1,9 1,0), 3,1 (2,4) Tas jetzige S erfahren laste für St‘ u n ft g e ro e £b e. Ein bemnädnt in der Schweiz nur den preisgekrönten Bewerbern deutsamstcr Preis zufallcn darf, deren erworbene Rechte an. — Ein Wandcrmuleum Die vorstehenden Ausführungen einer Zuschrift, btt» wir in der „Nationallib. Morröfp." sanden, find vielleickt etwas zu fchwarzsehertsch: der amtliche Bericht aus Bayern, der heute vorliegt, lautet günstiger: — /Ein Pictor-Hugo-Denkmal auf deut Schlachtfeld von Waterloo In feinen Schömunqen hat Bictor Huzo mehr als einmal mit dem SeherbUck oes DichtetÄ die gewalnge Tragödie geschildert, die auf dem Schlachriolde von Waterloo zmn Lustrag fam. Run hat sich in^Paris aus Betreiben von Maurice Tubois und Hector FleNchmann ein Ausschuß gebildet, der dem großen französischen Dichter auf dem berühmten Schlachtfeld«: ein Denkmal errichten wüt. Der Grund und Lode» ist bereits, gesichert, und die Arbeiten für das verdienstvolles Unternehmen wird ------------ _ seine Wirksamkeit beginnen: der Direktor der Züricher C6e- werbe schule, M. de Praetere, organisiert gegenwarchg ein großes Wandermuseum für ftlmftgemerbe, das bestimmt ist, den .Handwerkern der Heinen ProvmzNäbte anidwulirf) vor ».'lugen zu führen, was das nwderne Xunftgoverbe hervorbrrngt.. Tas Wandermufeum umfaßt eine große, leicht auseinander zu nehmende tolle, die 4.5 Meter lang und 30 Meter breit ist. Ta'' Gerüst besteht im wesentlichen aus Eifen, und der Wand- fchmuct in sehr etmadi gehalten. An der Außenseüe dieses Ge- bäudes können leicht Glasschränke ausgestellt werden, in denen Kun stgegcn stände zur Ausstellung kommen: das 3nney der tolle gliedert sich in vier Abteilungen, die je eine besondere Ausstellung vor Augen führen werden. Eine Reihe von Automobilen wird bei den (Vamvielfahrtcn des Museums die Ausstellungsgegenstände, in denen alle Zweige des Kunstgewerbes vertreten jind> von Ort zu £rt befördern. berichtet wird, sind die Rübcnselder vielfach durch Schad finge vernichtet worden Denn vermutlich auch der Zucker qeljalt der diesjährigen Rübenernte hoch sein ivirb, so kann doch nicht im mindesten damit gerechnet werden, daß der Ausfall der Ernte durch die Qualität der Rüben auch nur im entferntesten ausgeglichen werde Der völlig ungenügende Stand der Znckerrübenernte hat schon jetzt eine Steigerung der Zuckerpreise um etwa 40 v £. innerhalb weniger Wochen im Gefolge gehabt, und wenn mebt alles tauscht, haben die Zückerpreife ihre Auswärtsbewegung noch nicht einmal vollendet: jedenfalls berichten die Zucker börsen ilbereinstimmend von recht lebhaftem Geschäft bei steigenden Preisen Aber weitaus bedenklicher als das steigen der Zucker preise erscheint uns die Futternot, die jetzt bereits dazu geführt hat, daß die Landwirte massenhaft Mast und sogar Rutzvieh zum Verkauf stellen Tie Berichte von den Schlacht viebmarlten lassen erkennen, daß der Viehaustrieb den Be darf bei weitem übersteigt: andererseits verlautet, daß Vieh vielfach nahezu unverkäuflich sei, namentlich Schweine. Berücksichtigt man dazu, daß zurzeit die Maul und Klauenseuche start in Deutschland verbreitet ist und erhebliche ipfcr fordert, so kann man sich der Ueberzeugung nicht verschließen, daß die Fleischverforgnng des Volkes ernstlich gefährdet ist und daß wir mit der Wahrscheinlich teil einer neuen Fleischteuerung rechnen müssen. Es kann desl.alb nur mit Genugtuung begrüßt werden, wenn das bäuerische Ministerium des Innern öffentlich vor einem überstürzten V i e h v e r k a n s w a r it t und gleichzeitig gewisse Maßnahmen zu haushälterischer Verwertung der Futtervorräte empfiehlt. Tas bäuerische Beispeil sollte überall in Deutschland zur Nacheiferung an- spornen, beim nur so können wir ohne die schwersten Verluste für Volksvermögen über den Rotstanb hinwegkoi/imen. Der Ausblick in die nahe Zukunft ist deshalb, was die Preise für die wichtigsten Nahrungsmittel betrisst, wenig ersreulich. Reben hohen Preisen für unser Brotgetreide haben wir eine Fleifchlcuerung zu erwarten, die vermutlich alle vorausgegangenen Teuerungsperioden in bezug auf Preishöhe übersteigen wird. Daß sie gerade in die Zeit her Reichstagswahlen sällt, dürfte den radikalen Elementen zustatten kommen. nur noch größere Wirrnis stisteten. Zu den gegen Ende des 18. und zu Anfang des 19. ^ahr- hunderlZ anerfaiuUen Sprachmeistern Adelung rntij S- .Eh. A. — Tie neue Konkurrenz für das Bismarck- Nationaldenkmal auf der Elifcnhöh Ter Adün- chener Rechtslehrer Professor Loewenfelo erftärt c in emer Zuschrift an die „Münchener Neuesten Nachrichten" für imzulünig- daß der Tenlmatsausschuß für das Bismarck NationaUxnkmal zur erneuten Durcharbeitung der Entwürfe auch fünf weitere Künstler aufgefordert hat, die nicht in die engste Wahl gekommen und daher von der Denkmalsausführimg aiiegcfdiloiien find, da der Denkmalsauftrag als be-* Das 100 jährige Jubiläum ter Breslauer UnioerMt. Breslau, 2. August. Mit zwei Fengottesdiensten in der evangelischen (Hifabetlw und katdol'sLcn Matidiaskirck'e setzte beute früh der VauptieUttag der Brr. lauer Iahrbundertfeier ein Am dem >-vvrtvlatz tvrun- , td>c nahmen die turnerischen Borfudningen mit leicutnihlehlcht» Wettkämpfen und einem Tcnni-?u)urnicr ihren Fortgang Nach Beendigung des Gottesdienstes begann die Feier in der Aula dec Universität. Nachdem der Kronprinz Platz genommen hatte, begrüßte der Rektor Geh Rcgicrungsrat Dr Hill cd raubt den Vertret« des Maliers sowie die übrigen Füriilickkcitcn, Würdenträger, (.Inen-- und Festgäste mit einem historischen Rückblick, wobei er dann u. a. ausführ le: 1Q1 f tonderl Jahre sind seitdem vergangen. Im Zavre trni war Preußen ein zcrsckl eigenes Vanb. ein zerrissener ^taot, der .Vintmel über ihm mit Wolken bedeckt Seutc Haben wir ent ge- eiutes Reich, dessen soziales Wirken von Vanb -» Land dringt. Unsere Universität zeigte im ersten Ledrplan -,l Dozenten, Studeiitcn und einen Etat von 180 000 Mk heute hat bue Universität 2U0 Te;cnteu und erfordert eine Ausgabe von uihrlid) Dm Millionen Mark Wir dürfen in Dankbarkeit bekennen, daß mir im Segen unseres Vaterlandes linier eigenes Wohl gefunden haben Tic 'Jluiqabe her Umncriitot kann nicht gcirennt bleiben von ihren Schwellern, denn alle bleiben Töchter derselben '.'.'lütter Wisienichaft. Wilhelm von Humboldts Meinungen, bnnj)er ^taat fein bessere- Mittel habe, sich auszuzcickin n, als durch Aütbcrung bei- Wissenschaft, iit heute in Erfüllung gegangen. Tic Universitäten müssen «national, ober auch m gewissem Sinne Welt Universitäten sein, -i; müßen i ich 'ilahrung holen aus ben Forschungen bc-J internationalen Geiste-. 'T‘lit benfcii mit Stolz daran, dap» unter den Namen beirr, eenen mir jüngft honoris causa unsere Höchücn Ehren verlieben haben, iirii berühmte Gclehne des Auslandes bemibciu ^ic neue Zeit wirb neue Kämpfe finben. Der heutige «lag gehört dein Tank. Mus öcr Sejchichic öcr dculschcn Rechtschreibung. In Konrad Duden hat die deutsche ReckTttckreibung ihren Schutzpatron und cigcntlübcn Repräfenteinten verloren, '.(bet in lernen Buchern lebt der Geist her Orthographie, den^ er verkörperte, unter uns fort und wird so lange wirksam und mächtig bleiben, bis etwa eine neue Revolution die jetzigen Regeln und Gesetze umstößt und neue an ihre totell? fetzt Cmen ähnlichen „Schriftensturm" haben wir ja erst vor kurzem erlebt, als^mmi bic deutsche Schrift aus den 6dTulcn_vcionunnt ipofltr. -solche Äämöfe, wie sie diesmal unter dem Schlachtruf „vre Untiqua', „Vic Fraktur" entbrannten, hüben sich noch viel erbitterter inw hitziger um die Dcuttcbe Reckitfchreibimg abge>vielt, als um oic Mitte des vorigen Jahrhunderts Reformer aller Art austraten und schließlich das allgemeine Ehaos in der Kinseren- von loco eine neue Forni der Rechtschreibung gebären sollte. Tie Rechtschreibung, die wir Heute in der Schule erlernen, ist ja nichts notwendig Geworbenes, sondern etwas willmrluv Festgesetztes. So alt wie der schriftliche Gebrauch ber deutichen Sprackn', ist auch bei Kamps um die Schreibung, mochte er nun ui gelehrten Moftcrsttiben mit spitzfindigen Gründen ausgerochten ober non naiveren Gemütern mehr insttuktiv entschieden werden. Tie Mönche von St. Gallen haben dereinst gcglaicht, die cmzig riefrtige Schreibung zu besitzen, und haben die rhcinrraiuiicbe und die niederrheinische Rechtschreibung tzr falsch und sinnlos erklärt Immerhin machte sich doch das Streben bemerkbar, nwg- lickst plwuctisck getreu, d. b. „wie man spricht", ju lehr eiben. In der Blütezeii der mittelalterlichen Literatur, im 12. und 13. Csabrhunbrrt, war dieses Ideal fast erreicht: aber als um,nun im 14. und 15. Jahrhundert in den Gärungen einer phantaNNck wirren Uebcrgangszcit die neubockbemsche Sprache zu bilden be gann, ba marine sich in Schrist imb Schreibmig cnic gewiNc Zuchtlosigkeit bemerkbar: eine Unzahl wunderlicher ^Wvrte und Wortformen taudite auf, die der Willkür Tür und -tor bnnelc. Luthers einzigartige Svrariigewalt erlangte zwar einen ben Einfluß, aber in der Rechtschreibung schwankte aiid) der Schöpsei unserer neuhockbeurfcken Sprache, und die auf seiner Grundlage wcitcrbauenben Sritriftstellcr und Grammatiker suchten nur in ganz oberflächlicher Weise aNerlei Unbeholfenheiten und Roheiten auszuglcirinm, allzu idnvierigc Lautverbindungen zu Der einfachen. Jedenfalls wurde unsere Rechtschreibung icit J?ulbcr mehr und mehr historisrii, drängte zu einer prinzipiell etmnolv- gijd’cii Schreibung hin, wie ne das Französische und Engliichc haben. Allerlei Theorien tauchten auf, die aber keine allgemeine Anerkennung crlaugten, sondern von Eigenbrödlcrn aufgenommen U ober den Saaten st and im M ö n H) r c i d) Bayern berichtet das Statistische Landesamt unterm 1. Auguu: W inter- flctrcibc gibt einen guten Ertrag an Moment, einen mittleren an Stroh- Sommerroggen und Hase r find notreif. Gerste fallt sehr bririebiaenb aus. Tie Ernte der tolnürüchtc iit bereits weit Dorgcidirittcn ftartoiieln und Ruben leiben unter ber Troricnhcit. Trockene Wiesen sind ausgebrannt. Ml ec und Luzerne geben nur einen geringen Ertrag. Tabak und Hopsen sind in der Emwicklung ,',irrürf. Ter Stand der Reben ist günstig. Tie Bcgutachttmgsnoten lauten wie lolgt: WtiUer- weizen 2,1 1. Juli 2,0), Sommerweizen 2,3 2,0 , Wintcnoclz 19 \,\V, Winterroggen 2,1 2,1 , Sommerroggen 2,2 2,0 , Gerste 1,7 .1,7), Hafer 2,3 2,1 , Raps 2,5 :2,! , Üartoncln “Mi il,71 Ml ec 3,3 .2,2), Luzerne 3,3 (2,2, bewa" rte Wiesen 26 (1,8), andere Wieicn 3,4 (1,8), Tabak 3,8 .2,0', Hopfen Hensc traten im Lause des 19 Jahrhunderts immer neue Apostel neuer orthographischer Evangcli-'it Wie der Teutschc daniats die Qualen der allgemeinen Sd'.eibunsicherheit empfand, das irinldcrr ergötzlich ein braunirfuur: giieber Eisenbahnbeamter, der ]X63 in einer Schrist „lieber bic Ü.nbilduug der deutschen Rechtschreibung" fein Lied klagte. ^Na:') dem System Heyse war er ei >ognt morben; auf eigene Füße gestellt, wählte er crlt K F. Becker unb ipäterhin Jakob Grinint, den Merster der beutidiai Sprachgeschickte, der aber in allerlei Wunderlichkeiten und ^ckrul len einer historischen Rechtschreibung verfiel, zum Führer nnb Lat» stern Da er in seinem Beni' bieie seltsame Rechtschreibung nicht anmenben konnte, mußte er ’id) in amtlichen Aktenstücken einer oniHelleren Schreibung becucmen, während er in lernen privaten 'Jtrbcucn eine mehr reformierte durchführtc. „Tanken aber", fo fiagt er, „muß ich verfckiebene andere Rechtichrcünmgm ein lernen, um meinen Mindern in ihren Schularbeiten nachhelsen zu lonncn. Die Nachhilfe ist dann zugleich mit einer Warnung verbunden, ja nicht zu jchreiben, wie Papa td>TS, 2/ sondern lediglich wie der zeitige Lehr« und d,e zeitige ^prariilchrc cä will." Um die deutsche Welt vor einer Verwirrung der Reckt" id’.rcibung jii berühr en, die die Zustände beim Spracbenckaos be » Turmbaus zu Babel nrieber beraufbejefamöre, ttat nmi Marl W e in h o ld in die Schranken: als treuer Schüler Jakob Grimms und der jungen deutschen Sprachwisscnschast verlangte er, bau man ,bcr geschichtlichen Entwicklung des Neuhockideutichcn" genüge. Zurück zum 13. Jahrhundert? lautete seine Parole: man könne gar keine bessere Schreibung sinden, als sie die cbcjüni iuw gebildetsten Kreise des 13. Jahrhunderts befaßm. ,^xtcic Re- iornt", die eigentlich nur von ©ermannten burckgcmbrt werden konnte und deren wunderliche Eigentumliriikeiten aus den ^rimrten ber Grimm, Weinholds und anderer beute nur noch wie kleine altväterische Zöpfchen hervorlugen, mußte den Widcrwrudi weitester Kreise bcrDorrufen: sie brachte im Laufe ber iunrüger Jahre eine allgemeine orthographische Bewegung erst recht in 'ttutz. O[[5 bcruicncr Sprecher aller Gegner ber tomanmef' hiitorncbcn Methode trat Rudolf von Raumer auf, der einen gcmar.igtm Dbonctiidicn Standvunkt vertrat: er wendete ftcü lotoobl gegen bic 3uriicfid)Taubung unserer Reckt,chrcibung ms Mittelalter, wu , auch gegen eine übertriebene HervorkcHnmg des PbonetNchen, acaen die „Fi-Partei", rote s,e weherer nach ihrer Schreibung des Vieh" nannte. Raumer arbeitete auch den ‘c ntivur: ans, ■ ber dm Vcrhmst>lungen ber Berliner Monieren; zu (Grunde gelegt ■ mürbe, die endlich ün Jahre 1876 zusammentrat, „iur Einigung • über die C*nmbiäpc der deutschen Recht,rineibung" melier flon^ , ßbreirz gehörte auch Konrad Duden an, unb bet ihren -Sc* icklüifcn trat er, w nn auch nicht völlig ihrer '.'Iniicht, bet .Jctitil Partei bet, deren Vorschläge bann im Wesentlichem m der ,og. Putkammertzchen LecheschrcEvmg zur Geltung kamen. Doben ttdltc nr. 180 Erstes Blatt 161. Zahrgang Donnerstag, 3;lngun W Der «ietzener «nzelae, B nwnaiid)%VL oiert* SS Aff All il ff A A4I äSE (Iienstag ,-reHo.- wLF tij 'V1 M «■ - Q DR JÄ, M ^L. a| auömärti 30 ’Bienmg. tane B ■ M ■ W ▼ V M ” Lbelrebatteur-.A Goetz. »irtschaftllcheSeittraae' MM Bern iitn, örtlich für ben Fernlprech - Anschlüste R > XX polittschen Le«: «otz»st für*die Redaktion 112, • M •• /<▲ Goetz; für ,6euuk- sÄä General-Anzelger für ©berbeffen ftnietflcr Wiefcni. ' • ' • 7 rath; für »Stadt imb annobme von Mnj' .> umiUtvnen bamals seine Anschauungen in einem Buck ..Die Jufunft'»* orthogravhic" aus, bas in diesen Tagen ocs Kampfes um btc Waimcrschc Zukunftsmusik Nickt wenig verspottet wurde. Diese Zukuitftsorthographie ist nun heute aber dock zur (4eg( moarte^ Orthographie geworben, nackbem im Jahre 1903, uid’t ,unn ge^ ringpen Teil durch Dudens Wirken, -ine wiederum rciormirrte Reck,t,chrcibung von den Behörden und Sckulen für bas ganze deutsche Sprachgebiet durckgenihrt ist. Trübe (Erntcau$fid)ten. Schwere Besorgtiissc verursacht zurzeit ber Aussall der dkesiährigen Ernte Die letzthin veröffentlichten Saaten 1 standsberichte des Maifcrlicfien Statistischen Amtes sowie des Deutschen Laudwirtschaftsrates stellten für Winlergcticide noch eine Mittelernte in Aussicht: die nachfolgenden Witte rirnqsverlstiltnifse, besonders die andauernde tropische Hitze, haben indessen den Stand der Felder so nachteilig beeinflußt, ban beim o>esamtertrage von einer Mittelernte kaum noch bic Rede sein kann: höckLtens in Flußniedeningen, auf schtveren Bodensorten und einigen durch RegenfaU bevor zugten Landstrichen Das Getreide ist vielfach zur Rot reife gelangt nnb hat unter Befall stark zu leiden gehabt, so daß die Etdruschertrüge hinter den Erwartungen zurück bleiben iverden Jedenfalls kann schon, heute mit Sicherheit behauptet werden, daß der diesjährige Ernteertrag hinter ban Bor fahre erheblich zurückbleibeu wird und zwar für alle Getreidesorten: und diese Tatsache erscheint um so bedauerlicher, als der durch die Bevölkeningsvermchrung bedingte Mehrbedarf an Getreide starke Ansprüche an die mnfuhr stellt. Bon ton anderen wichtigen Getreide Produk tionsländern verheißt zurzeit lediglich A r g e n t i n i c n einen guten Ernteertrag: wohl aber werden sich auch bic Bereinigten Staaten von Amerika sowie Australien an der Versorgung des deutschen Marktes bc t eilig en lieber aus ungünstig lauten — infolge Dürre btc Mitteilungen von den europäischen Getreideländern, namentlich Rußland, das nach wie vor dazu ausersehen ist, Deutschland in ansehnlichem Umfange mit Getreide zu versorgen. Nach rufsischen Meldungen muß man annehmen, oaß in weilen Landesgebieten 9tußlands Mißernten verzeichnet Iverden Auch die B a l t a n l ä n d e r dürften Ans fälle zu verzeickmen Haven und nur geringfügige Mengen nach Deutschland ausführen können Wenn auch Befürchtungeu etwa wegen einer Hungers not nicht am Platze sind, so kann doch nut Sicherheit darauf gerechnet tocrton, daß die Getreidepreise beträchtlich steigen, möglichenveise sogar einen besorgniserregenden Hochstand annehmen werden. Fast gewinnt es den Anschein, als ob bezüglich her Preisbildung die Verhältnisse des Jahres 1.991/92 wiederkehren sollten, als infolge der Dürre die Ernteansfälle gegen das Vorjahr 20 bis 35 v. H. erreicht muten. Selbstverständlich wird die Spekulation zunächst noch 'die Erdnischertrage fvährend der nächsten Wochen ab märten müssen, bevor fic die Versorgung des deutschen Ge in-rtomarktes auf lauge Fristen ernsthaft in Angriff nimmt Es wog aber «darauf hingewiesen werden, welchen Beschwer nissen und Besorgnissen die deutsche Boltsernähriing aus gesetzt lwerden kann, iuenn nicht rechtzeitig Vorsorge getroffen wird. Ctegentoärlig bewegen sich die Getreide inreifc noch in angentefsenou Grenzen. Schwerer noch als auf dem Getreideinarkt, dürfte sich btc Ungunst des Wetters auf dem Fleischmarkte ans prägen, denn was jetzt über Den Stand der Wiesen, Futter pflanzen und .Hackfrüchte berichtet wird, lautet geradezu trostlos. Die Wiesen sind ausgebrannt, ebenso die MIee selber: bic Futterpflanzen und Hackfrüchte find nicht nur im Wüchse ganz beträchtlich zurückgeblieben, sondern' haben auch unter ben Schüblingen, welche sich bei fortdauernder Hitze unmäßig vermehrt haben, stark gelitten. Ganz be deutende Ern büß en wird tiad) aller Voraussicht unsere Zuckerrübenernte zu verzeichnen haben, denn wie uns herbeizuführen. ür die elektrische b der Provinz. Ein Chargierter sprach int Namen aller Studenten den Glückwunsch der Studierenden aus. Tie ganze Feierlichkeit wurde durch musikalische Darbietungen aller Art unterbrochen. Um 5 Nachmittags schloß sich im Konzerthause ein großes Festmahl zu 700 Gedecken an. Der Kronprinz war bereits um 6 Uhr nachmittags nach Valieri in den Seealpen abgereist, wo er als Gast des Königs von Italien an den Steinbockjagdcn teilnimmt. Landkreis Gietzen. n. Leihgestern, 2. Aug. In dem Grubenfekb GrenFW Gemarkung Lützellinden fand man beim Bohren mächtige Eisen- und Manganerz lager. X Treis a. d. Lda., 1. August. Gestern nachmittag erlitt der 40jährige Landwirt Heinrich Karl Klein beim Kornabmachen einen Hitzschlag, dem der starke Mann, trotzdem sofort Hilfe zur Stelle war, nach etwa einer Stunde, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben, erlag. Auch nn benachbarten Allen darf a. d. Lda. wurde gestern ein älterer Mann auf dem Felde unter den Anzeichen des Hitz. schlageS ohnmächtig; doch gelang eS den Bemühungen des schnell gerufenen ArzteS, ihn wieder ins Leben zurückzurufen, so daß er sich bald wieder erholte. — Wie man hört, wird eS jetzt hier in Kürze mit der Erbauung der von der Firma Kunz in Mühlheim a. Nh. dahier geplanten Fabrik feuer- fester Steine Ernst werden. Es geht das Gerücht, der hessische Staat beabsichtige, dieser Firma, die hier bereits zwei Quarzit-Steinbrüche besitzt, das in dec Gemarkung gelegene große.Quarzitlager im Bommelstein, um daS sich auch andere Firmen bewerben, nur unter der für unseren Ort sehr vorteilhaften Bedingung verpachten zu wollen, daß hier eine Fabrik errichtet wird. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 2. Aug. Rege Tätigkeit herrscht gegenwärtig an unserem neuen Güterbahnhof, der auf die Ostseite des Stadtteils Fauerbach kommt. Die Erdmassen werden acht Meter hoch aufgeschüttet. Am fleißigsten wird in der tunnelartigen Unterführung gearbeitet, Die Personen- und Güterbahnhof verbindet und 180 Meter lang und 17 Meter breit ist. Die Unterführung soll bis zum Herbst vollendet sein. Me seitherige kleine Unterführung wird abgebrochen. Auch an der neuen Zufuhrstraße (Fritz^Reuter-Straße) tvird tüchtig gearbeitet. L. Bad-Nauheim, 2. Aug. Im Kettlerheirn ist der Erzbischof von Bamberg, .Ritter v. Ab er t, zur Kur eingetroffen. Starkenbura und Rheinhessen. X\5uIhQ' 2- der verflossenen Stacht hat ich in dem stark zerklüfteten Sandsteingebirge des im Bau begriffenen Tunnels der Umgehungsbahn bei Elm wohl infolge Nachgebens emer Sandschicht ein 7—8 Meter hoher o und die Verbauung einer auf Holz stehenden . Zone durchschlagen, so daß der Solstollen voraussichtlich einige Tage gesperrt sein wird. Sämtliche Personen konnten sich vor Eintritt de§ Unfalls rechtzeitig in Sicherheit bringen. besitzt ferner noch zwei Häuser, auf dem Kirchenplatz und in der Lindengasse. Aus der R e ch n u n g sei hervorgehoben, daß die Beiträge leider wieder zurückgegangen sind. Die meisten Leute wissen nicht recht, welche Bedeutung der Verein hat, der die organisierte Prioatwohltätigkeit vor- stellt. Wer seinen Beitrag gibt, genügt also dieser Pflicht der privaten Wohltätigkeit. Diese Erwägung sollte zur Zahlung viel höherer Beiträge veranlassen. Dte Einnahme aus Beiträgen betrug diesmal nur so viel als die Ausgabe allein für private Unterstützungen! Die Gesamteinnahme war 74 000 Mk., die Ausgabe etwa 300 Mk. weniger. Stadt, Kirche, Sparkasse usw. leisten jährlich einen Beitrag. Zum Schluß 'fand V o r st a n d s w a h l statt,-wobei sämtliche aus- scheideiide Mitglieder wiedergewählt, an Stelle der verstorbenen Frau Follenius Frau Sanitätsrat Haupt neu gewählt wurde. ** Raub mord in Nieder-Mörlen. Die ^Voruntersuchung gegen den Chauffeur Wilh. Erbe von Frankfurt a. M, den Schmied Wolf von Nieder-Mörlen sowie gegen dessen Schwester Käthe, die vom Geheimen Justizrat Wehner als Untersuchungsrichter wegen der Bluttat in Nieder-Mörlen geführt wurde, ist beendet und die Akten sind zur Erhebung der Anklage an die Staatsanwaltschaft ausgehändigt. Die Anklage wird gegen die beiden Burschen auf Raubmord und gegen das Mädchen wegen Beihilfe erhoben werden. •• Freibad für Männer. Im städtischen Freibad au der Lahn wurden im Juli ds. Js. 12 800 Bäder gegen 2281 im Juli des Vorjahres genommen. Die höchste Temperatur im Wasser betrug, mittags 12 Uhr gemessen, 22 Grad, während im Jahre 1910 im Juli nur 17 Grad gemessen wurden. m. O f f e n b a ch, 3. Aug. Infolge von Lohndifferenzen haben über 400 Arbeiter der Schleifmaschinen- und Schmirgelfabrik von Meyer & S d) m i b t ihre Kündigung eingereicht. Die Arbeiter erklären sich bereit, während der vikrzehntägigen Kündigungsfrist zwecks friedlicher Beilegung der Differenzen mit der Firma in Unterhandlungen zu treten. — Die Lohnbe wegung der Spengler und Installateure droht jetzt verschärftere Ernten an- zunehmen, nachdem in einer gutbesuchten Versammlung einstimmig beschlossen wurde, mit den äußersten Mitteln zu versuchen, eine Regelung der Lohnverhältnisss Denkmal werden so gefördert, daß man bereits am 18. Juni des kommenden Jahres, am 97. Jahrestage der Schlackst von Waterloo, die feierliche Enthüllung vornehmen wird. — Zur Erforschung der Schlafkrankheit. Aus London wird berichtet: Ein soeben erschienenes Weißbuch gibt Kunde von einem bedeutungsvollen Unternehmen, das das Britische Kolonialanit eingeleitet hat. Die Regierung hat einen Ausschuß eingesetzt, der drei Jahre lang in Afrika Forschungen Über die Beziehungen der afrikanischen Tierwelt jur Verbreitung der Schlafkrankheit vornehmen wird. Die Staatskasse stellt jährlich 100 000 Mark zu diesem Zweck zur Verfügung. Dem Ausschuß gehören hervorragende britische Gelehrte, wie Sir D. Bruce, Bros. Newstead und Dr. Davey Pom Medizinischen Amte in Nyasaland, an. y— Papier aus Nickel — eine neue Erfindung Edisons. Aus Petersburg wird dem Pest Ll. Budap. geschrieben: Der jüngste Sohn Leo Tolstois, Lev Tolstoi jr., der, jetzt Amerika bereist, hatte Edison einen Besuch abgestattet und wurde von dem berühmten Amerikaner herzlich empfangen. Wie Loo Tolstoi jr. berichtet, hat Edison ihm eine seiner neuen Er- fbtbungen gezeigt, die von großer Bedeutung sein dürfte. Die Erfindung ist die Herstellung von Papier aus Nickel auf elektrischem Wege. Dieses Papier ist unzerstörbar und bietet außerdem die Möglichkeit, die umfangreichsten Manuskripte als dünne Bücher 8rU drucken. So würde man z. B. sämtliche Werke Tolstois auf Nickclpapie» in einem ganz kleinen Band nnterbringen können. Die neue Erfindung soll bereits anfangs nächsten Jahres realisiert werden. (?) Vielleicht handelt es sich wieder um eine Reklame für Tolstoi. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Aus Brindisi wird gemeldet: Ws dort Bahn- arberter damit beschäftigt inaren, das Erdreich auszugraben, stießen sie plötzlich aus ungeheure unterirdische Gewölbe. Man afoufot, daß eö sich um die Ueberreste einer alten unterirdischen Totenstadt handelt. — Aus dem großen Hörsaale der Unv- verfität in Jena wurde Ernst A b b e s M o s a i k b i l d, ein Geschenk des einheimischen .Künstlers Otto Hartung, gestohlen Tas Bild tft aus mehreren Tausend farbigen quadratischen Steinen «tawWesgejeül^ nachmittag gegen 2 Uhr entgleiste ff iti F J f)U?0L ?tcber^ör«M)orf infolge falscher der v-Zug Nr. 47 mit der Loko- sn"f Wagen. To t si n d d e r Loko- mcifterU^Ar'cbe-r Zugführer und der Pack- l? » s r er wurde schwer, eine Rer- c, ", eunerheblich verletzt. Die Lokomotive und' c wurden vollständigzertrümmert, Wagen sind unerheblich beschädigt. Der Bertchr «HL Ausland. In Paris fand am Mittwoch die erste Sitzung des Kongresses des nationalen Eisenbahnsyndikats statt. Es kam wegen der Sabotagen zu heftigen (Erörterungen. Einzelne Revolutionäre suchten die Sabotagen zu entschuldigen und wollten verhindern, daß sich der Kongreß mit dieser Angelegenheit beschäftige. Die gemäßigten Elemente dagegen sprachen in scharfer Weise ihre Entrüstung über die Saboteure aus. Der Kongreß behandelte auch die Frage des Antimilitarismus. Bidegarray, der Vertreter der Confsderation generale du travail, erklärte, er sei Antimilitarist, aber nicht Vaterlandsfeind. Man müsse die Freiheit des Vaterlandes im Falle eines feindlichen Einfalles verteidigen. Balfour kündigte im englischenUnterhaus an, daß er am 7. August ein Mißtrauensvotum gegen die Regierung beantrage wegen des Ratschlags, den die Regierung der Krone betteffs der Ernennung neuer Peers in gewissen Fällen gegeben habe. ?lus Cherbourg wird dem „Matin" gemeldet: Unter den Mannschaften der To r p e d o boo t s f lv 11 i l l e des Aer- m e l k a n a l s brach eine Meuterei aus, welche in einer feindseligen Kundgebung gegen einen Schiftsleutnant Ausdruck fand. Nicht bloß die Matrosen, auch die Teckoffiziere und Obermaats erhoben gegen den Leutnant die Beschuldigung, daß er sie übermäßig an strenge und daß er ungerechtfertigte Bestrafungen auferlege. Tas chinesische Kriegsministerium benachrichtigte den Generalgouverneur von Mulden, daß ab Herbst 1911 in der Mandschurei erstmalig probeweise nach deutschem Mu st er die neue Ordnung der Rekrutenaushebung in Anwendung kommt. Em schwerer Unfall der V-Fuger Halle-Verlln. Jüterbog, 2. Aug. Bei Ricder-Görsdorf ind die Lokomotive und der Packmagen des V.ZugS 47 Halle-Berlin entgleist. Der Lokomotivführer, der Zugführer und der Packmeister sindtot, die Reisenden sind unverletzt. ung-* ei^aIten folgende amtliche Wel- Kreis Wetzlar. st Krofdorf, 2. Aug. Mit der Jnneninstallation für die elektrische Beleuchtung ist bereits der Anfang gemacht. Die von der Stadt Gießen beschäftigten Installateure werden auch dte Einrichtungen für die Beleuchtung in der Bürgermetsteret, dem Rentamt usw. ausführen. Auch die Raume der Burg Gleiberg werden elektrisches Licht erhalten. Hessen-Nassau. X. Hanau, 2. Aug. Der Musketier Pabst mann von der 7. Komp, des Jnf.-Regts. Nr. 88 ist seit gestern luchttg, nachdem er die Kompagniekasse um etwa 500 Mk. bestohlen hat. tiM leuchtendes Beispiel, sich begeistert um die Fahnen ihres Königs scharten. Daß immer Breslaus Studenten von dem gleichen Meiste beseelt sein mögen, ist meine Hoffnung und mein Wunsch. Drei Universitäten verdanken ihre Entstehung der hochherzigen Entschließung des König Friedrich Wilhelms III., zwei davon, Berlin und Bonn, tragen seinen Namen. Damit das Andenken an ihren Stifter auch bei der Breslauer Universität späteren Generationen stets lebendig bleibe, will ich ihr hiermit gleichfalls feinen Namen verleihen. So soll denn mein Königlicher Tank Und Glückwunsch ins zweite Jahrhundert, geleiten die S ch l e s i s ch e Friedrich Wilhelms-Universität. Unter diesem Ehrennamen bleibe sie, was sie war, zur eigenen Ehre, dem Vaterlande zum Ruhme, der Menschheit zum Fortschritt. Gegeben Bergen, an Bord M. I. „Hohenzollern", den 26. Juli 1911. Alsbald erhob sich der Rektor, um unter sich immer erneuernden Jubelrufen der Festgäste dem Kronprinzen in herzlichen Worten den Dank für die Ueberbringung der kaiserlichen Botschaft auszusprechen. Er schloß mit einem Hoch auf den König und Kaiser, in das die Versammlung begeistert einstimmte. Hierauf führte der preußische Kultusminister Trott zu Solz aus: Der heutige Tag ist ein Tag des Dankes. Wir danken dem Stifter der Universität König Friedrich Wilhelm III., der von hier aus den Aufruf an sein Volk erließ. Ein Jahrhundert ist seitdem vergangen. Schlesien und Deutschland ist reich und mächtig geworden. Reicher Segen ergoß sich von Breslau aus über alle deutschen Lande. Ich glaube der Universität Breslau nichts besseres wünschen zu können, als daß sie den Wegweiser finden möge in eine ruhmvolle Zukunft. Auch diesem Redner dankte der Rektor unter lebhaftem Beifall der Versammlung. Es folgte die Begrüßung durch die übrigen preußischen Universitäten, welche der Rektor der Berliner Universität, .Geheimrat Professor Dr. R u b n e r , überbrachte. Er führte u. a. aus: Die Breslauer Studenten sind auch stets bereit gewesen, mit der Waffe in der Hand das Vaterland fru schützen. Waskommen wird, wissen wir nicht (Bewegung), aber wir entnehmen aus der Vergangenheit das Vertrauen auf unsere Zukunft. (Lebhafter Beifall.) Möge die Breslauer Universität stets ein leuchtendes Gestirn an dem Himmel der Wissenschaft sein. (Lebhafter, großer Beifall.) Es sprach bann noch der Vertreter der Heidel bergen Universität, Prorektor Geh. Rat Prof. Dr. v. D u h n, namens der außerpreußische n Universitäten und die Ber- treter der verschiedenen ausländischen Universitäten und Akademien, letztere meist in ihrer Landessprache. Auch der Vertreter Frankreichs Prof. Charles Nadler von der Sorbonne führte zunächst in französischer Sprache aus, daß Frankreichs Geisteswelt und Wissenschaft die Jubelfeier der Universität Breslau mit den aufrichtigsten Wünschen für eine blühende Zukunft begleite, schloß bann aber feine Ansprache mit folgenbern Satz in deutscher Sprache: „Deutsche und Franzosen, gleich im politischen Kampf, können nicht 'mehr als Kämpfer vorgestellt werden!" (Stürmischer anhaltender Beifall, an dem sich auch der.Kronprinz lebhaft beteiligte.) Es erfolgte die Ueberbringung der Glückwünsche der deutschen technischen Hochschulen sowie der Akademien und der wissenschaftlichen Institute des Reiches und des Auslandes, für die der Rektor ebenfalls namens der Universität Dank sagte. Nunmehr betrat Kardinal von Kopp hinter allgemeiner Spannung den Katheder, um folgendes auszuführen: Ein Brennpunkt des ehrlichen Sttebens nach der höchsten Wahrheit, das war die Aufgabe, welche im Jahre 1812 bas neue Gebilde der Breslauer Hochschule übernahm. Das war auch die Aufgabe, die die Provinz Schlesien erwartete, wenn auch die Wissenschaft gyviß nicht eine provinzielle ist. Die höchsten Stellen der Bildung sind zugleich auch die Stätten unentwegten Strebens nach der höchsten Wahrheit. Je höher aber der Mensch über die Niederungen des Alltagslebens hinausklimmt, desto ungefesselter ist er selbst von den Banden der Umwelt. Ernste Arbeit, efjrlidye Uebergeugung, sachliche Wertung, hingehende Pflichttreue, gegen» fettige Achtung, weitherzige Duldsamkeit, muß das Grundprinzip der Universität sein. (Allseitiger Beifall.) Ich habe nur auf die katholisch-theologische Fakultät hinzuweisen. Sie steht als ebenbürtiges Glied da. Allen politischen Strömungen zum Trotz hat sie ihre Aufgabe hochgehälten und ist dem konfessionellem Frieden nie hinderlich gewesen. So wird sie umgeben von der Verehrung der Katholiken. Welche Fülle von dankbaren Aeuße- fcungen bringt die heutige Jubelseier! Möge die Stadt Breslau noch recht viel Freude an ihrer Universität erleben! (Lebhafter Verfall.) Hierauf nahm das Wort GeneralsuperintendentNottebohm, welcher ausführte: „Im Namen der evangelischen Kirche Schlesiens habe ich der Universität Breslau die herzlichsten Glückwünsche dac- Subringen. Die Gründung der Universität im Jahre 1811 war für die evangelische Kirck>e Schlesiens von hervorragender Bedeutung. Sie sollte ja die langersehnte notivenbige evangelisch- theologische Fakultät bringen. Taß hier in Breslau nebenetnanb-en eine evangelische und eine katholische Fakultät errichtet würbe, iftjbon eminenter Bedeutung für beide Konfessionen gewesen. Den größten Dienst hat die Universität unserer Kirche erwiesen, und «erweist ihn itoch, indem sie unsere Eünftigen Geistlichen in den Dienst der Gemeinschaft stellt. Es sprachen noch der Oberpräsident von Schlesien, Dr. von Günther, Oberbürgermeister Dr. Bender, die Abordnungen Aus Stafct und Land. Gießen, 3. August 1911. ** Die Universität läßt der Darrnst. Ztg. nachstehende, von dem Gesamtsenat einstimmig beschlossene Erklärung zu Gunsten des humanistischen Gymnasiums zur Veröffentlichung zugehen: Im .Hinblick auf neuerdings wieder hervortretende Bestrebungen, den griechischen Unterricht an humanistischen Gymnasien preiszugeben, oder erheblich einzuschränken, erklären toir, daß wir ein solches Vorgehen mit der Preisgabe des humanistischen Gymnasiums überhaupt gleichfetzen müßten So fern es uns auch liegt, die Gleichberechtigung des Realgymnasiums und der Oberrealschule mit dem Gymnasium antasten zu wollen, so müssen wir doch dem humanistischen Gymnasium als Vorbereitung auf die gesamten Universitätsstudien nach wie vor eine besondere Bedeutung beimessen, und erkennen daher in einer ernstlichen Schädigung dieser Schule zugleich eine schwere Gefahr für unsere eigenen Aufgaben. Dies gilt besonders für alle die weiten und wichtigen (Gebiete, für die eine gründliche Einsicht in däs Wesen und die Zusammenhänge geschichtlichen Werdens Grundlage und Voraussetzung bildet. Mir erachten es deshalb für unsere Pflicht, gegen jene schädlichen Bestrebungen so frühzeitig und nachdrücklich wie möglich Verwahrung einzulegen. — Wir legen außerdem Verwahrung dagegen ein, daß die Schule für Schädigungen unserer Jugend haftbar gemacht werden soll, die wir nur als allgemeine Folgen der mo- »ernen Lebensgestaltung ansehen können, und wir erklären, raß uns gerade im Hinblick auf den Kampf gegen diese schädlichen Folgen jedes weitere Zurückweichen in den Anforderungen der Schule gefährlich erscheint. ** Der Allgemeine Verein für Armen- und Krankenpflege hielt gestern im Schwesternhaus seine Jahresversammlung ab. Der Vorsitzende Kirchcnrat D. Schlosser erstattete den Jahresbericht, der ein anschauliches Bild gab von der ausgedehnten und segensreichen Arbeit des Vereins, der neben der kirchlichen und tädtischen Armenpflege seine besonderen nötigen Aufgaben jat. Unterstützt wurden 122 Personen mit Suppe, Milch, Kohlen; mit barem Geld nur in besonderen Fällen. Vielen Kindern wurde Aufnahme in die Kleinkinderschule oder in >as Säuglingsheim, vielen Armen Hauspflege oder Kur bewttligt. Die Schwestern pflegten außerhalb in 620 Familien, rm Schwesternhaus lagen 527 Kranke. Stark in Anspruch genommen Ivar die Krippe, in der eine Anzahl junger Damen. mithalf. Dagegen war die Wagenpflege, wie der Vorsitzende sich ausdrückte, ein „Veilchen, das im Verborgenen blüht", bei der cs noch nicht zu einem Zusammenhalt und Fortschritt gekommen ist. Der Verein Dar Mittelmeer seinen Anwohnern! Der Präsident des österreichischen Abgeordnetenhauses, Dr. Sylvester, hielt am Dienstag abend in einem politischen Verein in Salzburg eine Rede, in der er u. a. sagte: Wir stehen in Deutsch-Oe st erreich unter dem Einfluß des genialen W erkes Bismarcks, wir können uns wieder entwickeln in Europa, Bismarck machte Europa wieder zu einem Weltteil, indem er den Dreibund geschaffen hat. Ich war immer Anhänger dieses genialen Werkes und werde immer diesen Gedanken Bismarcks in Oesterreich verrieten. Wir wollen heute den Blick noch erweitern, wir wollen auch eine Harmonie unter den Mittelmeermächten herbeiführen. Ich präge vielleicht das erstemal diesen Gedanken, der möglicherweise in einem Lande, das dem deutschen Volke nicht gut gesinnt ist, unangenehm ausgenommen wird. Dieser Gedanke faßt sich zusammen in den Satz: Das Mittelmeer seinen Anwohnern! Dies richtet sich insbesondere gegen eine- Macht, die die Hände in allen Dingen der Welt hat und die das germanische Deutschtum zurückdrängen will. Wir lassen uns das nicht bieten. Wir gehen da Hand in Hand mit den Italienern unb Franzosen. Wenn wir Einigkeit unter den Mittelmeermächten herbeiführen, so wird dieser Macht geschlossen gegenüber getreten werden. Inzwischen ist im „Figaro" wieder ein neues Gerücht aufgetaucht, wobei es heißt, es fei u. a. auch die Abtretung von Tahiti an Deutschland von der Berliner Diplomatie ins Auge gefaßt worben, da bas Deutsche Reich nach einer neuen Flotte in den australischen Gewässern Verlangen trage. In Berlin hüllt man sich nach wie vor in Schweigen. Deutsches Heid). Die Vereinigten El bschiffahrtsaesell schäften geben bekannt, daß sie und die ihnen angeglieberten Unternehmungen den Schiffahrtsberiieb wegen des außerordentlich niedrigen Elbwasserstandes vollständig einftcUen müssen. Im WahlkreiseSiegen-Wittgenstein-Bieben- kop s hat eine Verriauensmännerversammlung der Fortschrittlichen Volkspartei den Mittelschullehrer unb Stadtv. Korfs aus Frankfurt a. M. als Kandidaten für die nächste Reichstagswahl' aufgestellt. Herr Korff hat die Kandidatur angenommen. Die den Malissorem Konstantinopel. 3. en cm men 17 frei Ernte. lager. Todes-Anzeige «ein besten. Die trauernden Hinterbliebenen Giessen, Cöln, Alsfeld, Hamburg, New York, Würzburg, 3. August 1911. 4M3 Die Beerdigung findet Freitag, den 4. August, nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Kondolenzbesuche dankend verbeten. neuen israelitischen Friedhofs aus statt. r. Danksagung 4833 Restaurant Karlsruh Marburger Ltr. hiermit unfern innigsten Tank aus. 06292 ei. betr. Die tiertrauernbcn Hinterbliebenen: Familie Friedrich Tchmidt Gießen (Neustadt 77), 3. 2lugust 1911. A ** «•* 2 geb. Rinn. «agen wir allen unseren innigsten Dank. Ter ^riebenlfdjlnfi mit den albanische» flnirübrmr AuS den Bedingungen, unter denen die türkttche Regierung den Frieden mit den Aufrührern abgeschlossen hat, gehr hervor, daß tue Aufständischen geradezu als Seger aus dem Kampfe hervorgehen: Gestern abend um 9 Uhr entschlief sanft nach nur 3 tägigem Krankenlager unsere liebe, gute Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter und Tante Piaster. Erlaubnis des W a f f e n t r a g e n S (a utytv.z~~.zz in den stabten und auf den Märktenb Schaffung von schulen auf Regierungskosten. Straßenbauten. Wiedererrichtung der zerstörten Hauser. Verwendung der spende des Sultans in Höhe von 10000 Pfund als Schadenersatz an btc Malissoren, Unterhaltung der Malissoren di- zur Im Namen der Hinterbliebenen: Heinrich Tack I. Heuchelheim, den 2. August 1911. daß Frankreich nubt qeftartet werde, den Süden "Äroffrd w besetzen Tie deutsche Regierung bade erklärt. die ErvgOchü^ würden Agadir nicht verlass«, bi» wieder völlig iwrwüe $*- flflnbe in Marokko enigetreten seien Gellul, stevt Dschtd- land wohlwollend flcgcraLbci Trm Berichterstatter wurde durch Boten aus dem äußersten Süden versichert, daß allgrmeuic Freude über Deutschlands Einschreiten im ganzen südlichen Mnrokbo herrsche. Tie Köln. Ztg meint. daß die Beamten de» Mächte», die bisher die Macht Frankreich» gescheut bitten, durch Ttomd*- land geichü-t und gegen rede Gefahr gesichert werden mäßtor. die ihnen von Frankreich drohen könne, fall» sic eine für Deutschland wohlwollende Haltung cinnäbmen. Lin großer Wald und Moorbrand. Ortrand (Regierungsbezirk Merseburg), 2. Aug. Lin gewaltiger Waldbrand, der feit Sonntag wütet und etwa 700 Morgen Waldbeftand vernichtete, wurde im Laufe bei DienItogS gelöscht. Es war jedoch unmöglich, die Aus- dehnung auf die Moorkulturen (sogen. Schraden) zu verhindern. Bisher sind alle Versuche, den sich mehr und mehr ov-dehnenden Brand aufzuhalten, vergebens gewesen. TaS Feuer nähert sich in gefahrdrohender Weife dem Dorfe Plessa, daS unweit der sächsischen Grenze liegt. ES erreichte bereite vereinzelt stehende, außerhalb deS Ortes gelegene Häuser, deren Bewohner geflüchtet sind. DaS Militär und alle Bewohner der Orte der Umgebung sind tätig, des Feuers Herr zu »erben. fliege Tät*: kn;3 üterbc:cic? k metixuh tsxnz ? 6 LtigeschiLL ii [en Zixerfifcr p Lbichoi cerbxSL c'. Die fetttetigt la iid) an der rzx > b richtig gtsEbex . 3tr. ItCfaiEX - : v Aber!, t Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem schweren Verluste, soivie für die trostreichen Worte deS Herrn Pfarrer Schwabe sprechen wir Tie Lage im Süden Marokko?. :V Köln, 3. Aug. (Privattelegramm.) Ter nach Agadir entsandte Sonberberichteri'tattcr her ..Köln Ztg." hatte eine Unterredung mit dem Kaid Gelluli. der sich über die neuesten Phasen der internationalen Politik eingehend erkundigte. Der Korrespondent der Köln. Ztg. gab seiner Ueberzeugung Ausdruck. r KUNSTAUSSTELLUNG DAPMSTADTJ911 I OeotTnct tagnen bo Mitte Octoocr. A SOMDtDAUSSTCLLOMG enötlSCrtt AQUAQtUZ.. Baner’schcr Gesangverein. Wir bringen hierdurch unseren verehrlichen Mitgliedern zur Kenntnis, daß das für Sonntag, den 6. August geplante Waldsest nicht abgehalten wird. <, Sonntag, den 13. August findet Familien-Ausflug nach Biedenkopf statt. Abfahrt morgens 818 Uhr bis Buchenau, daselbst Mittag, efien'. hierauf Fußtour bis Biedenkopf. daselbst um 4 Uhr Konzert im «aldhotel Dauuhäaser. Tie Liste zum Einzeichnen bet Beteiligung liegt bei unserem 1. Vorsitzenden Herrn Georg Todt, Sonnenstraße, offen. Der Vorstand. G. lleiineberg, Zürich Direkte Bezugsquelle von Seidensteffen Jeder Art *<-hon verrollt! — Verlangen Sie Muntert iD•/, g ri beschechgM die Le.ruL.iL2» ; . i. GU§^5rtiL _ 9k. « • * Innsbruck, 2. Aug Auf Station Bischofshofen jt eine Lokomotive auf den Innsbrucker Per« nenzug auf. Sechs Waaen wurden beschädigt, zehn ifehbe mehr ober weniger schwer verletzt. Frau Johanna Marcus Wwe geb. Goldenberg in nahezu vollendetem 66. Lebensjahre. Lttzeichev r« ■s b?n > Leben je^;^. - -- : 1UD3 vci der >~: piem z-bri! f:en Sff™» ö»nä- g der SotacfcJ51 *«•*«% Ä u-t. durch eingleisigen Betrieb zwischen BlSnsdorf und Nieder Körsdorf attsrechterhalten Tic OMeife 3 und 1 wurden gesperrt. Letzteres war nach etwa zwei stunden wieder fahrbar. Die Reifenden aus dem D-Zug itmrbeu zunächst bis Jüterbog, und von dort mit den fahrplanmäßigen Zügen weiterbesördert. Die Telegraphenleitungen sind vollständig gestört. Jüterbog, 3. Aug. Das Eisenbahnunglück, das sich gestern nachmtttag hier ereignete, hat insgesamt tnet Tote gefordert: Lokomotioführer (»emmer t aus Leipzig, Pack- meister Müller aus Bitterfeld, Zugführer Lange und Heizer Höpfner aus Leipzig; eine Tante hat Kopfwunden erlttten unb ungefähr zehn Passagiere des Zuges tarnen mit leichten Hautabschürfungen davon Verhaftung des schuldigen Weichenstellers war bis 8 Uhr abends noch nicht erfolgt. II i | । bei Lchlangenbad 38U m. ü. M. 1 Yl. 2t HnhOniilO In Waldweg v. Ttat.EhaufseebauS. Prachtvoll llUll vH MUlU gelegene 2otmnermfd)c RingSuin Salb. ?errlieber Ausnchisountt. 'Öcnfionboreift Mk.4A0. Hotel-Restaurant. Man verl. Prolv. v. der Verwaltung. C”/, 11A..1... in jeder beliebigen SdtrtfUrt enb Kertee. Btnnnmn forte, fo»ie mit Sirtele al er hkitllb« Vereinigungen, liefert zu mäßigen preisen Srühl'jche UnioerMtr-vnutuei, Schuljtrabe Z Letzte Nachrichten. Eine christliche Bitte an die Pforte Athen, 3. Aug Die Vertreter der Christen in EpiruS, bte sich in Janina versammelten, schickten an die Pforte eine Adresse, in der sie bitten, bte politische Gleichberechtigung der verschiedenen Nationalitäten des Reiches sicher zu stellen, gemäß der letzten Bille des Patriarchats. Das christliche Element in Epirus, das vollständig griechisch ist und drei Viertel der Bevölkerung der Provinz auSmacht, wünscht danach, ohne die albanestschc Schwesternation zu bekämpfen, die Aufrechterhaltung des Ätatusauo im Reiche unter der Bedingung, baß die Konstitution tatsächlich befolgt werde. Die Äni'chauunaen der Griechen in Epirus stimmten mit denen der Aloanefen überein, soweit sic nicht separatistischen Charakter halten, und zielten nur auf die Anerkennung der politischen Gleichberechtigung der verschiedenen Nationalitäten des osmanischen Reiches hin. gemachten Zugeständnisse umfassen: Gewährung eint# Straferlasses, das Recht. Militärdienste in LkUtari und Koitftantinopcl zu leisten. Bevorzugung der albanestsch sprechenden Beamten für Maliffia, zweijährigen Steuer nachlaß, Festsetzung der Hammelsteuer auf einen Cafe Am end 3871 TAfiicb Künstler-Konzert Anfang 8 Uhr Sonntag 4 Uhr Eintritt frei «2$. S i««“1* Kleine Lagerchronik. Der Bran d der fürstlichen Kurgebäude inPyrmont dl nach amtlicher Feststellung durch Selbstentzündung der TorfmuUisolierdecken entstanden. Der Bade- und fair- bdrieb wurde wieder voll aufgenommen. Die Studenten der sibirischen Universität Tomsk haben das Universitätsgebäude in Brand gesteckt. Das Gebäude ist fast völlig abgebrannt Die große Bücherei und alle wissenschaftlichen Sammlungen wurden Für bte vielen Beweise herzlicher Teilnahme bet der Seerbiaung meiner lieben Gaum unterer guten Mutter, ^mtmcflcrmuttcr. Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, «chwagenn und Tante Fran Elise Margarethe Sack Liebigshöhe Am FreiUg, den 4. August, abend* 8x/s Uhr Militär-Konzert neuester Operetten-Abend aiugehihrt von der Kapelle des bietüren Int - Regt*. _K*ifcer Vilbelm' unter persönlicher Leilun« des Obennuaikmeteters Herrn W. Loher. 08871 Anfang abend* , I hr. Fintrltt 45 Pf*. j)r. Hiebs Yoghurt-Tabletlen ermöglichen eine -logbnrt Kur während bet Sommer- unb Reite-Zett.' 45 Tabletten Mk 250. Voghurf» Ferment zur 2ell>stbereitung von Voghutt. 1 Gl. Mk. 2J5O. — In Gießen erhältlich bei: Pelikan- und Universität«-Apotheke. Interest, wistenschaitl. Drolvekt bafctbft ober birekt vom vaktertol. Laborator, v. Dr. «leb«, München 2. <*»“ 7 bringt seine Lokalitäten in K eurpfehleude Erinnerung. : ****** »fietngeW ”^ l‘ '" '71: ----- vernichtet ES handett stch um den Racheakt einer atrnrchifti schen Berschwörergruppe Tic „Deuv'che Tageszeitung meidet aus Pest: Die Ai bätet bcr Wetterbericht. Leff entliche Wetterbien st stelle Gießen. LteueraitSstchtei, m Hessen am Freitag, dem 4. Augug 1911. Trub, doch meist t reden, etwas kühler. WNWWW Btei nfpidtas „$ctolö 95 •»flfcL 16 ei. fiÄweta» MtEweUeö!. ------ Aebersll echätttlcht —- $ Sä A Kotfunft Sb« S. Aug. ui kl. Haush. od. zu Kind. Schristl. Slnßcbote unter 06284 i den Gieftener Anzeiger erbet. Stad. phil. erteilt gewissenhaft «ehem.Schüler d. dies. O.-Realsch.) vtaajipiye Off. sub E. W. vostl. Amt II. I06290 ««] Verkaufe sofort'mein mod. Zig.- u. Lchlkibwareiigkschbst vis-ü-vishöh. Schul.. Universität, Bibliothek. G. C. Volk.toicRcn, Bismarckstr. 16, Ecke Ludwigür. Sichere Existenz! gefende Bade - Anstalt umständehalber zu verlaufen. 06288) Näheres Lahuttrafte 12. Welcher «Halter "‘S'Ä?“ Bilanz Aufstellung b. eins. Buchführung. Schr. Ang. m. Gehaltsf. unt. 06Ä6 an den Efteft. Ans, erb. XWT* Schreibmaichineuarbeiten, spez. wissenschaftl. w. ausgefüdrt. Karl Köblcr, Marburg.Str.27II. Hallestelle der Elektrischen. 106296 fiiwiflllhf Senn A. die Ulllljl|öUUl. über meine Person gemachten unwahren Äußerungen nidil znrüclnimmt. werde id' fie gerichtlich belangen. 1484l Adam Treiber, Kassel. I 5 Zimmer | 4 Zimmer «ne) Sch. 4-Z. W., 3. St., m. Balk. p. 1. Ort, z. v. Näh. Liebigstr 87 p. Läden etc. 1 per sof. oder später zu vermieten. 4093] 'Näheres Neustadt 6. Roonstratze 20 Schöne grofte 5 Zimmcrwob nung mit Balkon, Mäbchen- kammer re. ver 1. Oktober zu ver mieten. Näh. Roonitr. 20 p. 13912 5 - Zimmer - Wohnung l. Stock, mit Mansarde, gr. Trockenboden, Bleichplatz u. sonst. Zubehör ver 1. Okt. z. verm. Roonstr. 28. ft"- Luden mit Wshnnng im Hause Kavlansgasse 5 sofort oder später zu vermieten. (25o9 97äh. Balmbofstrafte (S, Bureau Grofter Laden mit Lagerraum usw. sos. z. verm. Ecke Kirchen-u. Lindenplatz bet C-Muller. 1°°^ Morkstaff cvent. auch als Lager geeignet, zu vermiet. 4325! Dinges, Kirchstrafte 13 III. Mbl. Zimmer !üllig zu vermiet. 4789____Kirchenplatz 21. Pension Bellevue Nerten Baue 22. — Gut möbl. Zimmer, elektr. Lickt, Bad Privat-Mittags und Abendltsch. Möbl. Zimmer | Olöbl. zu verm. Landgraf PbilivvPlatz 16 II. 06188, Möbliertes Zimmer zu vermieten. Sonncnttraftc 12 v. Per 1. Oktober Wiesenstr. 4,1. Et. 4 zweiscnsicrige Zimmer, Heller Korridor, grofte Küche, Speise- tammer, Badezimmer, Jnnenkl., Mädchenkammer in d. Mansarde, mit schönem Obst- und Gemüsegarten, Gas und Elektrisch. Zu erfragen nn Parterre. 14083 Mheimstr. 43 Mulms Sch. gr. 4-Zimmcrwobnnngcn mit Loggia, groften Balton, Badezimmer und allem Zubehör zum 1. Oktober zu vermiet. Näheres Roonftrafte 22 p.13913 Roonstr. 32 zum 1. Oktober zu vermieten. Näheres daselbst.___________14723 vr01\ Schöne 4 Zimmcrwohnung mit Zubehör im 3. Stockwerk an ruhige Mieter ver 1. Oktbr. Wild.Rudolph, SelterswegQi. Schone 4-Z.-Wobu. zu verm. 2961 5. Weincrt, 'Neuenweg 9. Junger Geschäftsm. sucht möbl. Zimmer, sevar. Eina., eventl. mit Pension u. Klavier, Nähe Frankfurter , Bleich- od. Ludwigstrafte. Sckriftl. Angebote unter 06282 an den Gieftener Anzeiger erbet. Vorzüglich fundierte Versichcrungs - tgeiellfchaft, mit konkurrenzlosen Einrichtungen, sucht per sofort einen tüchtigen Inspektor der sowohl persönlich Geschäfte tätigt, als auck in der Lage ist, eine Organisation aufzubauen und laufend zu unterstützen. Nichtsachleute werden eveut. berücksichtigt und durch er probten Fachmann eiugearbeitet. Gesl. Osserten unter Df. P. 6163 an Rudolf Moese, Düsseldorf. Iss31/? G 4804 billig abzugeben. Näheres zu erfragen in der Geschäftsst. des Gieftener Anzeig. Radfahrer kann sofort eintreten. 08193 Rote Radler. Neuenweg 28, Telephon 616. Zunge Falzerinnen für sofort gesucht. (4850 Brühl'sche Druckerei. Gesucht einige jüngere, tüchtige Vorarbeiter für Eisenbeton, die gut Zeichnungen lesen können. Näheres ist zu er fr. in der Geschäftsstelle des Gieftener Anzeiger. 14832 Mentlilhes MWen t 'UM 1. September gesucht. Frau arl Ncuratb, Biomarckstr. 9 I. Gesucht für kl. Haushalt ein Mädchen, arbeit übernimmt. Hoher Lohn. 062851 Ludwigsplatz 19p. Suche u. vermittle Dienstpersonal jeder Art nadi hier u. auswärts. Eintritt sof. u. später. Fr. Pitzer, gewerbsmähige Stellenvermitt- lerin Kaiser Allee 7 p. 0,267 Bevor Sie Möbel Betten Polsterwaren kaufen, besichtigen Sie meine Riesenlager. Erstaunt ist jeder über die billigen Preise. Gegen bar und auf Teilzahleng J. Jttmann Gießen, Plockstr. 14/16. Sanölangcr Ikgiöhner können eintreten bei 14838 ______Birkcuftock k Schneider. Mehrere kräftige, gesunde Tttglöhner für dauernde Beschäftigung gegen guten Lohn gesucht. Angebote mit Angabe des Alters u. früherer Beschäftigung an 4819 Ernst Brockhaus & Co. Gesenkschmiederei in Wiesenthal bei Plettenberg in Westfalen. Uiig.Atbciterost.Arbeilcriii für leichte Arbeit gesucht. 4837 Bramm L Harries, Wieseck. Ein gllttth. Motorrad 3 HP. (Marke Germania! umständehalber äußerst bitt, zu verkaufen. Schristl. Angeb. unter 06236 an den Gieftener Anz. erb. Einige erstklassige Pianinos, welche nur kurze Zeit al§ Aus- stell.-Jnstrumente in mein. Aruster- tagern dienten, werden unter lOjähriger Garantie autzeror- dentlich billig abgegeben. Man verlange Abbildung mit Preisen. Pianosorte-Fabrik Wiib. Arnold Kgl. Bahr. Hoflieferant, ________Aschaffenburg. 4551 Ein noch sehr gut erhaltener Musik - Automat «Poliphon», im Anschaffttngspreis Mk. 1200, umständehalber ganz BSIIIIBBIIIBI B D ■ Auf Abzahlung b ■ Leiter-Wagen ■ - Markt-Wagen ■ bis 12 Ztr. Tragkraft — Anzahlung 5 Mk. — Monatsrate 4 Mk. " B , B b J. Jttmann a '8i ■ Gießen, Plockstr. 14/16 ® ■ ■■iiiBiinai Zum l..Oklober wird ein im Nähen und Bügeln geübtes Hausmädchen ßcfudlt. 4W9 Frankfurter Strafte 48. Mädchen das schon in besserem Hause gedient hat und mit allen Hausarbeiten vertraut ist, wird bis zum 15. August nach auswärts gesucht. Näheres 4758 ________Liebigstrafte 39 Part. Mädchen über 16 Jahre, für leichte Arbeit gesucht. Näheres in d. Geschäftsstelle des Gieftener Anzeig. 14806 M Obsthändler! Habe 10 bis 12 Bäume reise Pflaumen, Mirabellen und Reineclauden zu verkaufen. Herrn. Müller. Bellersheim __________Kirchstrafte 41. 4828 Meyers Km.-Lcxikon "N>° lPrachtausgabe» für 150 Mk. und Phot. Apparat lneu300Dtk.> vreis- wert zu verk. Bleichstr. 10 1. t06”1 0628S] Regal, neu, für Bureau od. Laden z. verk. Marburg. Str. 2711. 06272] Braves, zuverlässiges Mädchen zum 15. August gesucht. Lindcnplatz 11. Jjebrmädchen gesucht. Sosorttge Vergütung. 4847]Gebr. Weil. Junger Kaufmann 20 Jahre alt, in allen Kontorarb., eins. Budiführ. u. Stenogr. bero., sudft Engagement v. 1. Sevt. als Kontorist, Zakturist ob. Expedient. Schristl. Angebote unter 06280 an ben Gieftener Anzeiger erbet. lllictiU'liulic Offene Siel In Verschiedenes verlrnufen Zür l'/r°jäbr. Knaben werben liebevolle Pflegecltcrn gefudit. Schristl. Angebote unter 4840 an den Gieftener Anzeiger erbet. Diejemgen Vereine und Kommunen, welche bei Gelegenhen ihres JeiteS mit dem Karussell beiitzer I. Walldorf, Eicftcn Uebereinkommen abgeschl. batten, wenn auck Jahre zurückliegend, werden gebeten ihre Lldresse an bas Kommando der freiwilligen Feuerwehr Rodhcim alsbald zu senden. I4br_ Mk. 3000 ^Sicherheit auf drei Jahre gesucht. Schriftliche Angebote unter 4745 an ben Gießener Anzeiger erbeten. Verloren IS0' mit groftem gold. Medaillon. Gegen Belohnung abzuyebeit Färberei Gebr. Röver, Gteften Marktvl a tz 18.__10629« Vereine •< * Sektion (iiesben D. & Oe. A.-V. 5. u. 6. August: Jammertal- nnd v12/i Mühlbachtalwandmmg Samstag, 5. August : Abfahrt 12'° M. nack Balbutnitetn — Schaumburg — Hohlenfels — Katzenellnbogen. 4 Stunoen. Sonntag, 6. Angutt: Jammertal — isinghosen— Muhl bachtal — Nassau. 6 Stunben. M V. H. C. - ^lllb Zweig-Verein (liessen. Freitag, 4. August: Monatsversammlung im „Kaiserbos^. Sonntag, 6. August: 5. Bereinswanderung Glabenbach-Dernbadi—Tringen stein—Herborn. 5Std. Abf.^Uhr. Führer: W- Erbe nnb C. Wenzel. Freibank. Heute Kuhfleisch 50 Pf<. B3/e Kalbfleisch das Pfund 76 Psg. empfiehlt Gonr. Malkomesius O62^> Mäusburg 19. Telephon 447. Zwiebelkuchen 4630] jeden Montag, Mittwoch u. Freitag v. 9 Uhr norm, ab frisch bei Friedr. Xoll. Hosbäcker. Akm liartofffla la. gesunde, gutkochende Ware, pro Ztr. Mk. 5.50 mit Sack. Neue Zwiebeln p.Z. Mk.6.25 versendet ab Echzell unter Nachnahme Lndwlg Erb, Kar tossel-Vcrsandgeschäkt, Echzell (in der Wetterau». 14796 (TelephonAnschluft.) Frische Eier Siedeier, 10 St. 75 Psg , Vogelsberger Landeier, St. 9 Psg. empf. W. Ullrich, Schloftgafie 7. 105951 ssFeiusten, reinen Bienenhonig in Waben und geschleudert empfiehlt Wcrh. Metzger Nachs. Der Honig ift aus der bie- figeu Ausstellung von ersten Imkern gekauft. 14609 zu Flchrikpreisen in Gieften bei Krau Emma Lellhcim, Bismarckstr. 38. Äxrfaos — Schokoladen Schnaken stechen nicht, wenn man sich mit Recontlpulin (Glas 50 Pfg.s einreibt. [4676 Adler-Drogerie, Selterswcg 39 Otto Schaaf. ftMprerm ü. ?recht$äd(t empf. in großer Auswahl *“• Edgar Borrmaim Eifenhanblung, Oesen u. Herde. Bindegarn Russisch, unvoliert, ver kg 400 m „ poliert „ „ 400 „ Manila, rein, ver kg 380—400 „ Langhans, la. zweis. ver kg600 „ offeriert zu ben billigsten Preisen Landwirlschaltl.BauptgenosseRsebafl Friedbergi.H.lC* 7]Tel. 370. Hühneraugen null Hornhaut verschwinben sicher bnrck mein Radikal per Flasche 50 Psg. Germania-Drogerie Carl Seibel 3713 Tel. 593 — Frankfurter Str. 39 Vfsitkarten bill. Preisen Brührsche Universitäts-Druckerei. llnlh'ißfriuitu'n K 3/11 Donnerstag, 17. August 1911, nachmittags 3 Uhr werben in unserem Llmtszimmer bie dem Georg Bill in Gieftcn zugeschriebenen nachstehenb verzeichneten Parzellen versteigert: 8/1323/ioo = 243 qm Hofrefto hinter dem Steeg, zwisck). ber Ehanssee m Bauplatz am Hamm und dem Mittelweg 8/1^/im — 995 qin Bauplatz das. früher 13/132II/i»> Bauplatz 38/49*/100 * 286 m Ho freite bafclbfi 13/132,-/,«m> 254 qm Hosreite baiclbft 13/13s16/jooo - 167 qm Hosreite daselbft 38/49»Vinn = 483 qm Baupl. am Hamm I früher ______ - 3- I 38/49»/.«, Hosreite daselbst ( Bauplatz 38/49^™ --- 182 qm a_. Z____ Hosreite daselbst ) Gießen, den 25. Juli 1911. Groftherzogl. Ortsgericht. ___________Gros.__________ K. 61/11. B•/, Donnerstag, 17. August 1911, nachmittags 3 Uhr, wird in unserem Amtszimmer die dem 9ianicn des Friedrich Drahn und Ebesrau geb. ftümniel zugeschrie» bene nackftekend verzeichnete Bar zelle versteigert: 1/693V1O — 87 qro Hosreite in der Äaplansgasse. Gießen, den 5. Juli 1911. Grogherzoglickes Ortsgericht. _________Gros.________ K 62/11. "ffli Donnerstag, 10. August 1911, nachmittags 3 Uhr, werben in unserem Amtszimmer bie dem Schmidt, Friedrich Wilhelm und Ehefrau geb. Romeifen in Gießen zugefck,riebenen nachstehend ver- zeichnetett Parzellen versteigert: Fl. 6 9tr. 21»/I00 = 220 qm Grabgarten am Siechloch Fl. 6 Nr. 22 — 583 qm Hofrejte daselbst «Hotel „Viktoria*). Gieften, den 5. Juli 1911. Groftllerzoglickes Ortsgericht. _ K. 64-11. B*/t Donnerstag, 24. August 1911, ttachrnittogs 3 Uhr, werden in unserem Amtszimmer bie dem Joses Schäfer und Ehefrau Äacha- rinc geb. Wagner, elfterer mit unbekanntem Aufenthalt abwes^ letztere in Wehrba bei Marburg, zugefckriebenen nachstehenb verzeichneten Parzellen versteigert: 8/15,8 = !481 qm GraSgarten hint. bem Steg, zwischen b. Chaussee und bem Mittelweg 8/13^/ioo — 306 qm Battvlatz das. Gieften, ben 1«. Juli 1911. Grotzherzogliches Ortsgericht. G r o s. Bekanntmachung. Montag, 7. August l. I., vormittags 10 Uhr sollen ca. 4 Morgen Hafer an Ort u. Stelle meistbietend versteigert werden. Zusammenkunft am Verwaltungsgebäude, woselbst auch die Versteigerungsbedingungen bckanntgegeben werden. Gießen, 1. August 1911.8%, Großh. Direktion I der Landesirrenanstalt Gießen. Bie Königliche Baugewerkschule lür Hoch- und Tieto zu Idstein (Taunus) eröffnet das Winter-Halbjahr am 18. Oktober d. J. Programme und Meldebogen versendet kostenlos _______________________Die Direktion. Unsere