Nr. 52 Itn 8,6tai Sünhkti >geö 1. Stnt, attut'X ö- ia ‘^eeboe.; üoa. 8W* Eintritt fr®! wiwf ‘ - ilung ^InfnmgbtS*4”'1 -i»-»ZZZL Desirn Schulden, 3 gezeigt wurde Hagen der sanzc. VIS, Trscheinl t2glich mit Ausnahme beS Sonntags. Die ..Gießener ZamMendlStter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, vaS '.Krtisblatl fir den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Tie Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweunal. Das Gesetz gegen die tturpsuscher. :: Berlin, 1. März . *•***. n Redaktion, Crpedition und Truckerci: Schul- straye 7. Lroedition und Verlag: e^oL gtebattioir.e« 112. Tcl.^lbr.:AnzcigerGicßen. öbic, ^•utoinna^, V Sebnboflttait 5i, : ?imte Uriegssteuern für die deutschen Schutzgebiete? Die auf Ersuchen des Reichstages ausgearbcitete D e n t - i" di r i f t des Reichskolonialamtes, unter welchen L ’ ' . < ...... i SaA >. rk it h J mawen die ‘Kartei des Gelbsackcs, mit dem man sich nicht zu- ianunenfinben iönnc Auch die NchionaUche^^würden an^ Tauer mit den Frei,innigen md,t zmannnengehen konnew Er- flärung -.wischen diesen Parteien muffe je früher desto eher ergeb i et durch direkte Besteuerung zur Deckung der Kosten hecanzuziehen fei, die aus den K riegsmaßnahmen! bici'cm Schutzgebiete erwachsen, ist dem Reistage locbcit ruaegangen. Die Denkschrift bringt eine genaue Unter- fudiung des kolonialen Finanzspstems und der fremben Kolonialstaaten unb beren Verhalten in analogen fallen. Sie beginnt mit bcin spanischen und portugiesischen System unb iommt aus das holländische, belgische, nordamen- kanische unb italienische Lßstem zu sprechen, um mit der Untersuchung des französischen und englischen Systems zu amten gedeckt werden. Auf eine Anregung von fortschrittlicher Seite, ob es nicht möglich fei, eine Anzahl Beamte tu die neuen Vers i ch e ru n g s a mt e abzu,chic- ben, crildrt ein konservatives Mitglied, ba» gtci(pöcitig auch dem Reickisversicherungsausschuß angehort, bau nad) bent augenblicklichen Stand der dortigen Beratung daran nicht zu denken sei Staatssekretär Kraetke werft zahlenmäßig nach, daß in den letzten beiden jähren bie ^cu- ansteltung mittlerer Beamten ganz außerordentlich reinr ?iert worben sei, von über dreitausend pro <$af)r auf 340 unb 350. Die Hauptschuld an dem neuen Bedarf trage ber Reichstag: der habe den Erholungsurlaub in verstärktem Matze burchgesetzt — Bedarf lo80 Beamte; bie Verirrung des Dienstes - Bedarf 600 Beamte; bte weitere Durchführung der Sonntagsruhe — gebart 6/0 Beamte Der Schatzsekretar erhebt entschiedenen Einspruch gegen die Bemerkung eines konservativen Mitglieds, daß rn den nächsten Jahren die Stellen für mittlere Beamte erheblich vermehrt werden müßten. Zodann wurde über eine von Beck Hechclbcrg inatl.) unb Eickhofs (Vp.) beantragte Ents ch ließun g verhandelt, die bie Regierung ersucht, bis zur brüten Lesung bey Haushatts ihr Einverständnis dahin zu erklären, daß ben Lb erbost- unb T e 1 e g r ap h e n a s s r ft e n t c u sowie ben Vorstehern ber Postämter brtiier Klasse, soweit brese vor dem 1. Januar 1900 in den Dienst der Post- unb Telegraplsen- Verwaltung eingetreten sind, eine p er s ön lr che Pension s fähige Zulage von hundert Mark nach fünfzehn Jahren gewährt wird, die sich nach achtzehn Zähren ans vu=, — . zweihundert und nach einundzwanzig Jahren aus dreihundert! Voraussetzungen und in welchem Umfange das ch u tz - Mark erhöht. Die Regierung erklärt die Entschließung für1 - - - ; --«x, m 3. « »tr hör durchaus annehmbar; die Verhandlung hierüber wird Donnerstag fortgcfüli r t. hing nicht wünscht, sondern co für richtig hält, bie AuZWÜchie zu treffen, wozu bic Bestiounung des t? 8 Gelegenhcct gut. s • 3 Hier 1 loirb bal, er ab gelehnt. ’ In bei weiten Ziner des -r 3 wirb bu U au dl uns mittels m i) st i i d, e r V erfahre n verboten. 2. i Äu»f Madie hierüber, bie in ber nädfltcn --itzmig lortgemhü werden folL trug vielfach einen heiteren Uharafter -ter ^oihubrcr d Sozialdemokraten hält einen Vortrag über das G l , u n d beten. Wolle man dreies verbieten, dann müße wan nch auch an ganz andere Stellen richten. In den Kuchen werde tdlfonntaghm ,ür bic Gkiunbhcit bei .-öerrieherhaufcr gebetet, unb bn öent liehen würden dafür bezahlt, betrieben al,o das Oqiiitbbi '^n g s iDcrb'inäEig Es würden ia auch Wallfahrten zum ödunbbeie.t unternommen. Ein konservatives Mitgl ed des Äusf ckw^ aus O ft vrentzen bittet bringen^ uni Beseitigung des^Loric- mvstisch" aus der Vorlage. In LitVreuucn gebe es Cxginbd , in denen burd, Besprechung . Warzen Kops rose usw. geheilt iDürbeit. Er sei nicht m der Lage, für bic 2oi läge zu stimmen, wenn das Wort „mystisch bleibe Das *3e n t r u m § m i t g I i c b , das bei ber ersten „enutg iu mne Partei bas Wort geführt halte wendet aeqet den sozialdemokratischen Redner und rühmt bic Wirkung des Gebete Tic Bestimmung der Vorlage scheint ihm oedenk - lich, eben weil boruntcr auch Eesnndbeten, Magnetisiniis usw. falle. Durch mystisches Verfahren können iiiggcfttüc Wirkungen erzielt werden: freilich berge -s Ee fahr en a. er R e du er crzalst t, bau er mit seinem Bruder gelegentlich einen .Jtngmtileni ve sucht habe, der Wissenschaft halber, aber von dem Jiibloien mm. fehlen Erfolg ge'püit habe. Neuerdings sei er aber zweifelhaft geworden, ob nicht dock Magnitisctlic heilend wirken konnten. Der Redner verliest einen langen Briefcines Rosercnbar » bei brr Staatsanwaltschaft in Bonn, worin dieser 1 drüben, ivie er durch ci I ma g n c t i 3mu9 es zmiadßt dahin gebracht habe, ben Referenda r z n mache " unb bann von , einem nervösen Leiden, das ihm weder feine 2i> i r t, lortgcirkt. haupivecsammlung dec Gewerbebank. Gießen, 1. Mörz. Tie 5 2. ordentliche Hauptversammlung bcc hiesigen Gewerbebank sand am Montag abenö int Hotel Schlitz bei zahlreicher Beteiligung des Äussichtsrats und der Mitglieder unter der Leitung des Aufsichtsratsvoriwenden Weißbindermeister L. Petri II. statt. Ter Vorsitzende gedachte zunächst der durch Zob abgegangeiten Mitglieder^ beten Andenken durch Erheben von den ritzen geehrt wurde. Direktor Loos besprach dann den den Mitgliedern' gedruckt zugegangenen Geschäftsb cricht und die allgemeine wirtschaftliche Lage. Er führte u. a. aus: flSic in unserem Gcickäftsbericht bereits bemerkt ist, können mir mit Bcfriedignng auf bic Ergebnisse des vergangenen Gc- schäflsjahres unücfbliccn, mir wollen hiermit allerbings Nickst bc hmben, baß das nun hmter uns liegende Geichanslahr, nnb' unsere wirtschaftlichen Verhältnisse im Allgemeinen, cm besonders gut gerne,en seien, 'onoern wir wollen nur lagen, datz unter Berücksichtigung der allgemeinen Lage umere Gc'chasts- Ergebnisse immerhin befriedigen dürfen.. T{e allgemeine Gesdsänslage dürfte zurzeit immerhin noch alö eine recht ernste zu betridTten fein. Das Darniedcrliegen, bcfoncciy das Baugewerbe, gibt zunächst Verrnk.i'sung, bas cmc 8* i [ B .AS** roÜnfSBiicOT6iibent Dr. Schmitt teilt nun nri:. daß >w» »er- schiebe ne :)ifbn*'r ;ur Hauvtousivradic vorgemerkt sink», er bricht dcstialb Die Siyung gegen ' >2 Uhr ab unb funbigt an.batz morgen unter allen Umständen eine Nachmittags,chung ,tattfinbcn werbe. ')iädn"tc Sitzung morgen 9 llbr. ____ Donnerstag, 2. März 19U Rotationsdruck und Verlag der Drühl'schrn Universttäts«Biich» unb ^teinbruckerei. R. Lange, Gießen. Hanptaussprache über ben Staatshaushalt fort. Abg. Hauck Bbb. erklärt, er nwllc keine lange Rebe halten, müsse aber einmal bic Vcrhältnive bezüglich ber Ob.i rechnungslammer erörtern, bic nad) ,einer Meinung viel »u toiI = imclig üno viel zu langsam arbeite, -bic Abgeorbneten besand.n i?d) in einer Zwickmühle.: iw sollten einerseits bie Beamten- aehältcr erhöhen, aiidererseits aber keine ^teucrcrhohung bewil- liacn Weiter erörtert der Redner die Re»chsimanzrewrni unb bic Blockvolitik und meint, man dürfe nicht vergehen, daß, rocitrt hie Erbanfallstcuer vom Reichstag genehmigt worden wäre, nnd) bie weiteren ichlenoen 450 Millionen aus indirekten eteuern hatten beschafit werden müssen k. Äbg 8i a a d iSoz.i bemerkt, daß trotz der Hobreden ba yencii Tr. Claim unb Molthan über bie Besserung mr,erer dmauz- läge eine solche nod) nicht eingetreten sei. «eine ^urtei I)Qbe schon oft ausgesührt, baß Hunbcrtc unb xaufenbe öon .JZiUumcn gemon werbeii lönnten unb inan alsbann man notig wne, so unsinnige Steuern zu rnauien. Am die allgemeinen Ru e, wo benn btefc vielen Millionen ge.part werben tonnt?n,_ cm - Zn=t öet Scbn«, dau t&i bei »tet u.jb M-rrn- tonnte. Tic Finanzen in Hessen würben jo lange nicht be ler werden, so lange man iid, nicht ent,chließen könne, bicicmgu Leute mehr zur Steuer heranzuziehen, d'cmelir zahlen konnten achthundert Steilen iverutn ue.u uiT IS SäSÄ 6g* LLÜ-- -»"I s« -«"«E»:* ass ■;u beklagen fei, das; bic Regierung nicht wirksamer wr die von lieber,dimcmmung usw bedrohten Lan^skilc eingetrctcn . m in Ast heim, auch sei bic langst beschtoi,enc Tamv,Pumpe immer nod, nicht vor Iran ben Der Rebnn bcipridii bann bic Wirkungen der Reichssinanzreform unb traurige -age der Tabaksindustrie und Der Zündholzwaremabrikation; Pfungstadt mit feinen 7000 Arbeitern ,e-i dadurch in bic größte üalQmitat geraten Tic Regierung habe die Verpflichtung, eine beijcre r5ur- ?orge für diese schwer ^roffcncn Gebietsteil zu treuen^ Entgegen ber längsten Erklärung bes Staatsministers über ba 25c^ bot ber Proleiwersammlung m Langen gegen byn 3a.reitbe,ud? bleibe er oer Meinung, baß bas Verbot ungesetzlich gern.sen,et. (*t gebe zu, batz er den Ton der Frank' Volksstimme, deren Einladung zu der Versammlung der Munster vorlas, auch Nicht billige, aber auch bic vielen Pfuirufe hier unJOaufc feun nicht om. Platze gewesen. Tie Versammlung sollte 'tch nicht gegen bm Grotzherzog nnb seine Schwester richten; ber Grotzherzog habe riclicid)! die Gründe zu dieser Versammlung b gesunden, als die große "Mehrheit hier tm .s?ame. (^horuk unb nrofie Heiterkeit.) Er glaube, baß bei Großherzog liberaler - ol-> bic' Mehr Heu dieses Hauses. (Gelächter.) -t-er Zar 1« ja figcntlid) ein Gefangener, aber er sei der Vertreter cln^ vcr- ivcrflidjcn Snstems, und als solcher mußte er von der Co$iab- denwiralic bekämpft werden. qa„x» K-? vi(hg Hebet (3entr.) betonte, daß im gmizeii die Erklärung des Sk-rrn Staatsministers gegen bie ungehörigen dn* .irifst ber Sorialbeniokraten mit Freude begrüßt worben ,cun. ^r müsse überhaupt der Sozialdemokratie das Recht absprechen, bie SSüdiTSnbe in Dieser Weise zn kritincren, nachdem ite selber gelegentlid) ber Pariser stommune bod) noch viel ichlimmer aehault habe Der Rebner polemisiert baim au5iul)rltd) gegen bie Sozialdemokratie unb besonders gegen den Abg. Raab unb wendet 'ich baim bagegen, baß auf Veranlaßung ber 1. Äammer rejü. des Freiherrn von Hcnl eine kleine Teuerungszulage mr dw unteren Beamten letzt hcrausgedrückt werde,.wdem man bie300 000 bio 400 000 Mark, bic an ben Ausgleichslonbs abgeluhrt werden fönnten zu Diesem 3iued verwende. Eine stärkere 5$“,^ lilgung'sei absolut erforderlich; die jetzige Nowvrlagc zur Schulden- nlgung halte er nickt für zweckmäßig. Den Beamten )ci mit einer Teuerungszulage, rote sic der Alm. Dr. Cfann mit lement Antrag bairocdc, nidit geholfen. Es Niüssc eine Revinon der ganzen Sc'ol- dungsorbniuug erfolgen. Das könne aber nur geichehen, wenn dauernde sichere Einnahmen dafür vorhanden icten, bic burd) eme ver nunftgeinäßc Finanzpolitik beschafft werben müßen, btefejci eine Gehaltserhöhung vor dem Volke nickst zu verantworten. Gegenüber Den Ausführungen des Abg. Tr. Cfann, Tur bie Reid)stags- wacklen eine allgemeine Sammlung ber bürgerlichen 4,arte.tcn bei beizuführen, müsse er sagen, baß man tycuer unb — a wr Doch nidit miteinanber vermischen könne zer Redner holcmiiicrt zum Schluß noch unter großer Unruhe des Hau les gegen den Jbg. Ulrich, der von der Landwirtschaft gesprochen habe, wie einer ber mckis davon verstehe und der sich gern in )elb|tgc|Qlligcn Ucvrr- ^KÄrid) (Ztr . der bei der herrschenden Unruhe nur schwer zu verstehen ist, spricht bem Abg. 2r ^lann 'einen Dank aus tür bic Mitteilungen, batz von bet Bubgetlommißion ber Bau einer strategischen Brücke über ben Rhem bei Burgen beschlossen worden sei. Gegenüber den Erklärungen des Geheimrat Tr. Becker, daß das Reick nickst auf seine Sollen für Hessen eine Brücke bauen werde, bemerkt ber Rebner, batz iclbltocrjtanb- lid, alle bctcüigcnbeu Kreise mit bazu beizicktagcm haben wurden, wenn der Bau einer allgemeinen Verkchrsbtücke besdllos'en wurde. Er hoffe, batz die Regierung in diesem finite ihren ganzen» Einfluß für Den BaM einer solchen Brücke einsetzen ivcrde, wo- iür bas ganze Rheinhessen ber Regierung bankbar jetn wurde. Abg. Sv teil (Bbd.ß der inzwischen das Präsidium an den ,weilen Vizevräsidcnten Abg. Tr. Schmitt übertragen Hat, luhrt aik-, er könne sich bet Meinung bes Geheimrat Tr. Becker an-- icbließcii, batz wir nur langsam auf dem Wege zu einer Ge- iunbmig zu unferm finanziellen Verhältnisse weiter schritten und daß wir alles aufbictcn müßten. Die größtmöglichste Spanam .leit zu üben. Mit den Ausführungen des Abg. liebel iönnc er sich nickt einverstanden erklären, dagegen stimme er ganz ben Ausführungen seines politischen Freunbes Tr. Weber zu. Eine (SeljGltdaufbcffcrung ber Beamten sei zurzeit nicht möglich, er meine, man solle aus ben Beamtenkreisen heraus bireft mit Vorschlägen zu Ersparnissen an die parlamentarische Vet- einsackungskommiision herantreten. Tic Regierung möge erst einmal die alten, schon lange anerkannten Ungerechtigkeiten in der Bcamtenbefoldung beseitigen, bevor an eine allgemeine Aufbesserung der Beamlcngehältcr gegangen wird. Tic vom Abg. Ulrich gemachten Vorschläge zur Stcucrcrhöhitng seien piakttsch völlig undurchführbar. Auch er glaube, daß Herr lllrtdi von Der Landwirtschaft und Manchen anderen -sacken gar nichts verstehe, an- ertennen müsse er, daß bei Ton bei bet diesmaligen Gcstetoldebatt ein besseret sei als sonn und daß sid) and) Herr Ulrid) einer gewissen Mäßigung befleißige. Den Ausführungen des Abg. Dr. Osann bezüglich der Sammluiigsvolittk könne er nicht zustimmcn. '21 ud) er müsse mit dem Abg. Hebel sagen, baß man doch ^uet unb Wasser nicht miteinander mischen könne. Mn Den -Sozialdemokraten sei eine Verständigung unmöglidi, lolangc ue bre Hcrtjchaft der Massen propagierten. Tct Freisinn fei gewiß er - Zweites Blatt /' 161. Jahrgang Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen ver Coftbausljalt im vudgetausichutz. : Berlin, 1. Marz Die heutige Sitzung wurde aussd)lictzltchdurck) dre Besprechung ber Verhältnisse der P o ft a, N st e n t c n am>- acfüHt Tie Eingabe der ^InqLcntcn, bk fii c b s c t) n tausend neue Stellen für notwendig halt, walzrend ber Voranschlag nur bereit achtlpinben bringt, Tanb ihreii lliicberschlag ui einer Ents ch l i c ß u n g , in ^cr bi4-'or- ücrroaltuna aufgeforbert wird, tu 3u Zrehen, in welcher Weise das große Heer ber biatarifd) angeftellten Beamten untcrgebracht werben soll unb üt welcher ^eftc bic Geschäfte, bic bis jetzt von mittleren Beamten geführt werben, in Zukunft mehr als bisher an untere Beamte übertragen werben können. Tas einstweilige (5rgcbni5 ber heutigen Aussprache ist bic Ablehnung ein es Zentrum s a n t ra gcs, auf Grund deisen bon ben achthundert neu angcfnibcTten Asfistentenftellen s n nshun d c r t g e ft r i d) e n und nur drei hundert bewilligt weiden ^ie achthundert Stellen werben bewilligt. Der Ausschuß zur Beratung des Gesetze^ gegen die Kurpfuscher begann heute bic Beratung bes § 3. n feiner ersten Ziffer verbietet er bie F ernbe hand lun g, b. I). etne BehanbUlng, bic nicht auf Gruiid eigener Wahmchmungen an ben Tu B-hLnbelnb-n erfolgt. Dieb Verbot richtet sich noch der Vorlage an die im § 1 bezeichneten Perionen, al|o dieienigen, die sich ohne Approbation mit der Behandlung von Krankheiten, Leiden oder Körperschädcn an Menschen ober -Vieren gewerbsmäßig bciaficiL Ein Antrag von volksparteilicher -seitC will babci bic Voraussetzung ber Gewcrbsmäßigkeit beseitigen, also die Feinbehandlung jcbem 'Jlid)taoorobiciden untermgen, bagegen eine Ausnahme machen, wenn es |ich um bic jlbroenbung einer augenblicklichen Gefahr hanbelt. Die Regierung betonte dre Drüiglickkeit des Verbots ber Fernbehanblung. Gegen Acrzte, bic eine Fernbehanblung vornehmen, fchrette bas Ehrengericht ein. Eine Reihe von Firmen Priesen ihre Fernbehanblung brn Lungcn- tuberkulosc, Kehltopssckwinbsucht usw. an, auch auslaubßche firmen mit zum Teil recht giftigen Präparaten. , Von Vertretern ber Rechten wirb dagegen auf manche erfolgreiche Behanblungsfälle hingewiesen, z. B, auf erfolgte tfeilung bcs Krebse mittels Elektrohomöopathie; ein ungciunber 3ungc fei zum kräftigen Menschen geworben burd) fettes Hunbcflcßch, solle bas auch verboten fein? Unb was )ei unter Anpreuung zu verstehen? Sollen schon Tankschrecken von Geheilten als verbotene Anpreisung gelten? rf„ f. Ministcrialbirekior Tr. von Ioucquie r c S crflarr gl» bic Auslassung ber Regierung, batz, bevor einem Kranken geholten werben könne, er mindestens einmal von dem Heilenden gejcheit worben sein müsse. Auch Den Acrztcn liege es Psttchtmatzig ob, ben 6ranken zu sehen. Es werben von Gegnern btcfcr Bestimmung weitere Fragen, gestellt : sei cS, z. 'S. auch eine fernbehanblung, trenn ber Arzt auf telcphonstchc Mitteilung einer Vergittung Geacnastt uerorbnet? oder wenn nicht approbierte Perionen, z. Sanatorien, nachträglich Rai erteilen? Gute tome-- auente Durchführung mache diese Bestimmung ,ehr gefährlich^ Ucber bas Verbot der Anpreßung cmer ürcrnbchanbhmg, bas Der 4 8 enthält, werbe man sich, falls auch barm nicht zu weit Qcaanqcn werde, mit der Regierung verständigen tonnen, aber diese Bestimmung in § 3 müsse gestrichen werden, ^ogar fchon die Hustenbonbons fielen darunter. Tie Regierung gibt ine Erklärung ab, baß ber Kails von Mitteln rn Drogerien nicht als Fernbehandlung zu gelten habe. Ä» der meitcrcn Aiissvrachc wird insbeioiidere verlangt, m der Frage t>er Fernbehanblung keinerlei Unterschieb zwischen Acrzten und Hauses \FÄ 2. März. am Mittwoch Der Ak. Vor-- D0N»' * i0'fs"< 16! 8 49 58 76 1700 ( 3900 t Sie Zus°M Großen ö Vs? »c. Dar hessische Irrenwesen. Gießen, Im großen Hörsaal der Universität sprach abend Prof. Dr. Dannemannn in der Reihe <4 8Z üt ■ PU.» L letll y J* r meti Ä fll’/L bis ,jut* 1 Gießen Sei welcher auserlesene Perlen der neuen, allerneuciren ütfe» ratur bringt und mit einem der besten, wahrhaft großen Beethovenschen Streichquartette stimmungsvoll abschließt. Das Rcbnerquartett, welches kürzlich in Berlin und Leip, zig große Triumphe gefeiert hat, bringt von den Modernsten Claude Debussy, denjenigen französischen Komponisten, der augenblicklich am meisten von sich reden macht; 1862 in St. Germain en Laye geboren, studierte Debussy in Paris und erwarb sich 1888 durch eine Kantate den Römer- Preis. Debussy vertritt den fortschrittlichen Geist in bei Komposition und hat gerade mit seinem Streichquartett op. 10 in der allerjüngstcn Zeit Aufsehen erregt. Interessant ist bei ihm der Versuch, die Harmonie durch bewußte Einführung böhercr primärer Obertöne zu bereichern. Dvorak, der „böhmische Beethoven", ist mit seinem klangvollen Klavierquintett vertreten; gerade die Kammermusik- literatur ist durch Dvorak sehr gefördert worden, cs sei nur an sein, an nationalen Anklängen reiches Trio Dumcky, an sein Streichquartett in Es-dur erinnert, das vor zwei Jahren uns die „Böhmen" hier vermittelten. Den Beschluß des Konzertes bildet eines der größten Streichquartette, die je geschrieben worden sind, op. 132, von Beethoven. Beethoven komponierte das Werk 1825 nach einer überstandenen schweren Erkrankung und hat das Adagio speziell als „heuigen Dant'besang eines Genesenen an die Gottheit" gedacht und ausgeführt. Es würde zu weit führen, eine genaue Analyse dieses grandiosen Werkes zu geben; Musikfreunde seien bei dieser Gelegenheit auf das ausgezeichnete Werk von Theodor H el m^ Beethovens Streichquartette (2. Aufl., Leipzig, bei Siegel) verwiesen. Kleine Partituren sind bei Ernst Challier zu haben. Auch sind die Streichquartette in zweihändiger Ausgabe für Klavier bei Littotf erschienen und dadurch zum Selbststudium geeignet. Kreis Büdingen. X Nidda, 1. März. Heute wurde hier wieder unter großer Beteiligung von nah und fern ein Alt-Niddaer — seit kurzem der vierte — zur Erde bestattet, der Maurermeister Friedrich Drott. Der Verstorbene, der zugleich Bauschätzer und Feuerstellenbesichtiger war, führte fein sehr gut gehendes Geschäft bis 1898, wo er es seinem Sohne übergab. Er gehörte dem Stadtvorstand, der Kirchengemeinde-Vertretung, dem Turnverein, der Feuerwehr (den beiden letzten als passives Mitglied) an. Ebenso saß er im Vorstand der Gewerbeschule und der BezirkSsparkaffc. Theoretisch und praktisch tüchtig, konnte er von seiner reichen Erfahrung in vieler Hinsicht Rat geben und war deshalb allgemein geehrt und geschätzt. Die verschiedenen Korporationen legten Kränze an seinem Grabe nieder. Ec erreichte ein Alter von über 74 Jahren. Starkenburg und Rheinhessen. Offenbach, 1. März. Der Handelskammer ist durch die Kaiser!. Ober-Postdireltion Darmstadt mitgeteilt worden, daß das Reichs-Postamt die Errichtung einer Stadt- post an st alt mit unbeschränkten AnnahmebesUgniffen und Telegraphenbetrieb in der Li list raße für das Rechnungsjahr 1912 genehmigt hat. Hiermit ist den langjährigen Bemühungen der Handelskammer nach Errichtung einer Post- filiale un westlichen Teile der Stadt entsprochen worden. Hessen-Nassau. [] Marburg, 1. März. Am nächsten Samstag und Sonntag begeht die hiesige Freiwillige Feuerwehr die Feier ihres 50jährigen Bestehens durch Kommers, Kirchgang, Uebuiig, Tafel und Ball. — Die Vorbereitungen zu dem am 1., 2. und 3. Juli hier stattfindendcn Athleten- verbandsfest beider Hessen sind von einem ans sämtlichen Vereinen zusammengesetzten Ausschuß in Angriff genoinmen worden. — Heute früh zwischen 5 und 6 Uhr richtete hier ein Wirbelsturm mit Hagel schlag an Fensterscheiben und Dächern vielfachen Schaden an. in jeder beliebigen Schriftart und Karton DlnTTflrfr 11 forte, sowie mit Zirkeln aller pudemischen Vereinigungen, liefert zu mäßigen Preisen vrühl'sche Univerfitäts-Druckerei, Schulftratze r bemerkt 'habe, rönnen ttnr um er Berücksichtigung angetnentm Geschäftslage mit den Geschästsergebnisseu im vergangenen Jahre vollständig befriedigt sein. Ich schließe mit der Versicherung, daß die Leitung des Institutes wie bisher auch fernerhin bestrebt sein wird, ihr ganzes Können und Wollen aufzubictcn, die Interessen der Bank stets zu wahren und zu fördern, damit das Jnstiwt immer noch mehr erstarken und sich ausbreiten und segensreich wirken möge zum Wohle unserer Bürgerschaft und zum Rußen unserer geliebten Vaterstadt. Nach kurzer Aussprache hierüber und Erledigung von Anfragen wurde die I a h r e s r e ch n u n g und die B i l a n z genehmigt und dem Vorstand und Äufsichtsrat Entlastung erteilt. Die Verteilung des Reingewinnes von 91519.06 Mk. wird nach den Vorschlägen von Vorstand und Äufsichtsrat in folgender Weise beschlossen: Ueberweisung an den Hauptrcservesonds 9568 Mk., an den Reservefonds II 10 000 Mk. und an den Hausreservcfonds 4000 Mk., 61/2 Proz. Dividende aus 1006 226 Mk. Geschäftsanteilen 65 407.31 Mk. und Vortrag auf die neue Rechnung 2543.75 Mk. In den Aufsichtsrat wurden wieder- bezw. neugewählt die Herren Louis K a t t r e i n, Herm. E i ch e n a u e r, H. E. Jug Hardt, Wilh. Herbert und Wolf N 01 l. Das Vorstandsmitglied M 0 e s c r erstattete dann einen Bericht über die tun 13. Mai v. I. vorgenommene Revision der Gewerbebank durch den Verbandsrevisor, der sich sehr anerkennend über die Geschäftsführung usw. ausspruht. Weiter wurde beschlossen, von einer Erhöhung des Höchstkredits Abstand zu nehmen. Wegen der Erhöhung der aufzunehmenden fremden Gelder uno der Revision des Statuts soll demnächst eine außerordentliche Hauptversammlung stattfinden. «anzc Anzahl ötonbmerfcr von dieser Geschäftslosigkeit rechc emp- mdlich berührt werden. Werfen wir einen Blick auf Unsere geschäftlichen Resultate, ro |cl>en wir zunächst, daß Unser Wechselkonto schon eine Reihe ,on Jahren zurückbleibt nnb im vergangenen Geschäftsjahr eben- chls wieder wesentlich zmückgeblieben ist. Fragen wir nach >cr Ursache, so bemerken wir deutlich, daß die großen Bauwechsel früherer Jahre burd) die darniederliegcnde Konjunktur aus- icfallcir sind. Wenn wir allerdings den (Geldmarkt im Geschäftsjahr 1910 int demjenigen des vorhergehenden Jahres etwas näher anschen, so dürfen wir doch wohl im allgemeinen eine Besserung konstatieren. — Bereits am 21. Januar v. I. ermäßigte die Reichsbank 7»en Wechsel - und Lombarddiskont auf 4t/, beziehungsweise auf öV2% und schon am 10. Februar folgte eine weitere Ermäßigung um 16%^ 1 Trotz der ungünstigen Wendung, roeldje der internationale Geldmarkt im März des vorigen Jahres annahm, itxtr es der Reichsbank doch möglich, mit dem Diskontsatz von 40/0 bezw. .5o/o bis Ende September auszukommen. — Zum Oktobertermin wuchsen allerdings die Ansprüche, weshalb am 26. September fcrie Erhöhung des Satzes um ein ganzes Prozent erfolgen mußte. — Diese Maßnahme begleitete damals der Reichsbankpräsident, «mit einer ernsten Mahnung an die Spekulations-- und Bankwelt, tintb aus dem Umstand, daß bis zum Jahresschluß eine weitere Erhöhung nicht mehr geboten erschien, darf gefolgert werden, daß man allseits bemüht gewesen war, die Kreditbedürfnisse tun» lichst einzuschrä.'cken. — Die allerletzten Tage des alten Jahres brachten allerdings Geldsäde. bis zu 7%, doch wurden hiervon mir kleinere Spekulationskreise betroffen, denen offenbar durch das teure Geld die Prolongationen der Engagements erschwert werden sollten. — Der Privatdiskont notierte am 31. Deznnber i4°/o, während no chtagS zuvor 41/2 °/o verlangt wurden. — Inzwischen hat ja die Reick^bank weitere Ermäßigungen ein treten lassen, und es scheint, wenn nicht besondere Umstände wie Krieg, politische Wirren, Mißernte usw. eintreten, daß unsere wirtschaftlichen Verhältnisse einer langsamen aber stetigen Besserung entgegen gehen. Betrachten wir mm die Resultate deö abgelaufenen Gcschäfts- sahrs weiter und sehen uns die Bewegung des Vorschußkontos näher an, so könneu wir hier eine kleine Besserung verzeichnen, denn der Umschlag hat sich um zirka 31 000 Mark vergrößert, aber auch eine weitere Besserung will ich nicht zu bemerken unterlassen, nämlich die Vorschüsse gegen Verpfändung von Wertpapieren haben recht erheblich zugenommen, aber auch eine Verschlechterung wül id) nidjt unerwähnt lassen, es betrifft die Zinsrückstände, welche sich um zirka 11000 Mark vergrößert haben. Immer muß ich ioicber die Gelegenheit benutzen und die betretenden Müglieder dringend ersuchen, die Zinszahlungen prompter vorzunelMen. Wenn ich aud> entschuldigend zugeben will, daß die allgemein geschäftliclze Depression als veranlassende Ursache in Betracht gezogen werden kann, so müssen wir auf der anderen Seite doch nicht vergessen, daß die Bank iuird) Zinsverlustc ganz erheblich in liaditeil kommt. Die Außenstände im Kontokorrentverkehr haben sich im vergangenem Geschäftsjahr loesentlich gehoben, es sinket dies zunächst seine Begründung im Wachsen des geschäftlichen Verkehrs selbst, aber auch, wie ich vorher bereite bemerkt habe trägt die aus- fteigenbe Jtonjunltur im allgemeinen hierzu bei. — Ganz anders hat sich das Gesckjäst rm Kontokorrent B — also mit Guthaben int lausenden Geschäftsverkehr — vollzogen. Hier haben sich die iGuthabcn zu verkleinern, auch teilweise zurückzunehmen. scheinen, als ob wir einen enormen Rückgang in diesem Geschäftszweig verzeichnen müßten, und doch ist dies in Wirklichkeit nicht so schlimm, baut die Ursachen liegen nicht im Rückgang der gesckjäftlichen Branche, cs kommen hier besondere Umstände in Betracht, welche unsere Kunden teilweise veranlaßt haben, ihre Guthaben zu reklamierest auch teilweise zurückzunehmen. Das Esfellenloitto weist ivesentliche Veränderung nickst aus; das Wektenkommissiollsgeschäft läßt im großen und ganzen noch erheblich zu wünschen übrig, da viele unserer Müglieder sich immer noch nickst für ihre Gcsckstiste unserer Bank bedienen, vielleickst auch nicht zu wissen sck>emen, daß wir den An- und Verkauf von Wertpapieren an allen Börsen, ebenso wie jedes andere hiesige Baull-aus besorgen. Auch stehen wir unseren Mitgliedern bet Anlagen von Kapitalien mit Rat und Tat zur Seite, stellen aud) bereitwilligst zur Selbstorientierung die bei uns aufliegenden Börsenblätter und Börsennotizcn zur Verfügung. Termin- und Speku 1 ationsgesd)äfic vermitteln wir selbstredend nicht. Das Jmnwbüienkmsto ist kleiner geworden wie im vorigen Jahr, wir haben inzwischen das Haus in der Ost-Anlage abgestoßen, auch haben wir in der jüngsten Zeit das Haus in der Johannes- straße verkrust, so sdinß für die Zulunst voraussichtlich nur noch unser Bankgeüäude auf diesem Konto zu Buch bleiben wird. Wenn wir die Hausverkäuse auch gerade nicht alS besonders günstig bezeichnen wollen, so haben wir doch die Besricdigung, daß wir einen direkten Kapitalverlust nicht zu verzeickpien haben. Wir haben die Häuser abgeftoben, weil es für ein Kreditinstitut wie das Uusrige nicht ratsam ist, crlieblichen Immobiliarbesitz zu haben, und man sich immer nur zum Erwerb von Häuser dann entsclstießt, wenn es ganz brüigcnbc Umstände bedingen, wie dies hier der Fall gewesen war. Das Geschäftsanteilüontv hat sich um zirka 30 000 Mk. gestärkt, so daß solcl/es am 31. Dez. v. I. einen Bestand von 1045 770 Mk. aufweist, ebenso sind unsere gesamten Reservefonds uni 15 000 Mark gewachsen; wenn die heutige Generalversammlung die vorgeschlagene Gewinnverteilung genehmigt, so verfügen wir über rund eine halbe Million Reserve, also nahezu 50 Prozent der Mitgliedergtühaben. Es ist ja bekannt, daß, so lange der Reservefonds die Höhe der Mitgliederguthaben nicht erreicht hat, wir gesetzlich gezwungen sind, mindestens 10 Proz. unseres Reingewinnes dem Hauptreservefonds zuzusühren, wie dies ja auch unter 8 50 bezw. § 65 unserer Statuten vorgesehen ist. Diese Vorsicht ist in früheren Jahren und auch in diesem Jahr bei dem Vorschlag zur Verteilung des Reingewinns vorsorglich eriuogcn und in Berücksichtigung gezogen worden. Durch den immer sich mehrenden Geschäftsverkehr und die hierdurch veranlaßte Steigerung des Geschäftes und Umsatzes ist selbstredend auch die Erhöhung der Betriebsmittel bedingt gewesen, und es ist daher für die Sicherheit des Institutes unbedingt geboten, daß die entsprechende Erhöhung der Reserven folgen muß. Nach dem Geiwsseufchaftsgesetz darf der Hauptrescrvesonbs nur int Falle einer Unterbilanz hcrangezogcn werden und hierzu ist die Genehmigung der Generalversammlung erforderlich; cs bestecht daher zur Vereinfachung und Erleichterung des Geschäftsverkehrs seit vielen Jahren bei allen Genossenschaften und auch bei der nnfriflen die Einrichtung zur Deckung von cd. cintretenben Verlusten, baß sog Spezialrclcrvcn vorhanbcn sind, z. B. Re- icrvejonbs II (Haus-, Essektenwesen usw.). Zur gedeihlichen Entwicklung und zur inneren Stärkung und Sicherheit der Bant ist es dringlich, geboten, die Reserven reichlich zu kotieren, wie dies bei uns auch seit Jahren geschehen, und auch bei dem Vorschlag diesmaliger Gewinnverteilung wieder vorgesehen ist. Selbst wenn die Jahresergebnisse scheinbar die Verteilung einer größeren Dividende rechtfertigen könnten, so würde ich doch bitten, davon abzusehen und die Stärkung der Reserven und Spezialreserven in allererster Lime zu berücksichtigen und nicht eine kleine Erhöhung der Dividende zu beschließen und damit direkt zur Schwächung der sicheren Posüion unserer Bank bei- zutragen. Die Mitglicberbewegung unserer Genosfelischast war im abgelaiifcncn Geschäftsjahr nicht von Belang, wenn auch am Ende des Geschäftsjahres eine kleine Verringerung zu verzeichnen ivar, so ist dies doch recht unwesenllich, deiut freiwillig durch Aufkündigung schieden 74 Mitglieder auv, während 1910 87 Mitglieder neu zugetreten sind. Der Aussall ist lediglich durch Tob und Ausschluß veranlaßt, es ist daher eine Verminderung des Vertrauens in der Abnahme der Mitglicdcrzahl nicht zu erblicken. Jcl; habe so ziemlich alle Geschäftszweige berührt und will nur itod) mit wenigen Worten die Resultate unserer diesjährigen iHcdmung Urcifcn, da Sie ja alles Nähere aus dem Gcsdiäits-- bericht ersehen haben werben Der gesamte Umsatz betrug zirka 61400000 Ml', unb bas Gewinn unb Verlustkonto schloß mit einem Reingewinn von 91 519 Mk. ab Wie id) eingangs bereits LPNö QU5 H, nebst »te III. M ist } «ilig zu r Mer Klei InMtrctcn Dtt 1 Avr wat w vc Mit« ___6 . Eia ?etn’ Mmii. F,-----FRANKFU RT- MAIN-----Z» Feinste Mayonnaise | AnchovyRaste&Sardelien-Butter Willkommk« s.d. Teetisch, |um Frühstück etc. Viffi Sx-!' K Ao« Wnung äAehor ^00 | \ Billig unb gebrauchsscrtig sind: * Für Kau-Gummi gibt die Bevölkerung der Vereinigten Staaten jährlich den Betrag von 3 200000 Psund Sterling aus, für die Bekehrung der Hcibcn aber bloß 800 000 Pfund Sterling. Dieses Mißverhältnis veranlaßt die amerikanische Frauenmissious-Gesellschast einen Feldzug gegen bai Gummü Kauen, die wirtlich ekelhafte amerikanische Unsitte zu unternehmen. In allen Bahnlwfshallen der Untergrund- unb Hochbahnen in New York gibt eS Automaten, die den Verlaus von Kaugummi betreiben, der int allgemesneit ein blühender Hanbelsartilel ist. Ein eigenartiger Anblick gewährt sich einem Neuankömmling in Newyort, der reick)lick) Gelegenheit ha!, in jedem Straßenbahn' wagen und in allen öffentlichen Verkehrsmitteln die ividerlid-cn Gelichtsverzerrmigen zu beobadstcn, die er sich airsangs nicht erklären kamt. Er nimmt in der Regel an, daß die unglückliche Bevölkerung von Netvyork in großem Maßstab an Gesichtscheuma' tismus leiden muß. Schließlich erfährt er die Wahrheit unb konstatiert mit Verwunderung, daß Männer, Flauen, Kinder, Greise und selbst liebreizende junge Damen dem Laster des Gimtmi kauens lplldigen. Ob btmuiad) die Campagne der Frauen-Missions- Gesellschast voti Erfolg begleitet sein mi.it>, unterliegt großuü Zweifel.________________________________________________ d$rflcm(|U)e Hei:gioiisgejcu|ü}rt|t. Sotterdicnft. Sabbatfeier am 4. März 1911. Freitag abend 5.45 Uhr. Samstag morgen 8.30 Uhr. Samstag nachmittag 3.30 Uhr. Sabbat-Ausgang 7.00 Uhr. Wochengottesbienst: Morgens 6.45 Uhr, abends 7.00 Uhr. träge über das hessis che Irren wesen. Einleüend hob er die Schattenseiten eines Arztes, besonders! des Irrenarztes, hervor, beften Wirksamkeit oft mit Mißtrauen aufgefaßt und dessen Person mitunter den heftigsten Angriffen ausgesetzt 'sei. Die Stenntni» über beit Wert ber ärztlichen Tätigkeit müsse darum geweckt werden durch dahingehende Ausstellungen, wie dies bei dem in Berlin ftattgehabtcn internationalen Kongreß versucht worden set, sowie durch passende Vorträge, von denen sich der Redner gerade für die Bevölkerung Gießens etwas verspricht, da lyicr in nächster Zeit die neuerbaute 4. Landesirrenanstalt ihrem Zw:ck übergeben werden soll. Der Redner fuhr dann fort: Unsere Zeit zeichnet sich aus in dem Bestreben, aus dem Gefühl der Humanität heraus der öffentlichen Wohlfahrt zu dienen und dem Kranken, die Möglichkeit zu bieten, feine Gesundheit in möglichst kurzer Zeit wieder zu erlangen. Die Kraükenfürsorgegesetze, sowie die dadurch notwendig geworbenen Krankenhäuser unb Heilstätten machen ungezählte Millionen notwendig und erfordern große Zuschüsse des Staats und Der Gemeinden. Schon hört man die Klagen über angeblich übertriebene Humanität, die aber sofort verstummen müssen, wenn man unicre s-bu die Errichtung der psychiatrischeu Klinik in Gießen 1895 konnte keine dauernde Entlastung gesdjassen werden, ebenso durch die Siechenanstalten, die etwa 150 Kranke zu ihren Jitsasscn zählen, die einer Irrenanstalt zuzuweisen sind. So entstanden üt den beiden vorher nicht bedachten Provinzen zwei Irrenanstalten: Alzey und Gießen, wodurch die kostspieligen Krankentransporte mehr oder weniger weasallen. In den vier Hospitälern können 2700—2800 Kranke QuiQcnontmen werden. In der Förderung der Hilfsschulbewegung sowie durch die Errichtung von Bildungsanstalten für schwachsinnige Kinder bleiben dem Staat noch Zukunftsausgaben zu lösen übrig, deren Verwirklichung mit Kosten verknüpft ist, die sich aber nicht umgehen lassen. Ganz kostenlos für den Staat ist indessen die Ausbreitung deS Interesses, das der Menschenfreund allen den Bestrebungen cntgcgcnbringcn soll, die darauf ausgehen, bas LoS ber geistig Armen zu bessern. Ter Hilfsverein für die Geisteskranken hat sick) das Ziel gesetzt, die aus den Hospitälern Enllassenen, denen es an Barmitteln fehlt, sich eine Existenz zu grünben, zu unterstützen. Er veranlaßt zu buttem Zwecke alliäbrütij Sammlungen, die durch seine Vertrauensmänner (für Gießen Oberbürgermeister Mecum) veranstaltet werden. Den Bewohnern der Stadt Gießen, die durch die Errichtung der 4. Landesirrenanstalt bedeutende Vorteile haben, ist dabei Gelegenheit geboten, ein guted Werk tatkräftig zu unterstützen. Die Ausführungen deä ReduerS wurden sehr beifällig ausgenommen. 21ns itadt ituO Caitö. Gießen, 2. März 1911. ** I il Audienz empfangen wurde vom Großherzog am Mittwoch u. a. Hauptmann Hachliug von Lanzenauer, Kouipaguiecyef im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Nr. 116. •• Hofpersonallen. Der Großherzog hat den Schloßverwaller Hch. Obst zu Friedberg in den Ruhestand versetzt und den Ober-Hoslakai Gg. Borger zum Schloß- ucrmaUer in Friedberg ernannt. ** Vom K 0 nzer 1 verei » wird uns geschrieben; Die inusiicuijcye Winterjaison wird am kommenden Sonntag mit einem Kammermujikabend bcscylossen irwrden, Ml 7-Zik iu oermiei .Mvcbii «ohnuiig hi frcr,$lQ ll|U iu vorn Sl*/: IVO PUHONNfr. B*U 1489 Telephon Mr. 491 1302 Obstbäume und gute Sorten -im- ii. Tatlelmsfaiic, O.ffl. u. QttttriclH. StaiM- «eilig zu vermieten. 923 6 Zimmer | (hv2,Ai Wir suchen 014681 Wohnung zu uerut Grone ütiitilfl. 37. NÄ- West-Anlage 54. 3um 1. April QUlll 4- e ' a • tüdjtigcs saub. Mädchm gt|. Gedralllyt. ^Sr»>e mit Wohnung zu uer- vöDCll mieten. (1436 Attcrweg 1. Nachhilfe tnjaUen Fächern durch erfahrenen älteren Studenten. c......x „ Näheres in der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. »im.-B.-ohn mit clettr. 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