,,fiahTh iD?Ilhr • Nr. 196 Tet eiefcentt lijtliet erscheint täglich, außer Sonntag«. - Beilagen: viermal mödientüth SietzenerZamilienblStter. ,roeimolroöd)enfLKreh' diattsürdeaNrelrOietzen «Lienskag und Freitag) ; zweimal monail. tanb wirtschaftliche Seitsraoe» .^ernsprech - Anschlüsse !ür die Redaktion 112, 'L*erlag u. Expedition 61 Adresse Mr Depeschen: «nxelger «ufern. Annahme von Anzeigen <ür die TageSnummer bis vormittag- 9 Uhr. Erster Blatt 16(. Jahrgang Dienstag, 22. August 1911 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Rotafionsbnid und Verlag der vruhl'schen Univ.-Vuch. und Stcinöruderei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. Büdingen: ,^ern|precher Nr. 50 Seschäftrftclle vahnhofstrahe 16a. ecinglNreil: monatlich76P1.,viertel- jährlich Mk. LL0; durch Abhole- il Zweigstelle!, monatlich 65 Pf.; durch diePost viertel- hibrL auSschl. Bestellg. 3ctlcnprtii: lokal IKP^ auSivärts 20 ’i'icimtg. Chesredottleur: ?l Doey. Beraiitivonlich für den politischen Teil: Slucuih Boey; für „Feuille- ton*, .BennischleS' und „GVnchtdlaal*: R. Neurath ; für .Stadt und Land": E.hev; für den Anzeigenteil: $*. Beck. Tri.*. !4 eine ses- auf dem auf dem wie Schintel mit Brentano wettete. Tie Große Berliner Kunstausstellung 1911 bietet ielnbc Uebersicht über das Schassen Schinkels. Wie Gebiete der Architektur, so hat der geniale Meister auch U$O11 ?One“: JaK. der Malerei Hervorragendes geleistet. Besonders hingezogen suhlte er sich zur Landschaft. Mag er seinem künstlerischen Empfinden in Aauarcll- und Gouache- oder m Lelfarben Ausdruck gegeben haben, immer ist etwas erstanden, das sich durch Größe der Auf- mnung und Tiefe des Stimmungsgehaltes auszeichner. Eines der im Besthe der König!. Nationalgalerie befindlichen Gemälde ist, wie wenig bekannt sein dürste, das Ergebnis einer Werte, b:e au Eigenart nichts zu wünschen übrig läßt. Näheres darüber bat Marl Gropius an Alfred von Wolzogen, den Schwiegersohn Schinkels, mitgeteilt.^Zu einer geistvollen, fröhlichen Gesellschaft, die lich abends in Schinkels freim zu versammeln pflegte, gehörte (5lernens Brenrairo. Einst war unter den Gästen tue Rede daraus gekommen, wie schwer es sei, in einer Zeichnung das aus- Andrucken, was der Dichter so leicht durch Worte barficllen könne. deutschen Volkes dafür, daß die deutsche Regierung den französischen Anmaßungen gegenüber 'est bleibe Auch neuerdings leistete sich die französische Presse wieder die stärksten Ausdrücke: Tkt „Tempr" über ein „Trinkgeld" für Tentschland. Ter „Berliner Lokalanzeiger" meldet ans Paris: Tee „Temps" tritt für sofortige Aufhebung des die deutsch- französischen Verhandlungen ningebenden Geheimnisses ein unb ferner für das Recht, der f r a n z ö s i s ch e n P r e > s e fortan die Führerrolle in der ganzen Streit frage zn übergeben. Ein Trinkgeld hänge von dem guten Willen des Spenders, also von Frankreich, ab, man dürfe aber lein Trinkgeld im Namen des Faust- recht s verlangen. Auch das „Echo de Paris" spricht in beleidigender und wegwerfender Weise von dem ..Trinkgclb", das Deutschland zu gewähren sei. Ter französische Kriegsminister ftfirh feine Landsleute in diesen stolzen Phrasen, wie folgende Meldung befugt: . Parts, 21. Ang -ter Kriegs m i n i st e r bielt ut Trevoux, Departement Ain, auf einer landwirtschaftlichen Ausstellung eine Rede, in der er u. a. faßte: Wir sind eine friedfertige Nation, aber »vir blicken mit Stolz auf unsere ruhmreiche Vergangenheit. Wir ivoUen auf leine unserer Ueberlicieriniflc» verzichten. Ta? Vertrauen, welches ivic in die Geschicke unseres Landes haben, gilt ebenso sehr beit Wirklichkeiten der Gegenwart wie den Möglichkeiten der Zukunft. 3d) trinke auf das republikanische Frankreich, das seit einigen Monaten der Welt cm so schöne- Beispiel nationalen Stolze-, nationaler Tatkraft und Größe gibt. Von den ihn am Nordoahnhaf erwartenden Berichterstattern und Photographen mit shmpathischen Zurufen begrüßt, erklärte der Botschafter E a m b o n, fein Wort gehöre zurzeit dem Minister des Aeußern, er fei außer Stande, der Presse irgendwelche Mitteilungen zu machen. Bordeaux, 21. Aug In der heutigen Sitzung des Generalrates iam der frühere Ministerpräsident Monis, der Vorsitzende des Gencralrales, aus die Stellung Frank reichs zum Auslände zu sprechen, die er für ernst hielt, bereu Schwierigkeiten man aber nicht zu übertreiben brauche. Die Regierung werde alle Franzosen um sich scharen, um Frankreich die Wohltat des Friedens zu sichern, der auf der Grundlage des Rechts gegenüber jeder Ungerechtigkeit gewahrt bleiben müsse. Versailles, 21. Aug. 2.50 Mann des ö. Genie- regimentö sind nach Marokko abgegnngen, um bei dem Bau der Schmalspurbahn in der Umgegend von Fez beschäftigt zu werden. Tagung des Rhein Main-Gaues des Alldeutschen Verbände? in Mainz. In einer von fast sämtlichen Lrtsgruppcn des Gaues besuchten Vertreterversammlung des Rhein-Main-Gaues des Alldeutschen Verbandes im Mainzer Hof hielt, so berichtet man uns, Privatdozent Tr. Wirth-München einen Vortrag über Marokko, seine wirtschaftliche und politische Bedeutung für das Deutsche Reich Ter Leiter der Vcr sammlung, der Gauvorsitzcnde Rcallehrer G r ü u s ch l a g, brachte nach einer lebhaften Aussprache eine Entsch l i e gung zur Verlesung, bic einstimmig angenommen würbe. Sie hak folgenden Wortlaut: „Tie am 20. August in Mainz versammelten Vertreter des Rhein-Main-Gaues des Alldeutschen Verbandes stehen einmütig auf dem Standpunkt: Es kann nicht deutlich und oft genug betont werden, daß die deutschen Ansprüche au» Marokko gegen keinerlei Entschädigungen außerhalb diefcs Lan desaufgegeben werden dürfen. T ic besonders durch Englands unfreundliche .Haltung für unser Deutsches Reich zu einer Macht- und anschaulich zur Darstellung gebracht, daß sich Elemens Brentano geschlagen fühlte unb seine Wette verloren gab. Im Jahre 1820 hat dann Schinkel den Karton ut Lei ausgeiüllt. Das Schloß, in altfranzösischem Stil mit zierlich geschnittenen Laubwänden, thront auf einem am Strome ragenden Berge. Zu ihm hinan führt über verschiedene Terrassen ein durch gemauerte Brüstungen und Tore gesicherter Weg, den eben cur Htrsch betreten hat. Unten am Ufer stehen Bauernhäuser und eine Kirche, während jcnicitd die Kavelle eines Klosters liegt. Nahe dabei dehnt sich cm Friedhof, der bald den neuen Gast empfangen wird, denn cm .Habit trägt über den Strom den Sarg mit dem Toten. Wie das Leben verglüht, so auch die Abendsonne, die mit ihrem letzten Golde durch bic Zweige des im Vordergründe sich reckenden Baumes schimmert. Eine Scheibe, die am Stamm des Baumes hängt, ifr von einem Pfeil mitten ins Herz getroffen. Unbekümmert um Tod und Vergehen, geben sich mehr nach rechts hin Kinder bei einer Kürbislaube frohen Spielen hin. So geschlossen ist die Komoosition, so ganz zuiammcngestimmt au feiner, koloristischer Harmonie, daß niemand vermuten Tann, daß bei der Konzeption des Bilbcs fremde Willkür gewaltet hat. Schinkels geistige Gewandtheit und außerordentliches .'tonnen haben eben alle Schwierigkeiten, die sich der Lösung der Wette darboten, glänzend besiegt. Heue vahnsystenie der Schweiz. Tic Schwei; steht gegenwärtig vor der Konzessionierung neuer Bahnwsteme im Gebirge. Tas originellste Proickt, das sich noch auf keinerlei frühere Erfahrungen Nüven fann, ist das einer Schlittenbahn über die A l e tf ch g le t s ch er in Wallis. Es handelt sich dabei um die Verbindung zweier Bahnen, einerseits der bis zur Station Jungfrauioch geführten Jungfraubalin, an dererseits der aus dem oberen Rhonctal bei Fiefch nach Märjelcn fahrenden Linie. Zwischcit betden liegt der Aletschgletscher. Ter elektrische Betrieb der Schlittenbahn legt und^hält tm S-cil ohne Gnde Schleife in Bewegung. An die«cm Sctlring werden bic Schlitten angebängt. Die Bahn wird in 3 Seilringsck a.. ;.i nachts, um Einfrieren unterbrochener Bewegung gehalten werden. Tie Gletscherstar,onen wären Zehnbächen, Märjelcn und Konkordia. Die Schlitten sollen nut Segeltuchübersvannung Play für 10 Personen bieten. Zum Ucbcrbriiden der großen Gletscherspalten werden Rollbahnen hergestellt. Ter Betrieb der Bahn könnte nur zwei Monate i. I. dauern. Tie Reise verliefe zwischen 2250 und 3450 Meter Höhe ü. M. Tie Steigung beträgt aii der steilsten Stelle 37 Prozent. Tie Fahrtgeschwindigkeit wird auf 180 Meter in der Minute geschävt, der Fahrpreis mit 80 Ets. für den Kilometer berechnet, die Fahrtdauer auf 2 Stunden angelegt. Gegen die originelle Bahn, deren Konzession in Bern noch nicht erteilt ist, macht sich aber eine starke Heimatschutzbcwegung geltend. — Ein zweücs Projekt betrifft das L u f t d a h n f y st c m, dos in der Schweiz noch nicht besteht und gegen das wegen der Betriebssicherheit noch Bedenken bestehen. Eine solche war oberhalb MoMreux am Genfer See zwischen den durch einen Mgrund getrennten, ziemlich gleich hoben Tönern 0Jlu>n und Sonzter geplant, aber die Konresnonäre verzichteten darauf. Am Monte Vre bei Lugano wurde die Konzession verweigert, weil eine Drahtseilbahn leicht anzulegen war. Nun ist die Frage wieder int Tessin am Lago Maggiore aktuell geworden. Da das einzige Schwcizerdorf im italienischen Vedascatal, Jnbemini, eine oirclte Verbindung mit dem Mutterlande verlangt. Eine Straße käme für das 700 Meter über dem Scefvtegcl liegende, 350 Einwohner zählende Torf zu teuer. So will man es mit einer Lu'tbahn versuchen, die freckich nur für die Güterbeförderung eingerichtet werden soll In verschiedenen ^ctTCiAcr Tälern finoct übrigens die Postbedienung hoch unb senkrecht über der Talsohle gelegener Dörfer mittels Lustbahn statt. — Ein drittes Projekt ist die Einführung der in Italien schon erprobten Filovia, des Auto^ mobils ohne Schienen mit elektrischer 2rahtobcrleitung. Dieses Zwischending zwischen Bahn unb Fuhrwerk ist seiner billigen Her Heilung unb seiner bedeutenden Tragkraft wegen sehr beliebt, scheint aber doch im Betrieb ziemlich kostspielig zu sein. In Italien sprach man sich über seine Verwendung immerhin un ganzen fcefnebigeno aus, so daß sich ein weiterer Versuch, zumal ui Gebirgstälern mit schwachem Verkehr, wohl lohnt, Tie Schienen- loiigkeit der Fckovia ermöglicht trotz der CVerleitung ein beaucmcs Ausweichen von zwei Metern bet Begegnungen und ist somit bei engen Straßen doprctt emp.hlcnswert. iinb Ehrensrage gewordene Marokkoangelegenheit duldet kem Zurückweichen. Unsere Reichsregierung darf versichert sein, daß sie bei der Durchführung einer machtvollen und zielbewußten Politik, welche Folgen sic auch immer haben Möge, das ganze deut)chr Volk hinter sich hat," Kiderlen auf Urlaub. Badenweiler, 21. Aug. Herr v. Kiderlen- Wächter hat gestern BadenwÄler verlassen und ist nach Beatenberg in der Schweiz abgereist. Die Spanier in Nordmarokko» Paris, 21. Aug. Aus Larrasch wird unterm 19. August gemeldet, daß Oberst Sylvestre mit 150 Mann Kavallerie nach El Ksar aufgebrochen ist. Hauptmann Oliva mit seiner Polizeiabteilung ist nach Larrasch zurückgekehrt. Die Spanier stellten bei Maracoult auf dem linken Ufer des Lukkos Posten auf. Englische Blätter über dar deutsch-russische Abkommen. London, 22. Aug. Das deutsch-russische Abkommen über Persien und die Bagdadbahn, sagt die heutige „Westminster Gazctt c", bietet keinen Anlaß zu Befürchtungen in Englan d. Deutschlands Handel wird natürlich gewipe Vorteile aus dieser Zugangsstraße nach Persien und durch das gegenwärtige Abkommen zwischen den beiden Ländern über den Handel in Persien ziehen. Aber die schließliche Redaktion des Abkommens scheint mehr die englischen Interessen zu berücksichtigen, als Wes der Fall war, als die Verhandlungen begonnen wurden. Rußland hat parke praktische Motive für den Wunsch, sich »iit Deiitschland auseinanderzusetzen, aber es hat sein bestes getan, unsere Interessen int Ange zu behalten. „Daily Graphic" bespricht gleichfalls das deutsch-rUsniche Abkommen: Deutschland sei ganz berechtigt, dies Abkommen als Triumph seiner Diplomatie zn beanspruchen. Das Abkommen löse Rußland von der Kombination der Mächte los, die aus verschiedenen Gründen die Bagdadbahn bekämpften und sichere Deutschland in Nordpersien eine Stellung, die, soweit die Vertragsrechte mit Rußland in Betracht kämen, besser sei als die Stellung Englands. Arbeiterbewegung. Das Ende des englischen Ausstande?. London, 21. Aug. Ter Personenverkehr auf den Eisenbahnen ist hier wieder normal. Auch in den Provinzen kehren mit wenigen Ausnahmen normale Zustände zurück. Sehr unregelmäßig ist noch der Verkehr auf der North Eastern-Bahn, namentlich nach Manchester, wo die Eisenbahner noch streiken. Die Lage an den dortigen Güterbahnhöfen ist ernst; große Mengen Lebensmittel verderben. Tie Lage wird noch dadurch verschlimmert, daß auch die Fuhrleute streiken. Eine heute vormittag abgehaltene Versammlung verlief sehr stürmisch, da die Leute über die Kundgebung der Eisenbahndirektoren sehr aufgeregt waren, nach welcher die Ausständigen nur nach Bedarf wieder eingestellt werden sollen. * Berlin, 21. Aug. Nach fünfwöchiger Dauer wurde der Aus st and der organisierten Konfektionsschneider durch einen dreijährigen Tarif bei gelegt. .Die Arbeit wird sofort ausgenommen. Airche und Schule. — Die Erklärung der Dekanatssynode zu Schotten über den Fall Jath o, über die uns leider nicht rechtzeitig berichtet worden ist, lautet: „Die Synode spricht ihre Betrübnis über die Erklärung der 87 hessischen Pfarrer gegen die Amtscntsetzung des Plärrers Jatho von Köln und ihre Ueberzengnng dahin ans, daß ein Mann, der wie Jatho den persönlichen Gott leugnet, das Bittgebet eine Heid- nische Einrichtung nennt, an die Stelle der Erlösung durch Christus die Selbsterlösung setzt und die Frage des Fortlebens nach dem Tode offen läßt, nicht Pfarrer in der evangelischen Kirche sein kann, weil seine Predigt nicht als Predigt des Evangeliums angerechnet werden kann. Sie spricht auch die Erwartung aus, .daß auch unsere hessische evangelische Landeskirche gegebenenfalls die Kraft haben würde, sich gegen solche Pfarrer zu schützen/ Dieser Wortlaut wurde mit 2/8 Mehrheit angenommen. Es wird dazu noch mitgeteilt, daß kein Dekanatsgeistlicher den Protest der 87 unterschrieben hatte. Deutsches Reich. Tie „Magdeburgische Zeitung" will folgende Aeußerungen des Kaisers erfahren haben: , „Aus England berichtet man ein kräftig Sprüchlein, daß unser Kaiser in Alten grab ow getan habe. Bei der Kritik sei's gewesen; eine Exzellenz hatte geäußert, daß so ein Flankenangriff der Kavallerie auf erschütterte Infanterie oder Artillerie int Ernstfall der moralischen Wirkung wohl nicht entbehren würde; könne man doch schon int Frieden die Nerven dem Eindrücke solcher anstürmenden Reitcrmasse nicht entziehen. Lebhaft habe der Kaiser das Wort von den Nerven aufgegriffen: die Nerven unserer Generation seien ja schlecht, aber Gott sei Tank hätten lvir Germanen noch immer von allen die besten Nerven. Das würde sich zeigen, wenn im Ernstfall einer uns in den Weg treten sollte; wir würden ihm das Leder v o l l h a u e n , daß ihm die Lust, zum zweiten Male zu kommen, vergehen sollte." Ausland. Ter P a p st kann als vollständig wiedcrhcrgestellt gelten. Er nimmt voraussichtlich am heutigen Dienstag seine gewöhnlichen Gartenspaziergänge wieder auf. Tie „Tägliche Rundschau" meldet aus Asch (Böhmen): Der alldeutsche Verband „Skalden" in Asch ist behördlich a u f g e l ö st worden. Das Vermögen des Vereins wurde beschlagnahmt. Tie in Dijon wegen antimilitariftischer Treibereien verhafteten sechs Soldaten des 27. Infanterieregiments wurden mit 30 Tagen Gefängnis bestraft. Zwei davon, die als Rädelsführer gelten, werden vor das Tispizlinar- gcricht gestellt, die übrigen in andere Regimenter geschickt werden. Dem „Temps" zufolge steht die Verlobung des bul- g a r t s ch e u T h r o n f o l g c r s B o r r i s mit der P r i n z e s s i n Elisabeth von Rumänien bevor. Wie aus London amtlich gemeldet wird, werden die dies- lährigen englischen Armeemanöver nicht abgehal- tcn werden. Ter Grund zu dieser Maßregel dürfte in der anhaltenden Trockenheit zu suchen sein. Aus Plymouth wird gemeldet: In Marine- und Militär- krctieu sowie in der ganzen Stadt bildet die Verhandlung gegen Tr. Schulz den ausschließlichen Gesprächsstoff. Von gut unterrichteter Seite verlautet, daß eine große Menge seiner Korrespondenz mit Beschlag belegt wurde, viel davon von belastendem Charakter. Es sollen noch andere ö;«ule gegen den Angeklagten vorliegen. Auch soll angeblich die d eii l i ch c Regierung in die Angelegenheit verwickelt lein- -"Krolie wird die Strafverfolgung übernehmen. Aus Lissabon wird gemeldet: Großes Aufsehen erregt hier ein Angriff, der auf das L i m e i r o - G e f ä n g n i s gemacht worden i,t, um 400 der cinges chlossenen poli- ilschen .Gefangenen zu befreien. Tie Angreier überwältigten die int Gefängnis ausgestellte Schildwache. Als sic 'nr Begriff standen, die eisernen Tore zu erbrechen, kamen militärische Verstärkungen herbei, und die Angreifer wurden in die 5lucht geschlagen. Ajc Bewachung des Gefängnisses wurde nunmehr einer großen Truppeiiabteilung übertragen Blättcrmcldungcn aus Peking besagen: Ter j ü n g c r e S o b n des Generals Atschi lud seinen Bruder, den T i v i s i o n s- general W u f c l i n g , und dessen Frau und Kinder ein, erschoß sie und verübte Selbftntord, weil Wüstling, der Kommandeur der Kriegsschule war, den Sohn des Mörders cin- spcrren und im Gefängnis verhungern ließ. Der türkische Minister des Aeusstru setzte sich mit der griechischen Regierung in Verbindung, damit den türkische n T ru p- y en gestattet werde, bei der Verfolgung der Entführer Richters die neutrale Zone zu betreten. Tie griechische Regierung erteilte die Erlaubnis und beauftragte gleichzeitig die griechischen Grenztruppen, sich den türkischerseits unternommenen Nachsorschimgen längs der Grenze anzuschließen. Hamid 'Bey und Servet Bey erhielten Befehl, sich sofort an die Grenze zu begeben. Deutsche Kolonien. Gouverneurwechsel in Kiautschau. Berlin; 21. Aug. Der Gouverneur von Kiautschau Admiral Truppel, wurde unter Verleihung des erblichen Adels zur Disposition gestellt und zu seinem Nachfolger- Kapitän zur See Meyer-Waldeck ernannt. wieder ein Sieg der persischen Regierungstruppen? Teheran, 21. Aug. Zwischen den Truppen der Regierung und denen des früheren Schahs soll bei Barferusch ein Kampf stattgefunden haben, bei dem die R e g i e r u n g s - truppen einen vollen Sieg davongetragen hätten. Sar- dar Asch ad, einer der Hauptstützen des früheren Schahs, soll mit 150 Mann in die Berge geflüchtet sein. Wie vom 20. August gemeldet wird, besetzte eine Schar nationalistischer Freiwilliger Barfrush, das bisher als Bollwerk des früheren Schahs angesehen wurde. Aus Stadt und Land. Gießen, 22. August 1911. * ' OrdenSangclegenheit. Der Großherzog hat dem Erbgrafen Karl von Schlitz genannt von Görtz zu Kristiania die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem König von Preußen verliehenen Johanniter- OrdenS (Ehrenritter-Dekoration) und des von dem König von Italien verliehenen NitterkreuzeS des Ordens der Italienischen Krone erteilt. • • Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer Wilh. Weitzel zu Ulrichstein eine Lehrerstelle an der Gemeindeschute zu Lollar. * * Staatsminister Dr. Ewald ist von seinem mehrwöchentlichen Sommerurlaub nach Darmstadt zurückgekehrt und hat die Leitung der Geschäfte deS Staats- und Justizministeriums wieder übernommen. ** Aus dem Militärwochenblatt. Befördert zu Lts. der Res. die Vizefeldwebel bezw. Vizewachtmeister: Tamm (Gießen), des 1. Kurhess. Jnf.-Regts. Nr. 81, Rückert (I Darmstadt), des Leibgarde-Jnf.-Regts. (1. Großh. Hess.) Nr. 115, Hoffmann, Schmidt (I Darmstadt), Mader (Siegburg), des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess.) Nr. 116, Dunges (Mainz), des Jnf.-Leibregts. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117, Berck (I Darmstadt), des 5. Großh. Hess. Jnf.-Regts. Nr. 168, Mann (Worms), des Cleve. Feldart.-Negts. Nr. 43; Bernhard (Mainz), Vizefeldwebel, zum Lt. der Landw.-Jnf. 1. Aufgebots. Der Abschied bewilligt: Draudt (Gießen), Oberlt. der Res, des Leibgarde-Jnf.-Regts. (1. Großh. Hess.) Nr. 115. ** Vorn Manöver. Die Truppen der 25. Hessischen Division sind am Montag in ihrem Manövergelände eingetroffen. Das Kaiser-Wilhelm-Regiment, die 115 er und 168 er kamen in das Aartal. zwischen Diez und Zollhaus in Quartier. Der Stab der 49. Infanterie-Brigade liegt in Flacht, der Stab der 115 er in Diez, das 1. Bat. in Diez und Oranienstein, das 2. Bat. in den Kasernen, das 3. Bat. in Freien-Diez. Der Stab der 116 er und 6. und 7. Komp, liegen in Oberneisen, das 1. Bat. in Heringen, das 3. in Hahnstätten, die 5. Komp, in Netzbach, die 8. in Lohrheim. Vom Regiment 168 kommt der Stab, 1. und 2. Komp, nach Flacht, 3. nach 'Mensfelden, 4. Holzheim, 2. Bat. nach Mensfelden, 3. Bat. Niederneisen. Diese Standquartiere dauern bis zum 3. September. Die Regiments- und Brigadeexerzieren dauern vom 22. August bis 4. September und spielen sich hauptsächlich um den Mens- felder Kopf ab. ** Blinder Feuerlärm. Gestern abend nach 7 Uhr wurde hierher gemeldet, daß int Stadtwald zunächst der Ziegenzuchtstatton ein Waldbrand ausgebrochen sei. Städtische Beamte, Schutzleute und Feuerwehrleute eilten alsbald zu der angeblichen Brandstelle, konnten aber alsbald wieder weggehen. Es brannte nämlich nicht der Wald, sondern dielinksseitige Böschung der Bahn, da, wo die Bahn in den Wald hineinfährt. Insgesamt brannte eine Fläche von 50 Quadratmetern ab. ” Gießener Schützen auswärts. Bei dem Schützenfest, das der Offenbacher Schützenoerein zur Feier seines 50jährigen Bestehens veranstaltete, errangen folgende Gießener Schützen Preise: JubiläumS-Ehrenfeldscheibe: August Dickorö 1. Preis; Feld-Festscheibe Hessen: Aug. Dickorö 1. Preis, H. Schmidt 4. Preis; Stand-Meisterscheibe: H. Schmidt 11. Preis; Tabelle-Standmeister: H. Schmidt 5. Pr.; Feld-Meisterscheibe: H. Schmidt 9. Pr.; Laufende Wild- scheibe: 2(ug. Pascoe 6., H. Schmitt 11. Preis; Laufende Wildtabelle: Aug. Pascoe 5. Preis. Die errungenen Preise sind in dem Schaufenster der Firma Karl Stückrath, SelterSweg, ausgestellt. ** Verhaftet. Wegen Belästigung eines 13jährigen Mädchens im Eisenbahnwagen auf der Fahrt von Weilburg hierher wurde am verflossenen SamStag ein aus Oesterreich stammender Kellner hier verhaftet. Da von dem Vater deS Mädchens Strafantrag gestellt ist, dürfte den jungen Mann eine empfindliche Strafe treffen und das von Rechts wegen. Kreis Büdingen. H. B ü d i n g e n, 21. Aug. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag wurden die Bewohner der Oberaasse empfindlich in ihrer Nachtruhe gestört. Eine Anzahl Herren, die von der Klippe kamen, verübten in der Staat allerlei Unfug; denn einer der Herren hatte sich mit einer Stange bewaffnet und begann in der Obergasse die Laternen zu löschen. Ta diese Straße zurzeit aufgebrochen und für den Verkehr fast unpassierbar ist, konnten dadurch sehr leicht Unalücksfälle vorkommen. Der anwesende Polizeibeamte, der jich dieses verbat, wurde angefahren und angerempelt, so daß er nahezu gezwungen war, von seiner Waffe Gebrauch zu machen. — Am Sonntag und Montag fand auf dem Festplatz am Hammer das Herbst- und Preisschießen der Bü- dinger Schützengesellschaft statt. Am Sonntag hatte sich eine große Anzahl Mitglieder der V. H.-C.- Vcrcine aus^Frankfurt a. M., Hanau, Offenbach usw. ein» gefunden, soviel wie möglich wurden die Vereine mit Musik^empfangen und nach ihren Standquartieren geleitet. Tas Jerusalemer Tor war von der Stadt mit Fahnen geschmückt und ri.ic Private waren diesem Beispiel gefolgt.- Pünktlich um 3 Uhr marschierte die Schützengesellschaft nach dem Festplatz. Mit dem Schießen wurde sofort begonnen.1 Den V. H.-C. war von der Schützengesellschaft ein Doppelstand zur Verfügung gestellt worden, auf dem flott geschossen wurde. Gegen 8 Uhr marschierten die Vereine ab. Ter Montag als zweiter Festtag gehörte der Schützengesellschaft. Von morgens 8 Uhr bis abends 7 Uhr wurde fleißig geschossen. Gegen 8 Uhr abends wurden die Preise verteilt und es erhielt auf Stand I den 1. Preis Karl Schneider II., auf Stand II den 1. Preis Hch. Hölzinger, auf Stand III und IV den 1. Preis Johs. Knaf VII., auf Stand V den 1. Preis Rechtsanwalt Koch, auf Stand VI den 1. Preis Lehrer Wecker. t O. Ortenberg', 20. Aug. Unter großer Beteiligung hielt am Sonntag der Kriegerverein ein Preisschießen auf dem Schießstande in der Klippe ab. Es wurden ausgezeichnete Leistungen erzielt. Nur Vereinsmitglieder konnten sich an dem Preisschießen beteiligen. Von den 14 vom Verein gestifteten Preisen erhielt den 1. mit 50 Ringen Karl Lanzendorf, 2. Frdr. Becker (47 R.), 3. Bopp (46 R.), 4. Gg. Stock (43 R.), 5. W. Alt, Selters (43 R.), 6. W. Kneipp (42 R.), 7. Aug. Fahrenbruch (40 R.), 8. PH. Köhler (40 R.), 9. H. Emmerich (36 R.), 10. Hrch. Hensel, Bergheim (35 R.), 11. Ph. Zinn, Selters (35 R.), 12. P. Meister (34 R.), 13. K. Balzer (34 R.), 14. I. Dickler (32 Ringe). B l e i ch e n b a ch, 21. Aug. D?r heutige Schweine- markt war mit etwa 600 Stück Ferkeln befahren, Einleger fehlten. Wenige Käufer waren erschienen, da der Kartoffelertrag nicht glänzend ausfallen wird. Bei den wenigen Kaufabschlüssen waren folgende Preise zu notieren: acht Wochen alte Ferkel das Paar 32—34 Mk., jüngere äu 18 Mk. Der Markt ging früh zu Ende, entmutigt zogen Die Verkäufer wieder ab. Fette Schweine werden von den Metzgern zu 58—60 Pf. das Pfund Schlachtgewicht gekauft, wahrend sie selbst das Fleisch zu 76—80 Pf. verkaufen. — Die Grasverstetgerung der fiskalischen Wiesen in Lißberg erzielte die höchsten Preise. Ungefähr 3000 Quadratmeter erzielten Preise von 40—44 Mark, als Ertrag sind vielleicht 5—6 Zentner Grummet zu verzeichnen. Die Preise für Schlachtvieh fallen erheblich. x Bad Salzhaus en, 20. Aug. Heute fand hier wieder ein Konzert der GießenerRegiments- kapelle statt, das sehr stark besucht war. Die Besucher waren von den Darbietungen sehr befriedigt. Ein fein zusammengestelltes Programm wurde musterhaft durch- gesührt und fand reichen Beifall. Kreis Alsfeld. — Alsfeld, 21. August. Für jeden früheren Schüler der hiesigen Realschule, dem es nicht vergönnt war, den Jubiläums-Feierlichkeiten beizuwohnen, dürfte cs von Interesse sein zu erfahren, daß eine ausführliche Festzeitung über die Veranstaltung erschienen ist. /^Alsfeld, 21. August. Die Gemeinde Schwarz hat bic Errichtung einer Wasserleitung beschlossen, die noch im Spätherbst in Tätigkeit treten soll. In Reuters sind Bach und Teiche ausgetrocknet, der Wassermangel ist empfindlich. Der Gemeinderat hat die Mittel zur Schürfung nach Quellen zwecks Herstellung einer Wasserleitung bewilligt.- In Altenburg herrscht trotz Wafferleitung Wassermangel, fürs Vieh muß das Getränk meist aus der Schwalm geholt werden. Am Homberg sollen weitere Quellen erschlossen und der Leitung zugeführt werden. Kreis Lauterbach. ~ Lauterbach, 21. August. Heute abend kurz nach 7 Uhr wurde die hiesige Feuerwehr nach dem Anwesen des Metzgermeisters Zimmermann an derHohbrücke hier alarmiert. In dessen Räucherwerk waren die darin aufgehängten Fleischwaren in Brand geraten. Die Feuerwehr konnte das Feuer auf seinen Herd beschränken, so daß größerer Schaden an Gebäuden nicht entstanden ist. Etwa 50 Zentner Wurst sind jedoch zum größten Teil verbrannt oder ungenießbar geworden. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt. Krcis Friedberg. = Friedberg, 21. Aug. An der O b st b a u s ch u l e finden vom 29. bis 31. August und vom 5. bis 7. September zwei Obst- und Gemüse Verwertungskurse für Frauen und Mädchen statt. In diesen Kursen wird das Konservieren von Obst und Gemüse in Gläsern und Krügen, sowie die Herstellung von Marmelade, Gelee usw. praktisch vorgesührt. Da die Anstalt zur Abhaltung solcher Kurse umfangreiche und neuzeitliche Einrichtungen besitzt, so ist der Besuch dieser Kurse ganz besonders empfehlenswert. Da immer nur eine geringere Anzahl von Damen zu einem Kursus zugelassen werden (Höchstzahl 25), so empfiehlt es sich, sich rechtzeitig bei der Direktion zu melden. Ter erste Kursus vom 29. bis 31. August ist bereits fast vollständig besetzt, Anmeldungen können nur noch zum zweiten Kursus Berücksichtigung finden. L Friedberg, 21. Aug. Gestern zogen der Veteranen- Militärverein, der Artillerie- und Pionier- und der Kavalleric- und Trainverein zur Feier des Tages von Gravelotte mit ihren Fahnen nach dem gemeinsamen Grab der hier im Lazarett gestorbenen Krieger von 1870, um Kränze niederzulegen. Hierauf beteiligten sie sich am Gottesdienst. Am Abend fand in unsrer Stadtkirche ein Volkskirchen- ko nzert statt, das auch für diesen Tag bestimmt war. Orgelvorträge wechselten mit Cellovorträgen und Gesängen der Chorschüler und des Vereins ehemaliger Chorschüler ab.' Die weiten Räume des Wetteraner Doms waren bis auf den letzten Platz besetzt. Starkenburg und Rheinhessen. R- B- Darmstadt, 21. Aug. Das Darmstadter Hoftheater wird seine diesmalige Spielzeit am Sonnlag, 3. September, beginnen. Als Eröffnungsvorstellung i'st Lortzings neu einstudierte Oper „Undine" in Aussicht genommen. Zur Festvorstellung am Geburtstag der Großherzogin (17. Sept,) wurde Gounods Oper '„Romeo und Julie" bestimmt. Als erste Neuheit in der Oper soll Päccinis „Toska" und als Schauspielpremiäre das Liistspicl „Das kleine Schokoladenmädchen" zur Aufführung gelängen. rm. Heppenheim, 20. August. Das Hotel zum halben Mond hier ist in der Nacht zum Sonntag zum großen Teil ein Raub der Flammen geworden. Die Fremden konnten kaum das nackte Leben retten. Das in ber Nacht gegen 1 Uhr ausgekommem:.Feuer war kaum gelöscht, als in dem anstoßenden alten Bau gegen 6 Uhr ein neues Feuer ausbrach, das den Dachstuhl in Asche legte. Der Schaden ist groß, aber in ber Hauptsache durch Versicherung gedeckt. en oi ubt vermischte» 5138 Lumda, den 20. Suguft 191L Gießen, 22. August 1911. 06798 Gestern verschied nach kurzem Leiden unsere liebe Schwester und Tante Tie Beerdigung findet Mittwoch, 23. August, nachmittags 6 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. jeden früheren Schüler cht vergönnt war, den Mwvhnen, dürfte et eine ausführliche Fch hienen ist. : Gemeinde Schwarz itung beschlossen, die en soll. In Reuter» , der Wassermangel ist ie Mittel zur Schürfung Wasserleitung bewilligt/ erleitung Wassermangkl, as der Schwalm geholt Quellen trjä)lojjtn und Amtlicher wetlerderlcht. Oesfentliche Wetterdienststelle Gießen. Wetterausuchren tn Hessen am Mittwoch, Den 28. Aug. 1911: Wechselnd bewölke, meist trocken, warm, Gewitterneigung. rrrr mirm zur Sc! imr*una ber lästigen x>tK : rtma eine Lampe atjiuinwn »nn allgemein cichnwbe Bcntilall>ren. tüU an*u»(Ntevni iind mtb ebnrin etn ‘ ba-5 diese 91 eben in .-•man onrurreNen sind Benti« fest eingebaut, in großen Ber- Schulen uim., IW fic vor «Hat Letzte Nachrichten. Ein Ausstaad der Etraßenbahnarbeiter in Saarbrücken. Saarbrücken, 22. Aug. Tie hiesigen Straßen« bah narbeiter beschlossen gestern, in den A u s st a n d zu treten, da die Verwaltung ihren Wünschen wegen der Lohn- und Arbeitsoerhältnisse nicht entsprechen wollte. Tat- sächlich ruht heule morgen jeder Straßenbahnverkehr. unsere- Wissens scbicbttoeise — zu den Ein besserer Weg wäre vielleicht der. aus rtnielTrm Mitgl- Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser lieber Gatte, Vater, Großvater, Schwiegervater, Schwager und Cnfel Herr Heinrich Hees gestern abend 8 Uhr nach langem Leiden im Alter von 69 Jahren sanft entschlafen ist. 5137 Tie trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Glaubrechtstr. 14), den 22. August 1911. Tie Beerdigung findet am TonncrStag nachmittag 4 uhr von der Kapelle LcS neuen Friedhofes aus statt. Tauksaguug Für die vielen Beweise unendlich großer Teilnahme während der Ärankdeu und bei der Beerdigung unteres heißgeliebten, unvergeßlichen Sohnes. Bruders und Enkels Heinrich Bötz sprechen wir allen, insbesondere den Beamten der Station •Jiaubcmt, Wetzlar und Gießen, sowie dem Eisenbahnvercin Londori. Herrn Planer Schmidt mr die trostreiche Grab' rede und mr die zahlreichen Btumenspenden unseren herzlichsten Tank aus. Im Namen der liestrauernden Hinterbliebenen: Heinrich Bütz, Bahnhofsaufseher. Frl. Elisabeth Weide im Alter von 73 Jahren. Um stille Teilnahme bitten: Frau Lehrer Sommerlad Wwe. Familie Knaus. ID'Ä.rriti»'1' i. Das Zolling.' I- terf*'8 1,1 Uri9»juiH1 ä? llnbnic 1 her ö105' "°ds !uh-i! in itixm £.'.11150011 ebenso iri; itHlicn. Man bctroruigi icm d,e roie eine Tiichtamp. übe ZI. Die henbach, 21.Aug. Bei der Beige or dn ei en. l Hufen n,ahl erhielt der bürgerliche Kandidat, der bisherige Bei. «rucken geordnete Georg Lehr VII. 152 Stimmen, der lozwldemo. ehilsen ufro. im Feuerwebrdienst ausgebildet un mr j.ue den Vorzug der Icidnai Tr.inooorH'itzigkett beiibrn Je nach der Große des Zimmers imo der Bemüaior zu iPiiblen lein, der mr eine allgemeine MuiUung des Jimmer* sorge» soll. Nicht dringend genug lann die AnichoNung eines ‘JWinunur- reniilarvrs empfohlen werden, der r B aus dm 3etrnbufd) gestellt, gerade io viel Kühlung erzeugt, daß her Ardcirmd'. ohne vom Juge bei dingt zu weiden *riich bleibt Narnmtlnli *e Bureaus. Ätbni»rdumcn ui», i»Ilten Ventllotorcn in rmt'st^e Maße Umgang TinOai. schon die durch die angenehme Äübtiing erhutite Arr^ttsfahigkeU der Angestellten mach: die Anschauung ehr bald bezahlt • C o U »4ä bI un g c n in 6 ü ba 1 r if a. Die grobe Volkszählung in Britisch-Sübaftika ist ,ctzt adgeschloslen und die tirgeb- nilic sind soeben in llapsladt amtlich bekannt gemocht worben. Während i ie „Südnsrikmiische Union* noch im Jahre 1904 5 1kö #24 Slöpfe zählte, sind letzt 6 Millionen nahezu enetdit, die Volkszählung ergab genau 5 4V9 Einwohner. 1278 025 booan md truropaer und 4uül ütk Eingeborene ; tut da» Jahr 1904 lauteten die entsprechenden Zahlen 1116 806 Uutupaci und 3 4V5 1U4 Eingeborene. Tic übrigen laibigen Scwohnci brantm ich auf 610 382. Tie Volkszählung zeigt euien aufldlhgcn :Kitd- lang dec Einwohnerzahl tu den Haien- und RufteniidOlen; die einzige Ausnahme hierin bildet Durban. Tagegen zeigen ZohamuS- burg, Pretoria und das Reclgediet eine gewalngc Ztutahme. Bemerkensivert iß da« rasche und ftetige Anwachsen der Zahl der Ihiigcborcnen und übrigen farbigen Bewohner Südafrikas. • Eine indische Regenprozession. In Bomb.i« bat Ende Juli eine Zeremonie stattgeftmden, die seit einem Laiben V*abrljunhta nicht mehr vorgekommen war: Eine Prozession der Vindus nach der Meeresküste, um den Golt des Siegens ins Meer zu versenken. Ter trockene Sommer Halle die Sehnsucht nach Siegen auf* höchste gesteigert und man hoffte, durch diesen billigen Borgang den Himmel günstig zu stimmen. Früh am Morgen bereits stand cm großer Ochsenwagen auf dem MarktÄatz, reich geschmückt und besetzt mit einer Musikbande m gelben Gewändern, tic einen ohrenbetäubenden Lärm machte. Ans dem Hempel brachrc bann der oberste Priester das Bild des Regengottes und trua ei in eine Sänfte, die durch einen roten Schirm geickiützl war. Nun fetzte sich der mcrlroürbigc 3ug ui Bewegung. Boran dx Musik, deren wilde Klänge sich mit dem Gesang der Priester uub dem Geschrei der Vollsmengc mischten, dann die geweihte Sänslv des Regengottes, von einem dichten Schivarm von Brabmüten umgeben; ihr folgten zweihundert Priester, die Gebete um Wegen anftimnrten, eine große «schar von Stau flauen, die ihre Geschäfte der Prozession wegen gefditoffcn ballen, und bann ein zahlloser Bolkshaufen. '.'In der Küste angelangt, trugen die Bi ab- minen das Idol in ein Boot, und unter dem Gesang der Priester, dem Geschrei der Stenge und dem Lärm der Musik ward es in» tiefe Meer versenkt, mit dem Kopf zuerst. * Sieben Löwen in zehn Minuten bei Abgabe von nur z e h n S chü s s e n getötet zu haben, diese Heldentat hat soeben ein junger Holländer, Mr. Post ina, in Britisch- Cftafrifa vollbracht. Er war mit einem Wagen und mehreren Ochsen in den Guasno Ntnrc»Distrikt gefahren, begleitet von zwei Eingeborenen Als er an einen kleinen Fluß kam, ivurbtn die Ochsen ansgespannt und in demselben Augenblick auch schon von neun Löwen angegriffen. Sogleich sprang der hinge Postma auf seinen Wagen, ergriff seine Bück)se und gab Feuer au, die An- er, die bereit- einen Ochsen niedergerissen und gumu hat! ». In weniger als zehn Minuten lagen drei Löwen und vier Löwinnen niebergeftredt am Boden, die beiden übrigblcibcnben halten sich schwer verwundet aus dem Staube gemacht. Für seine Tat ist h.-m Helden eine eigenartige Belohnung zugodacht Er erhält den vom „East Äftican Standard" ausgesetzten Studien, den diese von Seit zu Zeit an Personen verteilt, die irgend eine besonders riib- incnsroerte Tat vollbracht haben. ♦ A h so! Gast: „Wer ist denn dec Herr dort drüben, der so schrecklich über die Bedienung schimpft?" — Wirt: „Das ist ein Diener aus der Nachbarschaft!" * „Neulich hab' ich den Anzug von meinem Peperl gewaschen, und er ist so eingegangen, daß er dem Buben zu eng ist . . . was soll ich nun tun?" — „Wissen S.' was, waschen S' mal den Buben!" lurW fiite! i" -KO 6. heute abenb kurz nad) nach dem Anwesen bei ^ohbrückehier alarmiert. iie darin achchänglen , Die Feuern>ehr konnte :nfen, so daß größerer n ist. Etiva 50 Zentner ierbranni oder ungcnicß- rch Versicherung gedeckt. mLbst.bauschule >oni5.bi5 7 5ept* »ertungskurse M lesen Kurien wird das in Gläsern und AuW lde, Gelee u!^P« lbhaltung solcher Su Achtungen besißt, so' Ls hl ion Samen tu «"™ -hl 25), f» ä:,!SS ovo^9e11 . ^yiet ab. I Ä'chch ei >'; er cT.eine ab P >=« biefc ' «<£ ■!ä fettste .“«teil. ■L auf pLxlanö III slnn, Selter« ea-iss K-n- meiben^" hÄP1«;: Grummet iU ücr, bleh fallen erheblich {u9- Bettie fanb hier :.ner Regiment?. Jt toat. Die Besucher befriedigt. Gin sein 'e musterhaft durch bei den paar Leuten von der PflickUleuenoehr, die den noch wesentlich kundigeren Männern der freiwilligen Wehren mehlend nur bindert ick ist. Ans all diesen liebel itdnben ergibt sich die zwingende Notwendigkeit einer durchgreifenden llmgeital* t u n g unseres Löfchwefens , die den Einwohnern von Gießen die größtmöglichen Garantien für ihr Eigentum und Leben gibt. Es braucht nicht gleich eine ständige Berufsfeuer-» xrcbr zu sein, es gibt noch viele Mittelwege, die gangbar find und sich teilweise in der Praxis bewährt haben. In Bromberg z. B., einer Stadt von etwa 50000 Einwohnern, sind die städ- ■ ■ . »i r»* liefert billigst die Brühl sche K IIUQPTC ITllT Universitäts-Buch- und Stein- IXUVul IO Hill I II Illa druckerei,Gießen.Schulstr.7 f ffff***ffffff****** u,w.v..... ——o - - --- ’ I her freiwilligen trniermebr eine besondere Gruppe zu bilden, kratische Kandidat Klein bekam 168 und der dritte Nandidoi die bei jedem Brande eine gcroiiic Prämie erbieltrn. Ticie Leute yiamer Heinrich Nieser (parteilos) 102 Stimmen. Ec müßten natürlich ied i - n venugbar sem. und^ini 7raU .t-ier ftndet Stichwahl zwischen Lehr und ft..in .alt. I schicdenheit aber müßte darauf hingewirkt werden, daß eine jeder- Ärriä Wktzlar. Leit verfügbare Feuerwack, e eingerichtet würde, die im Not W 91 9fim Untere heuriae Serien- ’allc c» d n e jeben Verzug und genügend ausgerüstet an der X Altenkirchen, 21.»ug. unierc .leurtge Serien. ^Eelle zu erscheinen hatte Außerdem wäre abermals -.u koko n i e ist zusammengesetzt aus 11b ninoern ocr tjrauen* I crniQgCn ob nicht ein eigener städtischer Huhrpark anzuichaf'en Hilfe 36 Kindern der Stadtverwaltung, 21 Hindern ber I lüQrr; denn wenn der Itutidier Jakob Müller nicht rein zu- “iinaenfürforac und 7 Kindern deS E.fenbahnvereinS Köln, fällig an der Brandstelle vorbeigekommen wäre, dann wäre Tie Nosten für den vier.vöchentlichen Aufenthalt betragen an U M.e Gefvann erst nm V,12 Ilbr an der Branduelle er- BerpslegungSgeld etwa oOOO 2JlfI^.rjn f01” 1’lt bl 1 ''I» derselben Angelegenheit erhielten wir noch folgende» Ein auf der Eisenbahn mit 568 Mk. Nicht mit eingerechnet linD I gcfa^t: die Ausgaben für die gemeinsame ^edanseier, mit welcher I ^uni (Aroßscuer in der Marburger Straße wird ims gc regelmäßig die Sommerfrische beschloßen wird. I schrieben- ..Man kann der Presse nur dankbar fern, wenn sie ueb -t- (Steifen ft ein, 20. Aug Tic Ausrümnungs. und m Angelegenheit des Feucrlöschwesms dierielbst zum Mundstück r-A 1 Aili imf^rcr kitfl die tn diesem ^abre der ottentlicheii Meinung macht. Ale obicktwer Beobachter bei Licherungsarbeiten auf unserer Burg, die m diesem^Zayre estrigen Brand, kann ich versichern, daß die Zustünde wieder weiter gefordert werden, habenbt-her deti Lemkellcr Beichretbung spotten. «San» abgesehen von dem Ilmstanb, und den daranschlteßenden grogen Burgkeller untervemi^^ ^creit0 gerügt ivorden ist, daß die Löschmannschaften viel Palas, sowie das noch vorhandene Erdgeschoß dieses Baues Ul f-pdI an rrl Stelle etngerroffen sind, Hal die Jm'-cnierung freigelegt, wobei auch ein Teil des ehemaligen Burghofes ocr Losckürrbctt den Eindruck hervorgerufen, als ob es iidi um ton Schutt befreit wurde. Tie Zugänge und Treppen zu den einen bloßen Scherz handle. Es hat an jeber zielbewussten Leitung nlld mädniacn Tonnenaewülbett bestehenden Kellern und und Organisation gefehlt. Iwi sollte doch an nehmen, daß d,e cbenfo AU bet alten »uigmühle, die burd) Wind, aber auch Seuerwrbtmuruicr sum mutbcHcn ro.nen, roo ud> b.e Sitbranie» betrieben mutbe unb am ÄÄ Ä eingebaut, nngs von kasemattenarttg angelegten I brt Brand immer weiter um sich griff. Ohne Uebrrncibiuig ständen umgeben ift, sind recht bequem. Aus der Burg ist man sagen, daß Leben und Eigentum ber Einwohner von ein Führer anaestellt, der gegen eine kleine Gebühr me beim ^lu»brechen von Bränden den unglaublichsten Ju- Führung übernimmt und auch die höchst sehenswerte Bura- ßanden urn^gegeben sind. Tie Stadwenvaltung Hal die Pflicht, tirche mit ihrer prachtvollen Barockdecke össnet. DaS fürst-1 sofort einzuichreiten, um ber Bevölkerung die Beruhigung zu liche Haus Solms-BraunselS, dem die Ruine Greisenftein s verschaffen, auf die fie vollen Anspruch hat. v. H. gehört, hat es sich seit einigen Jahren angelegen sein lassen,-------------” die vorhandenen Reste des einst ivehrhaften Hauses von den Spork. Schutthalden, die auf ihr lagerten, zu befreien und durch *» Preisgekrönte Radfahrer. Einen großen Erfolg nmfaffenbe Sicherungsarbeiten der Nachwelt zu erhalten, errang der Rad-ftlub Germ an ta Gießen bei der am .in tu guialtt.un ,1 - 1 F>n mh.nHon unb errang für diese Leistung die höchste Auszeichnung ----- |bc5 Deutschen Rabfahrer-BlmdeS, nämlid) den echt golbenen Biin- Mängel bei der (Siebener Feuerwehr. des-Ehrenpokal. Wie l)crooxvagcnb bic Leistung der Mannschaft n « ..k. in W» geht daraus hervor, daß ber zweite Verein 17 Minuten länger Ludern »r anbe <«J>er UhJ acbraucf)ic. Tie zweite Mannschaft, beftenb au3 den Fahrern 'N noch nachzutragen, daß die ^ebLulichkeiten bereits^8 Ester, Muhl, Reibeting Schmibt unb Weinrich gebrauchte für bie hd'.terlol) am brennen waren, datz^cs ober nierkwurblgcnveise erst I ;trccfc 3 elnut.cn 26 '1’1 m. und erhielt dafür ein Lhrendtplom. 1(0(1,11 Uhrju stürn'en begMiii. Ter Zbuyä-er I a ko b M ul ler I 2cv golbcuc yoffl( .g mil dem beim Bundesfeste deS Deutschen von der Lohnkuttcherci L. Haas, der vor 111 Uhr fernem ! gjadfahrbimbes in Frankfurt a. M. errungenen silbernen Pokal im Gefährt von Wteseck kam, sah eme nwchtige FeuersLule ausschteßen, Schaufenster des Herrn Fakob FrieSleben-Bahnhosstraße b0, auS als er in die Marburger «trabe einbog. Er ließ fnne Fahrgäste I ' v %) o L?°b?b°b°!ich°s°!°N SÄ® einen ^itmtoaoeniu lieber tiruppe bet ®elbpreisfal)ret tzartmann,Schimbaeh holen iin Augenblick seiner Rückkunft wurde dieser aber gerade brauchte für dte etwa oOO fttlometer lange strecke wenig von dem Fuhrunternehmer Herz berg er bespannt. mehr als 26-,4 Stunden, hinter tm passterte, nur etnc1 halbe Ein zweiter Augenzeuge teilt uns mit, daß er um i/,U Uhr Vordcrradlängc getrennt, Hübner-DreSden daS Ztel. In vom Philosophen,vald aus den Wiesenwcg nach der Ost-Anlage der Gruppe der Amateure zeigte sich I. Wedda^Bergedorf ging als er plötzlich einen mächtigen Feuerschein emporschlagen als der Beste. sah Gr eilte sofort an die Brandstelle, wo saft unmittelbar nach --- ----------- ' - -1 ■ rstssss ihm ein Offizier mit einer Anzahl Soldaten erschienen sei, die dkricbtsfoaL sich sofort an dem von Nachbant und «paztergangern bereits lebhaft betriebenen Rettungswerk beteiligten und Pferde unb X Hanau, 21. Aug. In dem Torfe Hettersroth bei Bir- .Hübe retteten. Ein Untcroffijicr machte währenddem daraus auf- ftein im Vogelsberg hatten sich bei den Wahlen zur Gemeinde- merksam, daß kein Feueralarm ertöne und erkundigte sich, ob I Vertretung zwei Parteien gebildet, von benen die eine in dem in Gießen denn nicht gestürmt würbe. Endlich, kurz nach 11 Uhr, Ortsschullchrer Holzapfel einen nicht zu unterfchätzenden Gegner als sich bereits eine riesige Menschenmasse eingefunden halte, sah und nun bedenkliche und verwerfliche Mfttel in Anwendung bie z. T. tapfer eingriff, ertönte auch daS Feuersignal. Eine I brachte, um den Gegner zu schädigen und zu entfernen. In '’liuahl Feuerwehrleute kehrte wieder zurück, um die not- anonymen Schriften, die an die 9tcgierung gingen, wurde ber ' wendigsten Geräte zu besorgen. Gegen 1.42 Uhr wurde bann Lehrer sittlicher Verfehlungen beschuldigt, später kam der Stein endlich die große Leiter hcrbeigcbrad)t, ein Zaun damit über- ins Rotten unb als verdächtig, die anonymen Schriften angefertigt rannt und nun versagte bie Wasserzusuhr. Ob- zu haben, wurde gegen den Arbeiter Micke! und den Landwirt «ckioii ein Offizier die Leute auf das vergebliche ihres Begin- Sckiauburger aus Hettersroth vorgegangen. Tas cdjöffengcridn nenö hinroie' rourbc ein zioeiter Zaun mcdergcrissen, der dann Birstein bedachte Mickel mit acht, ^djauburger mit sechs Monaten aber Icbialid) den Zusätauern das Näherkommen ermöglichte. Als Gefängnis. Tie Strafkammer Hanau als Beruftingsinstanz fetzte bann der Schlauch endlich Wasser gab, hatte er gegen bic ge- die Strafe gegen Mickel auf fünf Monate Gefängnis herab: die roaltig angewachsenen Flammen auch nicht mehr viel auSrichten | ?cnii;niG b .■ uul\- cridncnencn ^djauburger rourte verirorfe:ii rönnen, selbst wenn piaiimatziger gespritzt worden wäre. So war eS vorerst ganz vergeblich. Tic Hilflosigkeit einzelner Feuerwehrleute war geradezu rührend. I * Wie schützt man sich vor Hitze? Borbeugungs- Ein ähnliche Wahrnehmung machte ein anderer Herr, der maßregeln unb Linderungsmittel gegen die augenblicklich Herr- das Rettungswerk von den Wiesen aus beobachtete. Gin Jycucr» f^mbc Hitze sind zurzeit ein hochaktuelles Thema. Fast jeber wehrmann spritze sinn- und planlos in den Flammen umher, in- I weiß ein anderes Mütel: der eine besprengt das Zimmer, der dem er das Mundstück des Schlauches beständig hin unb her be- anbcre hält diese Maßnahme für ganz verkehrt ufro. Aber alle roegte, so wie man allenfalls einen Garten besprengen, aber biefc Hitzmittelchen sind ziemlich wertlos. Erst wenn man dem keinen Brand bekämpfeit kann. Tie belehrenden Zurufe ber Zu- „warum" des durch bic Hitze hervorgerufenen unbehaglichen Ge- fdtaucr fruchteten nichts. Als ein anderer Wehrmann an den chhies nachgeht, wird man zu wirkungsvollen Gegenmitteln kom- Schlauch trat und langsam Schritt um Schritt die Flammen mm. Ter Mensch produziert bekanntlich eine gewisse Wärme, löschte, so daß er schließlich den Stall unter Wasser nehmen welche durch die, infolge körperlicher Arbeit erzeugte und durch konnte, ertönte ein lautes Bravo. die infolge der Sonnenstrahlung hin zukommende Wärme erheblich Alle diese Aeußerungen bestätigen, was wir gestern schon erhöht wird. Unter normalen Verhältnissen wirdnun diese Warme» ausgeführt unb beanftanbet haben; die unnötige Versäumnis der Produktion mtt ber durch dte Ausstrahlung der Körperwarme nach btftcn Seit durch verspätetes Eingreifen, den Wassermangel, b,e außeii, Lufternciierung und ^chweitzabsonderung erfolgten Wärme Hilflosigkeit einzelner Leute, das wenig planmäßige Vorgehen, abgabe zu emem gewisscm Ausgleich kommen. Dieser Warmc- die einem großut Feuer nicht gewachsene Ausbildung der Leute, ausgleich wird jedoch erheblich gestört, sobald die Autzentemperatur die zweifellos ihre besten Kräfte einsetzten, wenn sie genügend eine anormale Hohe erreicht, und die Störmrg wirb wnem ich Erfahrung hätten. Genau so, wenn nicht viel schlimmer, war es verstärkt durch die Sättigung per Lutt mu Feuchtigkeit, tnc ihre - - J v .....—l AuNiahinefahigkeit für die menschlichen Feuchtigkeitsausdunitungen hcrabsetzt und daS drückende schwüle Hitzegefühl hervorrust. Es ist daher in erster Linie das größte Gewicht auf einen möglichst geringen Feuchtigkeitsgehalt der Luft zu legen, weshalb auch das beliebte Besprengen des Zimmers vollständig verfehlt ist. Zur Erreichung dieses Zieles wäre das beste Mittel natürlid) das Trocknen; die Kosqpieligkeit unb Umftänblid?tcit des Prozesses jedoch machen dieses Mittel für bie All gern ein b it unanwendbar. Es gibt sedoch noch ein anderes Mittel, die Aufnahmefähigkeit der Luft bedeutend Zu erhöhen, das ist ihre lebhafte Bewegung. Zn a erntt.cn haben tnc ren»rüMd*r Lmii nach Weniger verbreitet find leider die firiern tor72 Kinematograph. Babnbofffraße 54. (06786) Bahnhofstraße 54. In des liyefe M großes ergreifendes Drama, spannend von Anfang bis Ende, Zeichnungseinladung. Mit. 11,250,000 - 4°/o Teilschuldverschreibungen der Oberrheinischen Eisenbahn - Gesellschaft Aktiengesellschaft in Mannheim von 1911 mit Garantie der Stadt Blanolieim für Kapital und Zinsen unkündbar bis 1. September 1916. Die Oberrheinische Eisenbahn - Gesellschaft Aktiengesellschaft in Mannheim hat eine 4% Anleihe von Mk. 12,000,000,— aufgenommen, eingeteilt in Stücke zu Mk. 2,000.—, 1,000.— und Mk. 500.—. Ein Teilbetrag von Mk. 11,250,000.— wird hiermit zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt. Für Kapital und Zinsen hat die Stadt Mannheim die Garantie übernommen. Den Schuldverschreibungen sind Zinsscheine per 1. März und 1. September beigegeben, die gleich wie die rückzahlbaren Stücke an der Hauptkasse der Gesellschaft und den Kassen der unterzeichneten Banken und Bankiers, ferner in Berlin, Frankfurt a. M. und Darmstadt ohne Abzug zahlbar sind. Verlosung und Kündigung der Anteile sind bis 1. September 1916 ausgeschlossen. Alle auf die Anleihe bezüglichen Bekanntmachungen, insbesondere Verlosungen und Kündigungen, werden in mindestens zwei Mannheimer Zeitungen, der amtlichen Karlsruher Zeitung, einer Frankfurter Zeitung, einer Berliner Zeitung sowie im Reichsanzeiger veröffentlicht. Die Zulassung der Anleihe an den Börsen von Mannheim, Frankfurt a. M. und Berlin wird beantragt werden. Auf vorstehende Anleihe nehmen wir Zeichnungen bis zum Donnerstag, den 24 August zum Kurse von: S8.Z6 °|0 zuzüglich 4% Stückzinsen vom 1. September 1911 ab entgegen. Giessen, den 22. August 1911. Herr Langbein sucht ein Hotel, äußerst humorvoll. Isz M eines Kindes ergreifendes Drama aus dem Leben. Tie beiden Väter, großes amerikanisches Drama. to als tasrtopihr eine tolle Humoreske. Das Hohenstaufen-Journal, sehr interessant. Ach, wie ist die Liebe doch so süß, Tonbild. Die nnverbesserliche Frau, humoristisch. w Ab morgen Abgründe - 2. Serie großes Scnsationsdrama in 2 Akten. Länge 900 Meter. — 3214 MINIMAX sind seit 1904 23836 schriftlich angezeigte Brände gelöscht. Davon bei Industrie, Handel und Gewerbe..... 17796 Landwirtschaftliche Betriebe...... 791 Privat-Wohnungen .......... 2200 Diverse ...............2160 und durch Feuerwehr........ 889 79 Menschenleben vom Tode errettet. 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Programme und Anmeldeforinulare sind durch dis Direktion, Darmstadt, Neckarstraße 3, zu erhalten. D1y„______________________________Die Direktion. Grummetgras-Versteigerung. Montag, den 28. l. M., vormittags !) Ubr, wird das Grummetgras von den fiskalischen Wiesen in den Gemarkungen Garbcntcich, Leibgestern, Schiffenberg und Watzenborn, das Gras von Schneisen und Mäbvlatten in der Forstwartei Baumgarten auf dem Ralhanse zu Walzenborn versteigert. Weitere Auskunft erteile« der Großh. Forstwart Menges und Güterausseher Mack zu Hausen. Gießen, 19. August 1911. Großh. Obersörsterei Schiffenberg. F. B.: Baade r. Fiiwijdelfe für LiinpMe (Medizinische Klinik, Klinikstraße). Sprechstunde: Jeden Mittwoch abend von 5—i/27 Uhr» Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Angehörigen von Lungenkranken. p«/ Ausgabe von Attesten für Attfnahme in Heilstätten. Ratschläge für Kranke und ihre Angehörigen zur Vermeidung von Ansteckung. 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I. im Bürger» meiUereigebaude — Zimmer Nr. 15 — schriftlich oder mündlich ein» zureichen unter Borlage der die Erfüllung der Bedingungen nach- weisendeii 'bapicre und ärztlicher Bescheinigungen über etwa be- bauvtete Kranthetlen._________ Bsle ö'ür das städtische (tzas- »nd Wasserwerk wird ein jüngerer Bnreaugehilfe rum alsbaldigen Eintritt gesucht. Bevorzugt werden Bewerber, welche eine kaufmännische Lehrzeit mit Erfolg durchgemacht haben und Kenntnine in der Eisenbranche besitzen. Bewerbungen mit Lebenslauf und Zeugnisabschriften find unter Angabe der Gehaltsansprüche alsbald bei der Bürger» meuteret einzureichen. B”/*