Nr. 222 Zweiter Blatt W. Jahrgang «rlchrku IlgNch m» iluinahm« »«, ? . J. * . .. . Tie M«lt|«et Stelfieabiatter werden dem ■ g K ii W ■ /r k8 H P H .Anzeiger' viermal wöchentlich betgrlegt, bal V/ 1 3 W ^L, I B 1, 4 J II | WL, R E VL EL „Kreisblatt fflr bei Kreis «letze«" iroetmol IV V V V ~ v v v v wöchentlich. Tie „ran-»lrtschastliche> Leit« ■ r w fragen“ erscheinen monatlich zweimal. General-Anzeiger für Oberhejsen Donnerstag, 2\. September 19U Rotartcnfbrucf und Verlag der Vrübliche» Unu>erf:!äta - Such- und Cteinbnirfertl flt Gange, Ließen. Rebdhtan. Expedition und Truckerei: Schu!« ftratze 7. Exve-ltion und Verlag: e^)5L Rebahu?n.e^lll Tel.-Lldr^ dlnzelgerLießen. von Aiderlen-wächter und dambon. Die französischen /Jlmtal.v' erzählen von den beiden Unterhändlern einige intime Züge, bie wir wtedergcben wollen, obgleich sicker viel darin geflunkert ist. Ter deutsche Staatssekretär wird als derbe „Bulldogge" vorgcführt, während natürlich Cambon bad Muster eine- feinen und findigen diplomatischen Iwpses ist. Immerhin interessieren besonders die Bemerkungen über den Berliner Gesandten, da wir eS mit Cambon offenbar wirklich mit einem sehr geschickten Unterhändler zu tun haben, der das volle Ver- trauen seiner Landsleute besitzt. Die Schilderung Ktderlcns darf wohl nicht ernst genommen werden; man mag sich über sie erheitern imb hinter bic vorgebrachten Anekdoten ein Fragezeichen machen. Tie kleine Randzeichnung, bie sie unserem Minister des Auswärtigen widmen, überschreiben die „Annalcs" „Tie Bulldogge der Wilhelmstraße" und meinen dann, Äiderlen wolle augenscheinlich die großen Stiefel Bismarcks an- ziehen. „Ter Kaiser, der ihn wegen seiner Ungcbunden- heit im Reden und Benehmen nicht liebte, und thn lange Zeit auf einem Posten zweiter Klasse in Budapest festhiclt, nahm schließlich doch seine Tienstc in Anspruch. Er be- traute ihn zunächst mit der Geschäftsführung der deutschen Gesandtschaft in Konstantinopel, als der Baron Marschall, der berühmteste Diplomat Teulschlands, seinen Abschied nahm. Tantals machte die Bulldogge des Herrn von Kidcrlen-Wächter, von der er sich nie trennt, und die auch eine Erinnerung an den eisernen Kanzler wachrufen kann, von sich reden. Eines Tages besuchte Herr von Kiderlen feinen österreichisch-ungarischen Kollegen, den Grafen von Pallavicini. Im Vorzimmer traf er einen Freund, der ihn einige Augenblicke zurückhielt. llntcrbcficn war bie Bulldogge bei bem Gesandten eingetreten. Tiefer, fast blind und ein ivenig taub, hörte ein Geräusch auf dem Teppich, und glaubte, der Vertreter Teutschlands sei im Zimmer. „Nun, guten Tag, mein teurer Ki- d c r l e n", rief er, „haben Sie gute Rachrichten aus Berlin?" Sehr erstaunt, keine Antwort zu bekommen, wiederholte er seine Frage. In diesem Moment trat der wirkliche Kiderlcn herein. Er lachte laut bei dem Gedanken, daß man seinen Hund für ihn gehalten hatte, und meinte dann: „llcdrigens wäre meine Bulldogge ein ausgezeichneter Gesandter, besonders in .Konstantinopel, wo es sich noch mehr ums Beißen als ums Bellen handelt." Als er zum M i n i st e r ernannt wurde und sich dem Kaiser, der sich damals in Kiel auf seiner Jacht Hohenzollern befand, vorstellen sollte, ließ er anfragen, ob er in Begleitung seines Hundes an Bord toinmcn konnte. „Es mürbe mir sehr schwer to c r b c « , mich von ihm zu trennen", sagte er. Ter Kaiser, der Erigiitale durchaus nicht ungern hat, amüsierte sich über diese Bitte und erlaubte ihm, den Hund mitzubringen. Ein rechtes Gegenbild ist die Silhouette, die von bem französischen Botschafter gezeichnet wird: „Der Schlenderschrttt, das schlaue Auge, bie zerstreute Miene von InleS Cambon sind legendarisch. Dieser Mann, der so träge anssieht, ist ein geborener Unterhändler. Er vermittelt in seiner Art, gleichsam im Promenieren, wie wenn er an etwas ganz anderes dächte. Er ruft Angebote hervor. ohne sie selbst zu formulieren; er hüllt ]ie in verbindliche Vorschläge, die in bem anderen den Wunsch erregen, bic Unterhaltung fortzuführen. Selbst ber grooc unb schwierige Kiderlen-Wächter kann seinem Charme kaum wiberstehen. Jules Cambon wird halb 66 Jahre fein; er trägt sie mit einer nonchalanten Heiterkeit auch im grauen und spärlichen Haar. Seine „Favoris ä la Russe" umrahmen mit einer gewissen Raa-läfsigteit den Schnurrbart. Cs ist der klassisch diplomatische Schnitt ber Barttracht, aber mit einem eleganten Sich-gehen-lassen, das in Wirk- Uchkeit nichts mit ber symmetrischen oorm gemein hat, bereit majestätische Repräsentanten ber Graf Goluchoswti, Ncllidoff unb Pressenss waren. Cambons Favoris gehen auf Abenteuer aus; sie find delveglich unb passen sich der Gelegenheit an. Lein Lorgnon beherrscht sic, die schlaue Schärfe bes Blicks dämpfend. Wenn er Geschichten erzählt — unb wie kann er erzählen —, bann belebt sich all das burch ein leises Erzittern. Ter Erzähler scheint uo) mindestens ebenso zu amüsieren, wie ber Zuhörer. Als Jules Cambon nach Berlin kam, hatten bie Teulfchen vor ihm Angst. Sic sagten: „Tas ist ber Bruder von Baut, dem Londoner Cambon. Ter wird bei uns Politik auf englische Art treiben, wie ein alter Fuchs." Ter alte Fuchs ließ die Leute reden. Er plauderte. Er promenierte. Er sprach mit dem Kaiser von Tavissenen. Er bereicherte den Gc- schichtenschatz des Kanzlers um einige unbekannte Anekdoten Über Gambetla. Er erzählte Herrn von Schoen, baß man ihn in Paris liebe. Er bcbiente Herrn von Kckcrlen-Wäckter mit etwas derberen Geschichten und lobte seine grüne Weste. Kurz, er hätte für jeden ein gefälliges Wort, und jeder wußte ihm dafür Tunk. Tas kommt daher, daß Jules Cambon feit 40 Icchren Menschen aller Arr gesehen hat, und daß feine Hilfsquellen unbegrenzt sind. Er hat wie jedermann in einem Ministerkabinett angefangen. Er hat in ber Präfektur gearbeitet unb im Sicherheitsdienst. Er hat den Norden, bas 9U)önegebiet und Algier verwaltet. Er hat Roosevelt erobert, ohne Sport zu treiben, waS in feiner Art ein Triumph ist. Er bat Alfons XIII. groß werden sehen, unb beim Friedensschluß zwischen Spanien unb ben Bereinigten Staaten vermittelt. Er will, wenn er eine Frage verhandelt, daß man ihn dabei in Ruhe läßt. Wenn ihn ein Zeitungsartikel geniert, so beschwert er sich in schärfster Form über den Verfasser. Tie heftigen Polemiken des „Temps" haben ihn manchmal außer sich gebracht, aber bann, zwei Tage später, murmelte er: „Tie Wirkung ist gar nickt schlecht." Er bedient sich aller Umstände, um zum Ziele zu kommen, selbst der Leute, die nicht so denken wie er. Er versteht es übrigens meisterhaft, ben Zusammenhang zu bewahren. TerNordexvreßzug hat feinen häufigeren Gast als ihn. Wenn man ihn in Berlin glaubt, ist er in ber Rue THubignn, ganz oben am Boulevard Mals herbes. Wenn man ihn eben in ber 'Jüte Taubigny gesehen, ist er schon wieder nach v.in ab gefahren. In ganzen: ein Gesandter .. .... , -ig. ideenreich, hartnäckig, der beweist, waS man auf dem schwierigsten Posten erreichen kann, wenn man nicht glaubt, daß schon alles erreicht ist. Mit seiner Geschmcidigkeit und seiner Nonchalance tvciß er Widerstände zu benutzen und Vertrauen zu gewinnen. Man kann ihn nicht sehen ohne den Wunsch, sich mit ihm zu verfunagen. Es gibt Ge- artigem Wert ist. Dir leben in einem b rf?r Augenblicke." Eine amtliche deutsche Notiz über die angeblichen Rüstungen Belgien?. Tie „Nord.c- . c hligci. i.. .,.t.....j , jt: Tie durch die Blätter gegangenen Gerüchte über einseitige militärische Vorkehrungen Belgien- stellen sich alS unbegründet heraus. ES ist richtig, bay die belgische Heeresverwaltung Anordnungen im Fepungswesen ge.ioifen hat, es handelt sich aber nur um Maßregeln, wie sie in ber Verwaltung der Festungen regelmäßig wieberkehreii. Auch ist wegen ber Echwäcke deS militarrschen Kadres in gewissen Füllen eine Zurückhaltung von Mannschaften verfügt worden. Tiefe Anordnungen wurden aber, wie hier amtlich zur Kenntnis gelangt ist, in gleichmäßiger Weise für ahe belgischen Grenzgebiete ins Werk gefeut. Als unrichtig wird auch bie Behauptung erklärt, baß die Gesandten Belaiens in Berlin unb Paris ungünstige Berichte über die politische Lage an ihre Regierung gesandt haben sollen. Soweit dies in ben Meldungen aus Paris behauptet wurde, scheinen Börsenmanöver im Spiel gewesen zu fein. — Tie Unterredung, die der belgische Premierminister vor einiger Zeit mit Caillaux in Paris hatte, bezog fich nadj zuverlässiger Mitteilung aus Brüssel ausschließlich auf handelspolitische Gegenstände. Es gehört aber viel Gutgläubigkeit dazu, diesen letzten Satz ganz ernst zu nehmen. Unser auswärtiges Amt scheint über sehr viel Gutgläubigkeit zu verfügen. Abtretung spanischer Gebiete an Teutschland. Bon einem Berliner Mitarbeiter erhalten wir folgende Mitteilungen: Tie Abtretung spanischen Besitzes kommt vorläufig nid)t in Frage, doch wird angenommen, daß Teutschland und Sva- n i e n hierüber direkte Verhandlungen führen werden und daß Spanien seine Kongogebietc und Fernando P o Abtritt, wenn ihn gewisse Freiheiten von Frankreich und Teutschland in Marokko zugenanden werden. Tie Verhandlungen werden erst in der zweiten halste des Oktobers abgeschtos'cn werden, so daß die Staatsverträge dem Reichstage ziemlich spät zngehcn dürften. Ebe die Verträge nicht unterzeichnet find, wird bic Regierung Anfragen über die marokkanische Frage im Reichstage nicht beantworten Tie von Berliner Blättern gebrachteii Nachrichten über eine angebliche Besprechung von Mitgliedern ber Hochfinanz mit bem Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt Zimmermann sind unzutreffend. Eine solche Besprechung hat nicht ftattgefunben, sondern es ist, wie wir hören, lediglich auf Anfrage bie Mitteilung gemacht worden, daß für eine von den Herren angekündigte Erregung der Börse ber Stanb Der Marotto-Frage keinerlei Anlaß biete, namentlich nicht zu einer Börscnpamk. Tic Berhandlun gen seien auf gutem Wege unb es dürfe binnen kurzem eine befriedigende Lösung erwartet werden. Versammlungsverbot in Frankreich. Paris, 20. Sept. Ministerpräsident Caillaux hat jede Straßcnkundgcbung gelegentlich der am nächsten Sonntag gegen den Krieg und gegen die Lebensmittelteuerung stattfindenden P r o t e p v e r f a m m l u n g e n untersagt. Wenn in Berlin Beihmann-Hollweg so etwas verfügen roütbc, so würden die Sozialdemokraten sicher ein gewaltiges Geschrei erheben. Ter Berliner Tageblatt märe jetzt in der Lage, einen Vergleich der b^utsä-en Freiheiten mit den französischen anzustellen. Französische Kämpfe. F e z, 20. Sept. General T a l b i e z zerstreute im Süden die aufrührerischen Aitjusst und verfolgte sie bis zur Kasbah Masdun, die er zerstörte. Der Führer der Äufstänbifchen, Sidi Hassan, ist gefallen. Auf französischer Seite wurden zwei senegalesische Schützen und zwei Marokkaner verwundet. Dalbiez ist nach Sesru zuruckgekehrt. politische Tagesschau. Zur Reichstag-ersatzwahl in Tüffeldorf. Tie Stichwahl im Rcicketagswahllretsc Düsseldorf findet Freuag ben 29. September statt. lieber die Stellungnahme der Liberalen, von der der Ausfall ber Stichwahl abhängen bürste, verlautet nock nichts. Tie sozialbemokratische Partei will angeblich dar- Ergebnis ber vorgestrigen Wahl beanstanden, weil auf dem demokratischen Stimmzettel der Wohnort des Kandidaten Tr. Breitscheid nicht angegeben war. Ein solcher Protest dürfte indes, wenn er erfolgen sollte, kaum Aussicht auf Erfolg haben, da auf bem Stimmzettel auch ohne Wobnungs- angabe Die .Persönlichkeit des Gewählten unzweifelhaft zu erkennen war. Würben bte demokratischen Stimmen in Wegfall kommen, so wäre der fozialbemokratifche Kandidat bereite- im ersten Wahlgang gewählt worben. Ter „Vorwärts" traut, wie iein letzter Artikel über die Düsseldorfer Wahl zeigt, den Nationalliberalen nicht. Er gibt zu, daß das Ergebnis der Stichwahl von der Stellungnahme ber Nationalliberalen abhangt unb fährt spöttisch fort: T ie Haltung der Nationalliberalcn tu ab int wesentlichen von den Sckacker-Mackeien abhängen, bie sicherlich in der Zwischen- SCit zwischen Hanoi- unb Sn.tnoaht zw. unb Zentrum gechlogen werben. BekaTinUich haben die Tüssel- dorscr Natwnalliberalen im Grunde nur deshalb Wahleuthaltung proklamiert, um das Zentrum in Jcheinlanb-Westialen bat Dingungen geneigter zu machen, btt von den Nationalliberalen an ein allgemeines natu>nall.beraic--mttamontanes Wahlbündnis geknüpft werden. * Regierung und Sozialdemokratie. Ter „Vorwärts" veroffenttickt folgende Bemerkungen, die von der Regicruug hvifentttch nicht unwidersprochen bleiben: Nachdem vor kurzem die preußische Regierung eine Umfrage bet sämtlichen Regierungen rcranlaßi hat, ob man mit ausnahmea-' .. la-cn ob-. v-rfchari:en ftrafaeiV^llchen Veslimmungen gegen bic Scz.albcmokralie i.rgchen solle, greifen jetzt unlergeordncle Crganc bereit» zu anderen, reibt gewagten So wurde dem Geiwfieu Bebel ein längeres Telegramm, daS der Sekretär deS Internationalen Bureau», Genosse L»uvs- mans, Momag, ben 11. September, nach Jena gesandt batte, nicht au »geliefert. Nach einem mehrfachen Meinungsaustausch per Telegramm und Brief »wischen i?unsmanS und Bebel erfuhr t-cr letztere endlich am Sam-tag nachmittag, kurz vor keiner Abreise von Jena, baß bic bclgiidK Post dein Genossen vunoman» gemeldet hat, die beutidK Post batte daS Telegramm konsiSziett, ohne der belgischen Post von dieser Kvnfiesatwn Mitteilung zu machen. Genosse Bebel hat sich nunmehr an bav kaiserliche Tclegrapbeuamt in Jena gewandt unb die Au.lieferung der Te^ pesche verlangt Zugleich verlangte er zu wissen, wer den Befehl zur Zurückhaltung des Telegramms gegeben Habe und ivelcbe Gründe für die Konfiskation maßgebend geivesen seien. Genosse Bebel beabsichtigt, die Angelegenheit nn Reichstage zur Sprache zu bringen. Aber es fino >wch weitere Merkmale von übeigroßer Nervosität vorhanden. Als die <'> e n o f f c n Bebel und Di e v Samstag ilachmittag nach 5 Uhr gemeinsam von Jena nach Snd- dentschlaiib abreifen wollten und einige Zeit vor Abgang des Zuges in ber Nähe des Bahnhofes aus- unb abgingen, bemerkten sie, daß sie g e h e i m v o l i) e i l i ch ü b e r w a ck t wurden. Genosse Tietz blieb in ferner veimat Stuttgart; Genosse Bebel setzte am nächsten Vormittag die Reife nach dem Bodensee unb der Schwei; fort. Bei dieser Gelegenheit ennedte er, daß bic geheim- polnnlichc Ucberroachiüig sonbanerte und zwar wurde diese zum Teil auf eine Weise bewerkstelligt, bie für Bebel nicht den Reiz ber Neuheit entbehrte. Genosse Bebel schreibt uns darüber: „Ich bin während der Tauer des Sozialistengesetzes wohl der am meisten geheim polizeilich verfolgte Genosse in Teutschland gewesen und habe dabei über bie Methoden dieser liebe, wachung sehr reiche Erfahrungen gemacht. Neu aber war mir, tote mau am Sonntag nachmittag von Friedrichshafen und Romanshorn aus — alko auf Schweizer Boden — mit Hilfe des Bahn- und Schiffspcrionals das Ziel meiner Reife zu erfahren suchte. Die Methode war amüsant, blieb mir aber keinen 'Jutgcnblid verborgen. Hätte man mich in Jena in höflicher Weife befragt, was das Ziel meiner Reife in, so wurde ich ber polizeilichen ober staatsanwall liehen Neugierbe bereitwillig cntgcgcngelommen fein, denn ich hatte nichts zu oeridnucigen ober zu verbergen. Es sollte mir leib icin, wenn bei ber jetzigen Finanznot in Reich unb Staat man sich meinetwegen noch in besondere Unkosten stürzte, um geheim- polizeilich Tinge zu erfahren, bic man weit billiger unb wahrheitsgemäßer durch mich selbst erfahren könnte." Aus bic Anfrage Bebels wegen des Telegramms wirb amtlich ja ernribert werben Wahrscheinlich klart sich bie Sache als ein Irrtum ans. Was bic geheimpolizeiliche Ueberwachung anlangt, so hoffen wir, bag Bebel sich aud) hier getäuscht hat. Es müßte Kopfschütteln erregen, wenn bie Regierung so unnütze unb gänzlich überflüssige Maßnahmen anorbnen würbe. Nach Stolppins Tode. P e t et -? bürg, _ lätti rmelbung aus Kiew würben gestern tracht einige Inben von Gestnbel überfallen und verletzt. Wetter berichten bie Zeitungen, daß bic Lbbuttion Stolypins ben Berveis der Blutvergiftung ergeben habe. Tie Kugel zerschmetterte den oberen 2eil der siebenten Rippe uno durchbohrte bie Leber unb das Zwerchfell. Langs des Sck)ußkanals fand ein großer innerer Bluterguß statt. Tie Bauchfellentzündung war im Änfangsüodtum. Tie Todesursache bestand in der Verletzung der Leber. Tie „Nowote Wremja" teilt mit, der Schutzdienst in Kiew während der Festtage fei nicht bem Generalgouver- neur, sondern dem Polizetches Kurlow übertragen gewesen, obwohl bei Generalgouverneur um bie Uebertragung an- gesucht hatte. Huljabto unb zwei anbere Polizeiofsiziere Der fugten bann selbständig bie Zulassung Bagrows zum Theater, -ohne dem Poli^ciches davon Mitteilung zu erstatten. Tie halbamtliche „Rossija" sagt an leitender Stelle: Nack ben Eindrücken des Entsetzens über bie Greueltat in Kiew ficht bie Gesellschaft notgedrungen vor der Frage: Was turn? Vor stuts Jahren war der Staat von bem gemeinsamen Andrangc geheimer Gewalten bedroht, denen der weniger etfennl» unfähige Teil ber Gesellschaft wlgtc. Seitdem ist nur kurze Zeit verstossen, doch ist die Zett anders geworden und durch bat Kampf mit dem Terror gestählt, unb der Staat hat neue Wege zu einer friedlichen Entwicklung gefunden. Wenn jetzt nach dem errungenen Siege bic politst'chcu Jahre sind; desgleichen Schreiber von Beruf, die mindestens zwei Ins drei Jahre bei Behörden tätig geweseir sind und eine sehr gute Handschrift besitzen. Gesuche um Einstellung sind unter Beifügung eines selbstgeschriebenen Lebenslaufes, ausführlicher Berufszaug- nisse und eines Meldesckieines zu dreijährig-freitvill., bei Sckweiber/ Elektrotechniker und Mechaniker zu vierjährig-frcinnll. Dienst an das obige Kommando cinzureichen. r kf. Der Hund als P o st b e a m ter. Die amerikanische Stadt Brighton kann sich rühmen, den einzigen als Beamten anerkannten Hund zu beherbergen. Eigentlich ist der Hund, der 3acf heißt, nicht angestellt, sondern nur seine Besitzerin, Frau Pollock. Fran Pollock hatte ursprünglich daS Amt, jeden Tag, wenn der Schnellzug die Stadt durchfuhr, zur Bahn zu gehen, um den Postbeutel, der uom fahrenden Zuge aus gemorien wurde, aufzuheben und gut* Postaustalt zu tragen. Alltäglich war Jack dabei ihr treuer Begleiter. Nun traf es sich eines Tages, daß Frau Pollock eine Verletzung am Fuße hatte und. nicht gehen konnte. Um tue Zeit, wo sie sich gewöhnlich mit Jack zusammen zur Bahn aus- machte, wiirde der Hund unruhig und heiilte und tobte so lange, bis inan ihm die Tür anfmad)tc. Dann schoß er schnurstracks zur Bahn und nach kurzer Zeit war er mit dem Postbeutel im Maul richtig im Hause angelangt Als praktische Amerikanerin zog Frau Pollock hieraus Nutzen und ließ von da an den Hund immer allein den Postbeulel abholen. Die Postbehörde weiß das und duldet es, denn sie fragt nur nach der Leistung. So ist Jack ein richtiger Postbeamter so lange, bis ihn vielleicht eines schönen Tages ein junges Hundesräiilein von semer Pflicht abspenstig macht. * 3er ft reut. Professor (beim Anblick mehrerer barfüßiger Jungen): „.Hm, hm, die Kneipkur bricht sich doch immer mehr Bahn!" * In her Sprechstunde. Zahnarzt: „Was toünftfjen Sie?" — Bauer: wünsch' an guten Morgens Sport. Petersburg, 20. Sept. Heute früh begann das Interna t l o n a l e A u t o nr o b i l r e ii u e >i P e t e r s b u r g - S e b a st o-- pol, aii deni mehr als 60 Automobile von beinahe allen Staaten Europas uud Nordamerikas teiluehineii. voin 2.-15. Jahr: 1(1) 55 67 88 Septbr. — -f- 30,9 * C. =. + 9.8 *0. <*. Hennelberg, Zürich Direkte Bezugsquelle von Seidenstoffen jeder Art Schon verzollt! — Verlangen Sie Muster! (D*/i Monatl. Uebersicht der Todesfälle in der Stadt Sietzen. Monat August 1911. Einwohnerzahl: augeuomnten ju dl,800 (inkl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 19,93 nach 2lbzug von 29 Ortsfremden 8,81 d/oo. Kinder Festesatlsgang 7.05. Wochengottesdienst: Morgens 5.15. Uhr, abends 5.30. Uhr. Zeuge: Tie Polizeiassistentür gab mir auf, mich ihr zu nähern und zu fehen, was mit ihr los sei. ■ Weinwirt Volk sagt aus, daß der ganze Handel mit der Assistentin dadurch entstanden sei, daß er eines Tages einen ie lobenden Artikel zum Neuesten Anzeiger gebracht habe. Nach dessen Veröffetttlichung war ein Sturm der Entrüstung entstan- ben, weil man durchaus nicht allgemein mit der Assistentin zu- rieden war. Darauf werden noch einige weitere Zeugen über angebliche grundlose Vernehmungen von Kellnerinnen und deren Verehrern vernommen. Sodann tritt die Mittagspause ein. In der Nachmittagssitzung ereigneten sich verschiedene Zwischenfälle. Es mürbe eine große Anzahl junger Mädchen vernommen, ne entschieden bestreiten, der Polizei Anlaß zum Einschreiten gegeben zu haben. Ein Fräulein Raff bekundet, daß sie einmal mit einer Freundin und zwei Herren einen Spaziergang machte. Dieser Vorgang habe einem Schutzmann Veranlassung gegeben, einen der Herren aufzufordern, einen Namen anzngeben. Sie elbft sei ans die Wache gebracht worden, man habe ihr die Handtasche und den Geldbeutel weggenommen und sie ärztlich untersucht. Gastwirt Mehren bekundet, daß eine seiner Kellnerinnen auj das Bureau der Polizeiassistentilt geladen und dort ausgefragt wurde, ob es in dem Lokal jju Zärtlichkeiten käme. Tie Kellnerin sei ganz verzweifelt gewesen und habe bei thm Beschwerde geführt. Es gelangt dann ein Fall zur Sprache, wonach sich die Polizeiassistentin auf ein Inserat hin als Animi^- kellnerin in dem benachbarten Kastel angeboten haben soll. Es stellt sich im Lauf der Verhandlung aber heraus, daß die Pottzei- assistentin mit jener Person nicht identisch ist. Es gelangt hieraus das Inserat wegen der Frauentropfen zur Erörterung. Hierzu wird Kaufmann Gimpel bemommeit. Er bekundet: Ernes Tages kam ein Polizeibeamter zu mir und brachte mir einen Brief, in welchem ich gebeten wurde, Auskunft zu geben, ob die von mir vertriebenen Frauentropfen ein Abtreibungsmittel seren und ob ich sie einer Dame abgeben würde. Ich habe sofort bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet. Eines Tages erhielt ich dann eine Vorladung vor die Polizei, und da stellte es sich heraus, daß die Polizeiassistentin selbst den Brief an mich geschrieben hatte. Polizeisekretär Herz bekundet, unter welchen Umständen der Brief an den Zeugen polizeilich abgestempelk und dann in dessen Hände geraten sei. In einer Besprechung habe er dann geäußert, es sei das einfachste, hinzugehen und sich bei dem Zeugen zu entschuldigen. Daß die Polizeiassistentin dann hinging und etwas anderes erzählte, habe er nicht wissen können. Angeklagter Hirsch: Ich stelle also fest, daß man den Zeugen nicht um Entschuldigung gebeten, sondern darum herumgeredet hat. Polizeikommissar Kindhäuser, der die Polizeiassistentin zu ihrem Vorgehen anstiftete, erklärt, daß die Polizei früher Vertrauenspersonen für solche Zwecke hatte. Als die Polizeiassistentin eintrat, wurde sie gefragt, ob sie solche Briefe schreiben wolle. Er halte das Vorgehen der Polizei in diesem Falle für durchaus erlaubt. Es wird dann luieber eine Reihe junger Mädchen vernommen. Eine Bureaubeamtin B. war auf der Messe zu- Martte. fc. Frankfurt a. M. Schweinemarktbericht vom 20. Sept. Ausgetrieben waren 1575 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 52.00—54.00 Mk., Schlachtgewicht 65.00-67.00 Mk., vollsieischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 50.00-51.50 Vik., Schlachtgewicht 64—68.00 Mk.; vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 52.00—53.50. Mk., Schlachtgewicht 65—67.00 Mk.: vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 51.5«)—53.50 Mk., Schlachtgewicht 66.00—67 Alk.; Fettschweine über 150 kg Lebendgewicht 00.00 bis 00.00 Mk., Schlachtgewicht 00.00-00 Mk. Sauen 00—00 Mk. Geschäst langsam, verblerbt Ueberstand. Limburg a. d. Lahn, 20. Sept. Fruchtmarkt. Durch« chnittspreis pro Aialter. Roter Weizen (nasiauischer) 17,40 Mk, weißer Weizen (anqebaute Fremdsorte) 16,90 Alk., Korn 13,80 Alk., Gerste: vuttergerste 00,00 Mk., Braugerste 13,00 Mk.. Hafer Alk. 9,00, (ärbfen 0,00 Mk^ Kartoffeln 7—8,00 Mk. Erwachsene; nn 1. Lebensjahr: 2(1) .iassistentin vor brachten. Nächste Zeugin ist Meta G. Die Zeugin bekundet: Im Marz 1910 überbrachte mir ein meiner Familie beTannter Schutzmann einen offenen Zettel, der die Unterschrift der Frau Schapiro trug. Bors.: War aus dem Stempel zu ersehen, daß es sich um ein Schriftstück der Sittenpolizei handelte. Zengin: Nein, aber aus der Unterschrift, auch der Schutzmann hat das angenommen. Bors.: Hat Frau Schapiro Sie auch nach anderen Mädchen gefragt? Zeugin: Ja, sie fragte mich nach betat Verkehr mit anderen Mädchen, die ihr mehr oder weniger verdächtig erschienen. Ich fetbft wußte von den Mädcheir nichts Nachteiliges. Fräulein Sch. gibt an, daß sie beim Besuche der Messe von der Polizeiassiftentin angesprockwn und von ihr verwarnt wurde, weil sie mehrfach mit verdächtigen Mädchen Umgang hatte. Kontoristin S. be'Eunbet, daß die Polizeiassiftentin eines Tages zu ihrer Mutter Tarn und sagte, sie solle die Tochter strenger halten, denn sie verkehre mit unanständigen Mädchen. Von dem inzwischen abgesetzten Polizeiaspiranten Bruder sei sie auf Veranlassung der Polizeiassistentin auf der Straße seftgehalten worden. Er sagte zu ihr, sie möge sich in Acht nehmen, wenn sie noch einmal mit diesen Mädchen zusammen gesehen werde, werde er Strafantrag stellen. Sie habe sofort erwidert: Beweisen Sie mir, daß Sie zur Stellung eines fotdjen Strafantrags bc- rechtigt sind. Hierauf habe der Aspirant erwidert, sie solle sich vorsehen, sonst werde sie auf der Stelle durch einen Schutzmann verhaftet, Alehnlich habe sich auch die Polizeiassistentin geäußert. Der Schutzmann Lösch, der der Meta G. die Ladung überbrachte, bekundet, er habe aus der Unterschrift erkannt, daß es sich um eine sittenpolizeiliche Sache handelte. Er stellt der Zeugin, bei bereit Eltern er wohnte, ein Lutes Zeugnis aus. Ebenso bekundete der Stiefvater des Mädchen, der Maschinenmeister im Neuesten Anzeiger ist, daß seine Tochter durchaus anständig sei. Vors.: Sie sollen gefragt worden sein, ob Sie die Polizei- pssistentin stürzen .wollten? Zeuge: Ja, daran liegt mir aber nichts. Ich habe nur, als die Zeitungen die Sache zur Sprache brachten, auch meinen .Fall dem Herrn Verleger unterbreitet Beigeordneter Berndt bestreitet, daß er gefragt habe, ob der Zeuge die Assistentin stürzen wolle. Ter Zeuge bleibt aber dabei und bekundet noch, daß er sich über bte Vorladung auf die Sittenpolizei sehr erregt habe. Eine Anzahl weiterer Mädchen werden über den Verkehr der Meta G. vernommen, können aber über sie nichts Nachteiliges aussagen. Leutnant B. kennt die Meta G. überhaupt nicht, er gibt aber zu, mit einer hier vernommenen Zeugin intim verkchrt BU haben. Polizeiaspirant a. D. Bruder: Ich war berechtigt, in die Integrität der Meta G. Zweifel zu setzen, weil ich in Gesprächen mit Offizieren ihren Namen hatte nennen hören. «Bewegung.) Vors.: W»rr denn dabei davon gesprochen worden, daß sie mit den Offizieren Unsittlichketten treibe? Zeuge: Nein (Erneute Bewegung.) Vors.: Und wie Tajuen .Sic an das Mädchen heran? Summa: 52 (29) 34 (20) 7 (1) 11 (8) Anm.: "Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Zch die Vernehmung der Zeugen geleitet hätte. Ich mußte ihm aber erklären, daß Herr Berndt die Sache nach meiner Ueber- fceugung gut gemacht hätte und verwies auf die vorliegenden Akten. Herr Hirsch erflärte dazu, es komme darauf an, wie die Fragen an die Zeugen gestellt werden. Das vorliegende Material sei ein ganz anderes als das, was ihm vorgelegen habe. jl§r zeigte mir auch ein Protokoll, das mit den Mädchen auf- ’geiromnien war. Dessen Inhalt war diametral entgegengesetzt den Aussagen, die die Mädchen vor dem Beigeordneten Berndt tzemacht hatten. Ich habe aber die Uebcrzeugung, daß die Mädchen vor Herrn Berndt richtig ausgesagt haben. Bors/: Sie sollen über das Material, das Ihnen der Angeklagte Hirsch vorlegte, sehr verblüfft gewesen sein. Zeuge: Ich war allerdings kolossal erstaunt, daß die Protokolle sich wide^ sprachen, ick habe aber nicht gesagt, daß das des Herrn Hirsch das richtige sei. Der Zeuge verbreitet sich dann über die Maßnahmen, die die Stadtverwaltung in Bezug auf die Artikel traf. Man hatte zunächst beschlossen, eine Berichtigung zu schicken und nicht gleich Klage zu erheben. Der Beigeordnete Berndt habe aber die Berichtigung so scharf gehalten, daß Hirsch zu einer Erwiderung kam, die die Klage zur Folge hatte. Wenn ein Gegensatz zwischen ihm und Berndt konstruiert werde, so sei das müßig. Was Frau Schapiro anlange, so (könne er nur sagen, daß deren Tätigkeit höchstes Lob verdiene. Es gelangt dann der £ätigTcit§berid)t der Polizeiassistentin zur Sprache, in dem sehr viele diskrete Dinge behandelt werden und der als Buch erschienen ist. Der Zeuge drflärt hierzu, daß er den Bericht als eine Fundgrube für alle Soziologen, Politiker, Polizeivorstände, Stadtverwaltungen usw. ansehe, er habe daher nichts gegen die Veröffentlichung einzuwenden gehabt. Er habe bann aber sein Erstaunen ausgedrückt, daß das Buch auch im Buchhandel zu haben sei. Im allgemeinen müsse er aber erklären, daß er gegen die Verbreitung nichts einzuwenden hatte. Angekl. Hirsch: Erinnern Sie sich Herr Oberbürgermeister, daß wir ein Protokoll in den Akten fanden, wonach ein Fräulein Sadler mit einem jungen Franzosen in der Ludwigstraße und später mit einem Leutnant ^uf der Großen Bleiche gesprochen iKtben solle und daß ich Sic fragte: Steigt Ihnen nicht die Schamröte ins Gesicht, daß darüber ein langes Protokoll ausgenommen wird, daß so etwas in Mainz passieren kann? — Zeuge: Ich erinnere mich des Vorganges nicht mehr. Staats- ünwakt: Ich habe ein solches Protokoll niemals bei den Akten gefunden. Beigeordneter Berndt: Ich habe das Fräulein Sadler heute zum erstenmal in meinem Leben beim Zeugenaufruf gesehen. Angekl. Hirsch: Es ist doch merkwürdig, daß das Protokoll, das mit ihr ausgenommen wurde, sich nicht mehr in den Akten befindet. Staatsanwalt: Das ist ja der Vorwurf der Amtsunterschlagung. Angekl.: Ich kann nur wiederholen, daß das Aktenstück beseitigt sein muß, wenn es nicht mehr vorhanden ist. Angekl. (zu Oberbürgermeister Göttelmann gewendet): Ich sehe Sie an, sehen Sie mich auch an, ob Sie das können? Zeuge Tr. Göttelmann: Ich bitte, mich gegen die Art und Weise des Angeklagten in Schutz 3-u nehmen. Ter Vorsitzende ruft den Angeklagten in erregter Meise zur Ordnung. Zeuge Dr. Göttelmann wendet sich dagegen, daß in der Stadtverordnetenversammlung eine Wmachung dahin bestanden habe, die Sache nicht öffentlich zu verhandeln. Der Zeuge wendet sich auch energisch dagegen, daß der Angeklagte ihm gestern vorgeworfen habe, er hätte doppeltes Spiel getrieben. Stadtverordneter Professor Dr. U e b e l bekundet: Sofort, nachdem die Debatte (über den Fall von mir eröffnet werden sollte, wurde mir das Wort entzogen. Ich habe damals den Eindruck einer Komödie gehabt. Ich hatte den Eindruck, daß Fran Schapiro unter allen Umständen gctxxft werden sollte. Der Zeuge verbreitet sich dann ausführlich über das, was er als Mitalied der Jugendfürsorge-Abteilung an dem Wirken der :Frau Schapiro anszusetzen hatte. Der Angeklagte Hirsch läßt sich von dem Zeugen bestätigen, daß die Polizeiassiftentin einmal ein Mädchen nicht in Stellung gehen ließ, so daß es der Armenpflege zur Last fiel. Das Mädchen gab an, die Polizeiassiftentin habe sie für lungenkrank erklärt, sie solle in eine Anstalt gebracht werden. Der Zeuge hat das Mädchen untersuchen lassen, wobei festgestellt wurde, daß es überhaupt nicht lungenkrank war. Ebenso stellt er fest, daß Frau Schapiro Kosten für ihr Heim beanspruchte, die ihr nicht zustanden. Assistent Dr. Drescher berichtet über die Tätigkeit der Polizeiassiftentin im Krankenhause, über die er sich nicht beklagen Tonne. Medizinalrat Dr. Balser äußert sich zu dem Fall der Hebamme B. Er erklärt, er wäre damit einverstanden gewesen, daß die Polizei hier vorgehe, wenn er es rechtzeitig erfahren hätte. Redakteur Net er (Mülheim-Ruhr) war früher am hiesigen Tageblatt tätig und bekundet, daß die erste Aufregung über die Mainzer Polizeiassistentin entstand, als ein Arttkel in der Frankfurter Zeitung erschien, der die Tätigkeit der Polizeiassistentin sehr lobte. Im Anschluß an den Artikel seien in seine Redaktion viel Leute gekommen, welche Klagen über die Polizei- vermischtes. * Einstellung v o n Freiwilligen in der Kaiserlichen Marine. Wie nicht allgemein bekannt sein dürste, werden bei der 3. Abteilung der I. Werftdchision .in Kiel zum Luftschiftachrt. Frankfurt a. M., 20. Sept. Das Kartell der Südwestdeutschen Lustschiffer-Vereine, dein acht Vereine angeboren, hat in der in Frankfurt abgehaltenen Generalversammlung 40 000 Mk. zur Anschaffung zweier Flugzeuge bewilligt, die den Mitgliedern der Kartellvereine und der Militärbehörde zur Verfügung stehen. Ferner wurden für das Feldberg-Observatorium des Physikalischen Vereins und die unter der Leitung von Exzellenz v. Nieder stehende Luslschifferschule in Berlin Zuschüsse bewilligt. Es wurde beschlossen, im Frühjahre 1912 wiederum einen „Deutschen Zuverlässigkeitsslug" zu veranstalten, zu dem Prinz Heinrich von Preußen schon die Üebernahme des Ehrenschutzes zugesagt hat. An dem demnächst in Breslau ftatlfinbenöen Luftschiffertag stellt das Kartell der Südwestdeutschen Lustschiffervereine den Antrag, die Einstellung von 5 Millionen Mark für Zwecke des Flugwesens in den Etat des Deutschen Reiches und der Bundesstaaten zu verlangen. München, 20. Sept. Auf dem Flugfeld Oberwiesen- f c l d ereignete sich gestern ein Unfall dadurch, daß der Ingenieur Otto, als er mit einem Passagier ausgestiegen war, in etwa 20 Meter Höhe die Mütze verlor und diese in die Steuerung flog, wodurch letztere unbrauchbar wurde. Der Apparat ging so rasch zu Boden, daß ein Teil des Apparates zertrümmert wurde. Otto und der Passagier blieben unverletzt. München, 20. Sept. Oberleutnant Erhard, der mit Oberleutnant Grafen v. Wolffskeel von München ins Manövergelände nach Dorfen flog, wurde bei der Landung nicht unerheblich am Kopse und Rücken verletzt. Der Apparat wurde stark beschädigt. Wolffskeel blieb unverletzt. fammen mit einem Fräulein S. Um 8 Uhr abends wurde sie von dem Polizeiaspiranten Bruder gestellt, der ihr sagte, sie solle mit zur Polizeiassiftentin kommen. Sie hätte dann samt ihrer Freundin von der Assistentin Vorhaltungen erfahren, weil sie sich angeblich ausfallend benommen hatte. Auch die Zeugin S. bekundet, daß ihr das Vorgehen des Polizeiaspiranten und der Frau Schapiro höchst unangenehm ausgefallen sei. Sie seien an jenem Tage in einem Kinematographentheater gewesen und hätten sich ruhig und anständig entfernt. Trotzdem sei Bruder an sie herangetreten und habe sie zur Polizeiassistentin bestellt. Trotzdem bin ich auf der Polizei untersucht worden. Angeklagter Hirsch: Das ist doch etwas ganz Ungeheuerliches, daß hier in Mainz ein junges Mädchen, lediglich, tveil es mit einem Herrn ein Kinematographentheater besuchte, auf der Polizeiwache untersucht wird. Was sind das für Zustände in Mainz, daß ein junges Mädchen, gegen das absolut nichts vorliegt, in dieser Weise blosgestellt wird. Ich sehe das Fräulein hier zum ersten Mal, aber ich bin darüber auf das tiefste empört. Vors.: Ich möchte bemerken, daß die Dame im Verdacht stand, mit Offizieren zu verkehren. Zeugin: Nein, das stimmt nicht, das ist alles erlogen und erdichtet und es ist eine Schande, daß man einem jungen Mädchen auf der Wache einen Namen anzuhängen sucht, dessen Bedeutung sie überhaupt nicht versteht. (Bewegung1 Die Zeugin weint heftig.) Angekl. Hirsch: Der Polizeichef Obstselder hat ja selbst gesagt, daß Frau Schapiro in diesem Falle zu weit gegangen sei. Ich habe Zeugen dafür, daß er erklärte, die Frau Polizeiassistentin lasse ja alle Mädchen von Mainz hier a u f m a r f dj i c r c n. Daß man so arbeiten darf, ist als ungeheuerlich zu bezeichnen. Vors.: Weshalb haben Sie sich untersuchen lassen, wurden Sie gezwungen, oder taten Sie es, um endlich Ruhe zu haben? Zeugin: Was sollte ich armes Mädchen denn tun, man hatte mich lange genug gequält und da ließ ich es geschel-en. Angekl. Hirsch: Das habe ich mir auch gesagt, ein armes Mädchen kann sich nicht helfen, wenn man so in es eindringt. Direktor Kupferberg von der hiesigen Entbindungsanstalt bekundet, daß er verschiedentlich Differenzen mit der Assistentin hatte, die einen barschen Ton anschlug, wenn es sich darum handelte, noch ganz arbeitsfähige Schwangere in das Institut hineinzubringen, das sowieso an ttebersüllung litt und nur solche aufnehmen konnte, die im letzten Stadium waren. Daraus tritt der Polizeiaspirant Bruder vor und erklärt, daß die Zeugin S. ihm 'als verdächtig gemeldet worden sei wegen ihres Verkehrs mit anderen verdächtigen Mädchen. In später Abendstunde inerben die Weiterverhandlungen auf morgen vertagt. kirchliche Nachrichten. Irraelttische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag, den 23. und Sonntag, den 24. Sept. 1911: Neujahrsfest. 1. Tag. Vorabend: 6 tthr. Predigt. Morgens: 7.30 Uhr. Predigt. Nachmittags: 4 Uhr. 2. Tag. Vorabend r 7 Uhr. Morgens: 7.30 Uhr Nachmittags: 4 Uhr. FesteSausgaug: 7 Uhr. NB. Während der Predigt ist der Eintritt nicht gestattet. Israelitische Religionrgesellschast. Gottesdienst. Samstag, den 2 3. und Sonntag, den 2 4.Sept. 1911: Neujahrsfest. bis 20. . 20. Sept. 1911 ttiarometer auf 0° reduziert l «.eiiipciuiuL der Luft Absolute Feuchtigkeit 20. 2”|' 42,0 20.0 9,6 20. 9« .38,9 16 4 9,2 21. 7“ L <36.1 14,6 10,9 5 07641 FrdlL-Zim Stock» »er 1. Oft. 1 Oktober i res bflielbit Per L DI 5 es »Vs? ftnS'’Jöne z- fcS ttlD zweite R-°nstr«f TflW n.? per 10. -HtemM r'tzWllM wimmer m.Sube !d-r?paierruvev Lft Llord. vl"'PloBrai I Ulveifeufteriae 3 I hrridor, grobe St I immer, Badezuno I Mchenkammer in ■’ ml schönem Obstgarten, Gas und E | Zu erfragen nn Po WM. ( I cd), et. 4-3i« mit Loggia, ffW »immer unb autn i i. Oktober zu vei Woonftme 22 ‘eine «nC’.V «an 'Mtz zu verm. H fin mein. Nc ■ Zubehör.^^ärber l WW« ru verm. Ludwin 2 W. Nolge Be Mer ivaier 3-Zim I ^ vermieten, gr I Zubehör, 11. Sto Näheres Aliktlti \ 3 Zm AkichW weil hoher iuu Gs- M/er, Lil M Mmie, fr D'mn-z mit Trockenboden, Gartenanteil ver sväter zu vermiete 2*. Wma ruhige Leute ver vermieteu. Mai 4 Zinn MI WilbelmM Löhnung, ;u vermieten. Au ^MemVchul^ LsLEL? 2 Zinn ■ 1 Sroße Z Stets Midi tu haben In eilen einschiffigen Qeichlfttn. 5*n^ die als Butter- Ersatzmittel unübertroffenen Van den Bergh'schen Margarine-Marken Cleverstolz undVitello DUCRSCHER L lL Elee»rieeserei und ■aschlnenfBbrik in Weeker-Bnhehef D. Grossh. Luxemburg. — Im deutechnn Zoll verein. [hv4/, Wein- und ObNtprenei mit Differentixl-Hebeldnickwek Hydraulische Keltern Trauben- und Ob*tmtlhlen Illustrierte Kataloge gratis u franko! 6 Zimmer SchelUe Pa. altes Heu jn ittl Gichgärten 37. 07RH1 4 Zimmer Lose ä 50 Pf. i1 JS 2 tüchtige LAden etc. Korrespondenz S Zimmer - (im BT/e K 35 11. K 76/11 B* Jäger! Ichlueg! 5757 zu verkaufen. Waütoritr-Nc 49. "W achstuohe Bolinerwachs .A-breibpolitur Ferd. Nennstiel Plockstrasee 7. Zwiebelkuchen *■■] jeden Montag, Mittwoch u. ftxxitQfl a 9 Uhr oorm. ab frisch bei Fried r. S'olL €>ofbätftr. Ziehung ll»16. Oktober Düsseldorfer LOTTERIE Bargeld la CxxKntwTrtr v. Mirt 3DDQQ I5DOD auf 8-x» in la. feinfter lebend irifcher Ware soeben etngelroften und billigst bet Angnst Wallenfels, Marlivlat, 17. Delephou ««2. dronivter Versand auch nach au-wäns- (5694 Donnerstag, 12. Cftbr. 1911, nachmittags 8 ilbr, wird in unterem Amtszimmer die der Witwe deS (fbr. Wagner I. und den Erben de- Chr. Wagner 1. zugeichriebene nachstehend ver Acubnctc Parzelle zum Zwecke der Auseinanderfevung der Er- rnngenschaliegemelnschait und der Erbengemeinschaft versteigert: 1.796 — 96 qm Ho freite in der Wolkcngalle. Gieften. den 6. Teot. 1911. Groftherzogl. OrtSgericht. GroS Möbl. Zimmer M'™ sucht. Schriftliche Angebote nach Walltorstranc 53 erbeten. 107691 Gesucht für einen Einjährigen (Slud.l ein möbl. Zimmer womöfll mit voller Pension in besserer Familie nabe d.Äaferne. Lchriftl. Angebote unter 5/fß an den Gies,. Anz. erdeten. Gelegenheils-Kauihaos 14 Bahnhofstrasse 14 Reservisten :: Rekruten :: Unterzeuge Strumpfwaren aller Arten enorm billig JL Dinkcleam. Wons. Hier rrhUtlldi bd ieckch. batte ne auf dem Leide Fenb 3u(frr • Patent Mrd ziunl Seife D- R. P tir. 13K»* louibcn dte hechten in 3 Wo r en beseitigt. Diele t*i I auienbr wert. tf. Ä* 4 St ■n Ps. (15*^1 Al u IX' M Ctr 10. uärklte ,Hnm. Da^u (5 rrmr 1 nicht fettend und rnildl 77. P, u 2 X in der llxttecrfi- täte Avotbeke.Hirsch Üftetbrfc bei Ang. Noll. 1$. Leibel. -Y 'tilbinner, Cno Lchaai. t." m«l «arte u. Ernst «nll. Drsg. td», Pflegestelle für 2 Änaden im Alter von 4'', u. 5* t dabten gesucht. Schriftl. Ang u. 575S an den (Bich. Anzeiger erb. <3 i staubfrei,neuzeitl.. eil» 'vlllu t)ghsch.(^arl.i.bem landschaftl. herrl. r'luerbach, billig zu verkaufen oder zu vermieten. Gas, elekliischeS VitbL Heinr. tilroo», Auerbach (Bergstrahe bei Darmstadt.nv111 Zunge Zrau sucht Beschäftigung, 2 -3 Stunden vormittags Näheres Wcttergafse 3 III u:: i' 070M21 Braves, sauberes. 16-iähr. Mädchen v. Vmibc, welches bis 1. Cli. als Hausm. tat. ift, sucht St. ^uersr.td.Geschaflsst.d.treuzvlab ti. 07700 Lehrmädchen 5700 für unsere BerteilungSktelle in Heuchelbeim gesucht. 2>ieldungen sind an den Borstand bco Monhnn- Vereins (Micücn u. 11mg. zu richt. Kaufe getragene Herren Garderobe zu den dochlten TageSvreisen. 3. Leligmanu, uobanneiftr. 3. Lehrling für kausm. Bureau gegen sofortige Bergutung gesucht. Schriftliche Angeb. uni. 5»^ an den Siebener Anzeiger erbeten.____________ Ifine unabhängige Arau oder Madck'rn i. einige rages'iunden sogleich gesucht. Nähere» zu er fragen in der Wcfdjafiöfieüe bco Gieneuer Anzeigers[5727 Siiblitrtri Zionn |B ttna. 5733 Grober Steinwe« *4 HI. 534.11 ^n angenehm.rud Vage. bell. Haufe u. Familie, Bel Etage, fchün möbliertes 213obn und Schlai zimmer, oreiSw. z. verm. Auskunft erteilt d. tAefchäftsfi. b. sttiei,- 21nz. 5NS«, Schön möbliertes Lvodu- nnd Schlafzimmer zu verm. (**'tfe Welt An läge, Lc l t crsweg 7U I. Pension Bellevne Neuen Bäue 22 und Wehlarer Weg 15. — Modern möbl. Zimm, mit u ohne Pension, elettr. Vidjt Bad, Pnvatinittagolikch 107647 076951 ArdU möbl wimmer billig zu vermieten. Dammitr. 25 l. Wkrübcril.Aqentur muck al» stiller Bermittler) einer ersten amen Lebensvcrncher- ungsgefeUschast, auch Unfall' Haftbranche f 2lnfrag. L.M.74 voitlagcrnd 2tle»,lar. 070>1 jüngerer, stenogravhiekundiger Maschincnschreibcr per 1. Oktober gesucht. 5763 tfenn, NechtSanwalt. Rtvk qrotze Rollmöpse 2 Stuck 15 Pfa. zitlmÖiti.ÄslliatMiizk 4 Viter Doie 2,25 Mk. la. holl. Loll-Serivgt 10 Ltäck 65 Pfa. (*•= Marinierte Heringe stets frische BülNinge Jakob Maternus (f2 Steinftrane ^6 Htbs. oßflU -lCii u Ilngezieser jeder An. -______ > christliche Angebote uiil 5756 r riSBUSC a. d. Oftehener Anzeiger erbeten. nimmt noch Kunden an. 070611 Aiterweg .. 7 . 075591 Wiibelmftr. 8 p. 4«3imni ■ Wohnung, Preis 450 Alk. v. sofort zu vermieten. Audkuiiil erteilt yrilulein Sch u I z bafelbft. •*»1 Sch. 4 3. fB-, 3- ^t., m. Volk. 0.1. Ctt n- v- Nah. Viebiflitr 87 v. Vaiefih* ‘19 i Nubcvdes Modell U0"<80) Hcidcl rndichast ilOO^Sk Neueer, frankfurter Ltr. 134. 07689] 2 Bettstellen mit od. ohne Matr., 1 gröberer und 1 kleinerer Tiicb preiswert zu verkaufen. __Liedigstrabe 47 vart. 2—3 Zs nm er gepstückte ,07692 kleine 2 Zimmerwobnung an ruhige Leute zu vermieten. ____________Souncnstranc 31. | Verschiedene ~~| Der zweite Stock im Haufe Babnbositrabe «6 ist mit allem Zubehör, Dampfheizung, LadeelnrichtunL elektr. Licht und Gas, ab L Oktober zu vermieten. 4®0 Caf6 Amend. 30 Arbeiter für Steinbruch und Erdarbeiten finden lohnende ^-inicrbc'dmmn. Scheidbauer k (dicning « w- _________Mainzlar. 5702 0763SI ifin junger L'ausburiche gesucht. H. Prien, irbelsir. 2. 6in Stxsdiirsidt fltiudjt. 5766___________Steins (harten. Hiesiges erstes zrolonialwaren- Engrosgeschafl sucht ver L Oktbr. einen JehrlMg mit guter Schulbildung __ Schnitt. Angebote unter o/jß an den Gietzener Anzeiger erbet Butt ßinrnit- n. IiftUirati 076771 Senckenbergltraste S. killt Rrutit fliimiit ,u in!. 07703 «rofdorfer Strabe». 5n iHtintm Titubtu "Bahnhof- strafte, sind schöne 3 u. 4-Zimm.- Wohnungen nebu Zubehör, sow. ein grobes Ladcnlokal p. L Ort. au vermieten. .51r' W-til). Plank, Babnbontrage 18 07667] Eine säione 2—3 Zimmcr- wobnuug ver 1. Okt. an ruhige Leute zu verm. Hammitrane t. 5285] Neuen Baue 2 nt eine kleine Mmisardenwobiiwig per 1. Oktober au vermieten. . Näheres («eiellfchaftsverein. «•*>) Kl.Maniardenw. soll z. verm. lÄrabenitr. 9, jinb- Ludivtg'tr. 40 Ml. Sotfarbtittr'°' "CK W. Engelhardt, Plockftratze. Ein älterer und zwei jüngere Tchlosser können cintreien. 07062 Bau> und Sunstscklosserei H. Vanmann, Walllontr. 33. 'Tiicht. Dachdecker, welcher selbständig arbeiten kann, für dauernd foiort ge sucht. Selbftaiidigmochung bet Unteritütjinin mit Mitteln nicht ausgeichlotten. Schriftl. Angebolc unt.07687an den Gleft.AnAelg.erb. Maurer, handlanger und Taglöhner können cmtreicn. Peter 3d)ebb, Baugeich. Burkbardsiclden. - vin freier Lage suche zum enteil Januar 1912 geräum. Wobnnug mit 8 Zimuiern, Stäche und Z>f behör. Evtl, ist auch 2x4'Zimnier- wobnung, Parterre u. 1. Etage, zusagend, oder netieö Haus mit Garten. — Schriftliche Angebote mit Preisangabe unter 5730 an den Gietzener Anzeiger erbeten. Mbl. Zimillkr, tonne, MrStudenten nef. Zentral- beizuiig bevorzugt. Offerten mit Preisang. erb. b.LCIt. a.Oi. schier in Mainz, Baubofitrafte 17. 5736 8«IItnjtr. 25 Heiner Ladkn mit Wohnung ver sofort zu vermieten. -lävereS bei E. H. Müller, Schiueritvaiie 26. 5148 Geräumiger Laden mit gr. Zimmer zu vermieten. ■7XM)|Neuen Bäue 17. Hriiti^rä Jitnilmiüiditn, am liebsten vom Lande, au in L Oktober gesucht- 07617 Landgraf Plnlivv1 Plab 6 II. 07690» tüchtiges Mädchen vom Landegefuchl. Süd 41ulagc23II. Zu melden vormittags od. abends. rütli-ks?ikn>lllillbchkn i gesucht. Babnbofttrnbe 1 II. r ^tbcntlilbcs Jiknilillllbilitn für 1. Okt. geflicht. Ludwigvplav3 kill jüngeres 4 jähriges unii ein älteres Pscrb Xflb<£ verkauf. Wo, sagt die Gefchä'ts- stelle deS Gictz. -.'Uizeigers. 076S) Zuchtiiute, 10 Zähre alt ein und zwei- fpänniq gefahren, besonders für Landwtrtfch-geeign^ weg. oorband. Nachzucht zu verkaufen, itacob Haack VI- Steinbach b Gien-' kill «bttühligts Pfcrb zu verkaufen. SR* Karl Hubn, Rittergane 23. 8itktZnb°il>,^-L-D°^ kaufen. 1076791 Pulvermüble. 07M Ern gebr. Sällofen iü billig yt verkaufen bei Pb. ttloh, Grotze, Lindeu, Babndontr. 27. ttnetoieriflii. mit Linolenmdüben, Gas nnb (flehrtf* »erleben, brr iefwrt ober t»äter au vermieten. Ermst Bloedner Rchf. Blockstrabe 2. M | 6 Zimmer | Roonstraße 20 Schöne grobe ü-Zimmrrwob- nnug mit Balkon, Plädchen- lammet :e. per L Oktober zu ver- mieieu. Näh. Roonfir. 20 p. l3912 Tteinstratze 51 ift eine !» Zimmerwobnung ver 1. Oft. zu nenn. Nah bd K. H. Müller, Schilleritr. 26, 14M2 eliütiitii ununa. 5 Zimmer m. Zubehör, p. sofort oder später zu vermieten. Nab. Hsfmannstrabe 14.15357 Speisekartoffeln pr. Oualitat ver Zentner Mk. 1.50 emvnehlt J. Weisel. relevbon 15464 Lonnenstr. Q Prima LprisekaNoffrln für den Sin ict beb ar r emvnehlt zu Nahrungsmittel 1. Ranges iiiinf-(6cl'ndjc Itiictijvfndic Directoirhosen ReformhosEn für Damen u Mädchen mellen QuMatenu. Preislagen (Dffciif Strllcii StrllrnMludif UrrsteigrlnisM Zu verkaufen Enipfclilungtn Lampen Cari Sduinct hM- lateroei in grosser Auswahl zu billigsten Preisen von 1.90, 2.80, 3.50,4.—, 4.70, 5.50 Mk. h. M A. MI» I ha* Decken 2.60, 4.—, 5.30, 6.20, 6.50, 7.50, 8.— Mk. Schläuche 2.30, 2.95, 3.50, R 4.50 Mk. D Alle Ersatzteile für Fahrräder billigst* *“/• lato FalimiiiiM™, Waptt 9 Inh.: Anton Breuer. ist das beste und billigste Gewürz für Kuchen, Puddingsund alle Süßspeisen. T ; MC Die neun Felder sollen mit Werten von 1—9 in beliebiger Anordnung so besetzt werden, dass möglichst viele gradlinige Additionen mit der Summe 15 vorgenommen werden können. Lösungen werden erst nach Zahlung der erforderlichen Kartenbestellung zugelassen. Hervorgehoben sei, dass jeder Löser den Preis erhält, man vergesse daher nicht anzugeben, ob das Geld oder das Album gesandt werden soll. Deutliche Adressenangabe im Brief und auch auf kleinem dünnen Blatt erbeten. F. Oderidi, Hnsidifskarten-Vertrieb, Hamburg 36 F. Um für meine reizenden Ansichtskarten allgemeines Interesse zu erwecken, liefere ich ein prachtvolles Album mit 300 verschiedenen Ansichtskarten gratis oder zahle, falls dafür keine Verwendung Dreissig Mark in Bar einem jeden, welcher die nachfolgende Aufgabe richtig löst und mindestens 20 Karten durch Voreinsendung von Mk. 1.05 oder per Nachnahme von Mk. 1.40 von mir bezieht. 5633 5 Restaurant Karlsmh Marburger Str. Inh. Karl Dorseld Telephon 595 • bringt seine Lokalitäten in g empfehlende Erinnerung. “ 9999999999*9999999999 Stck. Pfund Stck. Feinste Pfund Pfund per in ganzen Steigen brutto Pfd. 23 Pfa. per Stück Zentrale: Frankfnrt per Stück Wil/ Kyffhäuser- Technikum Frankenhausen Hoch- und Tiefbaukurse. Visitenkarten liefert rasch und billigst Brühl scho Vdv^DnuAcrel fürtleyante CFter/T/Cru Garderobe KT/// U f> w 9. W