^towikht *** pilndlxh !ertuW durch rsil '"'t* ^«bnüntn dtr wtltUry«*, WtM «en Sitöpen, ftöpfea 2 Ke, «andere inland! Vfa.: BoiikoUienlh« voller Heilbackc »r.i ific'odjt iLtonlerv.ini »en Siachn. Wttbtdf«! J,l(im6büitietin.61i hhhhihm berg (Hess.)! Fernsprecher 22 empfiehlt alle k-m Drablgrflchlk,Dnh tiHfritbiflMgn, di. Tore nni (fidhte. Rombkttt ©iiirith fitinoen in der t>ik von 150 cb rt 1.35 an. —- bisstcklen bitte« BitN t richtige Einhalwq 5enfo für iw Am mn beficn Stelnhnw ober an eint anbei rügen WM»? Kemarkung otai« itungögebieM rt W der iuUänbifleJto* zwar bei ber WW ge Aeischbe!Ä--°«L ;jt da MS 6* bf* . denen ■ MW n mit heiv^ v ‘»jäS-A mittelbar l für iÄ^I ijefänglnr^ t Gietzev- inn. .»«**. II tit” ^5^8 iÄbf- SP01'^ DD»1 »(<^91 I Nr. 258 Ter Gletzener Hitziger erldyml täglich, außer Sonntag». - Beilagen: viermal wöchentlich #ifttntr.Samllitnblctlfr, uprunal ivöchentl.Kreiii blatt färben Kreis Äiefjen (Titnstag und Freitag): iroeimal monatl. tanb» wirtschaftliche Seitfrayen Ferniprech - Anschliisse: für die Redaktion 112, yerlag u. Expedition 51 8!breife für Depeschenr «nzelger Wiefern. Annahme von Anzeigen für die TageSnummer bis vonnülng» 9 Uhr. Erster Blatt 16|. Jahrgang Donnerstag, 2. November WU eneral-Anzeiger für Oberhessen Rotatfonrdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckeret R. Lange. Redaktion, Lrpedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. vüdingen: Fernsprecher Rr. 269 Geschäslrslelle vahnhosstraße 16a. BezuaOvrel»: monatlich 75 Pf^ viertel- jährlich Mk. 2.20; durch ribbele- tu Zweigstellen monatlich 66 Pf.- durch bie lieft W.2.—ulertcl- jähvL ausfchl. Beitellg. Zcilenpret»: lokal 16 Pu, auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A (Äocg. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für .Feuilleton', .Vermischtes' und ^Genchtsfaal": N. Neurath: für .Stadt und Land-: E.Leß: für den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umsatzt 14 Seiten. brauchbar — Aus Beug ha fr und Homs wird nichts neues gemeldet. Tripolis, 31. Oft. (Agcnzia Stesani.) Während des Tages h a t f e i n A n g r i s s st a t t g e f u n d e n Ta bc: Wind ErkundungSflüge verhinderte, war cs unmöglich, c waige Veränderungen der feindlichen Stellung zu verfolget. Hier geht alles seinen regelrechten Verlauf. Aus H o m liegt nichts neues vor. London, 1. Nov Tic „T i nt e 5" meldet aus Tripolis: Täglich treffen italienische Truppentransporte em. Gestern nachmittag begannen die Türken die Stadt mit zwei Geschützen zu beschießen. Tie Italiener nahmen die Geschütze weg Italienische Tarstellungen. Rom, 1. Nov. Wie „Giornale d'Italia" meldet, sand heute im italienischen Lager vor Tripolis eine Gedacht nisfeier für die gefallenen italienischen Soldaten statt. — Eine weitere Meldung des Blattes besagt: Leutnant G a v o 11 i, der heute bei einem E r f u ndungsfluge über einem türkischen Lager vor Tripolis Spreu gb om- bent sollen ließ, hatte seststcllcn können, da» eine der Bomben eine unbeschreibliche Verwirrung angerichtet habe. Menschen wie Tiere seien nach allen Richtungen au->- cinandergestoben. Die Uneinigkeit zwischen Arabern und Türken scheine sich zu bestätigen. Tic Araber beklagten sich darüber, daß sie stets in die vordersten Karnpsesreihen gebracht würden. Nach einer Meldung des „Sortiere d'Italia" aus Tri- hnliä; tnurhnt die Regimenter in den voraeickio- Der italienifchtürtilche Krieg. In den Abendblättern der Berliner Zeitungen vom oestrigen Mittwoch sind wieder einige Meldungen aus türkischer Quelle enthalten, deren Siegesbotschaften aber unverbürgt oder wenigstens übertrieben sein werden. ES heiszt, die Türken seien nach Bewältigung der Italiener in den Forts in die innere Stadt Tripolis eingedrungen, und beim Straßenkampf hätte ein Türke gegen drei Italiener zu kämpfen gehabt. Als die italienischen Kriegsschiffe mit ihren Geschützen eingegriffen hätten, habe Cb er ft Neschat Bey dem italienischen Kommandanten gedroht, daß er für das Schicksal der mehreren Tausend gefangenen italienischen Soldaten keine Berantwortung übernehme, falls die italienische Flotte Tripolis bombardiere. Mag das alles erfunden oder übertrieben fein: fest steht, datz Tripolis von den Türken regelrecht belagert und neuerdings auch beschoss en wird. Dabei tritt in.ber bedrängten Stadt die Cholera auf, an der Hunderte von Soldaten erkrankt fein sollen! Ta ist es glaubhaft, daß der Geist unter den Italienern fein musterhafter ist. In einer amtlichen Note sucht die italienische Regierung die Grausamkeiten zu beschönigen und zu entschuldigen, von denen die Berichterstatter vieler auswärtiger Blätter neuerdings empörende Einzelheiten wiedergeben. Die neuesten italienischen Meldungen, in denen es meist heißt, in £ rillet) wieder mit Vorsicht aufzunehmen. Vermutlich wiederholen die Türken deshalb so dicht hintereinander ihre heftigen und todesmutigen Vorstöße, weil sie es wissen, daß für die Italiener Verstärkungen zu erwarten sind, die der Türken Lage ungünstiger gestalten werden. Berlin, 2. Nov. Tie Meldungen vom tripolitanifchen Korrespondent desselben Blattes tel.graphiert von Djerba „Berl. TagebL" wird aus Konstantinopel unter dem 1. Nov. telegraphiert: Gegen Ende der heutigen Kammer- s i tz u n g erhielt der Präsident ein Telegramm des Abgeordneten Suleimann el Baruni, ber unter dem 28. Cftobcr meldete, daß er mit feinen Freiwilligen in Salick, einem Vorort von Tripolis, angekommen fet Bluiige Schlachten hätten stattgefunoen. Die ftrategischen Punkte seien in den Händen ber Türken. Der Vormarsch gegen Tripolis werde forigesetzt. Man hoffe, morgen mit Gottes Hitse dort eindringen zu können. Frenetischer Beifall folgie der Verlefung der Depesche. Der tripolitanische Korrespondent desselben Blattes telegraphiert von Tjerba in Tunis unterm 1. Nov.: Gestern, Dienstag, nachmittag 3 Uhr, fnb diie ersten 70-Millimctergranaten von einer' türkischen Gebirgsbatterie auf die Stadl Tripolis gefallen. Seit Freitag Haven alle Tage unaufhörlich Gefechte statt- gefunden. Die Cholera tritt immer bedrohlicher auf. Hunderte von Soldaten sind ertrankt. Gestern starben im Militärhospital 2 5 Soldaten. Tie Lage der Europäer ist e r n st. Dem „Berl. Lofalanz." nrirb aus London telegraphiert: Der Sonderberichterstatter des „Taily Minor" in Tripolis telegraphiert am 1. Nov.: Gestern bombardierten die Türken die Stadt vorn Fort Hamedia aus, das die Italiener räumen mußten. Die Kreuzer und Zerstörer in ber Bucht erwiderten bas Feuer und legren das Fort in Trümmer. Viele Türken sollen getötet fein. Neue Angriffe der Türken. Tripolis, 1. Nov. (Agenzia Stcfüiii.) Gestern war hier alles ruhig, als plötzlich einige von den feindlichen Gebirgsgeschützen abgejeuerte Schrapnells in die Stadt fielen. An den Befestigungen wurde fein Schaden angerictitet. Ein Eingriff der Kriegsschiffe aus der Flanke trieb bie Türken in bie Flucijt, zerstörte die Verschanzungen und machte vier Geschütze unWar Jcfus eine geschichtliche Persönlichkeit? Gießen, 2. Nov. In der neuen Aula setzte die Reihe der religions- wisfenschaftlichen Vorträge gestern abend Geheimer Kirchen rat Baldensberger mit einem Vortrage über die geschichtliche Persönlichkeit Jesu fort, der wieder sehr gut besucht war. Ausgehend von der Tatsache, daß das große Publikuin heute den religiöien Fragen und insbesondere berjentgen von der Eni stehung des Christentums eine weitgehende Ausmerlsainttit schenkt, bespricht der Redner die verschiedenen Crkiaruugcn.^die man dafür vorgebracht hat. Bei vielen Gebildeten unserer Tage zeigt uch das erfreuliche Beduruns, die reUg.öie Vergangenheit der Menich- lieit zu erkennen und daraus auch die Gegenwart und ihre Aui- jaben zu verstehen. Teni mochten auch die in diesem Ämter- cmciicr gehaltenen religionswistenschafttichen Vortrage Rechnung tragen. Tas besondere von dem Vortragenden gewählte Thema: „War JesuS eine geschichtliche Persönlichteit?" ist ihm durch bie von einer beiannien raüitalen Strömung ausgehende, Aussehen erregende Behauptung von der Nichtgeschichttichfeir Jem nahegelegt worden. Solche ungeaüme Borpöße einer voreiligen Wistenschaft lind nicht biob vom Uevel, sie können der Sache auch foroerliÄ) werden, besonders dadurw, datz sie uns zwingen, un;cic geistigen Besitztümer tieier zu gründen. Aus jeden Fall nun".en die von der gegnerischen Seite vorgebrachlen Argumente gewissenhaft geprün werden. Aus der weitverzweigten Streitiragc kann nur cm kleiner Ausschnitt geboten werden, liij zwar sind es folgende drei Punkte, aus welche der Vortragende naher eingeht: der Mangel an nicht wrisilichen Zeugniueit für Jesus, der Unwert der kirchlichen Ueberlieserung üoer ihn und der ungeschichl- liche oder mythische Charanec des urüirifiluoen Gemeindeglaudcns. Nur spärlich und gering find die uns erhalten geolieoenen •Qcugnii'c aus der Feder der jüdllchen und heidmichcn 2wlr.|ii.elkr. $ie geben auch keinerlei Gewißheit, roeii man vei allen diesen stellen mit der damals veroreneten Sirte der Einschiroe, die in rirchlichcm Iuteresie gemacht wurden, rechnen muß. zou) hat man bcucn Stellungen durch neuerdings gelandete Truppen a b g e l ö st. Tic „Tribuna" meldet aus Tripolis, daß die Türken gestern, nachdem ihr Angriff mit Gebirg-fanonen von den italienischen Schisfsgeschutzen abgeroiefeu worden war, ein Gewehrfcucr gegen die italienifchen Stcliungen zivischcn Sciarasciat und Sidi Messri eröffneten, aber nach zwei Stunden zurüägeschiagcn wurden. Tic Italiener erbeuteten Eebirgsgeschütze und fdiafitcu sie nach Tripolis. „Vnerratore Romano" schrciot: Trotz oer Vcrössenllichnng amtlicher Erklärungen fahren verschiedene ^licungen fort, glauben zu machen, daß der päpstliche Stuhl in gcivüicr Weise an dem türliich-italienischen Konflikt beteiligt sei, und beutelt sogar cn, dost finanzielle Interessen dabei in Frage lernen. Wir warnen nicht nut unsere Leser, sondern auch alle Kollegen der italienischen uno ausländischen Preise vor dielen falschen und tendenziösen MitteUuirgen, die jeder Grundlage (ntbcl'ten. Eine italienische Rechtfertigung. Rom, 1. Nov. Die „Agenzia Stesani" dementiert in bestimmtester Weise die Nachrichten auswärtiger Zeitungen, nach welchen die Italiener in Tripolis ein lvahres Gemetzel angerichtct, Untcrdrückungsmaßrcgcln ohne Unterschied ergriffen und M a s s e n m o r b e an waffenlosen Arabern, Frauen und Kindern verübt hätten. Tic „Agenzia" erttärt hierzu, infolge des Verrates ber Araber, die, nachdem sie sich bereits oer italienischen Regierung unterworfen hatten, hilitcr.istig die Solda.en in der F.anlc angegriffen hatten und im (nuLaug mit beit Türken die italienischen Verschanzungen angriifcn, sei es unvermeidlich geworden, die Rebelieu zu b eft r a f en und bie Oase zu säubern. Diejenigen, welche mit der Waffe in der Hand augciroffcn, sowie die, welche nach einem regelrechten gerichtlichen Verfahren des Mordes für schuldig befunden wurden, seien erfchoi.cn worden. Andere Gefangene, die den Verrat begüngigtai, oder entgegen den amtliajcn italienischen Anoronunge.l Waj.en trugen, seien — ungefähr 2200 — nach italienischen Inseln g.bracht. Zum besseren Sü-utze ber Vorposten zerstörte man in der Oase die Mauern und alles, was den Rebellen Härte nutzen können. Zuerst aber sorgte man dafür, datz bie harmro.en Araber, Frauen und Ä'inber, in Tripolis in Sicherheit ge- Pracht wurden. In Wirklichkeit waren es Feinde, die Grausamkeiten gegen Verwundete verübten Als Beweis kein Recht aus diesem Versagen der antiken Geschichtsschreibung die Nichtexistenz Jesu zu folgern. Tenn Stillschweigen über eine Tatsache in nicht gleich Leugnung dreier Tatsache. Verletzt man sich aber in recht lebendiger Wene in bie Zustände oer iüdi men und römischen Welt in den Tagen Jesu, io erscheint das Sr.ll- schweigen der alten Schriftsteller über Iefus au>s beste motiviert und muß sogar als das Sachgemäße beurteilt werden. Untersucht man das, was bie neueste radikale Schule über den ungeichrchtlichen Charakter der Evangelien und über die mythische Art des urchristlichen Glaubens aufgestellt hat, so erkennt man leicht, daß diese Argumente ihr nicht zu eigen gehören, sondern daß sie aus der Rültkammer der wissenschaftlichen Iriti- ichen Theologie stammen. Tie Neuerer haben also keine ong.iuüc und noch weniger eine desinitive, najere Lösung des urchri.uichen Problems geliefert. Allen ihren Gründen neben cocnio viele gewichtige Gegengründe, über die man sich nicht hinw.gietzen darf, gegenüber. In bezug aus die evangeli,chen Quellen ü es schon von Bedeutung, das; auch die schärme Mntif sich immer genötigt sah, altere, guuerlamgere Stucke von den spateren, zweifelhasteren zu unterscheiden, io daß es ausgeschlossen scheint, den geeinten eoengelifchen Stoff aus den Gedanken der älteren Religionen al juieitcn. Ter Rekurs^ auf den Mythus zur GrfUriuig der neutestamentlichen Tatfachen schießt weit über das Ziel hinaus. Weim auch manche einzeme mythische Züge Vorkommen, der Gesamtcharakter der evangelischen Geschichte üt nie;: mythisch. Sicht man ganz ab von bem sittlich-retigiös.n Gchatt der christlichen Religion einerseits und den heidnischen v^e.igioneir ahMiClto u:~> «e-«“----- au, Je Ci ne Frage na« bc.n g e, chichttichc n Leit, w ,cr,immert bei den 8Rijifr.ii bie SSirfiuütcii aus der sic hcrvorMgangen sein mögen, nur noch dura» den Schleier d-c Phamaiie huiaurcy, während bei den C^angenen der Grundzug Ge c-Acyie uno^utnc G.- schichte nur in einzelnen, wenn auaj in zahlreichen Farleu, m iCgeubari dyi ober auaj in mylfrologtscher (juv.n gcfaßt tit- -tvc ^pi.'ttaum der neutten Mytho:omlerungci.erii.ck-c i;i in er.i'.T time vü.- Leid.'.:, c::i u b Auf. . leben - c-u. a nr'd: Ibic my h.sierende Exegese danach, auch das übrige Leben Jesu, I ■ - • icnc die Tatsache, daß bic Zahl der Toten v.-rhaltnismäbig iel bedeutender war als die der Verwundeten. Der Gruß deS Sultan?. Konstantinopel, 1. Nov. Ter Sultan übermif-* eite den Soldaten in Tripolis seinen Gruß und jrudte seine O^eniigtuung über die tapfere Haltung aus. ..Itdam" und „Jetti GaKCtta" verzeichnen Gerüchte von neuen Kämpfen bei Bcnghasi und Der na. Hierbei sollen bie Italiener hinter die Verteidigungslinie von Benghasi und Terna zurü^g. gangen sein. Alexandrien, 1. Nov. (Neutcr ' Wegen der Veröffentlichung der türkischen Siegesberichte war gestern abend bic Bevölkerung in großer Erregung. Von den Europäent abgefeuerte Revolver,chüsfe veruiiächten einen Tumult. Die Crbnung wurde durch die Po'izei wicderhergeftellt. Eine Person wurde getötet, vierzehn, darunter ein Europäer, verwundet. Dom jlingtutkischen Komitee. Saloniki, 1. Nov. Das jungtürkische Zentralkomitee erklärte, es iutrbe sich nicht mehr tu die Angelegeuheiteii der Regierung misck>en. Die Mitglieder mürbe« keine Vorteile für sich ober Staatsstellungen an- ftreben, widrigenfalls sie examplarisch bestraft würben. Das Komitee werde den Fortschritt und die Bildung fördern, sowie an ber Einigung der Rajscn Mitwirken unb bic Unternehmungen ber Regierung unterstützen. Diese Erklärung soll auf die Haltung ber tifijietc und bic ungünstige Volks- stimmung zilrückzuführen fein. Anfragen im englischen Unterhaus. London, 1. Nov. Im Unterhans fragte Pointer (Arbeiterpartei) an, ob vor ber Ankünbigung oes Vom b a r d e m e n t s v o n T r i p o l i s die dort befindlichen Mal - tefer um Absendung von englischen Kriegsschiffen gebeten hätten, auf denen die englischen Kolonisten ohne Unannehm lichkeitcn hätten gebracht werden können Kolonialminifter Harcourt erwiderte, er bedauere die Unannehmlichkeiten, bcucn bic Flüchtlinge ausgesetzt gewesen seien, und sagte weiter, es sei von verschicbenen Seiten angefragt worden, England falle Schiffe z u m Schutze der britischen Untertanen nach Tripolis senden, aber bei Berücksich tigung aller in Betracht lomincnbcn Umstände habe man es für nicht redlich gehalten, dies zu tun. Pointer fragte ferner an, ob die britische Regierung beabsichtige, zum Zwecke der Sicherung einer Entschädigung für alle diejenigen englischen Untertanen, bic dura) den K r i i g Schaden erlitten haben, Vorstellungen bei der italienischen Regierung zu erheben. Unterftaatsseireiär des Auswärtigen Amtes, Ackland, antwortete, datz bis jetzt keine Ansprüche auf Entschädigun gen eiugegangen feien; wenn aber irgendwelche erhoben werden lullten, fo werden sic auf ihre Berechtigung untersucht werden „Ich werde sie nach den Grunosätzen prüfen, bic die britische Regierung bei Ansprüchen, die aus bem südafrilaniicheu Krieg hergeleitet mürben, angewendet wo» den sind, um die Anwendung dieser Grundfätze auch auf diese Fälle zu gewährleisten." Eine |ojiaidcmokratische Kundgebung. Berlin, 1. Nov. Ter „Vorwärts" veröffentlicht an der Spitze eine Aufforderung des g c s ch ä f t s^f ü h r e u d e n Ausschufses desIn ter nationalen Sozialistischen Bureaus an die Arbeiter aller Länder, sich gegen den Krieg zu vereinigen und zu manifestieren für den Frieden, für die Abrüstung und für die Solidarität der Völker. 2lit5 Hessen. Aus dem Wahlkreis Büdingen. Ter nalionambeiuic Wahlausschuß jur den Wahlkreis Tübingen veröffentlicht folgende Aufsordcrung an die national unb liberal gesinnten Wähler des Wahlkreises: Nac''b:m Herr Ccfonomicrat Andrac die ihm angeboienc nalionalllderalc Kanoiuatur für den heififchen Landtag vor einigen hincinLuziel.cn. Hicr aber gibt es zal/lrcick-e feste Punkte, oic man niai aus ter Welt idiaif.’n, nicht tnt mythischen Wctlcnmcer unlcrgch.n laifen kann Ciuzetne Beweise dafür rouitr.-n von dem Redner öcS Längeren ausgemhrt: so namentlich die Ueberlieserung von Lern g a l i i a 11 d cn Ursprung Jesu und der Tatsache, das; muten im griechischen Text des N. T. einzelne Wörter aus der syriichcn oder aramäischen Muttersprache Jrsu erhalten gc viieveu sind. Ter Redner schloß mit einer allgemeinen Bemerkung über tic Bekehrung aller Völker der allen Weit zu Hesus. Dieselbe b.ocu.ei ein Zurückne.cyen eer Heilanoc aller hndniich n, mythischen Religionen vor Jesus Chriiius. Und dies erklärt sich dadurch, daß xj.’iu» int Gcgensaü gegen einen Mithras, Lsiris, Adonis uno rlttis eine leo.ncigc, geschichtcickie Persönlichkeit war und darum auch in der pcrfönlichen Mem'chenwelt solche Triumphe scierte. Ü ine andere Religion Hal so duraiaus persönlichen Ul/aiallcr als das Lhnueutum, weshalb am Eingang dieser Religton nur eine wicr.iche Person ge,landen haben kann. • — V o in Aettbenerb für das Bismarck-Denk- m a l a m Rhein. Ter Kunstausichuk hir das Bismarck-Tenlmal am Ryeiu hat, w.e w.r bcruij.etcn, aiie Einiprüche oer Künftler- lüjait gegen den Wel.bewerb zurückgewiefen. Tamil scheinen sich aber die Jtunulcr nicht beruhigen zu^wollen. Es wird daraus hinge,-vie'cu, oaß andere junilischc Sachventändige sehr groß? edlen g^gen das eingeschlag.ne Veriayren äußern. Ter Fall criü;emi für eine Ge>unoung des Wetlbewerbswesens und zu Gicij) im Jnlere,i. der rrunnwrderung io wichtig, daß bic „Teiujdx ^auzcituuz" die .Anregung gib:, ihn durch ^ine gerichllick-e Hlag? gegen .-eu Teuiinatsa^sap »a hären. Tie i'ttage lönntc nur ton ei.icm Betcuigten erhoben werden. Ta cs uch aber um ein allgci.iRnes Fnt-.r^se handelt, würden sich zweifellos die ltunstler- vereiutgungen bercuiinoen lassen, die Kosten zu tragen. Tas Mrcbenfiiüj^c bä der Angelegenheit ist, daß das gleiche Preis gcrichl, w-'.ches bei der x utcitung des ersten Weubewcroes .ia^, oer altg..:uu..n Aiilajaaung den Erwartungen nicht eut- iprcd), auey oen zwtt,en Wettbewerb beurteilen soll. Lagen endgültig abgelehnt hat, ffdfen wir unfern Freunden in Stadt Und Land ihre Stimmabgabe bei der bevorstehenden Landtagswahl anheim mit dem Bemerken, daß wir von einem vaterländisch gesinnten Mann, dem ein gesunder Liberalismus am Herzen jiegt, erwarten, daß er niemals einen Sozialdemokraten Wählen wird. Beamtenfragen. sd. Darmstadt, 1. Nov. Das hessische Gesamt- Ministerium mit den Vorsitzenden sämtlicher Aoteilun- gen der verschiedenen Ministerien waren gestern unter dem Vorsitz des Staatsministers Dr. Ewald zusammengetreten, !mn die Beratungen über weitere Vereinfachungenim Staatshaushalt, sowie über die Erhöhung der Beamtenbezüge fortzusetzen. Betreffs der Beamten- gechälter kam ein Vorschlag zur BeratunZ, der dahin geht, bas Wohnungsgeld auf 15 Proz. des Höchstgehaltes festzusetzen. Damit würden die Sätze der Reichsbeamten sowie der preußischen Staatsbeamten erreicht werden. Auch wurde vorgeschlagen, die Hälfte des Wohnungsgeldes p en s i o n s f ä h i g zu machen. Allerdings würde damit ein Mehraufwand für den Staatshaushalt von über einer halben Million Mark notwendig werden. Die Beratungen sind noch nicht beendet. Deutsches Reich. In Berlin hatten sich am gestrigen Mittwoch mehr als 4000 Arbeiter und Handwerker aus Reict-s- und Staatsbetrieben abends versammelt, um angesichts der Teuerung die Forderung einer allgemeinen Lohnaufbesserung zu erheben. Wie die „Nordd. Allgem. Zeitung" hört, wird der durch die Bestimmung des Grasen von Oberndorfs zum kaiserlichen Gesandten in Christiania demnächst frei werdende Posten eines Botschaftsrats in Wien dem derzeitigen Botschaftsrat in Rom, Prinzen Wilhelm zu Stolberg-Wernigerode übertragen, der in der Person des bisherigen ersten Sekretärs, bei der kaiserlichen Gesandtschaft im Haag, Legationsrates v. Hindenburg einen Nachfolger erhält. — Wie die „Nordd. Mlgcm. Zeitung" ferner hört, ist für die Wiederbelebung des Postens eines königlichen Gesandten in Weimar der frühere Botschaftsrat in Washington Graf Georg von Wedel ausersehen, der mit der zeitweiligen Führung der gesandtschaftlichen Geschäfte in Weimar bereits seit nahezu einer Jahresfrist betraut ist. In Berlin wurde unter Beteiligung führender Verbände von Industrie, Handwerk und Gewerbe eine Submissions zentrale des Hansabundes gegründet. Ausland. In Wien fand am Mittwoch nachmittag in Anwesenheit des 'Kriegsministers die erste Vorführung des Wirth schen Fernlenkbootes auf der alten Donau statt. Der Kriegsminister nahm mit dem Erfinder im Boot Platz, verweilte während der wohlgelungenep Bewegung eine halbe Stunde und ließ sich die Konstruktion eingehend erläutern. Wie die „Neue Freie Presse" meldet, wird das neue öster - reicht sche Ministerium Stuerghk folgende Zusammensetzung haben: Präsident Graf S t u c r g h k, Minister des Innern Baron H einold, bisher Statthalter von Mähren, Handelsminister Ritter v. Rößler, bisher Sektionschef im Ministerium des Aeußern, Arbeitsminister Trnka, bisher Settionschef int Eisenbahnministerium, Unterrichtsminister Max H u s s a r e k, bisher Sektionschef im Unterrichtsministerium, Eisenbahnminister der bisherige Sekttonschef Baron v. F o r st e r. Es behalten ihre Portefeuilles Finanzminister Meyer, Justizminister v. Höchens bürg er, Landesverteidigungsminister v. Georgi, galizischer Landsmannminifter Ritter v. Z a l e s k i. Bezüglich des Acterbauministeriums wird mit dem tschechische Universitätsprofessor 23t a f verhandelt; lehnt dieser ab, so überninrmt dieses Ressort vorläufig der galizische Landsmannminister. Das Kabinett soll am Sonntag den Eid leisten Und am Montag sich dem Parlament vorstellen. Aus Marseille wird gemeldet: Eine Abteilung von Kolo- nialinfanteristen verursachte in ihrer Kaserne unter Ab- singung der Internationale große Ruhestörungen. In der Nachbarschaft rief dieser Vorfall große Aufregung hervor. Arbeiterbewegung. Ein Droschkenknttcherausstand in London. In ganz London ist plötzlich ein großer Auto- nrobildroschken-Ausstand ausgebrochen. Am Mittwoch streikten von den 7000 Taxametern bereits 2000. Es dreht sich um die sogenannten „Extras", die die Chauffeure zu markieren und abzuliefern haben, die sie aber für sich beanspruchen. Unter dem Namen „Extras" versteht man die Bezahlung für jedes Stück Gepäck"und für jeden Passagier über zwei. Die Gesellschaften haben seit einiger Zeit überall Spitzel ausgestellt, deren Aufzeichnungen ergaben, daß große Summen von den Chauffeuren nicht ab- geliefert werden. Eine Versammlung der Chauffeure wird über den allgemeinen Ausstand entscheiden. Die Chauffeurgewerkschaft hat enge Beziehungen zum Transportarbeiterverband, der den großen Dockstreik anzettelte und durchführte. Rus Stadt und Land. Gießen, 2. November 1911. • * Tageskalender für Donnerstag, den 2. November: Wählerversnmmlung der fortschrittlichen Volkspartei, abends 8 /, Uhr in Steins Garten. Redner: Reichslagsabg. Lopf ch-Berlin, Oberlehrer Tr. Strecker- Bad-Nauheim und Stadto. Pro/. U r st a d t. * * Z u r L a n d t a g s w a h l. Da verschiedentlich Zweifel ausgetaucht sind, wer wahlberechtigt ist, sei daraus hingewiesen, daß alle in der Wählerliste nusgeführten Personen zur Ausübung des Wahlrechts berechtigt sind. Da Die Parteien ihre Wahlzettel aus Grund der Wahttisten verschickt haben, können alle Empfänger von Wah z tteln ohne weiteres annehmen, daß sie in der amtlichen Wählerliste stehen und wahlberechtigt sind. * * Am Freitag, 3. November, werden sämtliche Telegraphenanstalten in den Wahlkreisen, rn denen Neuwahlen stattfinden, sowie alle Telegraphen- und Fernsprechvermi.telung -Anstalten, H. bei d r WettetBeförderung usw. der Telegramme oder Herstellung, der Gesprächsverbindungen für die vorgenannten Anstalten in Frage kommen, )o lange dien st bereit sein, als die Benutzung des Telegraphen und Fernsprechers aus Ün.aj der Wahlen zu erwarten ist. * • A u s dem Militär-Wochenblatt. Niedesel strhr. zu Eisen bach (Hermann), Cbcrlt. im Leib-Trag.- Regt. (2. Grosch. Hess.) Nr. 24, vom 1. November 1911 ab auf ein Jahr zur Gettütverwaltung kommandiert. • • liebet Alkoholismus und Antial ko Polbewegung wird an der Landesuniversität eine Reihe von Vorträgen von den Professoren Garten, Vock, Messer, Friedrich, Mittermaier, Dannemann rind Sommer an Donnerstagen von 7—8 Uhr abends öffentlich und tmentgeltlich gehalten. Die Anregung dazu ist in dem Gießener Verein gegen den Mißbrauch geistiger Getränke gegeben ivorden. Die erste Vorlesung findet heute Doniterstag, 2. November, im physiologischen Institut statt. Zeit und Ort dec übrigen Vorlesungen ist aus dem Anschlag am schwarzen Brett der Uni» versität zu ersehen. * * Im Kolosseum begann gestern ein neuer Spicl- plan, der wieder eine schöne Auswahl aus der neiiz.it- lichen Variötökunst oarbietet und von b'cn zahlreich erschienenen Zuschauern mit starkem Beifall ausg^z.ichnet wurde. Wir werden aus das Programm noch eingehend zu sprechen kommen. •* Luftschiffe und Automobile. Der Hessische Verein für Lu ft schiff ahrt nnö der Oberhessische Automobilklub lassen bei günstiger Witterung am S o n n- tag, den 5. November einen Doppel-Ballon- a u f'st i e g mit A u t o m o b i l v e rfo l g nN g Nattfindeu. Der Veranstaltung liegen folgende militärischen Gesichtspunkte zu Grunde: Die Siadt Gießen, als Festung gedacht, ist von blauen Truppen eingeschlossen und ihr jede Verbindung oder Naehrichtenübermstteliing nach der Entsetzungsarmee abgeschnitten. Es soll versucht werden, wichtige Mel- dungen mittels der beiden Freiballone über die Linien der blauen Slrmce an den Führer der roten 'Entsetzungstruppen zu befördern. Die zur blauen Armee gehörigen Automobile haben den Auftrag, die Ballone zu verfolgen und, wenn möglich, ihre Meldungen abzufangen. Die. Automobile sollen um 9 Uhr vorm. ihren Austiag an der Gasanstalt in Empfang nehmen und von da an vollständig kriegsgemäß handeln. Die Füllung (Gasanstalt) soll um 7 Uhr vorm., der Aufstieg der beiden Ballone voraussichtlich um 10 Uhr erfolgen. Zutritt zum Füllplatz ist nur Mitgliedern dec beiden Vereine und deren Angehörigen gestattet. (Ausweise: Vittgliedskarten oder Vereinsabzeichen.) Kreis Büdingen. = Büdingen, 1. Nov. Kammerdirektor Müller ist mit Wirkung vom 1. November in den Ruhestand getreten. Der seitherige Rentkammer-Assessor Dr. Weimer tritt an seine Stelle. Forstassessor Blitz ist zum Fürstl. Forstmeister ernannt worden. H. Büdingen, 30. Oft. Heute nachmittag war Gemeinderatssitzung. Anwesend waren Bürgermeister Fendt, Beigeordneter Dotter, die Gemeinderatsmitglieoer Schön, Schulz, Treser, Andrae, Schäfer, Keil, Klein, Diemer, Wittekind und Methfessel. Als Vertreter des Fürsten Kammerdirektor Müller. — Von den seitherigen Pächtern der Büdinger Jagd und zwar von Jagdbezirk 1 und 2 waren Gesuche eingereicht, um Abgabe der Jagd auf weitere neun Jahre. Der Preis war für Jagdbezirk und Jahr von 800 Mark auf 900 Mark erhöht. Bei Ueber- Vievotkrversorgmg mit Milch leidet zur Zeit in weiten Landesteilen unter einer Futternot, die eine Viehverminderung und weitere Fleischteuerung nach sich ziehen muß. Durch Zusatz von stark entöltem Reichardt-Kakao wird die Nährkraft der Milch erhöht und ihr Geschmack unstreitig ein delikaterer Kakao enthält zudem selbst reichlich ebensoviele Fleisch und Blut bildende Nährstoffe wie die Trockensubstanz der Vollmilch. Demzufolge kann er, wo sich die Milchkalamität zum Milch- mangel steigert, auch mit Wasser zubereitet Milch wertvoll ersetzen. Verkauf in allen Preislagen zu Fabrikpreisen an Private in Giessen: id1/, grau Emma Zellheim, Vismarckstratze 38. — Bester Merallputz derWek) Globus üeberall zu haben. WM bEsierZyfalz, zum BnhnEn-fldef Kaffee/' MiMH i »imuClTT IJI y H. Timmann, Hannover 2 Inh.: Harald Runge. 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Jagdbezirk 3 wird zu dem seitherigen Preise dem Fürsten verpachtet. — Die uneinbringlichen Ausstände für 1910 werden zur Niederschlagung genehmigt. Der Gemeinderat ist der Ansicht, daß einzelne Posten durch Beschlagnahme von Lohn noch eingehen könnten. — Der diesjährige Holzhauerlohnakkord wird dem Holzsetzer Joh. Gg. Knaf-Büdingen überaeben. — Fruchthändler A. May verlangt Schadenersatz, da er durch Einstellung des Fuhrverkehrs bei Umpflasterung der Vorstadt in seinem Geschäft sehr behindert sei und ihm durch Verlegung seiner Lagerräume auch noch Kosten entstanden seien. Der Gemeinderat ist der Ansicht, daß derartige Verkehrsstörungen bei Ausführung solcher Arbeiten immer vorkommen und die Stadt nicht verpflichtet ist, für etwaigen Schaden aufzukommen; auch würde der kleine Nachteil durch den Vorteil, den die Anwohner und besonders der Gesuchsteller durch die Neupflasterung haben, vielfach aufgehoben. In Anbetracht, daß andere Geschäftsleute sich in derselben Lage befinben, lehnt der Gemeinderat den Anspruch auf Schaoene.rsatz ab. — Die Kosten für Ausschließung des städtischen Basaltbruches in der Stein- röde mit 561 Mk. werden genehmigt. — Zur Reinigung des städtischen Kanalstranges soll ein Handkarren zum Wegbringen des Schlammes angeschafft werden. — Zur Beseitigung der verkehrsstörenden Freitreppe am Wilh. Schäfer schen H au s e werden 250 Mk. bewilligt. Dafür muß der Eigentümer die Treppe entfernen und alle Reparaturen an seinem Hause ausführen lassen. Der freie Platz geht dann ohne weitere Kosten mit Ausnahme derer für Anfertigung der Meßbriefe und des Kcrufnotels in das Eigentum der Stadt über. — Am Schlüsse der Sitzung teilt Kammerdirektor Müller mit, daß er vom 1. Nov. ab in den Ruhestand trete und damit seine Tätigkeit im Gemeinderat beendet sei. Mit bewegten Worten verabschiedet er sich vom Gemeinderat. Besonders betont er, daß er gern den Sitzungen beigewohnt und bedauert, daß es ihm nicht länger vergönnt sei, zum Wohle der Stadt mitzuarbeiten. — Bürgermeister Fendt erkennt dankend die Tätigkeit des scheidenden Herrn im Gemeinderat an und hebt hervor, daß, wenn auch durch die in den letzten Jahren zwischen Stadt und fürstl. Verwaltung bestandenen Schwierigkeiten oftmals sehr erregte Sitzungen und Auseinandersetzungen stattfanden, die Verhandlungen von Herrn Müller in der objektivsten Weise geführt wurden, ebenso stellt der Bürgermeister fest, daß sich beim Gemeinderat niemals gegen die Person des Herrn Kammerdirektors irgend eine Voreingenommenheit geltend gemacht hätte. Kreis Wetzlar. — Krofdorf, 1. Nov. Die Herbstkontroll-Ver- sammlungder Bürgermeisterei Atzbach-Laumbach ist auf Dienstag, 10. November, festgesetzt und zwar für den Bezirk Dutenhofen auf V2W Uhr vormittags und für den Bezirk Wißmar um y23 Uhr nachmittags. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdien st stelle Gießen. Wetterausslchteu in Heilen am Freitag, Den 3. November 1911: Veränderllch, leichte Regensälle, etwas wärmer, westliche Winde. ttete, die babun tag zu eichen Staatsbeai ist ein Mann ai ans mit bett vielseitige Tätigt« Land bereits f in Wiesed nicht fremj Seine offenes Ohr hat in der we' Nicht । iNkiereiienJ im Krwerbs Arbeiter» nnb linnen, und mzugreism. N Leider k 6eü den rkl'tis Mdt. n"d 1 einen Ers» Achtung! Achtung! in Üf II WM lernt mb bem f dnre ^gestellt haben, De tzin » “ I Letzte Nachrichten. Die italienische Nervosität. :\: Mailand, 2. Nov. (Priv.-Tel.). Nach Meldungen/ aus Rom hat die Regierung die Einberufung ber Alp enjäger verfügt. Nach Meldungen aus Tripolis steht die Ausweisung sämtlicher Kriegs ko rre- spondenten bevor. Wie die „Stampa" berichtet, deuten Bewegungen in der italienischen Kriegsflotte darauf hin, daß ein Vorgehen im ägäischen Meer bevorsteht. N be Sni9en TW öreunben in^ Menben ßün J® «"m Ö( coiiötbeniotrc Beamte, Lehrer! Nachdem die Wahlaussichten des liberalen Kandidaten Adolf Klingspor durch das einmütige, geschlossene Eintreten des gewerbetreibenden Riittelstandes unzweifelhaft von den bürgerlichen Kandidaten am aussichtsreichsten erscheinen,' ist es dringend erforderlich, daß auch alle Wähler aus den Steamtenkreisen sofort im ersten Wahlgang diesem Kandidaten ihre Stimmen geben. Hat doch Herr Adolf Klingspor in weitgehendster Weise zugesagt, seine ganze Kraft einzusetzen zur Verbesserung unserer Lage und ebenso für Besserstellung unserer Witwen und Waisen. Laßt uns mithelfen, durch unser einmütiges Eintreten diesen unseeligen Bruderkampf baldigst zu beenden; treten auch wir am 3. November geschlossen ein für den liberalen Kandidaten D2/n Adolf Klingspor Viele Beamte und Lehrer. Die Revolution in China. Paris, 2. Nov. Der Korrespondent der hiesigen Ausgabe des „Neuyorker Herald" in Peking meldet: Wai Wuttu hat der Nationalversammlung mitgeteilt, es fei notwendig, baldigst Frieden zu schließen, weil sonst Japan mrb Rußland diplomatische Sä/wierigkeiten machen würden. Japan erstrebe Ermäßigung der Zölle für die auf der Mukden-Bahn in China einlreffenden japanischen Waren um Vs und wolle die Stellung einer privilegierten Nation eingeräumt haben, während Rußland eine bevorzugte Stellung in der Mandschurei haben wolle. Paris, 2. Nov. Im Variete Alhambra brach heute" nacht IV2 Uhr kurz nach Beendigung der Vorstellung Feuer aus, das zwar bald gelöscht werden konnte, aber im Innern des Gebäudes bettächtlichen Schaden anttchtete. einzugreisen. In Hmi fflirikiDt ^ilOlf JÜHsPl kontroll-Der« lebach ist aid 5>.en* den Bqirk Dut«' en B^irk Aibinar d°» tot, en an. t,. mrf!eiJrb ’t- I !ÄE I ÄrÄrk^ Züchtet i(t| j.. ± bei^> '°)ner und Gerung j nbere 1 ^enteinßttc D? h|ten fe 1 Q1" Lei. €t^- ,Üur Reiniguv- anen zum^ - Bur & 'ppe am M 'ewüliat. Tasm Md alle SttQta, Dn freie ta9me betet für NsnotelL in dar G bet Litzune ’ 5 vom 1. 91oü ine Tätigkeil im 1 Worten berat- übers betont er, ub bedauert, bai Sohle bet Stabt erkennt bankend ©emeinbetai an >ie m ben letzten hing bestandenen 'Ungrn und Gillingen von Herrn irden, ebenso [teilt । Äemeinderat me«l lrdirektors irgend it hatte. Wähler Gießen-lvieseck! Leider ist in den liberalen Parteien eine Einigung nicht zustande gekommen. , . _ . Jetzf fieifit eS die Partei-Interessen bet Seite zu stellen und den richtigen )lnnn zn wählen, der auch die Interessen der Stadt- und Landbevölkerung zu beurteilen und zn vertreten in der Vnqe ist. Nicht noch mehr studierte Leute dürfen als Vertreter einer industriereichen Stadt in den Landtag geschickt werden, sondern Männer, die im Erwerbsleben stehen, und durch ihren täglichen Verkehr mit Arbeitern und Geschäftsleuten die Mängel unserer heutigen Gesttzgebuna kennen, und dadurch allein in der Lage sind, am richtigen Platze bessernd ist ein Mann ausgestellt, der als geborener Giessener von Kind ans mit den hiesigen Verhältnissen vertraut ist und durch seine vielseitige Tätigkeit im öffentlichen Leben, an der Entwickelung von Stadt und Land bereits erfolgreich mit gearbeitet lat. Auch die Verhältnisse, in Wieseck. wo Herr Klingspor eine Filialfabrik hat, sind ihm nicht fremd. Seine Arbeiter wissen am besten, wie Herr klingspor für jeden ein offenes Ohr hat und wie er praktisch Arbeitersursorge treibt. Es liegt ferner weder im Jntercffe der Stadt, zwei Stadtverordnete, die dadurch den kommunalen Arbeiten entzogen werden, in den Landtag zu entsenden, noch im Interesse aller Steuerzahler, einen Staatsbeamten zn wählen, da der Staat verpflichtet ist, für diesen alle Ihr Viele Bürger und Gewerbetreibende. D'. Achtung' bcta(en ft*“5 Sozialdemokraten wählen wird. Bd’/u Tonbild: Humoristisches Potpourri. 8eh^ !e ©leben. 3. November 1911; , weltliche Lmde. Der grossmütige Arzt Ein Drama aus dem Leben. Die Waschfrau Ein komischer Schlauer. Der nationalliberale Wahlausschuß für den Wahlkreis Büdingen. t. Nach MÄduiys-' erufung bet aus Tripolis Kriegskorrk- ' berichtet, beuten lotte batauj Hw, rorsteht. auf Staatskosten einen Ersatzmann zn stellen. Wähler! Gebt daber Eure Stimme einem Mann, den kennt und dem selbst seine Politischen Gegner das Zeugnis eines K« die national und liberal gesinnten Wähler des Wahlkreises Minzen. Nach dem Herr Oekonomierat Andrae die ihm angcbotenc nationalliberale Kandidatur für den hessischen Landtag vor einigen Tagen endgültig abgelehnt hat, stellen wir unfern Freunden in Stadt und Land ihre Stimmabgabe bei der bevorstehenden Landtagswahl anheim, mit dem Bemerken, daß wir von einem vaterländisch gesinnten Mann, dem ein gesunder Liberalismus am Herzen liegt, erwarten, daß er niemals einen i notwendig, baldig ufilanb biplomfltu« Le Ermätzigung btt China eintienenben tellung ein« w' Rubland eine bevor- )Ile. .mfrra brach beute aber im Innern de» treten yy*, jt °°n ften e*ne 'J- lleW-hler-^ b-E icif* (rf lovernoer g iie« Biograph11“* Rur noch 2 Tage Der Spielteufel Ein hervorragende- Drama von BourgoiS welches den grützten Anklang findet. Max auf dem Wege der Genesung Komische Szene, gespielt von Herrn Max Lindner in seiner Familie. Manöverleben 091L- Hochinterefsanre Szenen. Das Andenken der Freundin Hochspannendes Drama. durchaus liberalen Mannes ausgestellt haben, und wählt einmütig Berni Feirtal IM MM Zur k Einsender dieses betätigt sich nicht politisch. Er ist weder nationalliberal, noch gehört er der sog. fortschrittlichen Dolkspartei und noch sonst einer politischen Partei an. Das schließt aber nicht aus, daß er die Geschichte der einzelnen Parteien kennt. Bei einer Wahl prüft Einsender nach jeder Richtung hin objektiv, betrachtet sich die aufgestellten Kandidaten, erforscht, welcher Kandidat aus dem Volke und für das Volk ist und sich nicht der Parteiparole in einer Weise verschrieben hat, daß er dieser zu folgen unbedingt verpflichtet und daher nicht in der Lage ist, die Interessen der wirklichen Allgemeinheit und, unbeschadet dieser, auch das Interesse eines Standes oder einer Klasse von Gewerbetreibenden zu vertreten. M. E. geht der Vorstand der fortschrittlichen Dolkspartei dahier in einem unter der Überschrift „Mitbürger" im Gießener Anzeiger am Montag veröffentlichten Aufruf von falschen Voraussetzungen aus, wenn er sagt, es handle sich bei den Wahlen nicht um die Personen. O ja, auf die Person der Kandidaten kommt es m. E. in der Hauptsache an. Oder sind wir im politischen Leben schon so weit gesunken, daß es nur darauf ankommt nicht im Interesse der Allgemeinheit zu handeln, sondern im Ansehen der Partei Mandatsjägerei zu treiben? Es ist ja bekannt, daß bei den Wahlen von den meisten Parteien mehr oder weniger mit Versprechen, Lobhudeleien, Phrasen, Wichtigtuereien usw. in einer manchmal geradezu widerlicher Weise umgegangen wird. Um den Maffen Sand in die Augen zu streuen, werden Tatsachen verdreht und aus den Kopf gestellt. Die Parteien vergeßen häufig ihre eigene Geschichte; die eine Partei wirft der anderen Fehler vor, die beide im Interesse der Partei gemacht haben. Die Allgemeinheit spielt oft keine Rolle - sondern nur die Partei; man will die herrschende Partei - und einzelne Personen in ihr wollen Herrscher sein. Man nennt sich „sozialdemokratisch", ist aber nichts weniger wie „sozial" und „demokratisch" gesinnt, man nennt sich nationalliberal, ist aber manchmal antinational und antiliberal, man legt sich den schönen Namen „Fortschrittliche Volkspartei" bei, arbeitet aber in der Tat für das Volk nicht immer fortschrittlich, sondern rückschrittlich. Ist es nicht so? Hand auf's Herz. „Schneidig" sagt die fortschrittliche Dolkspartei, führen wir den Prinzipienkampf gegen die Sozialdemokratie. Keiner ist so „schneidig" wie ich, sagt die hiesige fortschrittliche Dolkspartei in ihrem Aufruf. Diese Schneidigkeit steht nur auf dem Papier — in facto ist die Sache doch etwas anders. Man lese nur den Leitarttkel in dem Abendblatts der fortschrittlich-demokratischen Frankfurter Zeitung vom 31. Oktober 1911. Was die „Taten" anlangt, so kann die fortschrittliche Dolkspartei den anderen Parteien wahrhaftig keinen Dorwurf machen. Wo sind die Taten der sog. fortschrittlichen Dolkspartei? Don Parteidogmen hat das Volk wenig; das Intereffe des gesamten Volkes kann nur durch wirkliche prakttsche Arbeit gewahrt werden. Nur prakttsche Arbeit bringt ein Volk vorwärts und nur Männer, die ausgerüstet sind mit Erfahrungen aus dem prakttschen Leben, gehören in die Parlamente. Es ist unbedingt erforderlich, daß mitunter im Intereffe der gesamten Nation ein Abgeordneter auch die Intereffen einzelner Berufsklaffen mit aller Energie vertreten muß. Daraus kann man wahrlich keine „Ständewahl" herleüen, sondern das verlangt eben gerade die Wahl durch die Staatsbürger. Wie die fortschrittlich-demokrattsche Frankfurter-Zeitung im ersten Morgenblatt vom 23. Oktober 1911 hinsichtlich der Wahl eines Vertreters der lothringischen Industrie in das effaß-lothr. Parlament es getan hat, so begrüßt es auch Einsender, wenn die Gießener Industrie und die Gießener arbeitende Bevölkerung durch die guten Aussichten des unabhängigen Kandidaten, Fabrikanten Klingspor, der in den meisten Fragen kein Theorettker ist, endlich einmal Aussichten auf eine Vertretung im hessischen Landtage hat. D*/n Gin Wähler. LandtagWahl Gießen-wieseck. LZ t« Me'ütr >Mott fä; »w*:. fragen w V l '•J K Ä - Am 3. November sollt Ihr zum ersten Mal an die Wahlurne treten, um etr.:n Mann Eures Vertrauens als Inhaber des neu geschaffenen 2. Landtags-Mandats durch zu wählen. direkte Mahl Wähler?! Da sich eine Einigung mit der freisinnigen Volkspartei trotz langer Unterhandlungen nicht erzielen lieh, tritt die Nationalliberale Partei mit einem eigenen Kandidaten hervor. Peking, hi wurde zu London/ i !SS h ■; Ein solcher Mann ist Herr Klingspor, der aber als Kaufmann keineswegs einseitiger Standes- Vertreter sein will, sondern der vielmehr stets gezeigt hat, daß er einen offenen Blick für die Bedürfnisse des gewerbtätigen Mittelstandes und die Interessen der anderen Stände, die Beamtenschaft aller Stufen und Arbeiterschaft hat und, wo es ihm bisher möglich war, auch energisch vertreten hat. An zahlreichen Aufgaben des Bildungswesens aller Schichten, der Förderung nnd Beffernng des fozialen Lebens, namentlich der Unbemittelten und wirtschaftlich Schwachen, hat er selbstlos mitgearbeitet. In diesem Sinne will er auch, wenn Ihr ihn durch Euer Vertrauen in den Landtag sendet, arbeiten zum Wohle unseres Landes und insbesondere unseres Wahlkreises. Darum Wähler, gebt am 3. November Eure Stimme dem erprobten Manne ans dem werktätigen Leben, dem eifrigen, felbstlosen Mitarbeiter an der Heilnng sozialer Schäden, dem Förderer der Einigkeit des Bürgertums, Herrn gouverneur vo Gouverneur boi oe§ (tenmlftai tung unb H/ Geheimen Rates. Manschikai sein tungieren Prinz .hsueschitsckang a Ein faii’erlii Minister. DieMchW Aus latoiuirti . bekanntlich sie Angemes besseren toll nach dm erlaubt werden, § ubin, Möven usw. L einet Entwürfe den IW -eil-,RüherhoA öne Reihe von T geweiht fein Mmen bei Flu ^gerotiel jö 1D; a!2'?'^Eern, KL As* n' wurden 1 E- bet Meimw einnjü' ^baltunTlh,e'lü QU einh