Die heutige Nummer umfaht 20 Seiten. der Zcppciin-Luftfchiffc sind Cpfcr der Sturmes aeworde Etwas sollte doch alle trösten: fein Mensch hat bei dies« n die im Es aiol mehrere täferanen Brasiliens und Perus, die ähnliche Kunststücke ausführen. Sie haben die Fähigkeit, sich bestimmten Kieselsteinen völlig anzugleichen und liegen bann ruhig und still, mit dem Stein völlig in eins verwachsen, uni sich dann plötzlich auf ein ahnungsloses Tier niederfallen zu lauen, das ihre Beute wird. politische Wochenschau. Gießen, 20. Mai. Ter Tüsseldorfer Unfall hat verzagte Stimmen laut werden lassen. Man will an die große lammende Zeit der Luftschissat nicht mehr recht glauben, und die Versiehe- runggejellschasten lehnen neue Berirage mit der Zeppelin- < leseUichaft ab. Wo sind die begeisterten Sommertage, da alt und jung, sonderlich am grünen Rhein, der neuen Er- findung entgegenjubelre, da die Kirchenglocken zu dem Auch der preustisckw Landtag ist noch eifrig bei der Arbeit. Er hat gestern in dritter Lesung das Feuerbestat- tungsgefetz angenommen, und hierbei zeigte sich innerhalb der konservativen Partei eine bemerkenswerte Wandlung Ein Teil der konservativen Abgeordneten stellt sich der Feuerbestattung nicht mehr grundsätzlich entgegen. Tagegen gab es bei der Beratung der Ansiedlungsfrage in den Ostmarken wieder erregte Erörterungen, die zu keinem rechten Ergebnisse führten. Ter Minister v. Schorlemer führte nochmals einen heißen Kampf. So entschieden und temperamentvoll auch am Donnerstag seine Sprache war, so zweideutig war die Ausnahme seiner Älusführungen bei den Abgeordneten. Ter konservative Führer, >?err v Hemde braubt, lieft seinem Standpunkt zwar Gerechtigkeit.wider fahren, sprach seine Befriedigung darüber aus, daß keine Line Ueuemtettung öcr ministeriellen vesugniste in vaöen. Eine landeLherrriche Verordnung für Baden, die in der „Karlsruher Zeitung" veröffentlicht wird, besagt: § 1. Tic Zuständigkeit des Ministeriums des groß- herzoglichen Hauses und der auswärtigen Angelegenheilen bezüglich des E i s e n b a h n b a u e S und Eisenbahn- betriebet geht an daS Ministerium der Finanzen über. § 2 Ta5 51 u 11 u 5 - u u b Unterrichts wes en ein- schließ ich ber Einrichtung für Wissenschaft unb Künste wirb einem besonderen Ministerium übertragen, das die Bezeichnung Ministerium des Kultus und Unterrichts führt. § 3. Tas Ministerium des großherzoglicben Hauses und der auswärtigen Angelegenheiteii und das Ministerium der Justiz werden zu einem Ministerium verei- greisen Segler der Lüfte hinaufhallten und die lühnsten »Öffnungen reiften? Zwei Jahre sind verstrichen. Fünf ...........• ^"worden Schwenkung vollzogen worden sei, gefiel sich aber gleichzeitig so nachdrücklich in Warnungen vor einer zagen, un- ueftimmten Haltung den Polen gegenüber, baß man zur Ueberzeugung kannnt, auch er traue den Regierirngseruä- rungen nicht völlig. Ter nationalliberale Abgeordnete Glatzel machte der Regierung erregte Borwürse. Tas Entscheidende ist, daß sowohl die Konservativen wie die Nativ nallibcralcn davon überzeugt sind, es hätten sich sicherlich Fälle finben lassen, wo nach dem Sinn des Gesetzes die Enteignung hätie cingMcitct werden können. Es wird für nächste Zukunft nun sehr interessant sein, zu sehen, was die Regierung tun wird. Ter erste Enteignungsfall wird Reiche wahrscheinlich höchst lebhaft wieberhallen. — Tas Groftherzogliche Hoftheater in Darmstadt beendet, wie uns von dort geschrieben wird, soeben mit einem ziveimaligen Gastspiel der Wiener Altistin Eahier (19. unb 21. Mai) seine diesjährige Winlerspielzcit, die zwar mehr als die vorigen große, ernste Arbeit unb auch manchen künstlerischen Erfolg gebracht hat, jedoch finanziell, wie man hört, nicht allzu günstig abschlieften soll. Daran mag die große Konkurrenz der zahlreichen Konzertvereine schuld sein, die infolge ihrer festen Einnahmequellen und ihrer geringen Spesen imstande sind, bem Publikum erste Kräfte zu billigsten Preisen vorzuführen; doch ist es wohl auch die Folge der unsicheren Finanzgebarung des Hoftheaters, wo man den Begriff der werbenden Ausgaben nicht kennt oder doch nur selten sich zu der Ueberzeugung durcpzuringen vermag, baß man große Einnahmen auch nur durch große Opfer für Neuerwerbungen und Engagements erzielt. T-as „Wie" ber Vorstellungen trägt ja meist auch Dem verwohnten Geschmack Rechnung. Tas „Was" gibt in diesem Jahr weniger zu Ausstellungen Anlaß, indem die allzuleichte Muse etwas in den Hinter- gründ gedrängt wurde und mehrere gute und zugkräftige- Neuheiten erschienen. Von 86 reinen Opernabenden waren 23 Wagner gewidmet. Im Personal fanden nur Verhältnis mäßig geringfügige Veränderungen statt. Es kamen neu der Heldentenor Becker aus Mainz, der 2. Bariton Semper aus Weimar, die Primadonna von Su g h unb im Schauspiel die Ingen olieb-Naive Prevost, die indes bald wieder ausschie es verlassen uns der Tenor- buffo be Lecuwe (Wiesbaden, Die Soubrette Zeiller (München) und die Schauspieü;eroine Oster (Dresden^. Auch in bett zweiten Fächern sind einige Zu- und Abgänge Halfer Wilhelm in England. London, 19. Mai. D.is Kaiscrpaar besuchte heute n. a. das HcizogSpaar von Tevonfhire. Um 1 Ulyr jdibüMtt es beim Herzogpaar von Eonnaught. Jlad) ucui gestrigcu Tiner bei Lord Landsdowne fand ein Ball statt, oer z u Ehren der Prinzessin Viktoria, Luise ocianitallet wurde. Der Kaiser stattete heuic früh, nach- bent er den Vortrag des Gesandten v. Treutler cntgegcngenommcn hatte, eine Zieihe Abschiedsbesuche ab Die Kaiserin und dic Prinzessin bC|iid)iiit die Wallruc Sammlungen. Ter Lordmajor hat heute nachmittag dem deutschen Botschafter, in ber Botschaft int Namen der Mitglieder ber englisch-deutsch c n Freundschaftsgesellschaft ein bcionberö gebun- dcncS Buch übcrrei.at, das einen Ber lau über die Erosfnungs- verjainmlung ber Gesellschaft im Maniionlxtuse am erf'ten Mai cnlhalt und das ber Kaiser eulgegenzunehmen geruht hatte. Ju Ehren des Kaisers und der Malierin fand heute abend ein Festball int B uck ing Ham pa la st statt. Tem Brauch entsprechend, wurde der Tanz durch uil loniglicln Quadrille eröffnet, an ber der ;-i..iicr und die Kaiserin, sowie König Georg und Königin I'art) i.-ihmtmen. Alle Mitglieder her iuntglid)cii Familie wohnten dem Feste bei, ebenso ine Damen der Hof- gesellsel)afi, sowie iamckiche Bolichaner mit ihren WcmaWinncn Der wundervoll in Weitz und Gold gehaltene Ballsaal, von großen Kristalllandalabern glär.»ciiD erhellt, bot einen überaus prächtigen Anblick. Tie Malierin trug ein mattrotes Kleid, mit einem Goidmuster ourchwirlt, unb einen goldenen Gürtel, dazu große orieutaliiche Perlen und eilt Brillantbiadem in Perlen. T-ie Prinzessin Viktoria Luise trug ein Kleid auS Rosachiffon mit goldenen und silbernen Perlen bestickt und. einen schwarzsamtenen Gürtel. Ter M'aiici- b iiid'.-c nachmittags beit Herzog von Norfolk, die Kaiserin nahm den Tee bei der Prinzessin Christian. Ter König und die Königin fuhren heute nachmittag mit ihren hohen Gästrn, dem Kaiser, der Kaiserin imb der Prinzessin yiltoria Luise, fon-ie mit bem Prinzen von Wales unb der Prinzen in Marn in o ienem Wagen nach Kensington zu ben See* und Landkriegs spielen i n Olympia. 2lls die Maie- stäten in ber Hoslogc Plap nahmen, pr.ifeniierten die Soldaten. Tie vereinigten Mm'ns. rvs spielten die Nationalhymne unb das Publikum brach in stürmische Hochrufe aus, die sich wiederholten, als ber Kaiser die Ehrenwache besichtigte. Bald nachdem das Kaiiervaar und das Königspaar von den Kriegsspieien naai dem Palast zuruckgekchrt waren, trafen ber König Manuel und die Königin Amalie von Richmond ein unb verweilten einige Zeit im Palast. Auch die hessische Zweite Kammer bemüht sich, ihre Arbeiten zu fördern. Durch die Erörterung kleinerer Wünsche unb Beschwerden hat sich das HauS gestern zur Erledigung und Annahme einer bedeutsamen Regierungsvorlage durch gerungen. Rach einer zweitägigen Beratung wurde die Errichtung einer Brikettsabrik mit elektrischer Uebcrland- zentrale bei Wölfersheim einstimmig angenommen. Tie Meinungsverschiedenheiten drehten sich hauptsächlich darum, ob ber Staat selbst den Betrieb führen oder ob er ihn einer Gesellschaft übertragen solle. Indem man die Notwendig- reit einer kaufmä n n ische n Leitung betonte, einig . man sich, die Regierung zu ersuchen, ben Betrieb einer A in en- ober einer anderen Gesellschaft zu übertragen, wobei der Staat sich möglicherweise an dem Unternehmen beteiligen |oll. Soll bieic Form sich niair ermöglichen lassen, so luirb bic Regierung ersucht, „bei Errichtung der Brikettsabrii und der Ueberkandzentrale durch AnstelUing eines 2. tauf- männischen Direktors, sowie durch gctrciuue Buchführung unb Bllanz für die einzelnen Teile be^> Gesamtunternehmens eine größere Garantie für die Rentabilität der staatlichen Aufwenonngen zu schaffen". Ter Beschluß wird der Provinz Lberhessen hoffentlich zum Segen gereuten. nigt, das den Namen Ministerium deS groftherzoglichen Hauses, der Justiz und der auswärtigen Angelegenl-eiten führt. . 4 Der Lberfckmlrat wird aufgehoben: feine Zn- ständig leit geht an das Ministerium des Kultus unb Unter* richts über. Tic §§ 1 bis 3 dieser Verordnung treten am 1. Juni, der £ 1 am 1. £ hoher d Z. in Wirksamkeit. Der Gronherzog von Baden enthob ben Minister des groftherzoglichen Hauses und der auswärtigen Angelegenheiten, Freiherrn Btarschall v. B i e b e r st e i n, auf sein Ansuchen auf 1. Juni b Fs. seines Amtes unb versetzte ihn unter besonderer Anerkennung seiner langjährigen ausgezeichneten und irfolgreichen Äenste in den Ruhestano. ferner ernannte der Großherzog aus Anlaß der nuterin 19. Mai beschlossenen Aenderung in der Organisation ber Lberstaatsbehörden mit Wirkung vom 1. Zuni b. Zs. ben Staatsminister Tr. Frhr. o. Tusch unter Belassiing bes Präsidiums des Staatsministeriums 311m Minister des groß- herzoglichen Hauses, ber Justiz und bcS Ausioäriigcn und den Ministerialdirektor Geheimen Oberregierungsrat Dr. Boehm zum Minister des Unlerricksts und des Kultus. Ter Groftyerzog hat an den Minister Frhrn. Marschall, v. Bieberstein aus Anlaß seines UcbcrtrUts in den 9iuhe- stand eilt sehr herzliches Handschreiben gerichtet unter Verleihung des Grogkreuzes des Ordens Bertholds I. Der Minister weilt zurzeit in Lugano. Katastrophen das Leben lassen müssen. Tic tödlichen Unfälle ber anderen Flieger sind schon nicht mehr zu zählen: Zeppelin braucht nicht zu trauern. Unb er hat auch Vies mal ben Kops wieder hoch gehalten. Kann man sich in die Seele dieses Mannes hineinbenken? Lange Jahre seines Lebens bat er seinem Erfinderdrang gcwibmct. Nun ist das große Problem gelöst: Lustschi,fe können lenkbar fahren, und zwar mit außerordentlicher Geschwindigkeit. WaS braucht es für ben Erfinder mehr'? Er ist alt uno bat ben Traum seines Lebens verwirklicht gesehen. Z'ppelin, ber jahrelang unverdrossen vergeb.ich arbeitete uno Opfer aiiflucnbctc: er sollte schon in biefen zwei Jahren daran verzweifelt fein, sein Wert tociicr zu söroern? Seine Arbeit ist getan, und er dars stolz sich ihrer freuen. Wie cS schon so ost war, wird sichs aua) hier n-ieber zeigen: ein anderer wirb seine Arbeit vollenden. Tie kleinmütige Menschheit luirb sich gedulden müssen. Zn Wahrheit war s gar nicht die Düsjelborfcr Zerstörung, bic das Lamento und die dusteren Prophezeiungen beruorrief, sondern es war die lange aufgespcicherl' Enttäuschung, die sich Luft machte, darüber, baß ber gcwölmlichc Bürger noch immer an ber Erde kriechen müsse unb nicht auch einmal bic stolze Fahrt burd) die Lüste mad)cn könne. Es ist eine prachtvolle Lehre, die der alte Graf uns jetzt wieder gibt. Er ist fein Mann des Rausches unb der Sensation. Rom ist aud) nicht an einem Tage erbaut worden. Lasse man bic großen Luftzigarren einstweilen, scheinbar, erlöschen. Vielleicht kommt iijre Zeit boch noch. Tic Wnnber ber Lust aber werden doch täglich größer. Euler, der im Herbste 1903 in Frankfurt noch liaglidje Dörfliche machte, flog nm Donnerstag wie der Blitz von Darmstadt nach Heioclberg. Auf die Flugmaschine richten sick) bic Augen aller. Luttfahrvcreitve werben gegrunbet. Unb heute beginnt ber „Zuverlässigleitsflug am Oberrhein". Wenn wir ben rubmrcbigcu Franzosen zeigen könnten, das; sie uns beute [em großes Stück mehr voraus sind, dann wäre die Lust am Zeitalter der Luftsd)ifsahrt doch nicht vorbei! Viel lieber seh' id) das große Fliegeninsekt über mir dahinbrunimen als den Schrecken der Landstraße, bas Autolnobil, dahertosen, dessen Glanzzeit geschlvunben ist. Letzthin finb aus bem hessischen Parlament wieder einige Pfeile gegen cs abgeschwirrt, und es scheint alUnälflich in Mißkrebil zu kommen. Ein Grund mehr, daß sick) bic Fliegertechnik rasch vervollkommne. Die Parlamente leisten noch fleißig Arbeit. Tie mutlose Stimmung im Reichstag scheint einem lobenswerten Arbeitseifer gewichen zu sein. Uno, 0 seltene Ueberraschung, selbst bic Herren Genossen finb mit babei, bic Reichsvcr- fidicrung „unter Dach unb Fad)" zu bringen. Sie wollten bic Paragraphen bei ber Beratung znsamniengZaßt haben, und bic Rechte zollte biefem Wunsche Beifall. Beim tau- feubsten Paragraphen gab c5 Bravo-Rufc. DaS umfangreiche Bud) ber Unfallversicherung ist bereits crlcbigt. Sn,eiten als Schauspieler. Biel ist über Mimiery geschrieben worben, jene merk- foürbigc Fähigkeit ber Tiere, besonders der Insekten, ihre Aehnlichkeit mit einer anderen Tierart oder bem Milieu, in bem sie sich bejinben, bazu auszunutzen, um einem Feinde zu entgehen obi't eine Beute zu erhaschen. Ist das Wort Mimiern, bas eine possenhafte Nachahmung besonbers durch Gebürbcn bedeutet, schon mit bem Wesen bes Schauspielers verwandt, so kann man einen solchen Vergleich noch weiter ausdehnen und eine Reihe von Insekten roirflidi als geschickte Komödianten betrachten, die vovund mit den anderen Tieren ein bald grausiges, bald lustiges Schauspiel auf- sühren. Diese Kunst ber Verstellung unb ber Nachahmung, die konsequente Turdnüljrung einer bestimmten Rolle wirb besonders von manchen Sckfmettcrlingen unb Käfern ausgezeichnet burchgeführt, wie G. Roux in ber Revue auf Grund neuer Forschungen erläutert. Tic ihnen von der Natur gespendete Gabe der Sdfutzfärbung nutzen.manche Schmetterlinge so raffiniert aus, daß sie aud) das schärfste Auge täuschen. Da ist der S ch ö n i p i n n c r, ein Schmetterling, ber Indien und die trepi)dien Gegenden der alten Welt bewohnr. Er ist eins der schönsten, aber aud) der geschicktesten Lustwescn, die man kennt. Seine Flügel sind mit leuchtenden Flecken geschmückt, die sich von einem lebhaften Grund abheben. Er weiß wohl, daß Vogelschnäbel und Menschenhände ihn wegen dieses Schmuckes leicht fassen können. Deshalb wendet er einen Trick an, sobald er irgend welche Gefahr fürditet; er setzt sich auf ein trockenes Blatt unb schließt bie Flügel fest, so daß ihre leuchtenden Spuren nicht sichtöar sind und er vollständig mit der Vegetation zu einem verschmilzt. So bleibt er stundenlang ohne die geringste Bewcguna, ohne das; auch nur ein Zittern seines Rüssels ober feiner Keinen Fühlhörner ihn verrät.. Er hört das geringste (Jeräu)d) in seiner Umgebung und stellt sich tot, da er fia) bann sicher weiß. Ist bie Gefahr vorüber, bann wagt er es, einen anderen Schutzvrt zu suchen, aber auch dabei ist er höchst vorsichtig. Er laßt sich zunächst wie ein trockenes Blatt zur Erde fallen unb bleibt fo einige Minuten unbeweglich ober überläßt sich bem Wind, der ihn einige Schritt weit fortlrägt. Er führt seine Rolle so glänzend durch, daß es äußerst schwer ist, ihn zu fangen. Tie „Gottesanbeterin", die man für ein harmloses Geschöpf halten möchte, wenn man ihre fromme Geste sieht, der fic auch ihren Namen verdankt, ist ebenfalls höchst aejchickt, sich im Laub zu verbergen, wo sie auf unkluge Mücken lauert. Wenn sie sich auf einer grünen ober gelblichen Pflanze nicbcrläßt, bereu Farbe mit der ihren ganz genau überein stimmt, bann sucht sie sich extra eine recht jonnige Stelle aus, weil bas Helle Licht bie Zllusion nur noch verstärkt. Sie fühlt sich vollkommen sia)cr, baß sie nicht bemerkt wird, unb führt ihren Part so vortresf- lica durch, daß sie ohne die geringste Bewegung ihre Beute zu packen und bann in Ruhe zu verzehren weis. Unter ben Insekten, die man als „Kopisten" bezeichnet, weil sie ein anderes Tier trefflich nachzuahmen verstehen, befinden sich Meister der Verstellung. Ta ijt ein Schmetterling, der Ä t I a s s p i n n e r, der sich damit zerstreut, die Naja zu kopieren, jene giftige Schlange, deren Biß den Tod unabwendbar nach fich zieht. Das Insekt hat gar keine Äehn- lichlcit mit dem Reptil, aber als trefflicher Komödiant weiß cs den Eiridruck der Schlange, der bei den anderen Tieren so furchtbares Entsetzen erregt, vorzüglich zu treffen. Zn einem Laubbusch versteckt läßt es die Spitzen seiner Flügel hervorragen, die künfllich so gestellt sind, daß man den Kopf einer Klapperschlange zu sehen glaubt Tie Feinde des Schmetterlings wagen dann nicht, feine Ruhe zu stören, denn sie glauben wirklich den Kopf des giftigen Reptils zu sehen. Ein Schmetterling Brasiliens weiß sick) dadurch in Furcht zu setzen, daß er die Gestalt eines Schleiereulenkopfes annimmt. Ten Vögeln und Reptilien, die ihm nachjagen, scheint dann plötzlich ans dem Laub der Kopf des Nachtvogels entgegen zu drohen. Tiefe Wirkung bringt das Tier durch eine geschickte Stellung seiner Flügel zu dem Laub hervor. Schmetterlinge aber sind nicht die einzigen, die solche Kornöoiantcncricts anvenben. Nr. 118 Erstes Blatt M. Jahrgang Samstag, 20. mal M MM mtofcoitor )l si WlvnVllvl 4liwlUvk , sprech-Anschluss JL ■ Q*9 Verantwortlich für den •ir die Redaktion 112, __ politischen Teil: Anaust General-Anzeiger für Oberhessen 8SK- Kotationsftrud unb Verlag ber vrühl'schen Univ.-Such, «Nb Sieinbradtrei B. tätige. Rcöcttion, «rpebition unb Druckerei: Stbulftrafie 7. S.v'-b;"tür d-n i? vormittag 9 Uhr. vüdlngen: Fernsprecher Nr. 50 Geschäftsstelle Vahnhofstrahe lös. Anzeigenteil: H. Beck. Der Kronprinz in Petersburg. Petersburg, 19. Mai. Dev Kronprinz gab gestern, bei dem kranken Münster des Aeußern S s a s o n o w seine Karte und einen Blumenstrauß ab.________________________________________ Schwindelmeldungen aus Marokko. Die gestrige Pariser Meldung, Alt-Fez sei in die Hande der Aufständischen geraten, beruht, wie so vieles andere, was die französischen Nachrichten verbreiten, auf purem Schwindel. Dabei scheint man in Paris diese Falschmeldungen amtlich zu fördern. Paris, 19. Akai. Bezüglich des vom „Echo de Paris" gebrachten Gerüchts, wonach Fez-Bali in die Hände der aufrührerischen Stämme gefallen sei, ist bisher keinerlei Bestätigung eingetroffen. Das „Journal de D4bats" warnt das Publikum davor, sich durch derartige Nachrichten aufregen zu lassen. Es l)ande'.e sich nm eine Prcßkampagne durch welche die Regierung unter dem Druck der öffentlichen Meinung gezwungen werden soll, über die Schranken hinauszugchen, die sie sich vorgczeichnet habe. Auch die aus Anlaß der Ucber- rumpclnng bei Debdu von verschiedenen Blättern aufgestellte Behauptung, daß die französischen Truppen auf Grund der französisch-marokkanischen Vertrüge das Recht hätten, zur Verfolgung der Anführer den Mulujafluß zu überschreiten, sei unrichtig. In dem Vertrag von Lalla-Marnia werde ausdrücklich erklärt, das; diese Rechte erst für das Gebiet im Süden, das noch nicht genau bestimmte Grenzen habe, bestehen. Angesichts der offenkundigen Bemühungen eines Teiles der Presse, auf die Regierung einen Zwang auszuüben, sei diese Feststellung notwendig. Die „Liberte" meldet: Der Kriegsminüter habe infolge der Ueberrumpelung von Debdu dem General Toutse telegraphisch ausgctragen, alle für die Sicherheit seiner Truppen notwendigen Maßnahmen zu treffen, doch sei das Verbot, den Mulujafluß zu überschreiten, noch immer nicht aufgehoben worden unter dem Vorwande, daß die Angreifer zum größten Teile den Bergstämmen des rechten Mulujaflusses angchören. Deutscbes NcZcb. Die o st preußische Landgesellschaft erwarb ein 138 Morgen großes Gut in der Nähe von Königsberg zu Aufteilungs- zwccän.________ Anstand. Aus Madrid wird gemeldet: Der mit der Fassung,eines Gesetzes über den obligatorischen Militär dien st betraute Ausschuß Hai einen Entwurf betr. Errichtung eines Fr ei- willigen-Kolonialkorps genehmigt, worin die Anwerbung von Ausländern für Nord-Asrika und Spanisch-Guinea für zulässig erklärt wird. Aus Stadt und Land. Gießen, 20. Mai 1911. Gießen als Fremdenstadt. Man schreibt uns: Wer des Sonntags den Strom der Leute beobachtet, die nach der Bahn und den verschiedenen Außenorten zust-euern, wird sich wohl die Frage vorlegen, ob ein gleicher Zuzug von auswärts auch hierher stattfindet. Man kann mit gutem Gewissen diese Frage verneinen. Es mag ja sein, daß es viele nach der Natur drängt, nachdem man eine Woche lang in der Stadt gewesen, aber man darf die nationalökonomische Seite dieser Tatsache nicht unberücksichtigt lassen und sich nicht auf einen einseitigen Standpunkt stellen, der die Interessen des Fernerstehenden außer Acht läßt. Allen Respekt vor dem patriarchalischen Festhalten der Gießener Bevölkerung an liebgewordenen Ausflugsorten, sollte man doch bedenken, daß bei einer zunehmenden Bevölkerung auch viel fremde Einwohner in eine emporblühende Stadt zu wohnen kommen, die den Zauber und die Jdytlik nicht mit der gleichen Hingabe empfinden wie der Einheimische. Man darf nicht außer Acht lassen, daß durch die Universität, durch die zunehmende Industrie, Herren und Damen aus allen Teilen Deutschlands hier ansässig werden, die durch ihren Beruf weit herumkamen und die hier ohne Zweifel manche Zerstreuung, die ihnen früher geboten, vermissen. Töricht wäre es, diese Art von Zerstreuung auf das Konto Vergnügungssucht zu setzen, aber das moderne Leben mit seiner intensiven Arbeit verlangt eben nach einer Ablenkung, und hierin ist leider hier noch mancherlei nachzuholen. Nicht allein, daß man den Einheimischen mehr für seine Vaterstadt interessieren muß, man sollte unter allen Umständen bemüht sein, Fremde hierherzulocken, um in dem Wettkampf der Städte kon- lürrenzfäbig zu bleiben; denn vielleicht ist die Gleichförmigkeit des Lebens hier mehr, als man auszusprechen wagt, mit ein Grund, einen Schatten auf eine Stadt zu werfen, die doch gerade in jetziger Zeit, in der der Plan einer neu zu gründenden Universität in Frankfurt a. M. der Verwirt- ttchuug näherrückt, alles aufbieten müßte, gerechten Wünschen eines hier ansässigen Fremdenpublikums entgegenzukommen. Auch wenn man sich einen zahlenmäßigen Gewinn für den Augenblick nicht ausrechnen kann, sollte man alles daran setzen, den geplanten Saal bau fertigzustellen, in dem Sonntags Konzerte stattfänden, man müßte weiter besorgt sein, den ganz einzigartig schönen Botani- zu verzeichnen. Neben mehreren Engagementsgastspielen fanden auch mehrere Ehrengastspiele statt, von denen die von Fritz Feinhals und Frau Eahier an erster Stelle rangieren. Gut gefielen auch der Wiesbadener Bassist Braun und die Frankfurter dramatische Sängerin Doenges bei mehreren Aushilfsgastspielen. — Die Residenz Schwerin, die Hauptstadt des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin, kann in diesem Jahre auf ihr 750 jähriges Bestehen zurückblicken. Sie wurde 1161 von dem Herzog Heinrich dem Löwen von Braunschweig als deutsche Stadt und Mittelpunkt der christlichen Mission unter den heidnischen Wenden gegründet und zwar an der Stelle der wendischen Burg Zuarin, die der Wendenfürst Niklot beim Herannahen des Löwenherzogs den Flammen übergeben hatte. Niklot, ein trotziger Mann und starrer Heide, fiel im Kampfe gegen seinen Gegner, sein Sohn Pribislav schloß Frieden und erhielt dadurch und durch seinen Uebertritt zum Christentum seinem Geschlechte Land und Herrschaft. Der jetzige Großherzog Friedrich Franz IV. von Mecklenburg ist denn auch noch ein Sproß der Niklot-Dynastie und zwar der Vertreter ihrer 25. Geschlechtssolye, also auch ein Jubiläumssürst. Noch eigenartiger fügte es sich, daß seine junge Gemahlin Alexandra als geborene Prinzessin von Braunschweig-Lüneburg eine direkte Nachkommin Heinrichs des Löwen ist. Schwerin wird den Tag seines dreivierteltausendjährigen Bestehens festlich begehen. Das eigentliche Jubelfest, welches u. a. ein altmecklenburgisches Tanzfest im Freien, Reuterfestspiele, eine große Serenade und Illumination, Fackelzug und Kommers auf den Markt bringen wird, findet vom 7. bis 9. Juli statt. Auch eine große Mecklenburgische Landesgewerbeausstellung soll in Schwerin abgehalten werden, verbunden mit den Fliegerveranftaltungen des deutschen Rundstugs usw. Moskau, 19. Mai. Der Direktor des Instituts Pasteur Metschnikoff ist mit seinen Assistenten Bournier, Salinbell und Dymathua hier eingetrofsen. Die Herren begeben sich in das Gouvernement Astrachan, um die Tuberkulose und die Pelt zu studieren und sich der russischen .Expedition anzuschließen. schen Garten einem größeren Publikum zu erschließen, ev. durch Veranstaltung einer Feier bei Gelegenheit des Universitätsfestes, Erweiterung des Museums für Oberhessische Trachten, Abhaltung eines Verkehrstages usw., damit man den Fremden, der während des Sommers hier weilt, nicht bis auf die Kerb in Watzenborn-Steinberg vertrösten muß. G. W. * ** Tageskalender. Kinematograph: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. * •• Technisches OberprüsnngSamt. Der Groß- Herzog hat den Ministerialrat Tr. Hermann Kratz zu Darmstadt zum Mitglieds des Großh. Techn. Oberprüsungs- amtcs ernannt. "* 91 u 5 de in Militärwochenblatt. Der Unter* apotheker des Beurlaubtenstandcs Welker (Gießen) wurde zum Oberapotheker befördert. ** (Ernannt. An Stelle des zum Kriminalwachtmeister beförderten Kriminalschutzmanns Zink wurde Schutzmann Stock zum Kriminalschutzmann ernannt. Stock war bereits 2 Jahre im Kriminaldienst tätig. • • Erledigt ist die Stelle des Bezirks-Steuer* aufsehcrs zu Ober-Ingelheim. • • Brotausschlag. Infolge des gestiegenen Preises für Roggenmehl, das kürzlich um 5 Mk. für den Zentner aufschlug, sahen sich die hiesigen Bäckermeister veranlaßt, den Preis für Roggenbrot um 4 Pfennig für den Vierpfund- Laib zu erhöhen. Daß ein hiesiger Bäckermeister sein Brot nach einem auswärtigen Orte zu einem billigeren Preis verkauft, ist auf einen Konkurrenzkampf zwischen ihm und einem dortigen Meister zurückzusühren. • • Abzeichen für Lokomotivführer. In der 2. Hauptversammlung des Verbandes der preußischen und hessischen Lokomotivführer, die dieser Tage in Berlin tagte, wurde mitgeteilt, daß den Lokomotivführern die Achselstücke der Bahnmeister und Assistenten verliehen wurden. Hierüber, sowie über die Zuteilung der Lokomotivführer zu den mittleren Beamten, die im Januar erfolgte, sind die beteiligten Beamten sehr befriedigt. ** Jubelfeier des Gabelsberger-Stenograp h e n - V e r e i n und Verbandsfest des Hes- 1 isch-Nassauischen Verbands Gabelsberger- s ch e r Stenographen. Das endgültige Programm für das am 1., 2. und 3. Juli hier stattfindende Stenographen- fesr ist nunmehr festgelegt. Die Beteiligung verspricht weit größer zu werden, als in den Vorjahren; denn schon jetzt liegen von den Vereinen südlich des Maines so viele Meldungen vor, daß ein Sonderzug von Frankfurt aus gesichert ist. Geh. Justizrat Pros. Dr. Biermann, Rektor der Landesuniversität, Provinzialdirekror Dr. Usinger, Oberst von Trotta, genannt von Treyden, Landgerichtsdirektor Dr. Güngericy, Oberbürgermeister Mecum und Geh. Kommerzienrat Heichelheim, Vorsitzender der Handelskammer, haben sich bereit erklärt, in den Ehrenausschuß einzutreten. Der Festausschuß wird in den nächsten Tagen gebildet. Eine Reihe von Ehrenpreisen ist bereits gestifret, u. a. von der Universität, dem Provinzialausschuß, dem Kreisausschuß, der Stadt Gießen und hiesigen Firmen und Privaten. Die Jubelfeier des Gabelsberger-Stenographen- Verein findet am Sonntag abend statt und wird verschönt werden durch die Mitwirkung des Bauerschen Gesangvereins. Im Hinblick auf die bevorstehende Jubelfeier sind in der letzten Hauptversammlung des Vereins folgende Herren, die seit langen Jahren dem Verein angehören und sich um ihn hervorragend verdient gemacht haben, zu Ehrenmitgliedern ernannt worden: Geh. Kommerzienrat Heichelheim, der dem Verein schon seit 1862 als Mitglied angehört, Fabrikant Alfr. Bock, Renrner Wilh. Ferber, der einzige neben Herrn Direktor Otto Bergen noch lebende Mitgründer, Direktor Friedr. May, Kanzleirat Eduard Schiffnie und Prokurist Theodor Vaubel. ** Verein ehemaliger 116 er. Man schreibt uns: Vielfach war dem Gedanken Ausdruck gegeben worden, daß ein Be° bürfni» dafür bestehe, die ehemaligen Angehörigen des Kaiser- Wilhclm-Regiments zu einem Verein zusammenzuschließen, um einmal die alten Traditionen des Regiments auch im Zivilleben hoch zu halten und gute Kameradschaft zu pflegen, dann aber auch imt eine würdige Beteiligung der in Gießen wohnenden ehemaligen 116 er an der Feier des hundertjährigen Bestehens unseres Regimentes, die im Jahre 1913 in größerem Rahmen stattfinden soll, vorzubereiren. Nachdem vor einigen Tagen ein entsprechender Ausruf in einem engeren Kreise alter Regunentskameraden in Umlauf gesetzt worden war und sich 41 ehemalige 116 er bereit erklärt hatten, dem Verein .beizutreten, tagte am 17. Mai int (Safe Ebel die Gründungsversammlung, in der 21 Unterzeichner des Rundschreibens erschienen waren. Unter Zustimmung aller Anwesenden wurde die Gründung des Vereins beschlossen und dem neuen Verein der Name „Verein ehemaliger 116 er (Kaiser-Wilhelm-Regiment) in Gießen" gegeben. Man wählte vorläufig einen Vorstand, der beauftragt wurde, die Satzungen zu entwerfen und die notwendigen Vorarbeiten für die demnächstige Mitgliederversammlung zu crlebtgen. Beschlossen wurde auch, alle Kameraden, die ihre aktive Dienstzeit im hiesigen Regiment abgeleistet haben, öffentlich und, wwett ihre Adressen bekannt sind, auch durch besonderes Anichreiben aufzufordern, dem neugegründeten Verein als Mngltec^r betzutreten, unter dem Hinweis, daß die, die sich melden, tein Eintrittsgeld zu zahlen brauchen. Anmeldungen nimmt der -. Vorsitzende, Ober-Telegraphenassistent Reitz, Lichcr -Straße 35, entgegen. Mit einem kräftigen Hurra auf das fernere wachsen, Bllihen und Gedeihen des neuen Vereins, schloß der 1. Vorsitzende die Gründungsversammlung, die namentlich von den älteren Jahrgängen gut besucht war. Die freudige Zustiimnung, die dem jungen Verein schon jetzt aus allen Teilen der Bürgerschaft entgegengebracht worden ist, läßt für seine zukünftige Entwicklung das beste hoffen. , _ , .. * * Silberne Hochzeit feiern morgen -Schneider Jakob N o l t e und Ehefrau. ** Ein Bahnunfall ereignete sich gestern nachmittag 2i/2 Uhr bei der Dampsziegelei Gail auf der Strecke Gießen—Gelnhausen. Die Wagen, die für die Verladestelle des Bergwerks bestimmt waren, kamen in das Gleis des Gailschen Werkes. Hier waren Arbeiter mit dem Beladen mehrerer Güterwagen beschäftigt. Sie bemerkten rechtzeitig die rasch heranroltenden Leerwagen und flüchteten. Es erfolgte ein Zusammenstoß, wobei mehrere Wagen beschädigt wurden.. * * Einbruch. In ein kaufmännisches Kontor in der Nord-Anlage wurde in vergangener Nacht eingebrochen. Große Beute machte indes der Dieb nicht. * * Einschleichdieb. In der Nacht vom 18. auf 19. l. Mts. wurden die Backsteinmacher, die an der Wiß- marer Straße in einem Unterkunftsraum in der Grube schliefen, durch ein Geräusch geweckt; sie bemerkten, daß ein Mann in gebückter Haltung durch die unverschlossen gewesene Türe verschwand. Morgens entdeckte man bann, daß aus einem Koffer etwa 100 Mark gestohlen waren. In einer benachbarten Grube war der Dieb ebenfalls in den Schlafraum eingeschlichen und hatte ein Portemonnaie mit 3 Mark gestohlen. Landkreis Gießen. = Leihgestern, 19. Mai. Aus Anlaß be5 von dem Gesangverein Eintracht" in Verbindung mit dem 50jihrigen Jubiläum zu Pfingsten d. I. zu veranstaltenden großen naiwnaten Gesangswettstreit wird zurzeit in der Gemeinde überall gerüstet. Nicht allein, daß die einzelnen Ausschüsse rege an der Arbeit sind, auch die Bürgerschaft will das ihre tun, den auswärtigen Gästen einen würdigen Empfang zu bereiten, denn auün: einer stattlichen Anzahl von Gebäuden, die bereits neu renoviert sind, sieht man noch viele solcher in Arbeit. Von Frankfurt a. M. wird am 2. Pfingstfeiertag ein Sonderzug eingelegt, mit dem 500 Sänger hier eintreffen werden. Am 1. Pfingstfeiertag findet abends eine Vorfeier zur Ehrung der dem Vereine noch angehörigen drei Gründer statt. Es sind dies die Herren Johs. Jung, Wilb Laux und Georg Schmidt. Das Wettsingen, an dem 20 Vereine teilnehmen, beginnt am 2. Pfingstfeiertag vormittags 9 Uhr. Tie Zuhörer werden hierbei ganz besonders auf ihre Kosten kommen, da alle Vereine in der geräumigen Festhalle singen. Als Festmusik ist die Kapelle des Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm" gewonnen. — Großen-Linden, 20. Mai. Ter Kaninchen- nnd Geflügel-Z nchtverein hält am Sonntag, 21. Mai, eine Lokal-AuSstellung, verbunden mit Tanz, Konzert und Preisschießen in dem Lokal des Gastwirts H.Fischer ab. Zur Bewertung der Tiere ist Herr Steinbrecher von Darmstadt der 1. Vorsitzende des hessischen Landesverbandes, gewonnen worden. ch. Eber stad t, 19. Mai. Anläßlich der gestrigen Bürgerrnei st erwähl veranstaltete abends der Gesangverein „Lieberkranz" einen Fackelzua unb erfreute Bürgermeister Görlach burch Vortrag zweier'hübscher Lieber. Die Glückwünsche ber Sänger brachte ber Vereinspräsident Heinrich Görlach X. burch kernige Worte zum Ausdruck. Bürgermeister Görlach bankte für bie dargebrachten Glückwünsche unb bie erwiesene Aufmerksamkeit. Bemerkenswert ist, baß ber Gewählte biesmal etwa boppelt soviel Stimmen erhielt als vor neun Jahren. Kreis Büdingen. -l- Bübingen, 18. Mai. Die Hauptversammlung bes lanbw. Bezirksvereins Bübingen finbet am 27. Mai im Saale bes Fürftenhoss statt. Oekonomierat Leithiger-Alsfelb wirb über bie Mittel unb Wege zur Steigerung bes Futterbaues unb ber Viehzucht, Anlage von Viehweiben unb Melioration von Hutweideu sprechen. — Die Gras Nutzung en an ben Kreisstraßen im Straßen« meisterbezirk Bübingen werden am 24. Mai unb bie im Dtraßenmeisterbezirt Echzell am 22. unb 23. Mai versteigert. — Wie bas Fürstliche Forstamt bekannt macht, ist bas Baben im Tiergartenweiher bis auf weiteres an jedem Wochentage bis 4 Uhr nachmittags erlaubt; von 4 Uhr ab und Sonntags ist es verboten. — Am Sonntag, 21. b. Mts., kommt bie zweite Abteilung bes Eisenbahnervereins Offenbach (einschl. Familienangehörige 400 Personen) mit Sonberzug hier an: bas Standquartier ist im Valentinschen Saale, von wo aus bie Stabt unb beccn Umgebung besucht wirb. — Am Himmelfahrtstag totrb ber Taunusklub zu Frankfurt a .M. Bübingen besuchen und mit dem Zweigverein Büdingen des Vogelsberger Höheuklubs im Fürstenhof gemütliches Zusammensein halten. -l- Aus dem Kreise Büdingen, 18. Mai. Die letzten Tage mit ihrer Abwechselung von Sonnenschein und Regen haben das Wachstum der Kulturpflanzen außerordentlich gefördert. Die mit Winterfrucht bestellten Felder zeigen zwar sog. „Placken", kahle Stellen, aber das hier fehlende wird ausgeglichen durch den prächtigen Wuchs der Umgebung. Auch die Sommerfrucht hat sich schön entwickelt. In besonders begünstigten Lagen beginnt man mit dem .Häufeln der Dickwurzeln, die Gemüseanlagen liefern bereits reichen Ertrag an Frühgemüse und versprechen im übrigen eine gute Ernte. Die Aepselblüte ist gut ver- laufen, bie gefürchteten Eisheiligen haben biesmal von einem Besuche Llbstaub genommen. Reichen Fruchtansatz zeigen bie Birnen, besonders bas Spalierobst, bie Mra- vellen, Zwetschen unb sonstiges Steinobst. Auch in den höheren, bem Vogelsberg benachbarten Gebieten sind bie Aussichten günstig. Der Graswqchs ist gut entwickelt unb' hat einen anhaltenben Tiefstanb bes Heupreises zur Folge. — Die kurze Pause zwischen ben Felbbestellungsardeiten unb ber Heuernte benutzen unsere Lanbwirte zum Einfahren ihres Bebarfs an Winterholz. Die holz armen Gebiete ber Wetterau, besonbers des Nibdertales, werben aus ben reichen Bestäuben bes Bübinger Waldes mit Brenn- und Bauholz versehen; in den letzten Tagen bewegten sich hunderte schwer beladener Wagen auf ben Landstraßen. Die' Holzpreise sind an der Erzeugungsstelle an sich niedrig, wenn auch im Vergleich zu früheren Jahren etwas höher, aber die Kosten des oft bis 20 und mehr Kilometer weiten Straßentransportes verteuern das in den meisten bäuerlichen Haushaltungen ausschließlich in Betracht kommende Brennholz außerordentlich. Es gibt Landleute, die morgens nach 3 Uhr anspaunen müssen, wenn sie mit ihrer Holz? ladung am Abend daheim sein wollen. — Nidda, 18. Mai. Der Ortsvorstaud von Nidda beabsichtigt, mit dem voraussichtlich am 4. September dss. Js. slattfindendeu Herbstmarkte eine Verlosung von Vieh, landwirtschaftlichen Geräten und sonstigen GebrauchZgegenständen zu verbinden. Das Miniitecium des Innern hat die nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter der Bedingung erteilt, daß bi5 ju 8000 Lose, zu 0,50 Mk. baS Stück, ausgegeben werden dürfen und mindestens 60 Proz. des BruttoerlöseS auS dem Verkaufe der Lose zum Ankauf von Gewinngegensländen zu verwenden sind. Zugleich wurde der Vertrieb der Lose in Oberhessen gestattet. Kreis Alsfeld. Q Ruppertenrod, 19. Mai. Gestern abend gab hier im Gasthaus „Zinn Löwen* die Mil itär-Mustk- schule auS Friedberg ein Konzert. In Anbetracht der ländlichen Verhältnisse an einem Werktage war das Konzert gut besucht. Die Leistungen der jugendlichen Kapelle verdienen uneingeschränktes Lob. Die Vorträge waren so, daß man es vergessen konnte, daß Schüler die Konzertgeber waren. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 19. Mai. Der Schloßga rten war seit Jahrzehnten für die Bewohner Friedbergs anfangs täglich, später zweimal in der Woche geöffnet. Großen Gebrauch machten hiervon die Friedberger selber und bie Knr- fremden von Nauheim. Zurzeit sind alle Anlagen in schönstem Zustande, aber der Garten darf eben nicht mehr betreten werden. Die neu angelegten Burgberganlagen hat bie stabt nut Unterstützung des hiesigen Verschönerungsperems anlegen lassen. Le"ö( im- - Zister Ult ®. her fernem ckstben. MM aji Pciva m 0 \irte nao z-lberstra U % ijDiJ W Aminen Die ßiii geno Buscha'! Giebr hiblikuni ist bet Ei l'ö daß dei ttgtiwmni $ der 1 Wngsur straß Alenbach w.W IdjtOTfiwth ielle an jelle versi []9 gingen in weist gern da an de tntlianber hf gen b. B se ftiti fittun Keglingi ritten t chluß 3' Megesatz der Hein des Bez decken. ‘ vermöge' 11028.5 die Au mann-l Deuh'ck fotzend, weitere 1'23. Mai sicher, btm ’4rei§ Mt fi -lussiihri fuhrung Hessen n ■ 7 $ Immen fc beim 28. des tioi noch die Mische find. 3 Tacksch geben to wort sü enlschiet dr drei Tc scher Unter wurde roten, schnitt, men n feit bo Weinge ungerei Sesp en ttl Aund d otllUMS Idwitlidji Samstag Kn-1> äerhn E Geschäfts! jfWeni Mrung. bös ©eiet » n; &w tnitn Sch , Wft $e. S 0. bck Mrzt u . w. Jüni Kn $ rechtzeitig zu alarmieren. günstig. Ein neuer Triumph EulerS. 1 erstickt wurde. üsselsheim -lii OPEL“ L j Amtlicher Wetterbericht. Deff entliehe Wetterdienststelle Gießen. Verlaut der Witterung leit gestern früh: Das nordwestliche Hochdruckgebiet lagert unverändert über dem Meere und ruft in qaiu Europa kalte Nordwinde bervor. Da gleichzeiltg tiefer Truck über Südostcurova sich vorsindet, ist die Lultbemeguna eine leb- halte. Strichweise fiel Regen. Bei der Beständigkeit dieser Truck- verteiluuq wird nur lauglain eine Wiedererwürmung ftattftndeu. WelterauSstchteu in veilen am Sonntag dem 21 Mai 1911: Zeitweile beiter, irischer Nordost, lebr kübl. "tag. 81. x. Tanz. Rcnuü ascherab. an Totmiia^ )e5/ geivcir.i Jtt ßejtri^e s der GesaL und eifitiä Mlhn Siebe rcinjprdjibft ium äusbiti »rächten (bL5 >emerlenswer. 'viel Stimme ' Man M verlange Preisliste/j AntonTbü-^rtreterT^ ilh. Hamel. Uiet»sen. Blelchatra»»© FUr Fahrräder. Adam Kircher, liessen, Blelchstraeee. Darms'ätlUr Möbel weltberühmt dorch ihre Formen- schönbeit, Solidität nnd ihren billigen Preis liefert Ihnen vollständig frei ins Haus unter Garantie De/J von 10 Jahren das —, Bad-Nauheim, 19. Mai. Bi« zum 18. Mai sind 6591 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 4798 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 18. Mai ---- 52 164 abgegeben. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 1V.Mai. Ein hessischer Schneider- TAPETEN! aeo ’ •i M£XUJBEJITZERn25^RABATT Sport. Schandau, 19 Mai. Um 1,35 Uhr landete bo4 erste der 33 heute früh in Außig abgcsahrenen Boote der deut' m- österreickischen Motorbootfahrt. An der festlich geschmückten Landungsbrücke begrüßte Dürgermeister Borgt und eine Abordnung de" Stadtra'e? die ^hrttcif nehmet Um 2.45 Uhr waren sämtliche Boote gelandet. Abends findet im Kurhaus ein von der SlabtDcrtrehinq gegeben-; Festmahl statt. Morgen vormittag eriolgt die Abfahrt nach Ttnur der in einem Schreiben an seinen Rechtsbeistand dahtt^ daß er erklärte, von jeder weiteren strafrechtlichen Bcr- folgnng jeiner Frau abzuscben. lieber die Schwei; sind in den letzten Tagen große Mengen Regen niedergegangen, bie die ivluife zum Steigen brachten und stellenweise Neberschwennnungen verursachten. Die Blätter melden aus Venedig: Au einem Projekt einer unterirdischen Verbindung ho n Venedig nach dem Lido wird ernstlich gearbeitet ,,z onf«"?’ & .9 W»e" bi=" US'"! zk" V6 Verlangen Sie franko geren franko i Tapete von 14- 45Pfennig Katalog n Tapete ror. Ka- .l. -III Ta; eto von 5-ÄOPf-nr 1g Ringfreic Tapeten-industrle C.Kupech, Frankfurt a.M.0. Alt» Gaste >r. 14. meister- und DenosienlchastStag finbet vom 1—4. Juli hier statt. Damit soll eine Fachausstellung von Lneugnissen der Meister und Lehrlingen veranstaltet werden, auch ist eine allgemeine Fabrikanten- und Lieferanten-Ausstellung vorgesehen. Zu der Tagung ist eine umfangreiche Tagesordnung vorgesehen, darunter die Bekämpfung der Tuchversandgeschästt ort Private, daS LehrlingSwelen nfro. m Offenbach o. M, 19. Mai. Ein Großl'euer entstand heute nachmittag nach drei Uhr in dem Hintergebäude des Hauses Gerberstraste Nr. 36, das dem Landwirt und Fuhrunternehmer Job Ga. Karl gehört. Da- Feuer war in der Scheuer zum Ausbruch gekommen und hatte an den Stroh- und Heuvorräten so viel Nahrung gesunden, daß da» ganze Gebäude alsbald m bellen Flammen stand. Tie Feuerwehr rückte mit dem Automobillchcknug au' Tie Löschung wurde mit zwei Schlauchleitungen in An- flrih genommen, so daß die eine Stallung wenig in Mitleidenschaft gezogen wurde. Den Bemühungen der Feuerwehr ist es zu verdanken, daß daS Wohnhaus bis aus eine Beschädigung bei Giebels von dem Feuer verschont blieb. Tas hilfsbereite Publikum hatte zwar btc Wohnungen auSräumen Helsen, doch in der Eile vergessen, die Feuerwehr rechtzeitig zu alarmieren, so daß der Brand bei dem Eintreffen schon große Ausdehnung angenommen hatte. Die Feuerwehr hatte zwei Stunden zu tun, bis der Brand auf seinen 6erb beschränkt wurde. Die Ent- slehungsursache ist unbekannt, der Brandschaden durch Versicherung tun, bei cn, her- ’ neii rcr.; !ran^tt ; ’ legt, ». v • 3wt], n.. Fö.^ 9 v? esthollk pjJ? Vcrmifcbte». • Die neuesten Schuhmoden. Die engen, kurzen Röcke der neuesten Mode, die durch einen veriuhrerischen schlitz Die Strümpfe sehen laßen, verleihen der Fußbekleidung der modernen Tome besondere ißictiliflteil. Tie Panier uftnien haben daher den größten Wert darauf gelegt, möglichst elegantes Lchuhwerk aus den 'JJiodt zu bringen. Die Formen zwar, die zum Promeuaden- koslüm getragen werden, sind ziemlich kurz und schwer, mit grauen oder braunen Spitzen, an der Leite mit flachen Knöpfen versehen, I «n. tz.hr Beliebt sind Schuh, m P-rt-u- üiderei oder in gewöhnlicher Stickerei, die mit Leder oder «am verarbeitet wird T,e Farve des Lchuhwerks ihub zu dem Kolorit lt)cr Toilette in Harmonie oder in einem pikanten Gegeniaye nehen. [ Schwarze Lederschuhe mit weißen ober roten Adsage.i und Lpigen werden gern zu hellen Kostümen getragen, aber |ie werden roajt- Idieuüid) halb zu allgemein beliebt sein, um noch di« verwohnte Modedmne zu vesriedigen. Tie Seidenschuhe fugen srch m ihrer Forve meistens der Harmonie Der -unlette em. Zu einem duickel- blauen Setdenkostum trägt man Lchuhe^oon demselben eton unb derselben Farve, Die mit mattgoldenen Schnallen geschmückt sind, tnu Hoiniin m Genie und Schwarz wird durch cerisewrvene Leiden- nrümp'e ergänzt und durch ,chwarz>veiße Lchuhe, Deren schnallen uü"Edelsteinen besetzt sind. Ter grogteLuxus wird in e t r um Pien att4 f.mil« Outd)biod)Eu« ilCb.t: d-lt.h.tt. $t«ie feinen larten weivebe, Die sich iuie ein Duftiger Schleier um den Fug "egen, haben etwa auf schwarzem üiruiiD jutniltationen von weißer Ghamillyipltze. Zur großen Toüeue werden goldene und ! fUberne Schuhe mit gold- und siloergewirtten Ltrumpfen getragen I vic mit (Soldspitze inkrustiert sind. Weiße Lpitzenschuhe werden iiiit buntfarbigen Perlen bestickt oder mit hellen 5tiergtn|iaUen | Kleine Lagrrchronik. Der ReichSbantpräsident v. Haven st ern un- terAoa iid) einer Ltetibdarinoperalivn, welche gut ver- S \S - Der unter Mordverdacht, verhaftete Sckmid Trews rouröe aus der Unterfuchungshast in Spandau entlassen, da er sein Alibi nachweijen konnle^ Graf Hans Ps eil beantwortete den kürzlich eriolg- I ten Berjich: seiner früheren Göttin auf seine beiden Km- Letzte Nachrichten. Tas Feuerbksiattungsgkseh angenommen. Berlin, 20. Mai. Das preußische Abgeordnetenhaus nahm heute das Feuerbestattungsgesetzin dritter Lesung mit 156 gegen 155 Stimmen, also einer Stimme Mehrheit, an. Wien, 19. Mai. Die Beisetzung Gustav Mahlers soll Montag nachmittag um 3 Uhr stattfindcn. Lissabon, 19. Mai Im Zentralgefängnis kam es zu einer Meuterei bet Sträflinge, die im Keime ZiantcL § Aus der Kaliindustrie Die in Hamburg vollzogene Einigung zwischen den amerikanischen Käusergruoven und dem Kalisnndikat sowobl in der Preis-, wie in der Rabattsrage wird in den interessierten streifen mit Befriedigung aufgenommen werden. Tie Verträge sind ani die Tauer von 5Vt ^'ibren de- rechnet und es vervtlichten sick für diese Zeit bie Üäineraruppen. ihren gesamten Bedari an Kalisalzen nur bet dem Äalifunbitat zu decken Tie in dem Berlragsentwurs vorgesehenen greife bewegen sich überall aus der durch daS Kaligeictz gegebenenen Basis Für konzentrierte Salze iit etwa dieselbe Preisbaus vorgesehen, wie sie in Amerika im Fabre 1909 vor der Edikats- Erneuerung und vor den Schmidtmannschen Außentetternverkäufern in Geltung war Tiefe Preise decken sich etwa mit den nlr das Fnland geltenden Nsarimalvreisen des >dalige,eve5. — öei dieser Gelegenheit kann auch gleich erwähnt werden^ da» Der Abschluß des Kaliwerkes AsckierSleben für 1910 eine Steigerung der Dividende um 1 Pro- auf 10 Proz. - bringt. Damit M das alte Tividendenniveau wieder erreicht, da es die Gesell,chatt im Jahre 1909 unter dem Eindruck deS damals in voller Entwicklung befindlichen KalifoniltktS verlassen bat. D,e^Aktien der Gescllschajt sind iiifolaedessen auch in den letzten -tagen lehr > gestiegen, an der gelingen Frankfurter Dör|e ist der LurS> von 190 Proz. erreicht worden, das ist eine Steigerung um 14 Proz gegen den rcrbcrgcgangcncn Tag gedeckt. w. WormS, 19. Mai. Gestern nachmittag sprang von I der Straßenbnicke ein hier wohn'vister lediger Schneider aus! Ellenbach im Odenwald in b*n Rhein und ertrank. KreiS Wetzlar. w. Wetzlar, 19. Mai. Tem Lehrer Fr. L u ck au5 Langen- schwalbach wurde zum 1. August die hiesige zweite Organistenstelle am Dom übertragen, bie erste Organisten- und Kantor-1 stelle versieht jetit Lehrer Holstein. Hessen Nassau. 0 Marburg, 19. Mai. Nach langer Trockenheit gingen in ben letzten zwei Tagen im oberen Lahngebiet teil- weise ganz gehörige Regengüsse nicber. Der hier unbI da an ben Berghangen durch bie abstürzenben Wassermassen entfianbene Schaben wirb von ben Lanbwirten gern in Kauf genommen. b. Biedenkopf, 19. Mai. Am Pfingstfest wird wieder die Kirche nkollekte zum Besten dcS Hinterländer NettungSvereinS erhoben. Mit einem Bestand von 34 Pfleglingen trat der Verein in daS Jabr 1910 ein, fonnrmieit wurden vier und neu aufgenommen sieben, so daß am JahreS-1 schluß 37 Pfleglinge vorhanden waren. Der an sich niedrige Pflegesatz von 90 Mark wird aufgebracht durch den Beitrag der Hcimatgemeinde unb durch ben Zuschuß der drei Sparkassen des Bezirks. Ter fehlende Rest ist durch Kollektengelder zu decken. Die vorsährige Kollekte ergab 683.17 Mark. Las Kapitalvermögen betrug am JahreSfchluß 11 228.77 Mark gegen 11028.29 Mark im Vorjahr. ... - Frankfurt a. M., 19. Mai. DaS Interesse für die Aufführung des „K ö n i g O e d i p u s" im Albert Schumann-Theater ist derartig stark, das; die Tirektron des Teutscheu Theaters vielsacheu Wünschen des Publikums folgend, anderweitige Verpflichtungen gelöst und noch zwei wettere Vorstellungen am Montag, 22. und Dienstag, 23. Mai ermöglicht hat. Ter Vorverkauf für diese beiden AuSsührungcn hat bereits begonnen. Der heutigen Auf- führung des „König Oedipus" wohnte der Großherzog von | Hessen mit Gemahlin und Gefolge bei. - Frankfurt a. M., 19. Mai. 12000 Mk. an Preisen winken Den Teilnehmern an den sportlichen Konkurrenzen, bie beim 28. Bundesfest deS Deutschen R a d s a h r e r b u n- des vom 5 bis 9. August hier stattfinden. Dazu kommen noch die stattliche Zahl der Ehrenpreise, die von staatlichen unb städtischen Behörden, Vereinen und Korporationen genutet worden sind Tie Preise werden für die verschiedenen Wettstreite im Laalfahren, für Radballspiele, Rennen und ^travemahren ver- neben werden. Beinahe alle großen Ereignisse im deutschen Radsport für 1911 werden gelegentlich des Bundes,estes in Frankfurt am Fuße deS Taunus mit feinen tiefen Wäldern. Die neuen Kurbrunnen-Anlagen erfreuen fick des lebhaftesten Be- fuchö aller Brunnentrinker; ein buntbewegtes Treiben spielt sich hier täglich bei den Klangen deS Frühkonzert» ab. ätbr eitrig wird von allen, deren Zustand eS gestattet, der Sport betrieben: der Golfplatz und bie neuen mobemen Tennisplätze üben große Anziehungskraft aus. Tas letzte 2 i n f o n i e k o n z e r t wurde durch die Mitwirkung des spanischen Violin-V-rtiiofen Joan de Man^n auS Barcelona ein musikalisches Ereignis im Kur- leben. Tas Kurtheater unter Direktor Steingoe11ers Leitung ösmete seine Pforten mit einer sehr feinsinnigen Wiedergabe von Shakespeares „Kaufmann von Venedig". Arbeiterbewegung. Die Bäcker Grotz-BerlmS. Berlin, 20. Mai. Der Bund der Ha nd Werks- treuen Bäckergesellen, der sogenannten „gelben" Organisation, Hatte den Schiedsspruch des Einigungsamtes abgelchnt und sich an die Bäckerinnungen Groß-Berlins mit der Bitte gewandt, neue Tarifoerhandlungen ein- zuleiten. Tic Innungen haben diesem Ersuchen entsprochen und die Gesellenausschüsse der einzelnen Innungen zu Ver- Handlungen geladen. Tic Verhandlungen des Voritandes des Zweckverbandes Groß-Berlin mit den Gesellenausschüssen und Vertretern des Bundes der Bäcker und Konditoren, die gestern abend stattfanden, baben zum Abschlüsse eines Tarifvertrages geführt und über einen Zentral- innungsarbeitsnachweis. Tie Ruhetage der Gesellen werden Sonntag früh um 8 Uhr beginnen und Montag früh «um 6 Uhr enden. ES wurde mitgeteilt, daß bezüglich der allgemeinen Einführung eines Backverbotes an Sonntagen | günstige Aussichten beständen. £uftfchifia!)rt. Ter „ZnverlafstgkeilSflua" Baden-OoS, 19. Mai. DaS Schaufliegen angesichts des deutschen ZuverläfsigkeitSfluges am Oberrhein nahm I heute nachmittag pünktlich 4 Uhr bei bedecktem SSimmef, aber I ruhigem Detter seinen Anfang. AlS erster um ben Morgenpreio von 300 Mk. erhob sich Tivl..Jng. Karl Wit ter statt er auf einem Eulerzweibecker. Auf ihn folgte Ingenieur Brunst u b e r auf einem Albatroß-Zweidecker. Inzwischen war da^ GroßherzogSpaar von Baden im Automobil auf dem Flugplatz eingetroffen, wo eS von dem Prinzen Wilhelm von Sachsen-Weimar, der Herzogin von Anhalt, dem Gra'en Zeppelin und dem badischen Minister deS Innern B ob mann begrüstl wurde. . ,, Tie heutigen Schauflüge hatten eine große 3ufäauermenac angelockt. Auch Prinz Heinrich von Preußen, Prinz unb Prinzesnn ! Max von Baden und der badische Finanzminister Rheinboldt waren anwesend. An dem Preisfliegen beteiligten sich 6 Piloten unb zwar: 3 e a n n i n (Aviattk-HweibeckerX fiämmli n (vlPia- tik-Zweid-cker), Drunhuber (Mbatroß-Zwerbecker), Trplom- ingenieur Karl Witterst ä tt er (Euler-ZweibeckerV Hirth (Ettich-Einbecker), Robert Thelen (Wrigstt-Zweidecker). ^en FrühpreiS von 300 Mk. erhielt Witterstätter, ben ersten Pattagier- slugpreiS Brunhuber mit 500 Mk., ben zweiten Pastagierflug- vreiS Hirth mit 300 Mk. Brunhuber unternahm vier Paffagier- slüge mit insgesamt 55 Minuten Tauer. Hirth iünf Fluge mit 54 Minuten Dauer. Von dem Preis für bie Tauer- leistungen von 2400 Mk. wurden 2000 Mk. verteilt an folgende Flieger: ^eanntn 167 Mk., Lömmlin 177 Mk, Brunhuber 573 Mark, Witterstätter 281 Mk., Hirth 562 Mk^ Robert Thelen 240 Mk, außerdem erhielt einen Preis von 400 Mk. Brunhuber als derjenige Flieger, der die längste Zeit in der Lust zweien war, nämlich 55 Minuten. Das Wetter war der Veranstaltung Darmstädter Möbel-Einrichtungshaus Mwig ZlriiriM Ksnstgewerbllches Etoblissement für Innenausstattungen Telephon 1441 DARMSTADT Heinrlcbstr. 67 Portofreie Zusendung meine« Pr&chtkaUlogee. ^tversammlie t >en findet e LekonomitL und Lege zi I hi, Anlage kc- | n sprechen - ir im SttQBt' i und die ir I. Mai verft- niti macht, i”! s aus tveiicc? 5 erlaubt; Irr j Am Sonnt: § Eisenbabn:: rige 400 Pe: quartier ifi ir. und deren Ur. -tag wird besuchen unb r er Me/ckluK (ttn. 8. Mai T: aenMn r .tV\W :uä)t 6c.- :tten, oto. ächtigcn W . sich schön* !ginnt man r anlagen litP oersprechev- :c ist M ' n biedmüi w en Fruchis- •nx Auch in bieten sind ■ entwickelt d eises zur jW ;ig§arbcitcn -- a Einfuhr-' .zarmen Gebu- verden aus M nit Renn- •• bewegte» V indstraßen 1 in sich m,-<, en etwas W Wt« U incilten W :r«6t !-°m>k ute, «i- mit ihr» Vf jotfi««" Ä "in 'Z .{IC eine ttn unbi^q ffllinilW« * »«nfi«* 4 laB L ! auS h‘' .... t>cr 2’ie Athen, 19. Mai. Der Ministerpräsident unterbreitete der Kammer einen Gesetzentwurf, m der die Abschaffung des Amtes eines Lberstkommanbierenden der Armee und die ix in» richtung einer Generalinspektion gefordert wird. Durch die Neuordnung sollen nach der Erklärung des Utimucre Reibungen, wie sie beim (veneralkommanbo zutage getreten find- vermieden werden. Athen, 19. Mai. Bei der Verhandlung über die ©irt>er- aufnähme der Beziehungen zwischen G r i e che n l a nd mrd Rumänien erklärte der Minister des Auswärtigen in der Kammer, bie Mächte, die Griechenland und Rumänien freundlich gesinnt seien, hätten ihre guien Dienste zur Wiederherstellung der Beziehungen angeboten. Beide Länder ertannten, daß Die gegai- seckigen Interessen diese Wleoerl)ersiellung sorderren. Der MiNistLr wieS die Bedeutung Der kommerziellen und maritimen 3ntereilen Griechenlands in Rumänien statistisch nach. Mehreren Rednern, die die Wiederaufnahme Der Beziehungen tadelten, erwiderte der sNinifterpräsident, das; es nötig sei, vergangenes zu Dergdicn und zu allen Baltonstaaieii sreunoschastlickic Beziehungen zu unterhalten, denn ein Bruch mit einen; von ihnen wurde Die internationale Lage Griechenlands verschlechtern. Tarm stadt, 19 Mai. Der Eulerpilot R e i ch a r d t unternahm heute morgen 9 Uhr 20 Min. von Griesheim aus einen Flug nach Baden-Baden. 9 Uhr 35 Min. passierte er Heidelberg und landete kurz nach 10 Uhr in Waldorf bei WieSloch. Herr Euler begleitete Herrn Rerchardt im Automobil. .. , „ , Leider hat Reickardt einen Unfall gehabt, der glücklicher-! weise ohne ernste Folgen blieb: , .. Bruchsal, 19. Mai. Wie der „Bruchsaler Bote" meldet, ist Reichardt bei seiner Landung in Waldorf aus einer Höhe von acht Metern abgesprungen, ohne den geringsten Schaden zu nehmen. Ter Apparat erlitt Beschädigungen; er muß demontiert werden. Wiesloch, 19. Mai. Reichardt ist um 12 Uhr 15 Min. zur Weitersahrt nach Baden-Oos aufgeftiegen, sah sich aber nach einer Viertelstunde wiederum genötigt, niederzugehen. Er landete um 12 Uhr 30 Min. bei Mingolsheim. bf? N u gestürzt und ertrunken. = Dillenburg, 19. Mai. Ter Manner-Gesang- verein ,Lieberkranf Dillenburg hat zu seinem im August stattsindenden Gesangwettstreit noch eine Land- klasse sür Vereine bis zu 40 Sängern eingerichtet, um manchen Der vielen sich nachmeldenben Vereine die Teilnahme an dem PreiSsingen zu ermöglichen. 1. Preis 150 Mk., 2. P^iZ 100 Mk. Zivei Drittel der Vereine werben preis- gekrönt. Ter Meldeschluß sür diese Klasie ist am 1. Juni. 'Wanöern un-Hijen. öäöerlnö Zommersrijchen. W. Bad-Nauheim, 19. Mai Tas Kur leb en ist jetzt im vollsten Betriebe unb bie Zahl der Kurgaste hat in der letzten Woche außerordentlich zugeiwrnmen. "Stark vertreten ist Dom Ausland Rußland unb England- Aus Indien weiten jett einer Woche hier: Die Begum von Vyotml, der i5urst Lbaidullah Khan von Bhopal, Generaloberst und Adiutant des Vizekonigs von Indien, mit Gemahlin, lyürinn edxib5aDt mid prinzlichen Kindern, sowie zahlreichem ^Gewlge. Unter ben schattigen Parkbäumen herrscht selbst an Heiken Tagen «uigenehme Kühle. .Ebenso frisch sind auch die Rächte hei bet Lage des Bades entschieben werden. . - .. , J Frankfurt, 19. Mau Hier begannen gestern bie am drei Tage festgesetzten Verhandlungen deS Bundes bcut- scher 9Z a b r u n g 4 m i 11 e I i a b r 11 a n t e n u n b Ha n d le r. Unter dem Vorsitz bev Gefchäsissührers Tr. Gerlach, Wiesbaden, wurde Die Frage von Kornbranntweinverschnitt beraten. Es wurde beschlossen, seitzusetzen, daß in bieien Verschnitten mindesten- 10°o deS Alkohols auS Kornbranntwern stammen muß. Ein heißer Kamps entbrannte bann über die Zulafttg- Teit von Kunstkognak. Die Bundesleitung unb nut ihr der größte Teil der Versammlung vertraten die Ansicht, daß bicie Bezeichnung entsprechenb dem Willen deS Gesetzgebers, der im Weingesetz zum Ausdruck gelangt, nicht erlaubt jci. Em geringerer Teck verwies daraus, baß ein ausdrückliches Verbot nicht ausgesprochen jei; daß im Gesetze möglicherweise eme Lücke vor- Händen sei, wurde allseitig anerkannt. Degen der Bezeichnung Blut wem wurde folgende Entschließung angenommen: „.ter Bund deutscher Nahrungsmiiteliabrikanten unb -Händler erklärt bie Bezeichnung Blutwem, weil sie zur ynejubrung des Publikums geeignet ist, für unzulässig." Hierauf wurden die geschäftlichen Angelegenheiten deS Bundes erledigt '21m heutigen Samötag sand eine Festsitzung aus Älnlatz des zehmahrigen Be-1 stehens des Bundes statt. In ihr hielt der Vorsitzende B»n g - Änlm eine Festrede über Werden unb Wirken des Bundes. Geschäftsführer ,Dr. Gerl ach-Wiesbaden sprach Über die be- vorsteheiiden gesetzgeberischen Maßnahmen au| dem Gebiete der Nahrungsmittelkonttolle unb Zustizrat Gabriel- Berlin über dgz Gesetz gegen Mißstände im Heilgewerbe ui leinen Beziehungen zu Nahrungsmittelfabrikation unb -Handel. w Frankfurt a. 9)L, 19. Mai. Bum Polizeipr a s i - deuten von Frankfurt a. M. ist der Oberregierungsrat Rietz von Schcurnschloß in Kassel ernannt worden. w Hanau, 19. Mai. In Fechenheim ist der 15 ^ahre alte Sohn des Gastwirts Ewald, als er innen Hund im Main haben wollte, infolge Fehltretens ausgeruticht, in Den dluß Möbel •“* Möbel ----- Kinderwagen •• '■■■ - - Grösstes Entgegenkommen. 1 D >-'<<■■■,'p L 7 recht -egunx sitz i werden !in lc lichen! und । wirte erklärt, dieser T Itändi anneh Antrag omten, $ iicht. q ^sgeilbt einem & “* «n cito § 2 K-Nokrate Die Sei neuem z Tages,i zunächst s 1, der uammk Korden, kmellich wonach < Abgeordl drei Abl besonder ivaltung nung n iehnung aegrenzl gleichmi Wählst Ti träge ' dem : zwanzi itimnn Bichl beriet I Präsiden si e n W versrc ;u En dandel^ ivoch die noch en vertrag i lichen. t i non deutscher ligring r AiMhr' | dritter 5 jepentroi werden. ; In den Woi lagen u und des nonrmen I dann di i erfolgen, ! Mage myer Priva dem lud dritte Lc «beit irdnu nd So Wie äufeerb1 jprechgc Kurpsu lasseng gesetzes würfe noch d ^'?te y.uic Mellt. J‘lter SL v3»i !:imme Aligte Whmmt Ulre 5 ’9t v. i fr- Statt Karten. Die glückliche Geburt eines kräftigen Jungen beehren sich anzuzeigen Ferdinand Noll n. Frau Hedwig 3362 geb. Grüneberg Weisse Demen-Blusen neueste Formen und Stoffe Mk. 13.-, 10.50, 6.50,4.75,3.50.2.45,1.25 in grosser Auswahl und allen Weiten. El. Goldschmidt Giessen, Schulstrasse 6 a’V, Auf Allerhöchsten Wunsch Sr. Königl. Hoheit des Grossherzogs Ernst Ludwig von Hessen Sonntag den 28. Mai 1911 Musik-Fest im Grossh. Hoftheater zu Darmstadt Der 100. Psalm von MAX REGER unter Leitung des Komponisten. D#o/ Beginn 6 ühr, Ende nach 8 Uhr. — Kartenverkauf durch die Hoftheaterkasse vom 24 Mai an. Schrittl. Bestellungen dahin bis zum 23. Mai abds. 04225 Hochachtungsvoll Wilhelm Bopi. 6eldidits=Uebernahme. 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Musik: SoldierS in the Park, Marsch von L. Monckton. Die Töchter im Hosenrock, vorzügl. Humoreske. I Musik: Das kleine Niggergirl von Walter Kollo. Romanin«, großes fesselndes Drama. Musik: Ouvertüre Peter Schmoll. Cafe Am end 2227 Täglich Künstler-Konzert Anfang 4 Uhr Eintritt frei Ruder-Klub „Hassia“ Giessen 1906. 3346 Sonntag, 21. Mai, nachm. 3 Uhr: Taille eines neuen Renn-Yierers wozu wir unsere Mitglieder nebst werten Angehörigen, sowie Freunde des Rudersports höfl. einladen. Der Borstand. Bmenzöchtmerkiil Gießen nnii Umgegend. Versammlung Sonntag den 21. Mai, nachmittags 3 Ubr, bei Mitglied Kraft, Giesteu, Frankfurter Stratze. 3344 Die Tagesordnung ist durch die „Biene" bekannt. _________Bust. Annerod. Die Wellersche Sommerwirtschaft an der Platte ist von morgen ab wieder geöffnet und halte ich mich bestens empfohlen. 3863 Peter Will. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Herren-Anzug Mark 28. Herren-Anzug Mark 35. Herren-Anzug Mark 40. Herren-Anzug Mark 50. 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