Nr. m Der Elehener Soyigtr erscheint täglich, nutzer Sonntags. — Beilagen: viermal nwchenrlich Siebener HamilienblätKr; ?iretmalwod)entI.Krti$: Mattfarben Kret$«ie(j«n (Dienstag unb^r erlag); zweimal monail. Land wirtschaftliche Seitfragen Fernfprech - Anschlüsse; iur die Redaktion 112, $ erlern u. Expedition 51 Adresse Vir Depeschen: Anzeiger Wiegen. Annahme von Anzeigen tüt bie TageLnummer bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt W. Zahrgang Donnerstag, 22. Juni M GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Rotationsbru«! und Verlag -er vrühl'schen Univ.-Buch und Zleindruckerei H. Lange. Nedattion, Lrpedition und Druckerei: Zchulstratze 7. vüdingen: Fernsprecher Nr. 50 Geschäftsstelle vahnhosftrahe sbs. vezugSvret»: monatlich75Vs^viertel- jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich G5 Ps.; durch diePost Dik. 2.—viertel- fährt, ausfchl. Bestelle ZeilenpreiS: lokal IbPj^ ouSwärlS 20 Pfennig. Chefredakteur: A. Goetz. Veianlwortlich für den polnischen Teil: August Goetz; tüt .Feuilleton', .Vermischtes* und .Gerichtssaal*: H. Neurath; für .Stadt und Land': E.fteß; für den Anzeigenteil: H. Beck. Die Königströnung in England, in. London, 19. Juni. „Eino politisch*religiöse F-eicrlidikcil Hot einen uneno 1ichc^ Reiz. Wir sehen Dir irdische Majestät vor Angen, umgeben von allen Symbolen ihrer Macht; aber indem sic sich vor der himmlischen beugt, bringt sic uns Die Gemein schäft beider vor kne Sinne. Tenn auch der einzelne vermag seine Vernmnbtfdiaft mit der tKotthcit nur dadurch 311 bc stätigen, daß er sich unterwirft und aiibetct" Diese feier Tieften Worte sagt Woctbc im siiniten Buch von Dichtung und Wahrheii über die Frankfurter Krönung des Jahres 1764. (rin ähnliches Gefühl hat mit etwas anderen oie danken G l ad st 0 n e umschrieben. Der englische »rönungs gottesDienst, für beii der tyrand Clb Man eine tiefe 'iter ehrung hatte, erinnert ihn an das alte Testament: Ein Bund luirb ausgerichtet zwischen Gott, dem König und dem Volk. Der .König luirb daran gemahnt, das; er Gott Treue und dem Volk Gercchtigteit schulde: das Volk leiste dem König Treue und (Gehorsam unter der Bedingung, das; er daS göttliche Gesetz befolge und in dessen Licht Gerechtigkeit übe; und König und Volk dürfen nur die Gnade und Lenkung des Allmächtigen vertrauen, solange sic selber den Bund halten. Diese Gedanken kamen (ttlaDttoiic nicht von ungefähr Der englische Krönungseid ist in der Tat in der Form bc stimmter Verpflichtungen gehalten. Ehe der Erzbischof von Eanterburh die Salbung vollzieht, nimmt er Dein .König einen feierlichen Eid ab. Der König erklärt auf die drei Fragen, die Der Erzbischof an ihn richtet, er verspreche feierlich, jene Verpflichtungen zu übernehmen, und darnach leistet er den Schwur auf die Bibel und unterzeichnet die Eidesurlundc. Die beiden ersten Punkte des Krönung? eides besagen in altertümlicher Sprache, daß der König nach den Landesgcscßen regieren und Gerechtigkeit üben werde, der drille betrifft 6ic vrotestantifche Religion und die englische Staatskirche; dieser leine Saß des Eides ist, wie erinnerlich, im vorigen Fahre durch ein Gesetz so ab- geändert worden, daß fetzt die Formeln, Die für die Katholiken anstößig waren, daraus entfernt sind. Das englische Krönungszcremoniell reicht tief ins Mil tclalter zu ruck, und die Bcrpflichltlngen zu gesetzlicher und gerechter Regierung, die in der Vergangenheit natürlich etwas anderes bedeuteten, als heule, stammen aus einer Zeit, wo die Erbmonarchie noch nicht feftftanb, und wo die Großen des Reiches dem König vor der Krönung ihre Pc dingungen stellten. Ebenso ivnrdc die Verpflichtung zum Protestantismus in den Krönungseid ausgenommen, als nach dem -stürz der Stuarts eine neue Dynastie auf den Thron kam. Das älteste bekannte Element des eitglifdjcn Krönungszeremoniells ist das Pontifrcalc Egberts von Port, Has aus dem achten Jahrhundert stammt. Die Salbung geht aus die Krönung K'nrls des Großen zurück. Die englische Krone ist wenigstens snmbolisch die Krone König Ed wards des Bekenners, der 1066 gestorben ist. Der Dhron, auf dem der König die Salbung empfängt, ist der Krönungsstuhl Eduards I." Es ist ein eichener Stuhl mit hoher Lehne, dessen Füße auf vier goldenen Löwen rnhen; das Holz weist manchen Wurmstich auf, und außerdem zahlreiche Warnen, die wohl in vergangenen Tagen die Schüler von Westminster hineingeschnillen haben. Unter deinSitz ist der berühmte „Schicksalsstciu" angebracht, das Smnbol der Macht der schottischen Fürsten, den Eduard I. im Fahre 1296 als Zeichen der Untermerrung Schottlands von Seone heimgebracht hat. Es ist ein roher schottischer Sandstein block: die Legende erzählt, daß das >?aupt des Patriarchen Jacob auf ihm geruht habe, und er soll auf heiliger Ställe in Irland gestanden haben, ehe er nach Schottland gebrach! wurde. Seil dem 1 l. Jahrhundert sind alle englischen Könige auf diesem Stuhl, mit dem sich so viele Ideen ver knüpfen, gekrönt worden. Das Krönungszeremoniell Hal sich allmählich entwickelt. Fast jedes Jahrhundert ha: etwas davon entfernt und neues hinzugefügt. In feiner Gesamt- bett ist cs die älteste lebendige llebcrliefcrung der eng lisch en Geschichte, und ein ehrwürdiges Symbol des eng Indien Königtums, das trotz dcs Wechsels der Dynastien eine ebenso geschlossene Einheit darstcl'.t wie die Geschichte der englischen Ration, die seit der Normannenzcit keinen Feind auf ihrem Boden gesehen hat und sich daher ungestörter Durdi fremde Einflüsse, als die Völker des Festlandes, hat entwickeln können. Aber nicht nur die Kontinuität der englischen Geschichte, sondern auch die Einheit des heutigen britischen Reiche s kommt ili den Krönungsfeierlichkeiten zum Ausdruck. Der König umgibt iidi mit den Vertretern seiner überseeischen Kolonien und Besitzungen. Lbwohl die Reid's lonferenz eine selbständige Einrichtung geworden ist, so ist ihre diesjährige Tagung doch abiiditlidi in die Kronungs- Seit verlegt worden.' Auch Indien ist vertreten, durch indische Fürsten utid indische Truppe.» Die große Flotteurevue von Spithead wird die Macht'des britischen Reichs grenbar vor Augen führen. Der Prunk der c\-eier, Die Zahl der fremden Fürstlichkeiten und Staatsvertreter, Die zu dem großen Tage hcrbciftrönicu, Die Festnimmung und das steigende Gefühl des Rationalstolzes; all das wird ebenso wie in Dem Vereinigten Königreich selb't so aud) in Den jungen kolonialen Demokratien und unter den Völkern alter orientalischer Kultur empfunden werden. Tennis, Die sich überstürzende Fülle der prächtigen Bilder, die vor Dein Zuschauer üorubereiien, wird die große Menge die tiefere Bedeutung Der Feier in Dem Rausch des Augenblicks vielleicht nicht völlig empfinden lassen. Die Krönung ist zugleid; ein ehrwürdiges Symbol und ein Volksfest, und die Menge hält sich naturiid) an das Aeußerliche unD unmittelbar Sinnfällige. Goethes ^djilDerung der frankfurter Krönung erinnert uns Daran, falls wir es vergessen olltcn, das; das immerdar der Fall war und sein wird Aber wenn auch nur mit halbem Bewußtsein, empfinde! doch auch Der gemeine Mann einen hauch von her fnm bolifdien Bedeutung der Handlung. Mindestens ist es für ibn ein nationaler Feiertag, und bei der großen Flottenschau in Spithead not au chder Einfölrigste eine Emp indung von der Größe und M er ist Gerade hier drängt fidi einem Deutschen der große Gegensatz zu jener Krönung auf, Die der junge Goethe er lebte. Damals in Frankiurt zauberten das Gepränge De>_- mittelalterlichen Auszuges, Der glänzende Hofstaat Der Kur ürft. 11 unD des Kaifci *. scheu Reichskleinodien die frcilidi schon stark gefdummbene Herrlidikeit des Reiches noch einmal hervor, lnrz vor dem endgültigen Verfall, -boi-mm find wir Deutsche trotz unserer allen Geschichte eine junge Ration und müssen bie stolzen und farbenpiäditigcn Ueberlieferungeii früherer Fahrhan berte entbehren In England dagegen verbindet sich die Tradition und der Pomp des Mittelalters ungezwungen mit dem Bewußtsein der heutigen Weltmacht. Fu der Wiederbelebung der alten Formen liegt nichts Gesuchtes, nichts Künstliches, nichts, was das ironische Lächeln eines Rationalisten herausfordern könnte: unb nirgends zeigt sich das deutlicher al» in her Westminstcr Abtci, wo fick; der volle Glau; des Festes entfaltet. Die Abtei, bie vom Ruhme so vieler Jahrhunderte zeugt, wird von einer erlesenen Gesellschaft erfüllt sein. Jetzt ist keine Jcit für stille Träume un Poetcnwinkel, wie Montane dort m träumen liebt. Nächtig ae bietet die Gegenwart. Die Kirche ist gedrängt voll In den schön geschnitzten alten Ehor'tühlen werden die fremden Fürstlichkeiten Platz nehmen; ihnen gegenüber die englischen Staatsminister. Das Lnerschiff nehmen die Peers und Pecresfes ein, die Peers in ihren purpurnen mit Hermelin verbrämten Roben, die Peeresses mit all be;n märrficm hasten Fnwelcnfchatz der herzoglichen und adligen Häuser Englands — teil rltc Erbstücke, teils Geschenke der Reuen Welt. Dieses Bild wird man in den Stunden des Wartens in aller Muße in sich aufnehmen können; wenn aber bie königliche Prozesfton die Abtei betritt und die feierliche Handlung bcgiuut, so mag cs wohl gehen, wie Goethe von Frankfurt erzählt: „cs drängte fick) so viel zusammen, daß man tvc.'ig mehr unterscheide., 'tonnte". Fn der Abtei herrschen die alten Hosämter, die ja um viele Fahl hunderte älter find, als die Aernter dc- Prcmicr- ministers und der Staatsjel^ ciare. Hier befinden wir uns nicht in dem England Llond-Georges, sondern in dem England des EarttMarfchall, die Minister sitzen als unbeteiligte Zuschauer in den Ehorftuhlen: Der Earl-Marschall regiert Die Stunde. Ter Earl Marschall ist der Herzog von Ror foll. Fn den Rosenkriegen wurde die Herzogswürde von Rorsoll gefdjaffen und das Amt des Earl Marschalls mii ihr vereinigt. Zwei der Herzoge endeten auf Dem Schafott, der zweite im Fahre 1372, weil er mit Maria Sinai 1 in Verbindung stand: die Rorfolks find bis heule ein tat ho lijches Gefchlccht. Der letzrge Herzog, hurdj feine Zugäng lieblest und die Lebhaftigkeit feines Wesens eine populäre Figur in Loudon, trägt hie oberste Verantwortung für die gesamten Krönungs fc i erlich ke i t c n. Er verhandelt mi: dem Foreign Lfnce, dem Äriegsamt und allen anderen Ve Horden; er sorgt für die Aufrechterhaltnng der Rangordnung im Krönungszug und bei der Plazierung der frember 5uritlid’,leiten und der der übrigen Gäste: er entscheidet alle (Etifettenfcagen und bestimmt Die Einzelheiten der Toiletten, er leitet die zahlreichen Generalproben, die dem Krönungsaki voraugehen, und entfdieiDet über die zahllosen Ansprüche aller derer, bie bei der Feier mitzuwtrken unb ihr beizuwohnen Ohne Frage ist er zurzeit einer der beschäftigtsten Minner in ganz London. Freilich ist seine Tätigten biugerlidjer als in Den vergangenen Jahr bunDerlen, wo Der Earl Marschall dem ciiglifdicn Heere, selbst vor dem Groß-Eonnetablc, voranritt. Anfänglich war der Eart-Marfchall der Hufschmied des Königs; 1 pater fiel die Aufficht über die Königliche Hufschmiede feinem Stell Vertreter zu, und danach Dem Stellvertreter feines Stell Vertreters. Die Hofämler haben ihre lange Geschichte, uuh aud: die englischen sind, wie die neueste Geschichtsforschung lehrt, von dem Hofhalt Karls des (Großen abzuleiten, benn von dort kamen sie an den französischen Hof, von da nach her Rormandic, und durch Wilhelm den Eroberer uadi England. Ursprünglich gab es fünf große Hofämter, den Schenk, den Truchfeß, den Koiinetable, den Marschall und heu Kämmerer. Im Laufe der Zeit find einige davon ein gegangen und neue geschaffen worden: heute hat Der eng fische Hof noch vier große Erbämter, nämlich Die des Lord Großkaminerherrn, des Earl-^Marfdjall, des iKroßalmoii- nierS unb des Groß faUcmer». Alle übrigen Hofämter, von Denen einige für Die jetzige Krönung von neuem belebt marDen find, find nicht erblich, fondern werden nach Wahl des Königs beicht. An vielen dieser Aemter haften von Alters her gewisse Ansprüche, eine Funktion bei der Krönung zu übernehmen. So verlangten bei der Krönung Wil bclms IV. (1830 die Barone Der „Fünf Häfen" Einque Ports , — Die im Mittelalter die englisch" Küste gegen feinDliche Angriffe zu verteidigen hatten -- in ber tönig I ich en Prozession bin Thronhimmel zu tragen, Der bei der Salbung des Königs über Den .Krönungsstuhl gehalten wird. Damals wurde ihren Wünschen tatfädiiim willfahrt, aber sie lösten ihre Aufgabe so wenig zufriedenstellend. Daß man Den Anspruch seitdem hat verfallen lassen. Wie cdn mittelalterlich mutet es an, daß im Jahre 1901 vor der Krönung König Edwards Lord Ancafrcr als Lord Groß- kammerherc darum petitionierte, daß er naai altem Recht Dem König Hemd, .Strümpfe und Unterbeinkleider bringe« und Seine Majestät mit Wasser bcDiciicn dürste, wogegen er als Belohnung Bett, Wasd;geschirr, Handttid; und Rachti Hemd für sich beanspruchte. Uralt sind die Symbole, die Die königlichen Insignien Darstellen, und sic sind uns heute ohne Du* Erklärung Des Antiquars nicht mehr oerftänDlidi Trotzdem rufen sie ein Gefühl Der Ehrfurcht hervor, unD alle diese biitorifdwn Ucberliefcrunflcn und der Prunk des Sdimispiels nehmen Den Sinn gefangen Aber Durdi tTll Den glänzciiDen Sd;ein brid)t das rein menschliche Gefühl hindurch und es wendet .d) natiirlid) vor allein dem K önigspaare zu. Das Den eigentlichen Mittelpunkt unD GcgenstanD Der Feier bilDet unD Das in Der Blüte Der Fahre Die hohe Stellung cr< rcidjt hat. Die ihm vom Schicksal bestimmt ist. UnD nid)t nur in EnglanD unb Dein Britischen Reich, fonbern in der ganzen zivilisierten Welt merbeit siäi an Dem Festtage Wo- Danken herzlicher Sympathie und Wünsche für eine fncD- liche unb segensreiche Regierung König Ofeorg unb seiner Gemahlin zuwendeii. Berlin, 21. Juni. Die „Rordd. Allg. Ztg." schreibt: Die KrönnngSfcierlid) leiten in Äon do 11 cr-< reichen am 22. Funi ihren Höhepunkt. And) in Deutschs lonb begleiten weite ßureise Die Vorgänge, deren Schaum platz Die britüdyc HanptstaDt gegenwärtig bildet, mit mariner Sympathie, ist uns dod) der herzliche Empfang, der vor Monatsfrist unserem Kaiserpaar und der Prinzessin Viktoria Luise auf englischem Boden bereitet wurde, in lebendiger Erinnerung In der Anwesenheit Des Kronprinzenpaares bei Den Londoner Festlichkeiten spricht sid) die Teilnahme unseres kaiserlick)en Hauses unb des deutschen Volkes an den Londoner Feierlichkeiten aus. Möge der glanzende Verlauf der Krönuugsfeier von symbolischer Bedeutung werden für qne segensreiche Regierung des Königs Georg V. zum Wohle Des cnglifd)eri Volkes. London, 21. Juni. Gestern abend fand in Der Albert Hall Der S h a k c f p e a r ea 11 statt, an Dem fast die ganze vornehme Welt Londons teilnahm. Tie innere große Halle stellte einen Garten im Stile der TudoriZett an einem sonnigen Sommertagc vor. Alle Anwesenden erschienen in Kostümen aus der Zeit Shakespeares, viele uciiörpcrten Eharakterc seiner Dramen. Ilm Mitternacht erschienen, nachdem das Bankett im BndinghanuPalast statt- geinnden hatte, die fremden Aürstlid)keiten, darnntei das deutsche Kronprinzenpaar, der Großherzog und die Großherzogin von Heften, Prinz Heinrich von Preußen, die Erbprinzessin von Sachsen-irReiningen, Prinz und Prin- zeffin Friedrich Karl von Hessen, der Großherzog von Meck- lcnburg-tStrelitz, Prinz Rupprecht von Bauern, Herzog '.’Ubredjt von Württemberg, Prinz unb Prinzessin Johann Georg von Sachsen. Das Ersdicinen ber Fürstlichkeiten gab das Zeichen zu einer der glänzendsten Szenen des Abends. Fn der Richtung auf die vier Königlichen ilogen bewegte sich ein Zug, der den Hofstaat der Königin Eli- fabeth darstellte. K'ianche von den Beamten und Würden- •trägern dieses Hofstaats wurden von ihren direkten Racki- fommen repräsentiert. j*Jiad)beni sid) der Hof zu einem prächtigen Bilde geordnet, nmrbcn reizende Quadrillen Le- lanzt, die durch ine Shakefpeareschcn Stücke angeregt waren. Unter den Tänzerinnen befanden sich die Fürstin von Pleß, die Herzogin von Westminster als Königin von F-rankreich, Lady Herbert als Jungfrau von Orleans, die .Gräfin Zia Torby, die Herzogin von Sutherland und Laon Salisbury. Das Fest dauerte Ins zur Trügen Morgeusmnde. - ■■ ■ ......... 1 1 LJ3 Line Krifis im Präsidium der tzansabunder. Wie der Zentralverband bentfd)cr Fndnstrieller dey „Köln. Ztg." mittciit, hat fein Vorfitzender, Landrat a. D. R 0 e t t g e r, seinen Austritt aus dem H a n s a b u n b unb dessen Präsidium R. war neben Rießer und Richt Dor- fitzender- erklärt. Tas Ausscheiden des Landrats a. ,D. Roettger aus dem Hanfabund wird der „Voftischen Zeitung"- .afokge Den Mitaustritt von eiwa 10 bis 12 Großindustriellen! aus dem Rheinlandc und Westfalen nach sich ziehen. Seinen Austritt ans dem Präsidinni motiviert Landrat Roettger in einem Schreiben an Geheimrat Rießer fol< gendermaßen; Meine in den an Sic gerichteten Schri'iftuckcn vom 14, unb 16. Funi enthaltenen deutlichen Hinweife darauf, daß uh md)t geivillt bin. Die Vcranuvoruing iur Fhre von Fhmn als „persönliche ^cnicriiingen" be.eichneien bockvotitifchen Schtuß- Darlegungen auf dem Ersten AUgemciuen Hanfatage nut zu über* nehmen, Haden zu meiner lieber: .udmng nicht ücrbnioert, daß nred uitß mit dem Präfidium des Hanfabundes in die Form eine» tugblaues zur Werbung neuer Mitglieder gcfleioet ivarDcii ist. Dadurch find Ihre Ausführungen unwiDemig ihres „pcrwnlichen Lharakiers" entkleidet und al» Anfichr des Hani'abundes und damit ine» Präsidiums hinausgefandt worden, rroydem >ch in meinem Zerreiben deutlich Darauf hinwies, daß „über Die Anpaffung Fhrer Darlegungen an Die 'arungsgernäßen 3tclc des Hanfa- l imdes Die Arnichtcn auch innerhalb Des Hanfabnndes nonenlander abweich u dürften. Fch gehe über Die in Diesem Vorgehen rtufaltenc Nichtachtung Der Rechie Des Prä'idiums Des vanfabundes hinweg. im i, ettzufi llen, c-aß Der rcr Kollegen int Präfi- l ..ngsgemäßes Ziel des Hanfabundes, wenn auch ohne vorherige Beratung Der . ührung Des Hamabundc» gemachi worden ist. Das wiDerforich: iidi meiner pfliä tn ii.igcn Ueberzcugung, wie uh und Den Richtlinien des ?anfabundes, und meiner Stellung als wirtschaftlichen Verbandes, in c ni alle bürgerlichen, politischen Parteien, 'owobl links a.s red-» üehende, vertreten find lieber die zwischen Ihnen und Ihrer Geiolgschast einerseits und mir und meineii Freunden ancerersciis m diesem ausschlaggebenden Punkle beßebenden Meimingsverschiedenheiten eine Ver- iidnDigung durch Aussprache im 2ircttonum des Han'-bundcs su versuchen, halte ich für zwecklos. 'Jiadi langer reiflicher lieber» l^gung linde ich mr eine solche Bersländigung feinen W g Unte? Nefcit Umständen sehe ich mich genötigt, auf die Mitarbeit im Öansabundc zu verzichten. Ich lege demgemäß und in lieber» einstimmung mit der Entscheidung des heute versammelten Direk- loriums des Zentralverbandes mein Mandat als Mitglied des Direktoriums und Präsidiums des Hausabundes nieder. Ich tue dies in dem Bewußtsein, alles daran gesetzt zu haben, um an einer den Satzungen und Richtlinien des Hansabundes entsprechenden Führung desselben aus der mittleren Linie mitzuarbeiten. Der Abschluß öer Aeichrkasse für MV. Wie die „Rordd Allg. Ztg " meldet, ergab der Jahresabschluß der Rcicksyauptkasse für das Rechnungssähr 1910 einen Nebers chu ß von 117,7 Millionen Mark. Tic Hauptbestandteile des Ncberschusses sind: Mehr ait Zoll- und Steuereinnahmen '>7,0 Millionen, an Einnahmen^ aus dem Bankwesen 3,6 Millionen, Mehrüberschuß der Reichspost 19,7 Millionen, Reichseisenbahnen 11,8 Millionen, Minderausgabe bei der Reichsschuld 9,9 Millionen, bei dem Heer 4,7 Millionen mit) bei der Marine 1,9 Millionen. Dazu treten erhöhte Ausgteichsbeträge mit 3,9 Millionen. Ungünstiger als der Voranschlag stellt sich nur der Abschluß der Reichsdruüerei mit einem Minder-, Überschuß üon 1,5 Millionen. Ter befriedigende Jahresabschluß ermöglicht, den großeti Fehlbetrag aus dem Jahre 1909 schneller zu tilgen, als es das Finanzgesetz vom 15. Juli 1909 voraussetzt. Roch verbleibt eine zweite Ausgabe, die Belastung des außerordentlichen Etats tatsächlich in die Grenzen zurüclzuführen, die vor einiger Zeit grundsätzlich gezogen wurden. Bei einem Festhalten an den bisher beobachteten strengen Haushaltsregeln und fortdauernder Aufwärtsbcwegung unserer Einnahmen kann das Ziel schoit bald erreicht werdeit. Wenn es erreicht ist, werden die Rachwirkungcri der hinter uns liegenden Finanzperiodc überwunden sein. Die Neichsratzwahlen in Oesterreich. Wieit, 21". Juni. Tie Bilanz der bisherigen Wahlen ergibt folgendes Resultat: Tie T e u t s ch - F r e i h e i t - lichen gewinnen 31 und verlieren 6, die Christlich-Sozialen gewinnen 4 und verlieren 24, die zentralistische n Sozialdemokraten gewinnen 15 und verlieren 22, die tschechischen Sozialdemokraten gewinnen 8 und verlieret 5, die bürgerlichen Tschechen gewinnen 6 und verlieren 8, die Polen gewinnen 4 und verlieren 3 Sitze. Bei den Südslaveit ist bisher keine Veränderung zu verzeichnen. Tie galizischen Ruthenen verlieren 1, die Buckowiner Ruthenen und die Rumänen behalten i hren früheren Besitzstand von 5 Mandaten. Tie Italiener gewinnen einen Sitz, die Alldeutschen gewinnen ein Mandat, die Tschechisch-Rationalen verlieren zwei, die Partei- loieit gewinnen zwei Mandate. Ter Teutschnatioitale Verband, der früher 79 Sitze hatte, hat setzt 104: diese teilen sich in 56 Teutsch-Freiheitliche, einschließlich des Abgeordneten Kuranda, 21 Radikale, 24 Agrarier und drei 'Diene deutsche Volkspartei. In Regierungskreisen ist man der Ansicht, daß sich in den M a i o r i t ä t s v e r h ä l t n i s s e n des neuen Parlaments nicht viel ändere, womit man auch vorher gerechnet hatte. Was sich ändern konnte, habe sich tatsächlich zugunsten der Regierung verschoben, da die Regierungsparteien, die Christlich-Sozialen und der Deutsche Diationalc Verband jetzt 180 Mandate inne haben, während sie früher zusammen mir 175 besaßen. Allerdings würden hier die Majoritätsverhältnisse für die Regierung noch günstiger gewesen sein, wenn die christlich-sozialen Verluste in Wien nicht eingetreten wären. Auch der Polenklub werde voraussichtlich in unverminderter Stärke zurückkehren, wobei hervorzuheben ift, daß die polnischen .konservativen durch den Gewinn mehrerer Mandate späterhin eine einflußreichere Stellung ein- nehmen dürsten. Zudem fei der Verlust, den die Sozialdemokraten gehabt haben, für die Regierung ein Gewinn. Ebenso erscheinen die Verschiebungen innerhalb der slavischen oppositionellen Parteien für die Regierung nicht ungünstig. Der Ausstand der Seeleute. Wie die „Rordd. Allg. Ztg." meldet, ergab der Jahresabschluß Rotterdam, 21. Juni. Tie Holland-Amerika- Linie erhielt so viel Tienstanerbietungen von Seeleuten sowohl aus Holland wie aus dem .Auslande, besonders aus Deutschland, daß die Dampfer „Potsdam" und „Zyldhk" am Samstag aus- laufen werden. Ter Dampfer „Tabanan" vom Rotterdamer Lloyd geht morgen mit voller Mannschaft und einer großen Zahl von Passagieren zur Flottenparade nach Svithead in See. .Hüll, 1. Juni. 2 Als der Dampfer „La dH Brook" zur Abfahrt nach Rotterdam bereit war, umringten ihn am Kai A u sständige uub suchten die Besatzung zum Streik zu überreden, wobei von letzteren in e h r c r e Sch ü s s c abgegeben wurden. Ein Ausständiger wurde schwer verletzt. Reuyork, 21. Juni. Der A u s st and der Seeleute der Küsten dampf er Linien ist beendet, nachdem Reeder wie Seeleute Zugeständnisse gemacht haben. Deutsches Asieh. Tie „Hvhcuzollern" mit dem Kaiser an Bord lief am Mittwoch um 1- i Uhr uachmiitags auf der Holteuauer, Schleuse in den Kieler Hafen ein. Tie gesamte Flotte,! auch die hier liegende a m e r i l' a n i s ch e L i n i c n s ch i f f s- division, feuerte den Salut von 33 Schuß. Die Mannschaften der Kriegsschiffe paradierten und begrüßten den Kaiser, der auf der oberen Kommandobrücke "der „Hohen- zollern" stand, mit einem dreifachen Hurra. Die „Rordd. Allgem. Ztg." schreibt anläßlich des Besuches des amerikanischen Geschwaders in Kiel: Wir begrüßen in den amerikanischen Gästen die Vertreter einer nahe befreundeten und großen "Ration, mit der Deutschland durch mannigfache Bande der Vergangenheit und Gegenwart verknüpft ist, und heißen sie in den deutschen Gewässern und auf deutschem Boden herzlich willkommen. Sb der Entwurf des Gesetzes über die Fortbil- dungs schul en no chin dieser Tagung des preußi-" i.ch en Landtags zur Verabschiedung gelangt, ist zweifelhaft, da nach den augenblicklichen Dispositionen der Landtag bereits Ende der nächsten Woche geschlossen werden soll. Als Termin dcrRcichstagscrsatzwahlinTüs-- seldorf für den verstorbenen Zentrumsabgeordueten Kirsch ist der 1. September angesetzt worden. Tie württ cm bergische 2. Kammer chat gegen die Stimmen der Sozialdemokraten die .Gesetzesvorlage betreffend die Reu-Ordnung der B e z ü g e der G e i st - lichen angenommen. Ausland. Im italienischen Senat erklärte bei der Beratung des Buogets des Ministeriums des Aeußern Marquis die San G i u 11 a n o , btc großen Linien der a u s w ä r t i g e n P o l i 111 Italiens seien die notwendige logische Folge der Lage der Dinge und änderten sich nicht, n enn sich die Regierungen änderten Italien bleibe bet der festen Politik der Bündnistreue, die vervollständigt werde durch Freundschaft mit anderen Mächten. In Betreif öer Behauptung Guieeiardinis in der Kammer, daß Italien tatsächlich isoliert sei, erklärte er in vollem Bewußtsein der Ver- antmortlichteit.^er teile diese Ansicht nicht. Guieciardini könne keine einzige Tatsache zur Bekräftigung seiner Behauptung an führen. In Bezug auf die Tripylisfrage könnten seine Erklärungen nicht von denen seiner Vorgänger abweichen. Tie italienische Politik beruhe auf der Integrität des Osmanischen Reiches. Tte Interessen Italiens im Mittelmeer fänden in den bestehenden Abkommen mit den europäischen Mächten befriedigende Garantieen. Ein neuer Handels-nndRiederlassnngsvertrag der Schweiz mit Japan wurde unterzeichnet. " Der Vertrag setzt hinsichtlich der Zölle für beide Länder die Meistbegünstigung fest. Bet der Fortsetzung der Beratung über die ministerielle Erklärung kam es in der belgische n K a m in c r zu großen Skandal s z e n c n , als der Sozialist Anseele von den Priestern sprach, die sich an Kindern vergingen. Ter Katholik Maenhant entgcgcnctc: Wir schließen sie ans, Ihr aber nehmt sie als Lehrer ans. Tie Sozialisten drangen ans Maenhanl ein, einer warf ihm ein Buch an den Kops. Tie Sitzung wurde unterbrochen. Rach der Wiederausnahme trat erst allmählich Beruhigung ein. Tie portugisischc konstituierende Versammlung erwählte Anselms Braacamp zum Präsidenten, der im zweiten Wahlgang 64 von 125 Stimmen erhielt. Tas Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten nahm die Gesetzesvorlage Underwoods bezüglich der Revision des Zolltarifs für Wolle mit 221 gegen 100 Stimmen an. Eine Anzahl Insurgenten der republikanischen Partei stimmte mit den Demokraten. Aus Rabat wird gemeldet, daß eine französische T r u p p e n a b t e i l u n g , die den Mamora-Wald von Wegelagerern säubern sollte, am 17. Juni in der Nähe von Solch bcht einer großen Zahl Eingeborener angegriffen worden fei. Die Angreifer wurden in die Flucht geschlagen. Auf französischer Seite fielen ein Unteroffizier und von den Senegalschützen zwei Offiziere: zwei Soldaten wurden verwundet. 25. Wanderausstellung der Dentschenranvwirtschasts- Sesellschast. -f- Cassel, 21. Juni. Tie alte kurhessische Residenz Zieht in dieser Woche unter dem Zeichen der Landwirtschaft. Sie beherbergt die Jubiläums- Ausstelluitg der Teutschen Landwirtschafts-Gesellschaft und hat ihr unmittelbar südöstlich von ihrem früheren Weichbild, unmittelbar an dem eingemeindeten Bettenhausen, eine Stätte bereitet, indem sie einen früheren, 29 Hektar großen Exerzierplatz zur Verfügung stellte. Schon heute, am Vorabend der Veranstaltung, ist von allen Himmelsrichtungen Deutschlands ein Strom von Landwirten eingetroffen. Tie Straßenzüge, die zur Ausstellung führen, sind mit bewimpelten Masten, Wappen und Fahnen geschmückt. Tie Ausstellung selbst ist vom Hauptbahnhof und von^der Station Wil- helmshöhe mit der Eisenbahn oder von der Stadt aus mit der Straßenbahn bequem zu erreichen. Eine mächtige Zeltstadt, die von fünf je 15 Meter breiten Straßen durchschnitten wird, ist errichtet. Die Maschinen- und Geräte-Abteilung nimmt einen breiten Raum ein; durch eine 350 Pserdekräste starke Dampsmaschine wird den ausgestellten Maschinen die zum Antrieb nötige elektrische Kraft vermittelt. Von lebendem Material bringt die Ausstellung eine Schau für Pferde, die vorzüglich und zahlreich aus allen deutschen Zuchtgebieten beschickt i|t. Tas gleiche kann man auch von der Geflügel- und Kaninchenzucht sagen. .Bedauerlich bleibt, daß die Ausstellung von Klauenvieh unterbleiben mußte, weil der Gefahr der Verbreitung der Maul- und Klauenseuche Tür und Tor geöffnet worden wäre. Richt so zahlreich als sonst bei den Ausstellungen der Landwirtschafts-Gesellschaft ist die Abteilung Fische beschickt. Aber um so übersichtlicher und interessanter ist das Arrangement der Fischerei-Ausstellung: _ besonders für die Angler ist sehr viel Neues geboten. Großartig ist die Ausstellung mit' Produkten der Landwirtschaft beschickt, die Acker-, Garten- und Wiesen- wirtschast sowohl wie der Milchwirtschaft und ebenso ist die wissen- schastliche Abteilung reich und übersichtlich geordnet. Noch wird fleißig an der Ausstellung gearbeitet, um morgen fertig zu sein. Für Unterhaltung und Verpflegung ist bestens gesorgt. Morgen und Freitag nachmittag beginnt die Vorführung von Pferden, von 3 Uhr an Reit- und Fahrwettstreit des Kartells für Reit- und Fahrsport in Berlin, Am SamStag mittag wechseln Jugendspiele mit der Vorführung preisgekrönter Pferde ab und am Sonntag und Montag werden Schäferhunde als Polizeihunde gezeigt. Abgesehen davon, daß die nahe Wilhelmshohe mit ihren Wasserkünsten ihren Reiz ausübt, wird die Landwirlschastlichc Ausstellung ihre Anziehungskrast auch auf den Nichtlandwirt nicht verfehlen. Cassel, 22. Juni. Heute mittag eröffnete der Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft Landgraf Chlodwig von Hessen die 25. Ausstellung der Gesellschaft. Tem Festakt wohnten bei: Friedrich, Fürst zu Waldeck und Phrmont, Arolsen: Christian Ernst, Fürst zu Stolberg-Wernigerode, Wernigerode; v. Schvrlemer, Freiherr Tr., Preußischer Staats- minifter und Minister für Lanwirdtschaft, Domänen und Forsten, Unterstaatssekretär Küster, Berlin; Boenisch, Geheimer Oberregierungsrat und vortragender Rat im Reichsamt des Innern, Berlin; von Kriszlinkovich, k. ung. Ministerialrat, Wilmersdorf- Berlin ; Ritter von Brettreich, Exzellenz, Staatsminister des Innern, Dr., München: Minister von Pijchek, Stuttgart: Ministerialrat Arnold, Karlsruhe; von Hombergk zu Vach, Minister des Innern, Darmstadt; Holzinger, Ministerialrat, Darmstadt: Müller, Landesölonomierac, Darmstadt; von Wil- lich, Oberlandstallmeister, Darmstadt, usw. Aus Stadt und Laus. Gieren, 22. Juni 1911. Die Manöver 1911 im 18. Armeekorps. Bei dem 18. Armeetorps werden in diesem Jahre zwei Reserve-Jnfauterie-Regimcnter und eine Reservc-Feldartil- lerie-Abtcilung aufgestellt. Diese Formationen bestehen bis auf geringe aus den aus dem aktiven Dienste abzugebenden Stämme, ganz aus Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften des beurlaubten Standes. Die Reserve-Feldartil- lerie-Abteiluug wird am 26. Juni gebildet und am 8. Juli aufgelöst. Das 1. Reserve-Jnfanterie-Regiment übt vom 13. bis 26. Juli, das 2. vom 5. bis 18. Oktober. Die Zusammenstellung und Hebungen der 3 Reserveformatiouen erfolgen auf dem Truppenübungsplatz Darmstadt. Die H e r b st ü b u n g e n des 18. Armeekorps werden in und au dem Taunus stattfindeu. Das Manövergebiet wird begrenzt im Nordosten durch die Linie Friedberg-Limburg, im Norden durch die Lahn, im Westen durch deu Rhein, von Oberlahnstein bis Oppenheim, int Süden durch die Linie Oppenheim-Darmstadt, im Osten durch die Linie Darmstadt-Frankfurt a. M.-Friedberg. Im Gelände östlich der Linie Oppenheim-Wiesbaden-Kamberg übt die 21. Division, westlich davon die 25. (hessische) Division. Tie Regiments-' und Brigade-Hebungen beginnen am 22. August. Die Manöver der 21. Division schließen sich daran und finden, vom 11. bis 16. September bei Idstein statt. Die 2 5. Division übt ebenfalls vom 11. bis 16. September bei Katzenelnbogen. Die Korpsmanöver finden am 19. und 20. September bei Kirberg statt. •* SageSfalenber für Donnerstag, 22. Juni: Zweites Abonnements-Konzert der Regimentsmustk m Steins Garten. Anfang 8 Uhr. * *' Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Jak. Zahn aus Gau-Bickelheim eine Lehrerllelle an der Gemeindeschnle zu Heubach, dem Schul- amtSaspiranten Hch. Hallstein aus Sandbach eine Lehrer- stelle an der Gemeindeschule zu Groß-Eichen. — Erlediat i|t bie nut einem cvang. Lehrer zu besetzende Lehrcrstelle an bet Gememdcschule zu Seidenbuch. Dem Inhaber kann ine Ortszulage bewilligt werden. D i e L a n d c u u i v e r s i t ü l hält am 1. Juli, vormittags Hi/4 Hhr pünktlich, irr der neuen Aula die Frier ihres Jahresfcstes ab. Das Programm dazu lautet: 1. Krv- nungsmarsch aus der Oper: „Der Prophet" vou G. Meyer- beer. 2. „Herr, wir trau n auf Deine Güte" von F. Mendelssohn. 3. Festrede des Rektors. Chor auS dem „Magni- sicat" in T-dur von I. S. Back'. 5. Finale des 3. Akts auS her Oper: „Rienzi" von Richard Wagner. ** Wo m Alldeutschen Verband wird uns geschrieben: Wirtschaftspolitik geht stets Hand in Hand mit Machtpolitik: die deutsche Weltwirtschaft — unser Welthandel beläuft sich gegenwärtig auf ungefähr 16 Milliarden Mark — wurde erst ermöglicht durch die machtvolle Stcl- luug, hie die Gründuug des Reichs dem Deutschtum geschaffen hat. In nichts werden die Nachteile der völkischen Zerrissenheit deutlicher sichtbar als in den wirtschaftlichen Verhältnisfen, und an nichts läßt fick der glänzende Ilmschwung, den daS deutsche Volk feit 1871 genommen, besser verfolgen. Wenn Gießen seit 1871 um fast das Dreifache an Bcvölkernngszahl angenommen hat, so verdankt es das in erster Linie neben der Entwickelung der Industrie der Entwickelung des deutschen Handels, über die Professor Arndt morgen Freitag in Steins Garten vortragen wirb. Auch die Entwickelung des Verkehrswesens wird Professor Arndt in seinen Vortrag einbeziehen. ** Malll- und Klauenseuche. In .Holzheim ist die Mauls- und Klauenseuche in drei Gehöften ausgeb rochen. Die Seuche ist jetzt innerhalb des Kreises Gießen in sechs Gehöften festgestellt. Bei deü schweren Schäden, welche die Seuche unserer Landwirtschaft zufügt, ist es dringend erforderlich, daß die von den Behörden getroffenen polizeilichen A b w e h r m a ß n ah m e n von den Landwirten strengstens befolgt werden. Vor allem ist es nötig, daß bei jeder an Klauenvieh beobachteten verdächtigen Krankheitserscheinung, welche auf Maul- und Klauenseuche hindeutet, sofort bei der Behörde — Kreisveterinäramt oder Kreisamt — Anzeige erfolgt. '* Vom Bahnhof. Heute wird am hiesigen Hauptbahnhof ein interessanter Transport vor sich gehen. Es soll nämlich der ungefähr 15 Meter hohe elektrische Aerteilungsturm etwa 10 Meter von seinem Standpunkt weggerückt werden. Dabei wird der Turm nicht abgetragen, sondern auf Langträgern und Rollen fortbewegt. Er muß von der bisherigen Stelle entfernt werden, um dem neuen Fürstenpavillon Platz zu machen, desfen Bau gute Fortschritte macht. * * Der Schillub Wintersport in Gießen hielt gestern abend seine Hauptversammlung ab. Nachdem der seitherige Vorsitzende Dr. Peppler erklärt hatte, daß et wegen anderweitiger Inanspruchnahme auf eine Wiederwahl verzichten müsse, wurde die Wahl des neuen Vorstandes vor- genommen, die folgendes Ergebnis hatte: Karl Neurath, 1. Vorsitzender; Julius Schulze, 2. Vorsitzender und Kassenwart; Alfred Legler, Schriftführer; Zahnarzt Jäger, Hermann Schmidt, Dr. Dein oll, Dr. Peppler, Lehrer Link (Rudingshain) Beisitzer. Es wurde beschlossen, in diesem Winter einen öffentlichen Vortrag abzuhalten, zwei Schikurse und ein großes Nennen, als desien Leiter Dr. Dem oll gewählt wurde. Die Zahl der Mitglieder ift auf 66 gestiegen. * * Hessischer Verein für Luftschiffahrt. Kürzlich fand in Ntatburg eine Vcrelnsversainmlung statt, in dec eine Reihe von wichtigen Beschlüssen gefaßt ivurde. ?luf Antrag der neu begründeten Ortsgruppe Gießen würbe die vom Vorstand, laut einstimmiger Ermächtigung durch die vorige Vereinsversaminlung, beschlossene Namensänderung in »Hessischen V. f. L." von der Versammlung genehmigt. Bei dieser Gelegenheit wurden einige Satzungsänderungen beschlossen, z. B. daß stildentische und andere Korporationen sich mit einer beliebigen Anzahl von Mitglieder-Beiträgen korporativ bei dem Verein anmelden können. Die Aufnahme unterliegt denselben Bedingungen, wie die Aufnahme jedes anderen Mitgliedes. Entsprechend den angemeldeten Nlitgliederraten steht bei Verlosung von Freifahrten der Stör» poration eine entsprechende Zahl von Losen zur Verfügung. Die Verwendung eines etwaigen Gewinnes im Rahmen der Korporation ist ihrem Ermessen freigestellt. Der deutsche Rundflng wird am 2. und 3. Juli Kassel berühren. Der Verein hat zu dem Streckenpreis, bezw. zu Ortsflügcn einen Beitrag bewilligt. Die Vereinsmitglieder werden auf den Zuschauerttibünen Plätze zu ermäßigten Preisen erhalten. Für die nächste Zeit steht ein Lichtbilder-Vortrag von Dr. Kurt Wegener übet seinen Ausenthalt in Samoa und die Beobachtungen mit Fesselballon- und Drachen-Ausstiegen daselbst in Aussicht. * * Turnerisches. Auf dem Feld der gfest am letzten Sonntag errang bet Turner Hans Thöt vom Männer- Turnverein Gießen mit 67 Punkten den 18. Preis. * ' Aus dem Oktroibericht 1910/11. Die Einnahmen aus den Verbrauchsabgaben im abgelausenen Jahre beträgt Mk. 90 811 gegenüber Mk. 117 618, die der Voranschlag angenommen hatte. An Rückvergütung fommen davon in Abzug Mk. 3195 gegenüber 25 000 Mk., die der Voranschlag vorsah. Es stellt sich also hiernach die erzielte Nettoeinnahme auf Mk. 87 618 gegenüber Mk. 92 618 im Voranschlag, also nur um Mk. 5000 weniger. Die Reinerträge ergaben sich aus Kohlen Mk. 42 858, für Getränke Mk. 44 758. Jnteresfant sind die Angaben der Mengen, für die in 1910/11 unter Abzug der Ausfuhr Oktroi bezahlt ivurde: 1592 Oll Zentner Steinkohlen, 118 915 Zentner Braunkohlen, 1865,18 Hektoliter Wein, 469,78 Hektoliter Obstwein, 1305,06 Hektoliter Branntwein, 93,33 Hektoliter stark alkoholhaltige Spirituosen, soivie 44 472 Hektoliter Bier und 231 Hektoliter obergäriges Bier. Hierzu kommen noch 84 961 Flaschen Wein und 2215 Flaschen Obstwein. Auf den Kopf der Bevölkerung (32 000 Einwohner) entfallen also demnach im Jahre 139 Liter Bier, gegenüber der Bier- gewinnung auf den Kopf der Bevölkerung ausgerechnet (nach der Reichsstatistik für 1908): Im Brausteuergebiet 88 Liter, in Bayern 275 Liter, in Württemberg und Baden 154 Liter, in Elsaß-Lothringen 68 Liter und im Zollgebiet überhaupt 112 Liter. Trotz des hier in den letzten Jahren zurück- gegangenen Biergenusies muß man anerkennen, daß in Gießen immer noch wackere Zecher sind. * * Ob sternteaussichten im Kreise Gießen. So weit sich bis jetzt nach verhältnismäßig genauer lieber» sicht feststellen läßt, sind die Ernteaussichten in unserem Kreise für Aepfel und Birnen mittet bis gering, Zwetscheu gering, Kitschen gut, Nüsse mittel bis gering. Der allgemein prachtvolle Blütenflor gab Hoffnung zu reichet Ernte Gerichtssaat ersatz. Tag wird von der eS niemand, obgleich ist, einfallen würde, Paris, 21. Unterschlagung bei des 3 sw.'1 Entschädigung für die Reise unb einen gan^n betflfanniEn Tflfl gewährt werde. Letzte Nachrichten. Bom hessischen Landtag. NB. D a r m st a d t, 22. Juni. Der Borstand der 3 weilen Ständekammer beschloß, bic Kammer zum l Juli einzuberufen. In den folgen ben Tagen sollen dann die ruttftänbigen Arbeiten: derart beschleunigt werden, daß der Schluß der 34. Üanb- tagsveriode am Samstag, 8. I u l i, erfolgen kann. Die gemeinsame Sitzung der.Finanzausschüsse beider Ständekimmern ist für nächsten Montag in ^lussicht genommen. rrbcbnnflrn i u r 1908, an» Europäischer Rundflug. Br üssel, 21. Juni. Heute vormittag Uhr wurde der Kurs der Strecke 'Spaa— Lüttich begonnen. In ‘1b< ständen von zwei Minuten sind in Ans zwölf Flieger in der Reihenfolge abgegangen, in der sic am Sonntag am Start von Paris anlangten. Fünf Flieger haben sich an dem Kurs beteiligt Als erster kehrte nach Ans zurück Bcdrinca^, der bic Strecke in 43 Minuten, als zweiter Bidart, der bte Strecke in 48 Minuten zurück!egte. Das Wetter ist sehr schlecht, da ein sehr starker Wind weht. Der Flug Lüttich—Utrecht, der heute nachmittag erledigt werden sollte, wurde auf morgen vormittag verschoben, da bte Witterung für heute zu ungünstig in. und die Enttäuschung ist um so großer, da die Bkütenzcit Nachtfrösten nicht ausgesetzt war. Der geringe Fruchtansatz ist teilweise cuf sehr starkes Auftreten des Apfelblütenstechers zurückzusühren, jedoch darf man annehmen, daß die neblige, seuchtkühle Witterttng während der Blütenzeit, die nur eine unvollkommene Befruchtung zulick, die größte Ursache ist. Kreis Schotten. ^Groß-Eichen, 21. Juni. Unsere KirmeS, die gestern und am vorauSgegangenen Sonntag stattfand, hatte sich eines sehr starken Besuches zu erfreuen. Obgleich der heutige Tag von den umliegenden Gemeinden zum Setzen der Hackpflanzen benutzt wurde, war doch der Besuch ein guter. Unser Kirchweihfest wird nach einem Gebrauch gefeiert, der sonst wohl kaum vorkommt. Zwischen den beiden KirmeStagen liegt der Montag als Ruhetag. Der Stuttgart, 22. Juni. In der Zweiten Kammer haben die Abgeorbnctcn des Bundes der Land wert e eine Anfrage emgebracht, was bte Regierung zu tun gebcnke, um bte Weiterverbreitung Der Pi aul - und Klauenseuche durch bte Manöver zu verhindern. Paris, 22. 3uni. Ter tun Sonntag abgcboltcnc Blumen» tag für Du in M arotko befindlichen jranzöfischen Soldaten: ergab 160000 Franken. London, 22. Juni. Ter Herzog unb bic Herzogin von' Connan ght gaben im Auftrag Des Königs allen Fürstlichkeiten- bic der .Krönung beiwohnen, cm Diner. Wilmington iDelaware, 22. Juni. Die Bundesregierung gewann Den Prozeß auf Auflö s u n g des sog. Pow» der - Trustes. 13 Korporal ton en unb Einzelpersonen waren angeflagi. Das Bunbcskrcisgericht wies bic Klggc gegen 15 Angeklagte ab und entschied, daß bei 28 anderen eine gesetzwidrige Kombination vorliege. Uitt " s. »im vorlikgcnden Produktiv ne dem sich das folgende Bild von Der Bedeutung des bewerbe» ergibt : Beichäfligte Bollarbeiter 171126: verarbeiteter Rotnabak, ausländischer <30 OOo Dovveluntner, inlündischer 2.» t 60t» Doppel icnlncr, zuiammen 1 004 6lK) Doppelzentner: Jakturcnwert der Fabnlate beim Jabritanten 493 888 400 Mark; Zoll- unb e teuer- bclanung 17,11 Prozent. Der Geschäftsführer sprach ioDmui ül'cc Handek und Vcrtcbr, Voirswirtfcbaft. Dresden, 20. Juni. Der Deutsche T a b a k v e r e i n hielt gestern hier unter Dem Lorntz des Gebeimrats Collenbusch Dresden» feine Hauptverfa m^n lung ab. Die ^dänische Regierung war durch Geheimrat Stadler vom Ministerium de» Innern vertreten. Die Handelskammer Dresden, bei Berband Takhsiichec Industrieller unb der Bund Der Jiibuürtcllen batten Vertreter entsendet, ".'ins dem voin Geschäiisnilner, aun'cbcr, ein junger Angestellter und ein Feuerwehrmann, die sämtlich nach Dem Krankenhaus gebracht mürben. Mehrere Personen rourDcn außerdem leicht verletzt. Es sind mindestens 40 000 Liter Spiritus ausgelaufen, die in Brand gerieten und durch Verdünnung mit Wasser gelöscht werden mußten. Kleine (ZagcschroiiiL Während der Ausführung des „Tristan" in der Münchener Hofoper wurde Felix Mottl von einem so starken Unwohlsein befallen, daß er das Dirigent en pult mitten im 1. Akt verlassen mußte. Mottl soll sich über einen in einem sozialdemokratischen Blatte am Mittwoch nachmittag veröffentlichten Artikel, der seine Privakver» hältnisse glossierte, aufs äußerste erregt haben. -\n Brussel steht seit Mittwoch früh die alte Mili- tärfdnile, in der sich jahrhundertelang eine Abtei befand, in Brand Das Gebäude war unbewohnt und liegt un- mittelbar in der Nähe des Gehölzes von Eambron. In den Sälen sollen sich sehr iverwolle Archive befinden, die ein Raub der Flammen wurden. Man führt die Feuersbrunst auf B r an d st i s ni n g zu ruck.______________________ Juni. In Dem Pro^ß gegen Duez wegen der Liguidation von ^irckwngütern fällte der das Urteil. Tucz wurde zu 12 Jahren af)tL fiiifj« ’iing flotti in löui'be. Aus n würbe tit bvixfy W Mtidniiiitz ux rnchmitzi. Du inbetungen bc« : Korporationen fliebn-Aeiträgen neu. Tie Aus- e die Ausnahme n ongemelbcien thrlen der stör« zur Lechlguug. im Rahmen der Ter deutsche berühren. Ter Ortsflügen einen werden aus den n erhalten. 5uC 3 von Dr. >>md Die®* usstiegen daselbll Ein großer Ber- kehrstag mit Blumenkorso, wozu man je^t schrm eifrig Vorbereitungen trifft, ist für den 16. Juli geplant. — Heute wurde hier ein Militärbatlon gesichtet. Es war der Fesselballon, den die zurzeit zwecks Uebungen in Friedberg weilende Telegraphen-Abteilung aus Koblenz steigen liefe. Auch wurde von Friedberg aus eine Verbindung mit Koblenz und Karlsruhe mittels drahtloser 2* « qt, S; 8,it. ütpoiic 3. "Wit fll,We £ J» befier 7* dreifache *Hne der ^^osejjor .Mn.oirö irb Professor hosten au.;: Kreises schweren lchcht zusüm >en Behörden Zunahmen werden. $ot M beobachte auf Maul- r Behörde - Cl9c erfolgt, en Hauptbahn, soll nämlich llungSturni enickt werden, rn aus Laug, der bisherigen enpavillon macht, ließen hielt Nachdem der hatte, daß er ne Wiederwahl !orstandes vor- avl Neurath, »ec und Kassen, inarzt Jäger, opler, Lehrer beschlossen, in bzuhalten, zwei i dessen Leitet ' Mitglieder ist in verichicdeucu Körnungen Billigster Haus- uud Fnduftriebrand. Bcwäbrt als fVlticbbranb snr Freibaltung u. Schonung derRoste Koqiglito Srennniattriül für 3tnlral=öti;unflcn, :: Zicgtlcibctncbt, SMcrtitn »sw. :: Erprobt für Geueratorbctrieb zur Erzeugung von Heiz» und Lrastgas — Lvaggonladungen ab eigenem Anschlußgleis bei Station Wächtersbach (Frankfurt-Bebraer Eisenbahn). Wächtersbacher Braunkohlenbergwerke Petri & (So. {ßericbtsiaal. Karlsruhe, 20. Juni. (Zeugcngcbührcn für Geschäfts reisende/» Einen interessanten Ent, ck c i d fällte bas hiefiqc LanDgcrickst. Ein GeschiistsrcifcnDei, der fick) auf Der Jicnc befand, erhielt an seinem eigcntlidKii Wohnott eine Zeugenvor labung zugestellt, die ihm von seiner Fran namgefanbt wurde: Der Mann erschien auch zum Termin. Er berechnete für Reifc- kosten unb ZeitvcrsäumniS einen Betrag von 1 < -Vcarr, Das Gericht erfanntc ihm aber nur 5 Mark ,u. Hiergegen bei dauerte sich der Rcisende beim hiesigen Landgericht, luiirDc aber abgcwiefcn. Das LanDgericht ging hierbei von Der Ansicht aus, der RctfcnDe hätte Dem Gericht von der unverschieblichcn Reife und Dem hier bei in Frage kommenden Aufenthaltsorte Mitteilung wachen muffen; Dann wäre das Gericht in der Lage gcioeftm, entweder die Veriiehmilng dort zu vcranlaffcii oDer folangc Damit zu warten, bis er wieder zurückgekehrt sein würde, aas Gericht nehme an, daß eilt (^scvastsrcisendei Die gerichtliche Aufforderung auch richtig lesen unb Deren Sinn erfassen könne, wenn DaS nicht: Der 6all sein sollte, so habe Der Reisende sich die Kosten fclbst zuzu- schrewen, lönnc al>cr nicht verlangen, Da>; ihm vom vkridn ne Todes-Anzcige. Verwandten, Freunden und Bekannten, die schmerzliche Mitteilung, daß meine liebe Frau, unsere flntc Mutter, Großmutter, Schwiegertochter, Schweiler, Schwiegermutter und Tante Frau Helene Fuchs geb. Geißler int Alter van 59 Jahren sanft entschlafen ist. Int Namen der trauernden Hinterbliebenen: Forstwart Fuchs. Lollar, den 21. Juni 1911. Die Beerdigung findet Freitag den 23. Juni, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause aus statt. Telegraphie hergestellt. Am 4. Juli wird hier wie all- ^ährnch wieder der amerikanische Unabhängigkeitstag von Kurverwaltung und amerikanischen Kurgästen begangen, verbunden mit Blumenfest und Ball. — Ter Turnverein veranstaltet am Sonntag eine Jahnseier im Hoch- lvaldc. O Ostheim b. Butzbach, 21. Juni. Ein starker Milch - und Käseversand erfolgt jetzt täglich an der hiesigen Haltestelle, zumeist nach Bad-Nauheim. An dem Versand beteiligen sich anfecr der Molkerei auch zahlreiche Private von hier, Fauerbach und Nteder-Weisel Starkenburg uni) Nheiuhefjcn. d. Mainz, 31. Juni. In der heutigen Sitzung der Stadtocrordnetenversammlung widmete Oberbürger» meisterDr.Göttelmann dem verstorbenen Stadtv. Boerckel einen Nachruf. — Der Verein „Neustadt* ist um Schaffung einer städtischen Anstalt für Beleihung zweitstelliger Hypotheken eingekommen. DaS Gesuch wurde an den Finanz» und RechtSaiiSschuß verwiesen. — Für die Wasser» beschädigten im Taudcrgrund wurden aus dem vorhandenen Fonds für'Wasserbeschädigte 3000 Mk. bewilligt. Wegen der Wasscrbefchädigten in dec Gemarkung Kreuznach, Rheinhessen und Oberhesien sollen, lucnn die betreffenden HilfS» auSschüssc darum eingckommen, ebenfalls Beihilfen gewährt werden. — Für die Ausgestaltung bet Bibliothek der Fort» bildungsschülcr wurden 3000 Mk. bewilligt. — Für die Ne»,» Herstellung der Kirchenglockeii in Haxheim wurden 100 Mk. bewilligt, weil ein Weingut der Stabt in ber bortigen Ge» marfung liegt. — Die Abrechnung über bic Kosten ber lieber» bauung ber Stabthallenterrasse ergab bic Gesamtsumme mit der Inneneinrichtung von 206 698 Mk- Wer Erholung sucht gehe nach Hochwaldhausen. Meter Hoher Vogelsberg 800 Meter. Vorzügliche Verpflegung im Hotei zum Eelsenmeer. Volle Pension mit Zimmer Mk. 4.50. Prospekt, kostenfrei. /« llnit>criitäti*21acbriditcn. Marburg, 21. Juni. Dem Oberlehrer an der Ober- realfchulc zu Kassel, Prosesior Dr. Hermann Siebert, ivurbe anläßlich feines 5O]nhrigen Toftoqubiläinn* oon der phikosovhisweu rotultät der hiesigen Univerütat das Tipkont erneuert. — Der Oberarzt an der hiesigen medizinischen UnwersitalLktinik, Privat- dozent Tr. med. Oskar Bruns, hat einen an ihn ergangenen Rut als dirigierender Arzt beS Olga-Krankenhaufes in Stuttgart abgelehnt. nationaler Deutscher Runöflug, Kieler Flugwoche. Kiel, 21. Juni. Bei starkem böigen Wetter startete heul? nachmittag 4 Uhr Schall als Bewerber um den Frühpreis. Er lanbav alsbald wieder. Um 5,25 Uhr ftteg Hirtb mit Frau Direkwr Börner als Fluggast zu einem Dauerslug auf. H>nh chwebte in kräftigem Fluge über den Pias unb suchte sodann auch den Kricgshafen und tnc weitere Umgebung LiclS auf, n»bri er jid) ftänbig in etwa 600 Meter Höhe hielt. Er landete um 7r. Uhr, vvn dem tosenden Ben'all der Zuschauer empfangen. Leutnant Jabnow, Der dimfalle aufgtitügcn war, ftürjtc nach kurzem Fluge, vom Winde niedergedrückt, in einen Garten. Ter Apparat wurde schwer beschädigt, der Flieger erlitt einen Oderarmbruch. Kurz nach ackt Uhr statteten Wieneziers und Htrth zu einem Flug nach Eutin. Wien eziers traf bereits um >,9 Uhr in Eutut ein, wenige Minuten pater imirbc auch Hirtd geflebtet. Auf dem Flugplätze waren Prinzessin Heinrich von Preußen unb die Prinzen Adalbert und Waldemar längere Zett anwesend. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen^ Wetteraiissichten in Hessen am Freitag dem 23. Juni 1911 Meist heiter, trocken, warm. kirchliche Nachrichten. Jsraeuttfast tieiigionzgejellfchafl, > ÄottcsMcnlL Cabbatfeier am 24. Juni 1911: Freitag abend 8.00 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. Predigt. Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbat-Ausgonq 0.40 Uhr. Wochengottesdienst: Morgens 6.00 Uhr, abends 7.30 Uhr. Gemeinde so allgemein gehalten, daß um diese Zeit die Heuernte im Gange davon abzustehen. Kreis Friedberg. x Bad-Nauheim, 21. Juni. dbergl'cst am ffllann«- , Preis- 11 ii. Die E>>" gelesenen J°h« 8, » 611 3 Wg ......... 00 » bi- -o.°ch d« «!" M. 9261» »n Tje Sie»" tu*« efftoi bejah" '118915 8cn,ntC 9 •M» Hektoliter - J ** Ä i"i9‘”iiet »>’ ÄfjS .N6» Lflupi ■!, Sieb/"' ?rE x lieber/ ig S-"° -,»»-» I i» ’Ärfl*«’ jiiiiß’ J Der aU' tiroNMC Auswahl in Lm-taiHnzügen, Lüsters, Sakkos, Bozßner-u.Giimnii- Mäoteln, Felomoo, Schulanzügen, weißen n. farbig. Westen hochmodernen Anzügen empfiehlt zu ausserordentlich billigen Preisen 3992 Rob. Schieb, Mäusburg 3. Bekanntmachung. Bett: Ausbrud, Der Maul unb Klauewcuche in Holzheim. Nachdem in ben Getzösteu des Abraham Grüncbaum, Adam Ringel und Will). Jäger zu H o l z h e t m bte Maul- und Klauenseuche fcitgeftcllt worben ist, wirb hiermit auf Grund des S 57 ff. Der Reichsinstruktwn rum Reichs-Viehseuchen- gesetz vom 23. Juni 1880, 1. Mat 1894 und auf Grund der 'Au-ckchrewcn Großh. Ministeriums des Innern vom 10. Marz 1908 und vom 22. Februar 1911 folgendes angeorDnct : Es wird em Sperrbezirk gebildet, welcher das ganze Gebiet des Ottes und Der Gemarkung Holzheim umfaßt. Auf diesem Sperrbezirk hnöcn die in umerer Bekanntmachung vom 14. Juni 1911 erlassenen Bestimmungen Anwendung. ?. Das durch Die genannte Bekanntmachung gebtlocic Bcob- achtungsgebiet wird um bic nachfolgenden Orte erweitert: Berten Haufen, Dorf-Gill, Eberftadt, toarbcntcid), Cyroßen- Linden, Grüningen, Haufen, Lang - Göns^ Leihgestern, Muschcnhrim mit Hof-Gill, Ober-Hörgern, Steinbach und Watzetiborn-Steinberg . , Auch für das erweiterte Beobachtungsgebiet Leiten dte am 14. Juni 1911 erlassenen Bestimmungen, Gießen, Den 22. Ium 1911 Großbcrzoglrches Kreisamt Gießen. I. B.: Dr. Merck. Gießen, den 22. Juni 1911. Be 1 r.: Die oben. An die Großh. Bürgermeistereien der oben genannten Orte. Vtt mackien Sie auf ooruehenbe ttanntrnachunq aufmerksam unb beauftragen Sie, dieselbe ottsüblich zu veröffentlichen und Den Befolg zu überwachen. . . , Gleichzeitig weisen wir sie gut untere im morgigen KrciL- blatt erschein end c ausführliche Bekanntmachung hm. Großherzoglilches Kreisomt Gießen. I. V.: Dr. Merck. Ausflüge ♦ Der Vorstand. v« A i 03109 Eintritt frei. eingeladen. Klnematooraph Babnbofftrakc 54. Bahnbofftraßc 54 (05116) iS Ff g» per Pf d ff ff ff ff la. feines Salatol 95 ff giebigen a Biograph 05114 Schlager. Schlager. Länge 800 m. ^s^a: sind. RÄDER WM" D’Betreqger -MG Direktion V. Pontillcr 6 Damen Ansana SonntaaS 5 Ubv W la. la. Probieren Sie heute noch meinen frisch- gebrannten, reinfchmeckenden und aus- 6 Herren Wochentage« >> Ubr. Seit Jahrzehnten als erstklassige Gualitätsmarken allseitig anerkannt. Grosse Sesdasgen ia* Ms Blockstraße 12 Schlager. 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Juni 8V4 Uhr in Steins Garten Ö8*. P. (Handelsakademie Frankfurt) Der deutsche Sandel 1871-1911 Deutsch gesinnte Männer und Frauen sind sreundlichst Schuhhaus W 0 = Hotel Schiit2 Vom 10. bis 30. Zürn 1911 Konzert der so beliebten Original Tvrolcr Sänger, 2ä:tict- und Musiker Truppe Außerdem das vollständige, großartige Programm. Das Geheimnis der Mühle Großartiger Schlager, äußerst spannend. Moritz angelt. Köstliche Humoreske mit Herrn Prines in der Titelrolle. Der Dorfposthalter, spannende Tragödie aus dem Leben. Der Hahn im Korbe Eine Komödie, die ihres Gleichen sucht, voller Humor und großartig gespielt. (Sitte Reise durch Holland, herrl. Naturaufnahme. Tas hochinteressante Pathe-Jonrnal. Nur noch zwei Tage der mit dem größten Beifall mifgcnommene Sensationsfilm Die Maske Großes Kriminaldrama in 2 Akten, 800 Meter lang, Spieldauer zirka 45 Minuten. Spannend von Anfang bis Ende. Sonne Her Weg der Heu Lotts und der Mittf der hfcmp in „Steins Garten“ am 13. Jnni Eigene Aufnahme Außerdem das neue Programm, u. a.: Der klarier von Lion 780 Meter lang. Vorführung J4) Minuten. Kincmatographisches Drama nach dem Stück von Moreau, Siraudin und Delacourt. Das Drama ist eine wahre Begebenheit, die als der schrecklichste Justizirrtum des achtzehnten Jahrhunderts bezeichnet lverden fonn. TT Großh. LandesirrenanstaltGietzeu Auf dem Wege des öffentlichen Anerbietens soll die LieferUna nachstehender Bedürfnisse für die Zeit vom. 1. August 1911 bis Ende März 1912 vergeben werden: I. Bcrzchrungs- und Bcrbrauchsgcgenftändc: 1. Fleisch-, Wurst- nitd Fettwaren. 2. Milch. 3. Back-, waren (Brot, Wecke und Feingebäck. 4. ca. 1000 Kilo Süßrahmbutter. 5. ca. 125 Äilo Palmona. 6. ca. 12 000 Eier. 7. ca 10 000 .Handkäse. 8. ca. 600 Liter Mohnöl. 9. ca. 3300 Kilo Kochsalz. 10. ca. 3200 Liter gewöhnlicher Essig. 11. ca. 150 Liter Weinessig. 12. ca. 1200 Kilo gc^ rösteter Kaffee. 13. ca. 700 Kilo Malz kaff ee. 14. ca. 150 Kilo Kassec-Essenz. 15. ca. 3500 Kilo Mehl. 16. ca. 15 Kilo Tee. 17. ca. 400 Kilo Würfelzucker. 18. ca. 500 Kilo gestoßener Zucker. 19. ca. 500 Kilo Kristall-Zucker. 20. ca. 25 Kilo Nakao. 21. ca. 750 Kilo dürre weiße Bohnen. 22. ca. 750 Kilo geschälte ganze Erbsen. 23. ca. 400 Kilo geschälte Gerste. 24. cn. 250 Kilo Grüne kern. 25. ca. 250 Kilo .Haferflocken. 26. ca. 100 Kilo Hirse. 27. ca. 750 Kilo Linsen. 28. ca.j 300 Kilo Fadcnnudeln. 29. ca. 100 Kilo Gemüscnudeln. 30. ca. 500 Kilo Reis. 31. ca. 550 Kilo Spclzgrics. 32. ca, 20 Kilo Pfeffer. 33. ca. 200 Kilo gedörrte Älepfel. 34. ca. 300 Kilo gedörrte Zwetschen. 35. ca. 200 Kilo Sago. 36. ca. 2000 Kilo ZwetjchenPatwergc und Marmelade. 37. Der Bedarf an Bier, Wein, Selterswasser und alkoholZ freien Getränten, Zigarren, Rauchtabak und Spielkarten. II. Porzellan-, Email-, Steingut- und Glasgcrätc pp. Der Bedarf an: Schüsseln, Kumpen, Kannen, Tassen, Gabeln, Messern, Tellern, Löffeln, Gläsern, grauen und weißen Körben usw. III. Reinigungsgcgcustände: 1. Sämtliche Bürsten- und Bcsenwaren. 2. ca. 100 Stück Fcnsterputzleder. 3. ca. 20 Dutzend iveitc Kämme. 4. ca. 10 Dutzend enge Kämme. 5. ca. 3 Kilo Schwänrme. 6. ca. 250 Kilo Makulatur. 7. ca. 250 Pack Kloscttpapier. 8. ca. 1000 Kilo weiße Kernseife. 9. cn. 30 Kilo Glyzerinseife, 10. ca. 900 Kilo Schmierseife. 11. ca. 4000 Kilo Soda. 12. ca. 1200 Meter Putzlumpenzeug. IV. Kleider, Weißzeug nnd Bettwcrk pp. Der Bedarf au: Baunhvollcnzeug, Bettbarchcnt, Drück- zeug, Kattutl, Sarscnet, Schirting, Drell, Leinwand — blau und weiß - , Wollentuch, Burlin und Sommerzeug, Wollengarn, Bct-teppichcn, Sacktüchern, Hosenträgern, Knöpfen, Zwirn, Schnur, .Hüteti, Kappen, Unterhosen, Unterjacken, .Handtüchern, Servietten ujnz V Die Lieferung: 1. Der Schreibmaterialien und Drucksachen. 2. eine Schreibmaschine. 3. von ca. 240 Paar Hausschuhen. 4. von ca. 20 Särgen 5. von ca. 20 Raummeter Tannenscheit-» holz. 6. des Maschinen- und Zylinderöls. 7. des Eises. VI. Tie Fertigung: 1. Der Schneider- und Schuhmacherarbeiten. 2. Tee Hemden usw. VII. Die Vergebung der Fuhrleiftungen. VIII. Die Verwertung: as Des Gespüts und des Gekrätzes: b- Der Knochen, Tic in Anlage A des Erlasses der Großh. Ministerien vour 16. 3iiiii 1893, das Vcrdingungswesen betreffend, enthaltenen Bedingungen für die Bewerbung um Arbeiten und Lieferungen soivie die hiesigen Lieferungsbedingungen und Muster, soweit letztere vorhanden, liegen auf dem Geschäfts- j zimmer des Unterzeichneten am 29. und 30. a. Mts. unh ani 1. f. Monatss vormittags von 9 bis 12 Uhr und nach-- I mittags von 2 bis •>* Uhr offen. Die Bedingungs- und Augebotsformntarc können gegen Erstattung der Selbstkosten bezogen werden Ein Versand । von s)JhiftCL'ii nach auswärts.findet nicht statt. Angebote sind verschlossen und versehen mit der Aufschrift: ,,Angebot zu der am 19. Juni lf. IS. ausgeschriebenen Lieferung" bis zum Eröffnungstermin: Samstag den 8. Juli d. Zs., vormittags 10 Uhr, hierher cinzureichen. Zn den Angeboten sind die Bedingungen an- 1 zuertennen. Die cinzureichendcn Warenmuster müssen getrennt von den Angeboten verpackt und mit der Aufschrift: „Muster zum Ausschreiben vom 19. Juni 1911" versehen sein. Zuschlagsfrist 14 Tage. B”/< Gießen, den 19. Juni 1911. .Großherzogliche Direktion der Landesirrenanstalt. I. A.: Lotz, Großh. Hausverwalter. Bekanntmachung. In das Güterrechtsregister wurde eingetragen: Dec Zimmermeister Ludwig Geißler VII. und dessen Ehefrau Elisabetha geb. Kaiser zu. Mainzlar haben durch notariellen' Vertrag vom 7. 'Juni 1911 Ercungenschastsgemeinschaft vereinbart. B22/6 Gießen, den 19. Juni 1911. Großh. Amtsgericht. Vergebung von Bauarbeiten. Die zur Renovierung de,r alten Schulhofreite zu Dillendorf a. d. Lda. erforderlichen Arbeiten, wie: Erd- und Maurer-, Dachdecker-, Spengler-, Schlosser-, Glaser-, Schreiner-, Weißbinder- und Pflaster-Arbeiten sollen Montag den 26. d. M., nachmittags 2 Uhr, im Rathaus zu Allendorf a. d. Lda. öffentlich verakkordiert werden. Der Voranschlag sowie die Bedingungen liegen vom 23. d. M. ab bis zum obigen Termin auf Großherzoglichec Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. während der Dienststunden zur Einsicht offen. Gießen, den 20. Juni 1911. Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Diehin, Großh. Baurat. b’7( Bullen-Berkanf. Die Gemeinde Stangenrod hat einen schweren Fasel-« ochsen zum Schlachten zu verkaufen. Kauflicbhabcr wollen sich bis zum 26. l. Mts. auf hiesiger Bürgermeisterei melden. Gleichzeitig beabsichtigt die Gemeinde einen jungen sprungfähigen Simmentaler Herdbuchbullen anzuschaffen und können Angebote bis zum gleichen Termin, dahier eingereicht werden. Stangenrod, den 20. Juni 1911. Großh. Bürgermeisterei Stangenrod. I. B.: ' Groß, Bergeordneter. 3984 llr. Irscl "■ä rvocy t H-i in Sri leitet o rrfa^*1 Ih'ebö.hl junädli der Kai qolbenc hielt Ä Harnbln Jeziehu leilnfih Hambrn s'chtvuiig naljntc, habe si Aalli» ( Ter (rurt ,C)nmburg Herzen g m meine daß uf t SegniBi" cntiMsei loenn ein io entroid getan ha 3djladeit Ziahlbloi erroieien, das llaii Zortsckri Güte Hal vor alle, linien ii Beslätigi nur histo antiitt, lösen ve hinter il Vorhand Lchnlte, war ein werden gangen iamvsr Dingen Gröhe unb vo. kleine . 'Üuigttbci hüben iia ich baute Ar Hand Amerila-l! Vaterland gebracht 1 Tas war Teulsche Golt will, blühen Ha auch der . erwähnen, 'Mich di schöne ^ch wir vollto m mein Ai gesehen ha gebender ? 'ahre und 'angen im- Hambu sagen, i io schöne Äamburq haben, nicht nu auch QL -tie von renn tlf es für Jf'li» für Ä 8ai dolk III ,0 D Herren 5 mir ci, Jlt «oeben °^rsnei Zierde fl( Pr d^be.ninaj Ä S»n. 'S. ?Urqt, , -!•! • Itr