161. Jahrgang Erstes Blatt Die heutige Nummer umfafot 12 Seiten. / Ter Lordpräsident des Geheimen Rots, Viscount Mörlen, erklärte: Ich bin nicht davon überzeugt, das; eine solche Erörterung oder Prüfung billigcrweise bald erfolgen kann und glaube, das; es kaum sehr höflich von uns wäre, über jene wichtigen Verhandlungen zu debattieren — von welchen unsere Interessen, wenn sie auch groß und gewichtig sind, verhältnismäßig nur mittelbar berührt werden —, bevor nicht im Reichstag sowohl wie in der französischen Kammer darüber gesprochen worden ist. Ohne Zweifel wird die Regierung entsprechend der W ü r d e d e s H a u s e S und entsprechend 'der großen Bedeutung dieser Verhandlungen für uns selbst es für angemessen halten, ohne Zeitverlust eine Gelegenheit zu ihrer Prüfung und Erörterung zu geben. Aus den letzten Sätzen spricht wieder der Weltschul- meister. beiden Handelsabkommen wohl nur das Ängestelltcnversiche- rungsgesetz, das Hausarbeitsgesetz und das Gesetz über die Errichtung des Kolonialgerichtshofcs in Berlin ver- man die Rückkehr der Zeugung auf Erden feiert. — Ein anderer, sehr drastischer Mythus bcria-tel, wie N e r g a l, der Golt der Seuche, zu den Göllern der Oberwelt gezählt, Gemahl der Habcs- göllin E r i s ch k i g a l und so der Herr des Hades geworden ist. — Noch märchenhafter Hingt der, wenn auch nur von ferne, der biblischen Paradieses-Erzählung verwandle Mythus von A d a v a, dem Sohne und Licoliltge des Gottes Ea, der, von dem höchsten Gott Änu in den Himmel vor Gericht berufen, dicht daran war, mit der Lebensspeise die Unsterblichkeit zu erwerben, aber aus allzugroßer Vorsicht dies herrliche Geschenk von sich wies, weil ihm sein mißgünstiger Vater das so geraten hatte. — Ter E t a n a - Mythus erzählt, wie der Heros, um das Kraut des Gebärens herabzuholen, sich vom Adler zum Himmel tragen ließ, aber schwindlig geworden, herabstürzte. Eine höher entwickelte Kunst hat dann aus den kleineren Stoffen große epische Gebilde geschossen. Tahin gehört vor allem das Gedicht von Gilgamesch, dem Könige von Ercch, und seinem Freunde Engidu. Ter erste Teil des Gedichtes beschreibt, wie die beiden Heroen einander finden und zusammen gewaltige Talen tun. Selbst Sitar entbrennt in Liebe zu dem herrlichen, sieggekrönten Gilgamesch, wird aber von ihm spöttisch abgewicscn. Ta sendet sie zur Rache schwere Krankheit und den Tod über Engrdu. Nun beschreibt der zweite Teil des Epos, wie Gilgamesch, von banger Todesahnung befangen, sich ausmacht, um das Leben zu finden, aber nach mannigfachen Abenteuern doch schließlich, ohne es erlangt zu haben, heimkchren muß. — Eingelegt ist die berühmte Sintfluterzählung. Einst hatten die Götter beichloisen, die Stadt Schurippak am unteren Euphrat durch eine Flut zu vertilgen; der Gott Ea aber riet seinem Liebling Utnapischtim in der Nacht, ein Fahrzeug zu bauen. Phantastisch wird dann der Siib.airm beschrieben, durch den die Stadt zu Grunde ging, und vor dem sich die Götter selbst fürchteten. Ter in seinem Schiff gerettete Heros sandle, als der Sturm vorüber war und das Fahrzeug auf dem Berge Ni?ir fest saß, dreimal eine Taube aus, um zu erkunden, ob es draußen schon trocken geworden sei. Diese Episode ist besonders der biblischen Sintfluterzählung ähnlich. Um Utna- pischlims Opfer, das sie von ferne riechen, versammeln sich die Götter und erheben schließlich den Heros zu sich selber empor. — Tas berühintesle aller babylonischen Even i|t die Erzählung von der Schöpfung der Welt. Tie Welt vor der Scyöpfung war eine große Wassermasse, in der zwei gewaltige Urweseu, Apsu und Tiamat, lebten. Aus diesen sind die Geschlechter der Götter entstanden. Tann ist es zu einem ZKriege zwischen oberen und unteren Göttern gekommen, bis endlich M a r d u k, der Gott von Babel, den Kamps aufnahm und das schreckliche Ungetüm Tiamat besiegte. Tas erlegte Urwefen zerschlug er in zwei Teile: aus dem einen bildete er den Himmel, der also als ein gewaltiges Meer vorgestellt wird; der untere Teil ist das Meer unter der Erde. Ter Mythus scheint Vorgänge babylonischer Jahreszeiten abzu- • Die Revolution in China. Berlin, 25. Ott. Der Chef des Kreuzer-Geschwaders meldete, er habe das Flußkanonenboot „Vaterland" nach Tschangscha, der Hauptstadt der Provinz Hunan, am Siangfluß entsandt, das die Aufständischen ohne Kampf besetzten. In Han kau ist alles ruhig. Peking, 25. Okt. In der Nähe von Hankau kam es beim Sicbenmeilcncreek, das unterhalb der Stadt in nordöstlicher Richtung gelegen ist, zu einem Gefecht. Tie Aufständischen griffen den Gegner wiederholt an, zogen sich aber, obwohl sie Verstärkungen erhielten, etwas zurück. Das Gefecht scheint nicht bedeutend gelvesen zu fein, da nur ein Heiner Teil der kaiserlichen und aufständischen Truppen beteiligt war. Heber 5000 kaiserliche Truppen sind von Peking nach Sinjangtschau an der Greßzc von Hunan und Hupe abgegangen. Tie Entsendung eines britischen B^atail- l o n s aus Indien, das als Gesandtschaftswache dienen sollte, wurde wieder aufgegeben, da die Wachen der anderen Gesandtschaften beträchtlich verstärkt worden sind. bilden: in der Regenzeit des Winters ist die ganze Welt von Wasser erfüllt, aber die Frühsonne durchbricht die Nebel und Wolken und diese schöne Welt entsteht. — Alle diese Gedichte sind voll von Schwung und Kraft, aber zugleich von ungezügelter Phantastik, Wildheit und Roheit, das Denkmal einet leidenschaftlich-wilden Urzeit. Ta die babylonische Kultur den ganzen alten Orient beeinflußt hat, da wir bet einigen der babyloniichcn Mythen ihre Wanderung durch den Orient verfolgen können, so liegt die Frage nahe, wie weit diese Mythologie aus andere Völker, vielleicht auch auf die Griechen und das Alte Testament gewirkt hat. Im Alten T e ft a m e n t ist besonders die Sintflut et zählung zu vergleichen, die der babylonischen im ganzen Ausriß sehr nahe steht. Anck kann bei dem unvordenklichen Alttr der babylonischen und der verhältnismäßigen Jugend ccr hebräischen Kultur fein Zweifel daran sein, daß Die hebräische Erzählung als eine Tochter-Rezension der babylonischen zu betrachten ist. Dafür spricht besonders das Lokalkolorit der Sage, das nach Babylonien als ihrem Heimat- lande hinweist. — Babylonischen Ursprungs sind ferner die zehn Nrahnhertndet Menschheit, welche die biblische Ueberliefetung zwischen Schöpfung und Sintflut ansetzt und deren Namen sich als Uebetsetzungen oder Uebertragungen der Namen der zehn babylonischen Urkönige herausgeslellt haben. Besonders ist der biblische He noch auf ein babylonisches Urbild zurückzuführm. — Auch in der biblischen Schöpfungsgeschichte 1. Mos. 1. findet sich eine babylonische Spur: auch hier heißt es, daß die Welt ursprünglich Wasser war und daß dies Wasser von der Gottheit nach oben und unten geteilt worden ist, und der Ausdruck, der im hebräischen iür dies Urwasser gebraucht roirb, tehom, stimmt mit dem babylonischen ti h^m-at auch lautlich überein. Nun wird zwar in 1. Mose 1 von einem Götterkampfe nicht gesprochen, aber dieser Zug ist auch im Hebräischen in vielen poetischen llcbcilieierungen bei den Psalmisten und Propheten erhalten. — Im ganzen sind es also, nicht sehr viele babylonische Mythen, die in der biblischen Urgeschichte wiederlehren. Viel bedeutsamer aber ist es, den Geist der babylonischen Mythen mit dem der biblischen Urgeschichte, gerade auch, sosern sie auf Babylonisches zurückgeht, zu Dcrgleid^en. Dieser Vergleich aber zeigt einen so großen Unterschied, daß er kaum größer gedacht werden könnte, einen Unterschied, der im letzten Grunoe aui bje unermeßliche Verschiedenheit beider Religionen zurückgeht. Die Religion der babylonischen Mythen i-t volmheiüisck und hat mit Sittlichkeit nicht- tun; die Religion Israels ist monotheistisch und hat mit der Sittlichkeit den engsten Bund geschlossen. Einzelne Erzählungen konnte Israel von dem älteren Volke übernehmen, aber es hat dies übernommene Gut erfüllt mit den Gedanken einer höheren und reutet en Religion. Ein solcher Vergleich des Babylonisch;.! und Biblischen also zeigt dem unpar.eiischen JBeoba^t.r, einen wie großen Dienst Israel der Menschheit geleistet hat. Donnerstag, 26. ©Heber 9Vezna»vret»: mona1lich75M., viertel- /k A jährlich Alk. 2.20; durch Ky D rM tii VA ▼ monatlich 6o Pf.; durch ' j ■ y ■ ■ y ??.; L i 11 M H ■ ■ ■ ■ ■ ä vj*1. r ‘ y ■ Hf ■ ;!e'ic(lq. XK’V 1 •> 1H V'\ V X | ■ nm fS ZeilenpreiS: lokal IbPf^ wT W & M KB H P , y W wA v V W M V/ Uä 'V v W y V ▼ (thefredattcur:A Goetz. K ■ Ad Verantwortlich für den e N potülfchen Teil: August General-Anzeiger für Gbertzessen »MsS Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Unio.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Redaktion, Lrpedition und Druckerei: Schulftrahe 7. den Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle vahnhofftrahe 16 a. Anzeigenteil: H. Beck. Ur. 252 Ter Glehener Anzeiger erlchciut täglich, auyer ConutagS. - Beilagen: Diei mal wöck'emtich SiebenerLamUiendlätter; zweimal wbdiciiil.Kreis: blailfürdenUrcirSichen (Ticn.'iag und Freitag); zweimal monatl. Land» wiltschaftUche 3cmi der Termin der großen Wahlschlacht anberaumt ist. Herr v. Bethmann hat es vorgezogen, die Reichstagswahlen nicht bis zum äußersten Termin, dem 25. Januar 1912, an welchem Tage im Jahre 1907 der jetzige Reichs tag gewählt wurde, hinauszuzögern, natürlich in Rücksicht auf den Voranschlag, der in diesem Falle bis zum 1. April nicht verabschiedet werden könnte. Ter 12. Januar- aber scheint dafür zu bürgen, daß der neue Reichstag etwa am 1. Februar 1912 zusammentreten könnte, also immerhin, da Ostern erst in den '2Lpril fällt, in der Lage wäre, innerhalb acht Wochen den Voranschlag für 1912 ordnungsgemäß zu verabschieden. Auch das bedeutet eineu nicht zu unter- schälenden Vorzug der jetzigen Maßnahme be< Regierung. Tie „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" deutet ferner an, daß der Termin des Reichstagsschlufscs noch nicht feststehe, vielmehr im wesentlichen durch den Fortgang dec parlamentarischen Arbeiten bedingt )ei. Der Aeltestenrat Aus Persien. Ast er ab ad, 25. Okt. Tie Vorhut der Rcgie- rungstruppen unter Führung von Serdar Mochi in einer Stärke von hundert Manu wurde heute morgen von den Turkmenen Mohammed Alis geschlagen. Die Turkmenen mochten 25 Gefangene und erbenrrten mehrere Ges chütz e. I Politische Tagesschau. Eine Verbesserung der Elienbahnverbmdung zwischen der Insel Rügen und dem Festlande ist für die nächste Zett geplant. Durch die Einführung der staatlichen Fährverbindung zwischen Rügen und Schweden hat sich namentlich der Güterverkehr mit Schweden in einer so erfreulichen Weise gesteigert, daß die augenblickliche Fährverbindung zwischen dem Hafen von Stralsund und Rügen nicht mehr ausreicht. ES ist deshalb zunächst beabsichtigt, die Fährverbindung zwischen Rügen uno Stralsund zu ver- bessern, indem man weitere Fährschiffe einstellen roirb, bie Fäyrbelten erweitern unb bie Bahnyvse in Stralsunb-Hafen und in Altefähr umbauen will. Für später ist eine lieber- brückung des Strelasundes geplant. Schließlich ist beabsich- chön, aber wir hegen die Vermutung, daß, obwohl man chon Gesetze, wie bie Reform ber Fernsprechgebühren unb >er Strasprozeßorbnung, hat fallen lassen, von ben oben angeführten Gesetzesvorlagen boch nur ber kleinere Teil erlebigt wirb. Man wirb wegen ber beiben Pausen und ber wahrscheinlich mehrere Sipungen in Anspruch nehmenden Beratung über bie auswärtige Politik neben ben Aus Hessen. bs. Worms, 26. Okt. Die fortschrittliche Volkspartei hat für ben Wahlbezirk Worms-^Stadt den Rechtsanwalt Sold an in Mainz als Kandidaten aufgestellt. Hat die Strecke Altefähr-Bergen-Saßnch zwei gl eisig au»- »ubauen und die ungünstigen Miimmunys- und Nergungs- verbältnisse dieser Bahn zu verbessern. Tiefe Verbesserungen sind auch notwendig geworden durch den sich von Jahr ru Jahr steigernden Reiseverkehr auf Mgen. Nach den Vorarbeiten wird der Ausbau der Linie Altefähr-Saßnitz die Summe von 5y2 Millionen Mark erfordern, die Ueber- brückung des Strclasundes ist auf etwa 12 Millionen Mark veranschlagt worden, die Kosten für die augenblickliche Verbesserung der Fähranlage werden sich au.s 1300 000 Mark belaufen. __ Ausland. Das österreichische Abgeordnetenhaus hat die erste Lesung der Vorlage über die italienische Rechtsfakultät beendet und dann die Vorlage an den Budgetausschuß verwiesen. Der T euerun g s aus s ch u ß des österreichischen Abgeordnetenhauses nahm mit 23 gegen 22 Stimmen den Antrag Jerzabek an, in dem die Regierung aufgefordert wird, die Einfuhr gekühlten argentinischen Fleisches sofort zu bewilligen, da Ungarn kein vertragsmäßiges Recht auf Einspruch geltend machen könne, und weiter auf Erhöhung des Magerfleisch- kontingents hinzuwirken und die veterinärpolizeilichen Maßregeln streng einzuhalten. Aus Stadt und Land. Gießen, 26. Oktober 1911. *• Tageskalender <üc Donnerstag, 26. Oktober: Gesellschaft für Erd- ttnb Völkerkunde und Frauenbund der Deutschen Kolonial - Gesellschaft: Vortrag von Dr. Kurt Wegener- Göttingen über Samoa (mit Lichtbildern). Abends 87. Uhr in der Aula. . ** V o m S t a a t s s ch u l d b u ch. Die um 15. November fälligen Zinsen der in bas Hessische Staatsschul'dbuch eingetragenen Forderungen werden bei allen in Betracht kommenden hessischen Kassen und bei den Reichsbankanstalten vom 1. N o v emb er ab gezahlt. Vom gleichen Tage ab wird die Staatsschuld en fasse die durch die Post oder durch Gutschrift auf Reichsbank-Girokonto zu > berichtigenden Schuldbuchzinsen überweisen. ** Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde her .Schulamtsaspirantin Emilie Hoos aus Darmstadt eine Lehrerinstelle an der höheren Bürger- (Mädchen-) Schule zu Büdingen. Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Hiltersklingen. Das Präsentationsrecht steht dem Grafen zu Erbach-Fürstenau zu. Dem Inhaber der Stelle kann eine besondere «Ortszulage gewährt werden. ** Eisenbahnpersonalien. Ter Bahnhofsvorsteher Dörhöfer von Grünberg tritt demnächst in den Ruhestand. An seine Stelle ist der früher in Gießen stationierte Bahnhofsvorsteher Otto Hagen von Vilbel nach Grünberg versetzt. '"Die preußischen Eisenbahnvereine und die Teuerung. Wie der Teuerung der Lebensrnittel entgegenzuwirken ist, steht überall auf der Tagesordnung der Gemeindeverwaltungen und anderer Körperschaften. Jetzt ist ein Vorgehen größeren Stils auch bei der preußischen Staats- bahnvecwaltung im Gange. Auf Anregung des Eisenbahnministers haben sich die über das Gebiet der preußisch-hessischen Eisenbahngemeinschaft und der Reichseisenbahnen aus- breitenden allgemeinen Eiscnbahnvereine dazu entschlossen, Kartoffeln in großen Mengen anzukaufen und zu den Selbstkosten an Eisenbahnbedienstete abzugeben. Es werden nur gute Speisekartoffeln angekauft, die sich bei den jetzt eingeführten billigen Ausnahmetarifen nicht höher im Preise stellen werden als in Jahren normaler Ernte. Rach den bereits vorgenommenen Abschlüssen wird es beispielsweise Deutsches Reich. Im Aeltestenrat des Reichstags brachten die Nationalliberalen folgenden Antrag ein: Ter Reichstag wolle beschließen, den Reichskanzler um eine Erklärung zu ersuchen, 1. daß das Abkommen über Marokko in allen Teilen nicht zum Abschluß gebracht werden wird, ehe der Reichstag als der berufene Vertreter des deutschen Volkes darüber gehört worden ist; 2. daß ohne Genehmigung des Reichstags weder ein deutsches Schutzgebiet abgetreten noch von den iDentschen Kolonialland erworben werden soll. Nach Besprechung des Antrags im Aeltestenrat zogen ihn die NationalliberMn zurück, da sich die Konservativen und das Zentrum dagegen erklärten. > Ter Landtag des Fürstentums Reuß AeltereLinie Nahm mit 7 gegen 5 Stimmen den Antrag an, nach dem solche steuerpflichtige Personen männlichen und weiblichen Geschlechts, die das 30. Lebensjahr überschritten haben, ohne verheiratet zu sein, bei einem Einkommen von 3000 bis 6000 Mark einen Steuerzuschlag von 5 Prozent und bei einem Einkommen von über 6000 Mark einen Zuschlag von 10Prozent zu zahlen haben. Für die Nachwahl ist in Metz zwischen dem Lothringer Block und dem Zentrum ein festes Abkommen getroffen worden. Der Lothringer Block zieht im ersten Wahlkreis, das Zentrum im zweiten Wahlkreis seine Kandidatur zurück. Dagegen verpflichten sich beide Parteien schriftlich, mit allen Kräften im ersten Metzer Wahlkreis den Zentrumskandidaten Kietzinger, im zweiten Wahlkreis den Blockkandidaten Jung zu unterstützen. Auch für einige andere Kreise stehen Abkommen bevor. Das Zentrum wird für die Nachwahl int Straßburger Wahlkreise Stimmenthaltung proklamieren. Im bergischen Land sowie in zahlreichen Städten am Niederrhein ist man dazu übergegangen, Gemüse und Kartoffeln in großen Mengen einzukaufen und von nächster Woche ab zum Einkaufspreis an die Bürgerschaft abzugeben. Weiterhin werden die Arbeitgeber- Verbünde aufgesordert« die Löhne bereits Freitag abend auszuzahlen. Auch Fischmärkte werden erneut in großem Stil eingeführt. möglich sein, den Zentner in Berlin für 3,20—^3,40 Ml., m Köln, Frankfurt a. M. und Saarbrücken für 3,30 —3,50 Mk. rei in den Keller zu liefern. •• Stadttheater. Auf vielseitigen Wunsch findet am nächsten Sonntag nachmittag noch eine Aufführung von „Glaube und Heimat" zu Volks preisen statt. Es sei ausdrücklich darauf hingcwiesen, daß dies die unbedingt letzte Aufführung des Werkes ist. •* Frauenvortrag. Man schreibt unS: Am Dienstag hielt Fräulein Margarete Paeßler aus Berlin im hiesigen Raturheilverein einen Vortrag über Frauenleiden, deren Verhütung und naturgeniäße Behandlung. Ter Vortrag war so. stark besucht, daß ein großer Teil keinen Eintritt mehr erhalten konnte. Die Rednerin sprach zuerst über die Notwendigkeit der Aufklärung über das Entstehen von Frauenleiden, deren Verhütung nur möglich sei, ivenn die Frauen über Ursachen und Wesen der Krankheiten orientiert seien. An Hand anatomischer Bilder gab Rednerin einen Uebcrblick über die Lage der inneren Organe und besprach dann in allgemein verständlicher Weise die einzelnen Frauenleiden soivic deren naturgemäße Heilung ohne operative Eingrisse. Die von den Zuhörern an die Rednerin gestellten Fragen, welche diese in allgemein verständlicher Weise beantwortete, zeigen, wie sehr ein Verlangen nach Aerztinnen besteht. Da der Vortrag sehr großen Beifall gesunden hat, wird sich der Naturheilverein bemühen, die Rednerin für einen späteren Vortrag über ein ähnliches Thema zu geiviunen, der dann in einem größeren Lokale stattfinden ivürde. Landkreis Gießen. b. Wieseck, 25. Okt. Freitag, 27. l. Mts., abends 8 Uhr, finbet Gemeinderatssitzung mit folgender Tagesordnung statt: 1. Genehmigung verschiedener Arbeiten am Lichtenauer Weg. 2. Verwaltung der Zentralheizung in der neuen Schule. 3. Die Verpachtung der Sandgrube in der Heide; hier Genehmigung durch den Gemeinderat. 4. Bestimmung der Wahlkommission zu der bevorstehen- )en Landtagswahl. 5. Gehaltsregulierung der Judustrie- lehrerin. 6. Gesuch der Hch. Schnabel Witwe um Erhöhung )er Pflegekosten für die M. Müller Witwe.. 7. Verschiedenes. Kreis Alsfeld. :: A l s f e l d , 24. Okt. Stadtvorstandssitzung. Der Vorsitzende gab zunächst bekannt, daß der Groß- Her z o g anläßlich der Wiederherstellung des Alsfelder Rathauses im großen Sitzungssaal zwei Fenster in bunter Glasmalerei — die Wappen des Großherzogspaares enthaltend -1- gespendet habe. Die Entwürfe seien bereits eingegangen. — Weiter wurde ein Schreiben des Leiters der studentischen Un t e r r i ch t s ku r s e für Arbeiterund Unterbeamte mitgeteilt, worin der Stadt der Dank für die freie Ueberlassung des Lokals ausgesprochen wird. — Die Rechnung der höheren Bürger-Mädchenschule für das Rechnungsjahr 1910 wird ohne weitere Aussprache genehmigt. — Die am 14. Oktober 1911 abgehaltene Verpachtung städtischer Grundstücke wird mit Rücksicht darauf, daß die Verpachtung ein günstiges Ergebnis ergeben hat, nach dem Vorschlag Der Landwirtschaftskommission genehmigt. — Die Vergebung der Arbeiten und Lieferungen zur Erweiterung der Schellengasse (Voranschlag 32000 Mk.) wird nach den Vorschlägen der Baukommission genehmigt. Die Herstellung des Mosaikpflasters soll erst im Laufe des nächsten Jahres zur Ausschreibung gelangen. Die Firma Th. Möller, Bad Hersfelo, wird von ihrem hierauf bezüglichen Angebot freigegeben. — Wi e d e r h e r st e l l u n g des Rathauses: Die von der Bauleitung mir den Unternehmern für die Weißbinder-, Schreiner- und Glaserarbeiten, sowie mit der Firma Kaeferle, Hannover, für die Zentralheizungsanlage abgeschlossenen Verträge werden mit den in den einzelnen Verträgen angegebenen Endsummen genehmigt. Die Bedienung der Heizungsanlage wird dem städtischen Vorarbeiter Hill übertragen. — Ein Gesuch um Verlängerung der Baufluchtlinie am Schwabenröder Weg wird abgelehnt; jedoch soll dem tum Bauerlaubnis nachsuchenden Gesnchsteller Dispenserteilung gemäß § 5 des Ortsbaustatuts für seinen 'Neubau, der außerhalb des Ortsbauplanes errichtet werden soll, befürwortet werden (unter der Bedingung, daß er auf Wasser- und elektrische Lichtzuführung keinen Anspruch erhebt. — Der zur Herstellung einer Licht- und Stärkst r o m l e i t u n g n a ch d e m F a b r i k u e u b a u der Firma Georg Dietrich Bücking erforderliche Kredit wird bewilligt. Die Anlagekosten für die Starkstromleitung hat die Firma auf die Dauer von fünf Jahren mit 6 Prozent zu verzinsen. Kreis Lauterbach. n. Lauterbach, 25. Oki. Der Gedanke der Anstellung einer Krankenschwester für die Landgemeinden des DekanatsLauterbachist seiner Verwirklichung einen Schritt näher gerückt. Schon vor zwei Jahren erklärte sich die Detanats- synode bereit, ein Drittel der Kosten auf die Dekanatskasse zu übernehmen, falls sich eine- Landgemeinde fände, die bereit fei, der Schwester eine Wohnung zu stellen und im Zusammenschluß mit andern benachbarten Gemeinden als engerem Pslegcbestrk für die fehlenden zwei Drittel der Kosten der (Station aufzukommen. Leider hat sich von den zunächst ins Auge gefaßten Dekanatsgemeinden des höheren Vogelsbergs keine dazu verstehen können, von dem ihnen zugedachten Vorrecht Gebrauch zu machen. Auch fehlte es an einer geeigneten Schwester. Nun hat sich eine solche dem Dekanat zur Verfügung gestellt, und die Gemeinde Wallenrod hat sich bereit erklärt, die Schwester bei sich aufzunehmen. Da neben Wallenrod noch eine Anzahl benachbarter Dekanatsgemeinden, besonders Reuters, Maar, Heblos, Sickendorf und Allmenrod mitbedient werden können und die Dekanatsschwester, soweit möglich, auch entfernteren Dekanatsgemeinden in dringenden Fällen zur Verfügung stehen soll, ist der Entschluß der Gemeinde Wallenrod dankbar zu begrüßen. Es ist zu h'fen, daß die schwebenden Verhandlungen zu einem günstigen Abschluß kommen und daß die SckMester bald ihren Einzug Hali im Dekanat zum Segen für die sachverständiger Pflege so vielfach noch entbehrenden Kranken unserer Vogelsberger Landgemeinden. ~ Dirlammen, 25. Okt. Ein Unglücksfall, der den Tod eines im besten Alter stehenden Menschen herbeiführte, ereignete sich gestern nachmittag in unserer Gemarkung. Daselbst werden zurzeit S ch ü r f u n g s a r b'e i- ten für die hiesige Wasserleitung vorgenommen. Der 41jährige, verheiratete Taglöhner Konrad Jockel von Bermuthshain war in den vier Meter tiefen Quellenschacht mit Anbringen von Stützen beschäftigt, als der Schacht Geselle gewesen. en ... , ,ige Ergänzung. Die Leitung für Vetzberg wird bis zum 15. November in Betrieb gesetzt. v. Hof-Haina, 25. Oktober. Die Maul- und bekannte Gendarmcrie-Oberwachtineister C. Lepper, der vor einigen Jahren in voller körperlicher Frische feinen 80. Geburtstag feierte, begeht am 3. November mit feiner Gemahlin daS Fest der Goldenen Hochzeit. bs. Darmstadt, 25. Okt. Die Schutzmannsschule für Hessen eröffnete heute ihren 14. Lehrgang. Für den Kursus sind 11 Teilnehmer eingeschrieben worden, und zwar vier Schutzleute au§ Mainz, zwei auS Darmstadt, einer auS Gießen und einer auS Bad-Nauheim. Ferner nehmen an dem Unterricht drei Polizeikommissär-Anwärter teil, die aus Darmstadt, Mainz und WormS stammen. m Offenbach, 25. Okt. Feuer. In der Metallwarenfabrik von Ludwig Ha ege in der Frankfurter Straße 74 ist am Mittwoch nachmittag kurz nach 2 Uhr in einem Seitengebäude Großfeuer auSgebrochen, das die inneren Räume der GlaSbläserei-Abteilung, des Lagers für Autotermflaschen, sowie daS mit Packmaterial angefüllte Dachgeschoß größtenteils zerstörte. Das Feuer war in dem Dachgeschoß entstanden, auf das am Morgen viel Packmaterial befördert worden war. Wahrscheinlich hat sich das Pack- material entzündet. DaS Feuer nahm alsbald einen gefährlichen Umfang an. Die Glut war so stark, daß die zu Tausenden aufgestapelten Autotermflaschen schmolzen und daS flüssige Glas heruntertröpfelte. Der Feuerwehr, die alsbald mit dem Automobil-Löschzug zur Stelle war, griff den Brand energisch an und hatte angestrengt zu tun, bis das Feuer auf feinen Herd beschränkt war. Der Brandschaden beträgt etwa 60 000 Mk.; er ist durch Versicherung gedeckt. Bensheim, 24. Okt. Bei dem stürmischen Wetter gestern abend blieb der letzte Zug ab Worms 11.06 Uhr mitten im Lorsch er Walde in dem vom Sturme zusammengewehten Laube so fest stecken, daß er nicht eher weiter konnte, bis von herbeigeholten Hilfs- mannschasten das Hindernis beseitigt war. Der Zug erlitt daburch zwei Stunden Verspätung. Hessen-Nassau. x Rodheim a. d. Bieber, 25. Okt. Durch den An- Starkcnburg und Rheinhessen, rm. Darmstadt, 26. Okt. Der auch in Oberhessen schluß einer neuen Quelle (Gemarkung Königsberg) wurde oie im Jahre 1906 für Bieber-Rodheim erbaute Wasserversorgung auf die doppelte Wassermenge verstärkt. Die Firma Schröder-Frankfurt, die auch die Wasserversorgung^ für Vetzberg und Hohensolms ausführt, besorgte die hieft eiustürzce uiiD Jockel von den Eromatteu ueqajuttet wuroe. Trotzdem ihm durch die anderen Arbeiter sofort .Hilfe gebracht werden konnte, wurde er nur als Leiche ausgegraben. Die Erdmassen hatten ihm den Brustkorb eingedrückt so daß der Tod jedenfalls rasch eingetreten war. Der Verunglückte hinterläßt Frau und drei Kinder. Das Amtsgericht Lauterbach weilte noch am Nachmittag an der Unsallstelle, um den Tatbestand festzustellen. ^Herbstein, 25. Okt. Anstelle des Gemeinde-Einnehmers und Untererhebers Kübel wurde der Landwirt Joses Anton Wiegand hier zum staatlichen Untererheber für die Untererhebestelle Herbstein ernannt. Kübel hat dieses Amt freiwillig niedergelegt, während er die ßte- schäfte als Gemeinde-Einnehmer weiterführt. Kreis Friedberg. m. Friedberg, 25. Okt. Ein Beweis von dem Fischreichtum der Flüsse Oberhessens, sofern sie nicht durch Abwässer verseucht sind, wurde gestern bei dem Ab fisch en der Ni d d a bei Assenheim erbracht. Von dem Friedberger Fischerei- und Anglerklub wurden 2V2 Zentner Fische, darunter viele Edelkarpfen und Hechte, erbeutet. — Heber den Tunnel an dem neuen Bahnhof wurden heute die ersten Züge geleitet. — Die Abhaltung des hiesigen Herbstpferdemarktes wurde, wie seinerzeit mitgeteilt, wegen der Gefahr der Verschleppung der Maul- und Klauenseuche versagt. Trotz den Bemühungen der hiesigen Stadtverwaltung und des Pferdemarktausschusses, die seit drei Wochen mit den zuständigen Behörden unterhandelten, wurde nichts erreicht. Gestern mittag nun, nachdem die Marktzeit verflossen war und die Händler schon die Stadt verlassen hatten, .kam die Genehmigung zur Abhaltung des Marktes. Landwirte waren überhaupt nicht erschienen. L. Friedberg, 25. Okt. Die neu gebildete Eisenbahn- Bauabteilung II gedenkt dckn Bau des zweiten Geleises der Bahnstrecke Friedberg—Homburg bis zum Juni 1912 zu vollenden. — Nächsten Sonntag feiert der Gustav-Adolf- Fr a u e n v e r e i n das Fest seines 50jährigenBeftehens. Morgens findet FeftgotteSdienst in der Stadtkirche Natt, wobei Pfarrer Dingeldeyn-Darmstadt die Festpredigt halten wird. Abends ist im großen Saale des Hotel Trapp Nachfeier; Direktor D. Eger von hier wird dabei die Festrede halten. -r Reichelsheim, 24. Okt. Seit 14 Tagen ist auch in unserem Orte die Maul- und Klauenseuche auSgebrochen. In den letzten Tagen hat die Seuche rasch um sich gegriffen und e§ sind eine ganze Menge Gehöfte verseucht. Bis jetzt ist nur weniges Kleinvieh gefallen. — Dieser Tage ■ hielt Obstbau-Inspektor John von Friedberg im Gasthaus , „zur Lilie" hier einen sehr belehrenden Vortrag über „Schnitt, Pflege und Aufzucht eines jungen ObstbaumeS". Bürgermeister Schmid von hier dankte dem Vortragenden namens der zahlreich Erschienenen. — Kürzlich wurde bei Schlossermeister Sprengel hier ein gebrochen. Dec Einbrecher mußte leer abziehen, da er durch Bewohner des Hauses gestört wurde. Da derselbe sehr lokalkundig gewesen sein muß, nimmt man an, es fei ein früher bei Sprengel beschäftigter Klauenseuche ist nunmehr auch in einem hiesigen Gehöfte ausgebrochen. Wahrscheinlich wurde die Krankheit von Naunheim eingeschleppt. A Fellingshausen, 25. Okt. Der Sturmwind hatte an dec Ruppert'schen Gastwirtschaft den Tanzboden umgefegt. Als er wieder in Ordnung gebracht werden sollte, schlugen abermals einzelne Teile um und fielen so unglücklich auf die älteste Tochter, daß sie an Schulter und Brust bedenkliche Verletzungen davontrug. )( Marburg, 25. Okt. Mich in diesem Winter werden niOT hiiaKor if 4 ; f X « IT — r c v .. .. r _ V überall erhältlich. I Auergesellschaft Berlin 0.17 , Berlin, 26. O | Diib nicht an den d I Manöver» teilnehmen 1 abgerüstet, nm \ j „M 3" wieder zn erst nach dem Groß-Bas fei FraNZM ko 'feS Das £ M&Äit fes “«M, mW* LrZs Meilen Wieg deck jun Wetterwarten so, leichtfertig gewesen wa In der W-vom Mre Sturm U so stack mr, daß tr 20 bis 25 Sekunden günstige Wetterlage h juti keine Aussicht au Mlcn Tage noch, weiten Ausstieg wird t es folgt dann noch e gebt das SuftlN in l den jetzt die Damlcr Sonde! eingebaut wer! IW bald nach Dann her dortigen 7echni|ct mit der Mlichkeil zi zweiten Msstieg nicht Der Zchim Ter Zusammen Dortmund wird fangreichen $oruntt iu tiefem tyvtdt tonmei btfäftigen. LZ Anna s Wää Die i Gvohen°tz $'e Neigung f , Vek '•12 Mf). Bi ft 51 ß| WX 2t Unser bester Glühkörper ■ nur cchtm Originalpackung v nm Aufschrift . hv**/w und in den Apotheken. B”/.o K. 89/11. Naturbutter! Kinematograph Sieb frisch zu haben In allen einschlägigen Geschäften. 08937) Babubofttraße 54. schwarze Eintritt 45 Pfg. Anfang 41 , I hr. Traum K 46 11 6594 tri Clever Stolz Vitello KiK1’- Babubofstrake 54. prolongiert. morgen: B^/io Gegen tefgespringene, rote Bant! Berlin, 26. Okt. Der große Militärlustkreuzer „M 4" wird nicht an den demnächst in Köln stattfindenden Luftschifi Manövern teilnehmen Der Ballon wird heute entleert und o b g c r ü ft c t, um später als kleines Luftschiff vom Typ des „M 3" wieder -u erstehen. „M 4" ist das größte der halbstarrcn, nach dem Groß-Basenachscheu System, erbauten Luftschiffe. holten Der Unterricht umfaßt Rechnen, Mettbeneatik, Schreibe.!, Stenographie, Buchführung, Himmelskunde, Erdkunde, Englisch, Französisch, Gesundhertslehre. ,( Kirchhain, 25. Okt. Bei der Kirmes in Groß- seelbeim kam es zu argen Raufereien. Ein 18jähriger Bursche namens Philipp Hofmann wurde dabei von einem gleichalterigen Dorfgenossen mit einer Wagcnrunge so über den Stopf geschlagen, daß man für sein Leden fürchtet. Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche in Sich. In Abänderung unserer Bekanntmachung vom 23. Lltotzer l. Zs. (Gießener Anzeiger Nr. 251) wird der Sperrbezirk beschränkt auf die au der Butzbacher Straße SeiderseiiS gelegenen Hofreitcn. Gießen, den 25. Cftobcr 1911. Grobherzogliches Kreisamt Gießen, Dr. Usin ger. Auf vielseitigen Wunsch Nur noch heute und Der sind die feinsten und bekömmlichsten Ersatzmittel für Letzte Nachrichten. Paris, 26. Okt. Das französisch-deutsche Marokko-Abkommen wird erst dann dem Parlamente zur Beschlußfassung vorgelegt werden, wenn die Algecirasmächte dem deutsch-französischen Marokkoabkommen ihre Zustimmung erteilt haben. London, 26. Okt. Gestern abend brach im Kaufhaus Walworth in London-Südost Feuer aus, durch das die Frau und drei Kinder des Besitzers erstickt wurden. Der Besitzer wurde mit schweren Verletzungen aufgefunden. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. WetterauSstcküeu in Hessen nm Freitag, den 27. Oktober 1911: Unbeständig, Iciditc Regenlälle, westliche Winde. Spielzeit zirka l1^ Stunde. Erzielte, wo aufgeführt, beispiellose Erfolge. Gewöhnliche Preise. AMm rill uwllöiges neues erstklassiges PrsgriM. Der Zusammenbruch der Niederbeutschcn Boul A Do rtmund, 25. Okt. Der Zusammenbruch der Niederdeutschen Bank in Dortmund wird am kommenden Montag, nachdem die um- fangreick-en Voruntersuchungen abgeschlossen sind, eine eigens zu diesem Zivecke gebildete Hilfskammer der ersten Straf lammer besckstistigen Der Umfang der Straftaten hat es notwendig vermischtes. C. K. Seltsame Bildnisse. Ucber merkwürdige Porträts und ihre Entstehungsgeschichte erzählt Scarlatti in einem interessanten Aussätze der itaUentschcn Kunstzcitschrift Ars et Labor einige ergötzliche Einzelheiten. So hat der alte Pariser Baron Rothschild, dem im allgemeinen die Mittvelt nichts umsonst 8it überlassen pflegte, auch einmal, sehr zu seinem Mißbehagen, den Vorzug genossen, von einem berühmten Künstler umsonst vor- Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Großen - Buseck für 1912 Rj. liegt vom 30. Oktober bis einschließl. 6. November l. Js. zur Einsicht der Interessenten auf hiesiger Bürger- raudtagswahl. MMWlW ZU MM Imerstag, dk« 26. Lktober, Muds 8 Uhr, im Saale des Herrn Ziegler. Redner: &M/w Set Kandidat der fortfeürittl.^olfcpartci, Herr Prof.WM. Hospiz^mT erang. Sctiwesternnaus, Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige DNtteilung. daß unsere liebe Mutter, Großmutter, Urgroßmutter und Ururgroßmutter Anna Maria Walter geb. Hamm im Alter von 96 Jahren und 6 Monaten nach kurzem Leiden sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Großen-Buseck, 25. Oktober 1911. Die Beerdigung findet Freitag, den 27. Oktober, nachmittags 2 Uhr, statt. 6601 trdtiert zu werden. Auf einem Meisterwerke des großen Künstlers Jorace Verners, der „Smala Avd el Kaders", sicht man auch einen al An Mann, der mit ängstlicher und hastiger Gebärde rin Schatzkästlein im Arme birgt und eiligst slieden will. Geficdtszüge und Gestalt stimmen vollkommen mit der Erscheinung des alten Rothschild überein, der über diese künstlerische Verberrlichung seiner irdischen Erscheinung sehr wenig erbaut gewesen sein soll, da die Rolle des greifen Flüchtlings aus dem Bilde ja nicht allzu rühmlich ist. Ein anderes seltsames Bildnis, daß in Rußland in vielen Hunderttausenden mbrcüct wurde, ist ein Tolstoi Porträt, daS mit unendlicher Geduld und großer Geschicklichkeit aus winzig Heinen Buchstaben zusammengesetzt ist Tic Lettern sind so klein, daß man sie nur bei genauerer Betrachtung als Buchstaben erkennt, dann bemerkt man aber auch, daß der seltsame Künstler den Bart Tolstois dazu beiiutzt hat, um mit Hilfe der fitinert Buchstaben ein ganzes Kapitel aus der Kreunersoiiate in das Porträt einzuschmuggeln. Ein ähnliches Dante Porträt kann man noch beute in Rom in einem bekannten Antiguitätengeschäft sehen: alle Linien des Kopses sind durch Buchstaben gegeben, und zwar durch Zitate au5 Dantes „Hölle". '?Lber das wunderlichste Bildnis ist doch wohl das Wagner Portrat, das eine findige junge Bayreutlter Tarne sich auf die Brust tätowieren ließ, um damit die Magner Verehrung der Bayreuther Wallfahrer weislich auS- zu nützen Jeden Fremden zog diese unternehmungslustige Dame eitrig beiseite und erkläre ihm, daß sie ein seltsames Geheimnis zu ü erraten habe. Gegen Bezahlung von einer Mark enthüllte sie dann das originelle Wagner Porträt, das von geschickter Hand in die Haut gestochen war, denn die Aehnlichkeit mit dem großen Meister war unverkennbar. Die olchtfettende VJ J! J Hautcreme 1 Kombella Ärztlich empfohlen als Bestes zur Haut- und Schönheitspflege! Zur Erhaltung eines jugendlichen, reinen Teints gegen aufgesprungene rote Hände und alle Hautunreinheiten. Tube SO u. 100 PI. Zu haben in der Viktoria-Drogerie Wilh. Schrader DonnerStaa, 16. Nov. 1911, nachin. 3 Uhr, werden in unserem Amtszimmer die dem Friede. Wilh. Schmidt und Ehefrau geb. 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Lehrer: „Run, Karlchen, bilde einmal einen Satz, in dem das Wort „Optiker" vorkommt!" — Kartellen (nachdem er sich eine Zeit lang besonnen hat): „Ich will doch nachschen — ob die Kerle — wirklich das Schwein gestohlen haben." * Vom Regen in die Traufe. „Na, Jochem, hat der Tierarzt Deine Kuh wieder gesund gemacht?" — „Ja, da hat hei wull, aber ich geh sie jetzt verkooscn, damit ich ihm die Kurkosten bezahlen kann!" essen. auch in Oberen , Lepper, bet vor 'che feinen 80. Gr« ' /, Uhr. v*/,J Der Vorstand. Lnftschiffahrt. DasLnftschisf Schütte-Lanff. Mannheim, 25. Okt. (Privattelegramm 1 Verschiedene Gerüchte, die hier und auswärts über das Luftschiff Schütte-Lan- im Umlauf sind und die im Zusammenhang mit der Pause zwischen dem ersten und zweiten Ausstieg stehen, gaben Herrn Professor Schütte Veranlassung, die Vertreter der Mannheim« Presse auf heute nachmittag zu einer Besprechung auf sein Bureau in der Luftschiffwerft einzuladen. Es ist u. a. die Version verbreitet, daß die unfreiwillige Landung in Waldsee nicht so gut abge.aujcn sei, wie behauptet worden. Es heißt weiter, daß eine Ausbesserung von vier bis sechs Wochen notwendig fei, um das Luftschiff wieder flugbereit machen zu können. Demgegenüber kann festgestellt wer- den, daß die Luftschiffkonstrukteure die Ueberzeugung gewonnen haben, daß die Steuerfähigkeit des Luftschiffes so vorzüglich ist, daß das Reservesteuer, das sich an der unteren Seite des Hecks befindet, entfernt werden könnte. Nach der Landung des Luftschiffes am verflossenen Mittwoch und km darauffolgendm Don» net.lag wurde sowrt mit „dem Ueberholen" des Luftschiffes begonnen. Hierbei bat sich herausgestellt, daß sowohl das Gerippe als auch die Maschinen, die Ballonetts und die Steuervorrichtungen vollständig intakt sind. Das Nachsehen des Luftschiffes war am Freitag nachmittag beendet. Es sollte dann sofort mit dem zweiten Ausstieg begonnen werden. Inzwischen waren aber von den Wetlerivarten so ungünstige Nachrichten eingelaufen, daß es leichtfertig gewesen wäre, das Schiff aus der Halle herauszuholen In der Nacht vom Samstag zum Sonntag brach d^r sianal.fierte schwere Sturm los, der in der Nacht vom Sonntag auf Montag so stark war, daß in der Nähe der Luftschiffhalle Böen von 20 bis 25 Sekundenmetern sich bemerkbar machten. Die ungünstige Wetterlage hielt an. Die Heutiyen Telegramme gaben noch keine Aussicht aus Aenderung der Witterung, so daß für bic Nächsten Tage noch kein Aufstieg stattfinden kann. Bei dem zweiten Aufstieg wird das Luftschiff sicher über Mannheim kreuzen: cs folgt dann noch eine kurze Fahrt bei der Halle und dann acht das Luftschiff in fein Winterquartier, damit der große Motor, ben jetzt die Daimler-Werke fertig haben, noch in die vordere Gondel eingebaut werden kann. Da.Professor Dr. Schütte möglichst bald nach Danzig abreisen muß, um seine Lehrtätigkeit an der dortigen Technischen Hochschule wieder aufzunehmen, so ist mit der Möglichkeit zu rechnen, daß er das Luftschiff bei seinem zweiten Aufstieg nicht mehr führen wird. Liebigshöhe Am Sonntag, den 29. Oktober: Militär-Konzert ausgeführt von der Kapelle des hiesigen Int - Regts. „Kaiser Wilhelm“ unter persönlicher Leitung des Obermusikmeisters Herrn W. Löber. 08941 __and Cabliau sind in lebendfrischer fst. Nordsee^ wäre eingetronen bei ‘'■»95 IGeorg WaL enteis Marktplatz 21 s«°s Teteion 46 gegenüber der Engelavotheke. AuSg. d. Bereins-Rabattmarken. Rkchtskonslllclll ßnrl flaust! Sounenstraßc 31 Tel. 634 ert Rat in Rechtssachen, empfiehlt sich in Anfertigung von Gesuchen, Steuerdeklaration., Forderungsbeitreibung, Aufstellung von Der- mögens-Verz. und Vertretung tn Erb'chaffssachen vor Gericht. Sprechstunden auch Sonntags 06666] von 9—2 Ubr. aemack't, sie in verschiedenen Abteilungen vor Gericht zu erörtern. Infolgedessen wurden zunächst die Dwotunterschlagungen heraus- gcidMiit, die zuerst Gegenstand der Verhandtungen sein werden. Als Angeklagte erscheinen hier Bankier Ohm, Dankdircktor Schmitt und Prokurist Benner. Den Vorsitz im Gerichtshof führt Landgerichtsdirektor H i l g c n st o ck , die Anklage vertritt Staatsanwalt Fuhrmann, den Angeklagten (leben die Rechtsanwälte Frank, Hoffmann und Nuß zur Seite. Der Zusammenbruch der Niederdeulsd^n Bank hat im rheinisch-westfälischen Jndustriercvier und wctt darüber hinaus nicht minder großes Auffehcn erregt, und ebenso schwerwiegende Folgen gezeitigt, wie seinerzeit der Konkurs der Leipziger Bank Viele kleine Existenzen sind ruiniert worden: es sollen insgesamt 50 Millionen Mark verloren gegangen sein. Als Hauptschuldiger gilt nach wie vor Ohm, ber äls tüchtiger, aber etwas leichtfertiger Geschäftsmann geschildert wird. Auf ihn ist die Ge- sckmftsmethode der Bank zurückzuführ.n. Um den schlechten Stand der Bilanzen zu verdecken, und vor allem um die faulen Debitoren aus den Büchern herauszubringen, wurden Tochtergesellsd'.aften gegrünbet Diese dienten wieder dazu, dem Mutterinstitul durch Wechsel Geld ju ctridjanen. Anscheinend haben die Mitglieder des Aufsichtsrats, von denen einige ebenfalls unter Anklage gestellt sind, ihre Pflicht nur in sehr laxer Weise erfüllt. Ohm war bei dielen Wechfelschiebungen so klug, seinen Namen nur höchst selten herzugeben, so daß der Beweis der Strafbarkeit gegen ihn sehr erschwert worden ist. Als der Geldbedarf der Bank immer größer wurde, wurden in schnellerem Tempo Tochtergesellschaften gegrünbet, was Ende Juli v. I. die Aufmerksamkeit der ©taatdannxiltidr.ift wachrief. Ohm wurde schließlich in Haft genommen und bald nach ihm seine Mitangel.agten. Er beteuerte unabläifig, daß er unschuldig sei und bot eine Kaution von 100000 Mark an, um seine Entlassung aus der Untersuchungshaft zu erreichen. Die Beschlußkammer des Landgerichts lehnte indessen den Antrag auf Haftentlassung ab. Die Angelegenh?it hat im Lause der Zeit mehrere tnter- essanle Zwischenfälle gezeitigt. Dem HauvtangeNaglen Ohm war gestattet, Zeitungen zu lesen. So erhielt er auch Kenntnis von deut jebcsmaligcn Stande der Angelegenh?it gegen ihn und brachte es.fertig, durch Briefe an verschiedene Zeitungsredaktion sich energisch gegm die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zu vernwhren und die Schuld auf allerhand dunk.e Hintermänner abzuwälzen. Ter Mitangeklagte Prokurist Benner wurde, nach- bem er einige Zeit in Untersuclmngshaft gesessen hatte, wieder ntllassen. 9üif Grund weiterer Nachforschungen erließ dann die Staatsanwaltsck^aft einen zweiten Haftbefehl. Als Benner hiervon Keitnlnis erhielt, meldete er sich freiwillig im Untersuchungsgefängnis, wo man von ihm pber nichts wissen wollte. Darauf begab er sich zum Untersuchungsrichter, aber auch dieser nahm ihn nicht an. Erst am nächsten Tage gelang es ihm, wieder in das Untersuduingsgefängnis zu kommen. • Ein anderer Zwiiä>enfatt betraf Ohm selbst. Dieser war zu einer Vernehmung vorgeführt worden, die nach kurzer Zeit beendet war. Der Transporteur Ijatte sich für kurze Zeit entfernt und als er wieder kam, war Ohm entlassen worden und spurlos luwschivunden. Bei den Beteiligten entstand sofort der Verdacht, daß Ohm die Flucht ergriffen falbe und der Telegraph spielte nach allen Richtungen der Windrose. Inzwischen war Obm seelenruhig von selbst in das Untersuchungsgefäuguis zurück- gekehrt, wo man ihn zur allgemeinen Freude nach einiger Zeit entdeckte. meisteret offen. Großen-Buseck, am 26. Oktober 1911. Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Schwalb. Amtlicher Teil. Nidda Ortenberg SPEZIAL-AUSSCHANK der Löwenbrauerei Dortmund Eintritt frei Anfang 8 Uhr 6598 Krcisverein Gietzen. Freitag, den 27. Oktober 1911, abends 9 Uhr, im Saale des »IHkV VVU /** • • vuvvtl 1 «7 11, UUlllUV O 41U Ve Illi Ul V __ Hotel Groffberzog von Hessen v“/10 ® dg* fl Oeffentlicher Vortrag WBIlterTGSt SchadetFüllgrahe's | Tee Neuheit! Neuheit! Schade & Füligrabe i Bahnhofstr. 26 £ Telephon 186. Samstag, den 28. Oktober L Js., abends 8'/, Uhr, im Saale des Kolosseum: verbunden mit Abendunterhaltung und Ball. Der Vorstand. Tfl* Nur eingeladene Gäste haben Zutritt. "OB v’7in Max Weissbäcker, m*«. des Herrn Geschäftsführer Dollinger aus Mannheim über Sozialpolitische Zeitsragen Stadttheater Giessen Direktion: Hermann Steingoetter. Freitag, den 27. Oktober 1911, abends 8 Ubr 4. Freitag- Abonnenr-Vorstellung Gewöhn!. Preise Gewöhn!. Preise SrtmoiiWW Volksstück mit Gesang in 4 Akten von L. Anzengruber. Ende IO3/« Uhr. Sonntag, den 29. Oktober 1911, nachmittags 3V» Ubr Volks Vorstellung Zum letzten Male! -Mi Volks-Preise. Volks-Pretse Glaube und Heimat Die Tragödie eines Volkes in 3 Aufz. von Karl Schönherr. Abends 7'/, Ubr Freie Turnersctiail Giessen. Samstag, 28. Oktober, abends %9 Uhr, im Gewerkschastshaus Feier des 9. Stiftungsfestes bestehend in Konzert Tlieater, Humorist. Vorträgen, turnerischen Aufführungen, Gabenverlosung u. Tanz. [6588J Ter Vorstand. Restaurant zum Aquarium ===== Walltorstrasse 5 ===== .. sich L" 4 dieser ff" M fn. Wahlaufruf! An Me Wöhler des LkMaMhlkreises NihhüMenherg. Wie bereits in Nr. 84 des Niddaer Anzeigers unter dem 19. Oktober und Nr. 125 des Büdingec Kreisblattes unterm 24. Oktober mitgeteilt ivurde, hat der Vorstand des nationalliberalen Landtagswahlkreisvercins Nidda Herrn Kreis-Fenerlvehrinhektor Vetzberger als Kandidaten für den genannten Wahlkreis aufgestellt. Spät, gewiff spät, ist die Kandidatur Vetzberger zu Stande gekommen, von der trotz- dem ein allseitig zufriedenstellender Erfolg erwartet wird. Hierfür gibt die schon seit Jahr- zchnten im Wahlkreis bekannte Persönlichkeit des Herrn Vetzberger vollgültige Bürgschaft und Sicherheit. AuS seiner früheren Tätigkeit als Gerichtsvollzieher galt er als ein durchaus humaner Beamter. Dabei vermochte er, wie auch jetzt noch als Kreisfeuerwehr- Inspektor, seine geringe freie Zeit dem öffentlichen, allgemeinen Wohle zrl widmen, sowohl auf dem Gebiete des Feuerlöschwesens, wie der Krieger- und Veteranen- vereinc. — Als Feuerwehrmann ist er seit 42 Jahren und heute noch aktiv. Als Vertreter der freiwilligen Feuerwehren von Oberhessen ist er von diesen zum Mitglied der Brandversicherungskammer gewählt worden und bot in dieser Eigenschaft vielen Gemeinden des Kreises Zuschüsse zur Erbauting von Wasserleitlingen, Anschaffling von Feuerspritzen, notwendiger Feuerlöschgecäte us>v., auch manchem alten und notleidenden Krieger und Veteranen Beihilfe verschafft. Gerade dieser auf das allgemeine Wohl gerichtete Sinn des Herrn Vetzberger läßt ihn als ganz besonders geeignet zur Vertretung unseres Wahlkreises im Landtage erscheinen. So tritt er ein für weitgehendsten Schutz und Förderung der Landwirtschaft unter auflnerksamster Beobachlung der Prodnkt'onsbedingungen und NlarktverhäEnisse im In- und "Ausland. — Die Kosten der Volksernährung müssen im erträglichen Verhältnis zum Arbeitseinkommen stehen, nötigenfalls ist rechtzeitige und entschlossene Herabsetzung aller Gebühren und Eisenbahntarife anzustreben. Hiermit hängt energische Vertretung der Biehsenchefchntzgesetzc zusammen. Auf wirtschaftlichem Gebiete wird Herr Vetzberger des weiteren seine Kraft für Hebung und Erhaltung des Mittelstandes, insbesondere des GewerbcstandcS in vollem Maße einsetzen. Dies bedingt die nicht von der Hand zu weisende Notwendigkeit: „Die Warenhäuser, die dem reellen Kalifmann und Handwerker scharfe Konkurrenz machen, zur Steuer besonders hcranzuzichen." — Alsdann Regelung des Sub» missionswesens, ein berechtigter Wunsch der Handwerker. Auch die llebernahme dec Kreist straffen auf den Staat, eventuell aber doch Erhöhung der staatlichen Zuschüsse zu den Kosten derselben. Noch folgende wesentliche Aufgaben, deren Lösung sich zu unterziehen unser Kandidat zugesichert hat und die in ihrer Wirkung tief in unser 'Volks- und Wirtschaftsleben einschneiden, möchten wir hervorheben: Die Verstaatlichung der Volksschule als Simultauschule und damit die Stellung der Volksschullchrer als Staatsbeamte hält Herr Vetzberger für ein dringendes Gebot ausgleichender Gerechtigkeit, fito das er mit voller Ueberzeugung zu wirken zugesagt hat. Außer Vereinfachung der Staatsverwaltung wird er der Forderung äußerster Sparsamkeit auf allen Gebieten des Staatswesens, insbesondere des staatlichen Bauwesens seine stete Aufmerksamkeit zuwenden. Ferner wird er eintreten für Revision der Besoldungsordnung und regelmäßige Staatsschuldentilgung. An die 'Wähler unseres Wahlkreises richten wir auf Grund der vorstehenden Richtpunkte für die Abgeordnetentätigkeit des von uns ausgestellten Kandidaten die Aufforderung: Vereinigt eure Stimmen am 3. November d. Js. auf Hmu Kreis-Fenernlehrinspektor Hari vetzberger in Mba. Der Soritanh öcc natimMMen LMdtaMMkreises Morgen Freitag zur Eröffnung Grosses Doppelkonzert ausgeführt von Mitgliedern der Kapelle des Inf.-Eegi- ments Nr. 116 und einem erstklassigen Künstler-Quartett OD- W’ Cafe Am end 6209 Täglich Künstler-Konzert Anfang 8 Uhr Sonntags 4 Uhr Eintritt frei tüt ** neue sK Ass T,e 75 Lebens,- ßiiiübe bet uns m * Mische WllienfAust. bringt bcutsche Ärbei dreißig Zähren verd. zendiie der Welt, ujb vernehmlich an bic *1 bindern Hülsen, ins Freie vertt die Frage vor un- a behaupten werden. J Bahn, baB die Ausbll hundert eine sehr unc Fülle von Begabung und gesellschaftliche hemmt wird, anderer technischen und wittsc serer Kultur nicht Sd Gewiß, wir habe Schulunterricht ist bi nicht vemochl, in b Begrisse lebenbig zu r lieiere, innetli jährige Ueberschätzun bas innere Gegenge tiellcn Wohllebens, müblidjc Arbeit auf giiltigleit gegen all und für bas praklij Hang zum Vergil schreckende Ber Nirgendwo wird so e, arbeitet; aber alle & iwfäi bett anbern bilbuno berblenbet, fi ändern klammern sich wundcner Zeiten. Ä geworden und unsere haben. Und das sch, Civis Germanus sum stolzes Bott, und wo! noch immer biei ue'nlichster Zer Wcnnutzes, der das । 'outen der Not aufslai .„Ein» Weckri ™ l'chtt Nicht zu i offenbar, daß unsn 5 nilentgegensührenso « Ziel lech [etbte Stelle!" y Bahn brecb. Riegelpfad-Klub Sonntag, den 29. Oktober: teilgg uci OMioieii HB* zu Mitglied Jäger. “3B5 Abfahrt 3,13 ob. 3,23 Uhr mittags. 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