Nr. 224 viertes Blatt M. Jahrgang Erschein! Üt-llch mit Ausnahme be» Esnntag». W t.f „iltboier tamiliriblätler" werden dem I | fr|| /■ «Anzeiger^ viermal wöchentlich de,gelegt, da, jf M ■ fl V ■ I WL, R ZJ I I W B UM ▼ ~ Wöchenttich. Die „canbMrtlchaftllchea Lett- — f A* • * ftH«. e^nea rn.na.luO |rotlm«L <0CMCtQl = 21 IlJCIQCt |Uf (ÖbCF^CjjCH Samstag, 25. September WO Mfltarfonfbnjrf and Verlag der vrüblich« Untperfiiäil - Buch- und Steindruckeret. H Laag«. Strien. Nedakttvn. Ervrdttton und Druckerei: Schul» ftroie 7. Expedition und Verlag: ®4W 5L Aedatliom^MA I ir. L«l.-Adr> Anzei^rEiebeih v illeii hdh .m Material nicht als >o .uverlasiig envieien bibc, iutc er geglaubt hobt*. Angckl X> i i i d- 3db bin ;u miet Erklärung bereit, unter Wiederholung meinem Worte am niange der Velbandinng. bä« auch der Beigeordn. t. Berndt iidi von der Zndihaltmfcit meiner Angaben fiberjeihn habai wirt' Redn scmw Vagen st e d) cr crfläit un Anitraqc des Bei geordneten ^mtbl, dal' bei diesem fein Interesse in hr >.ir einen Vergleich bestelle Nechtsonw l* o n i e ctlläri iür Irrau Schapiro, es gebe für bat IngeNagten Mirich nur einen Weg und der in der. daß er die ganzen von ihm auigestelllen Bedrilptungeii nut dem An:brud des 'Zkbancni5 Auriidnchmc 3n Beginn der heutigen trift! en und lebten 3ibun«i wurde int allgemeinen Einverständnis aut alle weiteren .'.engen aus sag en und die Vorlegung des weiteren Beweisinateri.ils verzichtet Hieraus gab Rechtsamv T r. 3 i in o n folgende c rklarnng Iür dem A iig et lag len Hirsch ob: Tci Angeklagte will in Tvrieöen von dieser Statte scheiden Er hat sich, das kann ich ohne weiteres er klären, du r di die Bewei oiiinahmc überzeugi, daß er in den meisten Fällen falsch informiert war unb bah.r feine Behänd hntflen in Bezug am die beiden Nebenkläger nidit aufrecht erhalten kamt Er will deshalb die Erklärung abgeben, har, er in gutem Glauben an die Nichtigkeit des ihm übergebenen Materi.il'- g- handelt habe, die völlig. Integrität der beiden Rebenllägei an erfennc und sämGiche "losten übernehmen wolle. T r Aiigeklagte ist kein tungli Mann mein Er hat burdi die Auflegungen des Prozesses fd)twr gelitten. Er war von der Nichtigkeit feiner ’oad’c überzeugt jotb hat den Kampf gefühlt in bestem Glauben an deren Richtigkeit Ich hoffe, daß diese Erklärung in Verbindung mit den Tinnen, die wir hier nicht noch einmal anirollen wollen, es den Ncbeiitlagcrn nahe legen wird, ;ii erlläreii, daß andi iie ein Jitter esse daran haben, daß die Zad?e uir Nu he kommt N A Vagenstecher Ter Augenblick ist verfehlt: er war da gleich beim Abschluß bei Voruntersuchung, die das gleiche Ergebnis halte, wie de, weitere Verlauf des Ptozeffes W i । 1 e h ti en i eb e n V e r fl I e i di a b ^cr ".'liigellagte hat durch seine Angriffe nidit bloß die berufliche und flefellfdiattlidie Ziel lunn des Beigeordtteten Berndt und der Voli-riaffistentin Iran Zdmpiro aufs schwerste gefährdet, sondern die ganze Attgelegeu heil ist für diese geradem zu einer Lebensfrage geworben Hierauf beginnt Staatsanwalt M a n e i fein P l u daher. Er legt dar, bau die Verhandlung völlige Mlarheil über die Integrität der beiden Nebenkläger gefdwffen habe. Tas ganze Material, das hier vorgebracht worden fei, fei in nichts zerronnen: das habe ja and) der Beigeordnete Berndt jilwit von vornherein erklärt. Tie erhobenen schwer en Vorwürfe richten fid) wnn großen Teil gegen bas Verhaltcu der Iran Polizei- affiftaitin Schapiro. Es wurde behauptet, daß fie unter lieber- schreituiig aller Nechtsgrundsähe Polizeibeamte zu unaefeblichen Maßnahmen mißbraucht hätte. Tcm Beigeordneten Berndt fei der Vorwurf gemacht worben, daß er die Tifiiplinarunterfndjiing, die gegen die Volizeiassfstentiu eingeleitet wurde, nadiläffig unb parteiisd) betrieben und eine Shnnöbic aufgefübrt habe, obwohl er selbst in feinem Privatleben gewissen laßen Ansdmuitngen huldige. Der Staatsamvalt bciprad) dann die einzelnen Ergeb nisse der Zeugenvernehmung unb kam zu dem Schluß, baß nichts bewiesen worben sei. (Mcflcn die Palizeiassistentin sei sowohl in sittenpolizeilicher. Wie kriminalpalizeilicher HinsidN nidit-5 Gravierendes benubradil worden. Was den Beigeordneten Berndt anlange, fo habe fid) ergeben, daß er die Untersuchung unparteiisch geführt habe: kein Wegs hätte er Dir Schutzleute bei Vernehmungen „angehaucht" Audi dec Seniorenkonvent der 2labtverorbnetcnverfmnmlung habe bei den Untersuchungen ordnungsmäßig mitgewirft. Es feien keine Beamten gegen den Beigeordneten ausgetreten und niemand Habe sagen tonnen, er sei nicht gehört worben. Ter Staatsanwalt führt weiter aus, daß besonders das Eingehen auf das Privat leben des Beigeordneten Berndt die Handlungsweise des An gellagten charakterisiere. Berndt habe daraus hm über die in timst en Geheimnisse scinks Privatlebens Auskitnft geben müssen. Das alles wcid)e von der Epilogen hei i der guten Preise b benflid) weit ab. Was bas Strafmaß anlangt, so sei zu Vaücn des Angeklagtirn anzuführen, daß er nicht gereizt worben sei und daß er den jüngsten Artikel erst schrieb, als die augestellten Er mit leimigen die Eirundlosigs.it feiner Angriffe bereits ergaben: trotzdem habe er die Angriffe mit aller Scharfe wiederholt Er habe also mit dein Vor,aß. der Beleidigung unb aus Nach'ucht gehandelt. Hierzu komme die Schwere der erhobenen Vorwürfe, die zu dem ausgesprochenes Zweck erfolgten, die beiden Beamten unmöglich zu madien Tic Artikel seien in der gehäfsigiteii, niedrigsten und zimifchstcii Form gehalten, Ter Angeklagte habe versucht, den beiden Beamten bie Ehre abziilchneidcn. ,vnr eine derartige Straftat könne selbstverständlich niemals eine Geldnrai.- ober eine niedrige Freihcitsitrafc m Betracht kommen tt bc antrage deshalb, den AngeNagten Hindi wegen Beleidigung des Beigeordneten Berndl zu einem Jahre und wegen Beleidigung öcr Jffrau Tr. Schapiro z n neun Monaten weffingnis zu verurteilen und beide Strafen auf ein Jahr acht Monate zufa m in enzu ziehen. _ _ . Der Vorsitzende Nees bemerkt dann: Es in dem 0>crid)t soeben aus Berlin folgendes Schreiben zugegangen: Berlin, 21. September Wir bitten Herrn Landgerichtsdircktor Nees, die Polizei assistentin Iran Tr. Schapiro au iS strengste zu benraten. wo fie ein Ekel von Weib ist, bie sich erlauben tmin, loldie • Sdwnde Ali treiben Wird Frau Sckaviro^ nicht fchan genug bestraft, l'o sehen wir uns genötigt, die Frau Ltbapiro mit vier Händen zu erdrosseln und wir schwören, das. wir es voll führen können. Berliner Anarchistenklub Süden Es lolgen drei uifleierlidhc Unterschriften ' tOfrofcc Heiterkeit Daraus nimmt uad) einer kurzen Pause der Nechtsbeiitand d-:s Nebenklägers Berndt, Reditsanw. P a g e n U e di e r das Won. Er unterchttzt in längeren Ausführungen den Antrag des Staate- anwalt- auf strenge Bestrafung des Angeklagten. Iustizrat Tr. Gaule als Vertreter der Nebenklägerin ,'rr Tr '©dtapiro führte aus, daß niemand gerne mit der Polizei behördc etwas zu tun habe und daß, wer einmal mit ihr ;n i.1:- hatte, das Bestreben verfolge, fein Verhalten im mildesten Licht.' erscheinen zu lassen. Ter Angeklagte habe das aber nicht bert . sichtigt und sei über das Material rücksichtslos hinausgegang^n Er sei batmrd> zu kolossalen Hebertreibungen gekommen. ~ Polizeiassistentin habe unter steter Aufsicht und Verantwortrnia der vorgesetzten Behörde gearbeitet. v>m Auftrage d r 'K '•? Hobo sie auch gehandelt, als si- den Bnei abmndto, als^i.- ihr Picnik Mädchen zu der Hebamme schickte, und auch in den wallen, wo ’i bei näditlidKit Razzien Beamte an die Mädchen berimd'.icftc das seien Vorsälle, die der Frau r.r. rrchamr' nicht zur X1:’. fielen und für die sie überhaupt nid)t die Verantwortung zu tragui hahe, ( ?) Um 3 Uhr nachmittags nahm binn der Verteidiger b r Angeklaglen , Redusamvalt Simon dis Wort Ter Verteidig r führte aus, baß brr Siansanwalt unb bi Vertreter der Nebenkläger von bfi Voraussepung ausgegang, i- fnen, voß der Attgrliagte lediglich bav iul wnolgi habe, bah '*• ten Hager unmöglid' ;u machen unb ein ein 2rnianon-i-bebunni zu genügen T ; Aulatz zu inr ganzen Sache fei cm JtrtiTcl gr weirn, der icuicrze,l im Neuesten Anzeiger nber die Stuttgarter Polizeirerdaltnifie gefianbru habe. Tann l.un ein ent nistet ei (■ gcuarhtrl. welchen t»er Angeklagte ebenialls bringen mußt, um feine Unparteilichkeißzur Sadx kund zu tun Al» bann von bei 4,:oiiici idianc Erklirungen erfolgten, habe der Angeklagte a> genoniweu, n se, etwas jaul i n M a i n Tas Vorgehen b<‘ Boll;ei mußte den Angeklagten nrißtrauiidi madKii I it fad'Uch ist es ja aud) unnding. baß ba- Matena! in Nichts zei roiiiien ici. .iahllose klasslfdu Fälle seien erwifien unb nur baturch, baß man letzt sage, bie PoliHeiassistrnliii habe in illcn Fällen « n » Höhere i. Befehl flcbanbeli, iri es zu erklären daß gegen bie Polizeiassisteniin nicht» roruibringm sei Ter Verteidiger Iwimidn bann die Bittenvolizei im All qnnrinm Er habe sich qcwunberi, baß mau n a auf eine Berorbnniig von I >32 znnidqegri'fen habe unb ebenso, daß man auf prc u ß i i di r oi c i e h c ji ii b V e r >v a 1 t u n g . a noibniingen s i d) ber n i e. Viel nalKr läge es, die Bei ging vorn 10 C ft ober 1904 zu fmbt ereil, in welcher au brudlid) die Aufjicln über die öiieiitlüben Fraucnspersoncu b.r 2idt>! Mainz geregelt fei. Es heiße da ausbnidlid), baß nur bie jenigen Frauen-perfomn aufgegriffen unb ieftgcbalttn werben bin »eit, bie bringenb verbächtig feien, gewerbsmäßige Unzucht zu bcticibeu Tas zeige doch beullidi, baß in allen Fällen, in denen die Polizeiaffisteutin Fest nah men brwirh habe, biefe burchan s i ii Unrecht erfolgt feien Tenn in keinem einzigen Falle fei irgenb einem bei beteiligten Mäbdien gewerbsmäßige Unzucht ober hlefchlechtskiankh.it nadigcwificn wor den Hier fei bie Willkür bc P o l i z e i st a a l es pro f I a m t< r I , die wir feil 100 Fahren wirtlich überwunden glaubten Nun fei eiiigcwcnbct worben, baß die betr. Mädchen uidn ordnungsmäßig erzogen .feien, beuv iidi nicht orbnungsmäßig verhallen hätten Aber gegen iolibe Erzicbungs'ehlcr könne bod? die Polizei nicht ohne weiteres entschreiten Es stehe int, baß über die gebotenen Zchntzmaßnahnien hinaus bas Vorgehen der Polizeiassistentin und anderer Beamten nicht gebilligt werben könne, sondern es liegen zahlreiche Verbrechen gegen die veisöulid e Freiheit der einzelnen vor Es liegen an di f raffe Fälle des polizeilichen v tk f v > tz e l i u m s vor Cb das Ufus fr. und ob cs in Frankfurt und Berlin ge ichehe, daß man VodipiBdci lreibe, komme für Mainz nicht nt Betracht Tatsächlich habe man hier riiten OfcidwTt?mann ver anlaifcn wollen, Mittel zur Abtreibung zu oeiabiolgen. Tiefes VodfpiUfltum fei burdiau' ücrwenlidi Ebenio habe man eine Hebamme zu einem Verbrechen und Polizeibeaiule verleitet, Mäddien anzufprecheii, nm fie aueiutordjen und allenfalls fest zu nehm en Tatsächlich fei da Voigeheu der Polizeiafsistentiu in vielen Fällen kein maßvolles mih laltvollc» gewcicn. Wiederholi habe man junge Mädchen, gegen die nichts vorlag, auiiälligcrwcise angehallnt, obgleich die Polizciverorkmung voridireibt, jedes Aui- febeii zu verineideii. Ein Olcfdiwiftcrbaar fei ganz unschuldig verdächtigt worden Audi in diesem Falle habe man keine Vorsicht n n b Zurückhaltung geübt. Ebenso nicht in dem Falle bei Redaktionssekrctärm, die zwar zugegeben bat, daß sie iid) hier und da mit Herren abgegeben habe, aber entschieden bestreitet, daß das gegen Entgelt gefchehcn sei. Auch der be treffende Leutnant habe ausdrücklich ausgefagt, daß von gewerbsmäßiger Unzucht des Mäddnms keine Rede fein fön ne Trotzdem habe fie einen Strafbefehl wegen gewerbsmäßiger Unzndit uir zivei Tage erhalten, unb nur einem Zufall fei es zu bauten,^bat; die Strafe nicht vollstreckt wurde. Fn einem anderen Falle liegt die Tatsache vor, e>aß auf oen Mlatid) eines vierzehnjährigen .9indes bin eine körperliche Untcrfufhiing eines Wäbdicns erfolgt ist, zu her jeder gesetzliche ctzrund fehlte. Wenn die Polizeiasfi stentin sich in einzelnen Fällen hinter den maßgebenden Polizci- bcainieu verftedte, so steht doch fest, daß fortgesetzt gegen das Gesetz verstoßeii worden ist. Ter Verteidiger führt noch au», daß nach feiner Ansicht die Polizei in vielen Fällen den H a n s s r i eb e n verletzt und zahlreiche Personen utt- gcrcchtfcrtiqtcrweisc diskreditiert habe. Bei dem Beigeordneten Beriidt habe tatfädihdi eine Pcraliidung von privaten unb omE lidwn Tingcn Vorgelegen Er stelle anheim, unter Berücksichtigung aller bieser (tzesichispunkte unb jiud brr Kenntnis bes Charakters bes Angellagten, ber feinen Stanbpunll bis zur Verblendung Bosheit gehandeU habe, ein Urteil zu fällen, das keineswegs dem ungeheuerlichen Strafantrag des Staatsanwalts cntfprcd)c. Man solle auch bedenken, daß der Angeklagte von seinen Gewährs- männent im Slidi gelassen ober direkt belogen worben sei. Er bitte unter bia'cn llinfiänbm aus eine (Helbfiraie zu erkennen Nad) kurzen Erwiderungen des Staatsanwalts unb ber Rechts bei stäube bei b eiben Nebenkläger nimmt ber Angeklagte Hirsch das Wort zu seinen Sdilufebcmcrfnngcu: Ich stehe heute noch aus demselben Standpunkt wie früher. Ter Vergleichsversuch non heute früh ist von mir nur gemacht worden, weil ber Herr Präsident einen solchen Vergleich gestern angeregt hat. Ich bitte, mir zu glauben, daß idi nur aus sachlichen hirünbai gekämrBt habe Ich ersuche den Gcridnshos, das Urteil nad) seinem Ermessen zu tollen Es möge aussallen wie es will Ich werde C5 inu Würde tragen 3ur allgemeinen llcbcrroftfaung teilt dann der Vorsitzende, Landgerichtsdircktor Nees mit, daß die Urteilsverkündung am den 29. September d. Is H3 t Uhr vormittags ausgesetzt werbe. Vor dem (IZerichtsgcbäudc hatten iid) Hunderte von Menschen angesammelt. Als Frau Schapiro und mehrere Polizeibeamte erschien, cntfianb ein sämtlicher Tumult, so daß die Polizei c i n g r c i f c n mußte Frau Schapiro wurde mit Schmähwort en überbaust und auf ihrem Wege zur elektrischen Babu verfolgt, io daß schließlich die gesamte anwesende Polizei zu ihrem Schutze ein greifen mußte. Erst langsam zerstreute sich die Masse. Au» Stafct un- (and. Gießen, 23. September 1911. ** Stadttheater Es sei nochmals darauf hin- gewiesen, daß seit heute die Ausgabe der Abonnements zu den Ge'^chästsstundcn im Theaterbureau frattfinbet. Ta« cibit werden and) weitere Abonuementsanmeldungen ent gegengenommen und es ist sehr zu wünsdten, daß nod) rcd)t zahlreiche neue Freunde für das Stadttheater gc monnen werben, da die Tirektion außergewöhnliche Vorbereitungen für die kommende Spielzeit getroffen hat. ’iorf) nie ist ber Gegcnctat so hoch gewesen wie diesmal, loch nie sind io viele Neubeschanungen für Ausftattui^; , öcrgL vorgesehen worden. Näheres wird in den nächsten Tagen bekanntgegeben werden. ' Neues Fabrikunlernehmen. Tie Firma Poppe & Eo., Frankfurt a. Ä.-London, übernahm von ?fr Konkursmasse Hassia, Pneumatifwerke G. m. b. H. für _uuöu Ml. unb llcbernahme der Verpflichtungen der Masse •in bie Stadt Uva üOOO Mk die mnidmifllr (hnrtdp Hing ber Hassia unb trat in deren Mietvertrag mit ber Stadt ein Tic Firma bcabfiduigl, hier tc di ii i s ck) e Artikel aus Gummi lierzustelleii M a r o kko v e r j a m m 1 u n g Vom .lllbeiitidm Verband wirb uns geschrieben: Als sciiierzeit Fürst Bulow im Reichstag dem Ausland im allgemeinen unb Frankreich im besonderen die beruhigende Versicherung gnb, wegen Marokko werde Teutfdiland doch nidit vorn Leber ziehen, unb damit das brütige Bein Imien Frankreichs imb Englands gegen Trntschland in wirksamer Weise vorbe reitete, erhob iidi im ganzen Reichstage keine Stimme brS Widersprutt)- Vielleicht wäre and) eine solche Stimmt damals nidit auf allzuviel Verstaudni im deutschen Volto gestoßen: lebensall-? liätten iid) die Abgeordneten da mal.» auf Acußernngeii des Volkswillens nicht zu finden ver inedit Tas ist teilte anders geworden: der ganze nattonnb gefilmte Teil unseres Volkes erwartet von seinen in ben Reichstag entienbeten Vertretern bie nachhaltigste Hk- |d)äftiguufl mit brr Frage, ob Ehre unb 3uhinhobrlany<* unseres Volkes in dem Marokkohandel in flcbiüircnbei- We,je gewahrt wurden unb werden In ben verschiedeufton Städten haben stets überfüllte Berfammlungen dieser Erwartung mit Ausdruck gegeben Plioalbozent Tr Wirth, der in ber I iejigen MaroktoversamrnIung am Montag über Marokko sprechen wird, war selbst mehrmals in Marokko unb lat auch int Auswärtigen Amt bariiber berichtet; möge bie Versammlung ein neuer Wegweiser ber Richtung sein, bereu Ausnahme und Iiinehaltnng unser Volk in seiner großen Mehrheit von Regierung imb Reichstag wünscht! Mrriv Alsfeld. 0 AlSseld, 22. Sept. Im kleinen Saale des .Dciitjchen (loufcß' fand gestern abend ein von Fraiien und Tuinnmi sehr gut besuchter Vortrag: »Die jtauenf ragt', van Frau Hermine Schneider-Gießen statt. Der Bortrag sand lebhaften Beifall. Schotten. Q Laubach, 22. Sept. Die Ernteergebnisse in unserer Geuiarkung können nur als gut bezeichnet werden. Ausgedehnte vÄeiviltcrregeu beförderten in der großen Hitzeperiode das WachStuin. Wahrend schon die Getreideernte übtrauß günstig ausgefallen ist, kann auch da« Ergebnis der Hackfrüchte als sehr zusriedenstellend bezeichnet werden. Die Einnahmen der Gerne in de ob st-Versteigerungen be- liefen sich auf 1375 Mk. gegen 600 Mk. im vergangenen Jahre. Von auswärtigen Händlern wurden größere Ladtmgen Cbft ailfgekaust, Slepfel zu 10 Mk. der Zentner, Zivetscheu zu 4 Mk. der Zentner. 9hic die Grummeternte wird auch hier als spärlich bezeichnet werden können. — Am hiesigen Gymnasium unterzogen sich zwei Schüler der mündlichen Ma turitätSprüsu ng, einer von ihnen mit Erfolg. .streiS Friedberg. ----- Bad-Nauheim, 22. Sept. Bis zum 21. September sind 3 3 2 7 5 Kurgäste angekommeu, wovon an genanntem Tage noch 3169 anwesend waren. Bäder wurden biS zum 21* September 439 861 abgegeben. ' > ■ । Kirchliche Nachrichten der evangelischen (Hemeittbe Büdingen. 15. Sonntag nach Tiinilcilis, den 24. September Voi iniilags 10 Uhr: Pfarrer Göbel. Bornuttags 11 Uhr: KindergotteSdicnsl. 'Jiod)iiüilOflS 2 Uhr : Pfarrer S I r ö h e r - Haingründan. Tie AintSiooche hat Pfarrer Göbel. Katholische Gottesbicnstoiduung. Sonntag, den 2 4. September 1911: Nidda: Uhr. Büdingen: 10 Uhr. ■■■ i Die nach- Appafp "ind am Sonntag, den 21. Sept., Mtebenden äClZilv von 12 Uhr wllta»- b s 12 I hr nacht« nur für dringende Fälle blcher aezatreffen: D I>r. Schliephake, Goetbcstr.44. — Dr.Stahl,8cltcr6weg79a. Mcleorologiiche Btobadjtungen der Station tiiefoen. SS SE 2 E Welter Sept. 1911 69 94 86 22 22 23 15 8 104 10,1 9,3 8,8 7,9 »45,1 •44.7 € c es S z eo 9 3 10 bil 22. Septbr. -- + 16,0 »C. , 22. , - + 7,9*0. Höchle Temperatur «in 21. te Riede richtag: 0,1 mm. Kicher und Nchmerrlo* wirkt das C(f)te Radlaucr ikhe bttbneu vuacnmittcl. FH (io P'g. Nur echt aus der Kronen Avotheto, Berlin u . 8. Devot in den meisten Apotheken unb Drogerien. Ul*/» NESTLE Altbewährte Nahrund ' fürKinder und Kranke Pfeil drei eck-Seifen Verkaufn- ■tellea durch diese» Plakat kenntlich. hveA Fabrikant: Aec"*t Jacahl, Darmstadt. Rhalnlaohec Technikum Bingen - Chaeffeu rkuree aus Cocomüsscn. Altbewährt! Die daraus hergestellte Kunerona-Pflanzenbutter (Margarine) dufte«, brlunt und sohmsokt wie üelkerelbuHer. Kuner «»(werke G. m. b. H.t Bremen. 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