Nr. H3 XXX Wltptntr erfd?ehti täglich. außer Sonntag«. — Beilagen: viermal wöchentlich LiehenerZaivilienblättkr; zweimal wöchentl.Xrei5- dlattfSrdenXrelrGlehen (T ienStag und Freitag > ; -weimal nwnatL £aib-. wirtfchafUich« Sdtfragtn Fernsprech - Anschlüße. für die Redaktion 112, Verlag«. Expedition 51 Adrefie Mr Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeige» hir die Tagesnumrner bi« vormittags 9 Uhr. Erst« Blatt chs. Jahrgang Mittwoch, 21 Juni 19N GichenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberheffen VezugSprei«: monatlich7SV^viertel- ;.TJ'rhd) M 2.20; durch .'Ibhoke- tu Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.— viertel* jährL auSschl. Bestellq. ZerlenpreiS: lokal 15Ps^ iiiiSivärtS 20 Mennig. ILhefrebafteirr: A. Goetz. PcrankwoNlich für den volinschen Teil: August Goetz; für „Feuilletons .Vermischtes* und x, -wr , e , T „Genchkösaal-: K.Reu- HotattonsörtK! und Verlag der vrübl'schen Umv.-Vuch- und Zleindruckerei R. Lange. Redaktion, Erpedition und vruckerek: Zchulftratze 7. .Stadt und vüdingen: Zernsprecher Rr. 50 Sefchäflrstelle Bahnhofstraße <6a. «injetgenteU: ’b.’Wa Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten. Vie Reid)$rat$roaf}kn in Oesterreich. §cutc fanbett die Stick) Wahlen in ganz Oesterreich statt, deren Ausfall den (tinbrurf der ersten" Wahl bestätigt, oa die Christlichsozia len namentlich in Wien schwere Vcr- lustc erlitten. In den Gewinn teilen sich in der Reich'- Hauptstadt die Deutschs rechettlichen unb die Sozialberno- traten. Ta aber letztere in der Provinz ebenfalls Einbußen erlitten, tomint der Mandatsgewinn ausschließlich dem deutschen Nationalverband zugute, der damit zur stärksten Partei im Reichsrat wird. Die Wahlbeteiligung ist eine sehr rege. Aus mehreren Städten Böhmens unb Galiziens kommen Nachrichten, das; die Bevölkerung sehr erregt ist. Vielfach ist Militär bereit gestellt. Auch in Wien ereigneten sich uni Mitternacht unb in Lemberg nach Verkündung der Wahl des Sozialisten Breiter infolge der Ausschreitungen der Anhänger Breiters vor der Statthalterei Zusammenstöße „mit dem Militär und der Polizei, wobei von der Waffe Gebrauch gemacht wurde. 13 Personen wurden verletzt. Aus Sambor wirb gemeldet, das; nach Veröffentlichung her Wahlergebnisse die christliche unb jüdische Bevölkerung einander angriffen. Das einschreitende Militär ging mit gefälltem Bajonett vor. Zehn Personen wurden verletzt, lieber die gestrigen Vorgänge in Trchobyoz ist die Untersuchung im Gange. Tic Blätter geben die Johl der Toten und Verletzten auf 18 dezw. über 30 an. Der Zustand merherer Verletzten soll lebensgefährlich sein. Heber den Ausfall der Wahlen liegen bis jetzt folgende .Meldungen vor: Wien, 20. Juni. Von 560 Abgeordneten sind bisher endgültig 416 gewählt, und zwar Deuts ch*F re iheit - liche 104 gegen 79 im alten Hause, Sozialdemokraten 80, unter ihnen autonomistische, gegen 87, bürgerliche Tschechen 82 gegen 8-1, (5 hristlichSoi Ziale 7 6 gegen 96, Bukowina er Rui h e ne n 5 gegen gegen 5, Ru m an »er 5 gegen 5, Alldeutsche 4 gegen 3, jubijdycr Klub 1 gegen 3, Wilde 6 gegen 4. Bei dem Polen flub, den Italienern, Südstaven und galizischen Nulhenen sind noch Wahlergebnisse ausständig. Endgültig gewählt sind Jtali euer 15, bisher 1 Gewinn, Polenk i u b 32, bisher 4 Gewinne und 3 Verluste, Sübflauen 34 gegen 37, galizische Ruthen en 3 gegen 26, bisher ein Verlust. llnbefomtt sind noch die Ergebnisse von 4 Stichwahlen. Außerdem sind noch 8 Stichwahlen und 58 Wahlgänge in Galizien erforderlich. Tic Wahlbewegung im WienerGemein de bezirk verlief sehr lebhaft, doch kamen leine ernsten Zwischenfälle vor. Die Polizei intervenierte lediglich bei kleineren Zusammenstößen, sie verhaftete 187 Personen, zumeist wegen Ucbertrctung des Polizeischu tz-G.esetzes und polizeiwidrigen Verhaltens. Bei den Stichwahlen in Wien sind nur zwei Christlich-Soziale, nämlich Kuhn und Heilingcr, gewählt worden. Von den übrigen Mandaten entfallen 9 auf die Deutsch-Freiheitlichen und 12 auf die Sozialdemokraten Tic Christlich--Lozialcn verlieren bei den Stichwahlen in Wien 15 Mandate, von denen die Deutsch-Freiheitlichen 7, die Sozialdemokraten 8 gcroinnen Bisher war Wien im Abgeordiictciihause uon 20 Christlich-Sozialen, 10 Sozial demokraten unb 3 Deutsch-F ortschrirtlern vertreten. ")tun- mehr wird Wien von 4 Christlich^-ozialeu, 10 Deutsche Fortschrittlern und 19 Sozialdemokraten vertreten sein. Gefallen sind fast s am t l ich e ch r i st l i ch - so z i al e n Führer, unter ihnen der gewesene Präsident des Abgeordnetenhauses P a 11 a i, Pr i n z v. Lichten ft ein, Hanbels- mniifter Weiskirchner, der gewesene Eisenbahnminiftcr v. W i 11 c f, der Bürgermeister Wiens, N c u m a i) r, der Vizebürgermcister Wiens, H i e r h a m m e r. — Aus Mistelbach wird gemeldet, daß der gewesene Minister G eß mann gegenüber dem oeulsai.fr ech e it lichen uanbt daien in der Minderheit geblieben ist Die Krönungsfeier in England. ii. Das Programm für die 8 eönuugsfeierlichkeitcn ist folgendes: Am 20. Juni: Staotsbankett im Buckingham Palast, darauf Ball in der Albert-Hall 21. Juni: Tiner im 3t. Zames Palast bei dem Herzog von Connaught. 22. Zuni: .ürönung in der Westminster-Abtei > von 11.13 norm. Liv 2.30 nachmittags. Abends Fant Ui en din er im Buckingham- Palast. 23. Juni: Prozession des Königs und der Königin durch die City und Sud-ä!ondoii. Diner im Auswärtigen Amt. 24. Juni: Flottenparade vor Spitheod. 26. Juni: Gala-BorsteUung im Opernhause. 27. Zuni: otavfenfeft im Park des BuctingHam^al aftes. Gala-Vorstellung in His Majeftys-Theater. Souper und Ball bei Graf Derby. London, 20. Zuni. Der deutsche Kronprinz überreichte heute dem König im Auftrag des Kaisers den F e l b m a r s ch a l l st a b. Gestern machte der Kronprinz im Laufe des Nachmittags Besuche bei sämtlichen Mitgliedern des stöniglidicn Hauses. Das Frühstück nahm der Mion Prinz im Anny- unb Navi-Klub ein. Ferner besuchte der Kronprinz die Olympia, während dort keine Konkurrenzen stattsandcn und nahm die Pferde der beutschen Offiziere, die sich dort befinden, in i'lugcnschein. Zm Buckinghain-Palaft fand gestern abend eine Fcst - l i cf) Fett zu Ehren der fremden Fürstlichkeiten und der Vertreter der fremden Staaten statt. An der gestrigen Familien täfel im Bücking Harn-Palast nahmen u. a. deutschen Fürstlichkeiten das Kornprinzcnpaar, die G r o ß h e rzo g s p a a r e von Hessen, von Mecklenburg-Schwerin, von Mecklenburg-Strelitz, Prinz Heinricli von Preußen, die Erbgroßherzogin von Meiningen, das Prinzenpaar Friedrich Marl von Hessen, Prinz Rupprecht von Bayern, das Prinzenpaar Zohaun Georg von Sachsen, das Herzogspaar von Moburg, Herzog.Ernst Günther von Schleswig Holstein teil. Rach der Tafel folgten das Kronprinzenpaar und fast alle deutschen Fürstlichkeiten der Eiuladuiicz des Herzogspaares von Sutherland zu einem außerordentlichen Ball fest im Staffordhoufe. Heute abend fand im Buckingham-Palast ein Festbankett statt, zu dem 562 Gäste erschienen waren, die än einer Reihe von kleinen Tischen saßen; der König führte den Vorsitz an einer Tafel, die Königin an einer anderen. Hilf di e'rechten ^eitc des Königs saß die Kronprinzessin, auf der linken die Prinzessin Higaschi-Fuschimi von ^apan, auf der rechten Seite der Königin Erzherzog Karl Franz Zoseph, auf der linken der deutsche Kronprinz, neben ihm der Kronprinz von Rumänien. Tic Banketthallen waren glänzend erleuchtet; das prachtvolle goldene Tafel-Service, das 60 Zentner wiegt, war von Windsor nach dem Bücking ham-Palast gebracht worden. Tic Generale Lord Methiten und Sir Williani Richol son wurden anläßlich der Krönung zu Feldmarschällen er- nannt. Deulsch-amerikanischc Zriedensbestrebungen. Neuyork, 20. Zuni. Ter Ausschuß für Friede n s b c st r c b u na c n unb internationale Benehnngen des b c u t f d) >• a nt c r i f a n i f d) c n Ratio nalbundcs vcröfl'enl licht angesichts des Schiedsgerichisentwuries einen Aufruf an das deutsche Voll, welcher gleichzeitig abid)riftlid>. an den deutsche,! Botschafter zur llcbermiltclung an den Kaiser und Reichs tag, wwie an den Präsidenten Tast und an den Kongreßausschuß für Auswärtige Angelegen Hein n gegangen ist. Tarin wird gesagt, in dem vorgeschlagenen SchiedSgeiichtsvertrag mit Großbritannien sehe man die Festlegung eines beinahe hundertjährigen Friedens^ uüande--. Mit Tcnidilanbt würde er den Frieden für immer zu sichern iudicn, der überhaupt nie getrübt worden und seit Gründung der Reoudlik bestanden habe. Zm Vertrauen aui unsere )'.'.ilturverwandtsd)afi wenden wir uns in diesem nvltandiidulid) bedeutenden Augenblick an euch, liebe Siammesbrudei. mit der Bitte, eure Bemühungen mit den unseren für den Abschluß des Vertrags zn vereinigen. Wir wissen, daß unser altes Vaterland vielleicht mehr als irgend ein anderes Land burdi seine ge- schid tische Enuvidlung an du Kriegsgefahr gemabnt und auf seine Ltürke zn vertrauen gelehrt wird. '.‘Iber gerade die geschichtliche Entwicklung weiß zwischen den Vereinigten Staaten und Dtutsd'land aus den Frieden und friediertige Austnnander- ietzung bei W c i n un g v c r idn eben hei t en bin. Gewiß gibt es Fälle, wo die elementaren Gewalten trob jeder Bindung losbrechen unb ebensowenig durch Verträge wie burdi Gesetze zurüdgehalten werden. Aber ebensowenig, wie uns soldw Fälle veranlassen, die bürgerlidicii Gesetze überhaupt zu verwerfen oder sie für Mi, los zu erklären, können sie den Grund dafür bilden, int internationalen Leben aus das Rechtsverfahren ganz und gar zn verzichten — Am Schluffe des Aufrufs heißt c. sprecht au-?, daß das deutsche Volk diesen Friedensvertrag nut der Schwester- natipii icufeii? des Weltmeeres wünscht, daß ihr vertraut aus die Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit unseres Anerbietens, daß Freund fcbaft und 1 richtigfeit malten soll zwischen eurent und unterem Volke, das 25 Millionen Bürger deutsdien Blutes zu den Seinen zählt." i Die proUamkrung der Republik in Portugal. fori t ch e n Regierung besagt: Tic Revolution mar du- Folge einer langen Krise, in der die Braganza ihre unheilvolle Tätigkeit verschlimmerten burd) die (lerfuldclung ees Landes und die llnierbrudiuig aller Frei- betten. Tic einmütige Zustimmung zur Republik ift ein tvahres Volksurteil Die Botschaft liebt den F-eldzng heroor, der in der öffentlichen Meinung des Auslandes gegen die Republik geführt tuoroen ist und erinnert an die Versuche einer Gegenrevolution. Es war notwendig, so fuhrt Die Botschaft aus, die Diktatur zu verlängern, nm die Republik zn bncihgen. Diese mußte gegen den Klerilalismus kämv'en, ociku Tätigkeit sich ui Briefen von wahrhaft hochverräterischer Waiur enthüllte. Gegenüber den religiösen Orden befchränttc fid) die proviwrifchc Regierung daraus, die bestehenden Gesetze wieder in Kraft ;u setzen. "Die neue Regierung ift von btm großen Rationen anerkannt und die Oetsent- lid i.it verfolgt mit Vertrauen ihre Reformen. Tie proviforisdw Regierung ist glücklidt, daß sie imstande war, ohne eine Anleihe die Verbratichsneuern zu vermindern. Tie auswärtigen Beziehungen ivurden mit Würde aufrecht erhalten, die das monarchische Regiment nicht immer gewahrt habe. Tie Botidxnt betont fchlicRlid), daß die provisorische Regierung geivunidn habe, der lonmiuierenben Versammlung die Initiative zu überlassen, gleichfalls die "Republik zu erklären. Rad) Tchlnß der Sitzung der konstituierenden Versammlung machte der amcTifa»ifd>c Geschäft- träger dem Minister des Aenßem Mitteilung von der Anerkennung der por t ug i c f i schc n R e p ii l) l i t durch die Vereinigten Staaten. Tas Publikum oer- anfiaitctc vor der anrerilaniidcn Gesandtschaft eine begeisterte Jhinögcbung. Rach ben eingelausenen Nachridsten sind gestern nirgends fK u 1) c ft ö r u n g c n vorgekonmten. Zm ganzen Lande herrscht große Begeisterung. Tic oTfeutlidicn Gebäude unb viele Privat- bäufer hatten geflaggt. Lldenos war illuminiert. Der Ausstand der Seeleute. London, 20. Zuni. Ter Ausstand der Seeleute fit *ier,t, fomcit die Cunard-Linie in Betracht kommt, als beendet an;ufel)e>i, da in einer Zusammenkunft zwischen Der- tretevn der Company und der Seeleute, die iKutc in Liverpool stattegfunden hat, eine Einigung erzielt wurde. Tie Union Castle Litte und die Roval Mail Steam-Paket- gesellschaft ^sahen fid) gezwungen, die .Abfahr t von vier großen T a m p f em, oic zur FloNenparade nad) Spitehead gehen sollten, abzusagen. Zn Glasgow kam es gestern abend zu ernsten Ruhe- lt Ölungen. Eine dichte Menge von Ausständigen versuchte den Zugang zu dem Ankerplatz der nad) Belfast bestimmten Dampfer zn em uigen, ans bem nicht zur Union gehörige Seeleute ein» Gieszerrer Sta-ttheatev. Tcv Graf von Luxemburg. Operette von A. M- Willner und Robcrt-Bv- danzky. Musik von Franz Lehär. Das Kurtheater von Bad-Nauheim begann gestern bei recht gutem Besuch sein hiesiges Operettengastsviel mit dem bereits für das vorige Zayr angesetzt gcivefencn Graf von Luxemburg, der erfolgreichsten Operette der letzten Zahre. Die Handlung, die an sich recht durstig ist, ist geschickt und so klug geführt, daß sie dem lebhaftesten^Interesse der Zuschauer begegnet und überall mit herzlicher Sympathie aufgenommen wurde. Das Stück erzählt von einem alten russischen Fürsten, der seiner Petersburger Gräfin durchgegangen ist und sich in Paris der schönen Sängerin An gelc angenommen hat. Die Sebwierigleitott, die der standes ungemäßen Heirat entgcgenftcljcn, behebt der drelviertels verlebte Fürst dadurch, daß er einen verarmten Edelmann gewinnt, eben den Grafen von Luxemburg, der bereit ist, sich mit der Sängerin zum Schein trauen zu lassen und sofort die Scheidung einzuleiten, damit der Fürst möglichst bald zu seiner geschiedenen Gräfin kommt. Hinter einem Wandschirm wird die Trauung vollzogen — das Paar sieht sich nicht — aber was in aller Welt ist natürlicher, als daß sie sich bei der Berührung ihrer Hände wenn auch unbekannter weise ineinander verlieben! — Nach drei Monaten soll die Scheidung ausgesprochen werden und just am letzten Tag kommt der Heiratsgraf — der ivährend der drei ledigen Ehemonate — wieder ganz natürlich — einen anderen Namen führen muß, tu den Salon seiner Frau, die gar nicht seine Frau ist, da er sich, in: Theater in die schöne Sängerin verliebt hat — ob sterblich ober unsterblich das ist inch: gesagt — auch von seiner Frau nicht, aber verliebt sind beide. Tann kommt der Fürst .... verliebt, verlobt, verlebt . . . verrat in seiner Seligkeit die Verabredung und Angele geht mit ihrem Gatten ins Gasthaus, aber nur bis in die Empfangshalle, denn die ist fo hübsch eingerichtet, und so groß, daß sich dort alle Pärchen wieder zusammenfinden tonnen. Und das tun fic denn auch nach einem pikanten Zögern — das erhöht das Mitgefühl Der Zuschauer — und der Vorhang fallt über zwei ganz glücklichen und einem halb glücklichen Paare — denn von dein fürstlichen Paar „schwimmt" nur die bessere Hälfte in Wonne. Tic Musik ist seit langem bekannt. Tic sorgfältige Vertonung Lehars, die sich mit spielender Leichtigkeit und graziöser Anmut rasch in Olr und Herz schmeichelt, hat gegenüber der lustigen Witwe und den darauf folgcnbcit '«Serien ganz bedeutende Vorzüge und einzelne Sätze sind wirlliche Perlen in der Cpcrcttenmufif, vor allem das schmelzende, sentimental-sinnliche Walzermotiv (Bist du's, lachendes Glück ...'? , das sich kunswoil und packend durch das ganze Werk zieht. Voll seiner Reize ist das niedliche Boheme-Tuett und oas kokette Chanson der Juliette mit seinem kecken Kehrreim. Mächtig wirkte auch das Maler duelt: Madel klein, Mädel fein, und das nünnige Treffe ineamat-Walzerlied. Erwähnt feien noch die Auftritts lieber des Grafen und Angöles aus den vielen klingenden Melodien ... die nun auch bald auf den Gießener Straßen heimisch werden dürften. Tie Darstellung, von Hermann Norden, der den Fürsten etwas vergröberte, flott und schneidig geleitet, hatte ebenso wie die £pcrcttc selbst einen vollen Erfolg. Nach dem etwas matten, gewissermaßen taftenben Ansang er hoben sich die gesamten '.'.'litroirEenbcii im zweiten Aufzug zu einer recht bedeutenden Höhe, zu einem Ensemble, wie es auch die seit Zähren eingespielte Truppe des Frankfurter Opernhauses nicht geschlossener herausbrachte. Otto Beer von der Wiener Bottsoper eroberte sich mit seinem wohligen Tenor unb seinem flotten Spiel als Heiratsgras rasch die Herzen. Kurt Harden vom Stadu .ater in Bielefeld sang Theater an der Wien errang als .i.ig'.-.c mit ihren hervorragenden Oualitäun ebenso wie . einette Ries vom Kurtheater in Kissinaen als reizvolle, quecksilberige Juliette einen bcbcutcnbcn Erfolg. Bei den folgenden Aufführungen wird nod) näher au» die einzelnen Darsteller, die fid) al* tüchtige Kräfte erwiesen haben, zurückzukommen fein. Tas Srchesrer wurde von Mar Schaffner mit (Geschmack und sicherer Hand geleitet. * — Tie Brücke nennt sw- ein internationales Znstitut zur Cnciiiiicrung der .< Ärbc.t, am 12 Zuni in Bünden gegründet wurde. Mil Dem 3 n ter nationalen Bibliographischen Institut in Brüssel, bas den etwa 25 Millionen Zettel mntassen- ben Katalog der Truckwerkc aller Zeücn und Völker her|teilt, hat cs gnniMcgcntc Vereinbarungen oercity getroffen. Ter Be> g runder dieses Znstituts, Paul Ctict, wurde $u einem bet Ehren- rra>identen der Brücke ernannt. Ten Vorsland der Brücke bilden: Geheimrat Pros. Tr. Wilhelm Ostwald in Großbothen bei Leipzig mter Vorst?ender, Redakteur M. W. Bührer in München, von bem der cantf Lrgant'^rionsp-in aus-nng, zweiter Voriitzender, Schriftsteller Tr. '?Üwlf Sam r :ii üncheu (General’etretär. ^tt ter Brücke ist München. Tic Brücke will den mehr meck'anischen Teil der geistigen Arbeit aller Richtungen nach dem Grundsatz ber gegctiieitigen Hilf, und freiwillig geleisteter Mitarbeit der Geistesarbeiter organisieren. Tie>> Organisierung soll automattich: ourd> allgemeine Cuiführiing einheitlicher Ber- ränoigungsmiitd, besonders tinbciflühcr Formatt und einhcü- lichcr auf gedruckter Registrature..merke für alle T ruckwerkc; b organ.-awrisch: durch Ueberbrückung der Inseln, auf hen-'it zurzeit die Mehrzahl Der geistigen Arbeiter ?mdwi0ucn wie Cinzttorgannationen noch stehen. . m Zusammenhang damit wird sich dic Brücke mit Der Zeit ausge'alten zu 1. der Auskunftsstelle der Auskunftsstellen: 2. einer Zentra- und Hochschule der Lrgani- fat’.on, und im Anschluß Daran - Serbin !°l Die zur «forderlichen s Erd- und 2 Zinimerarbe [tollen durch ft Die Verdi Wtbe zur ( beB Koitenans stei und nist Zureichen, tz vorm. io j kchlagsfrist 3 Gießer 6 Frei lose. Sä Bucl Leg| v*v. B"/.l Klassen- Lotte Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, am 20. Juni 1911. toigl. Preess es Deutscher cvereine zu IteursGiesen. Nichts, der seg- Mitgliedern um- lebigt. Ter An- Meins (Urheber- n Ausschuk über- liefern soll. Ter m Verbände und bem Reick-- eS Borgeben en an Behörber. elcgenfcitcnjnr' •eiern alt Safr tanb juiammat' ommen. Ttc Mannschaft Beim unb des 2Bcn in einem »er, „B. s. $« unb den vorher r, lieferten sich n Balser (SM. Bbit(, ibqS auch kam. Neubaubureau für den AmtSgerichtSneubau zu Gießen. Landmann. Gießen, den 17. Juni 1911. Großh. Kulturinfpektion Gießen. H. Steinbach. SAiiSte M»Ng zum WH.h0.hS baß das Mäd, es, sprechen, sie ö- uach Hembach 600 be nach Luxem. ? ab, lief ^der Anstifter lahr 3 Monaten 1 *Le Lchimvf letzte UMfrictytctu Tag Programm der neuen belgischen Regierung. Brüssel, 20. Juni. In der heutigen Kammersitzung verlas der Ministerpräsident de Broauevrlle eine programmatische Erklärung des neuen Ministeriums, in der angekündiat wird, daß dem höheren Rat für Lande! und Im dustric die Bermittlungsrolle bei wirtschaftlichen Sirntigfeitcn zuerkannt werden soll. Die Regierung roenbe ihre Auimerksam- Teit besonders dem Kinderschutz und den Arbeiterve n- s i o n e n sowie Oer Förderung des Mittelstandes und der ^rmcfrrunji ber Beinen Besitze zu. Auch die Lage der Beamten solle gebessert und noch heute ein Gesetz über die Offiziers^ »enhonen eingebracht werden, lieber den Ausbau der Waffer- srraßen und Verkehrswege jnr Förderung der roirtfdiaftlidKn Entwickelung soll ein besonderer Ausschuß beraten und Beschlüsse fassen. Im frongo soll auf bewährtem Lege zu einer stets engeren Verbindung mit bem Mutterlande weiter gegangen werden. Auch soll die Entwickelung der Stolonie nur vom Geiste Verdingung. Die zur Erweiterung der Flutschleuse zu Mühlsachsen erforderlichen Arbeiten und zwar: Erd- und Maurerarbeiten veranschlagt zu 585 Mark Zimmerarbeiten , • 167 • sollen durch schriftliches Angebot vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen bei der unterzeichneten Behörde zur Einsicht offen. Angebote haben in Prozenten deS Kostenanschlages zu erfolgen und sind verschlossen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bei uns einzureichen. Eröffnungstermin Montag den 26. d. Mts., vorn». 10 Uhr auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 4. Zuschlagsfrist 3 Wochen. m voll 3M ^."'Mathilde „n,ltb leit bem nen Univkttec vom ®tcn. ln °der Rhein tzMLÄt E DKt ra roottav et filbttnen fcotp Mk. für die geteiltes durch Nitz- eingeäschert. r Gtzmnasial- c einen SW* len und 'st W daß er das Opfer dletz die Geburt ?atf er das neu- ßhandeltt >e hm scherrwe'ie d'e lÄi: SÄ’ L-x: Vergebung von Bauarbeiten für den Man eines AnitsgMsgeböudes jn Gießen Nachdem auf die zur öffentlichen Submission vom 10. Mai l. I. eingereichten Angebote auf LoS I Erdarbeiten, Betonarbeiten und Maurerarbeiten kein Zuschlag erteilt werden konnte, werden die Arbeiten in nachstehender, abgeänderter Form unter Hinweis auf den Ministertalerlaß vom 16. Juni 1893 und den Erlaß Großh. StaatSmlnisteriumS vom 24. Februar 1911 nochmals auf dem Wege öffentlichen Wettbewerbs vergeben. Los I. Erd» und Betouarbeiteu (etwa 2350 cbm GrundauShub, 1765 cbm Betonfundamente, 1020 qm Betonfußboden). Los II. Maurerarbeiten (1050 cbm Bruchstein, mauerwerk, 3650 cbm Backsteinmauerwerk, 610 qm Sockel- tverblendung, 590 Ifd. m Treppen zu verlegen, 279 cbm »Hausteine zu versetzen, 2290 kg Träger zu verlegen usw.). Die Bauleitung behält sich vor, die Lose I und II ge- trennt oder zusammen zu vergeben. LoS III. Kalklieferung (Lieferung von 4700 Zentner hydr. Sacklalk. Zur Erteilung eines Zuschlags auf LoS III verpflichtet sich die Bauleitung nicht. Zeichnungen, Bedingungen und Angebotsunterlagen liegen auf unserem Neubaubureau, Stephansiraße Nr. 18, 1. Stock, während der Dienststitnden zur Einsicht offen. An- gebolSformulare und Bedingungen werden, soweit Vorrat reicht, gegen Erstattung der Selbstkosten abgegeben. Die Angebote sind verschlossen, porto-- und bestellgeldfrei, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis Donnerstag den 6. Juli 1011, vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen und werden in Anwesenheit etwa erschienener Bewerber zur angegebenen Zeit eröffnet. BMee,Besen forotc sämtliche Artikel zum Hauopuv empficblt H. Heß, i uns ^^^Mjsigten nach b.enßrjer> igdurch,7/ss snei' ade letzttt ' - - lutste erstkl. Solldarla - Fahrräder ■ ► auf Wunsch 1 ' Teilzahlung! 1 ' ^Anzahl.: 20, 30, < ' K-JsciMk. Abzahl. < 1 ‘^■*7—ISAtk. mon. < • > Zubehörteile spettbiUlg. Preislist grL < . J. JEN DROSCH & CO., > ►« Charlottenburg No. 251 #* > Fünfziger 1856—1906 Am 19. 9uni starb nach langem Leiden unser lieber ÄlterßtoUege Konrad Jäger Die Beerdigung findet am Donnerstag, den22. Juni nachmittags 5 Uhr auf dem neuen Friedhof statt. Wir bitten um zahlreiche Beteiligung 3977, Der Ausschuß. Die Ziehung der I. Klasse 225. Lotterie beginnt am 11. Juli 1911 I nco 1,8 1L_2L_ kör jede LOSß |n7i;fö7"i.207T:<- öasse sind, so lange Vorrat, zu beziehen durch die Königl. Preuss. Lotterie-Einnehmer in Giessen. Buchacker Flimm Neuen Baue 11 Walltorstrasse 63 LeglerinFirmaRicker’scheBüCbhandlg. Süd-Anlage 5 3976 oeu öuiiiujiLU» vu ^>u)ü.|üiuju VU.ICH icul i>erlc|ung i der Qrrflörimg reditfertigte ber Führer bar ffll^flferifalen, Döste, feine Handl ungsiorise nor Ausbruch der Ministerkrisis, worauf der Liberale Öhmans den Ministerpräsidenten aufiorberte, präzise Erklärungen ;u geben über das Sämig eiet und über eine etwaige Auflösung der Sammer zwcrks Befragung des SoITm Ter Ministerpräudent erklärte, daß bei bem Schulgesetz alle-: von der endgültigen Gestaltung durch die Kammer ab bange: bic Auflösung der frommer fei verfassungsmäßiges Recht der frrone. Karlsruhe, 21. Juni. Bei der Wahl zum Bürger ausschuß wurdet: von der 3. Llasse 24 Sozialdemo traten. 4 Zentrum, 2 Fortschrittler, 2 Nationalliberale gewann Baris, 20. Ium. Ter frühere Präsident von Mexiko, Porfirio T t a $, ist heute abend in Paris angekommen. Paris, 20. Juni. Die Agence tzaras melbcr aus Fez unter dem 16. b. M : General Momier wird bcmnäcfcK gut brechen. Da er nicht über die Streilkräne verfügt, die notwendig lui uui den VDcviig-Muxi t>cv uuineusi .hul- „u miuuHMDOu irr bin sich thc niditiiiitrrnHnrirnen Berber geftüöfrt bdtxr nnrb er i;di ban-.ui beschränken, m 5ehr.i evu-_ binrartxdbr ®ancf»n iurftfiulafien und die Verbindung von oefru noch M eUues zu sichern kontier wird alsdann Fez rmimen, indessen außer den \*lbtnlungtn Mangin und Bremond eine nerftnrfte Truvpen- rnade lurüdlaiien. Tokio, 20. Juni. Im Mittelpunkt von Japan hat ein Orkan Verheerungen verursacht. In Tokio und Aviv- bama und bte Parkanlagen teilweise zerstört worden. Im Suifat sind 15 Personen ertrunken fürKinder undKranKe Achtung! Kammerjäqrr Schwär; emvfiehlt fich ;ur Bertilauug von Ratten, Maufen, Schwaden, Wanäcu u. Ungeziefer jeder Art. Schristliche Angebote unt. 3971 o. b. Giefiener Aniieiger erbeten, letal! oder die es werden wollen. Vor Kauf eines Rades besichtigen Sie erst mein reichsortierfes Lacer in wirklich erstklass. 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I. B.: Dr. Merck Verordnung. 9)etr. : Maßregeln zur Unterdrückung deS ansteckenden Scherden- katarrds deS RindmehS. Auf Grund deS 8 1 der BundesratSinstrurtion zur Ausführung bet §§ 19—29 des ReichsgesetzcS vom 23. Juni 1880 1. Mai 1894 die Abwehr und Unterdrückung von Diehseucken betreffend, werden mit Genehmigung Großh. Ministeriums deS Innern vom 16. Oktober 1902 >ur llntcrorüdung dcS ansteckenden Scheidenkatarrhs des Rindviehs die nachstehenden Schutzmaßregeln für den Kreis Gießen angeordnet. •s 1. Sobald der Ausbruch des ansteckenden Scheidenkatarrhs in einem Orte festgestellt worden ist, darf IveiblicheS Rindvieh nur dann zur Begattung durch einen unverdächtigen Gemeinde- bullcii zugelassen werden, wenn es durch einen vom KreiS- veterinärarzt zu instruierenden Ortscinwohner auf daS Korlumden- sein der fraglidxn Krankbeil untersucht und für unverdächtig erkannt worden ist. Die bei dieser Untersuchung als verdächtig erkannten Tiere sind so lange von der Begattung auögescküosscn, bis ihre Unvertxichtigkeit durch den KreiSveterinärarzt bescheinigt wird. 8 2. Die nach 5 1 verdächtig befundenen Tiere sind von dem mit der Untersuchrmg beauftragten Ortseinwohner der Orts- Polizeibehörde anzuzeigeu Ter Wechsel des Standorts diese« Tiere ist bis zu deren Unverdächtigkeit nur mit besonderer Doli-- zeilicher Erlaubnis gestattet. Wird die Erlaubnis zur Der- bringung eines verdächtigen Tieres in eine andere Gerneurde erteilt, so ist die Polizeibehörde derselben entsprechend zu benachrichtigen. § 3. Das Verbringen von Kühen und Aindern eines Senden- ortes zu den in anderen Orten aufgestellten Buffen ist verboten. § 4. Aach dem Erlöschen ber Seuche in einer Staffung ist die Tesinsekfton derleiben, sowie der Staff- und PutzGeröte nach Eingabe bes Äreisveterinärarzles und unter polizeilicher wever^ wachung vorzunehmen. § 5. Ter Ausbruch und das Erlöschen der ©curfje in einen Orte ist durch das frreisblatt und in ortsüblicher WeisecheLamit z« niachen. § 6. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Anordnungen werden, infomeit nicht nach bestehenden gefrblidwn Bestimmungen eine höhere Strafe verwirkt ist, nach § 66 Ziffer 4 «s Reichsgesetzes über die Abwehr und Unterdrückung von Biehi«tchen bestraft. Gießen, den 20. Oktober 1902. Großherzogliches Kreislnnt Gießen. Dr. Breidert. Kekanntmachung. 58 etr .'l Abwehr der Maul- und .Mauenseuche. Jn Rücksicht auf die durch den Ausbruch der Maul- unb Klauenseuche in Ettingshausen erhöhte Gefahr einer Verbreitung ber Seuche in bem Kreis Gießen werden die Landwirte auf diele Gefahr hingewiesen und aufgefordert, mit besonderer Vorsicht alles zu oermeiden, was eine Einschleppung begünstigt. Besonders wird geraten, Zukäufe zu bem Bestand nicht vorzunehmen, fremden Personen, besonders Händlern, Metzgern usw., das Betreten ber Stallungen aufs strengste zu verbieten, sowie bei der Aufnahme neuen Personals mit ber größten Vorsicht vorzugehen, ganz besonders bei ber Annahme von Stallpersonal ^Schweizern usw.). Es wird empfohlen, bei Annahme berartigen Personals bei der Polizeibehörde des Lerkunftsortes aniufragen, ob jenes nicht in einem Gehöfte tätig war, in dem in den letzten 3 Monaten die Seuche geherrscht hat Der Ortspolizeibehörde ist umgehend von der Annahme eines derartigen Bediensteten Anzeige zu machen unb die Person erst nach Erlaubnis ber Ortspolizeibehördc zu bem Vieh zu lassen. Weiterhin machen wir noch besonders auf die Verpflichtung aufmerksam, sofort einen etwaig-m Seuchenausbruch anzu- melden, unter .Hinweis auf die erheblichen Strafen bet Unterlassung ber Anzeige. G ießen, den 19. Juni 1911. Großherzogliches frreidand Gießen. I. Dr. Merck. Srtr.: fine oben. An die Großh. Bürgermeistereien des Kreise- und das Groß!). Polizeiamt Giesten. Indem wir Sie beauftragen, vorstehende ScTanntmadnmfl ortsüblich zur öRentlicben Kenntnis zu bringen, wird gemäß 20 Abs. 1 und 27 Abs. 2 des Reichsviehfeuchengesetzes anye- orönet, c»aß jeder Stallschweizer und sonstiges sich mit bem Vieh schäftigendes Personal bei der Anmeldung bei der Lnspolizei- beHörde den amtlichen Nachweis durch eine Bescheinigung der Ortsool'zeioehörde seines Lerkum'tsortes darüber vorzulegen hat, daß in bem Gehöfte, in bem er zuletzt tätig war, seit 3 Monaten die Maul und Klauenseuche nicht geherrscht hat. Eventuell ivollen Sie diesen Nachweis telegraphisch ctnbotaL Sollte die ö^rfunft aus einem verseuchten oder der Seuche verdächtigen Gehöft erwiefen sein, so ist die Desinfektwn des Personals nebst .Meibern unb mitgebrachten Geräten in ber hiefigeir Desinfektionsanstalt vorzunchmen. Erst nach Vorlage des Nach- wci>E der .i?erfünft aus einem seuchefreien Gehöft oder erfolgten Desinfektion ist die Verwendung des Personals von Ihnen zu gestatten. Gießen, den 19. Juni 1911 Großherzogliches Äre-samt Gießen. _________________I. V.: Dr. M e r ck._______________________ Kelilinnliiiaquiig. Nachdem die Maul- unb Klauenseuche in Dc-n« seid - Kreis Schotten er Io 'dien ist, werben bic infolge bief ei Seuchenausbruch durch Bekanntmachung vom 10. Mail911 (Kreisblatt Ne ■> euigeor.meteii . laßtegeln hiertmft müfidjeetn, Gießen, ben 19. Juni 1911. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ^B.: Dr. Merck Turnverein-Giessen Samstag, 24. Ium, abends 9 Uhr im Vereinslokal (Gambrinus) ausserord. Hauptversammlußg Tagesordnung: 1. Berichterstattung. 2. Entlastung des Rechners. 3. Gauturnfcst 1912. 4 Verschiedenes. v21/6 Der Vorstand. In 2 Sekunden können Sie mit Erdal- Schuhcreme auf jedem Leder den herrlichsten Lackglanz erzielen, der nicht abfärbt und selbst bei Nässe erhalten bleibt. 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