m Jahrgang Zweites Blatt Nr. 196 Erlchetnt täglich mH Ausnahme des Sonntag». s, den 24. Aup* erung obli- lustrie ttsanstalt und umiir die Tiere durch den scharfen, stechenden Äeruch der schwefli Zchiffenberg. £ Itt Hotz-- Md Tiefbau, auweisc. ce SBemnteiNW ■ der Großh. Landckk:.. iönigl, Preußischen &-• Tte w) Gewiß wird mancher Leser glauben, daß es keine Schwierigkeiten bereitet, ein an Bord eines Schisses anS- gcbrochenes Feuer zu löschen, da sa Löschwasser beguem und in durchaus ausreichender Menge vorhanden iit. Und doch, welch ein Irrtum! Tas Löschen eines brennenden Schiffes grenzte früher nahezu ans Unmögliche und kann heute nur durch bedeutende Fortschritte der Tedput er reicht werden. Ich habe seinerzeit Gelegenheit gehabt, die „Bremen , deren Inneres bei jener entsetzlichen Katastrophe in Hoboken zwar gänzlich ausbrannte, deren Schiffskörper aber intakt blieb, in Bremerhaven zu besichtigen, und habe da ent einen richtigen Begriff von der Furchtbarkeit eines Lchists- brandes bekommen. Tie Löscharbeiten werden dadurch erschwert, daß alle Räume, insbesondere auch die schmalen AuSgänge, bald mit Rauch und Cualm erfüllt und dann schwer zu finden sind. Leider können aus Fcßlgkcitsruck- sichten die runden Fenster nicht so groß gemacht werden, daß ein Mensch hindurchkriechen kann. Ein besonderes Interesse dürften daher die Fenerlosch ciiuid'tungen und die Vorrichtungen erwecken, welche getroffen werden, um ein aus hoher See sowie im Hafen ausgebrochenes Feuer schnellstens zu ersticken. Zu den wichtigsten Feuerlöschapparaten, mit denen auch alle größeren Passagierdampfer ausgerüstet sind, gehört fraglos der Elahton Apparat. Bei demselben ist es sehr leicht, die bei der Verbrennung von Schwefel erzeugte schweflige Säure in beliebigem Verhältnis mit der atmosphärischen Luft zu vermischen und dieses Gemisch durch Rohre oder Schlauch- leitungen nach jedem beliebigen Raum zu leiten. Bei Feuersgesahr spielt die schweflige Säure vor alleäi in solchen Fällen eine große Rolle, in denen eine Bekämpfung des Feuers durch Wasser oder Tampf sich als nicht aus reichend erweist. Tnrch die mittels des Elayton-Avparates erzielte Absaugung der heißen Lust unter gleichzeitiger stetiger Zuführung des Schwefelgases, das den ganzen Raum bis in das kleinste Winkelchen gleichmäßig durchdringt, ist es möglich, in den Laderäumen ausgebrochenes Feuer innerhalb kürzester Frist sicher zu unterdrücken, ohne daß Beschädiaungen der in dem Raume befindlichen Gcge.i- ständc oder Güter, wie sie bei dem Gebrauche von Wasser oder Tampf einzutreten pflegen, zu befürchten sind. Ferner eignet sich, nebenbei bemerkt, dieses Verfahren vorzüglich Mir Desinfektion. Bei einem Gehalte von nur < ichmefliger Säure tötet das Gasgemisch m kürzester Zeit Ratten, sowie alles übrige Ungeziefer, und zwar werden eliminiert wird, 3n der Frage der Ausrechnung bezw. Zurückbebaltung von Lolmu'rberungen bat sich bei Ausschuß au' Den Ltanbvuutt gc- i'tellt. daß dem Arbeitgeber das Reä't zur Umrechnung bezw. Zurückbehaltung gegen den Ardens- ober Tienstlohn N'r dcn mis drücklichcn Fall zugeuanden werden soll, da» bet Ärbatgeöcr vorn Arbeitnehmer durch Tiebstahl, Untenchlagung. Betrug, U> treue ober vorsätzliche -ad'lx'äiadiguiig in »einem Achte geschädigt worden ist und hiergegen Schadensersatz beanwruchl 3n .lulcb- nuug an den Beschluß des Königsberger Sammeltage» vetrestend die Frage der Abgrenzung des Handwerks hatte bei . ueidnib wiederholt über die fragliche Zugehörigkeit einzelner Gewerb. • zweige mm Handwerk zu befinden. Es sind hier zu ucnnen du gewerblichen Gärtnereien, die Elektro-Installateure und du Aspual teure. Bei sämtlichen phwerbezweigen liegt nach bei Ansicht des gesck-aftsführenbeu Ausschuües eine bailbwerksinawge L iNg- [eit vor. Tie laufende Mletzgebung des Berichtsiabres au> dem Gebiete dcS Gewerberechtes bat den Crganen des Sammerlagco eine besondere Gclegenbeit zur gutachtlichen 5tclhnifliuil)me nicht geboten Zu dem Entwürfe eines Arbeitskammergeietzcs nnd zu der Hausarbeitsnovelle kann nicht oft genug barnur buigeimeicu werden, ba» der von beiden Vorlagen begangene Fehler dir Gleichstellung von H a u s g c w e r bc t re i b c n d c n und Heimarbeitern ut den ernstesten Besorgnissen Anlaß gibt. Bei dem Arbeit." kammergesci'. bebeutet die Heranziehung ber yandgcivcrbciutb n ben einen Eingriff ui bas Recht ber Haiibwerkskamuierii, ber ben Seim zu audaucrnben .Monipetcuzstreiligkeiten und zu einer ihivum ■ ung ber Hanbwerkskammcru in iich trägt.Bei dem HausarbeNs gcsetze steht eine fchivcrc wirtschaftliche Schabiguug der hiervon betroffenen hausgewerbetreibenben Hanbwcrkeru zu befurchten, bic bebinat wirb burd) bic ihnen aufgezwnngene Beachtung, der gc wcrbcpolizcilichen Borfchritten. In immer ftngcnbcm Maße können bic Handwerks- und Gewerbelammern dazu übergebe», neben ihrer reut organisatorischen und gcn*crbercd)tlid) lormalcit ^atigieit auf iviM'chaftlichem Gebiete die ihnen atwnlramcn Intereven vraftifd) zu fördern. Tic Aufgaben brr Crgaimation ber Ver waltung und Beaufsichtigung bes Lehrlings- nnd GeiellemvccnS sind im Lause der Jahre Ben Kammern io vertraut geworben, baß sie mehr unb mehr bieser cigcnilidicii ivirticbaitlidjcii Fv> ■ berung, bie für den je(bftänbigcit Hanbwerkcr iiatiirgcniüi; von größter Bedeutung ist, sich zuwenden können Tiefe Entwicklung, bie im 3ntcrcffe einer zeitgemäßen Hanbwcrkspolilik lehr zu b; grüben Ut, roirb gekennzeichnet burd) bas Maß ber Ansorberungcn, baS an bic Crganc bes Mammcrtages auf nnrifdmttlichcm Gebiete gestellt worben ist. Sdwn bic lausende Gesetzgebung des Berichtsjahres bot mannigfachen Anlaß zur Betätigung 3iingdnt ist zu nennen baS Gesetz betreficnb bic Reichswertz nwachssteuer. Tiefes Gesetz ist glücklicherweise einer grünblid)en Beratung unter- morsen worden, so bas; bic Möglichkeit xiner kritischen Stellungnahme vorhanden war. Richt nur die Interessen des Banhaubweiks im besonderen, sond m des Handwerks ganz allgemein, soweit eS seine wert - idiaücnbe Tdiigfeit aut eigenem Grund unb Boden aueübt, haben eine Stellungiiahmc des Mammcrtagcs erfordert. Erfreulicherweise sind diese Bemühungen ron einem gewissen Erfolge begleitet gc- icn Säure veranlaßt, ihre Schlupsivinkel zu öerlafjen, um im offenen Schiffsräume frische Luft zu suchen. Lie fterben latut an einer zugänglichen Stelle, wo die toten Körper leicht aufgefunden und gesanimelt werden können, -tiefe Wirkung gewinnt*gerade dadurch eine um so größere Bedeutung, als wissenschaftlich festgestellt worden ist, da» besonders die Ratten die Verbreiter des PestgifteS sind. Schließlich tötet die schweflige Säure die Tnphus-, Eholera- und Pestbazillen, wie auch Fäulnisbazillen, weshalb Ladung und Nahrungsmittel, die leicht dem Verderben ausge,etzt sind, davor bewahrt werden tonnen, zumal die betreffenben Artikel durch die Berührung mit trockener schwefliger Läure weder an Geschmack noch an Geruch Einbuße erleiden. Um den in den 5)äsen liegenden Sckfifsen einen besonderen Schutz bei Feuersgesahr gewähren zu können, hat man einen eigenen Schiffstyp, die Feuerlöschs chI ffe, geschassen. So verfügt beispielsweise die Bremer Feuerwehr über drei Spritzendampfer, von denen der zuletzt in Dienst gestellte Tampser „Primus" etwas genauer beschrieben werden möge. Ter Tampser, welcher in erster Linie Feuerlöschzwecken dient, wird auch als Bergungs- dampser in den Gewässern des Bremer Staates und für Schiffs-Ausräucherungen in den Häfen, sowie im Winter q[a Eisbrecher verwendet. Hieraus ist bei dem Bau des Schiffskörpers und der Maschinen selbstverständlich Rücksicht genommen worben. Für Bergungszwecke ist der Tampser mit einer Zentrisugal-Lenz Pumpe von 10 Kubikmeter Minulen-Leistung und 75 Meter beweglichen Lauge- Schläuchen von 155 Millimeter Turchmesser, sowie dem nötigen Schleppgeschirre ausgerüstet. Tas Schisi liegt dauernd unter vollem Tampfdrucke und hat eine ständige Besatzung an Bord, welche aus einem Kapitän, zwei Maschinisten, einem Steuermanne, zwei Ma- trofen zwei Heizern und einem Feuerwehnnanne besteht. Ta-- Fahrzeug ist 31 Meter lang, 8 Meter breit unb 3 5 Meter tief. Tie beiben kondensationsmaschineri entwickeln gegen 700 PS inib verleihen dem Schiffe eine Ge- schwinbigteit vou 11 Snoteii. Tie Löscheinrichrung besteht au* drei stchenben Trciznltnbcr Pumpen, bie im Maschinen- raiime unlergebracht find; sie arbeiten einzeln ober zusammen auf ein gemeinsames Rohrsytrem, das sich auf bem Deck nach den einzelnen Verwendungs'tellen verzweigt. Die beiden unteren tleinen Rohre können Wasserfrrahlen bis zu 50 Millimeter Turchmesser, das obere große solche biö zu 110 Millimeter Turchmesser elwa lfX) Meter weit schleudern Alle drei Rohre zuiammen licsern 24 Subil inctcc Wasser in der Minute unb beanspruchen bic ganze bat eine 4°' Ar- Mk. übernommen. «‘gegeben, die el* Verzeichneten Bank..' ™<1. Verlosung ni, e» und Kündignng,- einer Frankfurt*- g der Anleihe an de Leistung ber Pumpmaschine. Tas Löschwasser wirb gewöhnlich von außcnborb burd) Leffnungen in ber Sck;iffs- wanb angesaugt. In einem Raume bes Deckaufbaues ist >ic Feuerwehrausrüstung, bestchenb in 1000 Meter Truck chlauch, 24 Strahlrohren, auswechselbaren Munbstückcn u. a. m. untergebracht. Auch Amerika besitzt eine Anzahl Feuerlösdfschiffe. So hat sich z. B. Ehicago vor kurzem zwei gleiche berartige Fahrzeuge bauen lassen, bie ein klein wenig größer als das beschriebene deutsche Sdnss sind. Alle Arbeitsteile sind in je zwei Stücken eingebaut. Temnach ist eine Betriebsstörung, bic bas Schiff vollkommen gebrauchsunfähig 'lnachen könnte, so gut wie ausgeschlossen. Von Wichtigkeit igi ferner bie vorzügliche Steuerfähigkelt ber beiben elektrisch betriebenen Schrauben. Iebcnsalls bürsten bic leicht beweglichen unb schnell betriebsbereiten Feuerlöschschifse ein bantbares Feld her Täligteit sinben. Auch müssen alle fortschrittlichen Ein richtungen mit Freuben begrüßt werben, bie es bem Mensckfen möglich machen, bie „wohltätige Macht bcs Feuers" zu beherrschen. Der BeridK gibt eine Ucbcrfidn über bic int Berichtsjahre von den Crn.incn des deutschen Handwerts unb Gewerbekammer tagcs bfarbcitctcn roid-tigcrcn Angclegenbeiicn. Ter Beschluß beireifeud die Arbeitszeit in Molorwcrtilättcn des .vandwcrks ut in einer ausjühnid) begründeten Eingabe den Bundesregierungen rorgeirageii worden. Tiefe Eingabe wendet sich gegen die gc- i laute Verfdiärfung der Bestimmungen über die Bcfcha'tiguiig jugcnblidier Arbeiter und Arbeiterinnen. Tic seit bem Bettehen des Sanimcnaged sortgesetzt behandelte Frage der Abgreiizung von Fabrik und Handwerk hat un Berickksiahrc erneute AuwieN- samleit criorbcrt, einmal wegen der Vorbereitung der .siaubnjcrfcr« Konferenz im ReidiSnmtc des Innern unb ferner wegen ber Verwertung der hier gewonnenen Anregungen. Tic Ergebniffe der Hcindwcrler Konferenz haben Veranlaffung geboten, noch einmal bic Gcfanufrage des Vcrhällniffes von Handwerk und Industrie zusainmeufafseub zu behandeln und möglichst zu einem Abschlüße zu gelangen. . _ ., .. - „, .. Bei der großen Bcdkutung bicier orage ut bic (sntjdKtbung über bie Ergebnisse biefer erneuten Bearbeitung ber Vvllver- [ fammluiig für ben Samniertag zu Tüüdborf Vorbehalten worben. Mehrfachen Anregungen aus ber Praxis folgcnb hat ber Ausschuß begonnen, bas Wesen unb Recht bes ArbeitstaruverlragcS unb seine Bedeutung für bas Hanbiverk einer Bearbeitung zu unterziehen. ES ist zunächst eine Sammlung ber im Hanbwerk bestehenben Tarisvevträge begonnen worben. Es soll ferner ein Normal-Arbeits-Tarif-Vertrag für Innungen ausgestellt unb gleichzeitig das Handwerk über die Bcdcuiung be# Ardeitstariwertrages aufgr!läit werben r.ic immer mehr a-achiendc Bedeutung unb Ausdehnung ber baubwencmäBigcn Betäugung der Fran und bie NolwenbigKit ber JtJ« der redul.wen Verhältninc für das ineibhdic >?anbmir! qcm.u» ocr Gewerdeorbnung haben den Crgaueu des SammertageS imepenw.r Gelegenheit zur Betätigung gcboicu. xo ut bei '.in»)dun; bcmiibt aeiricu. die Möglichkeit der Crgniumtion bei geiwrblui» taugen trauen »u fördern unb hat aus b.eicm Grunde beim Reui siage unb ben Bunbesregicrungen eine Abänderung der eimchlügigul Paragraphen der RcM'sgewerbcordnung beantrag! ^icberbolt mußte ber Ausschuß die Frage der VerwanblUda,! einzelner Hanb werkszweige prüfen. Er ist dabei zu bei lieber.cugung gefönt men, ba» am besten der Verwanbtsdiaftsbegriif auS ber Gewerbeorbuitng Oben» v°" 7*1=’”''; on Sungentranten ■ ihre Angehörigen j : Ausstattung dießruhls^jgi^^ *£S***\ 55^ VE"' ehilF el-beiiy--/ ®®S»-w,WTher Beteiligung vou Delegierten aus ganz Dcmschlaub. sowie vou Vertretern der B.horoen und deirenndcler Crgamiationnt begannen heute hier bic Verdaublitugen des 12. Tculschen Handwerks- unb Gewerbekammertages mit einer Ausfchußfitzung. Tiefe bcidhiftiite sich zunärvst mit der Fra^e d r Ucbcrlanbyiitrakn. Nam einem Beridü Der .Hammer Stranburg wurden beunnmie Vcitiav-' festgesetzt, bie der Hauviversatninlung vorgclegi werden sollen. Weiter würbe beschlossen, daß ber Handwerks- unb,Gk- fammertag bic Eintragung in das v ern-rlen solle, um bic Rechte «ner junftiidjeit Person zu cilangen »ioch bem Bericht bes Rechnungsoruimigsausfchm'es würbe bic it - hir 1010 11 flcbill jl W . AMrag, ber eine Bfrtt mbtic Imbcrn und Buchdruckern Innfiditlich ber Lehr 1 tugsausbt 1 bttug konstruieren will. Ter Ausschuß konme aber eine berartige Vcr- : nicht anerkennen. Ferner i’' schuß mit dem Erlaß bes preußischen Hanbelsutm>'ters snb o w. beircisenb die Frau im Handwerk, ^.cr Erlaß Nutzt fick) aur tin chutaditcn des Haubwcrks und Gcwerbckammertagcs. wurde beschlossen, baß auf der Grundlage btefes Erlaßes cme möglichst ciuheirltche üicgeluug hir das^ neuliche Reich entrebt n-cibcu soll. Bezüglich der Frage der truhrung bes ’ReiJt.er- tiieis im Baugewerbe wurde bcfdioi-cn, da» ber Ausickul! ,eine Leu'ätzc von ber Ausfchußfitzung m Würzburg vom o. 3»ai ben Bundesregierungen zur Berücksichtigung empfehlen loll. Ferner gab ber Ausschuß seine Gcn.hmigung zu einem von ber Ge'ttians Helle voige'cl logenen Programm, belreuenb bic Auorbnung des Inhalts für ein Ialrbud'. Sodann gab ber Aus'chu» lerne au- mmmiing zu ber Gründung eines Pcrficher^uug s v e r b a u - bes für vanbwcrls- und Gcwetbelämmern, steter Verband bc- znedt Oie .Mamnicrn gegen Vlnfprüdic zu decken, bic ans Utuallcn bei Abnahme der Gefell en- unb Mcisierprümngcii hergclcitct wer- bett lonitcn Ter Verband wirb am 1. £ hoher ins Leben treten, nadibcm 22 .Mamnicrn ihren Beitritt in Aussicht gestellt haben. Bei der Wahl bcs Bureaus für bic Hauptversammlung mürben bas Hcrrcnhausmilgltcb Cbermcifter Plate Hannover zum Vorntzctt v;1: Tüffclborf unb .Heinfohl Lübeck zu ftellDtrm-tcn ben Vorsitzenden gewählt. Tic nochitc Ausschu,;ittzung ioll Ende Cttobcr ober Anfang November in Hannover statninden. $)cutc abend kurz vor 7 Uhr begann eine Vor Versammlung, die ebenso wie bic Ausschußfttzung iiichtöucntlich war. An erster Stelle erstattete der Syndikus Tr. Mculch Hannover- ben Tätigkeitsbericht. Dienstag, 22. August M Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen Unwersuätr - Buch- und Stetndruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und T ruderet: Bcfcul* slraße 7. Expedition und Verlag: «^K bl. Redaktion:e-»Klir. Tel.-Adr.:A:izeigerDießen. hen. Unterrichlfikl! er beginnt am 9. Ch 20. September. »rinulare sind durch -t 3, zu erhalten. Die Direktion. _ ersteig« 'TrÄÄ--'' ** Men. Der dem Reichstag vorgelegte Entwurf eines Gesetzes gegen Mißstände im H c i l g ew erbe, das sogenmmte Kur- pfuschergesetz, hat Veranlassung gegeben, die Interessen der von diesem Entwürfe betroffenen vandwerkszweige zu wahren. Die Schädigung des Handwerks durch Konsumvereine ist un Berichtsjahre erneut zur Bearbeitung herangezogen worden. In den Bereich dieser vird, vielmehr schon die Tatsache der Anklage genügt, um Mißtrauen bei den Kunden gegen das,Geschäft zu erzeugen. Ta eine Revision des NahrungsMittelgeietzes bevorsteht, so sind Bestrebungen im Gange, damit in allen zweifelhaften Fällen vor der Erstattung der Strafanzeige Sachverständige gehört werden. Tiefen Bestrebungen hat sich der Auslchuß an- geschlossen. Eine sehr bedeutsame Aufgabe ist dcnr Kammertage hinsichtlich der Wahrung der Interessen des Handwerks gegenüber den M o n o p o l b e st r c b u n g c n in der e l e k t r o t c ch n i, ch e n Industric gestellt worden. Bei der Bekämpfung des Borgunwesens fehlt es leider noch an wirklich praktischen Maßnahmen zur Bekämpfung des Nebels. — Der Bericht erwähnt zum Schluß ncxl) die Stellungnahme des Kammertages zu den sozialpolitischen Gesetzen des letzten Jahres und dessen Arbeiten auf dem Gebiete des Unterrichtswesens. Morgen findet die erste Hauptoersammlmig statt. Tagung des Verbandes der hessischen Urankentassen. Schotten, 20. August. Die heute hier in der Turnhalle abgehaltene sechste ordentliche Mitgliederversammlung des Verbands der Krankenkassen und der Gemeinden als Träger der Krankenversicherung im G ro ß herz o g tu m Hessen war von etwa 100 Kasscnvertrctern besucht, außerdem waren Vertreter vieler Staats- und städtischen Behörden als Gäste anwesend. Tcm Verband, der eine außerordentliche Jahres tätigfeit entfaltet hat, gehören zurzeit 187 Kassenorganisationen mit 71000 Mitgliedern an, er hat int abgelausenen Jahre einen Reinzuwachs von 28 Kassen mit über 10 000 Mitgliedern. Nach Erstattung des Rechenschaftsberichts und nachdem die Kassenrechnung ordnungsgemäß geprüft und Entlastung erteilt worden war, berichtet der Gescl)äftsführer Rechnungsrat Harth über die wichtigsten Bestimmungen der Nci chs v er s i ch er u n g s- ordnung, wobei er auch auf die Sonderabdrücke, die den Kassen schon zugegangen seien bezw. troch zugehen, hinwies, die in gedrängter Kürze alles verzeichnen, was sanken-, Jnvaltden- und Hinterbliebenenversicherung enthalten. Zu der Reichsversicherungsordnung nahm die Versammlung nach erstatteten ausführlichen Einzelberichten und dann sich anschließenden Erörterungen in folgenden Puntten Stellung: 1. Die Staatsregierung soll ersucht werden, gemäß § 36 der Reichsversicherungsordnung nicht für jedes Kreisamt, sondern für jede Provinz ein gemeinsames Versicherungsamt zu errichten mit Beamten im Hauptamt, denen andere Verwaltungsarbeiten nicht übertragen werden sollen. . 2. Das Ministerium des Innern soll ersucht werden, Vertreter des Verbands vor Erlaß der Wahlordnung gemäß §§ 73 und 8 1351 der Reichsversicherungsordnung betreffend Wahl der Ver- sicherungsvertteter zu hören. 3. Das Ministerium des Innern soll ersucht werden, eine Befreiung von der Krankenversicherungspflicht gemäß 88 170 und 171 der Reichsversicherungsordnung bezüglich der in Bettieben ober int Dienste öffentlicher Verbände oder öffentlicher Körperschaften Beschäftigten sowie der int Dienste nicht öffentlicher .Körperschaften oder als Lehrer und Erzieher an nicht öffentlichen Schulen oder Anstalten Beschäftigten, denen int Erkrankungsfall die Fortzahlung der Vergütung auf die Dauer von 26 Wochen zugesichert ist, nicht eintreten zu lassen, da die Zusicherung nur eine minderwertige Krankenfürsorge darstelle. 4. Ter weitere Antrag des Vorstands, die Errichtung von Landkrankenkassen nicht zu empfehlen und überall da, wo Ortskrankenkassen bestehen, Landkrankcnkassen nicht zuzulassen und der Antrag, daß, wenn wider Erwarten doch Landkrankenkassen errichtet würden, durch Landgcsetz gemäß § 336 der Reichsversicherungsordnung geregelt werden solle, daß Vorstand und Ausschuß wie bei den Ortsttankenkassen gewählt würden, soll auf Beschluß der Hauptversammlung nebst Begründung allen Kassen nochmals schriftlich vorgelegt werden. Tie Kassen müssen innerhalb vier Wochen ihre Abstimmung schriftlich betätigen. 5. Der «Vorstand wird beauftragt, um die fachliche Befähigung für die vollbeschäftigten Beamten der Krankenkassen in Hessen einheitlich zu regeln, eine Prüfungskommission zu bilden. 6. Der Vorstand soll die Umwandlung des Verbands in einen Kassenverband gemäß § 406 der Reichsversicherungsordnung oder in eine Kassenvcreinigung gemäß § 414 der Reichsversicherungsordnung in die Wege 'leiten. 7. Tas Ministerium soll ersucht werden a) den Krankenkassen 15<>/0 Rabatt ohne Bestimmung einer Mindestsumme beim Bezug der Arzneien aus den Apotheken zu gewähren; b) ferner eine Handverkaufstaxe hcrauszugeben, in welcher olle dem freien Verkehr und dem Apothekenhandverkauf vorbehaltenen Arzneimittel mit den der Billigkeit entsprechenden Preisen enthalten sind, ohne Rücksicht daraus, ob diese mit ober ohne OKbrauchsanwei- sung verschrieben sind: c) feine Altordnung int Sinne des 8 376 Abs. 3 der Neichsversicherungsvrdnung zu treffen, so daß also die Krankenkassen nach wie vor die Bezahlung derjenigen Arzneimittel ablehnen können, die nicht von einem mit ihr in Verbindung stehenden Lieferanten bezogen worden sind und d) die Apothekerfrage in Hessen einheitlich zu handhaben. 8. Das Reichsversicherungsamt zu ersuchen, im Interesse einer Geschäftsvcreinfachung Vierwochenmarken verausgaben zu lassen. 9. Tas Ministerium des Innern zu ersuchen, das in He,,en bewahrte Einzugsverfahren für die Invalidenversicherung in der seitherigen Weise bestehen zu lassen und die, .Hebgebühr für die Einziehung einheitlich für alle Einzugsstellen zu bemessen. 10. An das Ministerium des Innern eine Eingabe zu richten, zu bestimmen, daß, gleichwie den Gemeindeit ober Kreisen, auch den Krankenkassen ober Krankenfassenverbänben neue ober beim» gefallene Apothekenkonzessionen verliehen werben können. 11. Die Errichtung einer Revisioiisstelle zur Prüfung der Arzt- unb Apothekerrechmingen, in ähnlicher Weise wie sie in Württemberg besteht, in bic Wege zu leiten. 12. Das Ministerium bes Innern zu ersuchen, eine Revision der Gebührenordnung für die approbierten Äerzte, soweit b;e Mindestsätze der Gebülwenorbnuitg geänbert werben sollen, vorerst nicht vorzunehmen. 13. Den Buubesrat zu ersuchen. Anorbnung zu treffen, daß eine übersichtlichere Statistik von den Krankenkassen zu führen ist. Nachdem der Vorstand noch der Versammlung bekannt gab, daß er für alle Fälle der Praxis Formulare Herstellen lassen wolle, um bic größtmöglichste Einheitlichkeit zu erzielen, wurde zur Wahl des Vorstandes geschritten. Ter seitherige Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt; anstelle des ausgescknedeiten Kranfenkässenrechners Banspach-Lorsch, d?m für feine ersprießliche Tätigkeit der Dank der Versammlung ausgesprochen wurde, wurde Herr Hax in Groß-Umstadt neu gewählt. — Als Ort der nächsten Versammlung würbe Lindenfels bestimmt. Ans Stndt ttnö Land. Gießen. 22. August 1911. ** 55. Allgemeine Versammlung der D e n t - I cf) c n Geologischen Gesellschaft. Am Freitag, 18. August, fuhren die Exkursionsteilnehmer in vier großen Wagen von Gießen über Steinbach nach der Ganseburg und über Albach, Reiskirchen nach G r o ß e n - B u s e ck, um die geologisch interessanten Aufschlüsse dieser Gegend ßu studieren. Nach einer Frühstückspause wurden die Basalt- tuffe im Haingrabental und das Kieselguhrvorkommen am Pfarrwäldchen untersucht, dann die Fahrt bis Climbach fortgesetzt, woselbst die Wagen verlassen wurden und zu Fuß über den, in der Literatur mehrfach als Kraterrest beschriebenen „Asp e n kipp el" nach Treis an der Lumda gewandert. Von hier aus wurde 5.43 Uhr die Rückfahrt nach Gießen angetreten. Abends fand im Hotel ein gemütliches Zusammensein statt, wobei Oberbergrat Grae ßne r- Berlin nochmals des Entgegenkommens der Großh. Regierung gedachte, sowie dem Führer der Exkursionen durch Rheinhessen, Hergrat Prof. Dr. Steuer und dem Führer oer oberhessischen Exkursionen, Bergnot Dr. Schottler, im Namen der Deutschen Geologischen Gesellschaft Dank aussprach. Oberlehrer Franke-Duisburg hob hervor, wie die Großh. Geolog. Landesanstalt in allen Standquartieren für gutes Unterkommen der Teilnehmer gesorgt hatte und lüie olles andere wohl vorbereitet war, so daß sämtliche Exkursionen programmäßig ausgeführt werden konnten, (sein dreifaches Glückauf galt dem Assistenten Fuchs-Darmstadt. Am Samstag, dem letzten Exkursionstage, wurden zunächst das Eisensteinvorkommen bei Mücke und die dortigen Erzwäschereien besichtigt, wobei Wergrat Köbrich-Darmstadt, der am letzten Tage die Führung übernommen hatte, einen erläuternden Vortrag hielt. Won Grünberg aus wurde dann ein Sonderzug der Grünberg—Lich—Butzbacher Nebenbahn benutzt, der an verschiedenen Stellen anhielt, damit die Teilnehmer Gelegenheit hatten, die geologisch interessanten Aufschlüsse in den Einschnitten dieser Bahnlinie zu studieren, lieber Kloster Arnsburg wurde dann nach Garbe nt eich gewandert zum Studium der dort vorkommenden sog. Seekreide. Zur näheren Untersuchung der Lagerungs- Verhältnisse dieses Vorkommens wurde in das Dr. Siebel- Gießen gehörende Bergwerk eingefahren. Nachdem noch Bergrat Köbrich für die Führung Dank ausgesprochen war, wurde nach Gießen zurückgefahren, woselbst sich die Teilnehmer trennten, um in allen Teilen Deutschlands das in Hessen gesehene «wissenschaftlich äu verwerten. ** Gießen er Ferienkolonie. Am Samstag mittag zogen 15 Schäler der Volksschule unter Führung des Lehrers Adam nach Homberg a. d. Ohm in die Sommerfrische, um während der Ferien sich dort zu erholen. Die Kosten dieses Aufenthalts werden aus der Bückingstiftung bestritten. Landkreis Gießen. — Wieseck, 20. Slug. Der Tag von Gravelotte wurde von dem Kriegerverein in würdiger Weise gefeiert. Einem geselligen Zusammensein im Gasthause des Wirtes A. Ziegler am Freitag abend folgte am Sonntag morgen Kirchgang und Ehrung der Toten auf dem Friedhof. Pfarrer Groth-Rödgen, als Stellvertreter des zurzeit beurlaubten Pfarrers Bernbeck, hielt eine der Bedeutllng bes Tages entsprechende Predigt. Besonders iveihevoll gestaltete sich die Feier auf dem Friedhof. Rach einer tief empfundenen Gedächtnisrede des Geistlichen auf die im Kampfe für ihr Vaterland gefallenen und später verstorbenen Krieger legte Präsident Vogel am Kriegergedenkstein einen Lorbeerkranz nieder. Für Sonntag, den 3. September ist eine gesellige Zusammenkunft mit Familie auf der nahen Wellersburg vorgesehen. -in. Hungen, 22. Aug. Dem in den 30 er Jahren stehenden Schaffner Gunkler, wohnhaft in Garbenheini, wurden gestern abend in der Station Ober-Widdershei in von dem um 9 Uhr hier eintreffenden Güterzug beide Beine abgefahren. Der Schwerverletzte wurde nach Anlegung eines Notverbandes in das hiesige Krankenhaus verbracht. Gunkler ist ein pflichteifriger Beamter und Vater von vier Kindern. Kreis Lauterbach. ^Bermuthshain 21. Aug. Trotzdem die Dienstzeit unseres Bürgermeisters Fricdr. I ost erst im November d. I. abläuft, macht sich schon jetzt eine lebhafte Agitation zu der demnächst stattfindenden Neuwahl bemerkbar. Wie verlautet, soll in dem Landwirt Ernst Pfannstiel ein Gegenkandidat aufgestellt werden. Kreis Friedberg. x Bad-Nau heim, 20. Aug. Im Konzertsaal gab die Kurkapelle gestern abend ihr 8. Künstlerkonzert, bei dem Frau S ch o b b el'- Z o d e r von der Kgl. Hofoper in Dresden mitwirkte und einen schönen Erfolg errang. Zn gleicher Zeit veranstaltete auf dem prächtig beleuchteten Johannisberg das Friedberger Toppelquartett des Seminarlehrers Kuhn einen Liederabend, der reichen Beifall erntete. — Heute erreichte der Besuch des Bades, der durch verschiedene Vereine und Gesellschaften noch verstärkt wurde, wieder eine außergewöhnliche Höhe. Die Züge der Haupt- und Nebenbahn hatten abends Mühe, den Betrieb zu bewältigen. Kreis Wetzlar. --- Holzhausen, 20. Aug. Seit 14 Tagen haben sich 15 Gießener Wandervögel hier eingenistet. Den jungen Leuten ist ein leerstehender Stall eines Hauses unentgeltlich eingeräumt, worin jeder feinen Strohsack aus- geschlagen hat. Die Wandervögel leben sehr einfach. Es wird alles, loas nötig ist, gemeinsam beschafft und es gibt in der Woche nur zweimal Fleisch. Die jungen Leute machen täglich Streifen in die Umgebung, stehen früh auf und legen sich zeitig nieder. An einer passenden Stelle hat man den Bach gestaut und so ein schönes Bad geschaffen. — Heute trafen auch drei Ferienkotonisten der Gießener Volksschule ein, die auf 14 Tage Gäste der Wandervögel sind. Ihr Lehrer trägt dafür die Kosten, weil er mit dem Fleiß und dem Betragen der Schüler zufrieden war. — In unserer Gemeinde hat man die jungen Burschen sehr gern, weil sie immer vergnügt sind und sich nett und bescheiden benehmen. Hessen-Nassau. A Bieber bei Rodheim, 21. Aug. Während unsere sonst vorzügliche Wasserversorgung bei der seitherigen Trocken- pcriode weniger ergiebig war, ist Vetzberg um seine angetanste Quelle zu beneiden. Nur burm Ausstellung großer Maschinen ist es möglich, die Quellfasfung vorzunehmen. Ter Quelle entfließt eine solche Wassermenge (über 2000 Kubikmeter täglich), daß eine weit größere Gemeinde reichlich versorgt werden könnte. Der Kaufpreis der Quelle beträgt nur 2400 Mark. i| Marburg, 21. Aug. Ter Artillerist Christian Greif aus dem nahen Dorfe Wehrda hatte gestern, ohne Urlaub zu besitzen, von seiner Garnison Bockenheim aus einen Abstecher in seine Heimat gemacht. Als er gestern abend wieder zurücksahrcn wollte, verspätete er sich und versuchte trotz der warnenden Zurufe der Beamten, auf den bereits fahrenden Zug zu springen. Im nächsten Augenblick hörte man auch schon Schmerzensschreie, dem unglücklichen jungen Äöann waren die Räder über beide Füße gegangen. In der Klinik wurde ihm der rechte, Fuß bereits abgenommen, es ist fraglich, ob ihm der linke Fuß erhalten bleibt. , . . [] Gladenbach, 21. Aug. Der jung verheiratete Arbeiter Barth aus Mornshausen, der in Friebertshausen in Arbeit stand, wurde am Samstag unweit Rüchenbach in schwer verletztem 3 u ft a n b in der Nähe der Lanbsttaße neben seinem Rabe besinnungslos ansgefunben. Der junge Mann hat bis jetzt noch nicht Auskunft geben können, was mit ihm paniert in. Ta in jener Gegenb in letzter Zeit mehrfach Leute von Strolchen belästigt würben, glaubt man nach Lage der befonberen Umstände, baß es sich hier ebenfalls um einen Heb er fall handelt. Kg. Kirchhain, 21. Aug. Gestern fand hier das Preisschießen des Kreiskrieaervcrbanbcs Kirchham statt. Als Preise waren ausgesetzt vom Verbandsvorsitzenden 1 silberner Becher, vom Kreisverbaiid 2 Geldpreise und vom Kriegerverern Kirchhain 1 Standuhr. Von jedem ber 33 Verbanbsvcreine waren 2 Schützen ausgewählt, bie je 3 Schuß auf 150 Meter Entfernung auf eine 12-Ringscheibe abgeben mußten. Von jebem Verein waren bie besten Schützen ausgewählt unb mußte man eine scharfe Konkurrenz erwarten. Den ersten Preis erhielt ber Kriegerverem Allenborf mit 61 Ringen, ben 2 Preis ber Verein Marborf mit 60 Ringen und ben 3. Preis der Verein Albshausen mit 58 Ringen. Der beste Schutze des Tages, P. Weber von Burgholz, erhielt für seine 34 Ringe bie Stanbuhr. Daß dem Schießsport im Kreise Kirchhain viel Shmpathie eutgegengebracht wird, zeigte die rege Beteiligung aus allen Orten des Kreises. fc. Wiesbaden, 20. Aug. Kaum aus dem Gefängnis in Butzbach am 28. Juni d. Iß. entlassen, brach der 25jährige Taglöhner Georg Lichtenstein, wohnhaft in Bernsburg, Kreiß Alsfeld, am 1. Juli d. Iß. in eine Jagdhütte in ber Nähe von Brandoberndorf ein und nahm alles, waS nicht niet- und nagelfest war, mit. Kurze Zeit darauf wurde er festgenommen und hatte sich heute wegen schweren Diebstahls in strafschärfendem Rückfall vor der Wiesbadener Strafkammer zu verantworten. Diese erkannte gegen Lichtenstein auf 1 Jahr 2 Monate Gefängnis. wandern und Reisen, Bäder und Sommerfrischen. * Der Vogelsberger Höhen-Club, Zweigverein Frankfurt, unternahm am Sonntag unter zahlreicher Beteiligung feine 9. V e r e i u s w a n d e r u n g. In der Frühe brachte die Bahn bie Ausflügler über Vilbel unb Stockheim nach Ranstadt. Von hier ging es bas Laisbachtal aufwärts unb von ber Hohe genoß man einen schönen Blick auf Ranstadt nnb Dauernheim, zur Westerau und nach dem Taunus. Anmutig schmiegt sich hier bas Dorschen Bellmuth an die Laisbachberge. Auf hübschen Wald- unb Wiesenvfaden zogen die Wanderer bann über bas Hofgut Bieber- berg nach Wippenbach, wo im Gasthaus „Zur schönen Aussicht" ein Labetrunk winkte. Nach kurzer Erholungspause führte der Weg bann über Selters mit seinem Beuebiktus-Sol-Spnibel über Bleichenbach und Wolf nach B ü b t u g e n. Nach Begrüßung durch den dortigen Zweigverein ging es unter ben Klängen ber Musik nach dem „Stern', wo ein gemeinsames Mittagessen nach Dem heißen Marsche Stärkung verlieh. Gegen 4 Uhr zogen bie V. H.-El.-er vereint nütZden Bübinger Schützen nach dem „Hammer*, und hier entwickelte sich denn bald bei dem H e r b st s ch i e ß e n ein fröhliches Treiben. Um y27 Uhr erfolgte dann die Preisoerteilung durch ben Fürsten von Büdingen, und nur zu bald mußte die Rückfahrt nach Frankfurt angetreten werben, wo um Mitternacht die Ankunft erfolgte. Auch die Zweigvereine Hanau und Offenbach beteiligten sich an dein Herbslfchießen. Universitäts-Nachrichten. hk. Darmstadt, 21. Aug. An ber Technischen Hochschule wurde dem außerordentlichen Professor und 1. Assistenten am elektrotechnischen Institut, Dr. iug. Waldemar Petersen, ein Lehrauftrag für Hochspannungstechnik und dem Privatdozenten Dr. ing. Ernst P reuß ein solcher für Hebungen in ber Malerialprüfnngs- anstalt für Bauingenieure erteilt. Der Tiplom-Jngenieur Georg Rüth, Oberingenieur der Firma Dyckerhoff & Widmann in Biebrich a. Rh., erhielt einen Lehrauftrag für Anwendungen des Eifenbelonbaues. £uftfd)iffabrt. P. 6. Berlin, 21. Aug. Tas Luftschiff „P. 6", bas gestern nachmittag um 4 Uhr 20 Min. von Johannisthal abgefahren war, ist um 7 Uhr abenbs in Anwesenheit bes Großherzogs und bes ErbgroßherzogS auf bem Exerzierplatz in Neustrelitz ge- lanbet. Heute früh 4 Uhr 39 Min. erfolgte bie Rückkehr nach Berlin mit bem Erbgroß Herzog unb bjrni Staatsminister v. Bossart an Borb. Tas Luftschiff ist um 7 Uhr 45 Min. nach glatter Fahrt unter Führung bes Oberleutnants Stelling, ber bei seiner Lanbung in Neustrelitz von dem Großherzog mit bem Greifen- orben ausgezeichnet würbe, in Johannisthal gelanbet. Sofort nach ber Lanbiing begab sich ber Erbgroßherzog im Automobil nach bem Stettiner Bahnhof, von wo er um 8 Uhr 45 Win. bie Rückfahrt nach Neustrelitz antrat. * Berlin, 19. Ang. Ter Flieger Hoffmann stieg heute früh 4 Uhr 28 Min. mit einem Passagier unb einer Kiste Morgen- 3eitungen in Johannistal zum Fluge nach Frankfurt a. d. Ober auf. Er legte bie Strecke in 38 Minuten 52 Sek. zurück, fo baß bie Zeitungen eine Stunbe früher in Frankfurt waren als mit bem Zuge, ber sie gewöhnlich beförbert. Die Flugzeit ent- fpricht einer Stundengeschwinbigkeil von 113 Kilometern. Gctrcidc-Wochenbericht der Prcisberichtsstette des Deutschen Lanbwirtschaftsrats vom 15. bis 21. August 1911. Die an den Eintritt kühlerer Witterung geknüpften Erwartungen haben sich bisher nur teilweise erfüllt, denn nur im Gebiete der Ostsee sind größere Niederschläge vorgekommen, während es in den übrigen Lanbesteilen nur wenig ober gar nicht geregnet hat, so baß man wegen ber Kartoffelernte weiter besorgt bleibt. Jnfolgebessen hat bie durch die Aussicht auf Niederschläge hervorgerufene flaue Stimmung seit Mitte der Woche wieder einer erneuten Befestigung Platz gemacht, zumal sich zu den gebriidtat Preisen bie Ausfuhr von Roggen nach Norbrußlanb, Skanbftiavien unb Westi)eutschlanb belebte. Hinzu kam, baß Rußlanb'anbauernd große Zurückhaltung bekundet und infolge ungünstiger Witterung, bie bic Zufuhr zu den Hasenplätzen behindert, auch seine Forderungen für Gerste wieder gesteigert hat. Die gleichfalls wieder festere Tendenz für Weizen fand mehr an Roggen als in den Verhältnissen des Weltmarktes eine Stütze. Trotz höherer kanadischer Ernteschätzungen und unerwartet starker Abladungen von der Donau konnte auch dieser Artikel seinen Preisstand, namentlich für spätere Sichten, wieder bessern. Tas Warenangebot im Jnlandc war zeitweise etwas stärker, ohne bei guter Nachfrage der Provinz und der Aufnahmefähigkeit der Küstenplätze indes einen Druck auf die Preislage auszuüben. Reges Interesse machte sich namentlich für Hafer bemerkbar: das Inland bietet nur wenig an und hält auf Preise. Lieferung war gleichfalls fest und konnte seit Montag wieder eine Mark gewinnen. Für Braugerste verhalten sich bic hiesigen Brauereien immer noch'reserviert, während sich in der Provinz für das Angebot gute Aufnahme zeigt. Russi- ' sche Gerste Mch anfänglicher Abschwächung wieder befestigt ta* richten. jev Techniken hoÄt^k dl.Afsiftentm am tldttr- Pelersen, ein Sei? in Privaldozenten Dr. in in der Maienalprimm^ Tiplom-Jngemeur Sec:: yckerdoff & Widmann » ■ag <üt Anwendungen de> 1 ßiff H. 6", das gesim Wi°. «»ftiä Herzog mit nisthal gelang KLM UN Minute" rede m ^"-‘gnfinrt n>otr S!'S £ieS*|ff' *>* SZOL der Woche n-g gM-ö- TäS^fesS« beE glciWl/j t4jÄ :l1t hrr W' 1« öic«* -KM '""«Sfr «ttlf aus SÄ»b X<Är? ■i8 *6® bn ,6m LL.7-^° rdKL ks£ss unht|iWcn*H?lb^. f iäOKZ'W»«® rt)ie(t her o< c ÄC!' SL’piKGf? SSKSk •-Äfs 1*lln dein Desänc. ö entlassen, brach b‘R wohnhaft in b-,3§. 'n eine c! em und nahm alle« "l- Kurze Zeit dara^ > l>c»te wegen schweren vor der Wiesbadener erkannte gegen Lichten. §. öSommirfriitynT n - (£ l n b, Ziveigverein l unter zablreich« tzr- Jh 3" der Frühe brache stodljeini nach Ransladt. ms und von der Höhe ai>t und Dauemheim, jji t'g idmücgt sich hier ta Aut hiibichen Bald- un) über das vchnt Webt? 5 ,3"t schönen Aussicht nnqspauie iührte der &g :ol-Sprndet über Bleichen- id) Begrüßung durch be Klängen der Musik na: lagefien nach -em hu,! >r zogen dir B. Hit dem .Hammer', und dir: rbslschieben ein *rc: dann die i-teiSoettfilur: nur zu bald mufeie ht eben, roo um SDlmttnat ne Hanau und Cfftn• ’n. do« Mehr ( + ) bejro. Weniger (—) gegenüber Klammern () beigefügt ift, wie folgt: in Nogqen Wetzen 2'/,) 187 (+ 200 (-}- (+ ( + (- (4- 2*/,) (4- 6) 5) (4-8) Schweine schleppend. höchsten 84—90 48 46—50 50—58 Ungejochte Bull eit* 74—82 44—48 46 30-91 47 75-78 40 35 83—87 67—73 43 43-00 86-00 51-53 66—68 52 66—68 52 51-53 64-66 50 66—67 51 lauft, Schweine langsam geräumt. 42 51 (- (+ 60-62 100-104 53—58 89-97 185 (- ) 186 (+ 1) 61 55 49 45 (- (- (4- (- 210 207 200 197 201 202 196 ( + (- (+ (- (- (+ 82—87 74—76 8) 1) 2) 1) ) 8) 176 177 174 168 185 180 47—32 1) ) 3) ) 1) 2) 1) 4) 1) 1) 8) 2) 3) ) ) ) 4) 4) 1) 2) 2) ) 6) 2) 6) Haler 173 (+ 1) 167 (— 2) lb« (- ) 165 (4- 3l 162 <4- 2) 186 (- ) 1^4 (4- 6) 202 201 200 200 220 211 212' , 22o 222'/, 230 66 ansver- C cf)f en* Collflelfdiifle, ouSgemästete, (+ 2* (- (4- 162 161 167 161 163 171 167 174 175 165 166 165 182 173 182*/, 182*/. 180 194 Schlachtiverte« böchslenS 6 !)ahre alt Junge, sleischige, nicht au8genui|iete und ältere aii8gemäftete...... nut eiilwideltc jüngereUiche u. Färsen St dl b ec. Feinste Mastkälber....... Mittlere Mast- und beste Saugkälber, foeriiigere Wiast- und gute Saugkälber toetiugete Saugkälber ...... Schaie. Weidemastschale........ Schweine. BoNsletschige Schweine bi-zu 2 Zentner Lebendgewicht .... ... . LoUsleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht........ Lollsieischige Schweine über 27, Zentner Lebendgewicht........50—51 Fleischige Schweine unter 80 kg Lebend- Lollfleischige, ausgewachsene, höchsten SchlachlwerteS........ tzärs en. Hübe. Bollsteischige auSgemäsiete Färsen höchst. 7,) ) 2) Dez. 208.7.) (4- 0.75); Budapest Cft. 2OO.7U (4- 6.40); Pari- lug. 199.85 (— 3.95); Liverpool Cft. 160.90 (— 1.65); Ehicago Sept. 139.90 (— 3.40). Roggen: Berlin Sevt 173.50 (4- 1.25), le*. 177.50 (+ 2.75). Haler: Berlin Sept. 171.00 ( + 100), Te> 176.00 (4- 1.25). Fnttergerste: eil Hamburg fchivirn 122.50 (4-0.50), ding. 119.00 (4- 0.75), Ma iS: Mned Ang. 128.00 (4- 2.00), Odessa schwimmend 116.50 ( — ) Mk. Märkte. F.C. Wiesbaden, viehh oi-TI at f tberl cht vom 21. Aug. fluUrieb. Rinder 65 (Ochsen 40, Kühe 25, Bullen 00), Kalber 45, mittelmäßig. Durch- fchnitlspretr pro 100 lllnnd Vcbtnö« schla tK« fcewl |j: (- (- (4- (- (- (- SchlachlwerteS........44—51 t‘oUflei|d)ige auSgemäsiete Kühe höchst. Schlachtwerte- bi- zu 7 Jahren . . 39—42 Weitere oußgcmä|tete Stühe und wenig Königsberg Tanz', Stettin Posen Breslau Berlin Magdeburg Halle Leipzig Rostock Hamburg Hannover Düsseldorf Köln Rranfiud a.M. Mannheim Strastburg pro 100 Ms. Vcbrnb« L-tach:» peroldn ven-vi-voa-biz 79—85 90—96 Schale 35, Schweine 282. Tendenz: Rinder ruhig, Kalber und Schale Trete geivicht...........51—52 Ueberstand: Rinder Uebersland, Kälber und Schase folge guten Abzuges und erhöhter Forderungen des Ursprungslandes Mais wird von Amerika andauernd »uriKfqrfdim, während Argentinien von der Donau Mais heran-uziehen sucht. Im Hinblick daraus war auch Ldessa Mais höher gehalten. US stellten sich die Preise für inländische- (Betreibe am leWen Markita-i in Mark pro 1000 kg je nach Qualität, wobei do« Mehr ( + ) bejw. Weniger (—) gegenüber der Borwoche in München Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Sept. 204.50 (— 1.75), Steher», 22. Ang. Marktbericht. Aus heutigem Wochenmarkte kostete: Butter pr. Pfd. 1,35—1.40 Tifw Hühnereier 1 St. 8—9 tilg., (rnteneiet 1 Stück 9—10Big, Gänseeier 1 Stuck 10 bis 15 Pfg^ «äse pr. eL 6—8 Big, Kasematte pr. GL 5—6 Pfo., Tanben pr Br. 0^0—1,00 TIL, Hübner pr. Gl 1,uO—1 60 TIL, Hahnen pr. Glück 0,80—1,80 TIL, Guten pr. Gt. 1,80-2,20 TU, Gänse da« Pfd 75—80 Big, Crbsensteisch pr. i2fb. 86— 94 Big. Rindstetsch pr. BllUid 86—90 l:fg, Nnbsteilch 70 Plg, Schweine- steisch pr. Blund 70—90 Big, lialbsteisch pr. Plb. 76—60 Blg^ Hammelsleisch pr. Bld 60—88 Blg^ .Oarlofleln pr. 100 Kg. 10.00 oi« 12.90 Mk., Weibkratit das Stück 30 bi6 40 Psg, Zwiebeln per Ztr. 10,00—12,00 Mk, Milch da« Liter 22 Big» Aepiel per Bld. 13 btS 18 Big, vlnsse 100 Stück 50—60 Big, per Ztr. 0—00 Mk, Bohnen per Bld. 25-40 Bla, Gurken 100 Stück 3,00—4,00 Mk, Birnen das Blund 15—20 Big, Pllaurnen das Plnnd 15—20 Psg. L'larkizeit von 7—1 llbr. — «arloffeliuarkl'Bericht < ^rühkartosieln) vom 21. Aug. 1911. Königsberg i. Br.: Rosen (hübe) Mk. 2.60 — 0.00, Frühe weihe, Kaiserkrone Tlf. 2.70-0.00, Lütauer Blanke Mk. 3.00-0.00. flieg- n i i;: Rosen Grütze) T!k. 4.00—4.40, Frühe weihe, Kanerkro.ie Mk. 4.60—5,30, Rnnde blaue Mk. 5.50, Fruhrosa Mk. 4.00—4.30. Magdeburg: Rosen (lnihe) Mk. 2.75—0.00, Frühe weitze, Railedronc Mk. 3.25 bi« 3.75, oval blaue Mk. 4.10—0.00, Rnnde weite Mk. 3.25—3.75, Nieren, PanlsenS Juli Mk. 8.40—3.75, (iraUeii Tlf. 4.05—4.50 H a m dnra: Neue lange Mk. 3.75—0,00, rnnde (iierkartosieln Mk. 3.80—4.25. Rosen, lrühe, ML 8.50, Nieren, BanlsenS Zult 1UL 3.50—380. Dortmund- Nieren, Paulsens Fnli Tik. 4.50, Frühgelbe Mk. 3.60, Holländer Mäuse Tlf. 5.20, Rnnde blmie 3.80. Hagen i. W.: Nieren, Paulsen« Juli Tlf. 4.25, Holländer Mänle Mk. 4.40—0.0<>. Kreield: Nieren, BanlsenS Znli Mk 4.50. Frühgelbe Mk. 5.00. Ken, p en a. Rh. Nieren, Paulsen« Juli Mk. 3.00, Neue lange Mk. 3.00, Frühgelbe Mk. 3.00—O.bO. Holländer Mäuse Mk 3 50, Runde vierkartofseln ■ k. 3.50. Röln a. Rh.: Rosen (frühe) Mk. 3.50—3.6-, Nieren, BanlsenS Juli Mk. 4.10-4L0, Frühgeldc Mk. 3.25-0.00. (Alle- sür 50 Kg.) vermischte». ♦ Brande. In Dornbirn (Vorarlberg) brannten in der Nacht zum Sonntag vier Häuser nieder. Ter iloui- mann Luger, der ein Dienstmädchen retten wollte und ein anderer Mann verbrannten. — Das ganze Anwesen der Champagner-Fabrik P. Coß in Psastatt (Els.) brannte bis aus den Meller ab. Infolge des raschen Umsichgreifens des Feuers konnten die Bewohner nur das Leben reiten. Ein Pferd kam in den Flammen um. Sämtliche Bücher sind verbrannt. Man vermutet Brandstiftung. — Im Ober- otterbacher Gebirgstvald ist ein Brand ausgebrochen. Bis zum Abend waren 60 Morgen Fichtenbestand zerstört. Tie Braudsläche wurde eingedämmt und vier Feuerwehren bekämpften das Feuer. Ein Gewitterregen, der heute nacht eingetreten ist, erwies sich den Löscharbeitcn sehr förderlich, so dah die Gefahr nunmehr beseitigt ist. — Tie Zementfabrik von Guttav Holv in Gerbst edt ist heute bis auf die Umsangsmauerii Nleder- gebrannt. Der Schaden beträgt mehrere 100000 Mk. — In dem Marktflecken Naßcnfust in der Steiermark brach ein gewaltiges Feuer aus, dem in kurzer Zeit 43 Wohnhäuser und 110 Wirlichastsgebäude zum Opfer fielen. Ter Schaden wird auf zwei Millionen Kronen geschäht. Die Feuerwehren der benachbarten Gebirgsdörfer konnten bei dem herrschenden Wassermangel wenig ausrichten. — Der Waldbrand bei G o s s e n s a st kann als gelöscht betrachtet werden, da vergangene Nacht heiliger Regen eintrat, der den ganzen Dag anhielt. Dagegen iit die Situation am rauhen Kops bei Landro sehr bedrohlich. Troh der aufopfernden Arbeit der verschiedenen Garnisonen greift das Feuer weiter um sich. Ter Brand, der seit vier Tagen dauert, erreicht den Gossensaher Brand beinahe an Ausdehnung. Weitere Waldbrände werden aus dem Bintschgau gemeldet, wo die Waldbestände der Gemeinden Schianders und Laas bedroht sind. Kleine dagcschronit. Am Sonntag ertranken beim Baden in der offenen See bei Kahlbera der Werkmeister Schickorr aus Elbing, sowie seine zwei erwachsenen Töchter. Ter Vater war in eine tiefe Stelle geraten, die Töchter versuchten ihn zu Tetten. Ter Preisschwimmer Favicr, der sick) von Lhon zu einem Sponfest nach Vichn begeben wollte, beugte sich während der Fahrt aus dem Abteilfenster und wurde von einem aus entgegengesetzter Richtung kommenden Zug buchstählichenthauptet, Au, dem Feuennebrsest in Schöllkrippen hniitr tvr ledige Arbeiter Felii Staab von Heinnch-stdal erstochen. W« Zütcr wurden der verheiratete Wirt Wilhelm Fiakenstern und der länge Hussardeuer florenz aledenütiii verdöstet, xer frntle Täter, Andreas Staab aus Zakodstdal, flüchtete nach Frankfurt am Main. Tas Automobil, in dem Leutnant Z i m d a r b twnn^ wN artiUrrierrgiment Nr 71 in t^raudenz in der Nacht vom Freitag zum Samstag von seiner Hochzeitsfeier in Graudens nach Thorn tabren wollte, fuhr bei Dietnchsd'rf gegen einen Baum, so dast alle vier Fnfaii'en herausgeschlendert wurden Ter fl e u t n a n t nnrrbe lehensgefähritch. diejungeFrau und der Edauffeur leichter verletzt. In Prag wurde die 3.3 idbrige Helene Seitz aus Passau, angeblich die Torturr eines deutschen Offizier-, verhaftet. Es bei bi, iie periudn- durch raffinierte i umtuche Mauwulaiwnen den Gutsbentzer Zanovskv nt Schlan um 250000 5hronen zu betrugen, einen Betrag, den ite unter dem Borgrben, Zanovskv» natürliche Tochter ju fein, erschwindeln wollte. LingesaikSt. (Für Form und Jnbalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übmnmml die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) (9 i c 6 c n, den 22. August. E- war einmal eine Straste, die birst Löberstraste. Nur aus der einen Seite standen Häuser, drüben slost das Flustcden. und tenseits desselben erblickte das Auge brr Bewohner dos still grüne Gebüsch tind die ragenden Baume der Gärten. E- war eine Straste de- Friedens, ein stille- Paradies! ,,C jrrum, irruni, icnim, o auoc mutniio verum!" Der Tcusel des X'niin-3 ist »ctzt dort eingezogen. Tas schmetternde Geräusch von Mlaoterübungcn bei osieuem Fenster, das Wutgeheul lunger Hunde, besonders zur NaclUzcil, utti) das Efostampf der Fuste halbwüchsiger, suBballspielender Junten, daS gibt eine schone Harmonie ob Da wirb auS dem Ilillen Paradies eine laute Hölle Und wer kann es den ianftmütigftm Engeln deS Paradieses verdenken, wenn die Wut iie säst zu Teufeln macht? Wer gibt den flödcrsträstcrn ihr Paradies zurück? Einer für Biele. 5tan^esnmt»nad>ricbtcii. (Nachträglich eingegangen.) WaticiiborivStcinbera. Geborene: August 9. lern Maschinenstrickererbefitzer Georg Happel eine Tochter, Emilie. — 12. Dem Bergmann Ludwig Schmitt II. ein Sohn, Karl. Ster be fälle: August 14. Georg Brückel, 3 Jahre alt Müller'sche vadeanstalt. Moss erwärme der fl abu a in 2 2, A u g u st: 17° R, Meteorologische veodachtungcn der Station Siehe». August 1911 Varometer fl auf 0° «duzten || Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Relatwe Feuchtigkeit ötnb- riebtung 1 «tndstärke H Bett* 21 ' 2" '•38,1 27,4 13.5 50 SSE 4 6 Sonnenschein 21 V* .38,1 23,7 12 5 58 SSW 2 10 Bed. Himniel 22 <40,1 17,1 13,0 i 90 E 2 5 Bew. Himmel Hö chste T« mperatut at ii 20. di- 21. Ai guft =» + 28,1 ’C. Niedrigst« M 20 „ 21. ■ > 14,8 Wasserdichte Wagendecken liefert prompt und billig 15117) Ludwig Lazarus Aetcrweg 53. Fernsprecher 506. ©'33 iä n -S 61 5 «» ■56'5' 3' n - E:~, 5 © n -• s o q „ \ f. — —«a — n y ^•6)=^« „ ö-.-i 2. D 3 o « ” «$u *- P = 2 S Zf .. 5 '-D — es- Z2 L« => 2 It o 3 s-s: o"S- 5 o< "0^2 o —<* • Ä ** w S ö ZZ 72 3 2 8»° o S!ö -- ;S^fsSIa^F Kreisblatt für den Kreis Gietzen "Wegen erfolgten Ablebens unseres Herrn Sonneborn geben wir unsere Ladengeschäfte auf. 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