bis DomiittogS 9 IIhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 50 Geschäftsstelle Bahnhofstraße |6a Die heutige Nummer umsaht 10 Seiten. Betätigung Das tt des GeichastssinneS auflehnt. d Kto Die Mall, die Frau an dieser Arbeit ihren Teil haben, und lasse sie mit - Helsen. „Tas Heine Meisterwerk, das Heim, schufen wir mit <Öüfe des Mannes, das große, der Staat, soll von den Männern, mit unserer Hilfe gesd«sfen werden." Das ist jedenfalls eine weit liebenswürdigere und menschlichere Ausfassung der Frage, als sie z. B. von den dortigen Francnnimmrechtlerinnen Englands vorgetragen wird. Frcütch lann die Liebenswürdigkeit der Gc- iinnung Selma Logcrlöss nicht über das trittsche Bedenken hinweg- tauschen, was sie sich etgcntltch unter cDient „vollendeten Staate" dcnlt. Ter Staat ist ein organisches, geschichtliches Gebilde, spielt. Groß London hat nach der letzten Voltszählung 11 k Millionen Einwohner; außerdem ist aber auch der Vc»ug»pret»: monatlich 75131., viertel- :.iljrlirf) Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pk.; durch diel? oft Mk. 2.—viertel- gibrL auLjchl. Bestellg. Zeilenpreis: total lö'Vu auSwäriS 20 Pfemiiq. Chesredatteur: Goetz. Verantwortlich für den ooluifchen Teil: August Goetz; für .Feuilleton', .DermilchteS' und .Gerickusfaal": ü. Neurath; tut .Stadt und L'anb": S.Hcß; h"it den Anzeigenteil: H. Beet. Zuzug aus der Provinz, aus den Kolonien, aus Amerika, und vom Kontinent ganz außerordentlich In den Seebädern hört man überall Klagen, daß Hotels unb Häuser leerst ehe n; alles strebt nach der Hauptstadt. ~ ‘ uaten arbeitet man an den Vorbereitungen. jener breite Weg, der vom Buckingham-Palast am St. James Part entlangläuft, ist nun endlich als Pruukstraße vollendet. An ihrem Beginn, vor dem Palast, erhebt sich das kürzlich enthüllte Denlmal der Königin Viktoria und durch einen moiinnientalen Triumphbogen findet sie nunmehr einen direkten Aus weg nach dem an historischen Erinnerungen reichen Trafalgar Square. Der Aronungszug wird die neue Straße feierlich emweihen. Der Zug geht durch die Mall über den Trafalgar Square und durch White Hall nach der Westminster-Abtei. Der Rückweg führt vom Trafalgar Square durch die beiden bcfannteii Klub» straften, Pall Mall und St. James, biegt dann in Pic- cadillh ein und kehrt zum Palast zurück. Der eigentliche Krönungszug berührt somit nur einen kleinen, und zwar einen vornehmen Teil Londons und zeigt sich daher nur einem beschränkten Teil des Volles. Aver am Tage nach der Krönung findet ein zweiter königlicher Umzug statt, der in die Eity und durch einen von ärmeren Voltsmassen bewohnten Icil Süd-Londons aüf der anderen Seite der Themse gehl. Auf dieser ganzen Strecke sind überall Tri bünen errichtet und noch sind die Arbeiten lange nicht vollendet. Ganze Wälder müssen niederge.chlagen worden sein, um das nötige Bauholz zu lieiern. Sie aufgewaiidlen Die Königsfrönung in England, i. London, 17. Juni. Sie uin fa s s end en Vorbereitungen zu r Krö- nungs s ei e r in der Hauptstadt des britiidicn Weltreichs Zeigen aufs neue, daß das Mutterland des Parlamentaris- chus die Machtstellung und die prunkvolle Würde seines Königtums mit nicht geringerem Stolze betrachtet als das staatsrechtliche Fnstrnrneni, durch das es sich selbst regiert Sie Kontinuität der englischen Geschichte hat es mit sich iK bracht, daß wir hier in höherem Maße als an den Höfen der festländischen Monarchien das ehrwürdige Zere moniell und die sakralen Formen des Mittelalters bewahrt finden. Wenn and) die englische M onarchie mit starken konstitutionellen Schranken umgeben ist, so betrachtet das englijdjc Volk doch die Krone und ihren Träger als das F u n da ment seines nationalen Lebe n s und als das stärkste Band, das das britische Reich zusarnmenhält Die Feierlichkeiten, die die britische Aristokratie, die Ber tretet der Kolonien und die tnrbaiigcidjmürfteii Fürsten Indiens an der Themse versammeln, entbehren daher nid?t der pvlitisck)eii Bedeutung und des ethischen Gehalts. Der Besucher, der setzt nad) London kommt, sieht zunächst ireiliai mehr die Kehrseite der Medaille. Tas Aeufter» liche, das auf die Schaulust der Menge berechnet ist, fällt in erster Linie in die Augen; aber and) hier ist der Maft- ftab jo groß, die aufgeivandten Mittel so ungeheuer, dasj man fick) der Bewunderung nicht verschließen kann, selbst wenn jid) hie und da das Gefühl gegen eine vielleicht unvermeidliche, aber dock) etwas zu stark hervorstechende haralleriniiche des ganzen Vorgangs ist doch, daß jid) die an eine ferne Vergangenheit gemahnende Feier mitten im Herzen der großen Stadt der Welt abff Lelma Lagerlös üb erdas Frauenstimmrecht Sn einer ber ersten Sämigen des gegenwärtig in 1 vttholm itattiutbcnecn Inter natioualenFr a u e nwahlrechls- t v ii greis cs ergri1’, wie ans der schwcbiichcn^HauplitaD: bc- rid-.f’t wird, unter allgemeiner Spannung auch ^t.ma Lagcrlor, bic ruhmgclromc Stducrm das „Gösta Berling" und Aobelvreis- träaenn, das Wort, um ihre Auiiassung über das ,irauciiivahlr.ck-i darmlegen Unter lautloser SiUle der großen «enammlung hob sie hervor, daß die wichtigste Ausgabe ber Frau zu allen Feiten öarin bestanden habe, das Heim zu schäften. ^.ie,e Amgabe habe sie aber nicht allein, sondern nur unter öilic des Aianncs durch qefübrt Di' Arbeit des Mannes auf der anderen ~cil habe ;n öct Hauptsache darin bestanden, die Slaatsgescllschaft au' -udaueu, aber diese Arbeck könne gegenwärtig iwch nicht als vollendet Vic Lehre» aus öem deutsche» Auverlüssigieilsflug. Der deutsche Zuverlässiglcitsslug am Lberrhein, dessen große, aber nicht übertriebene Anforderungen in erster Reihe die Zu Verlässigleit der Maschinen unö Flieger erproben willen, hat ein verbälunismäßig gutes Ergebnis gezeitigt und eine Reihe von Mehrer gegeben, die Paul BeicuYr in der Umschau eingehend erörtert. Was zunädst die Zuverlässigkeit der Flngmoioren be trifft, so lann man Damit wohl zufrieden sein. Ser ücrucgelic Daimler'Motor des Etrich-Rumplcr-Apparatcs des Siegers Hirst legte die ganze Strecke ohne Dic_geringste Ausbesserung iuiüd,^beteiligte sich auch an sämtlichen u auilügcn u'.td lief am letzten -tag genau so regelmäßig wie am ersten. Recht brav gehalten hat nch auch der 5U ?L-Gnvmc, tedoch neigt er bei feuchtem Aebelwetter zum Versagen und machte einige Notlandungen unerläßlich, -ras neue 70 l Modell Bru'.chubers, das gänzlich unervrobt war, mußte freilich Zurückbleiben, woraus Die Lehre zu Ziehen ist, daß mau Wetbtewerbe nie mit unerprobten Motoren entgehen bar. Sie S i) st e m i r a g e bei den Flugzeugen üt durch den juocrlnmg keitsflüg nicht eniwandsfrci gelöst worden, obwohl stich die Em- decker zu den Zweideckern wi 2:5 verhielten. Es erwies lid) icöad), wie wichtig die Unterbringung Les Führers bei den Apparaten xft Der siegende Etrid'-Rmuplcr-Apparat Hirdts, bei dem der Flieger in einem geschlossenen bootsförmigen Raum gegen alle Witterungsunbilden geschützt, ist und lediglich in benuemer Lage das Stcucrrab zu bedienen hat, ist einem Avparar überlegen, bei dem ber Führer auf ber Vorderseite der TragNäcken auf einem kleinen Sitz Ijcrumbatoncicreii muß, nur eine Stütze für die ö'Übc Dor lieh, ohne den geringsten Richcvuntt für das Auge, das zwischen den Beinen hindurch das Gelände unter sich abrollen Hebt, -ras Sicherheirsgefühl, das die geschützte Lage des Sitzes bedingt, ubi einen großen beratigaiöeti Einfluß au* Die Nerven, Die Steuerung mit dem Rad ist r .ei bequemer als mit einem Hebel, der mit aus- geftredtem Arm bedient werden muß. Freilich ist andererieits zu betonen, daß man bet dem Hebel weit feiner fühlt, wie das Flugzeug ui der Lmt liegt, al5 wenn durch mehrere :Xollcn erst cme gewisse tote Reibung in die Drahtlenuug l)incingebrad)t wirl Bei mehreren Führern stellten sieb gewine n c r v o , c G r * di c i nun gen ein, die sie zu nicht ganz verständlichen Handlungen, z. B. Notlandungen, veranlaßten. Verursacht wurde die'.- Nervosität durch die ungünstige Witterung, die nur das yltcgen in frühen Morgenstunden oder nad) Sonnenuntergang gestattet^, so daß die Flieger um ihre Nachtruhe tarnen, zumal sie am sage das immer im Werden und nie fertig ist. — Das Huften im Theater. Tas Londoner St. IameS- Theater war vor einigen Tagen der Schauplatz eines kleinen Thealerikandals: ein Zuschauer in der zweiten Parkettreihe wurde plötzlich das Ocher eines HusieuanfallcS. Er hatte kräftige Lungen, jein Husten erklang mit der Kraft einer Posaune, und als einige Minuten verstrichen waren, ohne daß der Anfall nachließ, wurde das Publikum ärgerlich, Rufe und Pfiffe ertönten, und schließlich schrie alles: „Hinaus, hinaus!" Aber davon wollte der Manu mit dem sonoren Husten nichts wiffen, er hatte seinen Platz bezahlt und bestand ans seinem Recht. Em Londoner Blatt hat nun über diese Rechtsfrage bei verschiedenen Theaterdirektoren Erkundigungen eingezogen; in der Tat bietet das besetz keine Handhabe, hustende Leute aus Dem Theater zu entfernen. »ES ist bedauerlich/ so antwortete der Tirellor Des 2t. Janies-TheaierS, Alerandcr, „daß die Tatsache, ein Billet bezahlt zu haben, jeden Invaliden berechtigt, die ganze Zuhörerschaft zu stören. Ich konnte in der Sache gar nichts tun, und hoffte nur, daß die Nachbarn den hustenden Mann mit Güte oder Gewalt dazu bewegen würden, statt ins Theater in ein Krankenhaus zu gehen, um io mehr, als das Husten gerade im Theater eine merkwürdige Ansteckungskraft hat. Achten Sie selbst Daraus: huste: einer wahrend der Pori'tellung, so folgen andere nach, und nach ein paar Minuten hustet das ganze Publikum/ Tas einzige Alittel gegen Husten, meinte ein Philosoph, find wirklich amüsante Aufführungen, da hnitet niemand. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Sem Dichtee Dee bctanntni Liedes „König Wilhelm tag gaii; heiter", o.m m Brandenburg gestorbenen Sanität brat Dr. mcD. Wottao •' reu Sier, wurd - am Sonntag in seinem Heimatsorte, Dachsenhausen in Waldeck, ein Denkmal enthüllt. Polizei hat Vollmacht, die Torflügel zu schließen, sobald es notwendig crfchciiU. Einige dieser Tore werden wahr- scheinlich schon um 5 Uhr .morgens geschlossen sein Der Eisenbahnverkehr von den Vororten beginnt um 3 Uhr früh. Um »alb drei muß also der Vorortler frühstücken: gegen 4 Uhr trifft er in der Stadt ein. spätestens um sechs muß er seinen Platz eingenommen haben. Die Prozession aber beginnt erst um halb elf, erreicht die Abtei eine Viertelstunde später und verläßt^sie wieder um1.3 Uhr Aber die Londoner sind an solche Strapazen gewöhnt; bei bedeutenden Theatervorstellungen stehen sie viele Stunden lang Queue;: als bei dem letzten Besuch Kaiser Wilhelms die Galavorstellung im Drum Lane-Theater slati- fand, waren die Frühesten 30 Stunden vor Beginn auf dein Platz. Für die deutsche Kolonie ist gut gesorgt. Die deutsche Botschaft stößt mit der Rückseite an die Mall und das niedrige Setrt' de Vorgebäudes bildet dort eine Terasse. Der deutsche Botschafter Graf Wolff Metternich hat eine große Zahl von liiitlabungen ergehen lassen. Audi hier heißt es früh anfsteheu; um 8 Uhr muß man an Ort und Stelle sein. Radi und nad) wild auch das Truppenkontingent, das auf der Feststraßc Spalier bilden und bei dem königlidsen Umzug am zweiten Tage teiinchmen soll, ztisammengezogen, und London, wo mau sonst so wenig Uniformen sieht, bietet heute ein militärisches Bild. Der Hyde Park und iia- mentlid) Kensington Gardens sind in Lager eingeteilt, und unter den schönen allen Bäumen erheben sich lange Reihen von spitzen Zelten llcbcrall herrscht ein munteres Lagertreiben; in langen Reihen stehen die Pferde an Seilen und der vorläufig uod) in das schlichte Khaki gcHcibcte Tommi) Atlins putzt die roten Uniformen für den Festtag. Tas Sdjaujmcl lockt natürlich die Londoner in großen Mengen- an, und namcntlid) Jniig-England, das unter der Hut feiner weiblichen Aufsicht Kensington Gardens als seine besonderen Spiel- und Jagdgründe betrachtet, wird hiervon in hohem Maße angezogen. Das indische Kontingent lagert in dem prächtigen Park Von Hampton Court. In t(eineren Trupps werden die turbangeschmückten Krieger bürd' die Straßen von London geführt, und die hohen Gestalten der Sickhs, deren graue Bärte von langen Dienstjahren zeugen, erregen allgemeines Aufsehen. Das Slraßen- bild wird int übrigen mit jcDcm Tage bunter, und der Wagenverkehr nimmt unheimliche Dimensionen an. Da bic Vorbercitungsarbeiten in ber letzten Zeit von einem für englische Verhältnisse ganz außergewöhnlich guten Wetter begünstigt waren, so herrscht im allgemeinen eine erfreuliche Festeszuversicht, und bic Arbeit schreitet weiter fort. Ob sich aus bein vielgestaltigen Turchemanderbos fetzt noch überall herrscht, ein einheitliches Gesamtbild bilden wird, ist vorläufig schwer zu sagen. Jedenfalls find leinte Mühen noch Kosten gescheut, und einzelne hervor^ ragende Künstler, wie Frank Brangwyn, das stärkste dekorative Talent unter den Malern des heutigen Cnglanb- haben mit Hand angelegt. Besonders großartig verspricht bic Illumination zu werben, unb schon jetzt leuchten in den Abenbstunben zahllose eleltrifd)e Flammen, und die Initialen des Königs erstrahlen in ungezählter Wiederholung. Besondere Anstrengungen hat in dieser Hinsicht bic City gemacht, und das Geschäftszentrum, das eigent« liche Herz des britischen Weltreid)S, wird in den Krönungs* tagen in ein Meer von Licht* getaucht fein. London, 19. Juni. Heute fand im Spitehead den ganzen Tag hindurck) fast ununterbrochen Saluts chießen statt, da ein fremdes Kriegsschiff uad) dem anderen an* Nr. U2 Erster Blatt 161. Jahrgang Dienstag, 20. Juni 1911 Ter «lehener Anzeiger erscheml täglich, außer ÄffiMr ▼ W WM ' Rk * A A «fr A M «fr A A-^ A AM Siebenerzamiliend.ätter; M MM W jtlT jlF WW MM HP xroeinialwcrlemLXreis. ■ MA BV ■ ■ ■ M M ■■ X SV i O ötn Kreis •iefren ■ ■ ■ ■ BZ |1|< ■ ■ BZ ■ /■ BH < ’ * «I 8j/ - (Dienstag midFrciwa.: BF M B 9 V Wk I R B « X ® ® ziveima! ntcnail. Land 9L M M W GL JwL, \JtSy' V wirtschaftlicheZeitfragen W M ■ ▼ ■ ▼ ■ V Fenifvrech - Anschlüsse. M ■ MM für die Redaktion 112, WW General-Anzeiger für Vberhefsen Rotationsdruck und vertag der vrühl'fchen Unio.-vuch- und Zteindruckerei H. Lange. Nedaktion, Lrpedilion und Druckerei: Schutstratze 7. noch SdwuUügc aussühren mußten. , Diese Schauflüge, die I bczeichnei werben Und )o laue man m OKI en Zeiten da alle ia prallisch notweiiDig waren. Da Du einzelnen Stäoie lür ihre Kräfte gebraucht werben, um das Ganze zusammenzuhalteil, auch Preise and) ettras sehen wollten, waren von keiner günstigen"" ----- •h--* T-'' ””s ,n(t* f,p Wirkung aus den Wettbewerb; bii den nächsten Wettflügei^ wird Laher eine reinliche Scheidung zwischen Strcckenflügen und Schau- flügcn gctrosfcn irerben müssen. Als sehr widstig envics nch auch Die Frage des Begleitpersonals. Ein Flieger wie Kirill, Der sich um sein Flugzeug Überhaupt nicht zu kümmern brauchte, sondern Dam seiner mutigen Hittsmanni'chast die Maichmc in tabello'cin Zustand zu >edcm Fluge bereit sand, war natürlich anderen Führern gegenüber, bic lür chre Flugzeuge selbst wrgen mußten .sehr im Vorteil. Cs ergab sich, daß cm tyheger, Der nur einige Monteure zur Verfügung hat, unb bei bei Jnitandhalrung ber Ma'chine auf iid) felbit angewiesen ist, vorläufig bei Wett- bewerben noch t-nne Aussicht;auf Crfolg hat. IndcrP a s s ag i c r frage ntüiicn Die Vorzüge und Nackteile eines Mittahrers noch aereckter abgcfchaN roerDcn. Das '.'Rittichmcn eines Pafiagiers bietet nämlich bent Führer erhebliche Vorteile; er lann seine ganze Auftnerlsamleil und Friicke aus bic Führung des Avvarales richten, wäbrenb ber Mitfahrer ihm bic Orientierung abnimmt und außer- dcm auf Den Motor achtet. Für den allein fliegenden Führer ist cö unendlich viel 'ckwerer, sich m einem ihm fremden Gebiet mredit- zufindcn. Außerdem ist berm Paisagtcrslug auch bic ^icherheck größer. Da ber Mitfahrer den Führer sogleick aufinerliam machen lann, wenn am Gange des Motors etwas unklar ist, wodurch zur reckten Zeil eine Zwischenlandung möglich wird Ls ist daher Wenig gerecht, den Pai'sagicrfahrer, dessen Maickine allerdings dura) die größere Belastung in ihrer Ge'chwinbigicit mrückgeietzt wird, so viel besser zu bewerten als den allein fliegenden Führer. Mittel sind wie gesagt aiißcrordetitlid); der größte Teil kommt aber den arbeitenden Klassen zugute, und seil Wochen sindet ein starker Zuzug von Arbeitern nad) London statt llebcrall wird gezimmert und gehämmert; hier find die Tribünen bereits iiberdacht unb mit rotem Tuch ausgeschlagen, dort desindet jid) der Bau uod) in den An- fängCn. Die Stadthäuser der englischen Aristokratie haben Sd'auftänbe für bic Freunde der Familie, die Rcgierungs- gebäube überlaffen ihre Tribünen^lätze ben Beamten z im Selbstkostenpreise. Tie Klubs, bic an der Fest strafte liegen, haben ihre Lose unb Rauchzimmer im Erbgeschoß in Schau- ycrüfte verwandelt: ein bekannter politischer Klub ist so verbaut, daß seine Mitglieder nur durch Fenster ans ihre Plätze werden kommen können, llebcrall ist hier die Nachfrage größer als das Angebot. In den großen Klubs, deren Mitglieder nad) Tausenden zählen, ist über die Plätze ballotiert worden, und die, die leer ausgegangen sind, müssen anderwärts Unterkunft suchen. Die Läden sind aufgeräumt; Schaufenster sucht man in diesen Gegenden heute vergebens; überall erhoben sich Biotterbaiikc hinter den Schoivon. unb hanbfefte Pallisaben schützen sie bagegen, bas; bic außenstehenbe Menge sic nid)t etwa eindrückt. Alle Balkons sind mit Stützen versehen, um Unglücke zu verhüten. Die Preise für Sitze unb Fensterplätze sind für deutsche Begriffe ganz nngehcuerlid). Cs wird sehr darüber gestritten, ob die Vermieter unb Unternehmer gut abschiiei- ben worben ober nicht. Das Gerücht fam auf, baß ein großer Slump in ben Preisen cintrctcn würbe, unb in ber Hoffnung darauf halten viele mit dem Angebote bis zum letzten Augenblick zurück. Aber man hort auch von getoal- tigon Umsätzen unb Gewinnen, unb mancher äußert sein Bebauern, baß bicje ber Steuerpolitik bos SchatzlanzlorS entgehen. Selbst bic Goltcslwuser find nicht verschont geblieben, die beiden Heinen schoßen Kirchen, bic mitten im Strand liegen, inib von Brettergerüsten Umgeben, gleich als ob |ic zur Versendung verpackt kborden sollten. Selbst bic ehrwürdige Kathedrale von St. Paul hat es nid)t ocr- schmäht, i/Od) oben zwischen ben Säulen bos zweiten Go- jchossos - ooii wo man übrigens eine herrliche Aussicht haben muß Tribunen zu crridjtcn. r 9’yUüäubig üerätifcort ist aber Der- Platz vor der Westminster-Abtei. Whitehall wird in eine Via triuni* phalis verwandelt. Dio Straße ist zu beiden Seiten von einer Reihe von Holzfäulen eingefaßt, die von vergoldeten Viotorion, Sphinxen und anderen allegorischen Figuren gekrönt werden Truimphhogen, bic bic Namen ber Kolonien tragen, überspannen bic Straße. Aber bas ganze Square, bas vor Dem Parlamentspalast unb bet Abtei liegt unb bas von ben Statuen Der großen englischen Staatsmänner eingcrahmt ist, ivirD von einer einzigen mächtigen Tribüne bcoedt. Seltsam schaut Die Figur Des Premierministers Canning ans Dom Hvlzgerüst heraus. Von Der Westminjter-Abtei sieht man fast gar nichts mehr An Dem Haupleingang im Westen, an Dem Cnbe Des Längs- schifss, hat man ‘einen geräumigen Anbau errichtet, m Dem iid) bic königliche Prozession orbiicn soll, bevor sie das Innere der Kirche betritt. Der Holzbau ist dem Charakter der englischen Frühgotik geschickt angepaßt, ~unb man hat bic Nachahmung )oiveit getrieben. Das; ber Sims burd) eine Reihe lomischer Köpfe unb Figuren ganz int Sinne des mittelalterlichen Ärchitektenhumors verziert worden ist. , Wer bic Krönung ober ben Krönungszug sehen will, muß sruh ausstehen unb Gebuib haben. An ben Zugängen zu ber Feststraße sinb überall hölzerne Tore aufgcridp tet, um bem Anbraug ber Menge Halt zu gebieten. Tie - getreten. Anwesend waren 192 Abgeordnete, die sich für die Abschaffung der Monarchie- der Dynastie Braganza aussprachen und die Republik proklamierten. .Es ereignete sich fein Zwischenfall. Der r u s s i s eh c Kaiser und die Kaiserin von, Rußland sind an Bord des „Standart" in Wiborg eingetroffen. Der Kaiser hat dem Khan von Shiwa die „Dschidda" verliehen, d. h. eine Brillantfeder für den Kopfschmuck, die in Shiwa als Emblem der von: russischen Kaiser verliehenen Gewalt betrachtet wird. In die bulgarische S o b r a n j e wurden gewählt: 855 Vertreter der Regierungspartei, 42 Agrarier, 6 Sozialisten, 5 Liberale, 4 Radikale, 4 Stambulounsten und 2 Demokraten. Acht Wahlresultate sind noch nicht endgültig bekannt. Wahrscheinlich werden auch hier Vertreter der Regierungspartei gewählt. Unter den Gewählten befindet sich Radoslawow. Unterlegen sind Malinow, Tontschew und Ehenadiew. Der große (ir- folg der Koalitionsregierung bei den Wahlen hat überrascht. Die Tenrokraten, die in der letzten Kammer 176 Mandate innehatten, erhielten diesmal nur acht. Vic^ besprochen wird der Gewinn von sechs Mandaten durch die Sozialisten, die in b.er letzten Kammer keinen, Platz innehatten. Der Protest des Sultans Mulcy Hafid gegen die Landung der Spanier in Larrasch wurde dem spanischen Gesandten übergeben. Der Bruder des Sultans, Muley de Zin, ist mit General Moinier in Fez ein getroffen; er Wurde begnadigt. Der ägyptische Staatsmann Ria; Pascha ist gestorben. Präsident Tast erhielt aus Anlaß seiner silbernen .Hochzeit vom deutschen Kaiser und vielen anderen Staats- oberhänptern aus allen Weltteilen Glückwunschtelegramme. Im Weißen Hause sand ein Empfang statt, dem auch das diplomatische Korps beiwohnte. Es waren zirka 4000 Gäste anwesend. — Geheimagenten der amerikanischen Zollverwaltung haben Zoll- betriigereien in Höhe von mehreren Millionen Dollars, die bei der Einfuhr von Messerschmiedewaren in den letzten Jahren verübt wurden, entdeckt. Die Entdeckung ist das Ergebnis von Untersuchungen, die in Amerika und im Solinger Distrikt, woher die meiste Ware stammt, von Geheimagenten veranstaltet worden waren. sott gestern ui fitle, wurde eit |;ub Gesäuge i jiuS Wiesbaden, I'täbten erschie x Bad-' 's Jag bedeuten t |mtt im S a Lirangen geltet LLophie Schmi' tiapeUe mit ein l'.ing", einer I Zahlreichen in | hatte der Geil | werten aus de |' großer Siebt) reichen Besuc Lehrer Beä gebracht, am Mnnergesas schonen Bolt! Nie, gefüllte tyot „Ätoigt der fyitelterg nmbiger Siifjn । auf der Tenas I Ünn" und der Kreis Lauterbach. ~ Landen Hausen, 18. Juni. Die freiwillige Feue r- wehr feierte heute ihr 2 5 jähriges Jubiläum. Sie wurde am 26. März 1886 mit einer Stärke von 48 Mann gegründet und hat jetzt 62 Mitglieder. Eingeleitet wurde die Feier mit einer am Abend vorher durch Kreisfcuerwehr- inspektor Jockel aus Lauterbach abgehaltenen Vorübung. Die Hauptübung und Besichtigung durch Kreisamtmann Herberg und den Kreisfeuerwehrinspektor fand heute mittag statt. Im Anschluß hieran wurde an 6 Feuerwehrleute, die 25 Jahre der Mehr angchören, das Feuerwehr-Ehrenzeichen durch Kreisamtmann Herberg überreicht. Um 3 Uhr fand die Ausstellung des Festzugs, an dem sich einige auswärtige Wehren und die hiesigen Vereine beteiligten, mit anschließendem Umzug durch die Ortsstraßen nach dem Festplatz statt. Mit dem Jubiläumstag war eine Oteuuniformierung der hiesigen freiw. Wehr, die seither nur blaue Kittel trug, verbunden. Das Feuerwehr-Ehrenzeichen wurde verliehen an den Kommandanten Jost Fiedler, Hrch. Kühl II., JhL. Füg VII., Jhs. Fiedler VI., I. F. Lang und Johs. Stock III. Leider hatte der am Mittag niedergehende Gewitterregen das Fest stark beeinflußt, so daß der Verkehr durch Salzschlirser Kurgäste, die sonst sehr gern in Landenhausen weilen, weniger lebhaft war, als man gehofft hatte. Kreis Schotten. L. E i ch e l s a ck>s e n, 19. Juni. Der evang Kirchen- gesang verein von Friedberg hat gestern in der Stärke von 45 Mitgliedern seinen Sommerausflug Hierher gemacht. Er wurde auf von der Gemeinde gestellten Wagen au der Station Eichels- dors abgeholt und wirkte beim Gottesdienste mit. Es war ein mit Gesängen reich ausgestattetcr liturgischer Gottesdienst« der Anstand. Aus Lissabon, 19. Juni, wird gemeldet: Heute ist Na tionalf estta g. Im ganzen Lande finden Freudenkund- gedungen statt. Man singt Freiheitslieder und die Marseillaise. Die ,K o n st i t u i e r c n d e Versammlung ist z u s a m m e n kanr.^' Jedes Schiff feuerte bei Ankunft einen Salut von 21 Schuß zu Ehren der cnglifchen Nation und einen weiteren Salut von 17 Schuß zu Ehren des britischen Oberkom-s mcmdierenden, Admirals Moore. Die englische Flotte hat sich mit Ausnahme der Torpedobootszerstörer und der Unterseeboote hier versammelt. Tausende von Besuchern gingen trotz des ungünstigen Wetters auf See. Der Ausstand der Seeleute. London, 19. Juni. Der Verband der Seeleute stellt fest, daß über 180 einheimische Schiffe in den Häfen Großbritanniens festliegen. Glasgow, 18. Juni. Die Hafenarbeiter find in den A u s ftanb getreten. Der Küstenhandel ist völlig lahmgelegt. Das Löschen und Laden der Schiffe geschieht, soweit als möglich, durch das Bureaupersonal der SchiffsgeseU- schasten. Die Fuhrleute drohen ebenfalls, in den Aus stand zu treten. In der Hafenstadt wurde die Polizei verstärkt. Der Aufstand in Albanien. Torguth-Scheftet Pascha drahtete der Pforte, daß die M a - l i f f o r e n der überall verbreiteten Proklamation kein großes Vertrauen schenken. Bis jetzt haben noch keine Aufständischen die Waffen niedergelegt. Torguth Schestet Pascha machte die vom Sultan genehmigte P r v t l a in ation bekannt, ebenso die Spende des Sultans für den Wiederaufbau der zerstörten Wohnsitze im Ma- lissoer und Aiireditengebiete. Es wird angeliinbigt, daß die Feindseligkeiten nunmehr eingestellt würden. Er lädt die Flüchtlinge ein, Montenegro zu verlassen und in die Heimat zurückzutehreu, und sichert ihnen zu, daß die Regierung den Bedürfnissen des Landes entsprechen werde. Torguth. berichtet, daß die Truppen nun alle strategisch wichtigen Punkte besetzt hatten und daß eine Verbindung der in Montenegro befindlichen Flüchtlinge mit den Malissoren weiterhin unmöglich sei. M.) £ti RUchhaudi d-hung der Avisen, die j Men Liter zi. dii.den übrige l>t iitfl zu der M. Raun ürungl lickt 4 Lun eck bi «« Nf)f jta Wtitrt tour Wffl, ging b Ne, und i F -Wen feint ‘.a.r aber tot 'Rliilg. Kreis Alsfeld. ** Heber das traurige Schicksal eines Veteranen von 1870—71 wird uns von Flensungen, 19. Juni, geschrieben: .Hier lebt ein Veterane, 63 Jahre alt, der im Jahre 1870—71 an dem Kriege gegen Frankreich teilgcmommeu hat. Es ist dies der frühere Feldhüter und Nachtwächter Konrad Deucker II. Als Dienstmann konnte man ihn nicht mehr gebrauchen, weil er dem Alkohol zu viel ergeben war. Er steht seit einigen Jahren auf der sog. Sauserliste, ist aber doch jeden Tag betrunken. Er ist soweit hernntergetommen, daß er mit Worten und Taten das Schamgefühl bei Vorübergehenden verletzt. Durch sein loses Mundwerk hängt er sich an jeden Einheimischen unb Fremden, der ihm Antwort gibt. Dabei bekommt er oft mörderische Schläge. Kaum sind die Wunden verbunden, und geheilt, so blutet er wieder aufs neue. So vergeht in der Tat keine Woche, in der er nicht mindestens zweimal blutig geschlagen wird. Heute ist wieder ein solcher Akt der Roheit an ihm verübt wo.rden, daß es ein Jammer ist. Um 12 Uhr mittags lag Deucker blutig geschlagen auf der Mitte der Ortsstraße und gab laute Jammertöne von sich, während eine Menge Erwachsener umherstanden und teilnahmlos zu schauten. Als sich Deucker nach längerer 'Zeit von der Straße erhob, strömte ihm das Blut vom Kopfe über das Gesicht zur Erde. Mit den Händen strich er sich das Blut vom Gesicht und Hals und schleuderte es auf die Ortsstraße. Es ist in der Tat nicht mehr mit anzusehen, wie dieser arme Mensch behandelt wird. Ist Deucter auch so weit und tief 1 heruntergekommen, so verdient er doch bemitleidet zu werden und darf erst recht solche Mißhandlung nicht erfahren, sondern er gehört dahin, wo noch christliche Menschenliebe i und Barmherzigkeit geübt wird, also in eine Anstalt. Vielleicht tragen diese Zeilen dazu bei, daß Abhilfe geschaffen wird. Deutsches Reich. Die „Hohenzvllern" mit dem Kaiser an Bord, lief am Montag gegen 7 Uhr abends in der Schleuse von Brunsbüttel ein. Der Kaiser begab sich alsbald an Land und besichtigte das neue Beamtenviertel und die Erweiterungsbauten. Bei ganz schwacher Beteiligung — in manchen Wahllokalen erschienen nur 10—15 Wähler — sanden am Montag in Marburg die Ersatzwahlen der Wahlmänner zur Landtagsersatzwahl statt. In 12 Wahlbezirken der Stadt, in denen Ersatzwahlen fiattfinben mußten, wurden 13 nationalliberale, 4 komervatwe und 2 linksliberale Wahlmänner gewählt. In Hermershausen, Ebsdorf, Goßfelden und Fronhausen )tnb meist konservative Wahlmänner gewählt worden. Die Wahl des lonseroativ-national- liberalen Kompromißkandidaten Prof. B r e d t - Marburg scheint gesichert. Auf dem in Breslau tagenden 12. Berbandstage des Verbandes der deutsch-nationalen Handlungsgehilfen wurde anstelle des ausgeschiedenen früheren Reichstagsabgeordneten Schack der bisherige stellvertretende Verbcurds- vorsteher und der Vorsitzende der Siebener Kommission des Haupt- ausschusses für staatliche Versicherung der Privatangestellten Hans Bechlv einstimmig zum Verbandsvorstcher gewählt. Der König von Sachsen ist am Montag mittag von München nach L inj» an abgereist. Der Prinzregent begleitete ihn zum Bahnhof. L Warbur PUeutonii jyiBfttei*! KSr ÄS' «fonneu,oi| teufen) ÖeBote we A-KzUl» MM fr™» ZD Gebr. K, |HNtz m„.5 itir 5 •^t-ibtnr ' die ffc r,ir Hmen' o-h Ml un< "Ml in SÄ LW" 30 £’ f-ünÄfi KL ““'"ÄuSi» WL UL »Ä Vanau, ^gie hi« der -e>!r8 Büdingen ' die dechnim. )'Büdingen er« J0 mit Geraten ö^ulung zeigte, otwendigkeit d^r :n Opfermut des ^Herzog ans. Etingen besten gen des Kreis- n Zuivachz an Zeitungen inner« i"ng der Gerate, fahren, Anzahl ^esellschasten zu BerhütunA^an -hren, Zahssder ie Ausführungen leitete sich Kreis« von Kosten bei tc» der Nachbarllehrleute wurden iachdein noch die ihren, Aenderung igung geschlossen, die Wehr Ort«- )c3 Kreises fickt u Ober« Widdeü« L °°°*» « Lck Itltfititttn, 63 Jahre alt, [en MMith MMn Wb Ämaw Wt , UM zu vrei m ans der sog. en. Er iit soweu und laten dar Durch sein loser ischeu und Irem- mt er osl mörvc- verbuuden, und io vergeht in der is zweimal bluug der Rohen er ist. Um 12 ihr us der Wte der oon sich, wädreud nb teilnahmlos g eit von der kratze Über das Gelickt ch das Blut vom neMsE. iüie dreier arm h so wert und her nitlerdet g >oed-n ridit ersanrcn, |on che Menschenhede eine Anstalt- Bttl- Abhilfe ge|>nen eutfi vom Friedberger Powunenchor reich ousgeftattet wurde. Gin gleicher Gottesdienst sand im Filialdon'e Wingertshaufen flam. Ten Nachmittaa verbrachten die beiden Gemeinden und viele Bewohner der Nachbarschaft mit den Friedberger Gästen. KreiS Friedberg. x Aus der Wette rau, 19. Juni Ter Samstagabend mit) der Sonntag nachmittag brachten der Welterau endlich Regen, ter für die Erfrischung der Fluren und für den Fortgang der Feldarbeiten Pfanzernetzen) geradezu notwendig war Nur bi? Feldarbeiten Pslanzcnfktzen) geradezu notwendig war. Nur die waren nut ber plötzlichen Sinnesänderung des Wcttergottes nicht so ganr einverstanden, zumal die Gewitterregen strichweise in emen leidlichen Landregen übergingen. Toch hört man, daß die Feste im allgemeinen gut verlaufen und die Vereine auf ihre Kotten gekommen sind. So wurde in I l b e n st a o t ein äO.ahrigc? Gtsangsjubiläum unter reger Beteiligung der Bevölkerung gc« feiert; an dem damit verbundenen Gesangswettstreit nahmen elf Vereine teil; in Nieder-Mörlen beging die Math Jüng- lingS-Lodalitäl Fahnenweihe, wobei Tiözesaiiprases Professor Lenhardt die Festrede hielt und zahlreiche Gastvereine erschienen nwren: in Okarben beging der NriegeroeretN die Feier des Lsjährigen Bestehens und verband damit ein gut besuchtes B» zirkssesr; anläßlich des 40jähngcn Bestehens der freiwilligen Feuerwehr zu Nieder-Eschbach wurde in dem seitlich geschmückten freundlichen Dörfchen an der hessischen Landcsgrcnze ein großes Fcuerwchriest gefeiert, mit dem gleichzeitig der Kreis« feucrwehrtag des ffresscS Friedberg verbunden war. ffreis« rat Schliephake wohnte dem Fest und den Verhandlungen bei; ii. a. wurde beschlossen, den nächsten Vettrclcrlag der Feuer wehven des Kreise» Friedberg in Rockenberg abzuhalten. Tic Eschbacher Feuerwehr ist eine der ältesten des Kreises Q Vom hessischen Ta unus, 18. Juni. In Hoch« weisel am Hausberg wurde heute „Hoyer" gefeiert, die in der ganzen Umgebung bekannte und nach dem Fcstvlatz benannte KirmeS, die 14 Tage nach Pfingsten stattsindel und neben dem L>ausbergsest an vunmelsahrt das beliebteste Volls'cst der hegend ist. Ter Name „vöyer^ soll aus heidnischer Zeit stammen, vielleicht rührt er von „Hunnen" her. Der diesjährige Hoyer hatte wie im Vorjahre leider auch unter der Ungunst der Witterung zu leiden. — Im Langenhain-Ziege nberger Ge mc indem al d landete am Freitag ein Militärballon, der mit drei Offizieren bemannt, in Bonn oufgestiegen war und Nürnberg als Ziel hatte. Tas Ney des Ballons hatte sich in dem. Geäst eines Waldbaumes verfangen. In Bad-Naudeim wurde der Ballon verladen. — Eine größere Lonnenwendseier veranstaltete der Frankfurter „I u n g - W a n d e r - V o g e l" in einer Stärke von über 100 Mann im Ufatal bei Ziegenberg in der Nackst voll gestern auf heule Nachdem der Regen nachts aufgchört halte, wurde ein Sonnenwendseüer abgebrannt. Ansprachen, Musik und Gesänge verschönten die Feiert zu der auch Wandervögel aus Wiesbaden, Straßburg, Hanau und den benachbarten hessisck-en Städten erschienen waren. x Bad-Nauheim, 18. Juni. Ter gestrige und heutige I Tag bedeuten trotz des gerade nicht günstigen Wellers einen Höl-e^ wunk im Saisonleben. Im drillen Künstlerkonz er t •ivraiificn gestern die Solisten Wynni Pyse-Berlin ^Pianofortc) und Sophie Schmidt-Illing aus Tormstadt (Gesang), sowie die Mur- lapclle mit einer erstmaligen Tarbietung von V. Reisners „Frühling", einer sinfonischen Tichtung für großes Orchester, vom zahlreichen lunstliebcnoen Puvlitum nürmiiriifii Bejf Ul. Heule halte der Gesangverein „Frohsinn" von hier mit seinen ffon zerten aus der Terrasse, für die sich in den letzten Jahren ein großer Liebhaberkreis gchildet hat, mittags und abends zahl- .eichen Besuch ungezogen. Dem Verein und seinem Dirigenten, Lehrer B e ch t o l s h e i m e r, wurde lebhafter Beifall enHiegsn gebracht, auch vom ausländischen Publikum, das dem deutschen Männergesang regeS Interesse betundel: besonders gefielen die schönen Volkslieder, die im „Frohsinn" schon lange eine Pflege Hätte gefunden lyabeii, und der schwierige, aber treulich gelungene Chor „MorgLnlied" von I Riep. — Etwa 100 Studierende von der Heidelberger llniversität besichtigten heute stüh unter fach kundiger Führung die Badeeinrichtungen und wohnten mittags auf der Terrasse dem Toppelkonzert des Gesangvereins „Frohsinn" und der jlurfapcUe hei. Slarlcnpura und Rheinhessen. t'M.) Offenbach, 19. Juni. Eine Versammlung des M i l ch h ä n d l e r v c r c i n i fand heute statt, in der die Erhöhung der Milchpreise erörtert wurde. Es wurde bc- schlosien, die Preise für Vollmilch von bisher 22 auf 24 Psg. für den Liter zu erhöhen und die Magermilch von *20 auf 21 Pfg. Bei den übrigen Mitgliedern soll festgestellt werden, inwieweit lie sich zu der beabsichtigten Preiserhöhung bereit erklären. rm. Ra un beim. 19. Juni. Beim Fußballspielen verunglückt ist gestern nachmittag der etwa 13 Jahre alte I. Horncck daselbst. Er spielte in der Nähe des Mains mit einer Anzahl itameraben Fußball, wobei der Ball in das Wasser geschleudert wurde. Horneck eilte ihm nach, um ihn herbei uibolcn, ging dabei in das Wasser, geriet in eine liefe stelle, und da er nicht schwimmen konnte, versank er vor den Augen seiner Kollegen. Man hotte ihn rasch heraus, er war aber tot und die Wiederbelebungsversuche hatten keinen Erfolg. Hessen-Nassau. [1 Marburg, 19. Juni. Anläßlich des S t i s t u n g s s est c s der Teutonia hat der historische Schwan vor der ^chwan- Tic Bnftrcicherarbcttcn für den Gütcrschuvven mit Abtcr- ngungsgebäude amBahnhofBad Nauheim sollen vergeben werden. Zeichnungen und Angebotsmuster liegen im GeschäflSgebäudc der Bauabteilung zur Einsicht aus, letztere rönnen, solange der Vorrat reicht, gegen portofreie Gin« fcndung von L— Pik. frucht in Briefmarken» bezogen werden. Die Angebote werden am 3. Juli vormittags 11 Ubr geöffnet. Zu- WaaSfrift 3 Wochen. m Großb. Hess. Eifcnbabn. Bau. _abtcilunqJ?rjcbbcrq (Heu ) Mittwoch den 21. Juni ds. IS., nachmittags 2 Ubr, werden im Biekerfchen Saale versteigen: Rtöbel all. Arten, ,r.an- u.Flafchenmeine, Sekt,lPianino, 1 Wagendecke, 1 Herd, 2 Ccfcit (ncui, 1 Stehpult, lüicbenftamm, 1 Fahrrad, 10 Grabeinfaffungen und anderes 13054 Geißler, Gcrichlsvollzieher Gebr. KAFFEES Juhonens 1.50, 1.70, 1.80 'JIL Eofsemfreier 1.50 Mk. „SJicine Frau war über 5OJahre mit einer häßlichen Flechte behaftet. Kein gesund. Fleckch. batte sie auf dem Leibe. Durch Bucker s Patent Medizinal-Seife T. R. P. i>ir. 138988 wurden die flechten in 3 Wochen beseitigt. Tiefe Seife ist Lausende wert. E. W." a St. 50 Pf. (15°,vifll u. 1.50 Ai. llü'Volg, stärkste Form,. Tazn Buck-^ii- Creme (nicht fettend und mild» 75 Ps. u. 2 M. in der Univerfi- täts-Apotheke, bei Lug. l'ioll, tz. Seibel, W. ttilbiuger, Ctto Schaaf und <cr getötet, wenn meine jetzigen Herren Stroh und Lola nicht folgendes erhalten: .'> 00 () 0 Pfund iitbcr 9iK)000 Mk eine große und sechs kleinere goldene st et t e n, zwölf B r i l l a n t r i n g e und fünf sieoenlänfige cvolver Jn einem Begleitbrief wallen die Banditenchefs das Lösegeid in Pfund Sterling und türkischen Pfunden und drohen, Richter» .stopf au schicken, falls die Verfolgung anbauern sollte Der türkische .striegsminister sagte einem .storrespondentcn: alle So^ge sei grundlos, da grieckuschc Räuber noch keinen Fremden getötet hätten, lolange sic hoffen konnten, Geld zu erpressen. Kleine Cagcsdironif. Arm nicht erheblich vorletzt. X. Hack stabt b. Hanau, 19. Juni. Hier stürzte beim Kirschenpflücken der 52 Jahre alte Arbeiter Marl W e i st von dort so unglücklich von der Leiter runter, daß er schwere Verletzungen erlitt und in das kalholnche Schweiternhaus in Hanau verbracht werden mußte. Hier ist er bald daraus ver « >' ü' I e d e 1' __________________________ ______________________ Oicrivbtifaal. h Gießen, 19. Juni Schöffengericht Wegen fahrlässiger l^örperoerletzung hatte fich in der vcr gangenen Wowe em ibejmicr einer i lesigen Fama zu verantworten 6r wurde beschuldigt, durch allzu heftiges Herumdrehen ber Murbcl beim Anruf des Fernsprewamtes eine lelepbonbamc verletzt und an ihrer Gesundheit geschädigt zu haben. Ter Angeklaglc soll so heftig geklingelt staden, Dau die amme vynrnächtia wurde, sm- sie annunmt, weil ihr durch bas heftige Wecken die Jnbuktionsströme durch den Körper und so auf die Nerven geschlagen feien Die Tarne hat monatelang keinen Tienst tun können und ist auch heute noch als ncryenkrant nicht voll dienstfähig. Tie Untersuchung ber Leitung und der Apparate hat ergeben, daß diese in Lrdirung waren. Tie technischen Beamten des Postamts haben festgesteltt, daß, wenn zu gleicher Zett von der Nebenstelle und ber HauptverbindungssteUe ber Firma aus geweckt wird, ein knatterndes Geräusch entsteht. Folgen haben sich bei den Versuchen nicht cingestellt. Tie als Zeugen Der nommenen Telephonistinnen erklärten, daß es ab und zu vorkäme, daß 'ein Teilnehmer ungewöhnlich scharf anrufe, aber un angenehme Folgen seien sonst iwch nicht vorgekommen. Ter Amtsanwalt beantragt eine Geldstrafe von 40 Mk. ober vier Tage Gefängnis. Tas Gericht kam zur Freisprechung, weil mdit nachgewiesen sei, baß ber Angeklagte ber Täter gewesen sei. Gs seien eine Reihe von Tclcphondamen gehört, die bekundet haben, daß sie durch heftiges Wecken eines Teilnehmers nicht verletzt worden sind. Hierzu komme, daß nach der Darlegung ber tech .fischen Beamt en der Post die Möglichkeit nicht ausgeschlossen sei, baß ein anderer Beamter- ber Firma durch ein gleichzeitige: Wecken von der Hauptverbindnngsstelle auß erst den Unfall der verletzten Tarne herbeigeführt hat. Es sei auch nicht ans^ neid,loiftn, bau die lehr ichwachttche Beamtin ansnahmsweiie ein heftiges Wecken nicht ucr.tragcii konnte, abgesehen davon, daß vielleicht auch mcteorologifdie Einflüsse beten Unfall im Dienst verschuldet haben. Jedenfalls vermisse ber Gerichtshof einen Zusammenhang zwischen ber Handlung des -Angeklagten und der cingetreteutn Verletzung ber Beamtin. Essen, 19. Juni. Ter Bergmann Wil!.ing-Scharnen- horst, der un MeüieidSprozcu Schröder zu brci Jahrrn Zuchthaus verurteilt worden war, mürbe im Wiederaufnahmeverfahren freiaeiprochen nub erhält laut Gnichtsbeschluß.4000 Alluck EntscAbigung. ________ Sport. " Preisgekrönte Regler, Ma» schreibt uns: Der ff egeirinb /Alle Neun' zum Pfau, Gießen, errang am Sonntag den 18. Juni zu Eisemroth auf dem 3. Bundesicst Till - Lahn - TannuS - flegelbunb" linier 65 Mitbewerbern mit 4s Preisen 4 Preise, 3 In erster Klasse und 2 in zwLller Llasse,nedst. 3 Ehren-Tiplomen. . fticl 19 Juni. Bei der heutigen ersten beulidHimm-- lanischen SegAwettfahrt auf der Vieler Föhrde um den Kaiser- WilhelM'Poial und den Prmz-Äeinrich-Pokal wurde bie ameri lanische Juckt „Beaver" erste- Ten -weiten imd drillen Watz belegten die anicrilaiuichen Jachten „Zima' mtd „Bibelot ; bann folgten bie deutschen Jachten „Lilly", „Lechund" und „Wannsee . — Auf der intfriiatiotuilen Seitelwettsahrt bes kaiicriichen >^acht- klubä Glücksburg üicl erhielt qen critcn Preis ber A - Mlajfc „Slam et", der Zwölfmetertlasse „Skeas", der Zehnmetrrklafse ''Teja", der Achtmeterklasse „Taifun". UnivertttStsÄachrichten. f.f Marburg, 19. 3uni. Tü Prwaidozent und Oberarzt der medizinischen Klinik an der diesigen Umnerntat, xr. mcb. Gin furchtbarer Hagclscklag richtete am Sonntac nadimmag in dxr |lnifl,bung vcki' R c n 11 c bis L e rmoo s iTirol un 4iutnl)Ciiner Tat und im unteren Lechtol außerorbetttlick großen Sckmdcn an. Tic Schlossen, die einen Turchmesser dis zu i Zeliimen x statten, durchschlügen Ziegeldächer. Mehrere Personen wurden verletzt. Jn c.r 3rrciu::u"iak Bille pivrard bei Pari- tötete öic SlranL'nroärtcrin Giauel den Assistenzarzt Dr. Cottu out Eifersucht durch einen Messersllch. In ber Ortschaft Binncnwnzend (Prov. Norbhollmid/ find bie Kirche. U Wohngebäude und eine große Meierei a b g c» bräunt. Zahlreiche 3anuUen find obdachlos.___________ Tic Msritpreise für Bieh und Frucht und die Gießener Fleifch. und Broiprcife am 19. Ium 1911. Höchste Schlqchtviehpreise m Frankfurt a. 11)1. Fleischpreise in Gießen Meicorologische veobachtungen der Station Siehe». Well« Ochsen Slälber Schweine .E v Juni 11)11 4ff 50 ffg. Schlachtgewicht 95—98 UJlf. , ffg. Schlachtgw. 96-103 Pf. 1L . , 86-88 . 7, Kg- 86-94 Psg. 7, , 88—92 , _ 70-90 . LZ | I Brotpretfe in Gießen Weißbrot 2 ffg. 62 P,g.' Schivarzbrot 2 ffg. 51 Pfg. Getreidepreise in 2)1 annhei m Weizeii 100 ffg. 21.50-00.iX) 'Mk. Roggen 100 Kg. 17.50-00.00 Mk. ZK X« $2 eo 19. 2« 743,0 20.0 11,4 66 SSW 4 10 19. 9» 741,8 16,7 11,1 78 SSE 4 10 20. 743,1 15,1 . 10,2 80 8 2 9 öchste 5 1 Temperatur c m 18 bU 11 - I nti — + 20,6*0. Ltiedrigste e , 18. , 19. GB e T 12,8 ‘Oe Rieberschlag: — 0,0 mm. Amtlicher Wetterbericht. Oeff entliche Wetterbien st stelle Gießen. Verlaus der Witterung seit gestern früh: lieber dem atlantischen Ozean breitet sich langsam ein hoher Truck miß, wahrend im Osten bet Barometerstand sinkt. Infolge davon werden wir trübe, kühle Witterung mit Regensällen zu erwarten haben. Wetterauöiichten in Hessen am Mittwoch dem 21. Ium 1911: Wolkig, kühler, noch vorwiegend trocken. Man üsselsheim $tut Müd. Vollheringe „ Matjes-Heringe „ Kartoffeln empsiehlt billigst 3740 Georg Wallenfels Markwlaü 21 Televbon 4« gegenüber der Engelavotheke. ♦♦»♦♦♦♦♦♦♦ ÄcbluDQ taslraoiiil Wenn Sic Ihre Vorteile suchen wollen in Emaille, Hinkwarcn u. Aluminium, crstkl. Ware, so finden Sie diese bei H. Meisterfeld auf dem Jahrmarkt. Sind Sie ergrimmt? über die ecblechte Beschaffenheit Ihres Rades, so fahren Sie fortan die gediegene Marke Vertreter: Peter Kronenberg Süd-Anlage 7 Tel. 680 SCHUTZ-II MARKE-' i^rifzSchuUK schütz-^ XMARKE.^ Globus HochiH OMI Bester MetallpurzderWejti vorzüglich LU Bowle geeignet per Flasche Mk. 1.50 sowie la. DI» emvnehlt Mr-. Metzzcr Ncki- Heinrich Trieich. Sicht strafbar hrB Me dieiemgen. welche chr UnaifSicTcr, Wanzen, Fliegen, niw. mtt dem radckal n irfcnbßii Blluel der GeXi^ania - Droecrle Carl Seibel _ Tel. 593 -- Frankfurter , V'ennungsschluss: 2. Juli 1911. Die verehrlichen Herrschaften werden gebeten, am ersten Spieltage pünktlich auf dem Platze zu sein. Die Tennisplätze stehen den Turnierspielcrn 3 Tage vor dem arbige Garnituren ßofenfräger, Strümpfe, sowie Cafdientüdier -■ 1 '■■■—■ 1 - in allen Preislagen. -................ Hug. IÄ7aag, Seitersweg 60 mitgüed der Rabart-Spar-Pereinig#flfl. Alldeutscher Verband, Freitag den 23. Juni 8l/< Uhr in Steins Garten Ps'=öfess©3» Bp. P. Ärstdt (Handelsakademie Frankfurt) Der deutsche Bandel 1871-1911 Deutsch gesinnte Männer und Frauen sind freundlichst Klnems tograph. Siaflenlall Erschütternde Tragödie aus dem Leben eines Weibes. Braune Woche vom 19. bis 26. Juni. 3 „ Metallhosenknöpfe 15 2 „ Beinknövfe 15 6 „ Hemdenknüvse 10 2 „ Perlmutterknövfe 15 3 Stück Durchziehband 10 Nähmaschiner unh <,udehorrerle. 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