Zweiter Katt Jahrgang Erscheiul tS-ttch mit Aufnahme beS SsnnlagS. B len «M bei Mergel rtgöt Dienst« saale bc • Hai Ur; Die „Gietzener Famiüeublätter" werden dem .Anzeiger^ eiennal wöchenltich beigelegt, das „Xrelsblatt für den Kreis Ziehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Leit- fragen" erscheinen monatlich zwermal. Redakrion, Expeditioir und $ ruderet: 64 ul* stratze 7. Expedition und Äerlag: e= Gießen Man unterziehe sich einmal der Mühe, .'mmenzurcchnen, was Preußen in den letzten bni. rohren für die besonders kostspielige Strecke Gießen—Fra- ntt, die früher hessisch war, ausgeben mußte, um sich ^gegenwärtigen, wie sich Hessen finanziell gestellt fiät wenn c* diese Bahnlinie behalten hätte. yZebcnbci beme'' :ft es auch ganz schief, zu verlangen, daß das Großher.u um Hessen nach seiner Einwohnerzahl an den Eisenbahn cherschiisseu partizipieren müsse, denn ein volkreicher j . eoohlhabender Teil des Südens von Oberhessen ist dur. eine sehr bedeutsame Bahnlinie, die preußisch ,ist, durcl schnitten. Am wenigsten Veranlassung für hessische Beschwerde gibt die Uebernahme der Oberhessischen Eisenbahn. Gießen—Fulda und Gießen—Gelnhausen. Bei diesem Stüä des GemeinschastSvertrags mußte Hessen heilfroh fein, gar? unrcntabele und schlecht gebaute Linien in ein großes c: heitlich verwaltetes Netz einverleibt zu sehen. Im Schluß kritisiert Prof. Dr. Siermer nochmals den Gemeinschaftsvertrag, woraus wir folgende Stellen cn. nehmen: hT*/( t^hen "ardt. M. ^75 M. 2.20 M. L6 M-110 M. 1.11) ische, Stltij kos, Spiep« n. MatrahH, Betbtellth Nachbpini-, Möbel. Uh sehe, Sänleif hren, Bllk'i iletle Zleeef, T. u- tcrin 5>ande!-Maz^Qti zu fiubcu sind. Der Vorwurf i|t itatätlich töricht und unhaltbar. Der Dichter selbst äußert sich darüber, da Frau Handel-Mazzetti selbst leider von „abgeschrtebenen Stullen" spricht, folgendermaßen in einer Zuschrift an das Berliner Tageblatt: „Ich stabe „Glaube und Heimat" geschrieben; Frau Baronin Handel-Mazzetti zwei Liebesromane aus der Zeit der Gegenreformation. Wir haben beide die einschlägigen^ quellen studiert, kennen auch nwstl Raupack^ „(Äwngelisches Oesterreich", Arnold Lüsches Perstörsakten in großer Zahl; die Bibel nicht ;u vergessett. Wie leicht kann man sich da bei dem engbegrenztcn Stoffgebiet in den Quellen begegnen: ins lebendige Trielnoerk tu ein er Menschen und in das Radstaus meiner dramatischen Hattd- Imtg hat mir Teilte Baronin Handel-Mazzetti geguckt! Ick habe ein hartes, simples Drama geschrieben, in dem kein Wort von Liebe tönt: Baronin Handel-Mazzetti hat zwei Romane ge- schrieben, die von Liebe mit stärkstem hnsterischen Einschlag förmlich übertriefen. Ein Weib! Zwischen unserer gegenseitigen Prob lemstellung, Art, Berknüvfung, Ziel und Handlung, liegt eine Welt, die' zwischen Mann tmd Weib. Seit acht Monaten lieg« mein Buch „Glaube und Heimat" jedermann zugänglich im Handel nur, wurde ungezählte Male besprochen: Frau Baronin Handcl- Mazz-etti hat ivährcnd dieser langen Zeit nie einen inneren Trieb vcrichin, mir etwas zu sag ein So habe ich ihr ivohl auch nichts genommen. Ta idir eit man schon; da wehrt man sich beizeiten. Fran Baronin, hätten Sie dock schon viel früher einmal an mich einen sehr lauten Brief geschrieben, anstatt jetzt hinter meinem Rücken her an Pater (^pedittis Schmidt zu schreiben? Pater Liebe von der Llugsburger Postzaitnng hat auch schon auf mich geschossen. ?Lber er soll noch ein halbes Hundert ähnliche Worte und Sätzchen und Bildch?n ans Handel-Mazzettis Roman und aus „Glaube nnd Heimat" heransgraben, aus Saft und Erde lieben und sie nebeneinander legen wie tote SarkEllen: Aus „Glaube und Heimat" wird immer nur allein der Schönherr und niemals die Frau Baronin Handel-Maz-etti gucken. Der ganze Gießener Anzeiger General-Anzeiger für vberheffen Wendungen würden durch eine Werterhöhung des Anlagekapitals wettgemacht Die drückenden Neuinoestrerrtng«« zugunsten der vorhandenen Bahnen dienen in erster Linie der Werterhaltung, mögen nebenbei auch einen gewissen wertsteigernden Charakter haben, aber sie können nicht! wie die für den Erwerb und Neubau von Bahnert verwandten Kapitalien schlechthin als „werbende Anlagen" angesprochen werden In dieser Beziehung ist eine Remedur des Gemeinschaftsvertrags recht und billig und wird wahrscheinlich #u einer Entlastung der hessischen &taat8* ' se führen. Ein zweiter Fehler des Vertrags vom Jahre 1896 seine Unkündbarleit Ich verstehe nicht, wie sich Hessen nt eine solche Fessel hat einlassen können. Ich würde rich gar nicht wundern, wenn ein spitzfindiger Formale rist käme und sich den Scherz leistäe, diesen ewigen .rtrag als „gegen die guten Sitten verstoßend" an^u- 'stten. Ewige Verträge macht man nicht. Sie erwecken dem schwächeren Teile das Gefühl der Hilflosigkeit, id dieses Empfinden ist allemal die Quelle dauernden nbehagens. Es wäre durchaus denkbar, daß man den ..enbahnvertrag auf Zeit abgeschlossen hätte, wie das bet- ielsweise bei Handelsverträgen der Fall ist. Ich gebe ibftredend zu, daß dieser Vergleich hinkt; denn Handels- rträge, wenn sie nicht erneuert werden, bebürfeu keinen nständlichen Liquidation gegenseitiger Vermögensrechte, jei wäre es wirklich ein Unglück, wenn alle zehn oben nfzehn Jahre eine Revision des Eisenbahnvertrags vorsehen wäre? Ich glaube nicht. Wahrscheinlich bTiebte 1 .- ja in der Hauptsache beim alten. Mer in Hessen hätte .an wenigstens oas Gefühl, mitsprechen und die Sicherei t, Beschwerden verbringen zu dürfen. Es gäbe freilich ein probates Radikalmittel, das das roßherzoatum Hessen mit einem Schlage seiner schweren chuldentilgungssorgen enthöbe. Das wäre der Verkauf t hessischen Bahnen an den preußischen Staat. Ich weiß, iß ich mit einem solchen Vorschlag meinen Mitbürgers Gemütsruhe raube. Man wird mir vorwerfen, daß rx) Hessen ein wichtiges Hoheitsrecht nehmen wolle. Wer ateses Eisenbahnhohettsrecht ist ja doch nur ein papiernes. >3er es ernst und gut mit dem hessischen Staat und seinem ..inanzen meint, wird einsehen müssen, daß die Frage ?er Tilgung der Eisenbahnschuld das bren- > 2 n b ft c Problem ber Gegenwart ist, übrigens pufft nur in Hessen, fonbern auch in anberen Staaten Preußen ist ber anerkannte Meister in ber Tilgungspolitik. Würbe, ?5 heute ben ganzen hessischen Eisenbahnbesitz übemeh- meu unb bamit auch die ganze Gisenbahnschulb, so würde bas Hessenlanb bic schwerste Sorge, bie auf ihm lastet^ los werben. Ich will aber biesen Reformgebanken lieber nicht weiter ausspinnen, benn er wird ja in absehbares Zeit doch nicht akzeptiert werben. Besonders wichtig ist eine Bestimmung des Gemein schaftsvertrags über bie Aufwenbungen für solche Ergün rungsanlagen (Ban zweiter unb anderer Gleise, Umbar von Bahnhöfen und bergt), beren Verrechnung nach preuß' scheu Verwallltngsgrunbsätzen nicht zu Lasten bes Betriebetats zu erfolgen 'hat. Nach preußischer Ufancc finb bas Aufwenbungen über 100 000 Mark. Alles, was darüber hinausgeht, trägt der einzelne Staat für die von ihm in bic Gemeinschaft gebrachten Linien; bei Hessen auch für bie Main-Neckar-Bahn. Jnbessen wird für diese Sonder < aufwenbungen eine Zinsvergütung von 3 Prozent den Tei lungsziffern zugerechnet. Wie die Erfahrung lehrt, handell es sich hier um sehr erhebliche Summen, die bic Eisenbahn- schulb hat mächtig anfchwellen lassen. Solange ber An- lcihezinsfuß nur wenig über 3 Prozent ftanb, würben indessen bic Ausgaben bank biefer Bcrechnungsmethode nicht nur ausgeglichen, fonbern überbeckt. Denn wenn ber Bc triebsüberschuß bes gesamten Gemeinschaftsnetzes vier und mehr Prozent betrug, machte der hessische Staat sogar ein gutes Geschäft, em Punkt, ben man im Groo ß scheu Lager eigentümlicherweise vollständig übersehen zu haben scheint. Trotzdem halte ich die fraglichen Vertragsbestimmungen für anfechtbar. Es läßt sich nachweisen, daß die Geleisevermehrungen, Erweiterungen und Umbauten der Güterbahnhöfe nur zu einem kleinen Teil für den Lokal- verkchr, zum größten Teil aber für den Transitverkehr notwendig werden. Aufwendungen dieser Art müßte aber billigerweife ber Betriebsetat tragen. 2Bemr es wirklich finanztechnisch nicht burchzuführen ist, ben lokalen unb ben Gemeinfchaftsnutzen abzufchätzen unb für bic Kostenaufbringung grunbfätzlich verschieben zu behandeln, so sollte man wenigstens versuchen, den Minimalbetrag von 100 000 Mk. erheblich zu erhöhen, zumal es zweifellos unrichtig ist, zu behaupten, diese Auf-! Wurf ist mein, unb icber Stein, von mir gehauen und gefügt, trägt meine Marke. Ich habe mein Werk, darin ich über Glaubensstreit igleik en hinweg um Menschenliebe warb, an der großen Heerstraße' erbaut. Jeder, der vorüberkommt, halte es, wie er mag: Er grüße es, bespeie es ober werfe nach ihm einen Stein — ich sage Amen zu allem!" ,— EinBallonübereinemWalbbranb. Dian schreibt der Frkft. Ztg. aus ber Pfalz: In eine eigenartige unb nicht ungefährliche Lage kam am Ostermontag ber Ballon „Saarbrücken" der Sektion „Saar-Mosel" bes Nieberrheinischen Vereins für Luftschiffahrt, ber mittags i/212 Uhr in Pirmasens zu seiner zweiten Fahrt aufgeftiegen war. Dieser Ballon ber erst jüngst in Saarbrücken getauft wurde, ist der Ersatz für ben Ballon „Saar", dessen unglückliche Fahrt über die Nordsee noch in trauriger Erinnerung ist. Der Ballon überflog bei prachtvollem, sonnigen Wetter das ganze Pfülzerwaldgebiet und gelangte gegen 12 Uhr mittags in bie Nähe von N e u- ftabt a. b. Haardt, wo das Haarbtgebirge zitr oberrheinischen Tiefebene abfällt. In diesem Ranbgebirge wütete 'seit dem frül)eii Vormittag ein großer Waldbrand, ber über 150 Morgen Kiefernwald ber Gemeinbe Hambach vernichtete und erst gegen 1 Uhr nachmittags gelöscht werben konnte. Der Ballon näherte sich dem Waldbranbgebiet in west-nordöstlicher Richtung in einer Höhe von etwa 1500 Metern unb befand sich bald über demselben Von dem Ballon aus gesehen schien ber Waldbranb zu beiben Seiten einer großen Straße zu wüten: bie brenn enbe Wald fläche bot einen schaurig-ßchöneii Anblick. Da dem Ballon durch die h o ch in die Luft geschleuderten Funken Gefahr drohte, indem bie mit 1600 Kubikmeter Gas gefüllte llugel hätte anbrennen und explobicren fönnen, so ging der BallPrführer, Oberleurnairt Seeb (Zweibrückeni, von 2020 Meter Höbe auf 2200 Meter hinauf, so baß ber Ballon ben Waldbrand ungefährdet überflog. Ter Ballon gelangte in 2300 Meter Höhe über bic Rheinebene, um seine Fahrt über Heidelberg ins Neckartal fortzusetzen. Bon den zahlreichen Touristen, die am Waldbranbgebiet toeüten, Professor Dr. Biermer über die preutzisch-hessisc c Lisenbahngemeinschast in Auf bie Geschichte des hessischen Eisenbahnwesens wirj Prof. Dr. Biermer einen sehr interessanten Rückblick. W entnehmen seinen Darstellungen eine Stelle über bie frühe Tilgungspolitik: Interessant war bic hessisck)e Tilgungspolitik ber Mai Neckar-Bahn gegenüber. Sck)on im Jahre 1847 bcgai 1 man mit ber Tilgung Bis anfangs ber sechzcher^ Jahr ■ wurde 1/2 Prozent getilgt, von da an hat man bie Tilgv erheblich verstärkt. Wenn Eisenbahnbirektor Grooß ab mit großer Genugtuung konstatiert, baß Hessen in . Lage gewesen sei, bis rur Eisenbahngemeinschaft bic Mai Neckai Bahnschulb vollstänbig zu amortisieren, so hätte nicht unerwähnt lassen bürfeu, aus welchen Mitteln bc: die Resttilgung erfolgt ist. 1879 nämlich ftanb bic Schi noch mit 31/3 Millionen Mark zu Buche. Im Jahre ban erfolgte halb ber Verkauf des h cf fischen Anteils ber Ma Weser-Bahn an Preußen. Für biesen hessischen Besitz war. Anleihen im Betrage von 12,8 Millionen Mark nottoci: big geworden Mehr als die Hälfte davon war aber lu reils von Hessen getilgt. Preußen bezahlte für den beffi scken Anteil 17i/i Millionen Mark. Der Verkäufer halle also über 11 Millionen Mart für andere Tilgungszweck verfügbar, und so kam cs, daß Hessen den Rest der Main Neckar Bahnschuld zurückbezahlcn konnte. Es blieben bain noch 6,8 Millionen Mark der Anleihen von 1846 für ou Bahnlinie Hanau—Offenbach unb die drei Main-West Bahnanleihen von 1846, 1849 und 1850 zur Tilgung übrig Die Ludwigsbahnanleihe von 1853, die ursprünglich 1,2 Millionen Gulden betrug, und bic noch mit 323 000 Mi w Buche ftanb, kam ebenfalls zur Rückzahlung, unb schließ lief) war cs auch noch nwglich, bic Anleihe für bie Ober- hessischen Eisenbahnen von 1879, bic runb 39 Millionen Mark betrug, unb bie noch gar nicht getilgt war, um 7,4 Millionen Mark zu kürzen. Richtig ist cs also, baß bas Großhcrzogfum Hessen früher eine sehr vernünftige und reichliche Schuldentilgung befolgt hat. Nicht richtig ist . es dagegen, wenn es so dargestellt wird, als wäre diese Tilgungspolitik in ihrem Abschluß^im Jahre 1880 nur ans eigener .graft möglich gewesen. Sowohl die Main-Neckar- Bahnschuld als die Main-Weser-Bahnschuld wiesen noch S.S-.I ** D r r Verein dec P n r» elp o l nter-Züch t r (Sitz Darmrlabt) hält *m Samstag, 22. April, auf d m von Fabrikant Rinn zur Verfügung gestellten Revier „Heuchel- l) e im* seine 12. deutsche Iugendsuche ab. Zur Suche gemeldet sind 12 Hunde. Zugelassen sind nur rein gezüchtete Pndelpointers (Jagdhunde), die im Jahre 1910 gewölft sind. 65 wird nach der Prüfungsordnung des Verbandes der Vereine für Prüfung von Gebrauchshunden zur Jagd, „speziell ifüc Jugendsuchen", gerichtet. Als Preisrichter haben Br. med. Mogk-Offenbach, Fabrikant Rehfuß-Oberländer- Kehl a. Rh. tmb der Fürstl. Wittgensteinsche Förster Wied, 'Leimstruth i. W. zugesagt. Kreis Lauterbach. = Ober-Movs, 20. April. Dieser Tage starb hier der im Jahre 1828 geborene Christian Hcy. Zimmer an seinem 84. Geburtstage Er war der älteste Einwohner unseres Ortes und einer der noch wenig lebenden Kriegsteilnehme r aus dem Jahre 1848, in dem er im 4. Infanterie-Regiment den Feldzug gegen Baden mitmachte. Er lebte in den letzten Jahren in größter Hilfsbedürftigkeit und konnte sich wegen eines krebsartigen Beinleidens kaum fortbewegen. Außer der Beihilfe für Kriegsteilnehmer bezog er Unterstützungen aus der Staatskasse. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 19. April. Unsere Realschule besaß bis zum Schlüsse des abgelaufenen Schuljahres noch eine Obersekunda. Die Schulbehörde ließ vom genannten Zeitpunkte an diese Klasse eingehen, da die Obersekunda nicht viele Schüler aufzuweisen hatte und man auf allen Gebieten des Staatshaushaltes sparen müsse. Sie gab aber das Versprechen, wenn der Schülerbestand sich heben würde, die Klcffse wieder einzurichten. Das Gesuch der Stadtverordnetenversammlung um Beibehaltung der Obersekunda wurde abschlägig beschieden. Run hat die Stadt beschlossen, 4000 Mk. in den Voranschlag ein- Kustellen, wenn die Klasse erhalten bliebe. n. Ro ckenb erg, 20. April. In der hiesigen Filiale der Portefeuillefabrik von Mayer-Qfsenbach brach heute vormittag Feuer aus. Bei dem Steden von Wachs war der Tiegel zum Ueberlaufen gekommen, das Wachs hatte die Feuerung erreicht, und sofort stand der Raum in Flammen. Das Feuer griff in der alten Fabrik, einem Fachmerkbauj, rasch um sich, doch ^konnte es hie Feuerwehr nach anstrengen-- der Arbeit auf seinen Herd beschränken. Leider zogen sich zwei Arbeiter, die Gebrüder Billmayer, so erhebliche Brandwunden zu, daß sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußten. Der entstandene Schaden ist durch Versicherung gedeckt. 1 Starkenburg und Rhein Hessen. m. Offenbach a. M., 20. April. In der heutigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung machte Bürgermeister Dr. Dullo die Mitteilung, daß das Reichspostamt die Eingabe der Stadt und Handelskammer wegen Einführung der Ortsportotaxe zwischen Offenbach und Frankfurt abgelehnt habe. — Ta unser W as s e r w e r k auf die Dauer den Konsum nicht mehr decken kann, so wurden zur Erschließung weiterer Quellen in der Hintermark im vorigen Jahr Bohrversiuhe Vvr- genommen, die wieder eingestellt wurden, weil sie ergebnislos verliefen. Die Kosten für diese Bohrversuche belaufen sich auf 7614 Mk., die bewilligt wurden. Neuerdings wurden in der Biederer Gemarkung Bohrversuche vorgenommen, die günstige Ergebnisse gezeitigt haben. — Die Versammlung beschäftigte sich ferner mit der Erweiterung des Stadtbaoes und bewilligte die hierfür erforderlichen 460 000 Mk. Ferner wurde beschlossen, diese Summe entweder zu Lasten der Anleihe 1909 unter Ausscheidung einiger dort vorgesehenen ««deren Zwecke oder vorlagsweise auf Vermögen unter Boraussetzung des Ersatzes aus der nächsten Anleihe zu verrechnen. Bei dieser Gelegenheit machte der Bürgermeister die Mitteilung, daß eine neue Anleihe jedenfalls spätestens zu Beginn des übernächsten Jahres ausgenommen werden müsse, die durch die Aufwendungen für den Bahnhofsumbau, Kläranlage, Kanalisation usw. notwendig würde. Die Versammlung stimmte ferner der Errichtung einer Kläranlage nach den Plänen des Dr. ing. H e y d - Darmstadt zu und bewilligte für die Vorarbeiten 30 000 Mk. Hessen-Nassau. ---AusdemSolmsb ach tat, 19. April. Mitte Mai dürfte der Durch st ich am Tunnelbau der Solmsbach- talbahn erfolgen, bei dem 60000 Kubikmeter Felsmassen ausgebrochen wurden. Zum inneren Ausbau des Tunnels sind 40000 Sack Zement, 5000 Kubikmeter Sand, 8500 Kubikmeter Bruchsteine und 3 Millionen Ziegelsteine erforderlich. Die Solmsbachtalbahn (Aibshausen—Grävenwiesbach) — insgesamt 24,5 Kilometer — berührt den Kreis Wetzlar in einer Länge von 15,4 Kilometer und wird mit ihrer Vollendung ein Verkehrsgebvet von 220 Quadratkilometern mit rund 28000 Bewohnern aufschließen. F. C. Wiesbaden, 20. April. Eine vom Pürger- verein Biebrich gewählte Deputation behufs Erhaltung der'llnteroffizierschule dortselbst wurde vom Kriegs- Minister v. H e e r i n g e n , der hier zur Kur weilt, empfangen. Der Äriegsminister erklärte, daß die Verlegung der Schule eine beschlossene Sache sei, aber wahrscheinlich werde dieUnteroffiziervorschuleinJülich (Jülich hat außerdem noch eine Unterofsizierschule) nach Biebrich verlegt werden. Die Kaserne in Biebrich müßte dann mit einem Kostenaufwand von 200000 Mark umgebaut werden. Auf die Frage, ob es nicht möglich sei, ein Jnfanteriebatail- lon nach Biebrich zu verlegen, bemerkte der Kriegsminister, daß dies erst erwogen werden könne, wenn neue Bataillone bezw. Regimenter errick)tet werden müßten. Dies läge aber in weiter Ferne, in den ersten fünf Jahren fei daran nicht zu denken. Märkte. fc- Wiesbaden, 20. April. Heu- und Stroh markt. 'Ungefähren waren 7 Wagen Heu und Stroh. Man notierte: peu 7.60-8.0u Mk., Stroh lRichtstroh) 5.60—0.00 Alk. — F r u cb t rn a r kt. Hafer 17.80—00.00 Mk. Alles für 100 Kilo. Tie Marktpreise für Bieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Broipreise am 19. Avril 1911. Höchste Schlachlviehpreise m Frank'url a. 9)1. Fleischpreise in Gießen Ochsen Kälber Schiveine 50 Kg. Schlachtgewicht 93—97 Uif. ' ,Kg. Schlachtgew. 100-108Pf. _____2____62-6^_ */, Kg. 88-96 Pfg. V, , 88-92 , '/, n 70-90 UW Getreidepreise in Mannheim Brotpreise in Gießen Weizen 100 Kg. 00.0" OO.oO Mk? Roggen 100 Kg. 00.00— 00.00 9)11. Weißbrot 2 Kg. 62 Pig. Schwarzbrot 2 Kg. 54 Pfg. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Samstag den 22 April: 3n der Stadttirche. Nachmittags 2 Uhr: Beichte. Pfarrer Schwabe. 3n der Johannerkirche. Nachmittags 2 Uhr: Beichte. Pfarrer A uSfeld. Sonntag den 2 3. April, Quasimodogeniti: Kollekte für die Armen. Gottesdienst. 3« -er 5tadttirchr. Vormittags 9*/t Uhr: Konfirmation der Kinder aus der Markusgememde. Feier des heiligen Abendmahls. Pfarrer Schwabe. Abends 6 Uhr: Pfarrer Adolph. Entlassung der konfirmierte,: Chor schule r. 3n der Zohannrrkirche. Vormittags 91/* Uhr: Konfirmation der Kinder aus bet Johannesgemetnde. Feier des heil. Abendmahls. Pfarrer A u s f e l d. Abends 6 Uhr: Pfarrassistent Schorlemmer. Tie Bibelbesprechung im Iohannessaal fällt aus. Katholische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag den 22. April 1911: Nachmittags um 6 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag den 2 3. April, Weißer Sonntag: Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. , um 7 Uhr: Die erfte heil. Messe. , um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. „ um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Feier der erste» hl. Kommunion der Kinder. , um 11 Uhr: Heil. Messe. Nachmittags um 3 Uhr: Fest-Andacht mit Segen, Israelitische ttetltzlonrgemeinde. (Sotiesouiid m oer Synaaoqe «Süd-Anlages Samstag den 22. April 1911: Vorabend: 7.15 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Nachmittags: 4.00 Uhr. Schrifterklärrrug. Sabbatausgang: 8.20 Uhr. Israelitische Religionsgesellschaft. Gottesdienst. Sabbatfeier am 22. April 1911: Freirag abend 7.05 Uhr. Samstag morgen 8.00 Uhr. Samstag nachmittag 4.00 Uhr. Sabbat-Ausgang 8.20 Uhr. Wochengottesdienfl: Morgens 6.30 Uhr, abends 8.20 Uhr. Meteorologische Beobachtungen der Station Siehe«. Niederschlag: - 0,0 nnu. Höchste Temperatur am 19. bis 20. April — -s- 23,6 D X Niedrigste , , 19. ,20. , = + 9,8 *0, April 1911 Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Wind- 1 richlnng H 'M w ta jö £ K Erat» der Bewölkung In Zehnt«! der ftchlb. tztmmrlrst. Wett« 20. 2“ 150,8 16 0 8,5 63 W 2 8 20,| 9“ 155,1 120 8,2 79 WNW 2 9 21, 7« 161,3 6,3 5,9 83 w 2 0 Sonnenschein pflegen erfahrene Herren nicht ohne eine Schachtel Wybert-Tabletten 211 sehen. Wer zu Erkältung neigt, hat kein besseres Mittel, um Husten und Heiserkeit, die durch die An strengung der Stimme meist noch befördert wird, rasch und gründlich zu vunreinen. Die schachtel mit nahezu 400 Tabletten kostet in allen Apotheken nur 1 Mk. (ss% Depot in Gleesen: Pelikan-Apotheke, Kreuz 2. " Die Pläne lien f der -a ■hafte zu se liegen de Lochen aus I Ue abgelaui 1 unter W' .Svril cr,lus tinung ogen11 Montag den, pjirid) Peuich' während, de t Höcht vedingt Men. Sinzenba b)6 ÄMÄm Auslun'n r die Unte von 10—12 und von Aprikos 9lbtei(uni Seginn be 58 3 pBb'Sb W !* ZV cp S ® 3 B S" «■ 2* 2 5 S to •* £5. <30 £ » 3. S- X 3 3 sr s D S ff 3 rc = 5 S 3 Pt I 2C § 5 <»> --2 I Sä <3 to D er a 3 ät iA 3*3 :.g> g h 31 3 S 8 8 3 ISl SUS’ R. R» P 2 % S S 1 cO - 8Z- s §> AZ ff sa* Ltta? 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Ser. o unk. 0. 1911 1 99.10 27. a. Sih. Ser. 4 135.90 174.50 mitgeteilt von der 37, 4 t8. 98.- 13 9 67, 6 6 67, 4 4 4 4 37. do. 37, do. 4 4 40 43 46 kündb. ab 1906 unk. b. 1911. 4 37, 40 100 100 4 4 4 7 9 77, 8 10 8 237.80 158.50 133.50 4 4 4 4 ab 1905 ab 1907 . ö.fl 150 . ö. ft. Iso 99.60 101.50 102 8u 142.50 146.30 185.00 1. •2. 3. M. 1000 M.1000 M.1000 108.90 137.15 155.50 137.75 148.9u 149.60 4 4 4 37, 4% 123.75 209.- 11L- 197.50 b. 1909. b. 1912. b. 1914. b. 1915. b. 1912. b. 1914. -4 37, do. S. 28-30, 32 (ttlgb.) do. S. 45 (tilgb.) . . uni unk. unk. unk. unk. unk. 0 5 do. do. Kammer, 1 dreistöck. Vanerbauö mit Pscrdcstall und Heuboden, 1 Laden mit 2 Schaufenstern, 2 Zimmern und Lagerraum, 2 Werkstätten. 238.— 118.— 211.— 194.75 14L50 1^3.50 196.50 196 JO 208.50 187.03 99.20 99.20 99.8 J 99.30 lOO.hi 93.50 91.50 91.50 do. do. do. do. dojq. Llsemv. yumbolo Masch. . ^aucagutte. . . -inanen Bergbau . ^mheimerBergw. 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Avril er. bi 7. 5 Mai etnschl. zu jedermanns Einffcht in meiner L'vdnung offen liegen, öffentlich zu verpachten und zwar am: Piontag den 8. Mai er. nachmittags 3 Uhr in der Gastwirtschaft Heinrich Peusch in Kinzenbach. Vtäbrend der AuslegungSsrist kann jeder Jagdgcnoffe gegen tie Pachtbedingungen Einspruch beim Kreisauöschutz in Wetzlar erheben. Kinzenbach, den 18. Avril 1911. Der Iagdvorsieher: ___________________________M u 11 b 1 e r.________ D18/4 Alice-Lchul-Berein Gießen Dr. Bergmanns Baldrian-NervenlrnDlen „Bonar t beseit Kopfschmerz. Schlafl. nerv .Unruhe, x 1 00 M. Pelikan-Apotb. Es sind au vermieten: 1 Wohnung von 10—11 Zimmern, 1 Wohnung von 7 Zimmern und 2 Äliansardenzimmern, 1 Wobnung von 7 Zimmern, 1 Wohnung von 6 Zimmern, 9 Wohnungen von 5 Zimmern, 1 Wohnung von 4—5 Zimmern, 3 Wohnungen von 4 Zimmern, 1 Wohnung von 3—4 8t . " _ 7 _____ 1 Wohnung von 2 Zimmern und 2 Kabinetten, 1 Zimmer und vayr. Hyp.- il Wechselbk. s. fl. 500 13 veruncr HandelSg. 2)1.500/1000 1 9 do. 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Angebote sind biö zum genannten Termin an das Gaö- und Wasserwerk ein zureichen._______________________________________________________Bn/< Ltädt. Wohnungsnachwcis Rieften, Asterweg S. do. Ser. 4 kündb. 1906 Die Pläne über die Errichtung oberirdischer Bnien an der Landstrasse von Londorf nach Kefselbach und in eUgasse zu Kesselbach und an der Strahe nach der Ratzmühle b «orberf liegen bet dem Kaiserlichen Postamt in Londorf von heute il> 4 Wochen aus. rlubmx Becgw. . 261.10 ^qcm-^a||.«Bgw. J65.60 Aoem. Ätaqlmetk i 171^5 diubed ikontan .; 199.25 -chles. Lcrg.Zmk —,__ WegeUn & Hübner 1 260.— Wefteregeln iUlaü j 210.60 Elekrr. «öse Lorz. — , LUgein. Derlm * 276.— „ La^meyrr . . 12U.0-? , ©ajudert . - 145,10 , eiern. L HalSke | 24 d.lKj , Unurn. Zürich — Farbwerkc yodjit. \ 512.20 »unft|elbeF!t.a.M. 121.0 Masch. Kleger . ., 594.50 , Gritzner . . j 278.70 „ Fab.LSchleich. 1150.50 Hamb..Äm.-Pcklfr. ! 136.4^, ytorbb. Lloyd . ., 98.*0 8.20 Ntzr. Mäusburg 12 Telephon 539 Die hei Mainzlar, 20. 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