Zweites Matt 16t Jahrgang Erscheint tögllch mit Ausnahme des Sonntags. Die ..Siebener ZamilienblStter" werden dem „Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gietzen" zweimal wöchentlich. Die „randwirtfchaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Dienstag, 3. Januar 19tl Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen UnioersilätS - Blich- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion.^^112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. Prinz Max von Sachsen und der „Mut zur Demut". In der Angelegenheit des Prinzen Max von Sachsen veröffentlicht der ,!Osservatore Romano" eine Note, wonach der Prinz eine ausführliche Erklärung unterzeichnet hat, in der er unter offener Anerkennung der Irrtümer, die in dem von ihm unbedachterweise »geschrieben und in der Zeitschrift „Roma e l'Oriente" veröffentlichten Artikel enthalten sind, dem Heiligen Vater die Gefühle seiner vollen und unbedingten Anhänglichkeit an die Glaubenssätze, die die katholische Kirche lehrt und bekennt, erneuert. Interessant ist es, zu hören, was das Hauptzentrums- blatt, die „Germania", dazu sagt: Bei dem frommen und gläubigen Sinn des Prinzen Max war die Bereitwilligkeit: sich den Glaubenssätzen der katholischen Kirche |mb der Kirchendisziplin unter zu ordnen, von vornherein über jeden Zweifel erhaben, und um so mehr konnte man von ihm erwarten, daß er die Irrtümer als solche anerkennen und widerrufen werde. Er hat beim Heiligen Vater eine väterliche und liebevolle Aus- nalMe gefunden, und ist, bevor er seine Rückreise nach Freiburg [in der Schv>eiz antrat, noch zum drittenmal vom Heiligen Vater in Privataudienz empfangen worden. Habe den Mut zur Demut! Die Aufforderung richtet sich an alle, die es angeht. Prinz Max von Sachsen hat dieseck .,^^t^t zur Demut in glänzender Weise bewiesen, und dafür gebührt kihm von allen Katholiken nm so mehr offene und dankbare Anerkennung, je mehr er deswegen von katholikenfemdlicher Seite verständnislos und gehässig angegriffen wird. Den Mut zur Demut haben aber, wie, im Zusammenhänge damit erwähnt sein mag, auch alle katholischen G e i st l i ch e n .bekundet, die in den letzten Tagen den Eid der Glaubensreinheit gegenüber den Irrungen des Modernismus abgelegt haben. Auch ihnen gebührt dafür Dank und Anerkennung, wenn- ! gleich die Ablegung dieses Eides für sie selbstverständlich war. Es hat ja nicht an Versuchen gefehlt, die Geistlichen von der Ablegung des „Modernisteneides" abzuschrecken — leider auch nicht .fcn einer von einem katholischen Rechtsanwalt neuerdings herausgegebenen Broschüre — auch nicht an Versuchungen, in denen Ibie modernistisch-liberale Kraus-Gesellschaft öffentlich zu Geldsammlungen für diejenigen Geistlichen und Priesterkandidaten auf- i forderte, welche den „Modernisteneid" nicht leisten wollten. Die verführerische Schlange aus dem Paradiese setzt also ihre Arbeit cher Gottentsremdung noch immer fort, und dann kommt auch der ^Versucher hinzu mit seinem verführerischen Gold und mit den »Worten: „Dies alles will ich dir geben, wenn du niederfäll st! Lind mich anbetest." In einer Zeit, in der die Grundsäulen der Autorität nicht nur aus kirchlichem, sondern auch-auf weltlichem I Gebiete angegriffen werden, wo gleichzeitig und im inneren Zu- f sammenhange der Ansturm gegen Thron und Altar sich vorbereitet, wo der Individualismus, der von christlicher Demut nichts wissen will, auf allen ©ebieten die Herrschaft erstrebt, wo der Sub- fektivismus bis an die Grenzen des Anarchismus geht: da ist es doppelt und dreifach notwendig, sich nicht nur auf religiösem, sondern auch auf staatlichem Gebiete der gottgcsetzten Autorität wieder bewußt zu werden. Nicht nur Katholiken, sondern auch ernst denkende Protestanten werden deshalb dem erhebenden Eindrücke sich nicht verschließen können, daß in den Wirren der Zeit die katholische Kirche nicht nur als unerschütterlicher Hort der Glaubenslehre, sondern auch als unerschrockener Wahrer der Auto- xitat sich erwiesen hat. Daß es Mut war, der den Prinzen Max zrur „De- tnut" trieb, können wir nicht erkennen. Sehr zutreffend bemerkt die „Rhein. Wests. Ztg.": tZu dieser Demut gehört gar kein Mut. Mut setzt immerhin noch eine mehr oder minder große Dosis persönlichen Empfindens voraus, das aber geht Leuten ab, die etwas als ihre ureigenste Ueberzeugung kundtun und nach 24 Stunden dieser ihrer Ueberzeugung willen um Gnade flehen und schriftlich, mündlich und mittelst Druckerschwärze alles widerrufen. Wenn die Germania ein solches Gckahven preist als Schutzwehr gegen den Ansturm auch gegen die Grundsäulen der weltlichen Autorität, als das beste Mittel, auch den Thron zu stützen, so müssen wir dem doch ganz entschieden widersprechen. Nichts ist so sehr geeignet# die Autorität und das Ansehen von Thron und Altar zu untergraben, als wenn ein Königssvhn sich so sehr bar jeden eigenen Willens zeigt, wenn er seine Meinung, gleich dem schwachen Rohr im Sturme, so sehr zu biegen vermag. Und dieses haltlose Schwanken des Geistes ist es, was nicht nur beim Prinzen Max von Sachsen, sondern auch bei den, »meisten anderen sogenannten Modernisten das bettübendste Zeichen ist, daß ihnen der Mut zur Fvlgerichttgkeit ihres Hantelns fehlt. tober 1910, Vertiert, an The Honorable Andrew Carnegie adressiert und lautet in deutscher Rückübersetzung: „In Ihrer Mitteilung vom 22. September benachrichtigen. Sie mich von Ihrem hochherzigen Entschluß, die Summe von l1/« Millionen Dollar für Deutschland zu stiften, um das Unglück zu mildern, das sich im Bereich des Deutschen Reiches und auf seinen Gewässern bei heldenmütigen An- ftrengungen zur Rettung menschlichen Lebens ereignet, und das den Tod oder Invalidität der Lebensretter zur Folge hat. Dieser neue Beweis Ihrer weltbekaunten Menschenfteundlichkeit und Großherzigkeit hat mich im höchsten Maße erfreut, und ich bettachte die gewählte Zweckbestimmung als besonders glücklich. Die (Stiftung wird in hohem Maße dazu beitragen, daß in Zukunft die Ehrenpflicht der Menschheit, für die Opfer heldenmütiger Selbstauf- ivpferung zu sorgen, mehr erfüllt wird, als es bisher möglich war. Sie wird in edlen Menschen den Wunsch anregen, Rettungstaten zu vollbringen, indem sie alle Sorge um die Zukunft ihrer Hinterbliebenen bannt. Ich betrachte es als ein Herzensbedürfnis, Ihnen im Namen, des deutschen Volkes den wärmsten Tank zu sagen, und zum dauernden Gedächtnis Ihrer edlen Tat werde ich Ihren Namen mit der Stiftung verknüpfen. Gemäß Ihrem Wunsche bin ich auch gern bereit, das persönliche Protektorat zu übernehmen und ein Kuratorium zu ihrer Verwaltung zu ernennen. Ich lege speziell Wert auf die Mitarbeit des an meinem Hofe beglaubigten Botschafters als Mitglied des Kuratoriums. Mit dem von Herzen kommenden Wunsche, daß Gott der Herr Sie unter seinen allmächtigen Schutz nehme und Ihre Stiftung mit seinem Segen geleite, bleibe ich Ihr dankbarer und wohlgeneigter Wilhelm I. R." Wie Berliner Blätter mitteilen, hat der Kaiser Herrn Carnegie am Sonnabend durch den amerikanischen Botschafter einen zweiten Dankbrief gesandt, dem ein großes Medaillon-Porträt des Herrschers in Bronze beigefügt war. Die französischen Erbschaften im Jahre 1909 stellten in ihrer Gesamtzahl von 393 305 das Niesenkapital von 6 153 069 923 Francs dar oder abzüglich der Passiva von 5 740 436 366 Francs, nach in folgende Kategorien: von 1 bis 500 Frs..... „ 501-2000 ..... „ 2101-10 000 ..... , 10 01-50 000 .... „ 50 001—10'1000 . . . „ 100 001-250 000 . . . „ 250 001—500 - 00 ... w 500 001 bis 1 Million ♦ „ 1—2 Millionen .... „ 2—5 Millionen .... „ 5—10 Millionen . . . „ 10—50 Millionen . . . über 50 Millionen .... Die darauf erhobenen Sie zerfallen der Bedeutung Zahl Sinnmen 103 438 26 959 975 Francs, 1'1 178 129 938 197 110 427 543 254 169 48 755 1 0 6 513 206 7 692 529 256 416 4 822 758 742 765 auf aus Mit und 605 65 > 516 554 400 507 512 169 766 425 610 867 303 298 020 179 937 986 144 398 896 beliefen sich verteilten sich 1720 810 373 145 46 10 direkte Erben mit 3 804 555 753 Francs, auf Gatten 616 260 073, auf Seitenverwandte mit 1 025 615 313 aus nicht verwandte Personen mit 327 443 295 Francs. Steuern 270 654 898 Francs. Die Erbschaften Ans Sta&t und Land. Gießen. 3. Januar 1911. *' Schlafwagen und Speisewagen in Eilzügen. Die Verwaltung der preußisch-hessischen Staatsbahnverwaltung stellt beim preußischen Statistischen Amt Erhebungen darüber an, in welchem Maße in den letzten fünf Jahren die Einrichtungen der Schlaf- und Speisegelegenheiten in den O-Zügen und Schnellzügen der preußisch-hessischen Eisenbahngeineinschaft benutzt worden sind. Im Anschluß daran werden Ermittelungen gepflogen, in welchem Umfange die Eilzüge in den verschiedenen Dlrektionsgebieten, vor allen Dingen in den Jndustriebezirken benutzt werden. Die Erhebungen des Statistischen Amtes sollen die Unterlage bilden für eine Entschließung der Eisenbuhnverwaltung, in den Eil- zügen, die durch längere Strecken in Jndustriegegeuden laufen, vielfachen Wünschen entsprechend, ebenfalls Ruhe- und Speisegelegenheiten zu schaffen. Man hat sich bereits mit Ganz wirkungslos ist das Auftreten des Prinzen Max vielleicht doch nicht geblieben. Der Papst hat, wie wir gestern schon kurz der „Köln. Volkszta." entnahmen, einen Briefwechsel mit den gerichtlichen Würdenträgern der orientalischen Kirche angebahnt. Folgende Meldung sagt näheres: Rom, 2. Jan. Der Papst richtete an die apostolischen Delegaten im Orient unter dem 26. Dezember einen jlateinischen Brief, in dem er zu der von dem Prinzen Max aufgeworfenen Frage Stellung nimmt. Das Schreiben erinnert an die Bestrebungen ber Päpste, namentlich Leos XIII., die schismatischen Kirchen in den Schoß der römischen Kirche zurückzuführen und zählt alle theologischen und «historischen Irrtümer auf, die der in der Revue „Roma e l'Oriente" veröffentlichte Artikel, enthalten habe. Die Dele- igaten möchten verhindern, daß sich die Irrtümer unter der Bevölkerung des Or'euts ausbreiten. Die Vereinigung der K ir ch en, die der Pap st innig gewünscht habe, könne nur vollzogen werden, wenn die Lehren der römischen Kirche unversehrt erhalten blieben. Endlich erklärt das Schreiben, daß der Autor, der unüberlegt in gutem Glauben den Artikel geschrieben habe, die Irrtümer mißbilligt und dem Heiligen Stuhl seine Unterwerfung erklärte. ttaiser Wilhelm an Andrew Carnegie. Kaiser Wilhelm hat das Protektorat über die buit dem amerikanischen Millionär Carnegie begründete deutsche Stiftung für Lebensretter übernommen und dem Spender hiervon in einem eigenhändigen Briefe Mitteilung gemack)t. Der Berliner Vertreter der „Daily Mail" ist in der Lage, seinem Blatt den vollen Text des K'aiserbrieses an Herrn Carnegie mitzuteilen. Das eigenhändige, deutsch abgefaßte kaiserliche Schreiben ist. Neues Palais, 31. Ok- den Einzelheiten des Projektes beschäftigt. An Stelle der Schlafwagen sollen in den Eilzügen einzelne Abteile geschaffen werden, die mit allen Bequemlichkeiten der Schlafwagen ausgerüstet werden sollen. Der Grund, weshalb man keine Schlafrvagen einslellen will, ist darin zu suchen, daß die in Betracht kommenden Strecken eine ganze Nacht nicht ausfüllen und die Einstellung der Schlafwagen daher zu teuer sein würde. Neben den statistischen Erhebungen werden in nächster Zeit Umfragen nach dem vorhandenen Bedürfnis solcher Einrichtungen in Eilzügen bei den interessierten Kreisen stattfinden, vor allem bei dem Verband reisender Kaufleute Deutschlands. Neben dem Wunsche, dem reisenden Publikum die Eisenbahnfahrten angenehmer zu niachen, wird für die Eisenbahnverwaltung wohl auch der siskalische Gesichtspunkt maßgebend sein. Man weiß, daß die Schlaf- und Speisewagen einen erheblichen Ueberschiiß abwerfen und die Eisen- bahnverwaltung hat deshalb das Bestreben, diese Spezialbetriebe in eigene Regie zu übernehmen. **Maul-undKlauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus Oberholsten, Regierungsbezirk Osnabrück; Rullstorf, Regierungsbezirk Lüneburg; Großlobke, Regierungsbezirk Hildesheim; Sagehorn, Regierungsbezirk Stade. Landkreis Gießen. △ Klein-Linden, 2. Jan. Unser neuer Geistliche, Pfarraisil'tent Rieder au5 Messel, hielt am Silvesterabend seine Antrittspredigt. = Lich, 2. Jan. Auf Anregung der Fürstin Emma von Solms-.Hohensolms-Lich sand heute zugunsten des hiesigen Frauen Vereins, der die Ortsarmen unterstützt, im Gemeindesaal eine Wohltätigkeitsveranstaltung statt, in deren Mittelpunkt ein schön gespieltes Kinderstück stand. Auch die Prinzessinnen des fürstlichen Hauses hatten Rollen darin übernommen. Der Krrchengesangverein (gemischter Chor) wirkte auch mit und trug unter Leitung, feines Dirigenten, Lehrer Zimmer, einige gut ausgeführte Chöre vor. Der Erlös des Abends kommt den Armen zugute. g. Grünberg, 2. Jan. Einem Schwindler ist in der Woche vor Weihnachten ein hiesiger Musikverein zum Opfer gefallen. Fand sich da eines Abends ein elegant gekleideter Herr in dem Lokale, wo die Musikproben stattfinden, ein und stellte sich als Konzertmeister vor. Er gab beredtes Zeugnis feiner Tüchtigkeit und spielte zur größten Verwunderung alle Instrumente meisterhaft. Da dem Verein gegenwärtig ein Dirigent fehlt, erbot er sich, ihm als Leiter künftig vorzustehen. Man nahm dies Anerbieten an, zumal man es mit einer guten musikalischen Kraft zu tun hatte. Bei der ersten folgenden Probe entpuppte er sich jedoch als Gauner, der es nur auf Betrug abgesehen hatte. Nachdem er verschiedene Instrumente geprüft hatte, entfernte er sich unter einem Vorwande und verschwand spurlos. Mit ihm aber auch drei wertvolle Instrumente, eine Viola und zwei Klarinetten, wodurch der Verein in große Verlegenheit gebracht wurde, da er ein Konzert geben wollte und so schnell feinen' Ersatz für die entwendeten Instrumente beschaffen konnte. Die Jnftru-- mente wird der Schwindler veräußern wollen. Es sei vor ihm gewarnt, da er jedenfalls das gleiche Manöver auch noch an anderen Orten versuchen, wird. r. Hungen, 2. Jan. Der gemeinnützige Verein hier hatte aestern mit der Aufführung von Lessings „Minna von Barnhelm", gespielt vom Rhein-Mainischen Verbandstheater, einen vollen Erfolg. Der Saal war bis auf das letzte Plätzchen gefüllt. Die Leistungen der Theatergesellschaft sind scbon hinreichend als vorzüglich geschildert, es erübrigt sich daher, dem gemeinnützigen Verein Dank abzuftatten. Ermuntert durch diesen ersten Erfolg wird der genannte Verein im Interesse der Volksbildungssache nckch mehr derartiger Veranstaltungen folgen lassen. — Eine alte Hungener Type, der „Benderhannes", ist heute von seiner Haustreppe gestürzt und hat das Genick gebrochen. Seine Frau ging ihm vor einigen Wochen im Tode voraus, man erinnert sich wohl vielfach dieses alten Gänsehirtenpaares. — Ter am 20. August aus dem hiesigen Haftlokal entsprungene Ehr. Schunkert, der zuletzt in Utphe Dienstknecht war, ist jetzt in Delitzsch» wieder verhaftet worden. Inzwischen hatte er unter falschem Namen als Zeuge fungiert und einige Falscheide geleistet. Er hatte in Utphe einen Unterschlupf, von wo ihm auch falsche Papiere und Geld besorgt worden sein sollen. Durch seine Prahlerei, was er alles geleistet, lieferte er sich selber wieder den Behörden aus. Kreis Lauterbach. = Dirlammen, 2. Jan. Heute fand hier Unter reger Beteiligung Bürgermeisterwahl statt. Bon 84 Stimmberechtigten machten 63 von ihrem Wahlrecht G-- brauch. Wie nach der vorausgegangenen lebhaften Agi- tation nicht anders zu erwarten war, ging der Landwirt Heinrich Ziegenhain I. als Sieger hervor. Er erhielt 54 und der seitherige Bürgermeister Konrad Döring III., der 18 Jahre dieses Amt mit voller Zufriedenheit feiner vorgesetzten Behörde bekleidete, 9 Stimmen. Sehr ungern sieht man Herrn Döring aus seinem Amte scheiden. X. Schlitz, 2. Jan. Der in einem Hanauer Fabrik kationsgeschäft beschäftigte 24 Jahre alte Kaufmann Hof m ann hat sich hier in selbstmörderischer Absicht eine Kugel in die Brust geschossen. Die Tat ist in einem Schwermutsanfalle verübt worden. Verletzung einer Telephonistin durch heftiges Drehen der Kurbel. Tie Nr. 1 der Deutschen P o st -- Leitung (Organ des Verbandes mittlerer Reichs-, Post- und Telegraphenbeamten) bringt folgende Meldung: Ter Spediteur T. in Berlin hatte beim Anrufen des Amtes vorschriftswidrig anhaltend die Kurbel des Apparates gedreht. Tie Telephonistin int Amt erlitt hierdurch nach ihrer Angabe einen Neroenchock, der eine ttaumähnliche Neurose verursachte. Sie verklagte den T. auf Schadenersatz (Heflungskosten, Bceitrträchtiguug der Erwerbsfähigkeit'!. In allen Instanzen wurde T. verutteilt. Der 6. Zivilsenat des Reichsgerichts führte aus: Das Berufungsgericht (Kammergericht) nimmt es im allgemeinen für möglich an, daß durch mehrmclliges, rasch aufeinander folgendes Kurbeldreheir eine derartige Vermehrung des Stromes unb infolgedessen auch ein derattig lautes Geräusch hervorgerufen werden kann, daß infolge des Schreckens ein schädlicher Einfluß auf die Gesundheit des Telephonbeamten ausgeübt wird. Es folgt in dieser Beziehung den Gutachten der ärztlichen Sachverständigen, inbent es die zu entscheidende Frage als eine.ärztliche und nicht als eine tech- ursche auffaßt, llnbegrünbct ist auch die 9tüge, die sich gegen btic Annahme eines Verschuldens des Beklagten richtet. DaS Berufungsgericht hat ohne Rechtsicrtum dargelegt, es sei zur Zeit des Unfalls allgemein und auch dem Bellagten betannt gewesen, daß mehrmaliges Drehen ljintereinattbcT verboten, war, weil es- den Telephonistinnen schädlich werden konnte: ein solches Ber> bot sei auch bei jedem Apparat angeschlagen gewesen: der Bc-» klagte habe sich aber in rücksichtsloser Weise darüber hiuweggesetzl. Wenn die Revision meint, der Bccklagtc habe, um sich Gehör zu verschaffen, sich daran gewöhnt, die Kurbel mehrmals — d. h. rasch iintereinanber —, also vorschriftswidrig, zu drehen, so widerspricht dies der eigenen Angabe des Angeklagten, daß er den Apparat stets vorschriftsmäßig benutzt foabc und daß eS noch fein Verschulden darstelle, »venu das „einmal" im Drange der Unterhaltung von einem Teilnehmer vergessen werde. Nun hat das Beruftlngsgemcht allerdings der Beweisaufnahme entnommen, daß, wie die Klägerin behauptet, der Bellagte sckfoMi früher die Kurbel vorschriftsividrig gedreht hat. Allein dieser ’ Umstand in Verbindung damit, daß Schäden dadurch bisher nicht verursacht seien, rechtfertige durchaus nicht die von der Revision gezogene Folgerung, der Beklagte hätte iol.lne Verschulden an-- nehmen Fönnen, daß die von ilym beliebte vorschriftswidrige Art der Benutzung Gefahren mit sich bringen werde. Ebensow<-uig steht endlich der Annahme eines Verschuldens entgegen, daß beut Beklagten das vorschriftsmäßige Drehen der Kurbel nicht oei-i wiesen, und daß er auf die schädlichen Wirkungen, die eine Hand--i lungswei.se Hervorrufen könnte, nicht besonders aufmerksam gc*. macht ivorden war. Die Revision des Bellagten T. wurde deshalb zurückgewiesen. iX. Hanau, 2. Jan. Die Strafkammer hat heute den Landwirt Rinkenberger aus Wächtersbach wegen Beleidigung des Amtsgerichtsrats Dr. G a e b I e r in Wächtersbach zch l 0 0 Mark Geld st rase verurteilt. In einer Vernehmung als( Zeuge hatte der Angeklagte eine den Richter beleidigende .Aezcße-, rung fallen lassen. Bekanntmachung 0069 Betreffend. Ausdruck der Maul- und Klauenseuche in Düdelsheim. In rub. Venen machen wir bekannt, daß Büdingen Aum Be- obacktungSgebiet gehört und wir verwelfen auf die un hcutinen Kreisblatt erschienene Bekannlniachung und empfehlen gewissenfiaue Beiolgung der Bestimmungen. Viehhändler machen wir ganz besonders auf die Bekanntmachung aufmerksam. Büdingen, 2. Januar 1911. Großh. Bürgermeisterei Büdmgen. Fendt Rodel Rock. 73 181 Auswärtige Damen können Pension erhalten. [63 empfiehlt Amtliche Bekanntmachungen der Ltadt Gießen B*/» Marie Sack, Lehrerin, Schangenw, Ubr: „Aschenbrödel.' Abends 7 Uhr: „Tlabame Butteiflv.' Sonntag, 8. Jan., nachm,ttaqS 3'/, Ubr: „Asckenerödel' Ade.^S 7 Uhr: „Tie Jüdin.' Montag, 9. Jan., abends 7'/, Ubr: .Ihn Walzertraum.' rienstag, 10. Jan.: „Ter fliegende Holländer." Mittwoch, 11. Jan., nachmittags 3'/, Uhr: „Aschenbrödel.' Abend- 7Uhr: „Hoffmanns Erzählungen' ' Schauspielhaus. TienStag, 3. Jan.'): „Das Konzert.' Mittwoch, 4. Jan.- Tie Kinder." Donnerstag, 6. Ian.: „Ton Carlos.' Freitag, 6. Jan., abends 7', Uhr: „Tie drei Grazien.' Samstag. 7. Kan.: „Charleys Dante." Sonntag, 8. Jan., nachmittags 3'/. Ubr: ,0 diese Leutnants.' Abends 7 Uhr : .Charleys Dame." Montag, 9 Jan.: Rum ersten Male: „Glaube und Heimat.' Ttensiag, 10. Jan.: ^Glaube und Heimat.' Mittwoch, 11. Ian., nachmittag- 2'/, Ubr: „Wilhelm Dell." Abends 7 Uhr-: ,Taä Konzert.' ’ ♦) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Gießen, den 22. Dezember 11)10. Bürgermeisterei Großen. Mecum. Vertrauen gerechtfertigt! Ich kann ihnen mitteilen, daß die f. Zt. von Ihnen verlangte Probe mir schon Vertrauen zu dem Präparat brachte und ick da,ausbin 4 Pakete verbraucht habe: täglich nehme ich 2 mal aus'/«Vir. Mttch einen großen Eßlöffel voll Bioson. Ick habe dasselbe bet aroßer Schwache und Nervosität zur Kräftigung gebraucht. Ang'tgefllbl. Schwindel, anfälle, Unlust zur Arbeit, -Herzklopfen, vor allem Avvelitloiigkeit und eingenommener Kops halten mir das Leben über briifftn ne* macht. Schon das 1. Paket brachte mir Vorteil, denn ich1 lübüc mich kräftiger und Angst und^Schwindel.Uenen nack. Appeltt stellte sich ein und fetzt bin ich wieder lebenslustig. Habe auch ein besseres Aussehen bekommen. Waö Gefckmack und Bekömmlichkeit anbetrifft, bin ich sehr zufrieden. Dresden, 20. Juni 10. Frau Ida Fübtger, Pwtenbaueruraste ,36. Unterschrift beglaubigt: Carl Hemvel, Notar. Biofon ,st das beste und billigste Nähr- und Sträfnmmdmittel; erhältlich tn Apotheken, Drogerien usw., Paket (zirka Kilo, DU. 3. . __________tb n schlitten, eiserne Kinderschlitten und Schlittschuhe, sindcnTieiuM.AuSWhlb. J. B. Häuser Neustadt 56. 10 Tel. 660. Markte. ließen, 3. Jan. Marktbericht. Aus heutigem Wocken- markte kostete: Butter pr. Pfd. 1,00—1.05 Hühnereier 1 et. 10—11 Psg., Enteneier 1 S tück 0 Pfg., Käse pr. St. 6-8 Kasematte pr. St. 6-6 Pig., Tauben pr. *r. 0,80>-1,00 A k., vühner pr. St. 1,00—1,60 Alk., vahnen vr. eturf 0,H0—1,80 Dir,. (5-nten pr. St. 1,80-2,20 Mk., Gänse das Pfd 75-85 Pfq., Ochsen- fleisch pr. Pfd. 84-92 Pig., llliudfleiscb pr. Pfund «4—t-8 Pig,. ttubsteisch 70 Pfg., Schiveinesleisch pr. Pfund 80—96 Mg., Kalh. fleisch pr. Pfd. 76—80 Pig., Hammel'leistti pr. Pfd. 60—84 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kg. 7.50 bis 8.0O Mk., Weißkraut das Stuck 20 bis 30 Pfq., Zwiebeln per Ztr. 5,00—6,00 Mk., Diileb das viter 20 -big., Birnen per Ztr. 12-15 Mk., Aepkel per Ztr. 8 bis 12 Alk., Nüsse 100 Stück 50—00 big., per Ztr. 0—00 Alk., Bohnen per Pfd. 00 -00 Pfg Marktzeit von 8—2 Ubr. fc. Frankfurt a. HL, 2. Jan. Wie bereits gemeldet, wurde vor Weihnachten in der Vereinigung „Frankfurter Frucht- markt" der Antrag, einen zweiten offiziellen F r u cht- markt in Frankfurt a. M. während der Wollte abzuhalten, abgelehnt. Dor Jahresschluß nun wurde in einer weiteren Versammlung dieser Antrag angenommen, mit Rücksicht darauf, tocti an den Montagsmärkten vielen namhaften Muhlenbesitzcrn, Händlern und Landwirten aus Nassau, Rl-einhessen, Starkenburg. Nordbahern, Pfalz, Baden usw. es nicht möglich ist, den ,>rank- furter Fruchtmarkt zu besudln. An diesem Tage (Montags) wird aucl) in Mannheim Markt abaehalten. Der zweite offizielle Frucl^tmarkt findet jeweils Mittwoch statt. Der erste am 4 Jan. d I Somit hat der bedeutendste Fruchtmarkt in Deutschland, der Frankfurter, zwei offizielle Markttage. —.Laut Verfügung des Ministeriums für Handel und Gewerbe wird die Preise feststellungsordnuna für die städtischen Viehhöfe in Frankfurt a. M. und Wiesbaden vom 1. Jan. ab abermals einer Aenderuna unterzogen. Die Schlachtwertklassen erfüllten verschiedene Aenderungen, die Hauptabteilungen; bleiben indessen bestehen. Doch wird bei den Ochsen fortan zwischen ungeiochteu (die noch nicht gezogen Haden) und anderen unterschieden, bei Schafen zwischen Stallmast- und Weidemastschasen und eine Rubrik für Schafe unter 80 Kg. Gewicht eingcführt. Sämtliche Abmachungen über die Höhe des Preises sollen genau wiedergegebeu werden. Der Preis ist stets in Zahlen angegeben, die Einsetzung eines nicht zutreffenden Preises ist vcrbMen. Außerdem sollen vollständige Listen der zu den einzelnen Preisen verkauften Schweine, jedoch ohrte Sonderung nach Schlachtwerttlassen, ausgestellt werden. Die bisherige Preisfeststellungsordnung ist erst seit kurzer Zeit in Kraft. — Karloffelmarkl-Bericht vom 2. Januar 1910. Friedberg (Hessen): Rote Sorte Mk. 0.00-0.00, Magnum bonum 0.00—0.00 Alk., weiße runde 0. 0—0.00 Mk., Gelbfleischige, blaue, 0. 00—0.00, rote 0.00—0.00, weiße 0.00—0.00 Alk. Dort- m und: Magnum bonum Alk. 3.10—0.00, weihe runde Mk. 2.50, Gelbfleischige rote Mk. 3.75. Hagen: Rote Sorten Alk. 0.00, Magnum bonum Mk. 0.00 - 0.00, weihe runde Alk. 0.00, Gelb- fleischige rote Alk. 0.00 - 0.00, weihe Mk. 0.00—0.00. Köln: Rote Daber 0.00, and. rote Sorten Alk. 0.00-0.00, Magnum bonum Alk. 2.95-3 05, weihe runde Mk. 0.00-0.00, Gelbsleüchige rote Mk. 0.00—0.60, weiße Alk. 3,00—0.00. Krefeld: Rote Daber Der Bebauungsplan für das Gebiet zwischen Landmannstraße und Lärckenwäldcken ist sestgeitellt und kann von Jedermann auf unserem Tiefbauamte einneieben werden. Zu diesem Bebauungsplan ist die nachstehende Drtßbou« satzung erlassen worden. Ortsbausatzuna. Auf Grund der Bestimmungen in Art. 2,13,20,29, 37, 44 und 59 deS Gesetzes vom 30. Avril 1881, die allgemeine Bauordnung betr., und in tz3—5, 7, 9, 66 und 78 der Verordnung vom 1. Februar 1^2, die Ausführung der allgemeinen Bauordnung betr., wird aui Be schluß der Stadtverordneten-Verfammlung, nad) Anhörung des Oberbürgermeisters und Begutachtung durch den Kreisauöfckutz mit Genehmigung Großfierzoglichen Mmisteriums des Innern vom 3. November 19lö zu Nr. M. d. I. INtto zu dem BebauungSvlan für das Gebiet zwischen Landmannstrahe und Lärchenwaiocven folgende Ortsbausatzung erlassen. ß 1. Gewerbebeiriebe, die durch schadlid-e Dünste, starken Ranch ober ungewöhnliches Geräusch Nachteile, Gefahren oder Be' lästigungen für die Umgebung herbeiiuhren, stnd verboten. Art. »J Allgemeine Bauordnung. ,, . , 8 2. Die Gebäude dürfen mit dem DachgestrnS nicht mehr aIS 10 m über dem Bürger steig sich erbeben; oberhalb dieser vöbe dürfen die Dächer eine Neigung von 45" gegen> bie Wagreckte nicht übersteigen - Art. 59 A. B. O. und 8 78 Ausführungsverordnung zur Allgemeinen Bauordnung. _ . ... . 8 3. Dao an der Straße C v gelegene Gebiet ist der Villen- mäßigen Bebauung Vorbehalten- Es wird deshalb bestimmt. a- Jeder Bauvlatz muB eine Gröhe von mindestens 600 qm haben. — Art. 13 Allgemeine Bauordnung. b Die Grundstücke dürfen nur zur Hälfte «fiter Gesamtfläche bebaut werden. Außer den Vorderhäusern sind nur zu diesen gehörige, nicht gewerbsmäßig zu benutzende Stallungen. Remisen für Wagen und Slraftfabrtcuge und Kutscherwohnungen penatiet Die Errichtung anderer Nefiew ober Hintergebäude ist verboten. — yirt. 37, 59 Allgemeine Bauordnung und § 78 Ausführungsverordnung zur Allgemeinen Bauordnung. c. Die Gebäude müssen von den NachbargrenAen mindestens 3 m und von anderen Gebäuden auf demselben Grundstück mindestens 6 m entfernt fein. Jedoch stnd Doppelhäuser mit gemein- fdiaiilidicr Brandmauer oder Sckeidemauer erlaubt. - nrt. .57, M Allgemeine Bauordnung und § 78 Ausführungsverordnung zur Allgemeinen Bauordnung. m , § 4. In den Baublöcken I. N und HI kann abweichend von der Bestimmung in § 18 des LrtSbaustatuts vorn 6. Juli 1888 mit besonderer Genehmigung der Stadtverordneten-Derfammlung die Ausführung der Umfafiunnöroänbe oberhalb des ErdgefchosteS in Holzfackwerk gestattet werden, wenn die Gefache mindestens 12 cm stark mit Ziegel- ober Schwemmsteinen auSgemauen werden. Die Schwemmsteininauerung muh verputzt oder anberroema verkleidet werden. — Art. 44 Allgemeine Bauordnung und § 66 der AuS- führiingSverodnung zur Allgemeinen Bauorbnung. Solange aber die Nationalisten, von denen ein Teil auch schutz- zöllnerisch sind, „das Zünglein in der Wage" bilden, wird das liberale Ministerium aus Verlegenheiten und Demütigungen ntckü mehr herauskommen, zumal das unumiftische Haus der Lords in den Kämpfen des letzten Jahres aud) in bürgerlichen Streuen, tne die kapitalfeindliche Steuerpolitik und den Staatsiozlaltsmus verabscheuen, erheblich an Rückhalt gewonnen hat Aus ©n dieser Betrack)tungen, die auch mancherlei Schlaglichter aus die führenden Personen werfen, hält es Biermer sur wahricheinlich, oaß der Premier Asquith und sein erzradikaler -LckZatzkanzler, Lloyd-George, gemäßigteren Elementen Platz machen muffen- Biermersche Broschüre, die durchaus objektiv geschieben ist, wird jedenfalls auch in England Beachtung finden. bas deutsche Publikum aber erscheint sie als ungemein lehrreich. Höhktt v. Erweiterte MadEeMiilk jn ©iejien. Die Anmeldungen der Mäbcken, die von Beginn deS kommen- ben Sckuliahreö ab u nie re Schule besuchen sollen, werben 'Montag den 9. unb Dienstag ben 10. Januar von 9—1 Ubr im Sckulhaufe, sttorb-Anlage 14, entgegengenommen. Borzulegen sind. Geburtsurkunde unb Impfschein, bezw. Be cheinigung ber zweiten Impfung unb bei Kinbern, die auS einer anberen Schule kommen, ein Abgangszeugnis. Mädchen, bie erst schulpflichtig werben, sinb bei ber Anmeldung vorzustellen. (Bw Anmelbiingen nach ber festgesetzten Zeit können nur berücksichtigt werben, insofern Die betr. Kiaflen nicht schon oollHäHlig unb. Gießen, den 22. Dezember 1910. Orotzherzoglicke Direktion. BT Dr. Störiko. Dermifcbtes. • Das gestohlene D enlm al. Das Denkmal des Fürsten Cusa, das zur Erinnerung an diesen Begründer des Staates Rumänien und an die Vereinigung der Moldau mit der Walachei auf dem Unioerfi tat splatze m Jassy errichtet werden sollte, ist Wiener Blättern zufolge aus dem Transporte von Rom nach Jassy — gestohlen worden! Das Denkmal, bestehend aus einem MarmorobeltZk, den verschiedene Bronzemedaillons zieren, und aus einem Bronzestandbilde des Fürsten Eula, wurde in Rom rm Atelier des Bildhauers Romanelli angefertigt und, m Niesenkisten verpackt, nach Jcrssy abgesendet Unterwegs sind jedoch aus den Kisten sämtliche Bronzeteile des Monu- mentes, die schwer vergoldet waren, gestohlen worden. Von den Dieben hat man leine Spur. Das Denkmallomitee hat den Bildhauer Romanelli ausgefordert, die gestohlenen Objekte nachzugießen. m _ ♦ Chinesischer Tee. Der „Dost. Zta" wird geschrieben: Der Kausmann X. in der benachbarten Stadt M - der u. a. auch Tee feilhält, hatte zu dessen Emp- fehlung idie sauberen chinesischen Schriftzerchen des Um- schlaas für den Aushang vor seinem Laden eleaant ropieren lassen. Ein „Schriftaelehrter'', der diese Aufschrift im Vor- überaehen las, brach in lautes Lachen aus und trat bet dem Ladenbesltzer mit der Frage ein: „Wissen Sie denn, was die bunten Hieroglyphen an Ihrem Schaufenster besagen? — Dreimal gebrühter Tee für die verfl. Christen' Hunde!"------------------ Evangelischer Arbeiter-Acreln. Unter Hinweis auf bie Bekanntmachung beö Herrn Oberbürgermeisters ersuchen wir unsere Mitglieder um zahlreiche Beteiligung an der Jubelfeier am 15. b. M. Karten find fvätestens biö zum 5. b. M. auf ber Bürgermeisterei — Zimmer Nr. 15 — unter ausbrücklicher Berufung auf bie Zugehörigkeit Aum Berem zu bestellen. Iv3/,) Der Vorstand. Kaufmännischer Verein, Betr.: Feier der vierzigjährigen Wiederkehr des Gründungstagcs des deutschen Reiches. Wir bitten unsere Mitglieder, welche wünschen an ber Feier teilznnehmen, ihren Bedarf an Eintrittskarten morgen auf der Bürgermeisterei (Zimmer 15) zu bestellen und au die Zugehörigkeit zu unserem Verein zu venveisen. -•/ Der Vorstand. Edgar Borrmann Giessen, Eisenhandlang, Neustadt 11. Vüchertifch. vle politische Krifis in Lnaland. (Heft 7 des 2 Bandes ber Sammlung nationalökonomischer Aufsätze und Vortrage'.) Von Dr. iur. et Phil. Magnus Biermer, ^dentl. Professor der Staadswissenschaften «n der Umversttat Gießen. Oklavformat. Geheftet. Preis Mk. 1.—. Verlag von Emil Roth in Gießen. In dem neuen Heft seiner vtelgelesenen Sammlung hat Herr Drosessor Dr. Biermer diesmal ein vorwiegend polttisches Thema gewählt. Biermer beschäftigt sich seit zwei Jahrzehnten sehr, em- aehend mit den sozialen Verhältnissen Großbrrtanniens, bie er Xu einem großen Teil ans eigener Anscharmng kennt. Diese Studien haben seine Aufmerksamkeit auch auf bie konstitutionellS Entivickelung des Landes, über die er sich wiederholt in per Tagespreise geäußert hat, gelenkt. Die beiden letzten grotzen Wahllampfe unter dem Kabinett Ascmith und der auffallende demokratische Umschwung in dem Parteileben der britischen Nation haben zwar auch in Deutschland lebhafte Aufmerksamkeit erregt, aber vielfach eine Beurteilung erfahren, die den tatsächlichen Verhältnissen und Vorgängen nicht ganz entspricht. Brermer ist im Gegensatz hierzu der Ueberzeugung, daß die demokratische Sturzwelle, die vor einigen Jahren über das Land fiereingefirod/Cii ist, ihren Höhepunkt bereits überschritteit hat. Zwar nimmt auch er an, daß eine Oberhausreform bereits in der allernächsten Zett vor- genommen werden wird, aber nicht etwa diktiert von der radlkalen Partei, sondern freiwillig zugestanden von der Peerskammer selber. Biermer beurteilt auch Lit letzten Wahlen anders, als das vrel- sach in der deutschen Presse geschieht. Sie sind in der Hauptsache mr die Unionisten günstig gewesen und werden getragen von einer mächtigen anti-radikalen Bewegung, hinter der Großhandel und Industrie, Bildung und Besitz in Stadt und Land ernschlteßltch des Mittelstandes stehen. Der konservative Grundcharaktcr des englisck>en Volks tritt in dieser Gegenbewegung wieder recht deutlich hervor und wird voraussichtlick) zu neuen parlamentartschen Kämpfen führen. Die zahlenmäßige Mehrheit, über die das demokratische Kabinett Asguith im Haus der Gemeinen venügt, ist nur eine Scheinmehrheit, denn sie beruht auf einem Bündnis mit ben Iren, den „Polen Englands", die als Kaufpreis die Ge- wälwung der Homerule, für die das Land nicht zu haben ift, fordern. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Hattenrod für 1911 Rj. liegt vom 4. d. Mts. ab acht Tage lang auf unserem GeschäflSzimmer zur Einsicht offen. . Hattenrod, 2. Januar 1911. Großh. Bürgermeisterei Hattenrod. Holz-Versteigerung Donnerstag den 5. Januar .1911, vormittags S'/, Ubr, in den Abteilungen Grund, Drenpltze, Ertcnwäldchen, Birkcngartcn, Ltockicklag. (Forstwartei N " i ck °Vb erb ft a ngen Cmi t 92,05 Fstm., 68 tzichtenreiSstangen mit 1,06 Fstrn., 25 Nm. SticfernfcfieitbolA, 9 Rm. Ficktenkchetthol», 89,4 Rm. SiefemtnÜDDclfioU, 77.1 Rm. Fidstenknüvpelholz, 2 Rm. (SrlentnüppclholA, 84,7 Rm. KiefermlockbolA, . 77,4 Rm. F ck en- stockholz, 110 Wellen Eickenreifig, 910 Wellen Äiewrnreiflg, 40 Wellen Fichienreifig, 260 Wellen Erlenreifig. Zusammenkunft auf dem alten Steinbacker Weg an ber 1. Sdinctfe.______________________________ ___________________ HolLvcrstcigeruug Montag ben 9. 3nnnar 1911, vorm. 9V, Uhr, in den Abteilungen Lauwcide, Langefchlag, stoppel- berg, Klingclflun. (Forftwartc. Gtenen 111. »orstwartGettel) 1580 Ficktenberbnangen mit 173,91 Fstm-, l^b,.^icktenreiS- Hangen mit 12,18 Fftm., 1325 Ficktenbolmenstangen mit LS ftuin., 1 Rm. GidjcnidicitbolA, 18 Rm. Ficht en s ckei t Holz, 19 R m. K ie t^nlckei t- hott, 2Rm. Eickenknüppelbolz, 47 Rm-.Kiewrnknuppelfiolz, 71^ Rm. ?Yid)tentnüppelbolA, 1 Rm. Lärckeknuvpelholz, 1,4 Win. ö'wcn» knüvvelreifig, 62,4 Rm. Kiefernstockbolz, 85,2 Nrn. Ä'klUknstockholz. 2 Rnr Lärdienstockholz, 400 Wellen Etchenreisig, 680 Wellen Kiefern- reisig, 300 Wellen Fichtenreistg. . ,,___ Zusammenkunft ist auf dem alten Stembackerweg an bet 2. Sckneise._____S_L1 Mk. 0.00, andere rote Sorten 0.00 bis 0 00, Magnum bonum Mr, 2.90—3.10, Gelbfleischige rote Mk. 2.90—310, weiße Alk. 2.90-8.10. Kempen: Rote Daber 0.00 - 0.00, andere roie Sorten Mk. 0.00 - 0.00, "Magnum bonum Mk. 3.00, weiße runde Mk. 3.00, Gelbfleischige rote Mt. 3.50. Saffig: Rote Sorten Pik. O.Ou—0.00, Magnum bonum O.Oü-O.oo, weiße runde 0.00, Gelbfleischige blaue 0.00—0 00, rote 0.00— 0.00, weiße 0.00 —0.00. <3 ( a 1 ö t: Rote Taber 0.00—0.00, andere rote Sorten 3.40-0.00, Magnum bonum 3.00—0.00, weiße runde 3.00 -0.00, Gelbfleischige, blaue 0.00—0.U0, rote 0.00 - 0.00 F r a n k f u r t a. M.: Rote Sorten Aik. 0.00—0.00, Tlagnnm bonum 0.00-0.00, weiße runde 0.00, Gelbfleischige rote Mk. 0.60. (Alles zu 50 Kilo.) Die Nlarktprciie für Bich und Frucht und die Gießener Fleisch- nnd Broiprcise am 2. Januar 1911. Höchste Schlachtviehpreise tn F r a n t < n r t a. 'M. Fleischpreise in Gießen Ochsen Kalber Schweine 50 Kg. Schlachtgeioicht 95—98 Mk. Kg. Schlachtgeiv. 96-102 Pf. */, Kg. 84-92 Psg„ lL , 76-80 , , 80 bk . Getteldepreife in Mannheim Brotpreise in Gießen Wetzen lOV Kg. 20.7u - 20.so Mk. Roggen 100 Kg. 15.50—15.75 'Mk. Weißbrot 2 Kg. 62 big. Schwarzbrot 2 ttg. 54 Pig. Il Erhöhung des Einkommens durch Versicherung von Leibrente bei der Preussischen Renten-Versicherungs - Anstalt. BeiMpiel für M&nner (Frauen erhalten weniger): Sofort beginnende gleiehbleibende Rente kur 1000 M. Einlage. Eintrittsalter Jahre): oO | »5 | 60 6o |_ 70 70 Jahresrente: Mark 72.48 82.44 ! 96.12 1114.96 141.96 1181.20 I laufende Renten: über 7 Millionen Mark. Ende 1909 । vorhandene Aktiva: fast 120 Millionen Mark. Prospekte und sonstige Auskunft durch: Chr. Emil Derne ho w in Frankfurt a. M., Kaiserstr. 14.. Kaiserplatz. fertigt! ürrlaitflte Probe i ich baioullin 4 «Vtr. Weinen arohtt Lchwoche ■hihi Lchwindeb i IcDciitioüatett i übeibrufiifl «• L denn ich iüM n nach. QDPtiit intifl. Habe auch imoif und Be- eUten 20 duni 10. tL Unterltbrifi das beite und i in Ävochclen, , tzauuar 1911, unb, Treiivive. (Foritwartet tzichtenreiSitanaen l Qic&tenitöeitbolJ, tüppeibol), 2 jim- T.A R°>- Wten« ntreififr 10 Grellen ter Leg an der üär 1911, voraÜ gSSÄ . Rm Sieiw''T"' uDpelboli- U «m. Ö'J1? Oichienitockbolt A Vellen Rttlero* ibacherwes j tann von dtutl- !Lnd- Dd»W S'SsS den JgJJJ ooa -Zr-s s gttbOltO- ,inS fr3°eunaled)te n>ÄJ LSer°rdnu»S lialluK iefiatt^ rt*ä?etothnU 9 rucht Steife ^unt klni ■310 *** -l ' ys« tu"; ltwoch, l ow faiiag, ainstaji. 7. han.: »lass 3*/, Uhr: -ante.' i'loniag, ml.' ? misiag, Ian, nachmiuagß i Ronjeu.* i3 am 7 Uhr. *-« P(g. '6—80 '0 -1'6 ' ,n®Mtn 012^.641^ ^ttleater. IL' "achnvllaa» 1?“ «>•<«, ortUnfl, 6.3an, n- nadnniiiflQi '«'ne Vuimsly.' «M/ Lbends niht: .(hu enbe Holländer/ 'rodel.' SibenM Unser Saison-Räumungs-Ausverkauf =;-■“= TMK- Auf alle Winter-Artikel gewähren wir in dieser Zeit 15 Prozent Rabatt. JLuf alle regulären Waren (äusser Garne) 10 Prozent Rabatt. Während des Ausverkaufs kommen noch Gelegenheitskäufe in Spitzen, Festons 1*1 j®| nnd Spitzenstößen zum Verkauf, dessen Preise wir noch anzeigen werden. lei Telephon 662 <5$. Folter hoff oföhne tfeltersißeg 20 Mitglied der Handelszentrale deutscher Kaufhäuser in Berlin und Chemnitz s-f Erstklassiges Spezial-Geschäft der Kurz-, Woll-, Strumpf- und Modewaren-Branche AikMitglildttdnhjktzcRGkDsUttiiik welche sich an den Massenchören Lose o7~infc 12 k 20- n- Kla63e wollen. Seifen = Parfümerien 61 = Toiletteartikel Edgar Borrmann A. Welz, Seltersweg 6 Neustadt 11. Emmer icher Waaren - Expedition Spezial’Greschäft für Kreuzplatz 9 Kreuzplatz 9 Karlsbader Mischung Wiener Mischung Amsterdamer Mischung für <66 Mk. 1.70 Mk. 1.50 Mk. 1.30 Buchacker Neuen Baue 11 Weine, Kognak, Rum, Punsch Essenzen sowie verschiedene Liköre Flimm Walltorstrasse 63 Direkter Import OIBSSEN Wcinsiandlung Delikatessen Kolonialwaren Beste Bezugsquelle reine und billige empfiehlt sich im Ausbügeln und Nevaricren von Herreukletdcrn Gießener Bügel- u. Reparatur - Anstalt Sonncustrafic 31 Weinstube Seibel Ludwigsplatz Jernr. 2093 Kirchftratze. Donnerstag den 5. Januar beginnt ber Unterricht. Neuanmeidungen für Schneidern, Bügeln und Weitz- nähen werden bis zum 9. Januar angenommen. v /i Näheres durch L. Moeser, Gartcnitraße 30.________ Köfligl.Pms.Kten-Lote Die Ziehung der I. Klasse 224. Lotterie beginnt am 13. Januai 1311 fluch Sie werden naoh einmaligem Gebrauch gegen Büsten □ Heiserkeit nichts anderes mehr kaufen, wie Eutol-Boiihon ^'30 Pfg. K.1- Kuverts mit Zirma s grühl'sche Universitäts-Druckerei. R. Lange. Gießen Kaitee besonders aromatisch und ausgiebig: Tiirenschlietzer | finden Sie jederzeit in allen Grützen und in leder Preislage unter iangiäbriger Garantie bei Emil MülUr, Kaiser-Allee 8. sind, solange Vorrat, zu beziehen durch die Königl. Preuss. Lotterie-Einnehmer in Giessen. Es empfiehlt sich die Lose schon jetzt abzuholen zu Befeinden die Güte haben wollen, die bei dem Jestkommers am 15. Januar tu Steins Garten zur Feier der 40jährigen Wiederkehr des Griindungstages des Deutschen Reiches zum Vortrag kommen sollen, werden freundlichst ersucht, sich zur ersten Probe Mittwoch den 4. Januar 1911, abends 9 Uhr pünktlich int unteren Saale des (£bct gefälligst einfinden und dabei die Noten zu den Liedern: „Das treue deutsche fScrV' Lon Otto „Der Soldat" und „Der Schwerzer von Sieger und „Dankgebet" aus den altniederländischen Volksliedern von Kremser, mitbrmgen zu Vliee besonders empfehlenswert: Sonchong, voller Geschmack Mk. 2.50 Dagoba, kräftiger Geschmack Mk. 3.40 Mandarinen-Mischung, mild, arom. Mk. 4.00 Weitere Sorten in Jed. Preislage n. für Jeden Geschmack _- » i« Uatiftn nomburg v. d. HL, Herborn, Augsburg. Darmstadt, Dillenburg, Frankfurt a. M ’ Fnlf"’i15’stut,tsar”straSsbarg,Würzburg,Wetzlar,Weilburg,Wiesbaden etc. Kaiserslautern, Limburg, Metz, Marburg, Nürnberg, Pforzheim, Stuttgart, Strassburg, _______________________ Rechlrschutzstelle erteilt unentgeltlich [D’/i Rat und Auskunft an Franc»» und Mädchen. Sprechstunden Mittwochs von 5—7 Udr, Alicestratze 31. Petroleumheizvfen, Wärmflaschen, Ofenschirme, Kohlentasten, Blumentische, Vogelkäfige, Schirmständer, Christbaumftänder re. re. empfiehlt __ ö x s ct , a c — s> *■’■ ta> " t- y ro e *» ® h o — cr- Ze© y y o Ei ^‘3 5 S 5s o> öS »Z .2. 'S? ’e-tg. — Co <-. ?a3 s o „e -» » £e S XTs §3 3 LZ.S =s a -2a< <§= = C 2’’? V» y 3 Z Co <5 CZT> — Z 0 o ■ s» S ss?s oz> —- _ -> *-*■ CD o O CD 0 O OO CD O S8«? - c 1 o 53 <-I , , 2?co So - —=; =• — o y. f7 S' 2 y ES il jcS2. x 2, o* Kss- — ro — » $-= z a-H = So ~ O • ® y X 2. ZSo* -Zs 5j3 y e? = 2 ro e w> 5-8-A «/•« r-*- « "An » »22 S6> = 2 - s 2* O 2 c£c*O »y ~ co Z O»7 ro c1 Ed 2 y.3. =*2 =* y y ~ - = 3 SB 3*3 gL. ■e =-~ 2 2,o y y = 5 ^T = ro y o — x 2. ro 7^ « 2 S-?5* 2 (fi.as Z ■ o -" ro ro • Oj o S o a = ~ 2# s?= SJ"-P § ** 3.5'^ - "COX 3 *"> co- g»o y „ 2' ?Ö2.Ze 2 — y.-- -t- — ro o ? Z-^7 3 © XD 2 y - o c •? 2. ~(Pc " =■ As | LZ- 5{?x er 02 2? = •2 cü y Cr = ', c O 2 2 F §^S g •T* 2 er- (T) S=q, ~-.ro “ ' 2 C~ —; *.d Ks 3 2 EOO y y —• o - 51 e y o 5 3 75? & a = y e « r? r* er o y , o 5 .u ZL3 0^0 CD " X 3 ® Hf g ro 5P - = 2 -2, C: y ro y o S rt = 5" o Co ■§ 'S g=l co " — —-o x o 5Z ©3 Z 2* & F 5 . cu y- ;» 3 3 WZ g-° 3 <0 ro r 3 o ' 3» ■3:3 — ro y® ro "3 »3g.® ro ÖD — ro 3=2-" ä t •» r* kö —. « 3 « -ÄCD (So X S-~ ws 5 j®F5? ° e & ^“■2 3 o 0-2" 2.3 3 —: 3 &-o - 2 y o — « S" 3 3 C3§?COZ ®> —cr'-i --! — X "CO — org 3 ci>" yy3 o *-2 X' 2 2 3 2 y 3 = —3> c D d: A*y ** rt - ■’$u:= 5,_yy‘ 3 = 3 co__^ = - -.ygoS< ■CS» — n. O» o —3 JL. .O’ .ft “ — ? 4£ H H ’ ' — ^y= y CD'yä0 -3-2 3 ö 5§s — y=^5 y2?= ^"5 A ' x 3 2 3 y 3" 5 r‘- " (5)' 3H- 3 3' Z " 3 2S-C y Barometer z? Temperatur A der Lust Absolute Feuchtigkeit g. es s y to 3 CD y g Cu y aus 0° reduziert vs o N O: GP O:. S 3 c 3 5 O 2. » ' 6- ==& L o ro P e c a L-S rxö 40 — o y GP O- 2. s 3 y O 3 5 u §8 S S9 6)0 O 31 N o o 3 y 2 c 3 z ' y<3 i—o*. «»TS yS ."LS^. o M S ■e A> 9 o X S es» 3 c - 2.c 3"re o — y = ar* 05 § 3 gf 3 ro — X ro — s. 5» Gr? =•' pD i«:Ö e»tS x ' c» =• „o aSs — 3. = sr*5<#5> ai»? r» yy 12.2 3.0 *» o ». — 3 ro doy r?2 <3»5 2^»« •io r- S: 5^ 3 A .<0 = M 2, r*3"3 — 0-3, ’S " = •»So ro Xi ■=?Co 5* ro - y ®gf sä' -ro ~ O CO „ ' S 3 y °" ro — <-. -o Cd 2 O c- ro ?o-S e*-® o r* I » P O y e er S> °#o 2^73 x • - y —» z-, • ro 2 — O21“ - y tx,G ciox«; o v ro CT-2 " y = -% <5 co 5? y = — y® öro (D^5G^y^S=-ro 52.^ " ro 2. y §2 5 2 K - S 3 = = ÖP — 3«*^= ®" D 3 ra7^a ro X —' = = °a2«5 •i:.- 2= " 2-LL^ 1 x^x—o5t^2 " 3 <2 ro to gr-S 2?°~ SgS-ö'söeg I 0. 2 r* = r* r»r» t* .o> tO a S- o o 5 - ® ro y y O:y •“ ro rs.ö.x:cz 2 2 ro - — — ro C Grad brr Bewölkung >», Iti h#r tn gehnlel der flchlb. Htmmelsfl. 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