Ur. 271 Zweites Blatt 161. Jahrgang Erlchetnl täglich mit Hulnabmt de» Cenntaflk Die „iltfctntt LamIllendlStter- werden dem ,Hnse-a Gesetzes hat die Reiä^sversicherungsanstalt auf Antrag Angestellten mit einem Zahresarbeitsverdienst von fünftausend bis unter zehntausend Mark zu gestatten, sich nach den Borschriften dieses Gesetze- die Abgaben eine Verbilligung liegt. Und wo» die Bc- laftung bc» Mittelstände» betrifft, so behaupten ja bic Gegner der Vorlage eine Abwälzung auf die Konsumenten; einer kann nur bic Abgaben tragen: der Konsument oder der Schisser. Der Ministerialdirektor erwidert allgemein auf die Beschwerde der Sachsen: Preußen bat keinen Anlaß, den Verkehr nack Sack,- fen zu tragen. In dieser Frage kann der JdealiSmu» nicht maßgebend sein, sondern die Jntcressenpolitik. Bayerischer Bevollmächtigter Ritter von Grossmann macht Ausführungen über die Stellung der baveriscken Negierung Eine weitere Verzögerung und Erschwerung wichtiger und dringender Strombauten würde da» bayerische Interesse auf das schwerste gefährden. Hierin liegt der Hauptgrund für unsere zustimmende Haltung zur preußischen Vorlage. Wir waren nicht etwa unbedingte Anhänger der ursprünglichen Vortage der preußischen Manaltterroaltung. Es wäre für uns Bayern, ja, ich glaube sagen zu können, für ganz Süddeutschland unerträglich gc- wesen, wenn ganz allgemein für die Flußregvlierung Abgaben erhoben wurden wie für die Kanalisierung. Tie Sicherung eine? cinbciHieben Tarifs und die Ausschaltung der Autonomie der beteiligten Staaten hinsichtlich der Festsetzung und Veränderung der Tarife ist jetzt erreicht, und war nur erreichbar auf der Grundlage der Bildung genossenschaftlicher Verbände. Von einer Stärkung partikularistischer Neckte ist also nickt die fRebe. Wa» er- reicht ist, liegt in der Mitte zwischen der Zentralisierung der getarnten Wasserwirtschaft und der ausschließlich partikularen Der- teilung der Aufgaben. TaS hat zur Folge, das die Verkehrs» frenndlichen Momente stärkere Betonung gesunden haben. . ES gibt keinen schlagenderen Beweis für die Schmacke der gegnerischen Argumente als die Bezugnahme auf die Entstehung der Vorlage. Ter § 19 des preußi'cken Kanalgesetzes steht gar nicht mehr in Hrage, sondern cS ist eine vollständig umgearbeitete Vorlage, die nickt mehr schutzzöllnerische Zwecke verfolgt, sondern verkehrösreundliche Absichten. Gerade wir Bayern, lie wir am weitesten vom Meere entfernt sind, haben allen Grund daraus zu achten, daß die Abgabe nickt unerträglich, nicht zum Ruin der Schiffahrt wird; aber da) ist nicht der Fall. Eine Erhöhung der Abgaben b:3 zum Doppelten kann nur ein- treten mit Zustimmung der VerN'altungSauSfchüsse; der Reichstag würde von fick au6 dazu nickt in der Lage fein; die unmittelbaren Interessenten stehen zwischen Reichstag und Regierung. Die Strombeiräte, diese Jntercsscntcnvcrbänbe, bilden eine ungemein starke Schutzwehr dagegen, daß die Abgaben erhöht werden, auch wenn die Interessenten nicht überzeugt sind, daß sie davon Vorteil haben werden. Auch wir Bayern haben unsere Wünscke zum Teil znrückpe stellt. ES bestand bei uns eine sehr starke Strömung für die Fortsetzung der Rheinkanalisierung über Aschaffenburg hinaus. Wir haben uns mit schwerem Herzen entschloßen, auf Einstellung dieser weiteren Kanalisierung in daS erste Bauprogramm zu verzichten. Ter bayerische Regierungsvertreter gibt zum Schluß der lieber- zeugung Ausdruck, daß die Gegner der Vorlage, wenn auch nicht in der Absicht, so doch tatsächlich Gegner be» AuSbaue» ber deutschen Flüsse sind. Abg. Stolle (Soz.): TaS preußische Junkerparlament ist die treibende Kraft; der Widerstand ber anderen Regierungen ist durch den Truck gebrochen; daran ändern die Erklärungen ber RegierungSvertretcr von Württemberg und Bayern nichts. Mit rauher Hand soll in die Entwicklung des Verkehrsleber.S eingegriffen werden. Wer kann das verantworten? W'ir macken da nickt mit. Mit einemmal soll das jetzige System, das Handel und Verkehr gefördert bat, überlebt fein I Bismarck hat dieses System zum Wohls des Vaterlandes eingeführt. Al» Sieger aus diesem Kampfe gehen die Konservativen hervor. Abg. Graf Praschma (Zentr.): Tiefes Gesetz soll die letzte schwarze Tat der Ritter und Heiligen zur Bedrückung bc-3 Volkes fein. Diese Gesellschaft der Ritter und Heiligen ist aber sehr bunt, denn ber größte Teil der Nationalliberalen unb ein Teil ber Freunbe bes Herrn Gothein sind auch für bieseS Gesetz. Ja, es sollen auch einige Sozialbemokraten bereit sein, für baS Gesetz zu stimmen, wenn von ihren Stimmen die Annahme bes Gesetzes abhinge. Wenn daS Volk bei den Wahlen, wie ber Abg. Gothein gestern sagte, sich gegen die Anhänger dieses Gesetzes wenden werde, so wird es in Verlegenheit kommen, nack welcher Seite es sich wenden soll. Herr Gothein rief: O Bundesrat, dein Name ist Schwachheit! Warum hat er das nicht einigen von seinen eigenen Freunden zugerufen, die ebenfalls für die Vorlage sind? Tr. David sagt, es sei ein Brotverteuerung Sgefetz. Ilm wieviel Pfennige wird denn bic Semmel teurer werden? Man komme uns aber nickst mit solchen Rechnungen, wie sie unser jüngster Kollege Schmidt ans Konstanz im Wahlkampfe verwendet bat. (Rufe: Aba! links.) Vernünftige Interessenten nehmen lieber Schiffahrtöabgaben und Ctromvcrbesserung als keins von beiden. Der Redner fordert den völligen Ausbau ber Ober st recke unterhalb BreSlaus. Che bas Schifsahrtsabgabcngcsetz aber nickt verabsckicbct ist, kann bie Regierung Mittel für bieten Zweck vom preußischen Sanbtage nickt verlangen. Da bie Oder das also jetzt nicht sofort erlangen kann, darf auch den anderen Flüssen eine besondere Sicherung nicht gegeben werden. Ich werde baber gegen biese Bestimmungen stimmen. Ist es ricktig, daß die ObcrrcgulierungSprojekte immer noch nicht baureif sind? Ich bin gegen alle Anträge, mit denen die Vorlage noch belastet werden soll. Preußischer Minister v. Breitenbach: Unmittelbar nach Verabschiedung deS SchiffahrtSabgabcn- Gesetzes wird bie preußische Regierung vom Landtage Mittel für bic Oberregulierung unterhalb BreSlau» for« bern. Genaues kann ich über den Zeitpunkt jetzt noch nicht foyen. Jedenfalls ist cS nickt beabsichtigt, bic Frage auf bie lange B nik zu fdiicben. Herr Gothein hat gestern behauptet, bie Projekte i- irrt, noch lange nicht spruchreif. T Ick muß cS als Ehef ber Verwaltung dock bester wisten. wie bie Proickte sieben. (Beifall rechts.} Ich kann mitteilcn, baß soviel feststeht, baß die ReguIierungflMtert i' d. r Stauwerke rund 40 Millionen Mark I ben. Wir sinb durchaus in der Sage, einen ungeheuer großen Nutzen besonders für diejenigen Flüsse zu bewirken, bei denen wir nickt vom Auslände behindert sind, zum Beispiel bei der Weser usw. Von allen VerkchrSanstalten bat gerade bic Strom« fckiffabrt eine u„gemessene Entwicklung genommen. Die Grundsätze, bie vor 30 Jahren für sie galten, sind baber längst überlebt Wir sind gezwungen, in bie Ströme so erhebliche Kapitalien zu stecken, an bie man vor Jahrzehnten gar nicht gedockt bat. Wir traten daher nicht mehr in der Sage, auch nur mit den Zinsen die Allgemeinheit zu belasten. Abg. Dr. Hahn (florf.)! 7 Ich danke den Abgg. Dr. David und Gothein für ihre Ausführungen. Ta» waren goldene Worte, bic wir bei ber Wahl nicht vergessen werben. (Heiterkeit. ) Die Schiffer werden gern die Abgaben zahlen, wenn bie Flüsse reguliert werden. Was bie Mosel- kanalisierung anlangt, so müssen wir auf jeden Fall gegen eine Beschleunigung der Erschwerung der Konkurrenz ber Ruhrinbustrie auftreten. Ten Hauptschaben würde die Bergarbeiterschaft haben, Abg. Dr. Frank (Soz.): Die Rede be» Dr. Hahn war an die falsche Adreste gerichtet, denn jetzt sagt man sich: wenn er mit feiner hinreißenden Bered- samkeit eö nicht fertig bringt, feine eigenen Freunde zu überzeugen, bann muß eö schlecht um feine Grünbe stehen. (Zuruf recht»: Tie Sachsen sind zu helle!) Dem Dr. Hahn lann_ ick diesen Vorwurf nicht machen. (Heiterkeit.) Dr. Hohn führt ans, die Belastung würde nur ganz klein fein; bie Jungfrau ist ganz unschuldig, denn daS Kind ist ja nur so ganz klein. Dr. Hahn war so glücklich, bic Unterstützung dcS neubekehrten Tr. Haußmann zu finden. Herr Haußmann hat e» ehrlich verdient. Selbst wenn Württemberg wirklich Vorteile von den Abgaben hätte, wäre eß verpflichtet, da» zurückzustellen, im Hinblick auf den Sckaden der ganzen deutschen Volkswirtschaft. Da gilt für Württemberg dasselbe wie nach Herrn Hahn für Ruhr unt Moselindustrie. Der Redner verwahrt seine Freunde gegen ber Vorwurf bc3 bayerischen McgierungSvertreterV, bah ihre Oppo. sition gegen daS Gesetz eine Verkehrsfeindschaft in sich schließe Nach der Geschichte ber konservativen Partei braucht nickt außge- sührt zu werden, wo die Verkehrsfeindschaft ist; ihr bie Sorge für den Verkehr anzuvertrauen, heißt den Fuchs zum Wächter ii(-er den Entenstall zu machen. Tic Württemberger würden mit Baden zusammen eher zu ihrer Neckarkanalisierung kommen al» mit diesem Gesetz. Meine Freunde sind ohne Ausnahme der Ansicht, daß diese» 6!esetz volkswirtschaftlich und politisch ein Unglück ist. Wenn der Reichstag dieses Gesetz annimmt, so läßt er sich zugunsten grohagrarischer Interessenten mißbrauchen! Abg. Zehnter (Zentr.) bittet um Annahme seines Antrag» auf Streichung der Definition de» Begriffs ber künstlichen Wasserstraßen. Abg. Gothein (Vp.) wird tion der Rechten mit lebhafter Unruhe empfangen: Wenn es Ihnen nicht paßt, so verlosten Sie boch ba» Lokal. (Heiterkeit.) Herr Ministerialbirektor Max PeterS hat als Schriftsteller in ben Meinungsstreit eingegriffen. Da muß er sich auch eine Kritik gefallen lasten. Meine Angriffe waren bicfelben wie die Labanbs und Profestor Dachs in Leipzig. Steht auch Herr Max Peter» über diesen Leuchten der Wiffenschaft so turmhoch?- Abg. Haußmann (Vp.): Was vor sechs Jahren unter anderen Verhältnissen gesagt wurde, kann boch jetzt nicht zum Gegenstand ber Verhandlung gemacht werben. Es kommt darauf an, was in diesem Augenblick da» Entscheidende, das verhältnismäßig Vernünftige ist. Ich war nie so töricht, die Abgaben an sich für einen Vorteil zu halten. Ein volkswirtschaftliches Ziel muß eben hier leider durch ein un- volkswirtschaftliches Mittel erreicht werden; da» habe ich schon vor einem Jahre gesagt. Die Rivalität ber Staaten hat eben ben so notwendigen Ausbau der Straßen bisher verhindert. Wir müßten deshalb unser Bestreben dahin richten, den Entwurf (ju verbessern, und ba» ist in allen Punkten gelungen, bei denen ich es damals als Voraussetzung für meine Zustimmung als notwendig bezeichnet habe. Hält es denn nicht auch bet Dabenser Tr. Frank für einen Vorteil BabenS, wenn durch daS ganze Land hindurch bet Rhein bi» zum Bobenfee schiffbar gemacht, wenn ber Bobensee z u einem Binnenhafen DeutschlanbS wird? Ist daS nicht ein nationaleSWerk? Ich verwahre mich und das Land Württemberg gegen den Vorwurf de» Eigennutzes. Wir sind sehr bescheioen; bisher hat die deutsche Reicks» gc'etzgebung sich mit württembetgifchen Interessen noch nicht beschäftigt, dagegen in großem Umfange mit denen anderer Staaten. Damit schließt die Aussprache. Die Artikel I unb Illa werden angenommen. Weiterberatung Freitag 1 Uhr, außerdem noch daS Haus- arbeitsgesetz. Schluß Uhr. über die freiwillige Versickerung selbst zu versichern, wenn sie ben Nachweis führen, daß sie in den letzten vier rtalenberjabren vor dem ZnkraNlrcten des Gesetzes eine nach diesem Gesetz ohne Rücksicht auf das Jahreseinkommen versicheruugspsirchlrge Beschäftigung in muwestens dreißig stalenbermona£cn ausgeübt haben. In § 388 wird eingefügt: „Bei ber freiwilligen Versicherung werden drei Viertel der von den freiwillig Verfichenen einge» zahlten Beträge zurückgezahlt." Es handelt sich hier darum, baß der Berslckxwungssall innerhalb der ersten zehn Jahve nach dem Jnkraftlrercn des Gesetzes crntriit, ohne daß cm ‘Jiniprud) auf Leistungen nach diesem Gesetze geltend gemacht werben kann. Der italienisch-türkische Krieg. Tripolis, 16. 9Lov. (Ägenzia Stefanl) Das regnerische ftürmische Werter bauerte in ber vorletzten Nacht unb am gestrigen Tage an. Die Arbeiten der italienischen Soldaten werden ungestört fortgesetzt. Tie Leriäne der rtundschaster sind widerspruchsvoll. Keiner kann die vollständige Untätig feit des Fein - desgegenuber derfrüherenLebhaftigkeiter- kl ären. Ein aus Äinzara angeiommener .Kundschafter bestätigt die Zusammen-,icsiung lürii cher und arabischer Streitkräfte in der Oase, kann deren Zahl aber nicht angeben. Ter Gesundheitszustand der italienischen Truppen ift ausgezeichnet. Die Zahl der Kranken beläuft sich auf weniger als ein Prozent bet Gesamtstärke. Auch die er- kantten Eingeborenen, etwa 70, werden in ber Staift selbst gepflegt. In Tobruk wurden zwischen Vorposten Schüsse gewechselt und dort Verstärkungen gelandet. Bei Terna lam es zu einem kleinen Zusammenstoß zwischen Patrouillen. Auch in Tema sind Verstärkungen an Land gegangen. Tripolis, 16. Nov. (Agenzia Stesani.) (Aftern nachmittag entwickelte jich bei Dem Fort Harnidi« und bei Scharaschat verschiedene Male ein Feuergefecht. — Eine unternommene Rekognoszierung führte zur Erbeutung von Waffen und Munition. — Ter Bau von Barracken zur besseren Unterbringung der Truppen schreitet fort. Der Regen hält an. Heute herrschte hier vollständige Ruhe Es bestätigt sich, daß die letzten Angriffe für ben Feind sehr verlustreiche gewesen find Bei dem Bombardement von Ainzara sind ungefähr 600 Araber getötet worden. Gegen solche Eingeborenen, bie sich noch im Besitz von Waffen befinden, sind sehr strenge Maßnahmen angeorbnet worben. sind wegen ihres hohen Gehaltes an blutbildenden Nährsalzen u. Eiweiß natürliche Kräftigungsmittel für Bleichsüchtige und Blutarme, die dabei rotwangig und blühend werden. Knorr- Hafermehl und i Reismehl Anr SLndt und Land. Gießen, 17. November 1911. "Bei der Landesversicherungsanstalt Großh. Hessen sind im Oktober 229 Renten gesuche (213 Invaliden, und Krankenrentenanträge, sowie 16 Altersrenten, anträge) eingegangen. Unerledigt wurden in den Monat übernommen 301 Rentengesuche, so daß 630 Gesuche in Bearbeitung standen. Es fanden Erledigung: 181 durch Rentenbewilligung (167 Invaliden-, 15 Kranken- und 9 Altersrentengesuche); 44 durch Ablehnung, weil unbegründet (41 Invalidenrenten- und 3 Altersrentengesuche), 14 durch andere Weise — Zurücknahme usw. — (12 Invaliden- und 2 Altersrentengesuche), zusammen 239, so daß 291 Gesuche als unerledigt auf den November übernommen werden mußten. Ferner wurden im Oktober 333 Anträge auf Beitragserstattung gestellt, und zwar 268 infolge Heirat weiblicher Versicherter (H.) und 66 infolge TodeS versicherter Personen (T). Unerledigt wurden übernommen 111 Ecslattungsantcäge, so daß zu bearbeiten waren 444 Gesuche. Bewilligt wurden 290 Anträge (241 H. und 49 T.), abgelehnt wurden 20 Anträge (10 H., und 10 T. Unerledigt blieben 134 Erstattungsanträge (92 H., 41 T. und 1 U.), die auf den Monat November übernommen wurden. — In welchem Umfange die Landesversicherungsanstalt Großh. Hessen Heil- verfahrenSkosten für ihre Versicherten übernimmt, ergibt sich daraus, daß Ende Oktober 1911 in Anstalten 278 versicherte Personen untergebracht» waren. In der Eleonorenheilstätte befanden sich außerdem noch 49 Personen, die teils auf eigene Kosten, teils auf Kosten des Fonds der Großherzogin eingewiesen waren. " AuS dem Militär.Wochenblatt. Iaeschke, Oberlt. im Großh. Art.-Korps, 1. Großh. Hess. Feld-Art.» Regt. Nr. 25, scheidet am 5. Dezember auS dem Heere aus und wird mit dem 6. Dezember 1911 im 3. See-Bataillon ^angestellt. Salzsieder, PsarramtSkandidat in Kampz i. P., zmn 1. November b. I. als MilitärhilfSgeistlicher unter Zu- te»Lung zur Großh. Hess. (25.) Division in Darmstadt an* Deutsches Reich. Vom Sielte ft en rat des Reichstags wurde der Arbeitsplan für das noch zu erledigende Beratungs- Material folgendermaßen festgestellt: In dieser Woche ist noch zu erledigen der Gesetzentwurf betr. die Schiffahrts- «abgaben, der Entwurf des Hausarbeitsgesetzes, der Entwurf des Gesetzes betreffend Aenderung des § 114 usw. S>er Gewerbeordnung. Die ganze näch ste Woche bleibt sitzungsfrei. Rach der Pause würden zunächst Mechnungsfachen zur Verhandlung stehen. Weiter gedenkt »man, soweit irgend möglich, noch zu erledigen den Entwurf des Gesetzes betreffend die Aufhebung der Hilfskassen- gesetze, die Vorlage über die Ausgabe kleiner Aktien in jden Konsulargerichtsbezirken, den Entwurf des Versicherungsgesetzes für Angestellte und den Bericht des Budget- Ausschusses über die zum Marokko ab komm en gestellten Anträge. Gleichfalls in der übernächsten Woche hofft man irie zur dritten Beratung stehenden Gesetzentwürfe betreffend -die SchifsahrtsObgäben, das Hausarbeitsgesetz und die Menderung des § 114 usw. drr Gewerbeordnung zu verabschieden. Die Reichspartei hat zur zweiten Lesung des fSckiffahrtsabgabenbesetzes folgenoe Entschließung ein- igeoracht: Die verbündeten Regierimgen zu ersuchen, dafür Sorge zu tragen, daß bei Ausführung der im Gesetz vorgesehenen Stvomardeiten auf die Interessen der Fi s H er e i ßie woitrnöglichste Rücksicht genommen wird. Der Ausschmückungsausschuß des Reichstags lhat ein Gemälde vor: William Pape, welches eine .Sitzung des Budgetausschusses des Reichstags darstellt, angekauft. Das Bild soll später in einem geeigneten Sitzungssaal e des Reichstags zur Ausstellung gelangen. Es ist der Augenblick festgehalten, in dem Kriegsminister von jErnem dem Ausschuß ein Bild der neuen Heeresforde- rungen gibt. In der Sitzung des Bund esrats am Donnerstag wurde der Vorlage betreffend die Aenderung und Ergänzung Der Warenverzeichnisse zum Zolltarif und Anleitung für !die Zollabfertigung, dein Entwurf des Ausführungsgesetz es Aum internationalen Uebereinkommen $ur Bekämpfung des Mädchenhandels vom 4. Mai 1911 und dem Entwurf jdes .Gesetzes über die Verlängerung der Gültigkeitsdauer des Gesetzes betreffend die militärische Strafrechtspflege im Kiautschougebiet vom 25. Juni 1900 die Zustimmung erteilt. Der von der Christlich-Sozialen Partei aufgestellte Reichstagskandidat für Weilburg-Limburg- Diez, Generalmajor Klingen er, ist zuruckgetreten. An seine Stelle ist der frühere Metzgermeister Parteisekretär Wilhelm Albertsmeier-Dillenburg ausgestellt worden. Die Stadtverordneten und der Rat von Leipzig bewil- Agten nach Lebhafter Aussprache zur Lin d eru n g der iT euerun g die Summe von 350 000 Mark. Dies ist der Höchste Betrag, der bisher für solche Zwecke von einer Stadtverordnetenversammlung bewilligt worden ist. Da die Sozialdemokraten sich den bürgerlichen Parteien anschlossen, erfolgte die Annahme der Vorlage einstimmig. Der perstsch-russtsche Streit. Petersburg, 16. YLov. Die Petersburger Tele- tzraphenagentur meldet aus Teh eran vom 15. November: Die russische No te wurde bisher nicht beantwortet. Der Präsident des Ministerrats mit dem Ministerium des Aeußern ist bemüht, den russischen Wünschen ent- Eenzrrkvmmen. Er erteilte bereits vorgestern anShuster Befehl, seine Gendarmen von dem Hause und dem cdgut des Prinzen Schoa zurückzuziehen. Shuster antwortete, der Konftskationsbefehl sei mit der Unterschrift »aller Minister versehen und wnne daher dem Gegenbefehl des Ministerhräsidenten nicht folgen. Eine Minister- Urisis, sonne der eventuelle Rücktritt des Regenten werden ausschließlich durch innere Wirren chervorgerufen. Mit der rrcsfischen Note hat der Rücktritt des Kabinetts nichts Ku tun. Borläuftg sind keine Anzeichen dafür vorhanden, Daß Persien geneigt ist, die verlangte Genugtuung wegen Beleidigrrng russischer Konsularbeamten durch die Gendarmen Shusters zu geben. Ausland. Der König von Serbien ist am Donnerstag nach- smittag in Paris eingetroffen. Präsident Falliöres, die Minister und die Präsidenten des Senats und der Kammer /waren zur Begrüßung am Bahnhof erschienen. Die Be- ivölkerung hieß den König, zu dessen Empfang die Pariser Garnison Spalier bildete, auf der Fahrt vom Bahnhof zum Ministerium des Aeußern durch Zurufe willkommen. Gerichtssaal. ** Ein gewonnener Hassia-Prozeß. Ein hiesiger Fabrikant hatte gegen 5000 Mark Anteile der verkrachten Hassra- Gesellschaft ein alles Automobil unter Zuzahlung von noch 2500 Mark in bar eingekauft. Die Kammer für Handelssachen beim Landgericht hat dieser Tage entschieden, daß dieser Handel ungültig sei. Der klagende Fabrikant erhält gegen Rückgabe der vollständig wertlosen Antelle von dem Prozeßgegner, der mit zu den Gründern des Unternehmens gehört, 5000 Mark in bar nebst Zinsen zurück, weil das Automobil inzwischen weiter veräußert wurde. X. Gelnhausen, 15. Nov. Das Schwurgericht Hanau verurteilte heute den früheren Landbriefträger Hugo Friedrich Koppmann aus Fischborn bei Birstein wegen Vergehens und Verbrechens im Amte zu 1 Jahr 9 Monaten Gefängnis. Drei .Uconate der erlittenen Untersuchungshaft wurden aus die Strafe angerechnet, '^er Angeklagte hatte in amtlicher Eigenschaft empfangene Gelder unterschlagen, sein Annahmebuch unrichtig ge- fuljrt und tapche Bestellvermerke auf die Postanweisungen.gemacht. Der Zusammenbruch der Niederdeutschen Baut vor Gericht. tx m. • < - ™ Dortmund, 16. Rod. Zu. Beginn der heutigen Verhandlung ergriff sofort Staatsanwalts chaflSrat Fuhrmann das Wort zu seinem Plädoyer. Er roito auf die gegenselligen Beschuldigungen der Angeklagten hin und betonte, es wäre besser gewesen, wenn sie vor Gericht auch |o zusammengearberlet hätten wie bei der Bank. Der Angeklagte Benner fei wiederholt Ohm beigesprungen, während Schmitt Landwirtschaft. Halle a. d. S., 17. Nov. In einer Versammlung des Zentralverbandes der landwirtschaftlichen Geno ssenschaft en der Provinz Sachsen wurde festgestellt, daß die Provinz Sachsen durch den Ernte ausfall an Rüben, Kartoffeln uno Gemüse, sowie durch die Verheerung infolge von Viehseuchen die am schwersten betroffene Provinz ist Ihr Schaden wird auf 300 Millionen Mark geschätzt. gestellt. Der Garn.-Verwalt.-Jnspektor auf Probe Schultz in Darmstadt zum Garn.-Verwalt.-Jnspektor ernannt Der Garn.-Verwalt.-Jnspektor Köhler in Worms zum Garn.» Verwalt.-Ober-Jnspektor befördert. Erdelt, Proviantamts- Inspektor und Vorstand der Zweigverwaltung in Mainz, al§ Amtsvorstand nach Sprottau, Ulrich, Proviantamts-Jnsp. und Vorstand der Zweig-Verwalt. in Metz, in gleicher Eigenschaft nach Mainz versetzt. ** Aufhebung der Dammbaubehörde. Mit Ermächtigung des Großherzogs wird die Großh. Dammbaubehörde aufgehoben. Landkreis Gießen. — Lich, 16. Nov. Am 21. d. M. feiern die Konrad Zimm er Eheleute hier das Fest der goldenen Hochzeit. Dem noch rüstigen Jubelpaare ein herzliches „Glück auf' zur diamantenen. --- Bersrod, 16. Nov. Am Sonntag, 12. November, fanden in Lindenstruth und Bersrodauf Veranlassung von Pfarrer Hofmann- Winnerod gesellige VeranstaltMgen statt. "Den Rahmen bildeten Lieder der Gesangvereine, G edicht- Vorträge durch Schulkinder und gemeinsames Singen von Volksliedern. Im Mittelpunkt stand ein Vortrag von Heinrich Naumann aus Nanzhausen, dem Schriftsteller und Bauersmann, über „D orfheimat und £) ei nta Hiebe". Wems Gott gegeben hat, der ist besser dran, als der, der es sich anlernen muß, und Tiefe des Herzens ist wirksamer als ein gleißendes Gewand, das konnte jedem klar werden. Wie hat der Redner alle Fluren lebendig werden lassen, wie hat er bei aller Gerechtigkeit gegenüber der Stadt dem "Dorfbewohner seine Vorzüge klar und lieb gemacht, wie hat er seine Gedanken veranschaulicht in den eingestreuten Geschichten, die durch die Kürze ihrer Erzählung so lebendig wurden, wie hat er das Herz warm gemacht, die Heimat zu lieben und zu pflegen! Die Schlußworte der Lehrer Hahn und Wolf gaben.dankbar dem Ausdruck, daß das eine Kost war, die jedem mundete, von, der man gern noch mehr genommen hätte. Kreis Alsfeld. — Nie der-Ohmen, 16. Nov. Die Landwirtschaftskammer für Hessen hält hier am Sonntag, 19. November im Gasthause von Langohr einen Vortrag über: „Z iegen- zucht und Ziegen Haltung" ab. Redner rst Landwirtschaftslehrer Dr. Lun g-Alsfeld. Starkentmim und Rheinhessen. m. Offenbach a. M, 17. Nov. Der Fabrikant Louis Feistmaun hat für den Neubau der israelitischen Synagoge, die Ecke Kaiser- und Goethestraße errichtet werden soll, eine Stiftung von 50000 Mark gemacht, wovon 10 000 Mark sofort und der Rest nach dem Tode der Feistmannschen Eheleute ausbezahlt werden soll. An die Stiftung ist die Bedingung geknüpft, daß dem Neubau eine freie Konkurrenz unter den Offenbacher Architekten vorangehen muß. n. Offenbach, 16 Nov. Vor nahezu 100 Zuhörern sprach oestern abend im Zweigverein öes Vogelsberger Höhenklubs Pfarrer Ritter, Friedberg, über das Thema: „Aus dem Reich des Aberglaubens, insbesondere allerlei tm Aberglauben wurzelnde Gebräuche und Gewohnheiten." Trefflich verstand es der Vortragende, den in seiner Heimatstadt Grünberg in Oberhessen im Verkehr mit dem Volke gesammelten Stoff in anheimelnder Weise darzubieten und die Volksgebräuche zu schildern, wie sie heute noch trotz aller Ausklärung das Leben der Menschen auf dein Dorfe von der Wiege bis zum Grabe begleiten. Ein tiefer Sinn liegt in den allen Bräuchen, man soll sie ehren, so weit sie harmloser Art sind und nur gemeingefährlichen Auswüchsen des Aberglaubens energisch entgegentreten. Gedichte in Wetterauer und Vogelsberger Mundart illustrierten den Vortrag ergänzend und belebend. ä. Bingen, 15. Nov. In einer sehr zahlreich besuchten Versammlung, die von der allgemeinen Technikerschaft einberufen war und zu der auch die Bürger geladen waren, wurden die Verhältnisse beim Vermieten der möblierten Zimmer eingehend erörtert und kritisiert. Um die dabei vorkommenden Mißstände, sowie das Eingreifen von Unterhändlern und Zwischenpersonen zu vermeiden, wurde beschlossen, dem hier bestehenden Kreisarbeitsnachweisbureau ein Zimmernachweisbureau anzugliedern und Plakate an den Bahnhöfen, an den Dampferstellen und im Technikum selbst anzubringen. Ferner wurde beschlossen, den Direktor des hiesigen Technikums zu ersuchen, eine Mitteilung hierüber in den Prospekten aufzunehmen. Es hat sich ein Ausschuß gebildet, der diesen Plan zur Ausführung bringen soll. Hessen-Nassau. x Marburg, 16. Nov. Die philosophische Fakultät der hiesigen Universität erneuerte dem Bezirks kottserva- tor von Kurhessen, Professor Dr. von Drach in Kassel, der heute fein 50jähriges Do ktor-Jubiläum begeht, das Doktordiplvm. — Die elektrischeStraßen- oahn, die an Stelle der vor vier Wochen eingestellten Pferdebahn tritt, soll ,tn nächster Wo ch e dem Betrieb übergeben werden. x Fron H ausen, 16. Nov. In dem Stalle eines hiesigen Landwirts ist die Maul- und Klauenseuche aus geb rochen. Ein Tier ist bereits eingegangen. ärhl niuji. q > Uiiü r oerbiuU’.ti. ff--— FRANKFURT- MAIN ---- • Fleisch-&Geflügel-Pasten \ Lachs-Butter&SandwIch-fischpaste Denn. £ Mi- [ Möbl. Zin Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Wetter am Niederschlag: — 0,6 mm. 10 6 10,2 10,1 8 SSW s Bed. Himmel Regen Bed. Himmel 742,2 742,7 741,1 2« 12» ',26 M Möbl. Zimm j Mk. Gr. Müblg M ober 5 Ws Sun# 1 SHLSW »te rii Salfon und Zubk ekr iviiler au permie SA notih. Höchste Temperatur Niedrigste , 15. bis 15 „ szi SU 4^ S-Eg Ms ;,iti r bet unerron tktkm Sesuch lind: («-suchi, Hilj Mittlere Beamtei lucht »um 1. April ei Wodu. Ofiertmit' 1)lx 100 bauptbofti 3 ZimmerwoüM fiati lot ob. [pater ui &tHiitlic(ie Singebote an hon (Siegener Änz ilMttaj! fLeuungDcutichcVak ! __ Chlinaen 11 I st'u.I Ich bitte toi. penn, her bereit i verlor F°vn. ob. $1.300.-<8e gnutfooLw schreib. I^mann, Ham 6HTÄ Mifl zu vermieten. ftfliicr-älllce 15 bn fernen früheren für Ohm sehr belastenden "AusfagM geblieben sei. Schmitts Stellung sei ziemlich selbständig gewesen, Ben ners Selbständigkeit jedenfalls größer als er zugeben will. Die wichtigsten Sachen bearbeitete O h m selbst; wenn er bestreite, von den unter Anklage stehenden Fällen etwas gewußt >zn haben, so sei das offenbar falsch. Gegen die Angeklagten spreche ihr ganzes Verhalten gegenüber der Berliner Handelsgesellschaft. Naächem der Vertreter der Anklage auf die einzelnen Fälle näher eur- gvgangen war, beantragte er gegen Ohm 2V» Jahr Gefängnis und 1000 Mark Geldstrafe, gegen Schmitt IV2 Jahr Gefängnis und 1000 Mark Geldstrafe unter Anrechnung von nenn Monaten Untersuchungshaft, gegen Benner 9 Monate Gefängnis und 500 Mark Geldstrafe. Strafmildernd fällt ins Gewicht, daß die Angeklagten in der Verhandlung bestrebt waren, bei der Feststellung her Straftaten keine Schwierigkeiten zu machen. Als erster Verteidiger spricht der Rechtsbeistand des Angeklagten Ohm, Rechtsanwalt Frank, der dem Staatsanwalt und dem Vorsitzenden für die Geduld und Langmut dankte, mit welcher sie jeden zu Worte kommen ließen. Für Ohm bedeute die Hauptverbandlung eine wahre Erlösung, weil Ohm unter dem Druck einer Anklage stand, die er in allen wesentlichen Punkten als ungerecht ansehen mußte. Das Urteil möge ausfallen, wie es wolle, der Vorwurf der generellen Depotunterschlagung habe sich als nicht stichhaltig erwiesen. Der Begriff der fortgesetzten Handlung sei von der Anklage völlig verkannt worden. Der Angeklagte Ohm habe sich um die Depotverpsändungen überhaupt nicht gekümmert, sondern sich auf seine Angestellten «verlassen, weil er den Kopf voll hochfliegender Finanzpläne hatte. Die Verfügung über Kuxe auf Grund von Blankozesswnen unterstehe nicht dem Depotgesetz, im schlimmsten Falle haben sich die Angeklagten tn einem zivilrechtlichen Irrtum befunden, der ihnen Straffreiheit sichere. Soweit es sich um die Weitergabe lombardierter Kuxe handele, feien die Angeklagten schuldlos. In dem Fall Wiebe liege allerdings eine Depotunterschlagung vor, die aber keinem der drei Angeklagten zur Last falle, sondern dem Bankbeamten Fischer, dem aber auch nur ein Versehen unterlaufen fei Das fei alles, was von dem sogenannten 'großen Bankräuber Ohm übrig geblieben setz Während der Verhandlung sei täglich em Fundament der Anklage nach dem anderen zusammengcstürzt, bis nur ein Trümmerhaufen übrig geblieben fei. «Der Verteidigen schloß mit dem Antrag, alle Schuldfragen zu verneinen urö sämtliche Angeklagten fr eiz-u spr e chen. Morgen werden die übrigen Verteidiger plädieren. Die Verkündung des Urteils wird wahrscheinlich an einem späteren Termin erfolgen. Die Höllenmaschine im Postpaket. Insterburg, 16. Nov. Unter dem Vorsitz des Landgerichtsdirektors Geheimen Justizrat Broese, der seinerzeit den Allensteiner Prozeß gegen Frau von Schönebeck leitete, begann heute die Verhairdlung gegen dlw 18 jähr. Fleischergesellen Franz Müller aus Königsberg wegen eines Attentats, das seinerzeit weit über die Provinz Ostpreußen hinaus Aufsehen erregte. Die Eltern des Angeklagten Müller wohnen in Schirwindt. In demselben Hause wohnt eine Familie Gc- schwendtner. Zwischen beiden Familien herrschte bittere Feindschaft. Mitte Mai erhielt nun die Familie Geschwendtner aus Königsberg ent Paket, das von Frau mü> Fräulein Geschwendttter geöffnet winiLe. Ws der Deckel abgehoben wurde, erfolgte eins Detonation und die beiden Frauen erlitten sckpo-ere Brandwunden, an denen sie längere Zeit litten. Es fand sich noch eine unversehrte zweite Bombe, bei der die Zündschnur versagt hatte. Tie Behörden kamen verhältnismäßig schnell auf die Spur desTä ters. Die Adresse der verdächtigen Sendung war aufgeklebt und auf dem Deckel wurde eine zweite Adre s se gefunden, die auf den Fleischermeister Müller lautete, dessen Sohn in Königsberg in Arbeit stand. Dieser wurde infolge der Verfügung des Staatsanwalts verhaftet. Müller legte denn auch bald ein Geständnis ab. Nachdem die Geschworenen den Angeklagten für schuldig erklärt hatten, verurteilte ihn das Gericht zu sechs Jahren Zucht< Haus und fünf Jahren Ehrverlust. Verschiec Ujmjüiü jtbit Zubehör Math 16. November — + 11,1 e(J. 16. „ = 4- 4.8*0. le gffif wSr Wr. Buch 1 i ^Joiottinen te:. . / 1 4 Zimm r ’sZimm' M Schöne 2- Ziu SjrnnffuricL TURK PABSTs Nrawatten-Tage «W2 Bitte meine $d)oufenfter zu beachten. Makrame la-/" in allen modernen Farben H. Schaffstaedt, G. m. b. H. 7008 7018 7004 Ein vorzüglicher Station SM dl finb: Füsse! la. 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Il75670 wird die Untersuchungügebühn' sür kleinere Ziegenbestände auf 30 Pfennig herabgesetzt. Die Grofeh. Bürgermcistercim des Kreises wollen von vor» stehender Bestimmung die Fleischbeschauer in Kenntnis setzen und. Interessenten auf Anftagen cntfprcdKttb bedeuten. Gießen, den 16. November 1911. Grofeherzoaliches Kreisamt Gießen. l)r. U s i n a e r. Kekanntmachmig. Betr.: Kanalisation Hungen. Hirtetthund iauck äußerst roaebfam) nebst drei Fui g n,vonein.Poli-eihundobst.. lat vieiöro. zu verk. ötvte Ludw. R a it, M a bcmüblcn bei Butz dach. Ein 7'/, Monate alter, sehr träft. Ziegenbock (saaner Reinzucht» ist zu verk. bei Rudolf Qabn, Schreinerei, Cbbo rnbofen.7015 Prima Speise-bwiebcln per Zentner Mk. 8.50 versendet per Nachnahme [7001 Abrabam tfoebewftein, Hanau. la. Speise- und Salat-Kartoffeln fn den verschiedensten Sorten liefert zu billigsten Tagespreisen H. 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Klauke, Frankfurt a M. über: Die religiöse Krisis der Gegenwart $«5 MEz S£SS 1 junben. »Men. ®ie.® jWeÄ «hieran MM M auf dem Wegl Ädem dieses L dessen S-m Küchenchef c mschen Produne nM. GeMlsse n chteteLuxusgmcht Menden Wrtw Meide verwende heirateten Teil Urecht Vorbehalt! ehrenschiissel. Kästen gereicht, dr ms dem Boden sttz iOn Metalltellern i Han en b lütter ^3 entscheiden, .eichen, bleibt der sich bezüglich der Umherzigkeit de- (i nicht; man trin mbets. Nach dem Esse etwas in Pau-Bl ein Meisterwerk b ähnliches Blatt, präpariert wird 1 von dem jede e symbolisiert. Ta Hindudamen das gern dazu benutz banten Mszudrt mündlich nicht zr Für bie Saut feiner Weife naß £ ein Sluöfdjuß mit c betraut werden. E vonConnaugh iordkanzler imb bi iie Ernennung die Ortsgruppe des HeusaliuDdes für den te GieOeu Vortrag Donnerstag, den 23. November, abends 9 Uhr, im Saale des Hotel „Einhorn“ Herr Dr* Hüttemann-Berlin: „Welch Ferderungen muss der Gewerbetreibende ao ta Reicbstagskandidaten steh?" 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