Nr. 294 Tn »IftmeT Siqdfet ftkfvmt täglich, miger Mag«. - Beilagen! viermal wöchenilich Gietzenet.^amllftndlätter, upctmnl rvöd)enilJ(ielSi Natt für b<6 Kreis Glcfcee (xifiietag unbftrehaq); zweimal monaiL tanft« wlrlfchafUlche Stltfwei ■.lenilpied) - ibilctih'ifie: litt tie Sieöofhon US, ‘Z'erlaq u. Expedition 51 Adresse Ifit Depeschenr «uzelger Gießen. Annahme oor HnjeigeR hü die Tagesntmnner bi» vonnitwgs 9 Uhr. Erstes Blatt 16t Jahrgang Donnerstag. 14. Dezember 19U eneral-Anzeiger für Ober Rotaflonsbrutf und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch. und Steindruckerei K. Lange. Redaktion, Lrpedition und Vruckerel: Schulstrahe 7. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 SeschSstrftelle vahnhofstrahe 16*. Be ina*»rel I: mpnoilldi75 l '..Dienet* ffibrUdt 'IVf. 2.W: durch Äbbole- !•_ . ,;ret-^'ieUen monairttb 6E> Ps.: durch die Post *!'!?. 2.— viertel* jahrL aiividü. 3etlenpreii: lokal l5Pv» anJinan» 80 Veuniq. tibrfrebafieur: 21 Goetz, tirrmuiporihdj für den ®oeg; für .fituüle* ton', ,len Mohame- dauer zu schwächen. Und diese Ansicht ist keineswegs irrig. Denn nicht nur durch die Teilung Bengalens, fonocrn auu) dadurch, daß man die besonder-.' von Mohamedanern bewohnten Gebiete von Behar-vlarlssa und Ehoca-Nagpur an das geteilte Bengalen angliebene, bezweckte die cnglifcfo Regierung, der namentlich in Bengalen auftretenden Ve- roegung „Indien für die Inder" einen Damm entgegen- zusetzen, was ihr auch, wenigstens vorläufig, gelungen ist ES bedeutet ein Vertrauensvotum an die Inder, wenn König Georg jetzt die Zitteilung der beiden oben genannten Gebiete an die beiden Provinzen von Bengalen rückgängig gemacht und ferner daS den Indern heilige Delhi an Stelle Kalkuttas zur Hauptstadt Indiens erhoben hat. Dieses DeriöhnungSgefchenk deS neugekröntcn Kaisers an die Iiider kostet England überdies nicht Diel, ja, eS bedeutet sogar eine Machwerstärkung der britischen Herrschaft in Indien. Denn ganz abgesehen davon, daß Kalkutta wegen seines ungünftigen Klimas und seiner Lage in der nordöstlichen Ecke deS Landes als Regierungszentrale viel weniger geeignet war, als bad im Herzen des eigentlichen briiifdycn Ostindiens gelegene Delhi, laufen in der neuen Hauptstadt alle Eisenbahnlinien zusammen, so daß es im Salle innerer Wirren oder auswärtiger Verwicklungen leicht ist, von dort aus Regimenter naa) den bedrohten Stellen zu werfen. Außerdem aber — und das ist vielleicht das wichtigere — überwiegt in Delhi das mohame- danische Element. Es ist al;o die Gefahr, daß plötzlich durch eine Empörung die Zentralgewalt lahmgelegt wird, wie das in dem reinl/induistischen Kalkutta nur zu leicht der Fall sein tonnte, nahezu ausgeschlossen. So hat von dem ^rönungSgeschenk an Indien in er।ter Linie die britische Regierung selbst Vorteil und mit ihr natürlich ihre treuen Schildrnappen, die indischen Mohamedaner. Ohne 5rage hat König Georg mit fuiuem Krönungs- g cf eben t eine Politik der Ver,öhnung einleiten wollen. Und es i;t wohl nicht zufällig, daß das gerade in einer Zeit geschieht, wo das Verhalten Englands gegenüber der Türkei und Perlen ilpn den haß der Mohameoancr zugezogen hat. Tie indischen P^ohamedaner daher noch fester an sich zu fetten und bte Hindus zu gewinnen, lag al|o heute mehr denn je im Interesse der britischen Politit, zumal es wohl keinem Zweifel unterliegen kann, daß nach Der Aufsaugung Per Jens dura) England und Rußlano biefev schwerlich an der jetzigen Demarla^ionelinie halt machen wird. Sein Expansiviisdrang wird es ganz naturgemäß dazu treiben. Den Perfstchen Golf zu erreichen, so daß die Puiierstaaten $5cluDjaji|tan und 9tigl)auiliau, jonnc das nordwestliche Jnoicn, späterhin be.i Schauplatz des eng- lisch-ruislschen teiiißciid abg.buti werden. Auch ui Unglano rechnet man trotz Der Annäherung mit bie|er Möglichleit. hat doch Lord Kita-ener, als er Oberoeschlshaber der in ^nbieii steheliden Truppen war, das Schwergewicht der Landesver».el0igung aus der Rorovftecke verlegt, und Die Erhebung des zentral gelegenen Tet^r zur Hauptftadt schließt sich biefer Maßnahme nur folgertch.ig an. Das Urteil im Sp.onaöeprojej Schultz. Leipzig, 13. Tez. Im Spionage-Prozeß Schultz und Genossen wurde heute um, 2 Uhr 10 Minuten vom Senats- Präsidenten Tr. Menge das Urteil verkündet. Schiffs- Händler Schultz erhielt 7 Jahre Zuchthaus, Ingenieur hipsich 12 Jahre Zuchthaus. Ingelt ieurWulffLJahreZuchthaus, der Kaufmann v. Maack und die Wirtschafterin Eckermann je zwei Jahre Zuchthaus. Die b-rgcriu en Ehrenrechte werden Schultz und Hipsich auf zehn, den andern Angeklagten auf fünf Jahre aberkannt. Gegen alle wizrde auf Zulässigkeit von Polizeiaufsicht erkannt. Bei Schultz wurden 6, bei den andern 4 Monate Untersuchungshaft angerechnet. In der Urtcil6bcgtünbuii(i wirb miSgeführt: Durch die Verhaftung des englischen Sdv.”. Händler- Schultz, bic am 1. Mär» 1911 in Hamburg erfolgte, üt eine Gesellschaft von Spionen u »schädlich v ic.) als geeigneten Mann für geheime Erkundungen empfohlen und angegeben, wie er am besten zu gewinnen sei. Er hat ferner ver,prochen, sich bei einer fuddeutschen Maschinenfabrik nach cuum Moivr zu erkundigen, über deiseu Verwendung für Kriegsschiffe die Engländer Kenntnis zu erhalten wünschten. Maack in daher Der Beihilfe -um Verbrechen nach 8 1 für schuldig besuitdcn worden. Ter Angeklagte Wulff ist seit sechs Jahren bei der Noro- beutfchen Mafchinen-Armaturcnsabrik in Bremen angestellt. Er war hauptsächlich mit der Anbringung und Revision von Untir waifcnchallsignalen für Kriegsschtije und Unterieeboote betraut. Als Schultz im Jahre 1910 in Deutschland war, gab Wulft ihm zu erkennen, bag er bereit sei, ihm Material zu liefern. Im Marz 1911 pflog er mit Schultz eingehende Verhandlungen. Er erhielt u. a. Den Auftrag, über Das in Kiel im Bau befindliche Schiff „Ersatz Odin" Mitteilungen zu machen. Diesen Auftrag führte et aus. Wiaoeit er sonst noch von Schultz Aufträge monOfejiungcn. Wohl keine Frage Der Astronomie hat eine größere Popularität erlangt als Die nach Der Entstehung Der sogenannten „Marstanäle", jener langen, Duttl.cn Linien auf unserem Nachbarplaneten, Die man für künstlich erbaute Wasserwege, also für Werke vernunstbegabter Wesen gehalten hat. Interessant ist es nun. Daß einer Der größten Astronomen — Kepler — auch in den Mondkratern Schopf- mmen intelligenter Lebewesen sah. WahrenD wir heute Überzeugt sinD, daß die vielen mit Wällen umgebenen Vertiefungen auf der Alondoberflache durch den Fall lasinifajer Körper auf unseren Trabanten entstanden juw, hatte Kepler über ihre Herkunft eine ganz besondere Meinung: Er hielt sie für bewußt angelegte „Festuiigsfuidte" Der Mvnd- bewohner, die sich in ihnen gegen Feinde, gegen sumpfige Feuchtigkeit, namentlich aber auch gegen den B^anD Der Sonne schützen wollten, die ja auf dem Rtond 13 Tage unu Nachte hintereincuider scheint, jo daß ein Sonnentag an, dem Monde durchschnittlich die 2auer von 334 Stunden und 22 Minuten hat. Wie' Kepler stch die Heritcllung der schützenden Krater, die er Höhlungen" nannte, gcDaüU Hal, geht aus einem seiner Briefe an den gelehrten Priester Paulus Guldin hervor, mA dem er rege forreiponDiecte: „Sie rammen," heißt es hier von den ü)iondbewohnern, „in der '.Wüte des zu befeingeuDen Platzes einen Pfahl ein. An diesen Pfahl binden |te Taue, je nach der Gerau- migteit der künftigen Festung lange oder kurze: das längste mißt fünf deutsche Meilen. Mir dem fo bejefrigten Tau lausckir sie zum Umfang des künftigen Walles hin, den das Ende des Taues bezeimnet. Darauf kommen fie in Ala fe zusammen, um den Wall aufzufuhren. Die Breue des Grodens mißt mindestens eine deutsche Meile. Das yeraus- geschafste Material nehmen fie in einigen Sradten ganz Don inwendig fort, in anderen teils von innen, teils von iujjen, indem sie einen doppelten Walt schassen mir einem >ehr tiefen Graben in der Mitte. Jeder Wall kehrt in ftcy ieibst zurück, einen Kreis bildend, der dura) den iuinier gleichen Avjrand des Tauendes vom Pfahl be|ü)riebcn toicu .... In dem Graden nun wird die Feurhrigreit oes jumpfigen Bodens ge,aminelr, wodurch dieser enuväijeu wird. Wenn Der Graven von Was,er ist, luirD ec fujtfibar, trocknet er aus, so ist er ais Landweg za benutzen. Wo immer also den Bewohnern die Macht der Sonne lästig wird, ziehen diejenigen, welche im Mu.relpunkt des Platze» sich bcsinden, sich in den Schalten des äußeren Walles und diejenigen, die außerhalb oes MittclpuntteS in dem von der Sviiue abgeive.we^en Teil des Grabens wohnen, in den Schaileti des inneren zuruck. Und aus Diese Weise folgen fie ivahrend 15 Tagen, an iue.ujem der Tcr DiftaiiDig von der Sonne ausgedöm wird, dem Schatreii, kurz, |ie waiideln umher, utu> ertragen jo die Hitze." • Zur (Ertlörung Oes NorOlichts. Die herrlichen 2id)tctid)cuiungcn des Polarlichts, die gelegentlich auch in TeulflptanD fcoon wahrgenommcn^wurden, fließen icither auf große ^rttäruiigsichwietigleuen. Der Sitz Oicicd Polar!ichies in in euoa 200 Kilometer Hohe zu suchen. Doch reichen Die draociicahiuichen Formen des Nordlichtes bis GO Kilouieier herab. In Dieicit Hohen besteht die Attnofphäre vorwiegend aus dem se^r kivö.en toaneriton; der Luftdruck benagt nur noch Ü,OUo MiUimerer gegen 760 Mittimuer im Vtecresnioeau. xie Luft beunoex «ich demnach in 20U Xylometer yuUe ui ai-Nticher Verdünnung wie m Den oerannten Geißler- schcn Röhren. Es kann nun ms erwiesen ange.ehen werden. Daß das Polarlicht durch Kathosenf.rahcen hervurgeruien wird. Die von gewissen Teilen der Sonne ausürahlcn und in bieicn oberfien Aimoivharcn M.chtc.i ao orourt werden. Tag das Polarlicht nur in polaren Regionen zu beooadjicn in, bangt Damit zuiammen. Daß das magnerifche Der Erde die mognetncy abicnioei^n jiutbovcnhrayica an den Erouolen ton-^ntrieit. Die Geschwindigkeit die,er eieitniwen Sttay.en ift nahe gleich btt Llthtgeicywindigkeir. Uuaj Wotkenbildung lann durch diese Kathoden strahlen hervorgeruien werden. Becm.niiuo gehö.'tn zut 9äbct- und barnu Wolkeno üdung fug. KonDtn.miv ns leine, an bte ber W-'.e.dumpf einxt 3 Kilometer, Dem un,"c:er ^tiedcrfchGgc, »erben in en.cr Linie Ltaubkoruche.i oieie uii'a-..ii.riie 1uih.il ^n den Homeren ic^r fstanoarmen saji^icn mu ic.i aoer zur L-olkenoNuung aiwete KonDeniauo ns lerne ungern, mmen n,ctuen. c-s hat |tu) ^eze.gl, t-ad uu-tuDioL^es uiujr als auch KMhuo-.:i »ra^iM "erattige Kerne uei a,auidiwlL.e.ismw.i erzeug.n. LrottendiGung durch Norbttcht ist aoer yau,ig deoocsthter woroen. Auch Cirrus- schleier (Federioölkchen) lönnen jenen Kathodenstrahlen ber Sonne m vielen Fallen zugeschrieben werben. Ganz Derfdjiebenartige dnadjen wirken Demnadi an ber Gestaltung bet Wettetetf'll-ci- nungai mit — Alfred be Bigny, einst der Fteunb und Genosse Lamattines und Victor Hugos, deren dichteriiche Triumphe nidjt größer waren als bte seinen, starb in Paris vor einem halb n ^ahrhunbert, am 16. Dezember 1861. Ire dich war er vicl euer als jene vergeften uno aus der Mode getommtn. In die Mode kam er, um bei binem Ausdruck zu bleiben, etwa um bte Mitte ber Dreißiger Iahte bes vorigen Jahrhunderts butch fein damals hochveruhmtes Theaterstück „Ehattcrton". Al! reo Gus de Vigny ivar am 27. Marz 1799 am dem Schlöffe Loches in der Touraine geboren, erhiett feine Bildung in den Eollcg tn zu Pans, nahm Dann Mdnatdienste und machte als Leutnant oen spanischen Fetbzug 1623 mu. Von ieinen Dichtungen zeichnen fiaj besonders die „PoömeS ancienä et moderncs" catch Anmut, Zartheit, Frische und Tiefe des Gemüts, sowie durch schone Sprache aus. In Frankceuh fanden betonter-. Die rdt- gioien Gelange „Moi,e" uno „Eloa" Anklang. Sein „(Itna Mars" wird als Der „erste histocifche Roman Frankreichs' o>> zcichnet. Für die^Bühne jchruo er mehrere kleinere Luitspiete, das gefchichttiche Saaauipid „Le mor-u/o! o Ancre", lonuc Gun genannten, einit sehr jcjeierien „EhatteNon", eines ter .erji.n logcnanr.lcn „Känalerdtamen", Die Damals in allen Literatuc.n Mode waren: biete Dicymng Älsred be VignhS ist ncst.ci Ochlenscclugers „Eotteggw" eine bet hervoilageno.cen und pc , tischüen oet ganzen Gattung. Bon Sbaleipeare über>ecte Bigny Den „Olhkilo ', hiett sich aber Dabei so in Den beengenden ertre.er d:c kun"tgq'a,iajte d c iln.o angenommen tuu> feine h.c^cigtcit an u.; -minner um* orcittm mir dem oegmn des sommetiemejteis 1912 aiu erhalten hat, ist nicht mit Sicherheit erwiesen, auch nicht, daß er wirklich geheim zu haltendes Material geliefert hat. Gt ist daher des Versuches gegen § 3 des Spionagegesetzes schuldig be- fun^c Angeklagte Eckern: ann war die Wirtschafterin von Wulff, Hipsich hatte zuweilen dieselbe Wohnung inne. Sie machte Schultz auf Wulff aufmeryam und arbeitete darauf bin, daß Schultz sich Wulffs, HipsichS als Spione bediente. Sie hatte volle Kenntnis von dem, was Schultz trieb. Daher ist sie der Beihilfe zum Verbrechen gegen § 1 schuldig. . Was die Strafzumessung betrifft, so war HrPsrch am schwersten zu bestrafen. Denn er handelte lediglich aus Ge- winnsucht, oljne irgendein anderes Motiv. Er gab Geheimnisse preis, die ihm in dienstlicher Tätigkeit bekannt geworden waren, und gefährdete das Deutsche Reich in erheblicher Weise. Irgendwelche Milderungsgründe sind nicht vorhanden. An zweiter Stelle kommt Schultz in Betracht, obwohl er als Ausländer anzusehen ist und auch ein Geständnis abgelegt hatte. Der Verteidiger hat für ihn mildernde Umstände beantragt, die aber nicht zugebilligt worden sind. M a a ck hat durch unwahre Angaben die Untersuchung erheblich erschwert. Er mußte als ehemaliger Kriegsfreiwilliger von 1870/71 sich ganz besonders der Gefährlichkeit der Spionage von Schultz und Hipsrch bewußt fein. Pressest mmen. Berlin, 14. Dez. Fast alle Morgenblätter loben das harte, aber gerechte Urteil des ReichsgerickM gegen die englisch-deutschen Spione. Der Berliner „Lokalanzciger" äußert sich in einem anscheinend inspirierten Artikel über die schweren Gefahren, die Deutschland drohen und daß gelegentlich des Leipziger Prozesses tatr die Bestätigung dessen in die Augen springe, was wir uns scheuten cmszu- sprechen: daß ein dichtmaschiges Netz internationaler undversch lagen st erSpionageunser Land umspannt, das sofort wieder ergänzt wird, wo immer es durch die Wachsamkeit unserer Sicher- heitsbebörden zerstört wird. Ueber das System, das bei dieser Spionage herrscht, weiß die „Tägliche Rundschau" interessante Einzelheiten ziu geben: Es existieren verschiedene bekannte Agenturen, mit dem Sitz meist in Holland oder Belgien, die von ihren Rechercheuren hauptsächlich Deutschland, Frankreich und England bereisen lassen. Das erkundete Material wird wahllos an den guten Zahler geliefert, oft gleichzeitig an mehrere Mächte. Tie Agenturen sind mindestens so gut organisiert wie der Internationale Mädchenhandel und kennt an allen Orten die faulen und brüchigen Existenzen. Von einem solchen Großunternehmen für Spionage war auch der in England verhaftete Kapitän Grosse enaa* giert. Auch dec bereits früher abgeurteUte Schultz, beides Leute, die längst ihre Lebensbasis verloren haben und bereits wegen Stempel- und Münz-Verbrechen usw. bestraft sind. Tas Blatt fragt: Warum die eng lische Admiralrtätfich mit solchem Abschaum befaßt, während doch sonst Offiziere aller Großmächte Wert daraus legen, Gentlemen zu bleiben und schmutzige Kerle nicht anzufassen. Tie „Täal. Rundsch." kommt zu dem Schluffe: erklärlich ist das nur auS dem fieberhaften Verlangen, unter allen Umständen uno mit allen Mitteln die Nachrichten zu bekommen, die man vor einem lieber» fall nötig hat. „Eines Morgens, wenn die Deutschen erwachen, werden sie lesen, daß sie eine Flotte gehabt haben", hat ein englischer Seelord gesagt. Diesmal sollte, wenn es auch im einzelnen nicht nachweisbar ist, auch die Sprengung unserer Küstenbefestigungen und Hafenanlagen in die Wege geleitet werden. London, 14. De-. Das Urteil gegen Schultz erregt hier Aufsehen und Mrd als äußerst scharf bezeichnet. Die Abendblätter bringen die Meldung meist ohne Kommentar, nur einige nennen das Urteil streng und heben hervor, daß es den Spruch gegen die Offiziere Trentch und Brandon, der ein milder gewesen sei, an Härte weit übertreffe. Der Landesverrat des Schutzmannes Glautz. Berlin, 14. Dez. Mehrere Blätter, darunter das -Mrliner Tageblatt" und die „Deutsche Tageszeitung" bringen Telegramme aus Wilhelmshaven, wonach die Affäre des vor kurzem aus dem GerichtsgesängniS in Wilhelmshaven entsprungenen Schutzmanns Glauß sich zu einem großen LandeSverratS-Prozeß aus- zuwachsen scheint. Seit langem schon soll danach die englische Regierung im Besitz der Pläne für die gesamteWasserversorgungWilhelmshavens einschließlich des neuen Wasserturms sein. Man befürchtet weiter, daß die wichtige Einfahrt in den Jaüebusen verraten sei. Die Marineinspektion und das Kriegsmintste- rium haben Vertreter entsandt. Glauß lebte seit längerer Zeit auf großem Fuße und unternahm öfters Vergnügungsreisen nach Paris. Noch kurz vor seiner Verhaftung durch den Kölner Kriminalbeamten sind große Summen aus Eng- lanb für Glauß angekommen. Die Reichrtagswahlbewegmig. Die Wiederaufstelluug Dr. Werners in Gießen. Wir erhalten folgenden Bericht: Die am Mittwoch im Felsenkeller zu Gießen unter dem Vorsitz des Oberbibliothekars Dr. Heuser tagende gemeinsame Vertrauensmänner - Versammlung der deutsch-sozialen und der christlich-sozialen P a r t e i war sehr zahlreich besucht. Nach einleitenden Worten des Vorsitzenden, in denen er u. a. die dank der Einigkeit der rechtsstehenden Parteien int letzten Landtagswahlkampf erzielten Erfolge betonte, ergriff der seitherige Abgeordnete des Wahlbezirkes, Herr Oberlehrer Dr. Werner aus Butzbach, daS Wort zu einem Bericht über seine Tätigkeit während feiner s/hn nicht verlaffe, das Geld nicht schon anocrtraucn, sondern bei einer vertrauenswürdigen Person, und zwar, damit er nicht fompromitlieri werde, im Auslande auf 10 Jahre gegen einen Wechsel, den er bei sich aufbewahren werde, deponieren. Der Briefempfänger fei dem Schreiber als vertrauenswürdig empfohlen worden, und solle, wenn er auf das Geschäft eingeben wolle, einen russisch sprechenden Beauftragten zu den weiteren Verhandlungen nach Lieiv schicken. Der Schwindel besteht nun darin, daß dieser Beauftragte veranlaßt wird, für die abzusaffenden Dokumente Stempelpapier zu kaufen, das natürlich bei der bedeutenden Höhe der Summe viel kostet. Dieses Stempelpapler wird dann dem Beauftragten unter irgend welchen Vorwänden von den Schwindlern entlockt, und da es GeldeSwert hat, versilbert. Auf diese Weise ist vor einiger Zeit eine Bank um 7500 Rubel geschädigt worden. Landkreis Gießen. ---- Hausen, 13. Dez. Am Sonntag hielt der hiesige Zweigverein des Eoang. Bundes seinen ersten Vortragsabend ab. Trotzdem man erst kurz vorher erfuhr, baü der Gesangverein .Germania" zur Verschönerung des Abends mitwllkte, war der große Wallbott'sche Saal dicht besetzt, ein Beweis dafür, daß der eoang. Bund mit diesen Veranstaltungen auch bei der Menge Anklang und Verständnis findet. Durch die Mit- Wirkung des Gesangvereins ,®ermania' unterstützten auch Mitglieder, die der äußersten Linken angehören, zum ersten Riale den Vortragsabend unseres evangelischen Bundes. Weiter brachte der Gesangverein gut eingeübte Lieder zu Gehör, wodurch sie in reichem Maße den Dank der Zuhörer erwarben. KrciS Friedberg. I/. Bad-Nauheim, 18. Dez. In unserer Stadt hatten wir seither keine Eisbahn. Die Schlittschuhläufer mußten warten, bis der große Teich zugefroren war, was manches Jahr gar nicht ober sehr spät der Fall war. Auch war daS Laufen auf dieser Eisfläche immerhin mit einiger Gefahr verbunden. Jetzt hat der hiesige Rodelklub bie Schaffung einer gefahrlosen k ünstlichen Eisbahn in die Hand genommen. Er wird mit einer Eingabe an die hiesige Stadtverwaltung herantreten. Es ist gegründete Aussicht vorhanden, daß die Stadt einen geeigneten Platz hergeben wird. Starttuvurg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 13. Dez. Der 16jährige Obertertianer, der sich vor einigen Tagen einen Schuß in den Unterleib au8 gekränktem Ehrgefühl beigebracht hat, ist, entgegenstehenden anderen Meldungen gegenüber nicht gestorben, sondern befindet sich auf dem Wege der Besserung. rm. Fränkisch-Crumbach, 18. Dez. In dem hiesigen Schloß der Freihrn. v. Gemmingen wurde heute nacht eingebrochen. Anscheinend wurden Münzen, Wertgegenstände aller Art rc. mitgenommen, doch läßt sich der Umfang des Diebstahls nicht feststellen, da die Bewohner im Süden weilen. ES scheint eine ganze Einbrecherbande tätig zu fein, die in der letzten Zeit die Umgebung wiederholt unsicher gemacht hat. (d) Mainr, 13. Dez. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten kam der Karnevalverein um einen Zu- schuß für den Nosenmontagsumzug ein. Ter Finanzausschuß wird über bas Gesuch beraten. Im vorigen Jahre betrug der Zuschuß der Stadt 3000 Aäk. — Mit der Einführung der Reichsversicherungsordnung soll ein städtisches Versicherungsamt errichtet werden. Ten Vorsitz soll ein städtischer Beamter führen, während die 12 Beisitzer zur Hälfte aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern bestehen sollen. Mit dem 1. Juli 1912 soll das Versicherungsamt in Tätigkeit treten. Eine Vorlage über die Errichtung des Amtes wird noch den Stadtverordneten vorgelegt. Mit dem Amt soll noch eine Auskunstsstelle für die Versicherten verbunden werden. — Stadtv. Adelung wundert sich, daß die Bürgermeisterei noch keine Vorlage wegen Notstandsarbeiten Dorgelegt habe. Oberbürgermeister Tr. Göttelmann bemerkte hierzu, daß gegenwärtig hierzu kein Grund vorliege, weil die Arbeiter überall reichlich beschäftigt seien, sobald stärkere Arbeitslosigkeit eintrete, werde er schon rechtzeitig mit einer Vorlage kommen. — Es wurde beschlossen, das städtische Bureau in ein statistisches A m t umzuwandtln und zwar vom 1. April 1912 ab. Ter Vor- itzende m/uite, wo ein statistisches Amt exakt und unparteiisch arbeite, sei auch die Grundlage zu einer guten städtischen Verwaltung gegeben. — Zu den Kosten der Kinder-Volkslesehalle des Vereins für Volksbildung wurden 1600 Mark jährlicher Zuschuß bewilligt. — Tem Mainzer Karnevalverein wurde für die kommende Karnevalsaison die Stadthalle wieder zu dem Mietpreise von 4000 Mark überlassen, es sollen aber ür die politischen Parteien zur Abhaltung von Versammlungen für die Reichstagswahl uno für eine ev-enttiäle Srichmvbl die Halle an gewissen Tagen Vorbehalten bleiben. — Tem Verein für Feuerbestattung wurde für die Erweiterung des Urnenhains ein Beitrag von 6000 Mark bewilligt. — Tie Einführung von Gasautomaten in den kleineren Wohnungen hat sich ausgezeichnet bewährt, es sind bis jetzt über 500 Anschlüsse erfolgt und liegen wieder viele Anmeldungen vor. Tie Stadt liefert dcn Leuten die Gasherde, eiserne Tische und Gaslampen umsonst. Zur weiteren Aufstellung von Automaten wurden 50 000 Mark bewilligt. — Vom Bureau wurde mitgeteilt, daß das neue Realgymnasium, nachdem die Pläne vom Ministerium Genehmigung gefunden, alsbald erbaut werde. — - Für Kabellegung nach den Vororten wurden 62 000 Bkark bewllligt. Gerichtssaal. Darmstadt- 13. Dez. Der Eisenbahnunfall, der in der Nacht zum 8. Juli d. I. auf Station Dörnberg statt- fanb und außer einigen geringfügigen Verletzungen des Zug^ WS ■‘'««ft -W -«Ä U"' ^Ännin ^'schlag W«'1 J* 5 ärt« 8 ..pistapSpa Adi- S--M' wii e$ dcn °u "D-» “*** 1 iii> Kteul «ib», d>- i bringen, ' Tanger, tie Landung bn grämt" dem« » Sendung- Hübet HÄ 200 -zWn Meld Wer durch er gj Ainbvurgy Möbool. des m behilflich nofen ntninln London, langer geniest am Strand § dem sich bi lurj vor dem nabe ertru gehalten und l:raä,t und cl uudjttunn gcl iinb die fürst gekommen. § jdB bei bem trosen ert der stanzösiß Gibra „Delhi" sinl dem Wege Besatzung bf Stuft. :ttionfliegen l * Derer Witterung in Thüringens j bub man im € heit macht fi Orten herrscht M. In den »och ein Wassk zu haben mar Wigfeit einsle ? Zu bei Meldet: Die -eiche des hol Iß | Dieses, d D Die ■ I Wir und Dekan treufornenl und Schwa . 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Dezember, nachm. 3 Uhr, vom Sterbehause, Mokerstrahe 15, flau. Bekauntmachuug. Detr.: Feldbcreimgnnz tn der o,’c:aarri. j Cuedboin. In der Zeit vom Id. Dezember 1911 cim'chlietzlich 3. Ja- nuac 1912 liegt werktags im »u '^tdboin der allgemeine Mcliorarronspüui ndm tfilvaucrxngi.caJK uns Prufun gspro tovoll jut (rüiiuDt der beledigten offen. Tag fahrt zur dmtgcgrnnahme von irwwendangcn hiergegen 10—11 Uhr statt, wozu t» die Sktcuij.cn mu dem Änmgen einlabe, bcf. die Nrchrerscheuie.rden mit Cinmcnbungai ausge- flÄosfen find. . ...... . ,__ iie innöcnbungtn )tnO ichrnUich unb mit C/mroen verleben Friedberg, den 13. Tez.-möer 1911. <£er Gro^herzogliche Feldbereungangskomminar: Schsittspähn, firsBb tscJcmtmajm. ycrrcn-Xrawatten Selbstbinder in allen modernen Farben Kragen u. Manschetten Farbige Garnituren Kragepschoner Glace-, Nappa- n. Wildleder-Handschuhe in bewährten Qualitäten. 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Son Vollendung der 5 Dienstjahre kann nur dann tm letzten Dienstjahr abgesehen werden, wenn der Dienst- auf tritt durch Einberufung zum Militär, durch Auslosung des Haushalts, oder durch tziründung eines eigenen ^aus- Uit^y Sü?.i hiernach alle diejenigen Dienstboten, welche nach diesen Bedingungen aus eine Prämie glauben An- spruch erheben zu tonnen, aufgesordert, sich unter Vorlage der Dienstbücher, eines Zeugnisses der Herr chast über gute Führung, sowie eines etwaigen Sparkassenbuches (die -in- ccibe der Nummer des Buches genügt ebenfalls) bei un- lerer Kasse oder der Bürgermeisterei des Wohtwrll» bis zum 31. Dezember l. I. öu melden. Tie Großh. Bürgermeistereien des Bezirks werden er sucht, vorstehende Betanntmachung auf geeignete Weise zur Kenntnis der Ortseinwohner zu bringen« Gießen, den 7. Dezember 1911. E’/u Bczirksspartasse Gießen. Doering. Itaute sich die Di enge in stummem Schweigen kL Dl« ,sa votierte' littbomU Ta« moder.ie Hebei der .Sabotage' grestt in Frankreich immer weiter um sich und Ipringt, wie eine hüds.ve Leswichle au« Pari» bekundet, selb. schon out» Privatleben übet verstossene Woche veranstalt eie ton em reiche» Paar tut guten Gelellfchatt zur ^tiiweihung seine» neu errichteten Haute» eine gröbere Festlichkeit. 60 Berfouen waren leloben, Speisen und Dleine waren auserlesen und u.»besondere and eine von einer derooiragenden Spezialnrma geheime Eisbombe die ungeteilte imertennung der Lischgenosten. Nur zwei arme Stagen Ironie, die unter der Heirscha't einer Itrengen Tlat standen, mubien sich, nicht ebne Bedauern, vom Genüsse diese» l'.et'ierwerke» der Konditorei lembolten. Ta» ßeit oerlie* vor- trefflich. 'Uder al» es gegen 11 Uyr ging, erhoben sich vlo^ich zwei Bridge»!vieler zu gleicher ZeU unb mit gleicher Etiienigkeit poin Lvleitische unb neuetten de n Vorzimmer zu. stau tm feioeii ihigenbhcfe eni'etnte sich auch vam Pockeiusche einer der Herren, ihm folgten mehrer» Tarnen — unb kurz, e» entstand ein allgemeiner Aulstand: alle Wäll» stürzten erregt dem Boiztiuiuer zu, und nut die beiden Plagenschwachen dl,eben tutiig unb verwundert lt!jtlu Psan begrei't: eine irevetdaite Vand hatte da» üt« m nicht nuber zu besmiereuder, aber wo gl nicht nnßzuverilehender Weue ,sabot>cit'. Ler 2iuogang de» so schon begonnenen nefte» soll ’einobe tn Anarchie ausacailet lein. Tie Waue waren in Ber- yueuiung, die Btne und ihre Tienerschatt auch, benu au, bs gleich- zeitige ßäUe dieser An war bei Erbauung de» pause» nicht ge- Kckgrchrits- KWshNg UBahnhoIstr.14 Reste Kleiderstoffe Lchürzenstoffe - Blusenstoffe enorm billig. HandeU th Gießen, 13 Tuibourgh" bcroerfudligt worden fein, während das viel- ungSboot bei „Frianl", das ben Schiffbrüchigen bei ber Lan- i-ung behilflich war, umgeschlagen sei. Hierbei sollen sechs Matrosen ertrunken sein. . K . London, 13. Dez. Dem Neuterschen vureatt wirb au» langer gemeldet: Der «drrespondeill der „Köln. Ztg" der sich am Elrande bei stup Spane, vesand, bendxei, daß oa»i Boot, m dem sich die berzogin von Fise mit ihren Töchtern befand, tun vor dem Land kenterte. Eine ber Töchter wäre bet- L lt ab e ertrunken, aber von einem Matroien über Master I . halten und gerettet worden. Sie wurde barfuß an Land ge- ! brau.t und ebenso wie die anderen Schiffbrüchigen nach dem .uchlturm gebracht. Wie das Reutersche Bureau rodtcr meldet, 1 sind bic fürstlichen Herrschaften gegen Ahcnd in Zanger an- .llomuien. Ein englischer Marineoiiiziet bciiattgi bic Nachricht, -u bei Dem Neltungswerke M C hrere fran, ö s i I chc Ma- rosen ertrunken seien. Er lügt hinzu, baß das Verhalten tC ranzösischen Matrosen glänzend gewesen fei. , Gibraltar, 13. Dez. Utne Anzahl von Paffagieren der Dclln" sind bei Kap Spartet gelandet und desinden sich au Sem Wege nach Tanger. 70 Passagiere und 231 Mann ber Besatzung bemwen sich noch an Bord. — Gewerkschaft Friedrich, Braunloh.engrude und Bribctttabrik Hungen. In dcr vor einigen Tagen in Düsseldorf abgcbaltcncn Cknn rtnwcnamnuur.g waren 93c Xujc vertreten. 1er vauptgeaeusland der Tagesordnung betrci die Bochlußiaiiung uprr die Eröffnung eine» lagcbaubetrieoc». Drrcr- tvr S uj if i m a n n berichtete üder b.c ün Laufe de» Jahres vor- genommenen Bohrungen, die Tageaaudcliied jraiK nuen iverden kann. In einem Teil dieieS ut.-xa sei das xedgebuge loanger liorf nne dir xohlenmächtigkeit, fteüennrJiC seien 4,algcbirgc unbÄvblcn- uiöchligllil gleich Hart Itc Berhüllimse lägen für einen Tag- baiuctrica sehr günstig und Herr Su/iifnuutn berechnete eine «r- fparnu' an den tt>en>inming»kvs:cn gcgciuiber bat iftngat Kuhlen kn Tief bandet r»eb aus 6 Psg., ivas bei einer Jahre» Produktion uon 3 Millionen helwlucr alicui ld0 000 Mk. auoinache. £( tret Monate Untersuchungshaft kommen in Anrechnung. 7 j crflartt, tt haue das Urteil angenommen, wenn ber Ehr- hu ft nicht nut auegesprochen worden i?ire. vermischte». • Dezembers r ü hling. Seit etwa acht Tagen ist die I Witterung in der Provinz Sachsen und in ben meisten Qtegcnbcn jurmgeiid so mild, bau villsach die Bäume neu blühen und I bau man im Saalctal bad Bich aus bic Weide treibt. Die Trocken- beit macht sich noch fühlbarer als im Sommer. In vielen nen herrscht eine Waffcrsnot, wie sic seü Erdenken nicht bekannt [ war. Zn den letzten Tagen kam in Apolda zu ber Wassersnot ho en ein Wasserrohrbruch, io daß in der ganzen stabt ketn Waffer -u ^ben war. Tie Fabriken mit Tampfbetrteb mußten ihre Tüllgfeit eimiellen. • Z u ber Bluttat in Metz wird uns unterm 13. Dez. gemeldet Tie heute vormittag vorgenommene Obduktion ber Vcidic des vodoinen Maas ch ergab, daß bie Kugel tatsächlich PfcTMli«a.Wlchtict6e>eUd»dOT.TMU. r. Ar er kenn s iu: en. FUeche M Pf. Ie Droeertea a. Apotheken. Wo nicht er- ^AliL, ctrra Bin», v. 50 Pt direkt v. «IL P»t r KedMnAcher k Co, Btegbarr l, knrn, Ccntral-E>rogerie tiebr Hieliele, Drogerie Aue .Voll. Kreur-Drojrfcrie A Schäfer, Viktori&-DroA-er Carl Meldet. Germ.-Dro;r**’ ei zweifellos, daß nach Otriigfltilung des Tagedauvetriebes das Werk m»t crl/cblichcm i^aoinn arbeiten würde. Der bis icy auf- geschlosiene Feldteü würde zur Deckung des Kvhtendedars» auf 30 Jahre Vorhallen und ct sei cmp^-hlenswcrl, den soforngeu Ucbcrgang uun togebaubeirieb zu beschließen, um den Tiefbau nach jtriigTlcllung des Tagebaues an»uüriiaL txt Okiucrfcn beschloncn demgemäß einstimmig und bewilligten eine bubufec von 3Ü0000 Ätt., bie in Staren nach Ermeffen des Qkubcnoor- stande» cingczogen werden soll. 'Ter vrubenvorftand erhielt Bollmacht, eitlen Librauorvertvag mit Uiiternehmeru absufdrüben, fjn ber Beriaminlung wurde daraus hingewicfen, daß bw -rotze Bveis- ermämgung ber rheinischen Werke von 18 ML. für ben Waggon feinai Einfluß auf den bis Skooember erzielten Durchichnitts^reiS bei der Grube Friedrich ausgttwt hat, vielmehr fd u unter Ausnutzung ber großen Frachrvorlclle möglich gcivesen, bic gleichen Pveise wie hn Vorjahr yi erzielen. L» wurde ferner Äntegunn gegeben, bie großen ber Gewerk.chast gehörenden Kohlenfelder durch planmäßige Bohrungen auf ihren Lohlengehalt « untersuchen, da vereinzelte dorgenommene Bohrungen daraus schließen laitai, daß auch hier große, sur Tagbau geeignete Komplerc vorhanden sind. au 8 bet Tei'chinviswle des mitver hastet en Martin lennntt, der schon am Moniaa nach enDne'.ichem Leugnen gestanden hatte, den Lchuß ebg^rt^n za haben Itic beiden Sam an» verbiclten sich dei der ÄoniDontierung bei ber Leiche ruhig, während Mari.n m Tränen auSbrach deute nachmutag gegen stlns Uhr enolgte inner siarker Beteiligung die UebfrfQbrung des Sarge» mit der Leiche nach dem Bahnhof, von wo sie nach der Heimat de» OV- Ü» ' ,n denen tm nennt, r-. 5« russuchkr Q.tcj. 6 Rt Person P.t ' tl,t °der. dami: , QnD«Uautn, |onic unö m bau,’., a”i «, Ql6 vellrauenST.: »«f »°« •o*auitraatrn p *'"■ tt: e veranlaßt roiro, ■ *P>« ju lausen, v. 1 6unime viel bin 1 Beauftragten Schwindlern enil:- lus diese 'H'fijt ü|R öffchädigt roorbta Schiffbruch der Vampseir Delhi. Ter Dampser „Delhi", ber nach Aegypten unterwegs war unb u. a. die Schwester de» König» von Lnglanb mu ihrer lZamüic an Bord hatte, ist bei llap oPartei gc- •tanbeL Siebrerc Sralroscn sollen ertrunken icin, Ueber bas Unglück wird uns gemeldet: c Schwesterdes tkönig» von Englanbin Gefahr. 13. Dez. Der Dampfer „Delhi" ist südlich l auigdaufen. Unter ben Reuenden bjinben ■ • •■ff"’ liefert Billigst die Brflhrsche Kuverts mit Firma Julius Schulze Kreuzplatz »"/„ Telephon 774 Kodak « und andere Marken ui ßrdfjt Luowahl vorrätig in ber Central-Trogerie Emil Kara, Schnlstraste. ™ Oi^a-Puiver - seit Iaür. bero. für Luhe u. Dierde, die nicht trachngwerd SaL 1 L;iL Zu hab. Hirsch-Apotheke (Birnen itchntt iverotiu „ ,, . • Ter Naufch be« Säuglings. Ls ist eine bekannte, durch bie örzliiche wissen,chatt wie bunt) zahlreiche private Beovachtungen bestätigte Tonache, bau Älkovotgenuv der Sluiier oder •jlnnne, sobald er m nennenswertem Uuuange citoigt, nicht ohne nachteiligen ILinsluß aut den cäuglmg bleiul, lelbit bl» zur Be- rauschnng. ttmen recht schlagenden «Zoll ber letzteren tirt brachte in einem tzluisay zum x6. Lobestage de» cioalemonne» 6. F. U>ra1 von Beust (am tz7.Lltober) bie .iZronkturter Zeitung' (1W1L Sir. Ltztz). Tr. K Pinn teilte da au« ben .HuUeiajnungen unb ititnnernngen aus brclvienel Jahrhundert" be« eyemaligen sächsischen Sluiiüei- prnsibenten unb öuerreichlsaien pielchstaiizlers u. a lolgenbes mit: redjon der Tag seiner iMburt brach,« Beust ein ttrtebiu» eigener ).«. Lein Baler, ein wroßgrunbvesitzer und kgl. sächs. Rammcr- hfv* |djeiifte, Höchen real über bie u>eburt eine« Stamm Hallers, Der timme, einer kräiltgen Lanbschönen, sech» tzlaschen Vihelnwein. Liese nahm ba» edle Slaß auf einen Litz zu sich. Die stolge davon war ein gehviigcr Siausch, ber sich uaturgemaß auch dem an ihre Brust gelegten Sleugevoienen miucilie, ber volle 24 Stunden völlig legungslos bnlag. Ter von dem besorgten Baler herbeigeholte Brzl tonnte sich biesen Zusland zunächst gar nicht erklären, tfrii oiimäblid) klärte sich der Sachverhalt auf. Beust aber behauptete, von diesem erneu, wenn auch ohne Bewuvtlein erlangten Nausch zeitlebens ein Buderwillen gegen ben tt>enuß alkoholischer Gettanke bekommen zu habeir.' Kleine Lagerchronik. Bei einem Hausierer, der in ber Franzstraße in BerIin al» Sonderling lebte und bem c» recht kümmerlich zu gehen schien, fand man nach ieinem geitem plötzlich erfolgten Tode 100 000 Mark in Wertpapieren. In Eisenach wurde der StadtsekrrtLr Duphorn nach Unterschlagung amttichen unb anderen Geldes verhaftet. In S a a r g e ni u n o erfoigie tu oeni vause des itijen- warenHändlers Gcailly eine gewaltige Benzinexplo- f io n. Der Laden wurde zertrümmert, da» Haus ist ausgebrannt Zwei Angestellte des Geschäfts und ein bOjährigcr Storni iverden vermistt Man nimmt an, daß sie unter den Trümmern liegen. Dis zum Abend waren Die Bergungsoersucl)e erfolglos. Ein gleichfalls verschütteter Angestellter wurde von der Feuenvehr iwch lebend her- oorgezvgen, ebenso konnten zwei Kinder und einige Hausbewohner gerettet werden. Mehrere Personen haben schwere, jedoch nicht lebensgefährliche Verlegungen erlitten. , . Die portugiesische Stadt E-pinhe, einige Stunden von Cporto, sicht feit gestern in Gefahr, von den Wogen deS Atlan- tischen Lzeans weggewaschen zu werden. An ber llüstc herychen überaus heftige Sturme. 25 väuscr wurden bereit» weggespüll. Unter der Bevölkerung herrscht große AngsL In Lob, d erbt eitet sich eine Sockenepidemie in erschreckender Weise. Jul. Bach S CUtllhommenc 6«fd»,in( S-' legt Wv Jtjtnr- hierzu, oav rr>- ÄH n d>e * ,< i;..ß II I it. . 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Ende nach 6 Uhr. Abends 7'/, Uhr Kleine Preise. Kleine Preise. Neuheit! Neuheit! Die Ahnengalene Lustspiel in 3 Auszügen von Leo Walter -Stern und Ludivig Heller. Ende 9'/. Uhr. Enoch Arden Ein Film mit unerreichtem Inhalt und Spiel. Ein Drama in 3 Akten. Dieses Kunstwerk ist von der berühmten A. D. Company, New £)ort herausgebracht, was schon allein für die Güte dieses Schlagers bürgt. Rädiende Hände Mit großer Spannung verfolgt der Zuschauer die sich vor ihm abspielenden Szenen bis zum letzten Bild dieses vorzüglichen Dramas. DB. DIEHL.-STIEFEL mit wasserdichtem Achillesboden Für Teuren u. U/inher. Patentamtl. geschützt Einzige Niederlage in Giessen: T SetofciBS L Bernhardt .....IHfill......1^ Gelegenbeits-1 ■ Kaufhaus £ Das Malerische Giessen 10 Blatt in farbigen Reproduktionen nach Orig.-Gemälden in Mappe Mk. 6.— Vorzugspreis bis Weihnachten nur 5 Mark Wechselrahmen dazu 3 Mark D14/i, Einzelbilder 1 Mark, gerahmt 3 Mark Vorrätig in den Buch- und Kunsthandlungen: J. 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