Samstag, 22. Juli Ml Erstes Blatt 161. Jahrgang lekemrAnjeiger Nr. 170 Ter fiefientr Snzelger erscheint täglich, außer SonnlagS. — Beilagen: viermal wöchei-tlich 6kfcentr5amiHtnMätttr, iroeimnl mödientl.KieiS' blatt für6«nKreis®le|jtn (Liensrag und Freitag >: ^i-jeinml momul. £ant wirtschaftliche-eitsrager Fernsprech - Anschküsse. WZW General-Anzeiger für Gberyeffen Zlllnahme von Anzeigen Rotationsörud und Verlag der vrühl'schen Univ.'vuch' und Zteindruckerel R. Lange. Redaktion, ErpedUion und Druckerei: Zchulstratze 7. bi! ?omünaq§n9mu6r! Büdingen: Fernsprecher Nr. 50 -eschästsstelle vahnhosstrahe 16a. Vc zu gSprets: monatlich75Pf., viertel- sährlich Dir. S.20; durch dldhole- il Zweigstellen monatlich 6a Pf>: durch biefcoft 5)112.—viertel* jdbrL auSschl. Bestell q. ZeilenoreiS: lokal lüPf, auSwäns 20 Pfennig. Lhelredatteur: A-Doetz. Deranlwortlich für den politischen teil: Sluauft Goey; für .Feuille- ton*. ,Derniischte-E und .(Senchielaal": R. 9leu- raih; für r6tabt und Land': Lheb: für den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfaßt 14 Selten. .....---------- i. — Politische Wochenschau. Gießen, 22. Juli. Tie persische Regierung soll sich mit der Absicht tragen, in einer Note an England und Rußland Beschwerde Darüber zu führen, daß der frühere Schah ?J?obamntcb Ali wieder auf persischem Boden landen konnte. Diel Gewicht würde man einer solchen Beschwerdenote nirgends beilegen. In einer unheimlichen staatlichen Unordnung ist eben erst in Persien ein neues Ministerium ausgetreten, das sich auf gar nichts stützen kann. Zwar bai Rußland am 25. August 1909, etwa fünf Wochen nach dgr Abdankung Mohammed Alis, sich in einem Protokoll verpflichtet. Maß* regeln gegen Umsturzbemühungen des vom Throne Der drängten zu treffen, und Persien wurde genötigt, Mo hammed Ali, der auf russischem Boden sich niederließ, eine Pension regelmäßig auszuzahlen. Heute aber ent scheidet fein Vertrag und feine Abmachung, sondern allein die Machtfrage. Rußland hat offenbar seine Gründe für die Begünstigung des früheren Herrschers, der von jeher als Russenfreund galt, und wenn ein ewKsches Blatt, „Daily NetvS", meint, durch die neuen Ereignisse in Persien werde das russiscli-britische dlbkommen vielleicht härter auf die Probe gestellt werden als der Algeeirasvertrag durch die neuesten marokkanischen Vorgänge, so hat es wohl gar nicht so unrecht. Dasselbe Blatt drückt aber noch den Argwohn auS, Kaiser Wilhelm habe in Potsdam dem Zaren „freie Hand in Persien" gelassen. Diese Vermutung wird doch wohl unbegründet sein. Der Zar wird schwerlich die Ab sicht gehabt haben oder in der Lage gewesen sein, Kaiser Wilhelm in die russischen Absichten bezüglich Persiens einzuweihen An der Newa leugnet man es heute schlankweg ab, von der Organisation einer neuen persischen Verschwörung und dem Vorhaben des früheren Schahs Kenntnis gehabt zu haben. England unternimmt einstweilen keinerlei Schritte. Man darf an nehmen, daß es Mohammed Ali bei den schlechten Wehrmitteln der persischen Regierung über kurz oder lang gelingen wird, in Teheran wieder seinen Einzug zu halten, denn die bisherigen Nachrichten gebet! die Gewißheit, daß er Freunde und .Helfer und an den Turkomaunen am Kaspischen Meer, die den Stammsitz der Dhnasti bilden, eine treue 6>«~r>i^aft besitzt. Wahrscheinlich ist er also auch nicht ohne (’.cbmitteL Es ist somit dafür gesorgt, daß die „persischen Wirren" für die nächste Zeit in den Zeitungen wieder eine stehende Rubrik bilden werden. Wann wird das Reich der ausgehenden Sonne endlich, wie Marokko, zur Teilung reif sein? Und werden die beiden Rivalen darüber ohne Streit ins Reine kommen können? Beim gegenwärtigen Stande der Marokfoverhandl.kngen wird von französischen Zeitungen vielfach die Drohung erhoben, man werde die Angelegenheit wieder vor eine Konferenz schleppen. Diese Aussicht könnte uns in derTat das Leben wieder einigermaßen fauer machen — falls England den Pariser Diplomaten beispringt. In London sollte man sich wohl bedenken, Deutschlands berechtigte Forderungen um jeden Preis zu durchkreuzen, und zwar gerade im Hinblick auf den bewölkten asiatischen Himmel. Es könnte einmal ein Tag kommen, wo England und Rußland ähnliche Verhandlungen führen wie jetzt Deutschland und Frankreich. Wie wäre es bann, wenn in entscheidender Stunde Deutschland wirklich feinen Einfluß zugunsten Rußlands aufbieten würde? In den letzten Tagen haben zwei große Gerichtsverhandlungen in Deutschland Aufsehen gemacht. In der einen, gegen den jungen Grafen Wolff-Metternich, einem Neffen des deutschen Botschafters in London, der verschiedener Betrügereien beschuldigt wird, ist das Urteil noch nicht verkündet. Was so viel Absehen dabei machte, war nicht die interessante Persönlichkeit des gesunkenen „Aristokraten", sondern die Tatsache, daß er trotz der traurigen Beschaffenheit seiner persönlichen Fähigkeiten und gänzlichen Verarmung Eingang in Lf'izierskreise und b i allerdings fragwürdigen „Geldaristokraten" fand, lediglich vermöge seines Grafentitels. Auch der Besitzer eines biederen Schuh- schäftes ließ verlauten, Grafen, die von einem Schlosse stammten, hätten bei ihm immer Kredit. Kann man im Anschluß an diese Vorkommnisse irgend eine Klasse des deutschen Volkes, sei eS der Adelsstand, die Geldaristolratie oder das gewöhnliche Bürgertum, verantwortlich machen? Gewiß nicht. Aber Lehren müssen aus diesem Prozesse dennoch gezogen werden. Auf der einen Sfitc wird man bei uns Deutschen noch manche Vorurteile abftreifen müssen, nicht hinter jedem glänzenden Titel ohne weiteres eine überragende oder auch nur würdige Persön^ lickkeit annehmen dürfen. -Und auf der andern Seite darf Schein nicht mit Sein verwechselt werden, indem man, dem Klang des Geldes nachgelend, persönliches und gesellschaftliches Unvermögen einzig durch Reichtum zu entschuldigen für erlaubt erachtet. Warum verkehrten die Gardeoffiziere bei den Frauen Wolff-Wertheim? Die Macht des Geldes war auch in dem andern Prozeß, in dem von zwei Duellgegnern nur einer noch vor den l^erichtsschranlen erscheinen konnte, die Wurzel des Nebels. Ser junge Herr von Richtbosen nahm finanzielle Hilfe in Anspruch, die er vor Gericht als wucherisch und schmutzig verpönte. Herr v. Gassron, der frühere Offizier, dessen Absichten freilich höchst zweifelhaft waren, ist durch die Hanp seines Gegners gefallen und kann sich gegen Beschuldigungen nicht mehr wehren Die Ausgabe des Kriegsgerichtes war, die Handlungen des Ueberlebenden zu prüfen. Es hat ihn mit der Mindeststrafe von zwei Jahren Festung für genug bestraft erachtet. Unseres Erachtens mit Recht. Demi v. Richthofen war zuerst beleidigt und überfallen worden, nachdem fein Gegner die Folgen der eignen, zum mindesten höchst unklugen Handlungsweise zu tragen gehabt hatte. Und die öffentliche Meimmg konnte den Angeklagten nicht dafür verantwortt'ich machen, daß heute so traurige Händel noch bnr.h Zwei kämpf enifdneben werden müssen. Der Fall Richthofen-Gafsron ist eher tragisch zu nennen als zum Ausgangspunkt moralischer Betrachtungen zu machen. Verfehlungen, wie sie im Leben gar häufig Vorkommen, wurden aufs Schwerste gebüßt. Interessantere und lehrreichere Ausi -linse könnten die seelischen Wand- lungeWoes Herrn von Gafsron geben. Aber über diese Geheimnisse ’ at der Tod den Schleier gezogen Man soll dem Toten reine Steine nachwerfen — trotz der Urteilsverkündung des Kriegsgerichtes. Die sranzösUch-deulschcn Verhandlungen. Sechs Tage hatten bi? Berliner Verhandlungen über die Agadirfrag? zwischen dem beutfr.ru Staatssekretär Herrn v. Kiderlen Wächter und dem französischen Botschafter Herrn Cambon gerade gedauert, als sie am Donnerstag den 13. Mai abgebrochen werden mußten, weil Herr o. Kiderlen erklärte, daß er sich die Vorschläge Frankreichs, die zu einer Einigung zwischen beiden Mächten führen sollten, näher überlegen müsse, ehe er sie zur Aussprache stellen könne. Diese Vertagung der Konferenzen läßt natürlich ganz ohne weiteres oen Schluß zu, daß die deutsch fron- ; ösischen Verhandlungen, die bis zum 13. glatt verliefen letzt auf Schwierigkeiten gestoßen sind. Und diese .Annahme wurde noch babiuvn unterstützt, daß Herr v. xi derlen jüngst den Reichskanzler auf Hohenfinow aufsuchte, mag auch das an der Börse verbreitete Gerücht, Herr von Kiderlen sei zum Vortrag beim Kaiser nach Norwegen be oblen, schnell genug sein energisches Dementi erfahren jaden. . Bei diesen Schwierigkeiten handelt es fick' natürlich weder um den Marsch der Franzosen nach Fez, noch um die Anwesenheit eines deittschen .'lanonenbootes int Hafen von Agadir. Beide Fragen sind schon vor dem 13. Juli ans den Verhandlungen ausgeschieden, nachdem Frankreich, wie es scheint, anerkannt hat, daß die Aufrollung der Agabirsrage nur eine Folge seines Marsches nach Fez war, eine „Geste", wie man sich in Paris ausdrückt, allein dazu bestimmt, den unter dem Kabinett Monis eingeschlafenen deutsch französischen Märokkoverbandlungen einen neuen Antrieb zu geben. So wurde bis zum Donnerstag den 13. Juli nur arüber verhandelt, unter welchen Bedingungen Deutschland sein Kanonenboot von Agadir zurückzieben wolle, und Herr v. Kiderlen Wächter hat darauf prompt geantwortet, daß das von dem Augenblick an geschehen würde, wo^die Franzosen ihren Rückinarfch nach der Schanja und die Spanier nach Melilla beendet haben würden, wodurch der verletzte Algeeirasvertrag wieder hergestellt wäre. Herr Garn bon scheint dann seinen Kollegen darauf aufmerksam gemacht zu laben, daß Mulen Hasid selbst die Anweseuhe der Franzosen noch länger wünsche, da er immer noch um feine Herrschaft zittern müsse, was Herl v ter denn auch eiugesehen haben mag. Herr Earnbon hat bann wahrscheinlich an den deutschen Staatssekretär ba Ansinnen gestellt, Deutschland möge sich politisch au» Ma rokko völlig zurückziehen, und als Herr v. Kiderlen Wächter erklärte, daß das unmöglich sei, eröffnete ihm der fran zösische Botschafter, daß Frankreich eventuell zu gewissen Kompensationen geneigt wäre Welche Kompensationen Earnbon Deutschland angeboten bat, ist bis zum heutigen Tage nicht bekannt geworden: sie scheinen auch Herrn von Kiderlen-Wächler in keiner Weise genügt zu haben, weil er mit diplomatischer Höflichkeit eine Unterbrechung der Bei' Handlungen verlangte. Diese Unterbrc oung hat heute gerade acht Tage ge dauert. Die französische Presse, die auch die meisten Falschmeldungen über den Inhalt der Verhandlungen ver össentlichte, wurde in ihrem Tone immer übermütiger und erschwerte den Fortgang der Beratungen. Heute wird ihr endlich von der leitenden Stelle in Paris eine Zurück Weisung zuteil: Eine französische amtliche Berichtigung. Paris, 21. Juli Die „Agence Havas" ueröffeuUidü folgende aus dem Ministerium stamme.ide Note: 23er fchiedene Pariser Zeitungen veröffentlichen seit einigen Tagen Informationen oder Berichte über diplomatische Befprechungen betreffend die französisch-deutschen Verhandlungen. Wir sind ermächtigt, zit erklären, daß alle diese Informationen ober Berichte auf keinen Benachrichtigungen beruhen unb bie Verantwortung baher nur den Verfassern obliegt. Wie nötig bie Pariser Blätter eine solche Absertignng hatten, beweist folgenbe Breitenbach und die moderne Baufunft Ein Protest bes Bundes deutscher Architekten. Der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten bat, wie wir gemeldet haben, einen Bericht Dcranlroortlid) gezeichnet, in dem die Stellung der preußischen Regierung zur modernen Bau tun ft batflclein wird. Der Minister schrieb: „Gegenüber der in neuerer Zeit ausgetretenen Bewegung, in bet kirchlichen wie in der bürgerlichen Bau tuns: unter Abwendung von allem Herkömmlichen neue Ausbrucksrnittel Tüt die Baugedanken bei Gegenwart zu suchen, glaubt die «laalsbau Verwaltung Zurückhaltung üben zu müssen in, der Ueberzeugimg, daß es als ein baukünstlerischer Verlust an un eben ist, wenn der Boden der geschichtlichen llebcr’icfcrung verlassen und damit am die Verwertung bet Reichtums der Gestaltungskraft .verzichtet wird, den die Kultur früherer Jahrhunderte hinterlassen hat." 9?un nimmt der Bund deutscher Architekten dos Wort und veröffentlicht folgende Erklärung: „Tie allgemeine Fassung, daß die Bewegung für die Bau gcdanken der Gegenwart neue Ansb.ucksmittel zu suchen, in neuerer Zeit aufgetreten sei, fordert zu Widerspruch heraus -tieje Be Messung ist vielmehr so alt, als bet Fortschritt in der Kunst. Sie ist besten einzige Quelle. _ Auch ist es ein Irrtum, wenn ausgeführt wirb, bau mit ber so falsch gekennzeichnelen Bewegung eine Abwendung von allem Herkömmlichen verbunden sei. Vielmehr werden die Kunst s ch ö p f u n g e n aller früheren Zeiten so eifrig wic nur je und räumlich unb zeitlich wcst u in fassender studiert (unb nach Gelegenheit genutzt), als das irgendeiner früheren Zeit möglich ioar. ES handelt sich bei der vernicintlich neuen Bewegung keineswegs um ein. Verlassen des „Bodens geiähi r-* lidjer Uebcriiefennig",_ foitöcnt darum, nicht an den dem Laien rasch verständlichen „Stilmcrhimlen" haften zu bleiben, sondern die k ü n st l c r i s ch e n I de c n besonders in Rdmhmns unb Farbe zu erfassen und sie unseren heutigen Zwecken bienftbar zu machen. Gegenüber dieser Aufgabe, bie nur unter sorgsamer Beachtung der geschichtlichen Uebcrliefcrung erfüllt werden kann, tritt Di? „Verwertung des Reichtums an Gestaltungskraft, den die Kultur früherer Iahrlnrnbertc hinterlaßen Hal", völlig zurück. 2i:_be schränkt lief) bei völlig veränderter Bcskimmung ber Gebäude meistens auf die Uebernahrne b. ier oder jener Ausdrucksweise, oft sogar auf eine ferne und frembe Ornamentik. Das vom Minister der öfsentlichen Arbeiten angeschnittene Problem liegt ziemlich viel tiefer, als «?::" verfasset des angeführten Satzes ennimmt. Es rcärc erwünsch:, wenn die Staatsbauverwaltuug Die gl uh: Zur. .. Jtung, Di' kc neuen architektonischen AuSdrucksmitteln geg nüber üben zu muffen glaubt, auch bei ber beiläufigen Lösung kunstgefchichtlicher und ttinstphilosophischer Fragen übte.' Dagegen bedarf es durck-aus .-ick't der Begründimg ber Zutück- haltmtg gegenüber ben neuen Ausdrucksmitteln, da jeder Sachkundige diese Zurückhaltung anerkennen wird. Tie neuen Ausdrucksmittel sind von jeher für den ganz engen Kreis derer gewesen, die die Kunst weitergebracht haben, die aber auch unter den Bau beamten der Staatsbauvcrwal- tu n g h5 ch st selten fein dürften. In den Händen aller übri1 :: haben die neuen Ausdrucksmitttl stets zu Entgleisungen geführt." Ter Vorstand des undeS Teutscher Architekten. — EinDürcr-Fundin Frankfurt. In der S 2 f r i- ft c i ber Teutschordcnskitche ist, wie wir schon gemclbct haben, Kirchenmaler Baltin seit einigen Monaten mit ber Ausbeckuna alter, aus dem Ansang des 16. Jahrhunberls stammende? Wandmalereien beschäftigt. An der Nordwand ist nun, wie bie Frank'. Ztg. ntittcilt, inmitten von Figuren Der Madonna, des hl. Georg und des hl. Christophorus ein 3 c l b ft b i \ ö nj 0 Albrecht Dürers zum Vorschein gekommen, das laut Inschrift 1525 gemalt ist. Obgleich von einem Ausenthalt Dürers in Frankfurt im Jahre 1525 nichts bekannt ist, hält Maler Ballin, ein erfahrener R -tauralor, das Bild für echt. Es wird vermutet, daß sämtliche Wandbilder von Gehilfen Dürers nach Originalen.irürfen des Meisters gemalt wurden und daß dieser nach Vollendung der Ausmalung nach Franftur. kam, um an das Werk die letzte Hand anzulegen und bei dieser Gelegenheit sein Selbstbildnis an Stelle eines neben dem bl. Chriftophorus dar- gestellten Graniten in bie Komposiiion eingcimilt h.u. Möglich wäre ouck, daß .'? (>•:! ilfen das Selbstbildnis nach einer Vorlage Dürers gemalt haben Ter Meister ist in Halbftgur, Taft das volle G-fick,: dcnt Jefdauer zum endend, bargeücllt. Er tragt cm federgefchüiücktes Barett: bas Haar liegt über die Stirne und wallt über bie Sckniltcm: Schnurr und Vollbatt finb weniger ftari als bei De:i betanntai Selbstbildnissen: Mund, Nase und obere Gesicknsrarlie unverkennbar Dürers Züge: das Gefüllt macht i ?:: eine-- noch jugendlichen Mannes. 2ü linke Hand tetr Pinsel unb Palette, bie rechte die JnschrifttafA. Unter ihr breitet firn Dürers Mantel 11 reichem Faltenwurf aus, der einer Anzahl Wapven, darunter das des Kaisers Maximilian I., aU Hintergrund Dient. Bildnis und Inschrift sind, soweit die Konturen in Betrack: komme::, vorzüglich erhalten. . — Goethes „Urmeiner". Wic ber Cottasche Verlag mitteilt, ist nach Ueberminbung immer n.uer Schwierigkeit.u niimnchr als gesichert zu betrachten, daß Goethes „Urmeiftcr" im September dieses Jahres erscheinen wird. „Wilhelm Meistere- theatralische Sendung" — das ist der eigentliche Titec — liegt bekanntlich den Lehnahren Wilhclnt Meisters" zu Grunde, bietet aber inhaltlich wie stilistisch wesentlich anderes als der spätere Roman und ist fein Fragment wie ber „Urfauft", sondern vollkommen lückenlos, streng einheitlich und abgerundet. Einer Lurue- Ausgabe für Bücherfreunde, bie nur in einer beschränkten Anzahl numerierter Exemplare hergeßellt wird, soll im Abstand von etwa drei Wochen eine wohlfeile, aber bestens aiisgesrattete Ausgabe des mit so großer Spannung erwarteten Werkes folgen. — Theodor Mommsens Bruder. Professor August Monnnsen, der jüngste und einzig überlebende ber bekannlcn drei Brüder, vollendet am 25. Juli b. Z. sein neunzigstes Lebensjahr. Wie Theodor und DyckMommsen fit er ga n den Wissenschaften gelebt und sich in vielsachen Schriften, haupnächlich auf dem Gebiete ber griednfeh tt Chronologie, einen geachteten Namen erworben. Er ist noch einer ber tccnigcn Uebcrlcbenhcn, die im Jahre 1848 aktiven Anteil am Kampf ber Herzogtümer gegen Dänemark genommen haben, unb verlor hierdurch seine Si llung als Gvninafiallehrer in Flensburg, mußte das Heimatland per lassen und kehrte erst int Fahre 1861 als Professor nno Konrektor 3 wirkte. Seitdem lebt cr in stiller Zurückgezogenheit in einem Vororte Hamburgs und erfreut sich noch beute bei völliger geistiger Frische einer verhältnismäßig guten Gesundheit. — Das erste Bnck> der Lappen. Johann Aaffson T u r i, Jäger, Fischer unb Poet, ist der erste Lappländer, der ein Buch geschrieben hat. Tutt ist nebenbei auch cm Künstler, denn er hat das Leben und Treiben seines Volkes in Silbern und Zeichnungen geschildert, die, wenngleich pttmitiver Natur, doch den Vorzug ber Wahrheit und Lebrnslreue für sich haben. Es gibt heute nur noch 7 000 Lappen, die nomadisierend ihren 'Jiennticrl)erben von ben Winter nach den Somm-?rwttdeplätzen jo' gen. Wenn Der erste Schnee des langen lappländischen Winters fällt, legt Turi seine Schneeschuhe an und verschwindet. Den ganze,t Winter hindurch ist cr auf der Jagd, schläft glücklich und cuftieden in seinem Schlaiiack und glaubt, daß nichts in der Welt fchancr sein könne, als seine im Wintereife erstarrte Heima:. Das Bück', das Turi geschrieben hat, ist die einzige zuverlässige Quelle, die über das nördlichste Volk Europa:- näheren Aufschluß gib: t'angc Zeit hindurch sträubte sich der Autor gegen bie Vercftent lichung, a'vr die Bemühungen Hjalmar Lundboms bf- Dircktors ter schwedischen Eisengrupven in Larrland, haben 1. endlich bewogen, das Buch der OcfTentl'chkei! zu übergeben. Emil-. Demant, eine Dänin, die regelmäßig in Lappland zu jagen pflegt, unb bie Turi seit Jahren kennt, wird das Buch ms neue Dreistigkeit des „Temps": Uaris, 22. Juli. Der „Temps" verbreitet sich in bhtent Leitartikel über einen „Irrtum Deutschlands". Das mächtig gewordene und zähe deutsche Volk entbehre leider jeden Sinnes für Takt und Feinheit. Ihm fehle der Sinn für Benutzung der Gelegenheit und das richtige Maß. Die Unterhaltung mit Frankreich habe sich in Ruhe anspinneu rönnen, mit Aussicht auf eine billige Verständigung, statt Lessen verhinderte HerrvonKiderlen-Wächter 4ede vernünftige Aussprache der ReaierunL Lurch eine brutale Form und machte statt eines Dialogs eine internationale Auseinandersetzung notwendig. Auch ein zweiter Irrtum sei geschehen. Nachdem Frankreich sich geneigt zu einer Auseinandersetzung erklärte, habe Deutschland alles getan, um die Verhandlungen zu erschweren. Die allgemeine Empfindung sei, daß die maßlosen Ansprüche Deutschlands Frankreich beleidigt hätten. Wenn die Konversation so begonnen habe, so sei es leicht, auf sie zu verzichten. Dieser pessimistische Artikel wird ergänzt durch eine kurze Note, die einfod) sagt, die Verhandlungen sind schwer, aber sie dauern fort und durch einen längeren Bericht aus Berlin, der die dortige Stimmung' als höchst niedergedrückt bezeichnet. Die spanische Mißstimmung gegen Frankreich. Auch die spanische Presse klagt über „Unverschämtheit" der französischen Presse: Madrid, 22. Juli. In der gesamten Presse kommt eine immer größere Mißstimmung Frankreich gegenüber zum Ausdruck. Die allgemeine Auffassung geht dahin, daß Frankreich seine Wut, die es nicht an Deutschland auszulassen wage, nunmehr an, dem armen schwachen Spanien auslassen möchte. Selbst das große konservative Blatt „Epoea", das stets mit den Franzosen Lurch dick und dünn gegangen ist, redet heute von Unverschämtheit der französischen Presse. Eine Anfrage im österreichischen Abgeordnetenhaus. Wien, 21. Juli. Der Abgeordnete Sustersic und Genossen überreichten eine Anfrage an den Ministerpräsidenten, in der unter Hinweis auf die in der Marokkofrage geschaffene neue Sachlage, sowie auf die w i ch ti g en H a n - del sinter ess en Oesterreich-Ungarns in Marokko die Regierung gefragt wiro, wie sich die Monarchie zu der neuen Sachlage verhalte und welche Maßnahmen ergriffen seien, um die Interessen des Landes unter allen Umständen zu wahren, insbesondere um einer schädlichen Präjudiz durch die zwischen Deutschland, Frankreich und .England eingeleiteten Verhandlungen vorzubeugen. Au; dem österreichischen Abgeordnetenhaus. Wien, 21. Juli. Das Abgeordnetenhaus beschloß in der heutigen Sitzung, vor allem die Bankvorlage zu beraten. Der Antrag der Sozialdemokraten, den Anträgen wegen der Fleisch not die Priorität einzuräumen, wurde mit 194 gegen 168 Stimmen abgelehnt. Während der Aussprache über die Tagesordnung kam es zwischen den Sozialdemokraten und den Deutsch-Nationalen zu lärmenden Auseinandersetzungen. Nach Schluß der Sitzung protestierten einige Tribünenbesucher gegen die Ablehnung des sozialistischen Antrages. Der Abgeordnete Kr e k brachte eine Anfrage betreffend die Wirren in A l b anie n ein, in der der Ministerpräsident gefragt wird, ob e:r mit aller Energie seinen Einfluß ausüben wolle, damit die Pflichten, welche der Monarchie bei den jetzigen Wirren in Albanien obliegen, erfüllt werden. (Eine englische Stimme. London, 21. Juli. Gegenüber der Annahme, daß der frühere Schah bei seiner Rückkehr nach Persien auf russische Hilfe rechnen könne, die wahrscheinlich von britischer Seite keinem Einspruch begegnen werde, erfährt das Reuter-Bureau, das Vorgehen Mohammed Alis sei ganz unabhängig von einem englisch-russi- jchen Einvernehmen. Keine der beiden Parteien dieses Uebereinkommens nähme eine versuchte Einmischung in die inneren Angelegenheiten Persiens mit Befriedigung auf. Die persische Regierung würoe die vollste Freiheit des Handelns in der durch das Vorgehen Mohammed Alis geschaffenen Lage behalten. Deutsches Aesch. Aus Balestrand wird gemeldet: Der Kaiser wohnte am Donnerstag abend einer weiteren Fortsetzung der geschichtlichen Vorträge des Generalmajors Dickhuth bei und machte Freitag vormittag einen längeren Spaziergang. Der Berliner M a g i st r a t beschloß, einer Anfrage des Reichskanzlers entsprechend, für die Errichtung eines Denkmals für die in außereuropäischen Ländern gefallenen Krieger einen geeigneten Platz zur Verfügung zu Dänische übersetzen und so dem Verständnis der ganzen zivilisierten Welt erschließen. — Eine Abfuhr. Folgende Szene auf der Wiener Straßenbahn hat ein Leser des „Extrablattes" beobachtet: Beim Naschmarkt steigt eine Marktfrau in einen Waggon der elektrischen Straßenbahn ein und kommt neben eine sehr elegante junge Dame zu sitzen, die sich mit ihrem Nachbar zur anderen Seite, einem Kavallerie-Offizier, angelegentlich unterhält. Der Dame scheint die neue Sitznachbarin 1 nicht zu behagen, denn sie rückt möglichst weit bon ihr hinweg. „Nix für ungut, Fräul'n," sagt resolut die Oebstlerin, „aber für vierzehn Heller können S' net auf jeder Seiten an Kavallerie-Offizier haben . . ." Auf den Gesichtern der Passagiere erschien ein vergnügtes Schmunzeln über diese Aeußerung echten Wiener Volkshumors. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Die Technische Hochschule zu Berlin-Charlotte n- bur g hat dem bekannten Großindustriellen, dem Kommerzienrat .U0cnn-^ hckerhoff in Amöneburg bei Mainz die Würde eines Ehrendoktors ehrenhalber verliehen. Die Auszeichnung erfolgte in Anerkennung von Dyckerhoffs hervorragenden Verdiensten um die wissenschaftliche und praklische Förderung des Beton- und Estenbetonbaus. — Der bekannte Göttinger Rechtslehrer Geh. >justizrat Professor Dr. jur. Ludwig von Bar vollendet vm 24. d. Mts.^das 75. Lebensjahr, v. Bar ist Mitglied des internationalen Schiedsgerichts iin Haag, Ehrendoktor der Universitäten Bologna und Cambridge (England). — Geheimrat Prosesior Dr. ined. Max I a f s 6 in K ö n i g s b e r g i. Pr., einer der hervorragendlten und erfolgreichsten Forscher auf dem Gebiete der phvsiologischen Chemie und der Pharmakologie, feiert am 25. Juli seinen 70. Geburtstag. Er ist zu Grünberg in Schlehen geboren. — Em Landwirt in M er z enich machte beim Ausräiimen eines alten Hauses einen sein wertvollen Fund von Altertümern aus dem 15. und 16. Jahrhuiidert. Ter Fund besteht hauptsächlich aus Krügen aus Porzellan und Goloiächen — In Rom starb im Alter von 54 Jahren der amerikanische Maler Charles Stesow, stellen und die Kosten für die Unterhaltung der Denkmalsanlage zu übernehmen. Reichstagsabgeordneten Liebe r m ann vo ^Sonnenberg ist eine erheblicheBmerung Aus 5) aira u meldet man: -ras Mitglied de» ^reudiichen Abgeordnetenhauses Rentier Emil I u n g h e n n, natl°.£^cr5S Vertreter des hiesigen Wahlkreises, ist in Meran (Tirol) nach schwerem Leiden im 61. Lebensjahre gestorben. __ Ausland. Das österreichische Abgeordnetenhaus wählte mir 387 von 429 Stimmen Dr. Sylvester zum Prandenten Zu Vizepräsidenten des Abgeordnetenhauses wurden der Italiener Conci-der Pole German, der Chriulichsoziale Jukel, der Sozialdemokrat Pernerstorfer, der Südslawe Pogaemk, der jtuttjene Romanezük und der Tscheche Zdarsky gewählt. Der Seepräsekt von L o r i e n t wurde von Minister D e l - cass6 ermächtigt, auf der Reede die für die Aufnahme einer Kreuzerdivision erforderlichen B a gg er a rv et - t e n vorzunehmen. Ferner soll dort schon im nächsten Jahre mit der Herstellung eines dritten Docks für den Bau von Dreadnoughts begonnen werden. Aus Lissabon wird über eine merkwürdige Ehrung des französischen Sozialisten Jaurös gemeldet: Der Deputierte yaure§, der sich nach Argentinien begibt, wohnte am Donnerstag in der Deputiertenloge der Kammersitzung bei. Auf Antrag des Ministers des Aeußeren wurde Jaurös emgeladen, unter den Abgeordneten selbst Platz zu nehmen und hieraus unter stürmischem Beifall und Hochrufen auf Frankreich in den Saal geführt. Aus Stadt und Laud. Gießen, 22. Juli 1911. Ein Probeflug auf dem Trieb. K.N. Noch regte sich kein lautes Leben, als mich Herr Kahnt in seinem Kraftwagen ab^otte, damit ich mir seinen heutigen Probeflug ansehen könne, lieber den Straßen tag das erste fahle Licht des Tages und über dem Wiesecker Grund strich der Frühnebel, als wir die Kaiser-Allee hinauf- sausten und gleich darauf vor dem Flugschuppen hielten, in dem das schone, schlanke Fahrzeug untergebracht ist. Em paar Herren vom Sportverein, dem die hiesigen Flüge zu verdanken sind, waren schon anwesend, ein paar kamen kurz nach uns an. Das erste Frührot stieg über den Bergen hervor. Die Flugmaschine, deren Gerüst aus Bambusstäben besteht, wurde aus der Halle gefahren, nachgesehen und dann der Motor, der die große Schraube aus Nußbaumholz treibt, von einem Monteur angekurbelt. Rot und rund stand die Sonne über den Höhen, aber ohne Licht. Wie eine glühende Eisenscheibe stand sie hinter dem Dunst. Allmählich hatten sich mehr Zuschauer eingefunden, die neugierig bei dem Flugzeug standen, das von starken Händen gehalten wurde. Ratternd und knarrend setzte die Zündung ein, rascher und rascher saust die Schraube, daß der weiße Sand hochaufspritzte, und die ganze Maschine wie ein ungeduldiges Rennpferd zitterte und bebte. Ein leiser Befehl, die Monteure lassen los, und wie ein Vogel im Flug schoß die Maschine dahin auf dem sandigen Bo.den. Ein leiser Druck auf den Hebel, sie hebt sich leicht und frei in die Sufi, sie schwebt — sie fliegt. Fliegt gerade in den Himmel hinein, der Sonne zu. Scharf und laut knattert der Motor. Eine Weile schwebt der künstliche Vogel mit seinem dunklen Riesenleibe vor der glühenoen Scheide) hundert Meter über der Erde, Leicht und frei wie ein lebender Vogel steht er vor der Sonne, dann biegt er ab und fliegt in kühnem Bogen nach Norden, schwernt weiter um . . . da wird es ganz still. Der Motor, der erprobt werden soll, hat ausgesetzt. Jetzt gilt es. Wir halten den Atem an und schauen mit starren Augen auf das Flugzeug, das sich rasch senkt. Plötzlich ist es in einer Mulde verschwunden. Der Flieger ist gelandet. Aber wie? Wir wissen es nicht. Der Apparat ist in der Bodensenkung verschwunden. Das Automobil rast davon und verschwindet. Wir stehen angstvoll und warten. Da kommts heran. Die Maschine erscheint wieder — aber ohne Flieger. Von kräftigen Händen wird sie herangefahren. Da rasselt auch der Kraftwagen heran; Herr Kahnt sitzt lächelnd darin, aber er ist doch nicht zufrieden. Er mußte im Gleitflug heruntergehen, und bei dem Aufprall auf die Erde hat sich ein Rad verbogen, nur ganz wenig, kaum zu merken, aber der kühne Flieger muß seine Probeflüge unterbrechen, damit das Rad nicht ernstlich beschädigt wird und die für morgen vorgesehenen Flüge in Frage gestellt werden. In einer halben Stunde soll wieder geflogen werden. Es ist kurz nach fünf Uhr, und immer mehr Zuschauer finden sich ein. Da beschließt Herr Kahnt, um etwaigen Unfällen vorzubeugen, die durch das Fehlen von geeigneter Absperrung leicht eintreten könnten, die Versuche abzu- brechen und die Maschine in die Halle bringen zu lassen. Wir steigen wieder in den Kraftwagen und unterwegs bemerken wir, daß der Abbruch des Fluges das beste war. Eine Menge Neugieriger eilt zum Trieb. Die Vorsicht hatte sich als berechtigt erwiesen, wenn Herr Kahnt auch bedauerte, daß nun viele Leute umsonst gekommen waren. Da die Flüge von gestern und heute lediglich den Zweck hatten, den Motor zu erproben, um ihn für morgen völlig in Ordnung zu bringen, ist dem Versagen natürlich nicht die geringste Bedeutung beizumessen, und wer morgen auf den Trieb kommt, wird dabei auch sicher auf feine Kosten kommen. Der große Triumph, den der Menschengeift in unserem Jahrhundert errungen hat, ist der Sieg über die Luft; die Flieger sind die Pioniere der neuen Zeit, deren weitere glänzendere Entwickelung wir noch nicht absehen können. Einen Hauch dieses Geistes aber verspüren wir, wenn wir einen Flieger auf seinem eleganten Fahrzeug in den Himmel stürmen sehen. ** Tageskalender. Kinderlieder-Konzert im Saale des Gefellfchaftsvereins. Samstag nachmittag ö Uhr. Sch ützenv ere. n: Sonntag und SDlontag: Schützeipest auf dem Festplatz am Scbützenhaus. Bo 1 ksiest i n Dau dringen Sonntag nachm. 3 Uhr. Gießener Sportverein: Flüge des Archuetlen Kahnt Sonntag nachmittag 5 Uhr. Kine matograph: Neuer Spielplan. Biograph: Neuer Spielplan. * Neue Funde in der hiesigen Universitäts- bibliothek. Unter den im Jahre 1908 von der hiesigen Universitätsbtbltothek erworbenen Papyri hat Professor Dr. Glaue, dem wir bereits die Entdeckung der Gießener Fragmente der gotischen Bibel verdanken, die Reste einer bisher unbekannten griechischen Uebersetzung des famaritanischen Pentateuchs nachgewiesen. Er hat über lerne Entdeckung in den „Nachrichten der k. Gesellschaft der Wissenschaften zu Güttingen, Philologisch.historische Klasse, 1911, S. 167 — 200 und 263—266" eingehend berichtet. Em interessantes juristisches Stück derselben Sammlung hat Professor Eger-Bafel untersucht und als ein vorzüglich er- hattet G-Iuch um p-St-,üch. E'bf-.g., ÄUewÄ vetMe« unb m n« feilen er. “'.S ÄÄSfS? W idma n n zu Hopfmannsfeld für diese Stelle bestätigt. - Lehrerpersonalien. Ueberfragen wurde dem Schulamtsaspiranten Heinrich List aus Maar die -ehrerstelle an der Gemeindeschule zu Feldkrucken. " Die hessische Handwerkskammer teilt mit, daß am 31. Juli der Meldeschluß für bie Meisterprüfung ist und daß nach diesem Termin Anmeldungen für dieses Jahr nicht mehr angenommen werden. -Verlobung. Am 19. Juli fand zu Schlotz Anholt bei Bocholt (Westfalen) die Verlobung deS Grafen>Karl zu Solms-La ubach mit Ihrer Durchlaucht E" Rosa zu Salm-Salm, Tochter deS regierenden Fürsten zu un st verein. Die Gemäldeausstellung am Brand bleibt auf einige Wochen geschlossen. • • Die dritte diesjährig Tagung deSL-chwur- gerichtes beginnt am Montag, den 25. September. Zum Vorsitzenden des Schwurgerichtes für Ober Hessen wurde Landgerichtsrat Brüel in Gießen, für Starkenburg Land- ^erichtsrat Nagel in Darmstadt, für Rhetnhesien Landgerichtsrat Stiegel ernannt. , , , rr« ** Eine öffentliche Schlaf- und Ruhehalle nach dem Vorschlag von Professor Sommer m Gießen ist bei der internationalen Hygiene-Ausstellung rn Dresden eingerichtet worden und soll sich gut bewahren. Besuchern der Ausstellung sei die Bejichtigung und Benutzung empfahlen.Bienenausstellung auf der LiebigShöhe erhielt nicht, wie versehentlich gemeldet, der Eisenbahnassistent Schmidt, sondern der Bahnhofsaufsehcr Schmidt au§ Villingen den ersten Preis. Ferner erhielt Postsekretär Kumpf seinen Ehrenpreis für eine Klotz beute und eine Zwischenbeute. Außerdem erhielt die Fabrik landwirtschaft- licher Maschinen Karl Buß, Wetzlar, die silberne Medaille in der Geräteabteilung. • • Schach. Das vom hiesigen Schachverein arrangierte Simultanspiel be§ amerikanischen Schachmeisters Marshall fand gestern abend im Safe Ebel statt. Außer einer großen Zahl hiesiger Spieler waren auch die Spieler aus Friedberg, Bad-Nauheim, Marburg und TraiS- Horloss gekommen, um ihre Kunst auf den 64 Feldern an des Mei'sters Kunst zu messen. Der "Meister spielte 29 Partien. Er gewann 25 Partien; 2 Partien — gegen Herrn Hauptmann Dieckmann aus Friedberg und Herrn Rothenberger- Gießen — wurden remis, ivährend Herr Architekt Phil. "Nicolaus- Gießen und Herr A uster litz-Gießen ihre Partien zum Gewinn führten. • * Der Verein Co ntentia hat seinen Ausflug nach Dutenhofen wegen des Fluges auf dem Trieb um 8 Tage versch oben. KreiS Friedberg. ----- Bad-Nauheim, 21. Juli. Bis zum 20. Juli sind 22601 Kurgäste angefonnnen, wovon an genanntem Tage noch 8310 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 20. Juli 260075 abgegeben. — Bad-Nauheim, 21. Juli. Ter Opern- und Konzertsäuger Alfred Käse, der für das am Samstag, 22. Juli, stattsindende Künstterwnzert im Konzerthaus gewonnen ist, wird in Bad-Nauheim zum ersten Male gehört werden. Sieben seiner vielseitigen Leipziger Bühnen- und Konzertlätigkeit hat sich der Künstler auch außerhalb Leipzigs durch Gastspiele sowohl in Deutschland wie im Ausland einen Namen gemacht als Oratoriensängcr und feinsinniger Lieder- uno Balladeninterpret. Käse erhielt von der Kgl. Atademie der Tonkunst in München die Ehrenmünze in Bronze und vom Herzog von Sachsen-Altenburg die goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft. — Am Sonntag, 23. Juli, veranstaltet der Schachmeister Frank I. Marshall nachmittags von 2i/2 Uhr ab im neuen Konzerthause ein großes Simultan-Spiel. ©tartcnUiirg unD Rhein Hessen, m Offenbach a. M., 22. Juli. Die Stadtverordneten Louis Feyh und Christian Schmidt-Weißgerber haben das Beispiel ihres nationalliberalen Parteiführers, des ehemaligen Stadtverordneten Louis Feistmann, nachgeahmt und ebenfalls ihre Mandate als Stadtverordnete niedergelegt. ! Mainz, 21. Juli. Da die Kreisverwaltung die Errichtung eines Kreisgewerbegerichtes beabsichtigt, findet in nächster Zeit eine Zusammenkunft sämtlicher Bürgermeister des Kreises statt. Dabei kommen hauptsächlich die Gemeinden in Frage, deren Einwohner in industriellen oder anderen gewerblichen Betrieben tätig sind. Kreis Wetzlar. 8. Aßlar, 21. Juli. Die durch ihre Drahtfabriken (Merkenbach-Aßlar) bekannte Firma Berkenfeldt & DrebeS ist aus dem Hansabund ausgetreten. Hessen-Nassau. t Aßmann shausen, 21. Juli. In einem Steinbruch oberhalb Aßmannshausen wurde heute vormittag eine Frauensperson gefunden, die einen Schuß im Kopfe hatte. Man überzeugte sich, daß sie noch lebte und schaffte sie in einem Nachen nach dem Hospitale in Bingen. Da I)ie Verletzung, die sich hinter dem rechten Ange befindet, sehr schwer ist, dürfte es fraglich sein, ob die Berichts mit dem Leven davonkommt. Unweit der Stelle, wo sie gefunden wurde, lag ein neuer Browningrevolver. Die Verlebte trug «.eine Papiere und keine Wertgegenstände bei sich. Lie dürste etwa 20 bis 30 Jahre alt sein. Ob es sich um einen Selbstmord Handels ist noch nicht erwiesen. . tv. N a f) a u, 21. Juli. (Privattelegramm.) Die Mauern dn Ruine des im 12. Jahrhundert erbauten Ahnen- ] d) I ° )) e § des Freih errn von Stein sind heute nackt eingesturzt. Weitere Einstürze drohen noch, ^.as in der Nähe stehende Denkmal des Freiherrn von Stein ist nicht gefährdet. Der Platz ist abgesperrt. Wiesbaden, 21. Juli. Einem hier zur Kur weilenden D eu t sch -A m erik a n er wurden im Kurha use uon zwei internationalen Ga unern, anscheinend einem Irländer und einem Engländer, mit denen er sich kurz vorher angefreundet hatte, 2700 Mark in Papiergeld und ein Pfandbrief über 300 Pfund Sterling gestohlen. Die Gauner entkamen unerkannt. unsere teure Mutter, Schwiegen chwester, Schwägerin und Tante mutter, Großmutter, 4642 Beerdigung findet Sonntag 31/* Uhr nachm. statt. geliebte Gattin, I. Ä. Göbel. Treis a. d. SL, den 21. Juli 1911. Kau Anna Katharina Cöbel geb. Seth nach langem Leiden zu fich abzurufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine ifonii Der Stcctbricf auf dcm Hcijctoffer. Altcn-Buseck, den 22. Juli 1911. 4660 Brühleche Uaii^ürectereL i hat seinen Ausflug nach if dein Trieb um 8 lagt rg. nli. Bi§ ginn 20, 3' ’n, wovon an genannt! Lader wurden bta z» lepgen Schachvrreiv - amerikanifcheu Lchach- abend im Cafü Ebel flatl. Spieler waren auch die 'im, Marburg und Trais, l auf den 64 Feldern an : Meister spielte 29 Partien, n — gegen Herrn Haupt, nd Herrn A oll) en berget« renb Herr Architekt Phil. ierlitz-Gießen ihre Partien d)olcra.jctdhrlid) crUärt. . ra In der ^adit uont 20. zum 21. ds. tit m Berr das Heater Margherita durch eine Feuersbrunst vollständig zerstört worden. AuS Pern wird gemeldet: Am Freitag nachmittag sind ver- mutliü) iinolgc öunFcmuurta aus einer Brennerei im benachbarten Dorfe <6 i n i c l b a n f a ch t Käufer und die Kirche abgebrannt. Tie Kirclic ist bekannt durch Glasmalereien auS dem 17. Jahrhundert und durch kunstvolle Grabmäler. Landwirtschaft. Tie Maul« nnö Klaueasenche in Bayern. München, 22. Juli. Ter b a n c r H cti c Landwirt- tchastSrat hat beule mit allen gegen eine Stimme, nämlich die f) »reibenn v. Tdüngen, beLtlofien, das llrteqsminrsterunn zu Men niit Nück sicht auf die Pia ul- und lllattenseitche heuer von ) an'övern abzusehen oder sie wenigsiens tunlichst ein- en. Amillcher wetterverichk. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Beitau' der Witterung leit gestern |ruh: Tas tranige Hoc- über Tiiticlcuropa zieht ostwärts weiter, während im illordwesten der Truck finit. Unter den. Einfluß dec, mitteseuropalschen HochS hallen ivir aUenthatbeu heileres, ttocfcncS Weiter. '^.aS nördliche Ties ivird uns morgen noch nicht beemflufjen, doch ist die Gewitter» neigung zunehmend. - . . . Weiiermisuchten in Hessen om «onntag Dem £6. juit ivu. Heiter, trocken, sehr warm, G-ivitter. mako = 5emden, bunte und weifce Oberhemden, fowie Sacken und Doien ===== In großer Auswahl ===== . flug. Waag, Seifersweg 60 mitiUed der Rabatt^GPTereinljjimi Frische Gier Ba^Trink-u. I 7/isitenkarten Sicbeicx, 10 ©L befert rweb and billigst beiger Xlcnbeier, St » W emv'- W. Ullrich, Schlohgasie .'Wk>4 IUUlL •* Die größten Bahnhöic der Welt. New York besitzt bcieils feil kurzem den größten Bahnhof der Well, den Bahnhof dcr P e n n f y lo a n r a - tf e n b ah n, der 11 Hektar jioum für fich in Anspruch nimmt. Tiefe ncsige Anlage wird aber treti ihrer ungeheuren Ausdehnung an Grogarligkeit von einer neuen 9lcw uort er Bahnanlage übertroffen werden, über die B. Forbtn in der .Nature' Näheres mnteilt: ES ist der Bal.nlio' der beiden 6i|cnbol)ii-b)eic(lfd)üiicn, Newyork Central und Newyork-Newnavcn.vaven-Hert'oii, der IJlo feriiggefteUi fein foll. Wahrend der Penniylvaiiia-Bahnhoi keine Wagen beherbeigen kann, wird die Grand Central Station 1149 Wagen aninehnten können, -zu der Erbauung dieses neuen 8ttefenbahnho>s werden bUUUO können ctalü verwendet, d. i. daS Toppelte der Alenge, Die bei dem leimfylvania-Bahnhof verbraucht ivurdr. ^,ie Anlage taflet gegen tiuü UUO Millionen Mark, und die Uoften wurden noch um em Beträchtliches größer fein, wenn nicht die Geiellschgften bereits 3 Des Geländes vorher bejciicn hätten. Auuerdem wird der /ahiihof eine ganze Aeihe von Verbefferungeu aGwetsen. 4. le Guterwagen werden sogleich beim (hutieifen der Puge von den Berfonenwaaen getrennt. Tie Neifenden finden beim Artsstetgcn loilcltenAimmer vor, in denen sie ihre ttletdung wechseln tonnen; auf nvoucn Balkons können die Üreimde aus die Antoininenden warten und die Cin'ahrt der Züge beobachten. Ler Bahnhoi wird ganz u u t e r i r d i f ch angelegt und über ihm werden Uch Wolfentrauer von 20 Stockwerken ei Heven, Hotels, em großes ^artsi-. tljeütev, sogar eine Kirche, so daß für Die m Newyork Anlangenden ogteich in feder Beziehung gesorgt ist. --* Mutterliebe einer Spa hin. Ter .Augsburger Abendieitnng' wird aus München geschrieben: Bor cmißcn Tagen 'and ein kleiner Junge m Der Tmnei.ftnlSjliaue einen jungen - »aucn auf der Straße, Der anscheinend aus Dem Viefte, das sich unter dcr Tachrinne be'and, bei Flugverfuchen herabgeiturzi war. Ler Knabe nahm den perabgenüizien m seni ---aschentiichlein und brachte das Talent seiner Mutter. Ter verunglückte iw-ger schien sich aber gar bald in seiner Behausung recht wohl zu .fühlen, zumal em fdmietternDer Slnimrienuogel neben ihm tu einem messing- iläiuciiDen Bauer herrimhnpfte. Alle Hausinfaiien versammetten üch um Den kleinen Ausreißer, Der am ganzen Körper noch gelben Flaum trug, um ibn Durch Die Stäbe hindurch zu futtern, was zum Gaudium der Zulchauer gelang- An em Holzten ipteute man Vetferbifien, Die er nut rsrönter Gier veisllitang. --co ging es einige Lage fort, bis man eines Lages, als menianö bei Den Bogeln im Hiinnier war und Die Käfige am offenen deiiuer standen, em mäch- tines Ge'chrei vernahm. Ter Heine Junge sch ich zur offenen Tur und fah, daß eine Spätzin den kleinen Bogel futterte. Tie Mutte« hatte ihr ttmd aefnnDen. Tie Wohnung liegt mi höchsten Ctod- werk eines Hanfes Der Neiihaulerstratze. Wenu Der junge ^poy flügge ist, wird er in Freiheit gesetzt, da ihn Die Mutter fetzt noch nicht mitiiehmen kann. Sie kommt aber täglich, um ihr Junges Bekanntmachung. Nachdem, die RoUaufienche, unter bem fchweutedestand des c^inr,ch ^i» dahier, Limer Strotze 8o, erloschen ur, wird die äSS? lOwd L Zs angcoronete Gchöstsperre hrermrt am- ^öTcßen den 21. Juli 1911. ‘ Großherzozliches PolrzeramL Gießen, Gebhardt, zu ätzen. _ Bibel und Naturgeschichte, xa? naturnxucn* ickastliche Museum in London hat, wie dem ,,(Schür' bendnet r rb eine Ausstellung veranstaltet, Die die in der Brbri er- SteS Tiere, Pflanzen und Mineralien tn einem großen «aale imeresscuiten Sammlung vereint. Tie Pflanzen sind in g^preßtmr Zustande, die Tiere ausgeftovst oder un Bilde uMvortung durch Den Reifenden die Hotelangeltel teil ihre Gaste tSSidl »u behandeln pflegen. Es ist oft btt Behauptung d 'gcivroä>en worden, die Hotelangestellten brachten aus den ' ifeloffetn in bestimmter Art und Weise Die Hotelzettel so an, b>& die Angestellten eines anderen tzotclS sie wie euren « t. e d - hl, leien könnten. Tas ist icbod) nicht wahr, wie Alphonse s slUr ^Sführt. Alphonse iZcboux muß es wissen, denn er r rn.hHi- früher eine führende Stellung unter den Angesiellten ^ cS^oßen Hotels in Cannes. In einenr amerikanischen Blatte ßu e? nun mit, welches Dcr wahre Steckbrief aus dem fr cif ctof f er sei. Dw Angestellten, so führt er ans, bringen Zinken aus. Den fiufiern an, die in unfcheiiidaren Strichen bestehen, so Datz su Reisenden selbst laum bemerkt werden. Diese Im len wnde . ,.r von allen votclangestellten Der ganzen rivilisierten WeU verstanden nnd es besteht zwischen diesen eine stillschweigende Uebci> ' .‘nimm die Reisenden genau so zu bchaiideln, wie diese Zinkui Än «ortoraien und. wenn ein Meüenbet fein Senchmcn b h das IrinlgclDgcben ändert, eine neue Zinke an der «teile L «ttm iti frnen ein Heiner Sierte trcis m Der Unten ber 'Sotbctfeitc Des Reiseko ers verrat. Das sein Hiner ^n Ntttling ist^ Ein foldjcr Renting verdankt dieser An- aibc auf dem Rcifckoner eine gute Behandlung, Denn alle Hole. auaefkUt enban üben sich, ihm Das Leben im votel fo, angenehm ane in „iiich zu gestalten, Dtimit er von vornherein einsieht, welch | r L!i»mürhioe k'iite sie seien nnd demgemäß seiner orcigeb^ I ,ü° enge Grenzen ,iebt. Ein reichliches Trintgeid w.rd I " J "'Senf Ausdruck i«if,ren Tankes cnigeaengenommen m I nuibiges entlockt dem Hotelangestellten ein kaltes I und rin unzureichendes wird "i> «cm meHW | K w^en nus . hi<* des Trinkgeldes, das ein Reifender -N geben I liegt, I ÄeÄben L ° ES wird 5. U beider,e.,S °°u dem - BW®»!« ffSfe &SÄSTS ä H Ln Äe?9»Äu vunDem, wenn ihnen an Det Xabk ^^te die ,u^> Inder aeaoiicn wird, was schon die stärkste .vcatzregil ist. ooer !)ncnsons?das^Leben 'erschwert wird. Wollen sie mit einem Iru^n luge abfahren, so versäumt man, sie zu wecken, die Köchin schtast noch so daß sie ungefrnhstückt abreisen müssen, die Sliesel nehen ScDer nod! ungeübt oor Der Tür, oder der oausknech hat c gerade abgeholt und ist unauifinDbar; kurz das ^trafgeie buch er 0 Hotelangestellten enthält manche Strafe von eraiehnischem Werte. Als Verstärkung dieier Zinke kann noch i.n \ - lormi ;uü. Ter Opern- r für das am 5-amitcy ;ert im Konzcrthauä z. rum ersten Male gchoi. Leipziger Bühnen- unl (et auch außerhalb N :eutschland wie im W ratortensängcr und («5 2tpreL iW c^ier2Ü? in München Die W g von Sachsen-Atenblliz nnb WM-M-It -L her Schachmeister gran. t 21/2 Uhr ab im neu« an-Spiel. ,isi.Weißg-°b-rd°d" en Parteiführers, des ch gefnmann. n-M<* i5S$b" tätig find- ib e Trahtsabn«.'- t durch g r: ma Bcrkenseldt & ™ treten. miß«- r qn einem 21. ^uli. 3« Je ygrinM -n wurde heule die ein^A^ ß sie noch lem Dem rechtenVerletzt glich l««!)C b5e, Unwert D.eL reöolDer-..?;. i« ivatteleö xallten 3» tu. Wiesbaden, 21. Juli. Die Ausstellung der kgettbewerbS-Entwürfe für das BiSmarck-National- ■'cnfmal auf Der Elisenhöhe bei Bingerbrück wurde reftern abend geschlossen. Die Ausstellung wurde von 63ul sj rsoncn besucht Tu nicht preisgekrönten Entwürfe wer- hn Den Künstlern wieder zugesandt, wahr rctrönlcn Modelle, soweit sie die rtüiniler nicht yu Um- in bet tu nq benötigen, nach ftöta oder Bingen kommen. Tie Entscheidung bev stuiistau^schuffec' steh', noch aus der Änmttverbung. Die in einer JRtilx von länMidjcn v^gnibai Hollands iiod) Deute in debung ist, berichtet ein italkitn'dKr Korrespondent. Ton verliebten dollündifchcn Jüngling bleiben Die Schwierigkeiten einer X‘tebc-*crflärung m Worten, Die idwn manchem Brautwerber Stunden bitterer Cnal verursachte, völlig erspart, ohne auch nur Den Mund auszutun, erfährt er mizwei- > ikia wie seine Aus'ichlen fielxn und ob sein stiller Herzen- wunich erfüllt wird S: !•: Das Herz M nmgen Manne- xn Flammen, so Hopft er «ivadi an Die vaustilr des geliebten Mäda.cns, uno viel leie t ohne sie persönlich zu kennen, läßt er sich Feuer geben, um seine Zigarre anziizünden T,e>er erste „Grad ' verlaust ohne Schwierigkeii, Die Bitte wird höflich erfüllt woraus Der Jüngling ichmau^henb davongeht und fid» seinen Träumeu überläßt. Tvcd dieser ersten '?lnnab:nuig muß eine Siucite folgen. Dir genau Der ersten glcidu: wieder klopsi Der Bewerber an Die Hau-tnr, läßt sich Feucr geben und gebt rauchend Kaki Tit c .uid'ciDimg fallt erst bi im DriLcnmal. Wird die stumme Rerb'üig r.utt angenommen, so bermeigeri man Dann Dein jungen Manne d.io Feuer und ohne viel J.ncuwnicll wird ihm bic Tire vor Der .'läse .uigrd tagen. Ist Die Jungfrau ober zur Clie bereit und sind Die Ettern cimxriUinDcn, so fordert man bcun Dritten Anklopsen Den rauchenden Jüngling auf, NiS »aus zu treten, wo Der künftige Bräuligam Dann schweigend ferne Zigarre ;n Ende raud’t. Tann reicht ihm Die werbende Braut eine andere Zigarre, Die sie selbst anzündet -. das endlich ist Die entschiidcnde Zusage: Zwei Herzen haben sich gefunden. Kleine dagcscqroniL In Konstantinopel sind sechs Cbolerafällte vor- gekommen: bic Leuche schreitet in Den WilaietS Smyrna, ^iroai, Brus'sa, Travezunt, Kasramuni und Angora fort. Stadl und ttreis Ti i l o l a i e iv s t ^Gouvernement Samara) wurden für > ,6cbioig, ”1" 2« i * ■c W k 1 in b,t „ 8,|Q6t, i* cot>°au(Cbie°e90 Wkn> ctV""m,r M . it b e OT,if, "'n ni b„„8%^ ,'7sW^« ürinjdru, » Hm ,! een°USfleaun8 « «mnb £“P"9 ! 2o- September. aUm ur OberhiH- ä ra t- ~ ! fen niiitbf fw Starkenburg Land. fuc Rheinhessen Land. und Ruhehalle ^Sommer in @iebCn m Dresden ut bewahren, ^fiubem tlßun9 und BeüuU !u.n{ aus der Liebigshöhe M der Eisenbahnassislenf u^ufscher Lchmidt flu3 cne;, erhielt Poflsekretöc 'e Klotzbeute und eine die Fabrik landwictschafl. >r, die silberne Medaille Grosjjeuer in einem £ufifuroit. Bonndorf (Baden), 21. Juli. Deute nachmittag kur; der 2 Uhr brach in Dem ca. 700 Einwohner zählenDen Jduft- ’nrort Uehlingen Grostfeuer auS. Nach kurzer Zeit m irden neun Gebäude ein Raub Der Flammen. Um 5 Uhr dauerte er Brand noch fort, cs besteht icbod) Hoffnung, vor Eintritt der Dunkelheit deS FeuerS Herr zu werden. Ta« gemeldete Feuer brach um 2 Uhr im Crtvtcilc Holz im 'lnwesen bei Ernst Scheuble aus und legte bis 5 Uhr neun «Lohn hau'er und neun Lelonomiegebäude in Asche. Eine weiter, tt-iabr besteht nicht. Ein Mann namenS «tudingcr raird vermißt Tie Entstchungsur achc Des Feuer, i’i bi. tC£ unbekannt. Der Schaden foll größtenteils Durch Berstcherung ^r.'.ctt i.in Schwere Ausschreitungen ausständiger Arbeiter in Lnglanv. € ar biff, 21. Juli. Gestern abend fand eine Massen terfammlung von Arbeitern statt, an Der 50000 Arbeiter teil- nebrnen Nach der Berfammlung wurden überall in Cardin 2111- IrUfe auf chinesische Waschanstalten gemacht, d.e Fenster eingeworsen und Die Geschäftsräume erbrochen Eine Picherei wurde in Brand gefetzt. Da die Angrisse fall J-idueitig stattsanden, war die Polizei nicht überall zur Stelle, t-inor Schaden angcrichtet war. Die hauptstadtische Polizei ist fjiort an den Schauplatz der Unruhen geeilt. Es werden ernue '^’^^grü'k au^Dic chinesischen Waschanstalten dauerten, so heißt es in einer zweiten Aieldung, Die ganze Stacht an. Men- Hi Hieb ist Die Stadt wieder ruhig, aber man befurchtet, baß cd ;v weiteren Ruhestörungen komme, ^arum wurde der Beseht i r Heranziehung von 500 Mann Infanterie gegeoen. einen Namen zu geben So machten sie aus der Hoäne, Die m iiurotM Damal noch unbekannt war, tüten ..buntld eaigcn Bügel' UNO völlig rctlo-. standen si? Den rierungedeuern Bcdemurb iviD L'eriatban icmib.r. Da ihnen Das FttiLvierD wie Der ^6ahnd> gan; w.-sen iemde Tinge waren. Tic ’Uterchamcuc ^Umtacininfl Der Londoner Natunrniienschattler betrifft aber tn irruchi, Die cswa Dem JlDam überreichte Bon Dem Apfel kann Deshalb keme Rede sein, weil Der Äpiclbwim in Palästina tml»ckannt war, es kann sich bei Der versül rerisci cit 0>abc vielmcdr RUt um eine Aprikose handeln Avr-ko nibäninc w-aren von ihrer arme- Nischen Heimai nach Palästina enigcfitbrt nvrben, ioo sie emsig hilmncrt uno sehr ge .ikirj wurden In einer miDercn Ausstellung in l'ondvn imi) als E.'aap'cl eine itotasnun angeführt. Run haben Die „rechtgläubigen" Theologen Die Ata hl. - ? ,c Verbez t ga rr«. Von einer anunaittrn Form ges Zeick c n cui der -urz e.te des Kofsers^hinzukommen TieS . : ia, daß der Uonerbesitzer nicht nur das Tri:ikaeldergeben ver- a ionö:rn daß er außerdem außerordentlich aivpruchsvoll ift Ein kleines ftreu $ rechts unten aui der Sorbcrfeitc bedeutet, daß der Ikofserbesi^er ein unangenehmer Gast ist, Der 2ir rorbcntlid) viel verlangt und nur geringe ober gar feine Tr nkgelder gibt. Nun gibt es noch ein weiteres Zeichen, einen schrägen Ltrich IinkS vorne unLn. der die Bedeutung hat: an'vrnchsvoll aber freigiebig. Tiefe Zinke kennzrichnet Den cr> fahren en Aeifenden, der im Hotel auf feine Bcauemlichkeit ber- ;jchten will, große "Ansprüche an die Aufmerksamkeit der Bedienung sttllt, daiür aber auch solche Dienste reichlich entlohn:, wenn er unueben ist. Solche Leute werden von Den Angestellten mit größter Achtung behandelt und führen eigentlich im j)rtdj>a;- 'K ' C ‘ ’ 11 -1- 0- ICircbc und Schule. Fulda, 21. Fuli. 21m22.Aug'u i sindet hier eine Bischofs- f o n * e r e n i statt. vermischte». • Eine vereitelte Röpemdiabe. Eine Ge'chtchte. tic kbl^st an den Streich deS Schnfiers Boigt erinnert, wird an em märkischen Städtchen Werneuchen nemeiöet Fn Dem ortigen 'Jim ha ul erschien dieser Tage ein etwa 8.>jäbrn-,er, sehr elegant verleiteter und iorsch an'trctender Herr, Der Den Bnrgci- ii, ei fier Der Stadt zu sprechen wnnschie. 2a Dieser aber verte:*! toar, wurde er von Dem Stellvertreter Des SiaDioierhanpieS, Dem «mtlbenner Wteie, einpfnngeii. Ter Besucher stellte sich tn boc. ■ ’ iiiieiu'cni Tone all höherer Beamter d e r Po t Sda m e r Negierung vor, Der den Änfiiag eihalten^babe, eine Anzahl märkischer SriSvcrwaliungcn zu insvizieren. Ohne weiterer sei t, ch der Herr 'J(ate an Den Schteibtisch, um seine Nevision>tätialcn ,n beginnen. Er veilanflic lategortsch von dem fielloeilrcleiiDej yüracuneifier Die Borlegnng Der llanenbudjer und die Herbei- cschasf.inq der B a r b e st ä n D e. Tann machtc er „ch Daran, em iounaciedilel Protokoll au'jnnehinen Ter GutSbenner horte stch eine geitiang ruhig Die vielen Wünsche und Beniängctnngen Dcj »civn Borgesetzten- an. »Us ihm aber Die Same zu bunt wurde, ferne er Den Besucher kurzer band an Die frische VuU. Ter über ötee uiierivariet schnelle Beendigung feiner Tätigte,t verdutzte err Nevisor- niodjie wohl eingeseyen haben, daß er Dem ne en'm'ien stellvertretenden Büigerinciiter nicht gewachfen war, und zog eS vor fo rofrt) wie möglich zu verfchwiiiden, allerdings nicht, ohne dem Bürgermeifter gedroht zu Haben, er werde Diese Neipettlosigteil nnd Unboimabiflleil Dem pcvrii Cbervtänbenien nielDen. ^iveitc los baiiDelt es fich um einen Schwindler, Der gehofft Hatte, durch fein sicheres 'JUtUrcien den Bürgermeister ein .»schüchtern und Dabet eine aro eic Geldsumme z» erbeuten. Wie sich bcrausfielltc, war Der ÄrcniDe vor seinem Besuche lei dem Bürgernierster bereits auf Der vauptlafic gewesen, wo er aber von den Beamten, Die cben- mllS Verdacht geschöpft Hatten, an Den Bürgermeister verwiesen Wollen5ie etwas feines raudienl dann empfehlen wir Jhnen: •fl!.- r\ i ä ( balem >-rr iMy MMIeikum 71 II Bf CIGARETTE DES FEINSCHMECKERS. " Neu! M ValemGold Goldmundstiick-Ci^arelle ilwasfürSic-! » N9 3/. 4; S. . 6, 8. 10 Preis: 3A 4-, . 5, 6, 8, 1O Pfg.d.SL OnentTab.u.Cigaretten Fabrik „Venidze Jnh. Hugo Zierz. Dresden. ___ fuSlHBEmZEBN 25%räbött Biograph Flockstraße 12 05963 Plockstraße 12 Jeder Film eilt Schlager! MssÄ äle zur Verfügung :: Auto-Garage und Pferdeställe .'. Kohl hey e r. Dienstag den 25. Juli 1911 ■ Letzte Operetten - Vorstellung Gastspiel des Emser Kur-Theaters Novität! Tperetteuvrelle! NLb keusche Susanne Operette in 3 Akten von Jean Gilbert. ^*h Borbestelltmgeu bittet man an die Kasse des SradttheaterS--nricht« nt. ft jä» i -ui Lande d> d°> Ter Ul flcrli» lI 1 Mijj n h°«" Lei 7-in &t R°bm gende ÄesclM J Ich tncb w mehr" schlecht als Malli aul'kau' -Ron jet't ab bi|t ünb Lekretür vo 20 Mark die W ißhltc von da ad „Wie mach las ich die Zeit latti uiib die qesagt, ich sei mir als Präs' bestände, das; der Alle unb Es schein! realistisch gesl latti in seinen anzug weg un ans die Straß tzesellschasten Agenten besä ballte erhiel ringer Loste die drei ni großen Aei iua-3 er bra von der So Nach ci die Zahl bit mit einem &i neu Dollar । i Akkbindu Tie mW großen Wc Schwarzen M gründ erhalte eine solche T zwischen beib gegeben ist, u Handclsfa Diese einen t Zmnierhin ija Zeit und Gel Tüm nnd b. bliebst an bi Einsuvcile tigt, aber die trieben, der k das Werk in will. In diesen oes «erkehrsm Beendigung bez bbr die criuäli Einstw Die, ^unime v wuriidj nur e jubel fo|tei;. ? »en Arbe LMeriun mQ,t 2M*n w ä1?* tut ~ic Sualehr < Aö, «ttatetiai ini J demnächst d , &" bic S ft« Ä Arbeit ln» nu,l®k» ä“ »tneCc'!?r l”ng 5" N l«taen