Die heutige Nummer umfafot 12 Seiten. Aus Liessen. Tie Lavdtagsstichwahl in Wollstein. Im LanbtagswahUreis Wöllstein ist nach genauer Feststellung nicht der bisherige Abgeordnete Eibach von der fortschrittlichen Volkspartei, sondern der n a i i o n a l l i b e - rale Kandidat Schott gewählt worden. Schott erhielt 2059, Eibach 2U47 Stimmen. Heer und Flotte. Hanau, 18. Nov. (General der Kavallerie a. D. Mols von Deines, G.'ncraladjutant des Kaisers, ist im 67. Lebensjahre gestorben. . Adolf v. Deines wurde am 30. Mai 1845 ui Hanlut geboren, trat am 1. Oktober 1867 als Einjährig-Freiwilliger beim KönigS-Husaren Regiment (1. Rheinisdjes) Nr 7 ein und wurde am 6. Juli 1869 »um Leutnant der Reserve m seinem Regimcnte befördert. Mit diesem machte er ben deutsch-französischen Krieg mit und nahm an den Schlachten von Grove- lotte, Amiens, a. b. Hallue, der Zernierung von Metz u. a. teil, und wurde mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse dekoriert. Als Major war er vom 3. Oktober 1888 an Flügel- adjutant des Kaisers, wurde am 27. Januar 1890 zum Oberstleutnant, am 29. Mürz 1892 zum Oberst befördert und am 23. Oktober 1894 unter Enthebung von diesem Kommando und Belassung als Jlügeladiutani zum Ober-Gouverneur der Prinzcu-söhnc des Kaisers ernannt. Durch A. K.--O. vom b. Mai 1900 zum Generaladjutanten des Kaisers erimuni, wurde Exzellenz v. Deines am 16. Juni 1900 unter Belassung als Gencraladjutant zum Kommandeur der 21. Division in Frankfurt a. M. ernannt. Am 17. Oktober 1902 erhielt er ebenfalls unter Belassung in dem Verhältnis als Gtencral- abjutant, das 8. Armeekorps und am 29. Mai 1903 wurde er zum General der franaUerie befördert. Am 2. Oktober 1906 wurde er auf sein Mschiedsgesuch zur Disposilon gestellt. Ter 2 2. Dreadnought der britischen Flotte lief am Samstag in Devonport vom Stapel. Die Gemahliir^ des ersten Lords der Admiralität Churchill taufte das Schiff mit dem Namen „Centurion". Der Dreadnought hat ein Deplacement von 23 000 Tonnen, eine Geschwindigkeit von 21 Knoten und erhält als Hauptarmierung zehn 34 Zentimctcrgeschühe. Ausland. Kaiser Franz Joses hat Finanzminister Tr.^M eher auf seine Bitten von seinem Bosten enthoben. 3um oinan.uninijter ist Ritter von ZaleSki, zum Ackerbauminister der tidycdnW llniversitätsprosessor Bros und zum galizischen Landmannminister Abg. Dlugosz ernannt worden. . , . _ , Ter „Bohemia" zufolge beablichtigt die ö )t e r r e i d) 11 d) c Regierung, die Z u ck e r e x p o r t t a r i f e ab 1. März 1912 zu erhöhen. Nad, der vom französischen Ministerium der önenthdnni Arbeiten und sozialen Fürsorge verössentliditen statistk betrug d i e Zahl der Geburten in Frankreich im ersten «eine,ter des Jahres 385 999, die der Todesfälle 404 278. Dieses Ergebnis, bemerkt der „Temps", sei umso tragenswerter, als im ersten Semester vorigen Jahres die Geburten gegenüber den Todesfällen einen Ucberschuh von 21 189 aumncicn. Siebener Nonzertverein. 8. Konzert: Gcdächtuisfcicr des 100. Geburtstages von Fr. Liszt. Landauf landab eine endlose Fülle von Liszt-Feiern! Ein verwöhntes Schoßkind des Glücks schon im Leden, ,»ndet er nun auch ün iobe fast überreichen Ruhm. Wenig Große im Reiche der Tonkunst hatten es so gut. Doch gönnen wir ihm Hlück und Ruhm: Als Virtuose lote als Komponist, Xirigcnt, Äusikschriftsteller uird besonders aud; als Mensch war er zwenellos ein Ausenvählter, wenn auch im übrigen die Urteile über leine Bedeutung — speziell als Komponist — recht weit auseinander geben. Die frühere Unterschätzung des Komponisten -yzt scheint letzt einigermaßen ins Gegenteil Umschlägen zu wollen, -tau er „seine Lanze weiter in die Zukunft bmeingcmoncn bade, als Richard Wagner, mag ihm allenfalls für eine gcw»,,e Psadnndcr- tätigfeit, besonders nach der Seite der Technik, der Erweiterung dcr muslkalychen Ausdruäsmittcl zugestanden werden. Als -Lchal- faiber war Wagner zweifellos die machtvollere und naturwuchiigere Künstlerpersönlichkeit — auch freier von, den ^setfaden bei Virtuosentums. Doch freuen wir uns, daß wir beide haben, jedenfalls bewährt sich bei Liszt das Wort Schillers an die Künstler: „Fern dämmere schon m eurem epiegel das kommenvc Jahrhundert auf." — Eingehenderes über das Leben unb Schat-en des Künstlers können wir uns criparcn, dem liubluum ut mer- über burd) eine Reihe von Veröffentlichungen, auch in dreien Blättern, fckon ein ungewöhnlich reiches Material gebeten worden. In dankenswerter Weite hat uns der Konzcrtvereln mit zwei der bedeutendsten Werke Liszts bekannt gemacht; unter 1 einen symohonifcheii Dichtungen ragt neben dem — seiner^ Eigenart vielleicht noch kongenialeren — „Tante" die Fauit-Lymphonie besonders hervor. Sie tritt auch unserem Verliehen und Mitsühlen schon dadurch besonders nahe, daß fie und m eine \o tvoliloertraute Gedanken- und Gefühlswelt einführt: cr dewetbsentwürfe und Ergänzungsvotfchläge vom 23. Nov. 1911 an in Köln statfindet. — Zur hundertsten Wiederkehr des Todestages Heinrich v. Kleists fand am Sonntag mittag am Grabe in Wannfee eine stimmungsvolle Gedenkfeier statt. Die Gesellfchast für Theatergefchichte veranstalteteim Konzcrtsaas des Königlichen Kchauitzielhaujes eine schlichte, eindrucksvolle Gedenkfeier. Beisetzung des Landtagsabgeordncten Orb. Am Samstag nachmittag wurde im Offenbacher Krematorium die Leiche des verstorbenen Landtagsabgcvid- neten und Landesfetrctärs der sozialdemokratisa-en Partei Hessens, des Stadtv. JohamteS Orb eingeäschert. Als Vertreter des Landtages waren zugegen der Vizepräsident der 2. hessischen Ständekammer, K o r e l l, ferner neben den Offenbacher Abgeordneten Justizrat v. Brentano (Ztr.) und Reichstagsabgeoidnelen Karl Ulrich (Soz.) die Abgeordneten Bach (natl.,-Mainz und Raab (Soz.)-Psungstadl und außerdem der Direktor des Bureaus der 2. Ständetammer, Regierungsrat Schenk-Darmstadt. gen, vor einem weltlichen Gericht zu erfchei neu, ohne sich vorher der Einwilligung der kirchlichen Be Hörde versichert zu haben, der E x k o m m u n i k a 1 i o u vor fallen, so bedeutet das einen schweren Eingriff nicht nur in die Rechte dcr Persönlichkeit, sondern auch des Staates Denn ohne Genehmigung dcr vorgesetzten kirchlichen Be Hörde soll küustighin kein Katholik gegen einen Priester vorgehcn können, von dem er sich in Zivil- oder Stras- sachcn geschädigt fühlt. Tas bedeutet, weil hier eine Zwischeninstanz — und zwar geistliche — geschaffen wird, in deren Interesse es liegt, die Genehmigung zu verweigern, um die katholische Geistlichkeit nicht öffentlich zu blamieren, einen schweren Eingriff in unser ganzes gerichtliches Verfahren und damit in die Machtsphäre des Staates. Tie wirtschaftliche Wirk- samkeit der Geistlichen Hal zumal beim Genossenschaftswesen namentlich in Bayern, eine solche Ausdehnung gewonnen, daß cs doch unerhört ist/wcnu katholische Geistliche in obiger Weise vor dcr Einleitung eines Prozesses geschützt werden sollen, und ebeiiso vor der Strafverfolgung. Und handelt es sich hier, ganz allgemein gesprochen, nicht um einen Vorstoß gegen die Perfasj'uugcn aller Kultur- und Rechtsstaaten durch den Vatikan, dcr nicht scharf genug zurückgcwiesen werden kann? Denn in allen Versa,sungsurkuuden steht in dieser oder jener Form die Bestimmung: Niemand darf seinem Richter entzogen werden. Tas aber will dcr Vatikan mit dem neuen Motu proprio erteilen, ja, womöglich will er auf diese Weise besonderen Gerichten sür Geistliche den Weg ebnen. Man dars gespannt sein, wie sich dcr deutsche Reichskanzler diesem neuen Eiugriss in die staatliche Machtsphäre gegenüber vcrhall-cn wird. Im übrigen aber wird man bezüglich des Papstes das Wort eines Tiroler Landpfarrers unterschreiben müssen: Seine Absichten sind gut, aber eS fehlt ihm jede Einsicht. Ventscbes Reich. In der Haupwerjammiung des Rheinischen Vereins für Kleinwohnungswesen erklärte der anwesende Vertr.'tcr des Rcichsamtes des Innern, daß im Reichsvoramchlag von 1912 eine Erl-öhung d.s Bc.ragcs zur Förderung des Baues kleiner Wohnungen von 2 auf 4 Millionen vorgcnommcn werden soll. wieder in der Wahl seiner Tempi. Der Chor hielt sich recht wacker; eine Verstärkung durch weitere klangvolle Stimmen — zumal im Männerchor — wäre ihm nod) zu wünschen, was aud, den teilweise etwas matten Einsätzen (z. B. im Fugato-^.cil des Psalms) zugute turne. Tas Crawuer (oeritarftc Kapelle des FranUurter Palmengartcns) zeigte sich oen oft ganz außergewöhnlichen Schwierigkeiten feines Parts un wesentlichen vollauf ge- wachicn. Unucrlcnnbar ,letzt Liszt hem Orcheiter roefenthd) naher als her menichllchcn Stimme: den Chor behandelt er ost ohne besondere Ruclfichtnahme auf die Tctiamation und überwiegend homophon, er dient ihm einsach als cm weiteres großes Orcheper- iniirument. , _ 4 . Herr Kammersänger Forchhammer aus jranhurt wurde seiner Amgave gcanzenh gerecht, vor allem im Schlußsatz der Symphonie; wir erinnern uns nicyt, das heikle Tcnoriolo mit so sieghaften 2timmittcln geyör: zu bauen. Leider stellte sich im Bcr.aus des Aucnös eine tleine Indisposition ein, die der Sänger inhc» zu überwinden wußte. — Tie Hörer waren an- sanglich merlroürhtg lüyi; die Symphonie mit ihren unbeureit- baren Langen schien eine etwas allzu schwere Kost, später envarmte sich die Temperatur und zum Schluß kam es zu einer wohlverdienten Danlcsovatwn sür ben Konzertierter, der in der Tal ein gewaltiges stück kum.lerijcher Arbeit gcUruet hat. — Reu war für Gießen her Versuch, das Crdjeuer wie in der Cpcr versenkt vor Dem Podium aujzuyellen und letzteres dem Solisten uno Gb?r vorzubehaiten. -ica Hal ui) für bie Verschmelzung der Vielheit von EinzcKtimme» zu einer idealeren Klangcinheit gut bauaort — bildet auch für die Hörer einen gewissen sanften Zwang zu hingehenderer uuimediamteit und derbenert endlich das sturteLeitz«LiLncs zi^i,cyen C bor und Orchester. P» — Gießener S t a dl t h e a te r: Tie Ahnengalerie, der neue Schwank von Walter Stein und Leon Heller fanb am Freitag bei gul.r Dar^.e.iung eine rej>t beifällige Aufnahme. Bier Grasen von 17 bis 90 mit ihrem Anhang, eine hübsche Krankenschwester nebst Vater und Mutier, em junger Arzl und verschiedene schönen bie.en den beiden Verfassern slokf genug zu einem untertza.tenden Spaß, der ganz am Enoe eine recht luaige unb überraschenöe Aus'.ösung cr-ohri. Unter Herrn Tir. sie.n- goetters R.gie wickele sich das Slückchen gtat: und vergnüglich ab. yerr Bakos als Anherr kä Hauses spiei.e seine Rolle ganz vorzüglich, aber auch alle anderen waren in bester Verfassung. Wir nennen iwd) Herrn Goll als Wolf, Herrn Gühne als Graf Eberhard, Fraulern Brehm als Grä.in, Fraudem Lona Schmidt als Krankenfchwejter Johanne,^Fräulein de Bruyn at5 Komtesfe, sowie Herrn Lolck und Frärnem de la Cha- pell e als v. d. Lache und Frau und Herr Sch roher als Tr, Hr. 275 Erstes Blatt löst Jahrgang Montag, 20. November J9U Sa Q 4XV Q monatlickTLM^ viertel- GietzenerAnzeiger ''^'sprech-Anschlüfle: WLF politischen Teil: Aimuft WkW General-Anzeiger für Oberhessen WW» Annahme von Anzeigen Rotationsöruif und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steinbrnderei K. Lange. Redaktion, Erpedition und Vruderei: §chulstrahe 9and-: E Hcß; für den L ?oermUmSU9U% Büdingen: zernfprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Vahnhofstrahe 16a.-lnzeigenieii: H. Beck. Die „Reformation“ pius X. ' Pius X. läßt es fich wahrlich keine Mühe verdrießen, Sie katholische Kirche, soweit er irgend kann, zu reformieren und zu reinigen Erst dcr Angriff g?gen die M-odcrnistcn, bann die Neukodisikation des kauonijchcn Rechts, das Vcr^ bot von Finanzgeschäften für Geistliche, die neue Lrdnuna der kirchlichen Feste, und jetzt ciit Motu proprio, das sich mit der Stellung der Geistlichen zu den staatlichen Gerichten, und dazu noch ein anderes in Aus- ficht stehendes, das sich mit dem Lebenswandel der Geistlichen beschäftigt. Man kann überzeugt fein, daß Papst Pius X. persönlich, und nicht ettva Merry bei Bal und das Kardiualskollegium, hinter all diesen Erlassen steht. Ihm ist es Herzenssache, die Einigkeit der Lehre in der katholischen Kirche aufrecht zu erhalten, in ihrem Interesse die Geistlichkeit einerseits vor öffentlichem Gespött zu bewahren unb anbererseils ihre Stellung auch bem Staate gegenüber zu heben. Unb habet kennt er keine Schonung: er, ber 76jährige, greift schroff zu, wo es gilt, bas Ansehen ber katholischen Kirche, bie bereits Frankreich, Spanien unb Portugal verloren hat, in bem lirchlich lauen Italien wieoerhcrzustellen und bie konsessioucll gemischten Läuber, Teutschlaub und Lester- rcich-Uugarn, immer mehr bem Schlüssclwappen zu unterwerfen. e. Ob es ihm auf diese Weise geltugen wird, dem die eutgegejtgcsctzte Richtung ncljntenbcn rollenden Rad der Zci. in die speichen zu fallen und die wissenschaftliche Erkenntnis um einige Jahrhunderte zurückzuschrauben, will uns mehr als zwetsclhaft ersä-eiuen. Ter große Zauberer in Rom hat, mag er auch uoch so sehr donnern, seine Macht übet Fürsten und Völker verloren. Auch in katholischen Kreisen hat die moderne Dclt ansäfauung ihren siegreichen Einzug gehalten. Tie ständig wachsende Los von-Rom-Bewegung ui Oesterreich, die Tat fache, daß bei der Enzyklika gegen die Modernisten btc deutschen Katholiken zwar erschraken und |id) duckten, ber Mobernismus aber trotzbem weiter fortschreitct, ber Um raub, baß sogar die bayerische Geistlichkeit von ber Be eiligung oder Umlegung gewisser Wochensciertage auf bie olgcuben Sonntage nichts wissen unb sehr versiänblicher- wekse auf ben Besuch von Wirtshäusern nicht verzichten wollte, zeigt zur Genüge, baß ber Vatikan einen Teil seiner Macht, sogar in ben StTcijcn ber katholischen Geistlichkeit, -verloren hat. . Unb nun will man bem katholischen Pfarrer noch seine Haushälterin nehmen, bie für fein leibliches Wohl sorgte! Das bemnächst erscheinende Motu proprio, bas zu Anfang dieses MoualS bereits augetünbigl, aber bis heute aus taltischcn unb bivsomatischen Gründen noch nicht oerösfenl- licht würbe, will ben sittliehen Lebenswandel ber Priester heben unb ihnen nicht weiter gestatten, gemeinschaftlich mit F-rancnöpersonen unter einem Dache zu wohncu, selbst weuu sie burch bas Baud der Verw-audlsck)as1 verbunden wären. Viel emftcr aber, als diese eigeittlich nur häusliche. Angelegenheit ber katholischen Pfarrherren, ist bas am 12. 'JiODember im päpstlichen Amtsblatt veröffentlichte, vom 9. Oktober bs. IS. stammenbc Motu proprio Pius' X. Tenn wenn barin bestimmt wirb, baß alle biejenigen natürlich katlfolischen — Personen, bie e i n e u P r i c st e r z w i n-- stischen Zentralbureaus in Frankfurt a. M., zeigte an der Hand großer Tafeln, auf denen mit Hilfe von Kurven das Arbeitsangebot und die Nachtrage verglichen waren, wie unter anderem im Baugewerbe die Hauptanfrage im Frühjahr, dagegen in der Landwirtschaft im verölte stattfindet. Hier müsse der Arbeitsnachweis eingreifen und einen Ausgleich herbeiführen. Als 3. Punkt der Tagesordnung wurde „Einiges aus den Erfahrungen der Wteilung für das Gastwirtschastsyewerbe" besprochen. Punkt 4 war ein Bericht über den zweiten Ausbildungskursus für Leiter und Angestellte von öffentlichen Arbeitsnachweisen. Ein gemeinsames Mittagsmahl vereinigte die Teilnehmer der Konferenz nochmals, hieran schloß sich eine Besichtigung des Kreisarbeitsnachweises und der Burg Klopp. Aus Stadt und Land. Gießen, 20, November 1911. Die Auszählung der Bevölkerung Hessens nach der Konfession ■ auf Grund der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 ist ; n. d. Darmst. Ztg. nunmehr von der Zentralstelle für die Landesstatistik abgeschlossen. Es wurden ermittelt 848 016 Evangelische (gegen 803195 im Jahre 1905), 397 549 Rö- misch-Kattzoliscye (371680), 24 063 Israeliten (24696) und 12 423 Sonstige (9604). In den letzten fünf Jahren haben ■ die Evangelischen um 5,6 Proz., die Römisch-Katholischen um 7 Proz. und die Sonstigen um 29,4 Proz. zugenommen, die Israeliten dagegen um 2,6 Proz. abgenommen. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der früheren Volkszählung kann man für das Großherzogtum Hessen folgende Tendenz feststellen: Die Katholiken nehmen rascher zu als die Evangelischen, die jüdische Bevölkerung nimmt ab und die Sonstigen, d. h. di^enigen, die keiner der drei großen Religionsgemeinschaften angehören, haben den größten Zuwachs. Zu diesen „Sonstigen" gehören im Großherzog- tum besonders die Deutsch-Katholiken und die Freireligiösen, die Freiprotestanten, die Altkatholiken, die Apostouschen, die Mennoniten, die Baptisten usw. Der Anteil der Katholiken an der Gesamtbevölkerung ist von 28 Proz. im Jahre 1871 auf 31 Proz. im Jahre 1910 gestiegen, während der prozentuale .Anteil der Evangelischen an der Gesamtbevölkerung im gleichen Zeitraum von 68,5 Proz. aus 66,1 Proz. gefallen ish ** Tageskalender für Montag, 20. Nov. Vortrag von Frl. Tr. Kröhne-Worms: Die Tätigkeit der Frau in Wohnungsaufsicht und Wohnungspflege. Abends LX Uhr im großen Hörsaal der Universität. Vortrag von Missionsdirektor Spie cker aus Barmen: Tie Aufgaben der Rheinischen Mission bei der Bildung Heiden- chrlstlicher Bolkskirchen auf Sumatra und Nias. Abends 81/* Uhr m Steins Garten. Vortrag der Freidenker-Vereinigung von Prediger Klauke- Jrankiurt: Die religiöse Krisis der Gegenwart. Abends 81/, Uhr im Einhornsaal. X *• Die Herzogin von Mecklenburg, die nebst ihrem Gefolge zur Hochzeit nach Büdingen fährt, nahm heute früh auf dem hiesigen Bahnhof das Frühstück ein und fuhr^ um 818 nach Büdingen weiter. ** Der Verein „Hessisches Lehrerinnenheittt" hielt gestern unter dem Vorsitz von Frau Lilly Wolfs kehl im Rathaussaale in Darmstadt seine diesjährige Haupwersamm- lung ab, zu der Abordnungen aus den Städten Mainz, Worms, Gießen, Offenbach, sowie eine Anzahl Ehrengäste, darunteu Oberbürgermeister Tr. Glässing, erschienen waren. Den Rechenschaftsbericht erstattete Burcaudirektor D a n b - Darmstadt. Danach betragen die Einnahmen 21495 Mk., die Ausgaben 20 613 Mk. Tas Vermögen i|t aus 186 000 Ml. gewachien, d. h. Pas Reinvermögen betrügt nach Abzug der Hypotheken noch 128 000 Mk. Dem Rechner wird Entlastung erteilt. Der Voranschlag für 1912, der mit einem Kassevorrat von 2700 Mk. rechnet und an Einnahme und Ausgabe 20 350 Mt. Vorsicht, wird gtttgcheißen. Aus dem Jahresbericht geht hervor, daß der Verein auch diesmal wieder seiner doppelten Aufgabe gerecht wurde. Vier Damen waren ständig und 94 vorübergehend mit zusammen 1415 Verpflegungstagen in dem Heim ausgenommen. Der Verein zählt jetzt 377 ordentliche und 170 außerordentliche Mitglieder. Hierauf wird ein Antrag des Frl. Fuchs beraten, der die Gründung einer K rank e n u n t e r ,t ü tz u u g s k a ,, e beirifft. Sie fordert zunächst die Bildung eines Fonds, der aus den Zinsen eines Kapitals von 100 000 Mk., al>v wyrlia- 35o Mr. vom Jahr 1912 ab bestehen soll. Der Antrag wurde angenommen und die Leitung Zunächst dem Darmstädter Heim übertragen. Der Betrag von 300 Mk. soll schon aus dem Jahre 1911 zur Verfügung gestellt werden. .** Verpachtiing fiskalischer Jagden an Geistliche und Lehrer. Das Füianzrninisteriurn hat folgendes Ausschreiben erlassen: Durch Bekanntmachung vom 30. Mai 1829 war die Zulassung von Geistlichen und Schullehrern zu fiskalischen Jagdverpachtungen verboten worden. Unter den fiskalischen Jagdpachtbedingungen fjndet sich bereits seit längerer Zeit diese Bestimmung nicht mehr. Auf Wunsch Großh. Ministeriums des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten^stellen wir ausdrücklich fest, daß diese Bestimmuitg als ausgehoben anzusehen ift. ** Stadttheater. Das neue Werk von Stein und Heller „Die Ahnengalerie" hat am Freitag den größten Lustspielerfolg errungen, der in den letzten Jahren zu verzeichnen war und so dürfte die morgige Wiederholung der Novität sicher ein volles Haus erzielen. — Am Mittwoch, November, dem preußischen Bufltag, finden wegen der zahlreichen auswärtigen Besucher unserer Stadt zwei Vorstellungen statt. Nachmittags wird bei Volkspreisen „CHarleys Tante" gegeben, abends „Polnische W ir t s ch a f t". Die Abendvorstellung wird im Abonnement gegeben, doch ist der Anfang der Vorstellung — wegen der Nachmittagsaufführung — ausnahmsweise 7i/a Uhr statt ** Die Fleischer-Innung Gießen beging gestern in Zierlicher Weise ihr 25. Stiftungsfest. Damit verbunden war die Weihe einer von Frauen und Jung- rauen der Innung gestifteten Fahne. Das Vorstandsmitglied des Bezirksverbandes „Beider Hessen und Nassau", Gewerberat Falk-Mainz, der Ehrenmitglied der Gießener h^lt die Weiherede. Die Innung wurde am döovember 1886 von 22 Metzgermeistern gegründet. Bei Einführung der neuen Gewerbeordnung hat sich die Innung für eine „Freie Innung" erklärt. Unter der rüh- rtgen Zeitung der inzwischen verstorbenen Ehrenmeister Karl L>ack L, I .Klein und Ludwig Pirr, hat sich die Innung ra,ch^ und vorteilhaft ausgebaut. Sie besitzt eine eigene Krankentaoe, Viehversicherung und gehört der „Häute- und ^i^^/"uugs-Genossenschäft Kassel" als Mitglied an. q an der Spitze der Innung Obermeister Ernst Ludwig Sack. RcichStagsabgeordncter Ba Hermann, eröffnete die Tagung mit einem Hinweis auf den Ernst der Stunde und brachte das Kaiserhoch aus. Zum ersten Vorsitzenden wurde der Vizepräsident des preußischen Abgeordnetenhauses, Geheimrat Dr. Krause,, gewählt. Nach einigen Begrüßungsreden nahm Reichstagsabgeordneter Bassermann das Wort zu seinem Referat über die politische Lage. Er führte aus: Tie nationalliberale Partei kann heute mit Hoffnung in den Wahlkampf ziehen. Unser Aufmarsch ist vollendet. Man hat geglaubt, man müsse die Wahlen möglichst hinausschieben, Um einen Ausgleich zwischen den Streitigkeiten der bürgerlichen Parteien zu schaffen. Das ist eine falsche Einschätzung der Strömungen in der Volksseele, so schnell kommt das Vergessen nicht, das Volk will Gericht halten über das, was bei der Reichsfinanzreform am Volke gesündigt worden ist. Tie Sammlungsparole bedeutet den Wunsch, daß die nationalliberale Partei bei den Wahlen an der Seite von Konservativen und Zentrum stehe. Das ist eine Utopie und von vornherein zurückzuweisen. Es ist ferner zurückzuweisen der Versuch, wirtschaftliche Fragen in den,Vordergrund zu schieben. Unsere Stellung zur Sozialdemokratie ist selbstverständlich dieselbe , geblieben. Wir werden in dem Kampfe gegen diese Partei unsere volle Schuldigkeit tun. Es gilt aber den Kampf gegen zwei Fronten, außer gegen die Sozialdemokratie auch gegen den schwarz-blauen ..Block. Ter Bund der Landwirte, ursprünglich rein wirtschaftlich, ist eine politische Organisation geworden und hat dadurch die Reibungsflächen zwischen ihm und den Nationalliberalen vermehrt. Unseren Gegensatz zum Zentrum brauche ich hier nicht zu betonen. Wenn wir anders zum Zentrum ständen, dann verdienten wir nicht den Kulturnamen einer liberalen Partei. Wir sehen, welche Erregung das Payernland durchzieht, wo das Zentrum versucht, Minister zu «türzen. Ihm ist die Taktik alles, das politische Prinzip nichts. Immer erstaunlichere Tinge erleben wir. Heute geht die Mitteilung über ein neues motu pro ppi o durch die Blätter, wonach jeder Privatmann, der einen Priester vor das weltliche Gericht zftiert, der Exkommunikation verfällt. Mit der fortschrittlichen Volkspartei haben Abmachungen stattgefunden, die aber keine programmatische Bedeutung haben, unsere Stellung ist in vollem Umfange gewahrt worden. Wir meinen, daß es in dieser politischen Lage wünschenswert ist, wenn die Liberalen bei diesen Wahlen nicht in getrennten Heerhaufen marschieren. Der Redner geht dann au die auswärtige .Politik ein und kritisiert scharf das Marokkoabkommen. In unsere Diplomatie müsse das intelligente Bürgertum hinein, denn die Zeiten der höfischen Repräsentation feien vorbei. Die Erörterungen über die Teuerung und das Vereinsgesetz seien durchaus unbefriedigend und bureaukrattsch gewesen. Wir verlangen, daß, wenn untergeordnete Beamte das Vereinsgesetz verletzen, die Regierung auch einmal auf den Tisch schlägt und sagt, wir werden dafür sorgen, daß die Schultheißen und Landräte und wie sonst heißen mögen, ihre Schuldigkeit tun. Der Redner plädiert dann für den Schutz der nationalen Arbeit und eine maßvoll fortschreitende Sozialpolitik und fordert zur Opferwilligkeft für die Partei auf. Es folgte eins längere ___ Aussprache. Landtagsabgeordneier S chiff erer (Tondern) stellte vor allem fest, daß die Nationalliberalen nie und nimmer an der bewährten Schutzpolitik rütteln würden. — Ter badische Land- tagsabgeordneten Rebmann (Karlsruhe), der den Großblock in Baden zu verteidigen hatte, präzisierte seine Stellungnahme zur Sozialdemokratie. Er sei zwar stets ein entschiedener Gegner aller sozialdemokratischen Prinzipien, er sei jedoch ein noch schärferer Gegner des Zentrums. Zum Schluß seiner Ausführungen erklärte der Redner, daß man unbedingt der fortschrittlichen Volkspartei, mit der man ein Wahlbündnis geschloßen habe, die Treue halten müsse. (Stürmischer Beifall.) Landtagsabgeordneter Tr. Lohmann führt aus, daß die größere Gefahr stets die näherliegende sei. Daher sei der Standpunkt der Badenser zur Sozialdemokratie wohl zu verstehen. Er siebe auf dem Standpunkt, daß niemals, direkt oder indirekt, die Sozialdemokratie unterstützt werden dürfe. Rechtsanwalt Meyer (Viürnberg) spricht dem Führer der Partei Herrn Bassermann, das vollste Verttanen der bayerischen Nationalliberalen aus. Er geht dann auf die Auftösung des bayerischen Landtages ein und erklärt, daß der 14. November für Bayern ein ganz unerhörtes, noch nie Tagewefenes bedeute. Die bayerische Regierung habe es gewagt, dem regierenden Zentrum den Fehdehandschuh hinzuwerfen. Man habe bei dieser Gelegenheit auch gemerkt, daß das Zentrum dem Grundsatz huldige: Wer nicht pariert, muß fliegen. Obwohl er dem Vertreter aus Baden in seiner Stellungnahme gegen das Zentrum recht geben müsse, so wolle er doch von einem Großblock, wie er in Baden bestände, nichts wissen. Dagegen wolle man das ganze bayerische Volk gegen den Ultramontanismus aufwiegeln. Mit der Herrschaft des Zentrums in Bayern müsse endlich tabula rasa gemacht werden. Ms letzter Redner führte Reichstagsabgeordneter Tr. S t r e s e- mann u. a. aus, daß man einem Wahlkampfe entgegenginge, wie seit langem nicht. Man erwarte von ihm, einer neuen Epoche entgegengeführt zu werden. Das gleiche habe man auch von der vorigen Wahl erwartet, aber die Blockpolitik des Fürsten Bülow sei leider nur eine Episode geblieben. Wenn wir diesmal einer neuen Epoche entgegengehen wollen, so sei eines sicher: Die Regierung zeigt uns den Weg nicht. Wenn heute irgend etwas feststeht, so wäre das die völlige Ziellosigkeit mrserer deutschen Reichsregierung; es fehlten zielgebende größere Persönlichkeiten. Nachdem der Redner noch aus den Terrorismus der Sozialdemokratie in Bezug auf das Recht des Arbeiters auf Arbeit ünd auf die Art und Weise des Wahlkampfes von Seiten des Zentrums eingegangen ist, wird die Aussprache geschlossen. >Der Wahlaufruf wird en bloc angenommen und der Parteitag alsdaim mit den üblichen Dankesworten geschlossen. Konfercnj der Mitteldeutschen Arbeitsnachweis verbander. ch. Bingen, 18. Nov. ... Die heube hier abgehaltene sehr gut besuchte Konferenz er- Mnete Kreisrat Dr. Steeg-Bingen. Das Interesse für den Verband sei ständig im Wachsen begriffen und baä Netz der Arbeitsnachweisstellen werde immer dichter. In Rheinhessen würden in nächster Zeit noch zwei Nachweisstellen errichtet werden und zwar in Alzey und in Oppenheim. Er fordere die Bürgermeister auf, in jeber Gemeinde einen selbständigen, wenn auch kleinen, Arbeitsnachweis zu errichten. Der 1. Punkt der Tagesordnung war ein Vortrag über die Organisation der Wanderarmenfürsorge im Grobherzog- tum Hessen. Provinzlaldirektor Fey-Darmstadt führte aus, daß Jahren die Wanderarmenfürsorge vollkommen um- gestaltet werden mußte. Von vornherein müsse beachtet werden ^..unter die Wanderarmenfürsorge nicht die Armen im land- ifiSSSL ®m2ne sondern diejenigen, die sich unter dem Gesetz befmden In den letzten Jahren hätte sei «nd i^d' ^brkannt, daß die Organisation nicht ausreichend IuäÄÄV!? dm einzelnen Stationen große Mißstände bie^tioM^Utn A^^Mchse beseitigen, habe man WnGnSrrt?^ Stationen bedeutend verringern müssen. Diese -?Qr von dem besten Erfolge begleitet, so daß man fBunU 2 blr SOUem aud) fernerhin beizubehalten. dm.?.. £ Jer Tagesordnung: Was ist erforderlich, um den Arbeitsmarkt der Städte mit dem Arbeitsmarkt des platten Landes fnengere Beziehungen zu setzen? Dr. B u sch, Direktor des statt-1: H a n f a b u n d - Versa m m l un g. Tie auf fcer 12. Januar t. I. festgesetzten Reichstagswahlen tverben über die wichtige Frage zu entscheiden haben, ob der deutsche Gewerbestand und das deutsche Bürgertum gewillt sind, mit aller Energie die ihnen zukommende Stellung im Staate, d. h. in der Gesetzgebung, Verwaltung und Leitung des Staates, sich zu erkämpfen und dafür ^orge zu tragen, daß die Gleichberechtigung aller Erwerbsstünde in Zukunft auch im praktischen Staatsleben die unverrückbare Grundlage der deutschen Politik bilden wird. Wenn das erwerbstätige Bürgertum jetzt, wo es vor die Entscheidung gestellt wird, verzagt oder zaudert, wenn es seine eigene Sache im Stich läßt, dann verdient es die Zurücksetzung, die es erfahren hat, und alles, was ihm dann seine zahlreichen Feinde noch in größerem Umfange auferlegen werden. Ter Hansabund darf daher erwarten, daß jeder Angehörige des deutschen Gewerbestandes seine Pflicht tut. Der Hansabund ist keine politische Partei; er ist eine'wirtschaftliche Vereinigung mit den durch sein Wirtschaftsprogramm bedingten wirtschaftlich-politischen Zielen. Es gilt daher, gemäß den Richtlinien des Hansabundes, die politischen Parteien, die allein die Wahlen durchzuführen haben, bei Aufstellung und Durchsetzung solcher Kandidaten zu unterstützen, die die Gewähr dafür bieten, daß sie in ihrer parlamentarischen Tätigkeit auch die Forderungen, die der Gewerbetreibende an den Reichstagskandidaten zn stellen berechtigt ist, nach Möglichkeit erfüllen werden. Welcher Art diese Forderungen sind, wird in der am kommenden Donnerstag von der hiesigen Ortsgruppe des Haust, bundes im „Einhorn" veranstalteten Versammln na Herr Dr. Hüttemann im einzelnen dartun. Es sei deshalb schon heute an dieser Stelle auf den Vortrag hingewiesen. ** Der Verein „Bürg ergesell schäft" feierte am Samstag und Sonntag sein 4 7. Stiftungsfest, Trngeleitet wurde es durch einen im Postkeller ab gehaltenen Herrenabend, der aufs Beste verlief. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden, Schlossermeister Dürr, gab dieser an Hand einer gelegentlich des 3Ö. Stiftungsfestes herausgegebenen Festschrift einen kurzen Ueberblick über den Werdegang des Vereins, der trotz aller Stürme auch heute noch über eine stattliche Zahl treuer Mitglieder verfügt. Das Programm, das durch die von den Herren Hirsch und Kutzer verfaßten Lieder, besonders verschönt wurde, bot neben den unter Lettung von Adusiklehrer Gernhardt zu Gehör gebrachten Männerchören, eine Fülle humorvoller Deklamationen usw. Den Abschluß des Festes bildete ein Familienausflug nach der Karlsruhe. "Glück im Unglück. Am verflossenen Samstag fuhr ein Bierfuhrmann der Brauerei Jhring von Lich von der Liebigshöhe über den Schienenstrang der elektrischen Straßenbahn unterhalb der Kaserne her nach der Lichcr Straße. Der Fuhrmann faß auf dem Kutscherbock des Wagens, als die Pferde beim Vorbeifahren der Elektrischen unruhig wurden und wurde vom Bock geschleudert. Auch ging ihm dabei ein Hinterrad des Wagens über den Rücken hinweg. Die herbeigerufene Sanitätsmannschaft brauchte indes nicht tätig zu werden, denn der Fuhrmann hatte sich inzwischen wieder erholt, sich auf den Bock gesetzt und wac nach Llch gefahren. Landkreis Gießen. A Odenhausen-Lumda, 19. Nov. Der dienst- älteste Lehrer in der Provinz Oberhesscn ist unser Lehrer Johannes Schweitzer, der jetzt auf eine 52^/,jährige Diensl- zeit zurückblickt und sich noch bester Gesundheit erfreut. Das Lehrerseminar Friedberg verließ er 1859. A Londorf, 19. Nov. Unsere Gemeinde hat den Anschluß an das Elektrizitätswerk Gießen beschlossen. △ Geilshausen, 19. Nov. Die Molkerei-Ge- nossenschäft, die ihr neues Geschäftsgebäude am Bahnhof jetzt vollendet hat, umfaßt die Landwirte auS den Orten Geilshausen, Odenhaufen, Londorf, Kesselbach, RüddingS- Hausen, Lumda. Der Betrieb wird um die Jahreswende beginnen. Kreis Büdingen. cq. Echzell, 18. Nov. Unsere Gemeinde hat einen herben Verlust erlitten. Gestern abend um 8 Uhr verschied nach kurzem Leiden Bürgermeister Heinrich Reitz im Alter von 66 Jahren. Der unermüdliche Mann hat seine ganze Kraft der Gemeinde gewidmet, die ihn vor zwei Jahren ein- stimmig zum Ortsoberhaupt wählte. — Die Vorstands- Versammlung des hiesigen ZweigvereinS des Evang. Bundes beschloß für den 17. Dezember Abhaltung einer öffentlichen - Feier unter Mitwirkung der Gesangvereine und des Musikvereins. KrciS Alsfeld. r ücke, 19. Nov. Der erste S ch n e e im Vogels- berg ist heute nachmittag gefallen. Während er hier und 111 vev Umgegend nur wenige Sekunden Dächer und Felder weiß lleidete, blieb er auf den Höhen des Vogelsberg einige Zeit liegen. 9 Hessen-Nassau. [] Marburg, 18. Nov. Wegen der in verschiedenen Orten des hiesigen Kreises ausgebrochenen Maul- nnd Klauenseuche wurde der auf nächsten Donnerstag hieran- flehende Schweinemarkt verboten. - Die Maul- und Klauen- seuche kam gestern auch in Hof Fortbach zum Ausbruch. Die Sperrvorschriften sind weiter ausgedehnt auf die Orte Ilschhausen, Hackborn, Erbenhausen, tzassenhausen, Leidenhofen und Ebsdorf. Das jüngste Erdbeben. rv. ?t"^gart, 18 gtov. Nach der Beobachtung verschiedener Erdbebenwarten liegt der Erdbebenherd, das Ep i- 1 u -4? Grad nördlicher Lange und IO1/? Grad östlicher Breite in dem Greiizgediet der Oftschweiz und von ™ Göppingen sind am Freitag vormittag unb V3II Uhr zwei weitere Erdstöße erfolgt, die nur lerchter iNatur waren und keinen Schaden an- nchteten. 1 **""""■■ 1 ■ ■ (Ein Grohseuer in Sangerhausen das mehrere Menschenleben vernichtete, zerstörte am gestrigen Sonntag die Aktien-MalzfabrikSan- gerhaujen. Die gewaltige Fabrikanlage mit den drei großen fünfstöckigen Haupt- und mehreren Nebengebäuden war tn wenigen Stunden fast vollständig einge- |r überall erhlrtlloh. I Auergesellschaft Bl Berlin 0.17 i ■ VJ. f.- .. . ,i-------7---------;------------- ---------------- - | j^ynscr bester Glühkörper ist nur echt in Originalpackung mit Aufschrift „Degea" RollL zthnfabrik Kennen Sie billige Butterquellen? Alleinige Fabrikanten: A. L. Mohr, Q. m. b. EL, Altona-Bahrcnfcld. 70 Pf bis ML 4.- v. Pfd. dieses Pracht- $8 um«, sich Anzüge Husberg i Compagnie, Heuenrade Mo. 273 c»--»».-. 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Kekannimachung. Seit" Maul- und Klauenseuche im Kreise Gießen. Degen Äusbruchs der Maul- und Klauenseuche in Rödgen und ^rais-Lorloff wird je ein Sperrbezirk gebildet' diese umfassen das Gebiet der Crte und der Gemarkungen Rödgen und Trats^Dorloff. In das b stehende B e o b a ch t u.n gs- gebiet werden die Gemarkungen inner ob und Großen- Buseck einbezogen. Für oie Sperrbezirke und das BeobachlungS- gebiet gelten die Bestimmungen unter II, IV, V und VI unieter Bekanntmachung vom 11. L M. (Gießener Anzeiger Nr, 26.7X Gießen, den 15. November 1911. Großberzoglickes Kreisamt Gießen, Bolkspartei VkreitS in die Wahlagrtanon fingen eien. Der Kandidat der Partei, Fabrikant Dr. Zauer, hielt gestern in Bickenbach und in Schönberg bei Bensheim yvei gut besuchte Wahlversammlungen ab. Berlin, 20. Nov. Gestern früh ist im Alter oon 65 Jahren der General der Artillerie z.D. 93iKaume gestorben, nachdem er an den Nachwehen einer Influenz^ einige Zeit im Augusta-Hospital krank darmedergelegen hatte- iirt* SU Vauillc Schokolade 250 v gratis Regen-Schirme! ganz besonders preiswerte durchaus solide, reelleQuaUt&t en zu Mk. SU - wte *- keine" Ibegenslandes tritt. (Sieben, den 11. November 1911. GcoßhcrzoglicheS Amtsgericht. ttuverts mit Zirma bm'gft vrühl'sche UnioerfitätL-vruckerei. R. Lange, Sieben mit modernen Griffen :: und la. Gestellen :: A. Salomon & Cie. Scbulstraße 4 (a*/u gleichzeitig erzeugend. Oktav- Stimmung kenn beliebig aus- geschallt« werden, wodurch wundervolle Toneffekte. Sehr geeignet für Ausflüge. Mrsche usw. Kein Musikfreund ver- Zwanftsversteigerung. Die nachstehend bezeichneten Grundstücke, die zur Zeil btr Eintragung dcü VersteigerungSvermerkS auf den Namen dcs Wilhelm Hofmann und Ehefrau Christiue geb. Artz zu Lang-Gvntz zu je Vi im Grundbuch eingetragen ! waren, sollen Freitag, den 5. Fanuar 1912, vormittags sy4 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht int Rathaus zu Lang-GönS i steigert werden, jedoch nur die dem Wilhelm Hofmann .luffchenbe ideelle Hälfte. Die Versteigerung erfolgt im Wege der Zwangsvollstreckung. Der Versteigerungsvermerk ist am 10. Oktober 1911 » das Grundbuch eingetragen worden. Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des Ver- leigerungSvermerkS aus dem Grundbuche nicht ersichtlich roaren, sind sie spätestens im VcrstcigerungStcrmin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten bei dem unter- uichncten Gericht anzumelden und, wenn der ©laubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des VersteigernngserlöseS dem Ansprüche deS PläubigerS und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegen» stchendeS Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung de« Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung dcS Verfahrens herbeiziiführen, widrigenfalls für das 'Recht der Versteigerungserlös an die Stelle deS versteigerten Büro-Möbel als RoUpulte, 6998 AbclS Pralinen - von Abels Bonbons . . - von Abels Ice......von 160 AbelS Kaffee.....von 150 AbelS Malzkaffee . . von 30 Wohl kaum, denn die Preise für Natur- Butter sind überall gleich hoch! Halb so teuer jedoch ist die als bestes Butter- Ersatzmittel beliebte Qualität-Margarine Siegerin Schnee im^- Mhrend er h'°- cn Dächer und f jhm d-s «ff* iMein Sind haue eine (sl*/• Flechte, die allen Mitteln trotzte, wohl auch verschwand, aber Immer wieder auftrat. Sulcut versuchte ich Zucker S -Saluderma" u. bin erstaunt, rote schnell u. gründlich ba& Nebel dadurch befeuiflt wurde. C. Oden.- Tole 50 V'- u. 1 M. iftärthc Form> bei W Ätlbinoer, Seltersw^i 79a. *21. Noll, Bahn- hofstrLlu.E.NollLalferdrogene. 2 | Dampföafdianffalf Edelweiß \ Wkihnchtg-Mckimn i)rr Klmkiidn-Bwiihriiiftillt. Die alliShrttch, so wünschen wir auch in diesem Jahre, unseren Kindern eine WeihnachtSfreude zu bereiten, lieber 260 .Sinder von 2*/» biö 6 Zähren sind in der treuen Pflege unserer vier Schwestern. Die meisten von ihnen kommen auS Familien, die mit der Not des Gebens schwer zu kämvfen haben. Fbnen zu Weihnachten zu seitlicher ,>rcubc zu helfen, ist eine schöne und dankbare Aufgabe. Dir rechnen dabei auf die bewahrte Unterstützung aller und neuer Freunde unterer Anstalt und richten an sie die herzliche Bitte, und Gaben an Geld, Kleidungsstücken, Stoffen und Svielen zürnenden zu wollen Die Schwestern unserer Amtalt und die unterzeichneten Vorstandsmitglieder sind bereit, solche Gaben in (impfanq zu nehmen. Außer diesen ist niemand be recktigt, Gaben für unsere Anstalt zu erbeben, auch wird keine Sammlerin beauftragt. Ter Vorstand der Metnkinder-Vcwabranstalt. Fr. Iustizrat Grünewald, Vicbioftr. 2L Fr. Fohanna Haas, Ost-Anlage 31, Fr. Recknungvrat Kalbfleisch, Ludwignraßc /, Fr. Geh. Rat t'cift, Moltkeitrane 32, Fr. Marie Schwan, Selters weg f>4, Fr. Avoiheker Lchwieder, SchulltraKe 1, Frau Geh. Rat Strobl, Stevbanstraße 1, Fr. Starola Waltber, Neuen Bäue 29, Schwester Venchen Walsch, Diezstrahe 15, Pfarrer AnSseld. Real- lebrcr Jnnn. D. Lchlosser. vie " ■ r*crt Der Branddirettor Ludwig uub ber ©ratw- „nlter Tack kamen bei den Löscharbeikeit um. Der fc-nnfeaer Brandt wurde am ganzen Körper so schwer E>rb rannt, daß er kaum mit dem Leben davonkommen hirfte Schornsteinfegertmister Ernst erlitt eine^schwere » uchoergiftung. Ein Korbmackermetster würde am eo,“e «r6eki4t>“rlc8t Etwa 100000 Rentner HRalj und Gers iinb Uirbramit________________________________ schrankfertig bei separater und garantiert [dienender Behandlung, sauber und blendend . . . . weih liefert die • • • • Dcrmifcbte». • Der greise Feldmarschall Gras v. 8eefeier Air1 ng am gestrigen Sonntag m seinem Schloß varnscop den ftiuefi von 120 Berliner Jungen im Älter von 12 bt4 15 fahren, bte sich mit Rucksack usw. als Pfadfinder vorschrifts- ecj ( ausgerüstet hatten. Schon um 7 Uhr früh hatte der ff dmarschaU das An treten vor feinem Schloß befohlen Er Dieaetag. 21. Xovember 8 Ehr Humoristisches Konzert des bekannten Komiker- und Slnffepiel-Ensemble Damen „Ernst Bergbaus" aus Meli 3 Herren gr* Amüsantes Programm, 1B 7(68 , bet « >ch,»,n »««'L ,n £inntr6i«61;'. ,b°ch -z-d-h-I lock Schokolade von 3chörige Patent-Mund-Harmonika Oktav- und Doppel-Oktav-Töne Grundbuch für Lang-GonS, Band XIII Blatt 647: 28 Nr. 833V10 = 117 Qm Hofreite am' grauen 9)lann 28 Nr. 3339/io = 136 qm (Scabgarten Carl Horn Telephon 395 Marktstrasse 28. 1 Sota../, I Kt?:-. tejf I tut. Der >- I » Ufaife I I 1 lvlchn ftmibS I . bleien, daß ö L?^»»^berur.' I stagZMdida^^ •n oottun. Es - auf den BottA i ‘Ule|l, Itnj, ■ Li öepBung durch M fteiei an Land t -rf lWgtbenen fftftie-l mg des 8er?mi, L e Mlliche Zahl s durcy bie von ■ r, besonders vcrsL-H Muidlchnr tzrrr.W n, eine Wie hw^W togtflt» bildete eW -e. ’erfloffenen 6amW hring von Lich : • cang der elektciichiW her nach dec L.chM Klllicherboct :.1B hren der AellrnirM t geschleudert. enS über den [ I nnannschast ha.: g zuhrmann hatte Lock gesetzt und« Beachten Sie unsere Weihnachts-Ausstellung! Abcls Llhololabe-Wcrkc, «.-.t.».. Srtmtn. Fabrikniederlage: C*/u Gietzen, Seltersweg 77. ■ Kandidatur Klingspor Der Ansturm gegen die Vereinigung der Fortschrittlichen Volkspartei mit der Sozialdemokratie konnte mit einem Sieg unsererseits nicht enden. Aber die Wahlresultate des 3. und 17. November sind für unseren Kandidaten und uns so erfreulich gewesen, dass es uns eine angenehme Pflicht ist, allen unseren Wählern und Allen, die so tatkräftig für die Wahl des Herrn Fabrikanten Adolf Klingspor eingetreten sind, herzlichsten Dank zu sagen. y”/u Der Vorstand des National- Der Wahlausschuss für die liberalen Vereins Giessen. Kandidatur Klingspor, Vortrag eon MWMittktoc Spiecker aus Barmn Montag, den 20.Nov.,abends S^UHr, in Steins Garten Die Aufgaben der Rheinischen Mission hei der Bildung heideD-chrislücher Volkskirchen auf Sumolra Vd Bias. Eintritt 50 Pfg., Familien bis zu 3 Personen 1 Ätark. Kupferne Kessel Räucherschränke Kartoffeldämpfer Jauchepumpen empfiehlt vorteilhaft P859 Edgar Bormann Vertreter der Alia-Laval-Sepapalorea ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■«■■■■■■Bi G. Schultheis, Giessen Marktstrasse 3 Kürschner Gegründet 1832 Grösstes Pelzwarenlager H3le Pelzarten in unerreicht schöner Kürschnerarbeit. 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M. über: Die religiöse Krisis der Gegenwart Eintritt frei!6980 Der Vorstand. 1862 50= 1912 Dienstag, den 21. d. MtS., abends 8l/2 Uhr in dem Restaurant zum Krokodil 7042 ßejprechun^ zu welcher sämtliche Alters-Kollegen frdl. eingeladen werden. Zum Besten der abgebrannten Deutschen in Lusern -■ und der Ueberschwemmten in Blumenau t - Grammophon - Konzert Richard Wagnerabend Stücke aus den Meistersingern, Lohengrin, Ring der Nibelungen, gesungen von Knote, Feinhals, Bender, van Roay, Morend, Arnoldson, Schumann-Heintz. Als Zugabe 2 Carusoplatten. Eintritt 1 Mk. D2r. Ivl 1, avends 8 Ubr: 8. Dienstag-2ldonn.-Borstellum Gewöhnt. Preise Gewöhnt. Preise e u u e 11! Neuheit Die Aiinengalerie Lustspiel in 3 Auszügen von Leo Walter Stern und Ludwig Heller. Ende 10-/4 Uhr. Mittwoch, den 22. Nov. 1911, SolfÄ10"8 Charley’s Tante Schwank in 3 Akten von Brandon Thomas Gnde nach 5'/, Uhr. Abends 7*/, Ubr 7. Mitt,voch-Ahonn.-Por>tellung Gewöhnl-Preife Gewöhnt, biene 9Zeuöeit! bteuheit' Polnische Wirtschaft Baudeoille-Posse in 3 Akten von Kraals und Otonkowstt. aituiif von Äean Gllbert. Ende 10 Uhr. ’S |r6gtn eri° Der Die 31 I Die Natur is hfflinen und lahr Ssjg Ä- sSÄ -aivpen begani ' Wasserm «inie der Le zerteidrgunk I tjipie die Verbtw Siebenen «e. «lortiet auszube ] Aknd der M Gruppen unverzu! I Oigungslinie. i I fliegt augenblukli 1 deinen sMs ' Men während chhr Eingeborei J Unternehnitn I des vor. Nur au I abgegeben. Mehi I einem kurzen Ab I Caje liegt, sich V I menschchse bau I dilvegr ist, liegen | ssn Tripolis I durch dieUeber s den sind besond 1 die dazu beitrag I zu schützen. Leb, I braucht, sind her I Meer nicht, sie man Baracke reuen zu Help Truppen und bi I schaster bestach I tzeind in der £ zweitausend erste Sold und Ä berichtet, der i luiUiommen, tvc i für bie Aus/'aat I bagu beitragen, I splittern uno daß I Ms Sahel, befrei ß ist, bei den Türke 1> Tripolis, bschen Stell Ipung des Mei । jommt und bei d Ter Z-eind ver inder'Richtui I jungen abzu I mietruppen un I .?us Homä I Mtijche und mi ebensmitteln u I citmen Mschen I.,.-^"Eengh I Kosten gemeld I bei Semd einige ! :L,^^olis, Mgel b. MN, die Ausi I 2®* der Q II äro- T öeiniat b W[^en®! ^elslarawanei fcHrit I fei* MH** C| I bi^e°5/ 1819 6ii«'ätb*6 Sleu »Wb ««w. Ä^111 ae I HS