Nr 52 Erster Blatt ‘ " 161. Zahrgang Donnerstag, 2. März M W Gießener Anzeiger U ef w äs» General-Anzeiger für Oberheffen Sässe sSSSSs •—*“S8£ÄS M"|l",t<'' Die heutige Nummer umfatzt 12 Seiten. Zuckerin-uftrie und Spetulation. Air lesen in der „Deutschen Bolksw. .^orrcip ": Als im September vorigen Jahres die durch zwei Campagnen hindurch geführte .Haussebewegung in ^urfer zusamnienbrach, bemächtigte sich der Kreise der Zucker Interessenten ein tiefgehender Pessimismus. Während im Monat August für Campagne 1910 11 schließlich 12 Mk pro Zentner geboren, aber von den fRohzuckersaoriken als zu niedrig abgelehnt waren, hatte, nachdem die Preise noch unter 9 Mk. gefallen waren, niemand, mehr P^r trauen. Man war so lange der Spekulation blindlings gesolgt, so das; man keinen Weg mehr sah, als diese Fül) rung entschwand. Da zwängte die bittere Rot allmählich dcn'Rohzuckerfabriken die Erkenntnis aus, das; ein ständiges Kcrabsepen der Forderungen gar keinen Zweck habe, sondern das; helfen allein könne eine Einschränkung deS An. gcbots. Man sing bannt an und erreichte zunächst das eine, daß der Rückgang der Preise zum Stillstand kam. Reicht wurde, den Fabriken der Verfolg dieser Politik sicher-- lich nicht; denn immer wieder mußten sie den Unkenruf Horen, daß sic mit der Anpassung des Angebots an die seweilige Nachfrage nur die Katastrophe hinausschöbcu, aber keine ösesnndüng der Verhältnisse schafften. Jlnb ständig ertönte von der gleichen Seife das laute Sehnen nach dem Eingreifen der Spekulation, die nur zu vielen ein wichtiger und notwendiger Bestandteil des Zuckermarktes schien. . _ . . , Aber trotz aller Lockru.se hielt sich die latröii Lescherde.n zurück — was anders soll man denn auch tun, wenn man nicht wein, oh rechts, ob links —, doch die Preise hielten sich trolzdem und gingen nicht unter die 9 Mk.-Grenze Und diese Stabuilierrgig des Wert- niveauS gab auch endlich dem Warffirhaudel und dem Verbrauch das entschwundene Vertrauen zu dem Artikel wieder. Man begann langsam nicht nur von heute a is morgen v-i sorgen, sondern entschloß sich auch zur Auffüllung der völlig eiitbioiv.it Lager, und zwar nicht nur im Im, sondern auch im Auslaute. England, unser Haupte abnehmer, trat in den letzten Wochen immer stärker als Käufer auf, so das; unser Export sich wesentlich günstiger als in der Vorsaison gestaltet. England -hat eben heute wieder Vertranen zum Markte, und wir hätten auch in der Vorsaison nie einen so miserablen Erport gehabt, wenn nicht die Hpekulalion die Preise bis in die Pu-ppen ge- ' trieben hätte. Gewig hat der Umstand, daß die kubamiche Ernte hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückbierbt, auch unserem -iuckerinarkte gcholien; aber der ausschlaggebende Zaktor Voar und ist, das; ,ich unsere Zuckerindustrie unter dem Zwange der Not entschlossen hat, selbständig tm Markte vorzugehen, Hoffentlich laßt sie sich die diesmal gc> machten Erfahrungen als Lehre dienen und läßt sich nicht wieder die. Spekutatisn, wenn dieser in kommender Zeit ein erneutes Eingreifen beliebt, über den Kvvf wachfen. Tie große Zuckerindustrie am Schürzenbaiide der Spcln- lation war 'wahrlick' kein erbauliches Bild. Aber sie hat diese Scharte nun dadurch ausgewetzt, daß sie sich mit eigener Kraft aus dem Rumpfe herausgearbeitet hat, in den sie die ungetreue, leichtfertige Führerin bineingebracht hatte. Und noch eins möge unsere Zuckerindustrie bo denken Ihr Gedeihen, ja chre Existenzmöglichkeit im Heu tiqen Um sang c beruht auf dem Anwachsen rmseres Jnland- konsums: ein wesentliches Mittel zu bojen Z-ordermig almr find möglichst stablle Preise. Die Spekulation jedoch begünstigt und fördert nur Extreme in der Preisbildung und durchkreuzt damit alle Bestrebungen zur Hebung de.- Zuckerverbrauchs, deshalb muß die Industrie der maßgebende Faktor Der Preisbildung bleiben; em Produzent, bei nur produziert, beim Verlaufe seines Probuttes aber lein maßgebendes Wort mitzusprechen hat, der erfüllt seine Ausgabe nur halb, und Halbheit lötet. Das neue französische Kabinett. Tas von Herrn M o n i s nunmehr gebildete französische Kabinett wird radikale Bahnen wandeln, wie sein Programm, das bereits veröffentlicht wird, verrät. Daß Herr ''elcassü in die einflußreiche Steilung des Morineminifters kommt, wird bei seiner „Vorgeschichte" viele bedenkliche Fragen aufwerfen, zumal der neue Minister bcy Auswar-- rigeir vorwiegend aus unrtscha,tlichenl Gebiete sachverständiger sein soll, woraus dann geschlossen werden muhte, dah Deleasss nebenbei sehr leicht auch die auswärtigen Richtlinien sähren kann, lieber die neuen Persönlichkeiten werden ivir in einer der näd« teil Nummern ausführlicher berichten. Paris, 1. März. Die Unterredung zwischen Monis, Berteaux und Deleasse währte 2 Stunden. Sie betraf die Perionenfragen und das Programm des neuen Kabinetts. Berten n r nahm das Kriegsministerium und Telcass^ das Marineministerium an. Ten Blättern zufolge wies der mit her Bildung des Kabinetts betraute Senchor Mo ni § als er DelcassS das Marineministerium anbot, darauf hin, daß Delrassä seit vier Jahren für die Marin« sehr erfolgreich gearbeitet und sehr nützliche und einschneidende Reformen erzielt und erit kürzlich von der Kammertribüne herab Worte gesprochen habe, die einen überaus großen Eindruck gemacht hätten. Aber er wolle sich vorher auch über die äußere Politil des Kabinett v ni i t i h in ins Einv c r - nehmen setzen und ihn deshalb betreffs der Persöniicn- icii, der das Mincherium des Aenßern übertragen werden soll, zn Rate ziehen. Teleasss sei durch diese Worte sehr gerührt geweien nnd habe das Anerbieten Monis unverzüglich niißciwmmcit und sich and) cinverstanÄen er- liärt, daß das Portefeuille des Aeutzern zunächst dem Senator R i i> o t ongcbotcn werde. Ter >ür das Kriege miniüx> rium in Aussicht genommene Bcr t c a ux sagte zu Bericht er flattern, das neue Ministerium sei so ziemlich fertig und werde sich zweifellos der Kammer am Montag vorseellen. Paris, 2. März. Die Ageuce Havas teilt entgegen anderslautenden Meldungen mi-, M on iS äußerte bei) einer gestrioen Bcsprech n ng mit Telcasse keines wegs die Ansicht, bcr. neue In,,,aber des Portefeuilles des Auswärtigen müsse sich in der Leitung der auswärtigen Politik von den Ratschlägen Delcassss 6 c st im in e n lasse n. Ein derartiger Anspruch wäre unzulässig. Monis gab Tc-cassä und Berteaux gegenüber lediglich den Wunsch zu erkennen, sich mit ihnen über die Wahl der zukünftigen Mitarbeiter inS Einoarnehmcn zn setzen. Ais Ergebnis der Besprechungen zwischen Monts und den Persönlichkeiten, dir in das Kabinett eintreten sollen, läßt sich bezeichnen, daß die neue Regierung die Politik der Verweltlichung der Schule fortsetzen wird, jedoch unter strenger Vermeidung feder Art der Verfolgung. Sie wird unter Aufrechterhaltung der Srdnung und wichet hcit für eine soziale Verbrüderung zu wirken suchen, die Listenwahl mit dein Propvrtionawmem vor schlagen, bei den Eisenbahirgeiellschaften sich l'ur die Wieder- anstellung der entlassenen Beamten verwenden, ^dagegen an dein Gesetzentwurf über die Unterdrückung der Sabotage fcsthalten. Indes sollen die Bestimmungen des Entwurfs, die den E'.senbahnangestellten das Recht des Ausstands nehmen, gestrichen werden. Außerdem wird die Regie runq die Einführung der Einkommensteuer weiter betreiben. Paris, 2. März. Monis bot Ribot das Porte- ; e ui 11. e des Au s w är tigen an. Nachdem Ribot ab - rie lehnt hat, begab j ich Monis zu Poinear 6, der irinzipicll seine Beihilse in Aussicht stellte. Nach einer weiteren Meldung har Poüicare dennoch ab- gelehnt, und die. Person des Ministers des .Auswärtigen: ist noch nicht bestimmt: Paris, 1. März. Da Poiucare die Uebernahme des Ministeriums des Aeußern ab gelehnt hatte, hot Monis dieses Portefeuille dem Präfekten des Seine-Departements, de Selbes, Angeboten, der aber eben allS abgelehnt hat. Monis will jetzt das Portefeuille einem Vertreter Frankreichs im Auslände anbieten. Paris, 1. März. Eruppi hat das Ministersum des Aeußern angenommen. Tas neue Kabinett dürste sich wte folgt zusammensctzen.- Vorsitz und Ministerium des Innern Monis, Justiz I c a n neney, Ministerium des Aeußern E r u p p i, Krieg Berteaux, Marine Delcassä, Fiuanzen Laillaux. llnlerricht Steeg, öffentliche Arbeiten Charles Dumont, Handel P o i r r i c r , Ackerbau M ass« ober Paul Son* cour, Kolonien Messimh, Arbeit und soziale Fürsorge Viviani oder Paul Boncour. Ein Postministerium soll neu geschasfen werden und zwar soll Ehanmet dies Portefeuille übernehmen. Wie die „Agence Havas" meldet, wird das neue Kabinett m seinem Programm in Bezug auf die auswärtige Politik betonen, daß es den f e st e n W ille n Yak, an den bestehenden Allianzen und Ententen scstzn- halten. Nach einer Meldung der „Agence Havas" wurde E r u p p i zum M in ist e r des Aenß er n gewählt wegen Dor glänzenden Rolle, die er als Handelsminister in der Debatte über den Zolltarif und in den Verhandlungen überdies en Gegenstand gespielt hat. Er hielt zu jener Zeit viele bemerkenswerte Reden, in denen er für zollpolitischc Mäßigung und eine auf Verträgen aufgebaute Wirtschaftspolitik eintrat. Zn einer Zeit, wo wirtschaftliche Fragen in den internationalen Beziehungen eine überwiegende Rolle svielen, konnte die Ucbcctcagung des Ministeriums des Aeußern an den früheren Handels Minister nur als eine äußerst günstige Lösung angesehen werden. Der „Figaro" über Telcasse. Ter Wiedereintritt Delcassss in dic Regierima stößt in der sranzüslschen Vrefse.bisher nur auf Den Widerspruch des „Figaro" Ter „Figaro" erinnert daran, daß cs dic Politik TelcasseS in Marokko war, welche Frankreich mt Jahre 1905 zwaiig, zwischen bcr Kowcrcnz von Algeciras und einen Krieg mit Dcutichlaud' zu wählen. Ter „Figaro" sagt, c5 sei unwahr, daß Dclcaüä Damals geopfert wordcn sci wegen seiner patriotischen Politik. Dieser Ruhm iornme ihm nicht zu. Tas Eüwernchmen nut' England, dos ihm vom Publikum zugeschrieben werde, sci von Loubn, von Wc-ldcck-Rousseau, hon Rouvier und noch vor ihnen Ufytes rünstlerisches Glaubensbekenntnis. Uhde bat sich selbst einmal Darüber ausgesprochen, wie er zur religiösen Malerei gelangte. „AIS ich in dic Moderne hincinkam, respdtivc aus dem Schwarzen heraus ins Licht, als ich aus der etotgen braunen Atclieriunkc losürcble, da habe ich gedacht: etwas muß babei fein, das die Leute innerlich packt, sonst kann man ja mit seinen Bildern feinen Hund Inntcrm £?icn bervorlocken. Ich wollte nicht nur ‘)iatur)Lubkn geben, ich iudtfc Inhalt: ionit iiito badüc ich, die Bilder ja von 5?auS aus schon »a langwellig. Tie Impressionisten wollen nur_ eine neue malerische Formel. Ich suchte io was wie Seele. So iit das erste Bild dieser Art entstanden: „Üanllr die Kindlein zu mir kommen", tm Winter 83 84 ; aus dem Drang, etwas mehr geben zu wollen als bloße Abschrift aus der Natur. Ich nur damals gerade bei der Äinöevmalcrci, die mich mehr erneute, als die Studien an Erwachsenen. So bin ich hineingekoninien. Man wird iin Leven immer mehr ge- i(hoben, als man ich,übt. Es ging ganz nach und nach — und dann packte mich eben der Stoss und die Gestalt selber."^ Ter zufällige Anlaß *,u diesem ersten religiösen Werk war eine Szene, dic Uhde in einer bayerischen Dorfschule beobachtete, als er Die Schulkinder in einem lichterfüllten Raum sich dicht um einen jungen, frtTmblidK'n Pfar-er scharen sah. Er selbst wollte bei diesen Werken vor allem ihren künstlerilchen Gehalt betont wissen. „AIeine sogenannte religivic Malerei ist nicht der Kcrn, sondern nur ein Teil meiner Kunst," sagt er in einem interessanten Sclbst- bekenntniö, das die Beilagen und Klasingschen Monatshefte ver- öjsenllichlen. „Alle diese Bllder suid mehr oder weniger malerische Probleme. Für die Erscheinung deS Lichtes pa^t die Perwu Christi wunderbar schön. Er nmroc mir zum Problem des Lich-teS. Bei dem großen Altarbild, das ick vor zwei Jahren für Zwickau gemalt habe" — der Künstler beutete auf den in der Nähe stehenden ersten Eillwurf dazu —, „da habe id> etwa gedackn: daS Licht in bcr ganzen Welt erscheint in der Perion Ehristi. Matthäi 4, 16 war als er ober nach Wochen nichts mehr davon hörte, suchte er den .Händler auf, nm sich nach Dem Verbleib des gekauften Kunstwerkes zu erkundigen. Der Händler machte Ausflüchte und erklärte zuerst, daß bcr Maler, bcr dic Ausbesserung vornehmen sollte, trank wäre. Schließlich aber behauptete er, daß das Bild von bcr Polizei beschlagnahmt worben sci unb erbot sich, den Kaufpreis zurückzuerstatten. Ter Käufer aber lehnte diesen Vorichlag ab und wandte sich an die Polizeibehörde. Bei bcr Vernehmung gab bcr Händler an, daß zwei Männer, die sich als Polizciaacnteii ausgaben, seinen Laden besucht hätten, bas Bild besichtigten unb erklärten, cS sei gestohlen. Sie beschlagnahmten bas Werk unb verschwanden. Ter Altcrtumshänbler, bcr den Rembrandt dem Kammerherrn für 20 000 Mark verkauft halle, will den kostbaren Schatz für nur 300 Mark erworben haben. Erft als bcr Handel mir dem Kammerherrn abgeschlossen war, wurde cs in Kunsthändler- kreisen bekannt, baß ein echter Rembranbt entdeckt worden fet, unb das Gerücht erregte begreiflicherweise lebhaftes Aussehen. Tie Polizeibehörde aber erklärt, daß sie nicmanbcm den Austrag erteilt habe, bas Bilb zu beschlagnahmen. Tie Feststellungen haben auch ergeben, das; der Petersburger Antiquitätenkaukmann das Werk hon einem wandernden .Händler gekauft hat, dem er nicht 300, sondern nur 30 Mark bezahlte. Auf 'die Frage nach der Herkunft des Werkes erfolgte btc Antwort, es stamme von dem Verwalter eines Landhauses in bcr Nähe von Petersburg^ — Kurze Nachrichten ausKunst u. Wissenschaft. Ter 5. Musilpädagogll'chc Kongreß findet vom 9. bis 12. April in Berlin im Reichstagsgebäude stakt. — Tie Hauptkagung der Allgem. Ev.-luth. Konferenz in Upsala findet vom. 28. August bis 2. September statt. — In H a l I r lehnten bie Stadtverordneten in bcr Theaterfrage nach mehrstündiger heftiger Auseinanbersetzung einen Antrag auf Einftihrnng eigener Re- g i c mit geringer Mehrheit a b unb stimmten dem Magistratsantrag zu, das Stadttheatcr dem bisherigen Direktor, Gchcimrat Max Richards, unter verschärften Bedingungen auf weitere Drei Jahre zu verpachten. Ter Magistratsantrag sieht auch Dic Schaffung eines besonderen libcrroau enben Ausschusses hör. — Wie ans Wien verkantet, hcrbanbclt die Hofoper mit dem Berliner Hoskapellmeifter Leo Blech wegen Annahme des Postens als erster Kavell m e tft cr , unb es wirb daran die Bchauptmig geinüpft, die Philharmoniker seien tief bcrfftnrrni, Dai; sie nur drei Jahre an Weingartner, bcr ein Jahrcsgehalt ron 12 000 Kronen bezieht, gebunden seien. Tic Philhargioniüw vrotefticren aber gegen diese Behauptung. V und in glaublicher Attßtvirtschaft hingestellt werden. Wir N'ii dem eine Kohlensäure- kurzem von einem Bildung einer Ge- Überall erhältlich. Auergesellschaft . Berlin 0.17 ml herzei Schw; Fr glauben, daß unser Berliner Mitarbeiter, der sich in einigen Punkten geirrt Huben mag, die Kanzleibeamten nicht als Tr. Werner. Redner: ReichSlagskandidat Tr. Werner Ltadiv. Rippe l-Hagen. Abends 8'/, Uhr nn (Safe Lew. sellschast „Aktiengescllschaft Bad Gelnhausen" beschäftigt ist. Das im Jahre 1910 zu Gelnhausen begründete und in Belcieb gesetzte „Kinderheim" und „Schülergenesungsheim" wird von der Aktiengesellschaft mit übernommen werden. träger der Mißwirtschaft yat Zeichnen wollen. Der Rus nach Sparsamkeit im Betrieb des Reichsmcrrrnecrmts scheint doch nicht ganz unberechtigt zu sein. Rach dem vorläufigen amtlichen Wahlergebnis bei der R e ich stagsers atz wähl am 27. Februar 1911 im Wahlkreis Königsberg 9, jetzt Allenstein 2, wurden insgesamt 18436 Stimmen abgegeben. Davon erhielten Rittergutsbesitzer Orlowski-Kutzborn (Ztr.) 10504, Pfarrer Barczewski- Braunswaldc (Pole- 7519, Rechtsanwalt Haase-Königsberg (Soz.) 349 Stimmen. Zersplittert waren 64 Stimmen. Bei der am 25. Februar erfolgten Reichstagsersatz- vahl im Wahllreise Jmmenstadt wurden nach der nun vorliegenden amtlichen Meldung insgesamt 26 262 Stimmen abgegeben. Davon erhielt Amtsrichter Emminger-Augsburg (Zentrum) 11 866 Stimmen, Rechtsanwalt Tr. Thoma- Augsburg (liberal) 10 585, Schreinermeister Gölz er-Kempten (Soz.) 3808 Stimmen. Zersplittert waren drei Stimmen. ES ist Stichwahl zwischen Emminger und Thoma erforderlich. nn Al ^erm Bitte u ImNai Di Wiesecl t D nachm. 3 *' Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde Schulainlsaspiranten 2lug. Staubach aus Ossenheim Vie „Uranzler Ecke". Tie berühmte Ecke Unter den Linden, die vom Vater des am Sonntag üt Berlin verstorbenen Konditors Alfred Kranzler ihren Xiamen herleitet, besteht seit den zwanziger Fahren des vorigen Jahrhunderts. Die Ecke war namentlich in politisch bewegten Zeiten den Berlinern von großer Bedeutung. Hier, wo der Strom des Verkehrs der Stadt von Süden nach Norden und von SDften nach Westen sich im alten Berlin mehr noch als in der heutigen Weltstadt kreuzte, haben sich vor Kranzlers Konditor« die bewegtesten Szenen des Jahres 1848 abgespielt. Vor der Tür an der Kranzlerschen Ecke „tagte" im Jahre 1848 der sog. „Souveräne Lindenttub", ein Kreis von Berliner Gamins, gemüt« lichen Schreiern, die die Revolution mit Berliner Witz durchzu- kämpsen versuchten. Adolph Reich, ein trefflicher Schildern altberliner Lebens, erzäl)lt, vor per Krauzlersä^n Konditorei war „der Punkt, wo die auf- unb abwogende Menge sich staute, wo enggeschlossene Gruppen leiöenschaftlickxm Schwätzern lauschten, welche die Aussprackren und Beschlüsse der Nationalversammlung mit grobkörnigstem Berliner Witze glossiertet: oder gar über hochwichtige politiiche Lagesfragen sich aus,prack)en; kurz wo die ernste Tagespolitik int närrijdjen Karnevalskleide erschien. Hier war der Treffpunkt der Ciceros vom Biertische, der Zeitungsreporter,. der Werkstattsdeinagogen, der republikanisch angehauchten Barbiere, kurz sämtlicher politischer Bummler iinb Flaneure. Hier tönten auch mitten üt die politischen Erörterungen hinein die Stufe ambulanter Zigarrenfritzen „Zijaroh, avee feu!" und der Chorus der vor der Kmrditorei, die jo schmal ist, daß neben kleinen Tischchen nut gerade eine Stuhlreihe Platz hat, saßen noch in den siebziger Jahren die Leutnants, die Stiefel gegen das eiserne Geländer gestreckt und Eis schlürfend, von dem es in einem lange populären Gassenhauer hieß: „Kranzlers Eis das Herz erstarrt." Tie Ber- LehrersleUe an der Volksichule zu Offenbach. — Erledigt sind eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Bieber (Kr. Offenbach) unb, eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerslclle zu Bischofsheim. ** Guyot-Stiftung s ür d i eZ w e ck e d e r evangelischen G cm ci n d ep s l e ge in Hessen. Ter zweite Bericht über die cingcgangcnen Beiträge findet sich im An- z-eigenteil des heutigen Blattes. Möchte er den Kreis der Förderer des schönen Unternehmens immer mehr erweitern Hessen-Nassau. X. Gelnhuuscn. 1. März. Das Solsprudelbad Gelnhausen ist vor Syndikat erworben worden, das mit der ** Religiöse Vorträge. Auf Veranlassung der kirchlich-positiven Vereinigung wird, wie man uns schreibt, zu Anfang nächster Woche wieder, wie in früheren Jahren, hier durch hervorragende Universitäts- Professoren eine Reibe von Vorträgen gehalten werden, an die sich jedesmal eine freie Aussprache anschließen wird. Am Montag, 6. März, abend behandelt Konsistorialrat Professor D. Walther aus Rostock das Tl)ema: „Spat sich Jesus in die Menschheit eingerechnet oder sich ihr gegenübergestellt?" Dienstag vormittag spricht Geh. ftonjü storialrat Professor D. Seebcrg aus Berlin über: „Autorität und Freiheit" und an demselben Tage nachmittags Geh. Kirchenrat Professor D. Ihmels aus Leipzig über das Thema: „Durch religiöses Erleben zur religiösen Gewißheit." Die Vorträge, zu denen auch Damen Zutritt haben, finden im Saalvau (Steins Garten) statt und sind unentgeltlich. ** Dividendenschätzungen. Tfe Dividende der Bruno-Gesell schafr m. b. H. Berlin, Fabrik swß- und schlagfester Glühkörper, für das am 31. März abtaufende Geschäftsjahr wird voraussichUich 10 Prozent (wie int Vorjahre) betragen. ” Maul- unb Klauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus Werth, Regierungsbezirk Münster, unb Rottenbuch, Regierungsbezirk Oberbayern. Landkreis Gießen. 8. Lollar, 2. März. Die biesjährige Fastnacht hat für Viele sehr unangenehme Folgen gehabt. Trotz deS Universitäts-Nachrichten. hc. Marburg, 1. März. Auf eine 25jährigeTätig- keit als akademischer Lehrer kann am 3. März der Hiswriker Professor Dr. Wilhelm Busch hier zurückblicken. Prof. Busch, ein geborener Bonner, steht int 51. Lebensjahre. Am 3. Aiärz 188b habilitierte er sich in Leipzig für Geschichte. Hier wurde er a. o. Professor, wirkte bann als Ordinarius in Dresden, kam 1896 nach Tübingen als Nachfolger Dietrich Schäfers und 1909 nach Marburg als Nachfolger itonrab Varrentrapps. ; Ä <■' MM AM. * sich- Segci L otif. Deutsches Reich. Dem preußischen Abgeordnetenhause ist der Gesetzentwurf betreffend die fakultative Feuerbestattung inPreußen zugegangen. Er bestimmt, daß die Feuerbestattung nur in landespolizeilich genehmigten Anlagen erfolgen darf und zwar nur, wenn der Verstorbene die Feuerbestattung selbst an- geordnet, seitens der Ortspolizeibehörde keine Bedenken gegen die Feuerbestattung bestehen und wenn insbesondere der Verdacht, daß der Tod durch eine strafbare Handlung herbeigeführt wurde, nicht vor liegt. Die Blätter melden aus Berlin: Der Zentra lausschuß der Fortschrittlichen Volksvartei ist zu einer ordentlichen Jahressitzung aus Sonntag, 19. März, einberufen worden. Nach der Rechnungsablegung wird sich der Ausschuß mit den Vorbereitungen für die nächsten Reichstagswahlen beschäftigen. Die Blätter melden aus Leipzig: Nach stundenlanger Beratung nahmen die Stadtverordneten die Magistratsvorlage wegen Einführung einer kommunalen Bier st euer mit 38 gegen 31 Stimmen an. Dieser Beschluß wurde von den Sozialdemokraten unb dem Publikum auf den Bühnen mit Lärm und Mißfallensäußerungeu begleitet. Von einem Militäranwärte r wird uns zu unserrn in Nr. 38 veröffentlichten Artikel über den Reich s - marinehaushalt für 1911 geschrieben: „Trotzdem der llnterstaatssekretär Richter am 18. Januar b. I. in der Budgetkommission des Reichstages erklärt hatte, daß die Kosten für einen Bogen in den Dieuststunden gefertigten Schreibwerks sich auf 1.68 bis 2 Mk. stellen und daß von den Lanzleibeamten weitgehende Kenntnisse verlangt und große Anforderungen an tl)re Leistungsfähigkeit gestellt werden, ist es — selbst im Hinblick auf die von dem Herrn Staatssekretär des Reichsschatzamts offen dargelegten Systemfehler — ganz unerklärlich, wie hinterher noch von „unglaublichen Mißständen" gesprochen werden konnte, wodurch die Kanzleibeamten mit ttnrecht als die Träger un- -LÄ SS*? \m au- de K, ehe e ■jjf davau- $i o 611 & ML istf J bti ver «riigfügtg Sbabn $■ L Veile nwn Angabe I yKnW“ ki d-n vochba Steren W 5uMnMgen alt btt Wager MlNNUN lew «liett". -« Äen. Tur« t-igi für die n ü int Freien i r -Wshalt g M, das ßi : Jen Gibbobi Mar. Wo, sia nachwetl Kiälbung ein irrtet worbe etiubcs beruf 5mnors aue rutben sind, M bic gerin :mb in Newy mmelte, Eis ßnsärbung di mit schwer, Straße ober kauchl nur Mn an bei Magneten et folgen beim , an ihrer Seit - Jas ae üchvierij r fyjtfiM c WjeCt 6atti mbKegin 1 riils schien -r riicht n Mger. El tMider, Ä> srder sein Löhnung, fern Xüre v Die Agitation im Wahlkreis Giehen-Grünberg-Nidda. Eia nationalliberaler Parteibericht Iber Versammlungen der letzten Tage geht uns wieder zu: Am Montag hielt die nationalliberale Partei abends toter Versammlungen in Reinhardshain, Beltershain, Lumda und Gellshausen ab, in denen außer dem Kandidaten Prof. Gisevius die Herren Krausmüller, Ackermann, Brüß und Kaufmann sprachen. In allen Versammlungen herrschte bei regem Besuch eine recht gute Stimmung. In Beltershain war es am Tage zuvor zu einem scharfen Zusammenstoß zwischen Freisinn und Antisemiten gekommen, durch den für die nationalliberale Partei mit ihrem vermittelnden Programm der Boden bereitet worden war. Am Dienstag hielt die nationalliberale Partei insgesamt sieben Versammlungen ab, von denen namentlich die Abendversammlungen sich eines ungemein regen Besuches erfreuten. In allen, sowohl nachmittags in Harbach, Ettingshausen und Nonnenrod, wie abends in Obbornhofen, Bellersheim, Bettenhausen und Langsdorf, sprach der Kandidat, Professor Gisevius, unter starkem Beifall der Versammelten. In Bettenhausen und Langsdorf, dem Geburts- und Wohnort Kohlers, vermochten die Räume nächt die Zahl der Erschienenen zu fassen. Die Anwesenheit des Kandidaten selbst ermöglicht es, vielfach verbreitete falsche Auffassungen, wie sie in erster Linie vom Freisinn durch die Presse propagiert werden, in ruhiger Aussprache, ohne schärfen nach irgend einer Richtung, aufzuklären und richtig zu stellen. Eine Erklärung des uatioualliberalen Wahlkreisvorsitzevden. Nachdem der freisinnige Parteisekretär Alb. Kuhlmann am 19. d. M. in einer öffentlichen Wählerversammlung zu Gelnhaar behauptet hatte, unser Kandidat, Herr Professor Gisevius, habe das Programm des Bundes der Landwirte unterschrieben, wurde in dem von uns in der Nr. 44 des Gießener Anzeigers veröfsenllichten parteiamtlichen Bericht diese Behauptung des Herrn Kuhlmann als unwahr bezeichnet. Darauf zog sich Herr Kuhlmann in der Nr. 45 des Gießener Anzeigers aus die weitere Behauptung zurück, Herr Pros. Gisevius habe die Forderungen des B. d. L. ausdrücklich anerkannt; ob dies mündlich oder schriftlich geschehen wäre, fei belanglos. Ms dann Herr Prof. Gisevius am Donnerstag, 23. d. M., im Gießener Anzeiger diese Darstellung als unzutreffend erklärte, veröffenttichte Herr Kuhlmann in der letzten Samstagsnummer wieder eine andere Behauptung, die mit seinen eigenen früheren Erklärungen nicht übcrernstimmt. Wir stellen demgegenüber nach Rücksprache mit Herrn Prof. Gisevius fest, daß auch diese Darstellung iricht den Tatsachen entspricht. Im übrigen er- llären wir, daß weder unser Kandidat noch unsere Wahlkreisleitung auf weitere Presseäußerungen des freisinnigen Parteisekretärs Herrn Kuhlmann antworten wird. Wir 'müssen nach den Erfahrungen aus der letzten Gießener 'Stadwerordnetenwahl verlangen, daß freisinnigerseits derartige Behauptungen von der allein verantwortlichen Par- teileituna iellrü unterzeichnet werden. Der Wahlkreisvorsitzende: Kaufmann. ion Burgeois vorbereitet worden und wenn die (5qd>ttl)tc drei cs Einvernehmens bekannt fein werde, so werde man erkeimcn, baß Delcassß nur erntete, was seine Vorgänger gesät hatten, und daß )a-' wirkliche Ginntmdunen, mit England erst nad1, seinem Wck- tritt unterzeichnet worden ist. Tas einzige persönliche Werk Tclcasses. dem er alles andere untergeordnet habe, und mit denen Erfolg er sich zu früh und zu laut gerühmt habe, maren feine Bemühungen, Deutschland' zu isolieren, um sich rntt. so sicherer Marokkos zu bemächtigen. Er hat auf diese Weise unterem Einfluß in Afrika den schrecklichsten Schlag versetzt, bin möglich war, und hat uns inmitten von Konstikten aller Art gelassen, welche für lange .feit noch den Frieden Frankreichs und ber Welt bedrohen. Die Politik Delcasses fühtte uns mit einem Worte zum Kriege, und das, was wir nicht vergessen sollten, ist, daß er selbst den Krieg wünschte. Für solche Vergehen gegen Frankreich gibt es keine Verjährung. Wenn einMairn einen so ungeheuren Irrtum begangen hat, wenn er sein Land so schrecklichen Katastrophen ausgesetzt hat, wenn er schließlich noch vatriotische Reue wegen seines Verbrechens empfindet, so ver- urteilt er sich selbst zum Stillschweigen und strebt nach keinem Portefeuille mehr; er verlangt nur noch nach Vergessenheit. fliegenden BuchlKndler, welche Plakate und Zeitungen ausboten: ,Llrakehler", ,^lla!Kieradatsch", „August Buddelmeyer", „Ewige Lampe", „Berlin im Belagerungszustände usw.". Damals hieß die Kranzler-Ecke auch eine Zeck lang die ,^wlitische Ecke". friedlichen Zeitläuften nahm oiwrals die Kranzler-Ecke einen kriegerischen Eharakter an. sät) spielte sich hier Jahre hindurch in der Silvesternacht ein Kampf gegen bic Zylinder hüte ab, der oft einen blutigen Ausgang nahm. Alles das aber hinderte nicht, daß die Kranzlersche Konditorei ein paar Mcnsck-enalter hindurch der Sammelplatz des Berliner „Gents" war. Auf der kleinen Terrasse Verbotes war eine große Anzahl jüngerer Arbeiter ' der hiesigen Eisenwerke der Arbeit fern geblieben oder hatten das Werk während der Arbeitszeit verlassen, worauf sämtliche Beteiligte ihre Kündigung erhielten unb wegen Kontraktbruches sofort entlasten wurden. Kreis Alsfeld. X. Ober-Ohmen, 1. März. Die geitrige und vorgestrige Brennholzversteigerung in den Freiherrlichen von Riedeselschen SBalbungcn ergab eine mittlere Preislage, sie glich im ganzen der vorjährigen. Man bezahlte für vier Raummeter Buchenscheit 30—32 Mk., Buchenscheitprügel 27 bi? 28. Mk., sechs Raummeter Buchenreisig 6—9 Mk. Starkenburg und Rheinhessen rrn. Darmstadt, 1. März. Die Beisetzung der sterblichen Ucbcrrefte des Kurdirektors von Bad-Nauhcim, Major a. T. uni) Kamm erhc rrn von Starck, fand heute auf dem hiesigen Friedhose statt. Die Einsegnung in der Fried- hofskapelle, wo die Leiche aufgebahrt war, wurde durch Herrn Oberhofprediger^Ehrhardt vorgenommen, worauf unter Vorantritt des Trompeterkorps des Leib-Drag.Mgts. Nr. 24, dem der Verblichene früher angehörte, der lauge Leichenzug sich nach dem Grabe bewegte. Nach weiteren Chorälen sprach der Pfarrer ein Gebet, worauf unter Ansprachen eine Anzahl Lorbeerkränze am Grabe nieder gelegt wurden, darunter u a. durch den Oberstlammerherrn Voll- brecht Frecherr Ried esel Eisenb ach im Namen des Großherzogs, Geheimrat E s e r für die Kurverwaltung Bad-Nauheim, Bürgermeister Kayser für die Stadt Bad-Nauheim, Dr. Schädel für den Aerzteverein Bad- Nauheim, die Beamten des Kurhauses, die Verkehrskom- mission, eine Deputation des Schief. Drag.-Regts. Nr. 15, die mittleren Beamten von Bad-Nauheim, der Gesangs verein Frohsinn-Bad-Nauheim, der Bürger- und Stadt. Berschönerunasverein Bad-Nauheim, der Kur- und Ver- schönerungs-Verein Bad-Nauheim, Turnverein Bad-Nauheim, die Bad-Nauheimer Kurkapelle, die Schützengilde Bad- Nauheim il a. • R. B. Darmstadt, 1. Marz. Eine schöne Feierlichkeit fand heute nachmlltag im Aliee-Frauen- ö er ein an der Dieburger Straße statt. Ztvei der zahlreichen Krankenschwestern, die dort die schwierige, mühevolle Arbeit der Krantenpflege ausüben und von dort aus nach den anderen größeren Krankenhäusern oder zur Privatpslege gesandt werden, feierten heute chr 30jäh- riges Jubiläum als Krankenpflegerinnen und zwar die Oberschwester der „Krippe" in Darmstadt, Schwester Emma Fuchs und die O b e r s ch w e ft e r M a r g a r e t e von der Frauenklinik zu Gießen. Aus diesem Anlaß wurden beiden prachtvolle Blumensträuße und andere Gaben überreicht. Nachdem sich die sämtlichen Schwestern des Heims und die Borstandsdamen versammelt hatten, hiell die Vorsteherin, Frl. Winter, eine Ansprache, in der sie die stete Pstichttreue und Ausopferungsfreudigkell der Jubilarinnen dankbar anerkannte. Im Anschluß an die Feier fand ein gemeinsames Mittagsessen statt und später blieben oie Teilnehmerinnen noch bei Staff ec und gemeinsamen .Gesängen gesellig vereint. w. Darmstadt, 1. März. Gestern abend ist der Geh Oberbergrat Karl Braun, Vortragender Rat im Ministerium ber Finanzen, an einem Herzichlag gestorben. ‘Mutt f •tüte, «wtijei Ausland. Der Berliner türkischen Botschaft ist über bat Grenz- zwischenfallbeiDomenikon folgende Depesche aus Kon- Itantinopel zugegangen: Bei Gunitza an der türkiich-gmechischen Grenze wurden zwei türkische Soldaten auf türkischem Gebiete von zehn griechischen Soldaten hinterrücks überfallen und lebend nach dem griechischen Wachtposten ge» 'chleppt, wo sie auf die roheste Weise geschlagen wurden. Der griechische Präfekt, sowie der MllitärkommandaM verweigerten dem türkischen Konsul die Auslieferung der Leichen der beiden Erschlagenen und zwar mutmaßlich aus dem Grunde, weil diese aus infame Weise verstümmelt waren. Der Präfekt gibt offiziell zu, daß der Tod der beiden Opfer auf griechischem Gebiete slattfand. Die türkische Regierung tat zur soforttgen Ein- lellung einer eingehenden Untersuchung Schritte, damit die Ver- antwortunasfrage fefigrifeUt werde. Der „Bester Ll^yd" bezeichnet die Gerüchte, daß der Urlaub des Grafen Aehrenthal der Vorbote seines Abschiedes sei, als unsinnige Kombination. Gras Aehrenthal habe während der jetzigen Session der Delegation wieder^ilt Proben außerordentlicher Schlagfertigkell gegeben, so daß er, wenn er der Erholung bedarf, doch keineswegs so krank sei, um aus "fein Amt zu verzichten. Was den Grafen Berchtold betreffe, den man als 9iachfolger Aehrenthals bezeichnet, so sei in eingeweihten Kreisen bekannt, daß es Mühe gekostet habe, ihn zum Verbleiben im Staatsdienst zu bewegen, da er ruhebedürftig fei und sich vom Staatsdienst zurückzuziehen wünsche. Die Berufung des Botschafters in Konstantinovel, Markgras Pallavreini, zum Stelltreter des Grafen Aehrenthals fei in den Rangverhällnissen begründet, da er als Botschafter rangmäßig befugt sei, anstelle des Ministers des Aeußern eurem Botschafter Weisungen zu erteilen. Auch sei er vermöge seiner Stellung in Konstantinopel über die neuesten Phasen der Balkanpolitik am besten orientiert. Der „Osservatore Romano" veröffentlicht eine Note, in der sich der Vatikan bereit erklärt, aus ben Vorschlag der spanischen Regierung betreffend die Wiederaufnahme ber Verhandlungen über die Verminderung der Orden unb religiösen Kongregationen die Auslegung ber Artikel 29 und 30 des Konkordats unter folgenden Bedingungen einzugehen: 1. Die neuen Verhandlungen sollen die Bestimmungen des Konkordats und die Grundsätze des kanonischen Rechts derart zum Ausgangspunkte nehmen, daß keine Aenderung in der juristischen Stellung der Ord:n und Kongregationen ohne vorherige Verständigung mit dem Hei- ligeN-Stuhl eingefuhrt wird. 2. Die Verhandlungen sollen aus den Teil des Vereinsgefetzes, welcher die religiösen Gemeinschaften behandelt, ausgedehnt werden. 3. Die spanische Regierung darf während der Dauer Der Verhandlungen keine Verfügung erlassen, die den Verhandlungen vorgreifen könne. 2111» 5>taOt uhO £anö. Gießen, 2. März 1911. Tageskalender für Donnerstag, 2. März: Allg. Deutscher F r a u e n v e r e i u. Vortrag von Frl. Gertrnd. Pasch: Was soll eine Haussran von der Gesindeordnung wissen? Abends 8‘z4 Uhr im (poicl Schütz. Freidenker-Vereinigung: Vortrag von Dr. G. Falter: Ter Einfluß des Tarrvinisinns ans die moderne Weltanschauung. Abends 8n/t Uhr im Hotel Einhorn. Ocfientl. W ä h l e r v e r s a in in l u n g 'üt die Kandidatur Wik zCÄÄUnscr bester Glühkörper $On|*u^ jenb ist du üed W im Mis^ istorben. J9' unj> - J «tibertT Wen «SJ*ü ^hlteM- ^Ügt[ 27 g bei itttk. auhcivi.L Qnb Heutes .8?bffcS ;2Urbe vuich . "JfB, Woraus ä’^og-its’ ^'der L N weitere rau, unter £ »Se äs* ^sur dre 3:01, *tein Bat». ^kehrStom. 'Regts. Nr. 15 *• der tzesana! f unb Stöbt. unb $ei. rrein MM- Rengübe Lad« chöne Feier. ^"-Frauen. Zw-ld-rzch, ”lc Ichwrengc, !U und von bon äusern ober M chr 30jäh. nuen unb zwar stabt, Echweslrr argarctcvou - diesem Änlasi unb andere Sc- chen Ählvestun nelt hatten, hielt rache, in bei sie digleit der M. UB an die Feier ib spater blieben semeinjamen Ae- DhUniäutt* rjan Don cinat öung cuier (5t hastig'- nl. Dn W btt Mw kn. flbtigc'Xätifi' Gär; der ÜiMln iden. 'N. «# hrc. Üm b. Mi hte. vier wurde a i in Dresden, km EchSscrs unb E traPPs. vom Lateral [heb Lranzler raren ■ fahren der vongw g i politisch bewegt I na vier, n» ” | ach Norden wb MZ br noch als ru t MM MM-« 1 KLU' nciÖanrin5,fl^‘ & «as® 7- SS« anU,rchjr Mjc aiubu' i"T»a<^kn. unb bev '«atoten- iv. • -tL- Md m ei-n icr Zatzre« oft lindspM^baß -LFSK • -n'tartt — vermischte». neue französische Kabinett. :S neue Kabinett wird sich 'heute nach- »cr Republik offiziell vorstellen. rat tzosmann tn Darmstadt zum Oberstaatsanwakt er- normt. Eingesandt. (Mr Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) erschöp^Ei ^erte Banditen hielten den Expreß- zng von Newyork nach St. Lours an. Sie ergriffen an Geld unb Wertsachen was sie finden konnten und entflohen. Sie sollen nur 4000 Mark geraubt Habern Der Weltreisende Konstantin Weltschii0 w, der 1903 von Sofia aufbrach, um zu Fuß um die ganze erbe zu wandeln, traf am Mittwoch tn Ko n st a nt in opel em, nachdem er alle fünf Weltteile durchquert hatte^ _ " einer Meldung aus Kopenhagen überragte am Tien«tag ein heftiger Sckneesturm die FuchereiAVe ^kagcns. Von 12ö Booten war es 25 mit insgesamt 90 nW möglich, den XXifeiT erregen, Xie B°otcn^denin s^N c n Ptrieben Am Mittwoch gelang es, die Mehrzahl oer vertriebenen Boote in den Hafen von Slagen rumckzubringor Die meisten Geretteten waren vor Entbehrungen und Kalte , ehr besonders nachts. — Letzte Nachrichten. R. B. D a r m st a d t, 2. März. Als 'Nachfolger des ins Reichsgericht berufenen Ober-Landesgerichtsrates Dr. Bus f wurde Oberstaatsanwalt Sangin Gießen zum Oberlandes- gcrichtsrat und an seine Stelle der bisherige Landgerichts- Konstantinopel, 1. März In der Deputierten kämm er griff bei der Beratung des Budgets der Führer der Volkspartei den Finanzmlnlster wegen der Fi» nanzgebarung an. Er besprach ferner die Beschlüsse des Zionistenkoiigresses betreffend Anfiedeluna der Israeliten in Palästina und Mesopotamien und erklärte, die letzte Anleihe mit Frankreich sei nicht zustande gekommen weil der Finanzministcr mit den zwnisttschen Banken arbeiten wollte. Der Großwesir bezeichnete die Behauptungen des Redners als Rrärchen und erklärte den Zionismus als Phan- tasiegebilde. llbeidullah bezeichnete die Opposition als bos- ! willig, worauf sich bei den Oppositionellen em großer Sturm erhob. Der Lärm und die Schunpfszenen dauerten Aus brr Hessischen Zweiten Kammer. R B. Darmstadt, 2. März. N der heutigen Sitzung dec Z weil c n tt nmmc r wurde mit der .veuhtberatung über tcn Haushalt forigesadrn,. Als erster Redner limdit Abg. B ach, dec auf bie Ausführungen der Vorredner nbcr^ic ^'uanzlagc cin- qin.i und die Einigkeit in dem Bestreben nach pari am fett betonte. 2k Frage, ob ju viel Beamte da Wien, müsse geprüft ,DCrt>m* aber die vorhandenen müßten angemeiien bezahlt werden. Ler Wohmingsgeldzuschuß von 1907 genüge nicht. -2 des Wobnungs- gelbes müsse vensionsfähig sein. M Die Minisler Ewald und v 0 n Ä 0 mbcrgk erklären auf Anfrage, baß ZwatigSpensionen von Beamten anläßlich der irr- sparunq m Strafvollzug und bei der Gendarmerie Nicht erfcstgen. | 5bg. Winkler wendet sich fricranT gegen die soz,aldemo- traten uub ihre Ausfüdnmgen. Omtmrnt^ w der Sranzler^cke waren tntfe Fahre bmimrtb i'cböpTLüfCT Stoff für Witzblätter und Possen. Aber die Aonbürm war auch der Sammelpunkt vieler wn- ; ‘ ,fr ^cr'önlid feitcn des geistig bedeutewden Alt-Berlm. Frer- uitUt 3um Politisieren wnd man sich hier ein. Nicht jum qettnnflsldm, fonbrrn jum Schauen, Genießen und.^"ven. vter der Philosoph SchellrNil. roant er seine Vorlentngen tn bei Untrer!tfüt beendigt hatte, hier nahm Kossak, bcr Jules Janin Alt-Berlins, die Eindrücke für tetne Berliner Feuilletons in sich aus. ______________ • Eine seltsame Geschichte ereignete sich in München- Fn der Frühe des Aschermittwochs fuhr ein «rivatauwinobil in raschem. Dempo über den Odeonplal., plötzlich lloo eine Dame heraus und blteb be,tn- nungsl 0 s liegen. Ein mit Fran und Töchtern heim kehrender Bildhauer hoben die Dame auf, dte anscheinend einen Schädclbruch erlitten hatte. Als er icdoch die ^am tä sroaäe rufen wollte, sträubte sich der S5err, der unterdessen aus dem Automobil aestiegen war hiergegen und warf, ehe es die Umstehenden verhindern konnten, die schwerverletzte Dame wieder in das Automvbll hinein und fuhr davon. __ W 0 bleibk das Eisen? Tagtäglich werden neue, go „artige Mengen -Eisenerze gestjrdert, verhüttet und ber Technik Tuflefübrt, trotzdem »vckchst der Vorrat verarbeiteten Eilens nur amßig an, so daß bic Frage berechtigt ist, wo denn eigclUlicü Qug bicL hX Eisen bleibt. Ein amerikanischer Ingenieur, Dr. Soper, ist Auaenblia ,au!te oer noini-i dieser Frage nachgegangen und hat seine 2ö)ung in einer In- e r f a ß t e und vor den Augen oenieur-Gesellschast voraetragen. Nach der Wiedergabe des Bor- zermalmte. ÄrWeUftW öoiaettagen. Nach der Wiederg°ve trage- ün „American Äachintst" scheint es wirlllch, als ob das verarbeitete Eisen aufgebraucht wird. Em geringer Teil des Et ens aebt bei ber Verarbeitung verloren. Aber bicie Mengen und geringfügig gegenüber der Abnutzung. In der Newyorker Unter- aEdbabn i B. wird durch die Reibung der Sremfen allem auf je , fine Meile monatlich eine volle Tonne Eisen zu Staub zermalmt. 1 -Diese Angabe beruht auf ber Buchführung über bu Ersatzteile an bin Wagen unb Schienen Ebenso stark soll die Eiienzerstaubung bei den Hochbahnen sein, währenb sie bei allen Fahrzeugen langsameren Betriebes etwas geringer ,st. Bei den amerlkamschen Sisenbahmvagen I)at sich aus Wägungen ernten, daß die Stahl- teile bet Wagen im ersten Zahre um 702 Pfund, allo evva 3l5 Mogramm leichter werden unb dann allmählich noch mehr Elsen mlieren. Hierbei beruht ber Verlust aui Abnutzung und auf Men. Durch den Rost wird überhaupt ethc gewaltige Eisew- menge für die weitere Verwendung verloren. Alle enernen Drahte, die im Freien ausgespannt sind, alle kleinen Eisengegenstanbe die im Haushalt gebraucht werden, werden schließlich in Rost über* Sübrt, das Eisen geht so zum Teil in die Lust, ms Waster und ui den Erdboden über, unb fein weiterer Verbleib ist nicht nacch- weisbar. Wo immer Staub vorhanden ist, kann man das Eisen darin Nachweisen. Dr. Soper hat z.. B,, nachgewiesen, daß die ‘Seriäibinig eines Marmorhauses, daS m jüngster Zett m Navyorl .-Ttiditct ivorden ist, allem auf dem Eisengehalte des fl^wyorker StaubeS beruht Er hat Häuser, tue an dem Ur)prung5orte be» Marmors aus dem gleichen Stosse vor Biden Jahren erbaut word-n sind, sorgfältig untersucht unb an dem weitzen Gestein nicht die geringste Sput einer loldfen Verfärbung gesunden, wah- renb in 'Lwvork ,ebe Staubprobe, bie er m unb an dem Hau e sammelte, Eisen enthielt, und zwar in solchen Mengen, daß dir Verfärbung des Steines daraus völlig erklärt wird. Es ist übrigens nicht schwer, in einer Staubprobe, bie man irgenbroo auf ber Strafte ober im Hause sammelt, bas Eisen nachzuweisen. Man braucht nur ben Staub aus ein Blatt Papier zu fettenunb bami an ber lltnrerfeite des Blattes mit emeni gewöhnt chen ^taanctcn entlang zu streichen. Die Einzelteile bes taubes folgen dann ber Anziehungskraft des Magneten und lassen sich an ihrer Bewegung erkennen. - Das glückliche Brautpaar Dan es manchma seine Schwierigkeiten hat, einen Glückwunsch anäubringdt, zeigt rm Geschichtchen, das das „Reue Pester Journal erzahll. I ricn-'Ecii hatte sich vor einigen Wochen em schauspieler mit rner' Äollegin v ert obt. Die Glück>vünschenben tarnen m M-enge unb alles schien den normalen Weg zu gehen, toeit einigen ~agen aber spricht man sehr pessimistisch über bie Aussichten Met zukünftiger' Ehe Bor kurzem verabredeten sich öwer beframd^t« -ckausBieler um dem Brautpaar zu gratulieren Es zog sich ffttebir ieinen Bratenrock an, unb sie beträte^das Vorzimmrr hrr Ämina iit der die glückliche Braut haust. Trotz der geschlossenen Türe veniahmcn sie das laute und leide,ischastlickze Zwie- tangc an. Saloniki, 1- Dtärz. Wie amtlich gemeldet wird sand« ___________ „ ,an der griechischen Grenze in ber 2läbe non 0rnn e n ito n Jett 2luf Eingesandt °on g-ft-n möchi- -°^s.°in R mLä kssäeM £ w: SSisgte ff« ä t »pä ää ^dln gerissen und hoffe in wenigen Wochen mit dem Umbau durch die ttirkische Grenzwache erschossen. fertig -u s Schön, Besitzer bes^Hauses Neuftabt^J6^I <8on i>er Landesuniversität wird unS "Ämtttche^Vetterbericht. mitgeteilt, daß Privatdozent Dr. Küchler einen Rus als Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. ordentl. Professor der romanischen Philologie an die Um* WetteranSstchten in Hessen am Freitag dem 3. März 19'1: versitüt Würzburg erhalten hat. «tacke biü stürmische westliche Winde, Regenfälle, etwas milder, I --- gefotäd, rinrf ftrcitenbrit N,ns,ch-iw°«-r. »r-°t Brnn- tigam hatten yeeifelloä eine 6aSlt etregte SuSemanbet|e8ung. die solchen Umfang annahm, dag die beiden Arennde eS vor- zogen, bm Sefud) auf nnr benere Zeit zn oerschieben und lanllo^ den Rückweg omultctcn. Sic nahmen ihre Mantel und >A'ch-n sich an, t Sutzspitzen davon Au, ber ertaBe berieten ju id> nun. ob fie dm Äeiuch beifer ganz oerichieben ober doch ow ttchl eine Siertditunbe fältel, wenn der Sturm bei den BrmUb.uwn irorüberacbiauft sein wurde, abstatten sollten, sic einigten siai auch bald darüber unb beschlossen, den Besuch gleich nachher zu machen. So begaben fie B» denn in ein na*» i and warteten bie Zeit ab. bie nack ihrer Kenntnis zum Borutnr- ziehen eine« Sturmes zwischen einem Thcaterbrautpaar ungesöhrI auSreickt Nach einer halben Stunbe machten ,»e sick, wieder auf beul Dkg nach bem Schauplatz des Glückes ihrer Kollegen ^ou wollten sie, aus bem Kaneehaus tretend, den AabtNimm “b.r streiten als sie ben glücklichen Bräutigam, anscheinend in lief* Hub gbcmie?temenfcmier, und besonders ihren Tariä. 2 März. S anfangs bdÄ*na6. Dam'Aach effun^'dM'e«°'Är """ « . ^Mär^' Zu Umerfud.ungafctretärcn imuben «. 5”’ s:“s ■ *“»“ "“““K“”' > Ä“” •“»( Jslf» j» enblick sauste ber Kölner D-Zug vorbei, der bas Madchen toub die französische MilttarmMion dm zur Beau r e und vor den Augen mehrerer rnUreisenden erreunbinncn | vfun bca, Ausstandes ausgesandtcn Truppen bcglnten. Die Aufregung in Fez ist sehr groß. Die curopaischM Konsulate haben ihre Staatsangehörigen aufgefvrdert, sich zur "Abreise bereit zu halten. Todes-A n zeige. Gestern mitteg 12V, Uhr verschied nach kurzem, schwerem Leiden unsere liebe, herzensgute, treusorgende Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Marie Reuter Witwe geb. Eckhardt im Alter von 51 Jahren, was wir hiermit Verwandten, Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme mitteilen. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen : Die schwerbetrübten Kinder. Wieseck, den 2. März 1911. 1498 Die. Beerdigung findet FreiUc den 3. März, nachm. 3 Uhr. vom Trauerhause Moserstr. 2 aus statt. Einladung zu einer kirchlich.positiven Bortrags-Taguug für das Großherzogtum Hessen, Kurhessen, Nassau, die Synoden Braunfels uud Wetzlar und Frankfurt a. M. in Greßeu am 6. uud 7. März 1911. Programm. Vor derWahl wird mancher, der lieh seht kür Politik besonders interelstert, genau unterrichtet lein wollen Ober den Sang unseres staatlichen und w rb Idialtlldien hebens, Sowie über die Grundlagen unteres getarnten Rechts. Blerzu fei die bekannte D’/s Bürgerkunde für Reifen von Glock warm empfohlen, vieles Buch, das den ungeteilten Beifall der Prelle und maßgebender Peinlichkeiten fand, gibt In leicht- verständlicher und frIScher Schilderung ein übersichtliches, lebendiges und anlchaullches Bild vorn getarnten Bau des Staates, zeigt die Ihn ordnenden und erhallenden Einrichtungen und Kräfte und erklärt zugleich, welche Pflichten der Staatsbürger zu erfüllen hat und welche Rechte Ihm zultehen. Die Glock Icke Bürgerkunde befriedigt die höchsten Bnfprflche an WlflenfchaSb lichkelt und zugleich alle Ansprüche, die man an ein Volksbuch Hellen kann. Der Preis des 505 Selten starken gebundenen Buches jlt ITl. 3.80. Zu beziehen durch jede Budihdlg. oder direkt vom vertag: G.Braurüche Bofbudidruckerei und Verlag, Karlsruhe. Fhilosophenwalcl. Bockbier im Anstich, Kuverts mit Firma billigst vrW'iche Umverfilätr-Vruckerei. R. Lange, Sieben Moulag ben 6. März 1911. AbenbS N/. Ubr: Konststorialrar Bros. D. Waltber-Rostock: -Hat sich IeiuS in bic Menschheit eingerechnet ober sich wr gegcnübcigcitellt?" Diblusüon. Dienstag ben 7. Mär» 1911. Vormittags 10 Uhr Andacht: .'Lonstswrialrat Balver-tzranksurt: ^röstnurig.'ansprachc: Vsr. Bernbeck-Okarben. — Geheimer Äonnilorialrat D. Secbcrg-Berlin: .Autorität unb Srei beit“. Diskussion. ^tachmiitagS ll/9 Uhr: Gemeinsames Mittagessen. Z'.Ubr: Gcbeimer Äirchenrai Pros. D. Ibmcls «civ.Mß: „Durch religiöses Erleben zur religiösen Gewiß- beit^. DiSkusnon. Die raaung findet im Saalbau «Steins Gartens statt. Samt- lickc Bersanimiuiigeu ünd öffentlich. iZreie Diskus,wn. Auch Damen ünb roidtmnmcn. . » ... r D- - ftne da» Komitee: Bcrnbeck, Prr., Okarben. aus der hiesigen Union - Brauerei, wozu fremidlichst einlad-l(1480) F. Hamickel. Cafe Amend täglich Konzert des Solisten-Orchesters H. Sandory unter Leitung des Violin - Virtuosen Jean Cornely Anfang 8 Uhr. Eintritt frei. • — - - - 1472 Statt Karten Die glückliche Geburt eines prächtigen Mädchens zeigen hocherfreut an Ludwig Emmelius und Frau Grethe geb. Naumann Giessen, den !• März 1011 1U* Besen u. Bürsten Spezial-Geschäft 508 A. Welz, Seltersweg 6. Sie Presse 7fr/ der ' z7 Xy/ggg/ des 6ffentilchen Lebens. Wer sich ständig über alle Fragen des Zeitungswesens unterrichten will, lese den .Zeitungs-Verlag«, das Organ des Vereins Deutscher Zeitungs- verleger, HANNOVER. Abonnementspreis vierteljährlich 3 M. Probenummem kostenlos von der Geschäftsstelle Bekanntmachung. belcuchtunn übcrflüiiig geworden und 'ollen verkauft werden. beieum^fl$cTlQuf iQID0^ kn ganzen als auch durch Abgabe einzeln^^«teuie^erfolgen.^ untcricl$ncte Bürgermeisterei ent« 0e9C”' Gleichzeitig bringen wir zur Kenntnis, daß noch eine Anzahl guterh^tener Straßenlaternen der Trüberen Beleuchtung abgegeben meÜ>eS&en. den L März 1M1 . g^oßh. Bürgermeisterei Büdingen. Lendt. Z-MiA-VMttUllMerein Gietze». General - Versammlung am Freitag, dem 3. März, abcudS 8*:. Uhr, tin Lokale des Gastwirts Sauer. Tagesordnung: 1. Jahresbericht 2. Rechnungsablage 3. Entlastung des Borstandes ■4. Erledigung der emgelaufcncn Anträge ieticns der Mitglieder. ^174 Der Vorstand. lieber die Reichstagr-Ersatzwayl = ßjQgrQpfi KMWM. Lettin1 Jedermann willkommen Freie Diskussion. -D»/J iB2/; K 5/11 K 15'11 Klnematagraph 01639', Babudosstraste 54, BabnbokstraKe 54 v»/. Oeffnung des Saales nachmittags 4*/z Ihr. 1832 eingetragen bei des Internat. Damen-OrchesterS Union. 1016421 Anfang VsS Uhr. Ml Der Vorstand. SS*/1 Verkäufer irreitag h. 3. März. S* abta 8l,2 U. Statur. Kinzenbacher Mühle bei Gichen. lv3/8) Verkaufs stelle am ^IpHma-Fahrräderl Clande Debusey Ant. Dvorak L. van Beethoven 8 Personen. Eintritt frei AelWt miö Kablili« blutsvliche Nordseensche sind heute v-/« Thüring. Bauernkäse Ttiünng. Stangenkäse allerfeinste goldgelbe Delikateh- ware, reinstes Naturprodukt. Postkolli "Btt 3.— iranko ^tachnabme. Beste Bezugsauelle füi Wieder^ Ter vorläufige Verwaltungs-Ausschuß I. A.: Prosesior Dr. A. E. Berger. am Sonntag, den 5. März, nachm. 7S2 Uhr im Kolosseum C?afe Leib Eintrittskarten i Platz Mk. 4.-. II Platz Mk. 3.50. III. Platz Mk. 2.50. IV Platz Mk. 2.—. ====^==== Stehplatz Mk 1.50, Studentenkarten Mk. L— Kleine Partitur-Ausgaben sind in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolphs Nacht.). 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Georg Wallenfels, Marktvlap 21 Telephon 46 gegenüber der Engelapotheke Rabattmarke nausg. des Vereins. Donnerstag, 16. März 1911, nachm 3 Uhr wird in unterem Amtszimmer die dem August Gottlieb Karnes, früher in Gichen letzt in Baiel, zugeichriebene, nachstehend verzeichnete Barzelle oernelgert. Flur I Nr. 1243V,, --- WO am Hof- reite auf dem Gartfeld. Gienen, den 1. Februar 1911 Grohherzogliches Ortsgertcht Gros Kartoffeln Magnum bonum, gelbe Mäuschen iSalatkartoffel) empfiehlt 330 I. Weisel. Telefon 88. Guhot-Sliftunli für die Zwecke der (b inflcliidjen tScmeindcpstege im Grohhetzogtmu Hesse». Zweiter Bericht An einmaligen Beiträgen find eingegangen laut erstem Bericht vom 18. Dezember 1910: 715.03 Mk Ferner von Gerichtsvollzieher Thüre, Darmstadt, 5 Mk., Fräulei Amalie Strecker, Darmstadt, 50 Mk., Herrn Rechnunqsrat Keutzer, Darmstadt, u3 Mk., Samtätsrat Dr. Birnbaum, Darmstadt, 10 Mk., Sanitätsrat Dr. Brückner, Darmstadt, 30 Mk., Landqetichtsrat Dr. Zimmermann, Darmstadt, 20 Mk., Geh. öohat Prosesior Dr. Paul Wagner, Darmstadt, 50 Mk., Ludwig Reeg. Wiesbaden. 100 Mk., Professor D. F. Herrmann, Darmstadt, 10 Mk., Banlprokurist Wilh. Schimpfs, Darmstadt, 30 Mk., Pfarrer Dingeldey, Darmstadt, 30 Mk., Fran Pfarrer Dingeldey, Darm- Itadt, 30 Mk., Eisenbahnbetciebssekretär K Handke, Darmstadt, 3 Mk.. Postiekretär Altvater, Darmstadt, 2 Mk., Oberlehrer Schnellbacher, Ippesheim. 30 Mk.. Lehrer A. Ebert, Babenhausen, 30 Mk., Pastor Edgar Schultze, Hamburg, 10 Mk., Ungenannt Minden i. W., 10 Mk., Apotheker Donat, Crumstadt, 3 Mk., Ungenannt Crumstadt, 22.40 Mk. E., Darmstadt, 10 Mk., Dr. Schwarz, Heppenheim a. d. 'S., 20 Mk., Rentner Ph. Franz, Heppenheim a. d. B., 30 Mk. Summe 1253,43 Mk. An jährlichen Beiträgen sind gezeichnet laut erstem Bericht vom 18. Dezember 1910: 124 Mk Ferner von Öber-Rechnungsremjor G. Haas, Darmstadt. 2 Mk., Privatier >H. Heinzerling, Darmstadt, 1 Mk., Landgerichtsdrreklor t. P. Züchter, Darmstadt, 5 Mk., Geh. Fmanzrat Dr. Lauer, Darmstadt, 3 Mk., Schreinermeister G. Best, Darmstadt, 1 Mk., Veterinärrat Dr. Weinsheimer, Darmstadt, 3 Mk., Fmanzrat Spanier, Darmstadt, 3 Mk., Möbelsabrikant <5. Ehrhardt, Darmstadt, 2 Mk., Major a D. Lauteschläger, Darmstadt, 1 Mk., Kaufmann Joh. Andres, Darmstadt. 1 Mk., Fräulein Marie v. Grolmann, Darmstadt, 3 Mk., Geh. Rechnungsrat Ludwig Petry, Darmstadt, 2 Alk., Handelslehrer Emil Held, Darmstadt, 3 Mk., Landgertchtsral Dr. Zimmermann, Darmstadt, 5 Mk., Rechnungsrat G. Bergauer, Darmstadt. 2 Mt., Geh. Hofrat Professor Dr. Wagner, Darmstadt, 10 Mk., Lehrer Wenzel, Darmstadt, 2 Mk., Eisenbahn-Betriebsingenieur Paul Klopfer, Darmstadt, 3 Mk., Wachtmeister G. Waldschmidt, Darmstadt, 1 Mk., Rentner G. Otto, Darmstadt, 3 Mk., Fräulein Emma Reih, Darmstadt, 4 Mk., Frau Mathilde Heckler, Darmstadt, 2 Mk., Lehrer Carl Ramge, Darmstadt, 2 Mk., Geh. Landeskulturrat Dr. Klaas, Darmstadt, 6 Mk.. Werkmeister Karl Sting, Darmstadt, 5 Mk., Pfarrer Kraus, Darmstadt, 2 Mk., ^Ludwig Reeg, Wiesbaden, 10 Mk., Professor Dr. Karl Groos, Gichen, 2 Mk., Buch- druckereibesitzer G. Otto, Heppenheim, 2 Mk., Frau Bürgermeister Höhn, Heppenheim, 2 Mk., Lehrerin H. Knapp, Heppenheim, 3 Mk., Pfarrassistent Hechler, Heppenheim, 3 Mk., Frau Walch, Heppenheim, 1 Mk., Postassistent Gernet, Heppenheim, 1 'Ulf., ^Frau Wenzel, Heppenheim, 1 Mk., Frau Held, Heppenheim, 1 Mk., Direktor Dr. v. Peter, Heppenheim, 2 Mk., Steinhauer M. Metzendorf I., Heppenheim, 1 Mk., Kaufmann Ludw. Maurer, Heppenheim, 2 Mk., Psandmeiilcr Fr. Hilsdorf, Heppenheim, 1 Mk., Bureaugehilfe H. Hebeler, Heppenheim, I Mk., Bäckermeister I. G Brcndle, Heppenheim, 1 Mk., Rentner I. P. Reinhard, Heppenheim, 2 'Mk., Werkmeister iM. Ruckdäschel, Heppenheim, 1 Mk., Kaufmann lttreilach, Heppenheim, 1 Alk., Tierarzt Dr. Seigel, Heppenheim, 1 Mk., Rentner Haack, Heppenheim, 2 Mk.. Leutnaiit a. D. Gietz, Heppenheim, 1 Mk., Ci'enbahnassistenl L. Thein, Heppenheim, 1 Mk., Reallehrer Dörr, Heppenheim, 2 Mk., Bankrat Rosemann, Heppenheim, 2 Mk., Dr. Faup, Heppenheim, 2 Alk., Kreisamtsbureauvorstehel Fabian, Heppenheim, 1 Mk. Elektrotechniker ' Weidenbach, Heppenheim, 1 Mk., Schmied Arnold, Heppenheim. 1 Mk.. Pastor emer. Platz, Heppenheim, 3 Mk., Geh. Schulrat Direktor Dr. Baur, Heppenheim. 3 Mk. Hotelier K. M. Seibert, Heppenheim, 2 Mk., Zuschneider G. Hofmann, 1 Mk., Zuschneider Georg Hofmann, 1 Mk, Pfarrer Storck, Ueberau, 5 Mk.. Pfarrer Schäfer, Crumstadt, 2 Mk., Apotheker Wilckens, Goddelau, 1 Mk., Pfarrer Marguth, Rieder - Beerbach, Plocketr. 12 f 01636) Plockstr. 12 Jeder Film ein Schlager Pro Patria sochkcktuelleS, lvannendes Drama tm Umcnecboet.; Nm no6 2 Soge Mt rlltrlikbßt ?jtrtttt zlci Graf ooa fiirrmliurg Gespielt von den ersten dänischen Künstlern SßittOttll/ Drama auS dem wilden Westen Mensch bezahle deine Schulden, Schönster humoristischer Schlager der je gezeigt wurde Das AudasHeld, Episode aus den Tagen der franzör sstchen Schreckensherrschaft Holdes vis-ä-vis, Größte Heiterkeit Weltreise des Kronprinzen, i Serie, aktuell Immer höher, humoristisch Die Seeräuber, Tonbild. wiiiS x»1 \0“. vorzüglich berührt bei ^7, nusten-Jnflitenzau.Ä ^Heiserkeit. Hastwirle-Rrankcnkaff'e E. H. Freitag den 3. März 1911, uachmittagS 4 Ubr, im Hotel Restaurant Rostal Hauptversammlung Tagesordnung: 1. Jahresbericht. v „ v . 2. Rechnungsablage und Entlastung des Rechners. 3 Vorstandswahl. 4. Sonstige rechtzeitig eingefanbte Anträge. 5. Verschiedenes. Wir laden unsere Mitglieder zu recht zahlreichem Besuche ein. D*1/« Ter Vorstand. NSMMU» Donnerstag den 9. März 1911, nachnunags3 Uhr wird in unserem Amtszimmer die dem Georg Bill tn Rieder-Weisel zugefchriebene nachstehend verzeichnete Varzelle versteigert sFl «r 1324/w =-- 995 qm Bau- vlatz hinter dem Steeg zwischen der Chaussee und dem Mittelweg. Giesten. den 15. Februar 1911 Grohherzogliches Ortsgericht Gros taülate* Giessen Direktion: Hermann Steingeetter. Samstag den 4. März 1911, Kleine Preise Kleine Preise Faust I. Teil 1. Abend Alls. 8 Uhr. (a’/sj Ende geg. 11 Uhr. - Beim Hciratsvmnittlcr bervorragende amerckantsche Komödie. Heftet bCtl wunderbare Naturaufnahme. Intime Familienangelegenheiten wannender dramatischer Kunstfilm. Das Pathe-Journal. =Pagolesi= feiten schönes Drama aus dem Leben eines grohen Künstlers. Irr eingezogent RtstWbt Schlager^Humoreske ersten Ranges Kindliches Erbarmen, Dramcr Tonbild' Dandy-Tanz. Walter Fifchcr, Käserei, Buttstädt, Tbüriug. Prima Landbrot liefert direkt frei HauS s-ben 9 ll. ftnitnj. 11.8c. Eintritt 20 Pfg.___ Lästige Haare 785 im Gesicht, an d. Armen, entfernt Prof. vi-.Grunwald'S Enthaar- ungsvuder. D- 150 Niederlage: Pelikan Avotbekc. Kreuzvlah 2 Husten 4" Heil (Bruff-Caramellett) sind das einzig beste diätei. Ge- nuhmittel bei Husten u. Heiserkeit .8u hoben nur allein bei Gebrüder Adami, 14 MäuSburg 14. (525 st-gr" £ AinKegien joinbergk' yt. Einung Hav tat W-?' Sen, ( selig unö vlel 5 in emer ' gältet erhöhe f*' 'Weiter S Wckpolilik kibanialll'.e W weiteren U tiütn beWft laac eine solch Jon oft M Zoll werben in unsinnige? wo W dlZe .icflnti "8er. Se iöniite. 'Xtc '! Ktrben, io 101 Rillte mehr zu ,z aber nid)tj Gierung die iiirung einem im Etat geltrr !a beklagen ton W* • V. in M tnuner noch Sirlungen _b> ^aba'sindustr mit seinen 7( geraten. 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