigkeit deü Reichsgcsundheitsamtes auf die Herausgabe eines Merkblattes. Tie Maßnahmen der Versicherungsgesellschaften, Gemeinden privaten Gesellschaften usw. betreffen in der Hauptsache die Folgen der Krankheit, aber vor allem kommt es auf die Prophylaxe an und das ist Sache des Reiches. Dringend nötig ist eine Äonirolle der Arbeitsräume, denn die Tuberkulose ist zu einem großen Teil eine Gewerbe» und Berufskrankheit. Ter Redner erörtert u. a. besonders die Verhältnisse in den ooersächsischen GlaSschlcisereien und nimmt Bezug auf die Untersuchungen des Prof. Sommerfeld. Ten Gewerbeinspektoren ist ein Wink vom Reichsamt des Innern gegeben: Steckt eure Nase nickst in Dinge, die euch nichts angeben, damit ihr nicht den Behauptungen über die unglaublichen Wohnungs- und Arbeits- Verhältnisse recht geben müßt. Man darf.heutzutage nicht mehr sagen, wie eS draußen aussieht, statt dessen Rosamalerei. Besonders schlimm steht es in den Porzellanfabriken; die Unternehmer strauben sich gegen die notwendigsten sanitären Maßnahmen. Man hat wohl auch durch den Einfluß des Unternehmertums die Getverkschastcn verhindert, sich an der Hygieneausstellung in Dresden durch positive Arbeit zu beteiligen. Man wollte nur die Lichtseiten der Heimarbeit darstellen lassen. Ta es aber solche Lichlseilen gar nicht gibt, konnte die Arbeiterschaft nicht an der Ausstellung Mitarbeiten. Staatssekretär Dr. Delbrück: Die Hygieneausstellung in Dresden ist ohne jede Mitwirkung des Reiches vcrqnstaltct worden. Ich bin also nicht in der Lage, zu den Vorwürfen des Vorredners Stellung zu nehmen. An die Gewerbcaussichtsbeamten ist eine Anordnung, wie sie der Vorredner erwähnt hat, weder im Reich noch in Preußen ergangen. Wir sind dabei, Vorschr'ften zur Bekämpfung der Tuberkulose und der Bleierkrantungcn auszuarbeiten. Tie Statistik hat übrigens ergeben, daß tie Zahl der Tuberkulose-Er- krankungen nicht so groß ist, als man bisher astnahm. An sich ist die Seuchenbekämpfung Sache der Einzelstaaten. Das Reich hat eigentlich nur die wissenschaftliche Prüfung dieser Fragen zu fordern; die Durchführung der Bekämpfungsvorschriften muß den Einzelstaaten überlassen bleiben. Wir sind soweit, daß wir die Ursache der Krankbeit kennen, und über die Mittel, mit denen man ihr entgegentreten kann, vollständig im Klaren sind. Tie Vertreter des Rcichsgrsundheitsamts arbeiten dauernd mit dem -Zentralkomitee für die Bekämpfung der Tuberkulose unb die spezielle Aufgabe dieses Komitees ift es, ar. einzelnen Fällen die Methode der Tuberkulosebekämpfung zu erproben und durchzuführen. Tie Zeit reicht heute nicht, ich könnte sonst aus der ganzen Fülle von g’Ue i, die mir aus der letzten Zeit bekannt sind, dartun, daß wir gerade dieser Frage unausgesetzte Auf. merksamkeit schenken und wenn in irgend einem Lande die Tuberkulosebekämpfung erfolgreich gewesen ist, so ist es bei uns gewesen. Ter Staatssekretär macht zahlenmäßige Angaben, wonach im Jahrfünft von 1903—1907 die Zahl der Todesfälle an Tuberkulose im Durchschnitt des Deutschen Reiches von 214 äuf je 100 000 Einwohner auf 184 konstant zurückgegangen ist. Diese Tendenz ist auch seither dieselbe geblieben lunb ich erinnere mich, Statistiken in der Hand gehabt zu haben, «aus denen sich ergibt, daß namentlich in einzelnen Orten unb Bezirken, die früher schwer heimgesucht wurden, dank der von .«uns angewandten und empfohlenen Bekämpfungsmethode die ErkrankunaS- unb Sterbcsifrcm in noch viel größerem Umfang zurückgegangen sind als sich aus den obigen Ziffern für den Durchschnitt d»s ganzen Deutschen Reiches ergibt. Wenn wir auf irgend einem Gebiete mit Befriedigung auf das zurückblicken können, was wir hygienisch in den letzten zwei Jahrzehnten geleistet haben, so ist es zweifellos das Gebiet der Tuberkulose. (Beifall.) Abg. Neuner (Natl.): Der Abg. Zietsch hat wohl ein wenig übertrieben, aber auch toir find der Meinung daß alles zum Schutze der Gesundheit der Arbeiter in gefährlichen Betrieben geschehen muß. Der Redner Zum Kapitel ,,ka iserlicheS Gesundheitsamt antragt die SBubgetIommif[ion etne Resolution, die Reichskanzler ersucht, die Bekämpfung der Maul- i Klauenseuche, bezw. die Erforschung ihrer Ursache von Reick>s wegen zu fördern und hierfür im Bedarfsfall Mittel onzu- fordern. Eine Zentrumsresolution verlangt eine Aen- berung des Schlachtvieh, unb FleischbeschaugesetzeS auf Gebüh - renfreifjeit unb Uebernahme ber amtlichen Unter» suchungskostenaufdieDundeSstaaten. Eine weitere Resolution des Zentrums ersucht um eine V i e h s e u ch e n Novelle, durch die die EntschädigungSpflicht des Staates ausgedehnt wird auf Viehverluste, welche durch Maul- unb Klauenseuche unb beren Folgen herbeigeführt werben. gegen die Einführung nicht geltend gemacht werden konnten. ES wäre also sachlich nicht gerechtfertigt gewesen, wenn trobdem der Reichskanzler von den Bundesregierungen gefordert hatte, daß sie ihre Grenzen nach wie vor geschlossen zu halten batten, ^elbn verständlich wurde die Forderung gestellt, daß sofort die Grenzen geschlossen werden müsien, sobald der Seuchenzustand in Frankreich zu irgendwelchen Bedenken Veranlasiung geben sollte. DaS ist von den betreffenden Regierungen prompt geschehen, zum Teil schon ehe sie meine Aufforderung überhaupt erreicht hatte. Nun hat der Abg. Dr. Roesicke der Meinung Ausdruck gegeben, daß die betreffenden Verfügungen der Bundesregierungen du einer Zeit ergangen seien, als Frankreich bereits wieder verseucht sei. _ Cr bat daran erinnert, daß er schon bei den Verhandlungen hierüber im November im Reichstag eine Depesche vorgelegt hat, nach der in Frankreich die Maul- unb Klauenseuche wieder ausgetreten war. Demgegenüber muß ich feststellen, daß diese ^epeiche aus einer unrichtigen Meldung beruhte unb daß es sich damals nut), um Maul- und Klauenseuche aehandelt hat. (Hört I Hort. linkö.) Dr. Roesicke hat weiter die Vermutung ausgesprochen daß wir unS bei den veterinär-polizeilichen Maßnahmen lediglich nur bie ziemlich spat eintreffenben amtlichen Mitteilungen deö AuS- landeS stützen. Auch das trifft nicht zu. Unsere Konsuln im 31 Urlaube sind angewiesen, jeden Fall deS Auftretens einer Seuche sofort telegraphisch zu melden. Das muß gesagt werden gegenüber dem Vorwurf, der auS den Worten Dr. RoesickeS berau^u- lesen war, daß der Reichskanzler und ich das Seuchengesetz handhabten. Ich stelle demgegenüber ausdrücklich fest, daß wir alles getan haben, wozu wir verpflichtet waren. Was die gegen- wärtige Seuche anlangt, so hat die eingehend gesuhrte Untersuchung jeden Anhalt dafür vcrmisien lassen, daß die Seuche auS dem Auslande eingeschleppt sei. l.Hört! Hort! links.) Das Gut- achten der Sachverständigen geht dahin, daß diese Seuche entstanden ist durch Bazillen, die die Tiere seit der letzten langst er- loschenen Seuche mit sick herumgetragen haben unb bie letzt zum Ausbruch gekommen sind. Diese letzte Seuche ist nach meinen Informationen aus Rußland eingeschleppt worden, also aus dem Lande, gegenüber dem die strengsten Sperrvorschristen bestehen, die mit aller Gründlichkeit gehandhabt werden. (Hort! Hört! links.) Dr. Roesicke hat darauf hingewiesen, zu welchen bedenklichen Konsequenzen der Ausbruch einer solchen Seuche in bezug auf unsere gesamte Landeskultur führen muß. Er hat angeregt, eine Konferenz nach dem Reichsamt des Innern einzuberufen, die darüber beraten soll, welche Maßnahmen zu treffen sind, um die schweren Hindernisse zu beseitigen, die sich aus einer scharfen Durchführung der Absperrmaßregeln ergeben. Ich bin selbstverständlich bereit, eihe solche Konferenz emzuberufen. Aber ich weise darauf hin, daß Preußen und Anhalt bereits Anordnungen erlaßen haben, die alles da? bestimmen, was Dr. Roesicke will. Warten wir doch erst einmal ab, was hierbei herauskommt. Vielleicht reicht das Vorgehen Preußens schon aus, und wir brauchen das Reich nicht mehr in Bewegung zu setzen. Selbstverständlich nehme ich mich der Sache an unb werde baö Material der Bundesstaaten eingehend prüfen. Die Tötung verseuchter Tiere und die Entschädigung der davon betroffenen Land- wirte erfolgt schon heute. Sie sehen, daß bie verbündeten Regierungen alles tun, um der zweffelloS bedrohlichen Lage, in die unser Viehbestand durch die Ausbreitung dieser -Leuche geraten ist, nach Möglichkeit Rechnung zu tragen. (Beifall.) Abg. Lchmann-Wiesbaden (Soz.): Nach der Argumentation des Staatssekretärs ist die Grenzsperre überhaupt nicht gerechtfertigt. Er sagt ja selbst, daß au5 den verseuchten Gebieten Frankreichs kein Vieh nach Deutschland gebracht wurde. Wenn wir uns in Süddeutschland beschweren müssen, so kann sich die Beschwerde nur gegen Norddeutschland richten, weil nur von dort verseuchtes Vieh nach dem Süden cin- gcfülirt wurde. Ich bebaute es lebhaft, daß dem Apotheken- Wucher nicht gesteuert werden soll. Den Bleierkrankungen wird man am besten durch Verhütung der Erkrankung zu Leibe gehen, nicht aber dadurch, daß man erst bie ausgebrochene Krankheit zu heilen sucht. Abg. Gras Oppersdorfs (Zentr.): Die Erfahrungen der Schulärzte sollten gesammelt und wiffenschaftlich verwertet werden. Besonders die Frage der Unterernährung sollte untersucht werden. Der Frage der Bleivergiftungen müßte der Bundesrat seine ernste Aufmerksamkeit zu- wenden. Emer strengen Grenzsperre gegen Seucheneinschleppung können wir nicht entbehren. Nur darf man in der Rigorosität nicht zu weit gehen. Sehr richtig wäre es, bie Schutzimpfung allgemein durchzuführen, die sich zu bewähren scheint. Sächsischer Bundesratsbevollmächiiger Dr. Hallbauer erklärt gegenüber einer sozialdemokratischen Behauptung: Ich muß mit aller Energie der Behauptung entgegentreten, als ob die sächsische Regierung die Mitwirkung der Gewerkschaften bei der Hy- gieneausstellung in Dresden abgelehnt hat. Im Gegenteil, sie hat eine objektive Heimarbeitsausstellung gewünscht, bei der allerdings auch die Lichtseiten hervortreten sollten. Abg. Sommer (Dp.) spricht gegen bie strenge Handhabung der Vorschriften gegen die , Bleivergiftungen. Damit gefährde man die Industrie. Davon habe nur das Ausland Vorteil. Die Herstellung der Scharniere unb Griffe au den Bierkrügen werde geradezu verhindert. Manche behaupten sogar, daß der Brummschädel am Morgen nicht vom ' Alkohol, sondern vom Bleigehalt der Bierdeckel herrühre. (Heiterkeit.) Präsident des Reichsgesundheitsamts Summ: Das Reichsgesmidheitsamt hat bisher auf Grund eingehender Untersuchungen den Standpunkt vertreten, daß eine Bleilegierung, , die über 10 Prozent Blei enthält, die Gesundheit gefährdet. Ick kann nur erklären, daß wir an diesem Standpunkt unbedingt feft= , halten. Die Puppengeschirre fallen nicht unter dieses Gesetz, son- . dem unter das NabrungSmittelgesetz. Gerade zarte Kinder sollte man möglichst schützen. (Beifall.) Gewiß, die Schulhygiene soll möglichst verbessert werden. Eine Statistik wäre verfrüht. Lasten ■ wir die Schulärzte erst eine Zeit lang arbeiten, bann können wir : immer noch eine Statistik bringen. Heber die Maul- und Klauen- । seuche haben eingehende Forschungen stattgefunden. Drei Denkschriften waren das Resultat Prosestor Löffler setzt übrigens seine Studien au fber Insel Riems bei Grimmen fort. Inzwischen ist । eine Resolution Graf Kanitz (Kons.) eingegangen, die im । Sinne der Ausführungen des Dr. Roesicke den Reichskanzler er- : sucht, schleunigst eine Konferenz von Sachverständigen unter Hinzuziehung einer entsprechenden Zahl von Land- i wirten einzuberufen zur Beratung und Durchführung von Maß- ' nahmen, welche die Sperrmaßregeln zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche bei voller Wahrung der Ziele des Seuchenschutzes so einrichten, daß unter allen Umstanden die große für die Landwirtschaft unb bie gesamte beutsche Volksfront sodann noch dem Stande der reichSgesetzlrchen t Regelung deS Apothe enwesenS und wendet sich egen die von der Wirtschaftlichen Vereinigung eingebrachte : Refclution, die einen gesetzlichen Schuh der Bienenzucht gegen Faulbrut wünscht; diese Resolution ' gehe zu weit. Staatssekretär Dr. Delbrück: Ich will jetzt gleich eine Erklärung über daS Schicksal des Apothekengesehes abgeben. Ich bm zu der Ueberzeugung gekommen, daß eS richtig ist, den verbündeten Regierungen zu empfehlen, auf die Regelung der Apotheken- verliälMiste im Wege der Reichsgesetzgebung zu verzichten (Hört, dort!) Wenn seit dem Entwurf von 1907 eine lange Zen vergangen ist, ohne daß eine vositive Entscheidung fallen konnte, so liegt das nicht in einem Mangel an Interesse ,andern an der Sprödigkeit der Materie und der Verzögerungen, die beim Wechsel in der Person des RestortchesS eintreten. Ich habe die Materie eingehend geprüft. Ich habe im Laufe des letzten Jahres eine Reihe von Sachverständigen gehört und bin zu dem Ergebnis gekommen. daß ich nicht in der Lage sein wurde, Ihnen em Gesetz vorzulegen, für daS ich persönlich die Verantwortung übernehmen unb andererseits die Annahme vom Reichstag erwarten konnte. So schwer es mir wird, wenn eine positive Leistung von nur verlangt wird, eine negative Erklärung abzugeben, so habe ,ch doch geglaubt, der Sache einen Gefallen zu tun, wenn ich der Unsicherheit ein Ende mache und nunmehr der Landesge sehgel-ung die Möglichkeit gebe, ihrerseits e i n z u g r e i f e n. Ich habe schließlich auch um so mehr geglaubt, diesen Weg beschreiten zu können, als ,a der Ihnen bekannte Gesetzentwurf im wesentlichen nur eine Zusammenfassung deö in der Mehrzahl der Bundesstaaten geltenden Rechtes bieten sollte. Ich hoffe, daß nunmehr die Landesregierungen in der Lage sein werden, den besonderen Verhaltnisten Rechnung zu tragen. Bei der Frage der Ab l. o s u n g handelt cs sich zweifellos um Sachen, die das Reich zu übernehmen Nicht in der Lage ist. Ich sehe auS den Zeichen der Zustimmung, daß Sie die Gründe zu würdigen in der Lage sind. Hinsichtlich der M a u l - u n b Ä l a u e n s e u ch e ist eS Sache des Reichsgesundheitsamts, den Gang ber Seuche zu erkennen, im einzelnen aber liegt bie Bekämpfung ber Seuche in den Händen der Bundesstaaten. Beim besten Willen bin ich nicht in der Lage zu der vorliegenden Resolution Stellung zu nehmen ' Sie entfernt sich weit von dem Grundsatz, über den man sich bei der Verabschiedung des Viehseuchengesetzes geeinigt hatte. Ein Gesetzentwurf über die Faulbrut der Bienen ist a u 8 g e a r b e i t e t und unterliegt zurzeit der Ver- Handlung mit dem preußischen Restort. Auch ich beklage, daß die 2uSführungsbestimmungen des Viehseuchen- ge setze s noch nicht ertasten werden unb bas Gesetz infolgedessen noch nicht in Kraft traten konnte. DaS ReichSamt deS Innern ,st nicht schuld. Der Reichstag Latte den Wunsch geäußert, baß vor Erlaß ber Aussührungsbestimmungen eine Reihe von Interessenten- Vertretern gehört werden sollen Der Entwurf liegt zurzeit diesen vor; ich hoffe, baß er in nicht allzulanger Zeit an ben Bundesrat wird gehen können. Abg. Mngdan (Vp): Mit großer Freude haben wir die Erklärung des Staatssekretärs, daß bie berbünbeten Regierungen von einem Reichsapothekengesetz endgültig Abstand genommen haben, gehört. Die Jahre sind nutzlos vergangen, bie Einzelstaaten haben überhaupt nichts getan, um die Materie auch nur einigermaßen in Ordnung zu bringen. Die Verhält- niste der Apotheker sind unerträglich geblieben. Die Ablehnung ist um so bedauerlicher, weil ich nicht glaube, baß bie Einzel- staaten so rasch vorgehen werben. Der Zentrumsrefo- lution, bie die ärztliche Anmeldung der goto e r b- 1 ichen Bleierkrankungen obligatorisch macht, stimmen wir zu. Viele Leute wisten gar nicht, in welchem Umfange Blei zur Verwendung kommt; z. B. bei ber Fabrikation von Filz- unb Zhlinderhiiten und Spielwaren. Der Redner weist dann darauf hin, daß eine große Fleischnot, wie sie noch nie da war, für bie nächsten Jahre in Aussicht steht. (Hort! Hört!) Die Regierung soll bei Zeiten ihre Maßnahmen treffen! Staatssekretär Dr. Delbrück: Herr Mugdan hat sich darüber beklagt, daß das Apothekengesetz nicht kommt. Wir täten gut, zunächst das zahlreiche vorhandene Material aufzuarbeiten, statt nach neuen Vorlagen zu verlangen. (Beifall.) Zu seiner Beruhigilng will ich ihm mitteilen, daß, wenn in meinem Amte Geschäftserleichterungen eingetreten sind, wir weitere Erhebungen veranstalten werden. Es schweben darüber Korrespondenzen mit den Bundesstaaten. Abg. Goebel (Wirtsch. Vgg.) begründet die Resolution seiner Partei um baldige Vorlegung eines Gesetzentwurfs zum Schuhe der Bienenzucht gegen Faulbr ut. Abg. Dr. Roesicke (Kons.):' Schon im vorigen Jahre hielte man mit der Frage der Grenzöffnung, ohne sich ihrer großen Nachteile bewußt zu sein. Einzelne Bundesstaaten gaben sogar nach und ließen französisches Vieh ins Land. Dabei kann man nie sicher {ein, ob nicht im Ausland Maul- und Klauenseuche herrscht. Angeblich soll Frankreich seuchenfrei sein. Dabei meldet heute das „Berliner Tageblatt" aus Dresden, daß bie Einfuhr französischen Viehs verboten ist, weil dort bie Maul- und Klauenseuche herrscht. (Hört! Hört! rechts.) Jede Grenzerleichterung ist eine große Ge- fahr! Durch die Einfuhr fremden Vieh? sind die Preise nicht gesunken. Das erkennen auch liberale Zeitungen an. Wir fordern den Reichskanzler dringend auf, die ganze Frage sehr sorgfältig zu erwägen und sich nicht einzulasten auf das Geschrei de r Presse, auf die Resolutionen von Versammlungen. (Oho-Rufe links.) Man soll auf bie Gefahr Hinweisen, die entstehe, wenn ber Grenzschutz verringert wird, unb man soll auch überlegen, ob überhaupt ein Vorteil hinsichtlich ber Preisgestaltung dadurch berbeigeführt wird. Alle unsere Behauptungen haben sich bewahrheitet. Leider tritt die Seuche wieder mit erschreckender Intensität auf. Die Schäden sind ungeheuer, besonders für den kleinen Besitz. Es handelt sich hier um eine für die deutsche Landwirtschaft hochwichtige Frage, ja um eine Existenzfrage. (Beifall rechts.) Staatssekretär Delbrück: Die Durchführung des Viehseuchengesetzes liegt in der Hand der Landesregierungen. Der Reichskanzler kann in der Ausübung seines Aufsichtsrechts nur soweit gehen, als er Forderungen nur mit einer veterinär-polizeilichen Begründung stellen kann. All- gemeine Zweckmäßigkeitsgründe reichen nicht aus. Die Fälle, in denen im vorigen Herbst von einzelnen Bundesstaaten die Einführung von französischem Vieh unter sehr umfassenden Vorsichtsmaßnahmen geftattei wurde, lagen so, daß nach dem Urteil aller Sachverständigen veterinär-polizeiliche Bedenken des Jahres veröffentlicht werden. *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben. g<3 Weller 8 bi Die Kerzwerflung des Kranlien 4- 12,5’0. + 0,5 «0. 11,1 4,0 0,8 •B >c SE । 4 N 1 4 N ' 4 747,2 । 747,0 i 746,6 [] Marburg, 19. März. Bei der Oberrealschule bestanden von 22 Abiturienten 20 die Reifeprüfung. — Hier beschlossen. Montag 2 Uhr Weiterberalung- Schluß 6& Uhr. 5,0 4,8 4,0 51 78 . 85 Hasenfraß beschädigte Bäume behandelt werden? 5. Wie sollen durch reiche Erträge erschöpfte Bäume gedüngt werden und welche Dünger sind zu verwenden? K. Wem gehört das über die Grenze des Nachbars . hängende Obst? Die Aussprache darüber nahm beinahe drei Stunden in Anspruch und ließ erkennen, daß man im Jntcreffe deS heimischen Obstbaues öfter an die dazu berufene Kreise derartige Fragen stellen sollte. Die Beantwortung der Fragen soll am Schluffe 3 ' Sonnenschein 0 1 KlarerHunmel 4 [ Sonnenschein 8 = ° 8 Niedrigste , . Niederschlag: — 0,0 mm. Kein ÜiclHiker versäume eine häusliche Trinkkur mit AKRinannRhätiser natürlichem tilchtwaeeer. Rein natürliche Fällung, mit natürlicher Kohlensäure angereichert Broschüre mit lleilberichten frei. Badesaison Mai bis Ende Sept 1»rn ii nen verwalt u»ß leicht bad AssinunnnhauMen a. Hh. Depot für Giessen; Jean Weisel, Telephon 235. s»*i bürg bekannt. Starkenburg und Rheinhessen. = Darmstadt, 17. März. Der Hi st arische p „ .. Mrf» st, Sntifi Der- l werden? 3. Kann man zur Bereitung von Baumwachs auch N^u?g^ritigerÄs.cllung, der Benutzung'der Wejde.n und denaturierten Spiritus verwenden? 4. Wie sollen durch des Absatzes von Mastvieh droht. । -- h<.fcnnh<»rt merhpn? 5. lUie ZI rs >md den Neichsinvaliderifonds zu verbinden. Die Abgg. Dr. Mugdan (93p.) und Hoch (Soz.) widersprechen. AlS der Präsident das Haus besiagen will, bezweifelt Abg. Hoch (Soz.) die Beschlußfähigkeit des HauseS. LS find nur etwa fünfzig Abgeordnete un Saale. Hierauf zieht der Präsident seinen Vorschlag zurück und Abg. Hoch nachträglich seinen Zweifel. ' Der Gesetzentwurf wird zurückgestellt. Abg. Sachse (Soz.): Wir protestieren dagegsn, daß eine so reiche Herrschaft wie die der durften Pleß zum Bau von Beamtem Häusern aus den LandesversichcrungSanstalten Geld zu billigem Zinsfuß erhält. Die Nentenbewilligungen muffen gerechter vor- henommeu werden. jetzt Vertagung nach Ansicht deS B Dutzend auf der Rechten und im Zentrum, ist die V e r t a g u jx g Geheimrat Freiherr von Stein verweist auf Vie Schwierig- keilen auf diesem Gebiete. Die Verhandlungen schweben schon seit Jahren und es ist noch nicht gbzusehen, wann der.Gesetzentwurf fertiggestellt werden kann. Abg. Bogt-TrailSheim (Wirtsch. Vgg.f spricht gegen die Ein- fuhr französischen LiehS noch Württemberg. Ueberall, wo diese Tiere hingekommen, ist die Maul- und Klauenseuche auSgebrochen. Württembergischer Bundesratsbebollmächtigter Dr. v. Köhler: Im Landtag ist einmütig anerkannt worden, daß von feiten der württemberaischen Regierung alles geschehen ist, um einen .Ausbruch der Maul- und Klauenseuche zu verhüten. < "" Ein Schlußautrag wird angenommen. Abg. Dr. Röficke (Kons^ persönsich) verwahrt sich gegen den Vorwurf, daß er den Staatssekretär mit einer Depesche mystifiziert Ministerialdirektor Caspar: Bei den Pleßschen Beamten handelt es sich um Beamte, die ebenso eine Berücksichtigung seitens der Lanvesversicherungsanstalt verdienen wie andere Beamte, da sie nicht reicher oder bester gestellt find, wenn auch der Fürst v. Pleß noch jo viel Millionen hat. Nach mehr als siebenstündiger Sitzung wird von der Linken beantragt. Da dar Dutzend auf der Linken lureaus oie Mehrheit bildet gegenüber dem Mg. Dr. BlankenhoNr (Not!.)' bespricht Vie Handhabung deS WeinaesetzeS. Die beteiligten Kreise sind jetzt in der Hauptsache zufrieden. Dar Weingesetz hat den Namenöschutz für Kognak gebracht; wir wünschen auch einen Schutz des Schwarzwälder Kirschwassers. Der Redner fragt nach dem NahrungSmittel-Kontrollgesetz. lung ab. Nach Erledigung mehrerer geschäftlicher Punkte, . . ißing man zur Erörterung der vom Vorsitzenden, Kreis- . ... Der galizische Arbeiter I. P. aus Wola-TembienSka war t . iruher aui dem Hoigule zu Wicksladt bedienstet gewejen. Um sich Obstbautechniker Hebercr- Heuchelheim aufgestelltcn sechs I gjest öc§ ihm angeblich nicht völlig auSbezahllen Lohnes Fragen über: 1. Welche 10 Aepsel,» und 5 Btrnenforten sind schadlos zu halten, verübte er in der Nad)t vom 11. auf den im allgemeinen bezüglich ihrer Ertragsfähigkeit, des Verkaufs- 1-. Februar 19H einen Einbruch in dem Wirtschaftsgebäude und wertes, der Widerstandsfähigketl gegen Bodcnllimatische und stahl eine Anzahl land.viitschaUlicher Geschirre, u. a. emen Treib- , ,, sU , o ' J I rieincn im Werte von 200 ÜJIL den er in els e-tude schnitt. Ter 7' llusse i> m Anbau zu empfetjten? 2. Wann unbk dlegle ist rück,all,g und Erhält als Sühne für „ine Tal eine warum soll das Vcr,ungen der Obstbäumc vorgenommen l Gefängnisstrafe von einem Jahr. ”-2 * Winzerkrieg in der Pfalz. Wie man aus Edenkoben berichtet, wurde in der gestrigen Stadtratsitzung dem Bürgermeister Satter und dem ersten Adjunkten Lintz die wegen der Durchführung der oberpolizeilichen Vorschriften über das Abreiben der Weinberge ihre Aemter niedergelegt, das Vertrauen des gesamten Stadtrats zum Ausdruck gebracht und weiter betont, daß, wenn die betoen Herren ihre Aemter nicht wieder aüfnchmen könnten, jedes einzelne Mitglied des Stadtrats ebenfalls das .Amt als Bürgermeister oder ersten Adjunkten ablehnen werden. Ferner wurde mitgeteilt, daß ein weiteres Stadtratmitglied Heilmann aus dem gletchen Grund sein Amt niedergelegt hat. Sodann wurde beschlossen, an das Königliche Bezirksamt das Gesuch zu richten, den Vollzug der oberpolizeilichen Vorschriften wegen der Winterbetämpfung der Weinberge in der Gemeinde Edenkoben soweit zu be- . - ... .schränken, daß nur die an Maikammer angrenzenden und - Eber angeschasst. I Weinberge vorschriftsmäßig innerhalb der gestellten Frist Kreis Schotten. I abgerieben werden müssen. Am Schluß des Gesuchs gibt n. Schotten, 19. März. Das hessische Lehrer- der Stadtrat der Hoffnung Ausdruck, daß durch die Zu- .heim im Vogelsberg, das wahrend der Wintermonate ge- stimmung des Bezirksamts der Friede und die Ruhe in tag vorgelegt werden. 6, , schlossen war, hat nun mit Beginn des Frühjahrs feine der Bürgerschaft wiederhergestellt und es dadurch möglich Pforten wieder geöffnet. Wer also Erholung braucht nach werde, daß der Stadt Edenkoben die langjährige treu be- nm» der Erfinder gegen die kapitalistische Macht mcht genügend ^erlichm Anstrengungen des nervenzerreibenden währte Verwaltung erhalten bleibe. Die Vorlage geht an eine Kommission von 14 Mitgliedern. Stadtlebens und den Mühen des Berufs, findet hier oben -------- ... - Das Kapitel .Patentamt" wird erledigt. auf dem idyllisch gelegenen Plätzchen mit feiner prächtigen SptelplGD ÖCt verelMgleN 8raNlsUtter StaOtlfteOteX. Der Präsident Graf Dchwer'.n-Löwitz schlagt bor, mit dem Umgebung die ungestörteste Ruhe. Die stets bewegte Luft Gpernhaos. nächsten Kapitel .ReichSversicherungSamt" die Vorlage des Vogelsbergs, der allmäl)lich als Lustkurausenthalt Montag, 20. März, abends 6x Uhr: „Lohengrm.' Dienstag, über den Hinterbliebenen-VersicherungsfondS immer mehr zu seinem Recht zu kommen scheint, übt einen 2L März *): „AmSlia^ oder „Der Maskenball.- Bllttivoch, 22. März, außerordentlich wohltuenden Einfluß auf die erregten und abends 7'/, Uhr: .Die Fleder.naus/ Donnerstag 23. März, überanstrengten Nerven aus. In dem Heim finden alle- abends 6/, Uhr: .Der Rosenkavalier. Freltag, 24. lltarz, abends zeit aucl) Mchtlehrer Unterkunft, denen ebenso wie den 7/, Uhr: .Der Wildschutz. 1 / °nhr •' L-hrcri. P°rzu^P°nii°nspr-ij- gewährt wenn )te bei dem Verein ,^ehrerheim Vogelsberg (E. B.) 27. März, abends 7lL Uhr: .Undine." Dienstag, 28.Aiä»: .Tie die Mitgliedschaft mit einem außerordentlich geringen Bei- Rijelte.' MMwoch den 29. März, abends 71/, Uhr: trag erwerben. Seit dem 1. Oktober 1910 ist der Verein „Frühlingsluft.' um 70 neue Mitglieder gewachsen. Zchcmspielhaur. \( Betzenrod, 19. März. Der Messerschmi^» W. Montag, 20. März'-: .Herr und ®teuer.' Dien«tai,, Konrad hier war gestern an seinem Motor beschäftigt, um >21. März: .Hamlet.' Mittwoch, 22. Marz: »Zopi und -Lchwert.^ diesen in Gang zu bringen. Plötzlich wurde er von dem I Donnerstag, ^abends 7/, U^- Bon,vard ^Somü. e5a^' SiC^Cd W h^25fl.' Alärz: Änatol-Zyklu's. Sonntag, 26. Btärz, nachmittags und schleuderte chn gegen die Wand, sein alter SSater I y, m-r. ve>flung wie dl- Erkrankungen der gesucht werden mußten und wer anderersetts weiß, was «E von 18b auf 190 Proz. erhöht. Em Antrag der Mmungs-Organe! Quälender vasten iunehmende Sas turnen für eine Bedeutung für die VottSerziehuug Wirte auf Aufhebung der städtischen Biersteuer (66 P,g. das Er f chopf u ng. Sch-aslasjake^ - A ng st»n stände bat, der steht bor einem Rätsel/ - Und dies m dem H-ktolitert wurde abgelehnt, dagegen du Betr.ebSfteuer oon 160 machen das Leb^n^altnm^rch ^ur^Iage^ Augenblick, wo das als rückschrittlich verschrieene Preußen auf 90 Proz. ermäßigt. Die Hundesteuer wurde von 12 ^^ti geschützt), dm Kat a l-Sa u e r st o f f - I n ha 1 a- 1 Million Mark für Förderung der Körperpflege der auf 15 Mk. erhöht. E:n Antrag auf Neuregelung der Ge- tionen von Dr. A. Schleimer, welche in so kurzer Zeit bs- schulentlassenen Jugend mobil macht, wo es die dritteI haltSfätze der an der Realschule beschäftigten seminaristischI rühmt geworden sind, roeü sie ohne icben Apparat durch Schulturnstunde einführt, wo Heer und Marine ihre ^ln- aebildeten Elementarlehrer wurde vom Magistrat abgelehnt, ihren aktiven Sauerswff aus Asthma, Lungenleiden, Gtoa^uZ*1' Me IUraBMCU,e bet Eins-hrung des Normaletat« k?t'i7eÄ^L7uLLe"n" LÄmL e^Ve^b' I gezahlten Gehaltssätze den gesetzlichen Bestimmungen ent- I 93 a 11 e n t e n, lebtere in überströmender Dankbarkeit, prechen. nachdem sie für ihre z. T. veralteten Leiden durch diese neuen 21 US Stadt und Land. ----- - Dr Schleimer's Katal-Jnhalationen endlich Besserung gv- Gießen, 20. März 1911. «icßener Strafkammer. fundm haben. < Ä . ... ™, J x/ niiec.ew 17 lau Die Fabrik gestattet Jedem einen kostenlosen " Der LandeSveretn für Innere Mission bat )( Gießen, den 17. Marz 1911. Versuch! Man braucht nur an die Activ--Sauerswff-Gesellschast den Pfarrafsistenten Zentgraf, seither in GustavSburg, alß Diebstahl irn Rückfall. m. b. H. Charlottenburg 5/A 177 eine Postkarte zu schreiben, Vereinsgeistlichen berufen, während der seitherige Vereins- L . Der vielfach vorbestrafte Fensterputzer F. H. auS Hannover- auf der man seine Abresse (sehr aena u und beutlich!) an, ... . ° ,n£ ' , rv. . m n <, '. . cv.... , , I Linden betrat in Butzbach einen Laden, um eme Kleinigkeit zu I gcht, und man erhält umgeheno gratis und franko eine geistliche, Pfarrer Glock m Nieder-Ramstadt, seine 4,attßfeit 'anjcil. Da der Ladenbesttzer nicht alsbald erschien, ließ er ein ver»! Probe^Jnbalation zugeschickt. nunmehr ganz den dortigen Anstalten widmen wird. |nidclteS Taselgeichirr, das ihm zur Hand stand, in feinen Kleidern So kann Jeder ohne Risiko die Wirkung dieses einjifl«- - Der Baumwärterverein deS Kreises Gießen verschwinden. Ter Diebstahl war jedoch bemerkt worden und H. artigen hilsreicken Mittels an sich selbst erproben, denn . . . . .. . l U s. c er ■ erhalt als rückiälliger Dieb eme GefangmSstrafe von 5 Monaten, schon bie erste Inhalation pflegt eine auffal- unb der angrenzenden preußischen Orte hielt dieser Tage fn ^»1 die 8 Wochen der erlittenen Untersuchungshaft in Anrechnung 11 x „ d e Er l e i ch t e r u n g de r A t m u n g - u b r i n ge n! M av dem Restaiirant Sauer ferne gut besuchte Jrühiahrsversammrs kommen. zögerenicht! Jeder Tag ist wichtig! Genaue Gc- S chw er er Diebstahl irn Nückf^all. sbrauchsan Weisung, ärztliche Gutachten usw. liegen der kostenfreien Probesendung bei. sogen. Kartengelberentnahme von 1, 2 und 3 Mk., wurde masincihmen für die Landwirte von uns ausgegangen ist. (Lachen meister Stumvs, legte krancheitshalber sem Amt Meder, rechts.), I an seine Stelle trat Jakob Walther ll-, wahrend Heinrich art,- eiftä «sm x bro'Bt noS Amiäkime beS TchlusiantraaeS Wallbott X. neu in den Vorstand gewählt wurde. Das über die gewerblichen Vergiftungen nun ausführlich in kr statutengemäß ausscheidende ^ufsichtsratsMitgliE Burgerdritten Lesung zu sprech-n. meister Kissel wurde wieder gewählt. In seinem Schlußwort Sämtliche Resolutionen werben angenommen, mahnte der Rechner, Lehrer Weisel, auch fernerhin treu Mit d-m Kapitel .Patentamt- wird verbunden die erste kufammaifttfjen, damit das gute W^k such 'NMterwmter Lesung des Gesetzes über den Patentausjuhr ungS- entwickele zum Segen der Gemeinden Garbenteich und zwang. " Hausen. . Abg. Dove (Vp.^ ? Bettenhausen, 18. Marz. Gestern abend ent* Dem Gesetz stimmen wir zu, bitten aber, Sie Vorlage noch in stand allem Anscheine nach durch Unvorsicht em Brand, einer Kommission zu prüfen. Diese Regelung war notwendig, durch den die Scheuer des Taglöhners Ludwig Diehl na die allgemeine Revision deS Patentgesetzes noch nicht in die vollständia eingeäschert wurde. Das rasche Eingreifen der Wege geleitet worden ist Der ^'"'^."^/wang soll nachdem P^^tseuerwehr beschrö.nkte das Feuer auf seinen Herd. Entwürfe für btt Regel durch den Lizenzzwang ersetzt _> Utphe, 18. März. Der Besitzer des hiesigen Gutes, 5T5a. Dr. Funck (NaN.) Graf zu Solms-Laubach, hat mit der G e m e i n d e bezüglich Dav Erfinderrecht der Angestellten wird in der Wahlvewegung der Haltung des Faselviehs eine Abrentung ver- bielleicht betampsiing tc foiwü zu to 1 angrenzend-: gestellten es Gesuchs g? I durch die 5. ib biß Nutze. baburd) nwg.. jährige treu. Kultivatoren mit aufklappbaren Zinken Wendepflüge, Hack- und Häufelpflüge Tiefkulturpflüge, Mehrscharpflüge, Acker- u. Wiesen-Eggen, Glatt- und Ringelwalzen, Cambridgewalzen (Cn , PH. MAYFARTH J Co., Frankfurt a* Hff. Ludwig Alter Amtlicher IclL Mitglied des Rabatt-Sparvereins. Bahnhofftratze 44 Bahnhofftratze 44 < UUUULMr Hin M -» • t Der Vorstand des (Orafl. Iobanu-Ar,edrich stift. Telephon 46. Telephon 46. Schneiderinnen erhalten Engree • Freia© ^l^SnrttigÄÖiietnbcn waren nur 2 Heilig »uge^ogen,| lanöroinicqani^cr ’ in anderen waren außer 6 Beisitzern und dem Vorsitzenden, heim eingetragen. auch noch ein stellvertretender Vorsitzender tätig. Dieee Wohnungs-Einrichtungen rind besondere Spezialitäten meiner altrenommierten Firma und beweisen , meine unübertreffliche Leistungsfähigkeit iz/C/77z A DTFN] in jeder beliebigen bcnrijiari und Kanonsorte. I^wi£ Zirluln $huUntischm Vgr_ eüuyui^en liefert m mäßigen Preisen die Br&kPsche Utue.•Druckerei Gas- u. Benzin-Motore einfachster modernster Bauart bei billigster Berechnung und weitgehender Garantie. Aug. Weber 1821 Maschinenbau- and Beparaturwerketätte Wohnzimmer Nr. 2 früher ML 850.—, jetzt ML 580.— ß l ich ordnen wir an. daß da Sv 0 r l ä u f 1 g e Ergebnis der Stichwahl sofort nachFestst e l l u n g aus telegraphischem Wege dem unterzeichneten Ladt* ko m m if S ° m itiutciUnill., Sollten tie es M°I nub.rum Dcrjögerungen eintreten, so iu der Undrrznclmete zu fernem Be- :dauern gezwungen, unnachsichtlich aus hohe Geldstrafen zu erkennen. Letzteres umsomehr, als durch wenige saumtge die Arbeit aller -derer, die ihren Pflichten gewii-enhast und Pünktlich Nachkommen, illusorisch gcinacht und es gleichzeitig dem Wahl komm1 1 lar un- . nwglich wird, den ihm obliegenden Amtsvslichten gerecht zu werden. Dr, llfiÄflet, Mitglied der Rabatt-Svar Vereinigung.IM Prima — Landbrot liefert direkt frei Haus Muzenbacher Mühle bei (ließen. BeikaufSstelle am Lindenvlay, Laden (Oerbard. Telephon 776. Daunen-Deckbetten mit guten, grauen Daunen reichlich gefüllt, Stück 21 Mt. 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Die en'orderlichen Protokollsormulare, Wählerlisten und Wahl- zettelumschläge gehen Ihnen mit nächster Post zu. Dre Umschläge und sofort nmhzu zählen etwa Fehlendes ist uns alsbald anz uz eigen Bei Prüfung der Wahlakten der Wahl vom 10. d. M. hat Gy mnasium Fridericianum zu Laubach Anmeldungen neuer Schüler werden schriftlich jederzeit, mündlich an allen Schultagen von 11-12 Uhr sowie SamsiaK. <2. April, Vormittage von V—12 Uhr, im Amtszimmer des Direktors entgegengenommen. Vor- ztdegen sind Geburtsschein, Impfschein und Abgangszeugnis der zuletzt besuchten Schule- Aufnahmeprüfung Montag den 24. April, vormittags 8 Uhr. Laubach, am 15. März 1911. jjVu/8) Die Grossh. Direktion' Dr. Muller. C1.iehi.itig dT«, ich einem jeden Interessenten, sich von den ausserordentlich billigen V J Hofmöbelfabrik Darmstadt Grossh. Hessischer nnd Kaiserlich Bussiseber Hoflieferant Speise-, Wohn- und Schlafzimmern — Ee handelt rioh hierbei nm vorjährige, jedoch gane hervorragende ou'trommen.te,^^a"°dle ‘d^uwX^MöbeblnduswIe'il nachstehend in meiner eigenen Fabnk hergeetellt wurden und biete ich hiernut das Vollkommenste, was die deuteone m beispielweiser Preislage zu bringen vermag. . Soeisezimmer Wohnzimmer Schlafzimmer W r „ PM ™ Mk 680 xr. o MI, ™ letzt Mk. 580.- Nr. 3 früher Mk. 775.-, jetzt Mk. 595.- Nr. 1 früher Mk. 900.—, jetzt Mk. ©80.— KeKannImachung. Detr.1 NeichStagswahlen: hier: Ersatzwahl int L hessischen Wahlkreis. , Unter Bezugnahme auf die vorstehende Bekanntmachung, wo-1 nach eine enacre Wahl für den Reichstag aus D i e u s t a g de n 2 1 Mürz d. I. festgesetzt tst, wird bezüglich des Wohlgeschaste das Folgende zur öffentlichen Kenntnis gebracht. Die Abstimmung beginnt um 10 Uhr vormittag- und wird um 7 Uhr nachmittags geschlossen. Kn die engere Wahl kommen nur die Derrcn Krankenkassen- kontrolleur B c ck m a n n zu Giehen und Oberlehrer Dr. Werner zu Butzbach. Alle auf andere Kandidaten fallenden Stimmen sind ungültifj. Tie Wahl findet auf denielben Grundlagen und nach denselben Vorschriften statt, wie die .erste Wahl. Insbesondere bleiben die Wahlbezirke, die Wahllokale und die Wahlvorsteher unverändert. Bei der engeren Wahl werden dieselben Wählerlisten angewendet wie bei der ersten Wahlhandlung. Eme wiederholte AuS- leaung und Dericlitigung derselben findet Nicht statt, Giesten, den 14. März 1911. Grostherzogliches KreSamt Gieße«. Dr. Ufinget Haas- a. Kuchen-Artikel Spezial-GeachiLft tlM Ludwig Kröll / vVVA & X)xX z. holl. M-Kmugk 10 Elück 55 Pfg. la frischer Rollmops 10 Stück 50 Via. Jakob Maternus Televbon 337 (1797 Mitgl. der Rabatt-Svar.Bereintg Primi floflnal=$tdiinitt. 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Be? verschiedenen Orten fehlte die Gegenliste gmrz, Arbeitsvergebung. aesüstr^^^Bei^einzelnen^entsprc^) ^bxe Gegenliste insofern DieBauarbeitenftireinen^chiödtncn200qmgto.'-enmassiven nicht der Vorschrift, als die den Kandidaten ru^fallmen ^^e^ebc^iM^be'n^nbSrfMa^rÄa!besten,Steinhaucrarb^len, Stimmen nicht her Nummer nach aufgeführt waren. Mit ^ngsteine und 4 cbm Sandsteine, Etsenlleserung, Grob- Bezug auf unsere Bekanntmachung m Nr. 57, 8. »latt, f(tiloncrii Zimmer-, Schieserdecker-, Tvenaler. und ^mtallatlonS- des Gieftener Anzeigers, machen rote wiederholt darauf aus- bcü *010>. ble Älaler-, Schreiner- und Weihblnderarbett. a»,tt ÄÄA1Ä.K - e^vssfftvre.-uaawa ÄPirvSiÄlffii’SÄS-: tersÄSs-sr-ÄÄ.»«:« liste und den übrigen Beisitzern zu unter sch reiben, nicht vermno^ bl6 zum 30. März d. AS. abends 6 Uhr an genau wie das Protokoll auch. Formular zur Gegenliste ^„,xrzeichnete Stelle portofrei unbmü entsprechender Aufschrist ver- ist in der Fornrularienhandlung von Wüh. Klee hier sehen erbeten. u D»/ «^rs.sikb I Die Zuschlagsfrist betragt 14 läge. u”!b Die Wahlakten müssen unfehlbar Freitag, den 2 4 b. Nmbach, am 16. Marz lstll. t____ M t s vormittags 9 Uhr, zugleich mit Ihrer b er ich t- likben Anzeige, daß und wann die Publikation der vorstehenden Bekanntmachung des Wahlkommilsars tn Ihren Gemeinden erfolgt ist, iu Händen des.Unterzeichneten sein. Den Wahlakten hat die besondere Bescheinigung der Großh. Bürgermeisterei darüber betzulieaen, daß und roami btc ortsübliche Bekanntmachung des WahltermtnS erfolgt ist (§ 31 Abs. 4 des Wahlreglements). Dem Protokoll hat beizuliegen: «rlM~ 1 die auch bei der engeren Wahl zu unter schreibende W-uhler-- ’ sjste. welche die Vermerke der Mstimmung enthalt (und zwar nicht das Original, sondern bloß das Duplikat dieser Lille): 2 . die Wahlliste, wenn eine solche besonder- gesührt worden tft; 4. Bescheinigung der Bürgermeisterei wegen Bekanntmachung des Wahltermins ufro.; 5. etwaige Stimmzettel nebst Umschlagen, über deren Gültig- keit der Wahlvorstand Beschluß geiatzt hat (§ 20 deS Regle- tzothakt XtbtnsBttüditruHgsbonf auf 6»tgta|tiügfriL Anfang Februar 1911: Bestand an eigentlichen ^ebenSperftcherungen 1052 Millionen Mk Bankvermögen. . . . . . . -.....870 „ „ Bisher auSgezahlte Berncherungsiununen 685 „ gewahrte Dividenden....... 276 „ „ Alle Ueberichüffe kommen den VersicherungSuebmern zugute. Die besonders günstigen BersicherungSbedingungcn gewähren u. a. Unverfallbarkeit, Unanfechtbarkeit, Weltvoliee. Prospekte und AuSknnst kostenfrei durch die Vertreter der Bank: Gebrüder gullmann, Gießen, Grabeustraße 7. G. Bohn, Grast. Rentamtmauu iu Laubach. Dw/t Wähler der Fortschrittlichen Volkspartei! Dieser Mann ist nicht würdig, auf der Kanzel zu stehen, wo Liebe gepredigt f Das sozialdemokratische Wahlkomitee OT, im 78. Lebensjahre. 1900 Wißmar, den 20. März 1911. Fritz Rosenbaum LSwcugasse SO. auf dem neuen Friedhof statt. 02201 (1790 und billig JohS. Hansel SV., Helvercchain. ia^vvvvvwoxaaaaawxa/vwvww^äaäi | ! Seit 16 Jahren in Deutschland eingeführt und beliebt. I dieser Nur Schutzecht marke. mit bv’«/J ' Leipziger & Cd. In deren Namen: Georg Wolf Giessen (Süd-Anlage 15), Amsterdam, Ludwigshafen, Wetzlar, 20. März 1911. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Familie Ludwig. Giessen (Hofmannstr. 4), Wien, Radolfzell, Worms, 18. März 1911. Blumenspenden im Sinne des Verstorbenen dankend abgelehnt. Die Beerdigung findet Dienstag den 21. März, nachmittags 4 Uhr, q Das ein Pfand-Paket kostet nur 25 Pfennige. 0 Zu haben in Drogen-, Kolonial waren- und Apotheker-Geschäften. En gros von der Fabrik: in seinen Eigenschaften und Wirkung von dem hochangesehenen Chemiker der Seifen-Industrie Herrn Dr. C. F. Deite in Berlin auf das glänzendste begutachtet gibt blendend weisse, völlig geruchlose Wäsche und schont das Leinen in denkbarster Weise. Es reinigt die Wäsche schnell, sehr gründlich und verursacht leichteste Arbeit. derBcstattnngsgenosscuschaft i der freien Tchreiueroereiutgung Gießen 1 Wir wissen, daß auch zwischen Sozialdemokratie und Freisinn die heftigste Kämpfe stattgefunden haben und daß auch fernerhin dieser Kampf ausqefochten werden muß. Soviel an uns in Metzen liegt, wird dieser Kampf in anständiger Weise geführt werden. Wir mißbilligen das Schimpfen auch von unserer Sette, aber ein Antisemit ist der allerletzte, der uns im guten Ton als Borbild dienen könnte. In Frankfurt stimmten die Antisemiten für Herrn Oeser, weil sie gerade keine politischen Schachergcschäfte mit der Sozialdemokratie machen konnten. 190» wurde zwischen Alsfelder Antisemiten und unserem Parteigenossen Krumm vereinbart, daß Krumm, durch ein Flugblatt, welches er schrieb imd die Antlsemiien drucken und verbreiten ließen, die Sozialdemokraten in Alsfeld von der Wahl des Dr. Wallau zurückhalten sollte, während die Antisemiten versprachen, in Frankfurt a. M. für Wahlenthaltung ihrer Parteigenossen (welche auch tatsächlich erfolgte) tätig zu sein. ScMnctci, aucft fertig geschindelt, liefert gut Der Parteitag der Deutsch- uud christlich-sozialen Partei sür Hessen hat unt?r Mtthülfe der Herren Dr. Werner und Dr. Heuser einstimmig beschlossen: „Unter keinen Umständen bei den nächsten Wahlen eine Stimme dem Freisinn?' Auch die Nationalliberalen müßten in jedem einzelnen Falle geprüft werden, ob sie zuverlässig seien. Was bedeutet diesen, prinzipiellen Beschluß der Antisemiten gegenüber hier und da ein hartes Wort von der Sozialdemokratie? Der Freisinnige, welcher nach obigem Beschlüsse noch für Herrn Dr. Werner stimmte, könnte nur bedauert werden. Und nun die Flugblätter der eben so versöhnlichen, so liebenswürdigen Antisemit.n: Der blaßiote Norell — Fortschritt jeher entschiedener Feind aller schaffenden Stände — eifrige Vorkämpfer jüdischer Interessen. — Nur Börsenmänuer, Spekulanten, Güterschlächter und Warenhäusler können freisinnig wählen; — kein Bauer, kein Handwerker, kein deutscher Kaufmann, ¥ein nationaler Arbeiter kann dem Freisinn seine Stimme geben. Wie haben die Antisemiten erst den Pfarrer Korell beschimpft? Gefühlsroheit, vor der jeder anständige Mensch einen Schauer bekommt. — - Die Beerdigung findet statt: Dienstag den 21. März, nachmittags 3'/, Uhr. von der Kapelle des neuen Friedhofs. D*7a L. Minlos & Co., Köln-Ehrenfeld Hoflieferanten. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner geliebten Frau, unserer herzensguten Mutter, sowie für die trost- rcid)cn Worte des Herrn Pfarrer Bingel, ferner für den schönen Grabgesang des Gesangvereins Germania und die vielen Blumenspenden sagen innigsten Darrt Die trauernde« Hinterbliebenen. Todes-Anzeige Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, unsern lieben teueren Vater, Schwiegervater, Grossvater, Urgrossvater und Onkel Herrn Johannes Kolb, Lehrer i.P. nach kurzem Leiden im 91. Lebensjahre in ein besseres Jenseits abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen. Ld. N.: Gustav Müller, Bankvorstand. Etwas Neues im Wahlkampfe: w w Die Antisemiten als Anstandslehrer. -MS ccrbcn '°u. aber nicht Hass and Mord. Ebensowenig darf er das höchste Ehrenamt, das eines Reichstags- abgeordueten bekleiden. Wir wollen Herrn Korell die freundliche Maske vom Gesicht herunter» reitzen. Ein schrecklich verzerrtes Gesicht kommt dann zum Vorschein. Wer Pfarrer Korell wählt, den Mann, der schon 4mal durchsiel und den kein Wahlkreis haben will, macht sich zum Vertreter seiner Anschauungen, der wünscht, wie Pfarrer Korell, ein Bündnis mit Bebel, der beleidigt wie Pfarrer Korell, das Land, verteidigt wie Pfarrer Korell die Nihilisten und UombenwerferI So sehen die Antisemiten aus, die uns den „anständigen Ton" lehren wollen. Jetzt kommen sie sütz, mit Sammetpsötchen, fressen weder Juden noch Liberale und wollen es zur „nationalen Pflicht“ machen, ihren Kandidaten zu wählen. Nie ist das Dort national ärger mißbraucht worden, wie, als diese schimpffache Partei. Die Hälfte ihres eigenen Volkes beschimpfen sie tn der rüdesten Weise und reden von national und patriotisch. Die Nationalliberalen sind diesmal auf Anweisung des Bundes der Lavdw'rte glimpflich behandelt worden, weck man sie als Stimmvieh benutzen will. Sie mögen frühere Jahrgänge antisemitischer Kampfesweise durchlesen, dann werden sie das wahre Gesicht dieser Partei erkennen. Wähler! Mitbürger! Drautzcn auf dem Lande da treten Antisemiten sür neue Zölle auf Rahm, Butter, Eier, Gemüse usw. ein. Ihnen geht die allgemeine Teuerung noch nicht weit genug, wie sie ja auch gegen den Zolltarif stimmten, weil er ihnen noch zu niedrig war. In der Stadt schweigen sie darüber, um den Mittelstand nicht kopfscheu zu machen. Sie sind eben in jeder Beziehung unehrliche Demagogen! lu«2 ^eoncovn he iUmhtml 09 01 WÄ -al nitu 3uf toi (ni Styu gr CM *n ' °k ha Gebt Ihnen am Dienstag die Antwort, indem Jht einmütig wählt: Seorg Beckmann, Kontrolleur in Giessen Halft MrcWH u Prinzen t Reise nach Ko nienn von dui Öen toffen. S« 5 W'lic am ? islgers.Franr ieiröge und Sim Abend n „vohenzollern I -nb MittelÜrnd^cy Irgendwelche diesjährige Ko B W überschätzt I ft nun falschen W It-iser Franz Jo, ft täten neuen Bewe ■ jaft, die der der 1 vs aufs engste H 3b eine neue C ;3b Lesterreich- | ideres ist es a’ NiBenedig,r ! -manuet es d jpit bei seiner 15. März zu beg | jen National! I Senn der Könü | im italienischen I ;u empfangen, i in Venedig zufa Zeichen für die gegenüber alle' bleiben des rön Hoffnungen in Wie eng an zollern unb Mb Dor, baß bie be. II ebenfalls in » Suchch hat, sein! M?aten, dem Kaise ■ itf) die Prinzessi ■ iirb, sondern auc » stanz Ferdinand ■ öohenberg, ihren ■ E der deutschen I -im noch hinzu, I wnn es in Rom I Lien eintreffen i miliaren Zujamn ] Algern, wie er ! Auf diese S auch wohl j Wej|e Wiede ^ben verwarn und .HM I £ > I 225'^. Rollbahnen - Anschhtssyfeise. Miete u. Kauf. Neu- u. Altmaterial vorrätig. Frankfurt a. 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