Nr. 221 Erstes Blatt I6(. Jahrgang Mittwoch, 20. September 19(1' Gietzener Anzeiger Ter Oletzenei Knzekge, erscheini täglich, ouyer Louniags. - Beilagen: i, Cimat wöcheurilch OtchenerKomitiendlStter, . Lrii ialiDÖckeiul.Krets- blatt für öen Kreis •lefecn tlicuctag unboieiloc ; remial monatl. taub uirt|d?a|lli(bt Seilfragei rtmipred) - Anschlüfie fui bu Dlebaftioii 112, 9 — TLV General-Anzeiger für Vberhesten ^"teT^aJeiü!!S Rotaffonsörud und Verlag der vrühl'schen Unlv.-Vuch. und SteiNÖrnderei R. tauge. ReöaftioK, LrpedMon und Vndereh Zchulpraße 7. t-i» Donmiuqä u Uhr. vüdinzrn: Fernsprecher Nr. 50 OeschSflrstelle vahnhofftratze l-L. Beza avveets: monatl i ch 75 ifl- tH ertel- ibrhch Mk. 2.20; durch tobolf- ll RiwigOellen .o>> all ich öS i'f.; durch dieBost IW-S.—oieitel- I.iOvL mrSscht. BcteUq. ieilmprn»: total 151% idSipurte 20 t-fennia. Ldrsrrdaktrur.A-Aortz. l‘rranimonlict) für den ootuischen Le»l: August ®orn: tut .gniitle- ton',.Ärrrurschle4' und ,®eiid)is|aal*: R. ‘21 tu» ratb; für ,6lnbt und Canb": E-Dcß: l»r den ?ln|eiamteü; h. Beck. Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten. Vie Reichsiagserlahwahi in Düffel-orf. Düsseldorf, 19. Sept. Bei der heutigen ReichStagsersatzwahl für den verstorbenen Amt» gcrichtsrat Kirsch erhielten Haberland (Soz.) 33 812, Dr. Friedrich (Zentr.) 29 076, Herkenrath (nat. Bei ctnigung) 3138, Dr. Breitscheid demotrat. Bereinig 3510 und Chociszewski iPole> 271 Stimmen. Es findet Stichwahl zwischen Haberland und Dr. Fried rich statt. Ls sind diesmal nur 69 807 Stimmen abgegeben worden, wahrend bei-der Wahl im Jahre 1907 <0 18h gültige Stimmzettel gezahlt wurden Dabei ist die Zahl dec wahlberechtigten um rund 18 000 gestiegen! Im Jahre 1907 hatte der Zentrumsadgeordnete rdirsch bei der ersten Wahl 29 259 Stimmen auf sich vereinigt Ter Sozial dcmokrat hatte 25'189 erhalten, der natiomilliberalc Mnn- oibat 14 664, der freisinnige 593, der Pole 268. Bei der Stichwahl siegte »tirsch mit 33 317 Stimmen über den Sozialdemokraten, der 25233 Stimmen erhielt. Der Sozialdemokrat hat also bei der diesmaligen Haupt- mahl über 8000 Stimmen mehr als das leytc Mat erhalten, die jentrumSftünmen haben um etwa 200 Stimmen ab genommen. Wie die hauptsächlich noch in Frage kommen den Nationalliberalen gestimmt haben, ist bei der Zunahme der Wahlberechtiaten raunt festzustellen: sie hatten keinen Kandidaten aufgestellt und wohl zum größten Teil Stimmenthaltung geübt. Das Steigen der roten Flut infolge unserer politischen iLerhaltniise ist auch diesmal wieder bewiesen worden. Wenn die demokratische .Kandidatur Breitscheid nicht aufgestellt worden wäre, hätte der Sozial- demotrat heute schon gesiegt. 2luf das Ergebnis der bevorstehenden Stichwahl aber wird man gespannt sein dürfen. Die Berliner Morgen blätter äußern sich bereits über den Ausgang der Reichstagsersapwahl in Tüsseldorf: Tie „Bosfische Zeitung" schreibt: Der Wahlkamvi in Düsseldorf ist bemerkenswert, weil die Nationalliberalcu, tun ihre Kräfte tut die Hauptschlacht im Iinimr iu schonen, aus die Aufstellung eines Kandidaten, wie au’ eine Wahlbeteiligung übet bannt, verzichteten und die Wahlkreisleitung der Fortschrittlichen Volkspartci zur Wahl des Sozialdemokraten im ersten Wahlgang aufforderte, da dieser idjon den Eharakter einer Stichwahl trage Der Versuch der Denioiratischen Bereinigung, aus diesen Verhältnissen Vorteil für sich zu ziehen, Hai nicht viel Erfolg gehabt. Die Demokratische Bereinigung Hal vielmehr dem Zentrum gewitzt, denn hätte diese Pailei, ivie es doch ohnehin von vornehereul ihre Absicht lür die Stichwahl Ivar, für oic Wahl bei Sozialdemokraten gewirkt, so wäre eine Stich wähl gestern überhaupt timineten und tue Niederlage des Zentrum-, im ersten Wahlgang herbeigeiührt worden. Der „Bo rwärts": Die Sozialdemokratie hat diesntal 8423 Stimmen mehr c: halten als bei der letzten Wahl. Unter diesem Stimmenzuw.ichs dürfte sich freilich eine erhebliche Anzahl nationalliberaler Stimmen befinden. Daß die Nationalliberalen zum Teil für den Sozialdemokraten eingetreten sind, dar’ wohl daraus zurüttge stihrt werden, daß der Zentrumslandidat Dr. Friedrich noch kurz vor der Wahl die ioanfabünteer vor den .'ijpr gestoßen hat Lr hat es nämlich in der letzten Stund- kategori'ch abgeirdm, dem öansabmid irgend eine idinnliche Erklärung ui geben. Die „Deutsche Tageszeitung": Es find, wie man aus dem Vergeben teS tzansabundeo gegen den Zentmmskandrdaten ganz natürlich folgern muß, die stimmen der Hanfabündler, die dem Sozialdemokraten zu seinem Erfolg verhalfen. Der dansadund bat sich also sowohl nach seiner Parole, wie nach dem Erfolg auch hier wieder als der beste ccbritt- macber der Sozialdemokratie erwiesen. Die „Tägliche Rundschau": Diele Wahl spiegelt alle- Trübe, Verworrene, Gedrückte dieser Tage wieder. Du sozialdemokratischen Stimmen haben gewaltig Angenommen. Bei der letzten Wahl waren e* 25 389, diesmal und es, offenbar untn Mithilfe der Fortschrittlichen und unter dem Zuströmen der Mitläufer, 33 812 geworden. Der Weg bei oer Shrtiioabl ist den bürgerlichen Patteien auch diesmal vor- gezeicknet. Jetzt müssen alle Berdrosscnen betau». Der Zentrums - kandidat als der bürgerliche Vertreter muß zum Siege geführt werden. Tas ,D a o e d l a 11": Man wird önnehmen dürfen, daß in dem sozialdemokratischeu Zuwachs von 33 Prcnent ein gut Teil Linksliberaler Stimmen steckt, die im Jahre 1907 noch den National liberalen zu gute gekommen find, .vätten auch die demokratischen Stimmen gleich im ersten Wahlgang dem Souclbemotraten zugesübrt werden können, so wäre deiien 'Lieg bereits cittsckneden So bleibt als erfreuliches Ergebnis dieses erneu Wasfcittzanges die Tatsache, daß eine Vock»- bürg des Zentrums schwer erichüttert ist und daß die beste ^Ans- fiat vorhanden ist, iie bei Anspannung aller Kräfte im Stichwahltag zu nehmen. Die „P o ft": Daß der sozialdemokratische Kandidat diesmal eine beträchtliche Sttmmemiinabme aus itdi vereinigt bat, nunnrt nicht wunder bei ber Zerrissen Heu und Berlietzung der bürgerlichen Parteien Ter Zuwackis von über 8000 Stimmen setzt sich einmal aus neuen .'Inhangern zusammen, davon aber auch aus fortschrittlichen Kreisen, da von einer eigenen ManbiDctur abgesehen wurde Bei der not' wendig inerbenbcn Stichivahl wird die Sozialdemokratie sicher ich mehr erhalten, da sie bei ihrer stranen Organisation schon alle Wähler auf die Beine gebracht haben werd Der iozialdcmolratische Kandidat kann auch nur dann unterliegen, wenn die Wähler Tür den Zentrumskandi- baten tmtrcicn. Wir erwarten, das; dieser als das kleinere liebet am das Nacickrücklichste unterstützi werden wird. Abg. vassermann über Marokko. Zit Osnabrück hat am letzten Sonntag eine schon kurz erwähnte, große nationailibcralc Verfammlung statt- gefunden, lucldn eine besondere Dcdeulung bnrd) die Teil- nähme der Reick'stagsabgg. Dasserrnann, Dr. Arning und Wachhorft de Wente erhielt. Tie Ausführungen Basser- inanns über die Marottopolttik ivoUcn wir noch etwas aus- führlicbcr mitteilen. Nach der „Natt, ilorrefp." sagte er: Wir haben in diesen Zähren unsere Friedensliebe gar ost big zum lleberbrut betont und mit Liebensimirdigkeiten gegen Franlreich und England nickst gespart. Wenn man nun heule den Laus der Dinge übernehl und auf das Verhalten Englands und Frankreichs in der Maroklofrage blickt, so kann man wohl sagen, daß mit einer Politik der Liebenswürdigkeiten nunmehr enbgül i tg abgeschlossen werden konnte, und ich meine, man wird auch nicht der Meinung fein, daß ein so harter Staatsmann, wie Staatssekretär o. .st i oerl en-W a cht er, in feiner Marokkopolitik am Ende den Eedanken veriolgeu konnte, eine Bersöl iiung und Berbnlderung nut den Franzo en herbei^u- lühren. Für so naiv halte ich den Leiter der deutichen auswärtigen Politit Nicht, daß er einem solchen Phantom nachiagen möchte. . Aber auf der anderen Seite muß man eines sagen: Leicht ist eine energische Politik, wenn man auf das deutsche Volk hinichaut und auf die Stimmung der Patrioten im Lande, aus den ganzen tiefen sittlichen Ernst, der in dem denkenden Deutschen m dieser ganzen Phase der Marokkovolitik geherrscht hat Unser Volk bat erkannt, daß cs sich darum handelt, dem Ausi'chalten Deutschlands an» den freien V>V tetc der Erde Einhalt zu gebieten Ein Land, das mit ein >o starken BevölkerungSiunabme zu rechnen bat, wie Deutschland, das bald zu einer Einwohner«ahl Don mehr als 8t' Millu'u^t fluffteigen wird, kann sich nicht damit begnügen, nur im Pater- lande einer Erwerbstätigkeil nachziigehen: bat- rnnw hinaus und seinen Schaiien#brana in wirtschaftlicher Betätigung in iermn Ländent stärken, muß m Wettbewerb treten nut allen Ländern der Welt und sich bewerben an den AuSlaiidsniärkteii Zn bet Erkenntnis der Situation ist das bnuidie Volk einig, unh aul dieser Erkenntnis heraus balwn wir dir Anmaßung England- zurückgewiesen. Die bürgerlichen Parteien i.nd in uatrio- tischem Empfinden in der Marokkofrage einig, die konservative Presse und auch die de» Zentrums haben 'ich in hinein Sinne ausgesprochen, und ich stelle mit Freuden feil, daß unsere Freunde von der Fortschrsttlichen Bolksvaitei m Nnrr Umsicht m allen Phasen der Marokkovolitik dieser Tage vollständig mit unS einig sind Wir sind weil davon entfernt, m frivoler Weise, wie uns wohl borgeroorfen wird, zum Teil anth aus dem Znlande von verblendeten Politikern, zum Stiege zu hetzen Zeder von uns ist wobt davon Überzeugt, daß cm Slrieg etwas Furchtbare» ist. •jeher von uns muß die Hebetzengung Haben, daß etwas isttoßes bei einem Kriege auf dem Sviele lieb: Erwähnt feien z B die deutschen Kolonien und der vandel mit ihnen, der lieh ui den letzten Jahrzehnten angebahiti hat und bei tut da» Reich so notwendig ist. i-ewiß et Fennen wir alles da» an: Aber andererseits müssen rou lagen, Drohungen dürfen ein Volk wie das deutsche, das mächtig und stark, einig in patriotischem Empfinden dasteht, nicht schrecken, e» bart nicht zutückweichen vor ihnen, auch wenn sie anS Mmistermunde etivlgcn, nicht vor dem Maulheldentum eine* verrn Deleasiv, daS uns erinnert an nnc Renommisterei deS Zabtes 1870. Wir werden unbeirrt unfcrai Weg in bei auswärtigen Politik weiter gehen. Man hält uns vor, daß Bismarcks Politik eine andere gewesen sei. Bismarck hatte darauf hingeuelt, die Franzosen in Afrika tunlichst fest zu bmben, ihnen dort Weicgenbeit zu geben, auch zu kämpfen, und iie daburch abzuzteben von europäischen Streitigkeiten. Mittlerweile haben sich bie Tinge aber entwickelt, und man könnte in einer Aase sehr ivohl bie Frage aufwerfen, ob Bismarck noch berfclben Mannug in So ist z. B. batauf hinzuweifen, daß im Norden von Afrika ein neues großes Weltreich franzöfifcher Nation entstein, m dem itnr ein unerfchöps-- liches Reservoir schwarzer Truppen sehen, die im Notfall auch in einem europäischem Äticgc verwendet werden können Angesichts dieser Tatsache ist es auch klar geworden, daß in allen derartigen Ländern der politische Einfluß entscheidet. Bn der Sntiendung des bcutlchen KriegSichiNes nach dein Süden von Marokko' waren wir der Meinung, daß dieses entivebcr bedeute, daß nunmehr Denlickland sein Stück von dem Lande verlangen iverde oder die Wiederherstellung der Asgccirasakte un Auge Halle. So würde es natürlich etn höchst bebauet lieber .1 u » gang fein, wenn zu den zwei Stücken Pamer, die wir in der Vllgeciia-»afir und in dem Ävbonunen von 1909 haben, noch einen dritten Fetzen Papier bekommen würden, der uns die Rechte, die wir schon haben, erneut verbürgt. Dann wäre es in der lat1 gescheiter gewesen, die Verhandlungen abzubrechen unb unser Schiff vor Agabtr zu lassen. Abg. Dr. Arning, der die marokkanifcheii Verhält- nisse bekanntlich an £rt unb Stelle studiert hat, machte u. a. solgende tatsächliche Mitteilungen „lieber die Stimmung, die in Marokko herrscht, sei nur rin Erlebnis erwähnt, das ich in der Nähe oer Stabt Marrakesch hatte Als ich vor einem Brunnen stand, wurde meut Diener genagt: Ist der Mann ein „Pruß? Als das bejaht wurde, konnte ich Wasser bekontmen. Mir ivutd. abei mugetcili, daß cm Franzose kein Wasser erhalten haben würde Eine ähnlich günstige Stimmung sür die Deutschen nimmt man un ganzen Lande wahr Noch hoher gingen bie Wogen ber Begeisterung, al» bekannt wurde, baß kanischen Gewässer enrianbr hätten, lieber den Erzreichtum de» Landes habe ich zu lagen, daß meine Erwartungen bn iwitem iiberrroifen rouroen llcberrafcht haoat mich vor allem bi iu( lorbtntlidw Fruchlbiikeu und die Vorzüge ber klimani'chen Verhältnisse, die einer Ansiedlung Ihurat und Napoleon. In Her jüngsten Nummer ber Pariser „Revue" bringt fceir be Jarle Stucke au» der noch unveröffentlichten lorrcsponbenz zur Veröffentlichung, die Zoa d)im Murat al» König von Neapel mit feinem kaiserlichen i'trrn und Gebieter in Parts führte Tie mitgeteilten Stücke gehören in die Jahre 180b bi» 1812 und eröffnen einen sehr interessanten Einblick in das Berhaltu'.s zwischen dem Zmperator und seinem Vasallen. Es war kein gut.: Verhältnis. Murat, unter dessen Eigenschaften die Intelfeu bekanntlich eine große Rolle ioiclte, strebte von dem Augenblicke an, da ihm durch die Gnade ^ines Herrn das Konigre,w Neapel verliehen worden war. dahin, sich bei feinem Volk' v: Dular zu machen und ihm die Lasten der militäriidh'ii Beiepung des Landes zu erleichtern. ?(ucb machte ihm bie .Hönigfvuk.et Vergnügen: er begrünbcie einen Crben, schul Vlbd5tuel unv. Dabei machte er aber seine Rechnung ohne Napoleon, ber in Murat nichts anderes haben und sehen wollte, als einen blinb gehorsamen Satrapen So bekam er denn aus .Pans lehanc Tinge zu Horen: „das ist eine udcl angebrachte Anerei", xmty«. Napoleon in Bezug auf die von Murat neu gcidbahencn 'Adels- titel, unb seinen schönsten Erben beiber Sizilien lehnte er ein fach ab unter dem Vorwande, baß er ihn nicht als ber Ente erhalten habe. Die Briefe Napoleons an Murat wimmelten von den heftigsten 2ludfällcn und bittersten Vorwürfen, unb . man muß allerdings sagen, daß der Eäsar den König von leinen Gnaden ziemlich en Canaille behandelt hat Wie sich Murat dazu verhielt, das zeigen die hier veröffentlichten Briefe. Er soncht bann in pathetischen unb bewegten Worten feine Verzweiflung über bie Ungnabe aus, tn bie er bei Napoleon gefallen ist: „Wie konnte es nur meinen jemben. Die noch mehr die Ihrigen find, gelingen, ein Jmtrument u zerbrechen, bai nie aufgebört hat. Ihnen treu zu bienen Unb welche--, ist mein Unrecht? Iw kenne es nicht, und man wirb kein anderes finden, als daß ich Sie wie einen Vater, wie einen Wohltäter liebe: bin ich nickt Ihre Kreatur, vshr scdmler, unb Sic nicht ber Urheber meiner Erhebung? . . . Ach' Lieber <;cb: mein Geickick unb mein Glück zu Grunde, und värc glänzende Lauibal-.n möge fick vollenden!" Verfidierungen bieier Art 1 euren in den Briefen immer wieder. Auf bie härteiten Vorwune bat Murat immer nur bie Versicherung tiefitcr Ergebenheit und vollkommener EoferbersiN'chcut. Gelegentlich rüst er aus^ ..'.Xc.m:: Sie Ihr Königreich zurück und geben ci? mir ehre rcuiib’diaji triebe", denn ohne sic gibt es tüv mich lein Gluck. .Iber selbst ber Wurm trwnnu sich, wenn er getreten wird, und zuweilen entschlüpft auch Murat eine Art von Klage über das Per halten des Kaisers. „Wie soll man uck betrage», mie regieren, Sire, wenn man bei icbem Schritte fürdueu muß angebalten zu ivcrben ober zu mißfallen? Ich bin weit davon entfernt, mtd) behagen zu wollen, b\c Klagen find nicht mehr zeitgemäß, mein Schickia! muß fid) vollenden: aber vielleicht hätte ich andere Emvstndungen erwarten dürfen." In einer langen, nicht ungeschickten Denkschrift versucht Murat später sich gegen bie Anklagen, bie Napoleon gegen ihn erhebt, zu verteidigen, doch ist es ihm bis zur Abreise ins Feld im Jahre 1812 nicht mehr gelungen, Napoleons feindliche Stimmung gegen ihn zu besiegen. Wie wegwerfend sein »tn ihn behandelt bat, daiür ist betontere ein Punkt bezeichnend Murat erwartete unb verlangte als König behandelt zu werten, aber Naooleon ließ den Briefwechsel nut »hm durch seine Minister führen, oder er überging oen König von Neapel überhaupt und ließ seine Willenskundgebungen von * einen Ministern an bie des Königsrciws Neavel direkt übermitteln. Tas kränkte Joachim Murat tief. Er war doch nun einmal König geworden und irollte es nun auch fein oder dock scheinen, aber für Napoleon blieb er immer einfach ein Genera! Tic Königskrone von^Neapel r;ar für den armen, glänzenden, citdn Seucrgeneral eine Dornenkrone : viel Freute ha: sie ihm nicht gebracht, und mit dem Verrate von 1814 unb dem traurigen Ente Joachim Murats kam feine napolitanische Epifode zu einem tragischen Abschlüsse. • — Bismarck unb der „Elfer". Dir lesen in der Rhein -Westf. Zeitung: T,e Erinnerung an den „Etter Kometen- wein", ten Wein des Kometeniahres 1811, ist in bieten Wochen wieder besonders lebendig geworden, und gerne vergleicht man icinc Güte m;t den Aussichten, die ter heurige Wein allen Freunden ves Rebern'ancs lieret. Ost ist batet auch barauf bingcroiften worden, bcß Goethe dem berühmtesten Seine deS iergangenen Iabrt,under:s in dem Scheulenbuchc tes tvcnöiuichen Twans ein etrizcs Denkmal gesetzt bat, dort, wo er von dem Br>nier des Weines treunblicbe Mienen fordert, damit sich ihm der Etter tm Glat'e nickt trübe Weniger bekannt dürste Dagegen fein, daß ter Komcienwstn auck eine biston'cke ironncn Hat und daß Bismarck zu feinem^ Lobe einst Worte hoher Anerkennung sprach. Es war im Juli 1878, als ter Berliner Kongreß, dem die Neugestaltung ter Verba misse aut her BalkanHalbinscl oblag, seine Arbeiten io ront geiorxri baue, haß die schwierige Au gave als volttnd^t er d einen tonnte Bismarck enipiand eine liest- Genugtuung übe: tes Wert, das den ^uropäiichei'. Frieden idicrn sollte und ,Hn auch latsawlich gesichert ha:. Denn Der Krieg zwischen Griechenland und ter Türkei hat den Charakter eines totalen Zusammenstoßes niemals verloren. Nach der llnterzcchming bei Kongreßakie lud ter Kanzler Die Abgesandten der Mächte zu festlichem Mahle ut bie Räume bcs Rcichvkanzlerpalais, und ließ gegt.i Ende Der laicl einige Flaschen bes in iein cm Mellern lagcrnoen, bereits 67iährigen ,'tometenroeine» herautholen und innen Gasten kredenze» Einen vollen Römer in der vand, in dem oer nrtgolbenc Trank des Johannisberg am Rhein glanzte, sprach Bismarck nur ivtnige aoer cindrucksvolle Worte, in eenen er da» Gold tes Anne-- mit der ehrlichen Arbeit verglich, die von dem Kongreß während der letzten Wochen geleistet .oorten war: Dann leerte er fern Glas auf den dauernden Volkcrfrieden und das wachsende Ver- stäiidniS ter europäischen Völker untereuianbfi Einer ber Teilnehmer an jenem Mahle, ter Damalige Leaalwu-rat uno spätere Gesandte Bulch, betonte wiederholt mt Prwatgea': mit ihrer Unschuldsmiene, „£>crr S.. ;d> 1 ;b jmeinen vcuai C gejunot»." Darauf er: „Wie heiß: er denn?" — KurzliL« -viittc ich zu Bcuä) bei meinem Schrragci Wir faßen gerate bei T: ch. Am Dimmcl stand ein Gewittc. Klein F : i h ch e u wollte feine Suppe nicht essen. Ta fiel Der erste Tomiestml ig „Sieyst du," tagte Mama zu Frischen, „oer rnrnnclpcvn ölst, ; I Du Derne Supvc nicht ißt " Ü6nängft.t nahm rer m m Löffel und aß Den Teller leer Nach Tnck mußte Fri^mr. cr't.'N Sck'.eg . :: " " r*--- . ;:chm aui unn 'ragte utuvülr: „L a s will er Denn i ch orz wieder?" 5 Überaus günftig sind, lieber den Eindruck, den ich erhielt, n>ar ich vollständig erstaunt. Das hatte ich nicht cnwrrtet. Alles, was hier wächst, wächst in Marokko auch, dazu Früchte, die nur in wärmeren Ländern Vorkommen. Ich leinte mancherlei Länder der Erde, und kann versichern, dastetwa ein Viertel von Marokko mehr wert ist, als alle unsere Ko Ionien zu s am men genommen. Tann müssen wir noch bedenken, das; unsere Kolonien alle tausende und abertausende von Seemeilen von Deutschland entfernt liegen, während Marokko vor den Toren Europas liegt, ein J&tnb, Vvn dem nur die twglische Flotte uns .abschneideit könnte. An einer Stelle, die ich nicht nennen darf, sah ich bei .meinen Untersuchungen! über das Erzvorkommen Gänge in die Erde hinttngehen, die eine Höhe des Erzes von 40 Metern und eine Breite von 50 Metern aufwiesen Tab ei waren die Gänge 69- bis 73-prozentig erzhaltig, während Eisenerze z. B. bei uns mir Vorkommen in 29 bis 33 Prozent. Tann war von einem Vorkommen etwa 10 bis 12 Kilometer entfernt eine neue Erzader. Tas Land weist auch großen Kupferreichtmn auf.. Es liegt für uns ein auster- ordentlicher Grund vor, uns Kupferabbanstellen zu sichern, an dic wir ankommeir können, aus denen wir das Kupfer gewinnen und mich auf die Dauer sichern können, so dast niemand uns den Bezug abschneiden kann. Tiplomatische Winkelzuge. Jetzt Handelt sichs aber nur noch um redaktionelle Auseinandersetzungen. Wenn der Reichstag Zusammentritt, totrb unsere Regierung kräftige Worte zu hören bekommen. P a r i s , 19. Sept. (Ageuce Havas.) In der gestrigen Unterredung übergab Staatssekretär v. Kid erl e n-W ä ch ter dem Botschafter CambonkeineschriftlicheAnt Mort auf die französischen Vorschläge. Der Staatssekretär glaubte zweifellos, daß vorläufig zum mindesten die Schnelligkeit der Unterhandlungen gewinnen würde, wenn häufige Unterredungen an Stelle des Dokumenten an statisches gesetzt würden, dessen Formalitäten. Herstellung und llebermittelung an die beiden Regierungen viel Zeit wegnehmen. — Der Staatssekretär und der Bot schafter Cambon nahmen gestern die Aussprache über die strittigen Punkte wieder auf; sie faßten bestimmte Hypothesen und eine gewisse redaktionelle Abänderung ins Ango Es scheint, daß diese Unterredung von dem wahrhafte Wunsche nach Verständigung geleitet war. Die Besprechungen hätten demnach einen neuen Schritt vorwärts getan. Die Wahrscheinlichkeit einer b efrie d ig e nden Lösung scheint sich zu verstärken, dennoch wäre es übereilt, sich zu optimistisch zu zeigen. Alle Unstimmigkeiten sind noch nicht geschwunden. Es befinden sich noch prinzipielle Fragen in der Schwebe, in denen Frankreich nicht nachgeben kann. Erst nach einer weiteren Unterredung zwischen dem Botschafter und dem Staatssekretär wird man über die entscheidende Wendung Klarheit gewinnen, die die Unterhandlungen nehmen werden. Zu der Mitteilung der „Agence Havas über den Stand der Marokko-Verhandlungen bemerkt das Wolffsche Bureau: Tie vorliegende .Nachricht entspttcht nach unseren Erkundigungen den Tatsachen. Es ist jedoch hiitzuzufügen, daß auch deutsche Forderungen prinzipieller Natur, auf welche von Deutschland nicht verzichtet werden kann, in Frage stehen. Ties ist in dem Herrn Cambon als Antwort auf einen Brief des Bot- scktaftcrs übergebenen Schreiben des Staatssekretärs ausgedrückt, doch haben die beiden Unterhändler es für praktisch befunden, sich mündlich über die noch bestehenden Meinungsoerschieden^ beiten zu unterhalten und mich einer Fassung der einzelnen; Punkte zu suchen, die geeignet ist, die beiderseitigen Auffassungen, die zum Teil nur in der Form divergierten, einander anzunähern. Tabei entstand eine Reihe von Vern^ttlungsvorschlägen, welche die Unter WM er zunächst ihren Regierungen unterbreiten. Der Berliner „Lokalanzeiger" meldet aus Paris: Die Vertagung der KU»erlenscheu Antwortnote erregt hier mehr Hoffnungen als Besorgnisse, selbst bei der Kolonialpresse. ES wird versichert, daß bezüglich der wirtschaftlichen Angelegenheiten volle Einigung bevorstehe. Offen bliebe noch die Frage über die Tragweite des künftigen französischen Kodex für das Zivil-, Handels- und Strafrecht, sowie über die Zugehörigkeit der Schutzbefohlenen. Ein französisches Militarluftschiff an der Ostgrenze. Das Milrtärkn ft schiff „Adjudant Reaux", welches einen Flug von Paris nach der französischen Ostgrenze unternom men hat, ist nach einu ndzw anzigetnh albstündi ger Fahrt in feinen Schuppen am Exerzierplatz von Jsfy zurückgekehtt. Die Fahrt ging über Verdun und Toul nach Epinal unb Belfort, wo Rekognoszierungen über den Forts vorgenommen wurden. Der Ballon hat 94 m Länge. Die Gondel, in welcher neun Personen Platz genommen hatten, ist 45 Meter lang. Der Ballon hat 9300 .Kubikmeter und ist mit zwei Motoren von 120 Pferde- kräften ausgerüstet. Jeder Motor treibt drei Schrauben. Der wechsel im österreichischen Krkgsminifttrium Der österreichische Reichskriegsminister Freiherr v. Schönaich richtet an die „Neue Freie Presse" eine Zuschrift, in der es heißt: Ta meine "Enthebung vom Amte unmittelbar bevor steht und ich besorgen vmß, daß sich die lwchst peinlichen. Erörterungen über die Gründe meines Rücktritts bei diesem Anlasse erneuern, erkläre ich, die Gründe meines Rückttttts sind rein sachlicher Natur. Alle daran geknüpften Kombinationen, welche mit verfassungswidrigen Vorgängen in Zusammenhang gebracht werden, sind vollkommen falsch. Der Kommandant des 15. Korps in Serajewo, General der Infanterie Ritter v. Auffenberg, wurde heute vormittag vom Kaiser in längerer Audienz empfangen. Wie verlautet, wurde durch die Audienz die Krise im Reichskriegsministerium gelöst, indem an Stelle des aus dem Amte scheidenden v. Schönaich v. Auffenberg zum Reichs- kriegsmiuister ernannt wurde. 3um Tode Stolypins. Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt zu dem Tode Stolypins: Mit dem Kaiser Nikolaus und dem russischen Volke empfinden wir tiefes Bedauern über das Hinscheiden des verdienstvollen und tatkräftigen Staatsmannes, der bis zum letzten Atemzuge tapfer und treu dem Kaiser und dem Volke biente. Ungewöhnliche Begabung und fester Charakter setzten ihn in Stand, die außer- ordeirttichen Schwierigkeiten, die sich ihm beim Amtsantritt entgegenstellten, 511 überwinden. Niemand vermag nun dem dahingeschiedenen Staatsmann die Anerkennung zu versagen, daß er üt überraschend kurzer Zeit dem durch revolutionäre Agitation uMerwühlten Lande Ruhe und Ordnung wiedergeaeben hat. Ohne Zweifel wird seine Gestalt .unter den Persönlichkeiten, die dem neuen Rußland ihr Gepräge aufgedrückt haben, als eine der vornehmsten und hervorragendsten Erscheinungen fortleben. Petersburg, 19. Sept Wie jetzt nach den Blätter Meldungen festgestellt nrirb, trat der Tod des Ministerpräsidenten infolge innerer Blutungen ein. Das Blut ergoß sich zwischen Leber und Zwergfell. Das Herz war von Natur aus schwach. Stolypin war blutarm. Um i/s3 Uhr nachmittags beschlossen die Aerzte die Operation Stolypin sagte: Macht was ihr wollt. Der Eingriff wurde schließlich als zwecklos mrfgegeben. Kurz vor seinem Tode bat Stolypin, das Zimmer hell zu erleuchten Alle eteftriytjen Lampen wurden josvrt eingeschaltet. Mit der letzten Kraftanftrengung richtete |iu; uut cuioeiiu. auf und lächelte die Umgebung an. Bagrow bezvg 185 Rubel Monatsgehalt von der Geheimpolizei und erhielt außerdem für besondere Aufträge eine Entlohnung. B ragvw s Oh etm, etn bekannter Nervenarzt, wurde verhaftet, ebenso e in c Tante, deren Tochter und Dienerschaft. P o l i seid) cf Kuliabto wurde vom Dienst enthoben Ter Staatsanwalt berichtete dem Justizminister münblid über den Gang der Untcrsud)ung. Unter den Juden Kiews herrscht Angst und Erregung. Ter Polizeiministe» teilte int Auftrage der obersten Behörden den Führern )er rechtsstehenden Verbände Kiews mit, daß im Falle von Unruhen die s d) ä r f ft c n M a ß n a h m c n getroffen würden. Ter" Gouverneur von Kiew teilte in den Zeitungen mit, daß die Truppen aus den Manövern in die Stadt zurückgekehrt und zeittveilig durch ein Husarenregiment üerftärtt seien. Der Generalgouverneur kündigte an, Unruhen würden nicht zugelassen. Die Zeitungen erschienen heute morgen schwarz um rändert und mit Dem Bilde Stolypins 'geschmückt, dem fii paltenlange Artikel widmen, in denen sie ihren Schmerz und ihre Entrüstung über das Geschehnis Ausdruck gebet, und die Verdienste des Verstorbenen hervorheben. Eine ftietoer Zeitung behauptet, daß der Täter Bagron den Re v o 1 v e r durch d e n Kie w er P o liz eich e f erhalten habe, was in den Büchern der Geheimpolizei vermerkt sei. Die Juden verlassen Kiew in Massen. Der allrussische Nationalverband beschloß, im ganze, Reictje eine Sammlung für ein Stolypin-Ten km a zu eröffnen. In Moskau erließ der Ottobristen-Verban' einen Aufruf, der alle Männer der Ordnung und Frechei auffordert, sich zu vereinigen, um Rußland vor dem Ver derben zu retten, welches die politischen Parteien der Linke, ihm bereiteten. _____________________________________________ Deutsches Reich. Tie „Nordd. Allg. Ztg." scyceibt: Zu den Maßregeln gegen den Futter- und Kartoffel mangel gehört, wie gerne, bet, die Erleichterung der Verarbeitung des Getreides, also and von Mais, in den landwirtschaftlichen Brennereien. Hierübei ist jetzt unter sämtlichen Bundesregierungen ein Einverständnis er zielt worden, und es darf daher für Anfang Oktober mit einem Bundesratsbeschlus sc folgenden Inhalts gerechnet werden Auf Antrag kann widerruflich gestattet werden: erstens, das bic nach bem 1. September 1902 betriebsfähig hergerichteten land wirtschaftlichen Brennereien vom 1. Oktober 1911 bis einschließlic! 15. Juni 1912 auch Rohstofte der in § 10 Abs. 2 Satz 1 des Branntweinsteuergesetzes bezeichneten Art, welche nicht von den Eigentümern ober Besitzern der Brennereien selbst gewonnen ind, verarbeiten, ohne die Eigensck-aft als landwirtschaftliche Bren nerei einzubüßcn; zweitens, daß landwirtschaftliche Bren ncreicn ohne .Hesenerzeugung vom 1. Oktober 1911 bis einschl 15. Juni 1912 ausnahmsweise Getreide an Selle der von ihnen onst verwendeten Rohstoffe verarbeiten, ohne deshalb den in ; 33 Nr. 2 und § 39 des Brann/weinsteucrgZetzes für den Fa> des Ueberganges zur Grtreideverarbeitung vorgesehenen, Nachtei zu erleiden. J2)ic Maßnahme soll dazu beiträgen, daß m e h Schlempe bergest eilt unb so ein besonders geeignete. Viehfn11er gewonnen nrirb. Sie hat außerdem zur Folge daß ein Teil der Kartoffelernte, der sonst in den Brenne rcien verarbeitet wirb, für Speisezwecke frei wird. Der Lokalanzeiger melbet aus Kassel: Bei der durch der T o d d e s R e i ch S t a g s a b g e o r d n e t e n L i e b e r m a n n vor Sonnenberg erforderlichen Ersatzwahl im Wahlkreise Fritz lar-Homberg soll der Abgeordnete La tt mann, der gegenwärtig Den Wahlkreis Kassel-Melsungen vertritt, für die Wirtschaftlich. Vereinigung kandidieren. Ausland. Der niederländische Finanzminister legte da- Budget für 1912 vor. Die Ausgaben belaufen sich auf 222 Mil itonen, von denen 11 Millionen außerordentliche Ausgaben sind Die Einnahmen aus 200 Millionen. Tas Defizitim ordentliche! Haushalt wird auf 9 Millionen geschätzt. Um diese Summe auf nibringen, rechnet der Minister auf 2 Millionen Abgaben aus bei Tabaksteuer, auf ein höheres Erträgnis der Einfuhrzölle infolgi der Tarifrevision und Erhöhung der Einkommensteuer. Wem Diese Entwürfe nicht rechtzeitig angenommen werden,, rechnet bei Minister auf 3 Millionen Ertrag aus der. Alkoholsteuer. Ti. Königin beauftragte mit der Eröffnung der Session bc Generalstaaten bic Minister. Ter M inistierprä s i beut verlas bic Thronrede, in der es heißt: Das Budge schließt etwas günstiger als im Vorjahre ab, doch bleibt cinr dauernde Verstärkung der Staatseinnahmen eine dringende Aus gäbe. Tie Thronrede Eünbigt Gesetzentwürfe über bic Ruhe gehälter ber Gemeinüebeamten und ihrer Witwen an, ferner Re gelung des Lebensversicherungswesens, staatlichen Telephonbetttcb, Versicherung ber Arbeiter gegen Berufskrankheiten und einen Entwurf über bic Verbesserung der finanziellen und wirtschaftliche,' Lage in Surinam. Die chinesische Regierung erhielt ein Telegramm bei Vizekönigs aus Tsck, eng - Tn , datiert vom 15. September Darnach fanden bort sieben Tage mit Unterbrechungen Gefechte statt. Treu gebliebene Truppen retteten die Lage. Die Stad, und die unmittelbare Umgebung sind jetzt sicher Der Prozeß der pollzeiassistentin Zraii vr. Schapiro ~ Mainz, 19. September. Unter großem Andrange des Publikums begannen heute du Verhandlungen gegen den Verleger des „Mainzer Neuesten Anzeigers" Heinrich Hirsch, der, wie gestern schon mitgctcilt, in seiner Zeitung in einer Reihe von Artikeln gegen den zwecken Bürgermeister der Stadt Mainz, Beigeordneten Berndt, und die Polizeiassistentin Frau Dr. Schapiro gerichtet hat. Die Anschuldigungen, die Hirsch gegen den zwecken Bürgermeister als den Polizeiverwalter der Stadt und gegen die diesem unterstellte Polizeiassistentin erhoben hat, haben seit länger als Jahresfrist großes Aufsehen erregt, denn das vielumstrittene neugeschaffeuc Institut ber Polizeiassistentin steht im Mittelpunkt ber Geschichte. Den Vorsitz im Gerichtshof führt Landgerichtsbirektor Mecs, die Anklage oertritt Staatsanwalt Mayer. Dem als Neben Häger zugelassenen Beigeordneten Berndt steht Rechtsanwali Dr. P a g c n st e ch e r, der ebenfalls als Nebenklägerin zugelassenen Polizeiafsistentin Justizrat Dr. (Saufe als Rechtsbeistand zu, Seite. Der Angeklagte Hirsch wird von Rechtsanwalt Dv Paul Simon (Mainz) verteidigt. Nach dem Erössnungsbcschluß wird der Angeklagte Hirsch beschuldigt, in sieben Nummern des „Neuesten Anzeigers" den Beigeordneten Berndt und die Polizei assistenten Schapiro nach den §§ 185, 186, 196 und 200 des St. G. B. beleidigt zu haben, indem er in kritischen Besprechungen über das System ber Polizeiassistentin ber Stadt Mainz zwischen dem Privatleben des Beigeordneten Berndt und seiner amtlichen Tätigkeit einen Gegensatz konstruierte und gewissermaßen dic Behauptung aufftelltc, daß der Beigeordnete zwar als Dezernent des städtischen Polizeiwesens und besonders der Sittenpolizei in außerordentlich strenger und rigoroser Weise vorgehc, in seinem Privatleben aber sehr laxe Anschauungen habe. Er hätte die von verschiedenen Bevölkerungskreisen beantragte Diszivlinaruntcr- snchung gegen bic Polizeiassistentin Frau Schapiro einseitig und parteiisch geführt, und zwar durch Beeinflussung der von ihm vernommenen Zeugen. Bon der Staatsanwaltichaft und von der Verteidigung sind zu der Verhandlung über 150 Zeugen geladen, darunter Oberbüraermeifter Dr. (Nöttelmann (Mainz) und Reichsgerichtsrat Duff (Leipzigs, ferner eine große Zahl polizeilicher unb stäbtiscker Beamte, Aerzte, Offiziere, Hotelbesitzer unb eine ganze Anzahl Mädchen aller Berufe, außeroem erscheinen als Neunen ein- Rrihe sehr zweideutiger Gestalten. , Ter .'tngcaugte uuotu ihm uve»uve i.a c.h» meinen. Er ijnbe früher niemals Veraickassuug gehabt, gegen den zweiten Bürgermeister Beigeordneten Berndt Stellung zu nehmen, er habe ihn vielmehr stets wohlwollend behandelt, bis bas Institut der Polizeiassistentin sich unliebsam bemerkbar machte unb bic Anklagen besonders gegen Frau Schapiro sich häuften. Es sei behauvtet worden, daß bic Polizeiassistentin sich über den Polizei ches selbst hinwegsetzte, und verschiedene höchst anfechtbare Dinge getan habe, die einen öffentlichen Protest geradezu herausforberten. Er habe den Beigcorbneten Bernbt zunächst um eine 9luskunft zur Sache ersucht, dieser aber habe ihm nur einen groben Brief geschrieben. Darauf habe er es im Jnteress? der Allgemeinheit für richtig gehalten, die Angelegenheit in der Prestc zur Sprache zu bringen. Der Polizeirat Cbftfelber habe selbst erklärt, die Polizeiafsistentin übernehme den ganzen Polizeidienst selbständig, sie reiße alles mit sich, er sei nichts mehr. Wenn ber Ches leibst etwas derartiges sage, so beweise bas doch, baß haarsträubende Zustände geherrscht haben müßten. Da der Beigeordnete Berndt aber seinerseits der Vorgesetzte des Polizeichefs sei, so sei es selbstverständlich, daß man ihmittne unparteiische Untersuchung Der Angelegenheit nicht zutrauen könne. Er habe sich denn auch, als die Untersuchung eingeleitet wurde, geweigert, dem Beigeordneten sein Material vorzulegen, zumal ber Beigeordnete in der Stadtverordnetenversammlung erklärte, das gesammelte Matettal bedeute nichts, und außerdem in ber Sitzung bic schwersten Angriffe gegen ihn erhoben wurden. — Vorsitzender: Ja Den Artikeln werden aber auch persönliche Vorwürfe erhoben, indem Sie dic Beziehungen des Beigeordneten Berndt zum weib- lichen Geschlecht als unerlaubte hinstellen: das zeigt, daß Sie nicht sehr objektiv vorgingen. Angekl.: Ich wollte nur zeigen, Daß der Beigeorbnete Bernbt es nach seiner ganzen Vergangenheit licht nötig hatte, mit einem Male hier als Sittenrichter auf- •, utr eten. Es sei ihm erklärt worben, alles sei in ber Reihen atsächlich aber sei gar keine orbentliche Untersuchung geführt vorben. Er habe baher barauf bringen müssen, daß eine gc- ichtliche Klarstellung erfolge; bas liege im Interesse ber Stadt Mainz, ber Polizeiverwaltung unb vor allem auch im Interesse Der großen Zahl von Personen, welche burch "die einseitige und aggressive Tätigkeit ber Polizeiassistentin geschübigt worben seien: Ter Angeklagte bemerkt schließlich, baß auch er burch den Beigeordneten Berndt sehr gekränkt morben fei, ba dieser bie Bemerkung gemacht habe: Tie Kreise, bie in ihren Jagdgründen 'n Mainz gestört wurden, seien ber Polizeiassistentin gram, sonst tiemanb, Darauf werben bie inkriminierten Artiktt verlesene Im. Anschluß an die Verlesung ber Artikel beantragt ber Staatsanwalt bic Ladung des Oberstaatsanwalts Dr. Sckwarz Mainz), um durch ihn beweisen zu lassen, daß die Polizeiassistentin durchaus segensreich gewirkt habe. R.-A. Dr. Pagenstecher bean- ragt bic Ladung des Zentrumsabgeordneten Justtzrat Dr. Schmitt, ier Auskunft geben solle, ob in der Stadtverordnetensitzung die inzelncn Angriffe nicht genau burchgesprochen und widerlegt vorben seien unb ferner darüber, daß die von der Stadtverordneten- 'crsammlung beschlossene Untersuchung durchaus unparteiisch ge- ührt worben fei. Diese beiden Ladungen werden beschlossen. Ls folgt die Vernehmung des zweiten Bürgermeisters Berndt und )cr Frau Dr. Schapiro. Der zweite Bürgermeister, Beigeordneter Berndt, ber» 'reitet sich zunächst über dic Entwickelung des Systems ber Polizei- ssistentin in Mainz. Er habe selbst den Vorschlag gemacht, ine solche Beamtin anzustellen und ihr das Arbeitsfeld genau >czeichnet. Die Stadtverordnetenversammlung habe dem Beschlüsse Dann zugestimmt, und das Tätigkeitsprogramm genehmigt. Unter >cn Bewerberinnen wurde Frau Schapiro ausgewählt, bereit Gatte 'n Mainz Chemiker ist. Sie stellte zunächst eine Fürsorae- jcamtc bar. Sie sollte die Dinge nicht suchen, sondern an sich icranfommcn lassen. Bei anonymen Anzeigen wurde ihr ein besonders sorgfältiges Voraehckn zur Pflicht gemacht. Keineswegs 'ei, wie das in den Artikeln zum Ausdruck komme, eine strengere Handhabung ber Sittenpolizei mit ber Schäftung ber Assistentenelle geplant gewesen. Man habe ihr auch nicht gestattet, sich un Privatverhältnisse zu kümmern, es sollten lebiglich bie ge- ährdeten Mäbchen auf ben richtigen Weg zurückgeführt werde«. Ms bie Artikel erschienen, habe er eine strenge Untersuchung ingeleitet. Der Zeuge bespricht bann mehrere Fälle, in betten ich angeblich bie Assistentin vergangen haben soll. Alle diese Fülle hätten sich als grunblos erwiesen. Der Angeklagte sei bann samt seinem Gewährsmann um neues Material ersucht worben; ' aber auch bieses neue Material sei gegenstandslos geworden. Ja dem einen Falle hätten sich allerdings Difterenzen ergeben, als die Assistentin dazu überging, eine Anzcchl von Mädchen dem Cäcilie» heim in Wiesbaden zu überweisen, dessen Leiterin etn Fräulem von Bana war. Diese habe angeblich sehr mcrftoürbtge Ansichten über ihre Zöglinae gehabt. Sie habe die Mädchen ruhig gewähren lassen. Der Zeuge gibt dann zu, daß tatsächlich einmal ein Dienstmädchen ber Frack" Schapiro veranlaßt wurde, sich schwanger zu stellen unb eine Hebamme aufzusuchen, bie bei ber Polizei im Verbacht staub, gewerbsmäßig abzutreibeu 5r würbe bas niemals zugelassen haben, wenn er bas rechteckig erfahren hätte. Die Verantwortung treffe ben betreffenden Zolizeikommiftar, bic Assistentin habe nur getan, was bitfer tht luftrug. Vors.: Ist es richtig, daß Fran Schapiro auch ar Die Fran sich wenden mußte, um die in Inseraten angetünbiatei Tropfen zu erhalten. Zeuge: Ja, das ist ttchtig. Sie gat eilte Po st karte unter falschem Namen an die Heb- t m m c geschickt. Diese Karte isst dann, um das Sattrspick zu vollenden, zu den Akten gelangt und man hat gegen bie Dame, bereu Name gebraucht würbe, ein Berfahren eingeleitet. Im übrigen muß ich bemerken, baj die • Benutzung von Polizeiorganen zur Ermittelung von 8err brechen, baß ber ganze Vorgang der Benutzung des Dienstmädchens nichts außergewöhnliches ist, daß die Polizei der ganze« Welt derartiges tut. (Bewegung.) Das Tadelnswerte tst allen daß die Polizeiassistentin damit beauftragt wurde unb daß nun nicht eine andere Persönlichkeit suchte. Der Zeuge geht bana; .Ulf den ihm vorgeworfenen Verkehr mit zwei Damen näher eiu Aus beit Zeugenlabungen ersehe er, baß die Sache hier ebenfalls berührt werden soll. Angekl. Hirsch betratet, daß er die Absicht hatte, diese Sachen hier zur Sprache zu bringen. Bors^ Es ist keine Frage, daß diese Angelegenheit nicht zur Sache g* hört und daß bic Basis für eine Verstänbigung schon besweg« gegeben erscheint, weil bas vorliegende Matettal sehr $u|ammeix geschrumpft ist. Es tritt daraus bis 4 Uhr eine Pause ein. In ber Nachmittagssitzung bestritt ber Zeuge Beigeordnete? Berndt wttterhin, daß er noch mit einem Fräulein Siebungen unterhalten habe, unb machte einige Angaben, in ben« Mäbchen böswillig verleumbet worben seien, bereit Unschuld sÄ aber sofort herausstellte, so daß gegen die Verleumder voc» gegangen werden konnte. Schließlich wendet sich der Zeuge noch dagegen, daß er etwa selbst Beziehungen zur Polizeiasststent« gehabt habe. Allerdings feien nach dieser Richtung die ®ti* gaben seiner Gegner sogar bis ins Ministerium gedrungen, aber Die Untersuchung habe nichts gegen ihn ergeben. Der folgende Zeuge ist der hessische Landtagsabgeordnett Jultizrat Dr. Schmitt (Mainz). Er bekundet, daß er die Akter der Berndtschen Affäre genau geprüft unb gefunden habe, bifl die Angriffe gegen die Polizeiaisistentin sich nicht bewahrhtttcn. Er glaube sagen zu können, daß der Beigeordnete Berndt, als er in der Stadtverordnttenversammlung von gestörten Jagdfteuder sprach, damit eine Spitze gegen den Angeklagten gebraucht hab«. Es wird darauf auf eine große Anzahl von Zeugen verzichtet. Oberstaatsanwalt Schwarz wird über bie Fürsorgetütigkeit ber Frau Schapiro an entlassenen weiblick>en Strafgefangener vernommen. Er bekundet, daß bie Polizeiafsistentin sich cll eine sehr zuverlässige unb tüchtige Dame erwiesen habe. — Fru Nägeli, Vorsitzende des Mainzer Frauenvereins, äußert sich dah-n, daß "^Frau Schapiro eine äußerst takttwlle unb geschäftsgewanLte Tarne sei. Stabtverorbneter Obmann bestrecket, daß seine beruhigen!* Erklärung in ber Stadtverorbnetenversammlung zur Sache vor ber Bürgermeisterei vorher bestellt worden fei. Jugendgerichtsvorfitzender Ancksgettchtsrat Kolb, ber vc« Muttster mm die Genehmigung zur Aussage erhalten hat, t» tunbet, daß er mit Frau Schauuur oft iuiammen gearbeitet rott SS; staimlien gt geholt zu Ker E ■ Sin Mad §-d°- md-° Ke sollen dabei i iiihl mit verdäci Fall betrifft $ bet Nähstiu ijr, um sie darül finit 2a habe wenig jur Cbfei iÄieylich M - Ibtteibung verdo ml ich auf Anoi Men weiter voi Pcisonen Anzeig uich nicht richtii ich Polizeiaj ' m diesen Dingen auszuüben. Boi mal auf eine Am [ Sie um Ueberfei ! Zeugin erklärt hi in der Briefzenl nicht zur Wend anzeige gegen ' j davvnraße \n 1 i läsligt unb beh J Matz zu eiv I lung gegeben. Dffijtcrtn in I iuf) darüber laben. Eie Beschwerden ka Wohnung imb Damen um Jnstizrats bo Versammlung tu najm bei Sat I I 'mich viel m I gdiroeii I ?.Lklinik gel I s in, dal 4,' I Sjtr war ich I S SamytflOj Klien MNgs! «erdacht Md. ituflin: Ä btv -viititung von < fyr Mann wm gefallen einmal dj habe mim m -hinbe«, als tu. illen einmal etr Sic Mm irt. , ** ?ns( ^onoerzugen um 9.55 Uhr ** Mili Herten 900 Re Station. Ae über kamen nt lin itnb Spät Öcnb3 gegen Ale von 10 ™ften der ver »fein. Sie k 7 fuhr 9 Uhr wrnison Metz -rve entlassen ,^Marok y. deutsche $ genug, um S"* zu en Mm der g W ist. seine r 3 das Sozi gebrau en uieistcn Äcrunq geti lluch 1 Marok^f :i J ®r»Ber , ^ptember, \ £ “ L° n M»,-ckst L5 im fßere 2»? bit San Pnn I- Würben jLnb H Witter Kl Bitten? d°.?der < Krankenkost. kh*!1*4 ' StOfH TO* ?'b® ««tbnttt L? u einer bei cmpelt wurde und anzeige gcßc* Boppftraße i Begeisterung getragen wie schon bekannt ge --------„nlaß zu einer Straf Noch ein-: Sie sollen in der Versammlungen stattgefunden, die von hoher nationaler " i waren. Der nächste Montag wird, — Gr oßen Buseck, 19. Sept. Nächsten Sonntag, 24. September, findet das Bergturnsest de- Turner Bundes Lahn-LünSberg auf dem Hohen Berg bc -roßen^Buseck statt. Die Dctturner versammeln sich ur 4* Uhr im DcreinSlokale des Turn-Bereins Großen Buscck. Vvselbst die Kampfrichtersitzung stallfindet. Um 930 ist gc meinsanier Turngang nach dem Turnplatz. DaS Turnen ,u dem sich 2Ö2 Turner g. meldet haben, beginnt um 10 Uhr, geturnt wird Stabhochsprung, Stemmen zweiarmig Kreiweitsprung, Lausen 1UO Mtr. und eine Pfltüstfretüduii- Die Turner, die 28 Punkic erreichen, erhalten einen Kran lon 3d—4ö Punkten Diplom und Kranz. Kreis Lauterbach. Angersbach, 19. Sepr. Bor einigen Tagen, als bter 3ie Maul- und Klauenseuche zum Ausbruch gekommen war, wurden von einem Unbekannten Rellameschnsten, bi. än Heil mittel zur Bekämpfung der Leuche anpriescn, vcr breiter. Dieses Heilmir.et, eine Laibe und zugleich Arznei 31 Losen zu 6 Dlart das Ltück, soll in wenigen Tagen bi vollständig.' Leitung der Tiere herbeiführen und ein voriüglickc Torbeugungsmittel gegen die Leuche sein Ta es zweifelhaft in. üb das Mittel überhaucht .eine veil kraft besitzt und der Sertricb von Arznei- oder Geheimmittel, um die es sich hier zweifellos 'tonöeli, verboten ist, sollten die Landwirte mit dem Ankauf i Hefti verhaltnismätzic; teueren Mittels vorsichtig sein, denn in *hei en Fällen dienen solche Vertriebe von Heilmittel nur zur 'Ausbeutung des Publikums Tie Tierärzte sind langst mü bc: llekanmesten Mitteln zur Bekämpfung dieser Leuche beuaiu uiu lULL befolge nur deren LiwrduungcL. _________ie in Main- harmlose Mädchen, die Geschwister I., bc lästigt und behelligt haben. Tie Sache hat dem Justizrat Lorch Anlaß zu einer Beschwerde in der Stadtverordnetenversamm hing gegeben. Zeugin. Die Schwestern vermehrten mit mehreren Dfftitcien in höckü auffälliger, Weise. Die Nachbarn beschwerten uch darüber und fo wurden die Mädchen vvrge- laben. Sie bestritten jeden Verkehr. Als weitere ikel beantragt bc t? tir. SäiDjti >e SoliifiaiiiMia .Pagenstrchn bte !tmat Dr. od)®- orbnetenübung >.■ |tn und roibaly : StablBtrorbna» 18 uiwarteiiidi p werden besÄof- itiftas Berndt & ! winelte ■Mn '1 b c nb e r • orwürse Ät mm tttj, 8,W bah Sn E mn itig, ~"u^anMa ^chenrichter ui. der Sait- “Mit der ?uch im öifntige tu dW worden (en dmch denk» da diefer die z» ?rm, Iagdgründo tentin gram ierf Mkl tolK n SS j kodtii^ ie Mdäun w aß tatiä anftufn« - »o ienn er b- sie btn bt*\ tan, was S- -choviro e? traten anM-^ richtig nen a«i«L um dar, urbe. ■'’A ß ich bmcrrn ~ Mittelung w. izer VjU ibdnl*JK wurde uri WJ er ötugc ei Tarnen ♦et bab d SU bringe^ rtuttfl ’®°n gegeben, anläßlich des Vortrags von Dr. Wirth and) Gießens Bevölkerung Gelegenheit geben, iu der Marokko frage Stellung zu nehmen. Landkreis Gießen. •w» L # Ltz-H r Berndt, btr -Ystems der Borschla; gtEuit Arbeit-sest «jiai habe dm MMie i genchmti Ilm ewäblt, hm fcttt chst eae 0jrfnv- tn, stildem an ich i tmck iv nn b" ituchl. Sttvnrtttti mmt, mit istm-i ang dec Miiate-I nicht gestatln. 'I n lediglich d« r " Mgefühtt tot. icngt llntersi» re Me, in r it soll. 2llk"" Slngcklagte teile al ersucht Wfr los Morden en ergeben, alid chen bau Länlv erin ein (fa^Ir meckwürdtge 1 e-ewalls den Unnbrud gewonnen baue, oag Ite einen beiliamen Linfluß auf die Mädchen auSübe; eS seien keinerlei Mißgriff ran ihrer Seite vorgekommen. Tarauf wirb unter großer Spannung die Polizeiassj. stentin Schapiro aufgerufen, die bekundet: Ich bin ie. bnr. 19. Januar 1910 Poltzeiasiistentin in Mainz Vorder bat uh mich viel mit sozialen Dingen beschäftigt und in ijreibur. m der Schweiz studiert. Ich habe dort eine Zeitlang ein Frauenklinik geleitet. AlS ich mich im Oktober 190'.' um bi hi en« Stellung bewarb, erhielt ich von der Stadt Jnstruktionet oohin, daß ich in erster Linie fürsorgerisch tätig zu fein hätte Ferner war ich mit der Gefangenensürforge beschäftiat und hab' jeoen Lamstag Konferenzen mit dem Beigeordneten Berndt übe: alle einschlägigen Fragen gehabt. In zweifelhaften Fällen wäret früher sofort Akten angelegt worden, zu meiner Zeit rourint mir Tagebücher geführt und Bemerkungen dann gemacht, um die Mädchen an ihrem weiteren Fortkommen nicht zu bindern Vvrs.. Die Artikel mmhen Ihnen zum Borwurf, daß 3tc di. M-ivchen zwangsweise hätten vorsübren lassen und verdächtig Mädchen zwangsweise untersuchen ließen. Z. ugin: Tas habe id niemals getan Bors.: Sie sollen sich in die Privatverhältnisk. antländiger Mädchen eingemischt und nicht Halt vor der Tü von Familien gemacht haben Zeugin: Ich habe niemals ge handelt, ohne vorher die Zustimmung des belrcfienben Polizeirall eingeholt zu haben. Es waren damals 12 bis 15 Mädchen verdächtig Bon Ein Mädchen soll einmal von Ihnen bei nachtschlafende Zeit oder in den frühen Morgenstunden ausspioniert worden fern Eie sollen dabei die ldorrespondenz deS Mädchens nachgelefe, haben Zeugin: Tod war ein Mädchen, die feit langem in Verdacht »and Borf.: Sie sollen auch Pärchen gestört haben Zeugin Ich bin niemals allein ausgegangen, sondern stets ir Begleitung von Schutzleuten oder eine- Kommissars. Borf.: Vai 3Iit Mann wiederholt dabei? Zeugin: Nur einmal Borf sie sollen einmal auch zwei Studenten mitaehabt haben? Zeugin Ich habe mich nur zufällig einmal in Gesellschaft einiger Lcrrei befunden, als ich em Casä in der Nacht besuchte Bors.: Li> sollen einmal men Beamten für unfähig erklärt haben, weil er nicht mit verdächliflen Mädchen anzvbandeln verstehe. Zeugin Der 7Xall betrifft em Mädchen, da- angeblich um 12 Uhr nachtt auS der Nähstunde heimkehrte. Ich schickte einen Beamten zi ihr. um sie darüber zu befragen. Er tarn zurück mit dieser Aus funit. Da habe ich gelacht und gefagt: Sie eignen sich eben’o wenig zur Observierung wie mein Mann. Bors.: Sie sollen schließlich Zhr Dienstmädchen zu Spionendiensten xt Abtreibung verdächtigen Hebammen gesandt haben. Z Au» Kta-t und Land. wiest en. 20 September 1911. *• Unser Regiment kehrt heute abend in zwei Londcrzügcn aus dem Manöver zurück Die Züge treffen um 9.55 Uhr und um 10.38 Uhr hier ein ** Militärtransporte Gestern vormittag paf- fierten 900 Reservisten des Gardekorpö im Londerzug unfcrc Station Die Leute gingen lahnabwärts weiter Den Tag über kamen noch zahlreiche Reservisten von Potsdam, Berlin ntib Spandau in kleineren Abteilungen hier durch Abends gegen 7 Uhr traf die 4. Luftschisferabteilung in Stärke von 106 Mann, bestehend zur Hälfte aus Mannschaften der verschiedensten Trtippenteile, auf unserem Bahnhof ein Sie kam von Pommern aus detn .staisermanöver und fulw 9 Uhr 20 Minuten über Koblenz Trier nach ihret Varntson Metz weiter, von iw die Mannschaften zur Re serve entlassen werden. ♦* Marokkoversammlung Man schreibt uns: Das deutsche Volk ist dem Absolutismus entwachsen und reif genug, um über Fragen seiner Ehre und seiner Zu funft mit zu entscheiden Als Sprachrohr seines Willens steht ihm der Reichstag zur Verfügung, solange er ein- berufen ist. In reichstagslosen Zeiten bleibt ihm mir ein Mittel, seine Meinung zum Ausdruck zu bringen, das Mittel, das Sozialdemokratie und Ientrum in so geschickter Weise zu gebrauchen wissen, die össentliche Versammlung 3n den meisten Städten Deutschlands haben Marokli? Abtreibung verdächtigen Hebammen gesandt haben. Zeugin: Tat tat ich aut Anordnung des PolizeikommissarS. Bort.: ES wirt Ihnen weiter vorgeworfen. Sie hätten unbegründeter Weise geger Personen Anzeige wegen Kuppelei erstattet. Zeugin: Tas is auch nicht rtrfuig. Tic Leute tarnen gelaufen, als sie hörten baß ich fßolucianiftentm sei und glaubten meine Unerfahrenheil 4 ui diesen Dingen auflnühen zu können, um Racheakte an andere,' auSzuüben Bors: Ich muß Ihnen vorbatten, daß Sie ein mal auf eine Annonce aus Frankfurt einen Brief schrieben, in dem Sie um Uebcrfenbung eines Abtreibungsmittels ersuchten. Du Zeugin erfiärt lsierzu, daß sie einen Brief geschrieben, daß er abci in bet Briefzentrale des Polizeiamtes abgem nicht zur Absendung gelangte, fonbern den Anl anzeige gegen fic bot Borf.: Beschwerden kamen, ging ich mit einem firiminalbcdinlcn in die Wohnung und traf sie hier in einer Situation, fo daß die Tarnen unter Kontrolle gestellt wurden. Tie Beschwerde bce Iustizrats Horä, wurde allerdings in der Stadtverordnetenversammlung verhandelt, der Herr bat sie aber nach Kenntnisnahme des Sachverhalts zurückgezogen. Die Bcrhandlung dauerte in den späten Abendstunden noch fort «Ä<* tl-lNS * Ärnß «choneu. h. Scholten, Ist. Sept. Eine b'"er bei einer Beamte:.- omilie bebteniiele 2ouffrou hatte sich ouf Kosten der en'teren miqe schöne Tage bereitet. Sie ließ sich in einer hiesigen lLeinhandlnng fortgesetzt auf Rechnung ihrer Dienstherrschaft ".'em verabfolgen, ebenso benutzte sie den Kredit ihrer £tn- choft, um bei einem Biervetteger größere Menaen Bier zu rhallen. Trotzdem die Behörde gegen die Person bas lLirtShausoeidol erlösten balle, fand man sie in letzter Ze hr oft in betrunfenem Zustande. 9118 nun am vorigen samltag unb Sonntag kurz nacheinander größere Mengen r'ein geholt wurden, schien dem We,nhöndler die Sacke dock "chl ganz sauber, er ging zur Herrschaft und hier stellte sick er Betrug heraus und da» Röliel mar gelöst, woher du Gerson m letzter Zeit ihren Rausch gehabt hat. Starkenburg und Rheinhesten. w T ar m ft a b t, 19. Sept. Der Streikder K oblen i rbciter ist durch Vermittlung de» Bürgermeisters Dr. Müller jeutc beigefegt worden. m. uff en bad), 20. Sept. Die Stadtverordneten «atten nm 2ti Mai bei der Wahl des technischen Beiaeord- teten Weil mit sozialdemokratischer Mehrheit beschlossen, ür den bisherigen Bürgermeister-Stellvertreter Walter, den Vorgänger Weils, zum Bürbermeister-Stellver- reter nicht den nunmehr dienstältesten besoldeten Bei Korbnctcn Portb, sondern den um einige Monate amte- tinaeren juristischen Beigeordneten Rech zu bestimmen 'tach dem Artikel 29 der Ltädteordnung steht die Bertre ung des Bürgermeisters, insoweit nicht bei der Wahl der Beigeordneten durch die Stadtverordnetenversammlung eine indere Bestimmung getroffen wird, in erster Linie dem besoldeten Beigeordneten zu unb wird im übrigen durch Jic Höhe des Dienstalters, bei aleichem Dienstalter durch 'ie Höbe des Lebensalters geregelt Die Stadtverordneten Nehrheit legte diese Bestimmung folgendermaßen auS: Für sen Bürgermeister-Stellpertreter wird ein neuer Beigenrb- icIct gewählt Wenn nicht für alle Zukunft die Stodtoer. jrbnetenberfammlung um die Möglimkeil g bracht werden soll, einen Büraermeister^Stcllvertreter selbst zu wählen, muß sie bei der Wahl des Nachfolgers eines Beigeordneten, )er bisher Bürgermeister-Slellverlreter war, auch befrim- men können, ob dieser oder ein anderer Beigeordneter Sürtzermcister-Stcllvertreter wird. Vegen den am 26. ^Dtai jcfaBten Stadtverordnetenbeschluß halte Beigeordneter ^orth, als er sich jüngst in einer Ausschußsitzung weigerte, unter dem Borsttz des gewählten Bürgermcister-Stellver- relerS Rech mitzuwirken, Beschwerde eingelegt. Auf .'iese Beschwerde hin hat das Kreisamt dem Berg. Rech ausgegeben, innerhalb 14 Tagen Mitteilung davon zu macken, warum die Stadtverordneten-Bersammlung ihn und nicht den amtsältesten Beig Porth zum Stellvertreter des Bürgermeisters bestimmt hat. Gleichzeitig hat Beig Rech )ie Aufforderung erhalten, die Stellvertretung bis zur Entscheidung deS KreiSamts an den Beig. Porth abzugeben Hessen-Nassau. X Fellingshausen, 19. Sept Lehrer Feix siedelt am 1. Okt. nach Hermannstein über und Lehrer Eckhardt wurde vom Schulvorstand seiner Daterstadt Gladenbach tewählt. Ersterer hat 11 Jahre unb letzterer 6 Jahre hier im Dienste gestanden. Dillenburg, 20 Sept. Eine Eisenbahnarbeiter- Üerfammlnuq nahm laut ,Z. f. T.‘ zu der herrschenden I euerung einstimmig folgende Entschließung an: „Die Heutige Aersainmlung dec Eisenbahnhandwerkec und -Arbeilei erklärt zu der zurzeit herrschenden Teuerung solgendeS: 1. Die nißerqewöhnlich hohen Preise, die zurzeit für die notwendigsten Nahrung«- und Denußmittel gezahlt werden müsten, belasten >n starkem Maße den Haushalt der kleinen Leute, besondere aber der Etfenbahnhandwerker und -Arbeiter. 2. Festgestelll >'uß werden, daß die Spannung zwischen EngroS- unb fllein. landelSpreiien unnormal groß ist. Die amtlichen fDlartt- venchle beweisen das zur Genüge. Die Versammlung pro- teiliert deshalb gegen die rigorose Preispolitik deS Zwischen- nanbel» und erwartet von Reichs- und Staatsregierungen, daß uefclben fDlittel und Wege finden werden, um die Preispolitik eS ZwifchenhandelS zilgunsteii deS Nonsumenten zu beemfluffen. £ic6 kann z. B. durch fortgefetzte Veröffenllichung dec amtieren EngroSmarktprelse in der amtlichen Preße ufro. sowie tUird) Tarifemiäßigungen geschehen. 3. An die Verwaltung richtet die Verfammlung die dringende Bitte, durch ®croäbrunn einer ausreichenden Teuerungszulage dem herrschenden Not- tanb in den Familien der Eisenbahner zu fteuerb. Der Tank von tausenden Eifendahnersainilien wäre ihr sicher. w. Kassel, 19. Scpt. Heute vormittag wurde ein ver wegener Raubmord an der 22jährigen Frau des Schlossers Müller verübt. MS der Mann mütags nach Hause kam, sand er seine Frau durch zahlreiche Messerstiche in die Brust ermordet vor Die Möbel waren durchwühlt, Schmucksachen und Wert- Segenflänbe, sowie eine größere Geldsumme gestohlen. Der Täter at der Ermordeten selbst ihren goldenen (Ebering abgenommen Ter Verdacht der Täterschaft lenkt sich auf einen Hausierer, der früh im Hause vorsprach. Heber sein Verbleiben konnte bisher nichts ermittelt werden. (Ein schweres Automobilu glück bei Darmstadt. lieber einen schweren Autonrobilunsall in der Bergstraße bei Darmstadt, bei dem ein Mann getötet, ein anderer schwer verwundet wurde, erhalten wir folgende Nachrichten Darmstadt, 19. Sept. Ein schweres Auto mobilunglück ereignete sich heute nachmittag nach 6 Uhr ruf der Chaussee zwischen Pfungstadt unb Bickenbach Ein Frankfurter Automobil, das sich auf der Rückfahrt befand, fuhr an einer scharfen Kurve gegen einen Randstein Tie beiden Insassen, der Monteur Schreiber und Ingenieur Buß wurden heranscria>c*|aau Warschau. 19. Sep: Ter wegen Ermardung seineS Neffen angeklagtr Graf 9t o n t f i e r wurde zu 15» Jahren >3 u du haue verurteilt Tic Muangellegtcn Zavadskv und Scmrnskv wurden sreigewrochen. handel. Bon »er '.KtidjtbanL Berlin, 19. Sept. Tu Deutsche Reichlbank hat den Wechsel-DiSkont von 4 auf b Prozent unb den LombardzinSfuß von 5 auf 6 Prozent erhöbt. In der beuitQfn E t * u n i des ZentralouSfchuffe» der 9teid)*btin( fnbrie der lirolident Ericstenz v. Havcnilein aus. Man werde anaend)l« ter (Äeüolhma der Jerbälfmfle nm offenen Geldmarkt nicht üdeiralcht fein, trenn die sich t'tzt tn die Aolwendtateir rerient lebe, eine Ttefomerböbuug uni i t'ror. rorume men, nachdem der 'Vrroaibttfonrinn die Höhe des lleichsdantdiskoiiir erreicht habe 3n der Woche vom 7. bi* 15. Gemein her habe der ctami der Bank eine sehr melemlid^e tteiidUed>(eriino geaemiber dein Boijahre erfahren und nach dem 3ivi|d)enan*iveife vom 1s. hohe fiel» die Anlvanming weiter ver- iiuärh. Auch am 1k. d. Mts. feien die Anfprüche an die ReichS- banf wieder fehl stark gewefen. Am 16. bäilen die Anlagen um 11 Millionen ziigenoinmen, während sie tm t'orjabre am 16. unb 17, also in zwei Tagen, nur nm 25 Thllionen ziiqeuominen Dänen. Z»"> Cnnriateivertilel fei eine febr bedeutende Inanfpruch- •mt)ine der ^ank z:: euvarten. München . Ist Sept. Die Bayerische Roten bank erböble den Wechseldiskont auf 5 Pro-, den Lombard-in-iuß auf 6 Prozent. Stockholm, 19 Sept Die schweb i f che Reichsbank erhöbt von morgen ab bat Diskont auf s . bis 5 Prorenl Dresden, 19. Sevt. Tie Sächsische Bank bat den Wechseldiskont von 4*/» auf 5 Proz, den Lombard-insfuß von 5'/, auf 6 Proz. erhöht. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. öeiifraiit" - 'Ä im Siebenmühlental bei Wetzlar. Ruf 43. Ruhige Lase im Wald. Nervenstärkend. Zentralheizung! Pension von 4 Mk. an! (C20/» WILH. RUDOLPH Großh. Hess. Hoflieferant Fernspr. 389 GicSSCfl Seitenweg 91 für Nur noch einige Tage: Oas Fegefeuer die meist scharfen Geruch hat und Krankenwäsche, auch wenn mit Blut und Eiter behaltet, wird gründlich davon befreit, desinfiziert und rasch gereinigt durch Waschen mit Persil. VoUkommen unschädlich ! Erhlllllcb eur In Original-Pak et». HENKEL & Ce._ DÜSSELDORF .XdT.sX^X KONZERT! des Oberbayerischen Origlnal-Schrammel-Ensemble „Die lustigen Wildschützen“ unter Mitwirkung des Baritonisten Herrn Nicolas6enieleano, er Lieder in französ., engl., russisch, und Italien. Sprache singt. Anfang Sonntag 6 Uhr, Wochentags 8 Uhr. Eintritt, frei. = Reu '. --- Sehr wichtig für jeden Landwirt. Preis: Mk. 2.—, geb. ML 2.50. Der Verfasser legt in dem Buche seine langjährigen Er iahrungen auf dem Gebiete der Viehfütterung u. Pflege nieder. Seinen Stoff teilt er in vier Abschnitte: I. Die Ernäbr- ung.II Dic^uttermittel III. Die Fütterung. IV. Die Pflege. Jeder Gutsbesitzer kaufe das Buch seincmInspektor, Schweizer usw.. jeder kleinere Landwirt schaffe es sich selbst an.Dcr geringfügige Betrag wird sich vielfach bezahlt machen. Gegen Einsendung des Betrags direkt vom Verlag und durch alle Buchhand lungen. B*/e 380 bis 1700 Mk. Flügel 1000 bis 3300 Mk. HARMONIUMS 33 bis 1000 Mk. Nar anerkannt gute Fabrikate :: Höchster Bar-Rabatt Kleinste Raten Langjährige Garantie :: Probe-Lieferung überallhin Minna Körner’s M liir Hem Hawspiel West-Anlage 48. Lehrfächer: Gehörbildung. Musikdiktat, Analyse. Primavista - Singen Theorie der Musik, Harmonielehre, Elementar-Klavierspiel Höheres Klavierspiel (Solo, Ensemblespiel, Hebungen im Begleiten) .'. .'. .'. Anfang des Winter-Semesters 1811/12 Montag, den 2. Oktober. Festsetzung des Stundenplanes Samstag, den 30. September, nachmittags 2 Uhr. (3720 Ausführung von Börsen-Aufträgen an den deutschen und den massgebendsten ausländischen Börsen unter billigen Bedingungen Vermietung von Schrankfächern (Safes) in gepanzertem Tresor unter Selbstverschluss der Mieter Vie I Man wird I urteilen i# i ^küichenblr«!^ ’lljrtil ftaMolltich ' । Tcidi dringend 1 n»t gt6'tter^ I die Wiener mc i 0U? mir zu v e j selchen Vc ] «jener 83et i| Kiche in Wien I fOnenz wenn M I V; Pfund 3ll( | cui 1.5 tW' Pferdefler M in dein o bans Mchcnull reidi die Eiukc in Berlin mit im Winter we Ter Grün der Dürre des Mik und'dl | I Zwar hat die | ' die preußische । i macht, die der I sie kann sich' ii |, schließen, eine I: könnte, vorzur I für Getreide ui I Geneide ans I mänien zn be I. stand Ungarns gharen doch i Fleisches im o weil sie — w einen Txuä । Nur sov I 'chische Reich- I in ihm die I werden wird heranslomic jetzige Auen teile und dei S feil’, 1 berfügte nugt, S au gutfür. I oft ailgemeh ^rtossein I sämtlichen Üii Gestern s I archie t c u e I Reichende I lärmenden K ■ regierung. Vor dem Ü erften Bert tQ9 und Mo»! Ionen, unter Kulte ans Bl einschlogens bi Verhandln ngen der Bi Kontrahenten 6 , Den Blcitte