Zweiter Blatt 161. Jahrgang Nr. 198 Trschkinl tS-llch mtt Ausnahme de» Sonntag». 3 4 5. 6. rftrf) getan und erarbeitet bnt, da- ist Millionen beutfdief Protestanten bekannt. Die „•Itfteitr tfeellltiblärtet" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, da? ..Kreisbialt fir 6« Kreis «letze," zweimal wöchentlich. Die „randwlrtschastllchen reit- frage," erscheinen monatlich zweimal. Deutscher Handwerk- und Ecwcrbetammcrlag. ~ Düsseldorf, 23. August. artig "-""LmL----,, ßr. Gentner „Nigrin“e technischer Erzeugnisse unh ricfirifdbfr Energie sind, als digen rkflrolfd'iuidirn 3nfiallationeitimcn, baden ein Inter- nie daran, das; zablreide letünngeiäbigc . iitcr üdi fon- kurncrendc Firmen für eine ircic Auswahl beim Bezüge elcfitotccbniidofr Erzeugniiie Gewähr leisten Tas glcidic Inlereiie hat das Handwerk an der Erhaltung eines leislungsiahigen, tviriithoiilidi selbständigen elektro itchnüdifn Installalionsgewerbis. das beniirn erscheint, rin bedeutsames lcbenskrasttgcs Glied des deutschen Wittel - uandes zu werden. Tiefen Interessen des bcund-cn .Handwerks wirken die bei der Errichtung elektrischer Ueberlandzentralen auürctcnbcn oftenen und versteckten Installanons- und Matenas Monopole entgegen. 3tc bewirken, baß die iogenanmen elektrotech niichen svczialiabriken und die clfhroted)niidicn Installa- nonsnrmen innerhalb des Bersorgungsgebiete- der de- lressenden Ueberlandzentrale ausgeid'allel werden Tic Errichtung derartiger Monopole in daher von den staats- und Gemeinbebchörben unter allen Umständen zu behandelten? Tas Genossenf'chastsgesetz, das jeder Art staatlichen Aunicht- rechts ängstlich aus dem Lege gebt, gibt ja an und für ,rch den staatlichen Lrqanen keine handhabe zum Eingreifen. 2vcmi aber der Fall, wie hier, so stark das allgemeine Tagesgewru-n bildete, daß In? «Gerüchte auch zu den Lhren der „abgeschlotlen Berwaltungskreise" bringen mußten, so hätte man doch erioar; •’ bürten, daß hiervon von irgend einet stelle der „zuständi Btchöcde „zur gefälligen weiteten Beranlassung" Kenntnis g: geben worden wäre. Gemeinde und stirche in Rieder-Modau sollen, wic man hört, mit dem blauen Auge davon kommen. Wenn, was roir honen, die Sanierung bet Sparkasse mit Ur.: - -c nojsenidansoank g< ' gt i d ein . :anR .Amerika. v Tie überseeische Einwanderung^ über die Häfen Bremen und Hamburg umfaßte tm Jahre 1910 154 393 Personen, darunter 99 4 29 aus Nordamerika, 10 - Id aus Snbanierifa, 952 aus Westindien und Mexiko. 4b<< aus Afrika (hierunter 904 Mann deutscher -truppen , z""i Ostasien und 531 aus Australien. Donnerstag, 24- August 1911 Rotationsdruck und Verlag der Brubl'schen Universität«-Buch- und Cteindruckerei. R. Lange. Dietzen. Redaktion, Expedition und Truderet: 6d>ul* stratze 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion: «S1ir.Tel.-Sldru Anze,gerDietzen. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gdeihejjen ehu°°S^ MckM ■M17 Lose ein Treffrl üaupt^eWiDne Wert L Wo« 10,000 5006 wkta Lose 3 Hm Porto und Liste 30 pj? irsenden die GenerakiebÜ; ödIs Hederlcli, Frankfort/V. !lS. Schäfer, DüsuMarf X uch zu haben In allen L» ine-Geschäften sowie W en Königl. Preussiscb-B» sehen Lotterie-Einnebmen -hen. '«LL-K » =) taaV“k^, ■ Mas« in die "'""W'S Stand ? biirft in der Gründung uno uniertmtzung von einsicounge» tituttiarung zu imamn, eine gcnossenscbaflcn nadi dem in Hamwver gegebenen Muster ein 1 Verbandsrevisor beantragt? empfehlenswertes Mittel, um bas öorgunroeiat . unD nircbenrechner untcriieUt war, damchs von dem sowie die, eine Lösung der Arbeuslo'emrage aw micrnationalcm I 6m9 bcr ^tütatum ?.'i,neilung gemacht hat Gleichwohl wurv. Gebiete zu regeln. Er kommt zu dem datz die ganze Ar-! bie Verwaltung der Gemeinde- und beitslosenfrage nicht gelost werden könne, ehe nicht die schuld- flurf) ^chdem noch vor zwei Jahren „größere Unregeb frage in rem objektiver Lene geloft ict. Mäßigkeiten in der Führung der -parkasie aiiigedech worden wurden bi« totiäS. be» $oma9«nb«n|Ä^to verdichtete", obwohl nach Dem Abgänge Adams em Beamter bet Genossenschaftsbank zwei Jahre die soarka.w verwaltete, ohne etwas von Unregelmäßigkeiten zu merken, "t «mch «ms der vielen ungelösten Rätsel. Lar den onichieoenen Auffichtsbchord:n, war der Genossenschaftsbank, der .streditgeberui der svarkane, war dem Kreisami u a ganz unbekannt, daß redliche Geldmititu.: die Wechsel der Nteder-Modauer Lvarkaste nur autzerst vorftchlig VTachstt“5116 Boh»erwach’ ^breibpolitlU FeriN«»*1 p|0ck8tr«sse 1 verhindern. 3u diesem Iweck sind in den mit der Ueberlandzentrale ab' «X Ä I sprechende AuSsührung der Anlagen bietet und ihm die völlige E^stunt zum Batet , '^lebigten, • , „ Freiheit beim Bezüge der von ihm bei bet Herstellung ber | - ' ? . . . Anlagen benöt und Mat nahen ,, , . u|. . M gewährleistet wirb, vorausgesetzt, da» bin. .".a'dnnen, Die Aeberwachung der genonenscyasllllyen dpur- Apparate unb Materialien ebenfalls den an sie vom je»I . Tteirlohoii e r ,o arfjen und nad, §53 sind die Eiiinchtungen der Ge- die von der Ueberlandzentrale selbst etwa installierten ^jjenschast und die Geschäftsführung derselben in allen Zweigen Anlagen zu erstrecken soll die Abnahmeprüfung burd , st, H ■> iit iebtm zweit n die Ueberlandzentrale geschehen, darf keine Prüfnngs-1 P^üsuiig burd) einen der Genossenschaft nicht angeborenben fad u R visor -ii unter» rfen Tei 8 11 joe l> c Eine ettoa zu hinterlegende Sicherheitsleistung hat !ur I ^en Mi^igiicbefn des Aussidstsrals, daß sie die sorg'all eines bas gesamte Versorgungsgebiet der Ueberlanbzentralcl Geidiansmannes anwenden unb bciinnmt weiter, daß, Geltung. . ~ .., ! wenn sie ihren Cbhcgcnbeiten nicht Nachkommen, ber Genonen d, Besonbere Vorschrisicn, wie ^nftahationsvorichri'teii, „„,'önlich unb solidarisd) für den dadurch entstandenen oder stromlieferungsbcdlnaungen, die nicht Teile pes . baiten izessions ober Stromlieserungsvertrages sind, dürfen von der Ueberlandzentrale nur mit Genehmigung durch D. Friedrich Mever war geboren am lt). ^Choln-r 1340 in Annaberg sachien. Aadidem er in Leipng Tbeologic studiert hatte, bekleidet.- er geistliche Aemter m Meerane. Tobna, ehan iup unb würbe Anfang ber flchtuger Jahre supermtendeiit ut Zwickau Im Jahre 1901 verlieh ibm bte tbrologiid'c Fakultät der Universität Halle den theologischen Tohoi honoris causa. 190 der sächsische Honig den TU et „Ele Heimer Mirdicm.i: Als Begründer und Voriifienber der iü Ain eben kirchlichei-. Konferenz p,fegte er allfährlich vrogrammatiiche Anivrachen ui halten, die für baS innerkirchliche Heben sadisens von große» Bedeutiing waren. Er !>at das „Reue sächsische stirchenblatt" geidianen und war seit 1902 Mitheiausgeber der „Wartburg" Hervorgelreten in er n-ciier als Mitglied der sächsischen L'anbeoiunobc unb ihres Ausschusses: bann aber ganz besonders als Mitbegiiliider be' Evangelischen Bundes, al# sein Zentralvorstandomitglied unb als Voriivenber des sächsischen Landesvereins auf sämtlichen okneral Versammlungen beS Bunbes unb bei zahllosen anberen Gelegen heilen Bon enticbeibenber Bedeutung war cnbhdi feine Muarbe,. an leitenbcr stelle bei ber Versorgung ber enangclndten Mird • in Lesterreich, ber burd» bie evangelische Bewegung neue Auf w Kitt 8LV- icicr, 10 3t. 75 Pik. Sogtü- er Vanbcicr. 2t. 9 Psg. tny. Ullrich, LchlosikaHc 7. W wiebelkuchei jeden Montlik, Miilwoj: tag v. 9 Ubr vom. ab nri Friede. Noll, frotbädtt eine LveziabLssertc uEr klmBlMWichilü. iit weben i*RI icnenMWxV'tereiTetiie foflenfrawTitnta. hzeitig emvi- sm broorm. laiiigcr s2unlnät unter uote anlic für der Statistik de. Deutschen Reichs ist die natürliche Bevölkerungsbelvegunq des Jahres 1909 und die überseeische Auswanderung des Jahres 1910 dargcstcllt. Im Jahre 1909 wurden in» Deutschen Reich 494 12. I Ehen geschlossen, das sind 6493 oder 1,3 v H. loeniger als im Vorjahre. Auch die Zahl der Geburten hat abgenommen, es wurden im Jahre 1909 2 038357, im I Jahre 1908 2076660 stinder geboren, die Zahl der Ge«I borencn hat demnach um 1,8 v. H. abgenommen. Wod) stärker gefallen ist die Zahl der Ge» stör denen, da im Jahre 1909 mir 1 154 296 sterbefälle gegen 1 197 098 int Boriahre gemeldet sind, was einer Ab> I nähme um 3,6 v. H. entspricht. Drop der bedeutenden Zu nähme der deutschen Bevölkerung ist diese Zahl der sterbe- fälle die geringste, die seit Gründung des Reiches beobachtet worden ist. Auf je tausend Personen kamen im Jahre 1909 la,4b Eheschließendc, 31,91 Geborene und 18,07 Gestorbene, im Vorfahre waren diese Verhältniszahlen der Reihe nach 15,8*', 32,97 und 19,01. Tic natürliche Vermehrung dee- deutschen Volkes oder der Ueberschuß berJScborenni über die Gestorbenen war hiernach — 884 061 Seelen obn 13,84 auf taufend der Bevölkerung. Tas A11 e r der H e i r a t e n d e n war bei den Männern in 30 v. H. der Fälle unter 25 und in 71,5 v. H. unter 30 Jahren, bei den Frauen in 58,2 v. H. der Fälle unter 25 Jahren. 427 327 ledige Männer schlossen die Ehe mit ledigen Mädchen, 11927 Litwer mit Litmen und 80f) ge | schiedene Männer mit geschiedenen Frauen. In 445923 Fällen wurde die Ehe zwischen Personen desselben Religion vekenntnisses geschlosieit, und zwar waren beide Eheleute tn 293 212 Fällen evangelisch, in 148 838 Fällen katholisch und in 3873 Fällen israelitisch. Mischehen wurden in 47069 ober 9,5 von hundert Fällen einaegangen, davon 41090 zwischen Evangelischen und statholilen. Bon den 2 038 357 Geborenen des Jahres 1909 waren 197b278 oder 97,05 v. H. Lebendgeborene unb 60079 ober 2,95 v. H. Totgeborene. Mehrlingsgeburi en tour den 26 157 ober 12,8 vom Tausend der Geburten überhaupt gezahlt, unb zwar 25 893 Zwillingsgeburten, 261 Trillings gebürten unb 3 Vierlingsgeburten Im ganzen kamen bei Den Mehrlingsgeburten 52581 Kinder zur Welt. Unter den 1154296 Sterbefällen des Jahres 19091 Konzession#- ober Stromlieferungsvertrages find, durkeni-^'- dauernde Uebci wack waren 60079 Totgeborene und 335 436 Hinter im ersten von ber Urf>erlanbjcntrale nur mit Genehmigung durch rem Ju ndHer t ”tg i bestimmten Lebensjahre. Aus)e. hundert Lebendgeborene kamen hier ber SdÄäum^ S bat.Äüanb, Aufsichtsrat unb Kassierer nach 17,0 Sterbetage int erften Lebensiahre T»e,es bedeutet e) ^^^1.^bes^Urwrim^ nQ(t) Vorschrift führen. eine Abnahme ber Säuglingssterblichkeit gegenüber b«- verteilungsneven emschließliä) ber Transformatoren^ Tie Tätigkeit ber .,Rcvisio n" wird nun genau wie nn icnigen ber vorhergehendeil Jahre, ist aber im Vergleiche ftationenj zu verwendenden Materialien und hiniicht- ^taa: und Gcmeinde^Rcchnungswesen äutzerst erfchwert und ihre mit anderen Kulturländern noch immer eine recht bedeutende lt(^ der Anordnung unb Bemessung ber Anlagen unb U^liamlei mehr ober minder in Frage gestellt, wenn die Ron ihrer Teile bad bie Ueberlandzentrale keine tngetenI tro[[ d . örtlick I! Verwaltung, bereu Angaben, Aufzeichnungen Die RaBl ber Eheschließungen, Geburten und Sterbe Vorschriften machen, ai<- solche, bie >>d' an* den jemals> . fälle ist ebenso wie für die Gesamtheit des Reichs auch für geltenden Vorschriften Normalien unb Lcmaycn be5 Ionnlcn - hu Unteridjlagungen b > der snenbacher s am- Xifn hi ■ her ah 111 hen kleineren Derwaltuna»bezirkeii Verbandes bcui'chcr Elektrotechniker ergeben kalte durch die Revnion, ober wie ec. ,111 Staal, und Gemeinch V H in -r 1 'Jn h ! ivnna Iimiinitni b • ! Ten Handwerkskammern, iii b streiten, Zizirksamtern, *lmt. hotiptntaninchattcn, Lber i aintern, Amtsbezirken usw. ausgefuhrt. Auch werden bicl Ucberlanbjcntrale out Verlangen Auskunit über bas ocr ^cinfUlt)Cüirlvaltung beauftragte stelle volNianbig verfugte, für das Deutsche Reich geltenden Zahlen mit denen Der- Bauvrogramm, bie Termine für den Anschluß bei fin- un-ojcrn jebcr Begriff über ben Zweck der Kontrollführung fchiebener außerbeutscher und außereuropäischer Länder ver- ielncn Kreise ober Gerncinben, die stromverhaltnrnc glichen. »u erteilen uno Einblick in bie Anschlutzanmel ■ ^n;ri,irc.t bfi bfV Nieber Modauer Sparkasse ähnliche Vcr- Tie Zahl der im Jahre 1910 über deutsche Hasen aus- düngen zu gewahren. hältnitsc vorlicqen. ob der Aufsichtsrat, ob der Rcvi'or ober q c to a it b c r t c ii Personen stellt sich auf 2/602/, 8. Tic Handw erkskam mern aufderen tfciirt |id)ba55.« ihren Obliegenheiten nicht gcivachien waren ober nicht .asÄssju« s-sHh1 Deutsche, darunter uber^Antwerpen u^r ^terbani ® t u n <> n g - 9 • w ^te ber Handwerkskammer-1 forderlichen Fachkenntnisse im Bank-, (Veld- unb echnuiigsweten und Amsterbam 2108 ^te ^bsamtzahl ber beutfäien Au. . 6 är ©ienbed Hannover übernommen. Er führte ;u Gebote stehen, Jmb wohl nicht w ohne weiteres von der Wanderer betrug al,o im Jahre 1910: a3I (1909. -492U ^run6ung ron foid:cn Genossenschaften hauvl'acht ich Hand zu weisen, xte maßgebenden § kcll en, zu denen wir auch An dieser Gesamtzahl der deutschen Auswanderer unb alH Auswanderungsgebiete beteiligt: Bayern, Branbenburg mit .Ajcnschail m Hannover nunmehr cm Jahr lang besteht, ver- hätten unter allen Umstanden ihren Einflutz dahin geltend m di Auswanderern /O72 auf bte Landwirtfchast, auf Berg^ -m^ ha . ^chluv wurde folgende Entschließung die die 2 patten im Mooautal unb in zarmltabt oonben xadi-rn bau und Induftrie, 3a9o auf Handel unb Verkehrsgewerbe J pfiffen, zu £pren gekommen icm Sarum wurde nicht rechte itig einschliestlich Gast- und schankwirtschaft. 9 ^cr l9 Tcutiche Handwerks- unb Gewerbekammertag er von ihm, wenn er nicht selbst in dcr Hage war, die erwrder 1 iche Unter den über deutsche Häsen ausgewanberten §remden 1 - t)er (Endung uno I!nierftüf.ung von Ernzichunge Aufklärung zu schaffen, eine auverorbenlltche Rcvifton durch Den befattden sich 105 662 Russen, 84 426 Lesterreicher unb 56 861 > -- -- ••• flhnt« em l c — - rocrbcförbcrungdanftalt der Rheiiwrovinz und oer'änebene andere 2rl München Traucrbc.tfdiüft, bi: in werten rtreuen bcs beutichen Tro unter den Teilnehmern der Tagung, der von der Handwerk^.- .-.-.^ntismus erfthütternb wirken wirb: Liner feiner besten iammer Straßburg zu diesem bema wlgcnde I . nolt-tumlickuten Männer, ber Geheime 8 tr cki e n- Entfchlrestung rat v Friedrich Meyer-Zwickau, ist am Mittwoch bie9 Herstellung elektrotcchn»,chcr Grzeug ?einc Lebensarbeit ron: ul:r ben Rahmen lerne» um - nisse und die Errichtung elekirifÄ.er An- gewesen ist. was er befonbers wr den Evan lagen zu monopolisieren, hegen nicht w l ischei?Bunb, dessen ..'^begrunder unb ^ntr°looruanb- Interesse des deuli dien Handwerks. ! S unb für die cvangelnchc ftirche in -chtcr- Sowohl die Handwerkszweege, bie stomumentcn elektro-mUgheo sind auch die Sparkasseneinlagen nicht geschädigt und nur die Genossenschaftler werden aus eine Reihe von Jahren aus alle Gewinnanteile verzichte,: müssen. 2er letzte Akt des Dramas wird aber sicherlich eine Ansrage des Abgeordneten N. N. in der Zweiten Kammer sein: Ist Großh. Regierung bekannt, daß usw. usw. und was gedenkt Großh. Regierung zu tun----? Aus Stadt und Land. Gießen, 24, August 1911. ** Für die Schw Urgerichtssitzung en des Land- gcrichts der Provinz Oberhessen für das 3. Quartal ist folgende Geschworeneuliste ausgelost worden: 1. Gg. Ulrich, Rentner in Friedberg, 2. Fritz Klingelhöffer, Fürstl. Oberförster in Gedern, 3. ^ohs. Oestreich VI., Gemcindeeinnehmer in Stockhausen, Kr. Lauterbach, 4. Johs. Luft, Landwirt in Buscnborn, 5. Aug. Einolf, Kaufmann in Homberg a. Ohn:, 6. Jos. Aicher, Prokurist in Hirzenhain, 7. Hch. Keller, Rentner in Ossenheini, 8. Hch. Tuchardt VIII., Metzgermeister in Lauterbach, 9. Paul Heitzenröder, Bürgermeister in Nd.- Moos, 10. Friedr. Leip old, Gutspächter in Münzenberg, 11. Berthold von Helmolt, Major a. D. in Friedberg, 12. -liilfj. Hanstein, Kaufmann in Gießen, 13. Karl Oppermann, Gutsbesitzer in Lehrbach, 11. Werner Diehm, Kaufmann in Lauterbach, 15. Konr. Döring, Landwirt in Willofs, 16. Otto Lindt, Buchdruckcreibesitzer in Gießen, 17. Pet. Hch. Wilhelm Llöß, Architekt in Vilbel, 18. Nik. Th. Ferdinand Ewald, Landwirt in Ockstadt, 19. Hugo Schudt, Landwirt in Dorheim, 20. Otto Völzing, Landwirt :n Groß-Felda, 21. Hch. Stein I., Landwirt in Stumpertenrod, 22. Johs. Weil, Ge- mcindcrechner in Münzenberg, 23. Phil. Krausgrill XL, Kaufmann in Rieder-Weisel, 24. Karl Keutzer L, Kaufmann in Lauterbach, 25. Hch. Ubrich, Rentner in Friedberg, 26. Hch. Schaaf VI., Bürgermeister in Eichelhain, 27. Gg. Enders, Rechner in Alsfeld, 28. Hch. Wilh. Hammel, Land- luirt in Staden, 29. Hch. Schmidt III., Fabrikant in Grimberg, 30. Hch. Ludw. Langsdorf, Fabrikant in Friedberg. ** Ueber den V i st o n v i r t u o s e n Kümmel, der demnächst hier konzertieren wird, lesen >vir in einen: Hamburger Blatt: Tie Konzerte der 89er Schweriner Grenadiere in: Zoologischen Garten erholten eine künstlerische Bereicherung durch das Gastspiel des Pistoiwirluosen L. K ü m in c l ans Darmstadt. Dieser Künstler bebci'iicbt sein Instrument mit einer Virtuosität, die ihresgleichen sucht, deren Uebennaß jeden: Atnsikverständigen klar wird durch die einfache Mitteilung: er spielte die Scöne de Ballet, das be- kannte Violinstiick von Beriot, auf dem Cornet ä Piston. Und wie irng er es vor! Weiche Tongabe und eine staunenswerte Leichtigkeit in den Passagen und Trillern ließen saft vergessen, daß man ein Blasiiislrmnent vor Ohren hatte. Jeh hörte einmal von Julins Klengel in Leipzig ein Violinkonzert von Paganini ani dem Eello vorgetragen. Dabei handelte es sich wenigstens um ein Streich- inürnment, hier aber war das Staunen vielleicht noch größer in Anbetracht der Tonschönheit, mit der ein stimmlicher Ausgleich der io verschiedenartigen Instrumente herbeiznilihren versucht wurde, sowie der so völlig anders gearteten Technik des Blasinstruments. Das Publikum konnte sich nicht genug tun im Beifallklatschen und in Hervorrufen des Künstlers. Später blies Herr Kümmel noch eine Polka-Capriee eigener Komposition, in der seine enorme Geläufigkeit und Sicherheit die gleichen Triumphe feierte. ** Von den „Wanderern" und den Wander- arbcitstätten. Der Bericht für das Jahr 1909/10 des Verbandes der Verpflegungsstationen und Wanderarbeitstätten in Hessen und Hessen-Nassau sagl: Die 47 Verpflegungsstationen in den 8 Bezirken des Verbandes waren im Berichtsjahre von 234 422 „reifenden Handwerksburschen" besucht, und zwar wies der Bezirk Eschwege 3957 Besucher onf, Ziegenhain 3841, Frankfurt a. M. 65 886, Wiesbaden 7682, Dillenburg 15 356, Gießen 45 088, Groß- Gerau 60 436, Oppenheim 32 176. Der Kostenaufwand betrug 137 736,54 Mk. Die im Regierungsbezirk Kassel errichteten Wanderarbeitstätten, die an Stelle von zahlreichen Verpflegungsstationen getreten sind, haben die „Wanderer" von der Landstraße ferngehalten. Die „Wanderer" werden uänckich von einer Manderarbeitstätte zur anderen mit der Eisenbahn befördert, wodurch die Landstraßen freibleiben. Dir Wanderarbeitsstätte bei Bebra verschaffte in dem abgelaufenen Jahr 200 „Wanderern" dauernde Arbeit. Ihr erstes Betriebsjahr schließt zwar mit einem Fehlbetrag von 20731 Mk. ab, der aber vornehmlich infolge von Umbauten, inneren Einrichtungen, Meliorationen entstanden ist. Im Kaffeler Bezirk trafen jährlich vor Errichtung der Wander- arbeitsslätten ca. 18 000 „Wanderer" ein. Seitdem die Wanderarbeitsstätten dort ms Leben getreten, statteten nur 6000 „Wanderer" dem Kaffeler Bezirk Besuche ab. Für die Beförderung der Handwerksburschen mit der Eisenbahn verausgabte der Verband im Berichtsjahre 5880 Mark. Kreis Büdingen. — Alt wie der mus, 22. Aug. Bei dem Gewitter, das heute nachmittag zwischen 5 und 6 Uhr über unsere Gegend niederging, schlug der Blitz in die Hofreite des Landwirts Reichert auf dem nahen Beundehof ein und zündete. Die mit Getreide und Futtervorräten gefüllte Scheune brannte mit einigen Nebengebäuden nieder. Hcjscn-Nassau. — Kirchhain, 23. Aug. Dem hier gegründeten Ziegenzuchtverein sind sämtliche Einzelvereine beigetreten. Ehrenvorsitzender des, Vereins ist Freiherr von Stumm zu Holzhausen und Ehrenmitglied des Vorstandes Rittergutsbesitzer von Goldammer zu Hof Plausdorf. Zum Vorsitzenden wurde Landrat von Gilsa, zum zweiten Vorsitzenden Mühlenbcsitzer 9hf. Prediger und als dessen Stellvertreter Bürgermeister Sommer-Rauschenberg gewählt. Vorsitzender der Körkommission wurde Veterinärarzt Kreistierarzt Stamm. Die Ziegenzucht im hiesigen Kreise soll nunmehr kräftig gefördert werden. W Homburg v. d. Höhe, 23. Aug. Zu den Kosten des über der Augusta-Viktoria-Qltelle aufgeführten Brunnentempels hat der Kaiser einen Betrag von 10 000 Mk. aus seinem Dispositionsfonds bei der Äeneralslaatskaffe be- willigt. vermischtes. -h. Regen! Wie ein: Befreiung Hingt eß, wie ein jubelndes Aufatmen. M:t froheni Leuchten in den Augen sagen es die Menschen einander und schauen beglückt zu dem grauverhangenen Himmel, zu den lieben Wolken empor. Endlich, endlich sind sie gelommen, nicht als fahle Gewitterwolken, die rasch verziehen lie sind gekommen, ruhig und sanft wie tröstende, segnende Boten aus einer anderen Welt, die man verwunschen glaubte, unter* gegangen unter Glut und Hitze und einer unendlichen Fülle von blennendem Sonnenlicht. Durch Tage, Wochen und Monate seufzten die Menschen, leuszten die Fluren und Felder, seufzten Tiere und Walder, feinste jegliche belebte Kreatur nach Regen, nach Liqmdcnbem, narrendem Raß, das die erschlafften Kräfte erneue die niedergedrückte Freude am Leben und Arbcft wieder aufrichte' Und nun iN er gekommen, nun ist er gekommen der Regen. Köstlicher als. des Himmels strahleiwes Blau erschienen uns die grauen eintönigen Wolken, aus denen feine, blitzende Fäden herniederrieselten, langsam und heilig fast, wie der Anfang einer feierlichen Symphonie, die uns mit Andacht und Dankbarkeit erfüllt. Und dann fielen die Chöre ein, jubelnd und voller Freude. Ein Singen war in der Luft und ein Raunen, ein .Klingen und Rieseln. Geisterhaft wehte es in beit Bäumen, lieblich flüsterte es in den Büschen, die Gräser richteten sich auf und zitterten vor Wonne, und die Erde, dehnte sich weit, weit aus und sog gierig in unersättlicher Lust jedes rinnende Tröpflein in ihre aiisgedörrten Adern. Wie man als Kind getan, so tut man heute. Barhäuptig, das Gesicht zum Himmel gewandt geht man durch die Felder, die köstlich duften im Rausch des Empfangens, und fiihlt mit lüsternem Behagen die seinen, kühlen, lieben Tropfen auf der Haut, die wohlig schauert. Regen, laugeutbehrtes, heiliges Naß, das heute wie ein Jungbrunnen ist, letzt die dürstende, schmachtende Welt und gibt unserem Lebensgefühl neue Kraft. Das Leben, das träge und tot dahinfloß wie ein versickernder Bach, schwillt und wächst und plätschert wieder munter und fröhlich dahin und staunt zu den gießenden, Wolken hinaus wie zu einem Märchen, das lang verklungen ist. Aber es ist wieder Wahrheit gewordei:, es regnet. * Unwetterschäden. Während in unserer Gegend der langentbehrte Regen als freundlicher, willkommener Gesell erschien, hat er anderwärts teilweise sehr wild gehaust. Insbesondere in Südtirol und im Engadin hat das Unwetter schweren Schaden angerichtet. Tie Straße vom Puslav-Tal ins Engadin ist sckwer beschädigt. Zwischen den Stationen P o s ch i a v o uno L e p r e s e ist durch einen Erdrutsch die Bernina-Bahnstrecke und die Chaussee verschüttet worden. Auch die Stilfser Joch-Straße ist an ihrem Anfang ungangbar geworden. Aus Chiavenna und dem Beltlin-Tal kommen traurige Nachrichten. In vielen Teilen Tirols sind schwere Gewitter niedergegangen. Die Ache ist über die User getreten, bat Stege und Brücken fortgerissen und Ortschaften und Felder überschwemmt. Auf der Strecke Mittenwald-Fran- zoseusseste sind alle Brücken weggeschwemmt. Die Straße Gomagoi-Prad, die die Zufahrt nach Salden und Trafoi bildet, ist zerstört. — Bei Judenburg schleuderte ein Windstoß eine Almhütte ins Tal. Dem Kuhmelker wurde dabei der Kopf weggerissen, der Almjunge erlitt einen Beinbruch, fünf Rinder wurden erschlagen. — Ein heftiger Sturm, der Ueberschwemmungen verursachte und den Eisenbahnverkehr unterbrach, suchte die Provinz Sondrio in Oberitalien heim. Die Felder wurden verwüstet, sieben Menschen sind umgekommen. — In Mittelfrankreich richteten Unwetter schwere Verwüstungen an. In der Gegend von Privas wurde die Ernte durch H a g elsch l a g vernichtet. In Chaise-Dieu erschlug der Blitz einen Grundbesitzer und verbrannte dessen Tochter, so daß sie starb. — Durch einen Wolkenbruch wurden die niedrigen Stadtteile von Kiew überschwemmt. In vielen Häusern füllten sich die Keller mit Wasser. An den Gärten wurde großer Schaden angerichtet. Einige Straßenbahnlinien haben den Betrieb eingestellt. * Recht eigenartige kirchliche Verhältnisse haben sich in dem Dorfe Wils leben bei Aschersleben entwickelt. Tort amtiert gegenwärtig der Pastor Palm, trotzdem er vor einiger Zeit für geisteskrank erklärt worden ist. Pastor- Palm ist in Wilsleben seit 22 Jahren als Geistlicher tätig und erfreut sich bei seiner Gemeinde großer Beliebtheit und Aw- hänglichkeit. Tagegen stand er von Anfang an mit seinen Amtsbrüdern und der sogenannten guten Gesellschaft der Umgegend nicht gut, da allerlei Klatsch über ihn im Gange war. Pastor Palm wollte sich den unliebsamen Verhältnissen entziehen und eine andere Pfarrstelle annehmen. Er verlangte aber, daß er eine besser dotierte Stelle oder aber zugleich einen Orden erhalte, damit der Stellenwechsel von seinen Gegnern nicht als Rückzug angesehen werden könnte. Auf dieses Verlangen ließ sich aber das Konsistorium nicht ein. Es ist begreiflich, daß Palm in den verschiedenen Eingaben an seine kirchlichen Vorgesetzten einen immer schärferen Ton anschlug, der ihn in den Verdacht brachte, ein Querulant zu sein. Zuletzt bezichtigte Palm einen Amtsbruder, den Klatsch gegen ihn verbreitet zu haben und unterbreitete sein Material dem Konsistorium mit der Bitte um eine Untersuchung. Ter Amtsbruder klagte hierauf gegen Palm wegen Beleidigung, und es stand ein großer Skandalprozeß zu erwarten. In diesem Stadium der Angelegenheit gaben zwei Kreisärzte ihr Sachverständigen-Urteil dahin ab, daß Palm querulierender Paranoiker sei und sich in einem Geisteszustände befinde, der die freie Willensbestimmung aufhebe. Ter Pastor war also für geisteskrank erklärt, blieb aber dennoch in seinem Amte. In der Folge ging er in ein Sanatorium, um sich durch eine medizinische Autorität beobachten zu lassen und erhielt daraufhin von dem bekannten Berliner Psychiater Dr. Leppmann das Zeugnis, daß er sich im vollen Besitz feiner Geisteskräfte befinde. In einer Eingabe des Gemeindekirchenrats an das Konsistorium, in der Pastor Palm in Schutz genommen wird, heißt es über diesen: „Tie ganze Gemeinde steht hinter uns, wenn wir versichern, der Herr Pastor Palm gilt hier allgemein nicht bloß als ein hochintelligenter Mensch und als ein durchaus vornehmer Charakter, sondern auch als ein vollkommener Ehrenmann, dem niemand jemals eine Handlungsweise zugetraut hat, die ihn ins Gefängnis geführt haben würde." Ter letzte Passus bezieht sich auf das Gerücht, Pastor Palm habe eine strafbare Handlung begangen und er sei nur deshalb entmündigt worden, um ihn vor dem Gefängnis zu bewahren. Auf den Ausgang der eigenartigen Angelegenheit darf man gespannt fein. Kleine Cageächroiiik. Der 18jährige Kaufmannsgehilfe Marx, der vor drei Wochen unter Mitnahme von 7000 Mark aus Köln geflüchtet ist, ist in Wien verhaftet worden. In feinem Besitz befanden sich noch 4000 Mark. Bei einem Zusammenstoß zwffchen einem Schlächterwagen und einem Straßenbahnwagen in Berlin wurde der Kutscher des Wagens auf den Fahrdamm geschleudert, wo er besinnungs- l o s liegen blieb. Das Pferd geriet unter die Elektrische und wurde getötet. Eine Dame, die Zeuge des Vorfalles war, fiel in Ohnmacht. Als der Grade-Schüler Pelat auf dem Flugplatz Johannistal niedergehen wollte, stieß er mit einen: anderen Apparat zusammen. Seine Maschine überschlug sich unb Belat wurde hmansgeschleudert. Er erlitt erhebliche Ver- .etzungen; sein Apparat wurde ziemlich stark beschädigt. Als der Tischler Kern mit seiner 19jährigen Braut von Berlin einen Abendspaziergang in der Schönholzer Heide unternahm, wurde das Paar von drei Männern überfallen und niedergeschlagen. Kern konnte sich freimachen und einen Schutzmann herbeiholen Inzwischen war das Mädchen in rohester Weise vergewaltigt und mißhandelt worden. Die Verfolg u na der Täter blieb ergebnislos. Ter „Bote aus dem Riesengebirge" meldet: Mittwoch abend fuhren zwe^ einander entgegenfommenbe Motorwagen der Hirs ck>- ^rger ^.albahn an einer scharfen Kurve aufeinander, -ter Führer des einen Wagens wurde schwer, mehrere Passa- g:ere le:cht verletzt. Der Materialschaden ist bedeutend. k Besserung der Wohnungsverhältnisse :i: der Altstadt Grundstücke :m Werte von 28 Millionen Mark angekauft werden. Aus dem Wiederverkauf erwartet man, nach Anlage neuer «traßenzüge etwa 14 Millionen Mart zu gewinnen. Ter Geschäftsmann Ruf in Basel ist wegen Unter- 11(^1 agung von 800000 Franken verhaftet worben. Tie in Konkurs geratene Leihkasse unb Bedarfleihkasse in Axdorf, flauten 1 Thurgau, verliert an Ruf 610 000 Franken. In einem Gasthof in Lü tti ch ist ein Deutscher und feine Begleiterin verhaftet worden, die als einziges Reisegepäck ein Bündel mit zwei geladenen sechsläufigen Revolvern und mehreren Schachteln Patronen mitführten. Tas Paar war der Grenzpolizei durch sein verdächtiges Verhalten ausgefallen. Aus Teutschendors (Ungarn) wird gemeldet: Auf der Station Georgenberg fuhr ein von Kaschau abgegangener Schnellzug in einen gleichfalls von Kaschau abgegangenen Personenzug. Von dem im letzten Wagen des Personenzuges besindlichen Personen wurden sechs getötet, zehn mehr oder weniger schwer verletzt. Tie Untersuchung ist eingeleitet. An Bord des französischen Torpedobootzerstörers „Voltigeur" in Toulon explodierte ein Kesselzylinder. Drei Mann wurden schwer verwundet. Ihr Zustand ist hoffnungslos. Tie russischen Behörden geben bekannt, daß für drei Millionen falsches Papiergeld in Rußland eingeschmuggelt sei, das hauptsächlich in Polen verteilt werden sollte. Aus Reims wird gemeldet: In Bazancourt wurde wegen Sittlichkeitsverbrechens ein gewisser Schnokel, angeblich ein deutscher Ingenieur, verhaftet, der auch im Verdacht der Spionage stehen soll. In Woitschisensee bei Altenfließ verbrannten bei einem Brande drei Frauen. Märkte. fc. Frankfurt a.M. Di ehhsl-Markt bericht von: 24. Aug. Auftrieb: 72 Rinder, darunter 14 Ochsen, 1 Bulle, 5V Kühe und Färsen, 1333 Kälber, 75 Schaft, 1519 Schweine. Tendenz: Ochsen abgeseht, Kälber gedrückt, Räumung fraglich, Schafe abgesetzt, Schweine belebt, voraussichtlich geräumt. Preis ftir 100 Psd. Lebend- Schlachtgewicht Kälber. Mk. Mk. Feinste Mastkälber 57—60 90—100 Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... 46—52 73—88 Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 40—45 68—76 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80—100 kg Lebendgewicht ... ... . 51.50—53.01 66.00—63.00 Bollflelsctnge Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 50.50—52.0) 65.00—67.00 Vollfleischige Schweine von 100—120kg Lebendgewicht........ 52.00—53.50 66.00—68.00 Vollfleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht........ 51.00—53.00 65.00—67.00 F. C. Wiesbaden. D iehhof -M a r k t b e ri ch c von: 23. Aug. Auftrieb: Rinder 104 (Ochsen 35, Kühe 69, Bullen 00), Kälber 373, Schafe 31, Schweine 477. Tendenz: Rinder ruhig, Kälber unb Schaft mittelmäßig, Schweine schleppend. Preis Durch- pro 100 Vfd. schnittsprei; ' pro lOOjMutD Ochsen. von-^isvon-bii Lebeflc'ufgV3 Vollfleischige, lmsgemästete, höchsten Schlachtwertes höchstens 6 Jahre alt 46—50 84—90 48 87 Junge, fleischige, nicht auSgemäflete unb ältere ausgemästets 41—44 79—85 42 82 Ungejochts.......... 50—53 90—96 51 93 Bull en. Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtwertes 44—48 74—82 46 78 Färsen, K ü h e. Vollfleischige ausgemästete Färsen höchst. Schlachtwertes 44-51 30—91 47 85 Vollflelschige auSgemäftete Kühe höchst. Schlachtwertes bis ju 7 Jahren . . 39—42 75—78 40 76 Aeltere ausgemästete Kühe unb wenig gut entwickelte lüngereKühe u. Färsen 33—37 67—73 35 70 Kälber. Leinste Mastkälber 60—62 100-104 61 102 Mittlere Mast- unb beste Saugkälber. 53-58 89-97 55 93 Geringere Mast- unb gute Saugkälber 47—02 82-87 49 84 Geringere Saugkälber...... 44—46 74—76 45 75 S ch a t 22. bis 23. Au mst + 18,5 ' C. yuebvigite ee ■ 22. „ 23. -t 15 2 ‘ J. Rieberschlag: 4,6 min. Antomobttsabren. Das Gesetz schreibt vor, daß nur derjenige cm Kraftfahrzeug auf öffentlichen Straßen und Wegen lenken darf, der im Besitze eines Führerscheines ist und der den Führcr- dienst an einer von der obersten Verwaltungsbehörde ermächtigten Fabrik oder Fahrschule erlernt hat. In Deutschland beliebt bereits seit 7 Jahren die „Erste Deutsche Automobilfachschute Mainz", in der hauptsächlich Chauffeure ausgebildet werden. Diese Lehranstalt bat bis jetzt 1500 Führer ausgebildet und in Stellungen untergebracht. Aus der narten Freauenz läßt sich zweifelsohne ein wohlgeordnetes Unterrichtswesen folgern.nz;i,a Sanatorium Lindenfels zwischen Darmstadt—Heidelberg, 400 m hoch herrl. gelegen. 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