Nr. M Der »Ittel!er Anzeiger erscheint täglich, außer EonntagS. — Beilagen: viermal wöchentlich »ietenerSamilienbläiltr, i i'enimlroödientUCrtis» Matt für ben Kreis »iefjtn (2ten6tng und Freitag); leiinal monnlL tanb wirtschaftliche Leitfragen Fernsprech - Anschlüsse. für die Redaktion 112, erlag u. Expedition 61 Adresse für Depeschen: Hnieifler Wicfcrn. Annahme von Anzeigen ' r bte TageSnummer Ins vormittags 9 Uhr. Erster Blatt 161. Jahrgang Freitag, 19. Mai 1911 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Hotafionsörud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Voch- und Zlemdruckerel R. Lange. Nedattion, Expedition und Vnickerel: Zchulstrahe 7. Vüdingen: Fernsprecher Nr. 50 Seschästrstelle vahnhofstratze 16a. VezngSvret»: monallich75Vs., viertel» Itibrlid) Mk. 2»0; durch Abhole» tu Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch diePost Mk. 2.—viertel- idbvL auSschl. Beslellg. JeitenprciS: lokallbPs* mviroact» 20 Pfennig. (5 hesredakleur: A. Doey. Verantwortlich für den politischen Teil: August Soey: für .Feutlle- ton^, »Vermischte-^ und .Gericht-saal": R. Neu- rath; für .Stadt und Land": E.Heb: für den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. 3um Streit um die Theologische Satultät. focrt Kirchen rat D. Schlosser sendet uns folgende Zuschrift: ES ist nicht meine Absicht, auf eine Erörterung der durch die Eingabe der „kirchlich-positiven Bereinigung" wieder ausgerollten Frage der Aufhebung dos Examens- .zwangs einzugehen. Es wäre ja auch vergeblich: Ter andre hört von allem nur das Nein Ich kann jedoch nicht leugnen, daß mir in jener Eingabe die Worte nicht so sorgfältig abgewogen scheinen, als es um der Gerechtigkeit willen zu wünfclsen wäre. 1. Die Eingabe redet von der „immer deutlicher zutage tretenden Tatsache, daß in weiten .Hreifen unserer Landes- lirche eine vielfach vor den äußersten Konsequenzen nicht zurückschreckende liberale Richtung sowohl in das innere lirchliche Leben, in Predigt, Iugendunterricht, Kultus und Sccljorgc erfolgreich eindringt, als auch auf die äußere Regelung und Leitung der kirchlichen Angelegenheiten maßgebenden Einfluß gewinnt". Was zunächst den Einfl.uß auf die Leitung der Kirche anlangt: Wo fitzen denn diese „vor den äußersten Konsequenzen nicht zuriickschreckenden" radikalen Leute? Im Oberkousistorulm, in der Landessynode? In beiden Körper- schäften wird es wohl kaum einen Herrn geben, auf den die Verfasser der Eingabe diese Charakterlstik ohne sehr starke Einschränkungen würden anwenden wollen. Sodann unsere G e i st l l ch e n. „Radikale" Elemente hat es ja unter der jungen Geistlichkeit wohl immer einzelne gegeben. Aber „in weiten Streifen"? Wer darf es bestreiten, daß wir beute unter unseren jüngeren Geistlichen ohne Unterschied der Richtung eine so große Zahl von ernsten, pflichttreuen und arbeitsfreudigen Leuten besitzen, wie kaum zu einer früheren Zeit? Sie bemühen sich in ihrer überwiegenden Mehrheit ernstlich, ihren Gemeinden das Evangelium nach dem Maß ihres Verständnisses schlicht und einfach zu ver- lundigeu, nicht aber theologische Kritik. Ja, es ist sogar i ine merkwürdige Tatsache, daß das.jüngste Geschlecht von Pfarrern den theologischen Streitfragen ein viel geringeres Interesse entgegenbringt als den Aufgaben der praktischen Gemeindearbeit. Das Studium der Volksseele, der Volkssitte, der Eigenart ihrer Gemeinde, die Frage, wie man den verschiedenen Ständen und Altern mit dem Evangelium nahe kommt, beschäftigt sie in erster Linie. DaS ift eine geistige Veranlagung, die wenig Neigung zum Radikalismus hat. 2. darf doch ernstlich gefragt werden, ob die in der Eingabe enthaltene E h a r a ft c r i fti I unserer theologischen Fakultät selbst der Mehrzahl der Mitglieder der positiven Vereinigung als gerecht erscheinen möchte. Sie wird kurzweg als „Trägerin und Ausgangspunkt einer vorwiegend negativ-kritischen und zum Teil bewußt „unkirch- liehen" Geistesrichtung' hingcftellt Prof. Krüger hat sich schon selbst mit Recht darüber beschwert, daß man trofr seiner Richtigstellungen diesen seinen — allerdings sehr mißverständlichen — Ausspruch doch immer wiedör in dem von ihm abgelehnten Sinn gegen ihn und tue Fakultät ausschlachtet Was die FaliUtal im allgemeinen anlangt, 10 darf sie von allen billig Urteilenden auch wenn sie auf anderem Standpunkt stehen — die Anerkennung in Anspruch nehmen, daß es ihr bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit nicht um Negation Darmstadter Kunstausstellung 19U. Darmstadt, 18. Mai. In Gegenwart des Großherzogspaares und eines kleinen Greises geladener Gaste wurde heute früh uni 11 Uhr die Kunstausstellung auf der Mattnldenhöhe eröffnet. Nach einer kurzen Ansprache des Bürgermeisters Mud ter, des Vorsitzenden des Arbeitsausschusses, besichtigte das Groß- herzogliche Paar die Ausstellung, die im allgemeinen sehr gut beschickt ist. Die „Freie Vereinigung Darmstädter Künstler", die diese kunstschau veranstaltet bat, ist Heuer rum erstenmal aus dem engen Rahmen herausgetreten, den sie ihren früheren Ausstellungen gegeben hatte, indem sie den Kfeis der Gäste bedeutend erweitert hat. In der Haupte fache sind zwar nur Werke westdeutscher und rheinischer Künstler ausgestellt, aber es fehlen keineswegs bedeutsame Erscheiniingen aus anderen Gebietsteilen des deutschen Landes, so daß man einen schönen und erfreulichen Ueberblick über einen guten Teil unserer heutigen Künstler erhält Neben den alten Namen, die schon einen guten Klang und einen Wert haben, stehen junge, kaum bekannte Künstler noch bescheiden im Hintergrund und harren darauf, daß auch ihnen die Sonne des Ruhmes aufgehe Beim Eintritt in die schlichten, gut beleuchteten Aus- stellungsräume fesselt sofort ein großes Gemälde von Karl Bantzer Es ist der schon längst bekannte Schwälmer Ernte arbeit er, eine kraftvolle Gestalt, die in lässiger Haltung scharf aus dem korngoldenen und himmelfarbenen Hintergrund hervortritt und fast den ganzen Raum des Bildes entnimmt. Mit besonderer Feinheit ist die flirrende, glitzernde Sonnenluft gemalt, die den Alten umschmeichelt unb auf der braunen Haut spielende Lichter wirst Von demselben Künstler sind dann noch die gemütvolle Engel- Wiese, eine lockende Frühlingslandschaft und zwei Bildnisse ausgestellt» tragen Brachi, der viel bewunderte Dresdener Meister, bat fünf Gemälde von sich ausgestellt, darunter das farbensatte Mo ab und das tote Meer, die große, in ihrer Farbengebung zunächst verblüffende Waldwi c s e. In.dem Bild hinter fonne behandelt er ein bedeutendes Beieuchtnngsproblem, bei dem jedoch dec sattblaue Sonnenschatteit einigermaßen verblüfft. Gleichzeitig hat Bracht 15 Landschaften des in jüngster Zeit vielgenannten Deutsch-Böhmen Wenzel L a b n s auszu tun ift, sondern um die Herausarbeitnng der wirllickren geschichtlichen Gestalt und des Wesens des Ebristeutums, daß sie nicht einreißen, sondern aufbauen will. Davon hat auch unsere Gemeinde all die Jahre hindurch aus den gciftcrfüHtcn Predigten unserer Professoren — ich will, um Von Gegenwärtigen zu schweigen, nur die Namen Köstlin und Drews nennen - etwas verspüren können. 3. schießt es über das Ziel hinaus, wenn von cincin „Geistesbann, der sich von Gießen aus auf Kops und Herz unserer theologischen Jugend legt", geredet wird So stark kann doch der „Bann" nicht sein T-er Vorsitzende der positiven Bereinigung und nicht wenige ihrer Mitglieder, wohl die ineisten, haben ihre theologischen Studien und ihr Examen ui Gießen gemacht, und es hat ihnen nichts geschadet. Es geht auch heute Nicht anders. Ein nicht geringer Teil der jungen Tl-eologen wendet sich nach dem Verfallen der Hochschule einer ganz anderen Richtung zu. Dafür sind die Einflüsse des Elternhauses und ihrer späteren Umgebung neben der persönlichen Eigenart viel nachhaltiger bestimmend, als die paar Semester theologischen Studiums. Eine Gefahr, daß cs an „positiv" gerichteten Nachwuchs fehlen werde, ist darum tatsächlich nicht vorhanden. 4 Nach dem letzten Absatz könnte es so scheinen, als ob die Einrichtung und Erhaltung des theologiichen Fakul tälsexamens im Belieben der Fakultät selbst stehe, und als ob sie dafür auS dem eigennützigen Trieb der 5cfbTierhaltung cinlrete. Dem gegenüber ift festzustellen, daß diese Einrichtung von der Regierung im Zusammenhang mit der Errichtung des Theologischen Seminars in Friedberg getroffen worden ist. Damit wurde die wissenschaftliche und die praktische Ausbildung der Theologen voneinander getrennt, jene der Universität, diese dem Seminar zu- jewiesen. Jene schloß folgerichtig mit einem Examen vor >er Fakultät, diese mit einem solchen vor dem Lberkonsi- lorüim und den Professoren des Seminars ab. Um diese klare und sachentsprechende Einrichtung ist unsere hessische Landeskirche schon vielfach beneidet worden, wie es mir noch vor kurzem ein „po|itiDer" Professor aussprach. Daß sich unsere theologische Fakultät um Erhaltung dieser viel- bewährten Einrichtung bemüht, ist ihre einfache Pflicht, und man sollte gerechter Weise den leisesten Schern vermeiden, als wolle man ihr dabei selbstsüchtige Beweggründe unterschieben. Ich würde es ebenso mißbilligen, wenn jener Eingabe die Anerkennung verweigert werden sollte, daß sie au-5 redlicher Sorge um das Wohl unserer: Kirche geflossen fei. Gießen, den 18. Mai 1911. D. Schlosser. Der deutsch schwedische Handelsvertrag ist nunmehr dem Reichstage zugegangen. In der Begründung wird daraus hingcroiefen, daß Deutschland unter den schwedischen Einfuhrländern mit 34,6 Proz. der Gesamteinfuhr an erster Stelle steht, gefolgt von Grvß- Britannien mit 26,2 Proz. Von der schwedischen Gesamtausfuhr entfallen 21,4 Proz. auf Deutschland, dagegen 35,1 Piwz. auf Groß-Britannien. Auch im Schissahrtsver- kehr Deutschlands mit Schweden zeigt sich seit Jahren eine aufsteigende Richtung. Der neue Handels- und Schiffahrtsvertrag besteht aus dem Vertragslext nebst Schlußprotokoll sowie 2 Anlagen, deren eine die vertragsmäßigen Zölle bei der Einfuhr in das deutsche Zollgebiet, die andere die Bertragszölle bei der Einfuhr nach Sckjweden enthält. Im großen und ganzen gestellt, die trotz ihrer kleinen Abmessungen von ganz überraschender Ausdrucksfähigkeit sind. I. V. C i s s a r z hat die Küste bei Lohme auf Rügen und das lichtvolle Bild Dünen, Heide und Wolken gesandt Sehr gut vertreten ist die Münchener Künstlervereinigung Die Scholle. Von Fritz Erker ist der bekannte, seine weibliche Akt mit dem Spiegel, von Erich Erker ein Stillleben und das köstlich-intime Blumenbild Vor dem Gartenhaus ausgestellt. Von Adolf Münzer ist fein großes, edles Bild Goldene Tage uiü> der im. gebrochenen Licht am Waldbach kauernde Mädchenakt vorhanden. Walter Pnttner bringt sechs Bilder, von denen das Figurenbild Hof rat Koch in Darmstadt ausgestellt hat, der auch Bilder von Erler und Münzer hergeliehen hat. Walter Georgi bringt vor allem zwei große freundliche Wandfriefe in Tempera: von den übrigen neun Bildern erwähnen wir das gleichfalls in Tempera gemalte Bild Ernte, das den Lesern des Gießener Anzeigers besonders bekannt vorkommen wird. Es ist derselbe Vorwurf, den der Künstler im Jahre 1903 zu dem Kalender des Gießener Anzeigers verwendet hat. £tio H. Engel hat fünf Bilder ausgestellt, von denen namentlich die Drei Fries in neu, H e r b ft s o n n e und Am Ausgang des Dorfes zu erwähnen sind. Ludwig von Hoffmann ist mit einer großen Anzahl von Werken gut vertreten: wir nennen nur das symbolische Reife Früchte, Zwei Frauen am Meer, Letzte Sonnenstrahlen, sowie das große Pastell Die Ni ob id en, ohne damit ein Werturteil abgeben zu wollen. Graf v. Kalckreuih ist mit einem kleinen Bilde von Aras herbem Liebreiz Kinder am Klavier, trugen Kampf mit zwei großen, stimmungsvollen Landschaften Torf st raße in Flandern und Märzstimmung vertreten. Ludwig Keller hat Die Tochter der Herodias, einen weiblichen Akt, in neuer ck>arakteristischer Darstellung gegeben. Bon ungemeinem malerischem Retz lind Weiße Rosen von Schmoll von Eisenwerth. Ein lustiges Selbstbildnis hat HannsSprung gemalt, in dem er sich -in fideler Weinftimmung vereroigte. Walter Strich- Ehapelk hat ein reizvolles Bild Nebliger Morgen, Wilhelm Steinhausen ein Hünengrab auf Sylt und Tröstung ausgestellt. Von Hans Thoma sind mehrere .Bilder vorhanden, darunter ein Märchen vom schließt sich der Tert des neuen Vertrags an den Text des L-andels- und Schiftahrtsvertrags vom s. Mai 1906 an lieber den Inhalt des neuen Handelsvertrages ist folgendes zu sagen Man hat die Zusage erreicht, daß rn Zukunft die nachträglidic Einbringung des fehlenden Importvermerkes gestattet wird, sofern dies nach Ansicht der zuständigen Behörde möglich iß In diesen Fällen wird also künstig eine Konfiskation der beanstandeten Sendung nicht mehr erfolgen Allerdings nrirb eine Strafgebühr zur Erhebung gelangen, welche jedoch im allgemeinen nicht über 10 Pro; vorn Werte der Waren betragen soll. Ferner hat man erreicht, daß die königliche Verordnung vom V. November 188b, die Schweden betreffend das Verbot der Einfuhr von Daren mit irreführender Ursprungsbezeichnung erließ, so abgeänbert werden soll, daß sie für den deutschen sandel wesentliche Erleichterungen herbeigeführt. Von dem Grundsätze der Nettogewichtsverzollung ist Schweden in verschiedenen Fällen abgegangen Die Bestinimung des alten Vertrags, welche die zotlireie Ausfuhr der Eisenerze für die Vertragsdauer fcftkgt, ist im neuen Vertrag wieder aufgenommen unb dahin ergänzt worden, daß während der Vertragsdauer in den zwtichen dem schwedischen Staate und einer Reihe schwedischer Gesellschaften geschlossenen Verträgen leine Aenderung eintreten darf, durch die die Erzans- sührung über den Inhalt dieser Verträge hinaus beschränkt oder erschwert werden könnte. Im neuen Handelsvertrag sind Schweden zu 93 Nummern unseres allgemeinen Tarifs Bindungen, Zollbefreiungen ober Zollermäßigungen zugestanden worden. Es handelt sich hierbei um Waren, für Die unsere Statistik im Jahre 1909 eine Einfuhr von Schweden nach Deutschland überhaupt nicht oder nur in geringfügigen Mengen nachweist Die schwedischen Forderungen wegen Bindung der Zollsreiheit für frische Milch und Sahne, wegen Festsetzung ermäßigter Zollsätze für sogenannte Magerheringe, mechanisch bereiteten und chemisch bereiteten Holzstoff, für Zeitungspapier, wegen Zollfreiheit von un- glasierten Klinkern aus Ton sind abgelehnt worden, ebenso im Hinblick auf die in den beteiligten Erwerbskreisen und im Reichstag zum Ausdruck gelangten Wünsche das .Verlangen der Bindung des Zolles für Röhren und gewisse andere Waren aus Ton oder gemeinem Steinzeug. Bei den Verhandlungen ist mit allem Nachdruck versucht worden, dem in zahlreichen Eingaben aus den kreisen oes Steinbruchgewerbes ausgesprochenen und noch in jüngster Zeit im Reichstag lebhaft vertretenen Wunsche nach F-esthaltung eines Zolles auf Pflastersteine gerecht zu werden Wenn diesen Bemühungen der Erfolg versagt blieb, so ist zunächst zu berücksichtigen, daß diese Ware für die Ausfuhr Schwedens von größter Bedeutung ist Von allen nach Deutschland eingeführten schwedischen Waren weisen nur längst gesägtes Bau- und Nutzholz und Eisenerze höhere Werte auf. Wenn auch der Wunsch der Pflastersteinindustrie unerfüllt bleiben mußte, so ist es andererseits gelungen, 3um Vorteil der einheimischen Steinbruchbetriebe und des ihnen nahestehenden Steinmetzgewerbes an anderer Stelle Verbesserungen gegen den bisherigen Stand zu erzielen. Betreffs der schwedifchen Zugeständnisse sei bemerkt, daß die Verhandlungen dadurch außerordentlich erschwert waren, daß Schweden ui den Sätzen seines neuen Autonomentarifs im allgemeinen das Mindestmaß an Schutz sah, dessen seine Industrie zu ihrer Entwickelung bedürfe, unb beshalb im allgemeinen Bedenken trug, auch nur geringe Adbröckelun- gen der neuen Gesetze vorzunehmen, während wir andererseits jede Erhöhung derselben bekämpften Eine Einigung Löwenzahn, Frühlingssreude unb Brunhilde. Sehr schön ift Ubbelohde mit beit kraftvollen Gemälden Melibotus, Waldrand, Winterabend an der Lahn, herbstsonne unb Winter vertreten, sowie den Zeichnungen zu dem Märchen vorn Eisen ha ns Hans von B o l k m a n n bringt ein sehr nettes Landschaftsbild Beim Wegweiser unb eine großzügige deutsche Waldlandschaft. i Von den Darmstädter Künstlern sind die Landschaftsbiiber von Georg Alt heim zu erwähnen, von benen namentlich bic Wiese bei '21 r heil gen, bic Schnee- lands ch a f t und die M a u I b e e r a 11 c c hervorzuheben sind. Wilhelm Bader ist mit einem Damenbildnis und zwei Landschaften gut vertreten, ebenso der verstorbene August Wondra mit orei großzügigen Landschaften. 'Adolf Beyer zeigt sich als vielseitiger Künstler! von ihm sind ein Bildnis, em paar Landschaften und ein Genrebild aufgehängt Anna Beyer Hal außer T erstund e ein paar tüchtig gemalte Blnmenstudien aufzuweifen. Auch sonst sind noch viele gute Arbeiten vorhanden, aber es fehlt hier an Raum, um näher auf sie einzugehen. In dem graphischen Kabinett sind vor allem die Arbeiten von Heinrich Kien zu erwähnen, des bekannten 'JJhindtener Satyrikers, der über eine außerordentliche Phantasie und einen äußerst gewandten Griffel verfügt. Eine reiche Auswahl von Aquarellen englischer und schottischer Meister, an bereit Beschaffung sich bei Großherzog lebhaft beteiligte, gibt der iniereifanten Ausstellung, die bis £ Kober geöffnet bleibt, einen besonderen Reiz. K. N. • Gustav Mahler f. Dien, 19. Mai Der Todes kämpf Gustav Mahlers dauerte von vier Uhr nachmittags bis elf Uhr nachts Gegen 8 Uhr versuchte seine Frau ihm etwas Nahrung einzuflößen und es gelang, ihm etwas Suppe und Kaviar über die Lippen zu bringen Dann ging es rapide zu Ende. Mahler starb ohne achtbaren Tooeskampf und sich,- lich ohne Schmerzet Im Krankenzimmer waren die ganze Familie und die nächsten Freunde des Berblichenen ver- | sammelt. Konnte nur auf einer mitttercn'Sinie erfolgen, dahin, daß" rasch Bespannungen zur Beförderung der Feuerlöschmittel zur Mar die schwedischen Zollerhöhungen in größerem Umfang hingenommen wurden, daß aber doch insgesamt das schwe- ' dische Zollniveau auf einen Stand herab gebracht wurde, der unserer Ausfuhr den Fortbestand möglichst sichern wird. Dieses Ziel dürfte im lallgemeinen erreicht sein. Durch den neuen Vertrag ist unsere Ausfuhr in umfang- reicherein Maße gesichert, als dies durch unseren bisherigen Handelsvertrag mit Schweden der Fall war. Die erste Lesung des Entwurfs wird int Reichstage zu Beginn der nächsten Woche erfolgen. Verfügung zu haben. Ob die Stadt selbst Pferde ankauft oder mit einem Unternehmer einen Vertrag abschließt, soll Da; Uronprinzenpaar in Petersburg. Petersburg, 18. Mai. Nach der Frühstückstafel im Anitschkowpalais besuchte das Krouprinzenpaar die Großfürstinnen Militza Nikolajewna und Alexandra Josiphowna. Später stattete der Kronprinz sämtlichen in Petersburg weckenden Großfürsten, dem deutschen Botschafter Graf von Pour- t a l e s, Ministerpräsident Stolypin, dem Minister des Hofes Baron Fredericksz und dem Verweser des Ministeriums des Auswärtigen, Neratow, Besuche ab. Die Kronprinzessin besuchte das deutsche Alexanderhospital. Um 3 Uhr nachmittags kehrte das Kronprinzenpaar in das Wintecpal-ns zurück, wo Graf von Pourtales die Spitzen der hiesigen deutschen Kolonie vorstellte, die der Kronprinz ins Gespräch zog. Heute abend fand auf der deutschen Botschaft zu Ehren des Kronprinzenpaares ein Diner statt, dem sich ein Konzert und ein Rout anschloß. Außer dem Gefolge waren viele hochgestellte Persönlichkeiten und Vertreter des diplomatischen Korps zugegen. Arrs Stadt und Cand» Gießen, 19. Mai 1911. Aus der Sitzung der Stadtverordneten. Unsere Stadtväter waren zu der gestrigen Sitzung rech» zahlreich erschienen. Offenbar hat die Verlegung dec städtischen Aeinter in die alte Klinik und die Errichtung eines städtischen Fuhrparkes, welche beiden Punkte wieder einmal auf der Tagesordnung standen, den starken Besuch der Sitzung veranlaßt. Beide wichtigen Gegenstände wurden auch diesmal nicht entschieden. Die Umwandlung der alten Stlini ' zum Rathaus wurde vertagt, weil Beig. Georgi, der Gegner der Verlegung ist, nicht anwesend sein konnte, und weil noch einmal versucht werden soll, die Klinik auf andere Weise zu verwerten. Alan will nämlich versuchen, sie zu verkaufen, wobei Bedingung sein soll, daß die Stadt bei der zukünftigen Bebauung des Grundstückes ein MitbestimmungSrecht erhält. Die Beratung über die Einrichtung eines städtischen Fuhrparkes gestaltete sich eigentlich zu einer ausgedehnten Besprechung über unser Feuerlöschwesen. Die bei dem Brande in der Marburger Straße vorgekommenen Mißstände wurden von derVerwaltung teilweise zugegeben, des. dasPlatzen von Schläuchen. Hoffentlich gelingt es der Arbeit des neuen Branddirektors, als welcher in der nichtöffentlichen Sitzung Stadtbaumeister Braubach gewählt wurde, diese Mängel zu beseitigen, damit unsere tüchtige Feuerwehr nicht durch solche Kleinigkeiten an der Ausübung ihrer gemeinnützigen Tätigtet gehindert wird. Der Fuhrpark soll dazu bienen, immer Aus tzegerr. Landtagswahl in Gießen. Wie Uns mitgeteilt wird, ist für die durch die Wandats- urederlegung des Geh. Justizrats Dr. .Gutfleisch erforderlich gewordene Ergänzungswahl von deur zur Leitung der Wahl bestellten Wahlkommissär, dem Großh. Provinzialdirektor Dr. Usinger, Termin auf F r e i t a g, 26. l. M., v o r - mittags 10 Uhr, angesetzt worden. Die erforderlichen Einladungen an die Wahlmänner werden alsbald ergehen. .♦ Der Zweiten Kammer ist ein Bericht des Dritten Ausschusses über die Ersatzwahl eines .Abgeordneten im 4. Wahlbezirk der Provinz Oberhessen, Hungen — Lich, zuaegangen. Der Ausschuß beantragt einstimmig, die Wahl des Abgeordneten Fenchelfür gültig zu erklären. — Der Abgeordnete Wo lf-Stad ecken und Gen. stellt folgende dringliche Anfrage: Ist die Regierung bereit, dem nächsten Landtag sofort nach seinem Zusammentritt einen Gesetzentwurf vvrzulegen, nach welchem die Berechnung der Beiträge zur land-und forst- wirtsch östlichen B e ru f s g env s sen s cha s t auf der Grundlage des gemeinen Wertes land- und forstwirtschaftlich benutzter Grundstücke erfolgen muß? Ferner ist der Kammer der Bericht des Zweiten Ausschusses über die Regierungsvorlage: Entwurf eines Gesetzes zur Aenderung der Gebührenordnung für die Großh. Notare vom 30. Dezember 1904 zugegangen. Der Ausschuß beantragt Annahme des Entwurfs. Letzte Nachrichten. Die Elektrische ttebertandzentrale Wölfersheim angenommen! R. B. Darmstadt, 19. Mai. Zn der heutigen Sitzung der Zweiten Kammer wurde die Regierungsvorlage wegen der Errichtung einer Brikettfabrik und einer staatlichen Ueberl and zentrale bei Wölfersheim angenommen. Aus Marokko. Paris, 19. Mai. Der Kriegsminister erhielt am 18. Mai von General Moinier ein Telegramm, daß die dritte und letzte Staffel der Hckfskolonnc gestern den lieb Bethr überschritten haben. Die Kolonne befindet sich gegenwärtig an der äußerlten Grenze, von wo aus eine Verständigung mit Hilfe des von dec Kolonne mckgesührten Funkenspruchapparats noch möglich i|t. Deshalb wird man mehrere Tage ohne Nachricht von der Kolonne bleiben. Gerüchtweise verlautet, die Auf st ändischen hätten Alt-Fez besetzt, womit die Lage natürlich sehr kritisch wäre. Roosevelt über Tafts Schiedsgerichtsentwurf. Washington, 18. Mai. Präsident Taft erhielt aus allen Teilen der Welt Glückwünsche zu seinem Leitern erwähnten) Schiedsgerichtsentwurf. Roosevelt vcrösfentlichte in der Zeitschrift „O u t l o ck" zwei Artikel, die viel besprochen werden. Er äußert sich sarkastisch über die SchiedsgerichtS'Be- weaung. Gewisse Beleidigungen ließen sich nicht durch ein <2cccth>* gericht erledigen. Eine schiedsgerichtliche Beilegung sei nur Zwilchen zwei Nationen möglich, die in der Kultur so vorgeschritten jeien, daß es ihnen unmöglich sei, selche Beleidigungen zu begehen. England und die Unionstaaten feien so weit vorgeichritlen. ~'-un aber zum Beispiel eine Nation bestehen sollte, die den Umonstaaten eine unwillkommene Einwanderung aufzwingen wollte, wurde Die öffentliche Meinung nicht einen Augenblick auf den Bor)chlag der schiedsgerichtlichen Behandlung solcher Fragen hören. Leipzig, 19. Mai. Eugen Pollak, der Kapellmeiswc des Neuen Theaters in Leipzig, wurde von Direktor Zöllner, Dcnt zukünftigen Intendanten dec Fcanriurle^ BuhM lux iX.r.fläl* iyrt fe Msis.ensßflißltf werden hier verabreicht. Der Milchkuranstalt wurde ein Stall angeb aut, in welchem einige Schweizer Kühe stehen, o daß die Kurgäste allezeit frisch gemolkene Milch erhalten können. Die Kurgäste waren seit Jahrzehnten gewohnt, ihre Zeitungen usw. kurz vor der Kurhausterrasse in der og. Schieß Halle zu kaufen. Die Schießhalle wurde diesen Winter abgebrochen. Nun hat der Staat fast an derselben Stelle einen Zeitungskiosk erbaut, der demnächst eröffnet wird. — Das Kettelerhcim, gegründet von dem kath. Kettelerverein, das erst Ende April bezogen wurde, ist bereits sehr besetzt. Das Heim kam in den Lindenhof (ein rüheres Sanatorium) und besitzt 80 Zimmer. -m. Friedberg, 18. Mai. Ter Bureaugehilfe Anton Billasch von Friedberg-Fauerbach, der seit seiner Schul- entlaffung bei der hiesigen Bezirkskaffe beschäftigt war, ist nach Unterschlagung einer größeren Summe amtlicher Gelder, deren Betrag noch nicht festgestellt werden konnte, flüchtig gegangen. Billasch hatte trotz seiner Jugend— er ist noch nicht 20 Jahre alt — da§ volle Vertrauen seines Vorgesetzten genossen. Ec hat auch erhebliche Steuerbeträge, die er für andere Leute abliefern sollte, nicht abgeliesert, sondern für sich verwendet. Gegen den Flüchtigen wurde von der Staatsanwaltschaft Gießen ein Steckbrief erlasfen. — Heute nacht wurde in der Russensabrik des Bauunternehmers Theodor Mörschel ein Einbruch verübt. Gestohlen wurde außer erheblichen Geldbeträgen eine größere Partie Kleidungsstücke. Den Tätern ist man auf der Spur. -1- Butzbach, 18. Mai. Der älteste Einwohner unserer Vaterstadt und älteste noch lebende hiesige Veteran Heinrich Braun I., geboren zu Renzendorf am 28. Juni 1819, starb gestern nach kurzem Krankenlager im Alter von 92 Jahren. Er hatte 1848—49 den badischen und holsteinischen Feldzug im Großh. Garde-Cheoeauxleger-Regiment mitgemacht. Bis vorgestern war er noch im Felde in seiner Landwirtschaft tätig. Er war ein treues Mitglied des Kriegervereins, der ihn mit militärischen Ehren zur letzten Ruhe bestatten wird. — Im Jahre 1910 wurden hier folgende Schlachtscheine abgegeben und dafür vereinnahmt: 599 Stück für Großvieh ä. 90 Pfg. ----- Mk. 539,10, 2716 Stück für Kleinvieh ä 40 Pfg. ---- Mk. 1086,40, .2 Stück für Schaflämmer und Spanferkel ä 20 Pfg. — Mk. —,40, 4 Stück für Ziegenlämmer L 10 Pfg. == Mk. —,40; Sa.: Mk. 1626,30. Hessen-Nassau. ? Kinzenbach, 18. Mai. Die hiesige Gemeindevertretung hat dem Hauptmann Poly-Gießen die Jagd- Nutzung zuerkannt zum Preise von 550 Mk. Bisher betrug der Pachtbetrag nur 300 Mk.; die Jagdzeit ist auf 6 Jahre bemessen. sl Marburg, 18. Mai. Auf dem vom Vaterländischen Frauenverein veranstalteten Margaretentag wurde eine Reineinnahme von 9407,15 Mk. erzielt. X. R. H o l z h a u s e n, 18. Mai. Unter großem Pomp fand heute in dem Freiherrlich v. Stumrnschen Schlosse Neu-Potsdam die Vermählung des deutschen Generalkonsuls und Gesandten in Kairo, Prinz Hermann v. Hatzfeld, mit Freifräulein Marie v. Stumm statt. Die kirchliche Trauung wurde in der katholischen Kirche zu Roßdorf durch Kaplan Dr. Arnold aus Fulda vollzogen. Den Feierlichkeiten, die gestern abend durch ein großes Feuerwerk eröffnet wurden, schloß sich heute auch ein Fellmahl und Tanzlustbarkeiten für die Dorfbewohner an. fc. Frankfurt a. M., 18. Mai. Hier fanden zwttcken Vertretern der vereinigten Landwirte und des Milchhändlei- Vereins Verhandlungen wegen Beilegung des Milch- k r i e g s statt. Die M i l ch h ä n d l e r erklärten sich grundsätzlich mit dem Aufschlag der Landwirte auf 1/ Pfg. für das Liter Milch einverstanden, da dieser Preis von den meisten Händlern in Frankfurt a. M. offen oder der- steckt doch bezahlt werde. Die Landwirte wollen die Milchhändler, die den erhöhten Preis nicht bezahlen, boykottieren. Das sind in der Hauptsache einige Großsirmen. Tie Milchhändler, die den Landwirten sich nachgiebig zeigten, haben, wie wir hören, die Absicht, sich an den Konsumenten schadlos zu halten, und wollen in etwa 14 Tagen den Milchpreis um 1 Psg. für das Liter erhöhen. Die Landwirte wollen die Händler in diesem Vorhaben unterstützen. Es sollen noch Mitgliederversammlungen der Produzenten und Händler zu diesen Abmachungen Stellung nehmen. F. C. Wiesbaden, 18. Mai. lieber das Projekt der Taunusquerbahn Bad-Nauheim—Rhein referierte in der heutigen Schlußsitzung des Kommunallandtags 2lbg. Geh. Regierungsrat Beckmann-Uiingen. Der Kommunal- landtag beschloß nach dem Antrag des Wegebauausschusses wonach die Staatsregiernng und die Eisenbahnverwaltung um alsbaldige Ausführung res Bahnbaues gebeten werden. mentaler Vieh statt. ** Der Verein für Luftschiffahrt in Marburg hielt kürzlich im physikalischen Lehrsaal der Universität eine Sitzung ab, der außer dem Vorsitzenden des Gießener Schwester Vereins dec Leiter der Gießener Wetterdienststelle Dr. Peppler beiwohnte. Die Ver- ammlung beschloß, daß die Gießener Vereinigung als Sektion dem Verein in Marburg beitreten kann und begrüßte einen dahin von Gießen aus gestellten Antrag. Den Gießener Vertretern wurde die Zusage gemacht, daß noch vor Pfingsten von Gießen aus eine Ausfahrt unternommen werden soll. ** Submissionsergebnis. Die Submission für das neue Amtsgericht hat drei Angebote gezeitigt. Es handelt sich um Herstellung der Erd-, Beton- und Maurerarbeiten und Lieferung der dazu benötigten Materialien. Die Vereinigten Gießener Bauunternehmer verlangten 122 366,80 Mk., die Lolat-Werke-Gießen 120 919,30 Mk. und Busches-Münster (Westfalen) 117 505,24 Mk. Landkreis Gießen. ch. Eberstadt, 18. Mai. Bei der heute hier vorgenommenen Bürgermeisterwahl wurde Bürgermeister Görlach mit 112 Stimmen wiedergewählt. Ein Gegenkandidat war nicht vorhanden. Kreis Büdingen. -1. Stockheim, 18. Mai. Am Mittwoch verunglückte in Grebenhain der 27jährige Dreschmaschinen- und Kreissägebesitzer KarlHeinrich. Beim Holzschneiden flog ihm ein Stück Holz gegen den Unterleib; er trug sehr schwere innere Verletzungen davon. Der Verunglückte wurde noch am Abend mit dem Zug nach Gießen in die Klinik überführt. Kreis Alsfeld. Hälfet Wilhelm in England. London, 18. Mai. Der Kaiser unternahm heute vor- toittag eine Ausfahrt in Begleitung des Obersten Segge. Um 1 Uhr folgte der Kaiser . einer Einladung zum Frühstück beim Kriegsminister Haldane. Die Kaiserin frühstückte mit der Königlichen Familie im Buckinghampalast und besuchte vormittags in Begleitung des Botschaftsrats v. Kühlmann und der Oberhos- meisterin v. Bockdorf das deutsche Waisenhaus und das Hospital Dalston, wo sie u. a. von Bruno v. Schröder, Sir Hermann Weber, Sir Edgar Speyer und Alexander Siemens empfangen wurde. Die Kaiserin besuchte auch die Krankenabteilung der Kinder und sprach mit den kleinen Patienten. Vor dem Hospital waren die Kinder der deutschen Schulen aufgestellt, die die Kaiserin mit „Deutschland, Deutschland über alles" begrüßten. Auch hier unterhielt sich die Kaiserin mit verschiedenen Kindern. Die Abfahrt erfolgte unter großem Jubel der Klemen. Die Kaiserin und die Königin fuhren heute nachmittag im Automobil vom Buckinghampalast nach Windsor. Der Kaiser und der König folgten eine halbe Stunde später. Ungefähr 400 Kinder der katholischen Schule, die sich in Hammer- smith-Road aufgestellt hatten, jubelten den Majestäten zu und schwenkten Fahnen. . _ ., Die Prinzessin Viktoria Lun e machte heute morgen eine Ausfahrt. Der Kaiser stattete vormittags dem Zoologischen Garten einen Bestich ab. ihinf-tßcriuiic (Offene Stellen Uctrdjicbciic1,"« Melteü-Uehlche e Zn verkaufen Vereine htnländisja wurde tim Gemeinde- die Jagd- öisher b'iruz aus 6 Jahre >°°h°s'(< Hilst Ar» V orliänge Teppich.© Ferd. Nennstiel Blockstrasse 7. Wir suchen für sofort Handformer der & Mundgeruch ^Helgolandia" Zabnvasta. Tube 50 Psg., vernichtetFäulniscrreger, erhält d.e Zähne weife. dm Ge» schmack erf-.ifttienb. 9heoerlagc Pelikan Apotheke, StreuspL 2. DOOOOOOOOOD gegen übliche Provision. Offerten unter II D. 3378 an Rudolf Casseler • • • . . Schirmfabrik reichen das schmutzigste Metall spiegelblank. In Flaschen von 10—50 Pfg. überall zu haben. R.-Cl. „Hassia“ Samstag, 20. 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