Die heutige Nummer umsatzt 14 Seiten. rauf bi e Serfarn nUung au| einige /eit, und besitz es?was ja' natürlich ist, da Sie ja da» Wo^t von dem Sur bevorstehenden Ztichwahl. Morgen die Wahlscklacht, daher vermehrte Zuschriften' Leider scheint die gestrige Wählervcrsammlung tn Steins Karten in Meßet, sehr unruhig verlausen zu fein infolge ber •liabauluß einiger unreifer Besucher. Herr Krumm ent- acgnet Herrn Dr. Werner ziemlich fdjmi aus bessen Au-füh jungen in ber Samstag-Rurnmer. Wir rönnen nicht in Den Verdacht kommen, die sozialdemolratischen Zukunfls- träume unterstützen zu wollen, darum wollen wir auch vterrn Krumm ruhig zu Worte kommen lassen. Daß btc Lozialbemokraten ReiGSscinde in bem Ginne fuib, bas; ftc das Reich in seinem heutigen Zustanbe von Gründ au» umwälzen wollen, wird audi Herr Krumm nicht bestrebten, stellt man aber ein solchem unben an die Spitze seines Programms und tritt man demgeinätz auch für den Pölkcr- inei bei Internationale ein, so muß man sich einige Vor» ivürfc von vaterlänbisch gesinnten Leuten schon gefallen (allen. Auch Herr Dr. Werner bittet uns noch um Ausnahme eine» Schlußwortes. Auch einer Zllschrist des Herrn Oberst Lpohr, der sich als alter Solbat zum Wort gemeldet hat, wollen /toir die Ausnahme nicht versagen. Zunächst also die Berichte Über die neuesten Geschehnifsc: Die letzte Wählerversammluag in (Sieben. ° Hatten die Ausführungen des Vortragenden schon vorher unter ständigen Zwischenrn,en zu le.be», so wuchs nun die Unruhe zum iuü|tcn Lärm, so da;; an ein Äeitcrrcben nicht mehr zu beiucn war. Auch ber Gesang utJcl)(ani, Dcutschlaiid über aLcd' und „Die Wacht am Rhein , sowie ein Hoch aus das deutsche Vaterland tonnten an der Lage nichts ändern. (Sin »eil der Vei,auimlung überbot sich in Rusen aui Bectmann und stimmte b»e Arbeitcrinarseillaiii. an Rach bem oftizielicn odimn blich die Menge noch eine geraume Zeit, bis der Besitzer des SoalbauS Feierabend uot, woraus man sich alirnäglich entfernte. , Ob die Radaumacher ihrer Sache genutzt haben, ist jedenfalls sehr fraglich. Die Antwort de» Herrn Krumm« Herr Krumm schreibt UNS: . . Gestatten Sie mir einige Worte ZU dem EiNgciandt deS Hcrrn Dr. Werner in Ihrer ge>irigcn Rninmcr: Mich läßt eS lall, wenn Herr Dr. 30 e r n c r meine Kartei als ,,NcichSfeind e" beschimpsl Wir erfüllen genau wie auch Herr Dr. Werner innere Pilichten gegen daü Vaterland, zahlen Steuer, dienen als Soldat und wenn morgen baß Vater- lanb zu verteidigen wäre, würden wir genau so wie die '.'Inh- frmitrn Vir d-e>e» Vater lend 'ä,-psen mistsen. Rcichsscind* 1 i di ist es, wenn man es dem Auslande gegenüber so darstellt, als ob der dritte oder vierte Teil des dentfchen Volkes dem als bann ber Rcbner zum zweiten Male sprach, schien (ich die Menge etwa» beruhigt zu haben. Als Handwerks* melfter und Gewerbtreibenber aus dem Arbeiterstand'her* aanaen, suchte ei nachzuweisen, tote gerade der . iittel stand am Tage bet 'Wahl die Pflicht habe, mit sich zu Rate iu gehen. Wenn auf allen Gebieten in den letzten Vahr zehnten ein Fortfchrciten toahrzunehmen sei, so weise bie Statistik bic unleugbare Tatsache auf, baß ein Gebiet rud "laubig fei: ber geiverbliche Mittelstand. Tte kleinen selb- laubigen Gewerbe bis zu fünf Arbeitskräften hatten m der Zeit von 189ö bis 1907 um rund 19 000 abgenommen, trotz der Tatsache, das; während dieses Zeitraum- die Bevölkerung des Deutschen Reichs um 14 Prozent gestiegen sei. Aber nicht bloß eine zahlenmäßige Abnahme sei feilgeitiut, die gewerblichen Betriebe seien auch heute nicht mehr so aut iimbiert wie srüher. Die Handwerksmeister feien viel- ach Iwischenmeister ber Großkonfektion gelvorben. Wie weit mau gckoinmen fei, daß zeige daß Beispiel ber 23er* lincr Möbelhänbler, bic ben einzelnen für sie arbeitanbcn Meistern verboten hätten, iit Zukunft bie Rainen an den Fuhrwerken anzubringcn. Die Ursache an dem 'Jhebergaiig ber Heinen Gewerbe fei iu der schranienloseii Gewerbe* freibeit zu suchen. Bei allen Versuchen, dem Mittels and zu Helsen, sei bic Sozialdemokratie hindernd in ben Weg p ui* । von (Hit, ii l) ii i als i> ine Mmit« Srou als Marie sehr gut zum Ausdruck. In lustigem Gegensatz t.azn land die mundsertige Franziska, die von Lore ^cholz köstlich dargcstcllt wurde, bin netter, bescheidener Leutnant war Muri Goldberg, der immer dann einen schönen Erfolg l)ut, wenn rr natürlich bleibt und nicht forciert. Tie entsagungsuolle Milde, daß menschlich Große des Pfarrers Heffterdingk wurde von Marl Mar) schlicht und eindruclSvoll hervorgehoben. Rudolf Goll schien sich aiß Regierungsrat von fiel lei nicht recht wohl zu üblen, war aber doch der korrekte, bedächtige Weltmann, dem inen DerhLltnissi bic Flügel beschnitten hoben Von Den Übrigen sind Start Voleck csilcbo>, (hta Hiller trViati t.-.ihr-'» ottt Hill 3berefe au mnmn. K Ribelungcn-Jubiläum Die Geicknckste ber beul scheu Dichtung und die d.mlsche Bühne feiern in diesem Jahre eines der wichtigsten FünszigjalnS Jubiläen: denn vor fünfzig Jahren, 1861. iit Hebbels gewaltige R i bc l u n g e n t ri l o g i e> in der für bic Bühne geeigneten t^kflalt fertig geworden und hat in Weimar unter DmgclstebtS Leitung und in Anw senhcit cu-s Dichters ihre Feuertaufe erhalten. Der erste und . 1861 mit unzwcitellmf m 1 folg gegeben: „eine Auiimrlfamk.it ünd eine Totensttllc", fchrclbl Hebbel, „als ob nicht von der Vergangenheit, sondern von der 'sukunst bic Rede iväre, und eine fest AitfaninieiigetyaUenr ii m -i(bett in। bie fchlietzlii Bühnengestaltung von „Shienil)ilbfl Rache"' in Den DcLrztagcn am 14. '.Rärz schreibt Hebbel an Dingelstedt: „ . ich habe den dritten Ribclungcntcil bcbanbdt wie die Grönland- t obrer den harpunierten Walfisch, auf dessen Dtücfen sie Jener anmachen, und schicke Dir daS behackte und behauene yjämftrum . . . zu Tie Lcinung meiner Hand oder vielmehr Jault wird Deine kühnsten PrtDartmiflen iibertresfen, denn ich habe nicht weniger aU 880 1 itnef dadurch III ein ii> kurze- verwandelt, baß eo die Schratt kew eines gewöhnlichen Dl-eaterabcndö um n.cbtd mehr überschreitet " Am 16 und ih. Ctai fand baut bi ei samtwerles statt. „Unter der genialen Lettuna unb li beu I Pflege Franz Tingclsledtv" halt, u „den vollstauvigsten Lciulg." Bei dieser Ausführung wirkte Christine Hebbel als Strninhiid um h ( bann auch hj, Lusj in Benin, J863 in Wien. „Tic Rib luitßcn tjuu n mehr br|u..| al i je ein Stück vott nur", lesen mir in Hebbels Tagebüchern, „in der Das Batfel öer yautsarve. Warum gibt eS weipe, gelbe, rote, braune, schwarzbraune Menschcurajsen? Mit die,er ebemo schwierigen als mterenanten Frage hat die Forschung sich reichlich beiajaituit — ohne zu einem betricbigenDcn ytejultat gelommen zu fein Man machte für die duntte Färbung mancher Menicgenranen hauptiachlrch tlimali|d)c (smilüijc (Die startere Sonnende,irahlung) verantwort^ lich, konnte lich aoer nicht verhehlen, bau diese Theorie hier und da auflallend vertagte. Reben diese alte D heorie ist NUN in allerletzter Zeit eine neue getreten, bic den Daupteinslust auf die Hauttärbung des Mcnsajen der Ral-rung zutchreibt. In seiner Broschüre „Wik die Nrmemcheti erbliche Raffen färben erwarben uiid wie hc ihr Haanleid veiloren "mm A. Berg,eld darauf hin, baß ja auch im Tierreich Rahrung und Färbung des Getchöpies mitunter in Zusammenhang stehen. ,cher Mou gelebt haben soll. Ter Farbnoii, ber bic stark buntlc Tönung der Haut hervorruft, wäre das m ben Fruchten enthaltene Mangan Es lammt hier zwar nur in geringen Mengen vor, verbindet fich aber mit dem reichlicher vorl-anoenen Eijen zu dunkelbraunem Manganei,en. Reger,.amme, b.i deren Ernährung auch Fleuch und Milch eine Rolle ivielen, sollen darum nie so dunkel icui wie bie andern, bie fast gänzlich von vegctabilucher . ost leben. Wie erklärt nun bic neue Lehre die meißc ^arbe bed «aukauerS, die gelbe des Mongolen, btc rötliche des ^notaners. Der letztere dankt seine rote Haut angeblich dem -blut der Beuteltiere, bai seine jagdirohen Par,ahren genosfen haben; denn bas Blut enthält ja den roten Blutiarbstoii, bas Humoglobin. -a- Gnv der Mongolen aber soll aus wlgende Wei,c enti.anocn sein. Cimge dunkelhautige a.rilanifche Fruchtejser wurden zu Hirten, iogin in bu Grasländer und Steppen Asiens und gingen über zur So sieht der ,,'Vcrhöhnungskandibat" für Stadt und Latid Herr Dr. Wenter aus und ich muß ihm sagen: Wenn ein Sozialdemokrat in so würdeloser Weife um Stichwahlhilse jammerte, er wäre bei uns unmöglich. Was liat denn Ihre Partei bisher getan Herr Dr.? Einig war sic nur im Schutze des Großgründ* Die Anhänger ber nanbioatur Werner hatten für j Sonntag abenb eine allgemeine Wählerversammlung m Ziems Garten in Gieße n anberaumt. Schon lange vor i bic Räumlichkeiten bis auf den letzten Platz, wie sich bald herausstelltc, zum großen Teil mit Gegnern, besetzt. Der Vorsitzende, Lcarer >t l i n g * Gießen, eröffnete qcaen VtÖ Uhr bic Versammlung, und raum g lang es ihm, Wort zu erteilen. Dieser, Kabritbesitzer Scljaumanti- Mülheim, hatte sich zum Thema: „Dte Inbustrie und bie Sozialbemotratic" genommen. Er führte aus, wie em erbitterter Kampf hinter ttnS liege, ber nächsten Dienstag tum vollständigen AuStrag gelange. Es tonne bet her Stichwahl für einen nationalen Wähler keine Frage sein, seine Stimme für Dr. Werner abzugeben. Die nniioiiaUibe» ralc Partei habe auch bementsprechend die Wail^arole ans acacben, uub lucnn auch bic iort,chriltliche V^lkspartri sich u? Beckmann entschieden habe, so habe er den -Übersicht en Glauben, baß nut ein klein i Beil bei Partei 1 ■'''Ciiung folgen werde. Tas lonnten fie gar nicht, wenn iic über fegten, wie die Sozialdemokratie von jeher gegen bv£ fortschrittliche VollSpartei oorgegnngen sei. Unter Mgc, ui solcher Beschlug überhaüpl unmof lich gewesen Man werfe feiner Partei vor, sie gehe nut dem senrrum zu,amme,i. Aber fei nicht Eugen Richter auch mit dem Zentrum gegangen? Und tn den letzten iagcii erst hätte bic Sozialdemokratie Hand in Hand imt beni Zentrum den Per.uo) gemacht, unser beut.cheo Reichs- land Elsast-Lochringen den Franzosziiigen au^uliefern. Er wolle ferner daran erinnern, lote in Franlsurt a. M. und anderen Orten ferne Parte, ben Fortschrittler^ unterstützt unb ihm zum Stege verhol,en habe. Tag bie isoztaloenio* tratic so glanzende Gejchä.tc mache, daran seien nur btc bürgerlichen Parteien schuld, bic sich gegenseitig z?rfletsch* len. Der Rebner suchte nun darzuiegeu, wie das g.schast- ttche Leben, die Jnoustric und der Handel ungunfitg beeinflußt würden, tonnte aber infolge der Särm,jenen nicht mehr zu Wort kommen unb mußte seinen Vortrag ab brechen. Roch schlechter gmg es dein zweiten Redner, dem Reichs- tagdabgeoroiieten R aab. Er juuroc durch die Rufe: „Rti- lüarvoilage" und hinhaltendes Sci/rejen unb Johlen zum Auf hören gezwungen. Der Vorsitzende vertagte hte- Milchnahrung. Unb diese war cS, die ihr Braun Ni Gelb hcrabtöntc. Denn das in der Milch enthaltene Eblor soll am bie Hautiarbe eine bleichende Wirkung auSüben. Uqd da nun daS Kochsalz gar zu Zweidritteilen aus Chlor bcstelst, loll der salzgenutz ganz besonvecs zur Erweibung der weißen Ham färbe beigetragen haben unb der weiße Kaukasier durch reich jaenuß sozusagen aui dem gelben Mongolen 'iituanbrn kill Junge "Reger, die ziisälligcrweiic bei der salzreicheren europäischen Moit aufgezogen werden, seien darum erfahrungSgemäst Heller getänt als ihre sonst unter gleichen Bedingungen lebenden Heinen Stammesbriider. Die Fachkritik gesteht den hier a» ten 2 atiaciini eine gewisse Ueb, i ■ u lutifl kraft aber zugleich darauf hin, daß eine wirkliche Lösung dieses fchwie- rigen alten Problems nur auf experimentellem Wege zu erzielen sei Erperimente, bic sich mit den Studium der Erwerbung erblicher foaultönc befassen, dürsten aber in Wirklichkeit kaum durchzuführen sein. w - Gießener Stadtt Heater: Herma». Daß die Gießener Theaicrireunde das lebhafte Bedürfnis nach ernster, neuzeitlicher Kunst haben, das bewies der Besuch Der gestrigen Borstel- hinfl von Sudermanns Heimat. Tie Aufführung, die von Hrrmann B a ko f gut vorbereitet war, gehört in ihrer glücklichen Abrundung zu den besten Aufführungen der laufenden Spielzeit, unr> es erhebt iid) die Frage, warum man derartig ausgeglichene^ Darstellungen lücratiid) bedeutsamer Werke den Abonnenten vorentl-äll, und ihnen dafür zwar neue, aber wenig gehaltvolle Schwänke vorsetzt. Wie sehr man gestern mit den Zuschauern Fühlung hatte, daS bewies ber herzliche und starke Beifall, das bewies aud) bic Stille wahrend der Aufführung, die der untrüglichste Maßstab für das Interesse des Publikums ist. Von ben Darstellern ist zuerst Gertrub B a u m ei st c r-F«1segg zu nennen, du- sich als Magda ganz besonders hervortrat. Ihrent leidenschaitlichen, bis in bic geringsten Einzelljeiten klug durchgearbeiteten Spiel, glaubte man die rücksichtlose Selbstherrtichkcit, in der die glu^ndc Mutterliebe elngeschlosicn ist, wie die Perle in der Muschel. Man qlaiibtc ihr auch die große Sängerin, und Damit war ihr großer Er jolg entschieden. Hermann Bakof sprach den alten Lberft m vorzüglichem, halbem Platt unb gab ber ehrlichen Soldaten- nai'ur einen Schein von w.rtlichcr Größe, der ihn als wohl- meiuenben Hcrncher in seinem lleüicn .streife zeigt. Die stulc Beschi-wenheu seines Hauses kam in bem wohlerdachten, gedämpften deutsch-sozialen Kr ist all, s a t»o n s p u^i k t alle konservativen El em en t c" pr ä g t cn. ^onst hat tm antisemitische Partei seit ihrem Bestehen, außer brm Lkim, b.n tte mackste im Reichstage bas Bild, tollster Zcrmhrenhe.l ge- geben. Senn 5 iüe »aend etma« inmmtrn, roaren Mei au djaricn strsitil der Sozialdemokraten ist, der Anfang manch' weisen Maßregeln gewesen." Bismarck sagte. „Ohiu »Aw demokratic keine Sozialreform." Diese Anerkennung genügt mti 1111 Ter (d)h’arj blaue B l o ck bestehl, und lucnu Siccs bunbcilmal abstreiten Wo cs gilt, den kleuien teilten Lastei anszulcgcn, bie .Kapitalisten z» "Hützen, dem wirklichen Schutz weiße ealbe zu perfchreiben, Block iu Tätigkeit. Daß sich dabei btc einzelnen Parteien unb Parteichcn iu ihrem Manbatshunger noch nntcrcuiaubei em biß jen Koiiknrrcn, mach n, beweist ga» nick । Wie. . ic in - >' lichkeit all den kleinen Leuten gegenüber stchen und wie Vyn Partei bei Gelegenheit wieder Handeln wird, daiüi fühn ich Herrn Rcichsiagsabgeorbiietcn Raab, bei ber Steuerreform, an «Seite 5693 des stenogiaphische,, Berichts): Ein drittes Bild, bic Bierstciici Anck, ba bin ich nicht beherrickst von dem (Meban,c», baß ich ben armen öicr t r i n l c r , den atmen K o n f u in e n t < n schützen müsfe. acin, meine Herren, eine Steuer, bie bezüglich bei G e n u ß m 11 e i wirklich an ben .stonsumenten herangelst, ist immer metutnbci. ^llub Yo’ßuiiluten* btc Herren Antisemiten für den 5)0 prozen tigen tenerzuschlag für nein Bram rt ii n uitb übeni ...... unb .stonsumenten beut Braucicigroßkapital. Was bie Herren als „gefnube WirtschaftSvolitik Piciscn, ist in erster Linie ein Aufpäppeln von Rttllionören gewesen. Wo Holz gehauen wirb, fliegen «patte W 6Kcri ; x Wernei Ja, mit dii . .. Pänchen' etnzelnt i sozial demokratischer Zeitungen unb Leute bestrettet die Partei des Herrn Dr. Werner ihre ganze Agitation. Jede. iimmb-n. unb Jerusalem i Zerstörung ein ? > im verbrochmi hat, wird m Rcichspcrbandsiaiuc den Wählern nm gesetzt, immer natürlich noch mit bin landesüblichen Entstellungen und ans bem Zusammei,hange gerissen Wir S o z i a 1 b e m o ! r a t c n lamentieren bet itte maub um ahlhilfe w« fick b........ ber Antisemiten, ihre >tamvfesweise, ihre persönliche Herabsetzung einzelner Gegnci nicht belehren liest, dem ist nickst zu helfen Der tterbient von einer Partei vertreten zu lein, bie tu Worten arbi il i un > mittclftoub freunblich ist unb in bei buu. in den schlimmsten Feinden d.-s gesamten arbeltniben Volkes gehört. AN ihren Früchten sollt ihr sic erkennen! - " E. K r u in m Ein neuer AppeN des Herrn Dr. Werner. Herr Dr W ernt* t bittet noch um ein © d> l v ß Iv o r t, das wir ihm nicht versagett wollest 1 Nachstehend fasse ich nochmalö die Grilvosätze znsomnicn, die ich zur Finanz- und S t e n c r p o l i t i k des Reick). - im Ltzahllampfe vertreten habe und gegebenen Falles auch frei treten werde: a) Möglichste Sparfamkett tut ReichShanSljatt. b) Für notwendige Ausgaben Einsuhrung her Dotierung-«- und Dipidenvensteuer, Vermög- imzuwackjSsteucr, ReichHenilomm.n- ftcuct unter Schonung der mittleren uitb kleinen Einkonunen c) Keine weitere Belastung befl Wasserlonsnms burd) indirekte Steuern. d) Aushebung brr Zünbholzsteuer o) I,n Interesse des acnn-rbclrcibciibcrt Mittelstandes 'ne* seitigung des Stciiipels aui tLeine Schecks 2. ES liegt im Interesse der Niitwlstandsstaoflichen Wirtschall- aussassuilg, wenn wir zu einer Ausdehnung der lv'steljenoen stle.iib» crblchastSsteuer von 1906 ans die Rackst.,mmen übergehen, jo weit große st a p 11 a l v e r m ö g e n in Frage kommen, zu betrn steuerlichen Erfassung entsprech.nbe 'Vorkehrungen getroffen werden müßten. Die Entwickluiig bei Riefenvermögen am ein sozial unbedenkliches Maß hcrabzitdrücken, ist eine ocr vornehmsten 'Mut gaben unserer inneren Politik. . 3. Mit größter Entsckncdenhcit aber bekämpse ich in mein Frage eine Belastung der mittleren, kleinen und kleinstem Leute, wie es die Sozialdemokraten 1905/06 mit ihrem '.'Intrage vo> ar 67 Erster Blatt 161- Jahrgang Montag, 20. JJirj W Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberyefsen WM- Rolation,örnd und vttla, ber Brflhl'Khen Uni0,Bud>. unb Steinbruderei H. tauge. Hebatllon «rpebiiion unb »ruderet: Sd>nI|1raDe r. für die Tagcsnununcr vüdingen: ^ernfprecher Nr. 50 ckefchSskrstelle vahnhofflratze 16a.____________________ Anzeigenteil: fr e bi8 vornnnags y injr. » *' r ___■■— Vaterland Böscü wünschte. Der Appell an bie „Universitätsstadt Gießen , btc Stabt bcö „staiscrregimcntS" ist -nm Lachcti Daran hätten bic Antisemiten benlen sollen, als sie Herrn Pfarrer Morell m her gröblichsten Weile vcrbächtigten, beschimpiten, ihn als Schützer nihilistifchcr Morber unb Bomb e n wer * f er binft eilten. Welche Gefühle muß es beim bcutfckjen .Kaiser auolüsen, daß ibicier „Ber herrlicher der rus* j i j d) c n 9JI ö r o c r" 2(XK) Stimmen m Gießen erhielt ? Wenn Herr Dr Werner jetzt bei dieser Partei um Slichwahlhilie nach - juckst dann erlaube ich mir daraus hiuzuwcijen, daß aus dem letzten Parteitage der Deutsch* und E h r i st 1 ich s o z i a l c n für Hessen, unter tätiger 11 b 11 f t deS Herrn D r Werner einstimmig beschlossen wurde: Unter keinen UmftänbencineSttmmcbcm vcr * pon 1848. Em 83jähriger, her sie miterlebte, •Ober ft tu D. Spo hQ FrcEirrt? Wird' Gießen später rcnr von Mer nnb" Tabak unter der Proteltton der Sozialdemokratie leben? Seht Euch recht vor, Ihr lieben Fortschrittsverherer, ba& Ihr nicht stattt des Fortschritts einen jähen Stutz herberführt, itnb fragt Euch, was dem heute von Dr. Werner entwickelten Programm der sozialdemokratische Kandidat etwa Besseres entgegen zlur faßen h,Hetze"? Die Kreise die hinter der Frankfurter Zeitung" und dem „Berliner Tageblatt stehen, 'die hoben die Stimmen der Genossen auf 8000 emporgehetzt, nicht wir die andern sind die heften Schrittmacher der Revolution. Man bewirft uns mit Kot, und wenn wir unS wehren, dann beißt es: „Seht einmal diese Seher 1" Wann ttnrb das Volk 'erlöft von der Lüge unseres öffentlichen LebenS? 5. Es ist bemerkenswert, daß die Blätter des Börsianertun^ mit lauten Posaunenstößen zur Wahl des Sozialdemokraten auf» fordern Warum? Weil die Sozialdemvkratte noch nie etwas legen die Börse und das spekulative Großkapiwl unternommen hat Eine Ehre ist der andern wert. Und deshalb werden die Herren Genossen auch in Zukunft gegen bte Besteuerung der Börsenpapiere, der Kupons, des Champagners und der Automobile stimmen. , ,,, 6 Ein Beamter darf Niemals sozialdemokratisch wühlen, wenn er ein Mann von Ehre und Eid ist. Denn öie Sozial demokratie will die bestehende Staatsordnung stürzen, und der Beamte ist der Lehnsmann des Staates. G.rünberg- am 19. Mürz 1911. Dr, Ferdinand We.rneL Zum Wahlaufruf der Vertrauensmänner der fortschrittlichen Volkspartei vom 17. d. Mts. schreibt uns Herr Oberst a. D. Spohr: Die „Vertrauensmänner" der „fortschrittlichen Volks Porte: fordern schlankweg zur Wahl des sozialdemokratischen Kandidaten auf: _ Da darf man wohl Tragen: Sind bteje „Vertrauensmänner verblendet oder waren diejenigen verblendet, die sie zu ihren „Vertrauensmännern" erkoren? Unter dem Stichwort „der schwarzblaue Block' raufte unter allen Umständen zertrümmert werden", wird, entgegen dem von dem Kandidaten der Partei selbst, Herrn Pfarrer Kvrell, getanen Ausspruch: „von den sozialdemokratischen Anschauungen trennt uns eine ganze W e l t", entgegen der seit Jahren für alle bürgerlichen reichstreuen Parteien geltenden Maxime: „unter allen Umstünden gegen die Sozialdemotratte zn ftimmen, der Ueberteilt der gesamten bisherigen Anhänger der fortschrittlichen Volkspartei ins sozialdemokratische Lager den Wählern angetreten. Und das, um an die Stelle des schwarzblauen Blocks die Sozialdemokratte zu setzen, die Partei, welche ein» gestandenermaßen das Deutsche Reich in eine Republik umwandeln will, eine Umwandlung, die, wie die Sozialdemo- Ifrohe selbst recht wohl weiß, nur auf dem Wege der Revolution 'imb Anarchie, auf einem Wege, der durch Blut und Leichen führt, erfolgen könnte. _ Attrn sieht, 1848 ift von der heutigen Bevölkerung schon vergessen. Wir, die es erlebt und die „glorreiche Revolution von 1848" mit gemacht, wir wissen, was eine Revolution ist, ein hitziges Fieber, das immer nur durch drastische Mittel zur Genesung führt. Auf „Revolution" folgt immer „Reaktion", so sicher, wie daS b am das a des o, b, c. Jeder Vernünftige zieht den Weg einer ordnungsmäßigen Entwickelung vor. Und um jede Umwälzung zu erreichen, soll die Sozialdemokratte gefördert werden, gefördert dadurch, daß man deutsche Männer, Männer, die angeblich dem freien Fortschritt huldigen, auffordert. Diener und Schleppträger der Sozraldemo- ftratie, in Wahrheit, Sozialdemokraten zweiter Klasse zu werden, .fcäe man wieder ,,hinausflieg en" läßt, wenn sie ihre diene- -rifd^c Schuldigkeit getan haben, den „schwarz-blauen Block" zu ,zertrümmern und dann nicht weiter orbre parieren wollen. Zu diesem Block gehört zwar die „Wirtschaftliche Vereinigung", die Partei des Kandidaten Herrn Dr. Werner, nicht, aber Ift) lange jener Block die Majorität besitzt, muß sich die Reichs- iregierung eben nach parlamentarischen Grundsätzen auf ihn stützen! Nimmermehr aber kann s ie sich auf eine Partei stützen, die ihr den Garaus machen will! Darum wird jeder Wähler, der zu Kaiser und Reich steht, Herrn Dr. Werner zu wählen haben und wählen! Die Idee, daß man einen solchen Kapitalfehler, sich mit Haut und Haar der Sozialdemokratie zu Derfdjreiben, im Herbste bei den allgemeinen Wahlen wieder aut machen, etwa mit Hilfe der Sozialdemokratie (?) seinen fortschrittlichen Kandidaten durch- ibringen kann, ist ganz verfehlt, ist wahrhaft kindisch. Die Partei, die sich einmal zur Dienerin der ^Sozialdemokratie hergegeben hat für immer abgewirtschaftet. Sie taim höchstens in deren Gefolge marschierend und meist froh fein, wenn man ihr das erlaubt und ihr die gebundene Route vorschreibt. Ein Sozialdemokrat als Vertreter der „Universitätsstadt" Gießen! Liegt die Universität auch vielleicht schon in Todes- krÄnpfen vor der Eommenben (?) Ehrlich-Hata-Universität ,in Presse wie auf dem Theater. Ganz gegen meine Erwartung, so 'sehr, daß sich auch nicht im letzten Winkel des Herzens eine /stumme Hoffnung verbarg, die das ahnte." Schon 1862 war aber das Drama im Druck erschienen mit der Widmung an Christine, deren Kriemhild-Verkörperung in Raupachs „Nibelungenhort" ihm wohl den stärksten Anttieb gegeben, das Nibelungen-Drama zu schaffen: „Drum nimm es hin, das Bild, das Du beseelt, Demi Dir gehörts, und wenn es dauern kann. So sei's allein zu Deinem Ruhm und lege Ein Zeugnis ab von Dir und Deiner Kunst!" t — „Die Wahrheitssucher." Aus Bremen, 17. März, wird iuty geschrieben: „Tie Wahrheitssucher" von Heinttch Eßlgenftein erlebten bei ihrer Erstaufführung im Stadttheater seinen starken, unbeftrittenen Erfolg, den der geistvolle, von nronft'chen Pointen durchsetzte lebenbigc Dialog und die theater- kräftige Zuspitzung der Hcnidlung in allen drei Akten voll verdienen. Weniger gelungen ist die Emporhebung der mehr typischen Personen und ihrer etwas abstratt Dorgetragenen Idem ju lebendigen charakteristischen Individualitäten. Das Thema Jlgen- steins ist eine Kontroverse der Lüge gegen die Wahrheit. Eine siebzehnjährige, ideale (und hier aud) „freie") Ehe, die sechzehn Jahre hitrdurch im Glück einer Lüge segensreich bestanden hat, wird rasch und gründlich zerttümmert durch das halb erzwungene, halb freiwillige Geständnis der Wahrheit. Der Gatte, hatte stets behauptet, er sei jeder Wahrheit gewachsm. Aber bei der Erkenntnis, daß seine Tochter nicht seine Tochter ist, erblaßt sein ideologischer Heldenmut und das Wort „Dirne" enttchlüpft ihm, als gerade die Gattin, die sonst in jeher Beziehung eine tapfere, edle Fran ist, dm Mut zur Wahrheit findet. Das Vertagen des Mannes drückt ihr den Revolver an die Schläfe. Hat hum die Kleinheit des Mannes oder die Lüge oder die Wahrheit [bas Unheil gestiftet? Diese Unllarheit der Tmdenz und der /krasse Abschluß des Wertes schaden bem nachhaltigen tiefen Eindruck. Tas Werk ist mehr eine Abschlagszahlung des geistvollen /Verfassers, als eine Erfüllung. Das Theaterpublikum war aber /trotzdem ganz in dem Bann seiner scharfen, oft sattrischen Schlag- ilichter auf das moderne Eheproblem und rief den Verfasser nach dem zweiten und britten Akt roicber vor die Rampe. — Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft. Geheimer Medizinalrat und ordentlicher Professor der Universität Berlin Dr. Lucas ist an den Folgen eines Jnfluenza- Llnsalls im 76. Lebensjahre gestorben. — Der Kaiser von Oesterreich eröffnete am Samstag die Frühjahrsausstellung der Künstlergenossenschaft in Wien, die gelegentlich des 50jährigen Bestehens der Genossenschaft stattsinoet. Der Eröffrrung roobitten bei die Erzherzöge, das diplomatische Korps, die Minister, Hof- unb Staatswürdenträger. — In London ist der Maler Ernst Erofts gestorben. — Die 1869 zu Braila gegründete Cchriftsteller-Bereinigung feierte am Sonntag in Gegenwart des Königs und der Königin, sowie dds Unterrichtsministers in S o fi a ihre Umwandlung in eine Akademie der Wissenschaften. {Sie neue Akademie umfaßt drei Abteilungen unh zählt 45 Mitglieder. Zum Präsidenten wurde Geschow gewählt. die oft jedes sittliche Gefühl vermissen lassen, von^denen einem die Ohren wehe tun. Es kann daher nur mit^Freuben begrüßt werden, wenn das Volkslied wieder zu Ehren kommt. Kreis Büdingen. •X». Büdingen, 19. März. Der Voranschlag der Gemeinde Büdingen für 1911/12 verzeichnet einen Schuldenstand von 1039 872.55 Mk., ein Vermögen von 2 639 844.64 Mk., sonach ein reines Vermögen von 1599975.59 Mk. — An orbentl. Einnahmen sind eingestellt 129 483 Mk., an außerordentlichen 70142 Mk., an Umlagen 104 895 Mk. — Von den hauptsächlichsten Einnahmeposten erscheinen: Gebäude mit 3781 Mk., verliehene Güter 2 393.64 Mark, Waldungen 40998.92 Mk., Jagd und Fischerei 1858.33 Mark, Schäferei und Weidegelder 1079 Mk., Kapitalzinsen 6350.88 Mk., Marktstandgeld und Miete 370 Mk., Schule und Holzgeld 1678.85 Mk., Faselvieh 797 Mk., Hundesteuer 284 Mk., Wasserleitung 9400 Mk., Kanalgebühr 6500 Mk., Fleischbeschau 1878 Mk., Arbeiter-Versicherung 1238.06 Mk. — Außerordentliche Einnahme: Zurückzuempfangeude Kapitalien 7000 Mk., neu aufzunehmende Kapitalien 58600 Mk., Staatszuschuß zur Herstellung des Rathauses 1500 Mk., Vergütung der Präsenz wegen Räumung des Schulhauses in der Schloßaasse 2000 Mk., Umlagen 98000 Mk.; beitrage zur lano- und forsttvirtschaftttchen Berufsgenossenschaft 4600 Mk., zur Landwirtschaftskammer 1510 Mk. — Unter den Ausgaben erscheinen als hauptsächlichste Postem Gemeindesteuer 665 Mk., Brandversicherung 240 Mk., Kapitalzinsen 39 678.82 Mk., Unterhaltung gemeinheitlicher Gebäude 732 Mk., der Güter 1530 Mk., Waldungen 19 270 Mark, für abgelöste Berechtigungen aus Holzabgaben 789.16 Mark, Kosten der Kirche und der Pfarrhäuser 1743 Mk.. Schulhäuser und Schulen 5284 Mk., Unterhaltung der Straßen, Brücken und Wege 63950 Mk., Reinigung der Straßen und Plätze 1020 Mk., Straßenbeleuchtung 6000 Mark, Wasserleitung und Brunnen 500 Mk., Bäche usw. 2870 Mk., Feuerlöschanstalten 300 Mk., Fleischbeschau 1878 Mark, Anschaffung und Unterhaltung des Faselviehs 1830 Mark, Gemeindekrankenversicherung 2847 Mk., Unterpützuno Hilfsbedürftiger 5200 Mk., Beiträge zur Kreiskasse 20 870 Mark, zur land- und forstwirtschaftl. Berufsgenossenschaft 4650 Mk., zur Landwirtschaftskammer 1510 Mk., Besoldungen 30 708.49 Mk., Pensionen 2100 Mk., Diäten und Gebühren 1752 Mk., Bureaukosten 4400 Mk., Botenlohn und Verkündigungskosten 7515 Mk., Beiträge zur Arbeiterversicherung 2257.62 Mk., uneinbringliche Posten und Nach lasse 2500 Mk. Außerordentl. Ausgaben: Zurückzuzahlenbe Kapitalien 24301 Mk., auszuleihenbe Kapitalien 3300 Mk.. Eroauung von Straßen usw. 577.31 Mk. -l-. Büdingen, 19. März. Die am Samstag abend im Rathaussaale abgehaltene öffentliche Volksversammlung war sehr stark besucht, was einesteils der Tagesordnung: „Verteuerung der Lebensmittel und die Ausgabe der Frauen bei der nächsten Reichstagswahl", andernteils der Person der Rednerin, Frau Friedländer- Berlin, zuzuschreiben war. Ist es doch für Büdingen immerhin etwas besonderes, eine Fr au Lr. einer so großen Versammlung zu hören. Frau Friedländer erntete am Schlüsse ihrer in sozialdemokratischen Sinne gehaltenen Ausführungen, die sir^ im Rahmen der üblichen Forde- derungen ihrer Partei hielten, Beifall. Gegner schienen nicht anwesend zu sein, da sich niemand zum Wort meldete. Kreis Friedberg. X Bad-Nauheim, 19. März. An unserer Ernst- Ludwig-Schule, die Ostern 1905 gegründet wurde, findet am Donnerstag zum ersten Mal die Einjährigen- Prüfung statt, der sich auch einige Mädchen unterziehen. Die Obersekunda mit Koedukation wird an Ostern eingerichtet. Da an der Augustinerschule in Friedberg die Realobersekundä mit dem neuen Schuljahr eingeht, sollen, wie verlautet, die Schüler dieser Klasse unserer Ernst-Lud- wig-Schule zugewiesen werden. — Ein im hiesigen Ko- nitzkystift zur Kur weilender Mann ist beim Kahnfahren auf dem großen Teich einem Herzschlag erlegen. — Vom Prinzregent Luitpold von Bayern wurde den Veranstaltern des hiesigen Bayernabends ein Bildnis übersandt, das in einem hiesigen Geschäft ausgestellt ist. Starkenburg unD Rheinhessen. rm. Darmstadt, 18. März. Der Provinzial- ausschuß hat heute die Berufung des zum Beigeordneten von Isenburg gewühlten Ludwig Benkert, daselbst gegen die Entscheidung des Kreisausschusses, der die Wahl für ungültig erklärt, verworfen. Der Kreisausschuß ging von der Anschauung aus, daß ein der sozial' oemokrati,chen Partei angehörender und sich offen als solcher bekennender Beigeordneter nicht geeignet sei, die Geschäfte parteilos und ohne Ansehen 6er Person zu führen. Der Provinzialausschuß schloß sich dieser Meinung an. Kreis Wetzlar. — O berklee n, 19. März. Unserem Gesangverein „Germania" wurde das Hüttenberger Sängerfest übertragen; es soll am 18. und 19. Juni gefeiert werden. Die benachbarten hessischen Gesangvereine nehmen mit Vorliebe Anteil an diesem Fest. Hessen-Nassau. X Biedenkopf, 19. März. Für den Ausbau eine) neuen VizinalwegeS von Bottenhorn nach WomelS« hausen mit einer Abzweigung nach Dernbach hat der Kreistag eine Beihilfe von 13 000 Mk. bewilligt. Gleichzeitig werden die jährlichen Unterhaltungskosten auf den Kreis übernommen. w. Frankfurt a. M., 18, März. Der heutigen R eit- und Spring konkurrenz im Hippodrom wohnten bas Großherzogspaar von Hessen, bet Prinz und bie Prinzessin Eitel Friedrich von Preußen, der Prinz und bie Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, Prinz Adolf zu Schaumburg-Lippe und der Erbprinz zu Schaumburg-Lippe bei. Den Staatspreisreitkonkurrenz gewann Freiherr von Gagern (1. Garde- Dragoner) auf Don. Die Damenreitkonkurrenz Maurices Jlena, geritten von Frau Maurice. Die Sprinkonturrenz für prämiierte Pferde, Leutnant Oliveira Cezar von den argentinischen Dragonern auf Cazador und Oberleutnant Sommerhoff-Mainz (21. Pionier-Regt.). auf Szots-Grey. — Heute früh wurde der verheiratete Bahnfchaffner Josef Roth heim Rangieren eines Güterzuges in Bensheim überfahren und sofort getötet Der Wahlausschuß für die Kandidatur Dr. Weruer Hal, wie er uns schreibt, in der Zeit zwischen Haupt- und Stichwahl noch 70 eigene Versammlungen veranstaltet, „die sämtlich einen sehr stimmungsvollen Verlauf nahmen". Außerdem sprachen Redner in 17 Versammlungen gegenüber den Rednern der Sozialdemokratie. Es ist also eine ausgedehnte Wahl arbeit geleistet worden. Zur Aufklärung über die natioualliberale Stichwahlparole wird uns geschrieben: _ Unsere „Freunde" in der bürgerlichen Linken und der Sozialdemokratie können sich anscheinend nicht genug tun, unsere Stichwahlparole als int Gegensatz zum Liberalismus und auch zum Nationalliberalismus stehend darzustellen, um den hessischen „Nationalliberalismus zu vernichten". Es sei deshalb zur Beruhigung besorgter Gemüter mitge- teilt, daß unsere, int Gießener Anzeiger am letzten Donnerstag veröffentlichte Parole und ihre Begründung in voller Uebereinstimmung stehen mit den Ansichten führender Nationalliberalen im Reichstag und im preußischen Landtag, und zwar solcher Parlamentarier, die anerkannt auf dem linken Flüge l unserer Partei stehen und im lebhaften Kampfe mit dem „schwarz-blauen" Block stehen. Wir haben mit bie)en Herren )en nationalen Gesichtspunkt hervorgekehrt und das Gesamtinteresse berücksichtigt, was mitunter etwas schwerer ist, als Kirchturmspolitik zu treiben. L. Tagungen der Vorstände der nationaüiberalen Partei und der sortschritttichen öclfsporkl Berlin, 19. März. Der „Nationallib. Korresp." zufolge sand heute im Reichstagsgebäude eine zahlreich besuchte Sitzung des Zentralvorstandes der Nationalliber alenPartei statt. Ruch einem Beyrüßungs- wort des Aba. Bassermann, in dem er der im letzten Jahr Verstorbenen gedachte, wurde eine Anzahl Herren in den Zentralvorstand gewühlt, u. a. Dr. med. Frager in Fürth, Rechtsanwalt I. Werner in Schweinfurt, Gutsbesitzer C. .Andres auf Gut Leuthof bei Kreuznach, Rechtsanwalt Dr. Kaufmann in Stuttgart, Rechtsanwalt W. Frey in Karlsruhe. Im Anschluß an einen Bericht des Abg. Bassermann über die Vorbereitung zu den nächsten Reichstagswahlen fand eine eingehende Aussprache statt, in der Abg. Friedberg die Erklärung abgab, daß die Frage des Enteignungsgesetzes demnächst tm Abgeordnetenhause nach der Richtung hin erörtert werden'würde, ob die Fortsetzung des Ansiedlungsgesetzes ohne Anwendung des Enteignungsgesetzes möglich sei. Auf die Vorlegung des gedruckt vorliegenden Geschäftsberichts wurde verzichtet. Der Zentralausschuß der fortschrittlichen Volkspartei trat heute vormittag int Reichstagsgebäude zu seiner ordentlichen diesjährigen Tagung zusammen. Anwesend waren ungefähr 120 Personen. Nachdem der Vorsitzende Abg. 5und die Sitzung eröffnet, erstattete zunächst der Vorsitzende des gefchä)tsfuhrenden Ausschusses, >Abg. Fischbeck, den Geschäftsbericht, woran sich eine kurze Aus- sprack)e schloß. Hierauf wurde von dem Avg. Buddeberg, einem der beiden Kassenrevisoren, über den Stand der Parteifinanzen berichtet, lieber den Hauptpunkt der Tages-^ ordnuug, Vorbereitung der Reichstagswahlen, berichteten die Abgg. Baumann und Fischbeck mit starkem Beifall. Die sehr rege Aussprache, an der sich u. a. Träger, Stadtrat Münfterberg, Wiemer, Gothein, Fegter und Haußmann beteiligten, ergab die vollste Einmütigkeit in der Beurtellung der in Betracht kommenden taktischen Fragen. An die Tagung schloß sich ein gemeinsames Festmahl int Z en trathotel.__________________________________________________ Aus Stadt und Land. Gießen, 20. März 1911. ** Die Verkehrseinnahmen aud dem Personen- und Güterverkehr betragen nach vorläufiger Feststellung: Für die Eisenbahndirektionsbezirke Frankfurt a.M. !und Mainz: im Januar 1911 8 941 000 Mark ober Hegen das Vorjahr mehr 342 000 Mk. = 3,98 Proz., in der Zeit vom Beginn des Rechnungsjahres 114 279 000 Mk. ober gegen das Vorjahr mehr 6 230 000 Mk. = 5,77 Proz.; für die Preußisch-Hessische Eisenbahngemeinschaft: im Januar 1911 149 973 000 Mk. oder gegen das Vorjahr mehr 10 243 000 Mark = 7,33 Proz., in der Zett von Beginn des Rechnungsjahres 1 705 244 000 oder gegen das Vorjahr mehr 114 207 000 Mark ---- 7,18 Prozent. ** In Audienz empfangen wurde vom Groß- Herzog Oberstaatsanwalt Hofmann von Gießen. Landkreis Gietzen. ---Reiskirchen, 20. März. Nach der Hauptprobe am Samstag abend hielt der Gesangverein „Harmonie" am Sonntag abend im Saale des Herrn Gundrum eine Theater-Aufführung ab, die aus der gesamten Ein- ivohnerschaft gut besucht war. Der Saal war so überfüllt, baß manche Besucher keinen Platz fanden. Es wurde beschlossen, daS schöne Stück, daS zum ersten Male in unserer Gegend gespielt worden ist, nächsten Sonntag, 26. d. Bits., zu wiederholen. Es ist ein Stück, das sich in Wirklichkeit zugetragen, ein Volksslück aus dem inneren Odenwald, genannt „DeS Müllers Liesl vom Michelbach", in drei Akten. Es fand dank der Leitung deS Dirigenten Schaf bei allen Besuchern den größten Beifall. Allen darf a. d. Lumda, 20. März. Gestern hatten sich die Vorstände der Gesangvereine deS Lumdatal- Sängerbundes mit einem Teil ihrer Sänger im Saale des Gastwirts Ranft eingefunden. Nach Erledigung einiger geschäftlicher Angelegenheiten sangen die Vereine Treis und Ällendorf einige Lieder, die Zeugnis von dem Können ländlicher Gesangvereine ablegten. Es sind zurzeit wieder au dem Gebiete der Gesangeskunst maßgebende Persönlichkeiten an der Arbeit, eine Sammlung alter, vielfach schon vergessener Volkslieder anzufertigen. Es ist Tatsache: Em ordentliches Volkslied wird im Volke selten mehr gesungen. Man hört auf der Straße, wenn man sich Sonntags auf dem Lande in der freien schönen Natur bewegt, nur solche Lieder, (ßcricbtsjaaL Brüssel, 18. März. Das Gericht erllärte nach Prüfung der Akten des Untersuchungsrichters Über den Brand Der Weltausstellung, daß zu einer strafrechtlichen Verfolgung kein Anlaß vorliege. Kleine Lageschrolnk. Die bayrische Po st Verwaltung löste in fünf Tagen über IVs Mttlionen Mark aus dem Verkauf der neuen bäuerischen Briefmarken. Zur Eröffnung der Rennzeit in Straußberg ereigneten sich zahlreiche Stürze, bei denen mehrere Retter zum Teil lcbivere Verlcvunoeil erlitten. Täglich frische Jin Antrags-Summe gingen da: 1903: Mk. 8346.000 Döllen Sic U2U94 V/A' 7 Zimmer 5 Zimmer Lagerarbeiter (1908 gesucht. Nord-Anlage 11. TeL 680 Söd-Anlage 7 WM Stell en im Äkllen-GesnG Bu vermieten Kans Gesuchs Mi et fle suche ‘C WÄR oder dessen Agenturen. 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Der Verband d« Wrnzersynbikate des gesetzlich festgelcgten Cham- vagneweinbaubezirrs hielt eine Dersammlung ab, bn der nach sehr erregter Aussprache beschlossen wurde, wenn es nötig sei, mit Gewaltmasircgeln die Etnbczteh - h18/. Chauffeurschule Bingen u. Rh. hv!*/e Staatsaufsicht. Prosp. frei. Eine Vergewaltigung der Redesrerhett Am Dienstag wählen Wir Dr. Ferdinand Werner-Butzbach Mineral-Wasser Alle Sorten Gesundbrunnen und Tafelwasser empfiehlt | Emil Fischbach Erstklassige Pmuinos in Tonfülle, Tonfdjönbcit und ■frnltbnvleh unübertroffen direkt in der ftabrif von ss*•/» Willi. Arnold K. Hoilielernnt Ascliallenbiirg. ti Lorj ah pöbelt qt recht Giessen Direktion: Hermann Stelngoetter. Dienstag den 21. März 1911 20. Mittwoch-lSllwnn.-Vorstellung Faust I. Teil 1. Abend. Anfang 7 Uhr. Ende 10 Uhr, Mittwoch den 22. März 1911 21. Mittwoch - Abonn. • üBor Heilung Faust I. Teil 2. Abend. aw/i Anfang 7 Uhr. Ende 9»/, Uhr. L(M Iverd ET int Eben «? Ketel??1 Laien ich' «« *(ii bet Jn i ö. $)., rWürtte Lon b' Erzeugen Förden, Ai (- i ntb sonsti | mb sorskli ! mbere mb 2146 j Becken i dienender | zahl, nör | in gewer H licher At^ 3ut> |l \ut tw t || Vlä/ 3b 8 Dsierreich- II« (= i: ’ f idische 2 Zur i pifälle, 8on den 9 nnb 267 (= Amben 64 l° 2,1 v.! ntlzogen | liegen U92 d I^IP, "nblölt i^ren n Mdn j I'M'ü fale fafl öern 278 ’mb 32 (= dritte Pers bai)( [0ü9ai4 M ^li.iahrze: = 1,3 v. < l. K 0 lüniüid r.fcniöj Mtrdkä Gicht, Nbennintismns, tkr renknngcn, Verftauchnngen ilt -Toboi^: ftl. (SO, kki Pfg., guter, bewährter Karmelitergeist, nnrb bei Magen -4abuschmerzen, Nolik, Durchfall, Influenza al» Hausmittel. Allein echt: Nieder!. Pelikan Apotheke, St reim’liitj 2 In letzter Stunde! Wähler der Jiorlschrillkichen Wolkspartei! e?n allen Tonarten wird von den Anhängern der Kandidatur „Werner" die Melodie gesungen: „Jeder Wähler, der seit?Vaterland liebe, der dem Kaiser die Treue halten wolle, müsse den Dr. Ferdinand Werner-Butzbach wählen. Die Freisinnigen, die mau vor der Hanplwahl mit Schmutz und Kot bewarf, deren verdienten Führer Korell man mit Moidbrenneru »nd Bombenwerfern auf eine Stufe stellte, sind jetzt auf einmal wieder eine bürgerliche Partei, die mit Recht ihrer politischen Ueberzengung durch Abgabe ihres Stimmzettels Ausdruck verliehen hat; ja man verlangt von ihr, das; sie alle Schmähungen vergessen soll, die ihr zugefügt wurden und angeblich im nationalen ^utereße dem ^"^^"Man"weiß wirklich nicht,soll man hier die Naivität der Anhänger des Kerrn Werner oder deren Unverhöreubeit^buvandern. jcbc§ Anhängers der fortschrittlichen Woll-spartei wie jedes wirklich liberalen Mannes sich zu vergegenwärtigen, daß es nur nnnalional ist, rm letzlgen Moment etnen Anhänger des Ichmarzhiauen Alloäis, der Herr Werner trotz allen Abieugnens rft und blerbt, zu Zahlen, denn, wie die sämllichen seitherigen Nachwahlen beweisen, ist nur durch die unheilvolle F'okilth dieses schwarzblauen Blocks, der unter Mißbranch des schönen Worts „Finanzreform" dem DolK eine 9ktlje ungerechter, schwer belastender Stenern aut erlegt hat, die Sozialdemokratie so gewachsen. . c Wer also seine Slimme Kerrn ISerner gibt, der bei einer in Kurze unvermeidlichen Finanzreform für neue, die Kleinen belastende indirekte Stenern stimmen wird, sorgt dafür, daß der Zlnwllle im Yoltr em größerer wird und fördert damit die Endziele der Lorialdemolrrat'e. m Während in den Hochburgen des Antiseinitismns, der sich jetzt den besser klingenden Namen „Wntschastlnhe Vereinigung" beigelegt hat, die Sozialdeniokralte iiberall zugenommen hat, ist durch die Arbeit unseres Freundes Korell in Wieseck und anderen Arbeiterorteu die Stimmenzahl der Sozialdemokratie wesentlich zurückgegaugen. National und für das Wohl des Vaterlandes wählt also mir der, der dalür sorgt, daß der nement» schad'ichen Lätiglieit der reaktionär-nltraiuoittanen Majorität im Reichstag ein Ende gemacht und durch eine liberale Gesetjgebung die Zufriidetlheit im Volt wieder!,ergestellt wird. Hierzu beitragen kann aber jeder Wähler nur dadurch, daß er sich entheben gegen den Antisemiten Werner wendet und seine Stimme abgibt dem Gegner der Junker und Psassen FürLoUar Um dem hier im Umlauf befindlichen Gerücht den Boden zu ent.deben, erkläre ich, das; ich eine Kandidatur zur bcuorüebenben 'jk'incorbnctcnronbl nblebnc. 02106)__(< 1)v. Göttlich. OffiOO) T. Schneiderin n. Stunden an. Laiidgraf-PhilipP Plab 8. |< ^ämenbeil |! vorberung^ |F ^enben i l'Mtw 201 [1*#, I -s von 26a ■ gs Pnsone | üPS. ' ui) mit 16 voj nsahri ^Dagen y;m das ' iileren M '.ähren, d KmknilllisskiilloilflollkM Georg Keckmann in Sich! liefen, 20. März 1911. Die Vertranensmänner der fortschrittlichen Bolkspartei. Ntib«"; Ls I Niurö Kd s,e Alliij | iS > K Atz I Gestern wurde ein brastl. 2ud)tiflcr 2)iriflent s.i(1eriniime=9|iihäuaer von älter. Gesangverein in Gies;en gesucht. Schrift! "Angebote bis verloren. Wiederbr. erb- Belohn, fpäteuend 27. I. Mts. unter 02207 1 022091 LudwigSplaß» «, vart. an den Gießener Anzeiger erb. | bi Ai im 1 leisteten sieh am Sonntaa-Abend in Gießen in schlimmster Art die Sozialdemokraten In Steins Karten hatten sich mindestens 800—1000 Personen eingefunden, um die Vorträge des Fabrikanten Schaumann-Mülheim und des Retchstagöabgeorductcu Handwerksmeisters llinnü zn hören. Obgleich den Anwesenden durch deu Vorsitzenden Lehrer Kling freie Aussprache zugcsichcrt wurde, entstand schon bei seinen Worten »rosse Unruhe, die sich beim Vortrage des Herrn Schaumann zn solchem Skandal steigerte, daß dieser Redner seinen Vortrag Z ta abbrechen müßte. Ebenso erging es Herrn Abg. Raab. Auch er wurde am Sprechen durch das wüste Geschrei der Sozialdemokraten, die offenbar nach einem bestimmten Plan handelten, verhindert nnd mir IN Clltcnt Augenblick, als die sozialdemokratischen Schreier Atem holten, gelang cs ihm ein Hoch auf den Gr-ßhcrzog und den Kaiser auszubnngen dem sich das Lied DcMschland über alles" anschloß. Alle nationalqesinntcn stimmten freudig em. SS ie weit die bi utale Rucksichts .‘igkritÄX.ikr”„ giU, ”cht -a-an- 6«w, 6«6 sie nid1( nur »en »enljrm neriWeit »n»«n .n i B»» untersätzen nach dem Vorstandstisch warfen und gegen ruhig gesinnte Bersammlutigsbesiicherzn Tätlichkeiten tibergmgen fic gegen die Tische stießen und was dergleichen Ausbrüche des rohesten Hasses mehr waren. 6 Schutzleute mußten beibeigcholt werden und mtdi sic konnten nur schwer die Ruhe wicdcrherstclleu. Die Sozialdemokratie aber hat wieder eiiimal gezeigt, als sie ihre wahre Natur so'enthülltc, Wie „Ruht * nnd ..Fieil.eit- lischt fielt sein werden, wenn solche Leute etnst das Regiment ausuben sollten. Die einzige ‘richtige Antwort die alle anständigen Wähler auf solchen Skandal geben Wird sein: Toi. junger MauN sucht au 1. Avril Pension, 'Ji äbc d.Selterö weges bevorzugt. Schreibtisch er wünscht. Schritt!. Angebote untei 1901 au deu Gies;. Auz. erb. Hei vorragend preiswerte Hemdentuche eelit ©IsliMNer Fabrikate 1894 - 1 per Meter zu 50, 55 und GO Pfg. , C. Röhr & Co. ■ ■- Mltclle<1 der Kahidt Spnr Vorelnlgnnit. ===== 5hiT bewährte (Einreibung bet i i^iBMiMbTiniimiTaii '"M vi MexenMciiiiNN & ...... , Dftllnn7% Stndent sucht ciniatf). hiirfltrl. 3)littafl0ti|di in Privathaus für sofort ob. Ende Avril. Schmfil. Angebote unter 1857 au den Gies;. Anz. erb. Bankgeld wird geacn hnvotbekarische Sicherheit an 1„ auch an 2. Stelle zu billigstem Ainoiusz vergeben. Schrtstl. Meldunaen unter 1796 an den Gießener Anzeiger erbet.