Pilsen Ul ift, t L. **«! 910. a. en »rrm! : hchslchll ibS 440- »ändltt. i, Verein - dieke». ilvril 1911' U6r: * immtag Aolkenkast >0A: *• । • sonntags itiflc Puntte. Mar Wille ÜicÄttgL lUttidremcn. t ^ontank 46bl9|ll l 11635. 1418b ' Muhnarar en. ' ebole.ir m «nieijtt t\ e. -rch j.» M« Herrn w M.freüStt mmJSitkr rverd.!ti» . ? 494354- >r, Kond»^ Bg Uhr be> * eingelvi"^ i fl^e” || larie {I $1 io^ 81 Ur. 95 Erstes Blatt W. Jahrgang Zreitag, 2b April \9\\ Der «iehener Anzeiger JjMiy M d monaUid)75?'L,Viertel- s (Btcficnct Anzeiger B«n(p«*-91nWtuffe. polihteen Zeit: Sttupuft ä«s General-Anzeiger für Oberyeffen WKM Annayme von Anzeigen Hotationsbnid Uflö Verlag der vrühl'schen Univ.'vuch. und Zteindruckerei R. Lange. Redattion, Lrpedltion und Druckerei: Zchulstrahe Land": E.Heß;Zur den bis Donr^ua^Tuf)” Büdingen: Fernsprecher Nr. 50 Geschäftsstelle vahnhosstratze 16 a. Anzeigenteil: H. Beck. Die Belagerung von Zez und die Zranzofen. lieber die von Frankreich geplanten militärischen Maßnahmen in Marokko wird amtlich gemeldet, daß die aus der Schauja nach Fez zu entsendende Truppenabteilung an 2000 Mann zählen und einen (Sabre von algerischen und französischen Instrukteuren, sowie mehrere Artillerie- Abteilungen erhalten werde. Was die Verstärkung der Militärposten am rechten Mulujaufer anlange, so habe die Regierung dem General Toutöe freigestellt, über die sämtlichen Mannschaftsbestände seiner Division zu verfügen, um die Sicherheit des Grenzgebietes zu gewährleisten. Es scheint, daß die französische Regierung vorläufig sich darauf beschränken will, durch die Truppen- ansammlung auf dem rechten Mulujaufer die aufrührerischen Stämme von Fez abzulenken. Der „Temps" bemerkt hiei m müsse sich fragen, ub dies genügen werde, um die Sicherheit des Dberstleut- nanis Mangin und seiner Slreitkräsic zu verbürgen, falls ihm die Munition ausgehen solle. Paris, 20. April. Nach einer Meldung aus Tanger wurde die unmittelbare Umgebung von Fez durch den Kampf vom 12. April f r e i g e m a ch t. Die Lage fei am 14. April noch ziemlich kritisch gewesen, aber die Bevölkerung scheine etwas beruhigter. Tanger, 20. April. Die Nachrichten bom Heer Vremonds reichen bis zum 14. April zurück. Zu diesem Zeitpunkt machten Regengüsse die Wege ungangbar, (er Sebufluß bildet bei seinen Mündungen bei Regatta und Mokkas einen See von mehreren Kilometern Lange. Jede Bewegung ist unmöglich, aber die Haltung der Truppen ist gut. In dem Kampf vom 12. April wurde ein einziger ffaib getötet und zwei Mann verletzt, währena der Feind etwa 100 Tote und Verwundete halle. Tie Wirkung des Kampfes war beträchtlich. Trotzoem lehrten die ^cherarda wieder in ihre Stellungen rings um die Truppen zurück. Ein Bote zu Fuß, der am 16. April aus Fez zu den Truppen kam, erzahlie, daß die Stadt ruhig fei, Lebensmittel hereintümen und die Kontingente der Hhaina eingetrossen wären. Nam einer M Tdung an3 Fez vam 13. April war der Kampf am 12. April gegen die Beni Mtcr, Uarain und Diamar ein bedeutungsvoller Wink für den Machsen. Der Feind wurde bis auf 200 Meter an fite Befestigungen von Fe; herangelockt und dann durch das Feuer der Artillerie gelichtet. Die Verluste des Machsen betragen vier Tote. Nack) den lehren Nachrichten operiert Major Bre- mond mit seinen Truppen etwa 40 Kilometer nördlich von Fez. Hauptmann Moreau, augenblicklich in Elksar, organisiert aus dem linken Ufer des Lukkos Verpslegungs- kolonnen für die Truppen Bremonds. Paris, 20. April. In Marseille werden die Pakeiboote „Espagne", „Aquitaine" und „Muluya" bereit gemacht, um in Marseille, Bona, Philippeville und Algier ungefähr 2 7 00 M ann mit der Bestimmung nach Easablanea aufzunehmen vom Ausstand in nicjiio. Die Lage in Mexiko ist noch äußerst gespannt: der Führer der Aufständischen bedrohr augenblicklich die Stadt Iuarez, und mit einem Waffenstillstand ober Friebensver- handlnngen scheint es nichts zu werden: Ncwyork, 20. dlpril. Der „Newpork Times" wirb aus Washington gemeldet, der Ton der A n t w o r t b e s P r ä s i b e n - len Diaz mache den Eindruck, als wolle er die Bereinigten Staaten zu einer Intervention h-erausfordern, in der Hoffnung, daß ein lieber schreiten der Grenze durch amerikanische Truppen alle Parteien Mexilös gegen rimcrita vereinigen werde._________ Nach einer Depesche aus El Paso in Texas forderten die Aufständischen die Stadt Iuarez auf, binnen 24 Stunden sich zu ergeben. Nach einem Telegramm aus der Stadt Mexiko verlangten die Abgeordneten einen vollständigen Bericht über die Friedensverhand lungen. Wenn auch bisher die Verhandlungen nur von unter geordneten Agenten der Regierung geführt itmrben, so ist eS doch kein Geheimnis, daß der Minister des Aeußern die betreffenden Direktiven gab. Die „Assoeiated Preß" nieldet aus El Paso: Madero verweigerte unbedingt einen sofortigen Waffenstillstand. Erst nach der Schlacht bei Iuarez werde er über einen Wassensnll- tanb reden. Madero benachrichtigte die ausländischen Konsuln n Iuarez, daß er Iuarez wahrscheinlich alsbald angreifen werde. Washington, 20. April. Gomez, der hiesige Vertreter Maderos sandte an diesen ein Telegramm, in dem er ihm abrät, Iuarez jetzt anzugreifen. Er tolte es unbedingt für notwendig, weitere internationale Verwicklungen zu verhüten. Die elektrische Zugförderung und die preußische Staatsbahnverwaltung. Das EisenbahnanlLihegesep, das demnächst dem preußischen Abgeorbnctenhause zugehen wird, wird in größerem Umfange als bisher Mittel für die elektrische Zugförderung anfordern. Neben der zweiten Rate ,ür den Ausbau der Strecke Magdeburg—Dessau—Bitterfeld—Leipzig—Halle als elektrische Eisenbahn werden, wie bekannt, die ersten Raten zum elektrischen Ausbau einiger schlesischer Gcbirgsstrccken (Lauban—Dittersbach—Königszelt, Hirschberg—Grüntal, Hirschoerg—Landshut, Ruhbank—Libau, Nieversalzbrunn—Hack),lad; gefordert werden. _ Tie elektrische Zugförderung wird int Lause der nächsten Jahre auf den preußischen Staatsbahnen auch aus anderen Strecken noch zur Anwendung kommen, wahrscheinlich dürfte auch die Elektrisierung der Beniner^Stadtbahn nur noch eine Frage der Zeit sein, da die Staatsbahnverwaltung mit den bisherigen Erfolgen auf den bisher elektrisch betriebenen Strecken (Berlin—Lichterfcld, Hamburger Vorortbahn, Dessau-Bitterfeld) sehr zufrieden ist. Tie Vorteile der elektrischen Zugförderung werden in dem Eisenbahnanleihegesetz eingehend klargelegt werden, in einer Denkschrift, der wir folgendes entnehmen: Die Versuche, die mit den elektrischen Lokomotiven auf der Strecke Dessau—Bitterfeld, die seit kurzem in Betrieb genommen ist, baten bisher zu keinen Mißständen geführt. Die Ver,uck)c haben so befriedig., daß der c cuJ uj.-it ^1;guvförbernng in Zukunft bei der preußischen Staatsbahnverwaltung die größte A n f m e r k s a m k e i t geschenkt werden wird, nachdem die Dampflokomotive zu einem Grade der Vervollkommnung gelangt ist, welche eine wesentliche Verbesserung kaum erwarten läßt, so daß man annehmen muß, daß trotz der hervorragenden Leistungen der Dampflolö- motiven den gesteigerten Anforderungen des Personen- und Guter betrieb^ in der Zukunft nicht mehr genügen kann. Die Maße der neuen Schnellzugslokomotiven lassen sieg aus technischen Gründen nicht mehr überschreiten und die Befeuerung dieser R i e s e n m a s ch i n e n durch Menschenhand macht bei dem gewaltigen Kohlenvcrbrauch der Maschinen schon letzt erhebliche Schwierigteilen. '.Wan wild ui Juluua alio, wenn man die Zuggeschwindigkeiten und die Zugfolge noch vergrößern will, auf die elektrische Lokomotive zurückgreifen müssen, zumal die Vorteile des elektrischen Betriebes gegenüber dem Betrieb mit Dampflokomotiven sehr erheblich sind. Diese Vorteile sind Verringerung der Betriebskosten infolge Zusammenfassung der Krafterzeuger, die Möglichkeit der Verwendung eines billigen Brennmaterials, nämlich der Braunkohle statt der Steinkohle, die Verringerung des toten Gewichtes ber Züge infolge des Fortfalles der Mitnahme von Brennmaterial und Wasser, die größere Leistungsfähigkeit der elektrischen Lokomotive, die unter Umständen ohne Aufenthalt viele 100 Kilometer fahren kann, die geringeren Unterhaltungskosten ber Lokomotiven und die geringeren Unterhaltungskosten des Lbci baues, die Möglichkeit größerer Streckenbelastung burch Zulassung einer erhöhten Zugdichte, der Fortfall der Flurschäden durch Funkenwurf der Lokomotive und erhöhte Tiensterleichterungen für das Personal, das den Witterungseinslüssen und dem Kohlen chmutz bei der elektrisckfcn Lokomotive nicht ausgesetzt in, da das Führerabteil in einem geschloffenen Raume liegt, und bei rcr Einfachheit der Bedienung ber elektrischen Lokomotive der Führer größere Sorgfalt aus die Beobachtung ber Signale verwenden kann. Deutsches Aeich. Aus Korsu wird gemeldet: Am Donnerstag nachmittag fanden sich mit dem Kaiser bei den Ausgrabungen die Kaiserin, Prinzessin Viktoria Luise, der König der Hellenen, der Mron Prinz und die Kronprinzessin von Griechenland und die Königin Mutter von England ein. Beim Abschluß der Arbeiten vor den griechischen O fiert a gen teilte der Kais er a n bi e Arbeit er Geld aus, und die Prinzessin Viktoria Luise über reichte jedem Arbeiter ein Öftere i. Der König der Hellenen tot dem Kaiser bas Ausgrabungsrecht zu ber Ausgrabung be5, Tempels überlassen. Der „Reichsanzeiger" schreibt: Dem bisherigen Botschafter in Tokio, Frhrn. Mumm v. Schwarzenstein, wurden die Brillanten zum Kronenorden erster Klasse verliehen. Die Landesgruppe Deutsches Reich dec ^nicnuittonalcn kr i - m in ali frischen. Bereinigung trat am Donnerstag in Berlin zu ihrer 14. Tagung zusammen. Zahlreiche Vertreter der juristischen Welt waren aus allen Teilen Deutschlands erschienen, u. a. Professor Dr. Kühl-Berlin, erster Staatsanwalt Steinbreck)L- Berliu; außerdem hatten Vertreter elttsandt: das Reichsjustizamt, das Reichsmarineamt, das Rcichskolonialamt, das preußische Justizministerium, daS preußische Kultusministerium, das preußische Ministerium des Innern, das bayerische, sächsische und hessische Justizministerium. Wirtl. Geh. Oberregierungsrat Dr. d. Tischendorf begrübe die Versammlung im Auftrage des Staatssekretärs des Reichsjustizamts. Unterstaatssekretär z. D. Professor Dr. v. Meyr-Münchcn führte den Vorsitz. In Braunschweig begann das Internationale Ko lo n i al - I n st i t ut am Donnerstag seine diesjährige Tagung, nachdem abends zuvor Empfang beim öerjogregenten auf der Burg Tankwerderode fLattgefunton hatte. In letzter ;,cit tauchte in Zigarrenindustricllen Kreisen vielfach das Gerücht auf, daß der frühere Staats- se kretär des Reichstolonialamts,Dornburg, beabsichtige, ein Aktienunternehmen der Ta- batindustrie ins Leben zu rufen. Gegen dieses Gerücht wendet sich nun Tcrnburg in einem Schreiben an die Redaktion der „Süddeutschen Tabakzeitung", in dem er da* rauf hinweist, daß dieses Gerücht in feiner Weise den Tatsachen entspricht. Ausland. Das po r tu gie f i f ü-, e Gesetz über die Trennung von Kirche und Staat wird, wie man aus Lissabon meldet, demnächst veröffentlicht. Tie Republik gewährleistet Gewissenssreihcü und hebt die katholische Religion als Staatsreligion aus. Der öffentliche Kultus wird geroijicn Beschränkungen unterworfen. Die Lasten des Kultus tragen die Kultusvereinigungen. Die Vereinigungen dürfen sich nicht in die Erziehung und bat Unterricht misck-eu. Tas Gesetz bestimmt bann Näheres über die Gebäude, Kirchengüter, Kathedralen unö Kirchen, die als notwendig angesehen werden. Sie werden den Vereinigungen unentgeltlich für den Kultus überlassen. Den Priestern, die zur Zett der Erklärung der Republik im Amte waren, werden Ruhegehälter zu- erlannt. Päpstliche Erlasse dürfen ohne die Erlaubnis der Regierung nicht veröffeMlicht werden. Ein Rundschreiben des Obmanns der j u n g t ü r k i s chen Kammerpartei bezeichnet die Meldungen von einer Spaltung der Partei abermals als falsch. Die Stärke und Disziplin der Partei seien unverändert. Infolge des Beschlusses der Partei, Programmänderungen vorzunehmen, bildete sich eine Gruppe, Eine geheimnisvolle ttranihcit Immer wieder rauchen int Reiche der medizinischen Wissenschaft neue Probleme auf, die ber Lösung ljaricn, erst kürzlich wurde aus einer kleinen Insel an den Küsten England.' ber Ausbruch einer Seuche gemelbet, deren Wesen und Entstehung den Gelehrten Rätsel aufgibt. In der Revue berichtet Dr. A. de Neuville von einem anderen geheimnisvollen Leiben, das kürzlich Gegenstand der Forschtmg geworben ist und gegen bas die Heilkunde trotz aller Bemühungen noch kein Abwchrmittel zu finden vermochte. Eines Tages erschien bei einer der berühmtesten ärztlichen Autoritäten Washingtons ein kräftiger Fischer und bat um ärztlichen Rat. Im vergangenen Jahre sei er in seinen Arbeiten schwer behindert worben burch eine schmerzhafte Geschwulst an ber linken Schulter. Er öffnete die Beule, und heraus kroch ein weißer, platter Wurm von etwa 2 Ztm. Länge bei l1? Ztm. Breite. Der Fischer wunderte sich, aber bekümmerte sich nicht weiter um die Angelegenheit. Ein Jahr später entdeckte er auf ber Brust fünf ober sechs Auswüchse. Er öffnete sie mit einem Messer und fand überall Exemplare des gleichen Wurmes. Der Ärzt in Washington schüttelte ben Kopf, aber er untersuchte den Mann und stellte zwei Beulen fest, eine an der Leistengegend und eine unterhalb ber linken Brustseite. In jedem Geschwür fanb er einen Wurm. Das Tier schien ber Gat- tung der Blasenwürmer anzugehören, war jedoch von einer Art, die der ^.issensüiast bisher unbelännt war. Die rätsel- tofien Parasiten wurden dem bekannten amerikanischen Hel- mintologen Pros. Smith übergeben, der in ihnen Eingeweidewürmer erkannte, die in Japan bereits einmal beobachte. worben waren. Wie ein amerikanischer Binnen- sischcr daran erkranien konnte, blieb schlechthin unerklärlich; ebensowenig fand man bas Tier in ben Annalen ber mebi- zinisafen Wissenschaft verzeichnet. Man muß sich wohl oder übel damit begnügen, ben rätselhaften Krancheitsfall genau ;u überwachen. Da man kein Mittel kannte, mußte man beobachten, wie bas Leiben des Fischers immer mehr anwuchs. Bald empfanb er furchtbare Schmerzen, unb schließlich wurde er wahnsinnig. Diese Zerstörung ber Geistesklarheit war nicht überraschend: bie Parasiten hatten bas Gehirn erreicht. Der Mann starb in einem Anfall von Delirium tremens. Bei der Autopsie untersuchte man sorg- fältig das Schäbeltnnere: bas Gehirn war von ben Würmern durchlöchert und zernagt. Es blieb nur rätselhaft, wie der unglückliche Patient diese Oualen unb inneren Verwüstungen so lange ertragen konnte. Der nrörderische Parasit wurde bann genauer untersucht. Er hat keine regelmäßigen Formen, rollt sich, breht sich unb gemahnt manchmal an einen mehrköpfigen Fötus. Seine Fortpflanzung ist ganz ungewöhnlich: die Köpfe lösen sich ab, wandern burch bie Gewebe, entwickeln sich unb werben zu neuen ganzen Würmern, bie sich im menschlichen Organismus festsetzen. Im vergangenen Jahre würbe in Tokio von ben Professoren ber mebizinischen Fakultät eine Frau untersucht, die die gleichen Symptome dieser rätselhaften Erkrankung zeigte. An einzelnen Teilen ihres Körpers fanb man in einem Kubikzentimeter Gewebe bis zu 1500 biefer Würmer. Dabei gelang bie seltsame Feststellung, baß ber Patient nur ein oorübergehenber Wirt seiner Henker ist. Man sanb Larven bes Parasiten in Tierkorpem, so z. B. in ber Zunge eines frisch geschlachteten Ochsen. Dem Ochsen hatten die Würmer nichts angehabl, aber nach der Schlachtung blieb bie Larve im Fleische. Ein Mensch aß bavon, unb ber immer noch lebcitbige furchtbare Feinb entfaltete sich nun in bem menschlichen Körper, ber seiner Entwicklung günstiger ist. Diese Erscheinung erinnert an die Trichinen, bie bei ben Schweinen ungefährlich sind und erst bem Menschen verderblich werben, der sie genießt. Die in Tokio untersuchte Frau war 33 Jahre alt unb der amerikanische Fächer 48. Seibe starben an ihrem Leiben, und beide haben Kinder hinterlassen. Die Nachkommen zeigen einstweilen keinerlei Sympwme ber Krankheit, boch es wäre verfrüht, die Ansteckungssähigkeit zu verneinen. Tenn ebenso wenig wie ber 92ame ber Krankheit ist bie JnkubLtionsfrist bisher erforscht, bie ameritanifchen unb japanischen Aerzte erschöpfen fich in Hypothesen, aber bis heute ist cs noch keinem Gelehrten gelungen, das Rätsel zu lösen. — Die Teufelsbibel. Jenes unschätzbare Literaturdenkmal, das in den Kreisen der Bücherkemier „Gigas librorum" beißt, im allgemeinen aber als „Tcuselsbibel" bezeichnet wirt>, füllte nach Mitteilungen italienisck>er Blätter vor kurzem wieder einmal, wie es bereits früher geschehen, einiger seiner kostbaren mit der Hand geschriebenen Pergamcntblötter beraubt worden sein. Die Nachricht beruht auf einem Irrtum: denn neben dem Codex aureus, dem Buch des Marco Polo, der deutschen Reimbibel aus dem 14. Jahrhundert, und andere Kostbarkeiten der Königlichen Bibliothek zu Stockholm ruht wohlverwahrt und tag* lich auf fein Vorhandensein kontrolliert auch der Gigas librorum, für den vor wenigen Jahren von einem amerikanischen Sammler vergebens ein Millionenvermögen geboten wurde. Er ist eine Handschrift von ungeheurem Umfange, die von den Scbweden am 6. August 1648 bei der Eroberung von Prag gleichzeitig mit dem Codex argenteus, der gotischen Bibelübersetzung beäj Bischofs Ulfilas, erbeutet wurde. Nach einer Angabe int Manuskript waren zur Herstellung des Pergaments nicht weniger als 160 Eselshäute erforderlich. Inhalt des ungeheuren Buches sind das Alle Testament, in der Vulgataübersetzung und sieben andere Schritten aus dem 9. bis 13. Jahrhundert, darunter das Bellum Judaicum des Jofephus und die böhmische Chronik des Cosmas. Tem seltsamen 9fernen „Teufelsbibel" liegt die sagenhafte Heber* lieferung zugrunde, daß ein zum Tode verurteilter Mönch, um sich Gnade zu erroirTeit, das Buch mit Hilfe des Teufels in einer Nacht zusammengefchrieben und zmn Tank dafür das Bild des Teufels ui das Manuskript hineingemalt habe. Bruchtecke eines noch viel umfangreicheren Buches sind im Jahre 1909 für bie oftafiatische Abteilung des Museums für Völkerkunde in Berlin; erworben worden. Es surd die Bücher 4908 und 4909 der chi* nesischen Riefenenzyklopädie Yung-lo-tatien, bie mehr als 2000 starke Bände stark war Au eine Drucklegung des ungeheuren Werkes konnte selbstoerftändlich nie gedacht werden, und man begnügte sich, es zweimal aöfchreibeu zu lassen. Das einzige übrig gebliebene Exemplar wurde bis auf wenige Bände, von denen einer nach Berlin gelangt ist, bet dem großen Brande der, Han-lui-Atademie in Peking zerstört. Darmsti iv tCB. GerichtssaaL. . Darurftlavk, 20. April. Kriegsgericht. Tief gesunken ist der aus eirrer gcb- lüirierten Bauernsanrilie ftanrmcnbe I. F. Dörlomm aus ©rofs- hausm, der s. Z. das Gymnasium besucht Lat, das MaürritäM, examen bestand und dann in Gieren 9 Semester IUrrsprudemz fbw drerte. Dort ist er bei seinem „Studium" vollständig versackt und versäumte es, sich bei der Militärbehörde mnrerft von dem Einjährig- Freiwilligen Dienst zurückstellen zu lassen, so daß er als unsicherer Heerespflichtiger beim Inf.-Regt. 115 eingestellt wurde. Mit den Einjährigm-Schnürm war es nun vorbei und muß er drei Jahre dienen. Durch seine anfangs gute Führung benützte miau ihn als Botallionsschreiber, doch scheint ihn auch hier sein Leichtffiun nicht verlassen zu haben. Im November v. I. behielt er den Betrag von 15 Mark, den er zur Bezahlung einer Rechnung verwenden solide, für sich, da er an« scheinend tn Geldnot war und fälschte den Namen der Firma, die den Betrag erhalten sollte, auf der Rechnung. Erft jetzt tat der Betrug heraus und hätte D. doch hinreichend Zeit gehabt, bis Angelegenheit zu ordnen. Das Gericht billigt ihm mildernde Unrstände zu und verurteilte ihn zu 4 Wochen strengen Arrest. Mit Rücksicht auf die Sachlage mußte auf Beizung in bte 2. Klasse erkannt werden. Vorstand wird eine Festschrift heraus geben, die eine Ueber- frcht über die Entwicklung und Verbreitung der Bienenzucht und des Vereins in Oberhessen enthalten soll. Mit der Wanderversammlung ist eine Verlosung von Honig und Bienenzuchtgerätschaften verbunden. In dem grckßen Saal und Garten der Diebigshöhe wird zugleich eine Ausstellung von Erzeugnissen der Bienenzucht abgehalten werden, die allgemein zugänglich ist. Dazu sind bereits mehrere ^hren- vreise gestiftet, u. a. vom Großherzog, dem deutschen Jmker- ound u. a. «i W ßtz» Qi? sie LK &13< au? dcl il.^ä Aerotl» reif Sie Z L’Ä i« Ar» W A'U. ; iftatntc elt % ©entemöe,flb ^ralcibaab^ m ße dientDC9 ! beanspruche» Len verweigert »»L Oer iriumphierte. tieprocheii- 2llL Sette, luchte s' hoben des Tories Äi Sesange Liren nicht;bQ tu bist der beste - ftojfB bei der Kwc hjqen Küster icfjle 'S Lissevon «breitet, daß der r,it früheren Erde K m den Krokodil Lauch eines 9)1 p trennen. Dieser indes d’bygitoa Äer Forscher, der . oge 50Fälle von". -Motor ist in ! i6iabloqe wird । 5 ihn allein pnbet iünn ergreüt er it rriiuteiyeii, am l Cpiet und leistet । mein los. Ter Bi ÜMerte Äunde. radilaler Mittel, recht oit bcdari es Blutvergiftung vc * Weltruft leit bat ein bien Süßen müffeit. L scann, der in fein । \ trug einen fd i daß keine Stiesel .it, das Reisen nr ■Tügen, obwohl er Vermögen von 20' liege. Im Lause d sirt bereit, den : ich auszunehmen, vmdwerksbiirsche Sldbimg und lebte kam dem Land «al zu sehen, i", die der tzandwi M. braunen warl L. Bad-Nauheim, 20. April. Mit jedem Zuge treffen Kurfremde ein. Etwa 800 Kurgäste sind zurzeit anwesend. Im Elisabethhaus, in dem zwei Monate keine Kinder waren, wird nächsten Montag die erste Sommerperiode beginnen. Auch wird in diesen Tagen das neue katholische Heim bezogen, das der Kettlerverein ins Leben gerufen hat. Es kommt in den einen Teil des Lindenhofs, den der Verein käuflich erworben hat. Das seitherige katholische Schwesternheim, das nur wenige Räumlichkeiten besaß, wird anderweitig verkauft werden. Auch das Eleo- norenhospiz, das zur Aufnahme wohlhabender Kurgäste dient, die Familienanschluß wünschen, hat seine Räumlichkeiten durch Erwerbung eines zweiten Hauses vergrößert. — Der Südflügel unseres Bahrthosempfangsgebäudes ist nun nahezu vollendet. Im Anfang der nächsten Woche wird der Wartesaal 1. und 2. Klasse dem Verkehr übergeben, nachdem Wochen lang nur ein Wartesaal für den ganzen Verkehr diente. Bereits sind Wasch- und Toilettenräume fertiggestellt. Der Südflügel, der Bureauräume, Post und Gepäckabsertigungsstelle enthält, ist im Rohbau vollendet. A Groß-Karben, 20. April. Eme rege Bautätigkeit herrscht in Kloppenheim, Groß- und Klein- Karben, die an unserer Bahnstation liegen. Da viele Arbeiter, die in Frankfurt beschäftigt sind, in genannten Orten wohnen, so wird fast stets in der Richtung nach dem Bahnhof gebaut. Wenn die Bautätigkeit so weitergeht, werden in einigen Jahren Groß- und Klem-Karben zusammengebaut sein. A Aus der Wetterau, 20. April. In schönster Blütenpracht stehen gegenwärtig die zahlreichen K irschen- anlagen bei Rendel, Ober-Rosbach, Ockstadt und Fried- berg. Der große Kirschenwald am Taunusabhang bei RoS- bad), dessen Ertrag den Bewohnern jährlich Tausende von Mark einbringt, bildet in seiner weißen Blütenpracht ein herrliches Bild. Auch die Pflaumen- und Birnbäume, die Aprikosen und Psirsiche haben zu blühen begonnen. Das gelinde Wetter ist der Entwicklung der Blüten günstig. Starkenburg und Rheinhessen. Dieburg, 21. April. Zwei Personen wurden von Radfahrern umgerannt. Der eine der Umgerannten wurde getötet und der zweite lebensgefährlich verletzt. ! Mainz, 20. April. Gestern abend 9r/s Uhr ließ sich die 26jährige Ehefrau Klara Rohr aiis Heideshcim von dem Binger Zuge überfahren. Die Lebensmüde ist Muttei von zwei Kindern. — Heute morgen fand man den Musketier Seitz aus Rimbach i. O. in einem leeren Eisenbahnwagen erhängt auf. Seitz war über die Osterfilertaqe in die = Rodherm a. b. Bieber, 20. April. Heute nacht gegee V22 Uhr wurde unser Dorf durch die Hornsignale der freiwilligen Feuerwehr, sowie durch die Sturmglocken alarmiert. Es brannten zwei aneinandergebaute Scheuern, sowie em Stück eines alten Wohngebäudes. In wenigen Minuten war die freiwillige Feuerwehr zur Stelle, griff den Brandherd mit drei Schlauch- lin'.en von der Wasserleitung /m und sicherte so, die mit dem Brandherd eng verbundenen, zum Teil aus Holz gebauten Gebäude. Nur der außerordentlichen Schnelligkeit der Wehr war es zu verdanken, daß das Feuer keinen größeren Umfang an- nahm^ Erft nach geraumer Zeit traf die PflicAseuerwehr mit der Spritze ein. Nachdem die Gefahr, daß das Feuer weiter um sich greifen würde, beseitigt war, wurden die Gebäude sammeimerissen und abgelöscht und gegen 4 Uhr konnten die Mannschaften unter Zurücklassung einer Brandwache wieder ab- rücken. Den Wert einer tüchtigen, stets alarmbereiten Feuerwehr konnte man hier wieder richtig schätzen lernen. Es ist nur zu bedauern, daß diese so nützliche Einrichtung von der GauernLe keinerlei Unterstützung gewährt wird, und alle seine Wnh-Ägi» ohne weiteres abgewiesen werden. Hessen-Nassau. F. C. Wiesbaden, 20. April. Im Januar batte eine Versammlung von Interessenten in Erbenheim beschlossen, von neuem für die Errichtung einer Vollbahn durchs „Ländchen" einzutreten, und zwar soll die Bahn von Wiesbaden nach Hofheim am Taunus und Anschluß an eme Bäderbahn nach Soden—Cronberg—Homburg—Friedberg— Nauheim erhalten. Die Vorarbeiten zu diesem Projekte sind auf einem toten Punkte angelangt, da man erst sehen will, ob die projektierte Schnellbahn Wie8baden-„LändchenE— Frankfurt zur Ausführung gelangt. * Aus der Reichshauptstadt. Die Morge» blätter melden aus Berlin: Als gestern abend eine ältere Dame Unter den Linden aus einer Droschke gestiegen war und sich anschickte, den Kutscher zu bezahlen, stürzte ein junger Mann auf sie ^u, riß ihr die G e l d t a s ch e aus der Hand und versuchte, tnt Menschengewühl zu verschwinden. Er sprang auf ein Automobil, das aber durch Notsignale von einem Schutzmann angehalten wurde. Der BursA wurde verhaftet. — Die Aufführung von „Rich ardEl im Zirkus Busch wurde durch einen Unfall gestört. Bei den großen Umzügen zahlreicher Ritter stürzte« hinter der Bühne zwei Reiter so unglücklich vom Pferde, daß sie den Fuß brachen. Die scheu gewordenen Tiere schlugen wild um Jtcg und Herr Bonn selbst sowie der Darsteller des Clärens wurden derart verletzt, daß chnen Verbände angelegt werden mußten. — Am öo- henzollerndämm brannten etwa 12 Morgen fünfzehnjährigen Baumbestandes. Es mußte eine nicht weniger als 450 Meter lange Schlauchleitung hergestellt werdew um Wasser zum Löschen zu geben. Am Bahnhof Eich- kamp brannte eine große Strecke Wald nieder. *DerOhrfeigenkavalier. Die Mvrgenblätter melden aus Wien: Während der Aufführung einer Parodie des „R osen- k avalier" im Ronacherthcater hatte eine Schauspielerin einen Komiker scherzweise gestört. Er revanchierte sich, indem er die Kollegin in der folgenden ©jene .aus dem Konzept zu brivgen suchte. Empört hierüber riß, nach dem Falle» des Landkreis Gießen. „ y Steinbach, 20. April. Die Vorstände der hiesigen Vereine faßten einmütig den Beschluß, am Blumentag — 7. Mai — im Saale des Herrn Görlach gemeinsam eine Feier äu veranstalten. Der Eintritt soll für jedermann frei sein. Der Blumenverkauf findet am Tage statt und wird abends im Saale fortgesetzt. △ Allendorf a. d. Lahn, 21. April. Die traurige 91 a ebr t d>t traf bei der hiesigen Familie Phil. Arnold ein, daß ihr 21 jähriger Sohn, der bei der Werftdivision in Kiel biente ertrunken ist. Wilhelm Arnold befand sich über Ostern auf Urlaub in Lübeck und ist dort bet einer Wasser Partie ertrunken. Der hoffnungsvolle und brave junge Mann hatte in Heuchelheim das Schmiede Handwerk erlernt und trat im Herbst 1909 in die Marine ein. Die Beerdigung findet heute in Lübeck statt. Kreis Büdingen. 4. Büdingen, 20. April. Blum entag. Frau Rentner Roth hat sich bereit erklärt, die Körbchen für alle Büdinger Blumenverkäuferinnen zu leihen. 42 Mädchen werden den Verkauf besorgen, von denen stets zwei und zwei zusammen gehen. Kreis Lauterbach. = Herbstein, 19. April. Bei der heutigen Bürg ernt eist er wähl wurde der Seitherige Bürgermeister Engelbert Schneider ctnfiimmig mit 261 Stimmen (von 320 Stimmberechtigten) wiedergewcchlt. An die Wahl schloß sich eine Hulüigungsseier der Gemeinde unter Anführung des Gesangvereins und der Stadtkapelle. Kreis Friedberg. ♦* Erledigte Lehrerstelle. Die mit einem kctth. Lehrer zu besetzende erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule ru Münster (Kr. Dieburg); mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Dem kath. Pfarrer und dem Ortsvorstand zu Münster steht das Präsentationsrecht zu. ** Blumentaig. Am Mittwoch nachmittag hatten sich 75 junge Damen in Steins Saal eingefunden. Der Vorsitzende des Komitees Provinzialdirektor Dr. Ufinger und Regierungs-Assessor Wolff erklärten, wie Me Sache gehandhabt werden sollte. Dr. Usinger erklärte, daß 75 Damen viel zu wenig sei, um den Bmmenverkauf an dem Tage richtig betreiben zu können. Man habe auf 300—400 Töchter unserer Bürgerschaft gerechnet, die im Interesse der Sache sich betätigen würden, darum müsse er bitten, weitere Helferinnen anzuwerben. Man möge sich unter der Adresse Dr. Usinger, Kreisamt Gießen anmelden. Aus den weiteren Darlegungen des Provinzialdirektors ging hervor, daß immer zwei junge Mädchen zusammen in einem engbegrenz- ten Revier tätig fein und nach zwei Stunden durch zwei andere Verkäuferinnen abgelöst werden sollten. Es wird weiße oder wenigstens Helle Kleidung gewünscht. Weitere Meldungen von Damen werden bis Samstag mittag erbeten. *• Landwirtschaftliche Versammlungen. In Grünberg finden morgen Samstag den 22. l. M. die Generalversammlungen des K reiS-Rind erzucht- v er eins für Vogelsberger Vieh und des KreiS- ZiegenzuchtvereinS im Gasthaus „zum Hirsch" statt. Die Versammlung des Kreis-Rinderzuchtoereins beginnt um SVr Uhr, diejenige deS Kreis-Ziegenzuchtoereins um 2 Uhr nachmittags. ** Bienenzüchterverein. Die gestern vormittag 10 Uhr im Hotel Schütz hier abgehaltene Ausschußsitzung des Oberhessischen Bienenzüchtervereins war aus allen Teilen Oberhessens gut besucht. Nachdem der Vorsitzende, Lehrer B u ß-Leihgestern, seiner Freude über den zahlreichen Besuch zum Ausdruck gebracht hatte, erstattete der Rechner, Lehrer H o tz-Nidda, den Kassenbericht über das abgelaufene Jahr. Die Einnahmen belaufen sich auf 3403,73 Mk., die Ausgaben betragen 2996,77 Mk., so daß ein Heberschuß von 406,96 Mk. bleibt. Die vorgelegte Rechnung wurde von zwei Mitgliedern einer eingehenden Prüfung unterzogen, wobei sich keine Anstände ergaben, so daß dem Rechner Entlastung erteilt wurde. Der Verein ist jetzt bei Gericht eingetragen Daraus ergibt sich die gesetzliche Verpflichtung jedes Mitgliedes, das den Verein verläßt, zur Zahlung des laufenden Jahresbeitrages. Der für das Jahr 1911/12 vorne tragene Voranschlag beläuft sich auf 2947,33 Mk. Vom v. bis zum 10. Juni wird bei Lehrer Hens-el-Hirzenhain ein Kursus für Anfänger in der Bien-enKucht abgehalten, wozu natürlich nur Bereinsmitglieder zugelassen werden. Der Kursus für Fortgeschrittenere wird an demselben Orte vom 25. Juni bis 1. Juli stattfinden, wobei Lehrer Hensel und der Vorsitzende unterrichten werden. Auch dieser Kursus ist nur für Vtttglieder. Auf Antrag des Zweigpereins Schlitz wird die nächstjährige Ausschußsitzung am 3. Ostertag mittags 12 Uhr ihren Anfang nehmen. Einen großen Teil der zur Verfügung stehenden Zeit nal)m die Besprechung über die diesjährige 50. Jubiläumswanderversammlung ein, bie anfangs Juli auf der Liebigshöhe abgehalten werden soll und deren Vorbereitung und Ausführung der hiesige Zweigverein übernommen 'hat. Es wird ihm dazu ein vvu 200 Mk. ans dem HaAptverein bewilligt. Der Aus Stabt und Lund. Gießen, 21. April 1911. ** Tageskalender für Freitag, 21. Avril: Zirkus Straßburger: Eröffnungs-Vorstellung. Abends 8'/. Uhr in Oswalds Garten. **Ob derKaiser in diesem Jahre nach Gießen kommt, ist noch nicht bestimmt. Hiesigen Kreisen, die es wissen müßten, ist nichts davon bekannt, und man rechnet auch nicht damit, daß der Kaiser sein hessisches Regiment in diesem Jahre besucht, da sein Wiesbadeiier Aufenthalt nur vier Tage dauert. Die tn auswärtigen Blättern verbreitete Nachricht, der Kaiser komme am 12. Mai hierher, beruht lediglich auf Kombinationen. Ballonfahrten von Gießen. In unserer Stadt ist eine Bereinigung in Bildung begriffen, die Freiballon- Fahrten von hier aus veranstalten will. Man hott sich bereits mit der Bürgermeisterei wegen Lieferung von Gas zur Füllung des Ballons ins Einvernehmen gesetzt. Das Gaswerk hat schon Pläne und Kvstenvoranschläge zur Errichtung einer Ballonfüllstation auf dem Hinteren Teil des Werkgrundstückes ausgearbeitet, wobei angenommen ist, daß die Füllung von 12—1600 Cbm. Gas nicht länger als 30 bis 40 Minuten Zeit in Anspruch nehmen darf. Die erste Fahrt des Ballons, der den Namen „Gießen" führen wird, soll in 1—2 Monaten vor sich gehen. Die Gondel wird so bemessen sein, daß außer dem Führer drei Fahrgäste bequem darin Platz finden. Heimat beurlaubt und hatte sich au§ Furcht vor Bestrafte« wegen Urlaubsüberschreitung das Leben nehmen wollen, konnte jedoch durch sofort angestellte Wiederbelebungsversuche ins s2cben zurückgerufen werden. ch Dingen, 20. April. Die heutige Sitzung der Stadt- v er ordne tenversammlung beschäftigte sich mit der Fch. Heilung des städtischen Voranschlags für 1911. Der Hauptpunkt war, wie der sich ergebende Fehlbetrag von rund 34 000 Mk. gebedt 1 verben soll. Der Finanzausschuß glaubt dieses Ziel durch Erhöhung der Umlagen um fünf Prozent, sowie Erhebung einet Kanal st euer erreichen zu können und hatte einen demgemäßen Beschluß gefaßt. Befürwortet wurde diese Verteilung durch Bürgermriiter Neff, Landtagsabg. Pennrich u. a. Aus einen axv. deren Standpunkt stellten sich bie Stabtv. May, Dulcins, Ohler und anbere. Sie waren der Ansicht, daß von ber Fäkalienleitung alle Bewohner ber Stabt, ob Hausbesitzer ober Mieter, Vorteil hätten, und daß aus biesem Grund eine Sonberbelaftung ber Hausbesitzer nicht angebracht erscheine. Die Kanalfteuer sei weder gerecht noch angebracht, höchstens so, baß wie nr vielen preußischen und badischen Stödten eine Kanalsteuer von allen Anwohnern erhoben hxjrbe. Diese Ansicht wurde von den Gegnern als für Hessen zwecklos .bezeichnet, weil ber hessische Staat biess Art ber Erhebung ber Stabt Gießen nicht genehmigt habe und nicht zu erwarten fei, baß die Regierung inzwischen ihre Ansicht geändert habe. Nach fhinbentanger Aussprache wurde bei der Abstimmung die Einführung einer Kanalsteuer in Höhe von ins- gesamt 19 420 Mark mit nenn gegen sechs Stimmen, bann bie Einführung einer Kanal steuer in Höhe von 6000 Mark mit dem gleichen Stimmenverhälttiis abgelehnt. Kreis Wetzlar. Wetzlar, 20. April. Gestern nachmittag um 5 Uhr wurde auf der Straße zwischeu Aßlar und Wer- dorf der hier beschäftigte Steinmetz Lütgen von einem Automobil angefahren und so zur Seite geschlew, dert, daß er bewußtlos liegen blieb. Der Verletzte wurde ins hiesige Krankenhaus gebracht. Ohne sich um den bewußtlos Daljegenden zu kümmern, fuhren die Automobilisten davon. cuftschWahtt. Deutscher Zuver lä ssigkeitsflug. Straßburg, 20. April. Wie der „Oberrheinische Verein für Luftschiffahri" bekannt gibt, ist der deutsche Zu- verlässigkeitsslug am Oberrhein nun tn jeder Beziehung gesichert. Er findet in ber Zeit vom ,20. bis 28. Mai 1911 statt unb zwar mit folgenben Strecken: 1. Tag: Baben-Baben— Freiburg 103 km; 2 Tag: Freiburg—Mühlhausen 104 km; 3. Tag: Mühlhcru sm—Straßburg 100 km; 4. Tag: Schau fliegen in Straßburg; 5. Tag: Straßburg—Karlsruhe 90 km; 6. Tag: Karlsruhe—Mannheim 100 km; 7. Tag: Mannheim—Frankfurt. welche die Hinzufügung gewisser Artikel verlangte, was bie übrigen iltanrömtgheber grundsätzlich annatzwen. Aus Tunis wirb gemelbef: Die Könige von England, Spanien unb Italien richteten an ben Präsidenten Fallisreä Zischen, in denen sie für ben dm Scknfsm bereiteten Empfang Mlich bauten. Fälliges weihte einen Teil ber Bahnlinie Susa- Sfax em. -,. "ach Selee an ber Oftgrmze von Montenegro mar- schierenbe türkische Kolonne besetzte ben Ort Gruse. Als fte dm Berg Mintsch zu besetzm versuchte, wurde sie von Auf- "bi scheu angegriffen, wobei ein Soldat getötet wurde. Da Gebirgsgeschütze wegen des Schnees nicht auf ben Berg hinaufgeschafft werben konnten, mußte sich die Kvlonne aus Gruse zurück- 8iehm, Wobei ein Soldat unb ein Maultiertreiber verwundet Würben. Bet bem Rückzüge griffen bie Aufftänbischen bei Krupa twerillals an; die Truppen hatten keine Verluste. Heer und Flotte. , . derlin, 20. April. Der „Staatsanzeiger" veröffentlicht das Haushaltungsgesetz für 1911, ferner eine Bekanntmachung des Kriegs Ministers, daß ben Unteroffizieren und Mannschaften ber Armee dienstlich verboten wirb, Zivilpersonen, Handwerksmeistern ber Truppen, militärischen An- staltm usw. Beihilfe z-ur Ausübung ihres Gewerbebetriebes zu letften. Dm Unteroffizieren unb Mannschaften wirb befohlen, fron jeher an sie ergehenben berartigen Aufforbermig bem Vorgesetzten Mridung zu machen. Stuttgart, 20. April. Gestern mittag begaben sich, wie der , Staatsanzetger" meldet, die Generale ä la suite seiner Maje- Mt des Königs, General ber Kavallerie Graf v. Zeppelin unb wneraueutnant Freiherr v. Reischach, sowie bie bienfttuenben Flügeladjutantm in bas Residmzschloß, um Seiner Exzellenz bem ©en er al der Infanterie und Generalabiutantm Freiherrn v. Bil- sing.er im Namm färntiiefer ©eneralohjutanten nnb Generale ala suite, sowie Flügelabjutanten zu seinem am 25. April statt- ftnbenben 50jährigen Militärbien st jubiläum eine Jubckäumsgabe zu überreichen. General ber Kavallerie Graf 10. Zeppelin hielt borouf eine Ansprache, auf bie ber Jubilar gerührt bankte. , . Vonde". Lichtfpielen im Kolosseum wirb uns geschrieben : Die jetzt vorgeführten nur erstklassigen Schlagerprogramme find bie benfbar besten, so baß ein reger Besuch bring mb ju mipsehten ist. Hierbei sei u. a. noeft nebenbei benannt: Napo- «onabarte, Caro Neune, Einquartierung in ber Mühle, &a|ar Birotteau usw. Um ben Besuch beö Programms jeber- mann ju ^möglichen, veranstaltet bie Direktion heute einen großen ,og bei vollständigem Programm, gegen ermäßigte Preise. Der Vortrag über den Schwarzwald, her füc heute abend angekündigt war, findet nicht statt. **Freimarkenrollen. Wie das Amtsblatt de? ReichSpostamts mitteilt, werden vom 1. Mai ab Freimarken- voflen, bie zur Verwendung für Portokontrollzassen, Frankiermaschinen usw. verlangt werden, zum Nennwert, also ohne ben bisher erhobenen Ausschlag von 25 Pfennig für bie Rolle, an das Publikum abgegeben. ** Ein amüsantes Gießener Studenten- Stammbuch enthält die berühmte Stammbücher- Sammlung Friedrich Warneckes, deren Auktions- Katalog die Firma C. G. Boern er,Leipzig, versendet. Es ist dies das Freundschaftsbuch des Studenten Grave 1 i u s, das dieser in den Jahren 1779 bis 1781 in Gießen verwandte, ein hübscher Lederband mit Goldverzierung, der nicht weniger als 147 Einträge von Gießener Studenten enthält. Vielen sind die Sichouetten beigefügt. Bemer- mngen von des Besitzers Hand geben über bas Leben einzelner seiner Freunbe Ausschluß. Oesters kehrt der Vermerk wieder: „Wurde relegiert ober „ist verschollen", „ging in aller Stille nach Haus". Bei pem C. F Klingelhöf er heißt es: „Im Frühjahr 85 verlor er sich schlechter Streiche halber in ber Stille, schwänzte (b. h. prellte) hier unb ba die Wirte und ließ sich endlich chls Kaysers Mousquetier engagieren". Ein Gustav Friedrich Gotte schrieb folgende Sttophen ein: „Betritt den Weg der Weisheit unb der ^ugenb, dies Jüngling ist der Weg zum wahren Glück. Dann sichst Du einst auf Deine Jugend mit Scham und Reue nicht zurück." Sein Lebenswandel war dem wenig entsprechend; eine Randnottz besagt: „Schwänzte 1779 und Ging nach Jena, von da wurde er 1781 relegiert und kam wieder hier her, weil er aber nicht recipiert to-urbe, ging er unter die Engelländer und wurde Corperal." vüchertisch. luae proajen. monierte, Duckte sich dieser zu rachen l. 1 . . .. ~ A tmh 511 LLngesandt Ter Handel ging -ch teUung. Darmstädter An lernen geiuajt. \axn —t--«-* amaß, Zigarrenklstensabrik. /V 1 ■ che sofort ob. Wat ein Illchl. I i ßA »1 A i| ä?är udolWlU“ Suche OSLEGGKGST 2676 L Zimmer | MiWWW chfftNt Stcllhi Ktssirik-WliLe i« boite i durch! Bahn mh iß an tw rifbbrtfl- jjtttt stnl chen M gbtyn*- Näheres — —,——- ■, 2678s Bad-Lalzbausen 'Oberh.) eine Ttng tarn nicht wieher: er hatte einfach die Kasse auf der entgegengesetzten Seite wieder verlassen, und der Landwirt war um die Kosten für die Kleidung und den halbjährigen Unterhalt des Strolches geprellt, ÜCrn$3tet‘au5 Altenburg gemeldet wird, äscherte ein Schadenfeuer die gesamt« Anlage deS Tagebaues Waltersdorf ein, welcher zum Braunkohlenbergwerk Manengrubc gefrort. Ter Schaden ist bedeutend. 1 0 0 A r b e i t e r ftnb brotlos gcnwrden 5m Rotzen Denn wurden Schmuggler ubcrrajcht, ine auf der Flucht über die belgische Grenze 10000 schachteln «Streichhölzer zurückliehen. . Aus dem Iuweliergefajatt von Sand e n in Rotterdam raubten Einbrecher Brillanten und freiste Goldwaren tm Werte Kleine llageschromi. TuS Bochum ist der Theaterkassierer Borchardt unter Veruntreuungen von etwa 10000 Mark flüchtig Sarden. Auf der Strecke Hannover—Münden entstand durch funken- auSwurf einer Lokomotive ein größerer Wal db ran b; ferner wurden im HabichtSwalde etwa 100 Morgen durch Feuer ilbernimmt die Redaktion den. Publikum gegenüber leittcrle. Verantwortung.) fahrenes braves Mädchen ier veüv KLche ö. mten du lieber a* tuawtfr ^ehrmädlyen aus achtbarer Familie, welche das Schneidern gründl. erlernen wollen, von 1. Schneiderin glucht. Schristl. Angebote unter 03149 an den Gießener Anzeiger erbet. 11 über die Arbeiten und Verdienste Ganswindts auf dem Gebiete der Luftschifsahrt und ist von der Komponistin „gewidmet ihrem Immer noch ist die fllnricfrt I sjatet Hermann Ganswindt, dem ersten Erfinder rationeller ^.uft- - - ''*= --e ---- I schiffe". 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Der Dffi»iet stell'- d-n Sch-U- er das Theater verliest und versetzte ihm zwei ^ iriae Ohrfeigen, dast er zu Boden fiel. Die Dame ,1|H ,1 aui dcn am Boden liegenden Kollegen zu und kLrb-iA ihn mit ihren Stieseln. Vorübergehende rufen rfii'ier uud Schauspielerin von ihrem Opfer loS. neber den gegenwärtigen eianb bet fflufl- a I Ain en i nbu ft r i e in Frankreich gibt, der General- irfretär des Aeroklub? in feinem JalneSbericht ^"'ge intereffante Hothmnen Die Rabl der Flnginaschinen, bie in ,srankreich er- ^ worden sind, beträgt 1300, die insgesamt über lWOo Wbe- i , uerfügen. 4800 Fahrgäste sind damit bereits bdörbevt und pVu. über 1 ’ km lange Reisen über Land auSgefübrt roorben, roafr- 6j0L n ,i..aseldetu von geprüften Führern über 500 000 hm zu- gelegt L Jrn «an,°V b-bcu.ll bi.« -i-.° Tauet °°n 830U -lUNb-n R-^burch R.f|,r. All«I.i ernftti unb heiteres erzählt in .Niedersachsen" Pastor Uhlhorn au4' emem Pilarramtc im Solling, unter anderem auch von emein ißodabten im Amte der vor etwa 40 fahren dort gewesen war. Sem Aiirken . h ni1l ... beftcr Erinnerung. Freilich halte er manchen!lrteg mit jüngere G-fchL-bt f=b ba« Won im -er- näienben ilcdlte be« Humor«. Auch mit feinem Sebrer ag er in Lhbe Tas war burA die Ostereier gekommen. Nach alter ^ttte muhte der Lehrer zu Ostern für ben Pastor die balligen Eier bet Bauern fam,nein und bekam znm Da.ik ein Trit el die r Naturalabgabe. Aber als er einmal dieses drittel nicht als ein Rüfter triumphierte. Tie Eier wurden ihm^ais fettig gute« Recht j Verschiedene | r-, z- zu vermieten. . 2^ Heinrich Schön, Liebigstrahe bo 2683] 3—4.Ztmmer'Wohnung zu verm. Löberstr. ö. Näh. 1. Stoa. 03170] Wohnung zu vermieten. _____________Wiesecker Weir 16. Die Tischler-, Schlaffer- und Glaserarbeiten zur Herstellung des Güterschuppens mit Abterti' gungtzgebaude auf Bahnhof Bad Nauheim sollen getrennt nach drei Losen ober zusammen in einem Lose vergeben werden. Zeichnungen und AngebotSmuster liegen im Geschäftögebaude der Bauabteilung zur Eimicht auS, letztere können, solange der Bor- rat reicht, zum Preise von 2,00 Mk. lsämtliche Lose) ^Portofreie Einsendung des Betrag«) bezogen werden. Pie Angebote werden am 9. Mai, vormittags 11 Uhr geöffnet. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Grohh. Eisenbahn-Bauabteilung Friedberg.Hd*7« Berlin, 21. April. Tav Luftschiff „Parseval 6" fheg heute vormittag 4i/2 Uhr zur Fahrt nach Amfterdmn unter Führung des Oberleutnants Stelling auf. Tie Besirtzung inll. der Bedienungsmannschaften besteht aus 10 Mann, darunter zwei Offiziere vom holländischen ftnegs-nunyte* rium. ES soll versucht werden, die Fahrt ununterbrochen bis Amsterdam durchzuführen. Oran, 21. April. TU Truppen, die wegen Garung unter den Stämmen am Mulafluß zur Verstärkung einiger Posten zur West grenze Algeriens abgesandt werden, umfassen vier Bataillone Infanterie, drei Schwa- dronen Kavallerie, zwei F.'ldbatterien und eine Abteilung Gebirgsartillerie mit zusammen dreitausend Mann, die im Laufe der nächsten Woche an ihrem Bestimmungsort angelangt sein dürften. «, ,. . . Agram, 20. April. Beim Berge Plesivica tft emc Erdrutschung bedeutenden Umfangsein^etreten, die ben Ort Po ljanica bedroht. Einige Häuser sind bereits ein- 9 C n g 21. April. Hier wurden seit Montag etwa 60 Personen verhaftet, die revolutionärerUmtriebe v erdächtig sind. Mehrere Verhaftete standen mit Ausländern in Verbindung. — Zum Nachfolger H s i l i a n g s, d« von seinem Posten als Generalgouverneur der Mandschurei enthoben wurde, ist der tüchtige Generalgouverneur von S - e t s ch u a n, E r h s u m , ernannt worden, und erhielt gleichzeitig den Rang eines latser- lieben Bevollmächtigten, verbunden mit der Stellung emes Ta* tarengenerals für dre drei Provinzen der Mandschurei. Dn neut Generalgouverneur hat also die unmittelbare Oberaufsicht über alle militärischen und zivilen Behörden der ganzen Mandschurei. fand. med. sucht fein möbliertes, sauberes Zimmer, ev. für zwei Semester. Schrift!. Angebote unter 03148 an den Giestener Attzetger erbet. Schön möbl. lnst. Zimmer ev. m. Schlaftabin, zw. Bahnh. u. Theat. v. Beamt, z-1-ob. 15. Mat z. miet. ges. Schristl. Ang. m.Pr. u. 03105 an den Gietz. Anz. erb. Erstklassige, bochangesehene Lebens-Unfall-Haftvsticht-Ber- sicherungs-^ciellschaft sucht einen tüchtigen Ober-Beamten. Zung.HMHrHc Äf. gesucht. 0-jlöst Schulstraste 2. SO. toi tim # and AH MMM Mmid-e iSiniÜit er als n* L 116® Smntixnk tisMsS- haben- 3» , den«pc csstma,» :st Wjc t gtbabU' !t mtlbt® rtgen yng 01 8 von 180000 Mark. .. , Zn Arnoldgruen (Dvgtl.) ertränkte sich die ?crm Oberregisseur radikaler Mittel. Ein Auskratzen der Wunde ist ^^'EN hinreichend, Schentt ba3 Landgericht Gehör, recht oft bedarl es der Amputation entes Gliebe», um der drohenden I ^nd brum tanzen in der Windel Blutvergiftung vorzubeugen. QpiAhrfimiitaJ Alle neugebomen Kindel. ' BeftrasleLcichtglaubigke11. ^eiMglanbig Leut, zu lust'ger Melodei leit hat ein biederer Landwirt auS crnem -^orfe bei rll.Uüfwck einen Bakos-Ningelreih. büßen müssen. Vor etwa einem halben ^afrre fam ju rfrin rati Ja, wir preisen ihn als Helden, Matln, dec in seinem Aussehen vollständig einem Mummtet^g (fr- Mög' er oft noch Krnder melden ’fü trug einen schmierigen vut, 6zerrissene Klew^.^ Hier in das Geburtsregister, Eafe keine Stiefel. Tiefer Summier rebete nun dem ^rü>roirt Denn von nun an bleibt und ist er rot, bn« Sciicu »cch art bet banbMrtsbuachm wich- -dm Unfet ffreunb, unter Berater, qraigen, obwohl er das gar nicht notig hatte, denn er ern Unser echter 5)eldenvater. . Veitnögen von 20 000 Mark, das aus der ^iskasse m Pcumwlk Tic Gießner Babies. liege Sin Laufe der weiteren Unterhaltung ^ttnrte sich der La^---- ----- mitt bereit den reichen Dandwerisburschen auf ^.ebenSsctt bet I HlätltC. '-ch -M-unllMM. n-otit et bie 20 L 11 Mnrbnr«, 20. April, deute wurde ein Schweine Landwerksbursche erhielt nun aut ^^Jb-n marttabgeholten. Man bezahlte für kleine Ware 3st-4oMk., Kleidung und lebte ein fralbes ^acr lang ^ügftenö für zwei bis drei Monate alte Raufer 60-70 Mk. und für größere Da tarn ftent Landwrrt ber fffiunid) bie -0000 ..tart m ug)teu » 80-110 Ack. das Paar, ,e nach Grose und Qualität. - - ’ - - “ ;...... fc. Frankfurt a M , 20. April Die oftnicllc S e b«r • messe brachte einen leb hatten Verkehr In der smdiisäten Leder» balle war, nne seit Jahren, die Zufuhr nur gering und das Geschäft entwickelte sich an den Lagern. Ate D r e t s e blieben t st. Hier und da gelang eS den Fabrikanten, bie aß reife »u erhöhen. Schwere Unterleder und ErouponS waren besonders gefragt, fliege Anfrage war außerdem nach Kiphe und Rindlcder. Man notierte: Zahmsohll eder, prima starke Ochsen 1,50 bift 1,60 Mk.. träftige Kalbin 1,50-1,60 Mk., geringe Ware 1 .10—1,45 Mk., Wildkühe, ferne Trierer in sckstmrer Ware 1.70—1,82 Mk., seine Malmedver 1.60—1,65 Mk., weniger seine Malmedner 1,50—1,55 Mk., in leichteren und geringeren Sorten 1 40—1,50 Mk., Dildochsen, in feinen Trierer Marken, 1,65 bis 1,75 Mk., in billigeren Erzeugnissen 1,50—1,60 Mk., norddeutsche, schwere prima, 1,25—1,35 Mk., do. leichtere 1,00 bis 1 15 Mk., Wildkühe, norddeutsche prima, 1,25—1,3s Mk, do. Nebensortimentc 1,00—1,25 Mk., B r a nd so h l en leder, ie nach Beschaffenheit, 1,10—1,30 Mk, Vacheleder, feina Ware, 1,60—1,75 Mk, gme Mütelnxire 1,50—1,60 Mk, geringere Darc 1,3.5—1,45 Mk., Kipse, fein und leicht 2,00—2,20 Mk., Mittelsorten 1,70—2,00 Mk., geringere 1,50—1,70 Mk., Fahlleder in feiner Ware 2,20—2,40 Mk., in geringerer Ware 1.80—2,00 'Kar? Fchr die nächste Zeit werden sich diese Preise halten. Perlau' der Witterung seit gelt ein 'rüst: lieber ganz Mittel- imb Cneuropa lagert heute früh ein ausgedehnter, lehr kräftiger Hochdruckgebiet. Es ist daher wieher trockenes und heiteres Wetter eingetreten bei ziemlich hohen Temperaturen. Wen« auch im hohen Norbwcsteii Zyklonen austauchen, so wird vorläufig unsere Witte- rum von diesen Lustwirdeln nicht beeinflußt. WetterauSsichten m Reffen am LamStag dem 22 April 1911 : Heitcr, Iva fr -unehmende Bewölkung, warm, lübwestliche Winde. Suche fiit sofort MädckeN ein jüngeres *****7V“V** 2641! Merlau, Lubwigstraste 26. Ein arbeitsames, anständiges Dienstmädchen für sofort oder auch später in kleinem Hansbalt gesucht. 26^4! 1p. ^)er evtte «toa meines -vouies Schottftrage 10, oejtcljenb aus fünf sehr schönen geräumigen Simmern nebst Zubehör, ist vcr jofori über spater zu vermieten. Näh. Babnboiftr. 501- f 3 Zimmer | Logis, Z Simmet vermieten. 22371__________Louneuitraße 6. ^144i 3-Ziminerwobnung zu verinieten. Wetziietngasse 10. MW 3-Zlmm.-Woyii. zu verm. Steinstr. ?3.ürau Heim. | Möbl. Zimmer | Möbl. Sirnmcr mit Kabinett elettr. Beleuchtung und feparatem Eingang zu oernueten. , 26U9__________Löbcrstraße 31 24621 Freundliches Wohn- und Schlafzimmer, möbliert,«, schönst. Lage, a. Wunsch mit BaHonbenutz. u.Pens.preiSw.znverm. Auskunft erteilt d. Geschattsst. d. Gieß. Anz. Möbl. Simmet vermieten? U30631________Liebigstraße »1III. 030781 Schön möbL Zimmer zu vermieten. t<öberstratze 4II. 060831 Anstand. Arbeiter kann LLost u. Logis erb. 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(03157) Babnbofttrafte 54. <1-1L II Nur Hürfj heute und morgen: tu Buche stand, sich war es auc Babnhosstrafte morgen Illöbel Im Anfang 5 Uhr. Bäckerei findet nicht statt. 03182 Bekanntmachung. Betr.: g m der Gemarttmg Odenh-ausea- 11.- 6.60 5.50 3.30 tapolil toioryer 1. Platz 1.25 Mk., 2. Platz 1.00 Mk., 3. Platz 60 Pfg., Galerie 40 Pfg. Vorverkauf: Loge 1.75 Mk., numerierter Sperrsitz . M. 27.50 . M. 22.— . M. 11.- Ziehnng 10. Mai 1 tf i., Darmstädter Schloßfreiheit* field-Lotterie !ÄS Millionen Mar Aoßherzogtum En jeder beliebigen Schriftart und Karton« olsmarten vrühl'sche Uuiversttäts-vruckerei, Zchulstrahe 1 Lichtbildervortrag Der Schwarzwald und sein Leben Wegen Auflös. d. 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(Verlegung der städtischen Aemter in die alte Klinik, die Errichtung einer Universität Frankfurt a. M., Einjährig- Freiwilligen-lNnstellung beim Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 116, die projektierte Hinterlandbahn, ViehtranSport durch die Bahn- hofstraße, Bahnsteigsperre, Eisenbahn-VerkehrSfragen rc.) Ztl dieser Versammlung laden rotr unsere Mitglieder owie die Bürgerschaft freundl. ein und ersuchen um recht ahlreiche Beteiligung. Der Vorstand: Baleutin Müller. 03168 Eintritt 45 Pfg. iS» i erfolgte bald de Veser-Ahn an Anleihen int B big gemrden reits von He,|ei r Anteil IT über 11 M 1.25 Mk., 1. Platz 1.00 Mk., 2. Platz 80 Pfg., 3. Platz 60 Pfg. d?1/4 Vorverkauf i. d. Zigarrenhdlg. v. Lindau & Winterfeld Die Direktion. Gebrauchtes Knaben Schreib- vult leichem billig abzugebcn. 031511 "Näheres Hessenstraße 8. deiner W Mblich.E Bit Sl°VN ® Sage gewesen >e Wo der MMI. MW Giessen. Wir laden unsere Mitglieder zu der am Dienstags den 25. April d. I., abends 9 Uhr, im Saale des Gasthofes „Zum Einhorn" stattfindenden Hauptversammlung ein und bitten um zahlreiches Erscheinen. Tagesordnung: Geschäftsbericht, Rechnungsablage, Vor- standswahl, Festsetzung de§Jahresbeitrags £2:_________________________________Der Vorstand. H. Schumann* Theater -7*. M. 3.30 . . M. 2.75 . . M. 2.20 . . M. 165 . . M. 1.10 . . M. 1.10 Ein großer Kinderwagen mte Gummirädern und ein Kinder sitzstubl, beides noch fast neu. wegen Raummangel billig ab* zugeben. [2687i Asterwca 53p.st Bin Pliischsosa verkaufen. ° 031761 Wilbelmstraftc 1. la. Dobermann Rüde umstände- > halber billig abzugeben. «03169 Marktstrafte 10. aller Art = Tische, Stühle. Schränke, Vertikos, Spiegel, Sofas, Garnituren, Matratzen, Chaiselongues, Bettstellen, Wasch-Toiletten, Nachtspinde, Stühle, Küchen - Möbel. Näh-, Spiel-, Bauern-Tische, Säulen, Kinderwagen, Uhren, Bilder, Klubsessel, komplette Zimmer, Salons usw. nsw. J. Jttmann, Giessen Blockstrasse 14/16. 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Tribüne...... 2 Tribüne....... Balkon I. Reihe und Mitte Balkon II.—IV. Reihe . . liiebigshölie Am Sonntag den 23. April Militär-Konzert ausgeführt von der Kapelle des hiesigen Infanterie - Regiments ,,Kaiser Wilhelm“ unter persönlicher Leitung des Obermusikmeisters Herrn W. L ö b e r. In der Zeit vom 21. April bis einschließlich 6. Mai 1911 werktags, hegen auf dem Amtszimmer Großh. Bürgermeisters iOdenhauien die Arbeiten des II. Abschnittes obiger Feldbereich, giutg, nämlich: die Besitzsvandsverzeichchsse, die Gütergeschosse nebst Zusammenstellung der Gittergeschofsitz sowie die Bonitierungskarten zdrr Einsicht der Beteiligten offen. Tagfuhrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen frndet daselbst statt: Montag d'en 8. Mai 1911, vormittags von 10y2 bis 1 li/L. Uhr, A?Au ich die Beteiligten mit dem An füg en eichade, daß bid Nrchterscheinenden mit Einwendmtgen ausgeschlossen sind. Ditl Entwendungen fütb schriftlich abznfassen und zu begründen. Frredberg, den 18. April 1911. Der Großherzogliche Feldberentignitg§Tonmrifsm: ____________Schn ittspa hn, KreiSamtmann. 3329 Geldgewinne Im Betrage v. AL 45000 t Hauptgewinn LMWLZ - 2 Hauptgewinne anno ______ 3 ä 1000 3000 usw. usw. Lose ä 1 Mk., Zu haben bei den Königl. Preussisch. Lotterie-Einnehmern u. in allen Loseverkaufsstellen oder direkt durch: 0« Petrenz, Darmstadt, Allseitig als das größte Meisterwerk der Kinematographie anerkannt Versackungen der Grossstadt (nicht zu verwechseln mit Hyänen der Großstadt) großes Theaterdrama aus der Gegenwart in 3 Akten und 57 Bildern, gespielt von den ersten Künstlerinnen und Künstlern deS Königlichen Theaters in Kopenhagen. Spieldauer zirka 1 Stunde. Mit seltener Einmütigkeit wird dieser packende Sensationssilm ersten Ranges als htt größte LAllger seit Ähren bezeichnet. Niemand versäume diese Gelegenheit, den größten Erfolg der Kinematographie anzusehen, sowie die übrigen erstklassigen Glanznummern. Vornehmes und besteingerichtetes Etablissement der Neuzeit ent- wrechend allein am Piave. Täglich ununterbrochen Vorstellung von nachmittags 3 Uhr bis abends 11 Uhr. Walltorstr. 36—38 Cafe Leib Walltorstr. 36—38 Heute Freitag: Kuhl Nöldstlig bei vollständig Muffige»! Lchlager-Program». Zur Vorführung gelangt u. a.: Napoleon Bonaparte Sein Leben und Treiben. Historischer Kunftnlm in 2 Abteilungen und 25 Abschnitten. VorfuhrungSdauer s/4<ätbe. Ein Meisterwerk der kinematogrph.Kunst. Eintrittspreise: Die Direktion. In den Logen, Sperrsitzen und I. Tribüne haben die verehrt. Damen auf Wunsch der Festspielleitung «ie Kopfbedeckung abzunehmen. Kartenrückzablung in Cballicrs Musikalienhandlung. Bürgerverein Gießen. Freitag den 28. April er., abends 81/, Uhr, im Saale des Hotel „Einhorn" D“/4 Haupt-Versammlung« TageS-Ordnung: 1. Jahresbericht des Vorsitzenden, 2.Rechnungsablage u. Entlastung desRechners, 3.Vorstandswahl, 4. Rechtzeitig eingebrachte Anträge, 5. Verschiedenes. Biograph PlecketraBe 12 03155 Plocketraße 12 Nur «och heute: Hyänen der Grossstadt. Eme Krnninalstudie in 2 Akten von Earl Alstrup. Targestellt von ersten Bühnenkünstlern Kopenhagens. WeimfflragsrHht für Giessen. EinSchlagererstenRanges Niemand versäume, sich diesen Weltschiager anzusehen. 800 Meter lang. Außerdem das gesamte, reichhaltige, vorzügliche 111 lil* 3u ueiluuifeit Lichtspiele