Nr. UZ Zweites Blatt 16|. Jahrgang Erscheint tägUch mit Ausnahme be5 Sonntags. Tie „Gießener Zamiliendlätter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, da« „Kreisblatt fär beo Kreis Eichen" zweimal wöchentlich. Tie ..Landwirtschaftlichen Leit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Cberhesten Aeitag, 19. Mai l9U RotakionSdr-.rck und Verlag der Brühlfchen IlniversilatS - Buch» und Sleindruckerei. R. Lange, Dießen. Redaktion, Expedition und T ruderet: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: es© 51. Rcdattiomc^©! 12. ZeL-'?Ibr.:AnzeigerDießen. hessische Zweite Kammer. R. B. Tarmflabt, 18. Mai. Am RegierungStlsche Staalsmintster Ewald, Finanz- Win : i Braun, Minister i> H o m b c r q f, Geheimräte W i 1 brand, Baurat Schöberl, Grubendrrektvr Schulz und Ter Aivritc Präsident Tr. 5 d) nt i 11 eröffnet die Sitzung um 9.25 Uhr. Tas Haus tritt, nachdem Finanzmintster Braun die vorgenannten technischen Regierungsvertreter dem Hause vor gestellt, sofort in die Tagesordnung ein: Beratung der Regierungs- Vorlage, betr. den Ban einer Drikettfabrik nebst elektrischer Zentrale zur Abgabe elektrischer Energie an die Provinz £ b e r b c | f c ii auf dem staatlichen Braunkohlenbergwerk Ludwigshofsnnng in Wölfersheim. Zuerst nimmt das Wort Finanzminister Braun: Es werde in dieser seit i»r Die Äusführnng eines wirtschaftlichen Unter n hmens ein runde Summe von 2 Mill Mark verlangt. 'JJiit einer solchen Forderung könne die Regierung nur bann kommen, nenn eteiefbe in allen Einzelheiten und in der ganzen (Hewinn- und B.rittst-Rechnung gründlich durchdacht und mit einem un anfechtbaren Material ausgestattet fei. lieber die technische Seite i ganzen Frage würden die technischen Mitarbeiter evtl, die nähet . liingen machen: er wolle sich nur aestatten, hier auf einige allgemeine Gesichtspunkte hinzuweisen. Tie Regierung sei verpflichtet, in icder Weise die größte Sparsamkeit zu üben und ans diesem Bestreben heraus sei auch die jetzige Vorlage erlvachsen. Tie Entstehttngsgeschichle des vorliegenden Projektes bi volkswirtschaftlich von größter Wichtigkeit. Dos Braunkohlen' !udwigshosfnung war seit langen Jahren ein Schmerzens lind des hessischen Staates. Als im Fahre 1897 der Antrag ans yerfnui der Grube gestellt mürbe, erfolgte bic Ablehnung des Versau'sverirages wesentlich aus volkswirtschaftlichen Grün- den. Schon damals sagte der verstorbene Abg. Köhler Langsdorf, man bütfe das Ebiclt nicht aus der Hand lassen, man könne nicht wissen, ob nicht schon in zehn Fahren die dort lagernden großen tschätz in elektrische Kraft würden umgewandelt w« den können. Tic dann unternommenen Versuche mit der Fabrikation von Preststeinen hatten bekanntlich nidit den gewünschten di Verzinsung des Anlagekapitals war außerordentlich gering. Unter diesen Umständen mußte unbedingt auf eine Aerbe rung Bedacht genoinmen werden Ter Gedanke, eine Brikett» lusnutzuna des Avhlenreichtums zu errichten, hat die tRcflierunq schon leit einer Reihe von Fahren beschäftigt, radibem sich die Braunkohlenindustrie immer mehr entwickelt hat Fn den letzten Fahren ist dann ein neues Moment hinzugelreten, das jetzt zur Entscheidung drängt: Tic Errichtung einer lieber-- landzentrale für bic Provinz Cbcrheffcn. Tic Regierung lzat dann ui zwei Dentschriften die Frage der Erbauung einer Brikett- ’.ibtit erörtert und cinqelrnb die Vorteile dargetan, die dem Staat daraus erwachsen würden Tic eingeltende und gewissen 1 aste Rentabilitätsberechnung stellt sich äußerst günstig^ und bic Abnahme der Fabrikate darf als gesichert gelten. Schon bic Biikettfabrik an sich wurde sich reckt gut rentieren und durch di- Verbindung dieses Projektes mit der Errichtung einer elek irisch.ii Ucberlandzentrale würde dessen Wirtschastlichkeit direkt garantiert werden. Dadurch würde selbst bei schwankender Konjunktur aus dem .stohlenmarkt für den Staat ein gewisser Ausgleich flcfdiaffcu werden. Ter Minister erklärte, er sei überzeugt, daß nck wohl schwerlich wieder einmal eine so günstige (■Mcgcnheit für den Staat bieten werde, wie bas auch in den Trncksachcn zu der Vorlage des -liäheren dargelegt werde. Tic Provinz Ebcrl-csfen habe au di erklärt, baß sie nur mit dem Staate arbeiten wolle und daß sie eme schleunige Entscheidung hcrbcijüliren müsse. Er könne trog der ,a gestehenden Abneigung g.aeu industrielle Unternehmungen des Staates und trotz des rforderlichen großen Kapitals tue Tiirdiiiibrung des vorgefcklage- iun Projektes nur anss tv ärmste empfehlen, denn im Hinblick auf bi: guten Materialien und das günttige Absatzgebiet sei auck eine gute Rentabilität gesichert. Man dürfe nickt zugeben, dar, t,ßA jincrf in die Hande von Privatleuteii komme, sondern ntüne darauf bestehen, baß es in Staalsrcgie bleibe Audi der Reicks- idinier (xibc ans dem Deutschen Handelstag in Heidelberg das Wort gebrochen: Mehr kaittmannifchen Geist in den öffentlichen Zunänbcn' Tie hesfifche Regierung habe diesen Grundsatz 1 ebenso, l.s zur Richtschnur genommen und sie hoffe, daß ihr das Haus auf diesem Wege folgen werde und daß die Volksvertretung bic Regierung hier nicht in ähnlicher Weife im Stich lassen werde, wie bet der Vorlage des großzügigen Kulturplans über den Vogelsberg (Beifall. Abg. Ulrich wendet fiel als Ausscstußverickteistatter zunichit gegen den inzlvisckwn eingebradtten nattonalliberalen Antrag, die Britelisabril mit elektrischer Zentrale und den Betrieb der Grube Wölfersheim an eine Aktiengesellschaft zu übertragen und die Regierung an einer solchen zu beteiligen. Tiefer Antrag habe dem Ausschuß nickt Vorgelegen und würde auch wahrscheinlich abgelehnt worben jein. Teil Einfluß von Privatspekulanten, die neben der Regierung Altwnäre sein würden, halte er für «ehr gi'dhrltüi. Er emvsehle der Regierung, mehr lainnanniichc ^rib» ständig leit und müsse sich gegen tobe Ausbeutung der im Boden lagernden Sckzätzc durch Prwatversonen emschieben verwahren. 'JLufgabe des Staates sei cs, solck,e Sckätzc and) un Fnterene des Staates auszunützen Turck den Antrag der national liberalen Partei dokumentiere diese, daß sic sich auf den Ltandpunkt des kapitalistischen Au.ckcnteus stelle. Oho' S,c wolle das ganze nur „verlirscken ' und da ihr bas ntdit gelingen werbe, üerhtidK hc die Hälfte. Fm Ausschuß sei die Sicherheit, gegel^n worden, das; sich die Erfahrungen, die man mit der Preßneinsabril machte, jetzt nicht wiederholen mürben. Der Rebner fuhrt ivciter aus, cs iei durch die angeitclltcn Bohrungen festgestellt worden, bah vollkommen genügend das Rohmaterial für bic Brikcttfabnk vorhanden fei Tic Rentabilitätsberechnung der Regierung burre man nickt ui Zweifel ziehen: sie habe im Anlagekapiial lorojibl mü Abbau wie mit Aufbau gerechnet und beides genchert. .Ltr Alusschuß habe schon irüber den Ucbcrgang zur Bnketttabrikaiion empfohlen und nun sei endlich eine solcku' Vorlage eingebrachk. Es seien aber auch vor der Einbringung nut den neuesten Maschinen Versuche angestellt worden, die durchaus bcfriebigcnb waren. Man werde allerdings auck) mit der üonhurrenz redmen müuen und dc-'nalb sei es notwendig, der Regierung in der Leitung des ganzen Geschäftes freie Hand zu lassen, wu nc jeber Direktor einer Attiengesellschcht besitzt. Zur BrikcttrabrU gehöre unb^ dingt eine elektrische Zentrale und schon, iwu bic Provinz Eber» Hessen daraus 700 OOU Kilowatt daraus entnetmten wolle, büre man sich nicht dazu ncrüebtn', die 'Brifeitfabrif an eine Africn- seiclljdmft abzutreten. Eberheffcn wolle ja aus eigenen Mitteln whrlicki 30000 Mark für die licker Hinsicht müsse hier anders gedacht werden als in Preußen, ii-ic bic Vorlaae ausführt. Fn Preußen hanbele es sich um Kohle, hier aber mir Brauntohle und das sei doch ein großer Unterschieb. Er halte aum die Fabrilalwn mit 4 Pressen für zu wenig, denn in Köln würde mit über 200 Pressen gearbeitet. Es könne leicht icdes große Unternehmen bas kleine hessische erdrücken. Tic Rechnung, die durch die Regrerungssachperständlgen aufgestellt! sei, lasse bic Einnahmen fehlen und deshalb kann auch die Rentabilität lcinesfalls garantiert werden. Man könne sich auch nickt an' die Städte berufen, denn diese hätten ein Monopol und bas sei etwas ganz anderes. Er glaube nicht, daß der Staat in der Lage ist, mit einem Privatunternehmen zu lonfurricrni, wenn letzteres oas Staatsumernehmen ausschalten will und diese Gefahr sei nicht zu unterschätzen. Turck die Licht und .Kraft- zeittralc werde ja die Gefahr etwas ausgeglichen, aber ein großer Teil der Bedeuten bleibe bestehen Gelingt es nicht für die Briketts Absatz zu sinden, dann wiederholt fick die Sorge wie mir bcu Preßsteinen. Ebne bic Zentrale brächte bie Regierung die Brikettfabrik fickur nickst durch. Eine Sidnnnng, daß Eber- Hessen mir Elelrrizität versorgt nerbc, sei cntidjicbcn der Anttag Eiann Herr Abg. Ulrich hat sicher den Antrag Esann nicht richtig verstanden, denn biejer Antrag ändere den Ausschuß. Antrag nickt, wildern dies sei nur ein Zufay-Antrag. Der Redner erläutert diesen Antrag näher und empfiehlt die An- nähme desselben: er glaube, daß auf diesem Wege am meisten erreicht werde. Znm Antrag Molthan hält es der Redner nicht für zulässig, der Regierung diesdcziiglickc Vorschriften zu macken. Audi die getrennte Buchführung halte ber Rebner nicht für zweckmäßig Zn gewissem Sinne decke sich der Antrag Molthan mit bem Anträge Esann, denn beide wollen eme kaufmännische Eber* Icirung. Febenfalls müsse die Provinz Eberhefsen mit heran- gezogen tverben, ixenn diese hätte das allergrößte Interesse an dem Unternehmen. Auck feine Partei hätte den Wunsch, Eber* Hessen mit ber Lichtzentrale entgegeniufommen. F-i mm Minister Braun gibt die Stellung der Regierung zu den beiden Anträgen bekannt und zwar sind bic Bedenken, bic ber Antrag Esann herDorgerufcn bot, durch die Ausführungen des Ab i. Köhler beseitigt, denn letzt soll bic Regierung nur er* sucht und nickt ermächtigt werden, cd. mit einer Aktiengesellschaft in Verbindung zu treten; aber cs sei doch wohl nicht unbedingt eine solche Aktiengesellschaft, »onbern cs könne and) eine andere Form der Intcreifengemeini'chaft gewählt werden. Aehnlick sei cs mit dem Anträge Molthan Auch hier soll die Regierung nickt gezwungen, sondern, nur ersucht merben, das Unternehmen laufmäiini'ck leiten zu lassen. Moltbap erhärt bic Auffassung der Regierung für durchaus richtig. . Banrat Scköbcrt |teilt den -Ltandpuurt der Regierung in tccknii'ckter Hinsicht fest. . , Sckluß ber Sitzung 1 Uhr. Nächste Sitzung: j-rntag den 19. Mai, vornrittags 9 Uhr. 2lus bett Hetthstagsausjd)üÄen. :: Berlin, 18. Mai. Der Reichsverftcherungsausschuß begann heute die Berattrng des Einführungsgesetzes. Eine Reibe von Uebcrgangsbcftimriuingen, insbesondere soweit bic Ber- sickerungsbehörden in Bctrackt kommen, erhalten durch Annahme von Anträgen des Hauvtberickrtrstatters ilber bic Rcichsvcr^ sicherungsordnung, Tr. Drocichcr ÜonL), zum Teil eine andere Fassung. Beim Arttkcl 9 wird bestimmt, daß auf Anttag beteiligter .'Krankenkassen das Persicherungsamt anorbnoi kann, daß zu seiner Beschlußfassung über die Herstellung uns Aen derung der äußeren und inneren Berfasi'ung der Krankenkassen bcjonbctc Vertreter der Arbeitgeber und ber Versicherten in gleicher Zahl gewählt werben. Rack Artikel 12 tritt bas Eberoersicherungs» amt in Rechten und Pflichten an bie Stelle des Schiedsgerichts für Arbeiteroerficherung. Nach Artikel 13 hat die Bersichcrungs- anstalt dem Eberoerfuherungsamte die Beamten, die sic dem Schiedsgerichte für Arbeitervcrsicherung zur Verfügung gestellt hat, noch für 5 Fahre zu belassen. Auf Anfrage von sortschritttichcr Scuc, unter welchen Voraussetzungen Normen und Garantien die Uebernahmo ber bislang bei ben Schiedsgerichten beschäftigten Kommunalbeamten auf bie Eberoeriichcrungsämter erfolgen solle, crElärt ber Vertreter des preußischen Finanzminister-, daß die Verhandlungcii hierüber noch nicht abgeschloisen sind. Tic Frist im Artikel 18 wird auf na- tionalhbcralcn Antrag auf drei Fahre, 31. Dezember 1914. bemessen Artikel 16, der von ber Verschmelzung bestellender Krankenkassen zu einer handelt, erhalt auf Antrag Droescker in der entscheidenden Bestimmung folgende Fassung „Umfaßt der Mitgliederkreis einer flcmcnnimcit Eitskranken- faifc bereits einen großen Teil bei nach bem Nrankcnpersichcriings- gesetz Enskasfciivflicktigcn des Bezirkes, so kann mit Genehmigung des Ebcrversickcrungsamts diei'e Kaffe zur allgemeinen Erts- krankenkassc ausgestaltet werden." Die Beratung der a i f c n b c i m t c n b i c n fr o r b n u n g wird vorerst ausgesetzt Artikel 33, wonach Vertragt Verhältnisse, bic bei Inkrafttreten brr Reicksverfickcrungsordni i>g zwischen Kassen imb Aeriten bestehen, spätesten- md> fünf Fab n ei wird gestrichen, Rack 34 werden laiidesrccktliche Varschriften, die den Ticnirbcred)tigtcii zur Sorge für Kur und Pflege des erkrankten Gesindes ocrpflicktcii, aufgehoben, soweit bie Landesregierung sie nicht aii-.'drücklick aufrecht erhält Auf fortschrittlichen Antrag bleibt die Bestiirmung des Jj 464 ber Reicks- vcrfickcnmgsorbnung habet vorbelwlten, wonach das .'tranfen- gelb ruf den bem Dienstboten während der KranN.eit weiter- zuzahlenbeu Lolm angcrcchnrt werben kann. Freitag: Weiter- beratung. Ter Budgelausschnh ctzte heute bic Beratung des GesetzcntwursS betreffend die Tagegelder, Fahr- und Umzugskosten der kolonial- beamten fort. Vorn Zentrum wird vorgeschlagen, nur die tatsächlich gemachten Ausgaben zu vergüten, d n. die Fahr kosten mit einem prozentualen Zuschlag Von der Regierung- wirb zahlenmäßig barpclcgt, daß bic Bezüge der Beamten nackt Billigkeit bemessen seien und bic tatsächlichen Ausgaben nur unerheblich überschreiten Der Vorsitzende halt bic Vorlage einer Uebcrsicht über bic wichtigsten Routen und bic bafür zu zahlenden Entsckäbigungen für wünschenswert. Ter Schatzsekretär stellt solche Tabellen in Aussicht Der neue Antrag bringe in bic Ent- schäbigungssrage eine gewisse Ungleichheit hinein, da bic Erntens in Betracht komme, mit der die Bcsörbcrnngsmittel au»» gestattet sind. Von fortschrittlicher Seite wird die Vertagung der Verhandlung empfohlen, bis die gewünschten Unterlagen gegeben sind. Psennigfuchserci dürfe nicht getrieben werden. Ter HentrumS- antrag roirb von konservativer Seite befürwortet, .stleine Unterschiede dürften keine Rolle spielen. Die verwickelten Inlands« Vorschriften seien für Auslandsreisen nicht erforderlich Tas Eraebnis der Aussprache ist die grundsätzliche Zustim1 mung des Ausschusses zum Zentrumsantrage. Der Ausschuß steht den weiteren Vorschlägen der Regierung entgegen. Ter Schiffahrtöabgabenaußschusl führte heute bic er ft c Lesung ber Vorlage z u Enbe uirb am nächsten Mittwoch die zweite Lesung beginnen. Ein "."iura i der Bolkspartei, der > ui Reichsbehörde un die Feststellung des burd> Schissahrtsabgaben gedeckten Anteils der HersteNungs und Unterhaltungskosten c>,, Wasserstraßen schaffen wollte, wurde abgelehnt. Die in einer der trüberen Sitzungen von dem Ministerialdirektor Peters gemachte Mitteilung, daß 1896 Ecftcrrcid) beabsichtigt habe, auch Abgaben aus bei zu kancilisiercnben österreichischen Elbltreckc cinzusühren, bezeichnete em anberer Vertreter ber verbünbeten Regierungen als itiimögltdi. Ter Zeitpunkt für das Fnkrasttteten bcs Gesetzes soll durch kaiserliche.Verordnung mit Zustimmung des Bundesrats sestgesetzt werden. Der Ausschuß gegen die Kurpfuscher erledigte heute die mehrtägige Aussprache über die zu 5 3 gestellte Frage, ob bic Tierknrpf nschnrei IN bas >lurpsuscher- geietz mit cinbezogen werben solle. Die Auslassungen hierüber blieben nach wie vor geteilt Rcucs ergab auch die heutige Ausiptache nicht. Man einigte sich schließlich auf Vorschlag des Ministerialbirektors Tr. v. Foncguicrcs dahin, bic Frage nm- zukehren unb sie so zu fassen: Sollen bie Tiere von ber durch bas Gesetz zu tressenden Regelung ausgeschlossen werden? Diese Frage wurde verneint. Durch diese Umkehrung soll eine Bindung der Ausschußmitglieder auf die bereits beschloßenen Etnzclbestim- mungen hlmtchtlich ber Ticrbchanblnng vcrmiebcn werben. Am Dienstag, 23. Mai, beginnt bic Beratung des wichtigen $ 6, bet bic sogenannten Markenartikel, Vorbeugungsmittcl vsw. betrifft.___________________________________________________________________ Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 18. Mai. Anw eiend: Ebcrbürgernnificr Mecum: die Beigeordneten': Keller und Emmetius, die Stadtverordneten: Tr. Edel, Eichenauer, Faber, Gabriel, Grünewald, Habenicht, Heichelheim, Helfrich, Huhn, Fann, Fughardt, strnmm, Leck, Löber, Loos, Erdig, Petri, Plank, Tr. Schäfer, Schiftstaeot, Simon, Tr. Sommer, Troß, Urstadt, Vetters, Wallenfels, Tr. Wimmenauer, Winn. Mitteilungen. Von einem Fngenicur m Treiben ist Material ringegangen, wie sich das Deutsche Rrich billiges Geld verschaffen könne Heiterkeit). tl Baugesuche. Ein Baugefuch von Al'red T ö p e l m a n n , der Snd-Anlage 5 den Kniestock des Gartenhauses als Stock ausbaucn will, wird befürwortet. L. Borngäsfer will an seinem Rcilbau^Ecke der Rob- heimer und der tttoiboria 5trage das oberste Stockwerk in geschienenem Fachwerk ausführen, sowie Erker und Bolkonc an* bringen. Ttc Versammlung ist damit einveritanden -.'luch das Gesuch des ($efo. Kommerzienrats Gail um Genehmigung zur Einlage einer Holz-Einfriedigung und Errichtung einer Gartenhallc in der Neustadt findet (venehmigiing. Eine Ernsriedigung m Hol; will auch Ehr Schmidt II. an seinem Grundstück in bet Gutenbergstraßc anbringen, was genehmigt wird. Städtische Straßes- unb (Stuabstücksangelegeuheilen. Hutiabrikanr Schuchardt will das Grundsnick Wolkengasse 16, oas er kürzlich erworben hat, cntwö'sern. Tic Versammlung stimmt bem zu. Auch dem Ansckluß des Hauses Est-Anlage 37 Dr. Klein an das elektrische Kabelnctz wird zugeftimmt. Tas Telcgraphcnamr will Telegraphen- und Jyern» sprecklcitiingen m der Marburger uno in der Frankfurter Straß: uniericbifd) verlegen Tic Stadt übernimmt, wie früher, Die Wiederherstellung ber Straßen uno zwar zu gegen damals etwas erhöhten Preisen. 150 Quadratmeter Gelände am städtischen Lchlachthoi, bic für sonstige Zwecke ntchi benötigt stnd, werden an Moses Keßler ;um Packtprerse von jährlich 6 Mark verpachtet Keßler will dort seine Transportwagen unterbringen Wegen der Fußwcguntcrführuny unter der ober- Heimchen Eisenbati i m Zuge der Ebelstraß' roueöe mit der Eiienbatmverwaltunci rin Vertrag abgeschlossen, der genehmigt wird. Der Verttag >iehr u. a. eine von der Stadt zu zahlende Anerkennungsgebühr von 12 Mark und Zahlung von 1500 Pcark an die Bahn für die Umethalmngskosten vor. Sladtv.'W alten fet§ bemerrt, manUe dortTÄHer"freiwillig einen Uebergang über die Bahn aufgegeben und jetzt müsse man für die Wiedererlangung dieses Rechts noch finanzielle Opfer bringen. Stadtv. Simon ist der Ansicht, bloß an der Gelnhäufer Strecke habe man früher einen Uebergang gehabt, aber nicht an der Linie Gießen—Fulda. .Stadtv. Wallenfels widerspricht dem. Die alte Klinik. Die vom Stadtv. Labe nicht angeregte Besichtigung der alten Klinik hat vor 8 Tagen stattgefunden. Fast alle anwesenden Stadtverordneten haben sich dabei überzeugt, daß die Räume für die Unterbringung der städtischen Aemter wohl geeignet sind. Da aber Beigeordn. Georgi, der ein Gegner dieser Verwendungsart ist, heute nicht anwesend fein kann, schlägt der Vorsitzende Vertagung vor. Stadtv. Krumm ift mit der Vertagung einverstanden, schlägt aber vor, man solle versuchen, die Klinik zu verkaufen. Stadw. Wallenfels hält die Angelegenheit für wichtig genug, daß alle Mitglieder der Versammlung bei der Beschlußfassung zugegen sein sollten. Man solle den Verhandlungstag zeitig beftimmen, damit sich jeder danach einrichten könne. Dasselbe gelte von dem Antrag auf Errichtung eines städtischen Fuhrparkes. Stadtv. W i n n hat schon früher angeregt, die Klinik zu verkaufen. Wenn dies möglich sei, solle man es tun. Stadtv. Jann fragt ebenfalls, warum man die Klinik nicht verkaufen wolle. Ihm sei mitgeteilt worden, ein Agent habe schon recht ansehnlich darauf geboten. Wie der Vorsitzende mitteilt, habe ein Agent allerdings im Auftrag eines Konsortiums bei ihm angefragt, aber ein Gebot habe er nicht gemacht. Er habe dem Agenten gesagt, er möge eine Skizze bringen, wie das Konsortium das Gelände verwerten wolle; daraufhin sei aber der Agent nicht wiedergekommen. Stadtv. Eichenauer ist der Meinung, daß man im Falle des Verkaufs daraus sehen müsse, daß der Eingang zur Stadt nicht verschandelt wird. Der Vorsitzende ist auch der Ansicht, daß die Stadt sich ausbehalten müsse bei einem Verkauf, in welcher Weise das Grundstück bebaut werden dürfe. Man ]oUe zur Festsetzung der Bedingungen die Sache an die Baudeputation verweisen. Stadtv. Winn steht auf dem Standpunkt, daß bei einem Verkauf der Vorgarten erhalten bleiben muß. Stadt. Heichelheim fragt, auf welcher Basis man zur Bemessung des Grundstückspreises von 40 Mk. für den Quadratmeter gekommen sei. Der Vorsitzende erwidert, an der Straße sei das Gelände wohl so viel wert, nach der Bahn zu aber vielleicht bloß 20 Mark. Stadtv. Habenichtist zwar für die Vertagung, möchte aber die Sache beschleunigt haben. Es sei wohl nicht anzunehmen, daß die 300 Unterzeichner der Eingabe gegen die Verlegung der städtischen Aemter den der Stadt entstehenden Zinsverlust vergüten würden. Stadtv. L ö b e r erklärt, er habe zwar bei der Besichtigung gegen die Verlegung gesprochen, an der in der Bürgerschaft entstandenen Erregung habe er aber feinen Anteil. Dem .Vertagungsantrag wird zugestimmt. Bebauungspläne. Eine in dem Bebauungsplan für das Gelände zwischen Mittelweg und Veterinärflinik früher vorgesehene Straße ist in einer früheren Sitzung wegen des von Oskar Gutmann erhobenen Einspruchs fallen gelassen worden. Das Ministerium wünscht, daß die Versammlung nochmals zu der Sache Stellung nimmt. Tie Versammlung beschließt aber, keinen neuen Beschluß in der Sache zu fassen. Zu dem Bebauungsplan am Justizpalast liegt jetzt ein von dem Geh. Oberbaurat Hofmann in Darmstadt gemachter Vorschlag vor, mit dem die Bebauungsdeputation einverstanden ist. Danach sollen die beiden Seitenflügel des Justizgebäudes 4 Meter vor die Baufluchtlinie gebaut werden. Die verbleibenden 4 Meter der Vorgartenbreite sollen zum Bürgersteig, der dadurch 7 Meter breit wird, genommen und mit einigen Lindenbäumen bepflanzt werden. Stadtv. Grünewald ift zwar der Ansicht, daß es zu spät fei, Einwendungen gegen die Einrichtung des Gebäudes an jener Stelle und in der vorgesehenen Form zu erheben. Er wolle aber trotzdem seiner Ansicht Ausdruck verleihen, daß man das Gebäude in Verbindung mit dem bestehenden Justizgebäude hätte bringen müssen. Der Verkehr an den einzelnen Gerichten werde zeitraubend, wenn man sich erst anziehen müsse, um von einem zum anderen Gebäude zu gelangen. Man hätte gewiß dasselbe durch einen Anbau an das vorhandene Gebäude erreichen können. Ter Vorsitzende entgegnet, der Plan einer Verbindung beider Gebäude durch einen Gang sei vorgesehen. Stadtv. Winn ist nicht gegen das Projekt und wünscht, daß man in Zukunft auch anderen Leuten derartige Erleichterungen gewähre. Stadtv. L ö b c r möchte die Ansicht des Stadtv. Grünewald nicht unwidersprochen lassen. Andere Leute hätten den gewählten Platz für den richtigen gehalten, z. B. Stadtv. Dr. Gutfleisch, die Regierung, die Kammer und namentlich der frühere Oberbürgermeister Gnauth. Auch Gewerbetreibende müßten manchmal ihre Arbeitskleidung ablegen, um an einer anderen Stelle dann weiterzuarbeiten. Die Versammlung stimmt der neuen Regelung zu, Errichtung eines städtischen Fuhrparks. Der Vorsitzende führt aus, beim Brand der Villa Kempff habe sich gezeigt, daß unsere Löfcheinrichtungen unzulänglich feien. Die Feuerwehrleute sollten in solchen Fällen die Spritzen nicht selbst ziehen, aber die Bespannung habe auch versagt, sie sei viel zu spät gekommen. Man müsse eine eigene Pferdebespannung haben, da der Automobilbetrieb hier, wo man feine Berufsfeuerwehr habe, im gegebenen Augenblick leicht versagen könne, da die Autos sachgemäß und sorgfältig behandelt werden müßten. Erforderlich sei die Beschaffung eines Mannschaftswagens. Das Gerätehaus am Brandplatz fei zu klein und jetzt schon überfüllt. Außerdem lasse seine Lage ein schnelles Abfahren nicht zu. Man solle das Feuerwehrdepot an Oswalds Garten verlegen. Bei Ankauf der Eulerschen Besitzung hätten manche schon daran gedacht, hier später den städtischen Fuhrpark einzurichten. Für jetzt genüge es, 4—6 Pferde dort unterzubringen und in der Nähe die für zwei bis drei Geräte notwendigen Leute unterzubringen. Es sei zunächst also ein Stall und die Wohnungen für die Leute zu erbauen. Die Pferde könnten am Tage arbeiten. Tie Frage, ob man selbst Pferde anschaffen oder mit einem Unternehmer einen entsprechenden Vertrag abschließen solle, könne man für heute offen lassen. Für heute solle man nur dem Antrag zustimmen, daß die Baudeputation in anderen Städten persönlich Erkundigungen über die gemachten Erfahrungen einziehe. Stadtv. L ö b e r ist der Ansicht, man müsse der Baudepu- tation genaue Direktiven geben, was man wolle, sonst habe man rasch den Anfang zu einem eigenen Fuhrpark, den er bekämpfe. Wenn man bei dem letzten Brand die vorgeschlagene Einrichtung schon gehabt hätte, wäre die Sache doch nicht anders verlaufen. Taß das Gebäude am Brandplatz zu klein sei, gebe er zu, aber die rasche Abfahrt von dort sei möglich. Stadtv. Winn unterstützt den gestellten Antrag Und möchte die Frage der Einführung von Autospriyen doch geprüft haben. Vor einem städtischen Fuhrpark wolle er warnen. Man solle die Sache an öinen Unternehmer vergeben. Vielleicht könne man die alte Hofreite an der Marburger Straße benutzen. Stadtv. Troß würde letzteres nicht für günstig halten und fragt, warum gerade die Baudeputation die Erkundigungen ein- zieyen solle. Der Vorsitzende erwidert, dies geschehe, weil ihr das Feuerlöschwesen unterstellt sei. Stadtv. Wallenfels verweist auf die frühere Einrichtung, mit mehreren Fuhrleuten .Verträge abzuschließen und dem ersten am Platz erscheinenden"Prämten zu bezahlen. Er sei'gegen'die Errichtung eines Fuhrparks. Angesichts der für die nächste Zeit zu erwartenden besonderen Ausgaben und .Ausfälle (Londorf— Lollarer Bahn, Kliniksvertrag usw.) müsse man sparen, damit eine Steuererhöhung vermieden werde. Der Vorsitzende macht daraus aufmerksam, daß die Errichtung eines städtischen Fuhrparks heute nicht in Frage komme. Stadtv. Dr. Schäfer unterstützt den heute gestellten Antrag. Das sei der einzige Weg, zu Verbesserungen zu kommen. Stadtv. Heichelheim regt an, daß der heute zu wählende neue Branddirektor sich an den Informationsreisen beteiligen solle. Stadtv. Gabriel möchte eine bessere Alarmierung eingeführt haben und empfiehlt den Automobilbetrieb. Stadw. Krumm ift der Ansicht, bis jetzt hätten sich fast nur die Angstmacher hören lassen. Rücksicht auf die kleinen Fuhrunternehmer brauche man nicht zu nehmen, da sie ja jetzt schon bet den städtischen Fuhren zugunsten eines einzigen ausgeschaltet seien. Es sei selbstverständlich, daß man alles tun müsse, um auf dem Gebiet des Feuerlöschwesens die allerbesten Einrichtungen zu haben. Wenn der letzte Brand in einem enggebauten Stadtteil ausgebrochen wäre, hätte ein großes Unglück entstehen müssen. Stadtv. Petri stellt fest, daß eine Vermehrung der Feuerlöschgerätschaften nicht notwendig sei und bespricht die Frage, inwieweit die einzelnen Geräte fahrbar zu machen seien. Jedenfalls müsse die Möglichkeit geschaffen werden, daß die Mannschaften so rasch wie möglich zum Brandplatz kämen. Stadw. JugHardt schließt sich diesen Ausführungen an. Auch in anderen Städten habe man keine eigenen Pferde. Stadw. Winn möchte die Besichtigung in anderen Städten auch auf die Stallungen usw. ausgedehnt haben und schlägt vor, auch noch den Stadw. Simon zur Teilnahme daran zu wählen. Stadtv. Dr. Ebel stellt ausdrücklich fest, daß sich das hier Gesprochene nicht gegen die Feuerwehrleute richte. Sie führten ihre Uebungen genau und schnell aus, wie er sich wiederholt habe überzeugen können. Stadw. Helfrich hält die Anlage eines Pferdestalles bei den Geräten für sehr zweckmäßig. Stadw. Emmelius führt aus, es seien bei dem letzten Brand keine Fehler gemächt worden, aber es sei kein Wasser dagewesen; cs seien Schläuche geplatzt und es sei mehr Wasser fortgelaufen, wie die Feuerwehr verspritzt habe. Anscheinend seien Leute dagewesen, die nicht ganz nüchtern gewesen loären. Auch sei gesagt worden, die Wasserleitung habe während des Brandes Hochdruck nach der Frankfurter Straße zu gehabt. Der Vorsitzende erwidert, es sei Hochdruck gewesen. Wegen des neuen Friedhofs stehe die Leitung in der Marburger Straße immer unter Hochdruck und nach dem vorliegenden Diagramm sei am Brandtage von nachmittags 5 Uhr ab der Druck ganz gleichmäßig so hoch gewesen, daß der Wasserswahl 25 Meter hätte hoch gehen können. Die Schläuche seien geplatzt, weil an den Verteilungsröhren, die auf die Hydranten aufgesetzt wurden, keine Ventilhähne, sondern Konusverschlüsse seien. Die Schläuche seien im vorigen Jahre nicht auf Druck probiert worden, da Zeug- toart Riebel krank gewesen fei und man es versäumt habe, jemand anders damit zu beauftragen. Stadw. fieber sagt, die Aussprache habe gezeigt, daß die Pferde an den bemängelten Vorkommnissen nicht Schulo gewesen seien. Gegenüber dem Stadw.^ Krumm wolle er bemerken, daß es auch in der Schloßgasse schon gebrannt hätte. Die Feuerwehr sei dabei so bei der Hand gewesen, daß leider ein großer Teil stehen geblieben fei (Heiterkeit). Auch Stadw. Wrnn betont ausdrücklich, daß die Feuerwehrleute ihre Schuldigkeit vollauf getan hätten. Stadtv. Schaff ft aedt macht darauf aufmerksam, daß Städte in der ungefähren Größe Gießens zu- besichtigen seien. Stadtv. Jughardt regt an, daß man das Material aus anderen Städten über den städtischen Fuhrpark zirkulieren lassen solle. Stadw. Krumm betont nochmals, daß man mit allen Mitteln versuchen müsse, zu besseren Einrichwngen zu kommen. Stadw. Habenicht fragt, ob es richtig sei, daß der Türmer erst die Erlaubnis zum Stürmen bei der Polizei einholen müsse, wenn er einen Brand entdecke. Beig. Keller erwidert, nach der Instruktion habe der Türmer sofort zu stürmen. Es wird beschlossen, die Baudeputatton, den Branddirekwr und Stadw. Simon mit der Besichtigung der; Einrichwng in gleich großen .Städten wie Gießen zu beauftragen. Verschiedenes. Die Rechnung der Plock'schen Stiftung für 1909, die mit 5040 Mark Einnahme und 5014,69 Mark Ausgabe abschließt, wird genehmigt. Eine Rechnung, die durch Mäusevertilgungsversuche mit Typhuskulturen entstanden ist, wird mit 181,20 Mark bewilligt. Man hat keine besonders guten Erfolge bei dem Versuch gehabt, weshalb in Zukunft wieder vergifteter Weizen angewendet werden soll. Einige kleinere Lieferungen, die freihändig erfolgen sollen, werden nach den Anträgen erledigt. In der Großen M ü h l g a i s e werden 72 Quadratmeter Gelände an den Anlieger Bähr für 1950 Mark verkauft. Für dort noch notwendige Arbeiten werden 300 Mark bewilligt. Ein Vertrag mit Hochstätter wegen Geländeaustausches an der Schloßgasse, durch den bessere Grundstücksgrenzen geschaffen werden, findet Genehmigung. Stadw. Habenicht regt an, ein in dem Seitengäßchen ant Lindenplatz stehendes städtisches Häuschen abzubrechen. Wie der Vorsitzende mitteilt, ift dies schon in Aussicht genommen. Die von der Schlachthausdeputation erlassene Kü bl Hausordnung wird genehmigt. Die Gebühren für die Benutzung des Kühll-auses sollen für ein Stuck Großvieh 2 Mark, für Schweine 1 Mark, Kleinvieh 50 Pfennig und ein Kilo Fleisch 2 Pfennig betragen. Der Vorsitzende teilt mit, daß der Schlachthausneubau noch vor Pfingsten in Betrieb genommen werden soll, während die Kühlhalle kurz nach Pfingsten gebrauchsfähig sein wird. Auf Anregung des Stadw. Gabriel soll das Schlachthaus von den Stadtverordneten besucht werden (nächsten Mittwoch 5 Uhr) und auch für das Publikum an einem oder zwei Tagen zur Besichtigung freigegeben werden. Stadtv. Vetters macht darauf aufmerksam, daß der Einblick in das Frauenbad immer noch möglich sei. Bei der Schlachthofbesichtigung will man auf Vorschlag des Vorsitzenden davon Einsicht nehmen, damit bann Abhilfe geschaffen werden kann. Stadtv. Winn ersucht wiederum um bessere Herstellung der Bürgersteige in der Frankfurter Straße und bemängelt den schlechten Zustand der Klinikstraße. Stadtv. Grünewald tritt ebenfalls für Verbesserung der Klinikstraße ein. Der Vorsitzende führt aus, daß die Bürgersteige in der Frankfurter Straße erst nach den Arbeiten des Telegraphenamtes möglich fei. Die Herstellung der Klinikstraße sei Sache des Staates. Ihr schlechter Zustand sei durch die staatlichen Kanalisationsarbeiten hervorgerufen. Stadw. Dr. Ebel führt Klage über den unerträglichen Brandgeruch in der unteren Ludwigstraße, der Keplerstraße usw., der durch das Verbrennen von Gartenabfallen usw. in der Nähe entstehe. Stadtv. I a n n bemerkt, derselbe Uebelstand bestehe auch in anderen Stadtteilen. Stadtv. Löb er meint, nach den bestehenden Bestimmungen dürften die Leute in einer gewissen Entfernung ihre Hecken usw. verbrennen. Stadtv. Grünewald führt aus, daß gegen derartige Belästigungen den davon Betroffenen das zivilrechtliche Einspruchsrecht zustehe. Oeffentlich-rechtlich dagegen sei nichts zu machen. Stadtv. Habenicht fragt nach dem Stande der Umänderung der West-Anlage. Wie der Vorsitzende mitteilt, liegt ein Einspruch vor, über den zunächst entschieden werden muß. (Scricbhfaal. B.B. Darmstadt, 18. Mai. Eine umfangreiche Straf, kammerver Handlung fand heute im Schwurgerichtssaale statt. Es handelte sich um 23 Angeklagte, darunter acht Frauen aus Heppenheim und Umgebung, die sich wegen Vergehens gegen §§ 150 und 151 der Gewerbeordnung, Nötigung, Bedrohung, Mißhandlung, Hausfriedensbruch usw. zu verantworten haben. Die Anklage ist aus Streikausschreitungen erwachsen, die sich im Dezember v. I. in Sandbach ereigneten. Bei dem dort herrschenden Steinhauerausstand hatte sich' die Firma Breuer in Sandbach mehrere Arbeitswillige aus Baiern verschrieben, deren Ankunft die Stteikenden in die größte Aufregung versetzte. Als am 28. Dezember 18 Arbeitswillige in Heppenheim eintrafen, wurde seitens der Streikenden derart auf sie eingewirkt, daß die Mehrzachl alsbald die Rückkehr antrat. Vier von diesen Arbeitswilligen waren gleich nach ihrer Ankunst von ihrem Arbeitgeber in einer dortigen Wirtschaft untergebracln worden, hier kam es nu!n seitens der Stteikenden zu wüsten Ausschreitungen. Die Anklage vertritt Gerichtsassessor Gros, die Verteidigung führen die Rechtsanwälte Dr. Fulda und Bend- Heim. Da eine große Anzahl zu vernehmen ist, wird die Verhandlung morgen fortgesetzt. [I Marburg, 18. Mai. Das Schöffengericht verurteilte heute eine Reftaurativnsfrau, die ihre Dienstmädchen, mittelst eines Kübels Wasser, den sie über das Bett gegossen, geweckt hatte zu 30 Mk. Geldstrafe. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 18. Maß Das Hutabnehmen in öffentlichen Lokalen ift ein Höslichkeitszopf, der dem männlichen Deutschen im Gegensatz zu anderen, auch gebildeten Nationen seltsam und unbequem noch immer anhängt. Behält man z. B. in einem öffentlichen Kassenlokal zum Unterschied von den meisten Besuchern seinen Hut auf, so setzt man sich sogar bei der Herr scheinen Sitte der peinlichen Gefahr aus, von einem bureautratifdjen Beamten gerügt zu werden. Nimmt man aber seinen Hut ab, so sucht man oft vergeblich nach einem Haken (alle besetzt) und muß banir mit dem Hut in der einen Hand, mit der anderen erstaunliche Künste entwickeln, um mit Papieren und Geldern zurecht zu kommen. In modernen Verkehrsanstalten, auf der Post, in Zeitungsexpeditionen, in Banken usw. ist es daher längst üblich, ungeniert mit dem Hut auf dem Kopfe seine Geschäfte zu erledigen. Wir empfehlen in unseren beiden Steuerkassen das gleiche Verfahren und bitten die Vorsteher, zur Gewöhnung des männlichen Publikums an diese Neuerung gut sichtbare Anschläge zu machen: Hut aufbehalten! Der tierftänbige Staats- und Gemeindebürger wird vielleicht mit etwas tieferem, innerem Respekte der saueren Pflicht des Steuerzahlens genügen, wenn ihm die Ausübung diefer Pflicht äußerlich etwas erleichtert wird. Markte. [] Marburg, 18. Mai. Dem heute hier abgehobenen Schweine markt waren 1462 Ferkel, Lanier und Mastschweine zugefahren. Es kosteten 4—6 Wochen alle Ferkel das Paar 34 bis 36 Alk. und 2 bis 3 Monate alte Säufer 50 bis 64 Mk. Bei Schlachtschweinen wurden 59 Psg. für das Pfund Schlachtgewicht berechnet. fc. Wiesbaden, 18. Mai. Heu- und Stroh markt. Angesahren waren 41 Wagen Heu und Stroh. Man notierte: Heu 6.40—8.00 Mk., Stroh (Nichtstroh) 4.40—5.60 Alk. — Fruchtmarkt. Hafer 18.00—18.40 Mk. Alles für 100 Kilo. Verantwortlich für „Feuilleton" und „Vermischtes".: I. V.: August Goetz. Müller'sche Badeanstalt. W a s s e r iv ä r m e der Lahn 15 0 B. kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag b en 2 1. Mai, Rog ate. Gottesdienst. In der StadtUrche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten auS der Matthäusgemeinde. Vormittags 9V3 Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. In der Johannerkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer B e ch t o l s h e i m e r. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Lukasgemeinde. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Ausfeld. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johann es gemeinde. Pfarrer Aus seid. Abends 8 Uhr: Bibelbesprechung int Johannessaal. Himme 1 fahrtstag, den 25. Mai: In der Stadtkirche. 93ormittag§ 91/, Uhr: Pfarrer Schwabe. In der Zohannestirche. Vormittags 9*L Uhr: Professor D. Schia n. In der alten Zriedhosskapeilc. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. katholische Gemeinde. . Gottesdienst. Samstag den 2 0. M a i 1911: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag den 21. Mai, 5. Sonntag nach Oster n: (B i 11 w o ch e). Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. , um 7 Uhr: Die erste heil. Messe. , um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. , um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. , um 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt. Militärgottesdienst. Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre, darauf sakramentalische Bruderschafts-Andacht. Dienstag und Freitag abend um 6% Uhr ist Maiandacht. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der SiMgoae (Süd-Anlage). Samstag den 20. M a i 1911 Vorabend: 7.45 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Nachmittags: 4.00 Uhr. Sabbatausgang: 9.10 Uhr. Lindenfels i. W. Hotel Odenwald Pension Mk. 4.50. ss17/s Ad. Vogel. Vor Katarrh sich schützen tist wichtiger als ihn vertreiben und leichter dazu; denn es genügt bei drohender Erkältung, rauhem Hals u. drgl. ein paar der bekannten Wybert-Tabletten zu nehmen, die dem Hals sowohl tun, die Verschleimung beheben und die Stimme frei und klar machen. Die Schachtel kostet in allen Apotheken 1 Mark. Depot in Giessen: Pclikan-Apotiiekc, Kreuz 2-_____' es , ■ . f—■ liefert billigst die ßrühl'sche K IIUDPTC mit Firma Universitäts-Buch-und Stein- IVUvüllO Hill I II Ilia druckerei,Gießen,SchulstrJ Eck 4. L nit guten, 'M 13, 4 Feins Die Gei (Ohne 11. Zieht! Zie> Jor die Qt osj 500] 6! - «0 to 40oio । 879 j n 7061 : N N 587 10« 8 51 42] 141 $5$ । " 731 5| 15X5 ]f 583 [SW 1500) .791 21Ä 23csg ii 80 457 f« 8’- 613 c> 27m 109 3M 29 iwj 506 j „ 30003 81055 Hf JW [JOM] «3 795 IMO) 7 **>««? t sooSj! 56im A ’ teil «J100 II N°34 6 63-lU ?33 u, 3 h-' 4,1 lr, >45? 7 162 71 4S1 ,',ni 53 A 3153 y Stell' .. 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Medizrnelrdt i in bUuer Schrift ist des tiefem die hauptsädilidistcn bestand teile der sprich wörtlich beliebten Pflanzen-Butter-Margarine > In einschlägigen Geschäften erhältlich. SANA-Gesellsthaft mh.n,Cleve dastehenden Butter-Ersatzes, welcher unter dem Schutze des D.R.-P. Nr. tooqii allein von uns hergestellt wird. SANELLA sei 3 MARMELADEN1 von Aprikosen, Himbeeren, Erdbeeren u. Johannisbeeren per Topf ifc 1 Pf3 754 865 (500) 989 945 5 3059 560 «29 84 812 31 936 75 55073 2*8 5«$ 800 75 614 639 855 714 »17 153 «25 7« 434 757 410 126 595 «15 844 63 86048 8720* S« 903 615 64 929 14204$ 85 (1000] 28» 367 46* 6» 715 54 143012 244 430 540 771 144070 134 48 $75 63 (500) »7 471 67 (LOS) »72 (10 000) 1451«! $81 97 522 9« 821 61 9M 146045 61 13« 261 838 811 913 (500) »4 147030 [1000] 74 11$ 36 74 (1000) 17 575 703 SS 533 54 »3» 42 148135 78 78 838 438 524 625 787 865 (500) 116063 146 52 [5000] SOS [LOS] 133145 218 49» 134047 80 665 «3 06 435 (500] 137048 105 64 (Ohne 163 77 1 '583 051 94 561 737 714 24 77 340 78 487 [500] 554 600 955 1 49 260 609 715 $4 150046 197 442 (500) 52 604 666 71» 868 »58 64 151043 60 115 $32 385 [500] 570 759 1 52040 ( 500) 80 705 35 718 103047 12« 77 210 7* 513 627 104051 (3000) SO 66 220 637 82 918 42 1 05006 179 223 367 453 707 978 965 86 106' 3 [LOS] US (1000) 46« [3000] 590 80 933 43 158237 318 159036 37 [500] 11$ 28 878 160025 135 313 82 »9 228 300 « 2» (SOSO) «93 73« 857 87 VOS 21 »73 85110 (30001 53 277 409 10 62 506 671 76« 49 2» l 91 33« 57 43* 508 90 [500] 604 741 [500] 934 18 68 870 529 769 557 903 88167 $63 388 99 853 (ZOOS) 558 790 44 840 »79 1059 107 $20 35 8*4. 65 2254 62 8$ 583 6» 64» 73 705 875 (500) 267 60 500 23 637 6« 84« [500] 4105 290 344 »9 926 36 84 6093 $15 3M 59 »6 403 60$ 721 189124 $17 «*• 716 850 920 44 __ Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien ru 300 000 $ Gewinne ru 75 000. 2 zu 50 COO, 2 zu 40 OOP. 12 tu 30 000, 16 ru 15 000. 38 xu 10 000, 90 Kl 5000, 1338 en 67 678 838 80$ 430 343 301 11. Ziehunr 5. Kl. 224. Kgl. Prettss. Lotterie. Zle.*iuug vom 18. Mal 1911, vormittag*. Nur die Gewinne Uber 340 Mark rind den betretenden Nummern in Klammern beigefügt. Dio Gewinne fallen auf die bezeichneten Loee 844 57 118059 61 85 310 1» 56 401 512 [ 3000] 713 88» 119086 91 U3 435 [1000] 520 [500] 83 56109 256 66 302 678 972 5 710* «1 $14 «9 9« 493 3 10 25 (1000] 79 [30N)J 941 [3000] 581M 48 260 [500] 388 99 678 S9 703 62 90 832 919 59173 $75 Soll Ihr Auto stets rechtzeitig sein Ziel erreichen, und wollen Sie «ich unnöture Kraftansirentfuug bei der Heifen- monUyre ersparen, «o Laasen Sie Ihr Fahrzeug mit abnehmbarer versehen. In weniger als zwei Minuten gestattet sie selbst dem Laien die Auswechslung eines Keifens. -■ Spezialliste zu Diensten. ------- «7117 400 17 29 [500] 41 73« [500] 816 907 9 8055 17$ 2*3 514 79 642 68 612 99124 207 358 412 782 815 [1000] 2* 42 955 [1000] 65 100105 49 $11 47 40 64 510 71 75 «83 [3000] 753 101006 51 104 44 »3 216 49» 574 SO 643 47 102102 [1000] 35 $11 (500) 351 443 58 682 797 819 49 C* (500) 487 »7 613 78 711 88 921 [1000] 71 13000] 43 882 91 916 25 140140 558 k« 457 503 «4« 87$ 141214 [soo] 740 43 604 9 107104 [5O0] 108 248 384 46« 39 704 'S 824 89 11O104 15 4« 370 [1000] 81 407 528 707 41 so »9 172018 87 127 80 313 6G3 52 [500] SO 86 840 947 93 [10(0] 17312$ 56 37« 85 498 697 761 834 61 174000 13* 203 60 71 303 695 802 13000) 948 1 75140 85 (500) 2SS «25 720 43 k» 176115 20 475 85 531 749 681 »20 1 7 722* 82 99 411 [500] 55« 74 659 039 43 74 1 78047 120 247 60 (500) 568 507 677 703 806 60 179025 105 (500) 63 74 » [1000] 523 40 (5001 63 »4 721 818 180006 228 441 LOS 731 841 80 181025 «3 9T 126 45 *73 466 504 50 76 735 923 1 82153 813 38 415 710 [3600] 25 801 5 74 183058 $21 466 82 758 854 184.43 336 4'1 63 642 745 185G80 279 487 533 643 967 186160 86 472 519 633 35 967 77 (1000) 86 89 [1000] 18781T 460 640 41 18 872 406 93 664 794 [1000] 873 »22 23 956 164014 151 M M 310 402 73 50* 663 »30 [3000] 87 473 505 6 (3000) 65 [3000] 58 730 74 924 124115 330 42 «70 73 [3000] »1 859 98 957 12505» 484 664 757 SSO [500] 126056 70 (500) 163 (LOO) 99 206 307 [1000] 454 5Si «SS 80 [500] 8« (500] 88« 908 84 [500] 127203 348 9$ (500) 510 749 946 1 2 8021 600 32 »3 70« 63 85$ 64 129068 1=3 302 66 486 575 13O0C6 477 615 8$ 713 131120 561 621 60 «8 71 899 916 42 56 58 170041 (200) 72 288 [3000] 803 [1000] 29 413 67 76 120066 321 26 803 25 48 [3000] 7* 977 121040 355 57 689 783 880 [3000] »43 122065 163 3SS 41» 600 70« «40 »20 123009 53 ISO 87 $21 36 311 53 ri 7M4 131 203 69 84$ 77 474 527 50 53 66 71» 82ST 63 97 9» .187 557 [bOO] 690 »41 9-‘1 19689 300 540 607 [1000] 71« 2O060 $07 16 17 4*7 67 528 603 80« 15 914 [3000] 21145 327 568 7 5 221M 77 S$S 507 $5 755 817 »7 972 23 ' • 111 20 $8 67 (500] 489 534 754 837 989 97 24067 t-ö 457 (500) 500 65 673 764 809 63 25135 [1000] 227 45« f • fi:3 30 037 »7 26015 ISO $51 34/» 503 642 9*5 2» 5« «0 27001 51 173 SSO 9» 561 «31 35 7"! 54 878 933 28067 109 800 29 414 17 65 579 848 950 2 9191 $53 836 650 69 263 849 15303» 115 2OR 377 61 »73 15403» 279 891 469 653 »0 637 15501,9 (3000) 131 »36 418 (1000) «09 SU 156006 [500] 7 220 »S 332 453 157013 56 (506) $15 669 77 83 718 [500] 17 24 40 734 [3000] ___ 60034 84 158 67 $S« 401 94 713 22 49 6100$ 371 513 933 73 89 6 2123 89 461 509 76 600 35 72« 63122 367 5 5 414 521 25 50 90 662 771 64059 2< 323 405 [500] LOS 710 [500] 57 800 «7 65241 877 651 66098 [500] 143 209 382 544 603 18 59 64 74 » 57 7» 8=1 67" 18 66 4to 40 509 [500) 618 794 974 6 8015 43 (VN?) 471 [3000] 7S2 91 92 (500) 992 6 9092 165 8» *36 »31 476 627 65 [1000] 718 SM 87 924 M 70169 413 571 640 60 751 881 961 71173 25 75 [500] 486 636 72169 773 7 3001 219 67 330 96 520 748 73 78 2'5 65 98 74174 210 331 94 463 «17 81 707 SO« 974 75026 253 8=7 4S6 [500] 629 75 631 [1000] 76004 IM 423 7=7 911 77063 $36 899 421 44 60 63 501 40 84 98 «28 [1000] 90 720 905 (1000] 45 99 7 8 422 725 33 9S2 44 79003 57 [8"C] SS 361 468 7T 85 560 P9 695 833 8O001 170 2SS 359 97 52« 629 53 785 81137 210 »80 * 472 9 3 555 7 2 660 81 723 25 [1000] 8"2 »67 82125 kl 25t (500) 372 439 510 32 627 35 [500] M 793 907 8305= [W] 179 266 93 345 53 [500] 62 47$ 206 659 97 K9 913 49 84059 (500) U6 $35 [500] 594 477 504 “ *” Ph. Henkell Sonnenstraaae 14 empfiehlt m gröhter Auswahl: Tische, Stühle, Blumentische, Sessel, Spiegel, Kontorstühle und Papierkörbe. Dav Flechten, sowie sämtliche Reparaturen an Stühlen in kürzester Zeit. «203S (5001 806 904 49 84 30003 9$ 110 55 80 *82 317 74 7« 95 944 [1000] 3 1 055 124 8*1 87 469 503 10 601 806 [3000] 32131 52 815 [3000] 467 90 500 54 671 97 3 3117 244 833 437 (1000) 75 663 795 85$ »03 2$ 63 3 4 005 95 851 70 500 31 «02 4 878 COO] 7« 88 919 85 3 5006 860 68 474 8« 509 64» 743 6=4 »02 35 36000 13 88 $43 90 »57 8$ 53* 629 78 750 5* SM 9=6 3 7)95 *16 387 0$ 511 S3 91 601 807 [500] 71 »32 l.,"0| 6* 3 8 235 676 663 765 3 9050 [5000] »0 267 — Visitkarten bilL ' Preisen Brühl'sche Unlversltäts-Drackerel. Daunexx-Deckbetten mit guten, grauen Daunen reichlich gefüllt, Stück 21 Vit. Feder-Deckbetten rtück 13.50 Mk. 15.50 Ml. 18.50 Mt. 21.50 Mt. usw. Feder-Kissen Ctfitf 4.75 Mk. 5.50 Mk. 6.75 Mk. 8.— Mk. usw. 715 [5001 818 57 939 48 167023 102 49 74« 91 »8 558 94 168065 206 16 924 169148 [1000] 4M 15M 201 11405« 11516$ «9 54 80 405 742 40010 [500] 156 349 [1000] 400 69 95 509 48 7» 41 789 879 919 [500] 41143 $17 SOO *0 69 40* 622 69 (ICKXll 75 9« 94* [500] 49 8* 42131 293 818 6ö« fir >1 «6 801 4 3041 60 263 301 66 506 >4 79» 875 44'13 57 02 227 87 [1000] 318 477 623 852 78 92» 66 86 [ , ,] 45168 526 824 4 6002 24* 380 450 535 74» 898 4719« 479 532 666 87* 48091 514 874 75 4 9055 - 59 (3000) 955 709 41 S3 5111$ 8*6 9* Keuchhustensatt „Bonussin“ bei Katarrh, Atemnot, iiberanrir. Stimme, Hustenreiz, Best Extr. thymi c. Menth. ä 1.73 Mk. Pelikan-Apotheke. hv“/» Grasversteiqerung der Stadt Gießen. Die Stadt Wietzen lähr Montag den 22. Mai 1911 solgende GraSnutzunnen öffentlich meistbietend versteigern: 1. Vormittage« 9 Uhr an Crt und stelle die Eravnubung von den städtischen Grundstücken bei der Kläranlage in der Nabe der Margaretenbütte. 2. vormittags 91 /, Ubr an Crt und Stelle die Kleenubung von 4 Morgen Kelände bei der «iseubabnbrücke an der Klinik- straffe illr das ganze ftnbr; ,, 3. vormittags 10 Ubr an Ort und Stelle die einmalige Ab- crntungderWicseckböschuugcniinIcrbalddc-ElscnbgbnviaduktS. Zusammenkunst in der Hammstraffe am Eisenbabnubergann: 4 vormittags 11 Ubr an Ort und stelle die GraSnubung vom Nriedboi am NabrungSberg, wovon der obere Teil für daS ganze Jahr, der untere Teil zur einmaligen Aberntung vergeben roiTb' 5. nachmittags 2 Ubr in der Restauration von Melchior Schäfer Witwe, Kaiser Allee 4, die GraSnutzung von sämtlichen Feldwegen für daö ganze Jahr: 6. nachmittags 5 Ubr an Ort und Stelle die GraSnutzung I vom Rricbbof am Rvdtbcrg für das ganze Jahr. B11/» 89029 48 52 [500] 25 79 132 260 478 509 32 825 [JOOO] 939 75 90011 [ir-OO] 45 54 SO 86 05 243 308 $3 790 802 9134 . C3 419 55 937 [11)00] 63 9206» 112 61 $15 615 V L 53 9 3094 645 94 614 707 636 99 94011 191 679 60 «19 767 VS 963 9 5061 65 115 322 30 61 462 [1000] 513 ----, — —----- 73 [500) 755 9 6057 70 124 2« 42 265 610 700 $0 33 »04__3000, 2002 M 1000, 3672 tu 50Q Die Lieferung des zu (5200 Zentner veranschlagten Bedarfs nn Nuffkoblen II (ürlhc für die städtischen Anstalten ist für 1911 zu vergeben Die Lieferungsbedingungen liegen auf unserem Sekretariat — Zimmer 15 — zur Einsicht offen. /, Mit entsvrechender Aufschrift versehene Angebote sind biS 3, Hnni, vormittags 11 Ubr. bei unS einzureichen. ________ Tic Schreiner-, Weiffbinder und ravizierarbeiten für die Unterhaltung der fflcböube der »oberen Mädchenschule sollen Freitag den 26. Mai d. 7). borm. 10 Ubr öffentl ch vergeben werden. Die Unterlagen liegen auf unserem Hochbauamt zur Einsicht offen und sind Angebote bis zum genannten Termin dorthin einzureichen.______________________________B '• - Stadt, «ohnnngsnachwei» (Rieften, Asterweg 9. ES sind zu vermieten: _ 1 Wohnung von 10—11 Zimmern, 1 Wohnung von / Zimmern und 2 Mansardenzimmern, 1 Wohnung von 7 Zimmern. 1 Wohnung von 6 Zimmern, 1 Wohnung von si Zimmern mit Bureau und Lagerraum, 8 Wohnungen von 5 Zimmern. 1 Wohnung von 4-5 Zimmern, 4 Wohnungen von 4 Zimmern, 1 Wohnung von 3—4 Zimmern, 1 Wohnung von 3 Zimmern, 1 Wohnung von 2 Zimmern und 2 Kabinetten. 2 Wobnungen von 2 Zimmern. 1 Zimmer und Kammer. 8 möblierte Zimmer, 1 dreiitäck. Lagerhaus mit Pferdestall und Heuboden. 1 Laden mit 2 Schaufenstern. 2 Zimmern und Lagerraum, 2 Werkstätten. Zu mieten gesucht: 24 Wohnungen von 2—7 Zimmern. IB18» Städtischer rfrbeitsnachiHeis giessen Aslcrwcg 9. ES können eingestellt werden: n. bei hiesigen Arbeitgebern 1 Glaser, 3 Schreiner, 4 Svengler, 2 Schneider, 2 ^chubmacher, 1 Wagner, 2 HauSburschen, 1 Haushälterin, 1 BrütchenauS- trägerin. 1 Köchin, 3 Laufmädchen, 4 Dienstmädchen. Lehrlinge: 1 Friseur. 1 Wagner. 2 Schreiner,! Glaser. (tzaft- und Schankwirtschaitöverfoual: 1 Koch, 2 Kellner, Zimmer- und Kiichenmädchen.. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 Sckloffer. 3 Zimmergesellen, 2 Minser (Rahmenmacker), 1 Svengler, 2Sckneider, 2 Schuhmacher, 4 Maler und Sinnreicher. 3 Wagner, 1 Friseur, 6 Bau- und Möbelschremer, 2 Huf- und Wagenschmiede, 2 Polsterer und Taveziercr, 3 landwirtfch. Knechte, 1 illng. Bursche zum MilckauSfahrcn, 3 Dienstmädchen. (ffast- und SckankwirtsckaftSvcrional: 1 läng. Kellner, 1 Köchin, Kllckenmädchen. 1 Kllckcnbursche. ^Schuhmacher, ! Buchbinder, 1 Tapezier, 1 Sckloffer, 1 Scknetd- mliller, 1 Maurer, 1 Eifendreber, 1 Heizer, 1 Kistenmacher und Packer, 1 Lagerarbeiter, 2 Gartenarbeiter, 1 HmrSdiener, » Tag- löliner, 2 Hausburschen, 1 Zuhrfneckt, 1 Schneiderin und Stickerin, 1 Büglerin. 1 Näherin. 1 Waschfrau, 1 Kindermädchen, 1 Buchhalter, 1 Sckreiber. Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Elektromonteur. Gast- und SckankwirtschaftSverional: Kellner, Aushilfskellner, Zävfer._______ LouifenBrunnen Vilbeler Urquelle Natürliches Mineralwasser mit natürl. Kohlensäurezusatz. W ohlschmeckendes Tafel- und Gesundheitswasser I. Ranges — ■ Jedes Quantum frei Haus — » Haupt-Niederlage: 3305 Willy Weisel, Statt besonderer Anzeige. Heute verschied sanft nach längerem Kranksein unser lieber Gatte und Vater HW Herr Gustav Hornberger im 58. Lebensjahre. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 31/. Uhr von der Halle des neuen israelitischen Friedhofs aus statt. Kondolenzbesuche dankend verbeten. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Jenaiy Hornberger geb. Speyer. Giessen (Marburger Strasse 10), 18; Mai 1911. Todes Anzeige. Heute nachmittag 2 Uhr entschlief sanft unsere liebe Schwägerin und Tante Frau Katharina Fuchs geb. Klinket Witwe des weiland Kronberzogl. Bürgermeisters Heinrich F-uchS zu Lollar im 85. Lebensjahr. Namens der Anverwandten: C. Schwalm. Lollar, den 17. Mai 1911. Die Beerdigung findet statt Samstag den 20. Mai, nachmittags l‘ : Uhr. 3314 General-Versammlung der Spar- u. Leihfasse Watzenborn-Steinberg A.-G. findet statt den 16. Fuui l. I., nachmittags 3 Uhr, im Lokale '---- des Georg Häuser XIV. zu Steinberg. ■■ Tagesordnung: 1. Abhör der Rechnung pro 1910 2. Verwendung deS Reingewinnes 3. Entlastung des Vorstandes und AufsichtSrateS 4. Ueberschreibung von Aktien 5. ErgänzungSwahl deS Aussichtsrates und der Revisions-Kommission. Watzenborn, den 18. Mai 1911. 3321 Ter Vorstand. RKE> Telephon 435 Schnlstr. 10 NiedeilaqeiSB in den meisten^ Verkehrsptan der ersre Versuch. Treis 10.50 12 50 und 15.50 Allein Verkauf für Giessen n. Umgebun der elegant, haltbar and nicht teuer ist dann kaufen Sie Salvator - Stiefel v Wollen Sie einen Stiefel tragen, Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: ■ ; '' '• Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verlust sagen innigen Dank Lina Starke geh. Stdipp Adolf Geriipp. Frankfurt a. M., Mülhausen i. Els., den 18. Mai 1911. hv18/s ■. ■■■•<■ - • ;; Spar- 0.MM1 E. h. u. B. zi hi™. Heuchelheim, den 18. Mai 1911. 3309 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste, sowie für die trostreichen Worte deS Herrn Pfarrer Glück sprechen wir hiermit allen unseren herzlichsten Dank aus. Familie Ludwig Neide! II. bau XiiÄWMiM des Dekanats Giessen = Bilanz am 31. Dezember 1910. Aktiva. JH, 1. Kassenvorrat 6 322.48 2. Vorschüsse auf Schuldscheine 123 967.29 3. Hypotheken 241834.57 4. Laufende Rechnungen 28 422.14 5. Kaufschillinge 12 751.31 6. Wertpapiere 8 199.14 7. Zinsenreste und Stückzinsen 9 544.73 8. Ausstehende Gerichtskosten 30.25 9. Mobiliar 65.— Passiva. jH, 1. Geschäftsguthabcn der Mitglieder 16 055.46 2. Reservefonds 26181.99 3. Kapitaleinlagen 385 457.82 4. Borauserhobene Kaufgeldzinsen 240.10 5. Reingewinn 3 201.54 Summa der Aktiva 431136.91 Summa der Passiva 431136.91 Mitgliederstand am 31. Dezember 1909 ..... 238 Zugang in 1910 ......... . 3 "241 Abgang in 1910....... 7 Daher Mitglicderstand Ende 1910.......234 Die Rechnung liegt acht Tage lang zur Einsicht der Vereinsmitglieder beim Rechner offen. Daubringen, den 18. Mai 1911. Wilh. Albach Christ. Weimer Wilh. Schwalb II Direktor. Kontrolleur Rechner. Die Mitglieder de§ oben benannten Vereins werden hiermit auf Sonntag den 28. d. MtS., nachm. 31/, Uhr, | SU einer 3302 General - Versammlung bei Wirt Ludwig Weimer freundlichst eingeladen. TageS-Ordnung: 1. Rechnungsvorlage pro 1910. 2. Verwendung des Reingewinns. 3. Ausschluß i von Mitgliedern. 4. ErgänzungSwahl deS Vor-; stand es und Aufsichtsrats. 5. Verschiedenes. Für den Aufsichtsrat: Wilhelm Grölz. Unser Hausbursch Friederich - - - So putzt , Schuhcreme | Pilo 1 blos. ist heut beinah äusser sich, dennderStiefel blitzt tarnos Sonntag den 2k. Mai, nachmittags 3 Uhr io der Kirche zu 8« Nachversammlung 5 Uhr im Garten deS Holländischen Dw/s Der Borstand. Wilh. Finger Fronhausen a. Lahn. Zementwarenfabrik n, Banmaterlalienhandlnng Niederlage: Fronhausen a. Lahn und Güterbahnhof Lollar, hält sich bei Bedarf bestens empfohlen. Auskunft erteilt auch: Friedrich Schupp, Gastwirt und Uhrmacher, Lollar. sind meine fernAM in schwarz und braun Chevreau, Boxcalf. mit und ohne Lackkappen, Derby, in der «950 Preislage Seit Einführung dieser Preislage haben sich meine Damen- und Herren-Stiefel vorzüglich eingeführt. Ein Versuch genügt, auch Sie als dauernden Kunden zu gewinnen. Schuhhaus Ea. 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