N i Die heutige Nummer umfahr 12 Seiten. abgelehnt. Tr. rf. Werner, Butzbach. Äendemng in bet Kriegstechnik zu Land und zur See zur Folge haben imc die Erfindung des Schießpulvers im 14. Jahrhundert. Friedr. Bender. Das griechische Zeuer. Der erste Erfinder des griechischen oder byzantinischen Kriegs-- feuers Vor Kallinckos, ein Baumeister aus Heliopolis 'N Syrien, um 671 n. Ehr. Es soll ans Schwefel, Steinsalz, Harz, Asphalt und gebranntem Kalk bestanden haben und aus Druckspitzen gegen die Feinde geschleudert worden sein. In welcher Werse die MiscAmg dieser Bestandteile bewirkt worden war, iH nicht beiannt. Man keimt nur die Wirkung aus den erhaltenen Beschreibungen. Mit der Entzündung erfolgten Explosionen, cs entwickelten Hu) Dampfe, Rauch und Feuer. Das Feuer brannte sogar unter dem Wasser fort und setzte alles in Brand unb zerstörte durch die Explosionen auch das, was nicht brennbar war. Mil dem Untergang des Griechischen Kaisertums war auch zu machen, selbst dann wäre man nicht in der Lage, die Einkommen- und Bermögensteuer beliebig hoch zu schrauben, werl die Kapitalisten, wenn die Steuer ihr Einkommen oder Vermögen zu sehr beschnitte, einfach ans dem Staate fortzögen und dieser das Rachsel/en hätte. Der Staat batte dann die Einkommen- unb Vermögenssteuer, aber ohne Einkommen und Vermögen. U e b e r e t n gewisses M a ß kann m n n also bei bieten Steuern heute nicht hinaus, selbst wenn man die politische Macht dazu hätte." Was zu beweisen war! Schon heute ziehen ia reiche Leute auS Hessen in das mit weniger Steuern gesegnete Preußen. Tie hohen direkten Steuern blieben bann letzten Endes an den kleinen Leuten hängen, die durch ihren Beruf gebunden sind. So zerrinnt die sozialdemokratische Theorie vor den hatten Forderungen des Tages! 4. Wenn allerdings die sozialdemokratische Partei für sich oder ihre Leute sich Vorteile verschaffen kann, bann legt sie ihren Genossen neben hohen direkten Parteisteuern auch noch höhere indirekte auf. Dann kommt es ihr nicht darauf an, bei Gewerk- schastssesten und bergt 15 (fünfzehn) Mark auf das Hektoliter draufzuschlagen, ober in ihrer Parteiwirtschast (so wat es früher in Gießen) für Bier und Branntwein wesentlich mehr zu zahlen als in anderen kleinen Gasthäusern. . _ Mer das geschah ja auch für die Partei, die ia dem Genossen höher steht als das Vaterland, dem nichts wie Himmel und Sozialdemokraten drohen sollen, wenn es sich erlaubt, auch nur 1,70 Mari für das Hektoliter zu fordern. 5. Mer es gibt doch auch indirekte Steuern, die nur die Reichen treffen. Die Sozialdemokraten haben dagegen gestimmt. Wie lahm ist die Begründung! „Weil die Sozialdemokratie gegen alle indirekten Steuern stimmt." Tas kommt mir gerade >o vor, wie wenn ein Ertrinkender lieber untergeht, als daß er sich eines ihm zuaeworfenen Rettungsringes bedient, weil er noch nie einen solchen gebraucht habe. , . Und diese indirekten Steuern sind keine „Bettelpfennige"! Im Gegenteil! Die Sekt-, Automobil-, Börsen- und Eoupon- fteucr bringen weit über hundert Millionen ein. Bedrücken diese den kleinen Mann? . . 6. Eine Erbschaftssteuer haben wir bereits, die 30 Millionen einbringt, ich bin bereit, daran mitzuwirken, daß die großen Kapitalvermögen auch für Deszendenten herangezogen werden. 7. Eine Reichsvermögenssteuer und Einkommensteuer wird von den Finanzministern der Einzelstaaten nicht ohne Grund griffen sein, und zwar dies um so mehr, als man voraussichtlich! jedem bayrischen Beamten bei der Gehaltszahlung am 1. März für 10 Mark Münzen aushändigen wird. — „Heimatschutzrefor m." Diesen Titel sollte ursprünglich ein „Verband der Reklameinteressentm" erhalten, der zu Fr anksu tt a. M. am 10. Dezember 1910 gegründet worden ist. Nämlich: der Heimatschutz fängt an, den Herren unbequem zu werden, ober, um in ihrer Sprache zu reden: sie wenden sich gegen „die übermäßige Anwendung des mißverstand men Heimatschutzgebankens". Tenn bas ist ja klar, so führt der Kunst- toart aus, baß es „übermäßig" und „mißverstanden" ist, gegen bas Kakao-, Zigaretten-, Kakes- und Schnapsgeichrei in der Landschaft vorzugehen. Tie Regierungen und Behörden gehen den Interessenten bereits zu energisch vor! Sehr lehrreich war manches in dem Redegefecht. Künstlervereinigungen will man gewinnen, hierfür gewinnen, weil ein paar Zeichner auch Reklamen zeichnen. Die Zeitungen will man. gewinnen, die jetzt meist dagegen seien, weil sie, o deutscher Idealismus, von den Reklame- tafeln eine Schädigung ihrer Anzeigeiipflanzungen befürchtm. Schriftsteller will man gewinnendes werden einige Herren genannt, die „in der Lage und bereit" feien, „für die Zulässigkeit der Rellame zu wirken". Tie geeignete Stelle für ein Vorgehen gegen die .Heimatschutzübergriffe sei der Hansabunb, auf den man, wie es scheint, sehr stark hoift. Ob der Haniabnnd die unglaubliche Torheit machen wird, sich wegen einiger Dutzmd Reklamebedürftiger und ihrer B.iträge die Sympathi? weiter Kreise von Gebildeteii zu verscherzen, das wollen wir vorläufig abwarten. — Tas Bismarck--Nationaldenkmal. Von bett zurzeit in Düsselborf ausgestellten 378 Entwürfen für das Bismarck-Nationaldenkmal auf der Elisenböye bei Bingerbrück wird eine Auswahl von 60 Modellen, unter denen sstch kdie preisgekrönten und angekauften befinden^ Anfang Mai nach Wiesbaden übersiedeln und dort int 1 Pavillonschlößchen während der Anwesenheit des Kaisers 1 Aufstellung finden. In Wiesbaden wird auch die Entscheidung über den zur Äusfülftung gelangenden Entwurf getroffen werden. Sb die Ausstellung, wie es zuerst hieß, auch rioch in München, Stuttgart und Posen er- : folgt, steht noch nicht fest. — Mascaanis K l rg^e. Aus Mailand wird berichtet l Mascagni hat sich mit dem Scheitern der Uraufführung seiner : „Jsabean", die Ende Januar im Neuen Theater in New York - in Szene gehen sollte, nicht zufrieden gegeben, und strengt nun, das Geheimnis des Feuers verloren gegangen. Da taucht nun plötzlich der Ingenieur tficbler mit feiner Erfindung aus und setzt damit alles in Aufregung, tote wir einem ausführ lick>en Aust atze in „Natur und Kultur" entnehmen. Er gießt eine Flüssigleit aus einer Flasche.in eine Wanne, schüttet eine Gießkanne voll Wasser darüber — und alles steht in Qualm und Flammen. Der deutsche Kaiser ließ sich das Wuitder un Schloßgarten von Sanssouci vorführen. Die Wirkung, tocLajc es in den dortigen Seen erzeugte, übertraf alle Erwartungen. Aus einer unter der Wasserfläche installierten Röhrenanlage wurde die geheimnisvolle Flüssigkeit mittete einer Druckpumpe in langen Strahlen in die Höhe getrieben. Sobald diese Strahlen mit dem Wasser in Berührung kamen, entjünbeten sie sich zu bren- nenben Feuergarben und auf der Cberfläcfoe des Wassers entstand lveithin hellodernder Brartd. Die Hitze ist so groß, daß zum Beispiel Drahthindernisse in dem Feuer zerschmelzen. Das Aussehen, welches das neuentbeckte griechische Feuer in den militärischen und technischen Kreisen des In- und Auslandes macht, ist begreiflich. Denn in der Tat kann das neue Mittel eine furchtbare Waffe im Kriege zu Wasser und zu Land toerbeu, namentlich für Hasen- und Küstenbefestigungen, weil es die Annäherung kleinerer Fahrzeuge unmöglich machen wird. Das griechische Feuer rann auch ein Kampfesmrttel der Luftschiffe werden, wodurch diese eine ungeahnte Bedeutung im Kriege erlangen mürben. Das Feuer wurde auch im Landkriege ange- toenbet, so ist eine Schilderung von einer Belagerung Konstantinopels erhalten, in der geschildert wird, wie es die jtürmenben Feinde reihenweise niedergemäht und iveit die Getöteten unb gung dieser Bande besorgt, findet es die fai)cr- liche Regierung für nötig, jetzt folgendes zu erklären und die chinesische Regierung zu bitten, ihr Einverständnis zu bekräftigen zu nachstehenden Punkten: Erstens: Weder oer Vertrag von 1881 noch irgendwelche anderen internationalen Akte besclnänken das Recht ber, russi- <6en Regierung, selbständig Einfuhr- unb uuSfuhi tarifc an der chinesii chen Grenze festzusetzen, ausgenommen die 50 Werst zogen längs dieser Grenze. Innerhalb dieser Zone, nach einer wie der anderen Seite der ganzen Landesgrenze zwischen Rußland unb China ist durch gegenseitiges uebertW'* kommen die zollfreie Einfuhr und Ausfuhr der Erzeugunse des BodenS und der Industrie des ganzen Territoriums jeder der beiden Vertragsmächte sestgelegt. , , . Zweitens: Tie russischen Untertanen gemeuen m dem ganzen Territorium des chinesischen Reiches bas Recht administrativer und gerichtlicher Ext orialita t und untcrstchcn daher in administrativer Hinsicht ausschließlich der Jurisdiktion der russischen Behörden. Demgemäß werben alle bürgerlichen Streitigkeiten zwischen Rußland, und China vor gemischten Gerichten, vor russischen und chinesischen Richtern vrr- handelt. t , Drittens: In der Mongolei und in den Gebieten tjinter der chinesischen Mauer zu beiden Seiten des Tischano haben die russischen Untertanen das Recht her Freizügi gFe11, des Aufenthaltes und des zollfreien Handels mit Waren ieg> lieber Hcrkmtft ohne jede offene o d er m a s k i e r t e Besteuerung unb ohne Bedrängung durch Monopols ober andere Prohibitivmichnahmen. Viertens: Außer den bereits vorhandenen Konsulaten hat die russische Regierung dos Recht, Konsuln in Kobdo, Hami mrb Gutschen zu ernennen. Fünftens: Tie russischen Konsuln müssen in ihrer ofti^ zilllen Eigenschaft in den Grenzen ihres Konsulatsbezirkes von den chinesischen Behörden anerkannt werden, die sich nicht weigern Lönncn, jene gemeinsamen Streitigkeiten zwischen russischen unb chinesischen Untertanen zu schlichten. Sechstens: In den etäbten der Mongolei und hinter der chinesischm Mauer, in denen die russische Regierung berechtigt ist, .Konsulate zu errichten, nämlich Culbscha, Tsckujutschal, Urgn, lllgafutai, Kaschgan, Urmtschi, Kobda, Hami unb Gutschen, ebenio in Calgan, könnenrussischeUntertanenGrunb stucke erwerb en und Bauten auf sü hr en. Die Kaiserliche Regierung hält es für ihre Pflicht, die chinesische Regierung davon in Kenntnis zu setzen, daß sie die Weigerung, die in den vorstehenden sechs Punkten oder auch nur in einein derselben dargelegten Verpflichtungen zu bestätigen, als einen Beweis oer Abnei- • gung betrachten werde, mit Rußland freundnachbarlich auf Verträge begründete Beziehungen zu unterhalten. In einem solchen Falle behält sich die russische Regierung die ev. Freiheit vor, zur Wiederher stellung der von China verletzten Vertragsrechte der russischen Regierung und der russischen Untertanen die von ihr hierfür notig befundenen Maßnahmen zu ergreifen. Der Petersburger Korrespondent der „Times" hört. ' es würden Vorbereitungen getroffen für die Wieder- besetzunqdesJlldistriktsimchinesischenTur^ k e st a n durch russische Truppen. Diese ernsthaften Maßregeln seien notwendig geworden durch Chinas beharrliche.Nichtbeachtung seiner durch Vertrag am 24. Februar 1881 eingegangenen Verpflichtungen. Ans Hessen. Das Wahlkreiskomitee der Zentrumspartei des Reichstagswahlkreises Offenbach-Dieburg hat in einer am Mittwoch in Tieburg^abgehalteum Kreiskomitee- Versammlung Schneidermeister unb Stadtverordneten Nessel, Iustizrat unb Lanbtagsabg. v. Brentano unb Arbeitersekretär Ernst Frede aus Offenbach, sowie Bürgermeister Frenay Die So5ialöemofratie und die Verstaatlichung der proöuttionsmitteL Dr. Werner- Butzbach schreibt uns: Die Ausführungen des Herrn Krumm veranlassen mich zu folgender Erwiderung: 1. Daß Herr Krumm sein völliges „Mißverstehen" der sozialdemokratischen Enteignungsabsichten nicht zugeben will, glaube ich ihm gerne. Wer aber noch denken und lesen kann, der wirb ihm babei nicht folgen. Ter Breslauer Parteftag von 1895, der bie Entschließung faßte, baß ben Bauern bie Erhaltung ihres Privateigentums nicht garantiert werben könne, spricht gegen Herrn Krumm. Das tut auch Kautsky, wenn er schreibt, bie Bauern-- wirtschaft erhalten, lsteße bie Barbarei verewigen wollen. Unb was schreibt das „Hamburger Echo", eines der größten sozialdemokratischen Organe Deutschlands in seiner Nr. 156 vom 8. Juli 1909? . _x „Unb wer gegen bie Latisunbien (Großgüterwirtschaft) vorgehen will, der wird uns nicht auf seiner Seite haben, wenn 'er das heutige Latifundiensystem nur durch eine Verewigung der bäuerlichen Zwergwirtschaft ersetzen will." Das genügt für jeden, der sich etwas beweisen laßt. 2 Herr Krumm ist mir als „loyaler" Gegner in feinen Brutus- betraditungen längst bekannt, so daß ich mit leisem Lächeln über seine Anspielung auf meine „Loyalität" himveggehe. Herr Krumm kann überzeugt sein, daß ich nie etwas sage, was ich nicht beweisen kann Ich wünschte manchem meiner Gegner dasselbe. Herr Krumm gibt olme weiteres zu, daß der ungeheuerliche Antrag Oöefteuerung der Nachlaßinassen von 2000 Mark auswärts mit 2 Prozent) wirklich gesteift worden ist. Andere „Genossen" min deren Ranges beftreiten das, bis man ihnen die offizielle Reichs- tagsdrucksache vvrlegt. . .... . Herr Krumm weiß auch eine Entschuldigung dafür. Seine Genossen litten zum Ersatz die Aushebung der Salz st euer und des Petroleumzolles gefordert. Es ist bem sozialdemokratischen Einsender doch auch bekannt, daß wir ttotz des Zolles heute wesentlich billigere Petroleilmpreise haben, wie vor 20 Jahren. Unb die Salzsteuer kommt überhaupt kaum in Betracht. Aber selbst wenn wir beide Verbrauchsabgaben aufhoben — unb ich bin bereit, einen gerechten, Ausgleich zwischen bireften unb inbireften Steuern zu fuchen —, was hilft bas der armen Witwe, wenn sie nach dem sozialdemokratischen Antrag von lJUb beim Tode ihres Mannes 40 Mark unb mehr Steuer bezahlen soll, die sie sich in den meisten Fällen noch leihen Daran ändern alle Deklamationen nichts. Unb wenn die Sozialdemokraten bann selber bie Arbeiterfeindlichkeit ihres Verhaltens einsahen und später ben Antrag mit oOOO tolarf ^adp laßwert zu 1 Prozent cinbradjten, l° erwiesen ne bannt nur toieber, baß sie für die Lebensinteressen des Kleinbürgertums ebenfalls kein Verständnis besitzen. „Loyal" ist es babei keinesfalls, wenn Herr Krumm von 2000 Mark Vermögen spricht. Es handelt ftd), unb dasteht ausdrücklich im sozialdemokratischen Antrag von 1906, um eine Nachlaßmasse im Werte von 2000 Mark auswarte, hatte also 90 Proz. aller verheirateten Arbeiter und fast alle Lohnarbeiter des flachen Landes, sämtliche Kleinbauern, .Handwerker unb Geschäftsleute erbarmungslos getrosten, ^enn der indirekten Besteuerung kann man sich entziehen, der direkten, bem Gerichtsvollzieher, nicht. ~ 3 Was nun die indirekten Steuern anlangt, so glaubt Herr Krumm wohl selber nicht, daß sie alle durch direkte Steuern ersetzt werden könnten. Das ilt auch Kautskys Meinung. Kiefer bekannteste Theoretiker der Sozialdemokratie hat in feinet „treuen Zeit", 1894 ’95, Bb. I, S. 299 ff. bas zugegeben, und auch in der Schrift „Am Tage nach der Sozialen Revolution spricht er sich im gleichen Sinne aus. Er sagt: „Es ist eine bekannte Tatsache, daß, je höher die Steuern, desto größer bie Versuchungen zu Steuerdesraudattonen sinb. Mer selbft wenn es gelange, jebe Verleugnung von Einkommen und Vermögen unmöglich Russische Drohungen an China. Rußland scheint die schwierige Lage, in der sich China augenblicklich befindet, benutzen tu wollen, von dem himmlischen Reiche, angeblich auf Grund der Verträge von 1881 allerlei schwerwiegende Zugeständnisse zu erzwingen. Die Regierung in Peking wird sich jetzt fragen, welche Schicksalsschläge schwerer zu ertragen sind, die verheerende Pest im Lande oder der unerträgliche Druck Rußlands und Englands. Petersburg, 16. Febr. Die russische Regierung beauftragte ihren Gesandten in Peking, der chinesischen Regierung folgende Note zu übermitteln : Die in der letzten Zeit geführten Verhandlungen haben die kaiserliche Regierung überzeugt, daß die chinesische Regierung mit den Stibulationen des Handelsvertrages von 1881 nicht zu rechnen wünscht. Diese Sllbulalionen werden von der chinesischen Regierung und ihren örtlichen Argenten ignoriert, oder weder im Geist noch im Buchstaben des Vertrages entsprechend ausgelegt. Die kaiserliche Re gicrung ist zu der Ueberzeuaung gelangt, daß die Fortdauer der von Altersher bestehenden freundschaftlichen Be ziehungen zwischen Rußland und China bei einem solche, Verhalten der chinesischen Regierung zu dem Vertrage von 1881 unmöglich ist. llm die Erhaltung und Festi- Ur. 4k Erster Blatt M Jahrgang $reitag, \l. Abrun E Der Olehtner Anzeiger O d monailicb^öPf.,otertel- erscheml taglrch, auver ▼ Cj . . M ▲ ▲ ▲ ▲ jl. ▲ iäbrücb 'Ulf. 2.20; burth 1 h® 11< 11I Jl ssä H M M V W W Wk R H H H Z Ä ■■ H» Si. I tt R ■ 3eitenpreti:lotatib-®, jsresss «7 | |v IW W WIV JVIHV V WLLKS wirtschaftlicheSe'tfra en Q Sa MM Veramivorttich für den Fernfpiech»Airichlufie: volit.schen Teil: August General-Anzeiger für Oberyessen BSS Anzeiger ««eßen. V ’ • ” . _ vntß. jüc Stadt und Annahme von Aiizeige» Rotatioitsörud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei H. Lange. Reöaftion, Expedition und vruaerel: schulstraye Land": E.veß: kür den dil =örmüto6SU9nu6rC vüdingtn: 5ernsprech-r Hr. 50 Seschästtstelle vahnhoitzr^e 16a.__H. B-ck. — DieneuenbayrischenBriefmarkennndMün- zen Vom 10. März an sollen von den bayrischen Postanftaften bie dem 90jährigen Regenten gewidmeten Postwertzeichen heraus- gegeben werben, bie Pfemiigwerte mit bem Bildnis bes Regenten in Uniform unb die Martwerte mit dem Bildnis des 3icgentcn in Iagdlleidung. Obwohl diese Marten die Untcr)drnTt 12 März 1911" tragen, sind sie doch als Dauerwerte für bie Re- gierungszeit des Regenten gedacht. Zum ersten Male seit dem Bestehen unseres Reiches erscheint jetzt auf deutschen Bnennarten wieder einmal ent Fürsten b i ldnis , was unter dem alten Bunde in Preußen, Hannover, Sachsen usw. öfters der Fall war, aber bisher seit der Erftndung der Freimarken noch niemals in Bayern Ungerecht ist es, wenn der bayrischen Regierung aus philatetistischen Kreisen der Vorwurf gematft wird, daß sie nut ber Aufgabe von 10-Mark- und 20-Mark-Werten nur em aur bie Sammlertätigkeit berechnetes Geschäft machen wolle. Zwar gab es in Bayern bisher leine höherwertigen Marken als solche von 5 Mart. Da aber etwa seit Jahresfrist für Massenauftiefe- rungen die dem Reichspostgebiet bisher unbetannte Barfrankierung eingeführt wurde, die sich in größeren Städten wie München und Nürnberg gut bewahrt haben soll, so dürften tatsächlich bie hohen *Tacrtc um jeiiraubenbe Markenllebereien zu vermeiden, unentbehrlich sein. Auf eine bestimmte Anzahl oder Gültigkeftsdauer beschränkte Geburtstagsmarken gelangen neben den neuen Tau erwarten nicht zur Ausgabe. Wohl aber denkt man für bie im 3uni stattfindende Feier der 25jährigen Regentenwirksamkeck an besondere Jubiläumsmarken. In der beschränkten Anzahl von zwei Millionen otüä wird unter den am 10. März hcrauszu- gebenden Postwertzeichen auch eine von Professor Diez entroorfene Postkarte zu 10 Pfennig erscheinen, die neben ber Wertbezeichnung einen blühenden Baum mit ber Königskrone unb auf Der Rückseite eine allegorische Darstellung zeigt. Tie bisherigen Post- wertzeickien mit bem bayrischen Wappen in Reliefdruck werden nach dem 10. März von den Postanstalten nicht mehr verkauft, sollen aber noch einige Monate lang ihre Gültigkeit behalten- Tie Ausgabe von Denkmünzen wäre nach dem ursprünglichen Münzgesetz von 1871, das auch für Silber werte das Bildnis Femcw relyenweise meoergemam mu> men uie vymuuiut julu des Landesherrn voftchreibt, nicht möglich 0^toesen Erir bie Werwundeten die Gräber gefüllt habe. Fiedler zwenelt nicht, datz 1 Munzen^velle von 1900 Hai darin eure mit K seine Erfindung die gleiche Anwendung finden Wnifte. sollte weroen die 900 000 ü>unT5/ 3toeunarnüjae mit bem sich dies bewahrheiten, baitn wird sie eine ebenso duvchs«ifendL ‘ Bildms des Regenten sicherlich lehr Itart gejucht und bald ver- sowie die z. Z. im Vordergrund des Fragen, welche am 3. März auf der im Reichsamt des Innern zu Berlin geben allein schon dem diesjährigen dingungSwesen, Interesses stehenden Handwerkerkonferenz verhandelt werden, Handwerkertag eine SSenvbctnfi, Redakteur Becker (Berlin) und Hoffmann Seligenstadt) als Kandidaten für die nächste Neichstagswahl in Vorschlag gebracht. Von dieser Kandidatenliste, von der verschiedene freiwillig ansscheiden dürften, soll irr einer nach etwa vier Wochen statt findenden Versammlung der zur Aufstellung gelangende Kandidat bestimmt werden. besondere Bedeutung. Die Vorarbeiten sind im vollen Gange. Deutsches Reich. In der B u n d e s r a t s s i tz u n g am Donnerstag wurde die Vorlage betreffend die Grundsätze für die Festsetzung der Beteiligungsziffern der Kaliwerks- L esitz er den zustärrdigen Ausschüssen überwiesen. Der frühere Reichstagsabgeordnete E ck i n g c r (Zentrum) ist in Englmar bei Straßburg gestorben. Von der Aufstellung einer eigenen Kandidatur hat der Bund der Landwirte vorerst noch Abstand genommen. Die konservative Partei, die ebenfalls um Unterstützung der nationalliberalen Kandidatur ersucht worden ist, will erst Verhandlungen mit den Nationalliberalen pflegen, doch neigt man der .Ansicht zu, daß sie einen eigenen Kandidaten aufstellen werden, der die Unterstützung des Bundes der Landwirte finde?: wird. Aus .Hanau wird uns berichtet: Eine am 16. d. M. hier abgehaltene Vertrauensmännerversammlung des Bundes der Landwirte für den Reichstagswahl- kreis Hanau-Gelnhausen-Orb hat zu den bevorstehenden Reichstagswahlen Stellung genommen und folgende Entschließung gefaßt: Die Vertrauensmärinerversammlung tritt dem Beschlüsse der am 4. d. M. in Frankfurt a. M. abgehaltenen Versammlung Mer Landes-, Provinzial- und Wahl- kreisvorsitzenden der südwestdeutfchcn Abteilungen des Bundes der Landwirte bei und lehnt demzufolge die Unterstützung der von dec N a t i o n a l l i b c r a l c n P a r- tei ohne vorherige Fühlungnahme mit den Mitgliedern des Bundes Landwirte aufgestellte Kandidatur des Baurats Wohlfahrt ab, weil dieser Kandidat die ihm von dem Wahlkreisvorsitzenden des Bundes der Landwirte vorgelegten Fragen bezüglich seiner wirtschaftspolitischen Stellungnahme verneinend beantwortet hat. Aus Münster (Westfalen) wird gemeldet: Ober- Präsident Freiherr von der Recke ist gestorben. Bei den Gemeinderatswahlcn in Gera wurden sämtliche Kandidaten der Sozialdemokratie gewählt. Die Sozialdemokraten haben zwei Drittel der Stimmen im Gemeinderat. bannung auf eine der französischen Inseln der Südsee geschickten, Vaters trat er ,üt das 2. algerische Fremdenregiment ein. Er brachte es hier zunr Sergeanten. Dann gefiel cs ihm dort nicht mehr imd er ging nach Paris. Mit seinen wenigen Ersparnisse?: war es hier bald Mathäi am letzten. Kümmerlich schlug er sich dann als Türsteher eines Tingeltangels von Montmartre durch, wofür er, mit herkulischer Kraft begabt, der ideale „Hausknecht aus Nubierland" war. Keiner warf so ruhig mrd sicher die übermütigen, unbequemen Gäste zur Tür hinaus als er. Das war es, wie es scheint, auch, was die Aufmerksamkeit der städtischen Polizeibehörde auf ihn lenkte mrd sie bewog, den Sultansohn nnt einem seinen Fähigkeiten entsprechenden bessern Posten zu bedeuten, für den er auch eine schmucke, zu seiner schroarzen Haut in ihrer mattgelben Farbe vortrefflich ftcijenbc Uniform anzulegen hat. Prinz Unibalo soll darob so zufrieden und stolz sein, daß er den ernstlichen Gedanken gefaßt hat, sich sofort auch ;etzt nach einer Lebensgefährtin mnzuschen. Eine hübsche Genmsehandlenn soll die Auserwählte sein. Man darf daraus schließm, daß die blutgierigen Genüsse seines Vaters in ihm glücklicherweise keine ataviltischm Neigungen ähnlicher Art hinterlassen haben. — König Oedipus im Albert Schumann-Theater zu Frankfurt. Wie uns von der Direktion des Albert Schumann-Tl)eaters in Frankfurt mitgeteilt wird, steht es nunmehr fest, daß nur 3 Aufführungen des „König Oedipus" unter Leitung von Professor M a x R e i n h a r d vom Dentsck-en Theater m Berlin tn den ersten Tagen des Monats Mai stattfinden. — Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft. Der hervorragende Wiener Kinderarzt mid Vorstand der dortigen Unwersitätskinderklinik, Hofrat Professor Dr. Theodor Esche - rrch ist einem Herz schlage erlegen. Professor Escherich hat tnrr em Alter von 54 Jahren erreicht. Er litt seit einigen Jahren an Verkalkung der Arterien. Der Gelehrte hatte sich zuerst üi München als Dozent für Kinderheilkunde habilitiert und kam dann nad? Graz, von wo er int Jahre 1902 als Nachfolger Wider- hofers an die Wiener Universität berufen wurde. — Henry Rouion, ständiger Sekretär der schönen Künste, und der Av- geordnete Denys Cochin wurden zu Mitgliedern der Akademie p-ranyaise gewählt. — Die Deutsche Gartenstadt-Gesellschaft beschloß wegen der Internationalen Hygiene-Ausstellung in Dresden im .Mai in Hellerau bei Dresden zu tagen. beeinflußt hätten; das vorhergehende Jahr habe eine erfreuliche Besserung gebracht, die ihren Ausdruck in dem Ausgleich der Jahresrechnung zeige. Bei der Wichtigkeit der Flußbäder für die Volksgesundheit könne nicht genug auf den Verein aufmerksam gemacht und Mitglieder geworben werden, umsomehr, da der Beitrag gering und für jeden erschwinglich sei. — Der Kassenbericht besaote wesentliche Besserung im letzten Jahre und ließ erkennen, daß die in vorjähriger Hauptversammlung besprochenen Maßnahmen dem Verein zum Vorteil gereichten. Nach Bericht des Revisors wurde der Geschäfts- wie Kassenbericht für gut befunden. Die Vorstandswahl erledigte sich durch Wieder- und Neuwahl eines Mitgliedes. Unter „Verschiedenes" ward ein Antrag angenommen, wonach die hiesige Lehranstalten besuchenden Schüler, deren Väter nicht Mitglieder find, gegen einen Jahresbeitrag von 2 Mark die außerordentliche Mitgliedschaft erwerben können. Hierauf schloß der Vorsitzende die Versammlung mit dem Wunsch, daß der Verein, der 75 Jahre so manchem Heilung gebracht und so manchem Gesundheit und Frohsinn erhalten habe weiter blühen und gedeihen möge. - Probe-Alarmierung. Der in Gießen stationierte Hilfszug wurde gestern abend von einigen Mitgliedern der Kgl. Elsenbahndirektion Frankfurt a. M. zur Probe alarmiert und nach Lollar befohlen. Um 7 Uhr 10 Min. traf das Telegramm hier ein, 30 Minuten später fuhr der Hilfszug, bestehend aus Lokomotive, Arztwagen, Hilfsgeräte-, sowie einem Mannschaftswagen, ab. Mit dem Zuge fuhren zwei höhere technische Beamte, der Bahnarzt Sanitätsrat Dr. Zinßer, eine Anzahl im Sanitätsdienst ausgebildete Eisenbahnbedienllete, sowie einige Werkstättenarbeiter, letztere als Aufräumungsmannschaften, nach Lollar. Dort wurden Uebungen im Ein- und Ausladen, sowie im Verbinden von Verletzten ausgeführt. Die Vertreter der Eisenbahndirektion sprachen sich befriedigt über das rasche Eintreffen des Hilfszuges, sowie das sichere und gewandte Ausführen der Sanitätsübungen aus. ** Ausstellung der hessischen Privat ar chitek- ten in Gietzen. Der irn Jahre 1910 gegründete Verband Hess. Privatarchitekten hält seinen diesjährigen Verbandstag in Gießen av. Damit verbunden ist eine Ausstellung von Zeichnungen, Modellen, Kunstgewerblichen Gegenständen, sowie Zimmereinrichtungen. Da Gießen bis jetzt noch fein geeignetes Ausstellungshaus für die bübenöe Kunst und das Kunstgewerbe besitzt, hat Herr Oberbürgermeister Mecum, in richtiger Erkenntnis des Bildungswertes einer solchen Ausstellung, den rechten Flügel der ehemaligen alten Klinik zur Verfügung gestellt. ** Wegen des eingetretenen T Unwetters, das auch im Gebirge starte Regensälle gebracht hat, muß der Schikursus auf dem Hoherodskopf vorläufig um 8 Tage verschoben werden. "Verhaftet wurde der Bauunternehmer B. von Rieder-Weisel wegen Wechselfälschung. B. hat auch Hier in Gießen einige Neubauten ausgeführt und noch verschiedene Bauplätze erworben. ** Maul- und Klauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche find gemeldet aus Charlottenhof, Meck- lenburg^Strelitz. uni> Maichingen, Württemberg. Landkreis Gießen. △ Klein-Linden, 15. Febr. Auf dem Schulhofe brach heute ein ILjähriger Schüler den Arm; die neue Sanitätskolonne trat dabei zum ersten Male in Tätigkeit. ----- Großen-Linden, 16. Febr. Die Oberpostdirektion in Darmstadt hat nunmehr die Einrichtung des O r t s - ernsprechnetzes in Großen-Lüiden genehmigt. Mit der Einrichtung des Netzes wird demnächst begonnen werden. Harbach, 16. Febr. Bei der Jagdverpachtuug wurden 1050 Mark erzielt. Den Zuschlag erhielt Gutsbesitzer Klemm in Winnerod. Der seitherige Pachtbetraa betrug 755 Mark. Kreis Alsfeld. § Rupperten rod, 16. Febr. Zu einem schönere Akte gestaltete sich die gestrige Schluß fei er des hiesigen Kursus der Kreis-Wand er-H aus Haltung sfchule. Kreisrat Dr. Heinrichs eröffnete den theoretischen Teil der Abschiedsfeier, der im Schulhause stattfand, mit dem Hinweis, daß dieser Kursus der sechste seit Gründung der Haushaltungsschule im Kreise sei und daß bereits 750 Schülerinnen in dieser ihre Ausbildung gefunden. Er betonte die Wichtigkeit des theoretischen Tetls der Ausbildung, der, entgegen dem Anstoß, den man vereinzelt davon nehme, von wichst: zu untersch^ender Bedeutung für )ie Ausbildung des Denkens der .Ächülerinnen sei. Nun begann durck) die Lehrerin, Fräulein Hölzer, die Prüfung >er .Schülerinnen. Die Schlagfertigkeit der Antworten, die Sprachfertigkeit der Schülerinnen auf dem nicht leichten Gebiet der Ernährung mit ihrer prozentualen Einheit er» regten die ungeteilte Bewunderung der zahlreichen Zu- 2luslanfc. Im englischen Unterhaus stellte Viscount Wo l- nter (Unionist) an Sir Edward Grey die Anfrage, ob er sich über die Ansicht der britischen Regierung über die geplante Befestigung Vlissingens äußern wolle und ob die bestehenden Verträge Großbritannien das Recht zur Intervention in dieser Frage gäben. Sir Grey erwiderte, die Darlegung der Anficht der britischen Regierung über die von einer fremden Regierung ergriffenen Maßnahmen zur Beifestigung ihrer Landesgrenze scheine chm nicht verlangt zu sein, insoweit diese Maßnahmen rein defensiver Natur seien. Wenn dagegen vorkommendenfalls irgend welche Vertragsrechte oder Verpflichtungen davon berührt würden, würde die Frage zu einer freundlichen Erörterung zwischen den Parteien des Vertrages kommen, bevor irgend eine von ihnen ihre Meinung ausdrückte. Aus Petersburg wird gemeldet: Am Donnerstag morgen wurde die Polizei aus den Jnnenräumen der Universität zurückgezogen und vor den Eingängen und den Seitenfluren aufgestellt. Die Erregung der Studenten dauert a.n. Sie störten die Vorlesungen, selbst die des Rektors. Zu diesem Zweck gossen sie in den Hör- sälen für orientalische Wissenschaften übelriechende Chemikalien aus. Darauf drang die Polizei wieder in die Universität ein und v er haftete etwa 20 Hörer, die zur Polizeiwache gebracht wurden. Die Studenten erklärten, sie würden sich nicht eher beruhigen, als bis die verhafteten Kommilitonen freigelassen würden. Ein Professor wurde von den Studenten gewaltsam aus dem Hörfaal des Uni- versitätsgebäudes entfernt. Acht Professoren und 22 Privatdozenten der Universität ht Moskau reichten ihr Abschiedsgesuch ein. Kardinal Ramp olla soll an Influenza schwer erkrankt fein. Sei Zustand gebe zu Besorgnissen Anlaß. Der Papst, der auch leicht erkrankt war, ist aus dem Wege der Besserung. Aus Oporto wird gemeldet: Nach Schluß einer Katholikenversammlung wurden die Teilnehmer beim Verlassen des Saales von einer Gruppe Manifestanten ausgepsiffen und verfolgt. Ein Katholik, der einen Manifestanten durch einen Revolver schuß verwundete, gegen feinen amerikanischen Unternehmer eine SchadenersatzklagV uu. Nach dem seinerzeit geschlossenen Vertrage sollte MaScagni sem Wert tn 'Amerika selbst dirigieren unb zwar sowohl in Newyort rote in allen großen nordarnerikanischeii Städten, die ber einer genau wstgesetzten Reife besucht iveroen sollten. In lemer Eigenschaft als Komponist und als Dirigent sollle Mascagni dafür em Gehalt von 80 000 Mark im Monat beziehen, während der Unternehmer für alle Reisekosten und für den Unterhalt! ^Ttonunen mußte. Außerdem waren dem Komponisten M0 Mark für die Leitung von Konzerten garantiert. Mascagni beschnUngt leuieat Unternehmer nun, den Vertrag ohne Grund gerochen zu haben und beansprucht vollen Ersatz des Schadens. Die Klage wird bereits tn diesen Tagen vor den Mailänder Gerichten zur Verhandlung kommen. „ Eine außergewöhnliche Operation. Einen Word, an Unerichrockenl-ett und Nervenkraft hat dieser Tage ein 26 lahrrger rumänischer Arzt, Al^ander Fzaieon, in Paris voll- brW: er hat an sich selbst eine schwere Operation vorgenommen. Fzaieon hat ein neues Anästhetikum erfunden, dessen schmerz- bttaubeiide Wirkung er mit dem komplizierten Namen „Rachi- strychno-stovansiation bezeichnet. Dieses Anästhetikum läßt dem PMicnten sem völliges klares Bewußtsein, beseitigt aber alle Schmmzempsindlichlell. Diese Emdeckung bildet die Grundlage einer wiltzrichaftlichen Arbeit, die der Rumäne bei seiner rnedi- ätnildjen AbMußprüfung, der er sich in einigen Wochen unter- aieben wird, v-orlegen will. UiUerdesscn aber hat er die Wirksamkeit seines Anästhetikums in einer einzigartigen Form, nämlich an sich selbst, erprobt Fzaieon hatte feit einiger Zeit ein Bruch- leiben, das immer schlimmer wurde und notwendig operiert werden mußte Er beschloß, diese Operation selbst an sich vorzunehmen und dabei sein neues Schmerzbetäubungsmittel zu er» p^ben Adit kaltblütiger Ruhe wandte er das Anästhetikum an, letzte sich dann aus den Operationstisch, nahm sicher und ohne das k 01 i)er Erregung die Operation an sich vor, nähte 9<1?0 Mlut *u öctL ~ic Operation dauerte SJt m?16 kclbeniat des jungen Mediziners, der sich völliger Genesung befindet, macht in Paris großes Aufsehen und ist das Tagesgespräch. ~Äuf?hT C1 1L' ’n Gesetz entdeckte. Wie Kepler orzacht der Astronom Bigourdan in der bCL Naturwisscnschafteil. Zachst topUte Kepler Geistlicher werden, wurde aber von diesem Berus ** Zur Reichs tags Wahl. Das heutige Kreisblatt enthält die Einteilung der Wahlbezirke sür die Stadt Gießen. — Der Termin für die Einsichtnahme der Wählerlisten läuft heute ab. ** Wegen der Stempelabgabe für Luxuswagen und Luxusreitpferde verweisen wir auf die Bekanntmachung im heutigen Kreisblatt. ** Drei größere Ausstellungen finden dieses Jahr hier statt: am 12. und 13. März die Landesausstellung der hessischen Geflügelzuchtvereine, im Juli die 50. Jubiläumsausstellung des Oberhessischen Biencnzüchterverbandes und Ende September eine große Kr eis ausst ellung für Viehzucht, Ackerbau und Obstbau ** Männer-Badeverein. Die ordentl. Haupt- Versammlung sand am 15. Februar in der Brauerei „Förtsch" statt. Dem vom Vorsitzenden Buchbinder Hoos erstatteten Jahresbericht entnehmen wir, daß der Verein in diesem Jahre fein 75jähriges Bestehen feiern kann, da er 1836 begründet wurde. Die letzten Jahve seien dem Verein nicht förderlich gewesen, da die Witterung wie auch sonstige Umstände die Entwickelung des Vereins ungünstig zurückgewiesen und widmete sich nunmehr dem Studium der ^Rathematik. Er war darin so erfolgreich, daß er schon im Alter von 23 Jahren, im Jahre 1594, als Professor dieser Wissenschaft nach Gvaz berufen wurde. Da er Protestant war, wurde er nach fünf Jahren aus Steiermark vertrieben und begab sich nach Prag, wo er eine Stellung unter der Leitung des damals dort wirkenden Tycho Brahe übernahm. Tychv war bekanntlich der letzte Vertreter eines Weltsystems, das die Erde in den Mittelpunkt setzte. Kepler teilte begreiflicherweise zunächst seine Ansicht, entdeckta aber bald UnftimmigfeiteiL Mehrere Jahre verwandte er darauf, die überaus staunenswert genauen Beobachtungen von Tycho Brahe mit den Bedingungen eines geozentrischen Weltsystems in Einklang zu bringen, aber er befreit immer einen Rest von 8 bis 9 Minuten, der chm viel zu groß erschien, um durch eine mangelnde Sorgfalt der Beobachtung erklärt zu werden. Es war vielleicht ein Glück für den Fortschritt der Wissenschaft, daß Tycho schon im Jahre 1601 starb, well sich nun Kepler durch keine ^Rücksicht mehr gebunden erachten konnte, in der Bahn der alten Anschauungen zu bleiben. Er versuchte es nun mit dem Kopernikanischen System und sah damit die bisherigen Schwierigkeiten gelöst. Diese Arbeiten führten chn dann bald zur Entdeckung der drei grundlegenden Gesetze, nach denen sich die Bewegungen der Himmelskörper vollziehen, und damll schuf er eine der größten Taten des menschlichen Geistes, die ihm einen Anspruch auf den Ehrentitel eines deutschen Newton gibt. — VomKronprinzenzumPolizei Wachtmeister. Hieronymus Jobs brachte es bekanntlich vom Kandidaten der Theologie zum diachtwächier. Seinem Lose sind wohl manche aridere Kcuididaten nicht der Theologie allein, sondern auch der Philologie, der Medizin und selbst der Juristerei gefolgt. Kaum einem aridem Menschen dürste aber das Schicksal schon so mll- gespiclt haben, daß er es vom Kronprinzen intb Erben eines großen ^eicl?es zum Polizeiwachtmeister brachte, obendrein noch vom Erben einer absoluten Krone zum Polizeibüttel einer Republik. -Jie stauzoi ucke Republik besitzt diesen einzigen Büttel, dem einst ein Thron wuckte und der jetzt froh ist, aus dem Stadtsäckel von *0*1= mit 300 Franken Gehall monatlich sein priuzliches Dasein als Pächter der Ordriung im 16. und 17. Stadtbezirk — dem feinen, !ebenfalls mit Rücksicht auf seine ehemalige Würde für ihn ausgepichten Passt) — fristen zu rönnen. ES ist Prinz Siegle llnibalo, ter älteste euön bcs von Frankreich entthronten tiultand Behanzin von Dahiyney. Dach dem Tode seines beLmnllich in die Ver- wurde geschlagen. Eine große Menge veranstaltete vor der Redaktion eines katholischen Blattes eine Kundgebung, wobei Rcvolverschüsse gewechselt wurden. Die Menge schlug dann die Türen zu dem Vcreinshaus der katholischen Arbeiter ein und zerbrach dort alles. Darauf zogen die Manifestanten durch die Straßen der Stadt. Die'Poli- zei ist machtlos. Der Zivilgouverneur gab seine Entlassung. Nach Blättermeldungen aus Konstantinopel griffen die A u f st ä n d i s ch e n neuerdings A b h a an, wurden aber mit einem Verlust von 400 Toten zurückgeschlagen. Aus Tanger kommt eine ernste Meldung: Die Erregung bei den Zaers dauert an. 500 Reiter begeben sich zu den Nachbarstämmen, um 'diese zum Auf st and zu reizen. Der Kaid der Ben Buazza mußte fliehen mrd ftanzösifchen Schutz nachfuchen. Der Kaid der Alla wurde ausgeplündert unter dem Vorwmrd, daß er sich in das Lager von Boucherau begeben hätte. Der Handelsverkehr zwischen Schuja und dem Gebiete der Zaers ist unterbrochen. Aus Port Said wird gemeldet: Lebhafte Erregung herrscht hier über die Schändung europäischer Grabstätten. Eine Anzahl Gräber wurde geplündert. Ans StaDt rind Land. Gießen, 17. Februar 191L ** Tagcskalender für Freitag, 17. Februar. Stadttheater: Gastspiel des Wiener Kunsllheaters: .Toppelselbslmord ' Anfang 8 Uhr. t _ ** Lehrerpersonalien. U eb ertrag en wurde dem Schulanttsaspiranten Ludw. Philippi aus Wisselsheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rixfeld. — Erledigt ist die mit einem tat hol. Lehrer zu besetzende erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober-Roden. Mll der Stelle ist Organistendienst verbunden. Dem kath. Pfarrer und dem Orts- voritand zu Ober-Roden, sowie dem Kreisrat zu Dieburg steht das Präsentationsrecht zu. ** Prüfung für das Finanzfach. Die schriftliche Staatsprüfung für den höheren Finanzdienst findet am 5. April und an den folgenden Tagen statt. Gesuche um Zulassung zu der Prü,ung >ind bei der PrüfungSlömmission für den höheren Finanzdienst zu Darmstadt bis zum 20. März einzureichen. ** HL Hessischer Handwerkertag. Man schreibt uns: Wie sich jetzt schon sagen läßt, wird der Hand- werkertag in Mainz allem Anschein nach stark beschickt werden. Die Reichsgesetzgebung hat im Laufe der letzten Jahre zum Teil derart einschneidende Vorschriften gebracht, daß es natürlich ist, wenn weite Kreise des Handwerks an 'den in Mainz zur Beratung stehenden Fragen interessiert sind ünd ihre Vertreter entsenden. Bei der Hessischen Handwerkskammer ist bereits neben anderen aus Gewecbeoereins- kreisen ein Antrag eingelaufen, der sich mit Bezug auf einheitliche Durchführung der Meisterprüfungen gegen die Bestrebungen wendet, die Gewerbeschulen mit Privilegien auszuslatlen, wie sie den Baugewerksehulen zugestanden sind. Auch die Handwerkskammer hat bekanntlich gegen diese Bestrebungen früher bereits Stellung genommen. Tas Ver- von (697 ' Eiserne Kastenkarren Birklar, den 16. Februar 1911. 1148 Trinkeier <1148 täglich irisch zu haben. Nest. Karlsrul). Bekanntmachung. Bd=k Amlf-Oesttche Verschiedene- Verkäufe. Verschiedenes !eue Au?- ttenhof, Meck. Erg. Die Beerdigung findet am Sonntag nachmittag i/,3 Uhr statt. neuester chinesischer Ernte. BcileGeschmacks- mischnngcn, verschied. Preislage und Packung. Adler Drogerie SelterSweg 39. Ctto Scpaaf. 817 a dem Kchulhosc cm; die neue Zäiigttii. Ibttpoftbiret- öesCrtv- iMl. M mtottbtti tpaijtnna erhielt Gut;. xKichtdekag ÄNdrlkleieltieist: Etwas für den fernen Loiletten- trsch, etwas für empfindliche spröde Haut. Ein Versuch wird Sie zum dauernden Freimd obigen Fabrikats erheben. hv16/‘ a Stck. 50 Pfg. echt nur bei: Emil DZcrslLnbcrg, Spezialhaus für Neuheiten. Bessere | Mato-liiziige zu verleihen bei Karnbach Babnbontr. 87. Holz-Verkäufe in ötin Freiherrl. nun üinötimui^n Renier Kroßen-Duseck. A, ^uvmrsfion auf Fichten-Ltammholz. AuS dem Distrikt Hoherwald bei Reiskirchen soll auf dem Subminionswcgc nachiolgendes Fichtenstammbolzvertäust werden: 62 Stück 4. Kl. (20-29 (£tm. Durchm.» — 40 Atm. und 129 Stück 5. Kl. (12-19 Etm. Durchm.) — 41 Fftm. Das Holz ist an die Wege geschleist und lagert m unmittelbarer Sräbe der Krelöstraße Reiskirchen—Lindenstruth. Gest. Gebote und bis Mittwoch den L. März, vormittags 10 Uhr, nut entiprechender Auischrist verseben schriftlich bei uns einzureichen, um welche ^>ett auch die Eröffnung der Gebote statlsindct. Nähere Auskunit erteilt der Unterzeichnete. Das Holz wird auf Wumch von dem Gememde- iorstwart D a in m in Reiskirchen vorgezeigt. B. Holz-Versteigerungen. ES werden versteigert: Montan den 80. Februar. 1. AuS Dtttrikt Buchwald, Gemarkung neuern: Stämme: 9 Eichen 6. Kl. — 2,23 ojtin. (Wag- nerbolzf: Derbstanacn: 2 Eichen — 0,11 F>tm.; ^chcitcr, Rm.: 28 buchen: Knüppel, Rm.: 17 Luchen, G Elchen, 4 Aspen; Retter, Rm.: 48 Luchen; Stocke, Rm.: 12 Luchen . Las Holz wird nicht vorgezeigt, sondern kommt in der Wirtschaft des Herrn R an ft zu Lcuern von 10V- Uhr vorm. an, »um ^"^bot^^EE Kohlstrauch, Gemarkung Bersrod: Stämme, Fichten: 1 Stück von 20 Etm. Durchm., 18 Mtr. lang — 0,;>7 öftm., 1.5 Stück von 12—19 (£1111. Durchm. — 2,44 Fstm.; Tcrbstaugcn: 48 Fichten -= 3,77 8itm.; SUtüWcl, Buchen: 30 Rm.; Re,,er. Buchen: 240 Nm.; Stöcke: 1 Nur. Fichten. ZufammenkunU um 2 Uhr nachmittags an £rt und Stelle bei Brennholz Dir. 1 Bohnerwachse gelb, wein u. flüssig, Stahlfväne, Parkett seife, Bohner,Polierniche r, empftchil H. vch, Lveztalgeschatt für Reinigungs-Lrütel, Kaiser- Allee 10, Tel. 568 u. 853 101224 Todes-Anzeige Gott dem Allmächtigen hat eS gefallen, meinen heben Mann, unseren guten Later, Schwiegervater und Großvater Konrad Düringer I. \ Maurermeister nach kurzem schweren Leiden zu sich zu rufen. Dies zeigen tiefbetrübt an Die trauernden Hinterbliebenen: Margarethe Türinger Wwe. nebst Kindern. Mod. tompl. Schlafzimmer, hell Salm, groß. Tascheu-Divan, Ans- zugtifch, einzelne Letten, Tische, Stühle, Schrä:kc, Ottomane. Serviertisch, mod. Klavp-Tceiisch, ll. Tlsmchen, Atessing-GaSlamve, »roher KoloStevvich f. Balkon re., vollständige grüne Küchen-Em- richtung, alles fast neu, wegzugS- halber sehr bitt, zu verkauf. (01215 Dictzstratze 6 L bc ein. »ck in £ AmUtüier ^etierbericht. Verlaus der Wilterung seit gestern früh: Tie Zyklone bei Island hat sich über Stacht ganz wesenllich verstartt. und ist rasch ur südöstlicher Züchtung nach dem bottinschen Nieerbusen vor- Freibank. Heute Schweinefleisch »0 Pia« ll5''/r Emlzleiie, wie Räder o. Kasten fertigt stets m grober AuSivahl Karl Geroier, Eenchellieim. Nordsee-Mau blutfrisch, Per Pfund 25 Pfa., solange Lorrat, zu haben bei Meusels Marktplatz 21 1157 gegenüber der Apotheke. lianOcl. Berlin, 16. Febr. In der heutigen Aussichtsratssitzung der Nationalbank für Deutschland wurde betonen, der aus den 18. März einzuberusenden Generalveriammlung die Verteilung einer Dividende von 7 Proz. (6 /2 Proz. im Lor- jabre) und die Erhöhung des Aktreniapltals von 80 Wtitt. auf 90 Mill, durch Ausgabe von 10 000 Inhaberaktien zu je 1000 Mark mit Tividendenberechtigung vom 1. Januar d. H. vorzuschlagen. Tie jungen Aktien sollen von einem Garantie» konsortlum zum Kurse von 120 Proz. übernommen und den Aktionären zum Kurse von 123 Proz. Lum Bezug angeboten werden. Tas Gewinn- und Verlufimnw ergibt einichliev ich des Vortrags aus dem Vorjahre einen Bruttogewinn von 1-4U4 gegen 11270 882 Mk. im Vorjahre. „ . . London, lu. Febr. Tic Bank von England ermäßigte ihren Diskont auf 3h>°o. Bad-Nauheim, 16. Febr. Unser erst kürzlich der Stadtverwaltung im Stadthause eingerichteter städtischer Arbeitsnachweis für Hotel-, Gastwirt- schafts- und Dienstpersonal wird sehr fleißig benutzt. Namentlich suchen männliche Arbeiter Stellen durch Vermittelung des BureauS. In der ganz kurzen Zeit feines Bestehens haben sich 18 Arbeiter männlichen Personals gemeldet. — Einen besonders freundlichen Eindruck wird in diesem Frühjahre dec gärtnerische Schmuck der groben Allee machen. TaS Beneke-Denkmal hat einen dunklen Hintergrund bekommen durch Anpfianzung einer Anzahl Fichten, dann führt vom Denkmal aus bis zum Ende der Allee eine 1 Meter breite Rasenfläche, emgezäunt durch Drahtgitler und Ein nachträgliches Register zur Erhebung von Gemeindesteuern liegt vom ls öebrunr d. an acht -rage lang aur hiesiger Lurgeimeiüerei zur Einsicht der Jnterei,culen oi;cn. Lüdtngen, den 15. Februar 1911.. . ^Großh. Bürgermeisterei Büdingen. Fendt. i'E« Serina £ AK «Ä 2blt hT ME 5^ ;’bl «lotmittf D ,n- ‘«f kt b« N^g, 1 tuhnn toe ll)nbebiemitte ^fröumung^ 'gen im Ein. ? °uSgesül,ch Bekanntmachung. Es ist eine Lcratunao.elle für 5äiiiuaifl5i>iku. ui Büdingen errichtet woiden, die den Lweck Hai, 2'iulteru unentgeltlich arztt lichen Rat in Ernäorung und Pstege ihrer Säuglinge zu erteilen. Tiefe sollen möglichst früh nach der Geburt zur yiatßCTtcilung und rcnclniär inen Leobachiuug zur Leraiungsstette gebracht werden. ?>u geeigneten o allen wird auch die Umeimitzung ourch Vicrcrung gUtct 2/ulch, oder Gewährung von Sttllvranuen oder Ktuderwaichc crwogU.m Beratungsstelle ist Herr Dr. ined. Ctto Brettel, ^vrcchuundc findet nlic 14 Tage freitags, von 10—11 llbr vormittags, bcginncud Freitag den 24. Ätz. Mts. in entern ’lirnncc des neuen BolksfchulgcbäudcS (Erdgcichoü) itntt. odj fordere alle Leteillgten auf, vertraucnevoll die Hilfe der Beraiungsstelle in Aniornch zn nehmen und bitte dte Levälkerung, vor allem die Herren Aerzle, die Hebammen, die Stadlschwestern, die Nrankenkasten und die Damen des Alicefrauenveieins der Einrichiung ihr lebhaftes Interesse zuzuivenden und anregend auf den Besuch der Lrelle hmauwirlen. 'Bd . Büdingen, den 13. o-ebruar 191L Der Lorsitzende der Bweigstelle im Streife Büdingen: Boeckmann. EiiischönesHans in guter Vage mit Vaben und Svezercigeschaft in grogcm ^rl in der Viaijc Gießens, auch zu jedem anderen Geschäft geeignet, wegzugshalb. preisw. zu vcilnuf. Näheres m der Gcichailsuelle des Gießener Anzeigers. lOllob aedrunaen. lieber ganz Deutschland sind daher starke bis stürmisch« Sndwestwinde eingetreten und mit ihnen mildes Rennwetter. A.a neu: Zyklone von Westen her zu folgen scheinen, i|t pottoaiier der bestehenden Witterung in Aussicht __ Wetteranssichten in pefien am EamSlaa, dem is .ycon i.m. Starfc bi-> stürmische Südwesttvinde, mild, Regen. iLtarkeS Steigen der Flüsse in Aussicht. 3m ttiebirge Regen, Schilauf noch möglich. ie 1)08 sichere aus. ^irchitek. * Mmh ■J^nbStag L.ulung von tanben, fotoic tei« geeignetes s ÄunitgenKtbc wgei litltnm« g, den rechten 3 gestellt. ulvetters, lcht hat, muß 'g um 8 Lage jrner B. von B. hat auch nd noch oen cknem schönen r des hiesigen ingsschule. .schen Teil bei mit dem &in- Arundung de: tz bereits <50 iiiden. Er Bt» s der Ausbil« veränzelt da- gedeutung fit neu sei. M die Prüfung Ilntivorten, die nicht leichten m Einheit er« chlreichcn Zu« lintent ein- i ihm dort M lenErsMNlsl^ ch schlug er ;ntmarttc durch, 2le und Md" ä als er. ,.2J- >it oer Mlchor M-S i Eine Mich- und ^r Molger ums Türkischer Ministerwechsel. Konstantinopel, 17. Febr. Auf den mit 65 gegen 48 Stimmen gefatzten Beschluß der i u n g t u rki s chen K a m m c r p a r t e i nahm ihr Obmann Halil das Portefeuille des Innern an. Damit scheuten die Befürchtungen, da» eine tiefergehende Ministerkrise eintrete, hinfällig zu fein. Berlin, 17. Febr. Der Präsident des Reichstages Graf Schwerin-Löwitz und Frau Gemahlin hatten geitern abend zu einem G l a s e B ie r in die Räume des PräsidtalgebäudeL geladen. Biele Hunderte von Gästen waren dem Rufe gefolgt, vor allem aus dem Reichstag selbst, dessen bürgerliche Parteien durchweg stark vertreten waren. Aber auch die beiden Ö auf er des Preußischen Landtags hatten eine größere Anzahl von Mit' gliedern entsandt. Fast vollzählig erschienen waren die Mitglieder der großen landwirtschaftlichen Körperschaften, die zurzeit in Berlin, insbesondere die des deutschen LandnnrtfchaftsratS lagen. Dazu kamen die führenden Persönlichkeiten der amtliclsen Welt. Kartoffel- Saat Speise dk’6'^ Unverlesene kauf. Sie reell, u. günft vom Earlollel- n. titroHiporiliins Wr.RM,tU«' Vertreter a. all. Platz, gci. Ich-unterhalte stcrs großes Ä ^Oflcr in Scheuertüchern E u. ist em Vnöcrbcfudj fegr x z.empsehl.LudwigLazarus Asrerw. Ö3. nu derufpr. 505. i | ^chwememeygerei 40 I. vesteheiid, weg. Lurück^ieh. v. Geschäft, z. d. billigen Preis v. Ak. 78 OUu m£L 3000 M. f. Inventar, b. Pt. 8»ÄM Anzahl. -. verlaufen. Außer Laoen u. Wohn. v. 4 öttn., gehen n. At. 3800 Miete ein. Auskunft erteilt |lly- G. Dietrich, Oftenbach a. Je. _______TaunuSstraße 1._______ Eine gutgehende Brot- uhö Feiotälkcrel sowie Mehl- und Sutterartikel- bouuUuts in einem ambluyenden Orte an der Lahn gelegen, auch zu einer Incüücrei geeignet zu verkaufen. . Swiliiliche Angebote unter 0121-»an den Gieß. Au eig. erbeten. Todes-Anzeige Gestern abend 6'/, Uhr entschlief nach kurzem schweren Leiden unser liebet, Töchterchen Csretei im zarten Alter von 10 Monaten. Tic ticstrauerndcn viutcrblicbcnen. In bereit Ramen: Wilbclm Bcckcr, Nangierer, und Frau nebst Rtnö. Gießen, Wetzlarer Weg, Nr. 6L den 17. Febr. 1J11 Die Beerdigung findet Sonntag, nachmitiagS 3 Uhr, au 1159 dem neuen Friedhöfe statt. UresLlcnt geeignete Persönlichkeit welche msthefflal.RepeliliöDS-Knrsus für Examinanden erteilt. Schriftl. Angebote unter 1131 an den Giessener Anzeiger erb, U1^n Zigeunerkostiln zu oerl. Landgraf Philivv-Pl. 10 H finrcrichafL Kreisrat Dr. Heinrichs kletdcte diesen aus- nereiclmeten Erso.g der Leiterin der Lchule in trestende l'anfi-iroortc. Hieran schloß sich die pro ft-jene Prüfung, A in einer Besicbtigustg der durch die Söfütcrtnnen ge^ r^rtiaten Arbeiten cm Nähen und Bügeln und in einer Kostprobe des von ihnen heraestellten Gebäcks bet einer Tasse Kaffee bestand. Tiefer Teil der Mschtedsfeter fand im Saale des Gasthauses „Zum Reichsadler" ftatt Der Saal war schön mit grünen Tannengutrlanden geschmückt, die weiß gedeckten Tafeln waren reizend mit b uhendcn Hnazinthen und Epheuranken dekoriert. Aas trefflich zu- berntete Gebäck legte ein beredtes Zeugnis von der Gewandtheit der Sck)u.erinnen in diesem Zweig der Haushaltung ab. L ehrer Strack von hier gab den Haus- haltungsschülerinnen mit als Inschrift auf den klemen .Markstein, den dieser Kmrsus an dem Lebensweg der ^cl)ulermuen -bilde, das Mahnungswort Seid dankbar! Kreis Friedberg. Letzte Uacbricbtctu Honig Peter in Rom. Rom, 17. Febr Ter bei bem Galadiner zn Ehren des hier aniDcjcnben ttönigS von Serbien von dem König von Italien ausgebrachte Trinksvruch lautete: Mit der Herzlichkeit, die unseren engen Familienbeziehun- qcn entspricht, heiße ich Eure Majestät in der Hauptstadt der Italiener willkommen. Ihr Besuch wird die zwifchcn uw- seren beiden Ländern glualicherweise bestehenden ireundfchait lichen Beziehungen noch enger gestalten Die italienische "Ration begrüßt mit mir in Eurer Majestät den souverän des Volkes, das feine Unabhängigkeit ebenfalls um den Preis langer heldenmütiger Anstrengungen errungen hat. An den fruchtoringeiiden Kräften des Fliedens ist es nun, die Wohltaten dieses glorreichen Werkes zu festigen und zu entwickeln. Aus tiefem Herzen mit vollem Vertrauen wnnsthen roir Serbien diese glückliche und gedeihliche Zukunft, deren sichere und wirksame Gewähr der Frieden gebietet." König Peter erwidert e: Fudern ich meinen Tank für den prächtigen s^^bfang ausiprcdic, der die aus den gegenseitigen freundschaftlichen Ge« fühlen beider Volker und der engen verwandtschaftlichen Bande ber beiden Königshäm er entspringenden herzlichen Bezlehnngen zwischen den beiden Ländern weiter stärken werde,, überbringe ich gleichzeiiig dw Grüße und die h e i ße n D uni ch e meines Volkes das Äewunderun, hegt für die Vaterlandstugenden der Italiener Tie Worte des Königs von Italien erfüllen mich mit Vertrauen, daß es seinem Lande möglich fein werde, die vielfältigen Aufgaben zu erfüllen, die der jungen, auf die Zukunft vertrauenden, ihrer Pflichten gegen die große Familie der zivilisierten Staaten sich bewußten Rationen gestellt feien. mit Buschwerk versehen. -j- Bad-Rauheim, 16. Febr. Tem hiesigen Teick)- Pächter sind fünf wertvolle Schwäne meggeftorbLn. Tre Tiere, die oft weitere Flüge bis in die Butzbacher Gemarkung unternal)men, haben, wie festgestellt wurde, Maus eg ist gefressen. Auch über das Wegfterben von Katzen infolge Genu,ses vergi.teter Mäuse hört man hier und in der Umgebung häufige Klagen. — Aie G e w e r b e- schule schloß heute ü-ren Wiiiteruitterricht durch eine öffentliche Prüfung im Beisein des Herrn Baumeister Traber- Gietzen — Das Frankfurter Rebner-QUartett gab hier beute seinen 5. Beethoven-Abend. Zum Vortrag tarnen Gp. 18 Rr. 6, B-dur und Op. 131, Cis-moll. ___ F. C. AuL der Wetterau, 16. Febr. In Echzell sind die Störche emgetrofien. Hefsen-Nafsau. w. Weilburg, 16. Febr. Im hiesigen KrelS- h a u i c wurde in der Nacht z.im Mittwoch e i n g e b r o ch e n und aus einer Kassette 2100 Mk. in Bar und Wertpapieren Ernstgemeint. § Jung. gei . uibcitcr sucht a. d. Siege in. einem aiift Fräulein l Atter v. 20—2o oobren beianni zu rocrö. zwecks fpatercr Heirat. Cif. nut. Ehifst U 2"0 vvftl. Alsfeld erwünscht. Verm. verb. (Lin Tiroleranzua 'n- verleiben. M-14^-lotfiir. Illi. L?er erteilt englische, frauzö- nitbc und italicmicbc Konver- ianonoitunbeu? Swr. Angebote erbitte mit. 1162 an die Geslliastsit. des Gieß. Anz Ferner: Montag den 27. Februar. 1. Ans Distrikt Hoherwald, Gemarkung flieiSkircheii, nach Lusammcilkunft um 11 Uhr vormittags nm der Kreisstratze ttteiskirchen—^indenüruth am Waldeingang: Stämme, Fichten: 21 Stück von 20—29 Etm. Durchm., 3—0 Ditr. lang = 4,23stni., 7 Stück von 12—19 (Etm. Durchm., 3—a Mtr. lang = 0,77 Fstm.; Scheiter, Sim.: ho Luchen; Knüppel, Rm.: 10 Luchen, 10 Fichlen; Reisig BZcllcn: 1340 Luchen, 740 »yiebten; stocke, Rm.: 32 Luchen, 30 Fichten. Tas Stammholz wird zuletzt ausgeboten. Rahere Anskunit erteilt Forstwart Damm, Neiskirchen. . 2) ist ach .lusammenkiinst um 2',, 11 br nachm. bet Diftrikt Kern berg, Gemarkunji Groß-Luseck: -i, aus Distrikt Sternberg: stamme: 1 Elchen von 20 Etm. Durchm., 4 2)1 tr. lang - 0,41 Fstm., :5ü Eichen von 2-J-29 Etm. Durchm. = 8,20 Sinn., 37 Eichen ^von 12-19 Etm. Durchm. = 1,75 Fstm. (2,20 Mtr. lang); -liefern: 7 ^tuck von 30 und mehr Durchm. — 4P0 Fstm., 17 Stück von 20—29 Etm. Durchm. — 0,11 Fstm. und 1 Stück mit 18 Etm. Durchm. — 0,13 öltni.; Siebten : 1 Stuck von 32 Etm. Durchm., 14 Mtr. lang — 1,13 Fstm., 4 Stuck von 12-19 Etm. Durchm. - 0,77 Fstm.; Knüppel, 'Jim.: 10 Eichen, 4 Kiefern; Reisig-BZellcu: 320 Eichen, 200 Kiefern, Stocke, Rm.: 7 Eichen, 0 Kiefern, bi Aus Distrikt Lälteröhau'er Wäldchen und Möuchwald: Stamme: 3 Stück Eichen Schnittholz mit 42, >2 und 60 Etm. Duichm., 3,2—4,2 Mir. lang - L89 Fstm.; Fichten: 4 ^luck von 20-29 Elm. Lurckun. — 2,95 Fstm., 8 i^tiitf von 12—10 Elm. Durchm. = 1,75Fstm.; ZLeiöitangen, Fichten: 80 Stück mit0,// Fstm.; Lcheiter, 9im.: 4 Luchen, 2 Eichen; Knüppel, Rm.: 4 Luche.!, 0 Eichen; vteisig Wellen: 100 Luchen, 175 Eichen, oO Stierem, 100 Fichten; Stisi.c, Rm.: 3 Eichen, 4 Scic^rn. Das Holz unter b) wird nicht vorgezeigt und kommt bei Distrilt Kernberg am Schlüsse zum Ausgebot. ‘Jiäberc Auslunn erteilt Fornwart Magner, Großen-Luieck. _ , Frciherrl. Lberforsterci Rabenau zu London. Lrill. B -i Gebrauchle fielen u. GuOeisen kauft an Spezialgeschält ft. Dürheck, _____ Rcucnweg 8._____838 Gebrauchtes, aber gut erbauen. Kinderbett @5^ laufen gesucht. Schriftl. Llngebote nnt. 1099 an den Gießener Anzeiger erb. Mittleres Hans mit kleinem 9tebengebdubc und Garten zu kaufen gesucht. Onenen bauptpostlagernd 7.. 111.__<1160 Gut crbalicneö L iantno zu lausen gesucht. Schriftl. Angebote unter 01223 an den Gießener Anzeiger erb. gestohlen. Bon dem Täter fehlt nock) ede Spur. Auch ' ein Polizeihund konnte die Spur nicht verfolgen. w Wiesbaden, 16. Febr. Auf der öaf)rl bon Wiesbaden nach Mainz hat sich in der dergangenen Nacht in einem Eisenbahnkupee erster Klasse ein etwa 30jähriger unbekannter Mann erschoffen. Er wurde bei der An.unst in Mainz tot aufgefunben. Gr patte eine Fahrkarte Baden-Baden über Karlsruhe und Mainz nach Wiesbaden, war aber bei seiner Ankunft in Lttes- baden sofort wieder nach Mafitz^zurückifefahrem^^^^^ (6crid?i»iaaL Darmstadt, 16. Febr. Ein Urteil von prinzipieller Bedeutung fällte heute die hiesige ^traflammer in der Älagciadx gegen die Firma Schade und Fullgrabe tn tfrarip jurt wegen Vergehen gegen die Bestimmungen des Wetngefetzes von 1909. Zum erstenmal ist hier die Frage brennend geworden, ob die öirmuiiiuabcr vcrpfliaM fuw, auch in ihren Filialgescl^sten die nach dem Gesetz vorgefchrieb.nen Äembucher La-eina Y. zu sichren. Tie Firma öd), u ü". bestritt dies, da sie in ihrem .Hauptgesckäst die vorgciu,riebenen Bucher aufgelegt habe und führen lasse. Temgegenüber verlangen die ^ein- lontrolleure und Laa verständigen d.e Auslegung der Bucher m den Filialen, da sie sonst nicht in der Lage waren, nne Kontrolle auszuüben, zudent sie als Hess. Beamte lein steckst haben, die Bücher des in Preußen liegenden Hauptgeichäftes zu revidieren. Ter Staatsanwalt saloß sich dieser Ausfallung an und auch das Gerillt stellt sich heute auf den Standpuntt, bao die cuijclnen Filialen als Tc.ailgesaMe zu belraasten feien, welck>e nach den AuLfügrungsbenimmuiigen des Bundesrates zu dem ^.emgeietz den Borschcisten zur Führung ber Bücher F. unterliegen, benn eine sofortige Kontrolle, wie sie vorgesckTrieben, ,ei nur dann möglich, trenn bie Bücher an Ort und etc le. feien, ^e beiben , Firmeninhaber werben in die gcringitc äulafnge Geldstrafe von je brci 9jiarE genommen, Ter mitangetlagtc Filialleiter wirb srcigesprocl,tti. ------------------------- §k,4l Carl Rrü-IHabd a. M M für Tanz-Stte Jedermann willkommen! Freie Aussprache! OTo icn Iviederh Gleichzeitig von mortron den 18. Februar an verschiedene * . 11561 4-Zim.-Wohnung m. abgeschl. < Korridor per 1. Avril ob. früher 3 Zimmer Damen-, Herren- o. 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