Zweiter Blatt M- Jahrgang Nr. U5 Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntag®. -'L . r nicht zur 21* aren i eSSS**" v . liflften ien uns: Das letzte auf das kürzlich Tie „Siebener ZamiliendlLtter" werden dem „Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreilblatt für den Krell Ließen" zweimal wöchentlich. Tie „randwirtschaftlichen Seit- fragen“ erscheinen monatlich zweimal. A, ,ream OBSS« .lUirf'-F'"* aufw^i TeilzahluftJ lieben Bewußtsein die ®)re der Multerschait höher eingci< sich vielleicht nach dein Muster von China empfehlen, die Törin er von der Erbfolge übcrhainn auszuschließen Der Redner verlangte schließlich noch hinreichende und auSgicbigc Ernährung im Kindesatter als Mutet wir Rasscnvcrbesserung und obligatorische Untersuchung der Heiratskaiidibaten. — Damit waren die Peranstaltungen der diesjährigen Hauptversammlung de» "Deutschen Bundes für Mutterschutz erledigt. Ans staOt nnv LanS. Gießen, 17. Mai 1911. •' In den Ruhestand. Wie uns aus Darmstadt gemeldet wird, tritt der KreiSrat des Kreises Schotten, RegienmgSrat Schönfeld, am 1. Oktober in den wohlverdienten Ruhestand. •• Die Fleischbeschau in Hessen. Im 1. Vierteljahr 1911 stellt sich die Zahl der Schlachtticre, die in Hessen der Fleischbeschau unterzogen wurden, wie folgt: Pferde und andere Einhufer 578 (685), Ochsen 4817 (4970), Bullen Schweine 83 631 (93 760), Schafe 3114 9851 (5101). Hundeschlachtungen kamen Meldung. " Konzcrtverein. Man schreibt Chorkonzert deS KonzertvcreinS, «SS ruh. hingewiesen war, verspricht ein in jeder Hinsicht interessantes zu werden; bringt es doch zwei Novitäten für Gießen: ein älteres, aber wenig bekanntes Chorwerk von Franz LiSzt: „Sic Glocken deS Straßburger Münsters', und ein modernes, Wolf-FerrariS »Neues Leben". CS dürfte von Interesse sein, gerade über diesen modernen, jetzt sehr geschätzten Komponisten Einiges zu hören. Wolf-Ferrari ist väterlicherseits deutscher, mütterlicherseits italienischer Abstammung, 12. Januar 1876 in Venedig geboren und bildete sich daselbst bis zum 17. Jahre in der Musik aus, im wesentlichen autodidaktisch mit Studien von Bachs und Beethovens Werken, also urdeutsche: Musik. Später (1893) ging er nach Deutschland, um vorerst in München bei Rheinberger feine Studien zu vervollkommnen, kehrte aber bald wieder (1895) in die Heimat zurück, um hier die italienischen alten Meister, Palestrina u. a., zu stlldieren, und trat jetzt mit Verdi rind anderen zeitgenössischen Komponisten in näheren Verkehr, was in seine ursprünglich deutsche, auf obiger Grundlage beruhenden Schaffensart den typischen italienischen Zug brachte. 1899 erschien ein Chorwerk „Sulamith", das sich großen Beifalles erfreute; 1903 wurde er zum Direktor deS Konservatoriums Benedetto Marcello in Venedig ernannt; seine Tätigkeit übt er daher hauptsächlich in Italien aus, doch ist er Deutschland insofern treu geblieben, als er feit Jahren in München feine Ferien zu verbringen pflegte. Auch auf dem Gebiete der Oper hat er sich einen Namen gemacht, so besonders durch die komische Oper „Sic neugierigen Frauen", welche übrigen» auch die Darmstädter Hofoper auf ihrem Repertoire hat; den allergrößten Erfolg hatte aber das, jetzt in den meisten größeren Städten Deutschlands aufgeführte Chorwerk „Vita naova“, welches ursprünglich der PorgeS'schc Chor in München mit einer glänzenden Aufführung auS der Taufe hob. •• Zwei interessante Bilder. Zeder alte Gießener, nicht minder aber jeder Kunstfreund, wird mit hohem Interesse zwei im Schaufenster deS Herrn Karl Leib een., Walltor st raße 34, ausgestellte Porträts besichtigen, die von Wilhelm Trautschold (1815 — 1876) gemalt sind. Links von dem Chodowieckischen Gemälde blickt unS dec markante Charakterkopj des verstorbenen Dr. med. Klein entgegen, des VaterS des bekannten hiesigen Arztes und Großvaters des SpezialarzteS (Großvater und Enkel zeigen große Sehnlichkeit); rechts sehen wir das feine Gelehrtengesicht deS Urgroßvaters, der Professor am hiesigen Gymnasium war, und den Karl Vogt m seiner Lebensgeschichte wiederholt cr- ivähnt. Die beiden Gemälde sind Herrn Leib sen. zur Restaurierung anoertraut (der sprechend ähnliche Kopf des durch seinen kaustischen Witz berühmten Dr. med. Klein ist bereits restauriert und zwar ganz ausgezeichnet). y Landkreis Gicfzen. / ck. Wies eck, 16. Mai. Zn der gestrigen Gemeinde- Tatdfi^ung stand als Hauptpunkt die Einführung von elektrischem Licht und A r a f t auf der Tagesordnung. Nachdem Bürgermeister Scho mb er die Sitzung eröffnet haue, verlas er den Vertrag, der von oer Stadt Gießen dem Gemeinderat zur Begutachtung oorgelegt war. Ter Vertrag lautete in seinen Hauptpunkten. Die Stadt Gießen übernimmt die Lieferung von elektrischer Energie für die Gemeinde Wieseck ununterbrochen bei Tag und Nacht, wenn nicht die Lieferung durch höhere Getvalteir als Unwetter, rbriegsgewalt, oder sonstige Elemente gehindert wird, bis zu den Lerterlungspuntten innerhalb des Lrtes und zwar für den Preis von 0,23 Mt. für Licht und 0,10 Mk. für Kraft. Von den Berteilungspunkten aus Übernimmt die Gemeinde Wiefeck sämtliche Leitungen uno Anlagen innerhalb des Ortsnetzes, und verpflichtet sich, der Stadt Gießen einen Garantiefonds von 6200 Mk. jährlich bewilligen. Es entspann sich eine lebhafte Besprechung, die meistens dahin zielte, daß. lvenn Die Stadt Gießen Wtescck nicht entgegentommc mit der elekirischen Straßenbahn, Wieseck sich auch ablehnend gegen die elektrische Energie verhalten solle. "Nachdem noch Bürgermeister Schomber entschieden für die Annahme gesprochen halte, tarn es zur Deutscher Sund für Mutterschutz. ~ Breslau, 16. Mai. Im Anschluß an die Hauptversammlung des Bundes für Mutterschutz sanden noch ,voci öffentliche V e r s a m m l u n - gen Hart, die lehr gut besucht waren. In der ersten im Saale der Gesellschaft für vaterländische Multur sprach zunächst Irl. Tr. Helene Stöcker über „G b c und Konkubinat". Dir geben die Ausführungen und die übrigen Reden wieder, ohne uns in allem einverstanden zu erklären Tie Rednerin üerlangte eine Reform der jetzigen Ehe in rechtlicher und ideeller Beziehung, entsprechend den heutigen Kulturbedürsnifsen. Tas Schwergewicht bei der Ehe muß in dem Bewußtsein der per- ibn lieben Verantwortlichkeit liegen, nicht in der Erfüllung äußerer Formen. Wir verlangen nicht nur Rechte und Freiheiten, sondern wir legen uns auch Pflichten und Verantwortlichketten auf. Zn manchen Städten sei die Zahl der eheverlassenen Frauen so groß, daß man sich scheue, die betreffenden Angaben zu ver- öffcntlicbcn, weil man befürchte, daß die Achtung vor der legalen Ehe dadurch herabgemindert werden könnte. Wenn man die Prostitution bekämpfe sowie den Mädchenhandel und sonstige Schäden aui sexuellem Gebiete, bann müsse man auch Bündnisse anerkennen, die der legalen Ehe am nächsten kommen, statt sie unter Strafe zu stellen, wie es noä, heute geschieht. Die im alten Rom schon eine freie Ehe bestand, so suche man auch heute wieder nach Formen, die eine Verbesserung unserer sexuellen Moral möglich machen. Tie Kirche verlieh früher der Ehe, indem sie dieie ;üm Sakrament machte, etwas Heiligendes. Tiefes Hei ligenbe soll auch heute die Ehe umfassen, es soll aber nicht aus bem Munde des Priesters kommen, sondern aus unserem Herzen heraus. Als Gegenvortragender ging Zustizrat Rosenthal davon aus, daß die gegenwärtige schroffe Gegenüberstellung von Ehe und außerehelichem Verkehr sich nicht halten lasse. Nicht das Standesamt allein, sondern Pflicht und Gewissen münen bie Schranken des Geschlechtsverkehrs für Mann und Derb bestimmen. Tas Wort voit der S?eiltgfcü der Mutterschaft, das beute nur eine Phrase ist, muß in die Tat umgeietzt werden. Hinnchtlich der Ehe forbern mir in erster Reihe die Gleichberechtigung von Maim und Frau in Rechten und Pflichten, insbesondere ben Kindern gegenüber. Ferner fordern wir eine Erleichterung der Gheübeibung. Nicht nur schweres Verschulden der einen oder anderen Seite, sondern auch schon der feste und entschiedene 'Sille und Entschluß müssen jur Ehescheidung ausreichen Allgemein nutß verlangt werden, daß alle Gememschastsoerhältiiipe, Ehe wie Konkubinat, danach beurteilt werden, wie die Beteiligten ihre Pflichten erfüllen, nicht danach, ob eine bestimmte Zeremonie dabei gemährt worden ist oder nicht. In einer 'JtbenbDerammlung sprach Tr challmever über „Boltsseugen, 'Nen-Malthusianismus unb F r auc >no rrf ehr tt t". Der Redner roanbte sich gegen den Neu-Malthu nanismus mit seiner Beschränkung der Kniderzahl. Tte sortschrcu-nde Kultur bringe cs mit fick, daß gerade die hochstehenden Frauen sich vor der Mutterscha't hüten, um in ihren kulturellen Bestrebungen möglichit wenig gehindert zu sein, das Fortvflanzungsgeschäft wird meist den Frauen überlassen, die sonst wenig wertvolles 1 eilten. Tas i t verkehrt. Tte Arbeit des Bundes muß dahin gehen, daß iyt ösicm- T8^ ;Dak ’S und Redaktion, Expedition und Tnufcret: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: Redaklion:^Sl 12. Tel.-Adru AnzeigerDießen. . MS.« . , 2.25 . , 2.- . 2.- . „ 2.- . , 1.51 . , 1.51 . , 1.2t , . , 3.51 . . 3.- . . 2.71 U 2-1.50 . M- 1.7# . n VH ier mftrafco Mittwoch, (7. Mai M Rotationsdruck und Verlag der Brübllfchen UniversitätS - Buch- und Eteindruckerei. R. Lange, Gießen. 284 (325), Kühe 10 504 (10 040), Iungrinder 16 669 (16 377), (5856), Ziegen en öS, 70, 8««. ilat nbftbaft äui p I c und fltm ’ te ,3odien,H>' i hoben, baielbh «L 1911. v .br-Sehfrtr. lag! 90 itnbt:; . I | zen 12514.1,-j. tt old sf&! hessische Zweite Kammer. R.B. Darmstadt, 16. Mai. Am Regierungstische: Siaatsminister Ewa Id, Minister des Innern v. Hornbergk, Geheimevat Süfscrt, Geh. Ober- i MMi-vat Fuchs. Die Zweite Karniner ist heute au einer längeren Sommer I tagung zufamniengetreteu Vizepräsident Jforcll eröffnete die um 10'. Uhr und teilte mit, daß er entgegen den früheren Disvositwnen oic Hammer schon früher ein berufen habe, weil wichtige Fvagen der Gesetzgebung dies wünschenswert erscheinen Es erfolgt zunächst die Einführung der beiden neu xn das AtMs eingetretenen Abgeordneten Dr o r b c i m c r SBormS unh ■JJi und) Darmstadt, bie in ber üblid)*x Weise den verfassungsmäßigen, landständischen Eid leisten. Das Hcrus tritt Darauf in bie Tagesordnung ein. lieber die Vorstellung der Diener hessischer Staatsbehörden, bctreffaib bie Regelung ihrer Gehalt-Verhältnisse, erstattet '2lbg MoltHan mündlichen Bericht. Tie Bittsteller eriueben um Gleichstellung aller llnterbcamten bei hessischen Staats behörden in ihrem Tiensunnkommen, Beseitigung der Gebühren und Vereinnahmung derselben burd) Die Staatskasse, Gewährung non R tsevergütung bei Dienstperncktung außerhalb des Wohn ortes, Anrednumg der Militärpslidstiahre al-5 pensionsfähige Bordi enstzeit und Bewilligung einer sofortigen, angemessenen Teuerungszulage. Der Berichterstatter führt aus, daß für diese Beamtenkategoricn seit zehn Fahren keine Gehaltsaufbesserung entgetreten sei. Da diese ausschließlich aus ihren Gehalt angewiesen seien, könnteti sie bei der allgemeinen Teuerung damit mcht auskvmmen. Es sei auch in anderen Bundesstaaten eine Neuregelung der Geeilter erfolgt. Der Finanzausschuß habe iid) entgeheno mit den Wünschen der Bittsteller befdjaftigt; da aber schon der Antrag Tr. Osann aui Bewilligung einer Teuerungszulage von 100 Marl bei Einkommen dis zu 2000 Mark von der Kammer wegen Mangel an Mitteln abgelehnt werden mußte, beantragt bei Ausschuß, das Begehren der Bittstseller unter Würdigung der von ihnen vorgebrachten Tatsachen der Regierung als Material für die bevorstehende Revision der Besoldungs- ordnnng zu überweisen. Das Haus beschließt demgemäß. lieber die Vorstellung des Volksbundes zur Bekämpfung be ■_ 1 d m u i. e s i n W ort n n b B i 1 d berichtete Aba. - t o v Ier Ter Hund ersucht um bessere Kontrolle der öffentlichen Auslagen, Sckaufenstei, Kinematographen imd Miitoskope. Ter Ausschuhbericklerstatter beantragt die Untersuchung dieses Gesud-es, und das Haus besä,ließt bcin Antrag entiprcdicnb. lieber die Vorstellung des Lehrers Hillebratid i. P. in Bad- Nauheim, betreffend seine Pensionierung, berichtet Abg. Leun. 1 al • Str ife an und be Mt fest, daß bie R tgicruug sehr wohl bad Reckt habe, einen Lehrer zu pensionier n. Er sehe aber ein, daß dieser mit seiner' Pension von 1624 Mark nicht aus kommen könne und der Ausschuß beantrage daher bte i Gewährung einer besonderen Unterstützung. Abg. Ulrich erklärt, daß diesem Lehrer wohl nicht mit einer \ Unterstützung gedient sei, sondern daß er vielmehr wünsche, werter ; hin tm Dienst .ui bleiben. Der Regierung müsse entpfohlen werden, \ bet foldicit Pensionierungen in Jnhinit größere Sorgfalt walten ju lassen Er I abc den Lehrer persönlich kennen gelernt und nicht den Eindruck gewonnen, daß dieser ein Querulant sei und seine Pensioiiierung notroenbig war. . Geh Rat Süss er t bemerkt dem Vorredner gegenüber, da» sich die Regierung sehr emgehenb mit dieser Pensionierung deschat tigt habe, es liege ein Attest des Kreisarztes vor und schon des> halb mußte die Siche geprüft werden. Die Regierung sei zu dem Schlüsse gekommen, daß der betreffende Lehrer den an ihn zu stellenden Anforderungen nickt mehr gewachsen sei, da er hock grabig nervös sei. Der Redner crllärt sich bereit, in einer event. Ausschußberatung nähere Angaben zu machen. Abg. Bähr roüb) meint, daß die Art der Peniiomerungen manckmal reckst merkwürdig sei. Rach weiterer unwesentlicher Ausipracke wird ein Antrag -tr. Schmitt angenommen, die Angelegenheit an den dlussckuß zurück- zuverweisen. , lieber eine Vorstellung des Pächters der Domäne Rockenberg, Georg Weber, betreffend die Veräußerung des Ho'guts Rockenberg, berichtet Abg. Brauer und beantragt, bie Vorstellung für erledigt zu erklären. „ « Auf Ersuchen des Abg. Bähr beicblicßt das Haus, bic Angelegenheit zu vertagen. In Betreff der Vorstellung von Kurgästen und Einwohnern von Bad Nauheim, den Hotel-Neubau und das Ouetlen- monopal von Bad Nauheim betreffend, berichtet dlbg. Lutz. Ter Redner halt den Neubau überhaupt für unnötig. Ten Wünschen ber Kurgäste werde in weitgehender Weise durch dte jetzt vor- hanbenen Hotels Rechnung getragen. Der Redner wendet sich bann gegen bas angeblich geplante Quellenmonovol und den Hotelnenbaii und spricht das Ersuchen an die Regierung aus, den ; darüber abznschließcnden Vertrag vorher der Kammer vorzuleg.n. | Wenn man sage, oaß bei der Anwesenheit des Kaisers von Ruß i land das Gefolge nicht uniergcbrach.- iverben könne, so sei das II nicht zutreffend. Er, Redner, habe selber eine Anzahl »viels F besucht und fest gestellt, daß dort die ruttifchen Hofbeamten sehr gut hätten "Aufnahme finden können Das neue Rtesenhotel sii zu diesen Zweck nicht notwendig. Aber die Liabtvater von Bad- Nauheim hätten ja allein über bic*e Frage zu cntidietben. Und bis das erfolgt sei. beantragt der Ansschutz, die Vorstellung Tur erledigt zu erklären. , r . 3 Abg. Breidenbach spricht 'ich eben ml 15 gegen das L-ueilen- monopol und den Hotelnenbau aus und stimmt den diesbezüglichen Ausführungen des Vorredners zu. Zu bedauern sei, batz ttch die Regierung heute über bic ganze Sache vollkommen in schweigen tolle. Geh. Cberfinansrat Fuchs nimmt darauf das Wort unb er- klärt, daß nach den früheren Darlegungen ber Regierung das Wasser auch an Dritte abgegeben iverben tolle, mithin auch von einem Wassermotwpol keine Rede sein könne; auch andere in Bad-Nau heim bestehende Hotels können für 12 Mark das Kubikmeter Solwasser erlxttten. lieber bic ..Frage, ob m Jiau- heim genügend Hotclluzus vorhandeti sei, latte sick streiten, ^ad Nauheim habe einen großen Fremdenverkehr von internationalem Charakter, bas müsse besonders berücksichtigt werden. Abvir aus 'anderem vo- litischem Standpunkte stehen, haben dies stets zu würdigen gc^ mußt. Wir wünschen Fhncn einen langen und schönen Lebensabend, ausruhend von all ber Mühe und Arbeit des Berufs und der politischen Tätigkeit. Mit crg. Hochachtung. F. A.: T r. Osann, VorsitzcndcL teren Beamten abgelehnt worden sei. Redner ersucht bic Regierung nochmals, eine Teuerungszulage in Erwähnung zu ziehen. Abg. Dr. Osann tritt für den ablehnenden Beschlutz des Ausicknisses etn. Die Notlage ber Beamten sei vorhanden und sic müsse baldigst behoben werden, man könne aber nickt einzelne Kategorien herausgreifen, sondern es müsse die Lage aller Unter beamten verbessert werden Abg. Molthan schließt sich diesen Ausführungen an, ehernn Wolf- Stadecken, der sich noch gegen die neueren weiteren Anforderungen der Beamten wendet. Hier müsse zurückgehalten werden. Er und seine Parteien würden höchstens für eine Zulage der kleinen Beamten eintreten können. Der Ausschußantrag wird hierauf einstimmig genehmigt Tic Vorstellung ber Deutschen Turner schäft und anderer Körperschaften über die Pflege der Leibesübungen vom 1 1—18. Lebensjahre wird nach dem Aus' schußantrag für erledigt erklärt und die gewünschte Förderung bet Turnübungen befürwortet. Tie Vorstellung des Hessischen Landesvereins für Frauenstimmrecht und anderer Frauenvereine, betr. die Zulassung der Frauen zur Schulverwaltung, wird dem Ausschußantrag entsprechend der Regierung als Material nk^rwiesen. lieber den Antrag des Abg. Kö h l cr-Langsdorf und die VorsteUung des Hessischen Landeslehrervereins, betr. die Acn- oerung der Ferienordnung, erstattet Abg. Bach mündlich einen kurzen Bericht, worin er um Gleichstellung ber Schulferien in Stadt unb Land ersucht. Das Haus beschließt, die Beschlußfassung über diesen Gegeitstand auszusetzen. Für erledigt erklärt iverden zwei weitere Anträge Köhler- Langsdors, betr. die Errichtung einer Ober-Bürgerschule in Lieh unb bic Sicherstellung ber hessischen Wetterdienststelle am land- wirtschaftlicheit Institut ber Landesuniversität Gießen. Bei Besprechung der Vorstellung des Arbeitsausschusses für die Erhaltung des Liebig-Laboratoriums in Gießen tritt Abg. M ünch - Darmstadt warm für bic Erhaltung bic Liebig Laboratoriums ein. Die Vorstellung wird bann für erledigt erklärt, ebenso die Vorstellung des Bundes der technisckf-industriellen Beamten, betr. Pensionsversicherung der Privatbeamten und einige Einzcl- vorstellungcn. Ein Antrag des Abg. Reh, die Reaieritng zu criuchcn, den StaatSzusckuß von 20 000 Mk. für die. W i e d e r h e r st e l l u n g des Rathauses in Alsfeld nur um die bereits bezahlte 1. Rate von 6000 Mk. zu kürzen und in den Voranschlag für 1911 als 2. Rate 4000 Mk. einzustcllen, wird für erledigt erklärt. Die Sitzung wird daraus vor 1 Uhr abgebrochen. — Nächste Sitzung: Mittwoch vormittag 9 Uhr. osb^=' nbur chwch iel'MÄS Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Gderheffen rtei Kreuzpl« wandern und Reisen. blutüberströmt zusamnienbrach. Mit vieler Mühe gelang eS, KreiZ Friedberg. Gießener Strafkammer. Meteorologische Beobachtungen der Station Siche». 2> Mai SBdNc * B M 1911 16. tragen haben. vermischtes stellungen ist so außerordentlich, daß die Direktion des Deutschen Theaters, um den zahlreichen Wünschen des Publi-- kums nachzukornmen, sich entschlossen hat, noch zwei Vor- ■E - & * Eine Schmetterlingsfarm. Mit dem Nahen des Juni kommt auch die Hochsaison wieder für die ^chmettcrlmgsfarm in Bexlev in der Grafschaft Kent, bic seit einer Anzahl von Jahren bereits besteht und immer größere Erfolge erzielt. Gegenwärtig sind etwa 70 000 Raupen auf der Farm, und es werden etwa 500 Schmetterlinge täglich „produziert". Tas Sammeln von Schmetterlingen wird nicht nur in England immer beliebter, auch aus Deutschland, Ungarn, Frankreich, ja selbst -ZH 85 Z oo Höchste Temperatur am 16. bis 16. Mai — + 22,4 • 0. «'S Ex g» M b£ erstaunt war, läßt sich wohl begreifen, wenn man bedenkt, daß die in Scotts Emulsion enthaltenen allerfeinsten Bestandteile im Scott- schen Verfahren so vollkommen leicht verdaulich und bekömmlich gemacht sind, daß jeder Tropfen dieses prächtigen Kräftigungsmittels voll aus- genützt wird. Scotts Emulsion kann im Sommer wie im Winter mit Erfolg genommen werden. stellungen „König DcbipuS- im Zirkus Schumann- Theater zu veranstalten. Sie finden statt am Samstag, 20., und Sonntag, 21. Mai. Der Vorverkauf für diese Vorstellungen hat begonnen. fc. Frankfurt a. M., 16. Mai. Die Landgräfin Anna von Hessen geborene Prinzessin von Preußen, begeht am 17. Mai, daß Fest ihres 75. Geburtstages. — Limburg, 16. Mai. Die am Sonntag hier abgehaltme Kreisvorturncrstunbebes Mittelrhein kreis es der Deutschen Turnerschaft war von besonders wichtiger Bedeutung, beim 25 Jabre sind verflossen, seit der Turnausscbuß des Kreises zum ersten Male in Tätigkeit trat und die erste Krcisvorturnei> stunde in Frankfurt a. M. stattfand. Waren es damals, imJ unmci bchcuih, uuu? «..mu.», i»«i‘ Jahre 1886, nur 13 Gaue, so hat sich der Kreis im Laufs Amerika und Neuseeland lausen zahlreiche Aufttäge ein, die den der 25 Jahre auf ihrer 25 erweitert. Die Mitgliederzahl isis eigenartigen Berus durchaus einträglich machen. Die Haupt- von 27 576 auf 121822, die Zahl der Vereine von 333 auf künden sind Schulknaben, Sammler und die Schulen, die die 1202 gestiegen. Kreisturnwart Bolze gedachte des Jubeltages Schmetterlinge zu Unterrichtszwecken brauchen- alle Schulen in und begrüßte den Ehrenkreisturwart F. Heidecker aus Wies- Großbritannien wenden jetzt den Schmetterlingen eine besondere höben und das Mitglied des TurnausschusseS M. Meller aus Aufmerfiamkeit zu. Sv kommt es, daß die Nachfrage größer ist Bockenheim, berat diese sind mit dem nicht anwesenden Ehren- als der Vorrat, obwohl der Besitzer der Farm Schmetterlings- mitgücb Schatt in Hanau die einzigen, die notf) seit jener Zett sammler nach allen Teilen des Landes ausschickt, um interessante dem Ausschuß angehören. Turnerisch tätig, und zwar noch in seltene Arten aufzufinden. Die Preise für bic Schmetterlinge sehr eifriger Weise, ist noch Meller. — Der ausgeführte Uebungs - sind natürlich je nach ben Arten sehr schwankend: die billigen Hoft umfaßte meist Aufgaben aus dem Turnplan des Kreises, kosten kaum zehn Pfennige, während man für seltene Exemplare bis der allen tnrnerischot Veranstaltungen zugrunde liegt. Ordnmtgs- zu 2.00 SSt zahlt, die Streitenden auseinander zu bringen. Der Verletzte wurde n. Grebenhain, 16. Mai. Am letzten Sonntag war auf einem Wagen nach Hause gebracht und ärztlicher Be- uirscr Ort das Eichziel der Stiftungswanderung des Z to e i g - mivh xi» ä/iAo Vereins Offenbach vvm VogelsbergerLöhen-Cluib. Handlung übergeben. Dem Vernehmen nach wird die Lache W^derer kamen über Birstadt und waren über Wüstwillen- «M gerichtliches Nachspiel haben. roch, Licheuroth, die Mooser Teiche und Crainfeld hierher mar- — Ober-Seemen, 16. Mai. Am Sonntag fand schiert, wo im „Darmstädter Hof" das Mittagessen eingenommen die Hauptversammlung Unserer Spar- und Dar- wurde. Bei dem gemütlichen Zusammensein mit dem hiesigen lehnskasse statt. Der Rechenschaftsbericht zeigte ein Zweigverein begrüßte dessen Vorsitzender, Forstmeister Krug, äu6ei'ft qiinstiges Ergebnis. An etwa 100 Mitglieder d-- auswärtigen Gage und der OsienLacher BoZrdcnde. Lehrer konnten 6 Proz^ Dividende verteilt werden; der Reingewinn Der», Widmete fein Frisch auf! dem s-ln-nen Bogelsberge. beträgt 1400 Ak. .......... == AbstimNNlng. Das Ergebnis war Stimmengleichheit. Es und FreiWungeN wechselten mit Gruppen an: Reck, Barren und mußte das Los entscheiden, das mit ja, also für die An- Pferd ab. Besonderes Interesse erregte die japanische Ringweise nähme gezvgen wurde. Der Vertrag wurde somit mit der (Dschiu-Dschitsu), die Hofferbert-Darmstadt vorführte. Das Keulen- Aedingung angenommen, daß er vorerst dem^ Kreisamt schwingen unter Kreisturnwart Volze's Leitung hatte als Grund- Fur BegutaclMinq unterbreitet werden solle. /<—■ Die Er- Haiwkreise hinter dem Rücken. Die Turner des Turm- ba bxIL aI? ^nc Notwendigkeit erachtet rämt) c beschlossen den praktischen Teil. In der Besprechung teilte nnrb und noch zu den Feldbercimgungsarbeiten von Gießen Krcisttirnwart Bolze mit, daß zu dem Wettumen auf der hygicni- gchort, mit einem Betrage von 400 Mark genehmigt. Die fefcn Ausstellung in Dresden als Sechskämpfer Lindner aus Gemeinde hat die Hälfte der Kosten zu tragen. — Die Rech- Frankfurt und Hilz aus Offenbach, als Fünskampfer Mühl aus innig der Gemeindckrankenkasse, die mit einer erheblichen Mainz und Moog aus Bornheim ausgewählt worden seien. Diese Mindereinnahme abschließt, wurde genehmigt. Wettkämpfe werden von den besten Turnern aus der ganzen Kreis Schotten Deutschen Turnerschaft bestrttten. Die am Himmelfahrtstage auf Q Saubad), 1«. Mai, «m Sonntag nachmittag kam eS bei einem Ausflug eines Gesangvereins „Eintracht* Eilbotenläufe vom Spichererberg, von Traben-Trarbach, vom nach dem FocsthauS RuthardShausen zwischen mehreren Benedettistein in Ems, von Worms und von Amorbach treffen jungen Leuten zu Streitigkeiten, die in Tätlichkeiten zwischen 2Vr und 3 Uhr am Denkmal ein. — Die nächste Gau- ausarteten. Einer der Burschen erhielt von seinem Gegner tnrnwarweyammlung, die SO, smdet im Sorbst m Mainz statt, einen Schlag mit dem Spazierstock über den Kopf, daß er Nur echt mit dieser Marie—demFischrr — dem Garantie» ieichen bei Scott» scheu Berfabrtnll Stiedrigste , , 15. Niederschlag: — 9,3 mm. x Bad-Nauheim, 16. Mai. Nachdem im Herbst )( Gießen, 16. Mai. 'unsere Stadtverwaltung unter Aufwendung hoher Drittel Kranken- und Invalidenversicherung, die Mäusevergiftung frn der Gemarkung in die Wege ae-. Der Maurermeister K. St. aus Steinbach ist angeklagt, die leitet hatte, wird zetzt auf Kosten der Stadt gegen bw ihm als selbständigen Arbeitgeber obliegenden Beiträge zur Kran- Hamsterplage, die anfängt, lästig zu werden, da die len» unb Invalidenversicherung für Die von ihm beschäftigten schädlichen Nager sogar bis in die Keller der Wohnhäuser Arbeiter nicht an die zuständige Kasse abgeführt zu haben, obwohl kommen, energisch vorgegangen. Heute begannen die Flur- er ben auf bie Arbeiter selbst entfallenden Teil dieser Beiträge schützen und eine Anzahl Landwirte mit der Vertilgung der ie»vettig den Arbeitern bei der Lohnzahlung in Abzug gebracht 5-iprp hprpn QnM fn pi-hrTifirh npffiprr™ ist daü hip (Siptrpü*- ^be. Der Angeklagte gibt an, er habe für einen Unternehmer Ee, einen Bau ausgeführt. Da er selbst über bare Mittel nicht verfügt ernte gefährdet erscheint und em Vernichtungskampf aus habe er alle 14 Tage von dem Unternehmer gerade diesem Grunde notwendig ist. Man benutzt dazu Schwefel- soviel Geld erhalten, als er zur Bezahlung der Arbeiter eben ko hl en st off. Mit der giftigen, übelriechenden Flüssig- notwendig gehabt habe. Die Auszahlung der Restsumme, aus leit werden Wattestückchen durchtränkt und damit die drei bet er bte Kassenbetträge habe bestreiten wollen, sei verweigert Zugänge des Hamsterbaus luftdicht verstopft. Die Tiere worden: es schwebe hierüber zurzeit ein Prozeß. Da er selbst finden den Tod durch Ersticken. Mau hat das Mittel früher fein Geld erhalten, habe er auch nicht zahlen können. Das Gericht schon gegen die Kaninchenplagc mit Erfolg angewandt. — t?r genügend aufgeklärt und ordnet bte Gino SBerfammlung der Grundbesitzer behufs Einleitung B°'ladung des Uniernehmers als Zeugen an. der Feldbereinigung fand heute in der Turnhalle Unlautere Geschäftsmachenschaften. unter dem Vorsitz von Kreisamtmann Schnittspahü statt. Der Uhrmacher G. K. von Gießen hat bei einer ausländischen Anwesend waren ferner Oberfinanzrat Balser-Darmstadt Fabrik einen Posten Waren bestellt. Er benutzte ein Brief- und Geometer Müller-Friedberg. Beschlossen wurde, daß formular, dessen Kopfdruck auf einen großen Geschäftsbetrieb die Kosten durch die Grundeigentümer gedeckt werden sollen. M/>'^n ließ. Außerdem schrieb er: „Sie wollen mir gesl. Stadt und Staat sollen in einer Eingabe um bie freiwillige J*» ,0," ,5°s!°b°ld-gst,usmdm Uebernahrne eines Drittels her ffiegebaufoften gebeten wer- K. h^b^hattt ^^ngeNag, crtüartcn ^unb sein^ Geschäft den. In die Vollzugskommifsion werden bte Landwirte lag darnieder. Die Firma ließ sich täuschen, lieferte bie be- Stoll, Heß, Schäfer und Fäschbach, in das Schiedsgericht stellten Waren unb ist um ihr Geld gekommen. Der Angeklagte ist Bürgermeister Wolf-Berstadt und G. Möbs-Gettenau ge° wegen ähnlicher Betrügereien erst kürzlich von der Strafkammer wählt. zu Flensburg zu acht Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er Starkenburg und Rlicinbessen. brhält wegen des vorliegenben Falles heute eine Zusatzftrase von -o. Darmstadt, 16. Mai. Die hiesige Staatsanwalt- eniem 2)tonat föefän9nid‘ schäft suckst zurzleit die verschwundene zweite Frau des Verwerfung der Berufung. .Sck)auspielers Franz Seraph Jäger aus Oberndorf, der Der Taglöhner K. L. von Schlitz ist vom bortigeit Schössen- sich in der ZeNenstrafanstalt in Butzbach befindet. Es Han- gericht wegen Betrugs mit drei Wochen Gefängnis bestraft worden, beit sich um die 1874 zu SchWgheim geborene Barbara, Er hat sich von der Frau eines^Beamten, dem er eme Gefällig- aeb. Weinheimer, die im August 1891 in Forst sich mit dem ^betrag cmshanbigen lassen unter Händler Gwrg Lerner trauen lieh, aber am 25. April 1901 geklagte hat wohl bie Erfolglosigkeit seines Rechtsmittels voraus- in Offenbach eine neue (N)e mit Jager emging, der sie als gesehen, denn er ist wegen Eigentumsvergehen vielfach vorbestraft Direktor einer umher ziehend en Thectterbesellschaft kennen und ist'heute nicht m'chienen. Die Berufung wurde dementsprechend gelernt hatte. Die erste Ehe der Frau ist heute noch nicht kostenfällig verworfen. gelöst, Jäger wurde von der Darmstädter Strafkammer Eine rob'e Tat SrfVÄ™ ÄX Der Zimmermann F. B., der Fahrbursche G. Kr. und der ®»C Ote&en soll nun die Schlosser G. K. hatten zu V ilb el am Abend des 30. März l. I. zweite Ehe geschieden werden, die Frau ist aber mrgends Q^öxVa gezecht. In aufgeregter Stimmung begaben sie sich nach zu finden. . dem Bahnhof. Em Briefkasten, der ihnen im Weg hing, wurde R. B. Darmstadt, 16. Mai. In der vergangenen von der Mauer losgerissen und zu Boden geworfen: eine Laterne, 9Zad)t wurde nach Abgang des Frankfurter Schnellzugs auf die die Situation zu grell beleuchtete, wurde eingeschlagen und Station Friedrichsfeld auf dem Trittbrett des verschiedene Akazienbäumchen, welche die öffentlid)e Anlage zierten, letzten Wagens die Leiche eines neugeborenen Kin- umgeknickt Wegen dieser rohen Beschäbigung öfsentlicher Nutz- des aufgefunben. Ob ein .Verbrechen ober nur bie Beseiti- unb 3ertoq^ng8gegm(täti>e «Mt ber Sauptoetetltgle 8-, ber ' «.ix. 4ft. -.A. cts»*. >vegen ähnlicher Rohettsdelikte säum erheblich vorbestraft t)t, eine aung erner ^ejdje boruegt, ift no^ nicht feftgestellt, ^-er Gefängnisstrafe von sechs Monaten abzüglich sechs Wochen Unter- 8^ ^0.^9 Uhr von Frankfurt ab und halt m Darm- suchungshaft: ber noch unbestrafte Schlosser K. wird zu zwei stadt, Bensheim, Heppenheim und Weinheim. Monaten Gefängnis verurteilt, während der am wenigsten be- ArxjS Wetzlar. teiligte Fahrbursche Kr. mit zwei Wochen Gefängnis davon- 0 Hohensolms, 16. Mai. Zum Bürgermeister des ^mmt‘ Ä-s „Hohensolmsrr Sanbeo“ würbe Bürgermeister Tischler ton ®,nE wogen Verleitung zum Mo,ne>b. Mebdersheim (Kreis Ätoisenheim) ernannt. Unser bisheriger Ter Landwirt und Schmied K. I. von Ulfa wird beschuldigt. Bürgermeister öuttcl übernimmt bie Bürgermeisterei '? untenjy"«« w W«n, ben 3-mmcrm* Sch. °-n da m brrpn Nüroprinpistpr hnm (Snnpn in h»« CT,ier falschen eidlichen Aussage zu verleiten. Sch. Dam. vor k_-a)of]cngnmo, acrcn -öuigermcifter ^ageu in Den ocuflcn erzählt, er habe wahrgenommen, daß ein angesehener Ruhestatw tntt . lluch in oen kleinen Dörfchen dev Hoheit- Borger intime Beziehungen zu einer anderen Fran unterhalte, solmser Landes zieht die Steuerschraube allmählich an. So Als nun I. wegen Verbreitung dieses Gerüchtes von der be- erhebcn Bechlingen 250 Prozent und Oberlemp sogar leidigten Frau gerichtlich belangt ronrbc, suchte er den Beweis 300 Prozent Zuschläge zur Staatseinkommen-- und 200 Proz. zu führen, daß die von ihm verbreitete Behauptung wahr fei zu den Realsteuern. und benannte Sch. dafür zum Zeugen. Er soll nun vor dem Hessen-91afsau Termin den Sch. zu bestimmen versucht haben, die früher von n sm Iß rnint ctr.r s;» ffrfi ihm behauptete Tatsache auch unter Eid aufrecht zu erhallen, --- Frankfurt a. M., 16. Mai. Für die Erst, einerlei ob sie wahr sei oder nicht. I. bestreitet, mit erf). ifter- aussuhrung deS »König DebipuS' am Mittwoch sind Haupt vorher gesprochen zu haben. Die. Beweisaufnahme ergab, sämtliche Plätze auSverkauft. Ter Andrang zu den Vor- daß Sch., der einzige Belastungszeuge, nicht nur in dieser (saajc, - - - -• sondern auch in anderen ähnlichen Angelegenheiten eine nicht ganz einwandfreie Rolle gespielt hat. Das, Urteil deS Gerichts ging dahin, der .Angeklagte wird freige.fprochen, da ein Beweis für feine Schuld nicht geführt i|t; außerdem find dem Angeklagten bie Auslagen für zwei Zeugen, bie, er auf eigene Kosten hat laden lassen, aus ber Staatskasse zu «fctzen da deren Aussagen roefentlief) zur .Aufklärung des Sachverhalts beige- „Zähnchen wie eine Perlenkette". Glienicke a. b. Nordbahn, Post Hermsdorf-Berlin, 11. Juni 1908. „Mein jetzt 2 Jahre altes Töchterchen Martha ist uns nut durch Scotts Emulsion erhalten geblieben. Das Kind war von Natur aus äußerst zart. Es zeigte keinerlei Lust zur Nahrungsaufnahme und ging in der Zahnzeit derartig zurück, daß niemand glaubte, es durchdringen zu können. Hauptsächlich auf Anraten des Arztes gaben wir der Kleinen nun regelmäßig Scotts Emulston, die sie sofort gern nahm. Wenn Martha auch alle andern Sveisen rurückwies, Scotts Emulsion nahm sie immer, und eine Zeitlang ist das Präparat auch ihr einziges Nahrungsmittel gewesen.. Heute hat die Kleine 17 große, gut entwickelte Zähnchen, die wie eine Perlenkette im Mündchen stehen, und sie, die früher kaum sitzen, geschweige denn gehen konnte, läuft jetzt schon ganz schön umher. Unser Arzt, dem ich das Kind neulich zeigte und ihm sagte, daß es zu laufen angefangen hätte, drückte sich wörtlich auS: ,Da habe ich doch noch ein Wunder erlebt, Scotts Emulsion ist wirklich etwas Gutes." (gez.) Frau Martha Jauer. Dieser schöne Erfolg, über den selbst der Arzt Scott» Qhnulflon wird von un» auSschlictzli» hn groben verkauft, unb »wa, nie lose nach Gewicht ober Matz, sondern nur in versiegelten Criqtnelflafd)« " Larton mit unserer Schutzmarke (Fischer mit dem Dorsch). Scott & Bowne, G. o b H., Rrantfurt a. M „ Bestandteile: Feinster Medstinal-Lebertran 150,0, prima Glyzerin bOA anterphoSvhorigsaurer Kalk 4,8, unterphodphorigsaurc» Natron r», vulv. Dragan 3X), feinster arab. Gummi pulv. 2,0, Wasser 129,0, Alkohol HA vle”u aromatische Gmulsion mit filmt», Manbel» unb Gaultl'eriaöl >c Tropfen. Wlinim, mein Lieber, bist du verschnupft? } Mir kann so roaö gar nicht passieren. ErüenS hab ick em \ brillantes VorbeugungSmittel, und zweitens wem iS mm . schnell oii hclien, wenn sich doch mal so eine Errainms einnisten will: ich nehme Üets FayS achte ^vdene Mineral-Pastillen. Soiveii ein ^chnuvscn den Hals uno die Bronchien in Miilcidenschast zieht, soweit weioe 3 meine Sodener auch schnell uiid sicher mit »bm sewti Trum folge meinem Rat: Kauf dir in der Auotheke oo Drogerie eine Schachtel Sodener für 8o Mg., S'b ave^ acht, daß du keine Nachahmungen erhältst. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerkc Verantwortung.! Gießen, 17. Mai. In ber letzten Zett hört man häufig Klagen über R ü ck s i ch tz. losigkeiten der Spren g wa. gen f ühr er bezw. deren Gc. hllfen. Nur ein kleines Beispiel: In ber engen Wolkengasse wirb ein junger Mann, der nicht ausweichen kann, einfach mtt einer Dusche beehrt: ein aller Mann, den seine Angehörigen auf einet Stuhl vor das Haus gesetzt haben, wird naßgefpritzt. Ebenso geht es einem Radfahrer und einem Bierkutscher. Der junge Mann mußte in eine benachbarte Wirtschaft flüchten, bis feine Kleider getrocknet waren. Wäre nun zufällig Staub an dem Anzuge gewesen, so hätte er die schönsten Flecke. Es wäre doch angebracht, wenn diesem Unfug gesteuert würbe. 6. Handel und Verkehr, Volkswirtschaft. ** Konkurse in Hessen. Ueber das Vermögen des Gast- und Landwirts Einil Jakob Greulich in AllertS» hosen ist am 3. Mai das Konkursverfahren eröffnet worden. Rechtsanwalt Dr. E ck h a r d in Reinheim ist zum Konkursverwalter ernannt worden. Konkursforderungen sind bis zum 21. Mai bet dem Amtsgericht Reinheim anzumelden. — lieber das Vermögen des Konrad Völzing I. in Ehringshausen wurde am 1. Mai das Konkursverfahren eröffnet. Stadlrechner Schäfer ht Homberg wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 30. Juni bei dem Amtsgericht Homberg a. d. C. anzumelden. — Ueber den Nachlaß der am 21. September 1901 und bezw. 4.Juni 1910 verstorbenen Eheleute Friedrich Josef Weingärtner und Katharina geb. Schmitt zu Ockenheim wurde am 3. Mai das Konkursverfahren eröffnet. Rechts- anwaltSgehtlfe Niederauer in Bingen wurde zum Konkursverwalter ernannt KonkurSforderungen sind bis zum 31. Mai bei dem Amtsgericht Bingen anzumelden. — Ueber den Nachlaß des am 3.Februar 1911 verstorbenen Ingenieurs Karl Philipp Ludwig Doll in Darmstadt wurde am 6. Mai das Konkursverfahren eröffnet, da der Nachlaß überschuldet ist und der Nachlaßpfleger die Konkurseröffnung beantragt hat. Rechtsanwalt Kern in Darmstadt wurde zum Konkursverwalter ernannt Ron- furSforberungen finb bis zum 27. Mai bei dem Amtsgericht Darmstadt I anzumelden. " Neue Po st an st alt in Marokko. In Arsila, zwischen Tanger und Larasch, ist eine deutsche Postanstalt eingerichtet worden, deren Tätigkeit sich auf den Briespostdienst erstreckt. Ueber die Taxen und Versendungsbedingungen geben die Postanstallen auf Verlangen Auskunft Martte. Gießen, 16. Mat Marktb ericht Auf heutigem Wochen- marfte kostete: Butter pr. Pfd. 1,25—1.30 Mk., Hühnereier 1 St 6—7 Vfg^ Enteneier 1 Stück 8—0 Pfg., Gänseeier 1 Stück 10 bis 12 Pfg., Käse pr. St. 6—8 Pfg,, Kasematte pr. St 5—6 Pfg., Tauben pr Pr. 0,80-1,00 Ntt, Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk, Hahnen pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. St. 1,80—2,20 Mk, Gänse das Pfd. 75—80 Pfg., Ochsenfleisch pr. Psd. 86—94 Pfg, Rindfleisch pr. Pfund 86—90 Pfg., Kuhfleifch 70 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 70—90 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 88—92 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 60—88 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kg. 10.00 bis 12.00 Mk., Weißkraut daZ Stück 30 bis 40 Pfg., Zwiebeln per Ztr. 10,00—12,00 Mt, Milch das Liter 20 Pfg, Aepfel per Ztr. 20 bis 30 Mk., Nüsse 100 Stück 50—60 Pfg., per Ztr. 0—00 Mk., Bohnen per Pfd. 00—00 Pfg. Marktzeit von 7—1 Uhr. kc. Frankfurt a. M., 16. Mai. Heu- und Stroh markt. Angefahren waren 8 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Man notierte: Heu 3,20—3,60 Mk., Stroh (Kornlangstroh) 0,00 bis 0,00 Ntt, Wirrslroh 0,00—0,00 M. Alles für 50 Kilo. Geschäft langsam. — Die Zufuhren waren aus Oberheffen unb bem Kreise Hanau. Verantwortlich für „Feuilleton" unb „Vermischtcä"; _____________________I. V.: A u g u st G o e ß. | Müüers'cke Badeanstalt. Mass e r w ä rm e der ijflbn 1 6 0 R. 16. 2 * 742,1 22,3 9,8 50 W 2 9 Bew. Himmel 16. 9“ 742.8 15,0 12,1 96 NW 2 10 Regen 17, 7“ 742,7 15,4 12,0 92 NNE 2 10 Bed. Himmel 4 Zimmer M Teilzahlung 6 Zimmer B1’/» I Bioqlobin IIV 3 Zimm er >0 R» ifiOR W - 2 Zimmer o»'. 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