irchen»1*“ 'pnlpphnP “-- Selbstbinder. •Strohpressen. Kürz, leicht. Kraft-u.öarn- sparend solide Montag. 24. Juli Ml M. Jahrgang Erstes Blatt GietzenerAnzeiger monatlidbTö'T'LDiertel* läbrlid) Mk. 2.20. durch Nr. 171 Ter »tebener Lnzelger erscheint täglich, außer Sonntag«. - Beilagen: viermal roodbeutlidi -jlbbole- u. Zweigstellen ZllhElUCL V/Iv|lvllv<' Fernsprech - Anschlüsse > > polinschen Teil: Anqu i »«« General-Anzeiger für Gberhesse« «n-etger Wicijcu. <7 V ' • ’1 _ . e, ... - - rath; für ,6tabl und Annahme von Anzeigen ROtation$brud unb Verlag der vrühl'schen Uniü.-Bu»« und Zteindruckerei H. Lange. Nedattion. Lrpedmon und vruderet: Zwuinraye r. Canb.: h-ir ben m Bübingen: $etn|prcd)er Ur. 50 SefWsftelk Bal)nt)ofitrafje iba.________________________ i'. nitdr cm sicht (fine deutsche amtliche Feststellung 3 e i t u n g" der deutschen tviifiid) für Uns sind folgende der in B u t n a it la gar zuführen wären. ergänzt durch die der Einzahl des Präsen gibt, folglich als von inspiriert recht Zeit a ap mal. der in Uniform zu Pferde >aß trug, forderte ihnen ii’icn Paß Arrstorbemug nicht nachkamen, ;inhm der leine MopibcDcdung weg, ohne daß d:e - Beni'.er dagegen Irim'pruch die die spa- des Falles dritte Person Einzahl heißt: „Ich habe gcgibt." ansieht. (fin neuer Zwischenfall in Elksar. geivöhnlich die Mehrzahl noch nicht. Und bas Perfekt aus dein >?ilfsverbum und der einen neuen Zwischenfall ein, der an Boisset" noch bei weitem übertrifft. auch aui dec Oberfläche ntand r Gesteine gefunden worden, die einer längst vergangenen erdgefchja ilidien Zeit angeboren. Lin wichugea Teil des bekannten Muschelkalks, der namentlich ut SuDDcurschland weite Gebiete bedeck: und cm berühmtes Lor tommm auch in Rüdersdorf bei Berlin hat, in nach dieser Eigenschaft allgemein als Lellenkalk bezeichnet worden. Aber iogar m noch älteren Gesteinen im rheinischen Lchiefergebirge, Die der Formation des Tevon angeboren, sind Wellenfurchen häufig ;u beobachten, deren Bedeutung als solche jept wieder oon Tr. M raufe in einem Lortrag vor der Teutschen Geologischen Gesellschaft eingehend bewiesen worden ist. — Kurze Nachrichten aus 5t u n ft und Wissenschaft. Die 60 läfjtigc Toktoriubel'eier begeht am 26. Jul derBonner Kirchenrechtslehrer Geh. ?iustizrat Pros. Tr. Johann Friedrich von schulte, (fr steht im 85. Lebensjahre. — Dem Berliner Anatomen tNeheimrar Pro'. Tr. Waldeyer wurde anläßlich seines 50 jährigen Toktorjubiläums die Große goldene Medaille für Wissenschaft verliehen. wesentlich von dem MmD existiert für deshalb bildet es dritten Persoi^rn Präfixe ge. T te heißt das Persctt. aber keine sichtbaren ab. Als die Solbatcn Meldungen zugegangen: Leutnant Ibiriet, der Instrukteur . ~ gernden fcherisifchen Truppen, wurde, als er sich in die clnbt begab, um auf Schecks das für die Besoldung der Truppen erforderliche Geld zu erheben, bei einer Furt des Flusses Lnkkos von einem spanische n P o st c n angehalten, bei ihn zwingen wollte, vom Pferde zu steigen. Als Thiriet |im iveignie, dies zu tun, kam ein Trupp Reiter mit blankem xäbel und eine Abteilung Infanterie nut aufgepflanztcm Bajonett herbe, umringten den französischen Cifigicr und verseyten i I) in flache Säbel hiebe, wobei sie ihn mit den ^chuywaifen bedrohten Thiriet wurde nach diesen Mißhandlungen uiS jpa liifche Vager geführt, wo er eine Stunde zuriickgehalien und vom £ b e r it en Sylvestre be s chinrpft w n r de. sodann letzt c man ihn wieder rn Freiheits Tie in Elksar ansässigen “ öcr Gegenirart oder mt Präsens lernt es die Verben kennen. Bald merkt es cud-, daß es etwas getan hat und daß es etwas tun will, es ersaßt Die Lcrgangcnheil und di.' Zukunf:. Freilich düricit wir nicht eine Treiteilnng der Vergangenheit ut Zinner - feft. Perfekt und Plusquamperfett und eine Zweiteilung der Zukunft in Futur I und Futuril erman n; solche Riesenschritte fanu der rlctne, wenn auch nodi so lebendige Geist nicht aus- führen. Für das kleine Minb gibt es nur eine Vergangenheit, bae- Persekt, und eine Zukunft, oas Futur I. Tas Perfekt bildet cö mit demselben Hilfsverbum, wie die Erwachsenen, mir haben: das Futur icdocki anders, ich habe es nur mit dem Hilfsverbum oder gar Millionen von Fahren, auf die man die Tauer dec erdgefchichtlichin Vergangenheit veranschlagen muß, haben sich manche Spuren von einer Zartheit erhalten, daß man uaj Ties und die sogenannten Welleniurchen, die „ch überall am Strande zunächst Cent lltcrranbe unter dem Wafser bilden, falls der Boden aus feinem Sand besteht. Achnlich-e Unebenheiten, Die wie eine Folge kleiner Wellen aussehen, und nicht genug darüber wundern lann. Ein Beispiel dafür sind u. a. die sogenannten fossilen Regentropfen, die früher w.rtlich als Pertiefungen betrachtet worden sine, wie sie der liegen aut einer glatten Fläche von feinem Meeressand am 2trniw hervorbtingt und die dann wahrichetnlich richtiger als Löcher «von Gosblafcn erklärt worden find, wie man ne gleichfalls am Strand beobachten lann. Anch^Ariechfpureit von alierhano Gelier, die ursprünglich in weichem Sand eingezeichn.! uno dann später mit dteiem verfestigt worden sind, haben sich durch ungezählte Fahrtausende bis am unsere Zeit erhalten. Mau will aber auch noch eine andere Erscheinung als ein derartiges Uebcr- bleibfel von der Küste langst enlschwuiidener Meere deuten, die danach auf eine unmittelbare Einwirkung des Waners zurücl- _ Festspiele in München. Tie Festaufführungen von Meisterwerken Rtwaro Wagners und Mozarts tn München nehmen Ende dteies Monats ihren Amang T'.e genauen Be- sekung-wläne für Cie Festspiele lind »oeben erschienen und werden vom Internationalen öffentlichen Verkehrsburean in Berlin kottcn- los abgegeben. — Joghurt gegen Cholera. Man wird sich noch an die Verheißungen erinnern, mit denen der berühmte französifche Bakteriologe Prof. Metschnikoff die Yoghurtmilch, das Gärung-' Produkt des Laeillus bulgarieus, dem Publikum emo fahl. Fast fchien dem ^oghurteiier die Unsterblichkeit gesichert; besonders durch die Umstimmung der D a r m f l o r a sollten alle franlbcitcrregenöcn Mikroorganismen vernichtet werden. Neuere Untersuchungen, die von einem französischen Gelehrten Zu Anfang des dritten Lebensjahres werden die Wörter tu ihrer Aussprache immer mehr der Sprache der Erwachieiten gleich Tast hier - uiid da ein Konsonant, auch eine ganze ^ilbe wrt gelassen wird, ist nicht ein Zeichen dafür, das; das Minb das Won nicht richtig sprechen kann, sondern diese Erscheinungen erklären sich aus dem uhncllcn Sprechen. Wie im Mörper der leinen das Leben viel schneller pulsiert als bei ben Erwachsenen, |o auch in der Seele. Zwei Erscheinungen der Miiibcrfpradic^treten besonders im dritten Lebensjahre hervor: die sonderbare Stellung in der Wortfolge und die Bildung der Verben. Ter oben angeführte Sah. „Vatä is?" zeigt uns die in bi cm Zeit gebräuchliche Wortstellung. Zum besseren Verständnis füge ich dem noch einige SäEdw-n aus dieser Periode hinzu. Muni Stube gehl — die Mutter gebt in die Stube. Mutti, yert braun: geht — Mutt ar, X? erben geht hinaus. Wern Hof is = Werner ift auf deut Hose. Ilse Puppe geschläft = Meine Ilie Puppe hat. geschlafen. Pa Tülle geeßt -- Papa hat eine -sntllc Brot gegessen. Es mag genug der Beispiele fein. . . Es fällt auf, dal; das Verb ilcis am Ende steht Erst kommen die Snbstantive, bann die anderen Wortarten, falls davon^schon Gebrauch gemacht wird, iuic die Crtsabuerben, und den Schluß bildet bas Verbum. Tein Minber Psychologen ist dies ganz ber- ftänblidi. Auf die Sinnesorgane der Leinen st in der wirken die Gegenstände der Außenwelt zun ächst nur als Gegenstände. Ja der eigene Mörper erscheint anfangs ein Gegenstand der Außenivelt zu fein, weshalb er auch mit dem 'Jinmcii, den andere ihm geben, bezeichnet wird. Tann erkennt das stind, daß manche Gegenstände sich an verschiedenen Orten befinden. Erst wenn es sich die Gegenstände Durch Worte zu eigen gemacht, entdeckt es auch durch weiteres Beobachten ihre Tüngkeüen und Wirkungen, wcs- Tie Mahnungen zu befonneneni Verhalten, nische und französische Negierung aus Anlaß Boisset an die beiderseitigen Untertanen ergehen ließen, haben herzlich wenig gefruchtel Es gehen Meldungen über ' ...... *■ Schwere den „Fall Tr. Rosenthal angcstellt wurden, scheinen diese Bebep- tungeit in einem gewissen Grade zn bcnäiigen. Ter Bacillus billgariciis vermehrt sich rascher als andere Bakterien im Tarmc, er überwuchert sie und gewinnt im Mampi um das Taiein die Lbcrhand. da sein Produkt, die Ak ilchsäure, auf andere Bal- tcricu tödlich wirkt. Sogar E h o l e r a v i b i i o n e n unterliegen dieser zerstörenden straft. Auch von anbircr Seite iuud die Milchsäure in der Milchsäuren Milch als antiseptisches Mittcl gerühmt, z. B. zur TesinfektioG des Tarmes bei Tiar rhöen und auch bei F u r u n k u l o s e. — Uralte Meeres spuren Tnrch die Hund dtauientn die übrigen aber ganz kurz gesprochen. Im Alter von eindreiviertel Ialnen klang bk -spräche breit. Tas A wurde viel verwandt. Proben aus bmer sind: Mutta a tinfa = Mutter, ich will trinken. Mulla - Mutter, ich will Essen Bala lalia -- Baler, nng doch 5?abbat daußa, Mulla auf Herbert iß braiii-cn an der Tür; Muller, man) auf! S? ab bat weg - Herbert, geh da 'ort ucn Billa = Werner, hole doch die Bilderbücher, bic will teb besehen! wollen gefunden. , Tennoch unterscheidet lieh die Bildung ^des Perickts ganz der Erwachsenenfprach: Für das zweijährige Vie Ultersöialdtc der Kinder. In der Zeitschrift „lieber Land und M er" gibt F. Wähl- hier seine aus eindringlichen Studien an ieinen eigenen Mindern beruhenden Beobactwungen der stinderiprache zum besten „schon im Alter von anderthalb Jahren leiste ich bei meinem stinde die ersten Sähe sestst Iki Ti c lulle" und „Mnttä ö Tülle ', was heißen soll: ich will Eiten haben. Tabei wurden bic Silben Ba, Mut und Tut betont. bebürfnis lekk, bei dieser Gelegend-ii, io ausreichend wird, daß cm iveiteres Bedürfnis ut übuhbarrr Tic „Norddeutsche Allgetnei ne schreibt in ihrer Wochenrundschau: lieber den gegenwärtigen Stand der zwischen und fralirösischen Regierung wegen der Lage in Marokko iftHV benben Berbandlungeii können keine amtlich e n oder halbavitlichen Mitteilungen in der P res |c g e - macht werden Tas Gleiche gilt crlt redn ui Bezug au' ben weiteren Verlauf und bic möglichen Ergebnuie der Bei band langen ES ist daher zum minbesten voreilig, über vermeintlich offiziöse Angabe» Besriebignng ober Entrüstung zu äußern, xaju wird es erst Zeit fein, wenn autorificrtc Mitteilnngen lib.r den Ausgang dieser biplomatifdK» Angelegenheit um hegen. Ein Incsiges Blatt warf togenannten Infpitatoren „onuutci Ai tifel Tirektionslosigkeil vor Ter Eindruck der TireklionSloug leit kann nur bei dein entstehen, der alle Artikel, die Hfl) fclbn maßgebender Stelle lommenb bezeichnen, n? 7 " erhob. Ter Leutnant rill darauf iveiler, halte aber noch feint zehn Schritte gemacht, als die Marotkanei ihn angriiien, ,his bei der stehle faßten und mit ihren Zügeln nach ihm schlugen. Thiriet g a o dem Sergeanten, der i hn bei u c i stehle hielt, eine £b neige. Ak ehr er e ttmifd:: Reiter kamen nur gezogenem Säbel herbei, hieben nam ihm und ver- inchlen ihn ans dem Sattel zu werfen. Thiriet hielt |id> im Sattel, ohne die Hiebe zu erwidern, als auch Fußsoldaten heran- Ter Bericht der „Köln Ztg.". dem wir diese Stelle entnehmen, verzeichnet nach diesen Worten stürmiichen Bet so ziemlich einig. Auch Friedrich Raumann hat es kürz irofl n ischen Interessen feint falls auf geben dürften lieber die ganze Vorgeschichte der marollaili'chen Streiiigleiten orientiert vorzüglich eine en ist Auch alle in Be jlidjfeitcn werden i ' Flugschrift, die i wird, stellt n. fl feft: , Zweierlei kann cintrctcn bei den Verhandlungen der nach.lcn Zukunsf. es kann noch einmal der Versuch gemacht mcrbcii, bic Sultanöhcrrid a*t roicbcr herzustcllen, so daß die Auttcilung vor läufig inuerblicue, ober es kommt ichl zur enbgültigen Ansein anbeifchung. Wir glauben an die crite Möglichkeit nicht, wollen iic aber miibcrüdiidjiigcn und sind der Anncht, daß dann das Renn Aber iuic bic Tinge heute h.gcn, glauben wir nicht an bic MögliU teil einer iviai.n vorläuiigen Regelung und meinen, bau Dir Zeitpunkt bei endgültigen Austeilung gekommen in. Bei ciuci solchen müncii ivir da-.- Gebiet vom Urner Reöia bis zum stoo Jubn beanspruchen, nhmcn aber im^ Hinblick baraui, daß die ganze norbostllche Hälfte oann an Frankreich >altt, nicht ein Xthcn, weshalb ihm bic unter zahllosen Beugungen des buro.' die Alge.'.ras-Alle geichafienen Rechtes besetzte ^chauia mit Haie iMauca lilajicu werden soll. E' ::dwie begründctei Anipru.i' Frankreichs auf diestS Gebiet bestehl nicht __ kein Zwcuel, bei; Ci- i'.ch heute zurückziehen müßte, wenn das Teutichc Reich baram Pfitünbc; es hat auch nicht aas Bedürsnis, hier an dem atlan- Cjeait zu liegen, da cs weiter iüblich genügend stüsten gebiet bei itzt und im Mutterlanbe selbst eine lange Mülle nach dem Weltmeere hat. Für die Volksbeficdelung braucht eS das Vanb aber erst recht nicht, da es eine jebeni halbswegs Unter durch die Zuwanderung aus Elsaß-Lothringen, Belgien und Ita licn davor bewahrt bleibt, daß die Todcsiallc die Geburten über steigen — bai; also die Voltszahl zurückgeht. Wie anders ur.ivu <-ige. r.»u nunuui, bau bei den Vcr Unblutigen über eie enCQÜUigc Ausieilung das Teutsci;e Reich sich iCeit (teilt und darauf hinweist, tas; es dem Weltfrieden nur bien ’ l-arr, ivcnn Di:- r •mci - ^an? Das marottanifd)c Rätsel. Es ist durchaus gut unb nüviidi, das; bic amtlichen Stellen darauf bedacht sind, die zwischen Tcutschland und Frankreich schwebenden Berßandlilngen geheim zu halten So wird am besten die Ruhe bewahrt, die gerade den deutschen Interessen am meisten itützi Tenn man ersieht! aus den französischen Blättern, wie blindlings und rück sichtslos dort gehetzt und geschürt wird, wie man sicki jen , seits der Vogesen allen gemachten Erwägungen verschließt Lv sucht die Pariser Presse auch heute wieder die Rede eines engllschen Staatsmannes in ihrem Sinne auszunutzen, iir dem sie schreibt, jene Rede bedeute eine Warnung ein Deutschland. Wir wollen zunächst die hier zugrunde liegen den Tatsachen wiedergeben: Eine englische Drohung? London, 22. Juli Bei einem Festmahl, das gestern abend zu Ehren des stanzlers der Schatzkammer Lloyd George, des Gouverneurs imb der Direktoren der Bank von England sowie der Bankiers und staufleule der House veranstaltet wurde, erwiderte Lloyd okorßc auf einen Toast für aas Gedeihen des Staatsschatzes, -. ihlichen E nt Wicklung fei Aber es sei unumgänglich notwendig, das; r o h b r i t a n n i f n unter allen U m st änden s e i n e n P l a tz u n d s e i n A n s e h e n u n t e r d e n G r o ß- chterhalten m i > e eine Lage ausgenötigt würde," fuhr der Minister fort, „in der der Friede nur aufrechterhalten werden könnte durch das Ausgeben der großen und vorteilhaften Stellung, die Groy dritannien in Jahrhunderten des Heldentums und der Boll- rnduna errungen hat oder durch Zulassung einer Behänd lung, bei der die Lebensinleressen de - Landes verletzt wür den, als ob es kein Gewicht im Rate der P ö 1 ker hätte, dann müßte nachdrücklichst betont werden, daß ein Friede um diesen Preis eine Erniedrigung bedeuten würde, die für ein großes Land, wie das unsere, unerträglich wäre". Lloyd George schloß seine Rede mit folgenden Worten, die er von seinem Manuskript ablas : „Es ist viel wahrscheinlicher, daß der Weltfrieden gesichert wird, wenn alle Volker sich klar vergegenwärtigen, welche Bedingungen für den Frieden gegeben jent müssen Und weil ich die lieber» Zeugung habe, daß die Völker einander besser zu verstehen besinnen, die gegenseitigen Gesichtspunkte gründlicher ab schätzen, bereitwilliger sind, ihre MeinungSverfchiedenheiten in Ruhe und ohne Leidenschaft .zu erörtern, habe ich die Uederzeugung, das; sich zwischen heute und dem h ä ch st en I a h r nicht s tret g n en wird, was eS dem Kanzler des Schatzamtes schwer machen Könnte, auf einen Toast für das fortgesetzte Wachsen des Staatsschatzes von dieser Stelle aus zu antworten." Paris, 22. Juli. 2ie Blätter erörtern mit lebhafter Befriedigung die gestrige Rede Llond Georges. Ter „Temps" meint, Lloyd George habe durch feine unzweideutige Er» Iläruug die deutsche Regierung an f die Gefah. renauf merksam machenwollen, welche eine Politit des Blusfs und der Einschüchterung nach sich ziehen könnte. Tas „Journal des TebatS" schreibt: Oberflächliche Politiker haben behauptet, daß die Tnplc- Entciitc in Potsdam zerstört worben sei Man könne aber sehen, daß der bic Mächte der Trivlc Entente rerknüpfendc Pakt nuort in seiner ganzen Kraft ivieber -3ba:d ?:• Mr-'uviv-.i.n wagen nicht, aus der Stabt hcrauszugchcn. Paris, 21. Juli. T,c „Agence Havas" verossenl licht mit Vorbehalt folgende Meldung aus Elkfar vom 20. Juli: Ten maßgebenden Stellen in Paris ist, wie die „Agenee Havas" gleickrzeitig mitteilt, eine Bestätigung dieser Aach richt noch niü)l zugcgangcn lieber den Zwischen satt i|i später folgendes ausführliche Telegramm aus Paris ein gegangen: Leutnant Thiriet begab lick' in die Stadl, um auf der dortigen Bank etwas zu erledigen. In einer i^urt des Luktocftu'i s begegnete er inarokkaiiifchcn Soldaten, Teierlcurcn aus einet Äahallo, die noch d Uniform des Machfen trugen, 'iurict | halb die Berben nun erst gebrauch! werben (önnen Tic Er oberung ber umgebenaen Welt zeigt sich in bet Vestellung. 2tL- Gebrauch der Verben von Minöern im dritten Leben in auch ein Erwachsenen auf Die 'JuciDcn. Geeßt, gefchlaft, gelritttn, gcruit, geiiugt, gcgibt, gegeht unb io weiter. 4.as liiiD wohl Mlßbilbnngcn für uns, aber nicht für Die Klemen, «z ur Du legieren Die weitaus meisten Berben, Die Das Minb schon beherncht, Id.wart’: ich ruje, Du ruf ft, er ruft: id) ’ingc, du singst, er singt. Tas hat cs bald weg. Tamm lomugicrt cs auch ganz -folge» rid iig: ui’ effe. Du cp,t, er eßt. UnD Die Silbe gc davor gefetzt. Wiesb<&' von Suppen, Saucen, It sich die Verwendung hesden Eigengeschmack verdeckt. H W- Rinn- 12 Postkarten 12 Prinzen* a matt «I \(k von Ib9Q unr pri®* heifingen hm.&llthra21 i-- * eilten und ihm ihr aufgeslan',teS Drjonett auf die Brust setzten, wahrend die Marokkaner ihnen -»riefen, sie sollten schießen. Thirict forderte den anwesenden spanischen Offizier auf, der Szene ein Ende zu machen. Dieser mußte Gewalt anwenden und bic erregtesten seiner Leute mit dem Säbel bedrohen. Thiriet wurde an den Beinen fest gehalten und ins Lager geführt. Auf seine Forderung hin ließ der spanische Offizier ihn in ein Zelt eintret en, und gab ihm Zeit, mit ihm zu sprechen. Der Spanier warf Thiriet Animosität gegen seine Nation vor und sagte, er habe einen Angriff auf Soldaten, die zur spanischen Truppe gehörten, unternommen. Thiriet antwortete mit der Forderung, Oberst Sylvestre solle den Offizier fragen, der bei den: Vorfall zugegen gewesen war. Dieser wurde herbeigerusen und setzte dem Obersten Sylvestre die Vorgänge auseinander, jedoch in spanischer Sprache. Daraus sagte Sylvestre, daß Thiriet sich zurückziehen könne, und bot ihm die Begleitung einiger Offiziere an, die Thiriet jedoch ablehnte. Die spanische Darstellung. Freitag abend 11 Uhr hat die spanische Regierung ein Telegramm des spanischen Gesandten in Tanger erhalten, das den Bericht des Obersten Sylvestre über den Zwischenfall mit dem Leutnant Thieriet wicdcrgibt. Oberst Sylvestre berichtet: Um 71/2 Uhr abends hat sich vor den Augen des Wachtpostens, der sich auf halbem Wege nach Elksar an einer Furt des Ued Gerial befindet, ein schwerer Zwischenfall abgespielt. Leutnant Thiriet von der französischen Militärmission verfolgte Wegspuren, die ihn zu einem Individuum führten, das er nach der Uniform für einen Deserteur der Mahalla hielt. Als Thiriet einen Trupp berittener Askaris vom Polizcitabor sich nähern sah, ergriff er einen Revolver und befahl der T r u v p c , Halt zu machen. Der Korporal wollte Thieriet festnehmen, um ihn zn fragen, was vorgehe. Ohne weitere Erklärung o h r fcigte Thiriet den Korporal. Der spanische Wachtposten, der den Vorgang mit an sah, gebot Thiriet Halt. Thiriet entfernte sich jedoch In dem Augenblick, wo die Wache sich an- schickte, ihn daran zu hindern, erschien eine Abteilung Kavallerie. Der Leutnant dieser Abteilung lud den französischen Leutnant höflich ein, Oberst Sylvestre auszusuchcn, um ihm die Sache zu erklären. Als er in mein Zelt eintrat, veranlaßten mich seine Bewegungen und seine lauten Ruse, die von meinen Offizieren gehört wurden, ihn zu bitten, das aufzugeben und mir den Sachver > halt zu erklären. Er teilte mir mit, daß bi: Unseren es an Achtung ihm gegenüber hätten fehlen lassen unb bot mir an, sich aiy Gefangener zu stellen. Ich antwortete ihm, ich hätte seinen Besuch zwecks Aufklärung ans vorhergehende Einladung des Leutnants empfangen. Mit Rücksicht auf seine Haltung suchte ich die Unter; rcdung abzubrechen. Um zu vermeiden, daß er sich als Gefangener betrachte, lnd ich ihn ein, sich von dem stellvertretenden Kommandanten begleiten zu lassen. Er lehnte mein Anerbieten ab. Die Haltung dieses Offiziers, der bic Schilbwache einer befreunbeten Nation so schlecht behandelt hat, zeigt Ihnen, daß die Angelegenheit eine außerordentlich schwere i ft infolge der persönlichen Einmischung in die Verfolgung der Deserteure in Elksar selbst, das unsere Truppen besetzt halten, statt bic Sorge hierfür gemäß den Vorschriften den Kaibs nnb in letzter Linie meiner Autorität zu überlassen. Oberst Sylvestre fügt hinzu: Am 19. Quli hat berselbe Offizier vor ben Augen unseres Postens einem Mann ber Mahalla bic Bastomiabe neben lassen, ohne baß unsere Soldaten ihn in irgend einer Weise belästigen. Nach Empfang dieses Telegramms hat der Minister des Aeußern an ben französischen Botschafter in Madrid geschrieben und an den spanischen Botschafter in Paris telegraphiert, wobei er auf die Folgen hinwies, die sich aus dem Vorgänge ergeben, und die dringende Notwendigkeit gegenseitiger Maßnahmen betonte, um die Möglichkeit schwerer Konflikte zu vermeiden. Madrid, 22. Juli. Der Ministerpräsident und vier gegenwärtig in Marokko weilende Minister trafen heute vormittag zu einer Erörterung der marokkanischen Fragen zusammen. Tie Regierung erhielt noch keine andere Nachricht aber den Zwischenfall Thiriet, als das Telegramm des Obersten Sylvestre. Die Minister beobachten strenge Zurückhaltung und stellen jede ihnen etwa zugeschriebene Aeußerung über die Zusammeir- tunst in Abrede. Canalejas telephonierte dem Minister des Aeußern, die Minister wünschten und erhofften eine schnelle und freundschaftliche Lösung. San Sebastian, 22. Juli. Der Minister des Aeußern hatte heute vormittag mit dem französischen und dem deutschen, sowie dem englischen Geschäftsträger eine Unterredung. Die deutschen Schiffe. Teneriffa, 22. Juli. Am 21. Juli ist „Panthe r" hier angekommen, „Eber" liegt noch vor Anker. Zoftf von Kofcidsti f. Posen, 22. Juli. Das Herrenhausmitglied Josef von 'Koseielski ist auf dem Gute Miloslaw un 66. Lebensjahre gestorben. Koseielski hat in der Aera Caprivis eine bedeutsame Rolle gespielt, als der „Versöhnungskurs" begonnen hatte. Für die Abstiminung der Polen für die Militärvorlage erhielt Koseielski damals vom Kaiser ein gnädiges Telegramm und den Krvnenorden 2. Klasse. Heute würdigt ihn.die Köln. Ztg. wie folgt: Mit dem ungekrönten König von Polen, wie das Herrenhaus- mitglicb Joseph v. Koseielski wegen seines Einflusses in ben Kreisen der polnischen StandeSherren häufig bezeichnet wurde, ist ein Vertreter des polnischen Abels dahingegangen, ber, unter anbern Verhältnissen zu einer Vertrauensstellung berufen, bas baburch gewonnene polnische Ansehen und Vertrauen in einer Weise benutzt hat, die den Interessen des preußischen Staates entgegen war. TaS politische Ansehen 0. Koscielskis ist in dem Maße gesunken, wie feine oft gehässige Opposition gegen die preußische Politik in der Ostmark wuchs. Diese Opposition, die dem durch bic Gunst ber höchsten Hof- und etaaldbcamienhcifc früher verwöhnten polnischen Standesherru keinen Augenblick schwer gefallen ist, zeigte sich in feiner Bekämpfung der preußischen Polenpolilik, die er u. a. vor einigen Jahren in ber französischen Zeitschrift La Revue sowie in der englischen Monatsschrift Contemporary Review in ebenso oberflächlich entstellter wie Llusschcn erregender Weise der europäischen Oeffentlichkeit bar legte. Bezeichnend für öie Kampf es weise des Mannes in dieser Frage ist der Satz, den er in dem ausgesprochen deutschfeindliche Echo bc Paris zu frechen wagte, daß nämlich alle Deutschen, die nach dem Osten acfchickt würben, zum „Abschaum ber Bevölkerung" gehörten, ein vciab, ber bei den jüngsten Erörterungen der Polenpolitik int preußischen Abgeordnetenhause wiederholt worben ist und die wuchtigsten Wiberlegungcii erfahren hat. Versammlung Ser Fortschrittlichen Volkspartei unter freiem Himmel. O(l. ... . . Z- Daub ringen, 23. Juli. , , -"r* Einleitung zum kommenden Wahlkampf veranstal- tete die freisinnige Volkspartei in Taubriugen ein Volksfest, Zn dem )ic als Redner den Reichs- unb Landtagsab- geordneten K 0 p s ch Berlin gewonnen hatte. Trotz der Hitze war eine sehr zahlreiche Versammlung von Männern grauen im Garten des Gastwirts E. Schäfer zusammen- ^strömt. Die Ruhe, die eben in unserem Wahlkreise im politischen Leben herrsche, ,0 führte Lehrer Jüngel- Daubringen, der bic Versammlung eröffnete, einleitend aus, fei bedenklich, und. LS mußten schon jetzt leichte Winde wehen, bevor der Sturm komme. Dann hielt Reich^tags- abaeordneter Kopsch seine Rede, die mit einem Bericht über die Tätigkeit des Herrn Abgeordneten Werner im Reichstag begann und dann das Verhalten der Konservativen und des Zentrums in der inneren Politik darlegte, -ter Bericht über die Tätigkeit des Herrn Werner fiel nicht zu dessen Gunsten aus, und der Redner hofft, daß ferne Herrlichkeit nicht allzulange dauere und daß auch die dcw nächste Mal zum Sieg des Liberalismus beitrügen, die das letzte Mal versagt hätten. Tie Antisemiten und die Kvn- servativen handelten sozial ungerecht: einmal in der Reichs- finanzresorm, dann beim Zustandekommen der drei sozialen Gesetze (Krankenkassenversicherungs-, Unfall-, Jnvaliditats- gesetz), dadurch daß die Opfer ungerecht verteilt würden und eine gesunde Mittelstandspolitit ausgeschlossen sei. Was ihre nationale Gesinnung betreffe, so hätten sie bei der Verfassungsfrage in Elsaß-Lothringen sich gezeigt, wo es sich darum handelte, eine Provinz innerlich dem Deutschen Reiche anzugliedern. Nach dem Wunsch der Konservativen sollte Elsaß-Lothringen nicht im Bundesrate vertreten sein und feine volkstümliche Verfassung bekommen. Taß trotzdem die Verfassung zustande gekommen sei, sei das Verdienst der Regierung unb der liberalen Parteien. Ebenso wie die Konservativen sei das Zentrum zu bekämpfen, das nicht in unserem Baterlande herrschen dürfe, und zur Beseitigung dieser Priesterherrschaft müsse jeder Teutsche beitragen. Tann bezeichnete ber Redner die Durchführung der Reichs- versassung in liberalen Sinne — er erinnerte dabei^an den Fall Jatho,— als eine nationale Aufgabe und den Freisinn als die Partei, die mit Stnlz Anspruch auf das Wort national erheben könne. Er schloß seine Anführungen mit dem Rufe: Bauern und Arbeiter heraus zur Durchführung eines sozial gerechten, wirtschaftlich fortschrittlichen und nationalen Programms. Als zweiter Redner beleuchtete Professor Urstadt die politischen Verhältnisse in unserem Hessenland, das mit Unrecht den Namen eines fortschrittlichen Landes führe. Unsere Ausgabe müsse es sein, der eben herrschenden Reaktion entgegenzutreten und zu verhindern, daß solche Gesetze, wie die letzte Wahlreform, zustande läuten, bei denen der Fortschritt mit zu großen Opfern erkauft worden sei. Jederniann müsse dafür sorgen, daß bei den kommenden Landtags-Wahlen solche Leute gewählt würden, die dafür Sorge trügen, daß die zukünftigen Gesetze in freiheitlichem und fortschrittlichem Geiste erledigt würden. Abgeordneter Kopsch berichtete dann noch über einige Erlebnisse und Geschichten aus seiner schlesischen Heimat, die das Verhältnis des kleinen Bauern zum Großgrundbesitzer tlarlegen sollten. Er schloß mit der Aufforderung, bei der nächsten Wahl einen wahrhaft Liberalen in den Reichstag zu schicken. An» Smöe mao LanS. Gießen, 24. Juli 1911. Ein Flugtag in Gießen. Seit ein paar Jahren haben nahezu alle Menschen, die sich eine Zeitung halten, täglich von Flügen und Fliegern gelesen, aber nur verhältnismäßig wenig haben seither ein solches Wunder gesehen. Man hat sich zwar allmählich als etwas alltägliches daran gewöhnt, daß Menschen fliegen, und es ist deshalb gewagt, von Wundern zu reden, aber wenn man sich vergegenwärtigt, daß eine einfache Schraube durch die Höhe ihrer Umdrehungen einen Apparat samt Besatzung in bic Lust reißt und .rotzdem dem leisesten Druck gehorsam bleibt, bann ist es eben doch ein Wunder. Und dieses Wunder sahen gestern Tausende von Menschen. Der Trieb, der in einem Umfang von 200 zu 300 Metern für die Flüge des Herrn Kahnt abgesperrt war, wimmelte von Menschen. Nach einer oberflächlichen Schätzung waren wohl nahezu 10 000 Zuschauer anwc,end, die alle mir Spannung auf den ersten Aufstieg warteten. Stundenlang harrten sie in der glühenden Hitze, bis der Wind endlich etwas abflaute und dem Flieger ohne außergewöhnliche Gefahr den Aufstieg gestattete. Unter stürmischen Beifall bestieg Herr Kahnt gpgen 1/27 Uhr zum erstenmale sein Flugzeug und erhob sich nach kurzem Anlauf elegant in die Luft. Er flog über Trohe, schwenkte dann links ab und kam nach etwa 6 Minuten nach dem Flugplatz zurück, wo er unter lebhaftem Jubel sehr glatt landete. Ter Flug war nur ein Versuch gewesen, und er war, wie leicht zu ergeben war, nicht befriedigend genug ausgefallen, um sofort wieder aufzusteigen. Als der Apparat in bic höheren, kühleren Luftschichten gelangte, mußte er den Wellenbewegungen ber warmen Erdluft folgen und geriet deshalb in gefährliche Schwingungen. Eine halbe Stunde später folgte dann ber zweite Flug, der über Trohe, Altenbuseck, das Wiesecker Tal und den Philosophenwald führte. Als das Flugzeug in eleganter Fahrt über dem Wald erschien, nachdem cs eine Zeitlang den Blicken verborgen war, brach ein vielstimmiger Beifall aus, der sich bei der äußerst glatten Lanoung noch erheblich verstärkte. Der dritte Flug war ein Passagierflug, und er sollte, wie Herr Kahnt vorher mitt eilte, nur über eine ganz kurze Strecke ausgeführt werden. Ta aber dem Publikum hiervon keine Mitteilung gemacht worden war, glaubte es nach der raschen Landung an einen Unfall und strömte von allen Seiten heran, so daß es erst nach vieler Mühe möglich war, den Platz wieder soweit frei zu machen, daß der vierte Flug unternommen werden tonnte. Ta Erniahnungcn nichts fruchteten und die Absperrung nicht mehr aufrecht zu erhalten war, ließen die Monteure den Motor aulaufen und die mächtigen Staubwolken trieben die immer näher heran- drängenden Zuschauer wenigstens einigermaßen zurück. Nachdem es Herrn Kahnt trotz dieser Schwierigkeiten gelungen war, sich Platz zum Aufstieg zu verschaffen und nachdem er noch einen prächtigen Flug ausgeführt hatte, sah er sich veranlaßt, seinen Apparat in die Halle zu schaffen, da es nicht mehr möglich war, das Publikum iu seinen Schranken zu halten. Die Zuschauer, die sich teilweise schon um 3 Uhr ein gesund en hatten, sahen sich vor eine große Geduldprvbe gestellt, da es, wie schon kurz erwähnt, wegen des böigen Windes nicht möglich war, vor i/a7 Uhr zu starten, aber diese Geduld wurde schließlich durch die schönen Flüge genügend belohnt, und Gießen muß es dem Sportverein Dank wissen, daß er sich trotz der Höhe der Kosten unb trotz des zu erwartenden Unterertrages nicht gescheut hat, einen Ö-Iicger hierher zu rufen. Der äußere Erfolg der Veranstaltung ist umso erfreulicher, als dabei nicht der geringste Unfall vorgekommen ist. Ein Kind, das in dem allgemeinen Trubel aus seinem Wägelchen geworfen wurde, hat glücklicherweise keinen Schaden genommen, es dürfte aber eine Mahnung sein, daß künftighin die Absperrung mit rücksichtsloser Schärfe durchgesührk wird. n. * * Die Unkenntnis des Publikums in allen den Zeuungsbetricb betreffenden Fragen ist weitaus größer als man gewöhnlich annimmt. Täglich gelangen an die Redaktionen Anfragen und Mitteilungen, dre den Anzeigeu- teil des Blattes betreffen, und daher an die Geschäftsstelle zu richten sind. Die Redaktion einer Zeitung hat lediglich ?mt dem Textteil des Blattes zu tun und nichts mit dem Anzeigenteil. Anfragen und Auftrage, die den Inseraten- teil betreffen und bei der Redaktion cingehen, müssen von dieser an T>ie Geschäftsstelle weitergegeben werden und können dadurch leicht verzögert werden, besonders wenn sie erst in letzter Stunde einlausen. Auch bei telephonischen Ansraaeu ist das zu beachten und zwar umsomehr, als in dem amtlichen Fernsprechverzelchnis unter Gießener An- Seiger nur die Redaktion mit Nr. 11-, tiicht aber bte @e- schastsstelle, die die Nummer 51 hat und unter Bruhlsche Druckerei aufgeführt ist. "Der Kaiser trifft, wie die Bürgermeisterei Main- bekannt gibt, am Freitag, deni 11. August in Mainz, ein. "Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Schulamtsaspicanten Wilhelm Grieb an§ Ober-Höcgern eine Lehrerstelle an der Gemcindeschulc zu 51 öddingen. * * Stadttheater. Nochmals sei auf die einmalige Aufführung der neuen Operette ,,Die keusche Susanne" am morgigen Dienstag mit dem Personal des Emser Kurtheaters hingewiefen. Die Ausführung verspricht einen überaus amüsanten Abend, wie denn das Werk gegenwärtig den Spielplan der Sommertheater geradezu beherrscht So war z. B. in dem regelmäßigen Spiclplan auswärtiger Bühnen, den die Frankfurter Zeitung täglich bringt, dieser Tage bei 13 Theatern siebenmal die Aufführung unseres Werkes angezcigt. Die Studierenden genießen auch bei dieser Vorstellung an der Abendkasse Preisermäßigung. • • Der Schützenoerein veranstaltete gestern und heute sein Schützenfest, das wie stets mit einem Preisschießen verbunden war, auf dem Schützenplatz. DaS Schießen nahm um 3 Uhr nachmittags seinen Anfang; eß dauert bis heute abend. Es wird in 7 Abteilungen geschossen: Punktscheibe, Standfestscheibe, Standlneisterscheibe, Feldmeisterscheibe, Aufleg. scheibe, Jagdscheibe. Gestern nachmittag von 4 Uhr ab begann Konzert und Tanz; die Regimentskapelle konzertierte. Auch eine bayerische Bierhalle und eine Rutschbahn war vor- banden. Ter Besuch war am Nachmittag durch die Schau- flüge auf dem Trieb etwas beeinträchtigt. Gegen Abend war der Schützenplatz gut besetzt. Karussells, Schießbuden, Schaubuden ii. dergl. in. sorgten für Volksbelustigung. Abends wurde em großes Feuerwerk abgebrannt. Montag beginnt das Schießen schon um 8 Uhr vormittags; die Preisverteilung findet abends statt. * • Die Klinizisten -Vereinigung beging am Samstag dem 22. Juli am LudwigSbrunnen im Schiffenberger Wald ihre Jaßpartie. Am Nachmittag zogen die Angehörigen der Vereinigung mit den Professoren, Privatdozenten und Assistenzärzten unter Musikbegleitung hinaus und abends gingS im Lampionzug nach dem Vereinslokal „Hotel Royal", wo noch einige Zeit in fröhlichster Stimmung ungehalten wurde. * • Der rheinhessische Weinbau-Verein hielt kürzlich eine Sitzung ab, die zur Regelung dec Herbstmaße wohl von weitgehender Bedeutung ist. Man beschloß nämlich, ganze Trauben im An- und Verkauf nach 50 Kilogramm zu verkaufen, gemahlene Trauben dagegen im Maße von 50 Litern abzufetzen, da das 100-Liter-Maß seiner Unhandlichkeit wegen unzweckmäßig ist. * * Waldbrand. Im Stadtwald an der Annerödri Straße entstand gcflern ein Waldbrand, der eine etwa 400 □ Bieter große Flüche Unterholz zerstörte. Die Feuerwache der Obcrhess. Bahn, welche bekanntlich die Bahnstrecke während der großen Hitze beständig im Walde abpatrouillierle, entdeckte den Brand und löschte ihn unter Zuziehung von Passanten und städtischen Arbeitern ab, so daß nennenswerter Schaden nicht entstand. DaS Feuer entstand an einer Stelle, wo anscheinend vorher Waldgänger gefrühstückt hatten. Jedenfalls lag Fahrlässigkeit vor. ** Von den Schlachthöfen von Gießen und Marburg, in geringeren Massen auch von Fr an t für t a. M, Mannheim, Apolda, Koburg uno Stadtsuiza tarnen unlängst Häute, an denen ein neuer Hautfchädling angetroffen wurde, der iu Gestalt von Milbeupustelu durch die deutsche Versuchsanstalt für Leder-Industrie zu Freiberg feftgeftcUt, und folgendermaßen begutachtet worden ist : Es handelt sich um Pusteln, die aus einem häutigen Sack mit blutigem Inhalt bestehen, in deren Innerstem eine grau- weiße, eiterähnliche Substanz enthalten ist, bic sich als Milben erwies. Tie Pusteln tommen nur im weichen Kern- leder, in der Mitte der Haut, viel auch am Halse vor: Aus der enthaarten Haut erscheinen sie als zahlreich zerstreute Knötchen, die mit blutigem Inhalt gefüllt sinb und meist Linsen- bis Erbsengröße haben. In einer einzelnen Pustel besiubeu sich öOUu—10 UO.) Milben, bie einen breiten Vorher- leib mit 4 Paar kurzen dicken Füßen besitzen. Der Kopf hat einen Rüssel und 2 Tasten. Der Hinterleib ist schwanz- ähnlich zugesprtzt. Tie Pusteln gehen weder nach der Oberhaut noch nach der Fleischseite ganfi durch. Beim Bear- beiten zerquetscht oder geöffnet, entsteht in der Haut ein Hohlraum, wodurch diese entwertet wirb. Eine der Häute, die mit diesen Schädlingen behaftet war, zeigte auf jeder Hälfte ca. 50 Pusteln, so daß die Haut fast vollständig entwertet war. Tie Maul- und Klauenseuche greift in Ober- hesien bedenklich uni sich. Auch im Kreise Büdingen, der bisher noch unverseucht mar, ist sie gestern ausgebrochen und zwar in dem Orte Hitzkirchen im südlichen Vogelsberg. In Oberhessen ist jetzt nur noch der Kreis Alsfeld von der furchtbaren Seuche verschont geblieben. " Wertloser Dünger. Die Landwirtschaftskauuner für den Regierungsbezirk Wiesbaden warnt vor dem unter dem Namen „Universal-Stickstoff-Phosphorsäuer- und Kali» Dünger, Marke ü. 8. P. K.u, ui den Handel gebrachten Düngemittel einer Frankfurter Firma. Der Dünger soll in unserer Umgebung viel vertrieben werden. Die agrikultur» technische Versuchsstation schätzt seinen Wert aus etwa 3 Mk. für 100 Kg., während die Fabrik 12,67 Mk. dafür fordert. Landkreis Gießen. F ■_ -7 .W 7 s e ck, 23. Juli. Vom schönsten Wetter begünstigt feierte heute unsere Gemeinde in dem nahe gelegenen Hccgivalde lyr ^ugenofest, das im allgemeinen einen befriedigenden Verlauf nahm. Schon um 1 Uhr erfolgte von dem Schulhausc an der &nCo»CE "t.aÜd bcc malerische Festzug der durch Kränze, r^ayncu und Fähnchen geschmückten Schuler unb Schülerinnen. Jcacb einem von^ den oberen Klassen vorgetragenen Sieb hielt der Bürgermeister ch o mbcr eine schwungvolle Ansprache, Die et. mit einen1 Doch auf das .Vaterland schloß. Die einzeln en Klassen xuateii dtuirr zum spiel ab^ byn die UrMchseuW fflit sichtlich^ Nähmaschiner und Zubehörteile. MHALTi™ «Rein MKittcUmetel Epcziolhaus bestehl feit 4? Ja'. :.: Ich lteierle intbr al- 100000 Nähmaschinen und (yabrräter; alle jur vollsten Lu-rirVendeU meiner bantt jrrn -Kundschaft, «verlangen »le ohne Aaufjwang Iv'ienloseZufenVung meines ntuefun Vrachlkaiatog» übet meine »«rLhnele» l)-Liler-Maß sid an der and. der eine seiner Um Sinnt to» etwa 4n ÄdHst “ Unb jÄffc betttQ9enmi n?'tül J aus Dbet.A? be bh® mit dem U« ®U' k?usiüh-L'L,d« '»the-iter ^‘8» °LSS “ bcr »-ndVLL * tta unb ?’ '""m «Bäte. vxbS Punkische.be Feldmeisterscheibe, Aussig! uttag von 4 Uhr ab l. l'menMapeae konzertier e ^'Rutschbahn war tot. innttag durch die e*Qu. 9 igt. Gegen Abend war •us' vchleßbuden, Cchau. ^lksbelustigung. Abend! r°nnt. , Montag beginnt uags; die Preisverteilung Einigung beging am drunnen im Schiffenberger ch'uittag zogen die Anden Professoren, Privat- Musikbegleitung hinau! 1 nach dein VereinSloka! in fröhlichster Stimmung einbau-Verein hielt Regelung der tzktbfluiasi st. Dian beschlotz näiii- Verkauf nach 60 Mo» luden dagegen im Toy :\löde. Die 'Feuern'.-: I die Bahnstrecke während ,be abpatrouiUierte, eni- unter Zuziehung vci . ab, so daß nenne«#* i Feuer entstand an mit zänger gefrühstückt hatten. >n von Gießen und i auch von Frantsul'. q uni) Ltadlsuiza kaum ster Hautschadiing W lon Mlbenpusteln duuh Leder-Industrie zu M' aßen begutad)ui roorber. aus einem hautzg^ rnt innerstem eine grau Sten ist, bi-n; ich nur im weichen Sei ME WinKSstW 'Yen w'der ycflt, ganrj durch- £ &flUt ein entsteht in yäuIi, tet ro«°; 5te wt> *&&&*** ..*ss*S »°sp^L,"gü- • Ist ag*, -n werden- eln)0 S - j*£S d-!°-io,ii,L tx® ÄieMÄ a« w WÄi» AU fA'ö wer 15—20 Morgen Garnison 2.orm Grohseuer in Stambu! teilen. umjatzl bivher mehr alö l1 -> Kilometer. d. M a i n Dampfwaschanstalt Edelweiss 3366 - Schnel'ste Lieferung.--- Prompter Versand nach außerhalb. Giessen Krofdorf er Str. 12 für Herren- Tcr Drandhero tie Zahl der Letzte Nachrichten. (rin blutiger Angriff ou| Schutzleute. Äonstanlinovel, 23. Fl seit gestern nammittag 2 Uhr 2 gleichzeitig (in sccks verschiedenen idit nicht. AuS TI Ottenburg wird gemeldet: Im ZtrkuS May entsprangen zwei Tiger. Der eine wurde cmgcsangen, nachdem er zwei Pferde jerslcischt hatte. Der zweite wurde später ebenfalls gelangen, wobei er einem Belgier den rechten Arm zerfleischte. Friedrich Warner, Telephon 487 Amerikan Neuplätterei W äsche. Spezialwäscherei für Haushaltungen, Ausstattungsgeschäfte und Hotels. Garantie für absolute Schonung : Konkurrenzlose Ausführung : Für sparsame Hausfrauen sind meine Abteilungen: Rollwäsche und Nasswäsche die billigsten Einrichtungen. Abholen und Rücklieferung durch meine Wagen. ili. Ein Großjcucr, daö ranivnl verheert, begann to.ge ^c ni x. icf) ierlestke auf der Polizeiwache des 4. Be- ziries zwei Schutzleute jo schwer mir einem Messer, daß dem Schuhmann tiolf ti o p j unb Arme förmlich zer- '.'.".ich der ^iibmann Bergmann Ter ^dtCi entfloh uno wurde später ceocr lc|i;icnommeiL Tao Publiturn aii| den Ucbcltater einschlng uno sich i'i/ti.;' Schuhmacher Bekanntmachung. In das Handelsregister 2lbt. B. wurde eingetragen bezüglich der Firma HeyligenstaedtLLomp.,Werkzeug-Maschmen- sabrik und Eisengießerei, Aktiengesellschaft (Ließen: Dem Kaufmann Louis Frech in Gießen ist Prokura erteilt der- gestalt, daß derselbe in Gemeinschaft mit einem Vorstands- mitgliede zur Zeichnung der Finna berechtigt ist. B’4/, Gießen, den 18. Juli 1911. Großherzogliches Amtsgericht., brennenden Hauser beträgt mindestens 600. Bieber sind 14 kleinere Moscheen verbrannt. Der Kriegs Minister Mai. mud Scheflet Pascha ifl durch einen stürzenden Ballen schwer, doch nicht lebensgefährlich verletzt worden. Tieznm Rauonalfest glänzend illuminierte Stabt ist von einem ungeheuren Feuerschein eiimcrol)mt. Tas Ende bes Brandes ist noch nidu D-ufehcn. Fon Vic gesamte'Garnison ist zur Hilfeleistung herangezogen. Einer Trahtmelbung der Franks, jtfl. entnehmen mir noch. Ter ernt Brand begann in der unmittelbaren Nahe tos grötzten ^.-alenl.luscs EroSdi Bock und dehnte 'ich bald bis all! Die fünfzehn Minuten entfernt licguiton Höhen tos uneg-nninisienums aus. Gegen -wenmncnd kleinere Häufer, aber auch die lliuaerfität und das Gcncrat''tabsg.bäiide sind ab^ebuuini. Tie Braiidlalanrovhc wütet zwischen der Moschee solimons £.ca Prächlmen uno e.r Mosu .n' Sultan Mohammed t Eroberers Zwei Regimenter halten Oa?wiichcn. Tie aus größeren freien Ideen liegenoen Gebäude des Mncge- und Finanzinüiistcriums liuö zernie.t, loiift ist alle» in diesem Stadtteile dem «Zeucr eu.at rpjcr grauen, eine Reihe vornehmer Donals, cif Moicheen und gegen zweitausend Häuser Tie Feuerwehr 1111 i a it j iu c i stunden unter Nasser in angel. Tie bctroifcncii Liadt- teik sind durchweg muselmanisch. Mit einem „Rette sich, wer iaitn“ Uurjte alles aus die Liraße unkt Mitnahme weniger Hadfelig- f cü en. Tie Maoallcnc stellte ipater müh'am einige Erdnung her. L Uhr brach in unmittelbarer Nähe bei dem Jagdschloß LLolfSgarten ein Waldbrand aus, der Tannen- und Buchenwald zerstörte. Die stadt, die sofort alarmiert wurde, ruckle sofort mit etwa &00 Mann auS. Die Feuerwehren der Umgegend beteiligten erst zerstreute, als die Feuerwehr, oie sich neben bet Polizeiwache befindet, Wasserstrahlen auf es richtete. * in. £ ffenbach, l! Fu,i 3» Jügesheim äscherte ein Groß feuer das vtniucfen des Landwirts Hermann Bonifi'i ein. v.-.l Ziel, ucruraiuuc. Ter -schaden ist sehr belrädttlidi, da die geiamten Heu- und Honworräte verbrannt sinb Baden-Baden, 24. ^uh. DaS Luftschiff Schtvaben stieg heute lruh um ,.öO Uhr unter Führung von Dr. Ecl ener zur Fahrt nach Badcn-r£oS auf, wo eS um 9.23 Uhr glatt landete. Pans, 24. Full. Zm Walde von Fontainebleau herrscht seit 18 Stunden em Brand, der glücklicherweise von einem Pulvermagazin abgewendet werden konnte, an daS er bis auf 50 Nieter hcrangekommen war. wir: 2 r. vinn nicht auigeiangen hätte. TaS crfdirtdtr Bierd r . Daron, wurde aber bald darauf von ^albaten 6ngefangen Lcrsd'.edcne Landwirte mit ihren Knechten, die auf dem rreldc arbeiteten, eilten mit Mistgabeln und Lensen den Flüchtigen nach, konnten sie aber nicht mehr einholen. Sofort wurden die Bürgermeistereien der Umgegend und die G.ndarmer,e verständigt Ihne iufammcngefciuc Militär- ibteiluna, die in der herbei und der Führer, Cberlcutnant Bett er t*om Fnf.-Regt. 88, ließ sofort bie Bcrsolgutig auf nehmen. Ter Gendarm, dem die Revo'i'-ikugel m den Leib gegangen, rourbe in» Rvdmshofintal nad) Mainz geb rächt und dort iofort operiert. (*» musste ein Stüd Tann, da» achtmal durchlöchert war, her ausgenommen dem Tatort trafen hin nach der Verständigung ffinu- liche Gendarmen aus Mainz zu Pferd und Fahrrad ein. Ta die Militarradfahrer noch nickt zurück waren, machten lick die Gendarm er lewachtmeister Langlih. Krüger unb (Müntber nack verschiedenen Richtungen auf den Weg. Alle Aecker nmröcu, mu gespanntem Revolver m der Hand, unicnudji und jeher Llrobhaufen nachgesehen. G4 gelang den Gendarmen mit Vil'e der Mitärradiah'.er ungefähr zwöl' Figeuncr jcstzunebmen unb nach Main; inS llntersudningSgesängni» zu bringen. Aber tm ftunb- nianper flemu! ungen komuen tue beiden Gesuchten nickt gesunden werden Sie toaren ,'vurlos verschwunden. Trst in Harxheim gelang eS dem GendarmenemacktmeiMr st r u g e r , änc Sour der Gesuchten zu finben. Ein Lanbwirt teilte mit, bau er kurz vor 10 Uhr zwei Zigeuner, bereu Gesi chte r mitraschentüchernverhüngt waren, in her Richtung nach Üönrociler zu habe eilen sehen .strügcr galoppierte nach Lörz- >veiler, mo sie vor dem Orte noch gesehen worden waren. Bon dort fehlte jede Spur. , ., . . ,, Znzwifchen hatte fick die LlaatSanwallichail ^cm ltellvertrc. tenber Assenor) in Hechlsheim cingeiunben. Die verhattetcn Z>- geuner wurden eingehend vernommen. Sic wollen alle nichts wissen. Rur ein gewisser Gaffataine, genannt „Hunwcllwck, der zu einer anderen Bande gehört, lianb Rede. Gr erklärte, baß der jüngere der Zigeuner bet 26 jährige Crnft4 b c n b e r au« Usenborn sei, der umer dem Namen der ,,U|enborner tirmt bekannt märe, unb in lebtet Zeit schon drei Tot , chl S ge verübt habe und werde von Frankfurt aus jtedbrieflid) dcttoIoi uui feine Ergreifung seien <00 Mark Belohnung audgejeßt. Der andere sei ein gewisser Mayer, der ebenfalls mel aus bau Sterb* Teilnahme folgten. Abwechselnd vorgttraaene Musikstücke unb Ä’eber verfchiedeiier Gesangvereine verjchönten das Fest. Allertshausen, 23. Juli. Ter SUiegeroerem -mst Ludwig zur Treue brachte gestern abend unserem Sameraden Jakob Nachtigall und seiner Ehefrau Elisabetha Nachtigall zu seiner silbernen Hochzeit ein Ständchen. Ter Porsitzende Ludwig Wißner I. hielt eine Ansprache, wobei n den EitberhochzeitSleuten zwei Stlbertaffen überreichte. -m. Hungen, 24. Juli. Die vor einiger Zeit hier frei gewordene Gemeinde-Forstwartstelle wurde dem Zritz Ziegler auS Gedern übertragen. Kreis Frievherg. L. Friedberg, 22. Juli. Am 1. August d. I. wird die Fabrik von Trapp & Münch dahier ihr LOjShriged GeschaftSjubiläum begehen. Starkenburg itr.ö Rhein besten ! Mainz, 22. Juli. Der Landwirt Wolf auS Nieder- Ingelheim, der kürzlich feinen Bruder ermordete, wurde auf Wunsch und Anregung seines Verteidigers zur Beobachtung seines Geisteszustandes in dieLandeSirrenanstalt zu Alzcn überführt. Die Verhandlung sindct jedenfalls im September vor dem Schwurgericht statt. — Ter *17jährige Lochlehrling Fritz Gabel wurde heute morgen durch eine beim Auslassen von Fett entstandene Explosion im Altmunsterhof, die großen Schaden anrichtete, am Stopf und an den Armen schwer ver- — In dem in der Gemarkung Budenheim liegenden Mombacher Gemeindewald brach Feuer auS und bcr Wald- hoben brannte auf einer Fläche von fast 400 Metern, ohne baß jedoch Bäume verbrannten. Feuerwehrleute, Förster und Schützen löschten den Brand. üreiS Wetzlar. o. Torlar 23. Juli. Ter hiesige Turnverein feierte unter reger ^Beteiligung heute fein Stisiungsjest, verbunden mit schau- "x^Sin-enbach, 23. Juli In stark besuchter Versammlung Hal fid) heule nachmittag ein Iiirnoercin „Gut Heil" ge- bilbel, dem sofort 48 zahlende Mitglieder beitraten. „l." Oberbiel, 23. Juli Tie Gesangvereine der Braunfelser' Lande waren heule mittag zur Generalprobe bei Gast- rotrt Lange zusammengekommen. Bundesvornvciwer, vauptlehrer 6rutl-£)bcrnöorj, begrüßte die Anwesenoen, unter benen Prinz Fricbrick von Lolms-BraunfelS war. Tic neun Vereine trugen vorerst ben auigegebenen Ehor: ,^Jck horte ein Bögt em Pi elfen" von >schauß-Wie»baben, sowie ein klbltgcivdblte-3 Lieb vor. Mckstcn Lonmag bringen die Vereine dem jax'icciiben Prinzen fcn Lchloßhos Braunfels ein Abschiedsstündchen. Hessen-Nassau. Tie Gemeinde Wißmar har zwei 3'. jnötige fette Bullei, au verlaufen. Angebote auf Lebendgewicht tonnen biS zum 28. Juli Ifqi bei dem Untericicbucicn abgegeben werden. TP'h Lißmar, den L. Füll l'jil Äausch, B cmrrher. Ücrmifcbtes. Ter ,,G aurifanfar des «1 c i (b iv ä c» e V ■ Unter biefettt Tücl nerpfientlitbt 0er statin eine lebrreitbe unb luftige ctanftil über die Beredsamkeit t-e^ französischen ParlameM-, das mm atbliri» seine S,jungen .wi'cklofien hat ^eun Mvnate lang hat man umer Dorten, Donen unb Doti en fick strebend bcnxlm, daS Budget aus bcr Taufe zu : eben, 166 'Suutngen bfy' Parlamrnte- j'dbeu ftdttgcfunbt'n. wobei die M immer eine Rachrfidung imb bcr 5aiaz .live- Nachtübungen hinter fick gebracht haben. Alles in allein verzeichnen die öffentlichen cipingai nicht nmtiger als 340 «rtunben ununterbnxt'cncn Rebe ns. (hne genaue Statistik ber gefprodicncn WoNe ist kaum mbghcb. da auch die auffübrlidiiten Parianuni'-b^'rickie. die Liimng-berichte des Cfheiel, »um gn'ftat Teile erhebliche Kürzungen vornehmen muffen. Aber wenn man tnn!) biefc bcid-nittcnni Berichte zur Grundlage her Berechnungen mackt, io gibt fick immer und) eilt monumentales Bild von der Beredsamkeit der franzöfischen i)kkivgcbeT Tie offiziellen Litzungcbericktc haben im Cfficicl nickt weniger af# 371681> Zeilen m -lii'pruck genommen, von denen 259 481 ans bu* Sammer unb 112 208 auf den oenat entsallen Unb dazu kommen nock •>7 000 Zellen mir Worten, bie bem Munde bcr verantwortlichen Minister entflossen sind Vährenb 476 '.Ibgeortmete unb 183 ^citawren daS Wort ergriffen, ist die Zabl derer, die es vor- zogen zu schweigen, klein nur 235 Volksvertreter toben wahrend bcr ganzen Zeit den Mund gehalten. Natürlich toben alle Rckmer die ilmen im Berhältnts »u der Gesamtzahl der Ab- georbneten zu stehende Redezeit Überschritten. ceitai aber, wo die gereifteren Politiker sick vmammcln, ilt die Redetreude sogar nodi größer als in der >1 am in er, denn hier tot jeder Redner durchschnittlich 613 Zeilen gesprochen. Untersucht man tos Ver« j-,(11111x6 der einzelnen Parteien zu dem Umfang der ot&imgl- berichte, so erg-.bt sich, baß bie Beredsamkeit zur Reckten als dc idieiDciicr Quell cntiprtr v unb auf dem Wege zur hinten immer mehr anjduinllt, bis sie fick auf der äußersten Linken zur wahren LSorllawine gesteigert Hai. Unter den eifrigsten epredyrrn der französischen .Hammer ficht Fanr-s mit 13 Reden an dritter »teile, während Herr Thalamas mit 23 Ansprachen den Ruhm für sich m Anspruch nehmen kann, bie meisten Worte unb die längste Redezeit mit feinem Namen verknüpft zu sehen. Kleine ttagesdiromL fdjniticn wurden, wurde schwer vctleyt. war'so empört, ha’; c? holz habe. Jroei 3igeunermeibet bestätigten die Eingaben deS G Tie Ltaaisanwaltschast erlieft sofort einen Steckbrief nach allen Richtungen. AbZ besonderes stennzeickjen des „Ufenborner Crrnft i.t eine groftc 92 a rbe über demrechten Auge angegeben. Er trägt einen dunklen Sackanzug unb grünlichen Hut mu F^dei Er ist nicht besonders ouffallenb al« Zigeuner gekleidet, aber im Gesicht doch leicht als solcher zu erfemun Ü. wucht auck unter dem Namen Peter Reinhardt auf. Sem Bruder wurde vor einigen Jahren in Hanau wegen Mords an einem Gendarmen zum Tode verurteilt und audi himjciid)tet. Er hat noch einen älteren Bruder, bcr auch als „Usenborner Ernst delannt ist, der treibt sich zurzeit mit einem gewissen Riedel in C b er- Hessen herum. Tiejet ältere Bruder ist harmloser und kommt nickt in Betracht. . n „ v . „ , Rad)dem am Samstag abend gegen 9 Uhr bie -ßcrneljmungin beendigt, wurden famtlidie Zigeuner wieder cntlaiicn. Am *banw* tag nadunitlag war der Ilnteriuchnngsrichter, Amtsgeridjtsrat ^r. Gessel, im Rochusnoioital, um den schwerverlevten Gendarmen zu vernehmen, was aber mit Rücksicht aus seinen Zwiand nur ganz iurz gescheheit lonnte. Man glaubt, bau bcr Berichte mit dem Leben bavon kommt. ,.... Riegel versolgt seit ben lebten Jahren cm boies Gctchick. In Tarmstabt hatte vor einigen Jahren ein Unbekannter einen Moroversuck auf ihn uerubt, einen Streifschuß an bet rechten Hüstenseite tragt er als Anbeuten davon. Bald baraur erhielt er von seinem Ttenstvierd einen .'ouiidjlag gegen ben Mopi, wodurch oie Sckjäbeldecke schwer verlebt wurde. Rach feiner Her- Heilung wurde er nach Alzen verlebt, tonnte aber dort den Fuß« dienst nicht mehr versehen und tarn deshalb vor zwei Monaten als berittener Gendarm nadi Mainz. —.In bcr ganzen Umgegend irirb eifrig nach den beiben Zigeunern gesucht. Am Montag vormittag laut die Nachricht, hierher, bah die b.iocn kurz vor Oppenheim im Freien lampten unb früh mut gen» ui bcr Richtung nach Worms marschiert seien. Ticsc Rachricht tarn allerdings von Zigeunern los erging nobbem sofort telegraphische 'Jiadnid't nackt Worms. Tie Lrmiitelungen hatten ober auch leinen Crsvlg 2« bei dem Müllheimer Ei senbahnu» verlebte Regierunasbaumcister 9? ü r n b e r g c r au« Lörrack ist im Hoivital seinen Bcrlebungcn erlegen — DaS Gcrucbt von dem Selbstmord des verhafteten Lokomotivführers Platten bestätigt j)r. Xlebs Yoghurt-Tabklten ermöglichen eine Bogburt ttur wäbrcuv der Sommer^ unb Reife-Zelt! 45 Tabletten Dit 250. Voghurt-Ferment zur Selbnbcreiiunfl von -ioghurt. 1 Gl. Mk. 250. — In Gießen erhältlich bei; Pelikan- und Universität»»- Apotheke- unteren. wlffenschaftl. Prospekt daselbst oder direkt vom Baktcriol. Lnborator. v. Dr. ftlebo, München 2. (ssuu sich lebhaft an den Löscharbeilen. Ter Grog Herzog er- schien mit feinem Gefolge und beteiligte uch lebhaft an den AbsperrungSarbeiten. Später holte er in feinem Automobil Lrinkivasser für die Soldaten und Feuerivehrleute. Gegen 7 Uhr konnte em Teil der ^Mannschaften und gegen 12 Uhr der Rest wieder abrückern Line Zigeunerjagd in Rheinhessen. Mainz, 24 Juli. Bei Lcchtsheim, wo cs schon verschicdeniiich zu folge- schweren Zusamnienstofzcii zwtsann Zigeunern uno *' encamut Iain, wurde am Samstag ein GendarMcriewackuneister id;ivtt ver» wundet. Der Gendarinetie-LbeiN'ack.rm. > i L .> g c l uno eir verheiratete 36jäl»rigc Ocntornicnen ad t.n ! ■ inadncn cm Bormillag von Mainz einen Patronillennu nach vechtsl>im. Da fic nichts B.idao :i..rruahmni •• a. i. meister wieder zurück. .'Uv R i c.] e i •/■in.. vul.. • -cl.‘]n5* - ivurbc ihm mitgeteili, bau zwei Zigeuner em oacuab iai ■> --U. zu verkaufen versucht tollen. In einem o.Ibiveg -.wa ev Über-, beim und Harxheim traf bcr Beamte die v. id.il öigeum , einen längeren unb einen älteren Mann, ür her iu . ..? von nnan in bcr Nähe arbeitenden JCaiibivi.: I;alteii un- v.itingi ihre Papiere Tie Zigeuner gaben ihre Papiere ab; |ic laii:. mew< SatzrrSdcr. fla^mald; n«n um® SubeborutU erfttlaffifl von *ert>errcqcr.6 J. Kaan jr., Kreuzplatz 10 Borbeftcllungen bittet man an die Kasse des Stadtlhcaters zu richtet» Bad Salzhausen V O Gießen, den 22. Juli 1911. Die Beerdigung findet in Butzbach statt. Beileidsbesuche dankend abgclehnt. Oberhefse«, Großherzoal. Hess. Kurhaus, «xtru absolut rnb.u.flef*fiQte Loge tnm1n.d.snftrn »aufe. »aigtbcbute ®älb«r. ®orjüghd)t verpflrgovO b«l maftffiftctt <>t«tf«n. Pros»«kl« unb eHSfnnft durch bett Iuhoher F. Eunike. L. Minlos & Co., Köln-Ehrenfeld Hoflieferanten. Netzjacken von 50 Pfg. an für Damen nnd Henen Kombinations M Die Beerdigung findet Dienstag den 25. ds. Mts., nachmittags 3 Uhr, statt. 4674 Eiei kochapparate u. Gläser kaufen Sie vorteilhaft bei iy«s J. b Mauser Neustadt 56 Telephon 660 FrischeTrauben icim'te füne Algier-Trauben in in. 8 Pfund Kisten per Pfund 4.3 Pfg. brutto — lose per Pfund 55 Pfg. Bei Abnahme von 1 Park — 2 Kisten p. Psund 39 Pfg. 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