Erstes Blatt Samstag, 2b. August 19U M Jahrgang Nr. 200 Trt Gießener An,elger Ä53S W '■f' M Ve,ug»pret»: rdd)etnl täglich, außer ▼ monntli*7&iHwt>ierttl- Sonntag,. - Beilagen: Ä > ^,A ■ A. A. A ▲ A. ▲ A 1 W_ ^stttche^lttra^ ▼ ▼ I E I ▼ ▼ VW V r,enifpred) - Un|»lufie. BW MM Verantwortlich für den lat die Redaktion 112 VF pohhldben Iztl: ilunuh HLS? General-Anzeiger für Oberhesten £>=SE ««'aN,Nidsu» und Verlag 6tr BrüfjrfAcn Uni-.-vuch. und Steixöndtrei H. langt. Httaftion, «rptötfion und Pmdtrti: $4ul|frajt r. bi« oorniutaflt s Uhr. Bübingen: Fernsprecher Nr. 50 Leschüflrftelle Bahnhofstraße s6o. Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfaht 14 Seiten. politische Wochenschau. Gießen, 26. August. Eine Kundgebung des Kaisers erregt nach immer große Aufmerksamkeit. Trotzdem es nur selten nodi vvrkommt, daß er vor allem Bolk das Wort ergreift und man weist, dast er nach des Volkes Wunsch in öffentltchen Acusterungen sich Zurückhaltung und Mäßigung auferlegt. Lein gesi riger Trinkfpruch an der Festtascl in Altona gleicht im Lvn und Inhalt vielen früheren Reden. Las begeisterte l'ob seiner Gemahlin haben wir aus des Kaisers Munde früher schon vernommen Bei der Stelle, wo von der Erziehung der Kaisersöhne die Rede ist, „die, wenn cs ernst werden sollte, freudig bereit sind, thr Leben aus dem Altar des Vaterlandes zum Opfer zu bringen", wird man in Frank reich vielleicht die Ohren spitzen. Es mag dem Kaiser daran gelegen sein, gerade jetzt, wo man so viel, z u viel, von einer Friedensliebe gesprochen hat, auf die Erziehung einer Löhne int „harten, strengen" Militärdienst hinzu weisen. Manchen Erörterungen und Mißverständnissen iit die Kasseler Schulredc begegnet, so daß die „Nord- deutsche Allgemeine Zeitung" sich heute zu einer Richtigstellung entschließen mußte. Des Kaisers Ansichten über die Schule und ihre Aufgabe schienen von zahlreichen frühereit Neben her festzuliegen, und er halte sich immer als ein Freund nützlicher Reformen bekannt, freute, wo den realistischen Bildungsanstalten laum noch frinber nisse im Wege liegen, wo sic nach ihrer Gleichberechtigung mit den Gymnasien so sehr im Vormarsch b eg riss en sind, dast besorgte frütcr humanistischer Bildung ängstlich die Hand zur Abwehr erheben, braucht man dem Kaiser keinen Meinungswechsel und Widerspruch mit früher geäußerten Ansichten vortzuwerfen, wenn er auch einmal ermunternde Worte für Besucher des Gymnasiums aussprach. Tic Kasseler Rede war übrigens auch keine Prograntmrcdc sie entsprang der Erinnerung an die eigene Schulzeit auf dem Kasseler Gymnasium und ermahnte nur die Schüler, eifrig und treu ihre Schulpflicht zu tun Vielleicht hat der Kaifer auch die Berechtigung jener öffentlichen Erklärung des Gießener Senates anerkennen wollen, der bekanntlich vor einigen Tagen Einspruch dagegen erhoben hat, dast die Zahl der Gymnasten weiterhin vernt,udert und ihre überlieferte Eigenart angetastet werde. Tas bedeutet ja fein Verdamm- msurteil über die realistischen Anstalten. Braucht auch nicht den schein zu erwecken, als ob die Gymnasien grundsätzlich überlegen seien. Der Kaiser hat aber ganz recht: wenn die Schüler der Gymnasien aus dem Unterricht fürs Leben vollen Nutzen ziehen wollen, so müssen sic ihren Geist aus die große Harmonie richten, die der griechischen Kunst eigen war. Das Wort sollte manchem Lehrer zu denken geben Ist es in der Schule immer möglich, den Geist griechischer Harmonie recht zu fassen ? Bei noch so großem Fleiß itcllt sich das rechte Verständnis doch meist erst in sortgeschi.it tenem Lebensalter ein: loenn grammatikalischer Drill überwunden ist und Erfahrungen des Lebens die Sailen glücklicher Veranlagung zum Schwingen gebracht haben Dann bietet die Lektüre und Betrachtung klassischer Werke erst wahren Hochgenuß und Nutzen. Sehen wir doch auf die Selbsterziehuiig und das Bildungsstreben großer Männer! Goethe ist gewiß einer der edelsten Vertreter humanistischer Weltanschauung. Aber die Reichtümer seines majestätischen Bei öen Rifpiraten in IHaroffo. So reiche Kunde uns auch in den letzten Jahren über den ewigen Zankapsel der europäischen Politik, über Marokko, beschert worden ist, so war doch bisher ein Gebiet noch fast völlig nn^ bekannt, der Rif, jener wildromantischer Hökenzug an der Nord lüfte, die Heimat der berüchtigten Rispiruten, die erst 1909 wieder Die spanischen Truppen ihre Kühnheit und Tapferkeit spüren ließen. In einem den Ritviraten und ihrer Heimat gewidmeten Werke bringt nun Otto E. '?! r t b a u e r „erste Kunde au» verschlossener Welt". Er hat sich 15 Monate im Rif aujgehalten, in jenem Gebiet, das sich von den Mauern Tetuans bis zum Ostbang des Dsckebbel llark, an den Rand der Ebene von Keb- bana erstreckt und auch das Hinterland der Küste, des eigent- hdiert „Rif" umfaßt: er ist mit diesen blondhaarigen, blauäugigen Afrikanern, in denen man Nachkommen alter einst hierher verschlagener Völker vermutet, in enge Berührung gekommen und beruhtet nun aus genauer Sachkenntnis von öieiem kriegskundigsten und unruhigsten Volk Marokkos, ia des ganzen mohammedanischen Afrika. Tie Blutrache steht bei den Rifleuten noch in hoher Blüte, äls einst ein Streifschuß den Verfasser aus einer seiner Reifen traf, meinte ein mit ihm reitender Freund aus dem Rif, leicht latte ihn das Bleiftückckien auch töten können, uiw dann — .dann muß von Deinen Brüdern einer kommen und Dich racken, .nscha all al)!" So selbstverständlich ist dem Bewohner des Rn Der Gedanke der Rackx. Häufig kann man sehen, daß Mütter, deren Sohn oder Garte gewaltsamen Todes starb, ihre halb wuckfigen Söhne als feige verachten und nie ireuitölidie Worte ;u ihnen fvrecken, bis zu dem Tage, da der Junge mit an mächtigem „bisnillahi", des Vaters oder Bruders Gewehr ergreift -nd worilos verschwindet, um die Blutschuld abzutragen Während Die Mutter bisher klagte, da „Gott ihr einen Sohn vcr'agt" 6'abe, preist sie von diesem Tage an Allahs Güte und behauptete Heute erst ist der Knabe geboren." Sobald der Knabe mannbar jirb, erhält er vom Vater oder von Verwandten eine Flinte, Die der stete Begleiter icdes Vttmnes ist. Ter Tag wird feierlich begangen, und der Jüngling wird in alle schwebenden Fälle -on Blutrache eingeweiht, zu deren Vollbringung er nunmehr •benfo verpflichtet ist, wie andere Erwachsene feiner Sippe. Seine Zanze Sehnsucht ist nun darauf gerichtet, seinen Schießprügel, -er ein veralteter Hinterlader ist, gegen ein gutes modernes röewehr umzutauscken, sei es durch Kauf, durch Raub oder durch .Itbeit. Tenn das Gewehr macht im Rif erst den Mann Um ,'ute Hinterlader zn erhalten, begraben Die Rifleüte sogar die -Blutrache. Für einen Mord werden zwei bis vier moderne Mauser slimen mit zugehöriger Munition, d h. mit mindestens •00 stück Patronen ;u jedem Gewehr gezahlt. Für „Mauiir "ißt der Rifi sogar seine Tochter als Gattin in das Haus Geistes verdankt er zum wenigsten den Antrieben auf der Schulbank In einem ungemein fesselnden Aufsätze im Sep temberstest der „Süddeutschen Monatshefte" über „Goethes Bildung und unsere" stellt Oskar Bulle fest, daß Goethe die Reiseprüfung an einem heutigen Gnmnasium in keinem der Hauptfächer hätte ablegen können. Weht ein mal ein halbwegs gründliches Eindringen in die Sprache Homers dürften wir vci ihm vorausfepen, wenn er auch in Wetzlar eine griechische Taschenausgabe des „Wiegenliedes der Menschheit' stets mit sich herumgetragen habe. Tennoch wurde er „der Heros der Humanisten". Bulle meint, mir sollten die Selbsterziestung eines bloethe, so weit es möglich ist, auch für die Schule vorbildlich werden lassen. Und er hat Recht damit. Tenn Goethe war in seiner eigenen, den Wandlungen der Neuzeit angepaßten Weise Humanist. Er war es weniger durch Nachfühlen und Lektüre der griechischen Hinterlassenschaft, als durch sittliches Nacherleben, geworden. Eine nur literarische Bildung war seinem uni versalen, auf die Wirklichkeiten persönlichen Erlebens gerichteten Geiste nnzulänglich. Und so hat er die Harmonie der Alten vertieft und verjüngt. Wir folleu, so könnte es auch der Kaiser meinen, die Harmonie der Griechen in die Wirklichkeiten und Notwendigkeiten des heutigen Lebens hineintragen In diesem Geiste trieb Goethe seine Wirk- lichleitsbeobachtung. So vielseitig sein Wissenstrieb war, so unbeirrbar ruhte sein Auge auf dem Tatsächlichen, Erreichbaren: der unvergleichliche Schwung seiner Seele trieb ihn in keine idealistischen Hirngespinste. Wo er tätig war nnb erlebte, blieb er der den Griechen verwandte Humanist. Mit solcher Selbsterziehung kann das Studium der Antike an lichte Ziele führen So gewonnene Harmonie wird sich auch int Leben, nicht nur in der Studierstube, bewahren können. Nach dreimonatiger Gefangenschaft darf der Jenaer Ingenieur Richter m die Arme der Seinen zuruckkehren Seil dem 27 Mai befand er sich in den Händen jener Briganten, die dem schönen Lande der Griechen nicht zur Ehre gereichen. Wo einst die Götter thronten, in den Schluchten des Llympos, herrscht heute Diebsgesindel, und aus dem trefflichen Sauhirt, dem Muster eines treuen und redlichen Dieners, ist Lolios, der Räuberstauptmann geworden. Tie 74 000 Mark müssen den deutschen Gebern wieder zurückerstattet werden, ob sie nun Herrn Lolios wieder abge- nomincn werden oder nicht' Ferner muß Herr Richter für die erlittene Unbill eine ang'messeve Entschädigung erhalten. In der Behandlung dieser deutschen Angelegenheit hat sich wieder die rührende Bescheidenheit und Hilflosigkeit unserer Diplomaten gezeigt. Herr Lolios hatte ursprüng- lich rund eine Million als Lösegeld verlangt. Warum hat unser auswärtiges Amt nicht ichleunigst die Summe beschafft und dem deutschen Landsmanne die Qual langer Gefangenschaft erspart? Ob die Türkei 74 000 Mk ober eine Million zurückzuerstatten hatte, konnte uns gänzlich gleichgültig sein. Je größer das Lösegeld war, desto eifriger war dann wohl auch das Bemühen, der Räuber und des Geldes habhaft zu werden. Traf dje Griechen eine Mitschuld, so lonnten Konstantinopel"und Athen sich in die ge- loröcrtc Summe teilen, nötigenfalls ein Schiedsgericht darüber berufen, wer den größeren Teil zn bezahlen habe. Unter allen Umständen hat unsere auswärtige Vertretung hier völlig versagt. Wie Herr Richter jetzt bekundet haben soll, ist er nicht etwa weit herumgeschleppt, sondern die ganze Zeit in zwei griechischen Dörfern verborgen gehalten worden Musallar und Karapumar — so heißen der ticivcrackteteil Städlebewohner ziehen. Tie Mausergewehre und Karabiner kommen durchweg aus Spanien, wo ein eifriger Wafiensckmuggel nach den Gestaden des Rif betrieben wird. Zur Nachtzeit konnte man Jahre hindurch hart an der Rifküste spaniiche Fischerboote sehen, die sonderbare „Fische" ausluden. Wurden sie von dem einzigen marokkanischen Knegsfahrzeug ertappt, so besckwerie fick die Madrider Regierung rot gen Belästigung „harmloser" Fischer und erklärte, die 500 oder 600 Gewehre, die gefunden worden waren, dienten zur Verteidigung der Besatzung von fünf bis sechs Mann Wie sehr sich Spanien bannt ins eigene Fleisch schnitt, sollte es erkennen, als vor Melilla die „Mauiir" der Rifleüte ganze Reihen der spanischen Soldaten niederstreckten. Ter Rifmann ist ein ausgezeichneter Schütze „Ich sah einen Rifi," erzählt Anbau er, „der auf vierzig Schritt Ennernung das El zerschmetterte, welches sein Bruder zwischen den Fußknöcheln hielt. Und er dürste nur ein Turch- schnitt gewesen fein" Ein anderer zeigte, wie man es macke, „ein Geschöpf Gottes zu treffen, ohne es zu verletzen, indem er einen ruhig in einiger Ennernung fitzenden Knaben eine Kugel so dickt über den Kopi hinschickte, hab sie die Haare streifte, worauf der unversehrte Junge unwillkürlich nach dem Kopse griff. Von der Tapferkeit der Rifleüte gibt das Verhalten einer liiifchen Pilgerkarawane eine Vorstellung, die au» dem Wege nach Meita von den wüsten Räubern angehalten wurde und Tribut -ablen 'ollte. Zur Antwort wickelte einer der Rnmanner in ein Stück seines rauhen Mantels Patronen und gab sie den tributfordernden Abgesandten mit den Worten: „Sagt Euren Brüdern, daß keine Goldstücke m unseren Bergen wachsen, aber Männer, die nock nie einem Herrn zinsbar waren und solches zu versenden wissen Wollt ihr davon — so kommt und holt euch!" So redete er zu Leuien, bic das Jahr daraus die große Pilgerkarawane mit einem ganzen Regiment und mehreren Geschützen Bedeckung über» fielen und plünderten. Mit ihren langen gebogenen Meifern, den Sitlin, haben die Rifmänner sogar die Spanier aus ihren Veischanzungcn herausgeworsen, was wobt nie vorher einem Naturvolk disziplinierten Soldaten gegenüber gelungen ist. Interessant ist, welches Ansehens sich gerade die Teutschen bei diesen w-iden Söhnen des Atlas erfreuen. Einmal wurde Artbauer von einem kampflustigen Stamm au'gehalten und seiner Hab'eligkeiten beraubt. Aber seine Pferde ließen sie chm mit der Begründung, daß er ein Teutscher fei. Ern ander Mal kam er im Hafen von Penon in Geldverlegenheit. Sogleich erklärten sich einige Rifier, die ihn gar nicht kannten, bereit, ihm Geld zu borgen, und brachten ihm zwei schwere Beutel mit ivanncken Kupfer- stücken ..Und die Leute vertrauten mir die Summe an gegen ein einiackes Papier, das sie selbst nickt leien konni.n, das ick mit beliebigem Text Hätte bekritzeln können, gegen bloße Kenntnis meiner Naiwnalitat. Er ist deutsch, also ist er gut! Das war ihr die Nester — müßten jetzt von Rechts wegen die hnrt strafende Hand der griechischen Obrigkeit fühlen Ter Hehler ist oft noch schlimmer, als der Stetster Es sollte den tür kischen oder griechischen Belwrden unmätzlich gewesen sein, binnen einiger Tage die Verbindung mit de,i Entführern herzustellen'? Wir behaupten: es hat nur an dem nötigen Antrieb gefehlt Geld spielt nicht nur bei Lolios und seinen Genossen eine große Rolle, sondern ebenso sehr bei ihren Herren Verfolgern. Tie türkischen Behörden konnten eine Million verlieren und iviedergewinnen Wie eraötzlich be rührt uns heute die aus Athen stammende „Feststellung", Richter sei auf türkischein, nicht griechischem Boden frei« gelassen worden! Liegt darin nicht die Angst, daß matt Griechenland für die Zahlung verantwortlich machen werde? Es mußte für die deutsche Diplomatie ein kleines sein, die Besreiung Richters durch Zahlung des Lösegeldes burch- zusetzcn und die Türkei oder Griechenland für die Riick- vergütung veranttvortlich zu machen. Ist es doch sogar behauptet worden, die Räuber wollten mit dem Lösegeld vater ländische griechische Zwecke verfolgen! Die „sreutld- lichen Beziehungen", die immer vorgeschoben werden, brauchten von dem Zwischenfall nicht berührt zu werden Mit Liebcnswiirdigleit und Festigkeit zugleich kommt man meistens zum Ziel Mit den Balkanstaaten und ihre» Räubernestern konnte man doch hoffentlich noch fertig werden, ohne daß die Entente-Mäckite uns dabei Schwierigkeiten bereitet hätten. Man darf wohl recht bald eine amtliche Aeußerung zum Falle Richter erwarten. • Die „N ordd. All gern. Zig." schreibt in ihrer Nummer vom 25. d. M.: Tie Ansprache, die der Kaiser gelegentlich der Uebergabe her neuen Sckulfahne an die Primaner des Kasseler Friedrich.Gnmnasiums gerichtet hat, ist in den von der Presse daran geknüpften Besprechungen vielfach bahnt mißdeutet worden, als ob der Kaiser im allgemeinen einer erhöhten Berücksichtigung der allen Sprachen, insbesondere des Griechischen, auf allen höheren Lehranstalten habe das Wort reden roollcn. Temgegcnübci ist festzustellen, daß der Kaiser gegenüber den Lehrern und Schülern eines humanisttschen Giim- nattums, zu dessen schulplanmaßigen Ausgaben daS Studium des Griechischen gehört, lediglich die Gesichtspunkte ausgedruckt hat, auf die seiner Ansicht nach bei diesem Stu- diu m d a s V a u p t a u g e n in e r k zu richten sei Dem Kaiser bat es durchaus ferngelegcji, feine Ausführungen allgemein auf alle höheren Lehranstalten zu beziehen .'der dem humanistischen Gym nasium einen Vorzug vor Anstalten mit realen Lehrzielen einzuräumen. -____________■ —■ - 1 . . 11 .■ . . !■ J Das Kaiferpaar in Attona. Altona, 25. Slug. Das Kaiserpaar traf um 10’... Uhr auf dem hiesigen Bahnhof em. Ter Kronprinz ist um 8.42 Uhr auf dem Hauptbahnhof eingetroffen. Mit dem Kaiserpaar trafen Prinz Adalbert und Prinzessin Vilkorra Luise ein. Die vom 3nfantmeregimeni Nr. 31 gestellte Ehrenkompagnic erwies die milätirischen Ehrenbezeugungen Die Majestäten hielten großen Mililär- uiid Zivtlempsang ab, worauf der Vorbeimarsch der Ehren- fompüijnic erfolgte. Beim Verlassen des Bahnhofes jubelnd begrüßt, befliegen die Kaiserin, Prinzessin Eitel Friedrich und Prinzessin Viktoria Luise einen offenen Vierspänner- der Kaiser und die Prinzen stiegen zu Pferde, woruuf der Einzug unter dem Geleit einer Eskadron des Husareu- regiments Nr. 15 erfolgte. Er setzte sich unter andauern- Gcdankengang, den freilich wenig Europäer begreifen mögen. Ebensowenig kann man sich vorstellen, was ich danwls dachte, als ich in einsamer stiller Bucht an der Rifküste m deutscher und arabischer Schrift einen Schuldschein ausstcllte, zahlbar bet Sicht in Tetuan an den Uriachli, der das Pamer überbringe! Und der Vorfall möge zugleich einen Beleg geben für Beliebt fjcit und Achtung, deren sich das Wöttcken deutsch in Marokko erfreut. * — TaS Bernsteins immer Ter Zar läßt augenbltck- lid) die Kostbarkeiten des berühmten Bernsteinzimmers feines Schlosses Zarskoje-Siels, darunter auck die aus Bernstein be stehenden mächtigen Wandtäfelungen, sorg'ältig auSbenern. Einige Ko'tbarkeiten des Zimmers find zu diesem Zweck nach König: berg i. Pr. geschont worden, wo für solche Arbeiten die tedjmfd' und künstleriich geeigneten Kräfte zur Verfügung stehen Johann Bernoulli, der im Jahre 1778 ZarskonvSselo bciudiu, sah das Zimmer bereits so, wie es sich noch heute barbinct Er fand es überaus prächtig — „denn die Wände," io 'chreibt er, „sind ganz mit Bernstein eingelegt, und haben Felder, deren Euifanungcu mit künstlichen Bildfcknitzereren von gleicher Materie geziert sind. Ucberdieß so sind in vier dieser Felder eben io viel gcoßr Gc- mälde von storentint'cher vollkommen schöner Moiaik eingclamn " Tas Bernstkinzirnmer setzt 'ich vornehmlich aus Grickenkcn Lr ersten preußischen Könige an den russischen Hof iuiaminen. Man fügt, daß König Friedrich Wilheim 1. 'ich für Hingabe ttniga besonders wertvoller Kostbarkeiten als Gegenleistung achtzig lange russische Kerls auebetmngen jjabt. In Berlin besaiid 'ich cm Teil dieser Schatze im Kgl. Schloß, und zwar während weniger Jahre in dem neben dem Weißen saal gelegenen Eckzimmer, das fväter ;ur Erweiterung des großen Festtaumes huizugczogen lourbc. Als Friedrich Wilhelm I im Jahre 1716 b.n Hauptsckas des Zimmers, ein besonders prächtiges BernsteinkabiNcli, au Peter den Großen verschenkt Hane, ließ er es neu entrichten - auf holländische Art, nämlich mit hohen, blauangestrichenen Teller- r von Porzellan gesetzt wurden. Tann hielt er hier die Sitzungen des Tabaiskollegiums ab, wobei als Bierckann. jene mn zwei franbgriTini venebene silberne Rfe'enkwinc diente, jetzt zum Prunkbüiett im Rittersaal gehört ote wertvollen, mü hohe in kün'tleri'chen Bcritandni- bcrgefirlltin Bernsteinarbeitcn nach Petersburg gewandert sind, iit in Berlin schon oft betlagt worccn. Immerhin kann als ein fleiner Trost gelten, oaß di Russen manche i^one Arbeit in Matacku, Lapis tazutt und Rhobonii ge- schenkt haben. Besonders bemcrkenswen find die prächtigen Ar große Reichtümer enthält, und die riesig- Rkodvm: Vase in der Eewaldegalerie zu Sanssouci. den Rusen des Publikums und tausenden von Schulkindern unter dem GM*"t der Glocken bis zum Rathause fort. Truppenteile des 9. Armeekorps bildeten Spalier. Tie Truppen präsentierten. Die Musik spielte den Präsentiermarsch. Vor dem Rathause hatte der Oberbürgermeister S ch n a ck e n b u r g und die städtischen Kollegien Aufstellung genommen. Der Wagen der Kaiserin hielt, der Kaiser ritt heran, ebenso die sechs Söhne. Fürst Fürstenberg und die Herren des Hariptquartiers bildeten einen Halbkreis. Oberbürgermeister Schnackcnburg hielt eine Ansprache und bot dem Kaiser einen Ehrentrunk dar. Die Ansprache des Oberbürgermeisters. In seiner Rede führte Oberbürgermeister Schnackenburg aus, nachdem er auf die früheren Anwesenheiten des Kaisers in Altona hingewiesen, daß Altona infolge seiner Lage neben Hamburg mit außergewöhnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen habe. Mit Genugtuung habe man aber bemerken dürfen, daß die Königliche Staatsregierung diese schwierige Lage erkannt habe. Tie Anwesenheit des, Kaisers würde als glückverheißendes Zeichen dafür angesehen, daß unter des Kaisers landesväterlicher Obhut sich die Stadt zu neuem Gedeihen und neuer Blüte emporarbeiten werde. Die Altonaer aber gelobten, die gewohnte Zähigkeit und Energie auch bei der Arbeit um die Zukunft der Stadt allzeit bewahren zu wollen, nach dem alten Wort: „Jungs, holt fast!" Der Oberbürgermeister rief den Majestäten und der Kaiserlichen Familie ein herzliches Willkommen zu und bot dem Kaiser einen Trunk echt deutschen Weines dar. Tie Antwort des Kaisers. Der Kaiser erwiderte bei Entgegennahme des Chren- trunkes auf die Ansprache des Oberbürgermeisters mit folgenden Worten: Herr Oberbürgermeister! Ich sage Ihnen meinen herzlichsten Dank für Ihren freundlichen Willkomm, ebenso im Namen meiner Frau. Die Stadt hat eine schwierige Lage, das weiß ich. Eine längere, kleine Schwester neben einer großen, mächtigen Hansa- stadl hat es selbstverltändlich nicht leicht. Aber wie Sie schon erwähnt haben, ist mein landesväterliches Herz stets beschäftigt, der Stadt nachzuhelfen und sie zu fördern. Ich habe die feste Ueberzeugung, daß der zähe Wille der Bürgerschaft und die schleswig-holsteinische Ausdauer, die ihr.Charakter ilt, alle Schwierigkeiten überwinden wird. Immerhin kann ich konstatieren, daß seit meinem letzten Besuch die Stadt sich recht prächtig entwickelt hat und daß die Schar der Kinder einen sehr bedeutenden Zuwachs der Bürgerschaft darstellt. Ich bitte Sie, bei den Bürgern Altonas, Männern, Frauen und Jungfrauen der Dolmetsch unseres Tankes und innerer Gefühle zu sein, und diesen Wein aus edler deutscher Rebe trinke ich auf das Wohl und Gedeihen der Stadt. Drei kleine Mädchen, die Töchter des Oberbürgermeisters und die Tochter eines Stadtverordneten, überreichten der Kaiserin und den beiden Prinzessinnen Blumensträuße. Der Kaiser wandte sich nochmals mit freundlichen Worten an den Oberbürgermeister. Dieser brachte ein dreifaches Hoch auf die Majestäten aus, welches begeistert ausgenommen wurde. Der Zug setzte sich hierauf bis zum Liegeplatz der „Hohenzollern" fort, wo eine Ehrenkompagnie vom Füiilierregunent Königin (Schleswig-Holstein) 9tr. 86 aufgestellt war. Die Majestäten nahmen Wohnung an Bord der „Hohenzollern". . ~ Die Festtafel für die Provinz. Altona, 25. .Aug. Ihn 7 Uhr abends begann die Festtafel für die Provinz Schleswig-Holstein im Hotel Kai- ferhof. Dem Kaiferpaar gegenüber faß Oberpräsident von Bülow. An der Tafel nahmen die Kaisersöhne, Prinzessin Viktoria Luise, Prinz Friedrich Leovold, der Großherzog von Oldenburg, der Großherzog uno Erbgroßherzog von Mecklenburg-S.-relitz, sowie u. a. oie amerikanischen Generalmajore E. A. Garlington und W. Wortherspoon teil. Bei der Tafel hielt Oberpräsident v. Bülow eine Ansprache, in der er den Majestäten den tiefempfundenen Dank' der Provinz Schleswig-Holstein darbrachte dafür, was sie der Krone von Preußen und dem Kaiser in wenigen Jahrzehnten schuldig geworden sei. „Tas Belvußksein, jetzt ein urr- veräußerlrcher Bestandteil des Deutschen Reiches zit sein und zu bleiben", führte der Redner aus „erfüllt uns mit dem Gefühl sicherer .Geborgenheit und stolzer Freude. Zwar ist die Geschichte unseres Landes nicht von altersher verbunden mit der Vergangenheit des glorreichen Hauses Eurer Majestät, aber das wissen wir alle, Eure Majestät lieben unsere Küsten, Buchten und Seen, von denen umgeben sechs Kaisersöhnc zu Männern herangewachsen sind. Das Herz Eurer Majestät gehört diesem Lande, da es die Heimat der Kaiserin ist. Daß Gott nicht aufhöre, das geliebte Kaiserpaar und das ganze Kaiserhaus zu schützen und zu segnen, ist unser Wunich, unjere Hoffnung und unser Gebet!" Eine Rede des Kaisers. Der Kaiser erwiderte aus die Rede des Oberpräsidenten v. Bülow mit folgendem Trinkspruch: „Empfangen Sie, mein lieber Herr Oberpräsident, den herzlichsten Dank namens ihrer Majestät und in Meinem Namen für die freundlichen Worte des Willkommens und der Ergebenheit, mir denen Sie uns soeben die Gefühle von Schleswig-Holstein verdolmetscht haben. Wir sind ebenso tief bewegt dadurch, wie durch den glänzenden Empfang der mächtig aufblühenden Stadt Altona. Als wir vor 7 Jahren aus gleichem Anlaß hier weilten, da konnte ich Ihnen die Verlobung Meines ä l t e st e n Sohnes mir der holden Fürstenlochter aus dem Mecklenburger Lande mitteilen. Der Himmel har die Ehe Meiner Kinder reich gesegnet, und inzwischen wurde der Segen der Ehe auch zwei weiteren Meiner Söhne beschert. Der Eintritt einer lieblichen Tochter aus dem Hause Glücksburg in Meür Haus klrüpfte frische Bande zwischen Schleswig-Holstein und Mir zu denen, die schon bestanden durch Meine Verbindung mit ihrer Majestät der Kaiserin. Tie erlauchteFrau, welche als Königin von Preußen und Deutsche Kaiserin die erste in unserem Lairde ist, wird, so bin Ich überzeugt, mit Stolz von jedem Schleswig- Hol st eineralsseineLandsmännin an gesehen, eine Frau, stets bereit zu helfen, wo es gilt, Not zu lindern, das Familienleben zu stärken, die Aufgaben der Weiblichkeit zu erfüllen und ihnen neue Ziele zu verleihen. Die Kaiserin har dem Hohenzollernhause ein Familienleben beschert, wie es vielleicht nur die Königin Luise vor ihr getan hat. Uns. ist sie ein V o r b i l d geworden für die deutsche Mutter, indem sie 6 Söhne zu ernsten, r a t t r ä f r i g e n M ä n n e r n herangezogen hat, die nicht gewillt sind, die bequemen ©eiten ihrer Titel und Stellungen auszunutzen und, wie so viele junge Leute der Jetztzeit, dem Genuß zu leben, sondern in harter strenger Dienst- erfüllung ihre Kräfte dem Vaterlande zu weihen, uird, wenn es ernst werden sollte, freudig bereit sind, ihr Leben auf dem Altar des Vaterlandes zum Opfer zu bringen. Deswegen ergreife Ich gern die Gelegenheü, den Tank an ihre Majestät aus zu sprech en für den Segen, den sie Meinem Hause gebracht hat. Bei den vielen Besuchen, die Ich ihrer schönen Heimat gemacht habe, zu Wasser und zu Laiwe, habe Ich Mich mit Freude davon überzeugen können, daß Schleswig-Holstein vorwärtstreibend sich weiter ennvideU, zumal ocr landwirtschaftliche Test Letzter AevülkLrüng, Wie in arideren, Landesteilen sehen auch die Landwirte dieser Provinz der Entwickelung dieses Jahres mit Sorge entgegen. Was der Staat leisten kann, um ihnen zu Helsen, das ist geschehen und wird geschehen. Ich meine aber, bei der religiösen, christlichen Gesinnung Meiner Landsleute und zumal der Schleswig-Holsteiner werden sie nicht übersehen, daß dieTürrediesesabnormen Jahres eine Prüfung ist, die uns der H i m nie l geschickt h a t und der wir uns zu beugen habest. Möge Schleswig- Holstein auch fernerhin sich fortschreitender Entwickelung erfreuen, und möge dieses schöne Vaterland ihrer Majestät, das Land zwischen Königsaue und Elbe, als ein ewig unlösbarer Teil Meines Königreiches und des deutschen Vaterlandes von einer Bevölkerung bewohnt sein, die an Fleiß, hingebender Treue und Anhänglichkeit an Mein Haus von keinem Teile Meiner angestammten Länder sich übertreffen läßt. So trinke • Ich dieses Glas, gefüllt mit deutschem Wein, aus das Wohl von Schleswig-Holstein, das auf ewig ungeteilt mit unserem Vaterlande verbunden sei. Tie Provinz Schleswig-Holstein Hurra, Hurra, Hurra!" Nach der Tafel hielten die Majestäten im Empfangssaal Cercle nnd kehrten dann an Bord der „Hohenzollern" zurück,. von einer vieltausendköpfigen Menge stürmisch begrüßt. Heute abend sind noch der Großherzog von Mecklenburg- Schwerin, die Großherzogin von Mecklenburg-Schwerin, Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg-Schwerin, Regent von Braunschweig, hi"r eingekroffen, um an den Manöverfestlichkeiten teilzunehmen. Deutsches Reich. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" spricht sich zu der in .der Presse aufgeworfenen Frage, ob im Hinblick auf den bevorstehenden Ablauf der Legislaturperiode des jetzigen Reichstages nicht zweckmäßig von Ersatzwahlen abzusehen sei, dahin aus, daß die Reichsverwaltung die Frage nicht unter dem Gesichtspunkt der Zweckmäßigkeit, sondern lediglich nach den reichsgesetzlichen Vorschriften zu prüfen habe. Darnach beschränke sich die Mitlvirkung des Reichskanzlers darauf, daß er die Anzeige des Reichstagspräsidenten über die Erledigung eines Mandates der Landesregierung mitteile, deren Behörden dann ihrerseits eine neue Wahl und zwar.nach der gesetzlichen .Vorschrift, sofort zu veranlassen hätten. Die fortschrittliche Fraktion des weimarischen Landtags beantragte bei der Staatsregierung, zur Steuerung der Futternot beim Bundesrat auf eine zeitweilige Aufhebung der Futterrncktelzölle hinzuwirken und den .Ankauf von Futtermittel zu zentralisieren. Ausland. Das Wiener „Fr emd enb la tt" schreibt: In O efter- reich-Ungarn fand die Nachricht von dem Abschlüsse eines deutsch-russischen Abkommens sympathische Aufnahme bei der Presse, die dabei der allgemeinen Aufsaisung und Empfindung der politischen Kreise adäquaten Ausdruck verlieh. Besonders wird hervorgehoben, daß das Abkommen, wenn es auch keine politischen Vereinbarungen enthalte, doch gewiß als ein deutlicher Beweis der Festigung und der Besserung der deutsch-russischen Beziehungen anzusehen sei. Schon deshalb mußte der Abschluß bei Oesterreich-Ungarn, dem treuen Alliierten Deutschlands, freudige Genugtuung wecken. Von politischer Bedeutung ist auch der Augenblick der Unterzeichnung, welcher der jedenfalls nicht leichten Stellung Deutschlands in den Marokkoverhandlungen förderlich war. In wirtschaftlicher Beziehung ist der Umstand wertvoll, daß in dem Abkommen das Prinzip, der offenen Tür für Persien ausdrücklich ausgesprochen wird. Die „Deutsche Tageszeitung" meldet aus Marienbad: Der Papst ist genötigt, sich seiner Gesundheit wegen einer Trink- und Badekur zu unterziehen. Zu diesem Zwecke gehen täglich die erforderlichen Mengen aus der Marienbader Quelle an den Vatikan ab, die durch geeignete Maßregeln in vollkommen frischem Zustande dort eintreffen. Die erste Sendung ist bereits entgegengenommen worden. Der Papst wird alle Morgen drei Becher Kreuzbrunnen trinken sowie hie vorgeschriebenen Bäder nehmen. „Jkdem" meldet: Der türkische Thronfolger überbringt an den deutschen Kaiser ein Handschreiben des Sultans, in dem auch der Dank für die herzliche Aufnahme der ottomanischen Gesellschaftsreisenden ausgedrückt wird. Aus Belgrad wird gemeldet: Ein hiesiges Blatt bringt die Aufsehen erregende Nachricht, wonach König Peter sofort nach der Hochzeit seiner Tochter abdanken werde, während sich der Thronfolger als König von Serbien um die Hand einer russischen Prinzessin bewerbe. Der Zar soll diese Bedingung selbst gestellt Haven. .Amtlich werden diese '.'Nachrichten ocmeittiett. tzeer nnd LLotte. Ein Unfall des Linienschiffes „Hessen". Kiel, 25. Aug. Das Linienschiff „Hessen", das in der Kieler Bucht Torpedoschießübungen abhielt, überrannte in vergangener Nacht den norwegischen Dampfer „Sknld", welcher 'sank. Die Besatzung des Dampfers und eine an Bord befindliche Frau wurden gerettet. „Ackersund" war aus Götsborg ohne Ladung unterwegs nach Malmoe. Das Schiff ist drei Seemeilen östlich von Bült auf 18 Meter Wafsertieie gesunken. Die Mast- spiHen ragen Über Wasser. Ein Torpedoboot .ist an der Unfallstelle zurückgeblieben, die durch eine Boje bezeichnet wird. „Hessen" ist nicht beschädigt. Line schauerliche Bluttat in der wetterau. Rendel, 26. Aug. Hier hat sich heute morgen gegen 5 Uhr eine schauerliche Bluttat ereignet. Der von hier stammende, etwa 28 Jahre alte Wilhelm Gunderloch erschoß seinen Schwiegervater, Schwiegermutter, Frau, Schwager und Schwägerin und flüchtete dann in einem Automobil in der Richtung nach Gronau zu. ♦ Gießen, 26. Aug. Die Nachricht von der schauerlichen Mordtat, die eine ganze Familie vernichtete, gelangte heute morgen in aller Frühe hierher. Alsbald begaben sich Staatsanwalt Dr. Brill, Kriminalkommlssar Müller und em Schutzmann mit Polizeihunden nach Rendel zur Untersuchung der Mordtat. Der Täter Wilhelm Gunderloch entstammt einer wohlhabenden Rendeler Bauernfamilie, war aber leichtsinnig und verschwenderisch. Schon vor etwa fünf Jahren war er wegen Ermordung feines Bruders in Untersuchung. Es wurde damals Notwehr angenommen und die Untersuchung deshalb eingestellt. Hieraus heiratete er die Tochter des Metzgermeifters und Landwirts Friedrich Eberhardt, der in der Hauptstraße HO wohnt und im Dorfe sehr angesehen war. Aus der Ehe entsprossen zwei Kinder. Das Zusammenleben der Eheleute Gunderloch gestaltete sich sehr unglücklich, da G. fein leichtsinniges Leben fortsetzte und fein und seiner Frau Vermögen zum großen Teil verschwendete. Im Januar 1910 flüchtete er mit einem Frauenzimmer ins Ausland, angeblich nach London, während feine Frau mit ihren Kindern, zwei Knaben von 4 und 3 Jahren, ihn wegen Mißhandlung und Bedrohung verließ und in ihr Elternhaus zurückkehne. Gunderloch tehrts gestern nacht nach Renocl zurück. Wilhelm Gunderloch hatte vor 2 Jahren fein Be,itztum für 100 000 Mk. verkauft, wovon 15 000 Wk. für ferne Kinder gcrid;: i sichergestellt wurden. Die übriges 85000 Mk. scheint er inzwischen verjubelt zu haben, was wohl der Anlaß zu seiner Rückkehr und seinem Entschluß wurde, die ganze Familie zu ermorden. Ueber die Bluttat selbst berichtet uns unser B.-< Berichterstatter: Der Mörder drang heute nacht in den Hof ein und erwartete seinen 55 Jahre alten Schwiegervater, der morgens 5 Uhr das Vieh zu füttern pflegte. Als dieser ahnungslos den Hof betrat, erschoß der als guter Schütze bekannte Gunderloch ihn mit einem alten Jagdgewehr. Durch den Schuß wurden die Angehörigen Eberhards aufmerffam und eilten notdürftig bekleidet nach dem Hof zu, so daß sie nach und nach dem Mordbubest vor die Flinte liefen. Zuerst wollte der Schwiegersohn Eberhards, der 40 Jahre alte Karl Wissenbach, seinem Schwiegervater zu Hilfe eilen. Er wurde ebenfalls erschossen, als er kaum' den Hof betreten hatte. Dessen Frau, die 38 Jahre alte älteste Tochter des Hauses, wurde im Hausflur und deren 54 Jahre alte Mutter auf der Treppe erschossen. Die 28jährige Frau des Mörders wollte durch den Speicher über das Dach flüchten, als sie von der tödlichen Kugel ereilt wurde. Durch die Schüsse waren die meisten Bewohner Rendels aufgeschreckt worden, doch wagte niemand den nach der' Untat ruhig durch den Ort geoenden Mörder festzuhalten. Die Angabe, daß G. im Automobil weggefahren fei, beruhte auf einer Vermutung, die sich nicht bestätigte. Der Polizeihund des Schutzmanns K'lös von Gießen, der die Spur des Mörders alsbald nach der Ankunft der Gießener Gerichtskommission aufnahm und verfolgte, sand nämlich nach 11 Uhr in einem an der Straße nach Nieder- Dorfelden zu etwa 1000 Meter vom Ort gelegenen Kar- toffelacker die Leiche des Mörders, der sich mit dem Gewehr selbft erschossen hatte. Von der ganzen Familie leben nur noch die beiden Kinder Gunderlochs und das ein Jahr alte Kind seines Schwagers Wissenbach. Aus Stafct und Canfc* (Siegen, 26. August 1911. -** Ruhestandsversetzung. Der Großherzog hat den Kontrolleur bei der Saline und Badeanstalt Bad-Nauheim, Kanzleirat Peter A l e t t e r zu Bad-Nauheim, auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste in den Ruhestand verletzt und ihm aus diesem Anlaß die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. * • Die Kosten unseres neuen StadtthcaterS sind jetzt genau festgestellt. Das Theater hat im ganzen 6 64145 Alk. 41 Psg. gekostet, und zwar für Fundamentierung, Bau, Dekorationen für die Bühne, Beleuchtung und 2luS- stattung des HauseS. Gedeckt wurden die Kosten durch 413 894 Mk. freiwillige Spenden auS der Bürgerschaft, einem Zuschuß der Stadt von 49 479 Mk. und einem verzinslichen Darlehen der Stadt von 200 000 Mk. Den Bauplntz hat die Stadt frei zur Verfügung gestellt. Das Unternehmen ist vergesellschaftet und geht nach 30 Jahren, als Entgelt für die unentgeltliche Hergabe des Bauplatzes, in den Besitz der Stadt über. Die Stadt ist Mitglied der Gesellschaft und der jedesmalige Bürgermeister ihr Vorsitzender. • * Zu dem Dünsberg-Turnfest, das morgen stattfindet, find 264 Anmeldungen eingegangen. Die Fest- Vorbereitungen sind sämtlich vollendet und versprechen ein schönes Fest. Die Turner fahren mit einem Sonderzug um 8,20 Uhr mit der Biebertal-Bahn nach Bieber und marschieren von dort gemeinsam über den Dünsberg-Abhang nach dem Festplatz, der unmittelbar am Forslhaus Bieber sehr schön liegt und von der Station Bieber direkt in einer halben Stunde zu erreichen ist. Das Wetturnen beginnt etwa um 11 Uhr. Da eine ganze Anzahl der besten volkStütnlichen Wetlnrnec des Gaues Hessen an bem Wettkampf teilnehmen wird, sind gute turnerische Leistungen zu ermatten und der Besuch der Veranstaltimg ist auch Richtturnern zu empfehlen. Für Bewirtung und geschützte Unterkunft im Falle eines Regens ist bestens gesorgt. * * Dl e Fechtriege des Gießener Turnvereins von 1846 feiert am 9. und 10. September d. IS. ihr 25jähriges Bestehen durch Festkommers, Schaufechten, Festkonzert und Ball. * * Die näch stjährige Regatta der Gießener Ruder- besellschaft von 1877 ist aus den 15. Juli festgesetzt worden/ ** Ein bummer Junge, der ein Spaßvogel sein wollte, hat die Gießener Bevölkerung in eine gelinde Aus-, regung versetzt, in dem er an verschiedenen Stellen der Stadt ein fingiertes Telegramm anfchlug, nach dem das Luftschiff „Schwaben" heute hierher tarne. Hoffentlich gelingt es der Polizei auf Grund der Handschrift den Täter zu ermitteln, damit er wegen groben Unfuges vestraft werden kann. Um von unserer Seite aus einem derartigen Unfug, durch den im Publikum eine leidige Unsicherheit über die Zuverlässigkeit von Aushängen entsteht, künftighin vorzubeugen, werden wir unsere Telegramme nur noch aus besonderen Formularen mit dem gedruckten Kopf: Telegramme des Gießener Anzeigers veröffentlichen. * * Ein Giegener Schulmann m Madrid. Lchr- amtSaffeffor W. Schmidt an der Oberrcaljchule zu Mainz wurde auf Vorschlag des Auswärtigen Amtes zum Direktor der deutschen militärberechtigten Realschule zu Madrid gewählt. Herr Schmidt ist geborener Gießener, er war bereits vier Jahre an einer deutschen höheren Schule in Buenos Aires tätig. Die Schule, deren Leitung er in Madrid über- nimmt, ist eine der angesehensten AuSlandSschulen. Sie hat 285 Schüler, von denen ein großer Teil spanischer Herkunft ist. Die Schulgemeinde hat erst im letzten Jahr ihr prachtvolles, ganz modern eingerichtetes Schulgebäude emgeweiht. Kreis Büdingen. H- .Büdingen, 25. .Aug. Die Verwaltung des hiesigen M athild en Hospitals beabsichtigt schon längere Zeil, zur Vergrößerung des Hospckals einen neuen Anbau zu errichten, in dem eine große Liegehalle und Isolierzellen für Lungenkranke eingerichtet werden tollen. Von einem Teil der Bewohner Büdingens und ganz besonders von den Besitzern der Häuser und Gartengrundstücke im oberen Steinweg und der Gym- nasiumsstraße wird diese Vergrößerung beanstandet und geltend gemacht, daß durch Ausnahme von Lungenkranken im Howüale der Wert ihrer Grundstücke bedeutend verringert und auch Büdingen als Luftkurort durch Fernbleiben von Fremden Verlulte erleidet. Tie Hospitalverwaltung stellt in Abrede, daß nur aus- gesprocyen Lungenkranke in diesem Neubau oerpslegt werden sollten, sondern es würden meist nur bleichsüchtige und blutarme Personen Aufnahme finden. Vorige Woche sind nun die Plcme zur Weitergabe an das Kreisamt aus der Bürgermeisterei cmgercunt- und die Arbeiten zur Vergebung ausgeschrieben morden. 4IC Bewohner des Steimvegs und der .Gpmnasiumsstraßc und die Stadt haben gegen die Errichtung des Anbaues irimpruch erhoben,, wem; er zur Auf nähme p.on .Lungenkranke,; fciyien jsü» IN Metern ansteigen. um Schneider Tic Red.) Turnorrelit Dr. Stuhl von der Reise zurück 5218 Von der Reise zurück! 06919 ©leben, den 26. August 1911. Zahnarzt Reinewald 6187 Statt Karten. 5202 ceaor Giessen. 26. August 1911. DnMH Dr. Zinsser MQUJBEJITZEnM 25^RABATT ÜIM F Leipziger & Co. Geyer Ploch Richter Stuhl Vertreter Herr Herr Herr Herr Herr S&nitätsrat Letzte Nachrichten. Zum Diebstahl der Mona Lisa. NESTLE ---^ -^Altbewährte Nahrund ' für Kinder und Kranke Dr. Dr. Dr. Dr. ZU Rodheim a. d. Bieber Sonntag, 27. und Montag, 28. August findet die Rodhtimer Kirchweih statt, wozu freundlichst einladet 06936 Schlierbach, Gastwirt. ouB liefen, uodenen üfralnii luyric. Bier Wagen stürz len in den Graben. Bisher wurden 23 Leichen geborgt! und 20, meist weibliche, Schwerverwundete sestgestelll. Dp. Meyerhoff verreist. von einem angesietU isi ü»a t it'urbi Die glückliche Geburt eines gesunden Jungen beehren sich anzuzeigen. Grossh Geometer II. KL Gg. Spat* nnd Frau Johanna geb. Deibel ,ait« bettel)'"«* J {.ilAfii’ll IDO?»" Eilt. Assessor abVertreter gesucht für die Zeit vom 1. bis 15. September von a201 Rechtsanwalt F. Schäfer, Michelstadt. Uncrftkgenc Berge. In (htropa existieren nickt mehr zu viel unersticgenc Berge. Hier und da in den Tolomircn nock eine bcbcuiungv ose Zinne, allenfalls nock in den sranzösisden und Italien. sckcn Alpen eine steile Spitze und an der Grenze Asien' im Kaukasus noch einige stolze Givsel von mehr al» JOOJ und 1000 Meter Höhe, an denen sick bisher nur von fern her der Weometer mit seinen Triangulationsavparaten versucht bat Ein Mitarbeiter des ./Bulletin of thc Ganabian O^eoarapht)" weist daraus hin, um wie viel oesser es für Gipfelstürmer n anderen Erdteilen bestellt ist Am wenigsten Auöbeiu.- würde außer dem touristisch nichtssagenden australischen Kontinent nock Afrika liefern Eine Anzahl stattlicher Gip- O'öer ein rung i" ^ebenen Steü«"6 ®“ ssL «■"'S'S ie taäk: ic ®abtiö. :t D6«tia.11* J lügen S>"'te‘ «■ !>!c°üchni° i ' tc,i «<»«*? höheren w >• Leitung e®. J jj ei :3^** Die »g; (fingere 2° - ■ chtigl -ZWW r-ss^l WM Srohc; Eisenbahnunglück in England. Ein schweres Eisenbahnunglück ereignete sich auf ber Lcbigh Ballev-Bahn bei Manchester. Bisher wurden 23 Leichen a e b o r g e n und 20 Schwerverletzte. Seither erhielten wir '‘l#Ko**r":25. Slug. Aus dir SM)igf) Vall-Y-Bahn bci Branchen er stürzte ein Zug von der Brücke. Es sollen 25 Personen tot, gegen 50 verletzt sein. Rochester, 25. Aug. Zu dem Eisenbahnunfall aus der Lebiab Pallen Eisenbahn bei Manchester wird ergänzend gemeldet: Der Zug entgleiste bei einer Brücke, die über einen achtzehn Paris, 26. Aug. In Montlien wurden zwei 1 u n a e Deutsche unter dem Verdacht verhaftet, die M on a Lisa aus dem Louvre gestohlen zu haben. Es bandelt sich den 27 Jahre allen Studenten Erhard E l r i ch und den Schn, Emil o st e r. Beide sollen einen Hoffer auf i r g e n b c i nc m (!) Bahnhof in Verwahrung gegeben haben. In dem Steifet vermutet man das Bild. ,Na ja! Es war doch auch gar zu seltsam, daß man seither noch keinen Teutsck-en im Verdacht hatte Jetzt wird es wohl nicht mehr lange dauern, und dann ist der Tiebstahl im Auftrage des Deutschen Reiches ausgenihrt worden. Die französische Boulevard-Phantasie ist ja bekanntlich sehr rege. Mrciv Schulten. A Eichelfachsen, 26. Aug. Unter SchulhauS - neubau ist soweit gediehen, dost *nde September die Ein- weihung erfolgen soll. Das stattliche Gebäude enthalt zwei SchulfSle und zwei Lehrenoohnungen. — Mit der Futter« not beschäftigte sich gestern abend auf Anregung -er Land- ivirtfchaflSkammer eine stark oefuchte Versammlung bet Landwirte bei Gastwirt Schröder. Ta die AuSsaat schnell- wüchsiger Herbslsutterkräuter für den DoqelSberg zu spat ist, so wurde dec gemeinsame Öt6ub von Saatgut und früheslei FrühlingSsutterpflanzen angeregt. △ SJcm oberen Nid atal, 25. Aug. Dir obere Nidda zeigt einen so niedrigen Wasierstand, ute sich d c älteften Leute nicht erinnern föi.ncn. Tie meisten Müdst,. und Wassertriebiverke können nicht mehr ihren Betrieb air recht erhalten. Die Triebwerkbesitzei halten nächsten Gunntae eine Versammlung in Schotten ab, um über ihre Interessen und den Notstand ;u beraten. □ Feldkrücken, 25. Jua Ein schwere- Gewitter ging heute nachmittag über unserer Gegend nieder Aus dem naben Uelgenhof schlug der Blitz ein und zündete. Zwei Scheuern, die mit Getreide gefüllt waren, mehrere landwirtschaftliche Maschinen und Wagen verbrannten. SrriS Friedberg. xBad-Nauheim, 26. Aug. Die ersten kkelterüpkel würben hier dieser Tage abgcliefert, wo mm btt Kelter schon fldfeig in Tätigkeit ist. Zu einem so frühen Termin hat die Aepselweinbeveitung noch selten begonnen. In Friedberg hat man damit noch nicht angefangen, wohl aber keltert man auch in Frankfurt und Sachsenhausen schon seit dieser Woche. TaS ftlterobft stellt sich im Preise bi- -u 10 Mark. O Münster bei Butzbach, 25. Aug Unter zahlreicher Be« teiligung auch benackcharier Bejirksvereine unternabni am heutigen Ludwlg-tage der Bezirk PhilippSeck te.s Lande-lehrerveremS einen FamilienmiSstug von Ziegenberg über Eronberg, Capers- burg und den SBinterftein nach Bab-Nauheim. kV Echzell i. d. Wetterau, 25. Aug Hier ift die Grün- bung eines Zweigvereins des Vogelsberger Höyenklubs beabsichtigt. Starkenburg und Rheinhessen. ?u.ibcn. I L Und feJ? 5 fotben.™t1n WlÄ Jahre aft»? 'n , ?lch Jn |U| cd- «fcÄ mit , ; «U urden bie S!^ •Otbürftig i-K'Ss* )en Mörder WäÄ latte ' 1 * mit %?? beider ’ * alte Sinb feind Danksagung- Für die melen Beweise herzl-wer Teilnahme bei dem Hinfcheiden unseres lieben Vaters, iagen htermn allen, befonbexo Herrn Piarrer ^cborlemmer stir die tioit reiche Grabrede, der Krantenschwester. dem Grieger' und Fahrbeamieuverem. sowie kür die vielen Blumenspenden unseren innigiter Dank. I,n Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Martha Haas Wwc. Vermischtes. kf. Eine Hochzeit auf hoher See. Oberst Johann Jakob Astor, der omcnfanifdK Multimillionär, dessen Verlobung mit der 18 jährigen )d)öncn KaufmannStochter Madeleine Force aus Brooklyn jenseits des Ozeans so grostes Aussehen erregt, weil sie veröffentlicht wurde, als der 47 jährige reiche Herr sich soeben erst von seiner ersten OJatlin hatte scheiden lassen und er schon einen Sohn hat, der älter als die junge Braut ist, hat einen kühnen Entschluss gesastr. Ta er fürchtet, dast mit dem Hochzeitstage die Eulrüstungsstürme, die gegen ihn durch die Blätter gehen, ihren Höhepunkt erreichen werden, so wird er seine Vermählung nickst auf dem festen Lande, sondern auf hol-cr 3cc vollziehen und feiern. Er bat deshalb seine prachtvolle Jacht „Noma" klarmacken und mit Vorräten aller Art für eine lange Fahrt ausrüsten lassen. Herr und Frau Force haben sich bereits mit ihren Töchtern und einer Reihe Freunden ihres künftigen Schwiegersohnes auf die schöne Jacht begeben: und so wird man in den nächsten Tagen auf ihr in aller Ruhe und fern von dem Gerede der schlechten Well die Verbindung zwischen den Häufeni Force und Astor vor sich gehen lassen können. kL Eine Tabakspfeife für zwei Millionen Mark. Tie Königin der Tabakspfeifen besitzt unstreitig der Schal' von Pers,en: und dieser, bet gegenwärtig kaum ein Dreikäsehoch ist, raucht sie bei feierlick-en Gelegenheiten, rote ehedem sein Vater und vor diesem fein Oheim und fein Großvater. Tic Pfeife ist darum so kostbar, weil sie von oben bis unten d Land. en, 28. Äugust 1311. I ^Ettjog bat dal .^eanlialt BohMI aut fein W4a| nflentteu geleisteten 2i^ I bleiern Änlast bie riiou I ’tbens Phil^pz des I 'euen Stadttheatku! i^atfr hat im gaiijt-1 Mr für Sunbanitnlunm, I f» Beleuchtung und Aul, vurden bie Kosten du; m3 der Bürgerschaft, eint \ t. und einem DetjinSlii? Ölf. Den Bauplntz hat d t ellt. Das Unternehnia i 10 Jahren, als Entgelt1; uplatzes, in den Besch ed dec Gesellschast und ihender. irnfest, daSmorgenstüi!« eingegangen. Die >ji :• mbel und vtriprcfyn r mit m Sonbttjiij iiint ach Sieber und mattier. nsberg'Abhang nach bc rrsthaus Bieder seht j-..' rett in einer halben Stunt, beginnt etwa um 11 Ufr. । volkstümlichen Wettmnn mps teilnehmen wird, siü rntkti md i zu empfehlen. W * im Falle eines Regen! 3 vünrberg - Turnfest. Zu dem am Sonntag, 27. August, stattftndenden Dünsberg - Wetturnen daS diesmal am Forsthaus Veeber flattnnbet, werben alle Turner und Turnfnunb» hiermit höflichst eingeladen. DaS Welturnen beginnt etwa um 11 Uhr vormittags. Abfahrt deS SonderzugeS bet Biebertalbahn 8.20 Uhr vorm. Für Bewirtung ift Sorge getragen und bei ungünstiger Witterung ift für Obdach gesorgt. Zur teilweisen Deckung der Unkosten wird von den Besuchern ein Festbeitrag von 30 Pfennig erhoben. ▼”/« Tic Vorstände des Turnvereins von 184« des Männer-Turnverein» Giefjen. Rollbahnen- Aixachlusky lei«e. Mitt» u. Kauf. Heu- u. .Altmalertal vorrätig. Frankfurt a. 31., em H. c.- in Pcrsi n gar fein Zcughaus gibt. kf. Gin Feuerwehrmann, brr bei einemrtO”' erfriert Ein bn einem Brande erfrorener Feuerwedrm Rick! in Amerika, wie man denken könnte, sondern in Londo hui er Fall nmicircten, und uoar auf folgende Weife 3n m.i Tod-5 an den Ufern der Tdemle war Eroweuer auSgebtocken -ckmell war die Feuemxchr zur Hand und ’uäjte de» gefahrluden Elemente- Herr zu werden Während viele Feuerwehrleute halb Klaubt von Ammon.akdämp'en biniielen und bei Seite (KidNfit roeröcn mubten, trat ein Wehroffijicr in einen der wtrier^ räume ein, nm denen das Gebäude versehen war Unter der We- roalt d'r in diesem Raume tx-rrichenden Temperatur, die auf 40 Grad unter Null erniedrigt ist, ronfctc otk*r vermochte der T inner ,'ick nickst rechtzeitig aus dem Raume zu retten, und er musste während er die Glut bekämpfen wollte, an der «alle zu Grunde gehen Ob aber diese Nachricht, obwohl sie au» dem nahen London stammt, nicht dennoch als eine sommerliche „kalte Gntc“ anzusehen ift? . . , , * Lor hundert Jahren In enter Nummer de» - trotz- burger Wochenbiatte-k. die kurz vor der WeihnachtSmene be» Jahr cs 1810 ausgegcben wurde, findet fick tolgenbe Anzeiae: ' Büick e und Haape, von Neuenrade bei Elbcrscld, beziehen wieder die hie ige Messe mit einem Assortiment von Leineii-, «ollm-. Lall' und Sammetbündcin, Spinal, Stickgarn, Bettzwillich, Tuliidi, Kölnisch grau grärbter Leinwand und vielen anderm. Arn kein biehr Art. Sie haben ihr bisheriges Magazin Nr. 4^ i cräitbcn und stehen bie kommende Weibnacht»- und folgende Messeil bei Herrn Wiedcmeyer in der fiilfergaffe Nr 10; sie versichern einem jeden, der sie mit fcuiem Zuspruch beehret, i.ird. der billigsten unb redlichsten Bedienung." Tiefe und einige ähnlich« Anzeigen von bergischen Kaufleuten i'crötfentkdit Itarl Lohmener in Nr. 2 der Monatsschrift de» Bergischen GeschrchtS- Vereins unb schreibt dazu: „Ter Stil, in bem bieic Okftbatta- artielgen geschrieben sind, ist durch seine Einsachhe't anbcimelnii und tulturgeschichtlick) interessant. Wie weit ist. der Weg. den die kaufmännische Zeitungsreklame im Lause bi eie» einen Zahr- '.uindeists von 1810 bis 1910 zurückgelegt bat!" Ja fürwahr, i ie weit! Bon Artikel und Magazin abgesehen, die man nir Not alS Lehnwörter anfehen mag nnd kann, em euiHiaes Fremdwort (Assorliinent) und bat in einer Anzeige für die damals französische Stadt Stratzbnrg! Wahrlich, da kann man von der güten alten Zeit sprechen. Und vor allem, wie deutsch und offen und ehrlich daS schöne Wörtchen „redlich Man reimt es heute ja kaum noch, und kaum c i n heutiger Jtw- mann dürste es versuchen wollen, statt reellster Bedienung redlichste zuzusichern. Redlich? Ach nein, das ist veraltet, dos zieht nicht; aber „reell" — das zieht. Aber traurig ,st S dock, lind die alte Anzeige anS dem Jahre 1810 ist tief beichämen« nir unsere Zeit — nicht ivahr? Verbngen Sie franko xexen franko Katalog I........ Tapete von 14- 45 Pfennig Katalog II........ Tapete von SO- 70Pfennig Kaialo- III . ...... Tapete von 75-800Pfennig Ringfreie Topeten-Industrle C.Kupsch, Frankfnna.M.0. Alte Uaaae Nr. H fei im hohen Atlas, ferner unerstiegene Spitzen im Hogg-u massiv, in Tibcsti, im adesfiniscken Hocklande unb in Uganda, vor allem aber die bis zu 6000 Meter ansteigenden Hock- qipfcl brr Riiwenzokolbe nördlich vom Eoward-Aldertse.- harren hier der gut ausgerüsteten Expeditionen, denen fick keine unüberwindlichen Schwierigkeiten entaeaensetzen wur den. Ideale Gebiete für die Hochtouristik finden fid) Amerika, dessen nach ungezählten Hunderten zu veran. schlagende Gipfel hauptsächltck nur deshalb so wenig er sorsckt sind, weil stets tvegen ihrer Lage weitab von allen VerkelTrSstraßen die Ausrüstung einer kostspieligen Expedition erforderlich ist. In den Alpen von Alaska reiht sich von dem 6239 Meter hohen Mount Mac-Kinley bis zum Ehilkootpaß in einer saft ununterbrochenen Reihe von 900 Kilometern Länge ein Hochgipfel von 4000 bis 6000 Metern Höhe an den anderen: auch in den Felsengebirgen von Kanada und den Vereinigten Staaten sind noch manche louristifche Lorbeeren zu holen: von den südamerikanischen Anden, in denen die Berge mit einer Höhe zwischen 6000 bis 7000 Metern gleich zu vielen Dutzenden ausmarschieren, stehl biS zur Stunde überhaupt noch nicht fest, ob der 7035 Meter hohe Aconcagua ober der bisher unersticgenc Ampato in Peru oder irgend ein anderer nock nickt genau vermessener Riese der höchste ist. Das Dorado für Berg, sexe bleibt aber auf alle Fälle Asien, wo die schon recht lange Liste der 7000-Meter-Berge nur einen kleinen Teil des wirklich Vorhandenen darstellt. Don Kamtschatkas hohen Vulkanen bis zum „Dach der Welt", dem Pamir von dem über 7000 Meter hohen, an der Grenze von Sibirien unb China gelegenen Tienfchangebirge und der Kavakonuinkettc bis zum Hindukusch nach Ka,chmir zum Himalana und nach Bhutan gibt es für die Hochtouristik noch auf 100 Jahre hinaus Arbeit zu leisten, die freilich bei den höchsten Gipfeln nur dann einen Erfolg haben kann, wenn eine ganze Karawane ins Feld zieht und nach Anlegung von Zwifchenftationett der letzte, entscheidende Dorstos; unter Mitnahme von Apparaten zur Sauerstoff- atmung unternommen wird. Eine bisher noch gänzlich unerforschte 0)ebirgswelt versteckt sich im Innern von Neu- guinea, wo erst vor wenig mehr als Jahresfrist stellen entdeckt wurden, die nach den Ergebnissen einer allerdings nur flüchtigen Triangulierung bis zu einer Hohe von 6000 RB Darmstadt, 25 Aug Der Evangelische jkirchenaesangverein für Hessen hielt heute oormittn-i seine 32 Hauptversammlung unter dem Vorsitz des Pia laten D Dr. § l dring ab. In der sehr zahlreich, besuchren Versammlung waren namentlich viele Lehrer und GciNliche, sowie die Lehrer und die Zöglinge des Prcdigcrsemiiwrs zu Friedberg zugegen. Gemeinsamer Gesang eröffnete die Tagung, -ter Vorsitzende erstattete auch den Jahresbericht, der im allgemeinen eine günstige Weilerentwickelung des evang. Kirchengesang^ feit* stellt Während die Zahl der .stirchengesangoereme in »elfen 1901 nur etwa 100 betrug, beläuft sie sich 1911 auf 184, davon in Statkenburg 89, in Rheinheffen 50 und in Oberheffen 54; ferner bestehen noch 12 Chorfchulen. In Oberheffen und Rh?in- Hessen sind mehrere Vereine eingeganacn, dagegen sint» neue Vereine in Klein-Steinheim, Sckönberg, lieber au, Egelsbach, Garn- bad), Langd. Lardenbach, Ober-Seemen, Swcklmusen, Schroickarts- häufen, Rieder-Flörstadt, Amöneburg, Bodenheim, Tornheim, Dürckheim, Laubenheim und Gau-Weinheim der Vereinigung^bei getreten An meInnen Orten haben wieder, wie seither, Dekanats- unb Bezirkskirchengefangssestc stattgefunden. Ihr 25jäh- rigeS Jubiläum feierten die Vereine in Bensheim, Beuern, 9he- bcr-flngclbctm unb Mainz: auch bic Dirigenten Reallebrer Mohr. BenSbeim und Lehrer G u n o t - Rieder-JngelHenn feierten ihr 25jäbriges Jubiläum Tic Jahresrechnung ld)Iicf}t in Einnahme mit 2340 Mk. unb in Ausgabe mit runb 1500 Mk. ab Bum nächst) ährigen Versammlungsort würbe Arns- beim gewählt. Im Anfchlutz an bic geschäftlichen Beratiingen hielt Reallehrcr Mohr einen Vortrag über bas Thema: 2111er- lei Gedanken über VolkSgesang, Schulgesang und stirchengeiang. LrctS Wetzlar. w W e h l a r, 25. Aug. Der Verband zur Förderung der Leibesübungen im Streife Wetzlar gedenkt bic ihm angeschloffenen Vereine und Einzelmitgliedcr an einem derbit- fonntag zu einer Hauptversammlung zusammenzurmen. Die am 13 ^lärz v. I. begründete Vereinigung zahlt in 2j Vereinen weit über 2000 Mitglieder. ntnt brdütet. der itdem eines la^i ie er. in dem 6 lches einige der c nn brr Sckc len nnd Rubinen verz,eN ist. deren Sen 2 'Statt. ---sie nickt rauckt. so imrb sie ui ihrer ständigen Bcwackmng s ein öwotzioefir dabei über- auben, er sei allein mit der 'ci,reine berausiubrcchen suchte. t \ a wenig Nandesgemätze Treiben des Ministers veranlatzte den damaligen Schad', da» Amt ..Wächters der kaiserlichen v - ,,nzurickrten, d-r bcmabc so roema zu tun bat roic der otif'idx .cugt-autbuettor, bei cn Amt nur dem Romen nach siebener 10. Septeniber o. ö»- - Festkoininers, Schauiccht'» * Verfängliche Gegenfrage „Sie wollen meine Tochter benoten? Ja können Sie denn eine Familie ernähren?' — .Hat denn Ihr Fraiilcin Tochter schon Familie?" * Erkenntlich Porträtist: „DaS mufi ich sagen, nock nie hat sich einer, den ich gemalt habe, wahrhaft erkenntlich gezeigt." — Freund: „Tu hast auch noch nie emen so gemalt." Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Dietzen. Welteraucmchien m Hell en am Sonntag, den 27. Aug. 1911: Wechselnd bewölkt, meist trocken, mastig warm, Gewitter. Sommer fest Frisch geschlachtet. Frisch geschlachtet. verbunden mit Tanz und sonstiger Unterhaltung. Klein-Linden. Statt Kirchweihfest grosses Wegen Geschäfts-Vergrösserung r LUM UMZUG bewilligung Oberhessens. a26A ALTE Kunden erhalten Möbel u. Waren ohne Anzahlung. Sonntags 11-3 Uhr geöffnet Extra billiger Verkauf in Möbel, Betten, Polsterwaren Herren-Anzüge, Paletots Damen-Konfektion, Teppiche Gardinen etc. Günstige Gelegenheit für Brautleute Giessen Blockstrasse 1416 J. JTTMANN Grösstes Möbel- und Waren-Versandhaus mit Kredit- ExAbJnnn6nd’ | auf Teilzahlung | Es laden Höst. ein 5186 Fr.Krüger,EisthM zur Jeiltslhen Eiche. H. Bernhardt, BcrnlMdWiiskrHiN PH. Jung, jnr Burg. lElektr. Beleuchtung) | COCQOOOOOCO Visitenkarten liefert rasch and billigst Brühl'schc Dalt-Druckerel ooooooooao' Bad-Nauheim Bahnhof-Allee 8 Villa Diana, best empfohlene Fremden-Pension. Zur Nachsaison ermäßigte Preise, Mk. 6.50—7.50 per Tag inkl. Zimmer. C21/s Neu Eröffnung Neu Eröffnung Cafe,Restauratii)n u. Pension „Bnrgfried“ Münzenberg (Wetterau) Teile dem verehrten Publikum mit, daß ich am hiesigen Platze eine Restauration mit Caf6 und Pension eröffnet habe. Für gute Speisen u. Getränke werde ich stets Sorge tragen und bitte um geneigten ----------------- Zuspruch ----------------- uts Hochachtungsvoll Wilhelm Jung $offlmerfröcht„XMigmiilik“ b. Wetzlar. — Auch für kürzeren Aufenthalt bestens empfohlen. Herrlicher Ausflugsort für die Herrschaften von Giessen d*»/8 Hochachtungsvoll Joseph Kress. Bad Brückenau Pension Sinnthalhof. Neu erbaut, 40 Zimmer mit 60 Betten, neuzeitlich eingerichtet, elektrisches Licht, grosser luftiger Speise- saal, herrliche Lage am Walde. Telephon 80. [c5/e D-sos-»?«« auf der Insel Usedom VNMSS MM Grossen-Baaseck! 06846 Sonntag, den 27. und Montag, den 28. August 1911: Kirchweih - Fest Es ladet ergebenst ein Mldelm Magner, zur Germania. Wetzlarer Kirchweih. Sonntag, 27., und Montag, 28. August Südblick - Tanzvergnügen " Zwei Tanzböden (im Spiegelsaal ans Parkettböden und m der großen Garten-Tanzhalle) C-\ 1111 Arrsaug 4 Uhr- nachmittags. =■*=■= Biograph Plocketraße 12 06912 Plockstraße 12 Heute guuz neues hcruorrageuiitg Prograuiui. Heimatlos Großes fesselndes Drama aus dem Leben. Heimatlos ist wieder ein richtiges Drama au§ dem Leben wie die schon früher gezeigten „Geldheirat" usw. Einen wahren Genuß bietet uns diese von Pariser Künstlern hinreichend gespielte Tragödie. In Heimatlos finden wir keine Sensation, keine Effekthascherei sondern Wahrheiten aus dem wirklichen Leben. Hierin liegt der große Wert dieses hervorragenden Films. Der Nebenbuhler Große amerikanische Humoreske. Ein Zug in Gefahr Spannendes Drama. Der belebte Sessel Große amerikanische Humoreske. Frnhlingserwachen, herrliche Naturaufnahme. Eine großherzige Lüge, großes Drama. LeUlteA Abenteuer, eine tolle Humoreske. Kleingewerbe im Archipel, hochinteressant. Wir ersuchen unsere Mitglieder um recht rege Beteiligung an dem morgen stattfindenden JMerg-Turnfut Abfahrt 8 20 Uhr vorm. mit Sonderzug der Biebertalbahn. v26/8 Der Borstand. Sonntag, den 27. und Montag, den 28. August 1911: KirchweihFest in Großen-Buscck! wozu ergebenst einladet 06878 Heinrich Brück Wirtschaft „Zum kühlen Grund". Sonntag, den 21. und Montag, den 28. August: Nirchweih-M uw in Lollar wozu freundlichst einladen die Gastwirte 5190 Heinrich Hettche, Gasthaus z. Schwaneu Friedrich Weinrich, Gasthaus z. Traube. m Sonntag, 27. August Mbergtilnien am Forsthaus Bieber (nicht auf dem Berg). — Abfahrt mit Sonderzug um 8 Uhr. — Um zahlreiche Beteiligung bittet v26/s Der Borstand. Kinematograph. Bahnhofstraße 54. (06896) Babnbosstrake 54. Uur 3 Tage! Dunkle Existenzen Großes Sensationsdrama in 20 Bildern und 1000 m Länge. Spieldauer 1 Stunde. Hervorragend gezeichnete Typen aus der Großstadt. Dargestellt von den rühmlichst bekannten Schauspielern von Kopenhagen. Lemke als Brotbäcker, humoristischer Schlager. Blütentränme, herrlich koloriertes Phantasiebild. Refert holt Zucker, eine köstliche Humoreske. Ach, wie ist das Bummeln schön. TüllW. la. Neue Kartoffeln 10 Psd. 65 Psg per Zentner Mk. 5.50 la. süsse Trauben p. Psd. 36 Psg. im Steig 32 Psg. p. Psd. Schwarzbrot 4 Pfund 48 wg- Siegerländ. Schwarzbrot 50% heiaisdies Kaufhaus Ludwig Steinhäuser hnhosstraße 26 a26/s Renen Baue 17 Vollheringe 3 Stück 17 Psg. Neue Gurken ^ Ssßfg Zwiebeln Pfund 10 Pfg. Rt. 2°° 'iiltübla" „iS Es scheint ° t-STÄ ,Vng« 3» 'M'“ ’S* Hären. & ?er tvahl informiert lich, baß Wsch „tsteriats |chni trag gehe aber Kommentars zi .Ziehenden mut das Geschrt roirb, daß die Hungen llai Aeußern ba jprechungen mi hiejiger kolonia Paris, L ves legte im S zwischen Franß sich der Zus gemeinen Grn dauern. Paris, Ministerpräsid zum Präsid lange Unterr angelegenheit seil gestern . daß das Unlri wird, seiner Berlin zurück Ulin drirtulidje btiitete M)iu ^ruöant eine Berlin, iarubant l lassen hätten nach aus Agat nicht zutre einiger Zeit bi syndilats (Geb deutscher. Äll nats ungefc eine Gefastrbur liegende Kriegs l'kattet haben. Man muß s mch es sich aill En Umstanbeii 9lfl" nicht nock letzt hat! A fei « hat Heuti H e-Hes Geburtsta N"e. Ser Be l^ ichildnt den ,,. Beeses Fest r üuien?n9e’!ümmtc Tai?Vlumierf| tiX^Nter be' bQB die g M N,®SeeWti -nlich D.lch, | Sieben V^ben ,J;>nunga Qn9e °'e unei de/Mc,, ltlten ^"vc ÄbJSe«i