I ’l|9 U um ® T^efon 645 nt am Plg. .. ' verüben OPvvrezuin T'n,. ?n Umbau. •• . 3' 'en s^J? - 8 8 Uhr U Äi„ $*11 1 Taalbaues. Zutritt. Diseur, Ludwiastrabk tP?ÖQa9^übL drifcur, kr. Awengasjc, lowic iet dem 2. Borsihenden v»? Ter Vorstand, lodil. t Freitag Ni hi-Fest Iciid) mit Kraut. q 6 Ubr an Isuppe. '.MM O\U fütCbtmV bUk jchM a. tarn E§nqebole unt 0760 an ■ner Aiueiger erd. __ idchen mit guten Zeun ii Llellung. Gewest: H'iimermittlunfl Dma Gießen. Ssmt-KrstMll«! LM G'eS®es"«i”"" . Hernann _r 1911 3. M*""! ^ciinö' berage einer gründlichen Nachprüfung zu unterziehen. Leit der nähme des ImpfgesetzeS im Jahre 1874 gaben sich dock mcjlci. hältniffe erheblich geändert. Daraus muffen wtr Rücksicht nehmen. „ , . Abg. Dr. Hahn (Kons.): Dem Anfrage, eine Kommission zur Klärung uer Saauagc einznsetzen und daß » grwonnene Material in einer Denkschrift niederzulegen, stimm.'N wir zu. ... . — , . Tie Meinung der Aerzte und Bakteriologen über den SBirt der Impfung ist durckaus geteilt. Die Forschung liegt sozusagen noch in den Windeln. Deshalb treten wir für Einberufung einer Kommission ein, die ans nur wissenschaftlichen Mitgliedern bestehen und die Frage einer Klärung zuführen soll. Geheimrat Kirchner: Die Pocken sind so feiten geworden, daß nickt nut das Publikum, sondern auch viele Aerzte sie nickt mehr erkennen. Das verdanken wir allein der Impfung. Durch noch ,o fckone Hbgiene-Einricktungen kann mau die Pockenerkrankungen nicht verhindern. Denn eine Sckmutzkrankheit sind die Pocken nickt. Die Pocken gehören zu den Krankheiten, von denen Robert Koch gesagt hat, daß eß bester ist, sie zu verhüten, als sie zu behandeln. Die schönen Erfolge, die man durch Impfung erzielt hat, wollen die Jmpfgegner wieder ziinichte machen. Bei der letzten Pockenepidemie in Deutschland starben von den Geimpften 9 Proz. und von den Nichtgeimpften 51 Proz. Solche Zahlen sollten doch zu denken geben! Ter Redner gibt eine eingehende Darstellung der Pockenbekämvfling. . r, , In der Armee sind die Pocken so gut wie verschwunden. Tas kann nicht allein der Tüchtigkeit der, Aerzte und den ver- bewerten Hhgieneeinr cktungen zu danken sein. Sollen wir uns jetzt der Waffe berauben, die uns gegen so viele Krankheiten schützt? Nein, wir dürfen das Jmpsgesetz nicht aufheben, denn gerade Deutschland ist infelge seiner Lage besonders gefährdet. Tie Gefahr der Einschleppung von Krankheiten ist hier bewnderS groß. In jedem März, in jedem April ziehen Ausländer ins Land, die Seuck-nkeime eiuschleppen. Wenn die Gefahr droht, werden auch die Jmpfgegner zahm. Als vor einigen Jahren die Vockenge^ahr vor der Tür stand, ließen sich in wenigen Tagen 55 000 Personen impfen, darunter auch Jmpfgegner. Auf die G e w i s s e n s k l a u s el können wir uns unter keinen Umständen einlassen. Dadurch wurde d a 3 Jmpsgesetz zu Fall gebracht und darauf werden wir nie und nimmer eingehen. Es ist nickt Neues vorgebracht, es sind immer dieselben unberechtigten Vorwürfe. Denn der Reichskanzler die Einberufung einer Kommission befiehlt — gut wir haben nichts dagegen. Aber unser Standpunkt wird dadurch nickt geändert werden. Vertrauen Sie uns und gehen Sie über die ganzen Petitionen zur Tagesordnung über. DaS Haus vertagt sich. 'Montag 2 Uhr: Interpellation über die lieber* schweininung des deutschen Geldmarktes mit ausländischen Aktien, zweite Lesung des G e r ich t s v e r f a f j u ng s- gesetzentwurfS. Schluß 6% Uhr. er 1836 infolge einer Gehirnerschütterung von ein ent schweren Leiden befallen, das zu seiner gänzlichen Erblindung führte. Tie Beziehungen zu Wagner stockten. Da kam int September 1810 ent langer Bittbrie.' des stomponisten aus Paris, der tote ein einziger verzweifelter Notschrei Hang, „ein Ruf aus dem Elend!" „Mein Theodor, in einer Lage, von der Dir selbst vielleicht der Begriff fehlt, — und in der ich mich gleichsam als am äußersten! Ende der unglücklichsten Möglichkeiten angelangt betrachte, ist eS der Freund meiner — leider hingeschwundenen Jugend, ait den ich mich wieder wende." Alles, alles, alle letzten Quellen eines Hungernden hat er erschöpft; er kann nicht einmal seinem armen kranken Weibe Medizin taufen. Auf diesen erschütternden Brief hüt, hals Apel so gut er konnte, aber dem Höhenflüge der Kunst des Freundes, den er so edel und gütig unterstützt hatte, vermochte der blinde, gebrochene Mann nicht mehr zu folgen- * — Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft. Wie der „Hochschulkorr." aus Breslau gemeldet wird, tritt der ordentliche Professor für Mathematik an der dortigen Um- versität. Geh. Reg.-Rat Dr. Jakob Rosanes, mit Schluß des Winterhalbjahrs vom Lehramte zurück. Geheimrat Rosanes ist am 16. August 1842 >u Brody in Galizien geboren. — Ter Ordinarius der semitischen Philologie an der Kieler Universität, Professor Dr. phil. Georg Hoffmann, tritt zum 1. Avril d. Js. vom Lehramte zurück. Der Aelteste der Kieler philosovhischen Fakultät steht int 66. Lebensjahr.— Tie Feuerbestattung des Geheimen Kommerzienrats Tr. v. ströner sand Mittwoch nadjmütag im Mrematorium des Prag-Friedhofes unter einer in Stuttgart fast beispiellosen Beteiligung aus allen Gesellschastsschichten der Stadt und des Landes und der hervorragendsten Vertreter der Kunst, Wissenschaft und des Buchhandels aus allein Teilen des Reiches statt. Nach einer schlichten Trauerseier im Hause des Verstorbenen bewerte sich der imposante Leichenzug durch die ganze Residenz zum Friedhof. Hier svrachen am Sarge nach dem Purrer Plieninger Direktor Köbner für den Cotlaschen Verlag, Dr. von der Hellen für die Uniondruckerei, Hermann Sudermann für die Autoren und andere. — Prof. Tr. Eduard Sueß beabsichtigt, sein Amt als Präsident der Wiener Akademie der Wissenichasten am 1. Mai d. I. niederzulegen. Ter Gelehrte vollendet int August dieses Jahres sein 80. Lebensjahr. — Im Alter von 56 Jahren starb tu München der Professor für Forstwissenschaft in der staats- wirtschajtlichen Fakultät Tr. phtl. et oec. publ, Hetnrich Mayr. schmerzliche Sehnsucht nach dem Herausdrängen alles dessen, was ich in mir trage, tötet mich fast. Wte nachlasitg, rote unendlich saumselig bin ich gewesen! Ich versumpfe ganz tu meinem erbärmlichen Treiben: - tch stehe noch nicht hoher als vor Jahren, o der Schande! Ach dte,e jantmcrhdje Welt! Wie groß dünkt er sick, wemt er an ,einem „Liebesverbot arbeitet, wie leicht rinnen ihm die Tränen, wenn er seiner traurigen Verhältnisse gedenkt! Tie ewige Geldnot, tu der sich Wagner jo lanoe Jahre befunden, spielt auch ichon in diesen Jugendbrtefen eine große Rolle. Ten wohlhabenden Freund muß er bejtandtg um Darlehen angehen: in tiefster Zerknirschung bittet er, unb dem Hilfsbereiten dankt er in höchstem Jubel. In einem dieser Bittbriese, in dem er seine Tränen hinstromeu lagt, „rote einen herrlichen, erquickenden Gewitterregen nach lange anhaltender ^ürre und Hitze", wirft er einen Blick aut sein bisheriges Leben. „Mein Leben habe ich bis jetzt sehr verfahren. — Liebster, ich war Nicht schlecht, — ich war wahnsinnig: es ist der einzige Ausdruck, den ich für meine Handlungsweise habe, — es war ein konventioneller Wahnsinn! Ich war im Wahnsinn, sage ich, denn ich beLrm mich und meine Stellung zur We t nicht; — td) mußte datz ich nicht den mindesten begründeten Anhalt hatte, und handelte doch wie ein Toller, überschritt meine Verhältnisse m ieder Beziehung und noch dazu mit der Unwissenheit und Unerfahrenheit eines Menschen der eben nie begründete Amvrucke aut Geld hat; jeher ölndere, unb zumal ein Reicher, verschweiidet nicht so, roie eben ich Die Folge mm war eben ein komplizirter Strudel von 22irr; salen und Misöre, deren Verwickelungen ich Nicht ander» al» mit Grausen betrachten kann. Mir die Einzelheiten nachzurechnen, vermag ich selber nicht, — es ist unerhört und unerklärlich, m welchen Abgrund ich gerathen." Trübe Erfahrungen hat er aus- kosten müssen bis zur Neige, Untreue nt der Liebe, bitteren Undank geerntet. „Ich lerne doch das Leben kennen, das weisj Gott'" Einen Lichtstrahl in diese traguche Düsternis werten feine Beziehungen zu seiner späteren Frau Mmna, die in Magdeburg 1835 beainnen Als sie nach Berlin zu einem Gastspiel reist, ist ihm ga^z unbeschreiblich zu Mute: „Tas ist nicht Verliebtheit — das ist wohl Liebe!" ,^ch lebe hier roie un Stang;, schrot er am 27. Tezember 1835 aus Magdeburg, „o es mutz sich bald wendeti: — diese bürgerlichen Sorgen und .stamme um mein Leben yi triften, müssen bald enden; — davon hast Tu nun wohl feinen Begrilt, lieber Theodor . . E» soll mir letzt noch Einer konimen, und über meine Liebe zu Minna die Raw rümpfen, dem schlage ich sie ein. Gott weiß, roie und was tch -egt ohne sie wäre!" Nachdem Apel dem ureunbe in den Jahren 1835 und 1836 vielfach hüfteich zur äeüc gestanden hatte, wurde Pfarrer Norellr Uandidatenrede. Gießen> 2, Febr. , Im großen Saal des Cafe Leib sprach gestern abend der Reichs- tagskandldat der fortschrittlichen Voltspartei für den Wahlkreis Gießen-Grünüerg -Nidda, Pfarrer K o r e l l aus Königstätten. Schon tauge vor Beginn der Versammlung hatte sich der geräumige «Saat mit Zuhörern dickt gefüllt, die den pünktlich erscheinenden Redner Leim Eintritt in den Saal stürmisch begrüßten. Ter Vorsitzende der Wahlireisleiuing der fortschrittlichen Volkspartei des Wahlkreises Gießen-Grürckcrg-Nidda, Justtzrat Metz, hieß die Au- tvesendeir willkommen, und führte Darauf aus, daß ein Zusammengehen aller liberalen Männer im Wahlkreise leider nicht erziett worden wäre. Erne Einigung sei um so wünschenswerter gewesen, da ja mir so den reaktionären Bestrebungen des schwarz-blauen Blocks wirksam entgegengetreten werden könne. Aber die tatsächlichen Verhältnisse seien oft stärker als der Wunsch der einzelnen und machten es nötig, den schweren Kampf nach den verschiedenen Richtungen allein zu führen. Die bevorstehende Reichstagsersatzwahl sei in mehr als einer Beziehung von Bedeutung, nicht bloß für den Wahlkreis selbst, sondern überhaupt für den Ausfall der Wahlen cm Reiche. Es werde sich zeigen, db in Zukunft ein wirklich liberales Regiment geführt werde, oder ob die Reaktion dauernd ihr Haupt erheben solle. Da sei es denn ein Trost, diesen schweren Kampf für Recht und Freiheit unter dem Banner eines erprobten, liberalen Parteiführers antreten zu können. Pfarrer Korell bringe ein großes Opfer, indem er sich zur Annahme einer Reichstags- kandidattrr unseres Wahlkreises bereit erklärt habe. Unsere Pflicht sei es, ihm nicht allein zu danken, sondern auch bereitwillig alle Kräfte für eine gute Sache einzusetzen. Sodann erteilte er Pfarrer Korell das Wort, der in ungefähr A^stündigen, oft von Beifall unterbrochenen Ausführungen sein Programm darlegte. Einleitend bemerkte er, wie es für ihn einen schweren Kampf gekostet habe, als am Montag abend 8 Uhr am Zentralbahnhof zu Frankfurt a. M. der Vorstand der fortschrittlichen Volkspartei des hiesigen Wahlkreises mit der Bitte tut ihn herangetreten sei, zu kandidieren. Nicht bloß Verpflichtungen, die er einem anderen Wahlkreis gegenüber auf sich ge- inommen, sondern auch die Tatsache, im Interesse der Partei nach Kräften überall zu helfen, wo es nötig sei, sowie der Wunsch, sein Pfarramt, dem er mit ganzem Herzen ergeben sei, in keiner Weise zu vernachlässigen, sowie dre sehr begreifliche menschliche Rücksicht feiner in Gießen lebenden alten, kränklichen Mutter gegenüber, der Man sicher bei dieser Gelegenheit nicht gerade die guten Seiten jihres Sohnes vor Augen führe, habe ihm die Zusage recht schwer gemacht. Das sei ihm von Anfang an klar gewesen, daß der gemeinsame Kandidat nicht Korell geheißen hätte. In der Tat sei er gewillt, ein en Da mmnachlinksaufzu richten und zugleich zu zeigen, daß er auch Verständnis habe für die Bedürfnisse und das Wohl des Dorfs. Er sehe in der Kandidatur eine Uebung, der er nicht aus dem Wege gehen wolle, wie ja auch der Soldat der Einberufung zur militärischen Uebung sich nicht entziehen könne. In dem bevorstehenden Wahlkampfe stehe er ganz auf dem Standpunkte, daß nur sachlich, ehrlich und offen oder mie der Kandidat der nationalliberalen Partei, Professor Tr. !Giscvius, gesagt habe, reinlich gekämpft werde. Man müsse jederzeit in dem Gegner die Menschenwürde achten, und die Vertretung der verschiedenen Ansichten dürfe nicht in Gezänk ansarten. Dann werde in den Herzen der Wähler keine Bitternis aufkommen, und sie könnten dann der mit nüchterner Ueberlegung noch politisch-sachlichen Gründen zu treffenden Sttch- ,Wahlparole fteudig folgen. Unser heuttges politisches Leben, fährt der Redner weiter 'fort, krankt vielfach daran, daß der Politiker viel zu wenig als ein Ganzes aufgefaßt wird, viel zu wenig Persönlichkeit ist. Der politische Kampf löst sich in Einzelforderungen und Einzelprogramme, die im Rahmen der Tendenz und der gesamten Struktur der Partei zu behandeln sind, wodurch der Einzelne vielfach .zum Automaten des Programms herabsinkt. Das ist entschieden verkehrt, nur ehrliche Ueberzeugung, inneres Müssen, Nichtanders können müssen b tc I'Triebfedern der Handlungen sein. Auch muß es ausgeschlossen sein, zur Befriedigung des Mandatsehrgeizes zum Verwandlungskünstler zu werden, der möglichst viele aus allen Lagern herbeiziehen möchte und Wirtschaftspolitik, Staatspolttik und Kulturpolitik entsprechend zurecht macht, dtur die Gefamrüberzeu- gung, was unser Volk als Ganzes zu fördern im Stande ist, kann maßgebend sein. Wir können international nur dann etwas sein, wenn fair national sind. Aus nationalen und ethischnationalen Gründen müssen wir uns zum'Nolte bekennen, dem wir auch nominell angehören. Wir wissen, daß hier nicht alles Gold ist, aber man darf nicht verkennen, was dieses Volk schon geleistet hat und noch leistet, will man sich nicht der Gefahr der Ungerechtigkeit aussetzen. Wie aber ein zu erziehendes Kind psychologisch erforscht sein muß, so ist Recht und Pflicht des Staatsbürgers, Volk und Staat in ihren gegen seitigenlbeziehun- g en zu einander auf zufass en und gerecht ^u beurteilen. Demokratie und Liberalismus sind von feher in der gerechten Beurteilung einig gewesen. Dabei gefällt uns- manches nicht. Heer und Flotte kosten viel Geld. Können sie aber deshalb entbehrt werden? Die Ausbildung des Soldaten läßt manches zu wünschen übrig, und doch ist sie, alles in allem genommen, eine unvergleichlicheJungmannsschule, ein wichtiges, nationales Erziehungsmoment. Die stettg zunehmende Bedeutung der Schiedsgerichte zur Beilegung internattonaler Streitigkeiten und ihr immer besserer Ausbau kann nur unsere Zustimmung erfahren, aber wird ihre Einrichtung die deutsche Abrüstung rechtfertigen? Die breite Schicht des deutschen Volkes ist nicht aus Chauvinisten zusammengesetzt. Heer und Flotte sind so zu gestalten, daß der Soldat eine Persönlichkeit ist. die drückenden Kosten müssen aus den Taschen der internationalen Kaufleute und großen Fabrikanten fließen, die auch in erster Linie den Nutzen haben. Dabei ist nicht P ol iz eir e g im ent, sondern Erziehung zur selbstbewußten Freiheit der beste Schutz. Nicht Ausnahmegesetze, sondern echt liberale Maßnahmen entziehen der Sozialdemokratie den Boden unter den Füßen. Kanonen und Schiffe tun es nicht allein, sondern Schutz der Geistesfteihcit, Unabhängigkeit der religiösen und politischen Ueberzeugung. Deutsch- Irntb ist reich an Geld, aber arm an Vertrauen auf Freiheit Und Geist. Was tut nun der Staat? Es muß zugegeben werden, daß Deutschland an sozialen Fürsorgegesetzen allen anderen Staaten vorausgeeilt ist. Auch auf dem Gebiet der Schicke und geistiger Bildung kann es recht wohl den Vergleich mit anderen Staaten aushalten. Und doch steht es schlecht. Eine Menge fruchtbarer Keime werden durch eine schwarzblaue Atmosphäre erstickt oder doch in der Entwickelung zurückgehalten. Sie können sich nicht entfalten, weil die Heiligen und Ritter ein unheilvolles ^Regiment führen. Tas unheimliche Junkerregimeitt, das sich an das Dreiklassenwahlrecht anklammert, drückt wie ein Hemmschuh nicht bloß in Preußen, sondern in ganz Tcutschland den Aufschwung der 9iation nieder. Das einzui ährende Pluralwahlrecht in Hessen ist keineswegs geeignet, Befriedigung zu erwecken. Zurzeit seufzt Deutschland unter den Folgen einer verkehrten Finanzwirtschaft, die vom Zentrum und Konservativen zurechtgemacht, gerade den Mittelstand schwer belastet. Daß die von 'Nationalliberalen und Freisinnigen befürwortete Erbanfallsteuer nicht angenommen wurde, daran ist der Bund der Landwirte schuld, der den Geldbeutel der Großgrundbesitzer schonte, wie denn ihr Führer v. Wangenheim es offen als eine Feigheit erklärte, daß nicht die ganzen Reichsausgccken aus indirekten Steuern bestritten würden. Ter Bund der Landwirte ist kein Schutz des kleinen und mittleren Landwirts, er ist in einseitigem Egoismus zum alleinigen Beschützer des Rittergutsbesitzers ausgewachsen. Tie hessische nationalliberale Partei, die sich allerdings von den Nationalliberalen des Reiches wesentlich unterscheidet, hat mit dem Buick) der Laildwtrte in verichtedenen Heimchen Wahlkreisen paktiert und wird es sich demgemäß gefallen lauen müfsen, wenn sie gerade so behandelt wird. Wem wird mm die Zullmft gehören? Den Konservativen nicht mit ihrer alten patriarchalischen Auffassung des Staatswesens, auch dem Zentrum nicht, denn es ist nichts anderes als die politisch organisierte Vertretung der römisch-katholischen Kirche, auch der Sozialdemokratte nicht als Vertreter einseitiger Klassenpolitik, sondern allein den Ideen des wahren Liberalismus, in denen des Volkes Freiheit, Macht und geistige Wohlfahrt begründet liegt. * Langandauernder Beifall folgte des Redners Ausführungen, für die der Vorsitzende den Dank aussprach. Eine eigentliche Aussprache folgte nicht. Nur Rechtsanwalt Spohr richtete,an den Vortragenden die Frage, wie er sich zu dem in Aussicht stehenden Kurpfuschergesetz und den Impfzwang stelle. Zn dem darauf folgenden Schlußwort erläuterte dann der Reichstagskandidat Pfarrer Korell seine Stellung zu der Reichsversicherung und der Wirtschaftspolitik. In erster Sache ist er für eine größere Selbständigkeit der Krankenkasse und wünscht, daß zu den Arbeitskammern auch die Arbeitersekretäre herangezogen werden. Als Gegner des Freihandels will er die Zölle nach der jeweiligen Konjunktur und der Lage der Landwirtschaft gestaltet wissen. Er erkennt in dem Zoll nicht das Allheilmtttel und weiß, daß er eine schwere Last für den Nichtlandwirt bedeutet. Er verwahrt sich gegen Einführung neuer Zölle, sowie deren Erhöhung und ist für Abschaffung der Futtermittelzölle. Nach einer Aufforderung zum Beitritt und zur Unterstützung der fortschrittlichen Volkspartei schloß der Vorsitzende die Versammlung. Aus StaOt und Land. Gießen, 2. Februar 1911. •• Tageskalender für Donnerstag, 2. Fehr. Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde: Vortrag von Prof. W. Sievers über seine Reise in Peru und Ecuador 1609. Abends 81/* Uhr in der großen Aula der Universität. * **9) vctte Guilbert-Konzert am 11. Februar in der Aula. Man schreibt uns: Lange bevor die große Diseuse AvetteGuilbert dem Wunsche ihrer Verehrer und dem eigenen erwachenden Bewußtsein folgend den Sprung vom Brettl zur ' ernsten Bühne tat, der ihr in so glorreicher Weise gelang, haben einige Größen der französischen Literatur in ihr die berufene Interpretin tragischer Gestalten geahnt. Wenn sie auch in der Zukunft wohl mehr dem kurzen, und in ihrer Interpretation so dramatischen Chanson treu bleibt, so hat es doch immerhin Interesse zu erfahren, was die gesagt haben, deren scharfer, kritischer Blick in der Sängerin der „Pierreuse" und anderer typischen Gestalten die zukünftige eigenartige Schauspielerin herausgefühlt hat. Oetave Mirbeau sagt kurz von ihr: Für 9)üette Guilbert müßte ein moderner Shakespeare kommen. Paul Hervieu, der geistvolle Romancier und Dramatiker, versichert in einem ihr gewidmeten Artikel, sie ist vor allen Dingen Tragödin, eine große Tragödin, mit ihrer merkwürdig harmonischen Gestalt, ihrem von Blässe maskierten Antlitz und in ihren Gesten, die in den fast unbewußten Bewegungen die Fatalität zu personifizieren scheinen. u ** Stadttheater. In der Schüler-Vorstellung von „Maria Stuart" am Samstag nachmittag wird die Titelrolle für die erkrankte Frau Baumeister von der Heroine des Koblenzer Stadttyeatcrs Fräulein Elfe Do h m en gespielt werden. ** Kriegerveroin Gießen. Am letzten Sonntag feierte der Kricgerverein Gießen fein 3 7. Stiftungsfest. Der große Saal in „Steins Garten" war dicht gefüllt. Das Offizierkorps des Kaiser-Regiments und die Reserveoffiziere waren stark vertreten. Der Vorsitzende Gabriel begrüßte alle Erschienenen. Hierauf hielt der Ehrenvorsitzende Meyer eine kernige Ansprache, die in einem Hoch auf Kaiser und Großherzog ausklang. Weitere Ansprachen hielten Oberstleutnant v. Kn obels d orff, der über die Beziehungen des Regiments zum Kriegeroerein sprach und auf das weitere Blühen und Wachsen des letzteren ein Hoch ausbrachte, sowie Bezirksvorsteher Da ab und Stadtverordneter Kommerzienrat Em melius. Aus dem Programm find hervorzuheben ein von Fräulein Launsbach sehr gut vorgetragener Prolog, das patriotische Festspiel „Des Invaliden Ende" und der Schwank „Eine Soiree bei Hauptmanns", welch letzterer von Mitgliedern des hiesigen Stadttheaters gespielt wurde und sehr gute Stimmung hervorrief. Mehrere von Herrn Laux vorAstragcne Lieder fanden großen Beifall. Der musikalische Teil wurde von der hiesigen Regimentskapelle trefflich ausgeführt und den Schluß bildete wie üblich ein Tanzvergnügen. Landkreis Gießen. ch. Eberstadt, 1. Febr. Gebern abend fand in der Kirche ein Familienabend statt. Missionar Dassel aus Kreuznach hielt einen Vortrag über die Tätigkeit der Rheinischen M i s s i o n s g e s e l l s ch a f t in Deutsch- Neuguinea. Er stellte seinen Zuhörern vor, daß es die vornehmste Pflicht eines jeden Christen sei, nach Kräften dazu beizutragen, die schwarzen Brüder dem Lichte entgegenzuführen. Die am Ausgang erhobene Kollekte ergab einen ansehnlichen Betrag. Kreis Schotten. O Schotten, 1. Febr. Der hiesige Zweigverein des V. H. C. hat am sogen. .Galgenberg" eine schöne Rodelbahn angelegt, die eifrig benutzt wird. Ein Mädchen fuhr gegen einen Baum und verletzte sich derart, daß ärztliche Hilfe nötig wurde. — Von heute an ist das Amtszimmer des Kreiskasserechners Steul m das Rathaus verlegt. ? Nom Nogelsberge, 1. Febr. Infolge des em* getretenen Frostes haben sich prächtige Flächen zur Anlage von Rodelbahnen auf dem tragfesten Schnee gebildet, die von jung und alt tüchtig benutzt werden. Erwachsene greifen jetzt wieder zu der in der Jugend liebgewonnenen „Dässe" (Kmderschlltten) und fahren die steilen Abhänge hinunter. — Niel Wild ist schon infolge des hohen Schnees ein- gegangen. So fand dieser Tage ein Jagdpächter zwei tote Rehe, die von Füchsen stark angefressen waren; ebenso hat das Raubivttd die Rebhühner stark dezimiert. Kreis Lauterbach. ~ Radin ühl, 31. Jan. Geitern nacht gegen 1 Uhr brach in der Hofreite des Landwirts Heinrich iRöller hier Feuer aus, das Scheuer und Stallung vollständig in Asche legte. Auch das Wohnhaus ist stark beschädigt und es ist nur unserer neuen Wasserleitung zu verdanken, daß dieses größtenteils gerettet iverden konnte. Tie Entstehungsursache des Feuers ist bis jetzt unbekannt. Herbstein, 1. Febr. Die gelinge Verpachtung der hiesigen Gemeindejagd brachte gegen seither einen Mehrerlös von 460 Ml. Hochstbietender blieben die Freiherren Riedesel zu Eijenbach mit 2005 Mk., die auch seither Pächter der Jagd waren. Ein hiesiger Iagdliebhaber, beben Wert der Jagd kannte, hat den Pachtpreis in die Höhe getrieben, wodurch bet Gemeinde eine ansehnliche Mehr* einnahme zugekommen ist. Kreis Friedberg. X Ba d-Nauh ei m, 31. Jan. Am 12. Februar wird hier in den Räumen des Stadthauses vom hiesigen Gaswerk eine Ausstellung von Gas--, Koch- und Heizapparaten eröffnet werden. — Im Vortragsverein hielt heute abend Tr. H. G e i s o w - Frankfurt a. M. einen interessanten Vortrag über Dante. Die Ausführungen wurden durch Rezitationen aus einer eignen lieber-, tragimg der Commedia erläutert und ergänzt. ch. Butzbach, 1. Febr. Der ä Hefte Einwohner, unserer Stadt ist Musiker Braun. Er steht bereits int 92. Lebensjahre und ist körperlich und' geistig noch vollkommen frisch. Seine Gattin hat das 87. Lebensjahr zurückgelegt. Eine weitere 90jäbrige ist Frau Bellos, die am Samstag 90 Jahre alt wurde. — Bei der heute stattgefundenen V. e r p a ch t u n g der hiesigen Jagd wurden 5115 M, erlöst. Starkenburg und Rheinhessen. R. B. Darmstadt, 1. Febr. Beim Staatsminister Ewald wird am nächsten Freitag im Ministerhotel ein Parlamentarischer Abend stattfinden, zu dem außer den höheren ivdinisterialbeamten sämtliche Mitglieder der Ersten Kammer eingeladen sind, die an diesem Tage zur Plenarberatung zusammentritt. — Am Montag den 6. Febr. geben Staatsminister Exz. Ewald und Frau Gemahlin in den Gesellschaftsräumen der Vereinigten Gesellschaft eine größere Ballfestlichkeit, zu der über 300 Einladungen ergangen sind. — Der Hessische Automobilklub war vor einiger Zeit an die Direktion der Süddeutschen Eisenbahngesellschaft mit dem Ersuchen herangetreten, an der Unfallstelle auf der Griesheimer Chaussee, wo das Automobilunglück stattfand, das zwei Frankfurter Ingenieuren und der Frau Wolfsturm von hier das Leben kostete, geeignete Warnungstafeln anzubringen. Ta sich die Direktion weigerte, diesem Ersuchen zu entsprechen, hat sich der Vorstand des Hessischen Automobilklubs an das Kreisamt gewandt und dieses hat nunmehr dem Klub gestattet, entsprechende Warnungstafeln aufzustellen. — 'Tie Studierenden der Technischen Hochschule hielten gestern abend ihren diesjährigen Kaiserkommers ab. Die Festrede hielt der erste Vorsitzende des Ausschusses der Studierenden, Stud. Richers (Rhenania). Später gedachte Sind. Frank (Germania) des Großherzogs. Nachdem dann Stud. Götz auf das schöne Einvernehmen zwischen Professoren unb Studenten einen kräftigen Salamander kommandiert hatte, dankte namens des Lehrkörpers der Rektor, Geh. Rat Dr. Schenk mit herzlichen Worten und für den Dank an die Gäste entgegnete Baurat Jäger mit einem Salamander auf die akademische Jugend. m. Offenbach a. M., 2. Febr. Der Beamtenverein hat an die Stadtverwaltung eine Eingabe gerichtet, in der eine Erhöhung der Witwen- und Waisenbezüge gefordert wird unter dem Hinweis auf andere Städte, die 30 Prozent des zuletzt bezogenen Gehaltes den betreffenden Beamten als Witwengeld zahlen. Das Witwengeld beträgt zurzeit 30 Prozent und das Waisengeld ein Fünftel des Ruhegehaltes. d. Mainz, 1. Febr. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde ein Gesuch des Rheinischen Bismarckvereins um Zuwendung eines Zuschusses für die Schaffung eines Festplatzes an der Bismarcksäule in Nieder- Jngelheim dem Finanzausschuß überwiesen. Kaum sind die sogen. Schrebergärten von der Stadt errichtet worden, um den Arbeitern Erholungsstätten zu bieten, finden sich auch schon Interessenten ein, um dort Flaschen- bier Verkaufs stellen zu errichten. Ein derartiges Gesuch wurde den Stadtverordneten vorgelegt; der Bürgermeister beantragte Uebergang zur Tagesordnung, da die Gärten nicht errichtet worden seien, um den Alkoholgenuß zu fördern. Die Sozialdemokraten beantragten Verweisung des Gesuches an einen Ausschuß. Dieser Antrag wurde mit großer Mehrheit abgelehnt und der Antrag des Bürgermeisters angenommen. Die Stadt hatte dem Kriegsmini« steriums zur Errichtung des Korpsbekleidung s- a m t e s zwei Plätze zur freien Verfügung gestellt. Der eine Platz befindet sich in der Rheinallee und da dort bedeutende Fundamenlierungslösten notwendig sind, hat die Stadt hierzu einen Zuschuß von 70 000 Mark angeboten, der andere Platz gehört dem Reichsschatzamt vor dem Frankfurter Tor in Mainz-Kastel. Tas Kriegsministerium hat nun den letzteren Platz ausgewählt, ist aber der Meinung, daß die Stadt zu den Fundamentierungskosten ebenfalls 70 000 Mk. zufchietze. Oberbürgermeister Dr. Göttelmann bemerkte dazu, daß dies ein Irrtum des Kriegsministeriums sei, die 70000 Mark feien nur für den Platz in der Rheinallee vorgesehen gewesen. Tie Verhandlungen hierüber seien mit dem Kriegsministerium noch nicht abgeschlossen. Bezüglich der Eingemeindung von Kostheim steht die Bürgermeisterei nach wie vor auf einem ablehnenden Standpunkt. — An Parochialumlagen kommen im Jahre 1911 zur Erhebung : Von den Evangelischen in Mainz 86 670 Mk., in Mainz-Kastel 3000 Mk. und in Mainz-Mombach 3500 Mark, von den Katholiken 81600 Mk. und den Angehörigen der freien christlick)en Gemeinde 2800 Mk. — Heute nachmittag traf vom Hofmarschallamt in Darmstadt ein Telegramm ein, mit der Mitteilung, daß der Großherzog am 10. Februar der 3. H e r r e n s i tz u n g in der Stadthalle beiwohnen werde. Hessen-Nassau. § Marburg, 1. Febr. Während der Haupt-Voranschlag der Stadt Marburg in Einnahme unb Ausgabe mit 1 387 400 Mk. abschließt, ist der außerordentliche Voranschlag mit 361 930,94 Mk. festgesetzt. Erwähnt seien hier 80 000 Mark für oen schon lange geplanten Erweiterungsbau des Rathauses und 40000 Mark lüi Den Erweiterungsbau der städtischen Oberrealschule. — Zv diesem Sommer wird hier das Verbands fest des Ath- letenverbandes beider Hessen abgehalten. I1. C. Aus Nassau, 31, Jan. Die neue Bahnlinie Marienberg —Erbach wird am 1. Mai dem Verkehr übergeben werden. Die neue Strecke läuft über die größte 3uü Nieter lange Betonbrücke im Deutschen Reiche, bie das romantische Waldtal der großen 9li|ier überwölbt. Auf 12 Bogen ruht die mächtige Anlage, von denen die viel größten bis zu einer Höhe von 85 Nieter emporsireben und in einer Spannweite von 30 Meter die eigentliche Talsohle überschlagen, wahrend die übrigen kleineren auf den Talwänden ruhen. Aesihetisch reiht sich der Bau der Gegend an und seine weiten Bögen gestalten herrliche wechselnde Durchblicke nach dem romantischen Sliftertal. Die Baukosten der Brücke beziffern sich auf rund 300000 Mk. Die neue Linie wird den Umweg, den die Bahnstrecke Hervorn—Westerburg- Hachenburg nimmt, abkürzen und die Kreisstadt Üllarienbero mit Dem arbeitsamen Dorfe Erbach, dessen Basaltbrüche, Holz-, Lehm- und Aluminium-Bearbeitungsanlagen einer vielköpfigen ^.Staatsniinisl „^terhotei * I 63 2 - 2 0 1 2 1. 9’6 63 6 •614 — 0,2 ;«» 2. Februar =* Teinveratur a>n 31. t'Bc&fte 31, ‘Jiiebviflite Bon-btS üon-bi$ ®nTÄn ,um parfümieren auch nach >/, Teelöffel »all feineren Varmms Auaeben. 80-00 64—66 Es loten hat. Bilanz pro 1910 Jft 1 38.97 2 1084.48 7947.— 230 t 4714.— bei der unterfcrtiqten Stelle bewerben. BV, Braun. Nähr- und Kräftigung*- 763 TÜ RK« PABSTs Beobachtungen der Station ließen. 30-84 72-74 78—82 87—88 82 73 68 65 108 98 81 91 80 85 83 80 87 90 94 98 2 1 0,2 *3. 8,6 "0. 8 v WNW WSW 3,5 4.0 4.4 46 39 35 30 65 59 48 53 40 Ctm. Durchm. Ctm. Durchm. Ctm. Durchm. Ctm. Durchm. talien mit Zinsen 3. Ausstände nach Angabe d. Lagerballers 4. Warenbestand nach dem Einkauf 2 2 2 1035 t 174 t 16320 t 5734 t 421 t 52 t 50 50 48 Ausgeschieden durch Tod . . . Freiwillig auSgeschieden . ♦ - Mithin Stand der Mitglieder am Ende 8 Tage ohne Kosten bezahlt werden. Gießen, den 1. Februar 1911. Bezirkssparkasse Gieffen. JC 3666.— 1424.67 3697.— 1068.44 3928.34 utiuuot 47 I 44 40 49 Passiva. 1. Mitglieder-Konto 2. Waren-Schutden 3. Reservefonds 4. Betriebs-Rücklage 5. Ueberschuß Aktiva Kassenbestand am 18. Januar 1911 AuSgelteh. Kapi- Feinste Mayonnaise An nhnvy-Paste&Sardellen-Butter KMtg, gebrauchsfertig, pikant sind: " ----—y n i r r Breungeshain, den 27. Jannar 1911. Großh. Bürgermeisterei Breungeshain. Fuchs. Sanatorium Lindenfels zwischen Darmstadt-Heidelberg, 400 m hoch herrl. gelegen, (ss”/» Adler-Drogerie, Seltersweg 39 Otto Schaaf, 13 784.45 Mitglieder zu Anfang des Jahres . . Hinzugetreten im Laufe des JahreS wK 1 diesem Tage lontag den 6. Gesellschaft eint 1Einladung lutomvbilkluf 1 der Eüddeich'cke- l herangetreten, on hier das Lche: ?ö9bkebi)Qb . Landwirtschaftlicher Konsum - Verein Burkbardsfelden-Qppenrod u. Umgegd. E. G. m. u. H. 826 Der Direktor: Lud. Schmidt III. Der Rechner: Peter Schepp , Serilcflclte mit —... ..... , geböte sind portofrei bis spätestens 22. Februar 1911, vormtttaaS 10 Ubr ! an untetAeidmcie Bergwerksdlrektion ein^urelchen, an welchem Zeitpunkte Eröffnung der einqelQurenen Angebote statt nndet. Die !ür die Lieferung geltenden Bestimmungen samtDer- teilungovlan nfiv. liegen nm unserem Amtszimmer, ^udnngstr. o, AUr Cinffcht assen. Sie können auch, solange Borrat reicht, gegen portosreie Einsendung von 3,50 Dik. bezogen werden. Friedberg, den 31. Januar 1911. 11) /, Grasch. Bergwerködirektton. L ä> u l z, Bergrak.__ Januar bis 1. rVucksachen aller Art I liefert in jeder gewünschten Ausstattung preiswert die I Brühl’sche Universitäts-Druckerei. Schulstr. 7 M-MMZW Sä Überlegenen Lieg es tm Lauglauf. Märkte. F r Wiesbaden. 51 iebbo'-'lU ar ft bericht von,. 1. Febr Austrieb: Rinder 8.) (Cd)fen n6, Rübe 57, Bullen u), Halber 286, «W 11 ' tot?”""-- ■fe ÄffS: essen. vresen. ton W der Stabt errM . WenAMm,ft UN dortFlaslhen- Ein derartige- Ec- I cgelcgt: der W I iqesordnung, da u I Lm den Alkoholgmb I mtragten Verweist^ I dieser Antrag wm. I r Antrag des Bürg« I itte dem Kriegsmir i ;h§betleibung | rng gestellt. ~ercl| "d da dort bedeute. nb hat die Stadt geboten, der anM dm Frankfurter & >er LSA-l sssfe «8,ist inmen ygb* .uKdetA» « Bczirkssparkaffe Gießen. Die am 1. Januar l. IS. fällig gewesenen Zinsen von Kapitaldarlehen können nur noch innerhalb der nächsten LchL"- 38, - iiiiueme 32 >. Tendenz: Rinder gedruckt, Schweine muteliiiauig. i w «SfSfig A« * 1 ■a aM l' über1 ’e in' ' übenD-- >« n »* *“5 Heiner*" ff»*; Arbeiterschaft Unterhalt gewahrt, verbinden «nb den Städten »wnffurt a. M. und Köln naberbrmqen. jrantruu u , , . ? b Am Montag kam die hte- fa* Ä{«ei»derKt^dL UrM^n^d»"^ bcn die hiesige Jagd gemeimam gcpachtet^^^E^^^. i™ "3;s.ä$sÄ'Ä «ä: Serfte: 5utterflerfie 9,25 M., ,d»ugnst- U^Ml.. $>=*» 'BIL 7,50 Erbsen 0,00 Mk. ivartofieln 5,b0-b,00 -tu _ ßauOcl. ♦* Gewerkschaft Fernie. Der GruVenvor stand der Gewerkschaft Giegener Braunsternbergwerke, vorm ffernie'rn Gießen hat in feiner gelingen Sitzung bat CTna für die ordentliche Gewerkenversammlung aus den 2a. ^u^ar 1911 festgesetzt.^ Ferner wurde auf Gnuch des vorläufigen Mniss!s dL ^ Quartals 1910 die Ausschüttung euwr so- n S ch IU s s »____ / Willkommen für den Teetisch.r.Lrühsiückrc. x Dynamit-Lxplosion in New-Yorl. - Eine schwere Ttinamitexploswn, deren Folgen noch nicht Klt- eritfircdte gestern die Bewohner von Jerseh Etth «nd New n o r k den beiden aneinander grenzenden Stadtgebieten, !Ü^s beftÄe D» Verkehr war im Augenblick wie gelahmt und L baStte ftu^enlang, bis man sich .tmeber beruhigt hatte (8ine Anzahl Menschen wurde getötet, viele verletzt, genauere Nachrichten darüber fehlen noch. Wir erhielten folgende ~r ht Kalber ruhig, Schale und Preis Durch- pro luu tzsd. schlllllsorel4 keb. nb- iffliadju pro 100 tzfilNd fit ueoeiib' sdila ot- 3 141 Uircvlicpe Hactoricbten, ^sracimwc tte»igto,i»gemniioe. Gottesoie»li ui öer Snnagoae >suo-Anlage-, • bamSlag den 4. Februar 1911. Dorabeiid: 5.15 Uhr. Morgen«: 9.00 Ubr. ... B Nachmittags: 3.15 Uhr. Iugcndgottesdienst. Sabdatausgang: 6.15 ichr. 3sraeiiuid)e ttchaioiisgcicUfchoft Sötte,dienst. Sabbat' eier am 4. Februar 1911: srreitaa abend 5.00 Ubr. Samstag morgen 8.30 Ubr. Samstag nachmittag 3.30 Uhr. 7.00 Ubr. <*.■■* 7.00 "5r. 13 784.45 . . . 136 . . . 8 144 melbungen: eEt,Iofion. Newvork 1. Febr. Ms eine große Menge Dynamit auf der Wasserseite von Jersey Ci tY von einem Guterwagen | auf ein Doot umgeladen wurde, erfolgte eine furchtbare > ffrvTofton, die einem Erdbeben gleich das Finanzviertel und das Wolkenkratzerviertel Newyorks erschütterte ^re Baukuhkeiten auf her Einwanderungsmsel wurden beschädigt. Die grotzte 4-any in stand in der unteren Stadt: minutenlang stockte, der Ge- ' schästsverkehr an -der Börse und in den sanken. Tausende von Fensterscheiben wurden durch den Lustdruck zerstört, ^te ojO d^r Toten wird bisher auf 10 bis ,lo angegeben, die Zahl dnVerletzten auf »unberte; verschiedene Personen wurden ifben fbuMon geschlendert. Ter Schauplatz,der Exvlo- sion^^bietet ein Bckd völliger Verwüstung <,m Öafen wurden zahlreiche Personen auf den Fährbooten verletzt. Aus den Wolken trauern stürzten 'die Menschen auf dte Straßen,. welche bald un- passierbar wurden. Es waren die wildesten Gerüchte im Umlauf. Die Krankenhäuser Jersey Citys sind ubersullt. Die Ursache der Explosion. N e w v o r k 1 Febr. Wie her Vizepräsident der New-Jersey- CitEÄahn erzählt, war in der ersten Nachmittagsstunde eine Anzahl polnischer Arbetter damit beschäftigt, das Dynamit . von den Bahnwagen auf ein Doot umzuladen, als die furchtbare (Vrhiniinn eriolate. Da um diese Zeit Hunderte von Arbeitern ir?ber Nähe arbeiteten, erklärt sich die große Zahl der Verwundeten. Viele andere wurden durch die Splitter der zertrümmerten Fensterscheiben verletzt. Die Arbeiter, die mit dem Ausladen beschäftigt waren, ließen die 50 Kilo schwerenKisteneineschiefe (Vfipnc lnnuntergleiten, zu deren Setten andere Arbeiter auf um die Kisten zu führen und dadurch em iahev und gefährliches Abrutschen zu verhüten Der Vizevrch'ident ist der Ansicht, daß ein Arbetter die Gewalt über eine Kiste der fort «iWrtn Bon 50000 M «n< ui Botdex- gtdenbtn^d Duartalrn, betotoff-m. be« ediinn- und etotfbänbleri Solei Sa an er in Sprenb- (innen muröe am 11 Jan. bas Konkursverfahren eröffnet, lo der Wcmeinfdnilbner fn'olge Ueberfchuldung ZabUmgen em- gestellt, diese llcbevlcbulbuna und Zahningsemstellung auch ju nMPh/n und ein Gläubiger bte Konkurserofimmg beantragt vat. 9ÄräMame..U«n in SiöUfuin würbe «nn «-nur.--- matter ernannt. KonkuiSfordernngen stnd bis zum 3. Februai ve den, Amtsgencht Wöllstein anzuiiielden. - lieber das Vermöge qihififnitenhän lerS vch. All bauS ui Ata » nz ,a 17. Jan. das Konkursverfahren eröffnet. Dureauvorsleher Jebler in Main» wurde zum Koukursverivatter ernannt Konkurs orde nmgen sind bis zum 11. tt-br. bei dein AmtSgerlchl Mamz anzumelden. — lieber das Vermögen des KaiifmannS pans Gehl haar Inhabers der Airmci Haiis Gehlhaar m D a r m st ad t, wurde'am 19. ^an. das Konkursverfahren eröffnet, da em Gläubiger die Erüffinma beantragt hat und die ^ahlnngsuinahigkeil des Ge meiiüchuldners f e?lltedt. Kaufmann Karl Decher tu, Darmstadt wurde tum Koukursverivatter ernannt. Koiikursforderungen sind 1 öebr bei den, Ani.sgericyt Darmstadt anzu.nelden Ueb!r das vermögen des Louis Wlodner, Kaufmann und Inhaber der Fnnia °V Reist Nachfolger I. L Ö Grambnfch In- Haber ° Glöckner" in War m S wurde am 26 Januar das Kon- kursverfahien eröffnet. Anwaltsgetnlie Georg ^-nbri) m Aorms mnrbe Aunx Konkuisverwaller ernannt. Konkursforderungen sind bis 6iin? 15. nebr bei dem Nmisnerichi Warins anzu>»kt.("^— 65 65 63 40—ui — 63 gewicht . . . ö h ' \ ’fte'br Hruchtmarkt. Durch- meister Weizen Mngebaute ^reiudfoite» 16,00 ;ior Nutzholzverstkigkrillill im BHacher Wald. Montag den 6. Februar wird in den Distrikten Jungwald, Äruth, Tillenberg und Zipfen des Butzbacher Stadtwaldes folgendes Stammholz versteigert: 9 Eichen, 12 kbm. (51—69 Ztm. stark, bis 7 Mtr. lang), C dif en. Yofifleifcbiae, onSaemastete, höchsten Schlacht.verte:., höchstens 6 Jahre alt 46—48 84 86 Junge, beliebige, nicht auSgemaiicte und hq_fl4 ältere ausgemäitete . . . • • - 4d"-4j 03 Nlastig genährte junge und gut ge- nährte ältere " Ungejochte - - - - - • • • • 4ö~&0 J ärf en, Kühe. Bollsieilchige ausgernastete dürfen höchst. Schlachtivertes . , . . . • • • 41 Bollsteischige ausgernastete Kühe höchst. Schlachtivertes bis zu » Jahren . . 38—4i Aeltere onsgemaftete Kühe und wenig fiR_71 gut entwickelte siingereKuhe u. ^arien 33 31 bb— i -biätzig genährte Kühe und dürfen . - 29 - 32 04 bb M,««»»“.1.. • • • -«H Shitlere S)y??5e"eite 51" R°bclb°I». 7,2 ÄS fc 'M», 17»,3 Nadelreiservrügel. in Ubr am Steinbruch (Kreis- StaÄl „Sloilenetntouf" Setfeiene «n-1Kümm-rn Ä8 HolL-Tnbmissiott. ar x rninldunaen der Gemeinde Bersrod soll int W-g-'des schMlkch" Angebots i-igendos Stamm- und Stangenholz verkauft werden. 4 Ktmi-Stümme 3. Alane, Bon 30-36 17 Ftchten^tLiE 4- Klasse non 25-29 390 Fichten-Stumme 5. Klasse, von 13—24 = 136,92 Fstm. 159 Fichten-Derbltangen 1. Kl., von 10-12 Ke'bot?Essen, da eine Zusammenstellung nicht nattrinhe» nach Sortiment und Klassen getrennt pro Fstnt^, --nninrechender Aufschrift versehen bis Montag den * nachmittags 2 Uhr an unterzeichnete Burger- 6- ru PL werden, wo die Eröffnung der Offerten "ÄanXÄer «eistngtrngm. stattsindet. W Auskunft erteilt H'rstwart ^paar dahier. Ber-rod, den 31. Januar 1911. Großh. Bürgermerfterei Bersrod. Reu schling. Geringere Tlan- und gute (----------- Geringere Saugkälber -schüfe. Weidemastschafe . 40—00 Schiveine. Bollsieifchige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht . . . . • • - • 49 Bollflelfcuige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht - - - - - - 49-01 b4 Bollfleifchige Schweine über 2 /, Zentner Lebendge,vicht . . . . - - ..48-49 6- gleifch.ge Schiveine.mter 80 lrs Lebend- ^^^-65 49 lita" wH B»SL,-»dch«--l«s7 Los I Disir. 11b Kornftuck Eichc. Jjr. ui = 3nbalt. ßiu Mdik'-B ”Cuftto.me 4ÄL °°n 25 u. m°dr Cun __- - —---——---— 271 bis 282 - 12 Stämme Tie Gemeinde Breungeshain (Kreis Schotten» nimmt I J 3 SL = 5,22 Fe nm. g, 983 bis 345 63 Stämme noch zirka 120 bis 150 Stück Schafe auf ihren ÜBcibcgang. 8o8 m Distr. 16 ©et eSbau. »ich . • Der aieibeaang >st sedr gesunb. 'Jiefteftierenbc wollen sich IV Disir^l°° Ei^walb Sichte: Nr. 11 bis 40-30 Stamme ' ~ ' L Nr. 66bis 74 = 19 Stämme Los VI batelÄl«T-m. 75 bis 107 = 33 Stamme 4. Kl. - — Lä vfÄToa Dickebau sichte: Nr. 1 bis 14 14 Stamme «as Ätelb^7Ä: Nr. 15 bis 38 ° 24 Stämme 4. Kl. - «oä IXDtstnNn Karnwck. »ichte: Nr. 527 bis 561 = 35 Stämme 4-StL-'kffi Fettm. . „ach Loken getrennt mit .i AufschÄt v er f even/bis In Ni 15. Februar 1911, Mittags 12 Uhr an den eines sicheren Bürgen £er Züuivre.- Tü5 6ok liegt bequem zur bisUM 1 ^ovember. 1^^>u ex ^öller-Kroidorf. Kroidori, den 30. Januar 1J11. Bürgermeister: Nitz- Md Brmh°lBerll»is ji Nlldklk. Am Mittwoch dem 8. Februar 1911, vormittags 9 Uhr, sollen an Ort und Stelle nachstehend verzeichnete 55ölrer meistbietend verkauft werden. 1 Nutzholz. E.chen: 15 Stück 5. Kl. --- 3,40 Fltm Fichten: 102 St. 3. und 4. Kl. — 26,40 Fstm. Fichtenstangen: 150 1. Kl., 155 2. Kl., 1040 3. Kl., 225 4. Kl. 9 »rennboU. Buchen: Scheit und Knüppel 300 Rm. Drennyv z j 16(j0 9blK Eichen und Fichten: Knüppel 80 Rm. u n , Reiser 300 Rm. Znsammenkunst bei Gastwirt Ste lren b a ch ,u Nordeck wo auch bei ungünstiger Witterung der Berkaus staitstndet. D?Z___Die Forstoerwoltung: St eitz. Medizinische Bekanntmachung. Vteferuno der Brennmaterialien für Behörden und An- Ma^191^soll^naä) Mastgab?^^des^laffeS°Großherzoglicher Mnifte^Vvm 16 Juni 189-4 das Berdingungswefen betr., vor- neben werden. Die Lieferung umsaht etwa. Ambraztt Anihrazit-Enormbr'kettS Slci.ikoblen iverfchied. Sorten» Zechenkoks (öcrfdiie^ Sorten) Gaskoko iverfchied. Sorten) Steinkohlenbriketts Febr. 1911 Barometer am 0° reduziert !, Temveiaiur . bei Luft = ’S 11 eL Relative Feuchtigkeit W'iid- richluug Windstärke wrao 6rt Dcwölkunki; in 3«l)nttl Otr (icbtb. (jimmclefl- Wetter Wegen Danksagung Grosse Auswahl! a’/3 Garbenteich, den 2. 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