Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten. wo Im Maßnahmen des lSeverals Moinier. Paris, IN. Juli. Tic „Agcncc Havas" meldet aus TLs s b l a n c a: General M Dinier nahm eure neue Einteilung in drei Abteilungen vor. Eine Abteilung ist fite Mchedra, die zweite für Mekines, die dritte lür das Schaufagebiet bestimmt. Wieder ein spanisch-sranzoslscher Zwischenfall. Die Stimmung zwischeii Spanien und Frankreich wird von Tag zu Tag gespannter, wovon auch heute wieder ein „Zwischenfall" Zeugnis ablegt: Paris, 1/. Juli Aus Elt, ar wird gemeldet Ler französische K o n s u l a r a g e n t Boisfet, de r am lä. ds. aus Luk et Arba mit einer Tarawa ne und tu fre Die deutschen Ansprüche in MaroNo. Seit einigen Tagen Reifet es in der französischen und einem Teil der di Verhandlungen itber Marokko erstreckten sich darauf, „Mom venjationen" für Deulfchlaiid zu finden, nachdem dieses Frankreich in Marokko freie Hand lassen wolle Tiefe Meldungen erhielten eine gewisse Wahrscheinlichkeit durch einen iln. Ztg die offenbar auS L'erlin inspiriert, Stimmung für diese Kompensationen machte und darzutun suchte, daß es nicht unter allen Um ständen nötig sei, an unseren deutschen Rechten und Inter- elfen sestzuhalten, sofern die Gegenseite eben nur aus- reichende „Mtnnpcniattoncn" gewähre Eine ganze Anzahl deutscher Zeitungen erhob alsbald Einspruch gegen diesen Standpunkt und stellte fest, daß, nachdem Deutschland wiederholt und ueuerdiggs aus den Schur. seiner Interessen in Marokko hingewiesen habe, die deutsche Ehre auf dem -picle stehe und eine Entschädigung im Kongo oder Ma in tun keinesfalls genüge. Natürlich waren es bisher vor miegcnb nationale Blätter, darunter die Rationaliiberale Korrespondenz, die diesen Standpunkt einnaijmen, den aber auch z. B. die „Kölnische Bollszeilung" sich zu eigen machte. Es ist nun bemerkenswert, da,; beute auch oic demokratische „Frankfurter Zeitung" eiiwriuglich davor warnt, daß Teutschlaitd seine marotkanischen Interessen gegen ein paar Silberlinge aufgebe. Tas Blatt schreibt u. a. in einem besonderen Leitartikel: Fcst stcht jedensalls, daß die Ernvcrlcibung Ma i o 11 o 3 in das französische Kolonialreich einen ungeheuren MachtzuwachS für Fra nlr c tch bc bc u - i c t• das bedeutet aber auch eine Verschiebung in Dem bisherigen Kräfteverhältnis der Machte zu Mumien Front- U’id)6 und zum Nachteil anderer Mächte, bcwndcrs Deutschlands, und nur ein arg er Stümper in d c r politischen W i s f e n f äi a f t kann behaupten, das tonne T c u 11 d) - land n l c i d) g it 11 i o fein ii n b cs habe fein voll« leches 3 nter eile dabei Deutschland ift vielmehr nn Lodiiicn Grade daran interessiert, das; Marokfo nicht französisch irird wenn cd aber doch französisch werden soll, bann mag nirtii 'einen S chl u ß au.f di c Größc der K oui ve n s a i i v n , i 11) c n , die Teuisdiland zu verlangen berechn gt i e i n ui i r b. Mit einem Fetzen Kongo oder dem versuiNviten ^.tchadN'i: kann sich Deutschland nicht abipeiicn lassen Das Blatt verweist edenialls darauf, daß bei der Einverleibung Marokkos in Frankreich dieses in einem Zu- lunftskriege nicht bloß alle seine eigenen Truppen aus Afrika ziehen, sondern and) mehrere Armectorps eingeborener Truppen nach Europa werfen könne. Wird England Frankreich nalerstiitzen Diese Frage verneint im „Tag" Marl Peters, der feit Jahren unter Engländern lebt. Er meint, England würde, wenn Deutschland iatiiu tig ferne Int.reisen wahr nehmen würde, für Franireich teinen Finger rühren- Diese Lrabrschemlichkeit kann man, wenn man wnl, auch ans einer Rcgieruugsantwort im euglischeu Lbcri;nu*> herauslesen, die uns heute vorliegt. Die englische Regierung vermeidet es sorgfältig, irgendeine Munbgcbung ireeoorzuruseu, die so aufgelegt rocroen könnte, als wolle England für Frank reich gegen Deutschland auf den Plan treten: London, 18. Juli. Im L berHanse fragte Lord E o u r t n c n den Loropräsidenten des Geheimen Rats Bis count Morley, ob er die Kopien der Verträge oder Auszüge aus den Verträgen veröffentlichen wolle, die Groß' F r a u c n z i m m c r repräsentiert werden müsse, ihm würde es viel richtiger und wirisamcr erscheinen, wenn dort am Rhein mit dem Gciicht gegen Westen einer der beiden bekannten wilden tPi (inner o o in prcußi f d) c n Wappen mit Hocherhoben er Heul c hingestellt nur Di T a würde man icfcr Icidrt verstehen, was öa» tagen und bedeuten wolle. Bismaick selbst, meinte Herr von Werner, würde sich in seiner uüchtern- vr.iliischeu Denkungsart über künstlerische Angelegenheiten es i c h r Derb verbeten yaben, daß man ihm ein tempelariigcs Denkmal errichte, Dao Verdacht der Anbetung ausiornrncu lassen könne. Man werde tein dAieres Symbol finden als ihn fclbl't. — D i e Venus von C ft i a. Bei den von Professor Dante Ba gl ic r i geleiteten Ausgrabungen von C ü i a ift ein aurerotbentlid* bedeutsamer Fund gegluckt unter den Sei uttntniicn des alten römischen Theaters fand man eine aus- gezeichnet erhaltene große DcuusÜatue aus dem vierten vor« chrifilid eu Jahrhuudeii. Ti<- pr.id liqc Arbeit, Die lehr gut er« halten in, .cigt e.nc überrasch, nde Berirandtschan nut Der be« rühmten Venus von Arles, die Dem Praxiteles zugefchriebcn wird. Nachdem Professor P a g l ier i Die neuamgenmome Venus grnau untersucht Hal. ivrtd't er jetzt Die llcbcneugung aus. Daß das Bildner! eine außerordentlich glückliche und erstNaffige Kopie fache und dock: so n ix: an c T Ning, Die natürliche Spaltung des Faltenwurjes foivie Die ichwad)c Entwicklung der Bruftpartieu find wertvolle Stützen für diese Annahme Wahrscheinlid' ui Das Originalwerk von Einern tro- worden, der d i Statu« oic umgelehrte Ampfcora aniügte, auf der die rechte vand Der Göttin ruht Dieser bedeutsame Fund un Zusammenhang mit o.n vor- hcrgchcndkn Entdeckungen lai : erwarten, daß die Fortführung dci Ausgrabungen von Lstia der Nachwelt noch weiter: kostbare Aunftschäk-e schenken die Arbeiten mit großem Eifer fortgesetzt — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. In Marburg in der £bcrbibliottefar Professor Tr. bieorg Denker am Moniag gestorben Der Verblichene wurde mi Jahre 1858 in Düsseldorf geboren, im Jab'.e lh?x kam er als Öilfsbtbliothckar an Die hiesige Universitätsbibliothek und im Jahre 1*9" wurde er zum Cbcrbibiiotbefar und bald daran' auch zum Professor ernanm. Seine >>auptarbeü ut der Sprachatlas sur das gesamte Tciitsckie Reich, der im Jahre 1885 begonnen ' Sein d i a m a n ' n - 2 ich 19Üj :m Ruhestand lebende Bonner Jurin G.chcimrat Professor 'Jiittcr v. Schulte. Am 26. Juli 1851 hat ihm die Berliner juristische Fakultät die Doktonvürde verliehen. Die Siöffuung öes österreichischen Reichsrates. Wien, i?cllborn mußte micki nach Dame bringen. Als id) auf Mrüden wieder in« Atelier konnte, fand ich eine schmerzliche Ucbcrrafdnnig. Xas u.ihczu fertige Modelt von „Pan unc Pfvche" war inzwnchen zniammengefallen und id) mußte noch einmal von vorn antaiigsn. Ju Berlin wurde die Gruppe, Die jetzt Robert v. Meudelswhn hat, in schlichtem Laaier Marmor ausgeführt. Reben nur hatten Earpeans, Der Meist«r des „Ugohno , uiw Dubois ihre Derlstätten. Den größten cuiDrud aui mich mad:ten die Antilcn im Vaiikau. weniger Michelaug l.' Als ich die gricd-iid-e Sagenwelt hinter mir hatte, wirkten auch Michelangelo und Bernini auf mich. Auch für Lanovn raute ich Jutereffe. Ta modellierte iai aiiai eine kleine „Badende Fran" und verkaufte sie nn einen Bronzegießci >)d) b.Inm Drei Exemplare und das eine schenkte idi Böcklin 'uenn sie nicht erkennen lassen daß entweder die ganze Heranziehung angefochten wird, oder daß dre Steuer um einen bcitinimteii Betrag herabgesetzt werden soll Tiew Entscheidung i|t deshalb von so außerordentlicher Bedeu- ^ng, weck bei einer großen Zahl von Einsprüchen nur angegeben -m-d, bu: steuer fei ju hoch. Alle diele Eins^üch? find tun gültig, .Auch roenn die Gemeinde einen solchen Einspruch Kracheburg ges-and-u hab, soll nun nachdem dessen Besitzer Weber kürzlich gestorben ist, verkauft werden. Weber hat wegen seiner vermeintlich gekränkten Rechte beinahe 10 Fabre ohne Erfolg mit der Stadt Prozeß! und außer den bedeutenden Prozeßkosten noch die Zinsen vom Werte des Bauplatzes verloren. Q _ . ** Das Freibad für Frauen, das am 3. Ium im Schulbad an der Lahn neu eröffnet worden ist, wurde bis zum Juli von 1063 Badegästen besucht. Die größte Besucherzahl bestand aus älteren Mädchen, die noch die Volksschule besuchen, für die fern Schulbad an der Lahn besteht Das Freibad ist geöffnet Sonntag von 9—11 Uhr vormittags, Montag von 4—7 Uhr, Mittwoch von 2-7 Uhr, Donnerstag von 4-7 Uhr und Samstag von 2-7 Uhr nachmittags. Von Erwachsenen wird das Freibad am stärksten an den Sonntagen benutzt. w Der Verein Hundesp0rt beschloß in seiner General- Versammlung im September d. Js. die Abhaltung von Schliefen und weiter für das kommende Jahr eine große Ausstellung von Hunden aller Rassen. •• Maul- und Klauenseuche. Der Ausbruch der Seiiche ist gemeldet aus Mannheim (Schlachthof). "Vogelschutz. Die Verwaltungsbehörden haben die Gemeinden angewiesen, die Gemeindefriedhöfe in der Art zu Vogelschutzanlagen zu verwenden, daß an den Baumanlagen der Friedhöfe an geeigneten Stellen Nistkästen angebracht werden sollen. ** Eine sträfliche Unart der Kinder ist das Beschreiben der Häuser, Bretterzäune usw. mit Kreide, Buntstift u. bergt Sie tritt besonders in der Nähe von Schulhäusern in Erscheinung. Die Kinder denken in ihrer Einsalt, die oft recht bedenkliche Erzeugnisse hervorbringt, nicht daran, welchen Aerger und Verdruß sie mit ihrem an Sachbeschädigung grenzenden Treiben den Hausbesitzern bereiten. Auch auf die Straßengänger wirkt die scheußliche Verunziererei ärgerniserregend. Eltern und Lehrer, als die berufenen Hüter der Jugend, sollten daher kein Mittel unversucht lassen, den Kindern das Verwerfliche ihres Handelns klar zu machen und sie davon abzubringen. ** Wie lange dauert die Lieferfrist bei Eisenbahnsendungen? Der.§ 63 der Eisenbahnverkehrsordnung regelt die Lieferfristen, über die so oft Klage geführt wird, genau und zahlreiche Klagen über angeblich verzögerte Lieferungen sind darnach gan'z unbegründet. Bei Eilgut wird für die Abfertigung ein Tag gerechnet, für den Versand aus je 300 km ebenfalls ein Tag. Bei Frachtgut geht es natürlich langsamer. Hier werden für Abfertigung zwei Tage gerechnet, für Versand auf je 100 km ein Tag, nur bei größeren Entfernungen rechnet man einen Tag für 200 km. Angefangene 100 bezw. 200 oder 300 aelten für voll. Die Lieferzeit beginnt mit der auf die bahnamtliche Annahme des Gutes folgenden Mitternacht. Ein Sonn- oder Feiertag unterbricht die Lieferzeit, d. h. der Sonn- oder Feiertag verzögert die Sendung um einen Tag. Tie Eisenbahn haftet nur, wenn durch eigenes Verschulden der Beamten die Lieferzeit überschritten wurde. Tie Höhe der Entschädigung wird bestimmt durch die Dauer der Lieferfrist-Ueberschrcitung und durch den wirklichen Schaden, den der Empfänger erlitten hat. Im Falle einer Lieferfrist-Versicherung ist die Entschädigung natürlich hoher als ohne diese. Noch schneller als Eilgut wird das sog. Schnellzugsgut befördert. Hier beträgt die Lieferfrist die Hälfte der Eilgutfrist. Sehr zu beachten ist aber auch die Vorschrift, daß das Publikum auf Koffern usw. ältere Mebzektel selbst zu entfernen "hat, dami t die Sendungen nicht nach falschen Stationen gelangen'. Liegt ein solcher Fall vor, den der Absender verschuldet hat, so wird man schwerlich im Rechtswege etwaige Ansprüche durchsetzen können. In der jetzigen Reisezeit sei daher auf diese Vorschrift und ihre Rechtsnachteile besonders hingewiesen. ** Die alten Frachtbriefe verlieren mit Ablauf des Jahres ihre Gültigkeit. Vom 1. Januar 1912 an dürfen nur noch die neuen Formulare verwendet werden. ** I m Postscheckverkehr wird — insbesondere von den Kontoinhabern mit zahlreichen Umsätzen — von den Sammelüberweisungen — b. s. solche, bei "beiten Aufträge für mehrere Empfänger in einer Ueberweisung zu- fammengesaßt werben — lebhafter Gebrauch gemacht. Anstelle bes Abschnitts bes roten Ueberwei>ungsformulars können in biesen Fällen vom Auftraggeber kleine Zettel zu Mitteilungen an bie Gutschriftempfänger benutzt werben. Für biete Zettel hat baZ Reichs-Postamt jetzt besonbere Formulare eingeführt, die in Blocks zu 100 Stück — zum Preise von 15 Pfg. für einen Block — von den P.-Sch.-Ae. an die Kontoinhaber abgegeben werden. Die Formulare können auch durch die Prwatinbustrie hergestellt werben unter ber Voraussetzung, baß sie mit ben amtlich hergestell- ten genau ubcreinftimmen. Vom 1. Januar 1912 ab bürfen ben Sammeluberweisungen Zettel, bie mit ben amtlich hergestellten nicht ubemni'timmen, nicht mehr beiqefüqt werben. Landkreis Gießen. tzf Heuchelheim, 17. Juli. Tvotz ber Bemühungen des KreiZamtes und trotzdem Ministerialrat Dr. Haberkorn in seinem in unserer Gemeinde gehaltenen Vortrag überzeugend nachgewiesen hat, wie notwendig im Interesse der Gesundheit eine moderne Ouellwasserversorgung in unserem Orte ■ Ausführung von gewisser, in unserer Gemeinde einflußreicher Seite hintertrieben werden zu sollen. Es sind einzelne größere Besitzer in unserem Orte, die der Ansicht Imd, es geht in Heuchelheim auch ohne Quellwasserleitung; nur weil sie Furcht haben, sie müßten sonst etwas mehr kragen. Diese Leute haben gute Brunnen auf ihren Grundstücken und für bie andere Gesellschaft, die aber die Mehrheit unserer Bewohner bildet, brauche die Gemeinde nicht zu sorgen. Es wird Seit, daß alle einsichtigen Einwohner nn Orte sich zusammentun und energisch die Anlage einer Quellwasierversorgung verlangen, ehe in unserer Gemeinde die Wasserfrage zu einer Kalamität wird, was leicht geschehen kann, roenn sich wieder Mäusekadamr in nnseren Brunnen ansammeln. , 5: A/ie,seck, .18. Juki. Arn Mittwoch, 19. l Mts., abenb3 81/2 Uhr findet Gerneinb eratssitzunq statt mit folgenber Tagesordnung: Ankauf von Gelänbe JS..,^kangerten Turnstraße durch bie Gerneinbe; hier Bauplatzes. Genehmigung verschiebener ^i^^.^dackhauv ber Braugasse, sowie im Psarr- hpnrnipnS'JrroBesetzung ber mittleren Kanzlei- unb Unter- ^?^kensielleii bet ben Kommunalbehörben usw. mit M- $ie.r Genehmigung durch den Gemeinberat. ^ebenes 9 etne§ 1,euen Ortsbaustatuts unb Ber- «nwraV™? a" 2Uli. Gestern abend fand in eut Bolkskonzert statt, das sich eines öu erfreuen hatte. Die Veranstalter, Lehrer Eberle^ hier, Opernsänger Will--Frankfurt M« bet gar nicht beanft anbet, muß boch von Amts wegen jebe baraufhin eingcleitcte Klage abgewiesen werben. . ** Nach einer neuen Bestimmung über Die Entlassung von Eisenbahnarbeitern wirb fest- qesetzt, baß jeher Arbeiter bas Recht hat, sich über den Vorfall, der die Entlassung nach sich zieht, zu äußern ober Zeugen zu seiner Entlastung aufzubringen. Die Entlassung kann außerdem durch den Vorgesetzten nur noch innerhalb der ersten Woche nach dem Vorfall erfolgen, andernfalls ist sie nur noch mit Erlaubnis bes Verkehrsamtes ober ber Direktion möglich. . •• Konzert ber Regimentskapelle. Nach einer Pause von 14 Tagen wirb das 5. Abonnements-Konzert am morgigen Donnerstag in Steins Garten abgehalten werden. Als Gast ist diesmal der Kgl. sächs. Kammervirtuose Paul WiggerS gewonnen worden, der als erster Solotrompeter an der Hofopec in Dresden bereits weiteren Kreisen bekannt ist. Gleich seinem Berliner Kollegen, der und beim 4. Konzert als Posaunist in Erstaunen versetzte, gehört auch Paul WiggerS zu den Künstlern, die, ohne ihrem Instrument den Grundcharakter zu nehmen, eZ durch virtuose Behandlung in bemerkenswerter Weise veredelt haben. , Die weiteren Nummern des Programms sind auch diesmal sorg- fältigst und abwechslungsreich gewählt. ** Gießener Stabttl; eater. 2 i c geschiebene Frau. Nach der vorzüglichen Aufführung des Grasen von Luxemburg mußte die gestrige Aufführung zu Anfang um so mehr enttäuschen, als dieselbe Operette im vorigen Jahre in einer bis ins kleinste ausgezeichneten Darstellung über unsere Bühne ging. Das Vorspiel ging aus irgend welchen Gründen nach einem unsicheren Tasten schließlich gans auseinander, unb im ersten Auszug war die Verbindung zwischen Orchester unb Bühne so lau, daß der Chor gar nicht zusammenhielt, und baß die Einsätze vielfach verschleppt wurden. Trotzdem war die Haltung ber Sänger rühmenswert, unb sie taten alles, um sich siegreich zwischen ben Klippen hercmszusteuern. Den vereinten Anstrengungen gelang es denn auch, das Schifflein in freies Fahrwasser zu bugsieren und schließlich auch flott dahinzusegcln. Tie beiden letzten Aufzüge waren ziemlich geschlossen. Otto Beer, der sich schon als Graf.Luxemburg als tüchtiger Sänger erwiesen halte, führte den Hofsekretär mit seiner zwar nickt sehr großen, aber äußerst sympathischen Stimme ganz famos durch und Alice Th all er, die anscheinend etwas angestrengt juar unb deshalb mehr Kraft auftuenbete, war eine gute Jana. Sehr nett, feurig unb impulsiv war Antoinette Ries als liebe, Heine Gouda. Tie allzu unwahrscheinliche Figur des Tr. Schlafwagenschaffners gewann in der Darstellung Kurt H a r d e n s einen Schein von echtem Leben. Ein sehr angenehmes Fischerpaar war Edgar Pauly, der Vielgewandte, den wir int vorigen Winter sehr vermißten unb Clemence ft e r ft en. Hermann Norden spielte den Gerichtspräsidenten recht humorvoll, .erreichte aber den Herrn, ben wir int vergangenen Jahre in derselben Rolle sahen, nicht. Besonders ben Schluß des ersten Auszuges hätte man sich diskreter wünschen mögen, anstatt des Gesanges nur ein leises Summen, wie in Erinnerung. Kurb Gühne, seiner Rolle nicht ganz sicher, war im übrigen ein erheiternder Generaldirektor. Die neue Ausstattung, im dritten Aufzug, das niederländische Torf, das ber Theatermaler Karl Schwedler ansgeführt hat, wirkte sehr lebendig und echt. Tie hübfclsen Tänze waren von Lina O l b i n t eingerichtet worden. ** Der Gesangverein Heiterkeit nahm am Sonntag unb Montag an bem Gesangswettstreit bes Gesangvereins „Teutonia" in Villmar (Lahn) teil. Im Klassensingen in ber 2. Stäbtellasse errang er trotz scharfen Wettbewerbs von noch 9 anberen Vereinen ben 3. Preis. ** Der Verein ehemaliger 116er sendet uns heute folgenden Bericht über seine bereits am Samstag abgehaltene Monatsversainnilung, die wir trotz der Verspätung ausnahmsweise aufnehmeu wollen: Arn Samstag abend veranstaltete der hiesige Verein ehemaliger 116er seine erste Monatsversammlung, die von 97 Mitgliedern besucht war. Generalleutnant v. Madai hatte der Zusammenkunft guten Erfolg gewünscht. Zunächst hielt der 1. Vorsitzende, Rechts- anwalt Kaufmann, einen Vortrag über die Geschichte des Regimenls. Gespannt lauschten bie erschienenen alten und jungen Kameraden den vorzüglichen Ausführungen. Reicher Beifall lohnte den Redner, dem ber 2. Vorsitzende, Ober» Telegraphenassistent Reitz, ben Dank der Versammlung aus- sprach. Als zweiter Teil der Tagesordnung war die Feier des 200. Mitgliedes, des prakt. Arztes Dr. Klein jun. angesetzt. Ter Vorsitzende teilte bann mit, baß der Verein inzwischen aus 260 Mitglieder angewachsen sei. In gehobener Stimmung blieben die Kameraden bei Musik und Gesang, sowie den Einzelvorträgen einiger Mitglieder noch lange Zeit zusammen. Als Fonds für die neue Fahne des Vereins wurden 15 Mk. gestiftet. ** Gin Volksspielhaus auf dem Feldberg. Der in Wiesbaden lebende Privatier Friedrich Rudolf über» wies dem Frankfurter Taunusklub 100000 Mk. testa- mentarisch mit der Bedingung, daß auf dem Feldberg ein Volksspielhaus für Turner, Sänger und Wanderer errichtet wird. ** Stellenvermittelung sür bas Gastwirtegewerbe. Nachbem bie Gewerbegesetzgebung bie Stellenvermittelung für bas Gastwirtegewerbe, soweit sie früher als Erwerb bettieben würbe, erheblich erschwert, ia für Plätze wie Gießen fast unmöglich gemacht hat, haben jich bie Vertreter ber Gastwirte-Vereinigung unb bie beiben Kellnervereine geeinigt unb bie Stabt Gießen beziehungsweise bereit Arbeitsnachweis bannt betraut, biese Stellenvermittelung zu übernehmen. Die Vermittelung ist für beibe Teile kostenlos. Vom 1. Oktober bis Enbe -vZUni b. I. waren beim Arbeitsnachweis ber Stabt 102 offene Stellen für Kellner zu besetzen, von herum 80 be- fetzt werben konnten. Zur Verfügung stanben 116 Kellner, bie, Beschäftigung suchten. Der Arbeitsnachweis würbe noch viel mehr leisten können, wenn nicht inbirekt hoch wieher bie private Stellenvermittelung Platz gegriffen Hätte. Tie Vertreter bes Gießener LoHnkellnervereins hatten sich bn den gemeinsamen Verhanblunaen mit her Stabt verpflichtet, haß hie im Auftrage bes Vereins früher betätigte Stellenvermittelung — bie nicht Unentgeltlich war — auf- gore. Trvtzhem aber finhet sie in neuerer Zeit dürch ein Mitglieb bieses Vereins wieher statt, obgleich es gesetz ich verboten unb sogar strafbar ist. Auch einzelne Mitglieber bes Gastwirtevereins unterstützen biesen privaten Arbeitsnachweis, inbem sie sich auf Umwegen bes Ver- w Ss liegt entfliehen im Interesse ber k^Seber ^d der Arbeitnehmer im Gastwirtegewerbe, ^^^^nachweis, für ben bie Stadt Gießen aus sozialen Gründen allem die Kosten trägt, zusammenqefaßt bedttntm ^eressenten ausschließlich nur seiner "Die Kracheburg in her Neustadt hrirb jetzt abgertpen und *uan hosst, daß bis kommenden Sonntag dre Ruinen vom Erdboden verschwunden sein werden T>rp S“ “ «eust-dt füllen i'ich für Sonntag Son bestellt haben, um etn Fest zu feiern __ 2pr lUnh n« bex Reuen Baue, auf bem ehemals Gießens berühmteste ... hei seinen Eltern weilt, Lehrer Bolp- vornehmer .Hausnachbarn. Tie Eigentümer her auf kiese Lr ri.'iirtP (VeinnaDcmn 2icbcrrTan5 aabcn Art entwendeten Tiere erstatteten nun vor einiger Zen Ferienkolonie (30 ftnaben) unter Aussicht eincfi Danksagung Giessen, den 18. Juli 1911. Carl Kaufmann und Kinder. 4501 Lechgestern, 18. Juli 1911. ßurter Lehrers -Kindermehl ^Krankenkost. Ä Kaulen Spielende Arbeit ftüt die bei unserem schweren Verluste in so reichem Matze bewiesene Teilnahme, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Sirchcnrat Strack sagt herzlichen Dank Familie Johannes Brück. Hervorragend bewährte Nahrung. Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei u. leiden nicht an Verdauungsstörung. im Gasthaus zur »Traube* eingelehrt. Kreis Friedberg. Bad-Rauheirn, 18. Juli. Tic Erweiterung^ _______unseres Bahnhofs nehmen einen raschen Fortgang, während der gatuc Bahnhof bis zum Herbst 1912 fertig «ein wird, wird die Güterhalle mit Abfertigungsgebäuden j.chon im nächsten Monat vollendet sein. Am weitesten l>orgeschritten ist das Empfangsgebäude, dessen Südilugel Haii3 eingerichtet und zurzeit auch äusserlich ein neues a'c- nuaub bciommt. Am Rordslugel ivüo langsam gearbeitet, iiamit die vielen Reisenden nicht gestört iverden. Darin ist Die Gepäckabfertigung mit zwei Auszügen bereits im Betrieb. Am Sonntag abend mürben hier ^003 Fahrkarten (5ine köstliche ^ulis^üsrspeise Geschmorte Himbeeren und Johannisbeeren, sie paffen gut zusammen — mit Mondamin Mchflaninmi Köstlich, nahrhaft und crftljdienb. Mondamin überall erhältlich in Packcten ä ßO. 30 u \r. u ..... te Jic^cyte auf jedem Packet. Letzte Nachrichten. Die Türlti und der albanische Aufstand. StonnantuiDDcl, 1U. Juli. Beilafelicken Nachricht^ zu folge badic die Pforte die Unterwerf ungssnst für die Ikalisforeii nicht erneuern. Rack den Nachrichten der Pforte scheinen bic Maliiioren willig, neue Vorschläge für ehrenvolles -^otgeben zu uiiitiDTcitcn; auch sollen sie nunmehr keine weitere (Garantie nn üte Erfüllung der ihnen zugestandenen Konzessionen verlangen, aus die Vcimifentlick ung der Konzessionen in dem Amtsblatt des WilajetL. I I m Las Preßbureau veröffentlicht eine Depesche des Wans von Janina, nach der infolge von Gerüchten, daß albanische Banden einen Angriff auf Santi Quaranta bc- abii tätigen, was dort eine Panik bcroorriej, dem 5tomman Mnten des die Küste des Wilajets bewachenden Torpedobootes die nötigen Instruktionen erteilt worden feien. AuS Preveza feien ein weiteres Torpedoboot sowie Truppen entsandt worden. Die Beoö-lerung fei oaoiirch beruhigt. — Die von hier abgesandten vier B.ttaillone find in Avlona eingetroffen. Abends geht ein weiteres Botanion dorthin ab. Wie verlautet, wird auch das Panrerschiff „Assarü-Teivfik" mit der Ueberwachimg der Küsst- von Preveza bei Avlona betraut merben. . Der Führer der j u n g t ü r k i f ch e n ftammcrpartei Ix- streitet die Gerüchte, nach denen die Partei den Sturz des Grafen -we'ir - noch vor Eröffnung des Parlaments beabsichtige; er er flau icboci), die Aufmerst'amkeit des Großwesirs ans verschiedene fragen der inneren Politik gelenkt zu haben. Die Revolution in Persien. Teheran, 19. Juli. Der frühere Schah ist bei ft o m e f ct) t e p e nm kaspischen Meer gelandet und bei den dortigen Turkmenen, mit denen er schon früher in Verbindung stand, etngekehrt. Rew.York, 19. Juli. AuS Porto Prinze wird ge- melbet, daß die Regierungstruppen bei Trau geschlagen wurden. Dniiöcl unö Ocrtclir, Voir»u>irt|d)aft. — Tie Betriebs-Einnahmen der vreubisch- b e k f 11 ch e n S t a a l 4 - E i s e n b n l) n c n betrugen tut gunt Wil qegenübev Juni 19-0 im Personenverkehr 12.« Millionen Mark — .-3 t>3 d. ix, im Giiteiverlehr 4,6 '1'iiUionen Mark — 4,-b v. p. und insgesamt nut Einschluß der Plehreinnahme auS sonstigen Cuellen 1b Wittionen 'DlaU = 10,66 v. H. »>-.h r. »-> ««-«; tciluna des Ergebnisses ist zu bernckstcht'gen, bau das st 'gstiest im Jahre 1911 in den Juni unö im Vorjahre in den 'Mai geiallen ivar. __________________________ . abgegeben und an 6000 abgenommen L. Bad-Nauheim, lb. Juli. Zu Beginn der Sommersaison wurde mit Genehmigung bet Lradtverorb- metenversammlung von der Ltadtvirwallung ein öffentlicher Arbeitsnachweis ins Leben gerufen. Er Hal sich ihiA jetzt sehr bewährt. Die Sommerfaison hat jetzt ihren -oöhepuntt erreicht. Die zahlreichen Kuranstalten find start I ldesetzt. - Bad-^Nau heim, 18. Juli Beim Lchausenster- Wettbewerb wurden die Preise folgendermaßen verteilt: Ehren-1 orciö der Kurverwaltung: E. Fränkel, 1. Preis: Earl Ahrens,! Preis: Earl Merk, 3. Preis: Jean Gürtler, 4. Louis Genzei. I .) M. Kahn, 6. Georg Gricbcl, 7. Ehr. Strafen«, 8. Lou.s StrauS, 9. Jean BeärLold, 1U. Al pH. Kopp, 11. Metzger feuert, 12 Straus u. (So., 13. Jean Kolter, 14. Seutrid) Gcnzel, 15 Richard .varttopf. Aufeerdem erhielten Ehrendivlont: Münchener Kunststickerei. Parkstraße, Geb. Rofenau, Luh-Diedcrichs. Hch. Krämer, Gust. Reickiardt, Levin, Beruh. Schwab jr., Ga.tn i Denes. Weitz tCrystallerie. Franz Müller (itonbitoj . Eoheu. Friedrich Häuser, Marlftrafee, Marguard, Kolonnade, Kleiber und Linkmann. StQvicubmg und Rhein hcstcn. R B. Darmstadt, 18. Juli Eine eigenartige Latzen^Jagdge schichte bildet hier den Gegenstand lebhafter Erörterung und hat auch bereits Veranlassung zur Einleitung eines Strafverfahrens gegeben. Der ettva -Ojährige Sohn einer altvelannteii hef,i>chen Adelsfamilie, der das hiesige Gymnasium besuchte uno sich bei einem der Schulprofessoren in Pension befand, war auf den recht abgeschmackten Gedanken gekommen, sich seine Mußestunden mit Katzenjagden zu vertreiben. Er stellte in dem Garten feiner Wohnung Kützcnsallcn auf und suchte die in der Umgegend gehaltenen Katzen durch Ausstreuen von Fleischstücken und Baldrian, der bekanntlich aus diese Vierfüßler eine besondere Reizwirkung ausübt, anzulocken. Wenn die Tiere dann in die Falle gegangen waren, tötete er sie und gab das Fleisch seinen Raubvögeln, die er in besonderen Käfigen unterhielt, als Futter, wahrend er das Fell der Tiere gerben ließ. Auf diese Weise hat der sonderbare Gymnasiast, der eingestandenermaßen diesen „Sport" schon feit dem Jahre 1907 betreibt, über 50 Kay en angelockt und getötet, darunter auch wertvolle Angorakatzen lackähnlichen Hochglanz, Erhaltung des Leders, höchste Sparsamkeit im Gebrauch, begründen den Weltruf von Erdal. Gebr. JuHmann, dessen» D% Eucalyptusöl .Bonus* beste Einreibung b. Gliederreissen, Rheuma LOO Mk. nur Hirsch- u. Pelikan-Apotheke. ihvu/iJ über dieses Treiben Anzeige bei der Staatsanwaltschaft und veranlassten dadurch ein Strafverfahren wegen Diebstahls Aach umfassenden Ermittelungen wurde aber das Straivet fahren wieder eingestellt, weil zwar objektiv eine rechts widrige Aneignung fremden Eigentums vorlieae, aber in subjektiver Beziehung der Tatbestand des Tiebftabls nicht gegeben sei. Dagegen wurde nun seitens mehrerer Inter essenten Beschwerde erhoben und insolgcdcsfen ist iefet von der oberen Instanz dieser Einstellungsbeschluß aufgehoben worden, so daß es nunmehr voraussichtlich zu einer An Illage wegen Diebstahls ober doch wegen Sachbeschädigung gegen den Latzenjäger kommen wird ! Mainz, 18. Juli Tas D st ch o r des Mainzer Tomes und der zum Gedächtnis des Bischofs Freiherrn v. Aettelcr aufgestellte Altar werden gegenwärtig erneuert. — Tas neue große Krankenhaus, dessen Errichtung ahrclang die Stadtverordneten beschäftigte, wird nun end- ich in Angriff genommen, nachdem man im vergangenen Jahre den Platz bereits mit einer Betonmauer umgeben Dollar und der hiesige Gesangverein Lieder kränz gaben "ach dem Grundsatz, daß für das ^>olk das Beste gerade gut «enug ist, schöne Proben ihrer Kunst tn Einzel- und Chor ^sängen, Sllaoier- und Violinvortragrn ES wurden lauter -tücke edler Musik, wie Lieder von Kremser -chubert, oschat und Phantasien aus Freischütz, Troubadour u. a. u Gehör gebracht Tie Veranstalter dürfen des Tankes er hiesigen Musikfreunde sicher fein, wenn sie derartige ikonzerte von Zeit zu Zeit toiederholen. . n Rabertshausen, 18. Juli. Unsere Gemeinde rrfeält jetzt eine eigene Wasserleitung, mit deren Aus. isthrung noch diese Woche begonnen wird. Ta die Quellen i unserer Ofcmarfuitfl liegen, kostet der Bau der ganzen "eitung einschließlich des Hochbehälerls nur 14 000 bis S*‘-X"Ä ivctöen J“ l*b!1 z« "ch 01)116 (.nft etwas weh- mü6l”e Hunnen «ul den 9U^6 , ri dst aber d» t, bra»ch°, ' °«° e'Ä Al-z- * . ,g l J» 'M •ä':s (ri- w» !» Laufen zurücksuhr. Hessen-Nassau. [] Marburg. 18. Juli. In dcm nahen Elln- hanfen lebt der in den 50er Jahren stehende Tüncher- meister Schmidt seit einigen Jahren .mit seiner Fran unö seinen erwachsenen Söhnen in Streitigkeiten. Als Sdjmtfci am Samstag angetrunken nach Hause kam, schlug ihn seine Frau nut einem Stück Holz auf den ftopf, fo daß er zu Boden stürzte. Wlan trug ihn spater tn§ Hans, zog jedoch erst geltem einen Arzt zu Rate, der dann fcfuiellte, bafe Lchimdt einen Schadelbruch erlitten hatte, an dem er bald daraus starb. Heute begab sich bereits das Gericht an den Tatort. — Dillenburg, 18. Juli. Gestern abend sand ein stattlicher Fackelzug zu Ehren deS scheidenden Landrats CberregicrungSrai v. W u'f sow statt, an demich der ftriegei- verein, Turnverein, Freiwillige Feuerwehr und die Gelang- vereine „Liederkranz^, „Orpheus^ und L^uarlelt-Gesellschasi beteiligten. _______________ Univcrsitüts-Nachrichtcn. __ Ter icit 5 Jahren an her Uniimüat Hcioelberg als ordentlicher Pruscifor öcr G.in.ilologle uno Tircitor der atabenu- >ck»en Frauenklinil wirtende Prosen'or Dr. Karl Menge hat emen äiui an die llnioerstiäi Bonn als Aackstolgcr von Geh^im- r-,t r.H'-ii. ■■rl^rui Arbeiterbewegung. Amsterdam, 18. Juli. Mehr als -00 H o l z a u s i ab er und Hol Z a rbeit er legten die A rbeit nieder: fall die qeianue Arbeit im Holzhafen ruht. Die Fuhrleute einer großen Transvorigesellfck-ast nahmen die Arbeit wieder am. beichützl von Polizei uno »oLa.cn, u oab nur veremzeiL -yaiic d...i Mitthand- lungcu der Arbeitswilligen durch die Ausständigen corfamen. vücherlisch. — Ter Heine Stev Han, da« bekannte Posthandbuch, ist soeben in neuer, vollständig mngearbeiteter »md erweiterter 13. Amlaqe niv 1011.12 im Vertage von Gerhard Kulhmann m Dresden ecidneucn. Er ist für jeden Privatmann und jeben Ge- IchästSmann cm geradezu ibealev Ratgeber dessen Uuschaftung sich lehr cmvfiehlt, zumal der Preis von 2,ob Mark für daS broschierte nilb 3 Mark tüt das geSiindcne Exemplar billig zu nennen ist. '■leilau« Der 'kiitierunfl leit gestern früh: Ter hohe Truck breitet ndi über Süd- und Mitteleuropa aus, so datz morgen noch mit der beuehenden Witterung zu rechnen ist. Im Westen deutet sich em Tiei an, das später etwas Trübung bringen durste. ■h.'eitcrau6|id}ten m pellen am Donnerstag oem 20. Juli 1911: , Veiten. ilüdeit, maim. 8iaU0o|& («■ sLE Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verlust sagen wir hiermit innigen Dank. 4581 ooo Mk > Bettenhausen, 18. Juli. Das Kreisamt atte um einer etwaigen Gefahr der Verbreitung der »t lauenseuche, die einige Gemeinden der Umgebung o hart getroffen hat, vorzubeugen, während des B a u e r n - ^l-rcu. Mg nie mit Kreolin, einem wirksamen DeSinfektionsmiitel, werden. — ^er Liadiverordnete Thoma. Falk, der sich mirchtränkl waren Jeder, der das Dorf betrat, mußli durch seine Verdienste um die Ltadt seit langen fahren mc Fns;c auf dem Tuch reinigest Polizei und Gendarmern .'ervorgctan hat, ist gestern abend tm Älter von U Jahrei hatten ein wachsames Auge darauf, daß diese Maßregel,! v e rst o r b cn. • ncc sich auch die zu Wagen ankommenden Fremden unter-1 ch. Bingen, 18. Juli. Auf dem Rochusbcrge wurd^ lehcn mussten, streng befolgt wurde Außerdem war an iioch ein R e b l a u s h e r d gesunden. a. ie Verseuchung durc.l 'cdcc tzosreite ein Anschlag angebracht, der strengsten, die Reblaus ist also großer als antang.tch angenomme, ^as Betreten der Ltastungen untersagte. wurde. Kreis Büdingen. ch Bingen, 17. Juli. Ter m der Gemarkung Bingen 8 Nidda, 18 Juli. Die anhaltende Trockenheit feat I auf dcm RochuSberg nahe der Büdesheimer GcmarkungSgrenze i\c Beerenernte sehr beeinträchtigt, namentlich die H.m entdeckte ReblauSherd scheint keinen sehr großen Umfang beeren find gar kümmerlich. I zn haben. Bis jetzt ivurde an zwei Rebstöcken die Berseuchung Kreis Alsfeld. fcitgeücat. Man nimmt an, daß die Reblaus von dcr - Eudorf, 18. Juli. Ter hiesige Gesangverein anderen Seite der Rahe, wo größere ReblauSherdc m ben beging am 15., 16. und 17. Juli sein 50jähriges Bestehen. I^^en Jahren gefunden worden sind, durch den Wind herübei- KreiS Lauterbach. _ getrogen wurden. Das hiesige ftreiSamt hat bereits eine ~ Maar, 18. Juli. DaS dreijährige Söhnchen Belanntmachung erlassen, in dcr die nöligen Sperr- Landwirt» Konrad Zinn VII. geriet beim Spielen zu nale - ' veröffentlicht werden. □n da» Getriebe detz GöpelwerkeS, wurde erfaßt und, trotzdem Wetzlar. Die Pferde sofort angehalten werden konnten, derart am Odenhausen, 18. Juli. Vom herrlichstcu Detter bc topfe verletzt, daß der Tod auf der Stelle emtrat. günstig mochicn am vergangenen Sonntag die vereinigten Frauen Äreis Schotten. vereine von Odenhausen und --al z^l) öden einen Aus- o /i M k n * 17 ‘ftnli Ter (? i f e n b a b n o e r e i n I üu9 — den ersten seit ihrem Beilehcn. Tie Bahn brachte die 0 La ubach, 17. Juli. Ler EtfenvavnveretnI Teimehmermnen bi» Dutenhofen. Ton standen vier Jlibba hatte am Sonntag seinen FamilienauSslug hierher Leiterwagen bereit In fröhlicher Fahrt gings über Allendvri Dngemelbet. Ungefähr 200 Personen kamen im Sonderzug d. Lahn und Lützellinden dem Ziele,dem Waisenhaus Hof um 3 Uhr hier an und kehrten im Gasthaus zum.Schützen. Rcchtenback, in Grofe-Aechiciibach, zu. ^it 190- dem Jahr, ■ of- ein/ Nächsten S°nn.°a wird b.e .«».re «diettung »en. W.« Iben Ausflug machen. — Ium 33. Mal ist die Frank - I^ruhrtmg mit dcr Ani.a.t. Jeden Herbst gehen Wagenladungen üuii viatnrallen. dorthin ab. Ta lag c. nahe, die benel)eiidcn Beziehungen zu kräftigen und zu vertiefen. Bon den Schwestern auis freundlichste aufgcnvmineii und bewirtet, vom Lrtspfarrcr im -Xamen der Gemeind: auf* herzlichste begrübt, eilten die Stunden im Fluge bahnt. Ju schnell war die Zeit des 'hup bruckrs da. Boll herzlicher Tanlbarleit und mit den be,ien Ein drucken schied die Schar, die fröhlich singend auf ihren JiLagen bk- noch Tulenhofen und von dort mit der Bahn nach priedel- 5port. — Radklub er ui an ia“ Gletzen. Bei dem am conntaq dem IG. d. M. ausge ahreneii Rennen Fr ankiurt- Fulda ivlirdc der als Ltrcchewabrer betanme Fritz Linker in- iotge eines Sturzes an einer Kurve unö zweimaligen Bei'en- öefcfte-3 lehr znrnckaeworfen und tarn von der Lpiyengrnppe ab. trotzdem gelang es ihm, den Zeitverlust ziemlich beranszuholen und bei 44 Teilnehmern noch den 10. Platz zu belegen. D Zur 18 Regatta des Süddeutsch en Ruder v erba n des , die Sonntag, 30. Juli in M am } stattsmdet, sind zahlreiche Meldungen eingelaufen. Es harten in 1U Remien 38 Boote mit 202 Ruderer. Es starten die veranstaltenden Vereine ■ ■ , , f"* liefert billigst die ßrühl sche KlIVDnQ mit r iriTlS) Universitäts-Buch-undStein- IXUVÜI lo Hill I II Ilia druckerei,Gießen.Schu'slr.7 2. A au , Vermiidttc». — Ten Ainematogravdtn für die Volks- und Juaendbildunq dienstbar zu machen, bat stM die Ge fc 1 Ischaf t für Verbreitung von BolkSbi l du ng fett habreo benüilu Tic Gesellschaft bat tn allen Teilen des Reiches leit einer Reid? von Jahren hncnialograpbiichc '^riubrunaen Tür Schulki'lder und in Vollsdiidungsvcretncii veranfwltet. Tie Okfcllid oft bat einen „Filmskatalog st" VoltSbtldungs' und llnicind'ivuccdc" veröffentlicht, der eine lieber ficht über die vor binbenen, für Kinder uno Bottsoorst-ttungen geeigneten Films gibt Tic anfgeführtcn Films find noch den nruthteit 'chtstens gebieten .Gcoaraphic, Ratiirgefchichtc nstv ' geordnet, ,o datz der Katalog ban Wählenden eine ichnelle lleberiubt ermogllcku. Die für Kmdervorstelliingcn in enter Linie geeigneten ,riUns ftith ui befonberen Rubriken zu^amm-iigestellt kieMamier ..V-orhma", der WatnyerKlub tmVegntkUings-. ■ aüei . Junior-, En-unfernn?svi Ter und WrrblKru'g^ adva, aime tm Maini r Indervereinsprcs Vierer und manberpr.! : .cur laf^wem biurntet «amier ,ww mii Franfrurter „Am, ci:>a Zusammen ', diese gebt auch tm Grostder^og "Achter, den auch Gießener a f, i a" belegte, in den ctan „®an ta' beitreitet iwd> die Meisterfckxtft vom fHb.iu einer) gegm muueie l-tüncr „Undinedie weiterknit mit Floi >lieuner 'U V. un Üt municrungsnierer fahren. Junior-Eiiter, foiuic der Juntor- und rrsZsH. auen x - itzt. 3 ^etbob die 'Kbhflf» entT:- M'nende ftah7lS üo, Rassen. ''n- M 'uche. as. lnheim ^^meinbeiriLs?1 Nh 'enden, m be: Eltern und sollten daher fein fcj s Verwerfliche ihreW lv°n abzubringL .?8 « L"fersrist be. ?3 der Elsenbahnv«. he b,eJ° ost Keg. ^ Klagen über angM -stach gastz unbegrünbei ^nng ein Tag gerechnv ebenfalls ein Tag amet. hier iverden siu für Berjand auf ielOOka tungen rechnet man eines 100 bezw. 200 oder 36^ beginnt mit der auf bn- :ä. folgenden Mitternacht iri^t die Lieferzeit, d. t ct die Sendung um einer wenn durch eigenes Lei zeit überschritten wurde, bestimmt durch bieTauer durch den wirklichen erlitten bat. Im M re Entschädigung natiir chneller als Eilgut roiti rdert. Hier beträgt br nft. Sehr zn beachte )as Publikum auf Ho{ u ensiernen -hat, bami l in Stationen gelanget^ er Absender verschE' Rechtswege etwaige An- >er jetzigen Reisezeit ja ihre Rechtsnachteile br- s e verlieren mit Mm .. Januar 1912 an bürfen erwendet werden, r wird — insbefondw reichen Umsätzen - toi i. solche, bei denm Au'- : einer Ueberweisung zurr GebrMch gemacht. Ln- Ueberweisunasformulare Auftraggeber kleine ZE impfänger benutzt werden s-Postamt jetzt bejonbere ,cks M 100 Stück -ium ict — von den P.-Sch-^. werden. Die Formulm dustrie hergestM »erb«* mit den amtlich heW il i Januar 191- ab durfai l, die müden amtlich h«' icht mehr betgesugt werden. ; H in Eichen Sonntag, 25. Zuli |9U, nachmittag 4 Uhr D18/r Gietzener Sportverein von 1900 heilt Nervosität, Asthma, Schlaflosigkeit Anfang; 8 Uhr. C19/7 Anfang: 8 Uhr. Sanatorium l)i Amelnng f§'er«niX™d Der Vorstand. D19/; Biograph PJocksfraße 12 05874 PJockstraße 12 4. Schreiner- oder Zimmerarbeiten V v"/, 4124 B. Anhn, Dollar. L" Ko, H"" F^s,5‘r^väsrhereimaschinenfabrni RUA1SGH L HAMMER, Forst (.Lausitz) No.7t>. Ilitb.A Zchauslüge des Gradesliegers Gzwalö Aahnt-Leipzig aus dem Trieb 123.30 Mk. 88.13 „ 171.80 , 263.— J 1. Erd- und Maurerarbeitcil 2. Steinhauerarbeiten 3. Schlosserarbeiten Besichtigung und Erklärung des FLugaPpcrraLes Freitag und Samstag von 3—7 Uhr, Sonntag morgen von 9—12 Uhr. Eintritt 50 Pfg. Gießen, den 18. Juli 1911. Der Kreisstraßenmeister: Herrmann. WUI11UUUUJ Haus- u.Küchengerätehaudl. g Trmf fltutcUc " ttlcidcr Stoffe g doppel! breit | Zcpbir Rette g Kottiim-Stoffe 1 130 cm breit Der Vorstand. Schwalb^ Direktor. Schmidt, Rechner. Stephan, Kontrolleur. Bäber ♦ Sommerfrilchen Pensionen Sanatorium Di*. Kohnstamm Sägemehl von Oinbcibols, aut trocken, zum Streuen sehr geeign., lief, billigst 14 Bahnhofstrasse 14 peleseBlißitx-Kaiiliiaiis Offeriere folgende SS Partie Posten Stehkragen teils 4 fach Leinen Stück 15 Pfg. „ 52 „ „ 88 „ u 48 „ " 12a „ Prosp. frei durch die stadt. Kurverwaltung. Grand Botel Königstein (Königsteiner Hof) I. Ranges. Herrl. Lage. Komfort. Erühjahrsaufenthalt. Eis- und ! Fiiegenschränke empfiehlt zu äußersten Preisen Gesellschaft Liebig - Musenm - Giessen Versammlung Mittwoch den 26. Juli 1911, nachmittags 4 Uhr im Liebig - Laboratorium. Besichtigung; der bisherigen Rekonstruktion und der Liebig-Erinnerungen. Zutritt haben Mitglieder, deren Angehörige, ferner die Vorstände der Vereine, die Spenden gegeben haben und Gäste, die als Mitglieder beitreten wollen. Kam Startplatz 2 Mark, I. platz \ Mark (Sitzplatz», II. platz 50 pfg. Vorverkauf in Öen Zigarrengeschäfte« !eisC Vvl yiogv öon ruamx, Möser, Scharvrann und Sonntag und bei Larl Schwan II., Mäusburg (6 ===== Fußschweiß, 789 Hand u. üldiicbdiHiciü, Wolf, wunde oiiirc, Creinc „Mcbctut" 2d). 2.1,40Pf. bot sich tausends, bero. lUbl.: Pelikan 'Avorii., suenspl. 2 WH'AllUt LchivM Licbigttraßc 63 übernimmt jede Art Wäsche zum Waschen u. Bügeln bei absoluter Schonung. Aür nur Waschen und Trocknen billigste Berechn. 105745 JJ1 »öd® Ae 5? doch ni Täglich frische Erst foeer-Oto wie 3850! Schotts ÜVeinstsjbe. N° SehulM 103] Telephon 119. Prompter Versand nach auswärts Luftkurort Altenburg 20 Wiii. v. Alsfeld o. d. 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Kammer-Virtuos Wiggert-Dresden. . , .Lgr liod) s*? iintcnHü Tu s®h,r 5 i Wk- au Ariid) en 5i? r e ■ L hit o se Regierung K Ult( Ä «trotz fen «* *0I« m ^ck"lgcincincnr angelialKii Jtrba ^lecdemaueklB gebildet W- ~ SebörDen ich butten, sid) Mme der Botschaster bv Mhnheilsreck o> der ll)ilUgfcii flög diesem C.Di.j .aber das Lostgeid imb seine W zweiter Linie tom nommen hat, uni jaili nicht im|tflii bat mit seiner :Jl nichts zu tun, ui ach Ml annat)i Endlich tornnil ö tlösegetd auizntv behauptet weröt MiingsWlrag woriung, und Mslen zu bem in die er gern unter Umstand« muh seine 0rei :Kcidj solche Ä mehr in Netra« mm nbtnieuerlic bewilligt werden Tas iii im (i dne übrig, daß i Mittel sortsishrr, hossentlich Men iZrage ■ versolgen, um entreißen ober bringen, hier sicher nicht' ent Eine letztc illierbrachten zi Richters nad Dichter gcköp wort aus die alt erklären, die « im Gebirge der Ämid Bey imir sungen entgegen 5 n folge des hat sich Hamid 'Lerstaueusmann entsendeil soll, ii lung der beiden. dttzuslellen, Bunöcstog Unter Betciiigr Minsaß-Hemden^ Stück 138 Pfg. 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