16b Zahrgang Zweites Blatt Nr. 168 die die I über Besteuerung der Filialen. Es liegt im Hilf zur 0,17 1,91 1,04 3,02 3,93 Erscheint tigNch mit Ausnahme des Sonntags. Tie „ettteier ZamilienbläUer" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Krtlsblett fir btn Kreis «lefcen" zweimal wöchentlich. Die ,Landwirtschaftlichen Leit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. 0,12 0,17 0,14 0,20 0,22 0,99 3 •' c gänzlid:e Verilunonisloiigteit, die,ba5 Svruditollegmln gegciuibcr dem Versuch Jau,w-.', Men,wen unsrer Qeit den allen Goltesglaubcn in Bildern uno bauten unterer 3eil zu predigen bewiesen hat. Wir und crid/rocicn, bau man innerhalb einer sich euaugclnd) nennenden Slira;c der Er »Haltung bet herrschenden Ideologie en Formulierung nu.jr ^L;u.;tiglcu beu mißt, als dem Bctenntnts von Tausenden, denen ^atho das Terz für christlichen Glauben und d)rniltd)e ticbe warm gemacht hat. daß man wagt, einer Gemeinde den Seelsorger zu nehmen, den sie liebt und verehrt. Dir protestieren aber auch gegen den Gedanken, daß die evangelische Kirche in irgend einer formulierten Lehre btc mau- gebende Wahrheit christlichen Glaubens bcnDe. Luther hat uns gelehrt, baß christlicher Glaube eine innere Ergrmenheu des 5icrzens von Gottes Liebe ist. Tiefe innere Erglis.enheit kann fick) einen Ausdruck suchen, der mit dem Herloinmen überein,timmt. 3ie lann aber auch in neuer Zeit neue Worte, Gebanten und Bilder nötig haben. Es sind nicht die Schwächsten, nicht bic .Ungläubigen", die neue Worte für das alte Evangelium suchen. Wer dies Suchen fesseln will, WB eit die Bewegungslrait lebendiger Frömmigkeit, sessclt das heiße Trängcn, andern zu rech)tcm Verständnis Gottes zu Helsen, bas Gott selbst in den Herzen 1 einer Kinder wach ruft. . . . , „ . Gegen die,en Versuch;: zu dekretieren, bau innerhalb der evangelischen .stirchc nur die herkömmliche Weise gelten bürte, und daß Golt ihr feine Prediger erwecken darf, die neue Wege I suchen, erheben mir den ailerschäristen Protest, denn er ist ^Gottlosigkeit. Eine Kirche, die Lehrgesetze an die Siecke innerer yrurn^ migkeit und ihres Suchens nad- dem ihr am besten entsprechenden Ausdruck setzt, ist nicht mehr die Mivd)c Luther., Sdleurmachers, Arndts Sie gebt den Weg, auf dem die Frömmigkeit erlüche und äußerliches Tun, Lehren, Leugen unter tote Autoritäten und Menschen in Stelle der wahrhaftigen Beugung vor Gott allein tritt. Als Diener unserer evangelischen Kirche wehren wir uns gegen das Leich reu en dieses Weges und hoffen auf den Tag, da I JiUho kraft des höheren Rechtes des Glaubens, in das Amt der ccangcliidbcii Mird c znrückgerufcn wird, das ihm nad; einem von menschlicher Kurzsichtigkeit und Unglauben bittiericn Rechte genommen wurde. Herrmann Darmstadt führte da;u aus., da« das neue Reicksweingeietz dem Olastwirisgewerde eine grobe Bedruckung durch die ftclktlontrolk und ^tlkrbudirubiung gebracht habe einige Anträge mü bei cnlfpredicnben Sntschliktzung wurden angenommen. Die Versammlung beschäftigte sich darauf mit btc Abstinenzbewegung. Buni Schluß der heutigen Sitzung sollte der Bundestag Antrag Nürnberg« noch eine grundsätzliche Stellungnahme Bundestag des Bundes deutscher Gastwirte. 4 Kassel, 19. Juli. Ter heutigen zweiten yaiwtoerfammlung des Bundes deutscher Gastwirte'wohnten wiederum zahlreiche Gäste bei, darunter der Präsident des deutscben GastwiNeoerbandes, Uhngel Berlin, Reicb-taasabgeordneter Latlmann .Schmalkalden) ^und der na- tionallibtrale Landtagsabgeordnete Geheimrat zr. Schroder Ha1Tic Verhandlungen drehten sich im weiteren Verlaufe der Tagung um das neue Reichswetnge, etz. Vilbel im Juli 1911. _ „ . Allwol-.n-Naubeim, von der Au-Guntersblum, Tr. yatteiger- Ilbe-Hausen, Bauer-Raunheim, Bechwlsheimer-Aicßen, Becker- Fürth i £ , Berck-Mainz-Momback?, Bnchhold Lber Lfleioen, Tanneberger Sdwarz, Teile Rendel, Tiebener Büttelborn, Titt- mar-Lssenbach, Torr Lssenheim, Floel^Tarmstadt, Fresenius' Essenheim, Freundiieb-Vllbcl, Lie. s>uckS-Rüsseisheim, Otocbcl- Wuls, Gocckel-Zotzenheim, Goethe-Wörrstadt, Gvuelmann-Groi;- Winiernlwim, Gundermann-LberBeerbam, toapDcL.tfeuuad), .Vavvel Vilbel, .^iimann-Gadernheim, Hechler Leppenhcim a. d. B deddäus-Bifchofsheim, L)ellwig-Friichborn, vervel-Laiigen, L»eußel-Altenstadt, Hofmami-Londorf, .Hofmann-Winnerods vzlicrt- Neu-Isenburg, stempf-Groß-Geran, .stlos Münster L Butzbach, st uott-Schornsheim, .storell-Königstädien, Korell-Tanernbeim, Kullmann-Beriladi, Laut Tictzeiiback, Lenz-Rohrbach, Lic. Linl- Partenheun, Loos-Buhbad, Marr-Walldorf, Meisrnger ^ranknch- Ernmbad-, Metzlcr-Nordheim, Mobus-Udenhausen, Müikr-^i'M' doch a M, Müller-Wimpfen a. B, Sieurotb Beckto.sheim, vln- I Bodcnheim,' L rrh-N ieder W ollstadt, Pabsts Seckmauern, Pag.'- cifenba(h a. M., Renner-Bernsbiirg, Rittcr-Friebberg,^ Röm- Helb-Gruiiingen, Rückert Tarmstadt, Satiler-Lberkliugen, <^ckaad- Kaichen, Schäfer-Crumstadt, Schlosser-Rodhcim b. xmngeii, ^ckro- der-Eicklod SckuliheiS-vock.veifcl, Seriba >)roß-Verau, .stein - men-Götzenhaiii, Uhl-Nieder^aulheim, Unverzagt-KiNorf, Bog 1- Tarmstadt, Bogel-Fürfeio, Vogt-Lber-Brcidenbach, -tr. Volv- Niedcr-Erlenbach, Wagner-Wöllstein, Waltee Woneiden Weber ^anaen Weigel Nreder-Modau, Wnr-Reinheim. Weist Wallern Kaufen/ Werner-Mühlheim a. M., Wieganb-Änolterbad', Wil- h e im - B leicht nva ck „ Winkler-Ensheim, Wormhoner-Maulbach, Zau- bitz-Bensheim a. d. S., Zilles-Rimhorn i. L., Zimmermann-Wixhausen, Zinn-.verbstein. Kohlen stücken zu schließen schon in erheblicher Entfernung vor der Brücke cingcircicn Tie vorgeschriebene Bremsprobe wurde vor der Abiahrt in Basel richtig voigenommen und die Bremse voll ständig in Crbnung befunden. I-ur ein Versagen in Müllbenn liegt kein Anhalt vor Auch der Lolonwtioführer hält ferne Behauptung, daß die Bremse versagte, nickt mehr aufrecht, xi: Ursache der Entgleisung liegt nach der bisherigen Festitellung in einem uicl zu rascken und vorfchrrftswidrigen F a h r e n ü b e r d i e z u l a n g f a m e r F a h r t m i l 2 O K i l o- meter Ltundengefchwindigkeit ausdrücklich bezeichnete, stark gekrümmte --trecke vor der Bau stelle Ter Lokomotwtühter iit am die Borickrnt des langsamen Fahrens vor der Abiahrt m Basel schriftlich und mündlich hingewiesen worden. Gleichzeitig verbreitet aber das Wölfische Bureau noch folgende Notiz: Tie U n I e r s u ck u n g über bk Ursache der emtgleuung ist nocki nickt ab g e sckl o i sen und es laßt sich zur Zeit noch nichts darüber sagen, wen die schuld trifit. Auch tonnte die I Okickwindigkeit, die die Maschine zur Zeit der Kata,ttr>phe dc- I jenen hat, noch nicht endgültig festgestellt werden. Die Eifenbahnkatastrophc bei Müllheim in Baden gibt] der Lefsentlichkeit wieder einmal Veranlassung, sich mit! Dem düsteren Kapitel der Eifenbahnunsälle zu beschäftigen. Selbstverständlich hinterläßt ein so folgenschweres Er- eignis zunächst den Eindruck, daß die „Tinge immer schlimmer", die Stcherheitsverhältnisse auf der Eisenbahn immer I schlechter würden. Tatsächlich ist aber das Gegenteil der Fall, und wenn das Publikum nicht beständig weitere I Anforderungen an die Geschwindigkeit des Reifens stellen würde, so würde die Eisenbahnsahrt bei den heutigen I -icherungsmoglichkeiten so gut wie völlig gefahrlos sein Daß die Sicherheit des Rci,ens sich nicht verringert hat, erhellt ja auch daraus, daß die Zahl der Katastrophen trotz der größeren Leistungen der Bahnen nicht »ugenommenI hat. Man vergegenwärtige sich nur einmal die Liste der Katastrophen in früheren Zähren Zn dem einzigen Fahre I 1900 stehen in der Geschichte des Eisenbahnverkehrs nicht weniger als acht schwere Unfälle verzeichnet. 3m März 1900 fand zwischen Grosnyi und Alchenjurt in R u ß l a n b ein Zugzusammenstoß statt, bei dem mehrere letrolcmniüagcn in Brand gerieten. Elma l" Personen kamen dabei ums Leben, die dreifache Zahl wurde mehr ober weniger schwer verletzt. Anfang Juni besselben Jahres wurden bei Slough in der Nähe von Windsor in England, 1 Personen getötet und 70 verwundet. Wenige Tage später, am 21. Juni 1900, hatte England noch einen zweiten ähn- l.chen Unfall zu verzeichnen, den bei Harnpton Court, wo durch Ausfahren eines Zuges auf einen Prellbock oj Personen zum größten Teil schwer verletzt wurden. Derselbe Atonat war auch für die Vereinigten Staaten von Nordamerika verhängnisvoll. Am 25. Juni 1900 ent- eieiste infolge einer Ueberfchwemmung ein Zug bei Mc To- nough, wobei 36 Menschen zum Teil durch den umfallenden Zug getötet nntrben, zum Teil in ben Fluten ertranken. Wenige Tage später würben ebensoviele Reisenbe bei einer Zugentgleisung bei Tacoma getötet. Einen bei weitem größeren Umfang hatte eine andere .Katastrophe auf amerikanischem Boden, die voni September 19OO, wo ein Zug an der Bucht von Galveston in Nordamerika in einen £rtan geriet, bet eine fürchterliche Verwüstung anrichtete. Tic unterspülten Geleise stürzten ein, der Zug unirbc umgeworfen und von einer Spring-- flut ins Meer gespült: lote zeugten von bet Gewalt der vernichtcuben Elemente, bie bei biefent Ereignis zu- fnmmcnroirrtcn. Auch Rußlanb hatte im Jahre 1900 =ivei Eisenbahnunfälle aufzuweisen, die etwa 60 Menschen- taifer forderten. Tas Land, wo Eisenbahnkatastrophen die schwerste Form anzunehmen pflegen, ist ohne Zweifel Amerika. Beweist das schon der Unfall bei Galveston, so spricht noch mehr dafür jener denlwürdige Zugzusammen- i;oß bei Seneca in Nordamerika, wo ICO Tote und 50 Verletzte unter den Trümmern hervorgezogen wurden. T i e ü b c t h a u p t g r ö ß t e K a t a st r o p h e s c i t B e- ic e h e n der E i f e n b a l) n e n ereignete sich am 20. Tc* iember 1880, als bie Taybrücke in Scho111anb ein- nutzte in bem Augenblick, wo ein Zug sie passierte. 200 Personen ertranken in den Fluten des Flusses. Ueberhaupt sind die fritte, wo Eisenbahnzüge von Brücken abstürzten,! P.'rhältnismäßig zahlreich. So schoß ein Zug am 30. Mai 1890 auf der Strecke Oakland—San Franzisko über eine versehentlich geöffnete Trebbiürfe in die Tiefe, aus der bic Schreie von über zwanzig Sterbenden in die Höhe drangen Noch schrecklicher war die Katastrophe bei M önckenstein in der Schweiz am 14. Juni 1891, wo eine eifefnc Brücke zusammen brach. 73 Tote und nahezu 200 Verwundete wur ben aus den Fluten d^s Birsslusses hervo^rgezogen. Bei einer Katastrophe in Japan, die sich am <. Tltobcr 1899 bei Utsuomiyä ereignete, wurde ein Eisenbahnzug von einem Taifun wie ein Spielzeug in die Tiefe geweht. 60 Personen sanden dabei einen schrecklichen Tod. Ebenso verschuldete ein Zyklon im September 1902 bei Aerides in Nordamerika den Absturz eines Zuges von einem Viadukt, wodurch 30 Personen ums Leben kamen Auch Indien ist von ähnlichen Katastrophen nicht verschont geblieben, oochwasser hatte am 12. September 1902 eine Brücke bei Mangapotuan in Vorderindien derart unterspült, daß sie einem darübet- - fahrenden Zuge nicht standzuhalten vermochte; 50 Menschen Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhesien Donnerstag, 20. jub 19U Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen Unwersttät« - Buch- und Eteinbrudcrtu R. Lange. Dießen. Redaktion, Expedition und Dnickerei: bchul- straste 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion: 112. Tel.-Adr.. AnzeigcrDießen. Ul IHlyltt. UllS, Ult ivcuoine Einrick'lung zu halten. Lie bringen aber sondern sd -ärigen nur d.e beiiel-end:n Geickm e. -- .uitereiie der Gemeinden, die Erlaubnis zu erhallen, daß sie iclblt die Filialen besteuern dürfen. Man darf nicht vcrgenen, day viele Filialen sich dadurc. Vorreue zu verfchamn mcken, da» ne die billigsten Arbeitsträfte cuiftcllen. Es muß deshalb immer wieder aus allen Straften gegen sie angekamptt werden, xtx Redner schlug 'odarin folgcnoe Eniichließung vor: „ Ter Voritand des Verbandes der ^eutichm Rabattspa.- vereine wird beauftragt, bei den gesetzgebenden Körperichasten treqen einer durchgreifenden Regelung der Filialsteuer vorstellig zu werden, b daß die derzeiiige "eucrlich^ Bevorzugung her Filialen, welche die genonemdrast Veranlassung genommen, die «kamsawvoltsckmft ,n der Ängclegcnhcii m Bewegung zu letzen, allenJjeun ist fine Verurteilung der Wirte eriolgt, »vesbalb neue' Infanb* hingen gcp'logcn wurden, bic je»t »um Ziel dicieu Verhandlungen bat nch auch d«r. ReichSverband der Gast wirte und der deutsche GastMirtevcrband m d«Un beteiligt. Die,er hat nut der TonsttzergenoiiemchaN emen Vertrag abgesckstosk^ In der Aussprache wandte sich eine ganze Unzah von Rednern gegen jede Vereinbarung nut der ToMtVerg«wssenschai, so z B. Weide (Breslau, Fendt -München , Jaskow^ti» Gießen), Marzlufi i^arlsruhc , Wagner «Leipzigs Längere Erörterungen knüpften sich an das Thema über »eil; »gen S>K«, L* Berlin tzansabundfrage befcklleßcn E^ lag ein Antrag Nassau-Rhein vor, eS solle Frage geklärt werden, was der Bund und der Rcichsverband bei dcn^iuichslen Wahlen zu hm S^enke ES wurde AnA" Stuttgart besdstossen, ben em-elnen Mitgliedern ihre «tcltung nähme freizugeben. Nack längerer Auswrache eiiugtr ma i ch dahin, bie 21ugelcgenh.it morgen an crstfst stelle zu bdxmöv . 'In der Ausfvradic war baiaut hmgewieien worlstu, öaß eine Skllunquahmc des Bundes zu den RcichStagswahlen unzulaiiig ki weil der Lund lediglich cuic wirticha'tl'che Verbindung sc., m wAer Partcifraacn leine Rolle spielen bünen Von anderer Seite wurde daran' hmgewieien,, daß eine ^"^gnahme^ zu den Reichstagswahlen oeshalb enuunftbt fei, vnl die Kandtdaku der verschiedenen Parteien befragt werden umist en, w,e uc ftch zu ben verschiedenen Fragen bezüglich des Gai 1 wirkflcmer c_ unb der ‘Jicid^tag in der nächsten Sciuon viele berarhge o ag tungen an. __ Die Lage des 2lrbcitsmartte$ im Juni 19U. ^n der M etal linouftrie ist bic Beschäftigungrgclegen- beit auch im Berichtsmonat eine guie geh -cf en, doch waten int Verbandsgebiel mehrer-' Streiks urw Lohndmerenzen zu ver- zeichnen. Tic Lohndisictenzen in einer großen Frantrnrter Fahr- rabiabril fonnten gütlich bcigcicgt werden Im Lchnueoegcwerbe in Frankruri o. M. gelang es cbenialk durch b erd en eiliges Ent- gcgenlommen einen Lohnt am ri zu vermeiden. Tas Lchmieoc- banbtoert mar besonders gut benrintigt und ko nm en nur bic Vaine bcc offenen Stellen besetzt werden. Tie, Fabriken nehmen oic meisten Schmube «ui, weil bart der Lolii cm bcn_<_icL uno oie Arbnlszeit geregelter ist. Fast unmöglich ist es, Lckmlede aur das olatte Land zu ocrmiucln, bei einem Lohn von c>—b .Viart bei freier Station, wie teilweise geboten wird, 'elnaj m ben -^inel- unb ytlcinftabim des Verb-andsgebictes war die ".Nctalltnduiirie durchgehends au Ncueinstellungen genötigt, ime i B. Liier bad) a. M., Wetzlar u. a. m melden. Wie btc Metallarbenevocrbans beTicbtei, streiken in Frankfurt a. M. unb Umgcgcnp ca. 1/X) Monteure. Ebenso ist die ixnglerbenh.gui'.g in jSrantiurt a. :.i. noch nickt zum endgültigen Abschluß gekommen. a.ie Pciurchuuig, daß eme größere Cfenfabrif uno Eistngießerci xn «yrannurt o. '.Ut , die in andere Hände übergegangen war, verlegt wird, hat >ick Aum Glück nicht bestätigt, so daß i tele laugnihrige Aicheil'r oi-ier Fabrik in ihren Stellungen bleiben iönnen 'Nack Wagnern herridn noch immer starke Nachfrage. .... . Ter Heruvtort der Portcreuilleindunrie L>nenoadj a. M. eine Lohnbewegung statt, die durch Abschluß enu\ neuen Vertrage- endet. Wenn at:'i) ffu 2atti.ru n d.T a p c j ie r er durch die mzwiichen eingesetzt. Reisef..ifon de. Beschäftigung-grad gegen ben Vormonat etwas surüdgegangen ist, .o^Icnntca doch mir alle Arbeitsuchenden untergebracht werden, wie Frankfurt a. , I Mainz und andere Städte berichten. Aus der Industrie der £ aI» 6 und chnttz oise »u entscheiden Itabcn werde. S)icrauf wurden die Verhandlungen auf morgen vertagt. Sin Dcrbandstag der RabüttlparöcreineDeutidilanös. rx» Braunschweig, 19. Juli. Heule sprach Generalfekremc Bcythien (Hannover) über das Thema: „Unser Vorgehen gegen . „ detailierende Fabrikanten und Groifilven . Ter Redner betonte einleitend, daß eine große Anzahl von Ftrmeu infolge Eingreifens des BerbandcS den dlrckten Verkehr mü der Prwatkundjchaft auigegeben i;abc. zic vor lieg, libc age, 1 o bemerkte er weiter, fei ein- der wichtigsten für dm Kantmanns stand. Wenn man hier werter kommen wolle, muffe kd.r cin^mc den Verband üi feinen Bestrebungen^unterstutzcn , hierauf sprach Mauünann Max Schneider Wittenberge- und Alt' lieder Kindercho,. lthi>»eFekhne, ^•neSchedt abell Felchne,. äSüs arten. 20. Juli: it-Koflzeil mmer-Virtuos esden. __________Anfang A , >, Äarliriil Urfeld Telepbo- J« alitäten in s e rmnerung.u W sind, mit wenigen Ausnahmen, nur günstige Berichte erngelaufen. Frankfurt a. M., Wiesbaden, Mainz, Darmstadt, (Sieben unt> Rüdesheim berichten über einen anhaltenden flotten Geschäftsgang in den Möbelschreinereien, nur für Bildhauer hat der Geschäftsgang, wie aus Mainz gemeldet wird, gegen Ende des Monats etwas nachgelassen- hauptsächlich in den Fabriken muhten einige Leute aussetzen, während bei den Kleinmeistern das Geschäft noch gut ging. .Küfer wurden in Frankfurt a. M. viel verlangt. Die Z i g a'r r e n i n d u st r i c hat sich von der Tabaksteuer immer noch nicht erholt. In Gienen wurden 2 Fabriken geschlossen und die meistert anderen Fabriken arbeiten mit Verkürzung von 12—16 Stunden pro Woche. Bei den Metzgern konnten besonders in den großen Städten verhältnismäßig viele offene Stellen nicht besetzt werden, was aus die alljährlich in den Sommermonaten cintrctenbc rege Wanderlust der Gesellen zurückgeführt wird. Tie .Konservenfabriken stellten, wie alljährlich um diese Zeit, viele weibliche Arbeitskräfte ein. Tie Schuhfabriken waren auch int Berichtsmonat sehr gut beschäftigt und nruntcn z. B. in Offenbach a. M. teilweise Ueberstuirden gemacht werden. Tie .K u n st s e i d e f a b r i k e n in der Umgegend von Frankfurt stellten Arbeiterinnen ein, wie Langen berichtet. Bei bett Friseuren und Barbieren wurden in Frankfurt a. M. für Samstags und Sonntags zahlreiche Aushilfen verlangt. Nur aus Mainz wird ein Abflauen int Bekleidungsgewerbe gemeldet. In- Offenbach a. M. ist in einer Gummifabrik Streik wegen Lohndifferenzen ausgebrochen. Aus dem Baugewerbe lauten die Nachrichten, besonders aus den Kleinstädten, wie Bingen, Wildungen, Rüdesheim a. Rh., ungünstig, nur Langen meldet eine rege Bautätigkeit, während in den Groß- und Mittelstädten die Arbeitsgelegenheit anhaltend gut war. In Frankfurt a. M. wurden alle arbeitsuchenden Maurer, Zimmerer und Dachdecker untergebracht, auch für Glaser und Rahmenmacher war reichlich Arbeitsgelegenheit vorhanden. In Kassel herrschte Mangel an Bauschlossern. In Mainz wurden Zimmerer vorwiegend aufs Land für Betonbauten gesucht. In Wiesbaden herrschte starke Nachfrage nach Bautaglöhnern und Erdarbeitern. In Darmstadt und Hanau a. M. ist der Streik der Glaser beendet, während in letzterer Stadt die Differenzen der Zimmerleute bei zwei Firmen noch fortbestehen. In Rübes- Heim a. Rh. waren viele Bauhanbwerker genötigt, auswärts Arbeit zu suchen. Im Buchdruckergewerbe war der Gef schäftsgang noch weiter flau. Frankfurt a. M. berichtet, daß die Aahl der Arbeitslosen allmählich steigt, obwohl verhältnismäßig wenig Neuanmeldungen zu verzeichnen warett. Es verblieben 73 Arbeitslose, das sind 9 mehr als im Mai. Zurzeit hat der Bezirk Frankfurt a. M. des Buchdruckerverbandes unter 1600 Mitgliedern 63 Arbeitslose, das sind 3,94 Prozent. Dieser Prozmtsatz wird, wie der Buchdruckerverband berichtet, im Laufe des Sommers erfahrungsgemäß, trotz teilweiser Ferien, bedeutend steigen, da die schlechte Geschäftszeit erst am Anrücken ist. Der Bezirk Frankfurt a. M. verausgabte int Juni Arbeitslosenunterstützung an 82 Mitglieder für 1791 Tage = 3915,25 Mark, im Vorjahre an 50 Mitglieder für 968 Tage — 2101 Mark, und Reiseunterstützung an 94 Mitglieder für 350 Tage = 424 Mark, im Vorjahre an 137 Mitglieder für 500 Tage = 591 Mark. Auch dNainz berichtet, daß bei den Buchdruckern der übliche sommerliche Rückgang Platz zu greifen scheine; 98 Durchreisende wurden gezählt. Die Lage im Gast- und Schankwirtschaftsgewerbe wurde durch die ungünstige Witterung im Berichtsmonat sehr beeinträchtigt. Jüngere Leute, sowohl Kellner, als Haus- und L>ervierbnrschen, urtd weibliches Personal wurden stark begehrt, während es immer schwerer hält, ältere Leute in feste Stellen zu bringen. Frankfurt a. M. meldet noch Mangel an besserem Köchepersonal. Für ungelernte Arbeiter brachte der Berichtsmonat, wie Frankfurt a. M. berichtet, eine Abflauung. Nur bei jüngeren Leuten war der Geschäftsgang gut, sogar sehr stack, doch ist hier ntcht zu übersehen, daß der Wechsel bei jungen Leuten zu geschaffen, Sonntags der Schauplatz eines solchen zwangto, en muu- kalischen Genusses zu werden. c$on ift nun die alte Gepflogenheit auf gegeben worden, ohne daß man erfuhr, welche Gründe dafür maßgebend waren. >> etzt hort miau sogar, der neue Herr Oberst werde anordnen, daß die neuen Promenadenkonzerte künftig überhaupt auslallen Einsender dieses möchte dagegen rechtzeitig protestieren und.daran h'nweiseu, das; durch eine solche Matzregel .zweisellos die bisherige große Sympathie unserer Bürgerschaft für das Regiment cuugermafjtm getrübt werden könnte. Ter einzige Einwand, vaß andere Konzerte durch dieses Freikonzert linanztell gelcbabigt werden, ist so kleinlich, daß es sich gar nicht verlohnt, darauf ^Uäugehen. Einen anberen Grund, von dem bisherigen Brauch abzuweichen, können wir uns aber gar nicht ausdenkcn. Es mag wohl hier und da vorkommen, daß die Kapelle zu der angesetzten Zelt des Sonn- tags aibnoärtigc Verpflichtungen oder Verabredungen getrogen hat, die den Ausfall des Promeuadeulonzertcs einmal recht,ertujen. Die Bürger Gießens dürfen aber wohl erwarten, daß der Regimentskommandeur derartige Verabredungen in den engsten Grenzen hält. Einer unserer Mitbürger hat das Promenadenkonzert früher schon einmal poetisch besungen, sollten die alten Zecken denn wirklich verklungen fein? Wie sagt doch Luther: Mustkatst das beste Labsal eines betrübten Menschen.X. Märkte. fc. Frankfurt a. M. Schweinemarktbericht vom 19. Juli. Ausgetrieben waren 1646 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendge>vicht 41.00—49.00 Schlachtgewicht 59.00 - 61.00 Alk., vollfleischige Schiveine unter 80 kg Lebendgewicht 46.00—49.00 Alk., Schlachtgewicht 59—61J-0 Alk.; vollfleischige Schweine von 100-120 ki, K ü h e. Vollsieischige ausgemästete Färsen höchst. Schlachtivertes 48 —52 36—92 50 89 Vollpeiichige ausgemästete Kühe höchst. Schlachtivertes bis zu «' Jahren. . 40—44 77—80 42 78 keltere ausgemästete Kühe und loenig gut entwickelte längere Kühe u. Färsen 35—39 70—75 37 72 Mäßig genährte Kühe und Färsen . . 29—32 65-66 30 6ö st äl bec. Feinste Mastkälber 60—62 100-104 61 Mittlere Map- und beste Saugkälber . 53-56 89-93 54 Eermgere Mast- und gute Saugkälber 48—52 80-87 50 Geringere Saugkälber 47—49 78—81 48 o dj a ’e. Weibemastschase . 43-00 86—00 43 Schweine. Pollfieischige Schiveine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht 48—49 61—63 48 Bollfleischige Schiveine über 2 Zentner Lebendgewicht 48-49 61—63 48 Pollfieischige Schweine über 21/, Zentner - Lebendgewicht 45—47 58-60 45 pleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht ........... 47-48 60—61 47 102 91 83 79 86 61 61 58 60 Spielplan Oes Nmhaus-Lheaters Lad Nauheim. Direltion: vermann 'olemgoetter. Montag den 24. Juli: „Tie geschiedene Frau." Mittivoch den 26. Juli: „Taifun." Freilag den 28. Juli: ,Ter Graf von Luxemburg/' Samstag den 30. Juli: „Alt-Heidelberg." kirchliche Nachrichten. jbluratiiuK aellglvnißCivMjWUltc Gottesdienst. Sabbat ieier a in 22. Juli 1911- Freitag abend 8.00 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. Predigt. Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbat-Ausgang 9.20 Uhr. Wochengottesdienst: Morgens 0.00 Uhr, abends 7.30 Uhr. Verantwortlich für „Aus Stadt und'Laub" i. B?~Meu r a th Müller'sche Badeanstalt. Wasserivärme b er Lahn am 20. Juli: 18° R. Meteorologische Beobachtungen der Station Gietzen. w - Juli 1 So natu Lust a> !1 Lklober zu uermii iRooiiitraße 22 n. ■SNIS >p-1- Lkl.z.v. m dubebör im 3 Mieter ve Wb.Rudolvb, gelt A-LLcmert^> •Ä* ö 4293] Schöne 4 3i 1. 2t, per 1; 01 miete». Licbigltrc MDI 4ItmmeMol>ll. zu vermiet Walt (1 edriüeritme 28. Per I. 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Fischer — Tel. 323 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau Katharina Junker geb. Schäfer sagen wir Allen, insbesondere Herrn Pfarrer Somorerlad für die trostreiche Grabrede, aus diesem Wege unseren aufrichtigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Johs. Junker, Jeldschütz. Kekaniltmachnilg. B c t r.: Maul- und Klauenseuche in Bettenhausen. •a benx Gehöft des Heinrich Dietz zu. Bettenhaussn Sve^rrbT i Es wird babeJeirt ^peirbesti t gebildet, welcher das ganze Gebiet de^ und der (yenlarkung B.t.-nd°us°n LfM btef“ Sperrbezirk unb das verbuchte Gehöft finden die in unstrer kauntmachung vom 13. Juli 1911 (Kreisblatt Nr 54 nuneX ncten Maßnahmen Anwendung. In das bestehende Bcob^- tungsgcbiet werden bte Orte Änheiden, Langd S ein- Gießen, den 20. Juli 1911. ErOh^ogliches Kreisamt Gieße«. B.: Freiherr Schenk. r Nachruf. Unseren verehrhehen Mitgliedern die schmerzliche Nachricht, dass unser langjähriges Vorstandsmitglied und Ehrenvorsitzender nach langem Leiden sanft entschlafen ist. Der Verstorbene war allezeit ein treuer Sänger und wegen seines biederen Charakters sehr geschätzt. Der Verein wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Die Einäscherung der Leiche findet in Offenbach, die Ueber- führung voraussichtlich Freitag nachmittag 4 Uhr von der "\V ohnung, Gartenstrasse 1, aus statt. Wir bitten unsere Mitglieder, sich zahlreich zu beteiligen. Der Vorstand des Bauer’schen Gesangvereins. 75 SO 85 90 95 100 105 cm La. L— 23 — 25— 27 — 29.— 31.— 33 — M. Wöchnerinnen kaufen ihren Bedarf an Verbandstoffen :: Gnmml - Bctt- n(o fier. :: Irrigatoren :: .liilch- Nterlli*ier-Apparaten :: Xähr- mitteln :: Saugern n. MilchflaMchen sehr vorteilhaft in der Central-Drogerie, Schulstrasse ‘Teine fCerrensefineiderei =^~-1 - nach Mass —■— - v 'fingl. tarnen Kostüme Kekamttmachung. .unbJ'l[a’ICH'eurf)c in Holzheim. 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