llr. 64 an die Bundesstaaten mit der Ditte um Da ist es zunächst sehr schwer festzustellen, waS unter diesen ciff fallt; die Sachverständigen selbst sind sich darüber nicht m M, mu BorMIäg« ptDcnbt. mtb yyn tri, SSorenW« »nd boS Saiiftaeäterbe 06 >md forbcrt Begriff fällt; die Sachverständigen selbst sind sich darüber nicht einig und die Grenze sehr schwer zu finden. 3cf) habe in der Ausstellung im Abgeordnetenhause mit einem Sachverständigen vor einem Tisch gestanden und habe ihn gefragt: was gehört nun von den Sachen darauf zur Schundliteratur und da antwortete er Mir: daS kann ich Ihnen selber noch nicht sagen. Ta ist natürlich em gesetzgeberische» Einschreiten sehr schwierig. Wir Haven uns aber mb. Deutscher Reichstag. 148. Sitzung, Mittwoch, den 15. März. Am Tische des BundeSratS: Delbrück, Richter, Ta spar. Präsident Graf Schwerin-Löwitz eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Minuten. Der Etat des Reichsamfs des Innern- vierter Tag. Erscheint täglich mit Au-nahme de» Sonntag». Die „Gießener Hamillenblätter^' werden dem Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, da» ’xrelsblatt für de« Urei, Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen LeU- fragen" erscheinen monaUich zweimal. Abg. Schwabach (9?nt[.): Der Resolution der Volkspartei, die eine liberale Hand« habnng der VercinSpesekeS fordert, stimmen luit S». Ten polnischen Antrag auf Streichung des Sprachenparagraphen lehnen wir ab. Unsere Stellung zu dieser Fran- hat stch n.ch: geander: Dar Redner führt Vesckwerde, daß in den oitlicben Promnzc. der vom Reichskanzler zugesicherte Mitgebrauch der mafu- rischen und litauischen Sprache m ^eriammlungen durch die preußisck)en Landesbehörden zmn Teil verhindert werd? Tas entspricht nicht dem Kompromiß beim «prachcnparagraphei- Es handelt sich um eine durchaus letale Bevölkerung, die >nn. der bisherigen Praxis schlechter behandelt wird al» die Po.en zu errichten. Redner fragt die Regierung, wie sie sich zu diesem Beschluß der evangel. Landessynode stelle. Abg Dr Osann weist auf die bekannt gewordenen Mitteilungen über die Gründung einer Stiftungs-Universität in Frankfurt. Es sei zu befurchten daß die Neugründung eines solchen Instituts eine große Konkurrenz bedeuten würde. Wenn in Frankfurt ein derartiges Institut verwirklicht würde, so müsse dasselbe auch zweifellos titele Studenten von den nächstgelegenen Universitäten herbeiziehen und damit auch der hessischen Landes-Universität eine große Schädigung zufügen. Tie geplante Stiftungs-Universität würde angesichts der reichen Mittel und der großen Stiftungen, sowie im Hinblick aut die dortigen vorzüglichen Krankenhäuser sich sehr rasch entwickeln. Deshalb habe sich schon der Kommunallandtag in Kassel und dte Universität Marburg energisch gegen die geplante Errichtung der neuen Universität gewandt. Es sei sehr notwendig und empfehlenswert daß alle süddeutschen Universitäten zu einem gemeinsamen Protest zusammentreten und daß auch die Großb. Regierung energisch gegen die neue Universität ihr Beto einlegt. Minister ti. Homb ergk bemerkt zunächst auf die Anfrage des Äbg Lutz, daß die Regierung darüber in Erwägungen ein^ getreten sei, in welcher Weise am besten der Wunsch der Laudes- "fnitobe nach Berufung eines Tl)eologen positiver Richtung für Die theologische Fakultät ber Lanbesuniversität einer befricDigenbtn Lösung entgegengeführt werden könne. Eine jetzt darüber statt- sindende Erörterung würbe aber der brache nicht dienlich fein und deshalb wolle er von einem näheren Eingehen darauf un Augenblick absehen. Für Frage der U n i p e r s 11 ä t s g r u n- d u na in Frankfurt führt ber Minister aus, die Regierung habe sich zunächst auf diplomatischem Wege über die Angelegenheit m- formieren wollen, aber bislfer noch feinen Beichew erhalten. 'iJlan müsse ja von dem Grundsatz o.usgehen, daß die Genehmigung zur Errichiung einer Stiftungs-Universität in Frankfurt lediglich Zache des preußischen Staates sei. Diesen Standpunkt habe auch die preußische Regierung anläßlich der Errichtung einer Universität im Staate Hamburg eingenommen. Tie Regierung verkenne aber andererseits nicht die vielen Gefahren, Die ein folches Institut zweifellos für unsere Landes-Universität und auch für Die 3tabt Gnjuni mit sich bringen wurde. Tie Regierung befchaftige sich ernstlich mit dieser Angelegenheit und werde nicht verfehlen, Donnerstag, j6. März M Rotationsdruck und Verlag der Brstbl'schen UnwersiiätS - Buch- und öteinbrudereu 9L Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und 5ruderet: Sd'ul- stroße 7. Expedition und Verlag: eatsa oL Redaktion:^« IIL. Lel.-Adr»AnzeigerGießen. an entsprechender Stelle ihre ernsten Bedenken zur Geltung zu bringen. , . Das Kapitel wird barmt uniiimnug angenommen, cbenp mit erheblicher Mehrheit der Antrag Best auf Streichung der 800 Mk, Es kommt nunmehr Kapitel 75 a Landwirtschaftskammer jur Beratung, wofür ein Betrag von 144 190 Mark angefordert wird. _ , ,. , . Abg. Reh (fr. 33p.) wünscht, daß auch hier gespart werden möge. Tie Landwirtschaftskammer fei kein Institut, bei welchem Gelder angesammelt werden sollten. Er hoffe, daß im nächstjährigen Etat auch hier Ersparnisse gemacht werden. Abg Breidenbach r^bb.) stellt fest, daß die Landwirtschaftskammer im Jahre 1909 209646 Mark verausgabt und nur einen Staatszuschuß von 144 190 Mark erhalten habe: sie mußte also einen bedeutenden Betrag zu legen. Ebenfo im Jahre 1910. Ter Redner sucht an der Hand der iw den letzten 'hren bewilligten Staatszuschüsse nachzuweisen, daß der^ Staat nicht zu viel für die Laiidwirtschaftskammer tue. Tie ^ahre der Ersparnisse seien jetzt vorüber: es sei ja auch schon bei den einzelnen ÄussMssen so viel gestrichen worden, daß der Redner nicht begreifen könne, wo noch mehr gestrichen werden sollte. Abg. Reh erklärt, er habe durckxrus nichts gegen bic Tätigkeit der Landwirtschaftskammer sagen wollen, fonbern e- nur für seine Pflicht gel-alten, darauf hinzuweisen. Daß es notwendig fei, den zahlreichen Anregungen von allen Seiten zu folgen und auch hier auf Erspaniisse bedacht zu sein _ = m Abg. Bähr (wild) hält die Ausführungen des Abg. Reh für einen Irrtum, denn die Erivarnisse der ersten drei Jahre feien inzwischen vollständig ausgebraucht. Der Redner warnt das Haus davor, auf die vom Abg. Reh geforderten "Abstriche bei der Landwirtschaftskammer einzugehen. Abg. Reh 'frei).) rote-xi. olt feine Ausführungen uoer Die Notwendigkeit von Ersparnissen Er stütze seine Anschauung auf die Denkschrift der Regierung unD weise Darauf hin, bau das Beamtenheer ein sehr großes fei; hier könnte gewiß geipnri werden. Abg. Lutz iSbD.) ist Der Ansicht, daß der Abg. Reh eie Denkschrift Der Regierung jedenfalls nicht ücrftanDen habe. Die für die Landwirtsck/astskammer beni.lig.cn Mittel seien no.irenoig und er hoffe, Dag ni^-ts Daran gestrichen werde. Abg. Brauer (Bbd-- steht aus dem StandpunU, baß it$ hejsiiche Zweite Kammer. R. B. Darmstadt, 15. März. Am Regierungstische: Staatsminister Ewald, Minister v Homberak, Geheimräte Dr. Becker, des Großh. Hauses für 1906 gefertigte Nachweifung mit den Hinzug eg ebenen Erläuterungen. «._ -^as Haus wählt bann durch Akklamation an stelle de. uirüdgctreteneii Abg. Tr. Gutfleisch den Abg. Reh zum MitgliL d^sSonderausschusses-für die Verwaltungsgel ehe. Dann wird die Haushaltsbrralung fortgesetzt. In der gestrigen Abeiidsitzung war, nachdem die Jour naliften nach 7 Uhr Die Tribüne verlanen hatten noch die Generaldebatte zum Justizetat zu Ende geführt unD dann der Gat, Auch den Nationalliberalen gegenüber gibt e3 für uns einen Trennungsstrich. Darüber wollen wir keine Unklar heit lassen, keine Dämmerung und Verdunkelung. Wir erkennen aber an, daß in letzter Zeit die Nationalliberalen uns erhebtu- näher gerückt sind. (Hört! Hört! rechts.) Wir sind dankbar dafür, daß sie in der . Finanzrcsorm jcn geblieben sind, und daß sie fetzt in .sozialen und politischen Fragen eine Haltung zeigen der wir unsere An. erkennung nicht versagen können, («ehr gut! links. Hort! Horst rechts) Tie gestrige Rede Junckö war von liberalem und sozialem Geiste erfüllt. Ich halte mich für verpflichtet, das festzustellen. (Sehr gut! links. Hört! Hört! rechts.) Wenn dieser liberale Geist aus der nationalliberalen Partei herausklingt, können wir ein gut Stück miteinander marschieren! ^anu werden wir nach der Zertrümmerung des schwarzblaucn Blockes (Lautes Lachen rechts und im Zentrum) — warten Sie nur ab — auch den Exzeßen des prcu,>i scheu Polizeigeistes zu Leibe gehen können (Deifall Der Redner bemängelt die Zufammensetzung des roirlidinTlii»cii Ausschußes und spricht gegen den Zentralverband Deut,wer Industrieller, der nur die Schwerindustrie vertrete, und des,en Geschäftsführer B u e ck jede Anstandspflicht verletze, wenn er gewissermaßen gegen den als Gast anwesenden Staatssekretär w einer Dinerrede eine „Tisziplinaruntersuchung einlcite. («ehr richtig! links.) Herr Delbrück sollte bei der Annahme von Dinereinladungen vorsichtiger sein. (Lachen rechts.) Aber sweilich Die Herren von der Regierung sind ja abhängig von Jun lern, Schlotbaronen und Pfaffen! fyntrum lebt just ganz im agrarischen Geiste. Auch das Unternehmertum steckt voll Terrorismus. Wenn die Rechte dem Mittelstand wirklich helfen will, dann soll sie die Lebensmittel verbilligen. Tarisvesträge schätzeni wir auster- ordentlich. Aufs entschiedenste bekämpfen wir die WlNkelbanten und daS Anreißertum. Vor diesen unsoliden Erscheinungen warnt gerade immer die Preste der Linken. Der Redner fordert cm ReichLberggcsetz. Abg. Wohda (Pole): befTagt den Niedergang der Löhne im oberschlesischen Industrie- bezirk und führt Beschwerde über schlechte Behandlung der polnischen Arbeiter auf der Donnersmarck-Grube. Die Unternehmer. Millionäre haben kein Herz für ihre Arbeiter. Wegen der kleinsten Vergehen gegen die Gewerbeordnung schleppt man sie vor den Richter. Ein Schlußantrag wird angenommen. DaS Gehalt des Staatssekretärs wird bewilligt. Tann wird über die Resolutionen abgestimmt. Weiterberatung: Donnerstag, 1 Uhr« Schluß 8 Uhr. _____ Strafen Sorge tragen. Abg. GiesbertS (Zentr.)? Wir bedauern die Stellung der verbündeten Regierungen zum Arbeitskammergesetz. Dir meinen, daß die Widerstände, die sich geltend gemacht haben, sich doch überwinden lasten, und daß das Gesetz noch in dieser Session verabschiedet werden wie die ReichSversicherungsordnung und das H°uSa^sgesctz. Tie Regelung des Privatbeamtenrechts sollte der erste Schn".auf dem Wege zur Reform der Gewerbeordnung fern. Ar wünschen ein Qrganisationsstatut für Pensionökasten. Die Mißstände bei der Auszahlung der UnfollSrenten sollten abgestellt werden, ^ehr bedauerlich ist rin Erla». das. di- V-rsicherunosanstalten Darlcheu nickst unter 3V, Proz g-tvähren Dürfen. Tie ab,olut negierende Kritik des Abg' Fischer muß nur hemmend ES sind eher zu viel Gesetzentwürfe eingebracht worden al* au wenig Wenn die Sozialdemokraten den Arbeitern wirklich helfen wollen, dann sollen sie ihren Einfluß auf die Nationalliberalen ndtcnb machen, daß diese Den Widerstand m Der Arbeitersekretar- Frage ausgeben. Wern, die Sozialdemokratie drohen wurde den Nationalliveralen im Weigerungsfälle die Unterstützungi be, iden nächsten Wahlen zu entziehen, bann wurde jw da» Ziel erreichen. lLachen bei den Soz.) Der Borwurf, daß wir die Entwicklimg der Gewerkschaften behindern, trifft uns nicht. Die «roßten Gegner der Gewerkschaftsbewegung sitzen in den Reihen der Sozlaldemo- Iratie. (Lärm bei den Soz.) m Der Redner verliest zum Beweise desien eine Reche Klagen bon Gewerkschaftsführern über bic Sozialdemokratie, bic vom Zentrum mit »Motten Hörtchärt-Äusen. van der Sa,rat. bemokratic mit fortbauernben Zwischenrufen begleitet werben Daß wir alle Ausnahmegesetze, die bie soziale Entwicklung hemmen könnten ober gegen bic Arbeiwrschaft sich richten, mit allen Mitteln bekämpfen würben, brauche ich nicht erst zu per sichern. Die Gefahr ber A r b c i t s m o n o p o l i s r er ung, die jetzt von ber Sozialbcmokratic vorbereitet wirb, bie shstc- matische Ausschließung ber christlichen arbeitet, ijt bwl fchliminer olß bie ärgste Scharfmachern von ber Gegenseite. Ich habe nie geliebt (Stürmische Heiterkeit) solche Dinge hier zu bestechen, aber es muß boch einmal gesagt werden. Sie stellen den Grund- Abg. Graf Earmer-Zieserwttz (Kons.) Graf Kanitz hat schon seiner Freude übet bie agrar- freundliche Haltung ber National l i b e raten AuSbruck gegeben. Der Hansa-Bunb gehört m bic,c Jg-ar- freunbschaft nicht hinein. Er konstruiert Gegensätze zwischeii ber Lanbwirtschaft unb ber Znbustrie. (Widerspruch lnilö.) Unsere Sozialpolitik macht uns fein Kulturstaat nach. Wir ,inb auch bereit, auf biesem Gebiete weiter zu arbeiten. Aber man Darf doch nickt verkennen, daß der Unternehmer schwer belastet ist, besonberS ber gewerbliche Mittelstand, Der von Dem ganzen wirt- sck-afilichen Aufschwung fp gut wie nichts gehabt hat. Er aber ist daS Rückgrat unseres ganzen StaatSwefcnS. Darum muß ihm jebe unlautere Konkurrenz ferngehalten werben. Der Rebncr empfiehlt seine Resolution, wonach für ben Betrieb eines WanberlagerS eine befonbrre Erlaubnis crforberlich ,ein soll, beren Erteilung von bem Nachweis eines vorhandenen Be- dürfnisteS abhängig ist. Die Danderlager, die hauptsächlich Ramschware fuhren, verleiten bas Publikum nur zu unnützen Ausgaben. BesonberS unerfreulich ist bet birekte Verkehr von Fabrikanten unb Groi,isten durch solche SEanbcrlager. Gerabezu verwerflich ,st aber, baß Kommunal- unb Staatsbeamte Waren en gros weit über ihren eigenen Bcbars beziehen unb bamit einen schwunghaften Hanbel betreiben. Auch Diensträume sollen biefen HanbelSzweckcn schon dienstbar gemacht worden sein. Das entspricht nicht ber Würbe unseres BeamtenstanbeS. Die Warenhaus st euer sollte erhöht unb bie Konsumvereine allgemein zu einer ent- iDrecbcnben Steuer herangewgen werden. Tas Ueberhandnehmen ber Schundliteratur ist direkt zu einer nationalen Ge- fahr geworden. Bei ben obszönen Postkarten in ben Schaufenstern kann von Kunst nicht mehr gesprochen werben. Auf diesen schmutzigen Bildern ist daS Weib nur noch das Objekt der Lüsternheit. Wir ^ehen darin geradezu eine Herabwürdigung der deutschen Frau. (Beifall rechts.) Wir marschieren damit fetzt schon an der Spitze der Nationen. 52 Verlagsbuchhandlungen mit 8000 Kolporteuren beschäftigen sich ausschließlich bamit, Schunbliteratur an Fort» bilDungSschüler, Laufburschen unb Dienstmädchen abzusehen. Biele Verbrecher werden erst durch bie Schunbliteratur auf die schlechte Balin gebracht. Fn Köln wurde ein neunjähriger Knabe erdrosselt. Zur Entschuldigung führte ber jungenbliche Täter an: ich wollte auch ein Räuberhauptmann werben, wie c5 in meinem Roman steht. (Hört, hört! rechts.) Tie Unfallziffer im A u t o - mobil wes en ist zurückgegangen trotz ber Zunahme ber Fahrzeuge. Geradezu minimal klein geworden ist bie Zahl der ^aße ui benen Automobile nach angerichtetem ■sdfaben schleunigst uner- fannt Davonsuhren. Die Schnelligkeitsfahrten will man ja jetzt selbst in Automobitkreisen fallen lassen, solange man keine eigene Bahn hat. Aber auch bie Onalitätssahrten bringen schwere Nachteile für bic Chausseen mit sich. Wie steht es übrigens mit ber Zwangsversicherung für A u t o m o b i l b e s i tz c r? Staatssekretär Dr. Delbrück: Mit dem Vorredner halte ich einen Detailhandel der Beamten zumal in ben Diensträumen für unzulässig. Gegen diese Mißbräuche sinb entsprechenbe Anweisungen ergangen, so daß wir ein Gesetz bazu nicht brauchen. In ber Frage ber Best euerung ber Warenhäuser unb ber Konsum, vereine ist Die LanDesgesetzgebung zustänDig. Es muß ben Bunbesstaalen überlasten bleiben, wie weit sie im Sinne bes Vor- rebnerß berechtigten Wünschen Des Kleinhanbwerks nachzukommen gebenken. Tie schweren Mißstänbe auf bem Gebiete ber Schmutzliteratur gebe ich burchaus zu, aber eine Aende. rung ber Gesetzgebung ist hiergegen nicht erforberhd). Tw bisherigen Bestimmungen genügen vollkommen, wenn sie gegen bic wirkliche unsittliche Literatur mit Energie angewandt werben. Etwas anbereS ist es mit ber Schundliteratur. muncen9ZrSmerSrbnung über die Kolportage zu andern die Kolportage im Wohnort des Kolporteurs zu verbieten, eher als eS jetzt häuf'g geschieht zur Beschlagnahme zu greifen, und auch die ~trafpeftimmungen z u ver sch a r f e n. (Beifall.) Tie A u t o m o b i l w e 11 f a h r t e n als Geschwindigkeitsfahrten wer- den ganz verschwinden, eher die Zuverlassigkeitsfahrten sind nicht zu entbehren Tie LanDeSzentralbehorben toerben aber für bu Wahrung Der Rechte Der Anwohner der m Betracht kommenden Zweites Blatt W. Jahrgang Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhellen fafe auf. Oh"«. Rot kein Brotl (Lcbh. Zustimmung.) Die Freiheit der Arbeiter ist vom Zentrum nicht bedroht. Warum bat trotzdem Herr sicher fast seine ganze Rede gegen uns gerichtet, die Nationalliberalen aber so zartfühlend behandelt? (Gelachter b. b. Soa.; Abg. ® t et)i (Coj.)i. Reben Sie ihm nicht ins Konzept hinein.) Herr Kollege Br^Y, wenn Sie so wenig Konzept nötig hätten wie ich, waren Sic ein vorzüglicher Redner. (Große Heiterkeit unb lebh. Zustimmung im Zentrum.) Wir werben bie Frei he i t bo.r Arbeiter gegen jeden Terrorismus aufrechterhalten. (Beifall im Zentr.' Abg. Sachse ic Stelle eines Vorstandes des Katasteramtes nur auf den Inhaber zu bewilligen, werden ohne Debatte angenommen. Zu Kap. 103, Bauwesen, sprechen die Abgg. Noack, Best und Lang über das Baggerwesen, das abänderungsbedürftig wäre, da das jetzige Verfahren zu wenig einbringe. Geh. Rat Frhr. v. Biegeleben gibt dies zu, möglich sei und auch geschehen solle. Die Abgg. Heidenreich und Molthan weisen die Befürchtungen des Abg. Dr. Noack zurück. Dann wird das Kap. 103 angenommen. Kap. 104, Brücken und Uebernährten, Einnahme-217 281,36 M., Ausgabe 84 259 Mark, Kap. 105, Hydrographisches Bureau, Ausgaben 18 978 Mark, Kap. 106, Ausgaöe 18 978 Matt, werden ohne Debatte angenommen, ebenso Kap. 106, 3ntemational? Erdmessung, 1800 Matt. Zu Kap. 107, Betriebskrankenkasse, nimmt das Wort der Abg. Ra ah und bemängelt die 16916 Mark, Die für persönliche Ausgaben festgesetzt seien. Redner ttitisiert bann Die Auslegung eines BetriebskrankenkafsenletterS, der einer fallierten Person das ch.be- lanbrotrt Gesamtfläche nutztet Fläche Gebietsteile L K "51 äs Sj C> <Ä G G 8= N- &■ S> >241 74|l 64 166p ;on einem Nationalliberalen 115 68 152 35 43 50 68 52 31 49 35 45 12545 81 4» 10951 2 •e •8 is bi 63 5 B Ob. Vogelsberg Ober. Odenwald Oberheflen . . (Stadenburg . Rheinhessen. . Großherzogtum 1. Rin ES kommen im Jahr 1907 auf 1000 Bewohner leer 33 32 50 50 50 führte heute die Beratung über den Rhein st rornverband zu Ende. Von Zentrumsseite wurde bezüglich der Moselregulierung darauf hingewiesen, daß als Auslandsstaat doch nur Luxemburg in Betracht komme, das dem Projekte sicher keine ernstlichen Schwierigkeiten bereiten würde. Auch der frühere Minister Budde habe sich in diesem Sinne geäußert. Daß für Elsaß- Lothringen bebeutenbe Interessen babei in Frage kämen, sei unbestreitbar, und es sei auch die Frage zu untersuchen, ob nicht das Reich eine Verpflichtung habe, die ^Kanalisierung der Mosel und Saar vorzunehm-en. Vi aus Württemberg wird die Meinung vertreten, daß die Kanalisierung des Neckars nur dann einen wirtschaftlichen Wert habe, wenn sie bis Groß-Stuttgatt durchgesührt werde. Andere durch die Natur begünstigten Landesteile sollten es auch billig finden, wenn denjenigen Landesteilen, die diese Vorzüge nicht genössen, von reichswegen Entgegenkommen gi zeigt würde. Er würbe sehr bedauern, wenn die Gegner 01 Vorlage diese mit Projekten belasten, in der geheimen Absicht, damit die Vorlage zum Scheitern zu bringen. Der Ber i ch t- ES kommen im Jahr 1907 auf 100 ha Vieh, a Krankengeld nicht anszahite, weil dieselbe nur einen Tag in der Hofbibliothek gearbeitet babte. e , .. _ . _ . Negierungsrat Dr. Becker bebauert, auf letzteres mayt sofort antworten zu können. . ... Abg. Bähr beantragt, Kap. 107 auszusetzen und dieser Anttag wird angenommen. ._ , , _. Kap. 108, Privat- und außerheifrsche Staatseisenbahnen, Einnahme 13 600 Mark, Ausgabe 7700 Mark, Kap. 109, Münzenwesen, Ausgabe 700 Mark, Kap. 110, Staatsrenten Ausgabe 267 119,44 Mark, Kap. 111, ©terbquartale, Ausgabe 6000 Matt, Kap. 112, 9111g. Fonds für Verttetungs- und Aushttsekosten usw., Ausgabe 60000 Mark, Kap. 113, Porto-, Telegraphen- und Fernsprech-Gebühren, Ausgaben 130000 Mark, werden ohne Ansprache genehmigt. ., . nr Kap. 114, Ausleihungen und Staatsichuld wird auf Anttag des Abg. Dr. Osann zurückgestellt. Bei Kap. 115, Pensionen, fordert der Mg Bach Ausbes- erung der Lehrerwitwenversorgung um 4000 Mark un ersten ^°^Das Kap. wird nach dem Ausschuß-Anttag, Einnahme 975 906 Mark, Ausgabe 4 624 100 Mark, genehmigt Kap. 116, Verhältnis zum Reiche, Einnahme 3 925 861 Matt, Ausgabe 5151474 Mark, Kap. 116a, Ausgleichs- und Tttgungs- fonds,Einnahme 937 727 000 Mark, Ausgabe 1 728 111 Matt und Kap. 116b, Nachfrage, Einnahme 370 389,32 Mark. Bei Kap. 117, Indisponible und reservierte Fonbs wittrscht Abg. Dr. Best einige nähere Abrechnungen, worauf bie Ausgabe mit 107 913,37 Matt genehmigt wird. Das Haus vertagt sich dann auf Donnerstag, den 1b. Pparz, vormittags 9 Uhr. Schluß der Sitzung Vs2 Uhr. von Starkenburg und dem Großherzogtum zurückbleibt, b) Es kommen auf 100 ha landwirtschaftlich benutzter Fläche: im oberen Vogelsberg 78, im oberen Odenwald 94 Stück. Jetzt steht also der Odenwald voran: wie kommt das? Von der landwirtschaftlich benutzten Flache entfallen im oberen Vogelsbera 54 Pvoz. auf Mesen (Grasfläche), 46 Prozent auf Ackerland, im oberen Odenwald aber 25 Proz. auf Wiesen, 75 Proz. auf Ackerland. Im Odenwald werden die Erträgnisse des Ackerlandes in weit höheren Maße zur Ernährung des Rindviehs herangezogen ols dies im Vogelsberg der Fall ist (mehr Stallfütterung, weniger Weide- bettteb!). 2. Schweine, a) Es kommen auf 100 ha Gesamtfläche: im oberen Vogelsberg 33, im oberen Odenwald 32 Stück. Die Schweine-Dichte ist also fast gleich. Sie bleibt ziemlich beträchtlich unter derjenigen der betreffen!)en Provinz und des Großherzogtums, b) Es komm eia auf 100 ha landwirtschaftlich benutzter Fläche: int oberen Vogelsberg 50, im oberen Odenwald 96 Stück. Die höhere Zahl für den Odenwald erklärt sich wiederum aus dem lieber» wiegen des Ackerlandes gegenüber den Wiespn, die für die Schweinehaltung nur eine geringe Rolle spielen. 3. Schafe, a) Es kommen auf 100 ha Gesamtfläche: im oberen Vogelsberg 12, im oberen Odenwald 3 Stuck. Aus den Reid)stagsau$fd)üficn. :: Berlin, 15. März. Die elsaß-lothringische Versassungsfrage. Der Ausschuß Mr Vorbereitung des Verfassungsentwurfes für Elsaß-Lothringen setzte heute seine Beratungen fort. Die Anträge des Zentrums, welche die Bildung eines Kollegtal-Mrm- 'tettums und Ernennung der Minister durch den Statthalter vor- ahen, wurden gegen die Stimmen des Zentrums und der Sozml- )emokraten abgelehnt. Der Rest der §§ 2, 3 und 4 wurde in >er Fassung der Regierungsvorlage angenommen. Dabei ist bet ? 3 einem nationalliberalen Anttage stattgegeben worden, welcher ür die llebertragung landesherrlicher Befugnisse seitens des Kaisers an den Statthalter die Gegenzeichnung des Reichskanzlers vvr- chreibt. . . Eine längere Aussprache entstand über die von einem 1 Mal- demokratisch en Mitglied angeschnittene Frage, in welcher Wem die Verantwottlichkeit des Statthalters gegenüber dem eflaß- lothttngischen Landtage in Vollzug gesetzt werden solle, ob ber Statthalter insbesondere verpflichtet sei, vor dem Landesausichuß zu erscheinen. Regierungsseitig wurde betont, daß in dieser B^ ziehung an dem Rechtszustand nichts geänbert werde, wonach bisher wohl eine Berechtigung, nicht aber eine Verpflichtung zum Erscheinen vor dem Landesausschusse bestehe. Bisher Jet ber Statthalter vor dem Landesausschusse allerdings noch nicht er- chienen. Von sozialdemokratischer Seite und von Vertretern der ottschrittlichear Volkspattei wird auf die bestehende Gesetzeslücke hingewiesen und betont, daß, wenn Man eine Verantwortlichkeit des Statthalters begründe, dami der letztere auch die Verpflichtung haben müsse, seine diesbezügliche Regierungsmaßnahme vor dem Landtage selbst zu vertreten. Es wird Vorbehalten, bei der dritten Lesung eine ergänzende Vorschrift zu beantragen. Der Ausschuß wendet sich der Beratung des § 5 zu. Dazu beantragen die Sozialdemokraten, die Ersetzung be§ Landtages, der aus Erster uno Zweiter Kammer bestehen soll, durch eine einzige Volksverttetung. Außerdem wird von sozialdemokratischer Seite der Absatz 3 des § 5 beanstandet, welcher, eine Aufrechterhaltung des Staatshaushaltes gewährleisten will, auch wenn letzterer nicht fttstzeittg genug in dem Landtag zustande kommen sollte. Die Beratung hierüber wird auf nächsten Freitag vertagt. Tie Kali-Propaganda im Budgelausfchnß. In der fottgesetzten Aussprache über die Verwendung der Kalliabgaben beantragten die Nationalliberalen., nm die Bestimmung des Reservefonds außer Zweifel zu stellen,,ausdrücklich hinzuzufügen: Reservefonds „zur Hebung des Kaliabsatzes". Die Volkspartei und die Sozialdemokraten wollen die Propagandagelder gewähren „zur Hebung des Kaliabsatzes zu wissenschaftlichen und prakttschen Versuchen im Jnlande gegen Verwendungsnachweis in halbjährlicher direkter Verrechnung. Unter Umgebung der übergeordneten Bezugsvereine sind die Bettäge unmittelbar den beteiligten Stellen zu gewahren." Nachdem noch einige andere Redner" zum Wort gekommen waren, wurde die Aussprache geschlossen. Morgen, Donnerstag, findet zunächst die A b ft i m m u n g über die Verwendung der Propagandagelder statt. Dann soll nach Erledigung der zum Reichsamt des Innern vorliegenden Bittschttft die Kali-Aussprache fortgesetzt werden. Der Schiffahrtsabgabenausschuß__ 681 661 552 280 186 318 50 18 96! 9 80 22 95 11 56 1 79 13 5 24 16 42 25 27 4 9 10 15 14 13 eritOtter, ein Zentrumsabgeordneter, bittet, sämtliche Anträge abzulehnen. Der Grundgedanke sei doch, daß Befahrungsabgaben auf regulierten Flüssen erhoben werden sollen. Wenn neue Projekte hinzuträten, müßten die Mgaben verdreifacht werden. Minister v. Breitenbach warnt davor, das Schiff, wenn man es in den Hasen bringen wolle, so zu belasten, das; es untergehen müßte. Wenn Mosel und Saar in die Vorlage einbezogen würden, würde die Abgabe mindestens fünfmal so hoch sein müssen. Bei dem Moselprojekt trete die Interessengemeinschaft nicht so hervor, wie das bei anderen Projekten Der Fall sei. Das Gesetz wolle eben nur die Finan- zierungsmöglichkeiten schaffen. Bei der Mosel fehle Der Bauherr, der müsse erft gefunden werden. Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen wendet sich der Minister auch gegen das Lahnprojekt. Es würde zu keinem nennenswerten Verkehr führen. Gegen die Projekte der Mosel und Saar sprächen bedeutsame Erwägungen. Vorwiegend seien es wirtschaftliche Gründe. Es bestehe die große Sorge, daß damit eine zum Teil vernichtende Konkurrenz gegen andere Landesteile geschaffen würde. Der Minister betont mit Nachdruck, daß der Ausbau der Flüsse nach der Vorlage Landessache, also die Durchführung der Projekte von dem guten Willen der Parlamente der Bundesstaaten abhängig fei. Er erklärt weiter, daß man heute noch gar nicht wissen könne, wie künftig die Nsenbalmfrachten gestaltet werden, wo dann alle Münsck>e befriedigt werden können, die man jetzt mit einer Kanalisation zu erreichen sucht. Ein sozialdemokratisches Mitglied hält bis jetzt den Beweis nicht für erbracht, ob durch eine Neckar-Kanalisation der Verkehr auf dem Rhein mehr gesteigert würde, als durch eine Moselkanalisation. ES sei nicht angebracht, eine Bevorzugung des Mains und des Neckars gut zu heißen. Da doch bie Kosten von dem gesamten Verkehr getragen werden müßten. Was man der Mosel 78 94 79 66 51 6s 3 3 6 8 12 8 12 3 14 6 1 8 4 8 10 23 22 17 Wiederholt seien hier folgende, für bie weiteren Vergleiche notwendige Angaben. Die Gemarkungen des oberen Vogelsbergs umfassen eine ' Fläche von 38988 ha, diejenigen des oberen Odenwalds eine solche von 22523 ha. Die landwirtschaftlich benutzte Fläche beträgt: im oberen Vogelsberg 11977 ha oder 31 Proz. der Gesamtfläche Ackerland, 14 017 ha oder 36 Proz. der iGesamlfläche Wiesen (Grasfläche); int oberen Odenwald 5546 ha oder 25 Proz. der Gesamtfläche Ackerland, 1889 ha oder 8 Proz. der Gesamtfläche Wiesen (Grasfläche; ferner: im oberen Vogelsberg 11389 ha oder 29 fßrok der Gesamtfläche Wald, im oberen Odenwald 14 554 ha oder 65 Proz. ber Gesamtfläche Wald. Das Verhältnis der einzelnen Vieharten zur Gesamtfläche und zur landwirtschaftlich benutzten Fläche ist aus Tabelle II zu ersehen. Tabelle II. .) Wie aus Tabelle II hervorgekch kommen auf 100 ha Gesamtfläche (Dichte): im oberen Vogelsq berg 52, int oberen Odenwald 31 Stuck. Die Rindvieh Dichte ist also im Vogelsberg bedeutend größer als im Odenwald, ohne Zweifel ganz wesentlich verursacht durch den großen Reichtum des Vogelsberas an Wiesen. <5ie übertrifft die von Oberhessen und vom Großher^ogtum, während die Rindvieh-Dickste des oberen Odenwalos etwas hinter befl 1064 643 548 197 169 275 und ber Saar verweigere, dürfe man den Nebenflüssen Main und Neckar auch nicht bewilligen. Minister v. Breitenbach entgegnet, Politik fei die Kun st des Erreichbaren. Allerdings würde die Einbeziehung der Mosel dem Grundgedanken der Vorlage entsprechen, aber dadurch würden Ungeheure Verschiebungen in unseren industriellen Verhältnissen cintreten, und das müsse man jetzt vermeiden. Ein fortschrittlicher Abgeordneter aus Sachsen wendet sich gegen die von einem National liberalen aus Württemberg der Opposition unterstellte Absicht^ die Vorlage durch Bepackung von Projekten zum Scheitern zu bringen. Der Redner unterstützt die wirtschaftlichen Bestrebungen des Mosel- und Saargebiets und insbesondere auch diejenigen, den Oberrhein von Basel bis Konstanz zu regulieren, verweist auf die Eingabe ber Handelskammern Konstanz Lörrach u. a. Ter bayerische Bundesratsbevollmächtigte wendet sich gegen die weitgehenden Projekte, gibt aber zu, daß die Abgabe auf die Anlieger stärker falle, und meint, daß alle Projekte, die nicht in die Vorlage ausgenommen sind und die man jetzt erfüllt sehen will, Wechsel auf die Zukunft bedeuten. Wolle man derartige Wünsche erfüllen, so müßte eben die Abgabe verfünffacht werden. Von einem fortschritt* 1 ichen Abgeordneten wird festgestellt, daß die heutigen Verhandlungen sehr zur Klärung beigettagen haben. Es bestehe zweifellos das Interesse, noch einige Projekte in bie Vorlage hineinzubringen. Andernfalls hätte man den Titck der Vorlage ändern müssen. Speziell für Frankfurt würde man die Mainkanalisierung nur bis Aschaffenburg als einen Nachteil ansehen, sie müsse vis Würzburg resp. Bamberg ausgedehnt werden. Nachdem nod) ein Zentrums« rebner warm für die Sabnr egut i er ung gesprochen hat, vertagt sich ber Ausschuß. Donnerstag Abstimmung über den Rheinstromverband und Verhandlung über den Elbsttomverband. — 'j .,■■■■'.________ 1 । . . , । Heber Öen Viehstand im oberen Dogeisberg und oberen Odenwald. (Aus den Mitteilungen ber Zentral st. für LandesstatistikZ Eine statistische Untersuchung von E. I h n e - Darmstabt. Im Anschluß an bie statistischen Untersuchungen über einige lcrnbwirtschaftl. Verhältnisse bes oberen Vogelsbergs unb Obenwalbs (bergt Mitteil, ber Großh. Hess. Zenttal- stelle für die Lanbesstatistik Nr. 898, Juni 1910 unb Nr. 907, Jan. 1911) soll im folgenden bas Gleiche für den Vieh- stanb geschehen. Zu Grunde liegt bie Zählung von 1907, bereu Ergebnisse nach Gemarkungen in Nr. 879 ber Mitteil, ber Großh. Zentralstelle abgeb ruckt sinb. Tabelle I enthält für bie Gemarkungen bes oberen Vogelsbergs unb Obenwalbs bie Gesamtzahlen. Oberer Vogelsberg und oberer Obenwalb sind in demselben Sinne aufgefaßt, wie in den beiden oben genannten ^Arbeiten, sie beginnen bei 400 Meter. Tabelle I. Gebietsteile Stückzahl im Jahr 1907 Bewohner im Jahr 1905 Rindvieh Schweine Schafe Ziegen Pferde Im oberen Vogelsberg 20 301 12 987 4 596 1417 1106' 19 069 Im oberen Odenwald 6 981 7 178 691 1809 675 10852 Oberhessen . . 162 723 163 842 45 127 33 717 20 370 296 755 Starkenburg. . 107 317 152 420 18 211 68 244 24 485 542 996 Rheinhessen . . 62 449 68 553 1 305 29 999 17 096 369 424 Großherzogtum 332 489 384 815 64 643 131 960 61 951 1 209175 N weiteren L' € V broWfc ewe J tagt-, im oberr amtflW Mm leißieien^u?- !5 Proz.dtri^- der *ren SogdLV- Vald, im er: «amtfläche 86 len zur (M l Flache ift - le'Daring uchungni üie n Bogelsbn^ M Zentra 0 unb Ni K.- ir den 8itb^ -deren Grgeb eil. der ®rop: athält für b'j Odenwalds k erer Lden^ en beiden übe leier. 1064 68! 24 - ; 643 661 6416-1 1971280 35» 169186 jlffi -975318 WjlO9,-i M J?Ä* 3 Oden^°,.^ öi ivemger 'S# V t»*K ÄS l#,; ■ lp°L«nÄL 120870 24 485 17096 61961 s -ff - - . ,64 tommen im gltxonwert^ Isbetgurt , a> Z c sf biS Märkte. pro 1UU Bst». ick'nttsprers ttbcnb- blatt* pro lOO Piund Jt uid)t iflDon-bll C d)f en. vvn-I 48 44—46 b3—84 89-92 49—51 82-89 48 89-95 84—00 42 47 60—62 47 45 (ßcricbtslaaL Meteorologische vesdachtungen der Station Sietzen. ¥7? Wett« , Ben». Öl । Bed. pi 9 wurde. Für Touristen, Sport, gausbrdarf. u- 64 60 55 78—84 75-76 45 50 44 41 hnmel limmel a 36 31 106 101 92 84 März 1911 Sanatorium Lindenfels zwiacheu Darmstadt—Heidelberg. 400 m hoch berrl gelegen. WT- Ein „Deutscher vund gegen Schmutz und Schund". Wir werden um Aufnahme iolgender Ausführungen gebeten: hergestellt. Da es aber vielfach minderwerüge Nachahmungen gibt, deren Verpackung der echten Scotts Emulsion täuschend ähnlich nachgemacht wird, so achte man beim Einkauf genau auf unsere Fischer- Schutzmarke und weise alle diese Nachahmungen zurück. ^amstag morgen 8.30 Uhr. SamSlag nachmittag 3.30 Uhr. Sabbat-AuSgaug 7.20 Uhr. QVodiengottesbienft: "Morgens 6.45 Uhr, abends 6.00 Uhr. Junge, iieiidnge, nicht dudgeuiaiiete und ältere ausgemästete...... 3$raeliii|d)e deiigioiisgeldlfchaft Sottesbienft Sabbatfeier am 18. März 1911: abend 6.05 Uhr. Airchiicye Nachricvten. ZrraeUuiche üeUgumägememoe. fcottesöienit m Oer Synagoge tSüb-Anlagej. SamStag den 18. März 1911. Vorabend: 6.15 Uhr. Morgens: 9.00 Uhr. Nachmittags: 3.30 Uhr. GchrifterttLruug. 6abb atauSgang: 7.20 Uhr. F.C- Wiesbaden. B i e b h o <-M a r k t b eri cht vom 15. Mär». i.n I Auftrieb: Rinder 79 (Odilen 88, Kühe 41, Bullen 00), Kälber 277, , . Schate 52, Schweine 400. 1 Tendenz: Rinder, Kälber, tochafe und Schweine mittelmäßig Preis Durch- Wbeal» LchlaSt- üc>»i4)t Der Fischer mit dem großen Dorsch auf dem Rücken ist das Garantiezeichen für die echte Scotts Emulsion, und nur diese ist nach dem Scottschen Verfahren Vollsiestcbiae, auSgcmästete. höchsten Schiachliverte>, höchstens 6 ^abre alt 47—49 85—89 Gingefandt. (Für Form unb Inhalt aller unter öicjer Rubrik stehenden Artikel Übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die alte Klinik als Rathaus. Gieren, 13. Marz. » I ---FRANKFU RT- MAIN -----1-. I W i Fleisch-aGeflügel-Pasben |l IlLcdL-8uttei-L5snc!v/icd-fiLckpaLkei p a> C*. u. Z& tN Ihn echt mit dieser Marie-demFiIcher — dem (baranttt* »eichen bei Lcott» 1(6 en Berfatreall 15. 2*| 15. ! 16. 9- Hochste Temperatur am 14. Niedrigste „ . 14. Miederschlag: — 2,9 mm. £ fiE = (Sgt-S1^ 13 10 | 10 1 derber Provinz und'deS Landes bleibt, ist leicht 6 Bewohner. Ebenfalls der Vollständigkeit halber ist in der Tabelle II auch angegeben, wieviel von jeder Diehart auf je 1000 Bewohner kommen. Die Dichte der Bevölkerung (auf je 100 ha oder 1 qkm Gesamtfläche) ist im oberen Vogelsberg und oberen Odenwald fast btefelbe, nämlich: 48,9 Bewohner im oberen Vogelsberg und 48,2 Bewohner im oberen Odenwald. In Oberhesjen kommen axf i qkm 90 Bewohner, in Starkenburg 179, im Groh. Herzogtum 157 jahr«, in bet Ausfuhr einen folLen von S

^chester einge ilQmmengefoyt unb vor Augen geführt wirb was auf bte|emJBe-L * . Ä Ue -bLalls dem Zuge ,7,.h to»hpihen unterer 3uoenb, für bie wir in allererster Sune unb ist entkommen. z t , lampten. Unsere Sorge soll e5 bann sein, bem Lesehunger ber Ein im vorgeschrittenen Zustande der Verwesung be- Jugenb nicht nur Ersatz zu schassen (bemt wieviel Schones unb kindlicher Körper wurde im Hafen von Ostende ausg^ lVühniliches ist hier nicht schon geboten worben), sonbern vor allen | »unben Gewisse Merkmale lassen vermuten, daß es »Dingeii zugänglich zu niachen, also zu kaufenzilub zu v"'keüen.I um ben Körper des Fliegers Cecil Grace handelt -Der Jahresbeitrag beträgt 5 Mk , wosur ben Mitgliedern bie reich Baja wird berichtet, daß infolge einer dort ^gestaltete Monatsschrift .RolanbS Schwerl" gel.e-ert ,m d. . rrschenden S ch a r l a ch e p i d e m i c in der verflossenen d e Mah!iwor°e : Bekämpfe den Schmutz unb Schund in Wort JnLasPalmas wurde gestern em Deutscher der- und Bild mit Tat unb Rat wo Du kannst^. Mau roenbe sich an haftet, der in dem Verdacht steht, an dem großen Drüben Schatzmeister Rentner E. I. Lange, H a m b u r g 2 1, Hoi- n t e n d i e b st a hl in Transvaal beteiligt M fein. I Freitag weg 15 oder an den Generalsekretär E. P. D. Lange, Hamburg 8, Gr ^^de sofort den englischen PolizeibehÖrden übergeben. Gametr Grunin 22. | Ferner wurde auf Veranlassung des Gouverneurs von Las *♦- Palmas eine junge, vornehm aussehende deutsche Dame in der gleichen Angelegenheit m Haft genommen und auf einem Dampfer nach Cap eingeschifst. Die Dame erklärte, die bisher verbreiteten Berichte über den Diebstahl seien wahr. Unter den Diamanten befinden sich ein besonders großer, Mitbürger. Das sind Zustände wie sie jept auch in anderen Städten Vorkommen, ob es aber gesunde sind, das ist eine andere Frage. Unsere Stadtvertretung ist dafür nicht verantwortlich zu machen. Sie sorgt ja sehr dafür, daß dem Verkehr immer neue Bahnen erschlossen werden, aber ihre Fürsorge muß sich auch auf geschwächte Stadtteile erstrecken, sie muß. zu verhüten suchen, daß diesem ber Verkehr nicht noch weiter entzogen wird und wenn es in ihrer Macht liegt keine Maßnahme treffen, die das Interesse Vieler schädigen. In diesem Sinne war die Mahnung des Verfassers von dem oben erwähnten Artikel an unsere Stadtväter durchaus ge- rechti'ertigt unb es sind dessen weitere Bedenken beachtenswert. Man 'ollte seinen Ratschlägen Folge leisten, die alte Klinik auf Abbruch verkauefn und das Gelände für den Bau von Wohnhäusern parzellieren, und wenn die RathauSfrage eben nicht im Interesse der Allgemeinheit gelöst werden kann, soll man jie lieber zurückstellen bis ein besseres Projekt gefunden wird. r Hungen , 15. März. Ein auswärtiger Kraftwag en- Händler stand heute vor bem S chö f seng er ich t, weil er Einspruch erhoben hatte gegen einen Strafbefehl über 2o Mark,, ™ , - . . - %en er sich infolge zu schnellen Fahrens un vvngen wertvoller totem von sehr feinem Glanz, der mr Hals- Herbst durch die Ortsdurchfahrt Hungen zugezogen hatte. Das h^d des Hundes ihres Freundes versteckt war. Gericht kam zur Bestätigung der auferlegten Strafe unter Hinzu- ---------— fügung der Kosten. Aus der Verhandlung ging hervor, daß die botncicbriebeiie Geschwindigkeitsgrenze von 15 Kilometer wenigsten^ aus dem größteu Teile der stets belebten Straße es !var an einem Sonntagmorgen, zur Zeit deS Kirchgangs, beoeutend fiben'dmtten worben war, an bem ganzen Tag bubete die,cs auffällige Fahren das Tagesgespräch, währeiib andere Auw-' mwbüiüen, die ebenfalls durchgefahren waren, mcht aufgefaUen «waren Der Führer war nur von einer hiesigen Perfon erfannti worden, die vielen anderen Leute, die auf die Straße eilten, konnten nur noch das mit mehreren Personen besetzte Auto un Staubwirbel erblicken, als es gegen eine Straßcnbiegung langsamer fahren mußte. Am Abend deS gleichen Tages, wiederholte ber Renner das gleiche Manöver unb obwohl bei dieser Fahrt, infolge der Schnelligkeit, am Gericht niemand genau über Die Namen der Insassen aussagen konnte, ist es doch als crtotcl :n anzusehen, das es dasselbe Fahrzeug war. Am Geruht war Der -strittige Punkt bie Feststellung ber eingeschlagencn toamelhgmt, was nicht ohne weiteres zu beweisen ist. Wenn aber auf 'einer Ortsstraße, auf der täglich eine Menge Autos auch in idjnciter Fahri verkehren, ein solcher Fahrer allen Bewohnern auffällt, -braucht nach dem Volks empfinden nicht lange nach Der zulaingen Grenze geforscht zu werden, die ohne allen Zlveifel überschritten * Der Andrang der Damen. Zu den Verhandlungen im Mordprrrzeß Knitelius ift der Andrang des Publikums, namentlich von Damen auch der besten Gesell- fchaftskreise, ganz besonders stark gewesen. Diese Tatsache veranlaßt die „Magdeb. Ztg." zu kritisckfen Ausführungen, in denen es u. a. heißt: „Keine noch so schmutzige Enthüllung kann die Damen zum Fortbleiben veranlassen. Es hat Episoden in der Verhandlung gegeben, in denen nur Insassinnen der Freudenhäuser vernommen wurden, und in denen nun das ganze Elend, aber auch der ganze Schmnn des Verbrecherlebens aufgerollt wurde — die Damen hielten unentwegt aus. Aber nicht in Magdeburg allein, überall her liest man leider, daß die sensationellen Prozesse, an denen wir ja wahrhaftig keinen Mangel mehr Der Artikel in Mr. 58 des ^Gießener Anzeigers" vom 9. März b. I. hat in vielen Kreifen der Bürgerschaft lebhafte Zustimmung gefunden. . Wenn es sich nur um die Frage handelte, ob em Rathaus vor die Tore, anstatt wie früher in das Innere ber Stadt gehört, darüber tonnte man ja verschiedener Ansicht fein, das! wäre reine Geschmacksache. «... Es sollten aber früheren Fehlern, wie z. B. die unglückliche Bahnhoisanlage, welche die natürliche Ausbreitung und die gesunde Entwicklung Gießens gehemmt und schwer geschädigt haben, jetzt nicht noch neue -hinzugesügt werden: es füllte der Verkehr nicht noch mebr von Den nördlichen totabtteilen abgtienlt und den südlich gelegenen ^geführt wetten. Diese Frage ift daher in kommunal-wirtschaftlichem Sinne für die Zukunft unserer Stadt von einer ernsteren Bedeutung. Der Seltersweg hat sich bereits zu einer Geschäftsstraße ersten Ranges entwickelt, unb ber Zug der Geschäftswelt strebt dahin, um ebenfalls einen Platz an der Sonne zu erhalten. Jnfolgedesfen hat dort der Wert der Gebäude rapid zugenommen, die Baulust wurde geweckt, denn die Gebäude rentieren vorzüglich, bie Ladenmieten haben eine Höhe erreicht, wie sie nur noch in Großstädten üblich ist. Dagegen nimmt der Geschäftsverkehr in anderen Stadtteilen zusehends ab. Am Walltor will sich schon niemand mehr an- kausen oder ein Geschäft eröffnen, Don Baulust verspürt man dort äußerst wenig, die Ladenmieten werden billiger und bie Rentabilität ber Gebäude geht zurück. Das bedeutet eine Entwertung der I Grundstücke- und damit ein Vermögensverlust für gar viele unserer 15. März = + 5,4*9. 15. , =■ 4- 0,5 ‘C. , ewste Mastkäwer.......68-65 105-108 Mutiere Masi- unb beste Saugkälber . 58—63 ^96-106 ^eruigere Mast- unb gute Saugkälber 53—57 Schale. Weibemastfchafe..... 42—00 Schweine. l oüflei|d)lge Schweine dis zu 2 Zentner L'cDenbgciütd)t........47—48 toUficifiiiige Schweine über 2 Zentner wui uiu vn»u> o—■/— v- - . । üebeuL .eiuicbt........ 47—48 60—62 kam der Staatsrat schließlich zu dem tochlusse, das Schwein ,-ollfleijchtge Schweine über 2'/, Zentner zur Vernichtung durch die Flammen zu verurteilen; e» ^tte.ibgewichl . . . . . . . . 43-4b 58-59 roitb nerbrannt, unb sein Besttzer soll afle Soften des Vc» - Urnern«unterBOkgSebtnb- M_6I en attonslust dte Herrlchast . fefrSn Der V-We-l».«-. ausg-wachs-ne, höchsten muffen dagegen besonders unsere xyugetip feirmaajcn. jwi Lchlachtivertes........43-46 Abscheu vor Den Niedrigkeiten der Menschenausartnng muf; .^g^fieijchige, jüngere 40—42 so groß sein, daß dagegen die vielleicht an jede heran-1 ßätien, Kühe. tretende Versuchung der Neugier schweigen muß." Vollftestchtge ausgeinästete Färsen höchst. * DaS Schwein im Staatsrat. Der französische -chiadstwenes . . . ••••.; *5"61 Staatsrat bat in diesen Tagen in einer wichtigen Ange- l olifieiidjige auegemfliiek Kühe bodjiL etn Schwein W* war es, um das sich ie G m teiger b.hen Herren c^lV^ flU1 entividelte jüngereKuhe u. Farieu 34-38 68—73 Das amte fHu), eitler war stell ich schon tot, und die Be genüijrie Kühe und Färjen . . 30—33 66- 67 mühungen des Staatsrates waren nur dadurch hervor-> naiver. gerufen, daß das Gesundheitsamt den Verkauf des Fleisches verboten hatte, weil das Schwein an Trichinen m den Eingewciden gelitten haben sollte. Aber der Bescher des verewigten Äeres gab sich mit dreier Verfügung nicht zufrieden, und sein Protest kam auf dem Instanzenwege schließlich bis zum Staatsrate, der d:e Autoritäten der Um- versität anrief, bie alle über bas Schivein ihr Gutachten abgeben mußten. Nach eingetjenber Beratung, unb nach- bem alle Seiten ber Angelegenheit sorgsam erwogen waren, .349 4.6 5,0 79 785 5 j 1,7 4.9 94 736,0 । 0,6 1 4,8 ! 90 TU RK4 PABSTs Gestern morgen um ll8/4 Uhr entschlief nach kurzer, schwerer Krankheit unsere liebe gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Gastwirtin Fra« M Georg LchinaM Wm. geb. Wallbott im Alter von 52 Jahren. Tie trauernden Hinterbliebenen. Steinberg, den 16. März 1911. 02075 Die Beerdig»,ng findet Freitag den 17. d. M., nachmittags 2’/a Uhr, vom Sterbehause aus statt. Gesetzliche Meisterprüfungen für Handwerker Die Gesuche um Zulassung zur diesjährigen Meisterprüfung (§ 133 der Gewerbeordnung) sind nut den erforderlichen Unterlagen bis snätestenS am 31. März d. I. an den unterzeichneten Vorsitzenden einzureichen. Die Prüfungsgebühr von 35 Mark ist an die Handwerkskammer in Darmstadt einzusenden und die Quittung dem Gesuche beizulegen. Gießen, am 9. Januar 1911. Die Meisterprüfungskommission für die Provinz Oberhcssen. Traber, Vorsitzender. d"/, Arbeitsvergebung. Zur Herstellung des Pfarrhaufes zu Steinbach sollen nachstehende Arbeiten vergeben werden: Maurer-, Weißbinder-, Schreiner-, Schlosser-, Spengler-, Dachdecker- und Installations-Arbeiten, ferner Anlieferung von eisernen Trägern N. P. 17, 15 und 10, Einlaufrohre, ^urnrohre, Zementtreppenstufen, Zement. Der Voranschlag liegt vom 20.—22. März im Pfarrhause zur Einsicht offen. Anerbieten in Prozenten des Voranschlages sind bi§ zum, 25. März bei uns einzureichen. Freie Auswahl unter den Akkordanten bleibt vorbehalten. Steinbach, am 16. März 1911. Eoang. Kirchenvorstand Steinbach bei Gießen. Koehler. D,e/S Neichstagswahl. Bei der am 10. dS. Mts. vorgenommenen Ersatzwahl im 1. Hessischen Wahlkreis sind von 23516 gültig abgegebenen Stimmen gefallen auf: 1. Krankenkassenkontrolleur Beckmann, Gießen 7976 2. Oberlehrer Dr. Werner. Butzbach 7958 3. Pfarrer Korell, Königstädten 5059 4. Professor Dr. Gisevius, Gießen 2511 5. Andere Personen 12 Da hiernach eine absolute Stimmenmehrheit auf keinen der Kandidaten gefallen ist, ist die Vornahme einer engeren Wahl zwischen den Höckstbcstimmtcn, Krankenkassenkontrolleur Beckmann, Gießen und Oberlehrer Dr. Werner, Butzbach auf Dienstag den 21. März 1911 festgesetzt worden. Alle aus andere Kandidaten fallenden Stimmen sind hierbei ungültig. Die Abstimmung beginnt um 10 Uhr vormittags und wird um 7 Uhr nachmittags geschlossen. Die Wahl findet auf denselben Grundlagen und nach denselben Vorschriften statt, wie die erne Wahl. Insbesondere bleiben die Wahlbezirke, die Wahllokale und die Wahlvorsteher unverändert. Bei der engeren Wahl werden dieselben Wählerlisten angewendet, wie bei der ersten Wahlhandlung. Eine wiederholte Auslegung und Berichiigung findet nicht statt. Bl6/s Gießen, den 16. März 1911 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. M e c n m. Blitzableiteranlage. Das Pfarrhaus zu Steinbach sowie die eoang. Kirche zu Albach sollen mit Blitzableitern versehen werden. Gest. Offerten sind unter Abgabe detaillierter Voranschläge bei uns bis zum 25. März einzuceichcn. Steinbach, am 16. März 1911. Eoang. Pfarramt Steinbach bei Gießen. Kvlhler. D"VS Bekanntmachung. Di e am 7. März d. Js. hier stattgesundene Nutzholzversteige- rung wird hiermit genehmigl B14/» Groß-Rechtenbach, den 14. März 1911 ______________________Der Bürgermeifier. Bnllen-Antanf. Die Gemeinde Lick beabsichtigt einen Faselochsen der Simmentaler Rasse anzukauien. B16/a Lich, den 15. März 1911 Großh. Bürgermeisterei Lich. ________________________________Dö r in e r.________________________________ Nutz- und Brennholzvklfteiqeruncs im Markwald der Gemeinde Lützellinden am Mittwoch den 22. März 1911, Zusammenkunft vorm. 9 Uhr im Distrikt Roland an der Bahn: Eichen: 3 St. 5. SU. — 0,98 Fstm., 1 St. 6. Kl. — 0,30 Fstm.. 10 Rm. 9?ntzholzkniipvel <2,5 Mtr. langt, 38 Rm. Scheitholz, 36 Rm. Shiüupelboh, 44,2 Rm. Stockholz, 990 Wellen, Buchen: 5 Rm. Scheitholz, 6 Rm. Knüppelholz, 210 Wellen, Stadelholz: 2 St. 3. Kl. 144 Fstm., 4 St. 4. Kl. =- 2,03 Fstm., 25 St. 5. Kl. — 6,02 Fstm., 7 Derbstangen 0L2 Fstm., 6 Rm. Nutzholzknüvpel <3 Mtr. lang», 18 Rm. Scheitholz, 9 Rm. Slnüvvelholz, 592 Wellen, 10,7 Rm. Stockholz. Groß-Rechtenbach, den 14. März 1911. Bl6/3 Der Bürgermeister. Brennholz - Versteigerung Mittwoch den 22. Mürz im Försterbezirk Gedern. Distrikte Schwarzwald, Schwungstein und Mittelberg: Bu chen: 575 Rm. Scheit 2. Kl., 114 Rm. Knüppel, 1093 Rm. Astreiser, 3 Rm. Stöcke Eichen :c.: 2,5 Rm. Scheit, 17 Rm. Knüppel, 4,5 Rm. Reiserknüvvel. Nadelholz: 192 Rm. Rundscheit, 49 Rm. Knüvvel, 21 Rm. Reiserknüpoel. Die zur Versteigerung kommenden Buchenknüppel in Schwarzwald 4 sind mit einem blauen X bezeichnet. Das Nadelholz lagert im Distrikt NUttelberg. Zusammenkunft 9V, Uhr vorm. im Berg- Wirtshaus in Gedern. Slähere Auskunft erteilt die unterzeichnete Verwaltung, sowie Förster Jochem in Gedern. (Bl6/e Gedern, den 14. März 1911 Fürstlich Stolbcrg-Wcrnigerödische Revierverwaltung. Alice -Schulvercin. Abt. Industrieschule. Sonntag den 19. und Montag den 20. März findet die Ausstellung der Schülerinnen-Arbeiten statt. Die Ausstellung ist von 11—5 Uhr geöffnet. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. v14/, L. Moefer, Oberlehrerm. Beginn des Unterrichts in den einzelnen Klassen am 24. Avril Äii jcöeiil Fttitag zwischcil 4 iinä 5 Uhr wird im Säuglingsheim, Wctzsteinstraße Nr. 43 an Unbemittelte über die Ernährung grsnuver und schwächlicher Kinder unentgeltlich ärztlicher Rat erteilt.D”/» KatnrrEp der Hhnungs- und Verdauungs- IVaiCll ll/v organe, Gallensteine, Nieren» und Blasenleiden, Emphysem, Hstbma sowie Folgen der Influenza. Uerseidt 6wsta» Itrieboll, Bad Saizbrnnn i. 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