Nr. 90 Erstes Blatt M Jahrgang Dienstag, Äprn NGiehenerAnzeigerS tztzM General-Anzeiger sür Gberyessen W-M Imiaime eon xmtigin Botationsöru» und Virlag der Lrühl'schen Univ.-Such. und Slelndruckerei H. Zange. Redaktion, Expedition und Druckerei: SchWratze r. 2anbe: E.Heß; sür den to DormffiTubr! Bübingen: Zerufprecher Nr. 50 -eschäfttstelle Bahnhofstrahe 16a. Anzeigenteil- H. Beck. Die heutige Nummer umfaht 12 Seiten. Zranzösische Truppenverjtärlungen in MaroNo. Frankreich scheint nun doch tatkräftiger in die marokkanischen Wirren cingreifen zu wollen. Ueüer die Lage in Fez laufen nur spärliche Nachrichten, und zwar sehr verspätet, ein, so daß angenommen werden muß, die Lage fei kritisch. Wir erhielten folgende Meldungen: Karis, 17. April. Der Marinepräfekt erhielt gestern Befehl, das Transportschiff „Binh Lvng" auszurüsten, das sich nach Marokko begeben soll. Mit Rücksicht auf die gegenwärtige Lage in Marokko beschloß die Regierung, die Truppen im Schauja- gebiet zu verstärken. Bier Bataillone Kolonial- truppen gehen binnen kurzem dorthin ab. Tanger, 17. April. Nach einem von den Truppen des Sultans eingctroffencn Brief fand am 9. ds. ein Kampf mit den Scherarda statt, die von den Beni Mter Verstärkungen erhalten hatten. Im Verlaufe des Kampfes lMten die Scherarda 10, die Beni Mter 40 Tote. Es geht aus dem Briefe nicht hervor, ob das Gefecht unter den Mauern von Fez stattfand, oder ob die Sultanstruppen in den Kampf verwickelt waren. Infolge des Abfalls des Beni Sadden und der Beni Uatain im Südosten von Fez berief der Sultan seine Truppen zurück, welche gegen die Scherarda operierten. 2er französische Konsrllar-Agent von Alkassar konnte dem Kommandanten, Bremvnd, Geld und Munition überbringen. Bremond führt das Heer trotz des außergewöhnlichen starken Regens zurück. In der Gegend von Gharb ist alles ruhig. Madrid, 17. Avril. Die Zeitung „El Mundo" meldet aus Fez unter dem 9. ds.: Tie Beni Mter unternahmen einen Angriff auf die Haupt st a d t, deren Tore geschlossen wurden. Tie Verteidigerzahl der Stadt ist schwächer geworden. Es fehlen Lebensmittel. Der „Jmparcial" meldet aus Fez vom 9. ds.: Ter Stamm der Beni Angam ist abgefalten. Tie Ein schließungderStadtFezi ft dadurch enger gezogen. Am 9. April beschoß Artillerie unter ^Leitung des Obersten Mangin seit dem Morgengrauen das Feindesoger ununterbrochen Die Beni Mter verwüsteten das Gebiet des Stammes und töteten zahlreiche Eingeborene. Tie Konsuln rieten dringend den Europäern an, Fez nicht zu verlassen. Die Lage ist ernst und könnte sich nur durch das Erscheinen der unter dem Befehl Bremonds stehenden Truppen bessern._______________________________ "Das Haifetpaar in Korfu. Korfu, 16. April. Tie kaiserliche Familie nahm heute vormittag an einem Gottesdienst in der Schloß- lapelle teil, den Oberpfarrer Goens abhielt, und begab sicht darauf zur Stadt, wo sie vom Balkon des Königs- Palastes der großen Prozession zuschaute, welche heute, als am griechischen Palmsonntag, Korfu durchzog. Nach der Mittagstafel im Achilleion fuhren die Majestäten und die Prinzessin abermals zur Stadt und gingen an Bord der Hohenzvllcrn, wo um 4 Uhr das Ostereiersuchen der Matrosen vor sich ging. Tas Wetter ist sehr schön. Die Kronprinzessin von Griechenland besuchte gestern die „Königsberg". Aus Korfu bringt das Wolffsche Bureau noch folgende Notiz: Gegenüber den auswärts verbreiteten Gerüchten erfahren wir von zuständiger Stelle, daß das Befinden des Kaisers außerordentlich günstig ist und daß dem Kaiser der Aufenthalt im Achilleion wie in früheren Jahren auch jetzt vortrefflich bekommt. Der Kaiser wohnte am Samstag stundenlang den Ausgrabungen bei Garitza bei, die höchst erfolgreiche Ergebnisse an großen Funden aus der vor- christlichen Zeil hatten. Auch am Sonntag begab sich der Kaiser trotz des Regenwetters wiederum nach Garitza. Die Winzerunruhen in Sranfreidj. Paris, 15. April. Ter Präsident des Syndikats der Weinhändler der Champagne richtete an den Ministerpräsidenten ein Schreiben, in dem er sehr lebhaft gegen das Verhalten der Behörden bei den Winzerunmyen Einspruch erhebt. Tie aufrührerische Bewegung sei von langer Hand vorbereitet gewesen. Schon seit Monaten hätten die Weinhändler Drohbriefe erhalten und eine Anzahl dieser seien von Hetzern offenkundig für Plünderungen und Brandstiftungen gekennzeichnet worden. Die Behauptung, daß der Aufruhr von fremden Hebet» täteru angestiftet und durchgeführt worden sei, sei unrichtig. Aus heuen. R.B. Darmstadt, 17. April, lieber die Ersatzwahl eines Landtags abgeordneten für den Stadtkreis Darmstadt an Stelle des bisherigen Abg. 2r. Glässing werden in den auswärtigen Blättern allerlei müssige Kombinationen verbreitet. Wir können auf Grund zuverlässiger Erlundigung miiteilen, daß bisher über hie Kandidateilfrage noch ieinerlei Verhandlungen Mttgefunden haben; auch Regierungsrat Dr. Bastian, der jüngst von der Frkf. Ztg. als Kandidat aufgestellt worden war, dann bei einer spateren Meldung desselben Blattes zufolge in Rücksicht auf seine angestrengte dienstliche Tätigkeit die Kandidarur abgelchnt haben sollte, ist bisher überhaupt nicht um deren Uebernaijntc angegangen worden. Die berufenen Vertrauensmänner des Wahlkreises werden erst in den nächsten Tagen zu einer Besprechung über die Kandidatenfrage zusammentreten. Deutsches Aeich. Tas G e r ii ch r, daß auch der deutsche Botschafter in Washington sein Abschiedsgesuch eingereicht habe, ist unrichtig. Ter V e r b a n o d e r t e ch n i s ch e n u n d i n d u st r i el- len B e a m t e n nahm an den Osterfeiertagen zurPrivat- beamtenversicherung Stellung und erhob Widerspruch dagegen, baß die Diplomingenieure und alle Personen mit Hochschulbildung von Der Versichernngspflicht ausgeschlossen lvcrden sollen. Der Stadtverordnete und Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Berlin V, Borgmann i Sozialdemokrat), ist gestorben. Tie vom Berliner „Journal d Allemagne" n a ch P a r i s gesandten 50 Schüler und Schülerinnen statteten am Ostermontag der beutjajen Botschaft einen Besuch ab und wurden vom Freiherrn v. Schoen und dessen Gemahlin festlich bewirtet. Am Abend wurde ein Ball zu Ehren der deutschen Schüler und Schülerinnen veranstaltet. Ausland. Marineminister T e«. c u । > , ucr den Präsidenten Fal- lieres nach Tunis begleitet, ivird sich bereits am nächsten Mittwoch an Bord eines Panzerschiffes von Biserta nach Korsika zur Besichtigung der Küstenbefestigungen und sodann nach Toulon begeben, wo er bie verschiedenen Anlagen der Kriegsmarine und .mehrere Kriegsschiffe in Augenschein-, nehmen wird. Die „Neue Freie Presse" meldet ans Belgrad: König Peter wird im DLai den Wiener Hof besuchen. Der amerikanische Botschafter Hill erklärte in einer Unterredung, er habe augenblicklich noch keine: Pläne oder Verpflichtungen für die Zukunft Wie er im. zweiten Teile seines Schreibens an den Präsidenten Taft gesagt hätte, habe er sein Abschiedsgesuch eingereicht, um den Präsidenten, wenn er es wünschen sollte, in den Stand zu setzen, eine andere Ernennung für den Botschafterposten in Berlin vorzunehmen. Hill kehrt ungefähr am 1. 3Äai nach Berlin zurück, um die Angelegenheiten für die Abreise am 1. Juli zu ordnen. Aus Peking meldet die Petersburger Telegraphen» Agentur: Die von dem Finanzminister und den Vertretern von Banken in A m er i k a, T e ut s ch l a n d, Fran k reich und England unterzeichnete 5proz. Anleihe von 50 Millionen Dollar wurde zum Kurse von 95 begeben. Für die Tilgung sind 45 Jahre vorgesehen. Von der Anleihe soll ein Teil zur Entwickelung ber Industrie in der Mandschurei verwendet werben. .Als Garantie dienen einige Einnahmen ber Provinzen.______________________ Lustfchiffahtt. Ein schwerer Unfall beim Wettfliegen. Dresden, 16. April. Bei dem heutigen Ballon- Wettfliegen des Königlich Sächsischen Vereins für Luftschiffahrt ereignete sich ein schwerer Unglückssall. Infolge des herrschenden Südweststurmcs riß sich der Ballon Nordhausen vorzeitig los. Der Fabrikbesitzer Otto Korn aus Dresden, ber ihn mit mehreren Soldaten zurückhalten wollte, blieb am äußeren Korbrand hängen. Um ihn zu retten, zog der Ballonführer Hauptmann von Oidtman vom Feldartillerieregiment Nr. 75 in Halle die Reißleine. Das Gas entwich jedoch zu langsam, und der Ballon wurde gegen das Gebäude der Gasanstalt geschleudert. Bei dem Anprall stürzte der Fabrikbesitzer Korn aus 14 Meter Höhe herab und trug einen Beinbruch davon. Der Ballon trieb sodann gegen einen Blitzableiter, wobei das entweichende Gas sich an den Funken der Gasanstaltsesse entzündete. Der Korb stürzte mit den vier Insassen herab, durchschlug zum Teil das Dach der Gasanstalt und blieb in der Erde stecken. Hauptmann v. Oidtman erlitt einen schwerenSchädelbruch und liegt zurzeit noch besinnungslos; bie übrigen Insassen sind ebenfalls mehr ober weniger schwer verletzt. Es sind dies Herren Zahnarzt Tr. Bodmann-Leidig, Dr. Körte-Leipzig und Referendar Urban-Leipzig. Sämtliche Verletzte wurden in das Johannstädter Krankenhaus gebracht. Nach den neuesten Erkundigungen schwebt Hauptmann v. Oidtman noch in L e b e n S g e f a h r. Er erlitt außer schweren inneren Verletzungen einen schweren Schädelbruch und einen Fußbruch und lag noch am Morgen ohne Besinnung. Tas Befinden des, Zahnarztes Bodmann und des Referendars Urban aus Leipzig,, die beide leichte Oberschenkelbrüche und Quetschungen davon getragen haben, ist verhältnismäßig befriedigend. Dr. Körte ist bereits am Montag nach Leipzig zurückgereist, während Fabrikbesitzer Korn in einigen Tagen wiederhergestellt sein dürste. Die Blätter melden über den bedauerlichen Vorfall noch folgende Einzelheiten. Zu dem Ballonwettilug, der zu der Katastrophe führte, hatten sich achtzehn Ballons gemeldet. Erst lals der Aufstieg des Ballons „Rübenzahl" trotz des Sturmes glatt von statten ging, sollte der Ballon „Nord Hausen" aufsteigen. Alles war zur Abfahrt bereit, da drückte vor dem Kommando „Los!" ein sehr heftiger, Windstoß ben Ballon zur Erde Dabei rissen bereits, einige Netzleinen, und bald darauf folgte ein zweiter Sau- und wohnlunst. Aus fachmännischer Feder erhalten wir folgende Befrachtungen: Anläßlich der in Gießen tagenden Ausstellung der hessischen P r i v a t - A r ch i t e k t e n ist es eine Freude, den Ernst und bie Liebe zur Kunst wahrzmiehmen. Die zur Aus- siellung gelangten künstlerii'ck)cn Entwürfe bieten für jeden ^Beschauer hinreichend Gelegenheit, sich über das Bauen unserer Tage interessant zu unterrichten, llcberall empfindet man die quellende Lust an dieser Art Schaffenskraft, ein abgewägtes Studium der einzelnen Bauaufgaben, mit dem liebevollen Deitreben, der Häuslichkeit ein würdevolles Wohnen zu sichern. In den Projekten der BauvereinsHäuser, für Kleinwohnungen, ist, durch die geforderte Billigkeitsgrenze, das Streben der Raurn- Lusnutzung naturgemäß am meisten bemerkbar. Man sieht aber, daß dieses kein Hindernis in der binstlerischon Wirkung zu sein braucht. Wenn auch alles in einfachstem Linienzuge gehalten ist, P liegt doch ein lieblicher Reiz in dem sich aufdrängenden Gedanken: „Hier mödjteft du schon wohnen." Im Aufbau der äußeren Gestalten ist mit Feinsinn jede Langweiligkeit ferngehalten und ohne daß man von einer zu großen Anhäufung von Motiven'reden könnte, ist doch für eine erfrischende Abwechselung Sorge getragen. Tie Wirkungen der einzelnen 0'enstergruppen belebt in der einfachsten Weise das äußere Schaubild und, hier und da, sparsam aber natürlich zur Entwicklung gebracht, ein Erkerchen, ein charakteristischer Giebelaufbau durch Vorgarten und Hofgestaltung, so verschönt die moderne Architektur Straßenbild. 2er Ausdruck „Moderne Architektur" ist fachlich vielleicht flicht ganz richtig, wenn man das Bemühen ber einzelnen Schöpfer Eistisch treffen will. Tie noch vor wenigen Jahren beliebte Ausdrucksweise, das ?lt „Jugendstiel" uitb dann, etwas spater, das ist „Die Moderne", -»ort man heute in Berufskreisen nicht mehr. Dahingegen findet man ein Architekturstück „zeitgemäß", „charakteristisch" und, das nn reserv-.ertcm Tone gesprochen, so vornehm klingende „originell". In ber heutigen, idmcllebeitben Zeit gibt es auch in der Baukunst unserer Tage leinen Ruhepunkt. Die Erfindungen der -Industrie zwingen auch die Architetrur zum Begehen eigener Wege tnb gehen ihr in der Führung ber £ inten und Flächen tatsächlich charakteristische Bahnen zu befreiten auf. tim hervorragendsten ist dieses wohl durch die hochentwickelte Technik des Eisenbetons geschehen, wodurch die Shsteme der älteren Kunstrichtungen wie „Antik", römische, gotische und Remmissanee-Bauweisen nachzuäffen ein für allemal beseitigt erscheint. Ein Zeichen unserer selbständiges Kultur, und in der Aufnahme ein Zeichen der ewig jungen Gestaltungskraft wirklicher Kunst. Es bleibt ber Zukunft überlassen, mit welchem Merkworte unsere heutige Sau tunit zu bezeichnen ist, nur möchte man wünschen, daß der jungen beutfdKn Kunst auch ein deutscher Lautausdruck werden möge. Ein großer Teil ber vorhandenen Arbeiten befaßt sich mit der Gattung der Einsamtlien-WohnlMfer. Hier tarnt man sagen, ist im Rahmen bescheidener Wohnungsanfprüche des einfachen Mittelstandes etwas außerordentliches erreicht worden. Was bei der Anlage der Kleinwohnhäuser nock» verboten erschien, wie z. B. die Gestaltung des Vorplatzes, ist bei diesen Projekten in die ähnelnde Form einer wohnlichen Diele gebracht worden. Man empfindet sofort das Abhandenfern der Mietwohnungen und fühlt das trauliche Bekenntnis „Hier beflndest du dich in einem Heim", in einem der Eigenart des Bewohners entsprechenden Hause, einem Eigentume. Erwähnenswert ist auch ber Fortschritt in der Behandlung ber Vorgärten und der Hofanlagen. Jedes entbehrliche Fleckchen Erde wird zur gärtnerischen Bepflanzung angelegt, für praktische, gegen Windzug geschützte, Sitzgelegenheit ist gesorgt, und, wenn möglich, unter Gewinnung eines günstigen, perspektivischen Augenpunktes. Mit diesen Einrichtungen erfüllt der Archüekt ein nicht zu unterschätzendes Stück Voltserziehung. Durch bie Gartenpflege wird die Liebe zur Natur geweckt und in der Wahrnehmung künstlerischer Gesichtspunkte eine natürlich vergleichende Kunsterziehung erreicht. Trotz der noch in den Anfangsjahren stehenden Bewegung ist schon heute der (Erfolg in der Kindererziehung bemerkbar. Im Zeick>enunterricht der L-chulen, im Fortbildungs- und dem gewerb- lid?en Wesen, überall ist ein praktischeres Verständnis für eine zeitgemäße deusche Kunst zu finden. Die innere Kraft des Deutschtums geht jichtbar einer selbständigeren Kunstauffaifung entgegen und befruchtet gleichzeitig die Interessen des allgemeinen Wirt- schafts- und ArbeitsmarkteA, Tie Entwürfe der herrschaftlichen Wohngebäude, teilen sich in eingebaute und freistehende ein. Tie - Anzahl und Ausstattung ber Räume ist, in Ansehung der gestellten Bedürfnisse, eine reichere. Im Prinzip der Ausichmückung aber zeigt sich auch hier die wohltuende Ruhe des geläuterten Kunstsinnes. Die in früheren Jahren beliebte, überladene Prachtentwickelung, ist einer veredelten Einfachheit gewichen, sie zeichnet bie Wohlhabenheit ber Bewohner burch die Verwendung echter und schön wirtender Baustoffe. Ter neu erwachte Arbeitseifer dehnt sich auf alle zur Verwendung gelangenden Materialien und Konstruktionen aus. Ein hinter dem Hausgange liegender zweiter Türabschluß sichert, den Treppenbau von der Außenwelt geschützt, die Verbindung der einzelnen Wohngeschosse. Die Lage und Form der Zimmertüren, eine kleine Sitzgelegenheit, Garderobennische, und der Schwung des Treppenaufganges geben dem Vorraume eine gemütliche Stimmung. Ter Farbenausdruck in der Art der Wandbekleidungen spendet dem Ganzen einen Schimmer glücklichen Frohsinnes. In den WolMräumen selbst ist die leichte Verbindungsmöglichkeit der einzelnen Zimmer bemerkenswert. Die Ausstattung der Tecken und Wände sind m beruhigendem Forrnen- unb Farbensinn gehalten. Einige Räume verfügen über einen Erkersitz und erhöhen den Reiz des traulichen Wohnens. Im Kellergeschosse befinden sich außer den .Haushaltungskellern, ein Heizraum für die sich immer mehr einführende Zentralheizungsanlage, eine vom Hofe zugängige Waschküche und em Bügelzimmer. Als Hauptwohnstock kommt bas Erbgeschoß in Frage. Hier ist em Wohn- unb ein Empfangszimmer, Arbeitszimmer, bie Küche mit Speisen- und Besenkammer, die kleine Wohndiele und die Klosettanlage untergebracht. Tie Schlafzimmer liegen im Obergeschosse. Es sind helle, luftige Raume, welche durch bie Beiaäbe eines bescheidenen Badezimmers, das vereinzelt mit dem Klojettraum Anschluß erhielt, gesundheitlich entsprechende Er- holungs- und Pslegeräume bieten. Tas ausgebaute Dachgeschoß enthält bie Fremden- und Mädchenzimmer unb einen Schrank- unb Vorratsraum Im Tachgtebel ist für die Hausfrau ein luftiger Wäschetrockenraum eingerichtet. Die Türen und Fenster und deren Beschläge erfreuen sich gegenwärtig einer beionDeren Aufmerksamkeit in der architektonischen Gestaltung und S.Ucater io 11 e r pj ■'n Dung. Tie Gebilde der Formenwcll habeit eine geiswolle Behandlung erhalten, besitze^ Bestbewährte Glühlampe 70% Stromersparnis Grand Prix Brüssel 1910 Dnreb die Elektrizitätswerke und JnstaUattom- gcschäfle zu beziehen. 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Am verflossenen Samstag nachmittag kolidierte an der neuen Kaserne ein Fuhrwerk mit einem Wagen der elektrischen Straßenbahn, wobei der Straßenbahnwagen aus dem Geleise sprang und eine längere Betriebsstörung eintvat. Der Fuhrmann kam aus der Kaserne und überfuhr das Geleffe, als gerade ein Strabeubahnwagen ankam. .hierbei scheute das Pferd und der Wagen ruß einen eisernen Mast der Srratzenbahn vollständig um. Der Fuhrmann kam mit geringen Verletzungen seooch ist der Maiellaljchaden nicht unbedeutend. Schlitz, 13. April. Tie Bürgermeisterei schreibt uns: Nr. 83 des Gießener Anzeigers erschienene Notiz, daß die höhere Bürgerschule ganz aus StacuSwsten übernommen worden sei, beruht leider auf einem Jrrtuur, zu welchem der wohlmeinende Einsender wahrsa-eintich nur durch die Ankündigung des Großh. Rektorats für die Anmeldung neuer Schüler veranlaßt worden ist. Die Verhättnisse der höheren Bürgerschule bleiben unv-erändert. Anderseits hat die Gemeilide Schlitz einen Beiveis des Wohlwollens der Negierung neuerdings dadurch erfahren, daß die hiesige Bezirks Lasse aufgehoben worden ist mW durch eine tlntererheberstelle ersetzt wird. Lungen noch fehlte, ist es ckuch möglich, daß die wegen der Feiertage erfolgte provisorische Befestigung durch das Holzgerüst bei dem herrschenden Sturm nicht Stand hielt. Der Materialschaden ist ziemlich bedeutend. ** Der hessische LandeSgewerbevere in feiert im Oktober d. Js. sein 75jähriges Jubiläum, welche Feier im Rahmen einer größeren Veranstaltung begangen werden wird. Anläßlich dieser Feier soll von der Zentralstelle für die Gewerbe in Darmstadt eine Denkschrift herausgegeben werden, in der auch eine Darstellung der geschichtlichen Entwickelung der OrtSgewerbevereine gegeben werden soll, die länger als 50 Jahre bestehen. Dem hessischen Landesgewerbeverein gehören 13 Bczirksverbände mit 10 945 Mitglieder an. •• Der neugegründete hessische Desinfektorenverband wird gemäß einem Beschluß seiner letzten, in Darmstadt abgehaltenen Versammlung bei den zuständigen Kreisämtern jetzt darum vorstellig werden, daß die Tätigkeit der Desinfektoren fürderhin als Hauptberuf anzusehen ist, und den Desinfektoren infolgedessen ein Jahressixum gewährt werden müße. Für die auszuführende Desinfektion soll ferner eine entsprechende Vergütung festgesetzt werden. -1. Die Matthäuspassion" in der Frankfurter Fefthalle. In der riesigen Frankfurter Festhalle, in der die Chöre um den Kaiserpr-eis seinerzeit so viel eingebüßt hatten, veranstaltete der Cäcilien-Verein am Karfreitag — wie gewöhnlich — eine Ausführung von Joh. Seb. Bachs Matthäus- passion, die insofern eine besondere Blleuttmg gewann, als man dazu ein ganzes Heer von Sangern aufgeboten hatte. Der Cäcilienverein hatte sich die Amsterdamer Gesangvereinigung der Gesellschaft zur Beförderung der Tonkunst und Mitglieder LesKouzertgebou w - Orchesterszur Unterstützung eingeladen und unter der Leitung ihres gemeinsamen Dirigenten Willem Mengelberg die große Ausgabe mit Geschmack und überraschender Durchführung zu Ende geführt. Durch Verlegung der Podien und durch andere Hilfen hat man es verstanden, die mangelhafte Akustik der Halle wesentlich zu verbessern, so daß nur an wenigen Stellen ein Mangel fühlbar wurde. Der größte Eindruck, den man aus dem, von etwa 15 000 Personen besuchten Riesenkonzert gewann, war der der vollkommenen Genauigkeit und Disziplin, die sich wie spielend dem Dirigenten anpaßte. Von den Einzelpartien sind besonders die Herren Valus aus Leipzig, Deniß aus Rotterdam, Lldolf Müller aus Frankfurt, sowie die Damen Noordewier-Redingius aus Hilversum und Altmann-Kuntze aus Straßburg zu erwähnen. Dem Konzert wohMen das Großherzogspaar von Hessen, Prinz Heinrich von Preußen nebst Gemahlin bei, lowie das Prinzenpaar Friedrich Karl von Hessen unb Prinz Georg von Griechenland. **Jnder Eisenbahnverstorben. Der schon längere Zeit an Tuberkulose erkrankte, 27 Jahre alte Ph. Demaud aus Oberbiel, starb gestern nachmittag kurz vor Gießen, als er von seinem Vater und einer Schwester in die hiesige Klinik gebracht werden sollte. Die Leiche wurde nach dem neuen Friedhof gebracht. Art» Statt rrnd Land. Gießen, 18. April 1911» Die Osterfeiertage Haben den schönsten Verlauf genommen. Nachdem unsere Wetterpropheten zum Toll eine nicht immer ganz ungestörte Freude in Aussicht gestellt hatten, war die Luft umso größer, als unter blauem Himmel die mildesten Lüfte unsere Fluren frühlingsmäßig belebten. Alles wanderte hinaus in Wald ;unb Feld oder auf die Berge, wo freilich ein bläulicher Schleier die Ausblicke ins Land verhinderte, aber doch als >eine nicht minder stimmungsvolle Frühlingsgabe freudig hingenommen wurde. Man konnte im Freien sitzen, und die „Saison-Eröffnungen" in den Badeorten, Bad-s)Lauheim, Homburg oder Wiesbaden, hatten damit das erforderliche Gepräge. Musik und Tanz, das durfte gleichfalls die Losung Her Feiertage sein, und der Verkehr auf den Eisenbahnen toar ungewöhnlich stark. Aus dem Gießener Bahnhof war der Verkehr im Vergleich enscl)iff hat neben bem Turm nie bestanden. Der Kttcheuraum, ber das erste Stockwerk ausfüllt, enthielt Altar, Kanzel, eine kleine Orgel, 13 Bänke, zwei Logen unb einige webesammlung, Krefeld, schceibt ber Bad. Land.-Ztg. hierüber: Der Elefantenstoff in bem Reliquienschrein Kalls bes Großen im Münster zu Aachen ist ein schweres reinseidenes Körpergcwebe, mit 5 verschiedenen Fallen im Schuß. Das Muster besteht aus großen Kreisen, von 0,78 Meter Durchmesser. Da zwei solcher Kreise auf dem Stoff zusammen stehen, war ber Stoff 1,56 Meter breit gewebt. Die Grundfarbe ist purpurrot, bas Muster weiß, gelb, fabbirblau. und smaragdgrün. In ben Kreisen steht je ein ElefMtt vor einem ftilijierten Baum. Die Leiche Karls des Großen wurde 814 beigesetzt. Das Grab wurde im Jahre 1000 durch Otto ILL geöffnet, und alsbald wieder geschlossen. Dann wurden die Gebeine des 1165 selig gesprochenen Kaisers durch Kaiser Barbarossa 1166 der Gruft enthoben, und in den 1215 fertiggestellten Schrein gebettet. Der Elefantenstoff dürfte ram entweder als Grabtuch 814 in den Sarg gelegt, oder von Otto III. im Jahre 1000 zum Einhüllen ber morschen Gebeine verwendet worden sein. Aus sttlisttschen Gründen ist in erster Reihe 814 als Entstehmigsjahr des Stoffes auzmiehmen. Eine am unteren Rande des Stoffstückes eingewebte griechische Inschrift besagt, daß der Stoff im Leyxippos, der Kaiserlichen Staatsmanufaktur von Byzanz getollt sei, und zwar unter ber Leitung zweier Beamten, deren Namen als Cpimack)os und Petros gele|'en_ toerben. Der Karlsschreiu, wie erinuellich, ist behufs genauer Feststelttmg des Musters und Alttas des Stoffes im Juli 1906 unter kirchlicher Feierlichkeit geöffnet, bas Grabtuch Mr Veröffenllick>ung heraus- genommen, und im November desselben Jahres wieder in ben Schrein gelegt worden. Anwesend bei dieser Gelcgenhett maren das Aachener Domkapitel, Vertreter des Erzbischols von Köln, höhere Staatsbeamte, und als Sachverständiger ber Veranlasser der ganzen Vornahme, Geheimer Rat Professor Dr. Julius Lessing, Direktor des königlichen Kunstgewlle-Museums in Berlin, ferner Professor Dr. von Falle, Direktor des ©täbti|d>en Kunstgetoelle- Museums in Köln, Professor Paul Schulz-, Konservators Kümgl. Gewebesammlung in Krefeld, und Dr. Kreutz, Assistent am Königlichen Kunstgewelle-Museum zu Berlin. Blinddarmentzündung 1 (1) Krebs zur X4U|dcm ich mir lange den Kopf zerbrochen habe, will ich meine Lösung des Rätsels einmal zur Diskussion stellen. Ich behaupte, daß das WUd und Raubzeug sich allein nach dem Ausdruck, der in des Menschen Augen liegt, richtet! Es mutz in den Augen eines bemannet en Menschen cm Ausdruck, den ich nut Mordlust bezeichnen möchte, liegen, ber schon dem Wilde nicht verborgen bleibt! Es wird schon manchem njäger au,gefallen sein, daß, wenn er z. B. ins Jagdrevier fährt und die Flinte eingepackt im Futteral hat, dann die Krähen ganz ungeniert auf den Bäumen am Wege sitzen bleiben. Hat er aber das Gewehr schußserttg, wenn auch so verborgen, daß es selbst den schärfsten Krähenaugen unsichtbar sein muß, unter dem Lxhotzleder z. B., so werden sich die Schwarzen unter zehn Fällen neunmal schon außer ©djufemcitc empfehlen! Sie können den Ankommenden also nur nad) dem gierigen Ausdruck seiner Augen taxieren." Die vollftändigeuhergerichteie Wohnung im Ltüd der Allen Post iWalltorstri 24) 7 Zimmer mit Zubehör istfort anderweit zu vermieten. .40 Släheres berchiiekt Stein. Vcrmifd>tcs. — Franzöische und deutsche Sprache in der Levante. Jahirhitte hindurch war in den Kustenstädten ber «evante das Itaienis che oie herrschende Geschäftssprache. Die inländischen Kaufltte bedienten sich seiner bei ihrer Korrespon- Mit europäischi Geschäften; wer mit der Levante im Handels- eerkehr stand, berücke im schriftlichen Verkehr möglichst die fta- lienische Sprache, das Italienische zu erlernen hielten die Levantiner für zweckäßig im Interesse ihres Geschäfts. Das ist mm bekanntlich sv Jahren schon anberS geworden. An Stelle de- Italienischen t das Französische getreten, bank den Bemühungen der stnzösischen Regierung wie auch der „Alliance Franeaise", die bonders die Pflege und Ausbreitung der französischen Sprache n Auslande stets unterstützt hat. Heute erlernen alle Gebilderen, alle besseren Kaufleute in Den größeren Stabten der Levae das Französische, llnd das ist nicht nur in den Stüftcnfläoti, sondern auch weit ins Land hinein, rote i B in Aleppo u> selbst in Mossul am Tigris, ber Fall, xei französische Waremstausch steht zwar dem Handelsverkehr Eng- lands nach, aber ri Vergebung öffentlicher Arbetten ist schon oft bemerkt toorbc daß ftanzösischen Unternehmern vvr^ den englischen der Vorzg gegeben wurde. Die Förderung des Schulwesens in der Leutte durch Frankreich bat auf diese Welle zu praktischen Erfgen geführt, die andere Lander zur Nachahmung des von Fnkreich geübten Verfahrens angespornt haben. So sind denn aud wie die „Deutsche Levante-Zeitung betont, die AussicÄen, neft der ftanzösischen und ber englischen auch ba deutschen Spche einen ehrenvollen Platz un ,Orient zu silbern, nid günstir als die meisten denken. Deutschlands und Oe^rreichs L»andesteigt in höherem Maße, als der der europäischen Westtnäch was ja zum Tell sich aus der größeren Nähe der deutschvttiden Länder erklärt, hierzu kommt, datz in den nördlichen Balnstaaten, in Serbien, Rumänien, Bulgarien, das Englische fast ibctannt und das Französische von brmteren Schichten eigentlich t gepflegt worden ist, während man ui -Velgrad, Bute^'t und Sosimtt der deutschen Sprache ziemlich gut durch- tommt Reuerdilft helfen in der eigentlichen Levante die politischen Stimmunn mit zur Verbreitung des Deutschen. Auch in Aegypten geroin die deutsche Sprache an Ali^ingcrn; deutsche Vereine und Deutb Schulen machen ihren Euiflutz gelleiid und die Zahl der ßerngiertgen, die sich an deutsche ^hrer nnnden, hat in den letzten ahren so zugenommen, ^iß an allen Orttn. deutscher llnt'icht erteilt wird, sein Emfluß auch ui dem ganzen Verkehr si bemerkbar macht. — Die fceunft der „Faulenzer". Wie entstand der Ausdruck „Farnzcr"? Auf diese Frage wissen die wenigsten Bescheid. Ein Fccnzer oder Faulenz ist nichts aill>eres als ein l e r L e n Mit der holden Frühlingszett hat das Mort ^chenflühle und getoßfrefe etwa 160 Personen Plchk Die dritte Turmspitze vmrde als Larchtfeuerlorerne eingerichtet, in der das Leuchtfeuer, eine grotze Rüböllarnpe, brannte, deren Licht durch -nc Verglasrng von 48 Fenstern nach der See leuchtete. Es „ar aber viel sa schwach, um praktisch von großem Nutzen zu etn und opri' RaherLst-Anlagc 38 p. 1926) Mod. tz-,-mcrwobnung, 3. 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Besonders acm aber titulierte man Müßig» gänger mit der Anrede „Fauler Lm^!" — tote es beim auch im „Narrenschiffe" Leisersbergs heißt: „O du fauler Lenz, gehe hin zur Onreisz unb lehm von ihr!" Auch toar es sehr beliebt, vom ,L>auptmann Lenz" zu sprechen, der über alle tnuite pelze herrsche unb sie von der Arbeft »um Nichtstun abkommandtere. Mft dieser PersönlicÄett, die einem älteren Autor zufolge „ein gewaltiger Kapitän" ist, führte auch Laus Sachs ein „Gespräch", das er medergeschrteben hat. Ein häufig gebrauchtes Wort war auch die Redensart: „Der Lenz sticht". So lesen wir z. D. in Abrahcun a Santa Claras ,Ludas, der Erzschelm" folgenden PassuS: „Dem König David Hot einmal ber Lenz gestochen, deswegen er nachmittag, langweil halber, sich nteberlegt und den Polster gedruckt ..." — Stach der Lenz den Wanderer, so liefe er sein Ziel Ziel sein und stahl stch von der heißen staubiyen Landstraße hinweg in den Schatten ber Gchüsche. Stach er btc Ktnder, so konnten sie den Weg zum Schulhaus plötzlich nicht mehr finden. 08UÖ8] Gute billige Schlafstelleu zu vermieten. Asterweg 20. 0d0ö2) Anst. Arbeiter kann Schlaft stelle erhalten. Mäusburg 711 Kleine Helle WerWtte Bin Ssscii- #. Membeiier gesucht. (02998) I. Schreiner. liidit. Zmmergrselleil z. Aufstellen eines TurnmeEeS, 4—5 SJlann, gegen hohen Stunden- lohn sofort gesucht. [2615 Georg Schubecker, Zimmer- meister, Gieneu. ZemLl-Arbeittt - aut Grab-Einfafsuugeu sucht sofort Louis Hab», Gladenbach. Etn jung. Hansbnrfche sofort gesucht. SiahereS Bäckerei Renh, Leltersweg 46. ___________(2087 Junges Bürschchen für Lagerarbeit gesucht. 2526 Ferd. Reuustiel, Plockstraße 7 Z-ZillMlMhMg „erbeten. S90 Frankfurter Str. 30. z-ZiiüN.-8i>hn♦ im Hinterhaus 03018 Stciuttr. 52111. 2 Zimmer | 030551 Fuugcr Schlaffer sofort gesucht._______Steinstraße 31A. rSlhtigc WcWMrgescllei für dauernde Beschäsnauua gesucht L. Schwalb, Weitzvindermstt., 03028s Neustadt Nr. 13. 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Hiernach berechtigte und befähigte )unx Männer, welche zum Zwecke ihrer Ausbildung eine höhere Bildugsanstalt besuchen oder besuchen wollen und sich um das Stipendim zu bewerben beabsichtigen, find eingeladen, ihre Gesuche durch >re betreffende Bürgermeisterei an die Bürgermeisterei der Hauptstdt ihrer Provinz also aus Orten der Provrnz Starkenburg an die Zürgermeisterei Darmstadt, aus Rheinhessen an die Bürgermeistrei Mainz, aus Ober- Hessen an die Bürgermeisterei Giehen bis längstens zum 27. dsMts. gelangen zu lasten. ,,, r r An Zeugnis,en sind den Gesuchen bem’ßen: 1. ein behördlich beglaubigtes Bermcenszeugurs, 2. eine behördliche Bescheinigung, da und wo Gesuchsteller studiert, 3. ein Führungs- (Leumunds-) Zeugt!. Auherdem ist der 9'cachweis zu erbrinxr. dah der Gesuchstelto! in Hessen geboren, bezw. hessischer Staatsogehöriger ist. Mainz, Darmstadt, Giehen, den 7. Apl 1911. Versteigerung. Mittwoch bett 26. d. 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