Ahin, BtthltV r Äorti e Wtei, »nlflnjt G dem er bereu e jedes nt einen “! benn, i Blocks, stender ir neue, wird und W Beu Korell in gemein- inb durch A tiseml« iftr/d. rin brafiL WÄoqtt Matz », Daxt . hatten sich zatzeMkM ll* ssen iann StelnjW“ 21. Mär» M bonn.-$orftta 11. Teil ‘“(SibelOto 22. März 19H bonn..Lori>e>1M 11. Teil ^ndeö^ A.M inen W°rtc° ten Vortrag ^Geschrei iaeB>^ »«•£ Bl*"*’ di w't B1n überg"1^”: Bl. 16V Jahrgang Sweller Blatt HL 6Z Hrschelnl ttt§0ch mfl Hnfrmfrne btfl Die „ckleßener $*etlieibl4ttn,‘ werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beifdeflt, dal '.Kreisblatt fir btt Kreis «letzen" zweimal wöchentlich. Die „l4mbelrWftli$te äett- tragen" erscheinen monatlich zweimal. Deutsche» llcicb. Das „Hamburger Fremdenblatt"' meldet, daß ein Engländer und vier einheimische Personen verhaftet worden sind, die in dem dringenden Verdacht stehen, genaue Angaben über die auf den Hamburger und Bremer Äerften im Bau befindlichen Kriegsschiffe nach England zu liefern. Zu der Angelegenheit verlautet, daß schon seit acht Tagen die Festnahme einer Persönlichkeit vorbereitet war, die im Verdachte der Hochstapelei stand. Die Hamburger Kriminalpolizei nahm dann eine Person fest, jedoch sollen jetzt die Verdachtsgründe sich als nicht stichhaltig erwiesen haben, so daß sie wahrscheinlich wieder auf freien Fuß gesetzt wird. _ Aus M ar bürg wird uns berichtet: Dr. OttoBockel hat folgende Erklärung erlassen. Um allen Mißverständnissen vo '-,ubeugen, erkläre ich hiermi: öffentlich, daß ich als Rei.i stagökandidat für den Wahlkreis Marburg-üirchhain-Frankenburg wieder auftrete und meine. Kandidatur unter allen Umständen auf- Zum Besuch des deutschen Kaiferpaars in Wien. Wien, 18. März. Tie „Korrespondenz Wilhelm" meldet: Der Erzherzog-Thronfolger und Gemahlin, Herzogin von Hohenberg, unterbrechen ihren Aufenthalt in Brioni und treffen am 23. März abends 'm Wien ein, um daS deutsche Kaiserpaar, den Prinzen Joachim und die Prinzesstn Viktoria Luise am 24. März hier zu begrüßen. Arn 25. März kehren sie nach Brioni zurück. Aus Anlaß des Besuches deS Kronprinzenpaares am 9. April wird der Erzherzog Thronfolger und Gemahlin wiederum in Wien sein. Prinz Joachim von Preußen fährt am 24. März nach der 91 breite seiner Eltern vom Nordbahnhof nach Berlin. Die Tafel am 24. März im Schönbrunner Schlöffe sindet um 7 Uhr abends statt. Montag, 20. märj M Rotansnedruck und Verlag der Br üblichen Universität^ - Buch- und oteinbrudcteL 9L Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Scbul- straße 7. Expedition und Verlag: eä^bl. Redaktion.«^ 112. Tel.-Adr.:AnzeigerGieven. benot, die prinzipiell uni dem iwn der Regierung ein geschlagenen Wog einverstanden sind, wird aber ibic Gefahr einer f o I d> e n Taktik nicht verborgen bleiben. Nachdem der Bundesrat unter entxbicbener Ablehnung der aus raten lebenslänglichen SttaMhalter und emen selbstandtgen Bundesstatt gervchleten Anträge die Verleihung von brct Bundcs- ratsstimmen an Elsatz-Lothringen vorgeschtagcn bot, könnte man erwarteit, daß die große Bedeuiung dieser Verlcthung von gebeut, der die weitere Entwicklung des Relchsüntdes zu grötzerer selbst- ständigkeit ehrlich wü n s ch t, richtig gewürdigt würde Voraussetzung für ein günstiges Resultat der weiteren Beratung der Verfassungsreform ist aber, daß die Wunsche, bic über dte Gesetzesvorlage der verbündeten Regierungen bmausgehen, zuruckgestellt werden. Die Bedeutung solcher, das Budgetrecht, die erst? Kammer imb das Wahlrecht beircssenden Wünsche, stehr m temem Verhältnis zur Bedeutung dessen, was die Elsaß-Lothrmger nach den Vorschlägen der Reichslcitung, erlangen sollen. Es unter liegt keinem Zweifel, daß der Versuch, Sonderwünsche zu tor> eieren, aus den entschiedensten Arderstand der r^rbundetcn Regierungen swßcn und das Scheitern der Vorläge zur Folge haben würde. Die Verantwortung für diesen ?lnsgang, der die EMwicklung des Reichvlandes zur «L-elbständlgteu aus lange 3eit hmaus in Frage stellest müßte siele dann ntcht den verbündeten Regierungen zu. Weim die Poltttk der Sinn sur das Mögliche und die Gabe ist. Wesentliches von dem Unwesent- lieben zu unterscheiden, so wird der Politiker das ^vesentltche, das heute nröglirf) ist, nicht nur durch das Unmögliche, das un- wesentlich ist, gefährden können. Das sollten dte ausrichttg an der Berfassungsresorm interessierten Elsaß-Lothrrnger beben Kn und anstatt den Bogeit zu überspaimen, umgekehrt da Hut wirkest, daß den Parteien im Reichstage, die in gemeinsamer Arbeit mit der Regierung das Reformwerk zu Stande bringen wollen, dte crforbcrlufcr Zurückhaltung in den Anträgen nicht ericknoert wird. Statiftif der Nrastsahrzeuge Im ersten Bierteljachrshefte zur Statistik des Deutschen Reichs werden die Ergebnisse der Zählung der Kraftfahrzeuge int Deutschen Reiche vom 1. Januar 1911, Angaben über den Verkehr außerdeutscher Kraftfahrzeuge un 3teuhs- □ebiete sowie eine Statistik der zur amtlichen Kenntnis gefugten schädigenden Ereignisse beim Verkehr mit 'Irajtsahrzeugen, endlich eine vergleichende Darstellung zwi- ichen der Kraftfahrzeugs b e st a n d s - und Unfallstatistik m einer größeren Anzahl von Zusammenstellungen ver- ö ssen tltcht. Am 1. Januar d Js. wurden 57 805 Kraftfahrzeuge tn Deutschland gezählt, von denen 53 478 (--- 92,5 v. H.) zur Personenbesörderung und 4327 (= 7,5 v. H.) zur Lasten beförderung dienten. Unter den zur Personenbeförderung dienenden Fahrzeugen befinden sich 20 584 Krafträder ,v 38ch v. H ). Ihre Zahl ist gegen das Vorfahr, in welchem die Krafträder 47,5 v. H. der Personensahrzeuge ausmachten, um etwa 2000 (auf 38,5 v. H. )gesunken. Von den leichten Kraftwagen bis zu 8 PS. wurden 13 758 (— 25,7 v. H.), von den nächst stärkeren bis zu 16 PS. 10511 (= 19,7 v. H.) und von Wagen bis zu 40 PS. 8177 (-- 15,3 v. H.) gezählt 448 Personenkraftwagen (-- 0,8 v. H.) hatten mehr als 10 PS. Gegen das Vorjahr haben die Wagen mit 8 bis 16 und mit 16 bis 40 PS. die stärkste Zunahme mit 3200 bzw. 3500 erfahren. Bon zur Lastenbeförderung dienenden 4327 Kraftwagen waren nur 121 Krafträder (= 2,8 v. H ), gegen das Vorjahr ist ihre Zahl um 75 gesunken. Die härteren Wagen dagegen haben durchweg eine Zunahme erfahren, die bei den mittelstarken Wagen von 8 bis 16 bzm. 16 bis 40 PS. 387 bzw. 627 beträgt. Die Gesamtzahl aller Kraftfahrzeuge hat sich gegen das Vorjahr von 49 941 auf 57 805 um 7864 (--- 15,7 v. H.) gehoben. Ter Zuwachs in den einzelnen Bundesstaaten ;eigk recht erhebliche Unterschiede, er beträgt für Preußen 19,4 v. H., für Bayern 3,5 v. H., für Sachsen 15,7 v. H. und für Württemberg 12,1 v. H. $on den zur Pers onen beförderung d.enenden Kraft- jahrzeugen wurden 585 (= 1,1 v. H.) im Dienste öffentlicher Skörben, 4210 (= 7,9 v. Jo.) im öffentlichen Fährverkehr, 19 Ä91 (-- 36,3 v. H.» für die Zwecke des Handelsgewerbes und sonstiger Gewerbebetriebe, 461 (= 0,9 v. H.) in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben, 6115 (= 11,4 v. h.) für andere Berufszwecke, z. B. von Aerzten, Feldmessern usm. und 21469 (-- 40,1 v. H.) zu Bergnügungs- und Sport- Zwecken verwendet. Bon den zur La ft en beförderung dienenden Kraftfahrzeugen findet die weitaus größte Mehrzahl, nämlich 3849 (- 89,0 v. H.) im Handelsaewerbe und vi gctocrblidien Betrieben Verwendung. Im Besitz öffentlicher Behörden sind 270 (= 6,2 v. H.) Lastkraftsahrzeuge. Zu vorübergehendem Aufenthalte gelangten ui das Reichsgebiet 15 309 Kraftfahrzeuge, davon kamen 5154 33,7 v. H.) ans Frankreich, 2780 (= 18,1 v. H.l aus Lesterreich-Ungarn, 2063 (- 13,5 v. H.) aus der Schweiz und lU8 ( 11,9 v. H.) aus Belgien, 810 (--- 5,3 v. H.) ausländische Wagen stammten aus den Vereinigten Staaten. Gießener Anzeiger General-Anzeigek für Gberhejfen Die Abrüfiungrsrage im ungar. Abgeordnetenhauje Jetzt hat Sir Greys Abrüstungsrede auch schon im ungarischen Abgeordnetenhause Widerhall gefunden: O f e n p e st, 18. März. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses erinnerte der Abgeordnete Polonyi an die Jubelfeier der Unabhängigkeit Italiens, an der fast alle .Kulturvölker teilnehmen. Ungarn habe besonderen Anlaß, dieser Feier nicht fern zu bleiben, ba ja an der Erkämpfung der italienischen Unabhängigkeit auch ungarische Helden mitgewirkt hätten. Er ersuche das Präsidium, Vorschläge zu unterbreiten, in welcher Weise Ungarn an der Jubelfeier teilnehmen soll. Der Präsident antwortete, er werde in der nächsten Sitzung diesbezügliche Vorschläge unterbreiten. (Lebhafter Beifall.) Abgeordneter Hollo fragte wegen der Ab rÜst un gs - rr a g e im Zusammenhang mit der Rede Sir Edward Greys, die die ganze öffentliche Meinung Oesterreich- Ungarns freudig ausgenommen habe. Diese wünsche auch ehr, daß Schritte, die in dieser Richtung getan würden, baldigst von Erfolg gekrönt sein möchten. Der Redner ragte den Ministerpräsidenten, ob er geneigt sei, unter Mitwirkung des Ministers des Aeußern geeignete Schritte zu unternehmen, damit im Einvernehmen mit den Bundesgenossen eine weitere Steigerung der Heeres- und Flotten- ansgaben hintangehalten werde. Dei' Ministerpräsident erfiärte, die Ausführungen Greys seien überaus erfreulich. Die Flottenrüstungen Oesterreich-Ungarns seien keineswegs auf den Wettbewerb mit Italien zurückzuführen. Die Entwicklung der Flotte Oesterreich-Ungarns, die eben erst von den Delegationen beschlossen worden sei, habe hauptsächlich das Ziel, sie Küstenverteidiguna in ein richtiges Verhältnis mit den Flottenverstärkungen der südlichen Mächte zu bringen. Irgendwelcher Wettbewerb mit Italien sei ganz ausgeschlossen, da auch die italienische Flotte ganz an- >erc Ziele und Ausgaben habe, als die österreichisch-ungarische, auch vom Standpunkt aus, daß Italien eine weit größere Küste zu verteidiaen habe als Oesterreich. Die amtlichen Kreise Oesterreich-Ungarns und Italiens seien von gegenseitigen Friedensabsichten und ihrem Willen zum Frie- >en vollständig überzeugt. Es sei nur bedauerlich, daß n die große öffentliche Meinuna, speziell Italiens, diese Geneigtheit zum Frieden nicht durchdringt, hauptsächlich deshalb, weil ein gewisser Teil der italienischen Presse noch immer eine gewisse Beunruhigung Hervorruse. Augenblicklich sei zu einer Initiative absolut kein Anlaß vorhanden. (Lebhafter Beifalb) Ach!« Hauptversammlung derLandwirtschas.'skammer. Darmstadt, 18. März. In der heutigen, um 9hg Uhr eröffneten Sitzung wurde nach Erledigung Der Restkapitel bti» Voranschlags mit Beratung der übrigen "Punkte der Tagesoro-, nuug begonnen. Punkt 6 der Tagesordnung betrifft den Au« lauf von Gelände zur Anlage eines Schnitt und Muster- weinbergs bei Bensheim. Der Generalsekretär teilte mit, daß auf Antrag des Ausschusses für Starkenburg in der Gemarkung Bensheim ein Grundstück von 1182 qm zum Preise von 5000 Mk. erworben werden solle, auf dem die Anlage eines Schnitt- und Musterweinbergs erfolgt, der nicht nur zu Belehrungszwecken notwendig erscheine, sondern auch, um die Vermehrung der Moselrieslingsrebe zu ermöglichen, da deren Einführung durch das Reblausgesetz äußerst erschwert, bezw. unmöglich gemacht sei. Die Anlage von Weinbergen mit Moselriesling sei erwünscht. Herr Schätzel unterstützt den Antrag des Vorstandes. Er ist der Ansicht, daß man stets dafür sorgen müsse, in alfat Provinzen gesundes Pflanzenmaterial zu haben. Die Bezüge von auswärts hätten sich nicht bewährt. Der Bezirk Bensheim! sei gesund und deshalb empfehle sich die Anlage, wie ähnliche Anlagen, auch für andere Gegenden. Nach weiterer Empfehlung des Antrags durch Herrn Roemär wird er angenommen. lieber die Errichtung einer Musterobstpflanzung in Bensheim berichtet Herr Walter. Der Vorstand hat diese Anlage beschlossen zwecks Förderung des Obst- und Gemüsebaus. Das ausgewählte Feld bei Bräsheim hat eine Größe von 58 972 Hektar und soll auf die Dauer von 50 Jahren zunt Preis von 450 Mark das Jahr an die Landwirtschaftskammer verpachtet werden. Zwecks Durchführung der Anlage würden für 1911 200 Mark, für 1912 rund 12 000 Mark, für 1913 rund 4000 Mark und für die folgenden 4 Jahre je> 3150 Mark erforderlich sein,- so daß, ba man in in diesen sechs Jahren eine Einnahme von ca. 6800 Mark erwartet, im ganzen 24 000 Mark Ausgabe erforderlich wird. Ter Ausschutz setzt große Hoffnung auf diese Anlage und glaubt, daß sie sich in kurzer Zeit rentieren würde. Abg. Breidenbach hegt Bedenken gegen eine so große Anlage von ca. 24 Morgen und bedauert, daß die Sache nicht vorher in der betreffenden Kommission beraten worden ist. Redner empfiehlt die Ablehnung der Forderung, da die Kosten zu groß werden würden und wünscht dafür eine bessere Pflege der bereits bestehenden Obstanlagen. Herr Kautzer erklärt, daß er, trotzdem er Vertreter des in Frage kommenden Bezirks sei, gegen den Antrag stimmen würde, aber nicht aus Sparsamkeitsgründen, sondern weil et das ausgesuchte Terrain für zu feucht und deshalb für ungeeignet halte. Man sollte an anderer Stelle erst einmal mit ca. 10 Morgen einen Versuch machen. Herr Dr. Dehlinger hält gleichfalls die Anlage für zu groß projektiert, während der Generalsekretär und her Bericht- recht erhalten werde; ein Rücktritt ist für mich gänzlich ausgeschlossen. ______ Ausland. InWien fanden am Sonntag in ganz Oesterreich Vc ämmlungcn von Frauen zugunsten des Frauen- Wahlrechts statt. An der Wiener Versammlung nahmen etwa ±000 Frauen teil, die nachher in vollständiger Ruhe über die Ringstraße zogen und das Wahlrcchtslied sangen. In der russischen R e i ch s d n m a stand am Samstag der Voranschlag des W e g c b a u nt i n i |t e rin m s zur Beratung. Ter Vertreter des Ministeriums sühne aus, es ei ein Programm zur Besserung d e r W a s s e r ■» kraßen ausgearbeitet, für das in den nächsten Jahren 200 Millionen erforderlich seien. erster Suite tehe der Kau all» au zwischen den Flüssen Sibiriens und Europas in Aussicht. — Im Lause der Aussprache wurde auf die Besserung der Eiscnbaynbilanz und die P^vglich- feit hingewiesen, daß in Zukunft das Budget der Staats^ bahnen fein Defizit aufweisen werde. Ter Berichterstatter wies ferner auf die Mißbräuche und II n t e r f di l a g u nge it der Bahnbeamten hin, iütid^e so eingewurzelt seien, daß selbst die zur Verfolgung der Mißstände Verpslichteten nicht imstande seien, sie au^zurotten. Der Regieruilgsvertreter erwiderte auf die Ausführungen, das Ministerium kämpfe ohne Nachsidst gegen die Mißbräuche im Eisenbahnwesen und scheue nicht, selbst l>öhere Beamte zur Rechenschaft zu ziehen und den Geridsten zu übergeben. Eine Besserung sei aud) von einer moralischen Einwirkung zu erhoffen, welche von der Duma ausgehe, von deren Rednertribüne der Aufruf ergehe, dem Vaterlande treu und redlich zu dienen. (Beifall im Zentrum.) Tie Duma nahm schließlich alle Positionen des Voranschlags an. Die türkische Kamme r verhandelte am Samstag über das neun Millionen Pfund betragende Krieg s bud- get. Der Kriegsminister wies den Vorwurf zurück, daß die Türkei übertriebene Kriegsausgaben mache. Die neue Türkei gebe 5V3 Millionen mehr für die Landarmee aus, als das alle Regime. Diese Summe verwendete sie für die N e u b i l b u n g von 105 Bataillonen, 44 Feldartilleriebatterien, 23 Gebirasbatterien, 93 Maschinengewehrabtei- lungen, 53 Grenzkompagnien, sowie zum Neubau der Kasernen in Janina und Adrianopel und für die Befestigung von Skutari in Albanien. Alles geschehe ausschließlich für Berteidigungszwecke. Die Türkei hege keine agressiven Tendenzen. • Von den Dardanellen wird gemeldet: Der Boykott gegen die Griech e n hat wieder sehr scharfeFor - men angenommen. Durch Anschlagszettel werden die Türken aufgefordert, griedsische Sd)fiie unb Geschäfte zu boykottieren. Dieselbeic ^Nachrichten treffen aus Brussa ein. In Smyrna verbot das Komitee streng, griechische Arbeiter bei Löschung der Schiffe zu verwenden. Der Wortlaut des Vertrages über den Weit erb au der Bagdadbahn bis Bagdad gilt, so wird aus Konstantinopel gemeldet, als definitiv vereinbart, da der letzte Ministerrat den Vertragsentwurf endgültig genehmigte. Wie aus türkischer Quelle bekannt wurde, übernimmt es die Bagdadbahngesellschast, die Strecke El Helis-Bagdad innerhalb fünf Jahren zu bauen. Die GeselMast verzichtet auf die frühere Klausel, daß der Ertrag einer vierprozeu- rigen Zollerhöhung^als Sicherheit für die Kilometergarantie dienen solle. Die Strecke El Heltj-Bagdad wird aus den Ueberschüssen der Einnahmen, welche für die Garantie der bisherigen Strecke verpfändet waren, geleistet. Der Vertrag bedarf nicht der Genehmigung der Kammer, da er denr Schatze keine neue Lasten auferlegt. Zur amtlichen Kenntnis gelangten 6774 Unfälle, an denen 7158 Kraftfahrzeuge beteiligt waren. Hon den Besitzern wurden 68,91 (= 96,3 v. H.) ermittelt und 267 (= 3,7 v. H.) blieben unbekannt. Von den Führern wurden 6488 (- 90,6 v. H.) ohne weiteres festgestellt, 149 (= 2,1 v. H.) versuchten zu entfliehen und 521 (= 7,3 v. H.) entzogen sich der Feststellung ihrer Person durch die Flucht. Gegen 607 Personen, und zwar 515 Kraflfahrzeugführer und 92 dritte Personen, wurden Polizeistrasen festgesetzt. GerichtllcheStrafverfahren wurden g-gen 19 31 Personen eingeleitet, davon waren 1766 Führer und 151 dritte Personen, in 14 Fällen richtete sich das Verfahren gegen Unbekannt. Bei den Unfällen, an weldwn Kraftfahrzeuge beteiligt waren, wurde n 3651 Personen und zwar 245 (--- 6,7 v H.) Führer, 641 (--- 17,6 v. H.) Insassen der 'Kraftfahrzeuge und 2765 (= 75,7 v. H.) dritte Personen verletzt Getötet wurden außerdem 278 Personen, darunter 23 (= 8,3 v. H.) Führer und 32 (= 11,5 v. H.) Jnsafien und 223 (= 80,2 v. H.) dritte Personen. Der Gesamtfachschaden betrug 1220 950 Mark, davon entfiel der weitaus größere Teil, nämlich 1009 844 Mk. (= 82,7 v. H.) auf die Besitzer der beteiligten Kraftsahrzeuge, während ein Schaden von 211106 Mk. (= 17,3 v. H.) dritten Personen erwuchs. Von 100 zur Personenbeförderung dienenden Kraftfahrzeugen waren 11,5, von 103 Lastfahrzeugen 13,4, von 100 sämtlicher Kraftfahrzeuge 11,7 an Unfällen beteiligt. Am wenigsten Unfälle ereigneten sich beim Verkehr mit Krafträdern zur Personeube örberung, 20584 solcher Fahr- ' ' men "im an 209 Uns' l en teil, auf 103 Pe fönen» krafträder entsällt somit nur ein Unfall. Von 103 leichten Wibii.iuraiuuagcu bis 8 PS. waren 10,1, von 100 der nächst ftärtcren bis 16 PS. 26,3, von 100 Wagen mit 16 bis 40 PS. 22,7 und von 103 noch stärkeren Wagen 10,9 an Unfällen beteiligt. Im Laslenv.r ehr haben sich de Krafträder nicht so ungefährlich gezeigt. Hier entfallen auf 121 Krafträder 22 Unfälle oder auf 100 — 18,2. (Eine Zurückweisung der elsah-Iothringischen wünsche durch die Regierung. Wir haben die weitgehenden und von vornherein undurchführbaren Forderungen, die im elsaß-lothringischen Landesausschuß mittlerweile durchgedrungen sind, vor einigen Tagen mitgeteilt. Die Regierung hat bereits die rechte Antwort darauf erteilt und wieder einmal daran hingewiesen, daß durch solch unbesonnenes Gebahren die Vorlage am Ende ganz scheitern würde. Die „Rordd. Ällg. Ztg." schreibt: Ter elsaß-lothringisebe Landesausschuß nahm am Donnerstag einen Antrag an, der bezüglich der Verfassungsreform eine Reihe radikaler Forderungen ausstellt, über deren Unannehmbarkeit sich auch die Urheber des Antrages keinem Zweifel hingeben dürfen Wenn die elsaß-lothringischen Elemente, die im Lande Unzufriedenheit und sich Agitationsswff erhalten '.vollen, Heien Radikalismus nach Mräften schären, um die Vorlage zu »Fall zu bringen, so mag das taktisch verständlich sein. Allen erftOtter die dagegen erhobener Bedenken zu widerlegen suchen. Der Antrag auf Erwerb des Grundstückes wird darauf ab- gelehnt. Es folgt darauf eine sehr lang ausgedehnte Besprechung über den Entwurf eines hessischen Ausführungsgesehes zum Reichs- viehseuchengcsetz und über den Entwurf eines Gesetzes bett. die Entschädigung für an Maul-- und Klauenseuche gefallenes Vieh. Beide Gesetzentwürfe werden zu- -sammen beraten. Nachdem Ministerialrat Hölzinger mitgeteill hat, daß die Landwirischaftskanrmer nur berechtigt sei, über diese Gesetze ihr Gutachten abzugeben, nicht aber beliebige Abändermtgseschlüsse darüber ;u fassen, berichtet Derr Walter über das Reichs- viehseuchengesetz. Er ist der Meinung, daß der Regierungsvorlage zugestimmt werden müsse. Zu dem Gesetz über die Maul- und Klauenseuche berichtet der Redner, daß hier der springende Punkt in der Enlschädigungsfragc liege. Nicht nur für gefallenes Vieh muss: Entschädigung verlangt werden, sondern auch für Not schlachtungen. Wenn das nicht zu erreichen sei, hätte das Gesetz keinen Zweck. Der Redner bittet deshalb dringend, den darüber vorgelegten Anträgen des Vorstandes zuzustimmen. Zn der Aussprache verbreitete sich zunächst Abg. Lutz at«s Mitberichterstatter einge^nd über den Unterschied zwischen den Bestimmungen im alten und im neuen Gesetz. Das neue Reichsviehseuchengesetz habe viele Erweiterttngett und Verbesserungen erfahren. Die Kreise sollen entlastet und die Viehbesitzer mehr belastet werden. Der Redner erklärt an Beispielen die, Wirkung des neuen Gesetzes und führt weiter aus, daß der Ausschlag aus den Kopf, wie das Gesetz es will, also für das Stück Vieh 10 oder 20 Pfg., nicht güt fei und sich dafür der Ausschußantrag empfehle, auf den Wert des Viehs auszuschlagen und zwar für 100 Mark 5 Pfg. Dieser Ausschlag sei am gerechtesten, sowohl tm Interesse der Regierung, wie der Landwirtschaft. Derr Dr. Dehlinger meint, die Regierung müsse den Landwirten entgegenkommen, denn die Seuchen seien durch die Grenzöffnung eingeschleppt worden. Ministerialrat Hölzinger bestreitet die letztere Behauptung; es sei unzutreffend, daß die Maul- und Klauenseuche durch ftanzösischcs Vieh eingeführt nmrde. Oekonomierat Fritsch empfiehlt die Annahme der Entwürfe nach den Ausschußantrügen und begründet einen Antrag. Die Entschädigungspfticht auf die Folgekrankheiten der Maul- und Klauenseuche auszudehnen. Der Viehhändler sei vor allen Dingen mit zur Aufbringung der Kosten heranzuziehen. Derr Weith führt aus, daß durch die Viehhändler die Maul- und Klauenseuche hier cingeführt worden fei. Er wünsch besonders, daß die Quarantäne besser einsetzen müsse. Geh. Rat Prof. Lorenz: Zm Voranschlag seien 37 000 Mark für Entschädigungen bei Viehseuchen eingestellt. Die Regierung könne nicht für die Einschleppung der Seuche vom Ausland aus auskommen. Es sei aber wahrscheinlich, daß die Seuche von Deutschland nach Frankreich gebracht worden sei. (Dört!) Es müsse anerkannt werden, daß Die Regierung in den Gesetzentwürfen weit entgegengekommen sei; mehr könne nicht verlangt werden. Der Redner betont, daß an dem Gesetz von der Kämmer nichts geändert werden könne und äußert dann seine Ansichten vom vetärinärischen Standpunkt aus. Ättm sollte sich mit den Entschädigungen für den direkten Tod der Tiere begnügen. Die Besitzer der entschädigten Tiere ständen sich besser, als die Laichwirte mit gesundem Vieh: die ersteren machten ein Geschäft dabei. (Große Unruhe und WidersvruM Wenn man nach dem Antrag des Vorstandes die Entschädigungspfticht ausdchne, sei eine große Zahl von Netschlachtnngen zu befürchten. (Ohonffe.- Man müsse dann in Erwügun.gen darüber eintreten, wie man sich absichtliche Schädigungen sichern könne. Es liege im Interesse der Landwirtschaft, das anzunehmen, was ihr von der 'Regierung geboten werde. Abg. K orell ist der Meinung, daß der Vorredner mit seinen Anregungen nur wenig Glück haben werde. Der Redner hofft aber, daß sich ein Mittelweg sinden lassen werde und verbreitet sich dann über einzelne Bestimmungen der Entwürfe. Er wünsch besonders, daß eine strenge Quarantäne ansgeübt wird, bevor das Vieh in Dessen eingeführt wird. Ministerialrat Hölzinger teilt mit, daß Die Erlaubnis zur Einfuhr fremden Viehs von der Regierung wieder auf» gehoben worden sei. (Beifall. Derr Heil wendet sich gegen die Regierungsenttvürfe intD empfiehlt die Annahme der Ausschußanträge. Geh. Rat Prof. Lorenz betont, daß Dessen von verseuchten Gebieten umgeben sei. Ztu der Verbreitung der Seuche trage auch der Leichtsinn vieler Landwirte bei. Herr Roemer vermißt bei den Sperr-Erlasftn der Kreisämter die Einheitlichkeit. Abg. Fenchel wünscht die Vorsichtsmaßregeln gegen Die Seuche bedeutens verschärft. Herr Hensel widerspricht oer Heranziehung der Händler zu den Kosten. Man solle Die Händler ja nicht schärfer machen, wie in Preußen, sonst zögen sie dorthin. Oekonomierat Walter spricht sich noch besonders zu Artikel la, betr. die Entschädigungen und ersucht dringend, den Ausschußantrag auf Erweiterung anzunehmen. Dann lvendet sich der Redner gegen die Ausführungen des Vorredners und meint, daß die Händler mit der Zuziehung zu den Kosten einverstanden seien. Alsdann weist er die Bemerkung des Geh. Rat Lorenz zurück, daß die Notschlachtungen zu Gewinn führen würden. Geh. Rat Prof. Lorenz er Härt, daß er nur für seine Person und nicht die Meinung der Regierung ausgesprochen habe. Er müsse auch zurückweisen, daß er gesagt habe, die Vorschläge der Landwirtschaftskammer seien für die Regierung unannehmbar. Nach einer kurzen Pause werden zunächst einige Wahlen vorgenommen. An Stelle des Herrn Köhler wird Herr H e n s e V- Dortelweil zum Vorstandsmitglied, und zum stellv. Mitglied des Eisenbahnrats für Oberhessen Abg. Breidenbach, zunr Mitglied der Kommission für Gesetzgebung und Wirtschaftspolittt Abg. Lutz gewählt. Bei Fortsetzung der Beratung über die bechen Gesetzentwürfe wünscht Abg. Breidenbach einzufügen, daß die Händler das Vieh nicht gleich vom Waggon aus verkaufen dürfen. Herrn Walter erwidert der Redner, daß die ländlichen Abgeordneten der zweiten Kammer ihr möglichstes tun wurden, die Wünsche der Landwirtschaft zur Geltung zu bringen. Herr M ü l l e r/(Oberhessen) wünscht, daß an der Grenze für Händler Quarantänestellen errichtet werden, damit das Vieh nicht dtteki eingeführt werden kann: die Seuchen würden zumeist durch) die Schuld der Händler eingeschleppt. Zm übrigen hegt der Redner Befürchtungen über die Folgen, die aus der Annahme des Antrags entstehen könnten, daß die Ausschlagung nach dem Werte geschehen solle. Herr Schätzet (Rheinhessen- schlägt vor, im Artikel la anstatt Notschlachtungen „Abschlachtungen" zu setzen. Herr Schmitt (Guntersblum) führt aus, daß man bei Notoder Abschlachtuirgen nicht nur auf staatliche, sondern auch auf Privat-Tierärzte hören möchte uno daß auch^diese zur Ent- schÄdiurg berechtigt sein müßten, wenn in der Schnelligkeit kein amtlicher Tierarzt zu erreichen sei. Nack) weiteren Bemerkungen der Herren Krapp, Vieh- vrann, Walter, Lutz, Hahn, Fritsch und Weil be- gründet Abg. Fenchel seinen Antrag auf Verschärfung der Vorsichtsmaßregeln gegen die Maul- und Klauenseuche, sowie em Ersuchen an den Bundesrat, die hessischen Vorsichtsmaßregeln auf das ganze Reich zu erstrecken. Die Generalbesprechung ist damit beendet. Zn der Einzelberatung werden die ersten zehnAttikel des Gesetzes zur Ausführung des Reichsviehseuchengesetzes unverändert angenommen, wahrend Artiktel 11 nach Den Äusschußanttägen angenommen wich. Artikel 11 soll darnach lauten: „Der Ausschlag der Beiträge erfolgt bei Pferden imb Rindern «Nach Stückzahl und Wert. Für den Besitzstand sind die von den Gemeinden jeweilig am 1. Januar ermittelten Werte maß- ,g£l)enD, bei Viehhändlern 20°. o des Jahresumsatzes. Für Tiere, die dem Reich, den Biuwes-staaten oder zu einem? verlange H s y j s hussei M H HB Bür landesherrlichen Gestüt gebSren, sowie kür Schlachtvieh ht Bieh- höfen oder in Schlächthüfan einschließlich öffentlicher Schlachthäuser, werden keine Beiträge erhoben (§ 73 des Reichsgesetzes)." Die übrigen Artikel wurden nach der Regierungsvorlage angenommen. Alsdann erfolgte die Annahme des Ges^entWurfs über die Entschädigung für an Dkaul- und Klauenseuche gefallenes Rind- vieh nach den Abänderungsanträgen des Ausschusses, mit einem Antrag des Ausschusses, die Regierung zu ersuchen, die Versicherung der Schafe, Ziegen und Schweine baldigst einzubeziehen. Zur Beratung kam dann noch der Entwurf eines Gesetzes, über die Aenderung des Gesetzes über die Brandversiche- rungsanstalt für Gebäude. Den Bericht darüber erstattet Herr Krapp- Sickenhofen. Der Vorstand der Landwirtschaftskammer hat bei der Beratung des Gesetzentwurfs die Abänderungsvorschläge zu ArtikÄ 2 und 22 angenommen, wonach die Zuschlagskapitalien 1/io bis s%o auf die Höchstgrenze von 5O/io erhöht werden, um die Schaden und Anteile an den Verwaltungskosten der in Betracht kommenden Gebäude zu decken. Dagegen hat der Vorstand den.Abänderungsvorschlag der Kommission zu Artikel 50 des Gesetzentwurfs abgelehnt, statt Vio bis 5O/io zu setzen Vio bis 100/i0. Bei der Ablehnung des Vorschlags ging Der Vorstand von Der Anschauung aus. daß eine Hinauf- setzung Der Höchstgrenze auf 10*7i0 des Zuschlagskapitals nicht angängig sei, weil hierdurch auch ein erhchlicher Teil landwirt- schftlüh benutzter Gebäude, z. B. Brennereien, getroffen werden können. Die Kammer nahm den Gesetzentwurf nach diesen Vorschlägen an. Es folgte dann noch der Bericht der WahlprüfungskomMission, nach welchem sämtliche Wahlen für giftig erklärt wurden. Nachdem dann noch Abg. Bähr den Ausführungen des Abg. Brauer gegenüber richtig gestellt hatte, daß er nicht das ganze Jahr, sondern nur 92 Tage in Darmstadt für die Kammer tätig gewesen sei, schloß die 'Tagung um 4Vs Uhr nachmittags. Au- Statt und Land. Gießen, 20. März 1911. ** ©tabttfyeater. Nochmals sei auf die Faust- aufführungen am Dienstag und Mittwoch hingewiesen, die als 20. und 21. MittwochabonnementvvrsteNnng in Szene gehen und daher jeweils (also auch Dienstags) um 7 Uhr beginnen. Die Inhaber von Gutscheinen werden auf diese Gelegenheit hingewiesen, da es fraglich ist, ob „Faust" in der hiesigen sehenswerten Einrichtung nochmals wiederholt werden kann. — Am Montag, 27. d. M., findet als .Beneflzvorstellung für Regisseur Guhne eine AuMH- uimg von „Flachsmann als Erziehet statt. •• Der hessische Flotten verein hat seinen Jahresbericht für 1910 erscheinen lassen. Die Mitgltederzahl hat >'ich fast nicht verändert, sie beträgt 9474. Auf Starkenburg entfallen 4380, und zwar auf die Kreise: Darmstadt 1338, Groß-Gerau 413, Erbach 195, Dieburg 392, BenSheim 501, Heppenheim 443, Offenbach 1098; Ober hessen zählt 3311 Mitglieder: Kreis Gießen 992 (Stadt 426), Friedberg 894 (Stadt 169), Alsfeld 403 (Stadt 224), Büdingen 395, Schotten 312, Lauterbach 385; Rheinheffen zählt 1783 Mit- 'lieber: Kreis Mainz 300, Worms 606, Alzey 374, Bingen 310, Oppenheim 193. Die Jahreseinnahmen des Landesverbandes betragen 15 152 Mk., die Ausgaben 14 369 Mk. Die Hauptversammlung findet tn Auerbach a. d, B. statj. Generalleutnant Korman hat die Geschäfte des 2. Borsitzenden niedergelegt, da er zum Leiter des hessischen Sanitätswesens vom Roten Kreuz erwählt wurde. An feine Steüe ist Kovtre- Admiral z. D. Westphal getreten. Kreis Büdingen. l- Büdingen, 17. März. Im ,/Stent" fand am Dow nmstag abend die Hauptversammlung des Verschönerungsvereins und des Zweigvereins des Vogelsberger Höhenklubs statt. Ans Dem vom Vorsitzenden. Kreisrat B o e tf in a n n , erstatteten Jahresbericht ist mitMteilen, daß Die Mitgliederzahl des Verschönerungsvereins von 180 auf 183, die des V. H.-Kl. von "57 auf 68 ftieg. Die Arbeiten zur Verbesserung der Wege in der Umgebung nahmen einen befriedigew Dcti Fortgang, der Passantenverkehr hat sich gehoben, Nährend die Zahl der zu längerem Aufenthalt anwesenden Personen eine Steigerung nicht erfuhr. Der Waudenausschuß konnte über befriedigende Teilnahme Der Mitglieder an Den Ausflügen berichten, desgleichen Der Blumenschnuckausschuß über die stattliche Zahl der mit Preisen bedachten Teilnehmer am Wettbewerb in 'Der Blumen- pftege, ebenso hat der Verlauf des Winterfestes befriedigt. Die Sport- und Spielansstellung in Frankfurt trug dem Verein einen schönen Preis ein, bei der Einweihung des Bismarckdenkmals auf dem Taufstein, dem Herbstschießen in Büdingen,den Festlichkeiten in Grckbenhain und Alsfeld, war der Verein vertreten, und der Besuch des Frankfurter und des Gießener Zweigvereins in Büdingen trug zu angenehmem Verkehr mit den Nachbarsektionen wesentlich bei. Das Verbandsfest 1911 findet in Wildungen statt, nachdem Büdingen mit Rücksicht auf andere in diesem Jahre in Büdingen ftattfinbenDe Festlichkeiten feine Bewerbung zurückgezogen hatte. Im Berichtsjahre fanden 6 Vorstands- uno 2 Hauptversammlungen statt. Die Wegmarkierung wurde vervollständigt, 'neue Grundsätze für die Markierung der Hauptwege sind in Vorbereitung. Der Kassenbestand betrug zu Anfang des Jahres 621,69 Mk., zu Ende 433.36 Mk., die Gesamtausgaben beliefen sich auf 857,35 Mk. Im Voranschlag für 1911 werden vorgesehen an Einnahmen 1082,76 Mk., an Ausgabe 704,20 Mk., darunter 150 Mk. für Neuaufstellmrg von Bänken. 70 Mk. für Fortsetzung eines gepflasterten Fußwegs nach dem Pfgffenwald, 200 Mk. für Herstelttmg eines Fußwegs vom Mühltor nach Der Badeanstalt, 90 Mk. zur Beschaffung von Preisen für Den BlumensckMuck- wettbewerb, 71 Mk. für den Vogelsberger Höhenklub, 30 Mk. Musrkzuschuß für das gern von auswärtigen Klubmitgliedern besuchte Büdinger Herbstschießen usw. — In der folgenden Erörterung allgemeiner Angelegenheiten wurden Wünsthe über die Beseitigung von Hausabfällen und die Reinhaltung der Straßen, Plätze und Wasserläufe, über Auslichtung von die Aussicht ver- sperrmden Baumbeständen, die Vernichiung der Schnaken (Die allerdings nach Der lieberzeugung einiger ReDner in Büdingen weder zahlreich noch MutDürftig feilt sollen), über Die Freilegung Der Stadtmauer, besonders des Jerusalemer Tores und anderes vorgebracht. — Der Vorstand und Die Ausschüsse wurden wieder gewählt. Der Vorstand besteht aus: Kreisrat Boeckmann (Vorsitzender), Bürgermeister Fendt (stellv.), Buchhändler E. Eber- lina (Schriftführer), Reallehrer Roth (stellv. Schriftführer), Kassen- rechter Rullmann (Rechner), sowie den Vorsitzenden der nach bezeichneten Ausschüsse: a) Verschönerungsausschuß: Forstmeister Spengler (Vors.), Forstmeister Bücking, Hofzimmermaler Schön, Kaufmann Franz Lehning, Hofinspektor Ziegler: b) Preßausschuß: Oekonomierat Andrae (Vors.), Prof. Dr. Dingeldein, Beigeordneter Dotter, Hofbuck>händler H. Eberling, Geschäftsführer H. Elle, Sürgermelfter Fendt, Hofbuchdrucker K. Schneider: c) Wohnungsausschuß : Beig. Dotter (Vors.), Kaufm. W. Glaeser, Metzgermstr. L. Scheid, A. Schößler, Lehrer Weidmann: d) Blumenschmuckausschuß : Fabrikant Otto Schäfer (Vors.), Privatier Greber, Kcmfmamt L. Hanner, Kreisobstbauinspektor Mettemick», Direktor G. Roth: e) Wanderausschuß: Gerichtsassessor Lutz (Vors.), Kassen- redmxex Fr. Rullmann, Fabrikant O. Schäfer, Buchdrucker H. Schneider, Aktuar Walbrach. — Ein von Rechtsanwalt Keil gestellter Antrag, gegen Die Erweiterung des hiesigen Mathilden- hospitals, weil in Den berechtigten Interessen Büdingens und seiner Emlvohner, wie Der benachbarten Grundbesitzer liegend, Protest zu erheben, wurde nach langem Für und Wider an- genommen. Kreis Lauterbach. X. Schlitz, 18. März. Hier hat sich in diesen Tagen auf Veranlassung von Kreisrat Bechtold ein Komitee von Damen gebildet, um die Sammlung zum Besten der Mutter- und Säuglingspflege am hessischen Blumentag planmäßig zu organisieren. — Für das im Juli hier ftattfindende Gauturnfest trifft man bereits mit Eifer die nötigen Vorbereitungen. Der Vorstand des hiesigen Gesangvereins ^Harmonisches Kränzchen^ wendet sich in einem Ausruf an Die Bürgerschaft mit Der Bitte um Beteiligung von stimmbegabten, außerhalb deS Vereins stehenden Herren an einem für das Turnfest geplanten Maffenchor. X. BernShausen, 18, März. Bei unferm Dorf befindet sich in der Nähe der Schlitz ein großes Moor, Das dem Bad Salzschlirf gehört. Zur Winterszeit ist stets eine Schar Arbeiter Damit beschäftigt, gewaltige Mengen bet Moorerde auszuheben, Die dann nach Salzschlirf gefahren werden, um dort für Bereitung von Moorbädern Verwen» düng zu finden. Ein Teil DeS MoorS ist bereits auSgebeutet; man hat daselbst jetzt einen Teich angelegt, der mit Karpfen bevölkert werden soll. Starkenburg und Rheinheffen. R.B .Darmstadt, 19. März. Der Verein Brauns- Hardter Heim hielt am Samstag seine 5. ordentliche Versammlung ab, die im Auftrag der antvesenden Protektorin, Fürstin Maria zu Erbach-Schönberg, Generalstaatsanwalt Dr. Praet orius leitete. Der Geschäftsführer, Pfarrer Kleberger, erstattete den Jahresbericht, aus dem hervorging, daß das Heim im Jahre 1910 23 Pfleglinge (1905: 9, 1906: 13, 1907: 21, 1908: 25 und 1909 : 22) beherbergte, im Ganzen seit der am 8. Mai 1905 erfolgten Gründung 72 Personen. Zehn Mädchen wurden aus den Vorjahren übernommen, 13 neu untergebracht, doch verließen sechs davon den Marienhvf bereits nach kurzer Zeit wieder eigenmächtig, während zwei in passende private Stellen gegeben werden konnten. Der Konfession nach waren 21 evangelsich, 2 katholisch; dem Alter nach zwei 15, sechs 16, je zwei 17, 18 und 19, vier 20, je eine 22, 23, 24, 29 und 41 Jähre. Gerichtlich bestraft waren 11, Zwangszäglinge 6. Die Ausbildung der Pfleglinge betraf Waschen, Bügeln, Nähen und sonstig« Hausarbeit, sowie Gartenarbett. ®inen schweren Verlust erlitt das Heim durch den Tod der ersten Leiterin, Schwester Maria, die in der Schwester Eleonore eine tatkräftige Nach folgerin erhielt. — Der Rechenschaftsbericht des Rechners, Major Baur, ergab die Tatsache, daß die Mitglieder zahl und damit die Jahresbeiträge im Steinen begriffen sind; sie brachten 3194 Mk. Die Einnahmen oer Schwester betrugen 2546 Mk., und mit den sonstigen Einnahmen unt Reserven stellten sich die Gesamternnahmen auf 10661 Mk. Dem steht eine Gesamtausgabe von 9115.75 Mk. gegenüber, darunter ausgeliehene Kapitalien 1682 Mk., Bauuntev Haltung 296 Mk., Zinsen 584 Mk. und Haushaltungszuschuß 1168 Mk. Der Voranschlag für 1911 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 7250 Mk. Die Schulden belaufen sich noch auf 20300 Mk. — Nachdem Rechrrung und Voranschlag genehmigt waren, ergab Die Vorstandswahl für den AuS* schuß die Wiederwahl der bischerigen Mitglieder; an Stelle des als Reichsgerichtsrat nach Leipzig gehenden Ober, staatsänwalts Dr. Buff tritt Oberstaatsanwalt Dr. Schwa rz-Mainz ein. D. Mainz, 19. Mürz. Sin hiesiger Oberreat» schüler, der Sohn eines Lokomotivführers, hatte ohns Erlaubnis das Fahrrad eines Mitschülers benützt. Durch Sturz war das Rad beschädigt worden Dem Eigentümev entstanden 7.50 Mk. Reparaturkosten. Dee Rechnung sandte der Klassenlehrer an den LoLomotivführer, der dem Sohn wegen oer Kosten Prügel in Aussicht stellte. Das Der* anmstte den Schüler, zu verschwinden. An feinen Klassenlehrer sandte er noch eine Postkarte mit der Mitteilung, die Sache habe ihn derart aufgeregt, daß er in Den Tod gehe. Wenn der Lehrer die Karte erhalte, befände er sich nicht mehr unter den Lebenden. Die Polizei wurde von Dem Verschwinden des Schülers verständigt, es ist bis jeHt no^cl) nicht gelungen, den Aufgeregten ausfindig zu macher. <5erid?e»faaL Gießen, 18. März. Das Standgericht des Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm, bestehend aus dem Major Großmann als Lorsitzenden, Dein Hauptmann Schroeder als I. und Oberleutnant Boße als II. Beisitzer, sowie dem Oberleutnant von Peutz (Ernst) als Vertreter der Anklage, verhandelte in seiner heutigen Sitzimg gegen den Reservisten Karl Hoppert vom Landwehrbeztrl Siegen. Er hatte sich wegen unerlaubter Entfernung, begangen durch Versäumnis der Herbstkontrollversammlung 1907 und oer Frühjahrs- und Herbstkontrollversammlunqen 1908, 1909 und 1910, zu verantworten. Ter Angeklagte entschuldigt seine HandlunEweise damit, daß er angab, auf Wanderschaft gewesen zu fein. Daß er an den Versammlungen teilnehmen mußte, war ihm bekannt. Ter Anklagevertreter beantragte den Angeklagten zu 10 Tagen strengen Arrest zu verurteilen. Das Gericht ging m Anbetracht der schlecht«, Führung des Angeklagten, soivie der mehrfachen Vorstrafen über Den Antrag hinaus und verurteilte ihn wegen unerlaubter Entfemunz zu 14 Tagen strengem Arrest. Berlin, 18. März. Das Kamm er gericht erlarotti gestern auf Aufhebung Der einstweiligen Verfügung, durch die der Firma A. Wertheim Der Weiterabbruch Des Seitenflügels bti Hauses Leipziger Straße 130 untersagt mirD. Die Firma ist Da9er in Den Stand gesetzt. Die Verbindung zwischen ihrem alten Hausr und Dem Erweiterungsbau herzustellen. In Der Begründung heißt es, Daß Professor Männchen, Der Die Verfügung Des Land' gericksts erwirkt hatte. Durch den Abbruch des Settenflligels zwar eine kleine Beeinträchtigung erfahre. Doch kämen so große Summ« für die Firma A. Wertl»eim in Frage, >daß Die Beeiträchtigung des Mieters nicht ins Gewicht falle. . ........UUl. Für l'*ahrr:i(k.: Aduni K irr her. Giessen, Bleichst rasse. Kiewe KIOS™^ Türk.Tabak-& Clgaretten-Fabrik„Klos" o E. Robert Böhme, Dresden. r^rucksachen aller Art Bet®5' liefert In jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl’sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 >*" ___ OPELf ,.CIGAR^ ist WMI< 'Ltzc ;"b,n U* »»i«»tw. •' «oit:.: " « I» 2 L>* 'M1“! S"1S, °^NN w e'lä auSg1 tt. * b- ordrnl!^ bchonbe:, DerL Semben 9m Ry* der am 8. fca Zehn Mjx. ' neu uito, Marienhvi x J- wahrend ” tonnten. s# taWM; tfl 18 und 19, Pt I Gerichtlich > üuSbilbung en unb fonta schweren iiterin, Schvche tatkräftige ü ht des Siechnnt die »ttghti® -tmen b«n«i icn der Sd)tptc Einnahmen i n auf 10661 ? 5 Mk. gegeiL- Ml, Km» LhaltMgSW^ eßt in Emch> )en belaufen ' h unb LoransL'q chl für bat U- [lieber; a&.e W> :c, befind!!! sich Polizei wrowi AnSaaben Einnahmen 4 81 685,OU 506,529.96 96 3.227,496 N Aktiva 17,865,000 TL i» 8,708,411 48 54 M. 88 546,582,687) 44 61 98 9,002,727.66 351,059.97 87,673.24 18,685,768 17 844,414, 73 Preußische (sämtlich in daS TeckungSregister eingetragen) ...... Außerpreußische Zinsen Aktienkapital . . . . • • • Reservefonds gesetzlicher außerordentlicher..... • Immobiltenreserve...... Vortragsposten Pfandbrief-Agio Zinsen und Darlehens-Provisionen . Geivinn-Voclrag....... Pfandbriefe 4°/o’0c 3l/j°/0’9e . ..... Verloste Stücke ...... 8,528,604 2,545 802,098 527,774 820,000 1,900,000 860,852 50,000 22,942,694; 67 Passiva 491,423,700 26,600 4,517,100 1,900,000.— 600,000.— 50,000.— 860 862.88 816,644.08 Zinsen von: Pfandbriefen . . . Kommunal» Obligationen DerwoltungSkosten . . . Steuern und Stempel . . M. 21,550,535.26 „ 359,003.71 M. 18,532,792.11 , 152,976.06 500,000.— 12.675.06 M. 15,330.000.— „ 1,500,000.— , 1,035,000.— Kommunal» Obligationen, 8l/j%’0« • • • • • • * * * * Zinsen von Pfandbriefen und Kommunal-Obltgatronen fällige Coupons und Zmsanteile pro 1910 der Coupons per 1. April 1911 Unerhobene Dividende.............. Kontokorrent: Kreditoren. • Depositen . • Talon st euer-Konto • ♦ ♦ • ♦ • • ' Dividende für 1910 . . . ♦ • ♦ Tantiemen und Gratifikationen . . . . Ueber Weisung an die Pensionsanstalt . M. 328,802,700.— . 162,621,000.— Kasse, einschließlich Giroguthaben bei der Reichsbank und Frankfurter Frankfurter Hypothekenbank 482ä Geschäftsjahr, Abschluß per 31. Dezember 1910. ______________ ahresrechnung. M. 4,620.000.— , 2,006,695.— , 970,804.— M. 2,079,312.41 , 1,312,454.94 . 816,644.08 Hypotheken (sämtlich in das Deckungsregister eingetragen) Hypothekenzinsen (rückständig M. 103,566.79) . . . Kam munal-Darlehen Bank.............. Wertpapiere M. 6,600,000.— 3»/0 Deutsche Staatspapiere. M. 2,057,000.— 3, 31/, und 4% dergl. . . Eigene Pfandbriefe und Kommunal-Lbltgationen Lombard-Forderungen Guthaben bet Bankhäusern DiSkonto-Wechsel. ..... Kontokorrent: Debitoren Immobilien: Bankgebäude Sonstiger Grundbesitz . Gewinn-Vortrag vom Jahre 1909 3tnfen au5: Hypotheken Kommunal-Darlehen . . ..... Lombard - Darlehen, Diskontierten Wechseln, Konto-Korrent und StaatSpapieren .... Darlehensprovisionen Von den Hypothckenschuldnern ersetzte Stempelsteuern Reingewinn, beschlossene Verwendung: 9 ’/3 olo Dividende aiiS M. 20,000,000.— M. Uebetiveisung an die Reserven .... ■ UeberWeisung an die VensionSaustalt . . w Tantiemen und Gratifikationen .... e Vortrag auf 1911 .. 22,000,000 — vH 205,064 74 22,416,068 93 ' 165.U97 771 ' 156,463 23 22,942,694 67 | Bila *1 511,505,258 98 5,010,898 Ol 9,441,460 87: 1,860,040 87, 7.597,499 — | l,541,60(i 5.000,000 l-ii 2.148,202 1 42,; 1,915,052 23 , 512,675 06.1 546,532,68 44 l = Ausverkauf! = Wegen Umzug am 1. April verkaufe ich mein ganzes Lager in Oefen und Herden zu jedem annehmbaren Preise. 1804 Es kommen zum Verkauf: Ein sehr großer Posten Irische Lesen, Amerikaner Oefen, darunter eine große Anzahl von Junker & Ruh, Landöfen, Regulierherde, Emailleherde, Landhcrde und gebrauchte Oefen m jeder Größe und Ausführung; ferner Ofenrohre in jeder Weite, Ersatzteile wie Röste, Fütter usw. und em sehr großer Posten Schamottesteine. suczichcWst dec Lcfeii- md Sttdc-WuAm m Wilhelm Dürbeck,”cc"% \! ■ ■ ■ F' liefert billigst die Brühl’eche Kuverts mit Firma äää Die Direktion. 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März, abends 6’/, Uhr, in der Stadtkirche anter der Leitung seines Dirigenten, Herrn Prof. G. Trautmann, und unter Mitwirkung von Frl. J. Müller aus Wetzlar (Sopran) nd Frl. E. Keichard aus Frankfurt a. M. (Alt), und des Henn Joachim Breiding aus Frankfurt a. M (Tenor) und des Herrn H. Reinhardt aus Darmstadt (Bass), sowie des Herrn Organisten 0. Görlach und der unter seiner Leitung stehenden Knabenchorschnle Programm. a) Pharisäer und Zöllner für zwei Männerstimmen, Frauen- u. gern. Lhon b) Osterdiälog für vier Solostimmen. 3> Knabenchöre. 1 Zwei Kantaten für Sonntag Ewtomihl v. Joh. Seb. Bach für Soli, Frauen- u. gemischten Chor, mit Begleitung von Orchester und Orgel al Jesus nahm zu sich die Zwölfe b) Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem. Eintritt frei. Eintritt frei Für die inaktiven Mitglieder sind Plätze am Altar, im vorderen Schiff und auf den Emporen reserviert. Der Eingang am Turm ist nur für Mitwirkende und für mit Karten versehene Mitglieder geöffnet. — Kindern kann der Zutritt nur in Begleitung von Angehörigen verstattet werden. Texte zu 20 Pfg. sind an den Kirchenturen zu haben. Freiwillige Gaben zur Deckung der Kosten werden in den Büchsen erbeten. u 18 Der Dividendencoupon pro 1910 gelangt von heute ab mit M. 95.— — 9l/,0/0 zur Einlösung. Frankfurt a. M., den 18. März 1911. ___ Ortsgruppe Giessen liir Fnnlimnbl. Donnerstag den 23. März 1911, im Saale des Hotel Schütz, abends 81/» Uhr, Oeffentlicher Vortrag von Frl. Annie Furuhjelm-Helftngfor» „Das Frauenstimmrecht in Finnland“ Eintritt 50 Pfg. Eintritt 50 Pfg. Kann ein Beamter snzialdemn- kratisch wählen? Darf er das? Selbstredend darf er das, jo gut wie jeder andere Staatsbürger auch. Bei den letzten badischen Wahlen haben die badischen Beamten bis hinauf zu den höchsten (soweit sie der nalionallibcral-freistnnigen Partei cageböcten) sozialdemokratisch gewählt. Es galt eben Baden vor einer, jedes freie Geistesleben bedrohenden Reaktion zu bewahren und da handelten die Beamten eben so, wie es das Interesse eines ntobernen Staates erforderte. Daß der „Block" in Baden und der .Geists, welcher der badischen liberalen Beamtenschaft ihre Stimmabgabe für den Sozial- : demokraten diktierte, ein Zeichen von Fäulnis sei, glauben doch nur ganz unerfahrene politische Kinder. Dl’/> Platzvertreter gesucht von norddeutscher, bestfundierter, erstklassiger Kokos- butterfabrik für Gießen und Umgegend. Rur solche Herren kommen in Betrachk, welche^ am Platze selbst ansässig, mit der einschlägigen Kundschaft und den Platzoerhältnissen durchaus vertraut sind. Schriftl. Angebote unter 1882 an die Geschäftsstelle des Gießener Anzeiger erbeten. Cale Amend täglich. Konzert des Solisten-Orchesters H. Sandory unter Leitung des Violin - Virtuosen Jean Cornely Anfang 8 Uhr. Eintritt frei. 1472 ' 70% 1« ' Stromersparnis Tt F durch die \ Original ' □UST 1 ,WOIFRAMIAMPE\ 1 . - Erh ältlich: n i t,rQsshändlernwln^3U 1 teuren sowie j ^olfram.lampenA^ - Augsburg Ein ernstesWort srr. k.> in letzter Stunde beschimpft Jan jh. Werner-Butzbach demokiqtie nicht ui Ersulluufl gehen. Beamte denkt daran, wie die Sozialdemokratie Euch 16 Am kaspo Pro 11 M ta A ®orreb! L Wetge bekämpfen. r , . Lr-er nicht das Börsenjobbertum unterstützen will, um dadurch die Grundpfeiler unseres heutigen Wirtlchastslebens zu untergraben, sondern wer für deu Schutz der ehrlichen Arbeit in Stadt und La»»d eintritt, der wähle am 21. März ist nötig gegenüber der verhetzenden, irreführenden Tätigkeit der sozialdemokratischen Partei. Wähler seid Schöne Worte werden Euch von der Sozialdemokratie versprochen, aber die Taten der sozialdenro- ans der Hut. kratischen Partei sehen ganz anders aus. Bauern wehrt Die Sozialdemokratie will Euch an die Wand drücken und vernichten, wert sie weiß, daß bei Euch. dem Fortbestehen eines gesunden Bauernstandes niemals ihre revolutionären Bestrebungen Boden finden im deutschen Vatcrlande. Ein sozialdemokratischer Führer hat es ja aus dem Parteitage ganz offen ausgesprochen: „Jede Revolution wird zu Boden gedrückt werden, durch die nägelbeschlagenen Schuhe der deutschen Bauern. Weil die Sozialdemokratie das weiß, will sie den Bauernstand durch die Einführung des von ihr geforderten Freihandels den Bauernstand untergraben und vernichten. Deshalb Bcirmu wchrt Euch und wählt feinen Sozmldemott teil. Handwerker und Kaufleute kämpft Warenhäuser, N -mschbazare, unlauterer Wettbewerb, Schwindelausbelkäufe, um Eure bedrohte Existenz. Wanderlager, G fäugnisarbeit, Schwindel- uni) Pfuschkrarbeit und viele andere Mißstände mehr zerstören allmählich deu soliden Handwerker- und K ufmanusstaud. Ein einziges Warenhaus vernichtet manchmal die Hoffnungen tausender Angehörigen des Mittelstandes. Die Sozialdemokratie freut sich darüber, hat sie doch im „Hamburger Echo" ausdrücklich die Vernichtung des Mittelstandes als eine erfreuliche Er- scheinuug bezeichnet. Tie Sozialdemokratie qni- drt aber auch selber Konsumvereine, um deu M ttelitaud zu ruinieren und nm auf dem Wege über die wirtschaftliche Macht zur politischen Herrschaft zu gelangen. Aus deu Trümmern des Mittelstandes will man den sozialdemokratischen Znknnftsstaat ansbauen. Handwerker und Kaufleute! Sorgt im Interesse der Erhaltung Emer Existenz am 21. März dafür, daß die Hoffnungen der Sozialer m. Äh Subetfu ionaen< ff ie ich Mn L'kcr an ^frnnf ItOf 5*4 Beamte, die ihre Pflicht und Schuldigkeit tun, werden bei jeder Gelegenheit als „niedrige Knechtsseelen", als „traurige Helfer bei der Mederknüppelung der So- zialdemokratie", als „faule Ordnungssäulen des Schmarotzers" bezeichnet und mit vielen anderen Schimpswörtern bedacht. Bei der Agitation im Wahlkreise umschmeichelt man die Beamten da, wo sie in größerer Anzahl vorhanden sind, um sie für sich einzufangen. Wo die Sozialdemokraten in Orten keine Beamten gewinnen können, schlagen sie aus den Beamtenstand los. So der Reichstagsabgeordnete Busold, der in einer Wählerversammlung in Villingen am 17. März in hämischer Weise sagte, daß die Beamtenwirtschaft und die Beamtenmacht in Deutschland zu arg sei: „Wer die Uniform anhat, der gilt schon etwas und wenns nur der Polizeidiener ist." Für die Richtigkeit unserer Angaben stehen eine ganze Anzahl Zeugen em. Deutsche Arbeiter Die Sozialdemokratie hat gegen die sämtlichen Arbeiterschutzgesetze ihre Stimmen ab- bekämpst Eure Feinde. gegeben. Also Alters-, Invaliden-, vor allen Dingen aber Kranken- und Unfallrenten sollte es nach dem Willen der Sozialdemokraten nicht geben. Der Arbeiter konnte dann mit dem Bettelsack einherziehen oder der Armenkasse zur Last fallen. Die Sozialdemokratie ist auch die Partei der größten Unfreiheit. Der Arbeiter darf nicht denken was er will, sondern er muß politisch so denken, wie es die Sozialdemokratie ihm vorschreibt. Versucht er einmal eine eigene Meinung zu haben, so wird er rücksichtslos aus 1 einer Arbeit herausgedrängt. Wer nicht pariert, fliegt hinaus, so lautet der Grundsatz der Sozialdemokratie. Ein Arbeiter, der frei denken gelernt hat, und der für fleh und feine Familie forgen will, kann nicht fozialdemokraiifdi wählen. Christlich deutsche Männer Der Mensch lebt nicht vorn Brot allein, er muß auch Ideale aufzuweisen haben, er muß in verteidigt Eure besten Güter, seinem Innern djnftlidje und nationale Ueberzeugungen wurzeln lassen, Dinge, die empor- >eben über die Dielfad) engen und kleinen Fragen des täglichen ßebeiid und die Leitstern sind und starker Führer, wenn unv onst alles zu verlassen droht. Die Sozialdemokratie sagt draußen zwar: „Religion ist Privatsache." Aber der Kampf gegen )ie Religion ist der Sozialdemokratie schon längst zur Parteisache geworden. Beantragte dod) die sozialdemokratiiche Fraktion 1902 im Reichstage (Rr. 454 der amtlichen Drucksachen des Reichstages) „die Religionsunterwei|ung kommt in allen Schulen des Deutschen Reiches als UnterrichtSgegenstano ausnahmslos in Fortfall". . Der Kampf der Sozialdemokratie gegen Vaterland und Monarchie und gegen die heutige Gesellschaftsordnung, das Eintreten der Partei für die Revolution, ist bekannt, und wird vqn der Sozialdemokratie auch offen zugegeben. . Aus all den oben angeführten Gründen kann kein Bauer, kein Handwerker und Kaufmann, kein Beamter- kein Arbeiter kein christlich-deutscher Mann sozialdemokratisch wählen. Der Börsenjobber mutz denn für ihn tritt die sozialdemokratische Partei ganz offen ein, weil sie erst alles zerstören will, sozialdemokratisch wählen, was in Deutschland an MUturwerteu vorhanden ist. , Beweis dafür; Die vielen börlenfreundlichen Abstimmungen der loz.aldemokratikhen Partei. Weiter: «Der fozialdemokratnche Volkswillei» Hannover Pr. 200 vom 28. 8. 1900 schreibt in emem Artikel: «iSozialdemokratie und Mittelstand-: Die Berliner Volkstribune des früheren lozialdemokraiiichen Abgeordneten, jetzigen sozialdemokratischen Schrifffteliers Schippel schreibt: Wir wünschen freie Bahn für die Betätigung des Jobbertums. Wir wiederholen nochmals, datz wir im Börfenfchwindel einen wert« vollen Bundesgenossen zur Vorbereitung des sozialistischen Staates sehen und deshalb keine Ursache haben, denselben zu -"tragt R-ichska fl[aue Aeichs" ioriern. betunß 1 teuft juchur Mut' veile, dehnt W Klauens begrünt Liehbef strickt i-haftn Rußlai so groj Abgeor schädig nickr o auch i wenn der S in sei gung sprich der ■ 130i find' in c wer! Tub be§, Sie ürwat Aakgen an und der Är eine tz «örter Glas suchung ein Di M t $ebaut dechält Unten whme bims in 5' mr d vde