Nr. 225 Tn Ctefcener Sazelgtt erscheint täglich, anher Sonntag«. - 'Beilagen: viermal toddientlidi 6t schale zu werfen. Unsere Feinde werden die Lage natürlich nach Strä|ten ausnutzen, und die englischen und französischen Kurse im Lsmamschen Reich werden steigen. Auf der andern Seite wird, wenn Deutschland Italien jetzt seine Zustimmung gibt, der wagemutige Dre.bundgenosie diese kaum sehr hoch bewerten; er wird vielmehr feine Dankbarkeit den englisch-französischen Helfern zuwenden. Mr erhalten folgende Meldungen: Berlin, 2d. Sept. Tie Morgenblatter melden übereinstimmend aus Konstantinopel, daß man dort vor dem Krieg zu stehen glaube. Der Bericht- erstatter des Berliner „Tageblatts erfährt von onerreiu)i- säfer diplomatischer Seite, daß die Zlaliener in Tripolis Truppen landen. Tie deutsche Regierung hätte noch keine Stellung zur mpoLitanücqen Frage g gemlber der Türkei genommen. Tie Mitglieder der italic* Nischen Botscha f t in Konstantinopel bereiten slch zur Abreise vor; sie haben eine große Zahl von Schlafwagen Plätzen für einen der nächsten Lricnterpre, zöge bestellt. Vor der Abfahrt des italtenisck-en Statu)na14 „Galileo" ist eine große Anzahl von Sacken von der Vorschau auf den „Galileo" gebracht worden. Der Konstantinopeler Korrespondent des „Lokalanz." telegraphiert unteiin 24. Sept, abends: In den späten Abendstunden traf hier die Meldung ein, daß b i c Italiener Truppen gelandet und zwei t u r l t s ch e Munitionsdampser gekapert hätten Tas ganze erste türkische Armeekorps erhielt De fehl, sich bereit zu halten. Uebermorgen ivird sich ein Regiment der selimzci Kaserne aus dem Dampfer „Plewiia" nach Pripolis cmschifsen. Paris, 25 .Sept. AaF abends aus der Stadt Tripolis hier an Nachrichten vorliegt, i üüber Tunis hierher gelangt. Tie m o h a m m e d a n r s ch e Bevölkerung ist in großer Erregung Tie beiden europäischen Klubs sind geschlossen, nur das Militärkasmo üt offen. Das größte Geldinstitut hat seine Angestellten beurlaubt und die Bureaus gesperrt. Von den lOUOo Juden haben btc Wohlhabenderen, etwa 1000, sich nach Europa eingeschifft. Srörun^ gen der Lrdnung werden hauptsächlich von ber massenhaft nach der Stadt Tripolis strömenden Landbevölkerung befürchtet. Ein italienisches Geschwader unterwegs. Paris, 25. Sept. Ein aus zwei Divisionen gebildetes Geschwader von italienischen Kriegsschiffen verließ heute abend 9 Uhr den Hafen Auguste Beola bei Svrakus. Die erste Ttviuon umfaßt die Panzerkreuzer „Roma", „Napoli", „Amalfi" und „Bisa", die eine Geschwindigkeit von 23 'knoten haben. Die zweite Division besteht aus den etwas alteren Panzerkreuzern „Garibaldi", „Ferruccio" und „Varose" mit einer Geschwindigkeit von 21 Hiwten. Tas Geschwader wird von zwei ESkadrillen Torpedobooten und Torpedoboots- zerstörern begleitet. Der Bestimmungsort wird offiziell geheim gehalten. Man glaubt, daß die Schiffe morgen früh auf der Reede von Trivvlis Anker werfen werden. Eine Truppenlandung soll nicht beabsichtigt sein. Mailand, 25. Sept. Tie Vorarbeiten für die Ausrüstung der Expedition nach Trivo- lis werden mit fieberhaftem Eifer betrieben. Iu den militärischen Depots wird Tag und Nacht gearbeitet und in vielen Städten sind rote .-ireuztolo.ii'.. . m.. .i icr: mürben. In Genua werden alle großen Dampfer der italiem scheu Schiffsgesellschaften zurückgehailcn. 4j Transvor: schiffe sollen von der Regierung bereits gechartert sein. Zum Ko mm an bauten ber Kriegsflotte wurde Admiral Ä u d o y ernannt. Athen, 25. Sepr. Die hiesige Agentur der italienische» Tampfergesellschaft Florio ^ubarrino erhielt die telcgraphisckfe Weisung, hine Fahrkarten nach i.irkisch.u Häsen mehr auszugeben, da sämtli^e Sc. ■ ii ber Gesell schäft von der italienischen Regierung für Truppentransporte gechartert sind. Ein Telegramm des CultaaS an Kaiser Wilhelm. st o n st a n l i n o v c l, 25. Sept. Ein hiesiges griechischem Blau Dcrtcidmet bas Gerücht, der Sultan habe angesichts ber üriegsgefahr durch ein Telegramm an Kaiser Wilhelm eine deutsche Vermittlung im Trivoli-konstill erdeten. Vera, 25. Sept. Türkische Regier ungSkreise be- jiveifeln einen Handstreich Italien» aui Tripolis, bei ungeheuerlich wäre Ter KriegSminister erklärte, Italien würde babei tu viel wagin, und der srüht^-Fmanzminister Tichai'ibs meinte heute, baß die» ein Raudansall wäre, ben die Türke» ebenso d.amworlen würbe. Ein italienischer Passagierdampfer weggrvommen. Port Said, 24. Sept. .Vier sind Gerüchte verbreitet, baß ber italienische Passagierdampfer „Rcq in a Margherita" in flerfina von bcn Türken weggenommen worben fei Ter italienische Tampfer ..BoSioro" verschob infolgedessen feine Abreise von hier nach ben syrischen .Vasen, H'.-ti ci cbvnfflHa seine Wegnahme befürchtet.______________ Die französische Antwort. Paris, 23. Sept. Ter Minister des Aeußern ließ durch den Ministerrat bei den noch strittigen Punkten die Fassung gewisser Formeln genehmigen, die sich ein wenig von dem in Berlin festgesetzten Wortlaut unterscheiden, aber sich an den allgemeinen Gesichtspunkten halten, über die v. Aioerlen- Wächrei und Eambou sich bei ihrer letzten Unterredung gc< einigt haben: be Selbes schlägt einen neuen Text sr die Kontrolle vor, die Franlreich fiir Bergbau nnb Verkehrsmittel annimnu Man hofft, daß diese Lerschie- denheiten sich ziemlich leicht ausgleichen lassen werden. Ter Ministerrat deichästigte sich heute nicht mit der Kongo frage Tie vorn l einigen Mmisterrat angenommene Note wird durch Ka bin e t 1 sku r i e r nach Berlin gesandt. Lotschaster Eambon wird dieses Schriftstück voraussichtlich am Montag dem Staatssekretär v. Kiderlen-Wäcluer vor- legen. Tie Note weicht nur wenig vom e $ t ber deutschen Antwort ab, welche Eambon nach Paris gesandt hat. Sie spricht den Wunsch nach präziserer Fassung aus in den Fragen der öffentlichen Arbeiten und Monjeifionen, sowie des Schutzrechtes über die Eingeborenen iind der Konsulargerichtsbarkeit. Ter „Temps" schreibt übtzr ben Inhalt ber Note fol- gcndcS. „Der vom Mimücrrat gebilligte Text hat den Zweck jedes MißvernändniS tut d,e Zukunft zu vcrmeibcn und gewitte Punkte für btt Uebergangsjcir genau ’eüjufiellen Unter der UebergangS- zcit ist jene Frist zu verstehen, btc zwischen dem Abschluß des Maiolkoabtommcns unb ber Zustimmung verstrelchen wtro, die seitens ber Unterzeichner bei Algeeiras-Akie den an diesem miet« nationalen Vertrag vorzunehmenbcn Acnberungen erteilt werden muß." Eambon alS Gast bei Kiderlen. Be r l in, 23. scpi. Bei hem Sta. t.setieiäi v. 51 ider- l e n - W ä ch t e r fand heute abend zu Ehren des Botschafter- paares E a m b o n ein Diner statt, zu dem außer Herrn und Frau Eambon auch Fräulein Eambon, verschiedene Herren des Auswärtigen Amtes, darunter Unterstaatssekre- tär Zimmermann, der Gesandte Freiherr v. Wangenheim und andere geladen waren. Gefechte der Spanier. Madrid, 23 Sept. Tie feindliche Abteilung verlor vorgestern in dem Gefecht am Ued Kerl über 300 Mann. Tie Pariser „Liberte" meldet aus Madrid, daß Mauren am 18. d. M. bei Zcgubfam am Heb Hort einen spanischen Zug von 80 Maultieren mit Munition unb Lebensmitteln weggenommen unb 15 Führer getötet unb verbrannt haben Eine fliegende Kolonne, die den Zug frei zu machen suchte, habe an 100 Mann verloren. Tie „Agenee Havas" meldet aus Tetuan vom 22. ds.: Wie verlautet, bereitet der Militärgouverneur von Ceuta, General Alfan, die Besetzung Teiuans vor. Truppen mit 300 Maultieren werden aus Tarisa tn Ceuta erwartet. Unter den Eingeborenen verlautet, eine spanische Transpvrtkolonne sei bei lebubfa am Bed Mert überfa 11 en worden Bon der Bedeckungsmannschaft seien 170 Mann gefallen und 15 gefangen. Tie Riffleute, die 80 Maultiere wegtrieben, hätten lOv Mann verloren AuS Melilla wird noch gemeldet: Eine feindliche Abteilung beunruhigte während der ganzen Nacht vorn 20. ;um 21. September Die oorgefchobene Stellung der Spanier am rechten Ufer des Kertsluft'es Unter -dem Schutze des herrschenden Nebels setzte der FeiTid über den Fluß unb eröffnete das Feuer auf die linke Flanke der span.safen Truppen. Nach heftigem Mampfe zci'prengten Die Spanier den Feind, der zahlreiche Tote und Verwundete zurncklteß. Tie Verluste der Spanier betrugen acht Soldaten, unter denen sich zwei Eingeborene befinden. Ein Major, 9 andere Lsrizierc und 3S Soldaten, unter denen sich acht Eingeborene befinden, wurden verwundet. Der einmalige Schah von Persien gefangen? Petersburg, 23. Sept. „Rußkiji Wieoomifn" meldet aus Teheran die Gefangennahme des ehemaligen Schahs durch Bachtiaren. Tie Meldungen widersprechen sich aber. Nach einer Reuternachricht haben die Llnhänger des Schahs Erfolge gehabt: London, 23. Sept. Aus Teheran wird gemeldet: N aib Huss an, von dem jüngst gemeldet rouroe, er fei geschlagen worden, besetzte gestern nacht üaschan. Die Regicrungstruppen ergaben sich und die Bachliaren flohen. Smudscha Taulcy wurde endgültig im Gebiet von Täbris geschlagen. — Von ber Gefangen nahm des E x s m a y s ist nichts bekannt. Der neue russische Ministerpräsident. Petersburg, 24. Sept. Ter Ernennung Kokowzow» zum Ministervräfidenten, unter Belastung der Eellung al« Finanzminiüer, wird letzt amtliä) verösteiulicht. " " 1 " ..... — ' "■ Das Programm der chincMcn Währungsreform. Bei der Tcutij,»9lfialijchcn Bant fand eine Konferenz her bekannten vier an den chinesischen DKfchafteii beteiligten internationalen Gruppen statt, m ber ein Etnverstänbni» über das Programm der chinesi» I mcn Währungsreform erhielt wurde und wobei man fiel) über die weite , n zur Durchfulirung des Programms zu eigreifenden Schritt'- verständigte Tie Emission der Watt rungsanlrilie laßt selbstverständlich noch einige Zeit auf sich warten, da dem internationalen Syndikat hierfür eine noch sehr angemcifene Frist zur Verfügung steht. Au» bentu. Darmstadt, 24 Sept. Tie Nation all i ber alt Partei des Grotzl erzogtuins Hessen wird am Sonntag, 8. Ctiobcr, in Tarn:nb, Dutri der Bundesrat hier alsbald in die Notwendigkeit versetzt werven, ovn bei ihm durch g 66 des Zuwachs- üeuergcietzes ubenragenen Ermächtigung Gebrauch zu machen. Die erivähmen Recht-rorgänge „Die es — ohne unter rin g 1 Ab'chmtt 5 oeS Gesetzes zu fallen — anriren ermöglichen, über ßeuerr'lichng zu erflären. Amtliche Erwägungen hierüber sind bereits im Gange. Ter am 17. Sept, verstorbene Reichstagsabgeordnete Liebermann von Sonnenberg wurde am Sonntag beerdigt. Zalttreiche Vereine, insbesondere auch der Bund der Landwirte und verschiedene rtriegervereine hatten Abordnungen zu der Leichemeier in der Invalidentircke entsandt. Das Lfiizierivros des 1. preuß Grenadier Regiments, bei dem her Verstorbene bei: Deutsch-französiftt en ?trieg mitgemacht hatte, hatte Blumcnspcndc.: gebracht. Im Namen her Poliris em Ermüde rief Der Reichs gsabgeorb- nete Raab bem n'torbenen Abfchiedsworle in Das urab nach. Anfang Oktober erscheint, so wird ans amtlich aus Berlin mitgeteilt, eine neue Nummer des Postblatts, )as eine Beilage zum Reichsanzeiger bildet, aber auch ur sich bezogen werden kann. Im Postblatft- das im Reichs-Postamt zusammengestellt wird, sind die wichtigsten Versenduugsbedinguugeu und Tarife für Postsendungen aller Art sowie für Telegramme enthalten. Auf die seit dem Erscheinen der vorangegangenen Nummer (Anfang Juli) eingetretenen Aenderungen wird in der neuen Nummer durch besonderen Druck (Schrägschrift) hingewiesen. Das Postblatt kann auch neben anderen, umfangreicheren Hilfsmitteln für den Verkehr mit der Poft und Telegraphie (Postbücher, Post- und Telegraphennachrichten für das Publikum usw.) mit Vorteil benutzt werden, weil es diese bis auf die neueste Zeit ergänzt. Die Postbehörde in Jena sandte der „Jenaischen Zeitung" zufolge dem „Vorwärts" in der Angelegenheit der angeblichen Ko nfiskationeines fürBebel bestimmten Telegramms folgende Berichtigung zu: Durch die Zeitungen geht dieser Tage auch die von Ihnen gebrachte Mitteilung, daß ein von Brüssel auf- geliefertes Telegramm un Bebel in Jena durch die deutsche Post konfisziert worden sei. Die Mitteilung ist unrichtig. Das betreffende Telegramm ist dem Adressat behändigt worden, allerdings mit erheblicher Verspätung. Es war nach rechtzeitigem Eingänge beim Postamte in Jena durch das Verhalten eines wegen des sozialdemokratischen Par - t eit ag es von der Behörde dorthiil ent sandten Hilfsbeamten im Drange der Geschäfte nicht zum Bestellen gelangt und wurde erst, nachdem wenige Tage später von Brüssel aus nach dem Telegramm geforscht worden war, ermittelt. Dem Adressaten wurde nach dem Abschluß der Untersuchung eine ausführliche Mitteilung von dem Sachverhalt gemacht. Danach ist die Verspätung ganz harmloser Art. In einer Sitzung des Berliner Magistrats wurde die Zurückziehung der Vorlage über die Einführung der Lustbarkeits steuer beschlossen. Dem Ueberschuß des letzten Jahres wird eine Million Mark entnommen, um den durch das Fallenlassen der Vorlage entstandenen Ausfall im Haushalt auszugleichen. Ausland. Die Pforte erklärt in .einer Zirkularnote bezüglich Kretas, daß der antigriechische Boykott fortdauern und der türkisch-griechische Bahnanschluß nicht zustande kommen werde, solange die Kretafrage nicht endgültig geregelt werde. Die einzig mögliche Lösung der Schwierigkeiten sei auf dem Wege der .Autonomie zu suchen. Die Errichtung einer kretischen Republik sei unmöglich. In Konstantinopel ging in den letzten Tagen das Gerücht, alle .italienischen Dampfer, die den Levantedienst versehen, hätten ihre Fahrten eingestellt, angeblich, weil sie von der italienischen Regierung in Anspruch genommen worden sind. »Ein weiteres Gerücht besagt, der Großwesier habe von armenischen Aufrührern einen Drohbrief erhalten, der ihm has Schicksal Stolypins voraussagt, falls er für die armenische Frage keine befriedigende Lösung finde. taasaogg. Bceidenbach-Torhcim, Damm-Friedberg, Zenchcl- •£)6erliörgern, Grünewald-Gießen, Korell-Angenrod, Maith an-Mainz und Dr. Weber-Konradsdorf. Tie Feier wurde durch einen von der Kapelle des 1. Hess. Artillerie-Regiments gespielten Choral eröffnet, worauf Geh. Kommerzienrat Tr. W. Kalle Wiesbaden die Gäste mit herzlichen Worten begrüßte. Es folgte ein Chor des Männergesangvereins „Orpheus" von Geiß-Nidda, der unter der Leitung von Lehrer Lentz „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre" mit großem Verständnis Dortrrg. Daran reihte sich die Festrede des Präsidenten der deutschen Gesellschaft für Kaufmanns-Erholungsheime Baum-Wiesbaden, der wir folgendes entnehmen: Es ist ein bedeutungsvoller Tag, der uns heute zusammensührt in dem schönen heilkräftigen Salzhausen. Kaum ein halbes Jahr ist 'vergangen, seit unsere Gesellschaft an die Oeffentlichkeit trat und die deutsche Kaufmannschaft ausrief zu jenem Werke, das wir zum Besten unseres Standes zu schaffen entschlossen waren. Im ganzen Vaterlande fand der Plan, den Angestellten des Kaufmannsstandes uird den weniger bemittelten selbitänoigen Kaufleuten ohne Rücksicht auf Religions- und Parteizugehörigkeit Erholungsheime zu errichten, jubelnden Widerhall! Es ist wahrlich nichts Geringes, daß in unserer Zeit, in der nicht mit Unrecht über, die Schwere des wirtschaftlichen Kampfes, über die Fülle der Lasten, die auf Handel und Gewerbe ruhen, Klage über Klage ertönt, die Spenden in einem Maße flössen, daß die Gesellichaft von der ursprünglichen Absicht, die Heime auf Grund von Schuld- verschrewungen zu errichten, abzusehen und sie nur aus Geschenken und Stiftungen zu erbauen vermag. Die selbstverständliche Grundbedingung für alles dies war jenes Maß von Leistungsfähigkeit und wirtschaftlicher Kraft, das die deutsche Industrie und der deutsche Handel unter dem Schutz des geeinten Vaterlandes errungen haben. Kein Einsichtiger, welchem Stande er auch angehören mag, verschließt sich heute der Erkenntnis, daß das wirtschaftliche Emporblühen unseres Vaterlandes, seine machtvolle materielle Stärkung, ohne die unser heutiges staatliches Leben nicht denkbar wäre, bedingt und tausendfach verknüpft ist mit den Leistungen, mit dem Unternehmungsgeist, mit dem weit aus- schauenden Blick und mit dem kühnen Wagemut unseres Handelsstandes. Zu den am größten angelegten Unternehmungen privater Initiative gehört die Deutsche Gesellschaft .für Kaufmanns-Erholungsheime. Hier ist zum erstenmal ein Werk geschaffen worden, das die ganze deutsche Kaufmannschaft umsaßt und das ohne gesetzlichen Zwang als ein Akt der Selbsthilfe rein aus den^ freien Willen, aus dem sozialen Sinn der Bessergestellten des Standes heraus, die für die Minderbemittelten sorgen und sie fördern möchten, einem Bevölkerungsanteil von nahezu zwei, Millionen Menschen zugute kommen soll. Insofern ist die Deutsche Gesellschaft für Kaufmanns-Erholungsheime ein Merkstein in unserer sozialen Entwicklung, ein Merkstein aber auch deshalb, weil es nicht gilt, eingetretene Schäden zu heilen, sondern weil auch die Prophylaktische Absicht, der vorbeugende Wille, weil, hier der Gedanke Geltung und Ausdruck gefunden hat, die Kraft und die Gesundheit der Volks- und der Standesangehörigen zu erhalten und sie so vor Niedergang und Erkrankung und damit vor Entbehrung zu schützen. Wenn der Städter hinauszieht in die Heime, wenn ihn dann seine Wege hinausführen in die Natur, dann wird er sinnend verweilen und wird achten lernen das ewige Schaffen des Landmannes und andererseits wird dieser durch die persönliche Berührung mit den Gästen der Heime sein Wissen vermehren, seine Achtung vor den Leistungen, vor der Anteilnahme der Angehörigen des Kaufmanns- und des Handelsstandes an unserem großen staatlichen Getriebe wird wachsen und allgemeiner und deutlicher wird in ihnen werden das Bild des notwendigen Zu- Ueber die Verurteilung Bagrows, des Mörders Stolypins, wird noch aus Kiew gemeldet: Ter Verhandlung des Kriegsgerichts, gegen Bagrow wohnten der Justizminister, der Befelshaber des, Militärbezirks und der Gouverneur bei. Bagrow verzichtete auf einen Verteidiger. Da er seine Schuld zugab, wurde von den geladenen sechs Zeugen nur Kuljabko öemontmen. Bagrow, der seine Mitwisser nicht verriet, erzählte, wie er die Geheimpolizei irreführte und gestand ein, das Verbrechen im Parteiaustrage begangen zu ^a- ben, die ihm des Doppelspiels Verdächttgt und seine Rehabilitierung durch den Anschlag gefordert habe. Abgesandte aus Paris, überbrachten ihm den Parteiaustrag. Kukjabko ant- wottete auf die Frage, warum er die in Bagrows Wohnung befindlichen Revolutionäre, deren Anwesenheit Bagrow ihm gemeldet habe, nicht verhaftete, daß er damit Bagrow verraten HMe. Er sagte weiter aus, Bagrow hätte mit dem Wissen des Ministerpräsidenten Zutritt zu dem Theater gehabt. „Nowoje Wremja" erfährt, per Gehilfe des Ministers des Innern habe Stolypin zweimal gebeten, nicht ins Theater zu gehen, worauf S.tolypin erwiderte, das wäre ein Zeichen von geringem Mut. Ans Mvtzrid wird gemeldet: Der Jnfant Alfons vspn Orleans,- per wegen seiner Heirat mit der Prinzessin Beatrice von ,Sachsen-Kob ur g und Gotha 'feiner Titel und Güter verlustig erklärt wurde, betrieb seine Wiederemsteilung in das spanische Heer als Freiwilliger bei den Truppen in Melilla. Der König entsprach jetzt seinem Ansuchen, indem .er. Wp gleichzeitig den Rang eines Leutnants, wieder verlieh. Aus Sewastopol wird gemeldet: Ter Zar hielt am Samstag früh eine Parade über die Truppen ab und lehrte dann zur Jacht „Standart" zurück, überall von den Truppen, Schiffsmannschaften und der Volksmenge begrüßt. Heer unfc Flotte. Der Chef des Generalstabs der französischen Armee, General Sarrail, der gegenwärtig die 12. Infanterie-Division in Reims kommandiert, soll nach dem „Echo de Paris" anstelle des Generals Dubail zum Ches des Generalstabes der Armee ernannt werden. General Dubail soll Inspekteur des Militärunterrichtswesens werden. Sarrail war längere Zeit Kommandant des Palais, der Teputiertenkammer. Der französische Dreadnought Courbet. Aus Sorient wird gemeldet: Am Samstag nachmittag ist der T r e- adnought Courbet in Anwesenheit des Marineministers Telcassä, der Militär- und Zivil-Behörden, sowie unter ungeheurer Beteiligung her Bevölkerung glatt vom Stapel gelassen worden. Ein argentinischer „U eb er dreadnought". Tas argentinische Schlachtschiff „N o r e n o" vom Ueberdreadnoughttyp, Wasserverdrängung 27 OOO Tonnen, vereinbarte Geschwindigkeit von 22Va Knoten, ist auf der Werst ver Neuyorker Shikbullding-Compam) vom Stapel gelaufen. Grundsteinlegung der l.ttausmannr-Lrholungrheimr. eh. B a d - S a l z h a u s e n, 24. Sept. Unser stilles Badeörtchen war heute das Ziel zahl- veicher Gäste von nah und fern, die gekommen waren, um den Grundstein zum ersten deutschen Kaufinannserholungs- heim zu legen. Daß dieses Heim hier erbaut wird, ist ein Verdienst des Großherzogs, der auf den Platz aufmerksam 'machte und das Gelände kostenlos zup Verfügung stellte. .Kommerzienrat Cloos-Nidda ergänzte diese Schenkung durch die unentgeltliche Hergabe des Nachbargrundstückes. Ter Bauplatz liegt wenige Minuten vom Kurhaus entfernt unwett der Staatsstraße nach Nidda; er schmiegt sich an eine waldbestandene Anhöhe an und bietet einen herrlichen Ausblick in die Ebene und auf die Vorhöhen des Vogelsberges. Zur Grundsteinlegung hatten sich u. a. eingefunden Provinzialdirettor Dr. Ufinger-Gießen, Geh. Lberforstrat Dr. Walther-Darmstadt, Beig. Boeckmann-Büdingen, zahlreiche Vertreter von Handelskammern und anderen kaufmännischen Körperschaften (darunter Hanbersläinmerpräsi- -deut Geh. Kommerzienrat Heichelheim-Gießen), die Land- sammenwirkens der verschiedenen Stände, die aufeinander angewiesen, einer den anderen ergänzend, die Stärke und die Größe des Vaterlandes ausmachen. Als eine der ersten Regierungen ist der Gesellschaft die hessische Staatsregierung fördernd zur Seite getreten und unter ihrer Mitwirkung und unter tatkräftiger Mithilfe der Lokalverwaltung von Salzhausen hat der Großherzog aus seinem Domanialgute diesen schönen Fleck Erde zur Errichtung des ersten Heimes zur Verfügung gestellt. Baum schloß mit dem Wunsche, daß die gütige Vorsehung das Gebäude, dessen Grundstein heute gelegt wurde, beschirmen und beschützen möge, daß 'es bis in weite ferne Zeiten in bie Landschaft rage als Heimstätte friedlicher und glücklicher Menschen, daß es ein Denkmal bleibe sozialen, hilfsbereiten, menschenfreundlichen Sinnes. Dem Verlesen der Stiftungsurkunde folgte der Weiheakt, den Provinzialdirettor Dr. Usinger mit folgenden Worten vollzog: In Vertretung des zu ieinem lebhaften Bedauern heute am Erscheinen verhinderten Herrn Ministers des Innern habe ich die Ehre, den Akt zu eröffnen, der die Weihe geben soll einem Unternehmen, an dessen Anfang wir uns befinden. Eine soziale Tat hat die Deutsche Kausmannschaft vollbracht, als sie eine Gesellschaft für (aunnännifdie Erholungsheime schuf. Treu blieb sie sich selbst, da sie, verzichtend auf Hilfe von außen, ein über ganz Deutsch ländlich erstreckendes stolzes Werk aus eigener Kraft vollenden will. Schön wird deshalb auch der Erfolg jein. Tenn Gedanken, die bis jetzt schon so viele werbende Kräfte ausgelöst haben, Schöpfungen, die getragen sind von warmherziger Begeisterung für eine gute Sache, Werke, die auch für die Zukunft Zeugen sein sollen der Nächstenliebe und des Pflichtbewußtseins gegenüber unserem deutschen Vaterland und seinen Kindern, die wird unser Herrgott nicht zu Schanden werden lassen. Entsprechend diesen Gedanlen sei auch der Spruch, den ich dem hier erstehenden Haus widmen möchte: Den hochherzigen Stiftern zur Ehre — Den hier eingehenden Gästen zum Segen — Künftigen Geschlechtern ein Tenkmal werktätigen Gemeinsinnes. Es folgten die üblichen Hammerschläge der bürgerlichen Vertreter, u. a. von Geh. Lberforstrat Tr. Walter, Geh. Kommerzienrat Heichelheim (Möge das Heim bald entstehen als Stätte der Wohltätigkeit für den Kaufmannsstand), Kommerzienrat Cloos-Nidda, Kreisrat Bveckmann, Oberst Weimer-Nidda, Beig. Nöper-Bad-Salzhausen und Forstmeister Kirchner-Bad-Salzhausen. Mit dem von dem Gesangverein mit Musikbegleitung vorgetragenen „Altniederländischen Tankgebet" schloß die Feier, Nach einer Besichtigung der Badeanlagen ging es zu dem trefflichen Festessen im Kurhaus, bei dem zahlreiche Ansprachen gehalten wurden. Prä,ident Baum brachte das Hoch auf Kaiser und Großherzog aus. An beide Fürsten gingen Huldigungstelegramme ab und vom Großherzog kam noch während des Mahles freundlicher Dank zurück. Einem Dom Abg. Kommerzienrat M olthan - Mainz ausgebrachten Hoey auf die Gäste folgte eine Ansprache des Provinzialdirektors Tr. Usinger, die folgenden Inhalt hatte: Der Herr Vorredner hat in freundlichster Weise^ der Regierung und der hier anlüefenben Gäste gedacht. Als Vertreter des Ministeriums des Innern möchte ich.ihm zunächst für die Worte danken, die er der Großh. Regierung gewidmet hat. Es fei mir gestattet, in diesen Tank den Ausdruck der Freude darüber einzuflechten, daß das erste Kaufmanns-Erholungsheim bei,uns in Hessen errichtet werden wird. Es ist damit uns Hessen von einem großen und über ganz Deutschland sich erstreckenden Verband sozusagen ein Zeugnis darüber ausgestellt worden, daß uni'ere Regierung für die sozialpolitischen Notwendigkeiten der Gegenwart Verständnis besitzt und daß fozialpolimche Gebauten und Werke bei Uns einen guten Nährboden fmden. Ich glaube, als Regierungsvertreter hier sagen zu bürien, baß man bestrebt sein wirb, sich dieses Vertrauen auch in Zukunft zu erhalten. Weiter sage ich Dank im Namen ber Gäste für bie EinlabUng zur heutigen Feier. Daß man in Ihren Kreisen stets gut ausgenommen wirb, weiß ich aus eigener Erfahrung, aus meinem langjährigen dienstlichen Verkehr mit den Handelskammern unseres Landes. Ich habe den bei derartigen Gelegenheiten mir gewordenen Anregungen viel zu danken und idmui Sie es waren, meine Herren, die uns Gästen Gelegenheit gaben, den heutigen Tag mit Ihnen verleben zu dürfen, so ist bas allein schon etwas, was uns zu ganz besonderer Dankbarkeit gegenüber der Gesellschaft für Kaufmanns- Erholungsheime verpflichtet. Es würde wohl über den Rahmen einer Tischrede hinausführen, wenn ich mich an dieser Stelle noch einmal eingehend darüber verbreiten wollte, was die Gesellschaft in Verfolgung eines, uns ja wohl allen am Herzen liegenden sozialen Problems bis fitzt schon Großes geleistet hat. Wir hier wissen ja alle, was Gewerbe, Handel und Industrie leither schon in Förderung der hohen Gedanken getan haben, die wir unter dem Namen „Staatssozialismus" zusammenfassen können. In welchem Umfange jene Berufszweige den rwwenanttft an ber sozialpolitischen Fürsorge des Reiches für unsere arbeitenden Klassen tragen, zeigt uns die Statistik. Daß aber viele Gebiete noch unbeackert |tnb, weist uns die Gründung Ihrer Gesellschaft. Da ist es mit,sozialpolitischem Denken allein noch nicht getan; denn dieses ist nicht gleichbedeutend mit sozialpolitischem Handeln. Unb_ selbst mit sozialpolitischem Handeln nach ber rein theoretischen -Seite hin ist uns Deutschen heute nicht mehr geholfen. Nur bie praktische soziale Arbeit verbürgt eine feste Grundlage für spätere Erfolge und wenn auch jene oft und gerade von denen, welchen sie dienen soll, angefeindei wirb, weil man sie nur zu gern barzustellen beliebt als etwas Erzwunaenes oder Selbstverständliches und deshalb nicht Dankenswertes, so hat dies glücklicherweise bis jetzt diejenigen, die in dieser Arbeit stehen, in ihren Bestrebungen nicht erlahmen lassen. So sehen wir uns auch heute wieder gegenüber einem Werk, das vorbildlich sein wird dem In- und Ausland für das Solidaritätsgesühl eines großen Standes, gegenüber einem Werk, das, aufgebaut auf dem Grundsatz der Selbsthilfe, den Pionieren im Wettbewerb um Deutschlands Größe und Machtstellung nach außen, Stärke und erneute Kräfte geben soll in ihrer schweren Arbeit. Das Bewußtsein der eigenen Kraft verbunden mit dem uns Deutschen glücklicherweise eigenen Idealismus hat die Deutsche Gesellschaft für Kausmannserholungsheime eine Tat vollbringen lassep, bie sozial unb gleichzeitig national ist unb bie deshalb ein Ruhmesblatt in der Geschichte der neuzeitlichen Entwicklung unseres Deutschen Kaufmannsstandes sein und bleiben wird. Sie, meine Herren, stehen im Anfang einer großzügig angelegten und in ihrer Wirkung noch gar nicht absehbaren Schöpfung. Heute liegt zwar Herbststimmung über unseren Fluren. Sie lenkt aber unsere Gedanken schon wieder in die Zukunft in eine Zeit, da dieses Stück Land hier erneut prangen wird in der Pracht sommerliche Reize. Wenn rtoir wieder Sommer und Sonne haben, bann wird wohl der Bau, zu dem heute ber Grundstein gelegt worden ist, erstanden sein. Er soll den in ihm Ein- lehrendeii ein Stück von ber Sonne des Lebens geben, nach ber wir alle verlangen. Möge dieser Zweck erreicht werden, als schönster Lohn ber Gesellschaft für bas, was unter so günstigen Vorbebeu- tungen begonnen worden ist. Wir aber, meine Herren Gäste, wollen der Zusammenarbeit, von ber das bis jetzt Erreichte berebtes Zeugnis ablegt, ehrend gedenken. Wir wollen in unsere Huldigung alle diejenigen einschließen, bie es ermöglicht haben, daß eine Gesellschaft für Kaufmanns-Erholungsheime entstehen konnte. In diesem Sinne fordere ich Sie auf, mit mir einzustimmen in den Ruf: Die Deutsche Gesellschaft für Kaufmanns-Erholungsheime lebe hoch! Weiter sprachen noch u. a. Kommerzienrat Bamberger-Mainz für die hessischen Handelskammern, Oberst Weimer-Nidda für den Kur- und Verschönerungsverein, Bankier Neustadt- Frankfurt, Geh. Oberforstwart Dr. Walther, K. L. Schäfer-Frankfurt (der, ein geborener Ortcnberger, humoristische Vergleiche zwischen den oberheffischen Verkehrsverhältnissen vor 60 Jahren und heute anstellte), Rentner Sturm-Wiesbaden, der der Presse gedachte, Kreisrat Boeckmann, Landtagsabg. Vizepräsident Korell (der die gemeinsamen Interessen von Handel, Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft betonte und in Aussicht stellte, daß der hessische Landtag das Heim auch finanziell unterstützen werde). Zum Schluß trug Beig. Mengel-Nidda ein von Oberamtsrichter Röm- hetd-Nidda verfaßtes Weihegedicht vor, das lebhaften Beifall fand. Das Heim, zu dem Baurat Becker-Mainz die Pläne ausgearbeitet hat, soll in drei Wohngeschossen in etwa 70 Zimmern 96 Betten enthalten. Jnr Erdgeschoß find ausreichende Gesellschafts- und Wirtschaftsräume enthalten. Es wird sein Licht von der Ueberlandzentrale Wölfersheim empfangen und auch sonst alle Einrichtungen erhalten, die den Aufenthalt üt dem Heim behaglich machen. Die Baukosten find auf 180 000 Mk. veranschlagt. Man hofft, das Heim im nächsten Juhre betriebsfähig zu machen. Zusammenkunft ehemaliger viidinger Eymnafiaften. ! Tübingen, 24. Sept. Grau hingen bie Wolken ins Tal, um ben Wald ziehen kalte Nebelstreifen, ber Staub, ber Monate lang auf ben Straßen lag, hat sich in einen weichen Brei verwandelt, zahlreiche rauchende Schornsteine fünben an, baß bei vielen Familien schon der behagliche Ofen seine Tienste tut. Und Büdingen prangt im Schmuck zahlreicher Flaggen und Fahnen, unb eitel Lust und Freude hingt auf allen Straßen, ber Herzenswärme tut das Wetter keinen Abbruch. Tie alten „Klassike r" sind bg, wie bie Büdinger von jeher ihre Pennäler genannt haben, bie alten „Klassiker" wollen sich einmal Wiedersehen. So war es im ^ahre 1901, als bas Büdingen Gymnasium die 300jährige Jubelfeier beging, oerabrebet worben unter ben Alten; unb bie Alten haben Wort gehalten, und bie Jungen machen es ben Alten nach. Es gibt wohl kaum ein Gymnasialstädtchen, an dem die ehemaligen Schüler so mit ganzem Herzen hängen wie an Büdingen. Ein jetzt verstorbener, sehr hoch stehender hessischer Geistlicher pflegte die Menschen in zwei Klassen einzuteilen, solche, bie in Büdingen waren, u:ck> solche, bie nicht dort waren. Unb bie Anhänglichkeit Zeigte sich au chbiesmal. Wie ber Ruf an sie erging, zu einigen frohen Stunden sich wieber einmal zu vereinigen, ba kam aus aller Welt freubige Zustimmung, ober herzliches Bedauern derer, bie burch Berufspflichten an ber Fahrt na ch Bübingen ge- hinbert waren. Aber eine stattliche Zahl hat sich eingefunden, unb bas erste Zusammentreffen Samstag abend 6 Uhr fing vielversprechend an mit der Gründung eines Verbandes ehemaliger Schüler des Wolfgang-ErnsEymnasiums, ber sich die Ausgabe stellt, bie Anhänglichkeit der „Ehemaligen" an bie Anstalt zu pflegen, Mittel aufzubringen, um alle 5—10 Jahre ein Wiebersehenssest zu feiern unb eventuelle Ueberschüsse an bie 1901 geschaffene Jubelstiftung für Sportzwecke abzuführen. Und als um Vr9 Uhr bie Weisen ber Kapelle zum Kommers in ben wieberhergestellten großen Rathaussaal riefen, ba war bald kaum noch Platz zu finden. Alte, graubärtige Männer in großer Zahl mit der roten Pennälermütze, größer bie Zahl der Jungen mit frischen.Gesichtern, auf allen aber bie Fröhlichkeit unb Herzens- T'ceube frohen Wiebersehens! Fürst Wolfgang eröffnete ben Kommers mit einer kurzen Begrüßungsansprache, Direktor Dr. Mohr feierte das fürstliche Haus, das jahrhundettelang bie Anstalt unter schweren Opfern erhalten hat unb heute noch in enger Beziehung zu ihr steht. Amtsgerichtsrat Klietsch-Bü- bingen, als ehemaliger Bübinger Pennäler, ließ nach längerer Rebe, in ber er ber schönen Pennälerzeit gebuchte, bie ehemaligen unb jetzigen Lehrer hochleben. Tann folgte nach freunblidjem Willkommensgruß des Bürgermeisters Fenbt, der im Namen ber Stabt sprach, Rede auf Rede, auf bte ehemaligen Direktoren unb bie ehemaligen Lehrer, Justizrat M i ck e l - Grünberg sprach den Tank ber Gäste aus, es sprach ferner Pfarrer Buttron- Sickenhofen, Oberinspektor Weimer- Frankfurt, Rechtsanwalt Kaufmann-Gießen, Rechtsanwalt M e n g e l - Schotten, und als Professor Bender-Frankfurt, ber so häufig die Sektion Frankfurt des Vogelsberger Höhew-Klub^ nach Bübingens allen Mauern führt, bas Präsidium übernahm, um es in ftischer und flotter Weise zu führen, ba gingen bie Wogen ocr Begeisterung gar hoch. Ein Semesterreiben zeigte, daß auch ehemalige .Schüler aus den 50er Jahren unter den Festgästen waren. = Wü> la M lH- W Mtter aach -jlL__ eift .Schwaben" pafit et le aber als ®. f. d. 6. (®aft für die Saisons wie der technische Ausdruck laufet. — Die Vorbereitungen für die Eröffnung-- Vorstellung .Meister von Palmyra* lassen bereits er- kennen, bafe der nächste Sonntag eme in jeder Beziehung rochinteressante Vorstellung bringen wird. Adolf DilbrandtS Meisterwerk bietet ja in feiner ganzen Anlage eine vorzügliche Gelegenbeil, daS gesamte Personal einzuführen und den (Eine : Ta» Lusticknif Glan; neuer ZluSflattung zu zeigen. ee Elektrischer Strom für Kraftzwecke. tH'rbengr an^drücktickx formelle ui a tum. fange der Anbei gedauert, »er kann bas wissens Der tu »aüc hier ist, der Hütt länger aus wie der IhnbeimifAe, und am Frül» fdwppen am Sonntag rotrb man ja ivobl erfahren, wie seßhaft Diet&rmahgnt frtafhfrr sein können Denn auch beute, am Sonntag. bat ädertet noch trüb und regnerisch ist, in den frcitlofalen beim Frühschoppen und beim Festessen wird es um so behaglicher sein. __________________________________ laufene Fernfahrt von man... --- , ... „ frage. Abends 8X Uhr tm Kolosseum. Seidenstoffe, 5 p itzen, B ander; Weisse, farbige Gewänder, Jeden Schleier, jede Schleife, Reinigt mir die 5 unlicht Seife! ii bat am Samitaa eine gfftffl* der« ifelborf nach Baden Oos ge- unlicht eifeo •• Landes Universität. Der Vertreter der alt- testamentlichen Wissenschaft an unserer Universität. Professor D. Hermann Gunkel, der erst Anfang August dieses Jahre« von der philosophischen Fakultät der Universität Breslau zmn Dr. phil. honoris causa ernannt wurde, hat soeben eine neue Ehrung erfahren: die Universität Ehrisliania hat ihn anläßlich ihres hundertjährigen Jubiläums zu ihrem Theologischen Ehrendoktor erwählt, und zwar gleichzeitig mit Harnock in Berlin, Zahn in Erlangen, Hauck in Leipzig. Herrmann in Marburg. Sie vollzog diese Ehrenpromotionen in dem ausgesprochenen Wunsche, die deutsch-protestantische Theologie in einigen ihrer bedeutendsten Vertreter zu ehren. Die PromotionSiirkunde nennt Gunkel .den feinsinnigen Erforscher und Deuter der alttestamentltchen Mythen und Sagen, sowie der jüdisch-christlichen Apokalyptik, welcher durch neue Erkenntnisse und Fragestellungen nicht nur die alttcilainent- liche, sondern auch die neutestamentliche Wissenschaft geiör- bett hat". *' In Audienz empfangen wurde am Samstag ii, a. Unwerfttätssekretar Erle von Gießen. - Lehramtspersonalien. Der Groß Herzog hat den Oberlehrer Ludw. Hertsch zu WormS zum Oberlehrer und Rektor an der höheren Bürgerschule m Schotten ernannt. eine hÄu-llche Trinkkur mit der mmannkhänirr IJthiontermelqeell Brotchtin- frei durch BrunueoVerwaltung Gicht bad Aismannihaneen am R)i«-in. —V 50 Fleedw kei -W* /Br *ei ;»u> Jehr fr f61U« rrkeltr» Ur. ew4. S*. i Letzte Nachrichten. Tie hesfischev LandtazSwahle». R. B. Darmstadt. 25. Sept. Eine Versammlung der Vertrauensmänner der n a t i o n a l l i b e r a l e n Par t ci int Wahlkreis Reicheloheim Lindenfels, die gestern in Reichelsheim tagte, beschloß den Po stv e r wa l 1 er Mergelt in Reichelsheim als Kandidaten für die Landtagswahl aufzüstellen, nachdem Major a. D. Baur Betag in Lindenfels seine Kandidatur endgültig zurück R. B- Tarrn ft abt, 25. Sept Die Vertrauensmänner der nat.-lib. Partei für den Wahlkreis Linden-Hirs ch- Horn beschloß einstimmig, den seitherigen Abgeordneten Bürgermeister Kredel von Airlenbach wieder aufzusdellen. Truppenlandungen in Tripolis. Köln, 25. Sept ,Privattelegramm.) Römifche Depeschen besagen, dort feien Meldungen eingetragen, wonach Italien an drei verschiedenen Punkten der tripolitanifchen Stüfie Truppen aus- geschifft habe. In Tripolis sei die Lage bet Europäer höchft gefährdet. In den Moscheen werde der Haß gegen die Europäer gepredigt. In einem Berliner Telegrannn ermahnt die „ftobr Ztg." Italien, durch die Tripolissrage nicht die ganze orientalische Frage aufzurollen. Alle Mächte hätten ein Interesse daran, daß die Ruhe Europas tticht gestört werde. Anderseits ermahnt das offiziöse Blatt die Türkei, den Italienern auf wirtschaftlichen Gebiete entgegenzukommen, um dem Interessen-Kon- flirt, der vom wirtschaftlichen aus das politische Gebiet überzutreten drohe, die Spitze abzubrechen. Malta, 24. Sept. Ter Kreuzer „TIehea" hat den Befehl erhalten, morgen mit versiegelter Ordre nach d e m O st e n zu gehen. : Konstantinopel, 25. Sept. (Privattele- gramm.' Tie S ch i f f a h r t a a e n ten wurden auS Rom telegraphisch aufgeforbert, alle für den Truppe n t r a n-- port vorgesehenen italienischen Schiffe, die sich im Orient befinden, nach Italien zu senden. Tie Hinrichiunß BaßronS. Petersburg, 2-'-. Sept. Bagrow, der Mörder StolypinS, ist heute morgen in Kiew gehängt worden. Tie persische Hauptstadt gefährdet. Teheran. 24 Sept Salar ed Daulehs Trappen find nur 8 0 Kilometer entfernt. Es verlautet, er habe ctroa 10000 Reiter, Fußsoldaten And ÄefchützL. macht, und bd.;u 7 Stunden unb bte ,Tdbrt erhalten wir folgende T u f f e l b o t f, 23 Sein um 8 Uhr 45 Mm mit sechs Baden Baden aufgestiegen. aufwäNS. tiiftfcbiff^hrt. rin fahrt b et „Schwabe n Beschluß der Stadtverordneten - Versammlung, wonach der Preis für elektrisches Licht auf 45 Pfg. ermäßigt unb auf diesen ermäßigten Preis kein Rabatt mehr gewährt wird, in mehrfach dahin verstanden worden, daß auch auf den Preis für Kraft kein Rabatt mehr verrechnet werde. Diese Aui- affung ist irrig. Auf den Preis für elektrische Kraft werden dieselben Rabattsäye gewährt wie bisher. •• Stenographie. Tie St enographen-Eesell- chaft ,®ab ellberger* eröffnet heute abend im Hotel Einhorn Lehrgänge für Stenographie und Maschinen- chreiben, woraus nochmals aufmerksam gemacht sei. •* Sozialde m. Versammlung, lieber bie politische Lage, besonders die Marokko frage, spricht heute abend im Sloloffetim ReichStagSobg. Scheidemann- llasiel, der früher hier wohnte. (5 Inserat). Landkreis Gießen. X Grünbera, 24. Sept Tie gesamte Einwohnerschaft nahm heute anderSchuleinweihungderHöherenBür- ger f dbul e teil. Die Feierlichkeiten rourben gestern abend durch einen Fackel zug der Schuler eitigeleitet. Er wurde am Schul hau» ausgestellt, bewegte sich nach dem alten Znittttttshäuschen unb zurück zur alten Schule. Daran schloß sich eine Zusammenkunft im Englischen Hof Rektor Ängclberger sprach über bie Bedeutung ber Fackel einst unb letzt. Heute mittag wurde am Marktplatz der Festzug aufgestellt. Ehrengäste. Regierung-Vertreter, Baurat Diehm. Krersstraßenmeistrr Mohr, Vertreter der höheren Schulen aus Alsfeld, Homburg. Hungen unb Schlitz nahmen teil. Ihnen schlossen sich (bemcinbcrat, Äuratorrum und Lehrer an. Am alten Institutshäuscheii, baS biS 1888 alS Schul haus biauc, gedachte.Rekwr Angelberger der Lehrer, bte hier gewirkt hatten. Tann ging- |um seitherigen (HcMube, das ber Bolks- ichule unb Bürgerschule seit 1888 gleichzeitig biente Hier sang ber Schülerchor unter Leitung des Lehrer- Bender „Älles was Ebern hat lobe den Herrn' Pfarrer odimtbt sprach über bie Entwicklung ber Schule, die bei ber Gründung im Januar 1877 nur zwei Lehrer unb 42 Schüler, heule dagegen sieben ordentliche Lehrer unb vier Hilfslehrer unb 128 Schüler zähle und bie Berechtigung zum Einjährigen gewähre. Nach bem «Meiang „Unfern Aucqang segne Gott", begab sich ber Zug zum Neubau. Hier erfolgte die übliche Schiiisieliiber,gäbe durch den (Erbauer, Banrrt Diehm - Gießen an Bürgermeister Zimmer, bet ferner Freude darüber Aucbruck gab, baß bae Schul bans noch unter feiner Koblenz, 23. Sept —------ .. .... ... 11 Uhr .stontgswinler, um H Uhr 30 Min. Neuwied und Ander nach, um 11 llbr 45 M»n fr «teile n’li uvoluii-tt, laont, f®ltJoiial. ut nuhi Jdb6 $ bin iit « ivatvk vcl-ro « b:.- * und flUi. Ailfe, und iladjb 'tM soll m ‘ «M 66. 1 ßbtalijnmj v Heime link national ii; = Zell-Rom rod, 24. Sept. Beim Rangieren des Güter- zuqes 7526 entgleisten am 23 September zwei Sagen ifab versperrten auf kurze Zeit bas Fahrgeleise. Zwei Personen, züge erhielten baburd) 35 pezw 45 Minuten Verspätung xer Guter;ug konnte nach etwa zweistündigem Aufenthalt bte unter brodirne Fahri fortsctzen Perletzungen von Personen fmb nicht Dorjcfommeii; der Sachschaben ist nicht nennenswert. KrciS Friedberg. pebuwne- unb ^•ubrgadwfte unb brn Vertretern der streikenden •• Tage8falenber für Montag, 25. Sept. Versammlung bei Alldeutschen Verbandes: Vortrag von Tr. A. Wirth- München: Viarokks. Abend« 8X Uhr in Stein« (Harten. Ceffentl. Versammlung. Vortrag vom ReichNagSabg. Scheide- ---n n : Tie politische Lage unter Berücksichtigung der Marokko- 13 Mmuteti gebraucht. Heber Nachrichten: Ta> Luftschiff „Schwaden" ist nb vorerst ergebnislos verlauten, ttor- ,u Zugettändnisien bereit 'Tflartrn Au, Stadt und Land. Gießen. 25. September 1911. vlumenpflcge in der Schule. Am gestrigen Sonntag fand in der Turnhalle der tztädtischen Mädchenschule an der Schillerstraße eine Au» steklung der von Schülerinnen gepslegtenBlu- men statt. Für jeden Blumenfreund war der Anblick der an drei Wanden des großen Raumes in langen Reihen aufgestellten blühenden Topfgewächse eine wahre Freude. Troy der ungünstigen Witterung des Sommers waren von ben fleißigen und sorgsamen Pflegerinnen Ergebnisse erzielt worden, deren sich kein Gärtner von Be- ruf hätte zu schämen brauchen. Tas leuchtete in Rot, Blau und Gelb zwischen frischem Grün, daß einem das Herz im Leibe lachte. Eröffnet wurde die Ausstellung durch eine Reine, fröhliche Feier, zu der sich außer dem Lehrerkollegium und ben Schülerin treu zahlreiche Freunde der Schule eingefunden hatten.' Der ßnter der Schule, Hauptlehrer Schaaf, zeigte in seiner beifällig auf genommenen Ansprache den Nutzen, den die von der Schule gepflegte Liebe zur Blumenzucht für die Erziehung und das spätere Leben der fcinber habe, und dankte seinem ungenannten Gönner, der seit Fahren die Mittel zur Beschaffung der Preise für die besten Leistungen stiftet, und dem Borstand des BerkehrsvereinS für- die Förderung dieser Bestrebungen der Schule. In buntem Wechsel folgten Gesänge unter Leitung brr Leiter Traut mann und Spitz und Borträge von Schülerinnen. Ten Glanzpunkt bildete ein kleines, vom Schrillciter zusammenAestelltes Festspiel, das von Fräulein Grvssart und sechs Schülerinnen aufgeführt wurde. Alles war mit Fleiß und Liebe einstudiert und klappte prächtig, so daß die Zuhörerschaft »u lautem Beifall hingerissen wurde. Der Schule aber darf das Zeugnis aatsgestellt iverden, daß sie hier ein nicht zu unter- schätzendes Stück sozialer Arbeit leistet, indem sie in den zukünftigen Hausmüttern die Fähigkeit weckt und pflegt, in die Mühsale des Lebens, in enge und oft dustere Ber- hältnisse einen freundlichen Sonnenstrahl hineinzuleiten. Dafür gebührt ihr der Dank und die Unterstützung Mler. m Bad-N anheim, 24. Sept. Gestern vormittag wurde ber 21 jährige Burcaugchilfc B der hiesigen Eisenbahn. Bauiicma Monrab & Co (Berlin) nach ben Landesbank mit dem Auftrag geschickt, mehrere Taufendmarkscheine zum Zahltage in öclö und Selber rnnzuwechseln. Als ber junge Ito rat lange blieb telephonierte bie Geschästslettung nach der Bank, wobei sich herausstellte, daß B ichon mehrere Stunden mit dem Be. trage von 6200 Mark sich entfernt baue. Tte Ermittlungen der Tnh;ri bahnt ergeben, baß der Tefraubant sicy nach Frank- furt begeben und von ba auS in Begleitung enteß älteren Mannes im Automobil weitergesahren ist. Hier in Nauheim würbe der Flüchtige mehrmals in den Parkanlagen mit einem nach ber ftftabt Eichenden Heruntergekommenen Genie getehen. Vahr. ,'chetnlich wurde ba ber Plan ausgeheckt. Tre «.pur des Fluch- ttgen konnte nicht aufgefunden werden. Slartcndurg und Rhemheffkn. Darm ft abt, 24. Sept Herr Alerander Menges, bcr ehemalige »abinendrat des Fürste« Alexander von Battenberg ist gestern vormittag gestorben. , , . Darmstadt, 23. Sept. Du Eint g ungSoer ba nd- Leitung entstanden sei. Rektor Angelberger^übernahm bas Gebäude mit Dankeswortcn an Regicruna und Stadt. Daraus folgte bie Besichtigung des Neubaues. Zm Festsaal fand ein Aktus statt Sdoller führten ein Festspiel auf, gedichtet von Referendar Stephan. Als allegorifche Figur überreichte die Stadt Grstnberg b:r Schule den Neubau Mehrere Mädchen versintchildlikb^en ferner die verschiedenen Unterrichtsfächer. Glück- wtiiische sprech'» au» der Vertreter der Regierung Regierungsrat Tr. Weicker, der Vertreter bcr oberheffischen Schwestiranstalten. Dekan Wagner namens des .Kuratoriums, Lehrer Laube r namens ber Volksschule und RechUanwalt Beil stein namens ber ehemaligen Scdüler Zn deren Auftrag übergibt er bie Stiftung vurtunbe über di Sammluna von ehemaligen «chülern tauicnb Mark. Z.wcck ber Stiftung sind bie innere Ausfd mückung bcr Schule und Schülerunterftützungen. Rektor An gelber ger stink: e den Behörden für die Errichtung be» NeubaneS, bcr Sparkane, dein Abg. Lutz, Forstmeister Schnei brr, bcr Siast- und dem Bürgerm.ister. Zum Schluß fang der Sciülcichor „Danket dem Herrn". Von den ehemaligen Schülern mären ctiva 100 anmeienb Uni 2 Ubr war Feste'scn tm „Hirsch , um 5 Uhr fand eine Schulfeier in d?r Turnhalle statt. Lehrer Bender trug n u den 3dnilcrn den Chor^ „Brüder, reicht die Hand zum Bunde" wr, dann gelangte ein Festspiel mit Bildern aus dem zktnderlcbt n zur Vorführung Zn bcr Festrede hob Referendar Stephan a s geistigen MiUclpunkt seiner Umgebung hervor Abends fand n bcr Turnhalle ein Fesikonnners statt. Rektor Angeld ergcr brachte oas Hoch auf Maifer und (yroßherzog aus Tie SchulcinweihungSfeierlichkeiten schließen morgen in „Hamels Gauen" mit einem Scknilerftst bet WeMptelen und turnerischen Hebungen ab. Ter stattliche Neubau liegt in Herr, sicher Lage uub bietet einen prächtigen Ausblick in ben Bogels- berg unb bie Kett,-ran Tas bisherige gemeinsam bewohnte ©c daube bleibt der Volksschule jetzt ganz überlaffcn. — «Fabrikant H Schmibt verkaufte feine Weberei auf dem Marktplatz nir 48 000 Mark an Kaufmann Hellwig auS Rauschenberg. Mreis Alsfeld. n Bwfuüaui baren M nm Simen. f oulunft ut .toub in ba aonuna unb t ba öiunt- in ihm 6m< । nach ba du als schönste: en Sorbebeu- )«ren Säfte, eichte bexebtes unsere öulbi- t haben, ba; Ziehen konnte ijuftimmcn in 1 ts-Siholnngi Bambtr- nmt, Cbtrf: ningivtreir, )t|M er, ein gt« M'ichat btt unb n, Ott btt Isabtz. Av» tn t»n iM- betonte unb ;g daS Heir. Schluß tru: fiter Röm t ii lebhaft« 1 nz die We feit in tnx rgeschoß finb uime enxjal* entrale M- t/nlchümgen sich machen Ml Ä2 91 Übeibeim, 23 WM 24. yt alb ziehe- :n Strasse- reiche ras»-' igt un iit unb i;:i m w d be.**: M । * io w 6 * ■ unb btt , bie Wat *' I AS säg, jSs» J,9 TstM 1 ia» jEiUPt LeS-l- ■'.WftÄS- Sf'St * Ms Avblenz. Sept. Tas Luftschiff „Schwaben" passierte 12 llbr 50 Min. RüdeSheini Mannheim, 23 Sept Ta# Luftschiff „Schwaben" iit weben um 1 Uhr 45 Min über Mannheim in mäßiger Höhe bahingeflogen Tie Perfoncn waren beutsich sichtbar. Schwetzingen. 23 Sept Tas Luftscknsi „Schwaben' hat 1 Uhr 55 Min .Metid^in brr Richtung auf Svcner pafsiert Baben-Lo», 23. Sept Ta» Luftschiff „Schwaben", das 2 llbr 20 Min bei regnersichem Vetter Karl»rüst- von bei Be- uolUrung lebhaft begrubt, ubrrflogen bat, ut um 2 Uhr 58 Min. vor bcr hiesigen LmtfchiffHalle glatt gelandet. Tas englische Marine -Luftschiff zerTtvrt. London, 24. Sept Tas englische Marinelust- schiff, bas un Mai 1911 die erste Fahit unternahm und bann jur Vornahme non Äenberungen in feine Halle iururfgcbradit mürbe, machte heute neuerdings Nufftiegverfnche, mürbe aber, als cS bie Halle verließ, etttzweigebrocheri und zerstört. Ein spanischer Militärballon verunglückt. Paris, 24 Sept. Tem „Tcmps" wirb aus Madrid gemeldet' Ter Misitärballon „Fafturno" ist in Pozuelo in ber Prooin» Albaeoke vom Sturm gegen Bäume geschleudert morden. Tic Insassen, ein Major und drei andere Ofsiziere wurden schwer verletzt. Istetteraussichten in udlen am Dienstag, den 86. Beptbr. 1911: Morgens Nebel unb fühl, später aidheitemb unb warm. Hrsjrn Rgfsau Marburg, 22. Sept Ter 1877 gegründete C4c- flüaelzuchtvercin für den Streit Marburg hält vom 30 September btS 1 Chober die 3. Hessifche Zung g ef l ü g e l s ch a u ab Hierzu ist eine große Anzahl (fchrrn örnfe von Behörden, Freunden der Geflügelzucht unb Ber- einsmitgltedern gestiftet. •• Bereinigte Landwirte. Man schreibt uns: Hm Lenz. 'schen Felsenkeller wurde am Sonntag bie Gründung des Verbandes der Vcremigten Landwirte von Gießen u. Umgegend voll» zogen, nachdem in letzter Zeit in verschiedenen Orten der Umgegend sich zum Teil sehr stattliche Ortsgruppen gebildet hatten. In den Vorstand wurden gewählt Landlvtrts'chaftS- kammennstglied Wcil-Lang-GönS als Vorsitzender, GoUmann- G«eßen und llahl-Alten-Buseck alS Stellvertreter, sionrad Schaum - Lang-GönS zum Lassier und Redakteur Reuther. Gießen alS Schriftführer. Es wurde der Beschluß gefaßt, daß in Anbetracht der gegenwärtigen Teuerung und um die kon- samierende Bevölkerung nicht noch mehr zu^ belasten, der MilchverkaufSprciS für Gießen wie bisher auf 22 Pfg. be- stehen bleibt, den Vsilchproduzenten von Gießen, Heuchelheim und Wteseck soll 17 Pfg. und den an5 den Gemeinden, die durch Vermittelung der Molkereien ihre Milch abfetzen, ein Einheitspreis von 15 Pfg. ab ctaU vom 1. Oktober an be- zahtt werden. Die neugegrundete Vereinigung hat sich als Unterabteilung dem Verband der bereinigten Landwirte von Frankfurt und Umgegend angefchlogen. •• Vom Stadttheater wird un§ geschrieben: Znter- effenien, die etwa keinen Theaterpro'pekt erhalten haben sollten, können solchen im Theaterbureau kostenlos ^erheben. Bei dieser Gelegenheit sei ein Vcriehen berichtigt. Frl. Este Jüngling vom Dannstadter Hoftheatec, die ja von ihren Galt-1 fnielen nnr einigen Diahren noch iNi allerbesten 2lnbenien I ,, < u ii» ~ ~ , ist zwar fest in den Verband unserer Bühne cingetreten. > l u n g e n zwifchendenLerrretern dcr hiaigen _ie der Bort rilhPtiX Bekanntmachung betr.: Bildung einer öffentlichen Wassergenosienichaft in der Gemarkung Steinheim. Zur Neuwahl deS Vorstandes, eventuellen Auflösung der Genossenschaft und Rechnungslegung wird die Generalversammlung der Waffcrgenossenschaft Bruchweggenossen- schast auf Samstag, den 30. September 1911, nach' mittags 3 Uhr, im Saal des Wilhelm Pitz zu Steinheinr einberufen. 5840 Steinheim, den 21. September 1911. _____________Nicklas, Genossenschaftsvorsteher._____________ Bekanntmachung, betr.: Bildung einer öffentlichen Wassergenossenschaft in der Gemarkung Steinheim. Zur Neuwahl des Vorstandes, eventuellen Auflösung der Genossenschaft und Rechnungslegung wird die General. Versammlung der Wassergenossenschaft Rodheimerwegfeld- genossenschaft auf Samstag, den 30. September 1911, nachmittags 3 Uhr, im Saal des Wilhelm Pitz zu Stein- Heim einberufen. 534] Steinheim, den 21. September 1911. ______________Nicklas, Genossenschastsvorsteher._____________ Bekanntmachung betr.: Bildung einer öffentlichen Wassergenossenschaft in der Gemarkung Steinheim. Zur Neuwahl des Vorstandes, eventuellen Auflösung der Genossenschaft und Rechnungslegung wird die General. Versammlung der Wassergenossenschast Röthfeldgeuoffeu- schaft auf Samstag, den 30. September 1911, nachmittags 3 Uhr, im Saal des Wilhelm Pitz zu Stemheim einberufen. 5342 Steinheim, den 21. September 1911. _______________Nicklas, Genoffenschaftsoorsteher._____________ Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Bettenhausen für 1912 Rj. liegt vom 29. ds. MtS. ab 8 Tage zur Einficht der Beteiligten auf dem Bürgermeistereibureau offen. Bettenhausen, den 23. September 1911. Fnekfurta. M. Amt II, 1570.