General-Anzeiger für Oberheften Tie „Ckftener ZamllkenbkTtter" werden dem „ainiciger* Biennal wöchentlich beigelegt, da» „Hreisblatt siir den Kreis Lietzen" jroeimal wöchentlich. Die „randwirlschaftUchen Seit« fragen" erscheinen monatlich jroeimaL Nr. 142 Zweites Blatt W. Jahrgang ............................* Gießener Anzeiger Dienstag, 20. Juni 1911 Rotationsdruck und Tevteq der vrüdl'ichen UnioersilälS - Buch- und 6teinbrutferel R. Longe, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: Redaktion:«^ l 18. Del.-Lldru AnzeigerGießen. Zeppelin und Harden. (Eine Entgegnung des Direktors EolSman.) In Nr. 37 seiner „Zuku n f t" veröffcntlictne Harden unter dem Titel „Zur Sonnenwende" einen Artikel, der unter Herder Kritik nn dem Werke des Grafen Zeppelin und der von seinen Erfolgen dervorgerusenen nationalen Begeisterung zu dem Ergebnis kommt: die Erfindung Zeppe lins, die möglicherweise nicht einmal ganz diesem selber zuzuschreiben sei, habe sich in fortwährenden Uniällen von Z.-Luftschlfsen als unbrauchbar erwiesen; daher sei es Zeil, sich von der Sache abzuwendcn. Auf diese Angriffe erwiderte Direktor C o l s m a n von der ,,G. m. b. H. Luftschiffbau Zeppelin" in Friedrichshafen in einer längeren Zuschrift an Harden, hie nunmehr von der „W ü r t t e m b e r g e r Z e i t n n g" publiziert wird, nach dem eine Ausnahme der Entgegnung in der letzten „Zu lunstS"-Ausgabc nicht erfolgte und Direktor Eolsrnan auch leine Mitteilung Harde,is über die von ihm beliebte weitere Behandlung der Luche zugegangen ist. Erwähnung verdient zur Kennzeichnung des Harden scheu Artikels die Tatsache, dass Hardens neuer An grifss-Artikel im wesentlichen der wörtliche A b > örud eines im Augu st 1908 in der „Zukunft" er schienenen Artikels „Zeppelin" ist. Die Erwiderung lautet: Friedrichshafen, Juni 1911. Sic hatten die Güte, int Jahre 1909 einem Briefe von mir Raum zu geben, aus den Sie in Hcsk Nr. 37 der „Zukunft" jurüdtommen Mein BLies war die Zurüdiveisung eines Angriffs gegen das Ansehen des Grafen Zeppelin. Ich erwarte von Ehrern Gerechtigkeitssinne, sehr verehrter Herr Harden, das; Sie mit diesen Zeilen in gleicher Weise versahren, die eine Erwiderung siuo auf den Teil Ihres Ans- satzcs „L oniit n wend c", der „Lufts chiffbauZeppcli n" überschrieben war. Es würde feinni Zweck haben, alle Irrtümer richtig zu stellen, die Ihnen in diesem Aufsatz unterlaufen; und der Versuch, Sie zu belehren, hat keinen Zweck, denn Lie sind vor eingenommen durch den Verkehr mit denen, für die Sie eintreten und deren Rat Sie als höchste Weisheit preisen. Nur einigen Irrtümern, die sich wie eine ewige Krankheit weiter schleppen, und denen Sie in Ihrem Aufsatz neue Nahrung geben, will ich cntgcgcntrclcn. Wir haben unterlassen, aus leicht begreiflichen Gründen, durch Borträge und Aufsätze aus Fortschritte hinzuweifen, die im Bau der Luftschiffe in zwischen gemacht wurden; wir iverben das auch fernerhin unterlassen. - Aber was ich schrieb int Jahr.' 1909, daß man mit einer Kritik warten möge, daß mau erst ein Recht habe, zu verurteilen, wenn nach zwölf Monaleti kein Fortschritt, kein Erfolg erzielt sei, das, Herr Harden, macht mich heute noch nicht erröten; denn das uns anvertraute Pfund ist nicht vergraben. Ist es vielleicht kein Erfolg, wenn bei den letzten 60 Fahrten kein größerer Defekt eine Fahrt unterbrechen ließ und das gewünschte Jiel stets erreicht wurde, wenn Motore, Getriebe und Propeller zuverlässig arbeiteten, fast ununterbrochen? Ist es kein Erfolg, daß die G e s ch w i n d i g k e i t g e st ei g e r t wurde, so das; Z-Schisse im Verhältnis zur Motorstärke die größte G schwindigkeit besitzen und daß das Luftschiff, welches jetzt die Fahrten beginnt, die größte Geschwindigkeit d e r b i s her gebauten Luftschiffe aller 5 1) ft c m c besitzt? Haben Sie nicht gelesen von der Höhenfahrt auf 1810 Meter, die in wenigen Minuten erstiegen wurden ohne jede BallastanSgabe? In diese Höhe können die Schiffe zurückkehren, beliebig oft; das ist von großem Wert für die Kriegsbrauchbarl.it, ein Erfolg sondergleichen Oder ist es k e i n Fortschritt, wenn das Gewicht um 1000 Kilogramm herabgesetzt und dennoch die Festigkeit erhöht wurde ? Das wurde erreicht ohne Kuratorium: und in i t einem solchen würde sicherlich nicht mehr erreicht worden sein. Da Sie von Fortschritten nichts lesen, leugnen Sie solche, weil Sie über Unfälle der Z>5 chiffe lange Spa l t e n in den Zeitungen lasen und über Nn'älle anderer £'umrfnnc nur kurze Notizen, so bemessen Sie die oiröye der Unfälle und ihre Zahl nach der Größe und Zahl der Zeitungsnachrichten: Fortfchritt und Leistung aber lassen ije unerwähnt D a s bar i b i c große Ni ässe sich leisten, tollte oberem M ann nicht tun, der Wert darauf legt, als einer zu gel- le n, der nach der Wesen und Dinge Tiefe trachtet. Sie schreiben zwar. Sie seien nicht sachverständig, doch das entschuldigt Nicht. Allerdings sind Sie nicht sachverständig, dock' hoben Sie auch als Laie sich bei weitem nicht die Mühe gegeben, die notwendigst en Kenntnisse sich anzueignen, die allein berechtigen würden, über solche Materie in solcher Weise zu schreiben. Nickt mal die Ehronik der UnglückSfälle bemühten Sie sich zu studieren, mir so ist zu erklären, daß Sic Unfälle ausführten, die niemals st a 11 i a n b c n Sic schreiben: „Em rascher Blick aus die Geschicke der Zepvelin Mähne lehrt uns ihn erkennen nämlich den Jammer. Vielleicht war der B:> . , n raich und daraum die Irrtümer; aber warum „m ♦«One"? Das Wort hier angewandt ist weder richtig noch geschmackvoll; und bedeutet an dieser Stelle, aus Ihrer Feber, gewollte Herabsetzung, gewollte Schmähung. Es ist unreckit und heißt der Lefseu0ichk.it Sand in die Augen streuen, zur Beurteilung der Z Schisse die ganze Ehroml zusührcn. Man führt doch and) nicht die Fehlbauten, Unfälle und Fehler her Gebrüder Wright an, wenn man das Ergcbnis ihrer großen Arbeit bciDcrlci. Es würde doch auch ein unvergleichliches Wunder gavefen sein, wenn das erste Luftschiff und bic nädifholgcnbcn vollkommen gewesen wären. Auch die heutigen inackwn daraus feinen Anspruch, noch, Gott sei Dank, erscheint uns das System sehr e n t w i ck l u n g s s ä h i g. Ick, will durchaus nicht bic Unfälle der lüften Zeit beschönigen; Pech war dabei, auch Fehler wurden gemachi, sie werben immer gemacht werben mit und ohne Kuratorium; doch zu berechtigter, vernichtender Kritik der Erfindung des Grafen Zeppelin, wie sic Ihnen beliebt, haben diese Unfälle leinen Anlaß gegeben. Gestatten Sie mir, daß ich die Ursache des letzten Unfälle-? ins Gedächtnis jurürfrufe. Tic Halle ui Düsseldorf hatte zwei Eingänge, bic mit Vorhängen geschlossen waren. Ein Vorhang zerriß im Nordwest sturm. Tic Italic, die der Stadt Düsseldorf gehört, war in Gefahr. Tic Stadt teilte der Tclag mit, daß fic die Ccffnung durch eine Wand schließen müsse, zur Herstellung eines Tores reiche die Zctl iiid-1. Wohl oder übel mußte fick) die Dclag fügen, sic tat cs, icdoch nicht, ohne aus die Nachteile hinzuweisen, die entstehen würden. Wäre her zweite Ausgang vorhanden gewesen, so würde er an dem Tage, als das Luftschiff zerbrach, benutzt ivorden fein, l'ir. lli. .hi war bann Nicht möglich, denn b f brauchte nicht mit den Steuerflächen zuerst gegen den Wind aus der engen Halle geführt werden und hätte aus schwenken können, als der Wind plötzlich umsprang. Liegt der Fehler nun am Luftschiff oder an der Halle? Ich bäte um Grrcchtigteit, Herr Harden! Auch die Falilciiuitg hat nickst Schuld, in diesem Falle, denn die Windmessung ergab nur geringe Stäne bis in gröbere Höhen. Ter Wind wehte gleichmäßig, in der Hallenrichtung. Beim L>crab- bringen des Schiffes aber iprang er plötzlich in vermehrter Stärke um, in einer plötzlichen kurzen und nur lokalen Bewegung. Taß der gleiche Unfall bei anderen Luftschiffen im Jn- und Ausland mehrfach vorkam, das brachten Sic nicht; das wollen Sie nicht wissen; und ob der Materialschaden im Vergleich zum Wert und zur Leistungsfähigkeit weit geringer ist, wenn die ganze Halle zerplatzt, weit geringer wie bei Z Schiffen, wenn deren Gerippe zerstört wird, das wissen Sie nicht, das tonnen Sie nicht wissen; Sie urteilen nur nach der Größe des Trümmerhaufens. Ein Z-Schiff mit einem neuen Gerippe bekommt eine neue Nummer, auch wenn fonft das gleiche Material verwendet wird. Wenn die Schiffe, deren Hauptbeftandteii eine Hülle ist, mit neuen Hüllen auch neue Nummern oder Namen erhielten, ob bann bic Liste der Verluste der verschiedenen Systeme große Unterschiede ouswiesett? Wissen sogen aß bn* kein M en ich wissen könne, daß jebcihall* beibe miteinander bestehen mürben. .luf Ihre Vergleiche mit anberen Schiffe«, auf Ihr Urteil über Brauchbarkeit im Kriege und Vcr.inkeiungsmo.i- lick len im Felde möcftc ,ch nicht eingehen Es ist barübci genug geschrieben. Nur noch «ine Richtigstellung bitte iw mir m gestatten. Dir einer Ansicht, bic Sie zum zN eitenmale in Ihrem Blatte wiederholen. Sic schreiben, daß Sic nicht wissen, ob '"rai. Zeppelin, rote Von ernsten Männern behauptet wird, beit wichtigsten Teil seines Systems von bem Ceiterrridxr Sck> wa r z übernommen unb bic Mögt feit zu Pcrbinbung her beiden Gondeln ,n cutem am er i ■ t a n i f d) e n Patent gesunden habe Wenn man so etwas nicht weiß, sollte mau es indit wiederholen! Wer sind die ernsten Männer, die bas bebaiiutcn ? Sic irren, diese Männer. Ich weiß das, denn ick» habe die Ehre, dein Grasen Zeppelin nahe zu stehen und habe dem vcrstorbeiien Jndiistrikllen 'Lirl Berg, der das Lustschiss des David Schwarz baute unb aus seiner Tajckte bezahlie, sehr nahe gestanden. Lediglich einig. Momtrultioitötrilc am Gerippe Ivaren bei dem ersten Z-Schiffe hic gleichen^ nnc bei dem des David Schwan, da die Einzelteile beider Sckstsfc in der Fabnk von Marl J3er e n. Um Natur- unb Wanberircundcn Gelegenheit zu geben, ihre Vergnügungsreisen zu icirthdicn Studienreisen ouszugestaltcn, hot Die „Deutsche Noturwifsenichoftlichc Gcsell- )d:arx" einige Berliner Gelehrte geironnen, Die im 3ult und August roiücnidwitlidje Wandersahrien in bewnders reizvolle uns Dabei lehrreiche Gegenden vcranüoltcn. Zur Teilnahme find olle. Die und) wahrer Norurbetedrung Verlangen tragen, t jngclaOcn. So wird vom 9,-19. Juli die deutsche Nordseeküste bc|‘ud)i Hamburg, Helgoland, Noroiriesische Fnfeln, Schlesnng- Holstein, um das Meer, die Gezeiten, Watt, Mariä), Geest, Moor, Dünen um?, zu itubicrcn. Dabei wird ein uollitänöigcr Ucberblid über Die eiszeitlichen Ablagerungen Nordd.utfchlaiws gegeben. Vom 23.-29. Juli findet eine naturron l en * d? ift(idx Wonoer'ahr: durckr Thüringen üatt, bei der geologiickie und biologische Untersuchungen im Vordergrund stehen. Vom 30. Juli bis 5. August gep: eine dritte A nse in eie F r a n ki s di e S ch iv e i z, bekanntlich Teutid,lands größtes Höl-.nigebici, wo geologische und geograplniche Studien m.t b:ologi>ch.n verbünd-,n werden. Für jeDcn NaturircunD Dürfte die Teilnahme an solchen Studienreisen außerordentlich lobiiciib jein. Er lernt n>irtlid)f Nakurbeobachtunq, hat Gelegenheit zum Sammeln von Naturob/ekten unb fommr biUigcr dazu und jidjerer, als wenn er allem fährt, lieb erbte-3 wird ein besonderes Honorar für bie Führung nicht erhoben. Auskunft erteilt bic Gei'dfästsslelle ber Dentfä-en Naturwissenschaftlichen Gesellschaft in Leipzig, Königstraßc 3. festigt war und bereit Mauern und Türme nun langsam dein Zalm her Zeit verfallen Störche haben ihr Nest an den alten Wällen aufgeschlagen, sie gelten in Marokko für heilig und dürfen nicht gestört werden. Die romantische Szenerie einer langsam zerbröckelnden Ritterherrlichkeil wird plötzlich durch Trompetenfmrfaren belebt: Raisuli tritt soeben aus der Moschee, in der er Allah für einen höchst wundersamen Sieg gedankt hat. Ein Stamm hatte dem Sultan Mulay Hafid neun Monate lang getrotzt. Schließ- lich wandte, sich dieser an seinen „Freund" Raisuli, der jetzt den Namen Mulay Hamid führt, um Hilfe, und bat ihn, den ungehorsamen Stamm zu züchtigen. Raisuli nahm sich der Sache mit solchem Eifer an, daß er, wie man erzählte, innerhalb sieben Tagen das ganze aufrührerische Volk völlig ausrottete, Männer, Frauen und Rinder, und ihre Wohnungen durch Feuer zerstörte. Raisulis Grundsatz ist es, ganze Arbeit zu tun. „Durch einen verfallenden Torweg kam nun zuerst ein Trupp von Soldaten, die Messinginstrumente bliesen, Trommeln rührten und alte Flinten schwangen. Dann kamen in langsam würdevollem Gang die Schecks in leuchtend weißen Burnussen, gelben oder purpurnen Pantoffeln und mit Silber beschlagenen Pistolen oder Schwertern. Viele von ihnen — im ganzen waren es wohl 200 — gingen paarweise. Und zuletzt kam Raisuli, der hroße Brigant und Aufrührer, Raisuli, der Soldat, Verbrecher und Gouverneur, von allem etwas und doch im ganzen eine Persönlichkeit für sich, mit nichts zu vergleichen. Gin mittelgroßer Mann, sehr stark, von lichter Gesichtsfarbe und vollem Bart. Klare hellbraune Augen, die ganz freundlich und frei blicken, sitzen unter einer mächtig gebildeten Stirn; die Hände, wenngleich fett, sind wohlgeformt und sorgfältig gepflegt. In kriegerischer Tracht, prächtig und prunkvoll angetan, tritt er heran, ein Mann der Tat, zum Herrschen geboren, pon dem eine merkwürdige, menschenbeherrschende Macht ausgeht." Die Eg^länder lassen durch ihren Führer um eine Audienz bitten und werden eingeladen, mit Raisuli den Tee zu nehmen. In ihrer bestaubten und zerrissenen Tracht nach tanger Wüstenwanderung sind sie gerade nicht sehr hoffähig, aber Raisuli macht kerne Umftänbc, als er sie auf einer Terrasse seines .Dauses begrüßt. Die Unterhaltung geht nur stockend vor sich, denn der Führer, der den Dolmetscher bildet, kann nur etwa 60 Worte Englisch. Der stockenden Unterhaltung macht das Erscheinen des Tees ein Ende. Inmitten einer großen Dienerschar erscheinen zwei Männer, die große Präsentierteller tragen. Auf dem einen stehen zwei Kaffeetassen, ein Glas und ein silberner Teekessel. Die Tassen bekommen die Gäste, Raisuli trinkt aus dem Glas. Dazu werden englische Biskuits gereicht, die so hart sind, daß es maurischer Zähne bedarf, sie zu zerbrechen. Raisuli reibt sich die Hände, ist sehr vergnügt und zeigt eine geradezu kindische Freude, als ihm der Barometer überreicht wird. Als sich die Weisenden von ihm verabschiedet haben, revanchiert er sich, indem er ihnen seinerseits Geschenke mit auf den Weg gibt, große Mengen Butter, lebende Hennen, zu Paaren aneinander gebunden, große Mengen Gemüse, Milch, Körbe mit frischen Eiern usw. Au- Stadt und CattO, Gießen, 20. Juni 1911. • • Hebammen - Verbandstag. Donnerstag, 22. Juni, findet in Steins Saalbau der 3. Verbandstag der hessischen Hebammen statt, der wichtige Fragen des so bedeutungsvollen und verantmortungSreichen Hebammenberufes verhandeln wird. Ein reichhaltiges Programm ist vorgesehen; es sprechen u. a. Professor Dr. v. Franque über „Mutterschutz durch die Hebammen", Prof. Dr. Walther über „Die Wiederholungslehrgänge als Mittel zur Fort-« bildung"; außer diesen werden noch Direktor Dr. Kupferberg-Mainz und Professor Dr. Koeppe sprechen. Frau Olga Gebauer, die Vorsitzende der Vereinigung deutscher Hebammen in Berlin, wird das Thema „Die Bedeutung der Landesverbände" besprechen. Auch die jetzt aktuell gewordene Frage der „Säuglingsfürsorge" wird zur Sprache kommen. * * Das 58. Fcldbergfest stand unter keinem günstigen Stern. Der vorhergesagte Wetterumschlag trat am Samstag nachmittag ein. Der Aufstieg zu dieser Zeit war zwar noch von günstigem Wetter begleitet, auf der Höhe aber begann am Abend ein starker Regen. Der Morgen fing verhältnismäßig günstig an, von 10 Uhr ab wurde jedoch das Turnen einigemale durch Regenschauer unterbrochen. Trotzdem waren einige Riegen schon um 1 Uhr mit ihren Uebungen fertig. Von 1063 angemeloeten Wettturnern waren 993 angetreten. Pioniere von Kastel hatten die Uebungsplätze, 5 für die Freiübung, 6 für Freihoch- fprung, 3 für Weitsprung, 4 für Kugelstoßen mit Anlauf und 2 für den 100 Meter-Lauf hergerichtet und hielten sie während des Turnens int Stand. Nachdem von halb 7 Uhr ab das Kampfgericht in der Turnerhütte getagt hatte, traten dis Wetturner um 7 Uhr am Brunhildisfelsen an. Der Vorsitzende des Feldbergsest-Ausschusses, PH. R ö b i g - Rödelheim, hielt die Festrede. Nach der Begrüßung der großen Zahl Wetturner, insbesondere der aus anderen Kreisen der Deutschen Turnerschaft, gedachte er der Hundertjahrfeier des deutschen Turnens in der Hasenheide, verglich jene Zeit mit der heutigen, wies auf die Stiftung des Wanderpreises als Zeichen der Unterstützung durch die Behörden hin und gedachte noch der weiter in Aussicht gestellten Unterstützun- gen, durch die sich das Feldbergfest immer mehr zu einem großen vaterländischen Volksfest gestalten werde. Ans dem Wettkampf gingen 536 Sieger hervor. Von früheren ersten Siegern errang Fr. schneller vom Tv. Homburg v. d.. H. Sl Punkte. Ter 1. Sieg fiel an W. Bauscher, Tv. „Vorwärts", Fechenheim und Fr. Klee, T.- und Fkl. Hanau, mit 84 P., der 2. an W. Loos, Ak. Tv. „Alemannia", Darmstadt, mit 83 P., der 3. an K. Burkart, Tv. Bieber, H. Silbereis, Tv. Unter-Liederbach und H. Bolze, Tv. Frankfurt mit 82 P Im Eilbotenlaus bewarben sich um den neuen Wanderpreis 14 Vereine. Er fiel dem Tv. Mainz von 1817 zu, der 662/5 Sek. zum Durchlaufen der Bahn (500 Meter mit fünf Turnern > gebraucht hatte. Von Spielmannschaften traten 24 in Faustball, 2 in Sch lag ball und 2 in Schleuderball an. Ihre Ausführung wurde durch das Wetter stark beeinträchtigt. Um die Mittagszeit verschönerten die Sänger des Main-Taunus-Gaues, etwa 150 an der Zahl, das Fest durch zwei Chöre: „Turnerfestgesang" und „Wach auf" Mit der Siegerverkündigung um 6 Uhr schloß das 58 Feld- bergfest. • • Für die Rheinfahrt der Freien Studenten- schäften zu Gießen und Darmstadt Sonntag, 2. Juli, sind über 80 Personen angemeldet. Die Reise beginnt in Mainz, von wo der festlich geschmückte Dampfer die Teilnehmer zunächst bis Rüdesheim bringt. Von hier geht es zu Fuß oder mit der Zahnradbahn über den Niederwald nach Aßmanns- hausen zum Mittagessen. Darauf ist Besichtigung des Schlosses Nheinstein und Weiterfahrt rheinabwärts bis St. Goar; die Wiederankunft in Mainz erfolgt gegen 10 Uhr abends. ** Ausflug des Gießener Eisenbahn-Vereins. Am Sonntag machte der Eisenbahnverein für Gießen und Umgegend seinen diesjährigen So m m er a us f lu g. Um 1 Uhr fuhren kurz hintereinander die beiden Sonderzüge ab. Da sah man denn fast halb Gießen im strömenden Regen nach der Bahn laufen bezw. rennen, retten, flüchten usw. Als man kaum int Zug saß, hörte der Regen selbstverständlich sofort aus. Na! Man hatte wenigstens das kolossal erhebende Gefühl, in vollständig durchnäßten Kleidern im wasserdichten Abteil zu sitzen. In äußerst fideler Stimmung kam man daher gegen 3 Uhr in Limburg an und zwar bei herrlichstem Sonnenschein. Unter Vorantritt einer Musikkapelle sand der Einzug der Gäste statt. Der Festplatz war die Wilhetmshöhe mit herrlichem Garten. Das Lokal war im Handumdrehen so voll, daß man sich glücklich schätzen konnte, mit vieler Mühe und Not endlich einen Platz gesunden zu haben. Viele fanden gleichwohl allerdings kein Unterkommen. Nachdem man sich an Kaffee und Kuchen hinreichend gelabt, wurde der berühmte Domschatz besichtigt, der sich allerdings nicht im Dom selbst, sondern in der einige Schritte davon entfernten Stadtkirche befindet. Diese Mitteilung wird Interesse haben für die zweite Abteilung des Vereins, die n ä ch st e n S o n n- t a g nach Limburg fährt. Ein Besuch des Domschatzes wie auch des Domes selbst ist sehr empfehlenswert. Dann giny es wieder nach dem Festlokal, wo man inzwischen schon eifrig mit dem Tanzen begonnen hatte. Und so merkte man nicht, wie ein Stündchen nach dem anderen entschwand und allgemein bedauerte man es, daß die Uhr auf einmal schon gegen acht zeigte. Um 8 und 81/2 Uhr fuhren die beiden Züge ab unter dem Schwenken der Taschentücher der Abfahrenden und der zahlreich am Bahnhof zusammengeström- ten „Eingeborenen". ** Au sflug von Kassel nach Hessen (Vogelsberg, W e t t e r a u , R h e i n b e s s c n, Odenwald), am 25. bis 29. Juni 1911. Um den Besuchern der landw. Ausstellung Kassel und besonders den Mitgliedern der Deutschen Lcmdwirtschafts- gesellschast Gelegenheit zu geben, die landwirtschaftlichen Verhältnisse des Gaues kennen zu lernen, in dem die jährliche Wanderausstellung stattfindet, veranstaltet sie nach den verschieb denen Gegenden Ausflüge. So ist auch ein Ausflug nach Hessen vorgesehen, der ursprünglich in Verbindung mit einer Reise durch Thüringen als Studienreise gedacht war, mit Rücksicht aber aus das Auftreten der Maul- und Klauenseuche in Thüringen mußte der Besuch in Thüringen aufgegeben werden, so daß nunmehr die Reise nach dem Großherzogtum Hessen als Ausflug von Kassel aus stattfindet. Für die Teilnehmer an diesem Ausflug ist Gelegenheit geboten, in kurzer Zeit einen interessanten Ueber- blick über die landw. Verhältnisse Hessens zu gewinnen. Tie Reise führt von Gießen nad) Lauterbach, wo die Iung- viehweiden des Landwirtschaftskammer-Ausschusses für Oberhessen besichtigt werden, und geht bann durch den Vogelsberg weiter über Stockheim, Nidda und Friedberg. Am zweiten Tag wird der Wetterau und zwar ihrem südlichen Teil in der Umgegend von Friedberg ein Besuch abgestattet. Ter nächste Tag ührt nach Rheinheisen zum Studium des dortigen Weinbaues und toidb sowohl dem Keller der Großh. Domäne in Mainz, bereit Einrichtungen und Weinberge in Nackenheim sowie die Anlagen der Obst- und Weinbauschule in Oppenheim besichtigt. Die Domäne Mönchhof und Rheinfelder Hof werden am folgenden Tag besichtigt, wobei die Teilnehmer Gelegenheit haben, wie in Oberhesien so auch den intensiven Betrieb in Starkenburg kennen zu lernen. Ten Schluß dieses Tages macht der Besuch der Einrichtungen der landw. Versuchsstation in Darmstadt. Der Abend wirb hier im Kreise von Starkenburger Landwirten verbracht werden. Der letzte Tag führt nach den Ver- üchsfeldern der landw. Versuchsstation Darmstadt in Ernsthofen und bann nach der Jungviehweide des Landwirtschastskammer- Ausschusses für Rheinhessen in Schloß Nauses. Die Reise wird unter Leitung des Sekretärs der Landwirtschaftskammer für das Großherzogtum Hesseit Dr. Hamann zur Ausführung gebracht. Die, die tcilnehrnen wollet:, fönnen ihre Teilnahme heute schon bei der Deutschen Landwirtschaftsgesellschast in Berlin SW. 11, Dessauer Str. 14, aber auch noch in Kassel, und zwar an den ersten befiden Ausstellungstagen bis Freitag, 23. Juni, abends, bewirken. •• Herst ellung von Fernsprechanschlüssen. Im Interesse möglichst frühzeitiger Jnangrisinahme der Arbeiten zum weiteren Ausbau der Fernsprechanlagen ist e5 erforderlich, daß die Anmeldungen neuer Fernsprechanschlüsse spätestens bis zum 25. Juli den Kaiserlichen Telegraphenanstalten vorliegen. Verspätet angemeldete Anschlüsse, die infolgedessen außerhalb des Bauplanes nur mit Mehraufwendungen (z. B. durch besondere Entsendung einer Baukolonne usw.) herzustellen sind, werden in dem laufenden Bauabschnitt nur dann ausgeführt, wenn die Antragsteller zu den entstehenden Mehrkosten einen Zuschuß von 15 Mk. leisten, oder, wenn diese Mehrkosten den Betrag von 30 Mk. übersteigen, den wirklich aufgewendeten Kostenbetrag erstatten. •• Von den Wandernden. In der Herberge zur Heimat logierten im Mai 922 Gäste (gegen 1401 im gleichen Monat des Vorjahres). Unter den Beherbergten waren 271, die das Logis durch Arbeitsleistung beglichen (774), 651 waren Selbstzahler (627). — Im Arbeitsnachweis waren 125 offene Stellen gemeldet, darunterreichlich zwei Drittel für Handwerker; davon konnten 44 Stellen besetzt werden und zwar 12 in Gießen und 32 nach außerhalb. Von den untergebrachten Arbeitskräften waren 26 Handwerker und 18 ungelernte Arbeiter. Landkreis Gießen. A Großen-Linden, 19. Juni. Eine Versammlung des Ober hessischen Bienenzüchtervereins und des Obstbauvereins fand gestern nachmittag in der „Linde" statt. Trotz des ungünstigen Wetters war der Besuch sehr gut. Großes Interesse für Herren und Damen hatte der Vortrag beS Obstbaulebrers Dr. Hoffmann- Friedberg, der über das Thema sprach „Der ländliche Garten, unter Berücksichtigung der Bienenzucht", und zahlreiche Winke gab, wie der Gärtner sich der Bienenzucht widmen kann. Den Dank der zahlreichen Imker und Obstzüchter sprach der Vorsitzende des Oberhessischen Obstbauvereins, Lehrer Buß- Leihgestern, aus. Kreis Alsfeld. ----Alsfeld, 19. Juni. Da der Finanzausschuß der Zweiten Ständekammer die Gewährung eines Staatszuschusses für die Wiederherstellung der Walpur giskrche ablehnte, ist man zunächst nur auf den Ertrag der Lotterie zur Wiederherstellung beS Rathauses unb ber WalpurgiS- ticche angewiesen. Den Rest ber Baukosten trägt bie Kicchenkasse«. Kreis Friedberg. 1^. Bad-Nauheim, 19. Juni. Zurzeit arbeitet man eisrig an der Herstellung der Gurgelzimmer in unserer neuen Trinkkuranlage. In etwa zehn Tagen wirb man bamti fertig sein. Dann ist bas letzte in ben Trinkkuranlag«, vollenbet unb unser Babeort um einen wichtigen Heilfaktor reicher geworden. Hessen-Nassau. X Gelnhausen, 18. Juni. Für die durch das Unwetter am 29. Mai geschädigten Landwirte des Kreises Gelnhausen sind bei dein Vorsitzenden deS Kreis- ausschusseS bis jetzt Geldspenden im Betrage von 4352 Mk. eingegangen. ES spendeten u. a. Graf zu Psenburg-Meerholz 350 Mk., die Gräfin-Mutter zu Psenburg-Meerholz 100 Mk., Frau Konsul Becker-Gelnhausen 300 Mk., Fabrikant Dr. Wilhelm HeraeuS-Hanau 150 Mk. u. s. f. Die Lage -er Arbeitrmarkter im Mai 191L Frankfurt a. M., im Juni 1911^ Der Arbeitsmarkt bietet das Bitd des Vormonats. In fast! allen Zweigen geht die Konjunktur weiter in bie Höhe. In der M e tia 11 i n b u ft r i e konnten in Frankffrrt a. M. nicht alle Arbeitskräfte beschafft werden; besonders stark war die Nachfrage nach Bauschlossern, ©penglern und Installateuren. Auch Schmiede wurden sehr viel berfangt. Der starke Arbeiterbedarf zeigte sich bei einer Reihe von Großbetrieben. Durch Ankauf eines Anwesens hak eine Fahrrad- und Automobilfirma ihren Betrieb vergrößert: auch eine Reihe von Maschinenfabriten und eine Blattgoldfabrik haben ebenfalls Vergrößerungen bczw. Neubauten vorgenommen. Zwei neue Betriebe sind nach Frankfurt a. M. verlegt worden, eine Mhlersabrit und eine Apparatefabrik, so daß in Fachkreisen angenommen wird, die Nachfrage werde weiter gut sein. Zurzeit wird in einzelnen Fallen mit Nachtschicht gearbeitet. Nur von einer Meßinstrumentenfabrik, einer Gußapparate- und Maschinenfabrik und einer landwirtschaftlichen Maschinenfabrik wird von einer weniger günstigen Konjunktur gesprochen. Eine Eisengießerei unb Osenfabrjt in Bockenhelln hat ihren Betrieb eingestellt, in einer Drahtwarensabrik ist wegen Lohnsorderungen Streik aus gebrochen, ebenso sind bie Spengler und Installateure in eine Lohnbewegung cingetrctcn. Die Ardefts- vermittlungsstelle klagt darüber, daß die Vermittlung von Schmieden durch die Lohnbedingungen vielfach erschwert werbe, da die Leute auf ihren Dörfern ost mehr bekämen, als ihnen hier geboten würde. Auch von Kassel, Mainz, Offenbach, Oberlahnstein unb Wetzlar wird berichtet, daß in den Branchen der Waschinen- Industrie und Metallverarbeitung die Beschäftigung flott gewesen sei. Ueber ben Mangel an Bauschivssern unb ÄHmieden wird auch dort gelingt. Für die P o r t ef euil l e i ndu str ie in Offenbach rt. M. gift das gleiche wie im' Vormonat. Der Saisonniedergang hält noch an. Für Sattler und Tapezierer fand sich gute Beschäftigung,- namentlich in Frankfurt a. M. wurden Leute gebucht; bei ben Tapezierern wirb bie Erklärung dafür in bem Umftanb gesucht^ daß vor Pfingsten wegen ber vielen Reparaturen "in den Wohnungen eine Hochkonjunktur einzutreten pflege. Mainz wird Mangel an Tapezierern gemeldet, während aus Wiesbaden be^ richtet wird, daß der Besdüfftiguugsgrad gegen den Vormonat,- wenn auch gering, gesunken sei; namentlick) in kleineren Geschäften seien Gehilfen entlassen worden, während bie größeren Möbelgeschäfte besser beschäftigt seien. Aus der Industrie der Holz- unb Schnitzstoffs lütrb folgerns vermerkt: Bei ber stäbl. Arbeitsvermittlungs- ßelle in Frankfurt a. M. war nach Schreinern auf Bauarbeck starke Nachfrage, so baß nicht alte offenen Stellen besetzt werden konnten. Dagegen war in ber Möbelbrauche für bessere Polier-« arbeiten weniger Arbellsgelegenheit vorhanden: in größeren Betrieben wurden Leute wegen Arbeitsmangcl entlassen. Für Glaser^ Nahmenmacher, Wagner unb Küfer war reichlich Arbettsgelegcm- heit vorhanden. Aus Kassel und Mainz lauten bie Berichte eben- falls günstig. Aus Mainz wirb berichtet, baß auch bie Bildhauer gut beschäftigt gewesen seien. In Hanau war bei 2 Firmen ein Streik der Schreiner, Glaser und Zinnnerer ausgebrochen. Bei ber einen Firma mürbe ber Streik ber Schreiner und Glaser inzwischen beigelegt, während die 'Differenzen bei" Zimmerleute noch fortbeftehen. In Worms iiitb am 8. Mai 308 Sehreincr in den Ausstanb getreten. Der Streik ist noch nicht beendet. Eini- gungsverhanblungen sind eingeleitet. Ebenso stehen in Darmstadt bie Glasergehilfen int Ausstand. Im übrigen ichrd bet Geschäftsgang in Tarmstabt in besseren Möbeln als sehr gut bezeichnet; es wirb behauptet, daß eine derartige Besserung feit 3—4 Jahren nicht mehr zu verzeichnen gewefen sei. In Mainz ist am 4. Mai in der Holzindustrie ein Tarifvertrag mit Gültigkeit bis zum 15. Februar 1915 abgeschlossen worden In der Zigarrcni ndnstric ist, wie auS Gießen gemeldet wird, der Geschüstsgang infolge der Tabaksteuer noch sehr schlecht; in einer Anzahl von Fabriken sei die Arbeitszeit unt täglich zwei Stunden gekürzt worden. Der Verdienst sei im allgemeinen schlecht. Tie Posamenteric-Inbusttie in Seligenstadts ist gut besckMigt. In ber Schuhsabrikation in Offenbach a 2JI herrscht ein sehr flotter Geschäftsgang. Teilweise wurde mit Ueberltunden gearbeitet. Das Baugewerbe ist nach saft allen Berichten gut beschäftigt, auch an kleinen Plätzen (Wetzlatt. In Kaffes bieten besonders Tiefbauten reichliche Beschäftigung. Sfcud) die Vorarbeiten zur landwirtschastlichen Jubiläumsausstellung bringt reichlich Arbeitsgelegeilheit. Aus Wilbungen wirb gcmelbet, daß ber Bau ber Ebertalsperre fortwährend viele Arbeitskräfte IjeranurfK. Im Bu ch bru cker g ew e r be ist nach Fertigstellung ber Fahrpläne wieder eine größere Arbeitslosigkeit eingetreten. In Fraickfurt a. M. z. B. verblieben bei ber Tarifgemeinschaft 43 Hetzer, 17 Trucker, 2 Maschinensetzer, 1 Korrektor unb 1 Schweizerbegen arbeitslos, zusammen 64, gegen 21 im Vor- • monal. Der Bezirk Franksurt a. M. zahlte Unterstützungen an 60 Arbeitslose für 910 Tage 1982.75 Mark (gegen 41 Arbeitslose für 907 Tage 1562.25 Mark im Vorjahre) unb an 64 Reisende für 188 Tage 237 Mk. (gegen 55 Reisende für 206 Tage 250 Mk.). Inl G ast und S cha nkwir t scha fts g ewerbe hat sich die Arbeitsmarktlage der Eröffnung ber Saison entsprechend und infolge ber günstigen Witterung bebcutenb gegen ben Vormonat gebessert. In Frankfurt a. M. wurden, wie üblich, haupffäch- lich junge, eben erst aus der Lehre entlassene Leiite und solche imj Alter von 25 bis 30 Jahren gesucht. Die Aufttäge für OctriL- kellner konnten nicht alle erledigt werden. 3u Ende dos Monats hat sich ein Mangel jan besserem Personal bemerkbar gemacht. Bei ben ungelernten Berufen war für Pucker, wie aus Frankfurt a. M. berichtet wird, bas Geschäft ruhig, bafür für Haiisburfchen mit Kost und Logis und jüngere Ausläufer »ehr flott. Au: dem landwirtsch, Arbeitsmartt hätten nach dem' Bericht aus Frankfurt p. M. mehr Stellen besetzt werden fönnen, wenn die richtigen Leute zur Verfügung gestanden hätten. Auch aus Wetzlar kommen Klagen, daß es schwer hält, die landw. Arbeiter- - suchenden infolge ihrer Minderwertigkeit unterzubringen. Auf. dem weiblichen Arbeitsmartt ist, wie aus Kassel berichtet wird, Mangel an geschultem Personal für den Haushalt und Wirtschafts- betrieb. Fabrikarbeiterinneil merben ebenfalls vielfach gesucht. nationaler Deutscher Rundflug. Kieler Flug Woche. Kiel, 19. Juni. Am heutigen britten Tag ber Kieler Flugwoche startete die Mehrzahl ber hier anwesenden Flieger. Auch Thelen unternahm nach bem gestrigen Mißgeschick nrieber einen Aufstieg. 8,45 Uhr abenbs traf König ein, ber um 7,30.Uhr mit Leutnant Koch als Paffagier mit seinem Albatros-Zweidecker in Hamburg unter großen: Jubel der Zuschauermenge aufgestiegen war. Paul Lange, ber irm 7,45 Uhr mit seinen: Eindecker in Hamburg zur Fahrt nad) Kiel startete, kam in Gewitterböen unb müßte in ber Nähe von Bremstebt niebcrgebeu, dabei wurde sein Flugzeug leicht beschädigt, doch hofft der Flieger, morgen nachmittag die Fahrt stach Käel sortsetzen zu können. — Den täglichen Höhenpreis beim gestrigen Wettfliegen erhielt H:rth> der auf seinem Eindecker mir einem Passagier 1100 Meter Höhe erreichte. 6Ä(adjtiverte8, vöchstenS 6 Jahre alt 49—52 88—92 50 90 Mk. 45—48 84—87 91—95 50—53 45-47 46 . 41 85-90 40 87 42 78 44-50 79-89 37 63-65 105-108 88—90 43-46 44 89 47-48 60—62 47 61 47-48 60—62 47 61 85-00 46-00 59—00 59 46 47.50-49.00 61.00-65.00 43 47.00—47.50 60.00—61.00 47.00—49.00 59.00-61.00 47.00—49.00 58.00—60.00 Amtliche BcknlltmchniMN der Statt Sitjti rc in M 3942 B”/e stadl 61. Losen meiübictcnt) versteigert. B*-/< mit 1000 Mark an. Stil flige Umml-Wü« und flige Wrieie der Hessischen Landes-HypothekenM unverlosbar und unkündbar bis 1920 hat am Konrad 52-57 50-54 88-88 83-00 85 93 soll . taler 58—62 53-67 48—52 96-108 87-93 60—61 55-00 46 51 83 78 60 56 46—61 41—46 47—51 40-43 88-93 76—83 64 59 54 106 99 90 ed)lod)tiDeneu . DoUflelschige, jüngere 78-85 66—71 95-98 91—93 44-47 40-43 86-43 30—35 24—29 Schlachiweries biü zu 7 fahren. . 40—44 77—80 Sichere üuegcinäfteu Hübe und wenig gut cntwidelte jüngere ttüyc iu öaqen 35—89 70—76 47—48 43—00 In unser Handelsregister Abt. A. Nr. 18 wurde heute eingetragen bei der Firma Georg Schieferstein, Lich: Offene Handelsgesellschaft. Die Kaufleute Hermann Schieferstein und Karl Schieferstein zu Lich sind in das Geschäft als persönlich 82-86 77—80 1. Oktober 1911 auf. Vilbel, den 12. Juni 1911. Großh. Bürgermeisterei Vilbel. Mühlschwein. ilh allere Mau- und befie Saugkälber . 53 -61 Geringere Masi- und gute Saugkälber 53—66 Scha «e. eingesehen werden. Göbelnrod, am 19. Juni 1911. Großh. Bürgermeisterei Göbelnrod. Damm. Nummern gezogen: Lit. A Nr. 7 Zentner Lebendgewicht verkauft werden. Die Bedingungen können bei der unterzeichneten Stelle x a l b c c. eeinfie Masilalber Faselochsenverkauf. Dienstag den 27. d. Mts., nachmittags 1 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei ein schwerer, fetter Simmen- : Bulle zum Schlachten auf dem Submissionsweg per haftende Gesellschafter eingetreten. Die Gesellschaft 1. Januar 1911 begonnen. Die Prokura des Hermann Schieferstein zu Lich ist erloschen. Lich, 17. Juni 1911. Groß herzogliches Amtsgericht Weidemasischasc....... Schweine. Dollsieischige Schweine bi» zu 2 Zentner Ledendgeivicht........ Bollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgeivicht........ DoUsleischige Schweine über 2*/> Zentner Lebendgewicht........ Fleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht ........... Sauen............ 96—103 90-97 8.1-88 82-84 77—83 67-80 60-70 66—66 Ueberstand: Rinder Uebcrstand, Halber, Schase unb Schweine langsam geräumt her ihm bereits den fünften Schoppen vorsetzt, ersannt Ter Wirt, erfreut über deu guten Gast, plafu bald "darauf heraus: „Ridit wahr, fcobrft, uttognux) läßt sich halt noch e mal so md laufe ?" Verantwortlich für den politischen Teil i. B.: R. Lange. Tober Mk. 0.00—0.00, andere rote Sorten Mk. 3.80-4.00, T'eymmt Ion um 9?ft 0.00 bi» 0.00, weifet nmbe Mk. 8.8v—4.0ch cvchtechchige blaue 0.00—0.00, weifee 0.00—0.00. (Alles ju 50 Kilo.) ?. e. Wiesbaden. D ie b d o'-M a r k tb e ri chc vorn 19. ^uni. SluHneb; Rinder 126 (Ochsen 99^ Kühe 26, Bullen 09), Kälber 48^ Schale 2, Schweine 440. Tendenz: Rinder, Kälber, Schale und Schweine rubiq. entweder bei der Stadtkaffe Vilbel, bei der Dresdner Bank in Frankfurt a. M. oder bei dem Bankhause I. Grünewald in Gießen. Die Verzinsung dieser Obligationen hört mit dem Kirschenversteigerung. Samstag den 24. ?tuni d. Fs., nachmittags 5 Ubr, wird die Kirschenernte von den Baumen aus dem Trieb in verschiedenen icbnittspreis pro lOO Hiund XXMC16- oMa** tuet* Städtische Pflichtfeuerwehr. Donnerstag den 22. öuni 1911, abends 8 Ubr, aus dem Brandplatz am Turmhaus Antreten aller alten und neuen Mannschaften Farien. Rübe. l ollfleiicbige ouSgemäitetc Färsen l ochst Schlachtivenes........47—51 i oLü.eMdjige ausgemäsiete Kül,e l öchsl. Cffcitbad) a. M i'onniebtriianii bäll gute ‘fitldjajtiguDfl • gM, bei dm m Umstand gtfurfji, tuten in den Loh, • -bis Mamj mich aus Wiesbaden bt- Kn den Vormonat, kleineren GrfWm e größeren Möbel- 3y27o Vilbeler Stadt-Obligationen Bei der heute stattgehabten Verlosung wurden folgende lifliinMnütiM! Ricardo Gomez & Ria., Malaga beabsichtigen für Giessen nnd Umgegend den Alleinverkauf ihrer naturreinen Weiss- und Rot-Aussehank-Weine, sowie Flaschenweine einem ersten Weinrestaurant od.Weinhandlung zu übertragen. Es kommen nur Firmen in Betracht welche grösseren Jahresbedarf haben und gegen Kasse kaufen. Gefl. Offerten sind zu richten an die deutsche Filiale der Firma (ssw/s Ricardo Gomez L Cia., Frankfurt a. M., Jahnstrasse 62. Zeichnung* auf N I9lt ' ®i Mi 1911 unonals. tfÖm?\nidK • >var die 7 Kbeilech^ Dmnbitrnma MabnknS y9enx ne fcyabrtf, eZ andmirtschafüudw ri?0en in Aochnhäm ,™ die ebenglrr p- Tie Ächkvs- "lMg von Lchmic, vett werde, da btt Mm hier geboten ^bttlahnitem und 111 der Maschinen- MNgsiolt gewesen w Schmieden nmd gewicht Mk. M bttiibct. Jw skhen m 2om- übtigen mild da ibtln als itbr gm rtige Befserung fat sm fei. 3n vertrag mit Gültz wordm. > aus Gietzen gf Tabaksteuer noch itfr wertes bis zu 7 Jahren..... wenig gut entwickelte Färsen . . . . ältere auSgemäftete Kühe . . . . . Aiäßiq genährte Kühe und Färsen , . Öeriiig genährte Kühe und Färsen . . Kälber. Feinste Mastkälber........ SDhttlere Mast- und beste Saugkälber . Geringere Mast- und gute Saugkälber Schale. Weidemastschafe: Mastlämmer und Diasthammel . . . geringere Masthammel und Schale. . Schweine. Dollfleischige Schweine von 80—100 kg Lebendgewicht..... . . Bollstelschtge Schweine unter 80 kg Lebendgewicht......... Doll fleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht........ Pollstelschige Schweine von 120—160 kg Lebendgewicht........ Märkte. fe. Franffurt a.M. Di ehh sl-M a r Ft b e r i rht vom 19. Juni. Auftrieb: 1190 Rinder, darunter 468 Cdilen, 50 Bullen, 672 Kühe und FArsen, 286 Kälber, 2'19 Schale, 1959 Schweine. Teudenz: Rinder qlatt, Kälber gedruckt, Schale ruhig, alles geräumt, Schweine mäßig rege, verbleibt hier Ueberstand. Preis für 100 Psd. Lebend- Schlacht» nb"?l>«iun. ^dwix» $enbtnbe5k«2 • f Tabaks Leffentlichcr Impftermin nächsten Mittwoch, nachmittags 5—6 Uhr, im Schulgebäude, Reu- Ochseff. Vollverichige, ouSqemäftete, höchsten Schlacht- wertes, 4—7 Jahre alt......• . die noch nicht gezogen haben (ungejochte) . . Junge fleischige, nicht auSgernästete und ältere ausgemäsiete............ Mäßig genährte junge und gut genährte altere Bullen. Dollfleischige, ausgewachsene, höchsten Echlachtw. Vollfleischige, jüngere.......... Färsen, Rühe. Dollfleischige aus gern. Färsen höchst. Schlachtw. Dollfleischige ausgemästeteKühe hochstenSchlacht- reilmei’e wurde nnt be ist nach last all« ifatzen 'Vetzlaru In Beschäftigung. ^ibtläumsousllälM uingen wird gnuüöL £ viele flrbmtdfraftc ist nach ML «I" -1 ® ' iinteriMmen ® tc un 9!rbet^c,< («eg«*« äB 3UÄ« g«na^ -lbe"§L s'ir ^7 ^ ur wr innere . -Aeam I •Ä-3 sSs Versäumnisse werden gemäft Artikel 13 der VanbcSfeucr» löschordnung und nach §368 Ziffer 8 des Reichsftrasgeselles geahndet. Die zur Cntlafsung kommenden Mannschasteu haben die Armbinde abzuliesern. H*1« dic 8lrtk’i^nr iffl Verdienst sei. m.all' Itrie ui Leligenitadt >■ in ciirnbach a. W- 1 fe. Frankfurt a. M., 19. Juni. (Orig.-Telegr. bcS »Gtest. Anzeigers'.) Kartosselmark t. Man notierte: Kartoffeln in Vaggons Mk. 6.00—7.5J, im Kleinhandel Mk. 9.00—00.00 für je 100 Kg. — Kartoffctmarkt-Bcricht vom 19. Juni 1911. Magdeburg: Rote Zaber Mk. 0.00 — 0.00, andere rote Sorten Mk. 0.00 bis 0 00, Magnurn bonum 0.00 — 0.00, weiße runde 0.00—0.00, Gelbfleischige rote Mk. 0.00, weiße 0.00—0.00. Altona: RoteTaber 0.00, rote Sorten Alk. 0.00—0.00, Magnum bonum Mk. 0.00, iveifee runde Alk. 0.00-0.00, (Selbflelschige blaue Mk. 0.00—0.00, rote 0.00 bis 0.00, weide 0.00 bis 0.00. Dortmund: Rote Staber 0.00—0.00, andere rote Sorten Mk. 0.00—0.00, Magnum bonuni Mk. 3.80—0.00, weihe runde 2.76—0.00, tüelbfleijchige blaue 0.00—0.00, rote Mk. 3.20— 0.00. Hamburg: Rote Taber Mk. 0.00—0.00, andere rote Sorten 0.00 —0 00, Magnum bonum Atk. 3.80—0.00, iveiße runde Mk. 2.70—0.00, Gelbfleischige rote Mk. 3.20-0.00, weiße Mk. 0.00 bis 0.00. Köln: Rote Taber Mk. 0.00—0.00, andere rate Sorten Alk. 0.00—0.00, Magnum bonum 4.00—4.10 Mk., weiße runde 3.20—0.00 Mk., Gelbfleischige rote 4.30—0.00, weihe 0.00—0.00 Mk. Lxeseld: Rote Sorten Mk. 0.00— 0.00, Magnum bonum Mk. 4.70—4.90, weiße runde Mk. 0.00 bis 0.00, Gelbfleischige rote 4.70—4.90, weihe Mk. 4.70—4.90. Saarlouis: Rote vermischte». * Der ReickSverband der deutschen Presse und der Verband beut (eher Journalisten und Schrfttstellervereine beriet am Montag in Eisenach nach der Begrüßung der Abordnungen durch Regierungsrat Krause namens der Regierung und durch Oberbürgermeister Schmieder namens der Stadt Eisenach in gemeinsamer Sitzung über die Privatbeamtenverfiche-» r un g. Nach dem Referat von P r a g c s» München wurde eine Entschließung angenommen, in der die Fassung des Bundesrats «ls die geeignete Lösung bezeichnet wird. Der Rcichsverband der deutschen Presse setzte darauf seine gestern abgebrochenen Ver- lanbfungeii fort unb nahm einen Antrag bcs Hauprvorstanbes oii, ber Verband möge in einer Eingabe an den Reichstag seine Zustimmung dazu anssvrechcn, daß durch eine.Strafprozeßreform bei Rachdrucksachen die Privatklagc eingeführt werben soll. Weiber wurde eine Entschließung angenommen, die die Veranstaltung einer Enquete über die iouale Lage der Angehörigen der Presse betrifft. Als Ort der nächsten Serfammlung wurde München geivählt. * Zart fühlend. ,,Aber warum schießen Sie denn nicht, frerd Blieinchcu. der -tzase saß Ihnen ja beinah' auf ber Nase." — , Mei gutflcr \?err Oberiärjchter — ich machte ja gerne, ab:r ich kann fern Blnt jähen!" * 91 us der guten alten Zeit. Serenissimus reist inkognito im Lanbe umher, wird aber von einem biederen Wirte, id Schvitzstofff lrbcitsimmitfliW' teilt auf 5JaÄ! telstii besetzt itr.to für bessere Ain- i; in größeren Ze« lallen. Iw tilaitT, itb IdKU^tkw bie 9trid-:« ..w Ü and) bie Wilb- oat bei 2 (rrantn :er ausgcbwÄw. rinn urb der (Europäifä)« Rundflug. Einspruch gegen ben Fl u g Durch die bei dem Start zu bem eurovaiichen Rundflug unb unterwegs erfolgten schweren Unfälle bat sich die überschwcng liehe Begeisterung der Franzosen rasch gelegt unb an Stelle der früher geforderten Preise rat man letzt mit vollem Recht von oiefen übertriebenen Veranstaltungen ab. Wir erhalten darüber folgende Nachricht : Paris, 19. Juni. Anläßlich ber bei den Rundslüqen vor gekommenen tödlichen Unfälle unb Ausichretturrgeu erheben mehrere Blätter scharfen Einspruch gegen bie 9S r 11 • fliegen. Es sei unverzeihlich, baß man gestern eine Million Zuschauer nach dem Rennpläd von Vineennes gelockt habe, ohne dafür zu sorgen, daß diese Mem'chenmasse in Schranken gehalten werde nur einem Wunder sei es zu verdanken, daß kein Flugzeug m die Menge stürzte unb so unermeßliches Unglück verhindert wurde Was die Flieger anlange, so könne man diese waghalsigen Leute nickt hindern, ihr Leben aufs Spiel zu fetzen-, aber es sollte nicht gestattet sein, daß sie durch derartige, ge» wissermaßen offizielle Veranstaltungen in den Tod förmlich hinein» gehetzt werden. Es verlautet, daß der Dcpulicrtc Millevoye beabsichtigt^ an den Kriegsminister eine Interpellation über den tragischen Tob des auf bem Flugplatz von Jssy-les Monlineaux verbrannten Leutnants Prineeteau zu richten. Der Inspekteur des Militärflugwesens M o q u e s erklärte einem Bericht» erholter, daß er infolge ber in ber letzten Zeit vorgekommenen Unfälle wahrscheinlich neue Bestimmungen für die Militärflieger ausarbeiten werde: insbesondere beabsicktigt er, beit im aktiven Dienst befindlichen Militärfliegern nickt mehr zu gestatten, in irgenbmclcher Weise an großen Sportveranstaltungen teilzunehmen. Auch mehrere Zuschauer, die dem Start der Flieger beiwohnten, wurden von schweren Un» fallen betroffen So stürzten drei junge Leute von Säumen und erlitten dabei lebensgefährliche Schädelbruche. * Lüttich, 19. Juni Bon den Teilnehmern am europäischen Rundflug sind noch Zimmerling, Tabutean, Prevost und Wnn malen cingetroficn Der Flieger Gafcket, der Jicute nackmittag zum Weiterflug in Mohon aufgestiegen war, lit bei MeftdreS aus einer Höhe von 30 Metern abgekürzt. Ter Flieger, der 93er ft aud) ungen des rechten Knies unb des linken Knöchels erlitten hat, wurde in ein Krankenhaus gebracht. MdB' vr fritier,?'? HW ZKZ ieöcige^ her doch R u köE^, erEÄ , B , 30 und 33 mit je 500 „ r C , 12 unb 52 mit je 200 „ Die Rückzahlung erfolgt vom 1. Oktober d. I. Junge, üeijdnge, nicht ausgema cc und altere ausgemäsiete...... Ungejochte......... Bullen. Pollfleischige, ausgewachsene, höchsten Rechtzeitig erkannt! Jchwardurch eine schwcrekrankheii und hohes Fieber sehr heriuilin.gr - kommen und konnte weder flehen noch gehen, von einer Arbeit war überhaupt keine Rede. Mein Befinden war derart scklecki, daß ich mir nichts als das Sterben wiinschie. Sieben Pakete eines unter großer Reklame angepriesenen, sehr teueren Kränigungomiticlo habe ich genommen, ohne jedoch einen Erfolg damit mich zu haben Lor einiger Zeit erst wurde ick aus Ihr Biofon aufmertfam gemacht, von welchem ich nun 4 Pakete verbrauch! habe. Mil Ihrem Praparat bin ich wirklich sehr zufrieden, denn cS bat mir in der kurzen Zeit schon mel Gutes geleistet. Jetzt kann ich wieder >Sgeoen unb meinen Haushalt besorgen- auck bin ich jetzt wieder lebensirohcr. Id) werde Ihr „Bioson" wciicrncbmcn, denn seine gute Wirkung gibt mir die Hoffnung ein, daß ich meine vollen Mraftc wieder erlangen werbe. München-Giesing den 15. September 1910. Frau Beni Stalrncr, Tollmannitraßc 19 1. r. Unterschrift beglaubigt: Roth, Rotar. Bioson ist das beste und billigste :llähr- und Äräiiigungc-mitttel; erhältlich in Apotheken, Drogerien ustv, (zirka V, Kilo) Paket Mk. 3—. Verlangen Sic vom Biosonmerk, Frankfurt a. M. Olraliöprobc und Broschüre. bM,t> Bei den neuesten von Prosessor Jung bahn und I)r. Bädcker öorgenonunenen Untersuchungen der bckaimtcsien Kohlcnsaurebäder des Handels erwiesen sich l>r. Zucker s Mohtcnirinrebäbcr mit den Kissen als die wirksamsten u. dabei im (Gebrauch einfachsten hvr/. mit staatlicher Zinsgarantie, mündelsicher in allen deutschen Bundesstaaten zum Vorzugskurs von 101% für die Kommnnal-Obligationen (Börsenkars 101.40%) 101107» für die Pfandbriefe (Börsenkurs 101.40%) mit laufenden Stückzinsen vom 1. Juli 1911. j u- , Die amtliche Notierung der Obligationen erfolgt an den Börsen zu Berlin, Frankfurt a. M. und München. Wir nehmen von heute ab bis zum 29. Juni 1911 einschliesslich Zeichnungen entgegen, früherer Schluss wie üblich vorbehalten. Giessen, 20. Juni 1911. Johannesstrasse 17 gegenüber der Johanneskirebe. Mitteldeutsche Creditbank Filiale Giessen Zusammenkunft auf der Kaiser Allee bei der Wirtschaft „3ur Germania".______________________________________________ Am Freitag den 23. d. Mts. ist zwecks Anschluß einer Erweiterung im Elektrizitätswerk die Stromlicfcrung von vor mittags 10 Ubr bis nachmittags 4 Ubr unterbrochen. B Es sollen vergeben werden Samstag den 24. Juni, vormittags 10 Ubr, der Abbruch der Gebäude der Hosraitcn Rcuftadi Rr. 16 und 18, Samstag den 21. Juni, vormittags 10 Ubr, die Tachdeckerarbeit zur Unterhaltung des Stallgebäudes bei der Dornmligen Aktienbrauerei. — Die Unterlagen liegen aus unserem Hochbanaint zur Einficki offen und sind Angebote bis zu den gc> nannten Terminen dorthin einzureichen.__________ _______B*7„ Drucksachen aller Art Ausstattung slilremu. preiswert ■i ■ ■ die Brührsche Univ.-Druckerei, Preis pro lOu üiö. Ustnb« prwi»t C d) f en. ron-diSvon-diS vostfleifckige, aueaemästete. höchsten 3944 Giessen, am 20. Juni 1911 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben, unvergesslichen Gatten Herrn Heinrich Winther sage ich allen, besonders Herrn Pfarrei* Bechtolsheimer für seine trostreichen Worte am Grabe, sowie allen Freunden und Bekannten für die zahlreichen Blumenspenden, auf diesem Wege herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen : Manchen Winther geb. Frick, - M LM S ZK M M U Em^iericher l^aaresi'Expsdifion Krenzplatz 9 Giessen Kreuzplatz 9 Darmstadt, Frankfnrf o. Fulda, Hanau, Homburg v. d. H, :: Limburg, Marburg, Wetzlar, Wiesbaden etc. etc. ES» flee besonders empfeblensiert: Wiener Mischung Mk. IM Holländische Mischung „ 1.40 Santos Mischung „ L30 Halb und Halb Mischung „ 0.90 I Todes-Anzeige. Gestern abend 3/46 Uhr verschied nach langem. jM schwerem, mit Geduld getragenem Leiden mein guter Mann, unser lieber Vater, Großvater, Bruder W Schwager und Onkel Konrad Jäger im 65. Lebensjahre. 3947 E Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. HZ I. d. N.: Elisabeth Jäger geb. Burk, ffl Gießen (Neuenweg 38), 20. Juni 1911. Danksagung. Für alle Beiveise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste sagt herzlichen Dank Im Namen der Hinterbliebenen: Fm WMiimhnier Luise TchM geb. Schäfer. Gießen, den 20. Juni 1911. (Asterweg 41) 3951 Wer Erholung sucht gehe nach Hochwaldhausen■ Meter Hoher Vogelsberg 800 Meter. Vorzügliche Verpflegung im Hotel zum Felsenmeer. Volle Pension mit Zimmer Mk. 4.50. Prospekt kostenfrei.!C2O,'6 3u vermieten Meine 1. Etage, Süd Anlage 7, 8 Zimmer, Bad, Mürbe, Batt, nebst Gartenanteil, mit allem Komfort der Neuzeit ausgestattet, ist per 1. Juli oder später zu vermieten. Näheres bei dem Besitzer 2837_____Peter Kronenberg. | 7* Zimmer j 33921 Bersetzungshalber ist die elegante 7 Zimmer = Wohnung des Telegraphendirektors Herrn Tr. Hagemann mit allein Zubehör per sofort ober später su vermieten. Bleichstrafte 26. Frankfurter Ztr. 34 3. Sock, 7 Zimnier, Bad, Küche, elektrisch. Licht und Gas zu sofort oder später zu vermieten. 13895 Näher, Jranksurter Strafte 36. SelterSweg, Erke Plockstraftc schöne 7-Zieemlii. Badezimmer, Gas n. cleftr. Licht ab 1. 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