Nr. 66 9T5a. Normann (23p.): Tie gegenwärtige Aufsicht g- h auf Verbesterungsvorschlai Sie An einem kleinen auj Bänken ii&atb, die rings an Lehrer und £cbrcruuien mitten unter tonen. in der Mitte sitzt ein brr bae> — Photographische Aufnahmen des Meeres^ bodensvomBallonaus. Ein niederländisch-indisches Blatt, der „Javabote", beschrieb kürzlich cine/von dem Ballon „Batavia" an der Küste des Javameeres und entlang den Mündungen der sich darin ergießendem Flüsse gemachten Fahrt, bei der man vom Ballon aus dura> das Wasser eine genaue Ausnahme der Besessenheit des Meeresbodens mit seinen Erhöhungen und Tiesen, Klippen usw. nyad/ert konnte. Es war, als ob die Lustschijser eine Karte des Meeresbodens vor oder vielmehr unter sich ausgebreitet gesehen hätten. Eilt indisd-er Marineossizier hat nun in einer Schrift aus diesen Umstand ausmerksam gemacht und die Regierung aus- gesordert, diese Erfahrung für die Untersuchung des Fahrwassers Cer indischen Meere auszunützen, die bis jetzt noch in sehr ungenügender Weise untersucht seien; denn abgesehen davon, daß mit dieser Methode viel Zeit, Geld und Mühe erspart werden könne, oürse man, wie kaum naher ausgeführt zu werden braucht, auch auf eine größere Sicherheit und Zuverläisigkeit der Ergebnisse der Tiefseeforschung rechnen. Dieser Gedanke scheint an maßgebender stelle aus empfänglichen Boden gefallen zu sein: das inoische Marinedevartement hat beschlossen, mit einem solchen „Ballon schiss" einen Versuch) zu machen oder wenigstens die vorbereitenden Schritte dasür zu tun. Herr Otto selbst hat seinen Platz so gewählt, daß er alle übersehen kann. Er leitet die Versammlung in parlamentarischer Form, uni) jeder kann sich zum Worte melden und darf reden, was und wie er will. Zunächst wurden einige Mitteilungen über den Stundenplan gemacht und ein Gesetzentwurf erwähnt, den eine Kommission der ScfFler festgestellt hatte. Derselbe soll hekto- graphiert und vor der Abstimmung jedem Stimmberechtigten in Die Hand gegeben werden. Ein etwa achtjäl-riger Junge fragt, was Hektographieren bedeute. .Herr Otto erklärt das Wort sprachlich (Griechisch gehört zu den Unterrichtsfächern der Schule) und erörtert kurz und anschaulich) das Verfahren. Ein anderer Schüler wünscht die Abgabe von 5 Quadratmeter Gartenland zum Bau einer Burg. Nachdem der Fehler, den er im Gebrauch des Flächenmaßes gemacht hat (er meiitt ein Stück von 5 Meter im Quadrat, also 25 Quadratmeter), flargeftcllt worden, wird ihm aufgegeben, eine Kartenskizze zu machen und seine Wünsche dann befrimmter vorzutragen. Ein etwa zehnjähriges Mädchen bringt den Prozeß Herber ich zur Sprache, der in jenen Tagen gerade durch die Zeitungen lief. An die,es traurige Sittengemälde knüpfen sich eine Anzahl Fragen der Kinder, die von Herrn Otto beantwortet werden, und der Tatt und der sittliche Emft, die bei der Erörterung zutage traten, zeigen deutlich den erziehlick-en Einfluß aus die Jugend, Den auch ein Gespräch über ein so heikles Thema haben kann. Eine andere aus der Mitte der Schülerschar gestellte Frage betraf einen Streik von Eisenbahnbeamten in Rußland. Mit wenig Worten wird erklärt, wie ein Streik der tedjniidjen Beamten den Verkehr vollständig hemmen muß; ein Lokomotivführer z. B. muß seine Strecke genau kennen und kann nickt ohne weiteres durck) einen anberen ersetzt werden, wie an dem Beispiel eines nahegelegenen Bahnüberganges praktisch erläutert wird. scheint täglich mit Ausnahme de» Sonntag«. Die „^letzener ZamlUendlätter- werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich betgelegt, da« '.Krdiblatt für den Krell «ietzeo" zweimal wöchentlich. Tie ..randwirlfchastllche. Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Denn man Jahr für Jahr von sozialdemokratischer Seite solche Einzel heilen aufbauscht, dann kann man die Erregung De« RegierungSvertrcterS verstehen. DaS Plenum des Reichstages ist wohl nicht das geeignete Forum, das für eine erhöhte S'cherbeu auf See Sorge tragen kann. DaS SchttsahrtSamt in England bat sich nicht so bewährt, wie immer behauptet wird. Was ml- man im Ausland darüber denken, wenn hier immer gegen unsi.e Schiffahrt so geredet wird. Wenn wir alle über dreißig vabre alten Schiffe auö unserer Handelsmarine entfernen wollten, würde eine große Lücke entstehen. Tie gegenwärtige Aufficht genügt. Wir haben bisher vergeblich auf Verbefferungsvorschlage der Sozialdemokraten gewartet. Samstag, 18. März (9U Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen Universität« - Buch- und Steindruckerei. 9t Lange. Gießen. Redaktion, Ervedition und Druckerei: Schul- straße 7. Exoedinon und Vertag: ^M dl. Rd)artion;e^U2. TeU-Adr^ AnzeigerGießen. Gesetzeskraft verleihen. Tic zwanglose Form, in der aller Unterricht erteilt wird, bedingt natürlich einen anderen Verlauf der UnlerrtdstSstunDen, c-ls wir ihn sonst gewöhnt sind. Aber was ick) z. B. in einer Uitter- rich'sslunde über Einführung in die Grundbegriffe der Trigonometrie gehört habe, ivar vom methodisck^n Standpunkt aus tiicht nur eintvaiidsrei, jonderri geradezu vorzüglich. DaS Interessanteste in der^öauslehrersckmle ist der Gesamt- aiitcrridit, der täglich in einer Stunde erteilt wird. linier Gesamtunterricht versteht Berthold. Otto eine zwanglose Unterhaltung zwischen dem Lehrer und den .2d)ulern, in der alle» -loglicke beivrodx'it wird, tvas die letzteren durch ihre prägen anregen, und es war für mich.eine der intereiianteften^tuöien, die un in meinem an paDagogticken Erfahrungen Leben gemacht habe, als ich vor kurzem einer solchen Geiaml- unicrriiL)t6fiiuti)e beiwohnen konnte. ... - . In einem mäßig großeti Doppelzimmer waren etwa .unfjig Knaben und Mädd,en vorscksiedenen Otters versammelt, zwanglos Aus Serthol» Ottos hauslehrerschule. Direktor Tr. P a b st iu Leipzig gibt in der Illustrierten Zeitung folgende anschauliche Schilderung des -Lchulbetnebes bei Berthold Otto: Berthold Otto ist pädagogischen Kreisen als der Herausgeber des „Hauslehrer" bekannt, einer „Wock?enschrist rur ben gelingen Verkehr mit Kindern". Tie im „Haustetirer" mid in seinen son- fngeu Sckfristen vertretenen Reformidcen Ottos finden chre ^5er- fuuilid)ung in der von ilnn geleiteten Häuslein: ersctsule in Groß- licksterfetde. Sie hat sich in den letzten Jahren so rasch vergrößert, daß sie vor kurzem in ein eigenes Heim überitcbeln konnte, da» in einer freundlick-en Billensttaße gelegen unb von einem Oartcn mit Spielplätzen umgeben ist. Tort werden die Knaben und 5Dläbcl;en, Die der Schule angehören, gemeiniam unterrichtet, nicht in Klassen, die nach Alter und Leistungen itreng abgeteilt find, fonbern in Abteilungen, die fich die Smuler feibst wählen, yn bet Blathematit z. B. kann der eine in die oberste Abteilung gehören unD in irgendeinem anderen Fache in die unterste; er kann sich auch die Fächer wählen, an denen er teilnehmen will, unb wenn es ihm nicht mehr gefällt, kann er wieder ausfck>eiden. ^ru® hingen, die bestimmte Bereckstignngen gewähren, werden in der fcaiivleljreridmle grundsätzlich nicht gemacht. Ebenfoioeuig werden bäufilide Arbeiten verlangt. Ob die Schüler solche anfertigen wollen, ist ganz in ihr Belieben gestellt. Strafen kommen in der Sck/Ule so gut wie gar nicht vor; disziplinarische Einrichtungen ickrajsen sich Die Schüler gelegentlich selbftt iitdem fte einige 1-ara- o.iapbeu über das aus setzen, was in der ^xhule verboten und was c.laubt ist, und durch gemeinsame Abstimmung dtefen Sätzen und jeder weiß in einer dem Zuhörer verständlickßm unb mtereffan* ten Weise bavon zu sprechen. Mir siel babei eine Erzählung ein, Die Rubols Hildebrand, der berühmte Germanist, aus seiner Lehrerzeit am Leipziger Tlwmasghmnasium mitgeteilt hat. In einer Unterrichtsstunde war von den Ohren des Haien gesprochen worden. Da erhob sich ein Försterssohn unb berichtigte, baß der Hase keine Ohren, sondern Löfsel habe. Dies war für Hildebrand eine willkommene Gelegenheit, ben Jungen zum Reden zu bringen, der nun von Wald und Wild und Wcidmamisbrauch vielerlei zu erzählen wußte, was von seinen Klassengenossen mit offenen Augen und Ohren verschlungen wurde. So ging die Stunde hin, ohne baß bas vorgeschriebene Pensum erledigt worden wäre. Aber Rudolf Hildebrand m.n.tt, daß die Jungen in dieser Stunde vielleicht mehr gelernt hätten als in vielen anderen Stunden, in denen da» Pensum pfiickstgemäß abgebafpclt wurde. Diese Aeußeruna möchte ich aus den Gesamtunterricht Berthold Ottos anwenden. Man muß ihn sreilick) aus eigener Anschauung gesehen haben, wenn man sich das richtige Bild davon machen roill. Auch wird es nicht jebem Lehrer gelingen, solche Unterrichtsstunden abzuhalten^ aber jeder sollte es wenigstens einmal versuchen, wenn er seine Schule zu einer Schule machen wjll, in der das alte Wort gilt: Non idiolae, sed vitae — nicht der Schule, sondern dem Leben unb aus dem Leben müssen wir lernen. Das ist ein alter, aber leider immer noch viel zu wenig beachteter Kernsatz pädagogischer Weisheit! fünftes Blatt 161. Jahrgang , Giehener Anzeiger Eeneral-Anzeiger für Gderhessen Vizepräsident Dr. Schultz: Sie dürfen keinem Redner Unsinn vorwerfen. Abg. Schwartz-Lübeck (Soz.): ES kommt für den Verlust eine« Schiffe? nicht offejn da? offfer eines Schiffes in Betracht, sondern vor allem die Besatzung. Die Besatzung ist meist zu schwach unb oft minderwertig »egen der geringen Löhnung. Abg. Kirsch (Zenlr.)S Alle?, was hier vorgebracht wurde, genügt nicht zu der Be- bauvlung. daß die Sloman-Dampfer seeuntüchtig sind. D>e Untersuchungen über die letzten Unfälle sind noch nicht abgeschlossen Man kann also fein endgültiges Urteil fallen Jedenfalls aber ist der Beweis nicht erbracht, daß die Kontrolle der SeeberufS- genostenfchaft mangelhaft ist. 2Tbg. Heckscher (Vp.)k Die Vorwürfe gegen die Sloman-Linie sind nicht berechtigt. Allerdings steht die Reederei in dem begründete Stufe, bet« tue. gaben für die Schiffe und ihre Ausrüstung ub-rauS ängstlich zu fein. Daran mag der Verwalter der Reeder« em pcrutfelteß Maß von Schuld tragen. So sind di- schwer krank-nder. Angriffe entstanden. Es wäre aber zweckmäßiger unb verständiger gewesen. Darauf zu warten, biS bas staatlich eingesetzte unabhängige Gericht entschieden bat. JebensallS wäre es fluchwürdig, wenn eine Reederei absichtlich seeuntüchtige Schiffe hinaussch'cken wurde Ich könnte mir nichts Niedrigeres und Gemeineres denken! (Bestall.) Ter Redner nimmt den Führer der Seeberufögenostenschaft gegen sozialdemokratische Angriffe in Schuh. ES mutz doch tiefen Eindruck machen, baß selbst ein so unabhängiger Mann, wie Direktor Joucquiöres, als Vertreter deS ReichSamtS des Innern, sich gegen die staatliche Kontrolle und für die Seeberufsgenosten- schäft auSfpricht. Abg. Naab sWirtscki. Vg.)r ES ist unrecht, wenn man hier die Zufriedenheit mit der Tätigkeit der Seeberufsgenostenschaft öffentlich ausspricht. Da- mit unterdrückt man ihren Eifer, die Verhältnisse zu besiern. In der Ueberwachung bet Schiffahrt kann unb muß mehr ge- schehen. Der Webner forbert ein ReichSschiffahrtSamt. Abg. Molkcnbuhr (Soz.): Die Art, wie der Regierungsvertreter gegen meinen Freund Metzger polemisiert hat, ist glücklicherweise hier nicht üblich. Sie läßt sich nur durch seine Erregung entschuldigen. Wenn er aber keine besseren Argumente hat, als die, daß das Wasier keine Balken habe, so muß es um seine Position schlecht bestellt sein. Unsere Anklagen richten sich nicht gegen die Seeberufsgenossen, schäft, sondern gegen die Untätigkeit bet verbündeten Regierungen, Die sich um die Verhütung von Seeuniällen au wenig kümmern. Abg. Seniler (Natl.): Ick) bin entschieden gegen jedes VertuschungSsbüem. B^e -t also nur das UcberwachungSsystem. Aber ich kann nicht einwgen. warum wir die staatliche Ueberwachung brauchen. Wir wnn«. stolz Darauf sein, wie unsere SeeberufSgenosten,cbast ihre PsUch» erfüllt, und haben keinen Grund, daran etwas zu ändern, .ter Redner verliest aus einer englischen Zeitung eine -ul10£ Slritif über die Seeberufsgenossenschaft. (Pi;epra,ibent L ch u I tz unterbricht die Verlesung mit der Bemerkung, daß hier nur deutsch gesprochen werden darf. Heiterkeit.) Ich bitte Da? Reichkamt dringend, unS unsere gute Sclbstverlvaltung zu lässt Beim „Statistischen Amt" spricht Abg. Frhr. v. Gamp (Rp.)' für ein besseres Zusammenarbeiten des ReichSsiatisti schon Am^ mit den Statistischen Aemtern der Einzelstaaten. DaS wird auch zu einer wesentlichen Vereinfachung der Statistik führen. Heute werden Arbeiten in ben LanDeSstatistischen Aemtern erledigt unb bann noch einmal im Reichsstatistischen Amt. Diese doppelte Arbeit könnte wirklich gespart werben. Es werden oft geradezu Toktorsragen an die Interessenten gerichtet. Der Redner führt Beispiele an aus den Fragebogen über die Lage des Müllereigewerbes. Ich verkenne Den Wert bet Statistik in keiner Weise. Aber in der Beschränkung zeigt sich auch hier der Meister. Staatssekretär Dr. Delbrück: Wir werden uns bemühen, den Anregungen des Vorredners zu entsprechen. Ter Vorredner aber hat unrecht, wenn er von einer doppelten Arbeit des Reichs unb der Einzelstaaten gesprochen hat. Die Arbeit wird nur einmal geleistet, unb diese andere Behörde übernimmt nur die Ergebnisse, die ihr zu Veröffent. lichungen geeignet erscheinen. Abg. Dr. Rocsicke (Kons.): Ich möchte Vorschlägen, die statistischen Arbeiten noch zu bet- mehren und zwar durch Aufstellung einer industriellen Pro. duktionsstatistik, damit den falschen Angaben in den Flugblättern des HansabundeS entgegengetreten werden kann. Dr. Stresemann hat sich schon mit der Frage beschäftigt, aber mit einem erstaunlichen Mangel an Sachkenntnis, Ich kann cS nicht glauben, baß die deutsche Industrie so kleinlich ist, daß sie nicht eine wahre und objektive ProduktwnSstatistik wünscht. Wird das aber so ehrlich wie bei der Landwirtschaft durchgeführt. bann wird fick zeigen, datz die Landwirtschaft die meisten Werte produziert. (Beifall rechts.) Abg. Brey (Soz.) wünscht eine Ausgestaltung der Statistik auf die gewerblichen Vergiftungen. Abg. Doormann (Vv.) wünscht eine beschleunigte Feststellung und Veröffentlichung der Er- gebniffe der Betriebszählung hinsichtlich der Beiträge zur Jnvw- lidenversicherung, da sie sonst für die Verabschiedung der Reichs- Versicherungsordnung, die feine Parteifreunde noch in dieser Ta. gung wünschen, zu spät kommen würde. Der Redner spricht weiter über die Handelsstatistik, deren Wertangaben unmöglich zutreffend sein können. Ohne Einmischung in den Streit über den Hansa- Bund — man muß bei der Bewertung aller Prr^uklionSziffern große Vorsicht walten lasten. Staatssekretär Dr. Delbrück und Ministerialdirektor Caspar äußern sich über die statistischen Fragen. Sonnabend, 11 Uhr: Kalidebatte. Deutscher Reichstag. 150. Sitzung. Freitag, den 17. März. . Am Tische de» Bundesrat»: Dr. Delbrück, Der- muth, Richter, Caspar. Präsident Graf Schwerin-LSwih eröffnet die Sitzung nm 1 Uhr 15 M,n. mit folgenden Worten: Heute bor 50 Jahren ist der italienische nationale E t n h e r t S st a a t ossiziell begründet worden, und daS ganze italienische, Volk feiert heute diese Begründung und Vereinigung deS ZkonigrerchS Italien. (Lebhafter BeifaL Tie Abgeordneten haben sich bi8 auf einige Zentrumöabgeordnete von den Sitzen erhoben.) Das deutsche Voll wird an dieser Feier deS ihm verbündet und befreundeten italienischen Volkes einen lebhaften Anteil nehmen. (Beifall.) Ich habe mir deshalb gestattet, im Namen deS Deut,chen Reichs. tagS an den Präsidenten der italienischen Depu. tierten tammer ein Telegramm folgenden Inhalts gcjanDt: wu« Anlaß des heutigen Jubiläums deS dem Deutschen Reiche btrbünbcien Königreichs Italien spreche ich Ihnen Herr Präsident nnd der Deputiertenkammer die herzliche Anteilnahme deS Deut- ,chen Reichstags aus.- (Erneuter Beifall.) Ihr Beifall zeigt mir, datz ich mit dieser Kundgebung in Ihrem Sinne gehandelt habe. Ich stelle das mit Befriedigung fest. (Lebhafte Zustimmung.) Hierauf übernimmt Vizepräsident Dr. Spahn daS Präsidium. Der Etat des Relchsamfs des 5nnem. (Sechster Tag.) Die Einzelberatung wird bei ben .allgemeinen FondS" fortgesetzt unb zwar beim Beitrag für den Verband deutscher Arbeitsnachweise. Dbg. Severing (Soz.)" x spricht gegen die christlichen Gewerkschaften und den Abg. GieS- t-ertß. Der Redner wendet sich gegen die A r b e i t a e b e r n a ch - weise mit ihren »schwarzen Sitten". Sie sind der schlimmste Herd der Beunruhigung im wirtschaftlichen Leben. Sie sind schuld an vielen großen Streiks, wie in Hagen-Schwelm und Remscheid Wo bleibt die gesetzliche Regelung der Frage? Herr GtesbertS hat daS letzte Mal eine Scharfmacherrede gegolten. Dbg. GiesbertS (Zenfr): In die Arbeit des Verbandes deutscher ArbeitSnachwetse muh mehr System hincinkommen. In Düsseldorf sind z. B. die Nachweise aller Richtungen zu einem Ausschuß zusammengetreten, der vorzügliche Dienste leistet. Auch wir bedauern die Ausbreitung der Arbeitgeber Nachweise. Ter Redner weist die Angriffe SeveringS zurück und äußert gegenüber einer Bemerkung deS sozialdemokratischen Redners über sozialdemokratische Arbeitgeber- verbände den Wunsch, solche kennen zu lernen. Tie ^iusjprache über Den Kalipropaganda-Fonds wird auf Antrag des Abg. Frhr. v. Richthofen (Kons.) auf Sonnabend vertagt. Abg. Geck (Soz.) fordert die Gründung eines Reichsschul- mufeumß. Dbg. Frank-Ratibor (Zentr.) tritt für die Hausierer ein. Beim SchifsSbermes'nnckSamt fordert Abg. Metz „er (Soz.) staatliche Kontrolle der Seetüchtigkeit der Schiffe an Stelle der privaten durch die SeeberufSgenoffenschaft. Ter Redner tragt eine Reihe von Fällen vor, in denen Seeleute zu Schaden g. kommen sind, weil sie auf veralteten Schiffen mit minderwertigen Maschinen Dienst tun mutzten. Besonders die Sloman-Linie laste alte seeuntüchtige Dampfer laufen. Ministerialdirektor Dr. b. Jonquiörcß: Unsere Einrichtungen sind natürlich nicht vollkommen. See- Unfälle werden Vorkommen, solange auf See gefahren wird. Tas Wasser hat keine Ballen. Die hier vorgebrachten Einzelsalle bereiten nicht« gegen die SeeberufSgenostensckvft. Die $erant- wortuna mutz dem Scbisf'sührcr überlasten bleiben. Er trägt die Schuld, wenn etwas passiert. (Zuruf b. d. Soz.: Tie Seeberufs- genostensck)aft hat die Mitschuldl) Mitschuld gibt e8 hier nicht. Sie können nicht verlangen, daß sedeS Schiff von einem M.tgNed der SeeberufSgcnostensckaft vor der Ausfahrt von 8 hl Z kon- trolliert wird. Dann würde der Sch'ttSverkehr aufhoren. Cme solche Kontrolle ist nur bei der «uSsahrt bet ^Uvwanbererschlsfe vorgeschrieben, wo eS sich um Tausende von Menschenleben bandelt Nun ist der Fall gewiß traurig, aber euch leiten, bafe oDcin bc» der Sloman-Linie drei Schiffe verloren gegangen sind. Aber diese Dampfer sind untergegangen in der gefährlichen Bucht von BiS- caya und bei einem Unwetter, wie es leit Jahren nicht da war. ES liegen Berichte der Kapitäne vor daß eS em Sturm war, wie sie ihn feit Jahrzehnten nicht erlebt haben. Das sind doch aceeptionelle «erhaltmste. Nun verlangen Sie. daß über dreitzig Jahre alte Schiffe generell für seeuntüchtig erklärt werden sollen. Aber schlicsilick' ist die Schiffahrt doch auch nur em Gewerbe, doS nach den Grundsätzen der Rentabilität betrieben werden muß. Die Secherufkgenostcnschaft tut, was sie kann. Sie (zu den Soz.) behaupten freilich, die Seeberufsgcnostenscbaft fei weiter nichtc- als eine Vertretung der R c e d c r c i i n t e r e, , e n t e n. Dabei ist den Beamten jede Beichästigung gegen Entgelt bei Ree- dreien ausdrücklich verboten. Ich protestiere dagegen daß man die Ehr: der deutschen Kauffahrte,,chif,ahrt herabsetzt Diese Ehre wollen wir bod)ballen. (Abg. Lede bour: Unsinn!) Für mag daß Unsinn fein, für uns nutzt. (Beifall.), Eine weitere Frage betraf die Zeitungsmitteilung, daß ein Ozeondamvier verbrannt sei und die Besatzung sick) aus eine un- be.vo.,nte Insel gerettet hätte, wo sie von den Nohrungsmittettc emes Depots gelebt habe, bis man sie auffand. 2 ar an knüpfen jüi) eine Menge Fragen über die Einzeihetlen des Unglücks. Ein nickst minder interessantes Thema der Unterhaltung war der Un- glücksfali Des Unterseebootes im Kieler Hafen. Ein Mädchen meinte, die Mannsd?aiten der Beiatzung müßten sich wohl gezantt haben, iver zuerst von ihnen durch das Torpodorohr gerettet werden füllte/ Ein kurzer Hinweis aus die in der deutschen Armee unD Marine herrsä.euöe Disziplin stellt die Sache sofort klar und mach, einen tieferen Etndrud, als eine langatmige Erörterung übet Pf lickst und Pflichtgefühl ihn hervorgcb.acht haben würde. Auch die Aeußerungen des Staatssekretärs Tirpitz im Reichstage werdet, herangezogen, worauf ein Junge, der das Torpedosdnff „Vulkan" , uciium...«., gesehctt hat, eine Bestechung davon gwt So geht die Unter» i der Wand herum liefen, einige Haltung hin tutD her, und es zeigt stchkiar, dab dte Kmder, tndett. " -bnprt A«, Cinem kleinen sie ihre Ansichten intö Erslchrungen mitteilen, ,tch gegenseutg selb». Lehrer7Lr^ Pwtokoll^ ^> belchren. Jeder hat mü offenen Angen sein Stück Wett gesetzt sm Stichwahl zwischen vr. Kerner und Veckmann. Herr Dr. Werner, der .Kandidat der wirtschaftlichen Ber-- eimgnng in unserem Wahlkreise Gießen-Grünberg-Micha, bittet uns um Aufnahme folgender Bemerkungen: 1. Es ist Wätzlettäuschung, wenn von soziawemokratischer Seite ausgesprengt wird, ich sei ein Gegner der Keinen Be- amtenschafr und hatte ihnen den Vorwurf gemacht, sie wollten „zu gut frühstücken". Ich freue mich, wenn es unserem Volke wohl ergeht, ich wünsche, daß es sich gut nährt, ich trete dafür ein, daß auch die Beamtenschaft unserem Kulturstand entsprechend bezahlt werde. Allerdings darf man dann von der Beamtenschaft erwarten, daß sie auch für die Lebensinteressen des gewerblichen Mittelstandes Verständnis zeige. Ein Stand sott und kann nur mit den andern leben. 2. Ich kann mir nicht denken, daß ein Beamter, und sei es auch der Kein ft e, seinen dem Staate geleisteten Treueid vergißt und seine ©titraue für die Partei der Kaiser- und Reichsfeinde abgibt. Was nützen alle Reden und Forderungen der Sozialdemokratie, wenn sie dem Reiche stets die Mittel zu seiner Existenz und zur Beamtenbesoldung verweigert? 3. Kein Vaterlandsfreund wird es begreifen, daß die Uni- 1 versitatsstadt Gießen, die Stadt des Kaiserreyirnents, in der unser oberster Kriegsherr gerne verweilt, daß die Gießener Bürgerschaft, deren nationale .Gesinnung gerade der Kaiser besonders hervorgehoben hat, im Reichstag sozialdemokratisch vertteten sein fönnten. 4. Kein Wähler, der da glaubt, daß eher bte Welt vergehen müsse als das freie Männerwort, wird es verstehen, daß die Erben Eugen Richters zur Stichwahl Parole für die Sozialdemokratie ausgegebcu haben. Sind das dieselben Leute noch, die vor der Hauptwahl erklärten, sie seien monarchisch, national und sozial gesinnt, deren Kandidat sich für die bisherige Schutzzollpolitik ausgesprochen hat? Was hat denn die Sozialdemokratte bisher getan für des deutschen Reimes Macht und Herrlichkeit? Ist sie nicht die unerbittliche Feindin der Monarchie, des nationalen Gedankens, des Schutzes der nationalen Arbeit in Stadt und Land? Wo sind denn die positiven Leistungen der Internationale, oder besteht nicht vielmehr ihr ganzes Wesen in Krittk und Verneinung? Heer und Flotte, gesunde Wirtschaftspolitik und innere Kolonisation, zielbewußte Kolonialpolitik und kräftige Reichsfinanzen, ein starker Mittelstand, eine leistungsfähige Bauernschaft, aufstrebende Arbeiter sind die Säulen unserer Kultur. Was hat die Sozialdemokratie in allen diesen Fragen Positives geleistet; was ist von ihr darin noch zu erwarten? Nichts! Ern wahrhaft nationaler Mann, der ungetrübten Blickes auf die großen Fragen der Zeit und nicht auf Keine und kleinliche Dinge schaut, der weiß, daß sein Platz int Lager des bewußten Nattotralismus ist und nirgend anders. 5. Wo Holz gehauen wird, fliegen Spc'.ne, und sie fliegen bei allen Holzmachern. In Wahlkämpfen fällt auch manches herbe Wort, das besser nicht gesagt worden wäre. Das gilt für uns alle miteinander, wenn es mir auch mitunter so vvrkommt, als seien wir die schlimmsten Brüder immer noch nicht, und als würfen manche Leute mit Steinen nach uns, ohne ihr Glashaus zu beachten. Kleine Kinder stellen sich allerdings schmollend in die Ecke, politisch reife Männer lassen sich allein vom Interesse der Gesamtheit und des Vaterlandes leiten. 6. Vieles ist gesprochen worden von einer Versöhnung zwischen Stadt und Land. Sie i ft gegeben in meiner Kandidatur^ Früher hieß es: „Wie kann ein Bauer die Universitätsstadt Gießen vertteten?" Ich will nicht untersuchen, ob diese Fimgeftellung die richtige war. Aber was soll nunmehr die Masse der länlstichen Bevölkerung sagen, wenn man auch an meiner Bewerbung Anstoß nimmt? Ist das eine „Versöhmmg" oder bedeutet das nicht einen unheilbaren Riß zwischen Stadt und Land, die doch wirtschaftlich auseinander angewiesen sind? 7. Ja! Aber der „schwärzt, laue Block"! 9hm, wette Herren Gegner, es g i b t keinen solchen. Wir in der Wirtschaftlichen Vereinigung sind jedenfalls vollständig frei und unabhängig nach jeder Seite hin, wie das jeder Tag im Parlamente und die Abstimmungen beweisen. Es ist doch eine merkwürdige „Blockbrüderschaft", wenn unsere angeblichen Freunde im konservativen Lager unferm Behrens, unferm Rupp, unferm Roth usw. Gegenkandidaten bringen! Blockarbeft bedeutet Zusammengehen in politischen und wirtschaftlichen Fragen. Wir gehen unsere eigenen Wege, die uns unsere Ueberzeugi.tg und linfer Gewissen vorschreiben. Was kümmern mich die Konservativen, was die .Junker"? Die mögen 'ich ihre Kastanien selber aus dem Feuer holen. Ich entstamme einem Hause der hatten Arbeit unb will nichts weiter sein, als ein Vertreter jeder rttrlichm Tättgkeit, werde sie nun mit dem Kopfe ober der Hand geleistet. Sollte es mir gelingen, den Wahlkreis dem vaterländischen Gedanken zu erhalten, so werde ich mich bemühen, im Reichstage meine Pflicht zu tun für Dorf und Stadt, auch für diejenigen, die mir ihre Stimme nicht gegeben haben. Dr. Ferdinand Werner. Aus Stadt und Land. Gießen, 18. März 1911. ** Auf der Durchreise. Prinz und Prinzessin Eitel Friedrich von Preußen nebst Gefolge, kamen heute früh auf der Durchreise zu den Frankfurter Reiterfesten hier durch, und ließen sich auf dem Bahnhof das Frühstück servieren. Ebenso hat Prinz Heinrich von Preußen mit Begleitung am Mittwoch früh, ebenfalls auf der Reise nach Frankfurt begriffen, sein Frühstück hier eingenommen. ** Sendungen an Militär-Personen auf Truppen-ttebungsplätzen. Auf Postsendungen an Militär-Personen auf Trnppen-Uebungsp!ätzen werden vielfach als Bestimmungsort der Garnisonsort und der Trup- pen-Uebungsplatz, also zwei Besttmmungsorte, angegeben. Dadurch entstehen bei den Postanstalten Zweifel über die Leitung der Sendungen, sowie Unzuträgluhkeiten für den Betrieb und die Empfänger. Namentlich wird auch die Unterbringung der an Offiziere, Fahnenjunker, Einjährig- Freiwillige u,w. gerichteten Sendungen häufig durch der- arttge Aufschriften erschwert. Mit Rücksicht auf die aus der Angabe von zwei Bestimmungsorten entstehenden erheblichen Wetterungen und Verzögerungen empfiehlt es sich, auf Sendungen an Militär-Personen auf Truppen-Uebungs- plätzen entweder den Garnisonsort oder den Truppen- , ttebungsplatz — am zweckmäßigsten den letzteren — als Bestimmungsort anzugeben. Kreis Friedberg. = Friedberg, 17. März. Nachdem erst vor wenigen Tagen eine Kreis-Lehrerkonserenz, die erste nach fünf Jahren, stattgefunden hat, werden auch in diesem Monat noch die Früh- jahrs-'Bezirkskonferenzen abgehalten unb zwar für die Bezirke Bad-Nauheim und Butzbach am 23. März in Butzbach und für die Bezirke Friedberg und Vilbel am 27. d. M. in Vilbel. Auf der Tagesordnung steht unter anderem auch ein Vortrag über die Fremdenlegion. -m. Friedberg, 17. März. Heute wurde in der deutschen Geographischen Gesellschaft für Länder- unb Völkerkunde im Hotel Trapp von Professor Kobbers aus Düsseldorf ein Vortrag mit Lichtbildern. „Mit Swen tzedin nach Tibet", gehalten. — Lange vor Beginn der Beranstaltung war der große rSaal überfüllt. Mit der Preissteigerung der Lebensmittel find nun auch die Kartoffeln dermaßen im Preise gestiegen, wie es »seit langen Jahren hier nicht lüwbachtet wurde. Für 100 Kilo * ®t,eifefart°ffein werden heute 10 Mark verlangt, trotzdem in Magdeburg und im Rheinland für 50 Kilo 2,10 Mark, 2,20 Mark unb 2,30 Mark gefordert werden. — Heute kaufte Steinmetzmeifter Heinrich Damm aus Friedberg-Fauerbach am neuen Güterbahnhof folgende Grundstücke. Von Friebr. Wilh. Philippi 2700 Quadratmeter 5 Mark, von Rudolf Lott 2040 Quadratmeter zu 6 Mark, von Jak. Fink 2000 Quadratmeter zu 4 Mark. Q Ro 2 ö ach v. d. H., 18. März. In vielseitiger unb in jeder Beziehung nrufterailtiaer Weise arbeitet der hiesige, dem Rhein-Mainverbond für Volksbildung unb verwandte Bestrebungen fangeglieberte Bolksbildungsverein unter seinem Vorsitzenden Lehrer Reicfevein. Nicht nur das, baß in beiden Otten, sowohl in Ober- als auch in Nieder-Rosbach, ganz vorzügliche Bibliotheken geschaffen wurden, die eine starke Benutzung aus allen Teilen der Bevölkerung aufweisen können, ist schon als ein Erfolg tu bezeichnen. Auch die Gttindung eines eigenen Mannerchors, sowie die Abhaltung von Vottrags- und Unterhaltungs-- abenden und Volkskonzetten wurden bei dem regen Interesse und der Begeisterung der Bevölkerung für die Volksbildungssache ermöglicht, bayi bei einer Beteiligung, die für ländliche Verhältnisse einzig dastehen dürfte. Daneben wurden in beiden Gemeinden auch Familienabende neben der Unterhaltung auch in den Dienst der Volksbildung gestellt. Kinber von Vereinsrnitgliebem führten dabei das nach der Humpettnnckschen Oper bearbeitete Märchenspiel „Hänsel unb Gretel" auf. Man sieht es an unserem Orte deutlich: Es läßt sich bei der Volksbildungsarbeit auf dem Lande viel erreichen, unb die Klage über-das geringe Interesse der Bevölkerung wird hinfällig, wenn nur die geeigneten, für die Sache begeisterten Persönlichkeiten an der Spitze stehen. Kreis Wetzlar. — Münchholzhausen, 17. März. Im Laufe dieses Sommers übernimmt Lehrer Beckmann wieder die hiesige zweite Schulstelle. Am 1. April 1908 schied Herr Beckmann von uns, um in den Dienst der deutschen Schule nach Madrid zu treten. > Hessen-Nassau. -X Rodheim a. d. Bieber, 16. März. DaS Musterungsgeschäft am 28. und 29. März nimmt jedeSrnal um 8 Uhr morgens anstatt um 71(2 Uhr seinen Anfang. — Die Kontrollversammlung ist auf Montag, 10. April, nachmittags 2x/2 Uhr festgesetzt. X Königsberg, 16. März. Das LandratSamt zu Biedenkopf hat die Wiederwahl unseres Bürgermeisters Karl Schupp I. auf weitere acht Jahre bestätigt. )( Marburg, 17. März. Den Stadtverordneten ist eine Vorlage für Bewilligung von 5000 Mark für die Vorarbeiten zwecks Umwandlung der Pferdebahn in eine ElektrischeStraßenbahn, die bis zum Südbahnhof führen soll, zugegangen. — Im Gymnasium-Philip- pinum bestanden sämtliche 22 Abiturienten die Reifeprüfung. hc. Frankfurt, 17. März. Professor Dr. med. Jul. R a e ck e, Privatdozent und Oberarzt an der psychiatrischen und Nervenklinik der Universität Kiel wurde zum Oberarzt der hiesigen städtischen Irrenanstalt berufen; er tritt dort an Stelle von Dr. Wachsmuth, der die Leitung der Irrenanstalt in Eichberg übernimmt. X Hanau, 17. Marz. Den hier garnisonierenden Truppenteilen (ein Ulanenregiment, ein Eisenbahnregiment, ein Bataillon Infanterie) wird srch 1914 noch ein weiteres Eisenbahnregiment ^gesellen. In der Absicht der Militärverwaltung liegt es, am 1. Oktober 1914 bas jetzt in Berlin garnisonierende 2. Eisenbahnregiment nach Hanau zu verlegen. Zu diesem Zwecke soll die Stadt unter den gleichen Bedingungen wie für das 3. auch für das 2. Eisenbahnregiment eine Mietskaserne mit Depot- gebäuden errichten und der Militärverwaltung gegen die Verzinsung des Baukapitals überlassen. Zwischen Der Stadt Hanau und dem preußischen Kriegsministerium gepflogene Verhandlungen hatten ein beide Teile befriedigendes Ergebnis. Die Baukosten der neuen Kaserne sind auf 2 200 000 Mark veranschlagt. Der für die Kaserne notwendige reichseigene Bauplatz an der Lamboystraße wttd im Wege des Austausches gegen anderes von der Stadt für den Reichsmilitärfiskus zu erwerbendes Gelände übereignet. Für ihre Leistungen nach dieser Richtung hin ist der Stadt Hanau noch zugesagt, daß ein Infanteriebataillon auf die Dauer von 15—20 Jahren in der jetzigen Jnfanteriekaserne verbleibt. Mit dem Bau der Kaserne für das 2. Eisenbahnregiment soll am 1. April 1912 begonnen werden. -o. Wiesbaden, 17. März. Mit großen Erwartungen ist man in Wiesbaden vor einiger Zeit an die Züchtung von Schlachtkaninchen im großen gegangen, um Kaninchenfleisch in einen Wettbewerb mit Rind- und Schweinefleisch zu bringen. Die Erklärungen der Nahrungs- mittelsachverständigen waren sehr günstig und schienen einen Erfolg zu verbürgen, die Bevölkerung verhielt sich aber dem Angabot von Kaninchenfleisch gegenüber derart ablehnend, daß der Versuch als vollständig gescheitert betrachtet werden muß. <$>crid>isfaaL Nürnberg, 17. März. Der ledige 23 Jahre alte Kaufmann Wilhelm Jakob aus Selbhofen hat im September vorigen Jahres in Nürnberg seine 23 Jahre alte Braut Mina Walten und deren achtjähriges Töchterchen mit Spiritusübergossen und dann angezündet. Nack) wenigen Tagen erlagen beide ihren schweren Brandwunden. Das Gericht verurteilte heute nach dreitägiger Verhandlung Jakob wegen Totschlags unter Ausschluß mildenrder Umstände zu 12 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust. Die Frage auf Mord hatten die Geschworenen verneint. Jakob hat während der Verhandlung die Tat geleugnet. Wilhelmshaven, 17. März. Das Kriegsgericht verurteilte den Leutnant Opolski wegen'versuchten Totschlags, begangen bei einer Schießaffäre in der Weinstube „Rheingow", zu drei Monaten Gefängnis. Insterburg, 17. März. Das Schwurgericht verurteilte den Lehrer Otto Czwalina wegen Ermordung feiner Geliebten, der Stütze Emilie Grnsdat aus Enzuhnen, zum Tode. vörscn-Wochenberichl. — Frankfurt a. M., 17. März. An der Börse hat sich ein größeres Entlastungsbedürfnis, geltend gemacht. Bietet diese Erscheinung an sich nichts Ausfallendes, Jo haben doch mehrere Umstände dazu beigetragen, der Spekulation nahe zu legen, auf früfeeitige Abwicklung Bedacht zu nehmen. Zunächst führte der Mangel an neuen Anregungen einen Stillstand in der Unternehmungslust herbei und brachte es zum Bewußtsein, daß die Bezugsverpslich- tungen eine ansehnliche Vermehrung eriahren haben, so daß eine Verminderung der sck^webenden Verpflichtungen ratsam schien. Verstärkt wurde die Neigung durch die politischen Mel- b u n g e n, die schon seither Anlaß zur Zurückhaltung gaben. Nachdem die Börse zunächst den revolutionären Bewegungen in Mexiko kein größeres Gewicht beigelegt hatte, gewannen diese Vorgänge eine größere Bedeutung dadurch, baß die amerikanische Regierung größere Truppenverscknebungen nach der mexikanische Grenze vornahm. Die Börse erblickte in diesen Maßnahmen die Möglichkeit weiterer politischer Verwicklungen, zumal auch die Newyorker Börse sich große Geschästsenthaltung aurerlegte. Daneben hatte sich btc Börse mit der russisch-chinesischen Frage zu beschäftigen, die für sie um so unliebsamer war, als man in der letzten Zeit den russischen Wetten erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt 'hatte. An einen Ernstfall will man nicht glauben. Den Nachrichten über die Unruhen in Marokko konnte die Börse größeren Gleichmut entgegenbringen, da es sich mehr um eine Angelegenheit Frank- rrichs handelt. Ein weiterer Grund, der die Spekulation zur Untätig feit veranlaßte, nxrr die noch ungeklärte Lage ber New« Yorker Börse. Es scheint, baß der Markt dort sich mit der Ablehnung der von den Eisenbahnen verlangten Tariferhöhungen abgefunben hat, aber er leibet offenbar noch immer unter der Unsicherheit, wie die gegen die Trusts eingeleiteten Verfahren aus^ gehen werden. Demgegenüber bleiben die zuversichtlich lautenden; Berichte vom amerikanischen Eisenmarkt ohne größere Anregung, Bei unS wurde ein Druck auf die Stimmung öa-i durch ausgeübt, daß am Geldmarkt die Verbereitungcrt' für den Quartalsschluß sich bemerkbar machen. Die Zinssätze haben sich versteift und Ultimogeld wird bereits auf 41/i Proz. geschätzt. Wenngleich dieser Satz für Ultimo März nicht hoch ist, scheint man seither mit billigerem Geld gerechnet zu haben. Was bas Geschäft auf den einzelnen Gebieten betrifft, herrschte eigentlich auf allen Märkten die gleiche Unlust unb nur vereinzelte Wette traten hervor. Größere Abwicklungen fanben ant Montanmarkte statt; die Schwierigkeiten der Erneuerung des Kohlensyndikats lenkte die Ausmerlsamkeit wieder mehr auf die Zukunft der großen Rohstoffverbände, auch lagen Neuwyorkec Meldungen vor, denen zufolge der Stahltrust demnächst dein Export seiner Produktion erhöhte Aufmerksamkeit widmen will, was den deutschen Werken Konkurrenz bereiten würde. Trotzdem waren die Kursrückgänge, die durch Realisationen bewirkt wurden, nicht alhu erheblich. Sali werte gaben stärker nach auf die im Reichstag zur Verhandlung stehende amerikanische Kalifrage. Auch andere Jndustriepapiere weisen Kursrückgänge auf, was aber nicht hinderte, daß einzelne Wette wieder an» sehnlich höher bezahlt wurden. Von Banken waren nur die Aktien der Deutschen Bank mehr beachtet. Bahnen ruhig, Schiffahrtswerte behauptet. Heimische und fremde Fonds teilweise schwächer, namenttich Mexikaner gedrückt. Privatdiskont 37/i6 Prozent. Märkte. Gießen, 18. März. Marktbericht. Auf heutigem Wochenmarkte kostete: Butter pt. Pid. 1,10—1.15 Mk^ Hühnereier 1 St. 7—8 Vfg^ Enteneier 1 Stück 0 Pfg., Läse pr. St. 6—8 Pf Kasematte pr. St. 5—6 Pfg.. Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 9)iL Hühner pr. St. 1,00—1,60 wir., Hahnen vr. Stück 0,80—1,80 Enten pr. St. 1,80-2,20 Mk., Ganse da§ Pfd. 75-80 Pfg^ Ochsen- fleisch vr. Pid. 84—92 i)ttnbfleifct) pr. Pfund 84—88 Pfg, Kuysteisch 70 Pfg., Schweinesteisch pr. Pfund 80—96 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 84—88 Pfg., Hammelfleisch pt. Md. 60—88 Pfg^ Kartoffeln pr. 100 Kg. 7.50 bis 8.00 Mk., Weißkraut das Stück 20 bis 30 Pfg., Ziviebeln per Ztr. 8,00—10,00 Mk., Milch das L'iter 20 Pfg„ Birnen per Pfd. 00—00 Mk., Aepsel per Ztr. 10 bis 20 Mk., Stusse 100 Stück 50—60 Pfg., ver Ztr. 0—00 Mk, Bohnen per Pfd. 00—00 Psg. Marktzeit von 8—2 Uhr. w. Wetzlar, 17. März. Der Regierungspräsident hat die Ab- Haltung eines Zuchtviehmarktes für Mittwoch den 23. Marz unter der Bedingung genehmigt, daß auf diejem Alarkte aus- schließltch männliches Zuchtvieh von Züchtern aus dem Kreise Metzlar aufgetrieben wird. Stalröesaintsnachriehten. (Nachträglich eingegungen.) Grohen-vuseck. Aufgebote: März 12. Wilhelm Dreher, Unteroffizier st Gießen, mit Elisabethe Müller in Großen-Buseck. Geborene: März 1. Dem Metzger Adolf Sättig feintet eine Tochter, Irma. — 11. Dem Landwirt Heinrich Seipp eine Tochter, Friedriike Margarete Emma. Lang-Gon§. Geborene: März 5. Dem LandwittWilhelm Reusch eine Tochter, Auguste Katharina. — 15. Dem Landwitt und Käse- fabrrfant Wilhelm Köll eine Tochter, Emma. Laudach. Aufgebote: März 9. Georg Eduard Burkhardt, Alumnats-Direktor in Laubach, mit Charlotte Mathilde Henriette Emüw Margartte Hlllmer in Godesberg. Lauterbach. Eheschließungen: März 4. Heinrich Flach III., Webei; mit Katharina Mangold. Geborene: März 2. Dem Etsenbahntechniker Heinrich Lukas ein Sohn. Sterbefälle: März 4. Johannes Walter I., Landwitt in Rudlos, 87 Jahre all. — 14. Gertrude Rockel, geb. Böttcher. 88 Jahre alt. Llch. Geborene: März 15. Dem Knecht Karl Keller ein Sohn, Karl. Sterbe fälle: März 14. Karl Ludwig, Schmied, 7Q Jahre alt. Lollar. Geborene: März 11. Dem Metzgermeister Konrad Moos ein Sohn, Frittrrich Ernst. — 12. Dem prakt. Arzt Dr. Karl Dickors ein Sohn, Friedrich Wilhelm Karl. Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben. Niedrigste 16 a> 2 10 Wetter Bed. Himmel Bew. Htmmel ■3 C Höchste Tetnperatur am 16. bi« 17. 16. _ 17. März — ft- 5,8 " 0. , - - 0,1 *0. 82 94 89 8E NNE NNE 5,2 4,9 4,1 17, 17. 18. 4,6 1,7 0,1 745,4 746 8 747,5 März 1911 COjs e % •»’S 85 5 tio - a sr z t» Niederschlag: — 0,9 mm. Scott- Emulsion ist ein laugbewährtrl Krästtgungsmiliel, ba8 in keiner Kinderstube fehlen füllte. Gewiß ist eS für jede Mutter eine Beruhigung, jw allezeit ein Stärkungsmittel bei der Hond zu haben, aus destm tadellose ÄrSaBL Zusammensetzung aus den allerbesten JSWyö' Rohstoffen man sich unbedingt der- A lasten kann. Ein solches Mittel ist ® Scotts Emulsion, das den Kindern Appetit macht und mtt von ihnen des Wohlgeschmackes Wegen dieser tourte — gern genommen wrrd. dem Sucher — Berlangen Sie ausdrücklich Scott, Emulsion. - wZt. 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Welckhardt, sowie in allen anrc.h Plakate kenntlich gemachten Verkan sstellen Mm hüte «Id vor HachahmuBgen, welche »1t ähnlichen Etiketten, in ähnlichen Verpackungen and grÖMtentelln nach unter denselben Benennnnren «geboten werden, und fordere beim Ksuf ausdrücklich Baldur- Pianos Bekanntmachung, In das Handelsregister Abt. A. wurde bezüglich der Firma Hotel Großherzog von Hessen, Inh. Georg Wisftg, Gießen eingetragen: Die Firma ist erloschen. Modellhut-Ausstellung Zur Besichtigung ladet erjebenst ein Bekanntmachung. In das Genossenschaftsregisler wurde bezüglich der Iigarren-GenosienIchaitSsabrik e. G. m. b. H. Gießen eingetragen: Franz Schnell ist auS dem Vorstand auSgeschteden und an seiner Stelle August Guntrum in den Vorstand ge- Pianoforte-Fabrik von Ferdinand Schaaf HOFLIEFERANT Frankfurt a. M. Lcipzigerstrahe 53. Ab Hauvlbadnhof mit Straßenbahn Nr. 1 und 18 leicht au erreichen. Alleinige Pianofortefabrik Frankfurts, gegründ. 1872 Telephon Amt II Nr. 2038. A. Holterhoff Söhne Giemen, Seltersweg 20 (a“/s Müte.Mandschuhe Krawatten, Wäsche zur bevorstehenden Konfirmation Wilh.Wir5igÄS Lang-Gons, den 17. März 1911. .LMwiltjlhLitliüer LüMMMw &mg=6inS k.8.w.«.H- |ft. ft. Brückel. 1860 Joh. Wagner 8 Geschäftsanteile der Mitglieder Kapitalschulden Warenschulden Reservefonds Reingewinn ^dltocincmatft in Lang-Göns. Dienstag den 21. März dS. Fs. wird dahier ein Schwciuemarkt für Tiere auS Zuchten unverseuchter ober« Jagd-Bcrpachtnng. Montan den 3. Avril, nachmittags 3 Uhr wird auf hiesigem Rattiaule die am 31. Augnü 1912 vacktfrei werdende Held- und Waldjagd der GemarkungSindcnbvlzbausen, bestehend aus ,06Hektar r>eld- und 114 Hektar Niederwald, auf weitere 9 Jahre öffentlich ver> DQtbiet 5)a'- Iagdresultatoonca.3vReben. 60 Fasanen, IVVRebhuhnern und 230—240 Hafen ift au verAeichnen. DaS Jagdgebiet liegt in der 'J^äbe von den Bavnhöfen Eschhofen fünf, von Niederbrechen zwanzig und von Limburg 30 Minuten Außerdem schneidet die ,>rank>urt- ftölner Straße durch daS Jagdgebiet, somit für Autos eine prachtvolle Fahrstraße. Spezielle Auskunft erteilt der hiesige Gememde- iöriter. *• Lindenholzhaufen, den 17. März 1911. Der Jagdoorneher ____________Romoel, Bürgermeister.____ Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl'sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 An die Wähler des Rcichstagswahlkreiscs Gietzen-Griinderg-Nidda VO,ke"ÄÜ*moM Sieben, ist b,tonnt. Di. wut.chafttich- unb politisch- Entwicklung d-w-.f, daß g-r-ch. unb gut ist unb im Snterefie b.c -°-»w°hls-h°t h.6t Bon unseren Emzelsorderungen führen wir nochmal« hier an: direkte Einkommen-, Vermögens- und Erbschaftssteuern. m,r trcten „n fflt bi- oollstäubig- Et..chb.r-chügnng -ll-r Staut,bü-g-r ahn- Unt-rlch.-b b-r Kanf-st-.an, b„ ®loubtnä, b« polit^en Anlchouung. 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Es galt eben Baden vor einer, jedes freie Geistesleben bedrohenden Reaktion zu bewahren und da handelten die Beamten eben so, wie eS das Interesse eines modernen Staates erforderte. Daß der „Block" in Baden und der „Geist", welcher der badischen liberalen Beamtenschaft ihre Stimmabgabe für den Sozialdemokraten diktierte, ein Zeichen von Fäulnis sei, glauben ; Die Ä Mag c 1 »ins Ga' ■ginn wo ■ de sich bc ! Hetzt. D ■iflen W : .ei dem s Sott za | Mheim, Lozialden E] öittetier jiun voll |i öüchwah I Seine Sti | rate Par I gegeben, ■ iur Leck | Ilgen Sli ft Seijung j 2 uöerleg sorlsa I igen Rici 12 gewesc I :tm Zenn J mH mit - I lagen erst 51 trat Zentr S lanb titsas holle fern I anderen i : and ihm ■ ixitie jo WUid ; im Der ■ lchl-ebk ! fkßl toü mchju' )-vch H tyäabßei II lUarcotia, | Nöten * I raus die 9. Eine luftige Fahrt durch Gieße». Eigene Kinematographische Aufnahme vom Sonntag, den 12. d. M. Zn eigenem Laboratorium fertiggestcllt. «en Sj)aulu|t e Agen w l iLerdach -jume unti M -AM Äialdemok 3 Reich r svälzen iv Ot man. -jgtamtn» in bei In iitje von jjjen. Ana iaei Zchluj der -dien Aoxx h Berichte 4. Lottchen in Pension. UrkoniischeS aus den Jugendjahren Lotte Bachs. 5. Bei den Barineger im Sudan Hochinteressante Völkerstudie. Auskunft ertheueu Red Star Linie in Antwerpen. W. Jullmaun in Gietzen, ,n Sanrni ■?eiWmai Re Hai Ni bereif Je Die bin WMinhe ( M tonnte J. ^iialler Letzter. bautiar w.'511 itin ft etn,c ;Nelb ?. Ng 6e. fljn ost ; Ai' und jjOatbe Utt Rc rWu&t Mensch * Don bc ^diese r iS bn JJoimft i?nNb K Hi 9? dr tiiÄQ tz, Die Milchschwefter. Schauspiel mit der berühm en Pariser Schauspielerin Fräulein Suzanne Revouiie von der Cornödie fran^aise in der Titelrolle. n>c $i®°" 1^8 He»«1 melle b-r * LctgtrE \LUt von Re W E aormiNag Meichlneebe«-. EleXtro- «ad Htk no|i-lotnlnn cand Tech allere [ Lebereiorlen | w Koloffeum t Der MjfcMag des Gaues in ier total# Nahritnr-lmHn findet am 19. März in Bad-JSaulielm im Hotel Wiihelmshöhe 10 Uhr vormittags statt. Gemeinsame Abfahrt mit dem Zuge 8 Uhr 15 Minuten. Wir bit'en wegen der äusserst wichtigen Tagesordnung um Eine stille Tragödie Drama aus dem Leben. Rückkehr aus dem Seebad, humoristisch. An der baskischen Küste, Naturd,«,. Mädel hüpf, ^onbild. 1. Monnmente in Sizilien. Eine prachtvolle Naturaufnahme aus dem sonnigen Italien. 2. Fritzchen auf dem 5TriegsPfad Eine lustige Geschichte. Klnematograph. Babnbosstrahe 54. (02120) Babnhofstrake 54. Ein Duell aus Eifersucht großes ergreifendes Drama. Pielte will Wäger werden humoristischer Schlager. jlat Pinkrrton unb die fjotdirirbt großes Detektiv-Drama mit spannenden VerfolgungS-Szenen Der tüchtige Weinreisende, hochkomisch. 6 Die Braut des Kapitäns. Ein Drama, in welchem daß Schicksal eines jungen Ehepaares in rührendster Weise vorgeführt wird. Spielt in einem abgelegenen Fischereigebict im Stillen Ozean. und Die Eröffnung meiner Fangmann Nachf. Bahnhofstrasse Bahnhofstrasse (1846) beehre Ich Kinderhüten (garnier ßlumen, Rändern usw lieh ergebenst anzuzei^en. sowie den Eingang sämtlicher Neuheiten der Saison i