Zweiter Blatt Nr. 92 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. General-Anzeiger für Gberhesjen Die „Oietzener Zamtllenblätter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Krtiiblatt für den Krtis Lietzen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. \6\. Jahrgang Gießener Anzeiger Donnerstag, 20. April f9y Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen UniverülätS - Buch- und Stemdnickerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion:«-^ 112. Tel.-Adr.:AnzeigerSießen» Grdensschwindel in $rantreid). Frankreich hat wieder seine „Affäre". Vor einigen Tagen muhte der französische Justizminister sich mit einem Vertreter der Staatsanwaltschaft in Verbindung setzen wegen eines ausgedeckten Verkaufs von Ordensauszeichnun gen Danach wurde ein Rechtsanwalt namens Valens i verhaftet, bei dem mehrere Diplome gefunden wurden, die er zu verkaufen versuchte und die ihm, wie er behauptete, eine politische Persönlichkeit übergeben halte. Im Auftrage des Richters, der mit der Untersuchung in der An- geleaenheit Balensi betraut ist, wurde später auch noch der 'Präsident der nationalen Liga für Menschenrechte, Clementi, verhaftet. Die wegen der Schwindeleien verhafteten Balensi und ^einenti haben, wie die Untersuchung ergeben hat, nicht Mob gefälschte Diplome bestehender Orden, sondern auch vollständig erfundene Dekorationen unter den 'Hamen „(Goldener Halbmond von Marokko" und „Goldenes Kreuz von Italien" verkauft. Diese letzte „Ordensauszeich nung" verlieh Balensi u. a. einem Polizeikommissar von Lille. Folgende Meldungen geben ein weiteres Bild von dieser famosen Sache, die in den letzten Tagen zu den bekannten Betrugsfällen im französischen auswärtigen Amt noch hin zugekommen sind: Paris, 19. April. Die Untersuchung der Angelegenh.'it des Ordensschmindels ergab, daß einige Sekretäre non '21 b g c vrdnc ten sich der Namen dieser bedienten, um Auszeichnungen für andere zu erhalten. Mehrere teilten mit Valensi die Summen, die von den Bewerbern gezahlt wurden. Balensi bediente sich gleichfalls der Nanien gewisser Abgeordneten, um Diplome eines tunesischen Ordens zu erlangen, die er nach Bedarf weiter verkaufte. Sein Mitschuldiger Clementi lieferde ’bm gefälschte Diplome für zwei bis 5000 Franks. Im Äerlause der Untersuchung erklärte der vcrl>aftete Leiter der diplo malischen Revue Menlcmans, er habe auf die Aufforderung iahlreicher Personen, insbesondere zweier Fremder aus Holland und der Direktoren eines deutschen Provinzial > h c a t c r s , welche Auszeichnungen zu erhalten wünschten, mit Balensi darüber gesprochen, mit dem er in engen Beziehungen gestanden habe Balensi versprach, seinen Einfluß geltend zu machen und udergw ihm einige Tage darauf zwei Drplome, in denen die beiden Holländer zu Offizieren der Akademie ernannt wurden Menlemans beteuerte seinen guten Glauben. Er habe nicht vermutet, daß die Diplome gefälscht oder gestohlen fein könnten. Menlemans steht insbesondere im Verdacht, dem Altonaer T h e a t c r d i r e kt op Prinz ein falsches Diplom der „Akademischen Palmen" verkauft zu haben. Bei der in seiner Wohnung vorgeiwmmcnen Durchs ickping wurden zahlreiche Schriftstücke gefunden, durch die angeblich auch noch andere bekannte Persönlichkeiten arg bloßgestellt wer teil Es heißt, man müsse sich auf mancherlei Ueberraschungm giffaßt machen. Auch die Veruntreuungen im auswärtigen Amt beschäftigen noch lebhaft die Justiz und die Oeffentlichkeit: Paris, 19. April. Der Architekt Chedanne im Ministerium des Aeußern ist nach einem Verhör vor dem Urller- suchungsrichtcr verhaftet worden, unter der Beschuldigung, an der Affäre Hamon beteiligt zu sein Der Untersuchungsrichter verhörte ihn wegen Verschwindens gewisser Teppiche und über die Rechnungslegung von 30 000 Francs im Wiener Botschastspalais, für die der Unternehmer nur eine Rechnung von 17 000 Francs eingcrcicht hat, wovon er übrigens nur 8000 kassierte Zahlreicl)e andere Fälle kamen zur Sprache. Da die Erklärungen Cl>edannes ungenügend waren, beschuldigte ihn der .Richter der Mitschuld an den Veruntreuungen im Ministerium des Aeußcrn und ließ ihn verhaften Chedanne, der Offizier der Ehrenlegion ist, gilt als sehr reicher Mann und als einer der l>ervorrageirdsten Sünftler seines Faches Es scheint, daß die Verhaftung hauptsächlich aus die Klage des Malers De Wambez erfolgte, der behauptet, Chedanne l>ahe ihn nm 10000 Francs geschädigt. Als ein Vcr mchtsmoment gegen Chedanne wird auch die Tatsache angesehen, daß er im Dezember vorigen Jahres H a m o n 2 0 0 0 0 0 F r a n c s lieh, um dessen Kassenabgänge zu decken. Ferner wird erzählt, daß eine Anzahl ko st barer Tapisserien, die dein M i n i- ü e r i u m d c s A e u ß e r n, g e h ö r c n , v e r s ch w u u d e n s e i e n, und daß Chedanne auch in diese Angelegenbeit verwickelt sei. Chedanne erhob gegen die verschiedenen Beschuldigungen leidenschaftlich Einspruch. Die bedrängte Landwirtschaft in den vereinigten Staaten von Horöamerifa. Washington, 19. April. Der Vorsitzende deS Ausschusses für Mittel und Wege legte dem Hause einen Bericht der Mehrheit des Ausschusses zu Gunsten des Gesetzes, betreffend die Liste der zollfreien Gegenstände für Farmer vor. Ter Bericht erklärt, das Abkommen mit Kanada habe alle Schutzzölle für die Erzeugnisse der Landwirtschaft Treibenden ab geschafft, ohne zu gleicher Zeit in entsprechender Weise die drückenden Zölle für die Bedürfnisse aufzuheben, die sie kaufen müßten, um ihre Betriebe aufrecht zu erhalten. Die Herstellunb der landwirtschaftlichen Geräte werde vom Trust beherrscht, die sie billiger im Ausland als int Inlande verkauften. In dem Bericht werden ähnliche Anschuldigungen gegen die Stahl-, Bauholz- und Fleisch- lrusts erhoben. Aus Hessen. Die Vereinfachung der Staatsverwaltung. R. B. Darmstadt, 19. April. Der parlamentarische Ausschuß für die Vereinfachung der Staatsverwaltung wird am 9. Mai nachmittags unter dem Vorsitz des Staatsministers Ewald zu einer Beratung zusammentteten. Neben der Reorganisation der Oberrechnungskammer und der Frage der Zuschüsse für die Landwirtschaftskammer soll auch über die verschiedenen Vorschläge zur Vereinfachung des Kassenwesens eine eingehende Erörterung stattfinden. R. B. Darmstadt, 19. April. Der Wahlrechtsausschuß der Ersten Kammer tritt am Freitag dem 21. April zu einer Sitzung zusammen, um sich über die infolge der jüngsten Beschlüsse der Zweiten Kammer noch bestehenden Meinungsverschiedenheiten betreffs der Wahl- rechtsvorlage schlüssig zu machen. Der Gesetzgebungs-Ausschuß der Ersten Kammer wird .gleichfalls am nächsten Freitag eine Beratung abhalten, und sich mit den Abänderungsbeschlüssen der Zweiten Kammer, betreffs der Städteordnung und der Land- gern embeorb nun g beschäftigen. Ferner soll auch die Beratung über den Gesetzentwurf, betr. die Kreis- und Provinzialordnung erfolgen. Die Statistik oct Geburten und Todesfälle im Kreife Gietzen im Zahr 1910. Die Einwohnerzahl des Kreises Gießen war nm die Mitte des Jahres 1910 auf rund 93 400 angcwachsen, was erneu Zuwachs von 10,6 Prozent in den letzten ö Jahren ergibt. Lebend geboren wurden in den 80 Gemeinden im Jahre 1910: 1390 Knaben und 1261 Mädchen, au lammen 2651 Kinder; ziehen wir hiervon die Kinder fremder Dttllter, die bald wieder die Stadt Gießen, wo sie zur Well gekommen, verlassen haben, ab, so bleiben als Zuwachs zur Bevölkerung durch Geburten 2250 oder 24°/00 der Enuvohnerzabl (un Vorjahre 24,7°/pO). Totgeborene wurden 50 männliche uno 53 weibliche, zusammen 103, gezählt. Gestorben sind im Berichtsjahr 1376 Personen, 635 männlichen und 741 weiblichen Geschlechts lim Jahre 1909 waren es 1424 Todesfälle). Ausgrabungen im heiligen See der Zulas. Zwischen den einsamen und unwegsamen Cordiller en in Kolumbien, wo zwischen zackigen Felskegeln 10 000 Fuß über dem Meeresspiegel die fülle Wasserfläche des sagenumwobenen Guatavita-Lees büntl, herrscht seit einigen Monaten eifrige Tätigten: Ingenieure, Landmesser und Ettwrbeller sind am Werte Es sind die Vertreter und Angestellten einer großen ^englischen Gesellschaft, der Contractors Limited, die in aller Stille den Plan gefaßt Hal, den berühmten See trocken zu legen und auf feinem Boden nach den sagenhaften Schätzen zu fahnden, die die Inkas seinerzeit bei ihrer Knechtung durch die Spanier in den Sieten des heiligen Sees vor der fcabgür ihrer Heber minder in Sickwrheit braducn. Der größte Teil des Wassers ist bereits ab- geleilct, und die ersten oberflächlichen Untersuchungen der zurückgebliebenen tiefen Sumpfschicht haben bereits eine ganze Reilw von kostbaren Edelsteinen und Gegenstäichen aus lauterem Golde ans Tageslicht gebracht, die bereits für sich ein stattlick)es Vermögen darltellen. ~ Bereits die ersten Arbeiten belohnten die modernen Schatzgräber durch die Auffindung eines massiven großen Bandes aus schwerem Golde, man fand einen großen Goldkessel, zwei goldene Schlangen, 20 Smaragden von ansehnlicher Größe, zwei seltsame Statuetten, die offenbar Weihgeschenke waren und ebenfalls aus reinem Golde gearbeitet sind, sonne eine ganze Reihe güldener Arm- und Fußspangen. Das wissenschaftlich interessanteste Stück unter den bisherigen Funden ist zweifellos eine große Goldschussel, in der alle Zeickwn des Kalenders der Fnkas kunstvoll eingraviert sind. Diese überraschenden Ergebnisse der so oft geplanten Suche nach bau Schatz der Inkas bilden ^allem Anschein nach die ersten Vorläufer für weitere Funde: nun, nachdem, wie ein amerikanisches Magazine darlegt, der Seeboden freiliegt, harrt her Schatzgräber, die nut allen Mitteln der mobemeat Technik arbeiten, die Ausgabe, die zurückgebliebene große, an 10 Meter tiefe Suinpfsclückt zu durchsuchen. Nach den alten Uebcrlicfcrungcit und nach den Forschungen_über die Gebräuche der JnlaS galt in alten Zeiten der Guatavita-See als die Wohnstätte der Gottheit, die dem Volke jenen Reichtum an Gold und Juwelen fahenfte, durch den die Inkas berühmt mären. Zu bestimmten Zeiten des Jahres, hauptsächlich zu Beginn «s Frühlings und zu Beginn des Derbstes, wurden der Gotthell große Opfergaben ans Gold und Edelsteinen dargebrackt. Wir besitzen dank den Bemühungen der Wissenschaft eine ziemlich genaue nernttnrö von dem Gang jener Zeremonien. An den Ufern des ^ees lag ein prächtiges, breit gebautes Boot, dessen Bug mit einer rofjen güldenen Gestalt gescknuückt mar. Wie sie bestauben auch «lle anderen üppigen Ausschmückungen des religiösen Fahrzeuges «ns Gold, ja der ganze Rumpf des Schiffes mar über und über not Gold beschlagen. An den großen Opfertagen nahm der längste <*meiter mit einem prupLoollen Gefolge auf dem Fahrzeuge feinen Platz ein; die ganze Geisckichkeit war über und über mit Goldstaub bedeckt. Das Schiff selbst mürbe mit den prächtigen und kostbaren Opfergaben beladen und ruderte dann zur Mllte des luiligen Sees. Hier wurden unter Gebeten und Gesängen die goldenen Spenden der dankbaren Gläubigen Stück um Stück in die Fluten geworfen, die Priester selbst sprangen ins Wasser und reinigten sich von der Goldschicht, die ihren Körper umkleidete, um dann zum Ufer zurückzukehren. Unter den Inkas herrschte sogar der Brauch, hin und wieder einen gefangenen Feind, über imd über mit Juwelen und Goldschmuck zu bebedat und ihn bann, der Gottheit darzubringen, indem man den Unglücklichen lebend in den heiligen See warf, wo er natürlich unter der Last der Opfergaben sofott ertranf. In späteren Jahrhunderten, als die Zivili- satton der Inkas zu höheren Stufen emporgeklommen war, scheint bamt ein aufgeklärteres Geschlecht die Opfergaben für den Gott beschränkt zu haben, wenngleich die großen zweimal im Jahr stattfindenden Opserzeremonien auf dem heiligen See noch fortdauerten, als die Spanier und Pissaro mit seinen Horden in Peru einbraimcn und die Inkas uittenvarfen. Die Ucbcrhcferung berichtet davon, daß die Inkas schließlich den Hauptteil ihrer unermeßlichen Gold- und Juwelenschätze in die Fluten des heiligen Sees versenkten, um sie den fremden Eindringlingen zu entziehen. Man hat daraufhin im Laufe des Jahrhunderts auch mehrfach unternehmende Menteurer gesehen, die mit unzulänglickicn Hilfsmitteln die Ufer des heiligen Sees nach Gold durchforschten. Noch zur Zell der spanischen Herrschaft wurde einmal der Versuch unternommen, den See brachzulegen; die Arbeit wurde schließlich nicht vollendet, aber am einen Rande des Seebeckens $eugt nach ein tiefer Einschnitt in das felsige User von den Bemühungen vergangener Generationen, den berühmten Schatz der Inkas zu heben. Aber alle jene Unternehmungen wurden entweder nacht zu Ende geführt oder beschränkten sich auf die Durchforschung des Ufers. Daß in der Mitte des Sees noch gewaltige Goldmengen schlummern, haben jetzt die ersten Funde jener englischen Gesellschaft bewiesen, und man wird damit rechnen dürfen, das; in den nächiten Monaten bei der Durchsuchung des Sumpfbodens noch wellere und aller Wahrscheinlichkeit nach bedeutendere Funde gelingen werden. * — Gemeinsame^ Tagung für Denkmalpflege uni) Heimatschutz^Salzhurg 1911. Im vergangenen Jahre hat sich der Tag für Denkmalpflege bei feiner letzten Tagung in Danzig mit dem Bund Heimat schütz zufammen- gefchloffen, berart, daß fortan alle zwei Jahre größere gemeinsame Tagungen svattllnden sollen. Auf Einladung der Stadt Salzburg und unter Vermittlung des österreichischen Kultus- ministettums wird die erfte derartige Tagung am 14. und 15. September dieses Jahres in der genannten ehrwürdigen und denkmal- reichen Bischofsstadt stattfinden, wo sich aus den führenden Kreisen der Stadt ein OrtÄmsstchuß gebildet hat, der nui dem in Danzig Um die Sterblichkeitsziffer der kreisangehörigen $8 berechnen, müssen die in den klinischen Anstalten zu Gießen zu Tode gekommenen 249 Kt eis fremden in 2ll>zug gebracht werden, dann kommen auf 1000 Lebende bei 11-7 (Wcitorbcnm 12,03 Todesfälle (i. B. 12,6 °'Oo , für die Kreisstadt ipar die Sterblichkeitsziffer 10 %o- Diese niederen Zahlen sprechen für günstige hygienische Verhältnisse des Kreises, wttckre iioch klarer hervortreten, lucmt man die Verteilung dec SterbcfäHe auf einzelne Altersklassen betrachtet. Es starben im Mter von: 1910 1909 0- 1 Jahr 178 — 15,8 */. 188 — 16,33 */. 1—15 , 114 — 10,1 , 149 — 12,86 , 15—30 „ 105 ---- 9,31 , 104 — 8,98 , 30-60 „ 249 = 22,1 236 — 20,36 , 60—70 „ 196 — 17,4 , 207 — 17,85 , über70 „ 285 = 25,3 „ 275 — 23,60 , zusammen: 112? 1159 Hieraus ist zu ersehen, daß über 25 Prozent der Verstorbenen das 70. Lebensjahr überschritten hatten, und 15,8 Prozent auf das Säuglingsalter fallen. Vergleicht man die Zahl der Lebendgeborenen mit den im ersten Lebensjahr verstorbenen Kindern, so kommen auf 100 Geborene 7,9 verstorbene Säuglinge: für das Großherzogtum ist die eillfprerhendc Zahl 11,3, für die Provinz Oberheffen 7,2, für br Stadt Gießen 9,0, für den Landbezirk 7,6. Fügen mir noch an, daß int Berichtsjalwe nach unseren in bett öffentlichen Impfterminen gemachten Erhebungen von 1833 Impflingen die Kinder bis zu in Filter von 3 Monaten in 17,3 Prozent, von 3—6 Monaten in 21,7 Proz., von 6—9 Monaten in 23,5 Prvz., über 9 Monate in 24,3 Proz. mit Muttermilch und nu r i n 1 3,2 Prozent (darunter eine größere Zahl von Pflegekindern) nicht mll Mutternnlch ernährt worden sind, so müssen wir mit der Pflege und Ernährung der Säuglinge, welche die Grundlage für das Gedeihen und die Gesundheit der Kleinen bilden, im Steife Gießen sckwn recht zufrieden sein. Daß die Statistik des Stillens richtig ist, dafür barr als Beweis angesehen werden, daß die Beobachtungen der letzten! 3 Jahre in den entsprechenden Prozentzahlen fast genau über* cinftimmen. — Bemerkenswert ist, daß Kinder im ersten Lebensjahre gegen Infektion mit den schwereren Jnfektionskrankhellen, Tiphtheri'' und Scharlach, fast immun, durch Keuchhusten schon mehr gefährdet sind: sehr viele Säuglinge, iin Berichtsjahre fast der oierte Teil 39 , starben an angeborener LebenSscbwäche Frühgeburt, Bildungsfehlern im ersten Lebensmonate, bann folgen als häufig angegebene Todesursache „Krämpfe" (35), hierauf akute Krankhellen der Lungen 37), endlich Darmkatarrh und andere Ernährungsstörimgen 028). Ordnen wir die Todesfälle nach den wichtigsten Krankheiten und Krankheitsgruppen, so war Alten s chW ä ri)c 168, ßet be ns schwache im ersten Lebensmonat f39 mal als Tobest Ursache genannt. An Wockienbettfieber sind 5, an anderen Folgen von Geburt und Wochenbett 2 Frauen gestorben. An den wesentlich "bem Kinedsaller gefährlichen ansteckenden Krankheiten sind 32 Kinder und 2 Erwachsene gestorben, nämlich von 216 Scharlachkranken, die zu unserer Kenntnis gekommen sind, 4 (i. V von 444:34), an Diphtherie von 283:7 (i. V. von 174:11), an Masern 9 7 , an Keuchhu sten 10 18). Typhus- Fälle waren 7 gemeldet, davon ist eine Person, die sich außerhalb des Kreises infiziert hatte, gestorben Daß die Erkrankungs- und Sterbeziffern an Unterleibstyphus in den letzten 10—15 Jahren ganz erheblich herabgegangen sind, haben wir unseren -ahlreick>en Zenttalwasferversorgungen zu verdanken. An Rose starben 5 (5), an Blutvergiftung anderer Art 11 (8). Der Lungentuberkulose sind 120 (143 , der Tuberkulose anderer Organe 45 (46) zum Opfer gefallen: somit kommen auf 10000 Einwohner an Lungenschwindsu cht Gestorbene: 12,83 (15,5), an Tuberkulose überhaupt 165 ober 17,6 °/ooq. . Die Sterblichkeit an dieser verheerenden Seuche geht allmählich und langsam, wie es in der Nattir der chronisch verlaufenden Krankheit liegt, zurück. Tie Tterblichkeitsziffer war z. B. 1903 noch 23°/6n„ und 1904 22%O, für den Kreis Gießen. Erhöhte Sterblichkeit _ an Lungenschwindsucht zeigten schon Jahre lang die größeren Landgemeinden in der Umgebung gewählten geschäftsführenden Ausschuß der gemein (amen Tagung das Programm jetzt soweit festgestellt hat, daß dessen Veröffenp' lichung in der nächsten Zeit bevorstcht. Wie bisher bei den Tagen für Denkmalpflege, so ist auch bfri der ersten gemeinsamen Tagung mit dem Bund Heimat schütz die Teilnahme an den Verhandlungen völlig frei. Es ist hierzu weder eine Einladung/ oder Aufforderung erforderlich, nich wird die Zngchörgikeit zu einem verwandten Vereine ober Verbände vorausgesetzt. Bon" jedem Teilnehmer wird zu den Kosten der Tagung ein Beitrag: von sechs Kronen erhoben, wofür auch der gedruckte stenographische Bericht überianbtjyirb. Die Mitglieder des Bundes H:imatschu^ haben zu allen Sitzungen unentgeltlichen Zuttitt. . — Richard der dritte int Zirku s. Am Samstag ging im Zirkus Büsch zu Berlin Shakespeares „König Richard 111/9 unter der Regie des Herrn Ferdinand Bonn in Szene, lieber die Aufführung schreibt die Vossischc Zeitung u. a.: „Shakespeares „Richard III." im Zirkus übertraf die schlimmsten Erwartungen, die durch diesen dramaturgischen Ungedanken erweckt worben waren. Ter traurige Mut, vor der Nachäfterei einer erfolgreichen Sensation, nicht zurückzuschrecken, wurde noch durch die Dreistigkeit übertroffen, ein Drama der Weltliteratur nicht nur in das nüchterne,, illusionslose Zirkusrund äußerlich hineinzuzwingen, sondern auch innerlich den hergebrachten Gf fett en der großen Reitbude zu opfern.! — — — Der ganze theatralische Zirlüsenthusiasnrus, der sich, ettvas Historisches anschminken will, ohne in Wahrheit irgend, eine große Tradition der Vergangenheit für sich zu haben, und der, wenn nicht unsere ganze Bühnenkunst in die Brüche gehen soll, auch keine Zukunft für sich bat, konnte nicht gründlicher ab; absurdum geführt werden als ourch diesen Richard lll. im Zirkus Busch, in dem ein ehemaliger Künstler sich als grotesker Manager/ als ein Clown der Tragik von den Freunden lialsbrecheri'Ischer' Kunststücke bejubeln ließ, während die Kunstkermer ihren Unwillen vernehmlich zu erkennen gaben und sich angeekelt von der Schaustellung abwendeten." Die Berliner Presse ist einmütig in der Ablehnung des Bonnschen Experimentes, Shakespeares Richard III als cllcensisches Spektakelstück m die Arena zu verpflanzen. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen-' schäft. Der 2 8. deutscheKongreß für innere Medizin, der vom 19. bis 22 April in Wiesbaden stattfindet, wurde durch Geheimrat Professor Dr. Kre h l - Heidelberg eröffnet Zu dem Kongreß sind etwa 300 Aerzte ans allen 2eilen Deutschlands und bem Auslände eingetroffen. Die Verhandlungen finden im großen Saale des .Kurhauses statt. Mit dem Kongreß ist eine Ausstellung medizinischer Instrumente, Präparate und Bücher verbunden. — Das alteingesessene Verlag:haus von Hoffmann u. Camvein Hamburg, das seinerzeit Werke von Heine, Börner und Hebbel auf den Markt gebracht hat, ist von dem Verlagsbuchhändler Max Lande erworben und nach Steglitz verlegt worden. — Die Leitung der Berliner Vollsoper übernimmt vom 1. September 1912 aji die bekannte Opernsängerin Aurelie Läv y don Gießen, und man hat — wohl nicht mit Unrecht — dies iunt Teil der Beschäftigung junger, der Schule kaum entwachsener Menschen, besonders junger Mädchen, in Fabriken zugeschrieben. Die Berechnung der Sterblicht'eitsziffern auf 10 000 Einwohner der letzten 16 Jahre in 6 Gemeinden aus den Sterbe» fällen an Lungenschwindsucht bietet folgendes wechselnde BÄd: 1895-1899 1900-1904 1905-1910 Todes- Sterbl.- Todes-- Sterbl.- TodeS- Sterbl.« fälle. Ziffer. fälle. Ziffer. alle Ziffer. Ulten-Bnseck 17 — 28,2 29 — 50,3 20 — 28,3 Groben'Buseck 37 — 44,0 26 — 30,5 35 — 33,3 Heuchelhenn 22 — 22,0 30 — 26,4 21 — 14,9 Klein-Lmden 12 — 17,0 22 — 28,0 27 — 24,9 Watzenborn 17 - 20,5 13 — 14,3 16 — 13,0 Wieseck 52 — 40,5 62 — 45,2 48 - 26,4 Es steht zweifellos fest, daß nicht die Arbeit in geschlossenen Raumen allein die Ursache der Vererbung und Weiter Verbreitung der Tuberkulose innerhalb der Familien ist, sondern vielmehr das Verhalten und der Verkehr zwischen Gesunden und Kranken. Wo Tuberkulose in einem Hause ist, sind die Erreger der Krankheit, die Tuberkelbazillen, überall zu finden. Schon die kleinen Kinder nehmen bei vernachlässigter Reinlichkeit in Zimmer und Bett Tuberkelbazillen in sich auf, z. B. wenn sie auf dem Boden spielen, und erkranken an Drüsentuberkulose (Skrophulose), woraus sich häufig int Entwickelungsalter Lungentuberkulose herausbildet. Bei jedem schleichenden duften und Hüsteln junger Leute konsultiere man den Arzt und fordere von ihm Offenheit in Benennung des Leidens, man isoliere streng Kranke oder der Krankheit Verdächtige möglichst in besonderem Schlafzimmer, jedenfalls in besonderem Bett, man sei peinlich reinlich am Körper und im Hause, in der Beseitigung und Zerstörung des ansteckenden Auswurfes, man ernähre den Kranken gut und härte seinen Körper ab; man befolge streng die Ratschläge des Arztes, gegebenen Falles die der Fürforgestette für Lungenkranke. Dann muß eine Einschränkung der Tuberkulose zu Stande kommen. An Lungenentzündung sind 111 (89), an Influenza, tvÄche über die Wintermonate eine weite Verbreitung gefunden und namentlich alte Leute gefährdete, 8 Personen zu Tode gekommen. An anderen Krankheiten der Atmungsorgane starben 62 (76), an Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße 106 (81) Personen, an Schlagfluß 41 (55), an anderen Krankheiten des Rervensystemes 62, darunter 35 kleine Kinder an „Krämpfen". Dem Magendarmkatarrh fielen 31, zumeist Säuglinge zum Opfer, der Blinddarmentzündung 7 (2) und anderen Erkrankungen der Berdauungsorgane 35 (23). Bösartigen Neubildungen, meist Krebsgeschwülsten, erlagen 100 (91), den Krankheiten der Harnorgane 36 (33). 22 (18) Personen gingen durch Selbstmord aus dem Leben, 2 endeten durch Mord und tödliche Körperverletzung, 14 durch Ungläcksfall (i. V. 29). .An anderen, oben nicht benannten Krankheiten sind 45 und an unbekannt gebliebener Todesursache 19 verstorben. Großh. Kreisgesundheitsamt Gießen. Dr. Haberkorn. 8. Deutscher Hilfsschultag. S.u.H. Lübeck, 19. April 1911. Die heutige Hauptversammlung des achten Deutschen Hilfsschultages im großen Saale der Stadthalle begann mit den offiziellen Begrüßungen. Es sprachen Senator Kulenkamp namens des Senats der Stadt Lübeck, Geheimrat Heuschen (Berlin) als Vertreter des Preußischen Kultusministeriums, Schulrat Sieber (Dresden) namens des Sächsischen Kultusministeriums, Ministerialdirektor Slorian (Wien) namens der Oesterreichs scheu Regierung, Professor r. v. Scheele namens der .Schwedischen Regierung, Professor Danahashi namens der Japanischen Regierung, Dr. Reimann Merlin) namens der städtischen Behörden der Stadt Berlin und Lehrer Lornsen (Berlin) namens des Deutschen Lehrervereins. Der Vorsitzende, Schulrat Dr. Wehrhahn, dankte allen Rednern für die freundlichen Begrüßungsworte. Darauf sprach Staatsanwalt Niehoff (Braunschweig) über: „Die geistige Minderwertigkeit im deutschen Strafrecht, Strafprozeßrecht und Strafvollzüge", indem er die Unterschiede zwischen dem alten und dem in Vorbereitung befindlichen Strafgesetzbuche erläuterte und vom wissenschaftlichen Standpunkte aus beleuchtete. — Den Gegenbericht hatte Schulinspektor Kielhorn (Braunschweig) übernommen. — Die beiden Herren legten dem Verbarckstage folgende Entschließung vor: „I. Nach den Vorschlägen des Vorentwurfes zum deutschen Strafgesetzbuch und des Entwurfes zur Strafprozeßordnung findet im deutschen Strafrecht a) die verminderte Zurechnungsfähigkeit als Strafmilderungsgrund grundsätzlich Anerkennung, bi wird der individuellen Behandlung der vermindert Zurechnungsfähigen im Strafvollzüge Rechnung getragen, c) wird bezüglich der vermindert zurechnungsfähigen Jugendlichen in erster Linie an Stelle der Bestrafung auf Erziehung Wert gelegt, dl wird die Sicherung der gemeingefährlichen gemindert Zurechnungsfähigen nach Verbüßung der Strafe vorgesehen. Der Verbandstag erkennt diese Reformvorschläge als einen wesentlichen Fortschritt gegen das geltende Recht an und erachtet es als notwendig, daß dieselben baldmöglichst Gesetzeskraft erlangen. II. Mit der gesetzlichen Anerkennung der verminderten Zurechnungsfähigkeit muß gefordert werden: daß das auf Ermittelung und Feststellung dieses Zustandes gerichtete Verfahren vervollkommnet und daß insbesondere den Staatsanwaltschaften und Gerichten zur Pflicht gemacht wird, die Hilfsschulpersonalakten heranzu^iehen, wenn Angeschuldigte ober Angeklagte eine Hilfsschule besucht haben." In bet Aussprache empfahl Rektor Fuschs (Berlin) bie Annahme ber Thesen, wünschte aber noch folgende hinzugefügt: „III. Der 8. Verbandstag der Hilfsschulen Deutschlands erachtet es für zweckmäßig und notwendig, vor den Gerichten und namentlich vor den Jugendgerichten bie Lehrer als pädagogische Sachverständige zu hören." Die Entschließung wurde darauf mit diesem Zusatz angenommen. Nach einer kurzen Pause sprach Hilfsschullehrerin Biesenthal (Berlin) über den „Hauswirtschastlichen Unterricht in der Hilfsschule". Es wurde darin u. a. ausgeführt, daß, wenn auch nicht Überall ein selbständiger Hauswirtschaftsunterricht eingerichtet werden könne, es doch wünschenswert sei, daß die Hilfsschülerinnen in solchen Fällen mit den allgemeinen Schülerinnen zusammen unterrichtet werden können. Es wurde sodann eine entsprechende Entschließung angenommen. Es folgte darauf der mit großem Beifall aufgenommene Vortrag des Prof. Dr. Weygandt (Hamburg) Über Hirnveranderung bei jugendlich Abnormen. Der Redner führte u. a. aus, es müsse entsprechend ber Lehre des psycho-pbysischen Parallelismus angenommen werben, baß iebent von ber Norm abweichenden Verhalten ber psychischen Leistungen auch ein von ber vollen Gesundheit abweichenbes Verhalten in ber Beschaffenheit ober in Verrichtungen ber Hirnrinbe parallel geht. Nicht selten finb bie Hirnveränberungen verbunben mit körperlichen Abweichungen von ber Norm. Aus ber Erkenntnis ber Hirnveränberungen lassen sich Gesichtspunkte für Behand- lung und Vorbeugung gewinnen, außerbem ist auch in gerichtlichen Fällen ber Nachweis ber Minderwertigkeit ober Unzurechnungsfähigkeit leichter unb sicherer, wenn eine bestimmte Hirn- toeränberung dabei festgestellt worden ist. Damit war die Tagesordnung erschöpft und der Verbandstag wurde mit den üblichen Dankesworten geschlossen. Morgen findet ein Ausflug nach Travemünde statt. Der nächste Verbandstag soll 1913 in Bonn abgehalten Werdern — " '■HJJ Preis 50 89 . 50-58 91—95 49 88 41 77 105-114 66 85—90 43 61—63 48 69 60—61 47 60 61—62 47 61 Meteorologische Beobachtungen -er Station Siehe». Wetter © 18. 19. 104-112 65 95-103 59 83 62 5 10 9 82-85 61-63 41 48 109 108 99 87 85 98 75 67 46 51 37 33 73—77 65-70 Sonnenschein Regen sf Sanatorium Lindenfels zwischen Dannstadt—Heidelberg, 400 m hoch herrl. gelegen, fss”/*1 IS E S r Feinste Mastkälver ..... . 65—63 Mittlere Mast- und beste Saugkälber . 63—68 Geringere Mast- und gute Saugkälber 57—62 Geringere Saugkälber 42—45 Scha *e. Aeltere Masthammel unb gut genährte Schafe...........40—42 Weidemastschafe . . 47—49 Schweine. •2's*5 i E B c- Handel. 8 Deutsche Reichsbank. Die Rückflüsse bei der Reichsbank haben auch für die zweite Woche kräftig angehalten. Nach dem Ausweis vom 15. April ergibt sich eine steuerfreie Nolen- reserve von 128.5 Millionen Mk. gegen eine Steuerpflicht von 58 Millionen Alk. am 7 April d. Js. DieBejserung ist fast genau dieselbe wie im Voffahre, doch bleibt ber Rückfluß auf Wechsel- und Lombardkonto .nit Zusammen 141.4 Millionen Mk. um rund 37 Millionen Akk. hinter dem des Borjahres zurück, obwohl die Gesamt-Inanspruchnahme in diesem Fahr zum Apriltermin um 164 Millionen Akk. großer gewesen war als im Vorjahre. Dafür haben sich dresmal aber die täglich fälligen Verbindlichkeiten um ungefähr bie gleiche Summe erhöht, um die sie im Vorjahre ab- genommen halten. Der Golbbesland, der durch Zuflüsse aus dem Ausland eine Verstärkung haben dürste, betrug 7984 Mlll. Mk. und hat geaen die Vorwoche um 24.8 Millionen Mk. zugenommen. Er deckt jetzt 49,3 Proz. des Notenumlaufes gegen 43,6 Proz. in ber Vorwoche unb 51,9 Proz. in der gleichen Zeit des Vorjahres. Berlin, 19. April. Die chinesische Anleihe über 10 Millionen Pfund wird, wie die .Kreuzzeitung" schreibt, hauptsächlich das W ä h r u n g s p r 0 g r a m m m Fluß bringen, reffen Ausgestaltung und Durchführung eingehende Studien und Beratungen während der nächsten Zett erfordert. Erst nachdem die Beratungen zu einem befriedigenden Abschluß geführt sind, wird an die Ausgabe der Anleihe herangetreten. Bekanntlich schloß Amerika für die Anleihe einen Präliinmaroertrag mit China ab, doch sei es allen Beteiligten ratsam erschienen, diejenigen Staaten heranzuziehen, die an der wirtschaftlichen Entwickelung Chinas em hervorragendes Interesse haben. Wie viel bei der Ausgabe deS Anlehens auf den deutschen Markt entfallen wird, bleibt einer späteren Beschlußfassung Vorbehalten. Voraussichtlich wird die Anleihe einen internationalen Charakter haben und an den Börsen der vier beteiligten Länder einheitlich zur Notiz gelangen. Vollfleischige ausgemästete Färsen höchst. Schlachtwertes 47—52 85—91 Vollfleischige auögemäftete Kühe höchst. Schlachtwertes bis zu 7 Jahren. . 40—43 77—78 Aeltere ausgemästete Kühe unö wenig gut entwickelte simgereKühe iu Färsen 36—39 Mäßig genährte Kühe und Färsen . . 32—35 K äl b eu Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein u.preiswert — 1 - die BrührsoteUnie.-Drufikerei. Markte. Groß°Felda, 18. April. Unseren heutigen ,0 ft e r m a r F te begünstigte herrliches Jrühlingswetler. Der Markt war stark besucht. Ter Schweinemarkt wies eine starke Auffahrt auf. Die Preise waren in Anbetracht des Kartoffelmangels keinesfalls niedrig. Trotzdem ging der Handel so flott, daß alles Angebot abgesetzt wurde. Man bezahlte für Ferkel erster Qualität das Paar 65 bis 70 Alk., zweiter 55—65 Mk., dritter, bie wenig »eriveten waren, 50—54 Alk. Diese Preise entsprechen denjenigen des „Oslermarktes' zu Grimberg, auf dem sich gleichfalls eine lebhafte Nachfrage nach Ferkeln zeigte. Limburg a. b. Lahn, 19. April. Fruchtmarkt. Durch- schnittspreis pro Malter. Roter Weizen (nassauischer) 16,50 ML, weißer Weizen (angebaute Fremdsorte) 16,00 SDlL, Korn 11,80 Alk., Gerste: öuttergerfte 0,00 Mk., Braugerste 00,00 Mk., Hafer Alk. 7,90, Erbsen 0,00 Mk^ Kartoffeln 8,00—8,50 Mk. F.C. Wiesbaden. V ie hh 0f-M a rk tb eri cht vom 19.April. Austrieb: Rinder 28 (Ochsen 11, Kühe 17, Bullen 0), Kälber 106 Schafe 36, Schweine 272. Tendenz: Rinder, Kälber, Schafe unb Schweine ruhig. Ungejochte Färsen, Kühe. Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht 47—49 Vollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 47—43 Vollfleischige Schweine über 21/, Zentner Lebendgewicht . 47—48 Fleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 43—00 55—00 43 55 Ueberftanb bei Rindern, Kälbern, Schafen unb Schweinen. Vermischtes. ♦ I n Seenot. Nach einer Llvydmeldmtg auS Kapstadt ist der portugiesische Dampfer „Lusitania", von Mozambique nach Lissabon unterwegs) bei Bellews Reck auf Grund geraten. Die Passagiere und die Besatzung, insgesamt 800 Personen, wurden teils vom englischen Kreuzer „Forte", teils vom Schleppdampfer „Seetsman" übernommen. Die Strandung erfolgte bei dichtem Nebel. Eine Dame ist ertrunken, ein Schiffsjunge wird vermißt. Ein Rettungsboot der „Lusitania" kenterte, während es an Strand gesetzt wurde. Hierbei ertranken zwei Insassen des Bootes. Nach einer späteren Meldung ist auch der dritte Offizier ertrunken und das Schiff gesunken. Kleine Tageschronik. In Berge-Borbeckbei Essen befestigten spielende Kinder auf oem Rücken eines 6 jährigen Mädchens eine mit Petroleum gefüllte Konservenbüchse und zündeten den Inhalt an. Tas Kind wurde furchtbar verbrannt und starb kurze Zeit darauf. In Ober st ein bei Saarbrücken stürmten 15 junge Burschen bei einer Schlägerei eine Wirtschaft und zerstörten die Einrichtung. Schließlich griffen der Wirt und sein Bruber zu Geweinen und verwunbeten einen der Burschen lebensgefährlich und zwei andere schwer. In Erlhausen wurden beim Böllerschießen fünf Burschen, welche Benzin nachgossen, lebensgefährlich verletzt. Einer davon verlor das Augenlicht. In Berlin geriet ein Wächter der Wach- und Schließgesellschaft nachts in den Fabrikgebäuden der Firma Bernhard u. Simon in der Ritterstraße mit zwei Einbrechern in einen blutigen Kampf. Er wurde überwältigt und früh auf der Treppenflur geknebelt porgefunden. Die Diebe enttarnen ohne Beute. In Berlin war die Hitze am gestrigen Mittwoch größer als in irgendeinem anderen April der letzten 26 Jahre. Mittags Ueg die Temperatur bis auf 26 Grad. Auf einem Ausflug des Turnvereins „Vormholz" brachen Streitigkeiten ans. Dabei wurde ber Hofbesitzer Lieber von feinemBruder mit der Fa h n en sta n g e e r schl a g en. Das Gericht stellte fest, daß der Brand desRathauses in Schaerbeckan sieben verschiedenen Stellen angelegt worden war. Nach der im Marz d. Js. vorgenommenen Volkszählung betrug bieEinwohnerzahlvonParis2 846 986 gegen 2 722 734 im März 1906. In P aris stürzt 0 sich die 18jährige Magdalene R e st a n d, die Tochter des Bankiers und Nichte des berühmten Dichters, nach einem Wortwechsel mtt ihrer Mutter aus dem dritten Stock auf das Straßenpflaster. Sie erlag ihren Verletzungen. In Moskau ermittelte die Geheimpolizei eine Räuberbande, die große Warenmengen auf der Nikolaer unb Moskauer Ringbahn stahl. 20 Diebe würben verhaftet, darunter zehn Eisenbahnschaffner. Auch in Kasan wurde eine Anzahl Eifenbahndiebe verhaftet. In dem KirckHorse Petropawlowsk zerstörte eine Lawine die Dorfkirche. Drei Personen sind umgefomnten, drei wurden schwer verletzt. Bei Bietigheim sprang die Frau des Fabrikarbeiters Fischer mit ihren drei Kindern, zwei Mädchen im Aller custschiffahrl. Vom deutschen Rundslug. Berlin, 19. April. Zu dem deutschen Rundslug um den B.'Z.-Preis der Lüste 0011 100 000 Alk., vom Verlag Ullstein geftiftet, bewilligte nach einer Mitteilung des Verlags das preußische St r i e g 6 m t n i ft e r 1 u ni zwei Zusatzpreise von 5000 und 4000 SIL, deren Bedeutung aber dadurch erhöht wird, daß von der siegenden Fabrik em Apparat angekaust werden soll, der besonderen Anforderungen der Kriegsbrauchbarkeit entspricht. Tie Ausschreibungen zu dem Rundflug, der von zahlreichen deutschen Städten mit sehr namhaften Preisen anSgeftattet ist, werden in den nächsten Tagen nach Genehmigung durch den deutschen Lustschiffer- Verband veröffentlicht werden. Der Rundflug, der am 11. Juli m Berlin beginnt, berührt aller Voraussicht nach Hamburg, Stiel, Schwerin. Hannover, Münster, Düsseldorf, Köln, Aachen, Tms° vurg, Dortmund, Kassel, Nordhaujen, Halberstadt und Dessau. Reims, 19. April. Ein von dem Leutnant Frougere gesteuerter Eindecker st ü r j t •» infolge eines Windstoßes aus 20 Nieter Höhe ab. Ter Ojsizier wurde am Oberschenkel schwer v c letzt. — Zur Physiologie der Luftschiffahrt. Jede neue Maschine, die in den Dienst des Menschen gestellt wird, übt ihre Rückwirkung auf ihren Meister selbst aus, unb diese Wirkungen bieten bem Physiologen ein interessantes neues Feld der Forschung. Heute ist es vor allem die Luftschiffahrt, bie die allgemeine Anteilnahme auf sich lenkt, unb auch auf diesem Gebiete treten neue Erscheinungen des seelischen und physischen Lebens auf, die sorgfältige Beobachtung erfordern. Ein italienischer Gelehrter, Professor Nieddu-Semidei, bat sich als Erster eingehend damit beschäftigt und berichtet im Pariser Cosmos von seinen Ergebnissen. Unter d-en Führern von lenkbaren Luftschiffen und Flugmascknnen ist streng darauf zu achten, so führt er aus, daß sich die Organe der Atmung unb der Blutlauf ebenso wie bie Nervenzentren vollkommen betätigen. Ihre Tätigkeit ist beim Aufstieg zu großen unb selbst mittleren Höhen einer so starken Anspannung unb so zahlreichen Störungen unterworfen, daß sonst leicht die Unfälle eintreten können, wie sie sich in letzter Zeit so häufig ereignet haben. Das Sehvermögen ist natürlich von größter Bedeutung für die Erkennung von Zeichen und Wegen; die Flugzeugführer müssen daher nicht nur sehr scharfe Augen haben, sondern auch sehr farbenempfindlich sein. Nicht genügend Bedeutung wird gewöhnlich aber dem Ohre beigemessen. Die Führer müssen vollkommen gesunde Ohren haben, in denen das Labyrinth des inneren Ohres und besonders die drei Bogengänge, bie seinen hinteren oberen Teil bilden und als Sitz der Gleichgewichtsempsindung angesehen werden, vollkommen arbeiten: der Sinn für dynamisches Gleichgewicht kann durch Uebung sehr viel feiner entwickelt werden, und es ist nötig, die Maschrne in vollem Fluge zu führen, Hindernisse 311 vermeiden unb besonders beim Aufstiegen ober Herabkommen. In einem Falle hatte ein Führer bei seinen ersten Versuchen Irrtümer in ber Richtung begangen, unb eine Prüfung seiner Ohren ergab dann, daß er an einer eitrigen Mittelohrentzündung litt, die eine Herabminderung des Gehörs und eine Störung der Bogengänge zur Folge hatte. Wenn er mit geschlossenen Augen in gerader Linie gehen sollte, so wich er regelmäßig zur Rechten ab. Diese Abweichung war noch deutlicher, wenn er in einem Kreise zu gehen versuchte, indem der Kreis sich in ber einen Richtung statt? vergrößerte und in der anderen sehr viel kleiner wurde. Diese Beobachtung führte den Untersuchenden dazu, die „Kreisprobe" bei Personen einzuführen, die Luftschiffer werden wollen. Das Gehör muß auch deshalb normal sein, weil eine sorgfältige Beobachtung ber Motorgeräusche von wesentlicher Bedeutung für das Gelingen des Fluges ist Höchste Temperatur am 18. bis 19. April =- 4- 28,6*1 Niedrigite , , " " ---- Niederschlag: 2,0 muu •Sf 85 2 CO Die „Hram" in Vuenor-Aires. In Buenos-Aires ist die „Frarn", das Expeditionsschiff Arnundsens, aus dem Südpolartteis kommend, eingetroffen. Kapitän Nilsen stattete bem norwegischen Gesandten und dem norwegischen Konsul einen Besuch ab und teilte mit, daß das Schiff das antarktische Festland erreicht habe, unb Amunbsen beabsichtige, mit acht Begleitern unb hundert fünfzehn Hunden nach dem Pol vorzubringen. Die Fahrt der „Fram" fei ohne Zwischenfall, ber ein größeres Interesse beanspruchen könnte, verlaufen, der Gesundheitszustand der aus zehn Mann bestehenden Besatzung des Schiffes sei vortrefflich gewesen. Die „Fram" kehrt anfangs Oktober in das Südliche Eismeer zurück, um die Expedition wieder aufzunehmen. von sechs Monaten und zwei Jahren und einem Knaben aa Mer von vier Jahren, in bie Enz. Während ber Knabe gerettet werben konnte, ist die Frau mit heu beiden Mädchen ertrunken. In Kartum wurde eine Fabrik mit Herstellung von Brennmaterial aus Sudd (Nilschilst eröffnet. Der neue Brennstoff erhielt den Namen „Suddit". Die Lösung des Problems, den Sudan mit billigem Brennmaterial zu versorgen, wird als ein gewaltiger Fortschritt in der wirtschaftlichen Erttwickelung des Landes betrachtet. In der Pinxton -Kohl en grübe wurde ein elektrisches Kabel glühend und es brach Feuer aus. 400 Arbqitzen nwren eingeschlossen. Der Qualm drang aus der Schacht Öffnung und Hunderte von Frauen und Kindern scharten sich in großer Aufregung zusammen. Ein Rettungskorps begab sich mit Sauerstoffapparaten in den brennenden Schacht. Es gelang, sämtliche Eingeschlossene zu retten. Durch- pro 100 Pfd. jchntttspreis lel'enilä1^ pro 100 Pfund O chs en. von-^ilvon-bir Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt 49—51 88—90 Junge, fleischige, nicht ausgemäsle unb ältere ausgemästete 45—48 84—87 Foulard ■ Seide — Schon verzollt! — Verlangen Sie Muster! — D5/i G. Henneberg, Zürich. April 2«-L 02 1911 8c « x 19. 2" 742,7 213 6,6 35 SSW 3 19. 9“ 744,9 14,1 7,9 66 WNW 2 20. 7“ 748,3 10,6 8,6 91 WSW 2 Gesamt-Personal idmet sich ein Stamm altgeschulter Kräfte der Spezial Seit Jahren wi Continental -CaoBtclioöc- und mit Geduld ertragenem Leiden im 76. Lebens Die trauernden Hinterbliebenen Dürkopp Gesangverein Gemütlichkeit und Peter Kronenber£ GIE55EN Telephon 680 Amtllcher Teil. 03122 Fstm Höhere Privatschule Darmstadt Telephon 1512 Grünerweg 19. Der Kursus beginnt 2654 nach kurzem, schwerem, jahre zu sich zu rufen. Vertreter: Süd-Anlage 7 Die Beerdigung findet SamStag den 22. April, chrnittaaS l1/, Uhr, in Lollar statt_______________ Heiserkeit, güt Lollar, den 19. Avril 1911 03001] Silb. Herren u.Damen Übten, Wecker, Regulateure, mit 2-iäbriyer ftbriftL Garantie werden billig verkauft im Total- Auöverk. Bahnbofftr. 14, Eckhaus BekanntinakÄnng. Betr.: Den infektiösen Scheidenkatarrh unter dem Rindvich m Lumda. Der unter dem Rindvieh zu Lumda abgebrochene mfeLiHe Scheid enkaurrrh ift erloschen. 2ic Sperre ist ausgehoben. Gießen, den 18. April 1911. Großherzogliches Kreisamt Greße», 2. 8.: Wecker. Bekanntmachung. Betr.: Milzbrand zu Garbenteich. Bei einem Rind des Schreinermeisters Scheut zu Garbentrich tft Milzbrand festgestellt worden. Tesin'ekiion ist ongeorbnet. Gießen, beit 15. April 1911. Großherzogitches Krecsamt Gießen. S. 93.: Welcker 2501 OCTvlIUnflDuniiuw lut uuv viuh / » tyuuuvuM > 2Tbit Gramen unb Uebertritt in staatlichen Anstalten in durchaus individuellem llnteirlcbL daher beschränkte Schlilerzahl; keine Klanen. Ausaewählte Lehrkräfte: nachweisbar bette Erfolge. Mu de-. 2initalt, in schönster Lage der Stadt, im eigenen Hause ist ein kleines ^amilienoennonat verbunden: von den besten Kreisen vorzüglich empfohlen. Prospekt und nähere Auskunft durch den Vorsteher H. Ruvv.___a eine Zusammenrähnung nicht stattftndet. Die Offerten sind dis zum 28. April l. Js., nachmittags 3 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, wo alsdann die Eröffnung erfolgt. 2652 Staufenberg, den 19. April 1911. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. Stephan. Bekanntmachung. Betr.: Maßnahmen zur Abwehr und Unterdrückung der Manl- unb Klauenseuche, hier das Verbot des Handels mtt Klauenvieh im Umherziehen. Im Anschluß an unsere Bekanntmachung vom 11. L ms. fGießener Anzeiger Nr. 86 und Kreisblatt Nr. 30) wird dar verbot der handel; mit Ülavenvieh im Umherziehen bis zum 15. Ium 1911 verlängert unter dem Hinweis, daß dieses Verbot sich auch out das Hausieren zum Zweck des Ankaufs von Tieren erstreckt Die Ortspolizeibehörden wollen dies ortsüblich bekannt machen und den Viehhändlern die Anordnung protokollarisch eröffnen. Gießen, den 18. April 1911. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. ______________I. V.: Langermann. Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche; hier: Desinfektion von Eisenbahnwagen. Bei der allgemeinen Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche erscheint es zur Verhütung einer Verschleppung der Seuche I durch Eisenbahnwagen geboten, daß diese von jetzt ab bis aus weiteres in allen Fällen, in denen sie zur Beförderung von Klauenvieh benutzt worden sind, der verschärften DesiuieNüm gemäß § 7 Abs. 2 unter b der Bekanntmachung vom 16. Just 1904 sReichsgesetzblatt Seite 311) unterworfen werden. Gemäß Amtsblatt Großh. Ministeriums des Innern Nr. 24 vom 13. Oktober 1904 und ftuf Verfügung desselben vom 12. April 1911 zu Nr. M. d. I. II 1844 wird diese verschärfte Desinfektion für alle Stationen des Kreises angeordnet. Die Desinfektion hat am Orte der Entladung oder Umladung alsbald nach Entleerung und zwar längstens binnen 24 Stunden zu erfolgen. Es ist darauf zu achten, daß auch stets eine Desinfektion der beweglichen Rampen, der Ladebrücken und sonstigen I Gegenstände, wie auch der festen Rampen, der Biehernlade- und I Ausladeplätze, sowie endlich eine unschädliche Beseitigung deS Düngers usw. stattzufinden bat. , Da nach vorgenanntem Amtsblatte Großh. Mnusterrunrs des I Innern die Ortspolizeibehörden besorgt sein müssen, daß die I Anzeigen über nötig werdende Desinfektion der betreffenden Sta- I tion und der zuständigen Eisenbahndienststelle, zu deren Bezirik I die Station gehört, erstattet werden, machen wir darauf aup- merksam, daß für den Bezirk der Kgl. Preußischen Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. die Verkehrsinspek- tionen, in deren Bezirk die betreffende Station liegt, und für I Die Nebenbahnen an den Betriebsleiter derselben in Butzbach Die Benachrichtigung (telephonisch oder telegraphisch) zu ergehen hat. Zu welcher Verkehrsinspektion jede einzelne Station gehört, ist den beteiligten Dienststellen bekannt und bei denselben zu er» | fragen. I Gießen, den 19. April 1911. GroßherzogUcbes Krersamt Gießen. I I V : Langermann.______________ Äi Ä !r1 Q Ckverstolz ViteSlo Stets frisch zu haben in allen einschlägigen Geschäften, werden gebraucht SwF zur Herstellung der beliebten Van den Bergh'schen Margarine-Erzeugnisse, an ihrer Spitze die allgemein bekannten Marken N 1 'i' -'a WM-Lv^ 3n vermieten Kleine Villa 'mit Gatten) zum Alleinbewohnen per sofort oder später preiswert zu vermieten. 2617 Näheres bei Verlagsbuchhändler Roth, Marburger Siratze 20. | 6 Zimmer | Ost Anlage 40, ITr. 6 Zimmer nebst Zubehör von Juli ab zu vermieten. 2534) Näheres Ost-Anlage 38 v. 1926) Mod. V-Zimmerwohnung, 3. Stock, eleklr. Licht. Bad. Bleich- platz, ver 1. Juli zu vermieten. Einzuseheu von 3—5 Uhr. Georg Todt, Plockitratze 11 schm gcmin.K-Ziimerw.'Z und Badezimmer im 2. Stock ver 1. Juli zu verm. 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