rr. 222 Cei «Ictzener lajetyei •ddjeini täglich, außer Sonntag». - vetlaqen: viermal roödieiulidi Kie-enerZomiliendlätter zivcunal roocbenil.Krtis- blotl für 6 »IrtfchostlicheSeltfraeer penifprro - A nschlusje. für die Rebakliou 112, Verlag u. Expedition 51 Kldresle Mr Tepefchen: ttnielflcr Wieben. Annahme von Lnjeigea lür die laflrtnunuiiec bi« vormittag« S Uhr. Erster Blatt lbl. Jahrgang Donnerstag, 21. September Ml GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Cberyessen Rotationsörud und Verlag der vriihl'schen Untv.-Vuch- und Steinörutferet R. Lange. Redakllon, Lrpedilion und Drude re«. ZLulstiahe 7. Büdingen: Fernsprecher Nr. 50 -eschastsstelle vadndosslrahe 16a. QflRflHrflli monatlich 75 M, »iertti- thrlich Mk. UO; durch .Iddole- il Zweigstellen monatlich Ö Pl.; durch kiePost T1LS.— oifttel« ’dt d. mttidiL Bestell-, 3r. lenpretl: lokal l 5 anGiodri» 80 l;'enma. Etzel rrdakteur: A Goetz. Verantwortlich für den volitrfchen Zeil: ttupufl @or<; lür .ßeutlle- ton', »Vermifchle«' und e®m.l'ti|oole; R. Neu- Vanb*: E.Heß: lür den Anzeigenteil: 0- ®ed Die heutige Nummer umfafet 10 Seiten. wechsel im Posener Oderpräsidium. MS zu Anfang dieses Jahres in der Prcfsc die Behauptung auftauchte, der Posener Lberpra,ident Herr von Waloow gedenke wegen der Haltung der Regierung in der Lstmarkcnpolitik in lurzcm seinen Posten zu verlafsen, sctztc die „Nordd. Allgem. Zty." ihre schönste Unfchuldsmiene auf und erklärte, das jei nicht richtig, und insbcfondere bestanden leinerlei Meitningsoerschiedenheiten zwifchen Berlin und Pofen wegen der Nichtanwendung des Entcig- uungSgesenes in den Lftmarken. Aber die Prefse bheo trotzdem bei ihrer Meinung. Und heute muß die „^Norddeutsche" fich .clbsr deincnlieren. Herr v. Waloo.v gehr an Stelle des in den Ruhestand tretenden Oberpräsidcnten von Pommern, Herrn v. MaltzcHn-Gültz, nach Stettin, und in das Posener Lderpräsidium zieht Herr Tr. Schwartz kopff ein. Das ist schlimm für die „Nordd. Allgem. Ztg", schlimmer aber noch für die Deutschen in der Provinz Posen, die das Scheiden Herrn v. WaldowS au|richtig bedauern. War er ihilen doch, obwohl ihm unter dem Regime Bctymann- Holllvegs die Hände gebunden waren, immer noch ein Freund geblieben, und stand er doch fest auf dem Boden der von Bisntartt eingeleitcten und nach einigem Zickzack lurs von Bülow wieder aufgenommenen nationalen Ost- martenpolüik. Man kann cs ihm kaum verdenken, daß t? sich danacl) sehnte, Posen den Rüden au lehren, seitdem ihn die Regierung dort im Stiche gelassen hatte, um sich den Herren Polen für ihre Unterstützung bei der Reichs- sinauzreform dankbar zu erzeigen und es mit dem Zentrum nicht zu verderben. So geht er also nach Stettin und ersetzt dort den bv.-l)erigcn Overpräiidcnten von Pommern, Frhrn. v. Malpahn-Gültz, dessen Altersschwäche schon genügend dadurch gekennzeichnet wurde, daß er sich int vorigen Sommer hcrausnahrn, deursche Redakteure als grüne Zungen zu bezeichnen, die noch nicht troden hinter den Ohren wären. 5ft die Berufung des Herrn v. Daldow nach Stettin für Pommern hocherfreulich, unb bedeutet sie auch für ^errn v. Wclldrno insofern eine gewisse Auszeichnung, als er dadurch in die nächste sKät)e des Statthalters von Pommern, des Prinzen Ettel Friedrich, gerudt wird, so muß man in allen national fühlenden Streifen gegen die Mch- solgerschait des Herrn Dr. Schwartzkopff in Posen den energischsten Protest erheben, obwohl es immer bin anzuerkennen ist, daß man auch im preußischen Osten einmal einem Bürgerlichen ein Oderpräsidium anvertraut. Herr Schwartzkopff kam übrigens für Posen nicht etwa deshalb in Frage, weil er in Posen Grundbesitz hat, sondern weil er der Mann der Bethmannschen Regierung ist und daher geneigt sein dürste, in Posen eine Politik der nationalen Versöhnung euizuleiten. Wie er das freilich an fangen ivill, i)uo auf beiden Seiten die Wogen dcr Erregung gerade jetzt so hoch gehen, ist eme dnövre Frage, freilich, Herr v. Bethmann und seine Regierung sind ia, wo c8 sich vm nationale Ehre handelt, leider sehr unsichere üantontsden. Tas beweist ihre Haltung in der Marokko- und Cartwright- frage, und das zeigt auch die Berufung SckMartzlopffs zum Oberpräsidenten von Posen. Herr v. Bethmann drückt damit das Siegel unter seine schwächliche Ostmarlenpolitik, unb die Deutschen in den Osrmarleii werden es nur zu bald am eigenen Üeibe spüren, daß der Wind jetzt gegen sie weht. Er wird vielleicht alles Umstürzen, waS nationale Bca.'isterung und Hingabe bisher in der Provinz Pofen geschafsen haben, um gegen daS vordringcnde Polentum einen Damm zu errichten. Ging schon jetzt ein deutsches Gut nach dem andern an die Polen verloren, und brachte sich das Polenlum auch in den Städten immer mehr zur Geltung, wie wird eS erst unter einem Regime Schlvartziopss im Zeichen der nationalen Versöhnung, d. h. Bevorzugung der Polen, iverben ? -J.X ----L"~--■ 1 ~ ------' — Der Aurftand aus öen irischen Eisenbahnen. Ter Ausstand der Elsenbahnarbeitcr in Irland trägt fort gesetzt einen cnuicii Eharaktcr. Nur zwei Zuge sind am Mittwoch von Tubhn nach dem Südwestcn Irlands abgegangen. tlllc Lignalbedienslelen dcr großen 3übhmc bei Eork sind in den Ausstand gcircten. Nur wenige Züge verkehren und ohne Signale Eine Anzahl von Provlnzstädten beginnen Mangel an Lebensmitteln, insbesondere an Butter zu leiden. Tic englischen Eisenbahngesellschaften teilen mit, daß sie filr den Bahndienst über Sie üandungshäfen in Irland hinaus feine Garantie übernehmen können. London, 20. Sept. Tic Post- und Personen damvfer von Irland kommen in Holvhead sehr spät an. Ter Verkehr wird ausrecht erhalten. Von Frachtschisjen ist fett Sonnabend in Holvhead nur ein Tampser mit Nahrungsmitteln von Tublin eingetrossen. Dublin, *20. Sept. Ein Vertreter deS Handels- amtS ist hier eingetrossen und verhandelt mit den Parteien wegen einer Verständigung. „Evcning Ehronicle" meldet: Der Präsident deS Handels- amts forderte tue Vertreter der Unternehmer und der Arbeiter der großen nationalen Industrien auf, einen Schiedsgerichts- h o f zur Beilegung gewerblicher Streitigkeiten zu errichten. Ter Lchieosgerichtshos soll aus zehn Vertretern der Unternehmer und zr.hu Vertretern dcr Arbeiter bestehen. Die Unruhen in Spanien. Heute früh 9 Uhr herrschte überall Ruh::. 300 Personen wurden verhaftet, darunter der Vizepräsident des Allgemeinen ArbeitcrverbandeS. Der Verkehr ist normal. Die Tabellen, Geschäftshäuser, Klöster und ö,jcntlichen Gebäude werden von Truppen bewacht. Tie letzten i'idöungen aus der Provinz besagen, daß in Barcelona, Bilbao, Sevilla, Saragossa unb Valencia Ruhe herrscht, doch dauern die Verhaftungen überall fort. Ter Ausstand findet in Huclva Widerstand. Aus mehreren Gemeinden in den Provinzen Viktoria und Valencia werden Unruhen gemeldet. Zn einem Teil der Bevölkerung in Zativa und Carcagente zeigt sich eine neue revolutionäre Bewegun g. Oefsemliche Gebäude wurden in Brand gesteckt unb «djienemvege zerstört. Kus Gefterreichllngarn. Im niederösterrcichischcu Landtag, der zu einer kurzen Session zusammeutrat, sanden die Ereignisse des letzten Sonntags erregten Widerhall. Namens der chriftiim-sozialen Mehrheit brachte Steiner einen Dring- licykeitsantrag em, nach dem dcr durch die Ausschreitung.n verursachte Sckiaden miitelft des staatlichen Notstandskcedils vergütet werden soll. Steiner griff die sozialdemokratische Partei an, die hinter ben Ereignissen 0es Sonntags stände Im weiteren Verlaus der Aussprache protestierie Schuhmeier (Soz.) gegen die Steinersche Behauptung und erklärte, kein Sozialdemokrat zündete Schulen an unb errichtete Barritaben. Es seien Ausschreitungen halb- wuchftger Burschen gewesen. Freiherr v. Bienerth w,eS die Bel-uuptung des Antragstellers zurück, bau die Regie- runfl dir Au. fchrcitungcn benutzen wolle, um politische Zwecke zu verfolgen. Er crflarte weiter, Mi.nur und Dacbe batten, ohne zu weit zu gehen, bas Mcnfchenmogliche geleistet. Solche Ausschreitungen seien keineswegs bao Mittel, die Icucrungofrage zu löten ober die Regierung aufzu- rüttehi, die alles tun werbe, um helsenb cnizugreifen. In ber Sitzung des böhmischen Landtage stellte ich am Mitllvoäi Fstrst Thun als Statthalter mit einer längeren politischen Erklärung vor, in ber cr bic Wiai j kett ber gcgcniuarügcn Au-gleichsverhanblnngen Veto;.c unb eine eifrige Mitarbeit ankündigte. Nach Eilediguug ber sormalcn Lagesorbnung wurde die Sitzung geschlossen. — Tie Vollversammlung dcr bcui|d)eit Landtagsabgeord- ncten beschloß, der Einsetzung eines Ausschusses zuzusum- men, die über die Teckungssragc der erhöhten Lehrcrgehäl- rer unter Vorbehalt gewisser Vorsichtsmaßregeln für bic Aufrechterhaltung der deutschen Lbstruttion beraten soll Die Tschechen brachten im böhmischen Landtag einen Antrag aus Cftiisctzung eines Notstandsausschusscs ein £ I enpe ft, 20. -Lept. Ministerpräsident Graf Kbucn-Hedcrvary crlläne einer Aboidiinng von der Zleischiiibustrie, welche eme Denkschrnt zur Behebung der Ileischnot überreichte, das Zuteresse der Land wirtschaft fordere nicht, daß dcr Ileischnot nicht abgehoben werde. Tie Regierung lucrbc sich nicht auf bas formelle Recht eines Paragraphen stutzen, ivenn bas Volk hungere. Ta bem Fleijchimporl aus dem AuSlandc nur gewisse non zcssioneii gervahrt werben lärmten, wolle er sich nidit positiv äußern, boch könne ec versichern sciliguitg der Flcischnot gestehen könne, von dcr Regierung sobald als mögiid) durchgesuhrt werde. Tie Rede wurde mit großem Beifall ausgenommen. . ___.J,L ____'■■■'!' _____—"____■ J» Lin Streit mit öen Sojial6emotraten in der niederländischen Kämmet. Haag, 20. Lepu. ^n der nieoerlündischen Kammer rief der Antrag der Sozialisten, die Thronrede zur Eröffnung der Gcneralstaaten durch eine Adresse zu beantworten, lebhafte Erörtc- iilng hervor. Lohmann (Ehrisllich-hiswrische Partei) beantragte, den Antrag der Sozialisten nicht zu erörtern, weil die hämmer auf die Thronrede mcmalß antworte, wenn die Königin nicht persönlich die Generalstaaten ci> öffne. Ter Präsident schlug vor, die Aussprache zu vertagen. Ter Antrag Lohmann nmrdc mit den Stimmen dcr Rechten gegen die Linke a n g e n o m m e n. Der Führer der Sozialisten, Trolstra, gab die Erllärung ab, et betrachte das Ergebnis ber Abstimmung als eine 'Richt ach lang ber sozialistischen Partei unb ihrer Mitgliebcr. Tie Sozialisten riefen der Rechten zu: Pharisäer! ieiiaiitraBc — Sch-.ldebrückc bei Avelghcm, utn zu Grunde gegangenen Adbokaten, nichts Ersreulichcs tn ben ttuiDheustagcn soeben hatte, vermochten auch hochgestellte Persönlichkeiten, deren Bedeutung et anerkannte, nicht io leicht zu imponieren. Dies mußte, als SchÜr icc int Jahre 1814 SraDtbtblwthekar von ^renburt cm MJiain gcwordcn war, auch Der Freiherr vom Steril^ oem cs lelanntlich euch nicht an einer reichlich bente enen Toi-.j gesteigerten SeldübewußtseinS mangelte, zu feme.n ehrlichen .tcrgn am eignen Leibe er iahten Stein, der den Sommer cu’ innen Qjütern im No>sauischcn -u verbringen pflegte, ioar, wie ^oloiserS Freund und Schüler, Gerd Eckers, bentöteu, nad) jranfmn am UJlain znm Sinterain'emfcalt grfommen, wv ct_2udj in Den Ittertn der am ihr Bürgerrum stolzen und rcidr.n Stadwatn-ict wc-jci ,einer deut'ck'nanonalen Bedeutung tnc erste Rolle ipulu. eines Tages erschien der Freiherr in großer Ecke in dem damals un Xaiferiaalc uiitergeörachttn Teile Der Bibliothek, Drängte dre^anderen, anweicndcn Entleihet von Büchern ruck-ichr-ws zur Lcue mtd tici Schlo'ier, der innerhalb der Barnerc nanD, un Mom- mentoion zu: „-euoen Sie mir ra'ch das Butp! schlo'icr o.icktc den stürmischen Forbcrer tintn Augenblid an, ohne mU ixn Wivipcrn iu zuctcn un£> schne, so schroff und grell er konmc: Nein'" -stein. Der einen ^toment wie verneinen DcgcnanoeiL tarn nun aucv iowtt zur Bciimiung unb sprach mit ungernbnlti fammriuiger Stimme: „Erweisen Sie mir boo Die ^c-alligkeu, mir das Buch zu geben. ' „Nun will ich es Ihnen geben 'antwortete Schlosser unö tanut war Du saoje abgmiadn. uttni ga-njmmcn ha: Stein diese Zurechuveifiutg, du kaum cur an- Frcleii Rnch-i:ab: rraten lich Die beiden barten Lowe dato nüher und Da stolze Reichssrciherr, ber fon t aus seinem hrcchgennjenen SvUidcsbewußliein ru ein Hehl machte, horte ogar, ohne em '130:: einzuwenden, rudig zu, als ihm -sdilcn'cr aur einer r?uee in vollster Unbefangenheit das feiner olbadmrgua^n r. 'imar tami: mottrieru, ,^ar» man Don vom Adel nichts wnu.' — Scholtiiajc Ehrendoktoren. An^glich igrci 500 jährigen Iub^feier hat btt schottische Univcrfüät <-t. vlnbrtw? folgende D.il'.ien 1 mami Diels, ebuaiö Mevet, Huno Menet uno Adolf T.-iijmanu« Berlin: 2Utced Lillebranbi Breslau: Woldnnar Bclgi !'-oklingcn: Ludwig Graff de Panciova-Graz: Georg Frommhsld-Gcciiswald: Johannes Vkil-Halle a d Saale: Marl l'amprcchl-Leit'zm Mar( Budde-Marburg: Marl Eberhard Göbel-München; Alben Ehr- Harcl-Slraßbuij: Jakob Schippcr-Wicn. — Verpflanzung von Änochen zu H e i l z w ecken. Ein intercffaiucs nemS Veriohren zur opeiativcn Behandlung bc> Getcuktubciluiosc hat jeut Professor Tr Hermaun Hüttner ber Breslauer Ltbinanu» für Chirurgie, irptobl. Mau emvianf C5 bisher als einen Nachteil, Daß beim Hcraus'chnccbcn von Gelenken Durch das tuberkulöse Cxrvebc I.ndurchgcgange.i roetoen mufcie und daß nad) Dem Herausschnclcn.u mein GeunlnFc c ober Doch hochgrabige Bclveguugssr-.ibcit iurüdblul Test alb bat jlättncr, wie er in Der Breslauer Chirurgischen Gesellschaft bc« ruhtet:, in einem Fall von Schultetgelenklubertutoü Dc- gcinic erkcankie Gelenk, ol-o Pfanne. Mapie: und Gelcnllov'. -efchioffcit m einem Stuck entfern: uno loioti durch Das Gelenk emcs Toten erfepl Tirus stammte aus der^Leiche eines a:t ipchunwaf'ersucht Lcrirordeuen, war sechs Stunden naa dessen Ti-oc entnommen unb 16 Stunben lang in Äiingerlofuni bei 0 ftr.io n worden. Tie battme.. hauen Du enwandsfreie Befchai'enoeit dis zu vetpilanzenoen Ltnochcns ergeben. Daraufhin erfolgte dann Vic Heilung ohne jcdc ReokliOti. — arzeugung kooiloier Schmetteriingc z t „Umschau' entnehmen roir: Tie Franzofen A. Eon le uno L. Panch schnurre:, aiugen er tnm Jiaupen c-rrrr rch- 'Ulcriings- oricn teil 8opi ab, Der ciniiccknctc und nach zwei Tagen mit der Schcere abgezrennt wurde. Tu eiiiflanoentn topäoicn ...uvut Stigtm in ihrem B-rhaltca leine Störung außer einer Verl uig- umung Der Bewegungen Im JappenncOium gingen allerem;» Die meiste» an; von Lymantria ar't gelang tt. Schmc'ter- luigc zu erhalten, nachdem ’u l^nstlich aus Der Puppen hülle befreit roorötn waren. Xi: Schmetterlinge unterschieöcn fick' i n wie fic Hirichler erhalten hot, würben nicht beobachtet Tu mu größtenteils sehr tlemcn uns uiuolllomnun entwickelten v . i erfüllt. Ber einigsn in ö^ Äitte des Körpers öutch'chni.ri.'N Raupen wurden in tincr der Hälften Halvpuvven zur Entwickelung gerratfrt, die fteüich nur kurze Zen lebien Ein roilstanoiger Körper ist also zur Wt'tcrciuwidiung ocs T -res tv ' : ‘-rotö.r- iun. Auch die .'lervenz-ntren des .^opieS spielen -aber ferne olle: . : 1 4 : . ; ...lommnt» sich ohne sie, cnrjprtct tno ihrer Tage im Iajektenkörper, sandten in München, der derzeitige Eeianore m .^grtiiuniu, V. Trentler, in.Aussicht genommen. , Aus München wird gemeldet: Eine Veriammlnng von Milchproduzicrenden Bauern in 5) olzkrrchen beschlos;, wegen Preisdifferenzen mit den Milchhändlern über München die ALilch sperre -u verhängen. Tie Holzkirchner Bauern liefern 3/io des Milchbedarfs von München. Au-land. Aus Ofenpest meldet man: Infolge eines Wortwechsels In der Sitzung des Abgeordnetenhauses fand am Mittwoch vormittag ein Pistolenduell zwischen dem Direktor des ungarischen Korrespondenzbureaus, Tr. Rado, und dem Abgeordneten Suemegi statt. Das Duell verlief bei einmaligem Kugel- wechsel unblutig. Nachdem Suemegi um Verzeihung gebeten hatte, versöhrtten sich die (Gegner. , . 3 . , Am gestrigen Jahrestage der Befreiung Roms durch die italienischen Truppen (20. Sept.) fanden im ganzm Königreiche Italien begeisterte Kundgebungen ftqtt. Alle Städte waren geflaggt; es fanden öffentliche Umzüge ;tatt und an den Denkmälern der Helden, die sich um die Unabhängigkeit des Vaterlandes verdient gemacht haben, wurden Kränze niedergelegt und patriotische Reden gehalten. Die Zarenfamilie ist am Mittwoch nachmittag in Sebastopol eingetroffen. Von den Wahlen zur, chwedischen Zweiten Kammer, die zum Schlüsse der letzten Sefsion aus 96 Mitgliedern der Rechten, 100 Mitgliedern der Linken und 35 Sozialdemokraten bestand, find folgende Ergebnisse bekannt geworden: Gewählt sind 43 Mitglieder der Rechten, 83. der Linken und 31 Sozialdemokraten. Deutsche Kolonien» Zum Ausbau unserer afrikanischen Bahnen ersahren wir aus Berlin, daß die Fortführung der Usambara-Bahn bis zum Viktoriasee und die Verlängerung der Zentralbahn in Ostafrika von Tabora an den Tangannhaien von den zuständigen Stellen im Grundsatz beschlossen ist. Wahrscheinlich wird der Haushalt für 1912 bereits Mittel für die Vorarbeiten auf diesen Strecken fordern. Arbeiterbewegung. Berlin- 21. Sept. Mehrere tausend Zigarren- arbeiterund- Sortierer Groß-Berlins waren gestern abend versammelt, um zur Lohnbeweaung Stellung zu nehmen. Es wurde mitgeteilt, daß bisher 110 Firmen mit zusammen 200 Arbeitgebern die aufgestellten Forderungen bewllligt haben. Dar Manöver Oes 18. llrmeelorps. F. C. Dauborn-Eufingen, Hauptquartier, 19. Sept. Unter Leitung des kommandierenden Generals v. Eichhorn nahmen am 18. September die Manöver des 18. Korps ihren Anfang, die sich zwischen Ems und Aar abspielen. Es. ist angenommen, daß blaue Kräfte (25. Division) den Rhein zwischen Koblenz und Boppard überschritten haben und gegen Frankfurt a. M. oder Mainz vorzustoßen beabsichtigen. Von Frankfurt a. M. aus wird rasch ein Korps (rot), 21. Tivision, entgegengeschickt mit dem Auftrage, Blau den Austtitt aus dem ! Gebirge in das offene Gelände südlich der Lahn bei Diez oder Limburg zu wehren. Die Kavallerie unter dem Brigade-Kommandeur Oberst Frhr. v. Wechmar, wird voraus geschickt, um .möglichst bis an "die Aar vorzudringen, ehe Blau diesen wichtigen Abschnitt erreicht. Zu dieser Aufgabe wird die 21. Kavallerie-Brigade um das Dragoner-Regiment 23 verstärkt. Die rote Division, die gestern bei Kelkheim aufgebrochen, in der Richtung auf Esch marschiert, hatte Offtzierspatrouillen der 6. Ulanen gegen die Aar vorgetrieben, die 6 Uhr nachmittags die Aar südlich Langenschwalbach überschritten und hier auf feindliche Jnfanterie-Pattoulllen stießen, die sie zum Rückzug nötigten. Die blaue Division war von Nastätten aus auf Langenschwalbach marschiert und hatte durch das Regiment 116 die Uebergänze der Aür von Langenschwalbach bis hinab nach Hahnstätten besetzen lassen. Sie selbst bezog Biwaks in der Linie Lindschied—Langens chwalbach—Aettenhain—Bleidenstadt—Wehen, „Rot" in der Linie Erbach—Camberg—Wirges—Wallrabenstein. Heute früh 61/2 Uhr brach die blaue Division vom Sammelpunkt bei Bleidenstadt auf und marschierte über Born—Stecken- roth^—Niederlibbach auf Limbach zu. Der rote Gegner hatte seine Truppen bei Beuerbach zusammengezogen und war in der Richtung auf Daisbach marschiert. Als die 21. Kavallerie-Brigade Daisbach erreicht hatte, wurde gemeldet, daß „blau" mit seinen Hauptkrästen auf Limbach vorrückte, infolgedessen die vorgeschobene Kavallerie-Brigade nach Nordosten auf Panrod ausbog und die Infanterie ebenfalls eine Halbrechtsschwenkung unternahm. Die 21. Tivision war demnach an der Töte der 25. Division gerade vorbeigerückt. Eine leichte Feldhaubitzen-Batterie nahm Stellung südöstlich von Panrod und beschoß auf 4000 Meter den anrüdenben blauen Gegner. Zu gleicher Zeit wurde ein Zweidecker beschossen und genötigt, niederzugehen. Im Gleitflug landete Leutnant Hidessen, der Führer des Fahrzeuges, glatt. Um 6 Uhr nachmittags wurde ihm gestattet, den Flug nach Diez weiter fortzusetzen. Die blaue Artillerie rückte sofort an der Straße Wiesbaden—Kirberg südlich der Hühnerkirche in Feuerstellung und nötigte „rot" zum Aufgeben der eingenommenen Stellung. „Rot" zog durch den Wald östlich Panrod nach Norden auf Ketternschwalbach—Kirberg ab, gefolgt von „blau". AM Hülmerberg wurden die Truppen von „blau" gesammelt Und setzten auf der .Straße nach Kirberg den Vormarsch fort, an der Spitze das Regiment 116. Mittlerweile war es 3 Uhr geworden. Die blaue Division bezog Biwaks südlich von Kirberg, Vorposten II. 116. Tie rote Division bcwakierte in der Linie Niederbrechen—Oberbrechen, Vorposten I. 80. Die Truppen plieben die Nacht über gefechtsbereit. Aus Statt und Land. Gießen, 21. September 1911. ** Die Verkehrs-Einnahmen aus dem Per- on en- und Güterverkehr betragen nach vorläufiger Feststellung: für die Eisenbahndirektionsbezirke Frankfurt a. M. und Mainz: im Juli 1911 12819 000 Mk. oder gegen das Vorfahr mehr 278 000 Mk. ---- 2,22 Proz., in der Zeit vom Beginn des Rechnungsjahres 48 056 000 Mark oder gegen das Vorjahr mehr 1037 000 Mk. = 2,20 Proz.; für die Preußisch.Hessische Eisenbahngemeinschaft: im Juli 1911 187 331 000 Mk. oder gegen das Vorjahr mehr 9 948 000 Mk. = 5,60 Proz., in der Zeit vom Beginn deS RechnungSjuhreS 710 996 000 Mk. oder gegen das Vorjahr mehr 47 179 000 Mk. = 7,11 Proz. •• Ordensverleihung. Der König von Preußen hat auS Anlaß der diesjährigen großen Herbstübungen dem Erbprinzen zu Psenburg und Büdingen»Wächtersbach im Regiment der GardeS-du-Corps den Kronenorden vierter Klasse verliehen. Erledigt ist die Stelle des Bezirkssteuer- aufseherS zu Vilbel. ** Die Weinkontr olle in Hessen. Dem Verband rheinischer Weinhändler ist von der Regierung eine Uebersicht über die Tätigkeit der Sachverständigen für Weinkontrolle für die Zeit vom 1. April 1910 bis 31. März 1911 zur Verfügung gestellt worden. Nach dem Bericht wurden in der angegebenen Zeit in 955 Betrieben von Produzenten und 974 Betrieben von Weinhändlern revidiert. Tie Zahl der entnommenen Proben betrug bei Produzenten 9484 und bei Weinhändlern 2145. Von diesen •^routii iuu4.i)en bet ou, uvi ^.vUujuAulv^a o- beanstandet. Tie Untersuchung gab Veranlassung zur Anzeige bei Weinproduzenten in 23, bei Weinhändlern in 11 Fällen. Nicht infolge direkter Kelleruntersnchungen wurden außerdem 31 Anzeigen gegen Produzenten und 9 Anzeigen gegen Weinhändler erstattet. Im ganzen wurden 23 Produzenten und Händler verurtellt und 6 frei« gesprochen; in einem Falle wurde das Verfahren eingestellt, in 7 Fällen ist es noch anhängig und in einem Falle ist das Ergebnis noch unbekannt. Tas Ergebnis war also folgendes: Von 11926 durch die Kontrolleure bei Weinproduzenten und Weinhändlern entnommenen Proben wurden im ganzen 168 (gleich 1,4 Prozent) beanstandet; von den 168 beanstandeten Proben gaben 34 (gleich 20,2 Prozent) Veranlassung zur Anzeige, und von sämtlichen zur Anzeige gebrachten 74 Fällen erfolgte die Verurteilung in 23 Fällen (gleich 31,1 Prozent). 8. Dckanatssyn 0 de. Tie Synode des Dekanats Gießen wurde am Mittwoch vormittag im Kvnsirmandensaal der Johannes- kirche hier mit einer von Pfarrer Barth-Großen-Buseck gehaltenen Andacht, die sich an Phil. 1, V, 3 anschloß, cingeleitet. Hierauf eröffnete Dekan Strack- Lich die Verhandlungen mit Begrüßung der Anwesenden, besonders der neu eingetretenen. Dabei wurde auch in der üblichen Weise der seit der letzten Synode verstorbenen Mitglieder gedacht. Ter Beichefl» des Oberkonsistoriums auf die Beschlüsse der vorjährigen Synode lautet zustimmend. Darauf wird der den Synodalen gedruckt zugegangene Jahresbericht über die Tätigkeit des Dekanatsauslchusses für 1910 kurz besprochen. Wir entnehmen dem Bericht folgende Angaben. Die Anzahl der Geistlichen hat sich durch Anstellung eines Assistenten in Lollar um einen vermehrt, die Seelenzahl der 20 Pfarreien beträgt 60 732; von der Landeskirche leben getrennt 183 Personen. Die Gottesdienste wurden von ungefähr 23 Prozent der Erwachsenen und 18 Prozent der Kinder besucht. Am heiligen Abendmahl nahmen 99 Prozent der Erwachsenen teil; sowohl hier wie beim Kirchenbesuch ist eine kleme Zunahme zu verzeichnen. In Bezug auf Sittlichkeit, Sonntagsheiligung und Katechismuslehre ist der sich steigernde Wirtshausbesuch der Jugend beiderlei Geschlechts, besonders an Samstag und Sonntag Abenden als ein schwerer Schaden am Volkskörper zu betragen. An der Entfremdung der Jugend vom Gottesdienst helfen bedauerlicherweise auch die Turnvereine dadurch mit, daß sie ihre Hebungen und Feste bereits am Sonntag vormittag abhalten. Christliche Eltern sollten ihren Söhnen den Besuch der Turnstunde am Sonntag vormittag einfach verbieten, bann würden die Leiter der Turnvereine schon auf das religiöse und kirchliche Gefühl der Gemeinden Rücksicht nehmen! Von 24 Mischehen sind 19 evangelisch getraut worden. Die Sekten machen sich wenig bemerkbar: das Interesse dafür scheint auf dein Lande mit Recht allmählich abzuflauen. An Liebesgaben gingen 55 842 Mark ein. Heber den Staub des Fürsorgeerziehungswesens im Dekanat berichtet sodann Pfirrer Groth- Rödgen. Ihm scheint, daß die staatlichen und kommunalen Behörden des Kreises Gießen wenig Wert aut die Mithilfe des Tekanatserziehungsvereins legten. Tas beweise u. a. auch der geringe, 25 Mark betragende Beittag des Kreises zu den Auslagen, welche der Verein in Sachen der zu beaufjichttgenden Fürsorgezöglinge aufzuwenden habe. Er bittet uni mehr Mithilfe durch die Geistlichen. In Bezug auf die Kolportage guter Bücher macht er den Vorschlag, die Kolportage eingehender betreiben zu lassen. Weiter empfiehlt er, die Gründung von Frauenvereinen auf dem Lande, den Anschlüßen die im Fluß befindliche Antialkoholbewegung u. a. Heber die Förderungen der Bestrebungen der äußeren Mission im Dekanat berichtete Pjarrer Gu ßm ann-Kirchberg. Es wurden 5 Missionsseste im Dekanat gefeiert, zu Lang-Göns, Kirchberg, Treis a. L., Klein- Linden und Hausen. Missionssammelpereine bestehen in nur zehn Gemeinden. Tie Gaben für die Mission haben sich auf dem seitherigen Stand erhalten. Hierauf berichtete Pfarrer Gombel- Reiskirchen über die Gustav-Wolf-Vereins-Arbeit. Er bittet, die Jahresfeste möglichst auch in den kleinsten Gemeinden abzuhalten, damit sich das Interesse für diese Sache noch erweitere. Heber den Fortgang der Bestrebungen des Evang. Bundes sprach sodann Pfarrer H epding-Hausen. Er kann nur vom erfreulichen Wachstum berichten. Im Dekanat sind 9 Zweigvereine mit 628 Mitgliedern; fast in jedem Verein sind je 2 Familienabende abgehalten worden, die zahlreich besucht waren. Für die evang. Bewegung in Oesterreich gingen ein 703 Mark. Die Gründung weiterer Zweigvereine soll in Angriff genommen werden. Für Familienabende steht ein Lichtbildervvrtrag zur Verfügung. — Sodann sprach Pfarrer Schwabe hier über den Stand der Dekanatslrankenpflege, die sich auch 1910 aufs beste bewährt hat. Es bestehen 6 Stationen, die Gründung weiterer ist in Aussicht genommen. Die Tätigkeit der Schwestern hat sich in den Gemeinden sehr gehoben, in denen die Pflegekosten von der Gemeindeoder Kirchenkasse getragen werden; es wird dies den anderen Gemeinden zur Nachahmung empfohlen. Eine mißbräuchliche Ar- beitsüberhäufuim der Schwestern hat sich bis jetzt nicht eingestellt. Hierauf hielt .Pfarrer Köhler-Steinbach einen tiefgründigen, eingehenden und anregenden Vortrag über „Volkserziehung und Volkser ho lung". Unfer Volk muß zur Gottesfurcht erzogen werden, als der Quelle aller menschlichen Erziehung. Dann wird es auch im christlichen Geist die rechte Erholung suchen. In der sich anschließenden Aussprache wurde noch manches neue Moment hinzugefügt, besonders wies Pfarrer Weber- Lang- Göns auf den Alkohol als den größten Verderber unseres Volkslebens hin. Im Anschluß an den Vortrag wurde vorgeschlagen, Großh. Kreisamt Gießen um Erlaß einer Polizei-Verordnung, betreffend Wirtshausbesuch der Jugend, zu ersuchen, wie sie von den Kreisämtern Worms, Alsfeld und Dieburg ergangen seien. In dieser Beziehung einigte sich die Synode auf folgende Entschließung: „Die Synode des Dekanats Gießen richtet hierdurch nach Anhörung und Besprechung eines Vortrages über Volkserziehung und Volkserholung an Grvßh. Kreisamt Gießen das ergebene Ersuchen, dasselbe möge, wie es in den Kreisen Alsfeld, Worms und Dieburg geschehen ist, verfügen, daß auch im Kreise Gießen den jungen Leuten unter 14 Jahren der Besuch des Wirtshauses ohne Begleitung Erwachsener verboten ist." Die Rechnung der Tekanatskasse für 1908/10 wird einstimmig genehmigt und dem Rechner Entlastung erteilt. Ein Antrag, das Halten des Regiermigsblattes und der Darmstädter Zeitung, in das Belieben der einzelnen Krichenvorstände zu stellen, wird einstimmig abgelehnt. Mit einem von Pfarrer Heimbach- Allen- dorf. a. d. Lahn gesprochenen Gebet wurde die Synode geschlossen. ** Bahnhofs buch Handlung en und Plakativ e s e n. Ter preußische Eisenbahnminister hat 1908 neue Grundsätze für die Handhabung des Bahnhofbuchhandels aufgestellt und sie den Königlichen Eisenbahndirektionen zur Nachachtung mitgeteilt. .Hiernach muß eine frei werdende ober neu einzurichtende Buchhandlung im Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben, die Pachtdauer in der Regel zunächst auf ein Jahr befristet und für die weitere Zeit für beide Teile eine sechsmonatige Kündigungsfrist vereinbart werden. Die Pächter sind verpflichtet, über die Einnahmen und Ausgaben des Bahnhofsbuchhandels besondere Geschäftsbücher nach kaufmännischen Grundsätzen zu führen. Buchhandlungen mit einem Rohüberschuß von 10 000 Mk. und mehr sind alte drei Jahre, die übrigen alle fünf Jahre auf ihren Ertrag zu prüfen. Zu diesem Zwecke haben die Pächter Buchauszuge über ihre Einnahmen und Ausgaben aus dem Bahnhofsbuchhandel (bei einem Roh- überschuß von 20000 Mk. von einem vereidigten Bücherrevisor auf ihre Richtigkeit hin bescheinigt) den zuständigen Eisenbahndirettionen vorzulegen. In der Regel wird die Höhe der Pacht nach Prozenten des Rohüberschusses bemessen. Sie steigt von 10 Proz. bei einem Rohüberschuß von 1000 Mk. stufenweise bis zu 65 Proz. bei einem solchen von über 60 000 Mk. Diese Steuerung nebst Kontrolle hat ein finanziell günstiges Ergebnis gezeitigt^ denn der Ertrag l.U-' .,__________.... yj- _ . - ...,l -V V>-U .. ll. gegen das Lorjalund im Jahre 1910 um 100241 Mk. gegen das Jahr 1909 (319 007) gestiegen. Eine Firma hat allein für die Berliner Bahnhöfe die Pacht um 20000 Mk. (auf 80000 9)11.) erhöhen müssen. — Das Plakatwesen hat im Jahre 1909 288 798 Mk. Pacht eingebracht; diese Summe ist inzivischen noch erklecklich gestiegen. •* Sondervorstellung im Stadttheater für den Allgem. Staatseisenbahnverein. Am Samstag, 7. Oktober, findet für die Mitglieder und Angehörigen des Allgem. Eifenbahnveceins Gießen und Umgegend im hiesigen Stadttheater eine Sondervorstellung statt. Es wird Karl SchönherrS ,Glaube und Heimat" gegeben. ** Diebstahl. Aus einem Lagerhaus in der Krof- d 0 rser Straße wurden in der Nacyt vom 19. auf 20. . Mts. durch Einbruch sechsSäckeKartoffel gestohlen. "Von der Lahn. Der ungewöhnlich Wasser- tand der Lahn wird von der Stromverwaltung dazu benutzt, Felsen und Vorsprünge, die den Verkehr hindern, durch Sprengungen zu beseitigen. Gegenwärtig ist man in Nassau beschäftigt, die Fundamente der alten Lahn- irücke, die 1795 von den Preußen zerstört wurde, zu be- eitigen. Landkreis Gießen. O WeiterShain, 18. Sept. Wiederum war eine unserer benachbarten Waldungen gestern das Stelldichein von acht benachbarten Gendarmen aus Gründerg, Homberg a. d. O., Lumda und Ruppertenrod. Sie suchten nach den sonst hier so häufig weilenden Zigeunern. Kein Zigeuner ließ ich blicken. Die letzte Gefangennahme der Zigeunerbande hier im Walde hat Respekt geschafft. Roch ein paar solcher Lektionen und die Klagen übJr Zigeuner verstummen. Kreis Büdingen. X Büdingen, 20. Sept. DaS Großh. Oberverwaltungsgericht zu Darmstadt hat am 18. d. MtS. den Oberlehrer am hiesigen Wolfgang-Ernst-Gymnasium Prof. C. Haacke bezüglich der ihm nachgesagten Anschuldigungen nach dreitägiger Verhandlung einstimmig freigesprochen, da in keinem einzigen Falle irgendeine Schuld nachweisbar war. Die Verhandlung gestaltete sich zu einer Rechtfertigung auch bezüglich seines gesamten Vorlebens. Kreis Alsfeld. Alsfeld, 19. Sept. In seiner am Mittwoch ungehaltenen Hauptversammlung hat per Turnverein Alsfeld die ersten Vorbereitungen für das im kommenden Jahre ftattsindendc 50jährigeJubiläumsfest getroffen. Außerdem wurde die Vorstandsmitgliederzahl nach dem jetzigen Stand der gesamten Mitgliederzahl festgesetzt. § Aus dem Ohmtal, 19. Sept. Das Ausmachen der Kartoffeln beschäftigt eben unsere Landwirte. Eine Mißernte, wie sie wegen der Trockenheit befürchtet wurde, tritt nicht ein. Tie diesjährigen Ergebnisse hangen besonders ab von den geeigneten Ackerfeldern und den passenden Sorten. Weltwunder und gelbe Rosen sind die bei weitem lohnendsten Arten. Trotz der Trockenheit gibt es von den beiden Sorten wahre Riesenknollen. Dabei sind die Kartoffeln von einer Qualität, wie sie in Jahrzehnten kaum vorkommt. Kreis Lauterbach. ** Ablösung von Streu- und Weidegerecht- samen. Von sehr geschätzter Seite wird uns geschrieben: Eine Notiz aus Lauterbach vom 18. d. M. teilt in der Nr. 216 d. Bl. mit, daß über die Ablösung der Strsu- und Weideberechtigungen der Gemeinden Pfordt, Hetz Haus en und Nieder st oll ein Urteil des Kreisausschusses ergangen sei. Nach den dort angegebenen Zahlen hätte die gräfl. Görtzsche Rent- k a m m e r für die Streuberechriguna im ganzen 8897, für die Weideberechtigung 23 689 Mr. als Äblösungskapital zu entrichten. Diese Zahlen sind unrichtig; die richtigen sind folgende: Ablösungskapitallen für Streu Weideberechtigung der Gemeinde Pfordt .... 16 489,5 Pik. 27 615 Mk. , Uetzhausen > in 106 5 (20 119 , •t , Niederstoll s ' ' 10 A06'° - >34196 , Summe 26 596 Mk. 71 930 Mk. Der Wert der Streuderechtigunaen ist auf Grund zweier Gutachten von Geh. Forstrat Reitz in Offenbach und von Gey. Forstrat Tr. Wimmenauer -Gießen berechnet; dem der Weideberechtigungen liegt ein solches von Oekvnomierat Backhaus zugrunde. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 19. Sept. An unserem neuen Bahnhof wird eben recht emsig gearbeitet. Bis zum Jahre 1913 soll er in der Hauptsache fertiggestellt sein. Zurzeit wird Tag und Nacht gearbeitet. Die Tagschicht geht von morgens 6 Hhr bis abends 6 Hhr. Tann beginnt die Nachtschicht bis morgens 6 Hhr. Die Hauptarbeiten sind eben am Gütcrbahnhof und an der 170 Meter langen Unterführung, die Güter- und Personenbahnhof miteinander verbindet. Hier finden die haushohen Aufichichtungen des Bahndammes statt. Im Frühjahr wird das Empfangsgebäude an gefangen. Bereits ist die neue Wilhelmsttaße abgesteckt, die vor dem Empsangsgebäude nach der Stadt herzieht. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 19. Sept. Großer Unruhe bemächtigte sich heute der zahlreichen Passagiere, welche den um 2 Uhr 30 Min. nach Frankfurt fahrenden Eilrug benützten, als der Zug unerwartet mit einem kurzen Ruck direkt auf der Haltestelle Wixhausen hielt. Zum Erstaunen des ganzen Fahrpersonals, sowie der Reisenden entstieg dem Eilzug eine Bauersfrau aus Wixhausen, mit einem gut bepackten weißen Körbchen. Es stellte sich heraus, daß sie die Notbremse gezogen hatte, als sie beim Einfahren des Zuges in die Station merkte, daß der Zug die Station durchfahren wollte. Sie war statt in den 10 Minuten später abgehenden Pcrsonenzug in den auf demselben Gleise abfahrenden Eilzug gestiegen, und um nicht nach Frankfurt mitgenommen zu werden, zog sie die Notleine. Als ihr die Folgen mit Rücksicht auf den Kostenpunkt klar gemacht wurden, brachte sie kein Wort mehr hervor. W Worms, 20. Sept. Der 30jährige Buchbinder* meister Heel ist aus etwa 15 Meter Höhe vom Dache, wo er mit Arbeiten am Schornstem beschäftigt war, abgestürzt und hat sich so schwere Verletzungen zugezogen, daß er in hoffnungslosem Zustande in das Krankenhaus gebracht wurde. Kreis Wetzlar. X Kinzenbach, 20. Sept. Unter äußerst reger Beteiligung fand heute mittag die Gemeinderatswahl statt. Es schieden auS: Vorsteher Adam Mandler (Klaffe I), Landwirt Georg Mandler (Kl. II) und Landwirt Albert Mandler (Kl. III). Vorsteher Mandler wurde in Klaffe I cinstinnnig wiedergewählt, während für Klaffe II Schneidermeister Ludwig Ferber und in Klaffe UI Gastwirt Heinrich Peusch mit 24 gegen 20 Stimmen den Sieg daoontrugen. Riel, 20,J tomflriegSgerid Urfuiibenlälfcöui »ndDienstei Prag, tanölung in d gegen den Sa Arian zur Za. nalltraieMi oon 15000 Är vi yranksu jurjeit bei dem Loppeldelters fr unter Führung m Lichlmsels, in militärischer Ausgabe zuaest' * Wut Meldung stille nein unrein d ftutmaitij ui welchem r. gelang dem Achimlels je wichtige Mel dem Momeii W P-xK! Liedri s M Lurgn-aldk unb r'W t" chu Men ® zä Berleburg: MtosMv- baujen erlegte Ältliche Me ersten ieinblii strderung ta Wind eine V in der M offenen M w Eine kle lich Weinbcu nähner Um; Mnisse anz lich von der mertyjn bi las de Fr Tritt man a Mauern, die bedeckt sind, ^ssdehnung t bringen sie eigenattige W ort- Die unde, die du Mt werden, Won Vater zu ( ^-gegeben | Seit nabez schließlich t ^uxustasel ^getaucht, Mholz a A daher an yMte verschiv ?«i in diese m gebracht ßyte btt "jfc Ä“«" Äte SeÄ“l|tei L Ä H al i LiSmachco da ridt Line Nix. Mldr, tritt in: ibttä ab Mn br den. Bdtwinbr 'stell Ärtfli Ito?, en wastr ftitiab & LMM. w 1 l002ti V, JJ Tirina Ä &'•* qe ^me Tr°öh. Ober, im 18. d. 3M hmnasmm Pros. Anschuldigungen eigesprochen, uld nachwetlbor er Rechtsrrtigung Mittwoch abgehal« in Älsseld die sahre ftattnnbenbc iBtrbm wurde dir inb der gesamte? Beibegere*- unS gc]d)utbe KL teilt in k g bet Str*- tLemernd'.- jtoU ein M den dort ^rtzsche Re-:- igsfW ju ent« ie rütiligen sind ?*m roac eine 6i*«bi*in io, °mbnflQ,b,c.> nQ? den sonst 1 Zigeuner ließ ' Z'geunerbaude ein paar solcher [lummen, «T.**« ül der trof t, Daßer. i*“n» d«,u d,. ' Wm, bium " man B Wt,!»t<. rrtn neuen 8^ *1913^. I dis morgen-d . ssK I i# SgtifcJ °1W„, Ä II K- 6 || , (si«c I! *nb Lii I I Klosse ytinti I 1 ^l110 ..nld^ | igSlapllalltn tieiötbtttd)tW 27 61b ®t (2011® , \24196 ' 71W M auf Grund zwv )sfenbachund i ien berechnet!» von Lekonoime penen-rttaiiau. n Marburg. 19 2a?t. To5 mit Atem Kostenaufwand wgnntf) 1500 Mark wieder in Stand gesetzte historische Spiel- «er kuwsever Rat bausu hr dürfte nochmal-' einer Äusbesierung bet^ritig fern. Trr Wächter neben dem Ziffernblatt, der bet icbem Kollschlaa io kräftig jein Solo bUed, treibt seit einigen Tagen »um groben Gaudis.n der auf dem Marktplatz harrenden Menge recht sonderbare 'Sofien. Manchmal tutet er »u viel, dann wieder ne wenig und ».uocikn bläst er überhaupt nicht. — Ein junger Mmn nameni Schenk aus Dillenburg, der am Samstag ui jpätcr Stunde nut seinem Rade von Haiger nach kaufe fuhr, wurde unterwegs bei Sechs hei den von zwei Strolchen bedroht. In seiner Angst rühr er flott darauf lo», wobei einer der fcegdeaettr yu Boden stürzte. Am anderen borgen fand man an der Stelle einen toten Menschen hegen. Reben ihm lag ein Haler Stork und eine geleerte ^chnapäftasche. Nachforschungen ergaben, da« es sich um den schon unzähligemal. vorbestraften etwa 56 Jahre alten TöpsergcseUea August ft lein aus Marburg, den man ftLher hier .Kleine ünmutsch" nannte, handelt. Der ’ölann hat den hiesigen Chorden, besonder- dem Armcnamte, schon viel Scherereien gemacht. ^Biedenkopf, 20. Sept. 91 u8 den angrenzenden Hatzseider, Wittgenftemer und Hainaer Forsten, sowie au» dem Burgwalde treten jetzt oft rudelweise die Hirsche au» und richten in den Kartoffelfeldern, die sowieso nicht allzu großen Ertrag bringen dürften, vielfach Schaden an. Bei Berleburg wurde z. B. in den letzten Tagen ein große» Kartofselftück völlig verwüstet. In dec Gemarkung Wanger». hausen erlegte der Jagdpächter Garthe in einer Nacht zwei stattliche Hirsche. Gericht»saal. Kiel, 20. Sept. Cberleuinant fr e. 1B i I o t» M wurde heute vom Kriegsgericht wegen Adsiatlung roifienthd) falscher Meldungen, Urkundenfälschung und Betrüge» zu 1 X Jahren Gefängnis und Dienstentlassung verurteilt. Prag, 19. Sept. (Priv.-Telegr ) Hn der heutigen Verhandlung in dem Prozeß des König» von Sachsen gegen den Sänger Burian wegen ftontraktbruch- wurde Bunan zur Zahlung der tzälste der eingcflagten Konventionalstrafe von 15 000 Mark mit 5 Pro-, Zinsen und zu sämtlichen Gerichtskosten verurteilt, Hinsichtlich der anderen Hälfte von 16 000 Mark wurde der Wäger abgewiesen. Die Zlugmaschine im Manöver. Frankfurt a. M., 19. Sept. Die Aufklärung-fahrt des prrzert bei dem Manöver des 18. Armeekorps befindlichen Euler- Doppeldecker- bei Frankfurter Flugsportklubs am 18. September unter Führung der Leutnants v. Hiddesfen und S c a n - o n t von Lichtenfels, über die wir bereit- kurz berichteten, war auch in militärischer Beziehung interessant. Den Fliegern war die Ausgabe -uaefallen, in Mainz abzusahren und feft-ustcllen, in welcher Richtung bet Anmarsch ber feindlichen Armee stehe. Tic Meldung sollte in Die» abgegeben werden. Nördlich von König- nein wurden die Flieger durch plötzlich ausgetretene heftige, nahezu sturmartige Böen gezwungen, bei Schloyborn niederzugehen, in welchem £rt der Feind jeden Vlugcnblid eintreficn konnte. Es gelang dem Beobachtungsosiizier, Leutnant Scanzoni von Lichtensel» jedoch, noch da- Telegraphenamt zu erreichen und die iuui)iigc Meldung telegraphisch nach Diez zu übermitteln. In bem '.llomcnt, als er da- Telegraphenamt verließ, trafen die ersten feindlichen Patrouillen ein, zu spät jedoch, um die Be- jinberung der Meldung noch hindern zu können — Ta der Wind eine Löeitersahrt am 18. nicht gestattete, blieb der Apparat m ber Nacht vom 18. auf 19. September unter Bewachung aus oiienent iyelbe der Schloßboni stehen. Unruhige sranjösische Weinbauern. O Paris, 19. Sept. Eine kleine Weinbauern-Krise — wir sagen absicht lieh Weinbauern und nicht Winzer — wütet zurzeit in näherer Umgebung von Paris und droht ganz ernste Der haUnissc anzunehmen. Am Walde von Fontainebleau südlich von der Hauptstadt liegt die kleine Gemeinde Thome r y, in der die weltberühmten Tafeltrauben, „Chasse- las de Fonteinebleau" benannt, gezogen werden. Tritt man aus dem Walde heraus, so sieht man überall Mauern, die von Reben mit breiten und starken Blättern bedeckt sind. Aneinandergereiht würden diese Mauern eine Ausdehnung von 225 Kilometern haben. In guten Jahren bringen sie eine Lese von 500 000 Kilogramm. Tiefe eigenartige Weinzucht pflanzt sich von Familie zu Familie fort. Die „(Bärten“, wie man sie nennt, d. h. bic Gi lände, die durch diese Mauern in kleine Abschnitte go teilt werden, gehören kleinen Grundbesitzern, idic sie sich von Vater zu Sohn übermitteln oder als Mitgift den Töchtern gegeben werden. Seit nahezu zwei Jahrhunderten lebt man in Thomerh ausschließlich von dieser Weiitzucht. Der Chasselas wird aus Luxustafeltraube den Winter hindurch in eine Wasserflasche getaucht, aufbewahrt, da man ein ganz kleines Stückchen Rebholz an jeder Traube beläßt. Ter Ehasselas erscheint daher an den Tafeln der Reichen, wenn alle anderen Früchte verfchwmtden sind. Nun hat auch die Konkurrenz in diese alte Bodenindustrie Verwirrung und Aufregung gebracht. Ta die Ernte im Vorjahre, wie überall, auch in Thomery sehr schlecht ausfiel — man erntete mir 75000 Kilogramm —, tarn einer der Besitzer auf den Gedanken, CyasselaS aus Toulouse kommen zu lassen, um seine kundschaft weiter versorgen zu können. Er erzielte damit gleichzeitig einen bedeutenden Gewinn, da die wahren Chasselas von Fontainebleau durchschnittlich für 2.50 Franken das Kilogramm an die Großhändler der Martthailen verkauft werden, während die aus Toulouse, alle Kosten einbegriffen, auf 1.20 Fran len im Balin- Hose von Thomery emgelieferl zu stehen kommew lurch diese Herbeiziehung fremder Chasselas wurden natürlich die Preise für die echten von Fontainebleau gedrückt und so trat schon im vorigen Jahre eine Erregung zutage. Ta nun in diesem Jahre trotz besserer Le'eergebnisse derselbe Grundbesitzer von Thomery, der im vorigen Jahre die Chasselas aus Toulouse einführte, das noch in größerem Maßstave fortfetzen will, haben sich die 225 Wcinzuchler von Thomery zu einem Syndikat zusammengelan, um energisch dagegen vorzugehen. Aber ihre Schritte bei dem Prä fetten des Teparlements Seine-et-Marne, sowie beim Lckerbaummistcrium blieben bisher erfolglos, da der betreffende Traubeneinführcr seine Chasselas nur unter diesem Titel ohne den Zusatz „be Fontaine- bleau“ verkauft, sich also feiner Fälschung schuldig macht. Aber die Konsumenten werden doch getauscht, da bc: Käme „Thornery“ auf der Verpackung zu lesen vr. Wie es heißt, wird man sich nun gewaltsam der Einführung der südlichen Trauben widersetzen, wes- halb der Störenfried bereits an den llnterpräfeLen von Fontainebleau um Unterstützung durch die bewaffnete Macht vorstellig geworden ijt. Man kann nicht umhin, in diesem Stomp je gegen den, wie man die Sache auch auslegen mag, unlauteren Wettbewerb feine Sympathie den Bewohnern von Thomery zuzuwenden, die sich in ihrem alten einträglichen, aber auch jdünerim unb vermischte». • Eine merkwürdige Tatsache ist, so schreibt brr Gaulois, daß bic matten Herrscher Europas von oerhältnismo.sn., nein er Statur sind, roäbrenb tue Königinnen hoch unb schenk gewachsen sind Reben der Shriirr in von Rußland sieht der 3ar, wenn beide stehen. Nein au», ber Kauer ist nicht so groß wie bte Kaiserin. Ter König von Italien reicht brr ftönigin Elena kaum bi» zur Schulter. Alions XIIT muß den .rtvpf in die S?öhr heben, wenn er die Königin ansieht, und König Fricdrui« von Täncmark muß ebenialle zu feiner Frau wie zu einer Riesm jni 'Jlmdie Den Portuial \ Zentimeter arötzer, als König Carlos war Sogar >tönig Eduard nähme, denn et Ivar 6 Zoll kleiner als feine Gemahlin, bic schlanke, hochgcivachsene Königin Alercmdra. • Durch ein schreckliche- Mißverständnis sein Leben verloren Hal ein lunger Deutscher namens volle aus Berlin, der in London weilte, um feine Brant zu be- luchen. Er war mit ihr noch Torquay gereist und dort badete er in der See, wahrend feine Braut am Strande iparieren ging. Plötzlich hörte man den jungen Mann im Wasser um Sille rufen. Ein Mann edle herbei und fragte bie junge Tome, ob er Hilfe leisten könnte, aber diese antwortete, ihr Bräutigam, Schwünmcr sei, mache nur Spaß, »,no der Mann lehrte darauf -u feiner Arbeit zurück. Nach wenigen Minuten verjo-wand baffe in den Wellen und wurde nicht wieder tebemng gesehen. Später wurde seine Leiche an das Land gespült. • ein Zeitung äst reif am Kongo Tie Zivilftation be- Kongostaal- scheint doch nicht mehr so weit im iHüditaube zu fein, wie Btcle .»nzunehmen geneigt imd. Ta* zeigte bic Tatsache, daß es dort berctts feit längerer Zeit eine regelmäßig erscheinende Zeitung gibt, da- „Journal be Katanga". Ja, ne hat bereits bte Freuden eines Streik- der als Seper angestellten Neger erfahren. Diese verlangten einerseits Schluß bet Arbeitszeit um 5',, und andererseits bie Ausnahme ihrer Nomen in bte Mitarbeiterliste des Blatte-, da sie erfuhren, baß eine Nummer bet Zeitung an ben König ber Belgier ge. ianbt werben sollte. Wie der Streik ausgelaufen ist, ist uns leibet noch rücht bekannt geworden. " Ein Bär in einem üifenbabntunneL Guten tüchtigen Schreck bekam biefet Tage ein Eisenbahnatbeitei, als cr beim Enllonggehen der Strecke von Lyon nach C1 e r m o n t - Fertanb bei dem Äluögange eines Tunnel- plötzlich einen mächtigen Tictkörper vor sich aus ben Lchtcnen erblickte, den er bald al- den eine- riesigen Bären erfannte. Er wollte sich schon entsetzt flüchten, als er wahrnahm, daß da- Tier ftch Nicht rührte. Er näherte sich behutiam und stellte fest, daß der Bär tot war. Tos Tier ist aus einem veonberjuge, ber aus Lvon fommenben Menagerie .^anenbed cntfajUUm, wahrscheinlich durch eine schlecht geichloiiene Wag en tüt, hat sich dann wohl aus bem Zu mm flüchten wollen, wurde aber von einem anderen Zuge erfaßt und gelötet. ul. Der Hase a 15 Straßenränder. In ber leisten Loche wanderte noch tu dunkler Frühe ein Hausierer durch den Wald, der die lrauzosifckiei, CilldMiueii BertrichainpS und Bernet, von einander trennt. Plötzlich blieb er sieben, denn er sah tm munkeln ein selifante- Ting sich heftig hm und her beiuegen. Gr um naher und eifannte einen Hasen, der in einer Schlinge zapvelte. vod, erfreut über fernen glücklichen Fund befreite er das Lter aus der üalie und nahm es in feine Arme, indem er es mit Zärtlichkeiten überhäufte. Ler ängstliche Hase aber, ungewohnt solchen Benehmens, machte taufend Berrenkungen und feine Pfoten hinter- Her,en int Gesichte des Trödlers Epnren, die nicht gerade einen angenehmen Tank für feinen Edelsinn darstellten. Er suchte nun nach einem Strick, fand aber (einen. Schließlich nahm er feine zweiteilige (Delbborfe heraus und fchlang diefe um den Hals des zieres, um es an dieser eigenartigen Heute nach Haufe zu rühren. Aber kaum fühlte der Hase Boden unter sich, da riß er, ehe noch der Trödler Zeit hatte, feine Börse feft zu halten, mit einer unerwarteten Bewegung fick) lo3 und floh, hast du nicht gesehen, in ein dichtes tocurüpp. ivauz verdutzt über dieses schnelle Ber- schivinden, versuchte der Kaufmann, den Räuber einzuholen; aber Hase und Börse, und so auch bie — bä Franks, die darin waren, sah er niemals wieder. ♦ TaSenglis'che Armenhaus scheint denn doch nicht jener £rt des Schreckens zu sein, ber feinen bösen Ruf recht- fertigen würde, wenigstens was bte Londoner Armenhäuser an- bt langt. Tie gesetzltd^ AltcrSpenston, die allen unbemittelten Personen, die das 70. Lebensiahr über schrillen haben, in den Staub setzt, eine Unterstützung im Betrage von 5 Shilling wöchentlich von dem englischen Staat zu beziehen, scheint bei den Znsassen der Armenhäuser keinen rechten Anklang gefunden zu haben. Von 81 zum Bezug der Alterspension berechtigten Insassen des Armenhauses ui Whüschapel machten bloß 17 von bint Rechte Gebrauch, das Armenhaus zu verlassen und sich dem Wagnis eines Lebens, da- mit einem wöchentlichen Einkommen von 5 Shilling verbunden ist, auszusetzen. Trei von den siebzehn Armen, die kurze Zeit hindurch die Pension bezogen batten, nahmen aber bald wieder zum Armenhaus Zuflucht und waren froh, wieder aufgenommen zu werden. Kleine Tageschronik. Ter „Vofs. Ztg." wird von ti^h.litiormterter, bem Eulenburg Prozeß nabest ehender Sette mügeteilt: Fürst Eulenburg ist feu bre/Jagen bettlägerig. Zn seinem Gesmidheftszustand sind fett der letzten ärztlichen Untersuchuna, bic im Aprll b. Z. erfolgte. Inne Aenoerungcn einoetretcn. Nach wie vor ist er v er h a nd l u n g » u n f a h t g. Bon einer 2cimuianberaumung könne daher leine Rede jein. Wie bte Berliner Abendblätter melden, übersandte der Lord- maijor von London dem Oberbürgermeister von Berlin durch Luftpost herzliche Grüße uno Wünsche für das Gedeihen von Berlin. Ter Oberbürgermeister sprach dem Lord- mauor im "Namen der Stadt Berlin in einem Antworrschreiben feinen aufrichtigsten Tank aus. Der Stadtv er ordneten-Au-schuß von Berlin lehnte die an ihn verwiesene Lustbarkeit -ft euer mit 7 gegen 5 Summen ab. ,, . . „ - , . Am Millwoch vormittag erschien aur dem Ponamt 50 in Charlottendur g ein 30jäbrigcr Man^ und forderte post- lagernde Briefe. Als sich der Beamte umdrehte, griff der Mann durch das Schalter citfter und raubte 750 Mk. in Papiergeld. Gr flüchtete, wurde aber ergriffen und als der LochBanzer feftgestellt. t Charlottenburg wurden einem Rentner — vermutlich während eines Umzuges — Papiere im Werte von 3 0 000 Maik gestohlen. Zn Hamburg sind für 34000 Mark Juwelen ui der letzten Nacht in dem Zuwelenladen von «Burg gestohlen worden. Tte Einbrecher gelangten durch das Lennen von zwei nach der Straße liegenden Sichcrhc.t-^a-löisern ui der Haupieingangstür jum 2ai>cn. Bon den Einbrechern bat man keine Sour. Aus Colmar wird gemeldet: Im Unterlmber- mufeum wurde ein kostbares Panzerhemd aus bem 14 Jahrhundert im Werte von mehreren Tarnend Mark geil o 61 e n. Bom Täter fehtt jebe Spur . _ Au- Innsbruck wird gemeldet: In dem a.or'e Sourelle erkrankten 15 Personen schwer unter « er g if tung s -richei- nung cn nach dem Genuß von Fleuch eines di indes, bas an -taul- unb Klauenseuche verendet uno trotzdem verkauft worden war. Eine Person ist bereits gestorben. . Der Kommandeur Der mien bat)mieten ztD'jion, Gcneral- leutnant o. Benzine, stürzte mit ieinem Pterde und oer- letzte sich berartig, baß a nach München zuruckkcyren mußte. Aus Manand wird gem^bet: x\t Gegend von A it i wurde von einem Wirbel wurm heim zeucht, oer die berühmten Afti-Spumante-Weinberge verwüstet e. 4.er Schaden wüd auf eine Millwn Lire geschätzt. mll großen yiifueu unuunbencn Erwerbe bedroht jchen und bem Ruine zugesübrt werden könnten, wenn diese Ein uhr ber süblichen Trauben zur Regel wird. Lcr orui u-c Miutiec ,4)awte u i e b mu ocui neuen Mieten dampf er der Wduc Stai-^ine „L.vmpicder von Sontdamoe.ni nach Nenvork abgegongen war. vor C »botne bei der Insel Vigdt zusammen „Cl: mDtc". der dreitausend Menschen an Vor> hatte, wurde stark detchädigt: ec nahm eine große Menge Waner auf, wurde aber durch die wasserdichten Schotten geratet. Beide Schisse fuhren in ber fei len Richtung. Ter Kreuzer jirnite bas Steuer und bic Bordseite de- Dampfer- und rtß oberhalb und unterhalb der Vafferlinie ein große- Loch ler t u 3 be v Ä reu |cr6 ist stark beschädigt. „Clenwu" fährt langsam nach Southampton zurück. Tie im An'ang des 1b. Jahrhundert» von Ton Johann 6 jeden Tag mehr ein- bürgern fowohl ab Koch- und Backfett wie auch ab Brotaufstrich. - Das bewelfen am heften die zahllosen Nachahmungen, die gewiß ein beredtes Zeugnis ablegen für die vorbildliche Qualität unterer Produkte. H.Scblinck & Lie.kl.-6. NB. Palmin setzt auch «welch“ (khmalzäbnlich) zu haben. Turnverein Giessen Sonntag, 24. September: efdeW Abturnen in der Turnhalle Frische Fische! (v^/o Morgens 8 Uhr: Wetturnen, voll Vom 16. bis 30. September 1911 5654 des in Versandlisten ä ca. 3 Pfd. per Kiste n Anfang 7 Uhr- Eintritt frei 1 Herr — 6 Damen Nur 5 Tage! Täglicher Programmwechsel! Nur 5 Tagei Verehrte Hausfrau | Vergebung probieren Sie bitte meinen Kaffee 10 Pst. Mk. IW n M M Kornbrot 4-Pfund-Laib 48 Pfg. Schulstraßc 4. Schulstratze 4. 5747 KOLOSSEUM Tafel-Butter . Limburger Käse Emmentaler la. Edamer la. . . 56 Ps. $11152 M. 122 Weißkraut, gelbe Rüben- Meerrettig, rote Rüben, Siegerländer Brot Grahambrot Laib 50 , 30 Gießen, den 18. 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